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2013/0085

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013 des Jobcenter Darmstadt

Magistratsvorlage 27.02.2013

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AARRBBEEIITTSSMMAARRKKTT--  UUNNDD  
  
IINNTTEEGGRRAATTIIOONNSSPPRROOGGRRAAMMMM  
  
22001133  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber:  
 
Jobcenter Darmstadt 
Zentrum für Existenzsicherung und Beschäftigung 
Groß-Gerauer-Weg 3 
64295 Darmstadt                                                                                   Stand: 29.01.2013

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
2 
 
 
Inhaltsverzeichnis
  
    
EINLEITUNG  ..................................................................................................... .................... 4 
1. Arbeitsmarkt  - Lokale Ausgangssituation  ..................................................................... 6 
2. Kundenstruktur und Profillagen im Jobcenter Darmstadt  ............................................ 8 
2.1 Kundenstruktur  ..................................................................................................... ...... 8 
2.2 Kundensegmentierung  ............................................................................................... 9 
3. Zielsystem des SGB II  .................................................................................................... 11  
3.1 Was haben wir erreicht? -  Rückblick 2012 - ........................................................... 13  
3.2  Kennzahlen nach § 48 a SGB II  ............................................................................... 14  
3.2.1 Verringerung der Hilfebedürftigkeit  .................................................................. 14  
3.2.2 Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit  ........................................... 14  
3.2.3 Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug  .............................................. 15  
3.2.4 Kennzahlen und Referenzwerte 2013  ................................................................ 16  
3.3 Prozess- und Qualitätsziele  .................................................. ................................... 17  
3.4 Lokale Zielvereinbarung mit der Wissenschaftsst adt Darmstadt  ....................... 19  
4.  Aktive Förderung durch das Jobcenter Darmstadt – Planung  2013  ....................... 20  
4.1. Haushalts- und Finanzsituation 2013: Eingliederungs- und Verwaltungs- 
       budget  .................................................. ................................................... ................. 20  
4.2 Budgetausstattung und Eintrittsplanung 2013  ....................................................... 21  
5. Geschäftspolitische Schwerpunkte  .............................................................................. 23  
5.1 Kundinnen und Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften ausbilden  .................... 25  
5.1.1 Arbeitskreis Fachkräftebedarf  .......................................................................... 25  
5.1.2 Jobs für best!agers  ............................................................................................ 26  
5.1.3  Förderung von Schwerbehinderten  ................................................................. 30  
5.2. Langzeitbezieherinnen und -bezieher aktivieren und Integrationschancen  
       erhöhen  ..................................................................................................... ............... 31  
5.2.1 Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement (bF M) und        
         Beratungskonzeption SGB II (Beko)  ................................................................ 31  
5.2.2 Mehrgenerationenhaus  ...................................................................................... 32  
5.2.3 Arbeitsgelegenheiten  ......................................................................................... 32  
5.2.4 Bundesfreiwilligendienst  ................................................................................... 33  
5.3 Marktchancen bei Arbeitgebern erschließen und Integrationen realisieren  ......... 33  
5.4  Beschäftigungschancen für  Alleinerziehende nutzen  ......................................... 34  
5.5 Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren  .......................... 36  
5.6 Handlungsschwerpunkt „Erstausbildung für junge Erwachsene“  ....................... 37  
5.7 Rechtmäßigkeit und Qualität der operativen Umsetzung sicherstellen  ................ 38  
5.7.1 Rechtmäßigkeit der Leistungsgewährung sicherstellen  ................................. 38  
5.7.1.1 Team Selbständige  .......................................................................................... 38

