0921/2020
Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Ehrenfeld
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Anlage 1 - Unfallhäufungsstellen 2019
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Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4* davon Verkehrs- unfälle mit zu Fuß Gehenden davon Verkehrs- unfälle mit Rad- fahrenden Unfallfolgen (LV - Leicht-verletzt SV - Schwer- verletzt) Maß- nahmen sind erfolgt Maßnahmen in Vorbereitung/ werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich Maarweg/ Widdersdorfer Straße Ehrenfeld 5 0 2 1 SV, 4 LV X Oskar-Jäger-Straße/Weinsbergstraße/ Widdersdorfer Straße Ehrenfeld 7 0 0 4 SV, 3 LV X² Parkgürtel/Anschlussstelle Ehrenfeld Neuehrenfeld 6 0 4 2 SV, 3 LV X * Unfallkategorien 1 - Unfall mit einer getöteten Person 2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person 3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person 4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden Anlage 1 Unfallhäufungsstellen 2019 im Bezirk Ehrenfeld ²Geschwindigkeitsüberwachung
Anlage 2 - Tödliche VU 2019
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Anlage 2 Datum Uhrzeit Bezirk Straße Beteiligung (Alter) Folgen Ursache 05.10.2019 19:18 Ehrenfeld Helmholtzstraße/Hospelt straße Pkw (67) - Krad (41) 1 T (41) Pkw missachtet Vorfahrt und kollidiert mit Krad Krad - Motorrad T - Getöteter Tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Ehrenfeld
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 660/12 Vorlagen-Nummer 0921/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 11.05.2020 Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Ehrenfeld In der als Anlage beigefügten Liste sind alle Unfallhäufungsstellen des Jahres 2019 im Gebiet des Bezirks Ehrenfeld aufgeführt. In der Anlage 2 sind die tödlichen Verkehrsunfälle im Bezirk genannt. Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der Einjahresbetrach- tung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Katego- rie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des Unfal- laufkommens geeignet sind. Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei grundsätzlich seit dem 01.01.2018 Unfälle nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Un- fallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise innerhalb eines Knotens innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung innerhalb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn innerhalb dieses Zeitraums in einem Knoten drei Verkehrsteilnehmende schwer verletzt oder getötet wurden. Im Jahr 2019 wurden für den Stadtbezirk Ehrenfeld die folgenden Kreuzungen im Zuge der Dreijahresbetrachtung gemel- det: Venloer Straße/Ehrenfeldgürtel (Ehrenfeld), Venloer Straße/Heliosstraße (Ehrenfeld), Oskar-Jäger-Straße/Vogelsanger Straße (Ehrenfeld). Alle genannten Kreuzungen wurden durch die Unfallkommission Köln besichtigt und in der Unfall- 2 kommission mit einem Vertreter des Fahrradbeauftragten besprochen. Die Unfälle im Bereich der Venloer Straße/Heliosstraße beruhten auf der Missachtung der Vorfahrt von Pkw-Fahrenden die aus der Heliosstraße ausfuhren und mit Radfahrenden auf dem begleitenden Radweg der Venloer Straße kollidierten. In weiteren Fällen wurden auch zu Fuß Gehende beim Überqueren des Zebrastreifens von Pkw-Fahrenden angefahren. Das Amt für Verkehrsmanagement teilte zu der Beleuchtung des Überweges bereits mit, dass diese der Norm entspricht. Es wird aber noch geprüft, ob hier durch einen Rückschnitt des Baums neben dem Überweg eine Verbesserung der Ausleuchtung erzielt werden kann. Für die Venloer Straße ist eine generelle Überarbeitung im Rahmen eines Großkonzeptes vorgesehen. Zielgerichtete, angemessene Maßnahmen zur Reduzie- rung der unfallbegünstigenden Umstände konnten hier im Vorgriff nicht festgestellt werden. Diese Aussage gilt auch für die Kreuzung Venloer Straße/Ehrenfeldgürtel. Das Unfallgeschehen in der Oskar-Jäger-Straße/Vogelsanger Straße verteilte sich auf den gesamten Knoten und beruhte auf unterschiedlichen Ursachen. Die Prüfung dieses Bereiches ergab, dass die Beschilderung, Markierung und Signalisierung eindeutig und ausreichend ist. Zielführende Maßnah- men zur Erhöhung der Verkehrssicherheit waren auch