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AH/0004/2020

Beschleunigter Ausbau der Wasserstofftechnologie (Grüner Wasserstoff)

Antrag an den Hauptausschuss 05.05.2020

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 13.05.2020, TOP 13.3

A-H-0004-2020-Beschleunigter Ausbau der Wasserstofftechnologie (Grüner Wasserstoff)

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A-H-0004-2020-Beschleunigter Ausbau der Wasserstofftechnologie (Grüner Wasserstoff)

3283 Zeichen

Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss Nr.: AH/0004/2020  
 
 
 
 
 
 
 
 
                                                                                                                                       5. Mai 2020 
 
Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss 
 
 
Beschleunigter Ausbau der Wasserstofftechnologie (G rüner 
Wasserstoff) 
 
Beschlusspunkte: 
1. Die Stadt Münster und ihre Tochtergesellschaften  verstärken ihre 
Anstrengungen zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastru ktur in der Kooperation 
auch mit dem Kreis Steinfurt (Projekt „Modellregion  Wasserstoff-Mobilität 
NRW“). 
2. Die Stadt Münster setzt sich dafür ein, die im o . g. Modellprojekt für 2030 
anvisierten Ziele deutlich früher zu erreichen: 
a. Zusätzlich zu der geplanten Pilotstrecke (z. B. Tecklenburger 
Nordbahn) sollen auch auf der Bahnstrecke Münster-E nschede und auf 
der reaktivierten WLE-Trasse Brennstoffzellenzüge eingesetzt werden. 
b. Möglichst alle Schnell- und Regiobuslinien ins M ünsterland sollten 
überwiegend mit Brennstoffzellenbussen bedient werden können. 
c. Die AWM sollen zukünftig für den Entsorgungsbere ich Fahrzeuge mit 
Brennstoffzellen beschaffen. 
d. Für den eigenen Gebrauch auf Langstrecken schaff t die Stadt Münster 
Brennstoffzellen-PKW an. 
 
Begründung 
An der Brennstoffzellentechnologie wird seit gut 40  Jahren intensiv geforscht. Seit 
einigen Jahren sind Entwicklungen verfügbar, die so wohl kostengünstig,

leistungsfähig, wie auch langlebig sind. Aktuelle M odelle erreichen über 10.000 
Betriebsstunden. Dem Einsatz in Fahrzeugen stehen d amit primär die fehlende 
Infrastruktur mit Tankstellen und die umweltfreundl iche Erzeugung von Wasserstoff 
(„Grüner Wasserstoff“) entgegen. An beiden Probleme n will das Steinfurter Projekt 
grundlegend etwas ändern. Zum ersten wird am Aufbau einer Infrastruktur gearbeitet. 
Zum zweiten soll der Wasserstoff ausschließlich mit  „überschüssigem“ regenerativen 
Strom, d. h. mit Strom aus „Alt-Anlagen“ (in der Na ch-EEG-Phase ab 2020) erzeugt 
werden. 
Die Stadt Münster und die Stadtwerke kooperieren be reits mit dem Kreis Steinfurt. 
Allerdings sollten die Ziele etwas ambitionierter s ein. In Anbetracht des sich 
beschleunigenden Klimawandels sollten alle Anstreng ungen unternommen werden, 
um den Ausstoß klimawirksamer Gase schnell und mass iv zu reduzieren. 
Brennstoffzellenfahrzeuge können hierzu in einigen Bereichen deutliche Fortschritte 
ermöglichen. So bieten sich Brennstoffzellenzüge au f allen Linien ohne 
Oberleitungen an. Ähnlich bieten Brennstoffzellenbu sse auf den Schnellbuslinien ins 
Münsterland - aber auch bei den „langen“ Buslinien in der Stadt - deutliche Vorteile 
gegenüber E-Bussen mit Batteriebetrieb. Neben der g rößeren Reichweite ist das vor 
allem der Gewichtsvorteil. Außerdem entfällt das zeitaufwendige Laden der Batterien. 
Bei Entsorgungsfahrzeugen sind Batterien ebenfalls aufgrund der oben genannten 
Probleme wenig geeignet, das EU-geförderte Projekt „Revive“ liefert seit Anfang des 
Jahres 2018 erste Erkenntnisse. 
Mit einer Beschleunigung der Umsetzung der Ziele de s Konzeptes kann die Stadt 
Münster einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Emissionen aus den Verkehren 
erreichen. 
 
 
Gez. 
 
Stefan Weber  Otto Reiners 
und Fraktion  und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

13.05.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 13.3 (Entsch. § 60 Abs.1 S.2 GO NRW, epidemische Lage) Entscheidung

Beschluss: verwiesen

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Details

Aktenzeichen
AH/0004/2020
Typ
Antrag an den Hauptausschuss
Datum
05.05.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37