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AN/1136/2019

Inklusion in kommunaler Beschäftigung – Nachholbedarf in IT und Ausbildung

SPD Anfrage nach § 4 02.09.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 05.09.2019, TOP 11.1

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

3811 Zeichen

An den 
Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales und Senioren  
Herrn Michael Paetzold 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 02.09.2019 
 
AN/1136/2019 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 
 
Inklusion in kommunaler Beschäftigung – Nachholbedarf in IT und Ausbildung 
Sehr geehrter Herr Paetzold, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragstellerin bittet darum, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses 
Soziales und Senioren am 05.09.2019 aufzunehmen:  
 
Das Monitoring zur Umsetzung der Inklusionsvereinbarung der Stadt Köln weist insgesamt 
positive Zahlen auf. Die Quote der behinderten und schwerbehinderten Beschäftigten der 
Stadt liegt deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtquote von 5 %, nämlich bei 
8,24 % im Jahr 2017. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl schwerbehinderter Be-
schäftigter um einen Faktor von mehr als 1,5 erhöht. Der Überhang weiblicher Beschäftigter 
gegenüber männlichen Beschäftigten mit Behinderung ist nicht auffällig gegenüber dem 
Überhang weiblicher Beschäftigter insgesamt im Anstellungsverhältnis mit der Kommune. 
 
Dennoch weisen die Zahlen auch Defizite aus: Bei den Leitungsfunktionen überschreitet die 
Stadt nur gerade so die oben genannte 5-Prozent-Quote. Dadurch spielt sich Inklusion ge-
genwärtig gehäuft im Bereich weniger qualifizierter bzw. vergüteter Anstellungen ab. Im Aus-
bildungsbereich fällt auf, dass von 4,1 % Bewerbungen schwerbehinderter Menschen genau 
0 % zu einer Anstellung geführt haben. Diese Differenz wird umso größer, nimmt man zur 
Kenntnis, dass im Bereich IT die größte Quote an Bewerbungen schwerbehinderter Men-
schen um einen Ausbildungsplatz zu verzeichnen sind. Im Erfahrungsbericht zur Inklusions-
vereinbarung 2017 ist für diesen Ausreißer in den Daten kein Grund genannt. 
 
 
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 
 
1. Wie viele der behinderten und schwerbehinderten Beschäftigten der Stadt und der städti-
schen bzw. stadtnahen Gesellschaften wurden als Menschen mit schwerer Behinderung 
eingestellt, und bei wie vielen ist die Einschränkung erst im Laufe der Arbeitsjahre einge-
treten?

- 2 - 
 
 
2. In welchen Bereichen und mit welchen Aufgaben sind die Menschen mit Behinderung 
beschäftigt? (Bitte unterscheiden Sie auch hier zwischen den mit einer Behinderung Ein-
gestellten und den im Laufe der Beschäftigung Erkrankten.) 
 
3. Welche Förder- und Qualifizierungsangebote halten die Stadt und die städtischen bzw. 
stadtnahen Gesellschaften für Mitarbeiter*innen mit Behinderung vor? 
 
4. Ist der Behindertenbeauftrage der Stadt Köln in den Prozess der Ausschreibung von Stel-
len und/ oder in das Bewerbungsverfahren sowie dem Aufstellen/Auswerten der Eig-
nungstest eingebunden, und wie sieht diese Mitwirkung aus? 
 
5. Insgesamt liegt die Quote schwerbehinderter Menschen unter den Auszubildenden und 
Praktikant*innen im Bereich der Stadt nur bei 1,27 % und damit deutlich unterhalb des 
Anteils schwerbehinderter Menschen unter 25 an der Gesamtbevölkerung. Was plant die 
Stadt Köln, um den Anteil an Auszubildenden und Praktikant*innen mit schwerer Behin-
derung zu erhöhen, und welche Barrieren hindern Ausbildungswillige mit Schwerbehinde-
rung zum Beispiel im Bereich der Informationstechnik daran, eine Ausbildung bei der 
Stadt Köln zu beginnen?“ 
 
Die Verwaltung wird gebeten, die Antwort auch dem AVR zur Verfügung zu stellen.   
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke  
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin

Beratungsverlauf (1)

05.09.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 11.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1136/2019
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
02.09.2019
Erstellt
02.09.2019 11:10