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
3 
 
5.7.1.2 Leistungssachbearbeitung  ............................................................................. 39  
5.7.1.3 Das Bildungs- und Teilhabepaket  .................................................................. 40  
5.7.2 Konzept Datenqualität/Datenqualitätsmanagement (DQM)  ............................. 41  
5.7.3 Internes Kontrollsystem (IKS)  ........................................................................... 41  
5.8 Kommunale Arbeitsmarkt- und Ausbildungsstrategi e 2013  ................................ 42  
5.8.1  Kofinanzierung des lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktprogramm 2013 
 ..................................................................................................... ................................. 45  
5.9 Lokale Aktivitäten  .....................................................................................................  46  
5.9.1 Unser Bewerbungscenter „dabei“  .................................................................... 46  
5.9.2  Projekt „Wasser macht Arbeit“  ........................................................................ 46  
5.9.3 Werkakademie/Jobakademie  ............................................................................. 47  
5.9.4 Kooperationen und Netzwerke  .......................................................................... 47  
5.9.4.1 Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem städtischen  
            Sozialdienst des Jugendamts der Wissenschaftsstadt Darmstadt  ............. 48  
5.9.5  Übergabemanagement SGB II/SGB III  .............................................................. 48  
5.9.6 Patenmodell  ..................................................................................................... ... 49  
6. Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt  ............................................... 50 
7. Gemeinsame Bildungszielplanung  ............................................................................ 51  
Anlage Bildungs- und Maßnahmenplanung  ..................................................................... 52  
Anlage Geschäftspolitische Schwerpunkte 2013 des Jobcenters Darmstadt  ............... 55

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
4 
 
 
EINLEITUNG 
 
Seit der Änderung des Grundgesetzes und der Neufassung des Sozialgesetzbuches Zweites 
Buch (SGB II) vom 01.01.2011 ist das Jobcenter Darm stadt für die Umsetzung dieses Ge- 
setzes zuständig.   
 
Auch im vergangenen Jahr 2012 hat das Jobcenter Dar mstadt die erfolgreiche, lokale Zu- 
sammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und d er Agentur für Arbeit Darmstadt in 
Form einer „gemeinsamen Einrichtung“ Jobcenter Darmstadt fortgesetzt. 
 
Das vorliegende Arbeitsmarkt- und Integrationsprogr amm 2013 des Jobcenters Darmstadt  
legt fest, mit welchen Strategien und Maßnahmen der  gesetzliche Auftrag, die vereinbarten 
Ziele und die geschäftspolitischen Schwerpunkte zur Verringerung der Hilfebedürftigkeit, der 
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit und der Vermeidung von langfristigem Leis- 
tungsbezug für Arbeitssuchende in Darmstadt umgesetzt werden sollen. 
 
Gemäß § 44 (6) SGB II wird das Arbeitsmarkt- und In tegrationsprogramm der Grundsiche- 
rung für Arbeitssuchende unter Beachtung von Zielvorgaben der Träger bestimmt. 
 
Die geschäftspolitischen Schwerpunkte für das Jahr 2013 lauten: 
 
a. Kundinnen/Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften a usbilden 
b. Langzeitbezieherinnen und -bezieher aktivieren u nd Integrationschancen erhö- 
hen 
c. Marktchancen bei Arbeitgebern erschließen und In tegrationen realisieren 
d. Beschäftigungschancen für Alleinerziehende nutze n 
e. Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt  integrieren 
f. Rechtmäßigkeit und Qualität der operativen Umset zung sicher stellen 
 
Darüber hinaus gibt es einen besonderen Handlungsschwerpunkt 
 
„Erstausbildung für junge Erwachsene“  
 
Die lokale Arbeitsmarktstrategie verfolgt weiterhin wie bisher fünf strategische Ziele: 
 
a. Inklusion und Integration als sozialpolitische u nd sozialplanerische Strategie 
 
b. Armut bekämpfen – Existenz sichern  
c. Zielgruppen passgenau fördern  
d. Lokale und regionale Netzwerke stärken  
e. Lokalen (sozialen) Arbeitsmarkt / Ausbildungsmar kt sichern  
 
In Ergänzung zum Arbeitsmarkt- und Integrationsprog ramm 2012 wurden in dieses Pro- 
gramm speziell auch das kommunale Arbeitsmarkt und Ausbildungsbudget für das Jahr 2013 
integriert. Dies auch um eine noch bessere, institutionsübergreifende Planung sicher zu stel- 
len. 
 
