Mandari Insight

BKA 0884

Aktuelle Ergebnisse aus dem Grundwassermodell des LANUK

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss 25.09.2026

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Braunkohlenausschuss, Sitzung am 25.09.2026, TOP 6.

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Modellergebnisse_LANUK_2026_final)

· application/pdf

Ansehen

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Aktuelle Ergebnisse aus dem Grundwassermodell des LANUK)

· application/pdf

Ansehen

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Modellergebnisse_LANUK_2026_final)

4736 Zeichen

Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK), Juli 2026 Seite 1 von 2 
 
Aktuelle Ergebnisse aus dem Grundwassermodell des LANUK 
Hydraulische Systemanalyse im Hinblick auf den Ausgleich von 
Grundwasserstandsdifferenzen im stationären Endzustand - Garzweiler - 
(ca. nach dem Jahr 2150) 
Bearbeitungsstand 2026 
 
In den Jahren 2023 und 2024 wurden mit dem Grundwassermodell des LANUK 
Berechnungen zu verschiedenen Seespiegelhöhen für den Tagebausee Garzweiler 
durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass im Bereich des Schwalmquellgebietes und des 
Mühlenbaches im stationären Endzustand (etwa nach dem Jahr 2150) negative 
Grundwasserstandsdifferenzen gegenüber dem bergbauunbeeinflussten Zustand nicht 
ausgeschlossen werden können. Ursache dafür ist die Nähe zum Tagebausee Garzweiler, 
dessen Seespiegelhöhe gemäß geändertem Braunkohlenplan Garzweiler II (Entwurf 2025) 
mit 66m NHN niedriger liegt als der vorbergbauliche Grundwasserstand in diesem Bereich. 
Über die Ergebnisse wurde der BKA in den Sitzungen 12/2023 und 11/2025 informiert. 
Davon ausgehend wurden in einem nächsten Schritt verschiedene Modellvarianten zur 
Analyse des hydraulischen Systems im Bereich Schwalmquellgebiet und Mühlenbach mit 
dem Grundwassermodell des LANUK gerechnet. Ziel war es dabei, Möglichkeiten zu 
untersuchen, mit denen Grundwasserabsenkungen in diesem Bereich im Hinblick auf den 
Schutz von Feuchtgebieten und Oberflächengewässern, ausgeglichen werden können. Dabei 
wurde ein weiterer Betrieb von einigen wenigen Infiltrationsanlagen über das bislang 
geplante Ende (ca. im Jahr 2100) hinaus simuliert. Außerdem wurde die Auswirkung der im 
Umfeld gelegenen Wasserwerke auf die Grundwassersituation untersucht. 
Die Modellergebnisse zeigen, dass es mit einem weiteren Betrieb von Infiltrationsanlagen im 
Schwalmquellgebiet und am Oberlauf des Mühlenbachs möglich ist, die 
Grundwasserabsenkung im stationären Endzustand auszugleichen. Dafür könnten die 
bestehenden Infiltrationsanlagen genutzt werden. Die Anzahl der benötigten Anlagen und 
die erforderliche Infiltrationswassermenge ist erheblich geringer als der aktuelle Bedarf. 
(Zum Vergleich wurden im Jahr 2025 knapp 64 Mio. m³ Wasser im gesamten Einflussgebiet 
des Tagebaus Garzweiler infiltriert. Aus den Modellrechnungen lässt sich für den Ausgleich 
der Grundwasserabsenkung im Bereich der Feuchtgebiete im Schwalmquellgebiet und am 
Mühlenbach ein Infiltrationswasserbedarf von etwa 1 Mio. m³/a abschätzen1.) 
Zum Verständnis der hydrologischen Gesamtzusammenhänge im Bereich 
Schwalmquellgebiet und Mühlenbach wurde in weiteren Simulationsvarianten der Einfluss 
von Wasserwerken auf die Grundwasserstände im obersten Grundwasserstockwerk für den 
stationären Endzustand untersucht. Dabei wurde unterstellt, dass die vier Wasserwerke, die 
dort heute betrieben werden (Uevekoven, Gatzweiler, Rheindahlen, Beeck), im stationären 
 
1Die Modellrechnungen berücksichtigen bisher keine möglichen Klimaveränderungen.

Endzustand die gleiche Wassermenge fördern wie im Jahr 2023 (insgesamt 6,2 Mio.m³/a). 
Die möglichen Auswirkungen eines demographischen Wandels, eines veränderten 
Wasserbedarfs oder klimatischer Veränderungen bis zum stationären Endzustand wurden 
für diese Systemanalyse nicht berücksichtigt. Veränderte hydrochemische Bedingungen, die 
sich aufgrund eines zurückgehenden Infiltrationswasserzustroms oder aufgrund sich 
verändernder Entnahmen ergeben können, wurden hier ebenfalls nicht betrachtet.  
In den Modellvarianten wurde untersucht, welche theoretische Grundwassersituation sich 
im stationären Endzustand einstellen würde, wenn die Förderung reduziert oder in tiefere 
Grundwasserstockwerke verlagert würde. Dabei zeigten die hier angesetzten Änderungen 
der Fördermengen positive Auswirkungen auf die Grundwasserstände in den 
Feuchtgebieten. Die Verlagerung der Förderung in tiefere Grundwasserstockwerke wirkt sich 
aufgrund der komplexen Geologie nur mit Einschränkungen oder gar nicht günstig aus.  
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass auf der Grundlage der 
Modellberechnungen Aussagen über die hydraulischen Zusammenhänge im Bereich der 
Feuchtgebiete im Schwalmquellgebiet und am Mühlenbach gemacht werden können. Sie 
liefern auf dem heutigen Stand der Erkenntnisse beruhende erste Hinweise über 
Möglichkeiten zum Ausgleich einer verbleibenden Grundwasserabsenkung im stationären 
Endzustand. Diese können auch in zukünftige wasserwirtschaftliche Planungen einbezogen 
werden. Für eine Konkretisierung werden Detailbetrachtungen nötig sein, die 
sinnvollerweise zu einem späteren Zeitpunkt unter den dann relevanten Randbedingungen 
durchgeführt werden müssen. Sie können auf den hier gewonnenen Erkenntnissen 
aufbauen.

Beratungsverlauf (1)

25.09.2026 Braunkohlenausschuss
TOP 6.
Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
BKA 0884
Typ
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss
Datum
25.09.2026
Erstellt
15.09.2026 09:22