AN/2676/2021
Kostenlose FFP2-Masken für Köln-Pass-Inhabende
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SPD Anfrage nach § 4
2864 Zeichen
An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 09.12.2021 AN/2676/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 14.12.2021 Kostenlose FFP2-Masken für Köln-Pass-Inhabende Sehr geehrte Frau Oberbürge rmeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Rates am 14.12.2021 zu set- zen: Dass FFP2-Masken beim Einsatz gegen das Coronavirus einen deutlich besseren Schutz bieten als chirurgische Masken, ist weithin anerkannt. Mi t ihnen kann man nicht nur andere Menschen vor möglichen eigenen Viren schützen, sondern auch sich selbst vor einer Infektion. Eine neue Studie des Göttinger Max -Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation belegt nun, dass die Anste- ckungsgefahr mit gut sitzenden FFP2 -Masken in einem Innenraum auf kurzer Distanz auch nach 20 Minuten nur bei gut einem Promille (0,1 Prozent) liegt. Damit ist abermals wissenschaftlich nachge- wiesen, dass die breite Nutzung von FFP2 -Masken epidemiologisch absolut sinnvoll ist. Leider stellen die Kosten für die Masken für viele einkommensschwächere Kölner*innen ein Hinder- nis und eine Herausforderung dar. Auch wenn die Preise für FFP2-Masken gesunken sind, übersteigt der Preis einer FFP2-Maske denjenigen der verbreiteten Medizinmasken deutlich. Zudem stellte das Landessozialgericht NRW mit Beschluss vom 06.05.2021 fest, dass der Mehrbedarf für FFP2-Masken zwar einen besonderen, jedoch keinen unabweisbaren Bedarf i.S.d. § 21 Abs. 6 SGB II darstelle. Den damaligen Antragstell ern wurde empfohlen, Einsparmöglichkeiten zu nutzen. Im Februar 2021 hatte die Landesregierung hilfsbedürftige Menschen mit einem Sofortprogramm unterstützt, indem sie 8,7 Millionen medizinische Masken zur Verfügung stellte. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 1. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, kostenlose FFP2-Masken für einkommens- schwächere Kölner*innen zur Verfügung zu stellen? 2. Hat die Stadt Kenntnisse darüber, ob es vom Land noch einmal Masken zur Verteilung an bedürftige Personen geben wird? - 2 - 3. Wenn die Landesregierung keine Neuauflage ihres Sofortprogramms vom Februar 2021 vor- sieht, kann sich die Stadt beim Land für eine Neuauflage einsetzen? 4. Welche Erfahrungen hat die Stadtverwaltung mit der Verteilung der Masken der Landesre- gierung Anfang des Jahres gemacht? 5. Werden zurzeit obdachlose Menschen mit Masken z. B. durch die aufsuchende Hilfe, das Ordnungsamt oder das Streetwork versorgt? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/2676/2021
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 09.12.2021
- Erstellt
- 09.12.2021 11:34