Eine vollständige Abbildung aller vorhandenen Verfa hren und Maßnahmen kann das Ar- 
beitsmarkt- und Integrationsprogramm nicht aufzeigen, es soll aber einen Überblick verschaf- 
fen, welche Zielgruppen, die eine besondere Aufmerk samkeit für ihre Integration oder Teil- 
habe benötigen, im Fokus stehen. Dies sind insbeson dere Alleinerziehende, ältere Arbeits- 
suchende, Jugendliche, Migrantinnen und Migranten s owie Menschen mit Schwerbehinde- 
rung.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
5 
 
 
Die Umsetzung dieses arbeitsmarktpolitischen Auftra ges obliegt vielen Akteuren und kann 
keinesfalls vom Jobcenter allein bewältigt werden. Daher ist auch weiterhin eine aktive, in- 
tensive Netzwerkarbeit notwendig. Das vorliegende Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 
dient in der Außenwirkung auch dazu arbeitsmarktpolitische Angebote verschiedener Träger 
und Institutionen sinnvoll und abgestimmt miteinander zu verknüpfen. 
 
Das Programm wirkt nach innen und richtet sich an a lle Beschäftigten des Jobcenters Dar- 
mstadt. Hier erfüllt das Programm eine wichtige Ori entierungs- und Leitfunktion. Die pro- 
grammatische Darstellung von Zielen und Projekten s oll den Mitarbeiterinnen und Mitarbei- 
tern die Möglichkeit geben das eigene Handeln mit d en geschäftspolitischen Zielen zu ver- 
knüpfen.  
 
Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm wurde von den Fach- und Führungskräften des 
Jobcenters Darmstadt aufgestellt und mit den Fachve rantwortlichen der Trägerorganisatio- 
nen abgestimmt. 
 
 
Es ist ein flexibles Programm, das die Möglichkeit bietet im Jahresverlauf im Sinne der Kun- 
dinnen und Kunden auf geänderte Anforderungen  adäquat zu reagieren.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
6 
 
 
1. Arbeitsmarkt  - Lokale Ausgangssituation  
 
Arbeitsmarkt  - Lokale Ausgangssituation  
 
Die lokale Ausgangssituation im Dezember 2012 wird aktuell geprägt durch eine leichte Kon- 
junkturabschwächung, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt. 
 
Laut Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 29 .11. 2012 1 ist von Oktober auf Novem- 
ber 2012 die Zahl der Arbeitslosen bundesweit nur u m 2000 auf 2,751 Millionen gesunken. 
Damit fiel die Herbstbelebung deutlich schwächer al s sonst üblich aus. Zum November des 
Vorjahres gab es sogar einen Anstieg um 38.000.   
 
Für die nahe Zukunft in 2013 ist mit einem moderate n Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rech- 
nen. 
 
Der Job-Markt hinkt der Konjunktur gewöhnlich rund ein halbes Jahr hinterher. Die Wirtschaft 
verliert seit Beginn 2012 zunehmend an Fahrt und dü rfte Ökonomen zufolge ab 
Herbst/Winter 2012 nur noch stagnieren. Wegen sinke nder Investitionen halten sich immer 
mehr Firmenchefs mit Neueinstellungen zurück. Das zeigt sich auch daran, dass die um jah- 
reszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenzahl zum achten Mal in Folge stieg - und 
zwar um 5000, so Bundesministerin von der Leyen 
2.  
 
Diese bundesweite Entwicklung kennzeichnet auch den südhessischen Arbeitsmarkt.  
 
Arbeitslosigkeit 
 
„Die Lage am südhessischen Arbeitsmarkt hatte sich durch die fehlende Herbstbelebung im 
Oktober etwas eingetrübt. Wir spüren zwar die nachl assende wirtschaftliche Dynamik, die 
erfreulicherweise  in diesem Monat zu keinem weiter en Anstieg der Arbeitslosigkeit führte, 
aber entgegen unserer Befürchtungen, gingen in Südh essen die Arbeitslosenzahlen leicht 
zurück. Auch der Wintereinbruch ließ bisher auf sic h warten. Erfreulich ist vor allem der 
Rückgang der Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitnehmer. Aufgrund der hohen Exportauftrags- 
lage und des ungebrochen hohen Konsumverhaltens der  Bevölkerung gehe ich davon aus, 
dass sich  der Arbeitsmarkt spätestens nach der Win terpause im Jahr 2013 auf hohem Ni- 
veau weiterhin positiv entwickeln wird“, so Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung 
der Agentur für Arbeit Darmstadt 
3. 
  