hier nicht ersichtlich. Innerhalb der Einjahresbetrachtung wurden drei Kreuzungen als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Das Unfallgeschehen im Knoten Maarweg/Widdersdorfer Straße war darauf zurückzuführen, dass Pkw-Fahrende, die von der Widdersdorfer Straße aus nach links in den Maarweg in Richtung Vogels- anger Straße abbiegen wollten, mit dem bevorrechtigten Geradeausverkehr kollidierten. In einem Fall war ein geradeausfahrender Radfahrer am Unfallgeschehen beteiligt. Unfälle dieser Art traten in der Kreuzung zum ersten Mal auf und sind möglicherweise auch auf eine zufällige Häufung zurückzufüh- ren. Die Unfallkommission beschloss daher – da einfache Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssi- cherheit nicht ersichtlich waren – die Unfallhäufungsstelle noch zu beobachten. Sofern in den nächs- ten Jahren eine Meldung mit neuen Konflikten zwischen Linksabbiegenden und dem Geradeausver- kehr erfolgt, richtet das Amt für Verkehrsmanagement einen Schutzblinker und einen grünpfeilgesi- cherten Nachlauf ein. Diese Maßnahme wurde derzeit aus Gründen der Leistungsfähigkeit noch zu- rückgestellt. Ein ähnliches Unfallbild ergab sich in der Kreuzung Oskar-Jäger-Straße/Weinsberg- straße/Widdersdorfer Straße. Die Unfälle waren in allen Fällen darauf zurückzuführen, dass Linksab- biegende von der Weinsberg- bzw. Widdersdorfer Straße mit dem bevorrechtigen Gegenverkehr kol- lidierten. Da hier bereits bei vergangenen Meldungen ein ähnliches Unfallgeschehen auftrat, prüft das Amt für Verkehrsmanagement, ob hier ein – nach Möglichkeit grünpfeilgesicherter – Nachlauf für die Linksabbiegenden in die Oskar-Jäger-Straße (Richtung Melatengürtel) eingerichtet werden kann. Damit würde dann die Grünphase für die Abbiegenden verlängert und sie könnten konfliktfrei abbie- gen. Die Verkehrsüberwachung wurde ebenfalls um Geschwindigkeitskontrollen des Verkehrs auf der Weinsbergstraße und der Widdersdorfer Straße gebeten, da das Unfallgeschehen auch möglicher- weise mit Geschwindigkeitsüberschreitungen des Geradeausverkehrs im Zusammenhang stand. Im Bereich des Parkgürtels/Anschlussstelle Ehrenfeld (Abfahrt) kollidierten Pkw-Fahrende, die von der BAB kommend nach rechts in den Parkgürtel in Richtung Escher Straße abbiegen wollten, bei drei Unfällen mit Rad- bzw. einem E-Scooter-Fahrenden die den Rechtsabbieger kreuzen wollten. Hier prüft die Verwaltung, ob die Kreuzung in das stadtweite Programm zur Einziehung der frei flie- ßenden Rechtsabbieger aufgenommen wird. Im Vorgriff auf diese Maßnahme prüft das Amt für Ver- kehrsmanagement, ob der Rechtsabbieger von der Autobahn in die Signalisierung mit einbezogen werden kann, damit so die Unfallgefahr für Radfahrende deutlich reduziert wird oder ob für den Rechtsabbieger ein Rot-Dunkel-Signal nach dem Vorbild Frankfurter Straße/Anschlussstelle Grem- berghoven Süd (Porz) eingerichtet werden kann. Mit dieser Ausgestaltung wurden dort sehr gute Er- fahrungen gemacht. Im Jahr 2019 ereignete sich im Stadtbezirk Ehrenfeld ein tödlicher Verkehrsunfall. Am 19.08.2019 kollidierte ein 67jähriger Pkw-Fahrer, der aus der Hospeltstraße ausfuhr und die vorfahrtsberechtigte Helmholzstraße überfahren wollte, mit einem 41jährigen Motorradfahrer. Der Kradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Hier optimierte die Ver- 3 waltung, den Standort des Zeichens 205 (Vorfahrt) der Straßenverkehrsordnung. Die Unfallkommissi- on kam aber insgesamt aber zu dem Ergebnis, dass der tödliche Unfall mit angemessenen verkehrs- technischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen wäre. Anlagen: Anlage 1 – Aufstellung der Unfallhäufungsstellen 2019 im Stadtbezirk Ehrenfeld Anlage 2 – Aufstellung der tödlichen Verkehrsunfälle 2019 im Stadtbezirk Ehrenfeld
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (14)
- Widdersdorfer Straße
- Oskar-Jäger-Straße
- Helmholtzstraße
- Venloer Straße
- Heliosstraße
- Weinsbergstraße
- Hospeltstraße
- Maarweg
- Vogelsanger Straße
- Frankfurter Straße
- Ehrenfeldgürtel
- Escher Straße
- Melatengürtel
- Parkgürtel
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Details
- Aktenzeichen
- 0921/2020
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 26.03.2020
- Erstellt
- 19.03.2020 12:06