Im November 2012 waren im Bezirk der Agentur für Ar beit Darmstadt 26.683 Menschen ar- 
beitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat Oktobe r ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit 
betroffenen Menschen um 185 Personen gesunken. Im V ergleich zum Vorjahresmonat er- 
höhte sich die Arbeitslosenzahl um 664 Personen (+2,6 Prozent).  
 
Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwe rbspersonen lag unverändert bei 5,0 
Prozent. Im Vorjahr waren es noch 4,9 Prozent.  
  
                                               
 
1 Presse Info 054/2012  
2 Pressekonferenz BMAS vom 29.11.2012 
3 Presse Info 093/2012 vom 29.12.2012 der AA Darmstadt

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
7 
 
 
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen 
 
Das Jobcenter Darmstadt  betreute im Jahr 2012 zwischen 5.964 und 6.070 Bedarfsgemein- 
schaften. Die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsbe rechtigten schwankte im Jahresverlauf 
zwischen 8.003 und 8.207 Personen. Mit Stand Dezemb er 2012 wurden 8.178 erwerbsfähi- 
ge Leistungsberechtigte registriert. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Quote der Arbeitslosigkeit der Leistungsbezieherinnen und -bezieher im SGB II lag im 
Jahr 2012 zwischen 4,5 % und 4,8 %. Während bei den Männern im Dezember ein leichter 
Anstieg auf 4,9 % zu verzeichnen war, konnte die Quote der arbeitslosen Frauen auf 4,2 % 
gesenkt werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die bundesweite Entwicklung, dass die Anzahl der La ngzeitarbeitslosen und dauerhaft von 
Hilfeabhängigen nur langsam sinkt, kann auch in Darmstadt festgestellt werden.  
Integration in Ausbildung oder Beschäftigung ist be i vielen erwerbsfähigen Leistungsberech- 
tigten nur schwer in naher Zukunft möglich.    
  
8.003 8.131 8.114 8.125 8.143 8.130 8.207 8.146 8.157 8.115 8.103 8.178 
5.964 5.994 5.979 6.047 6.059 6.021 6.056 6.029 6.030 6.010 6.040 6.070 
5.600 
5.800 
6.000 
6.200 
6.400 
6.600 
6.800 
7.000 
7.200 
7.400 
7.600 
7.800 
8.000 
8.200 
8.400 
8.600 
Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep  12 Okt 12 Nov 12 Dez 12 
erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Bedarfsgemeinschaften 
4,5 
4,6 4,6 
4,7 
4,6 4,6 
4,7 
4,8 
4,7 
4,6 4,6 4,6 
4,4 4,4 
4,5 4,5 
4,4 4,4 
4,6 4,6 4,6 
4,4 4,4 
4,2 
4,7 4,7 4,7 4,7 4,7 4,7 
4,9 4,9 4,9 
4,8 4,8 
4,9 
3,8 
4
4,2 
4,4 
4,6 
4,8 
5
Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep  12 Okt 12 Nov 12 Dez 12 
Alo Quote gesamt 
Alo Quote Frauen 
Alo Quote Männer

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
8 
 
 
2. Kundenstruktur und Profillagen im Jobcenter Darmstadt 
 
Voraussetzung für eine Einschätzung der Kundinnen u nd  Kunden und einer passgenauen 
Maßnahmeplanung ist eine Strukturierung der Kundengruppen in Bezug auf eine spez. Typi- 
sierung der Arbeitslosigkeit sowie nach Profil- bzw. Problemlagen.  
 
 
2.1 Kundenstruktur  
 
Die nachfolgende Grafik liefert einen Überblick über die Kundenstruktur im Jobcenter 
Darmstadt.  
 
 
          
 
Mit Datenstand 08/2012 waren 6029 Bedarfsgemeinschaften mit 12.324 Personen im Job- 
center Darmstadt gemeldet.  
 
Von  den 12.324 Personen sind in Bedarfsgemeinschaften 5.421 Personen (43,98 %) unter 
25 Jahren und 6.903 Personen sind zwischen 25 und 64 Jahren (56,02 %).
 
 
Von den 12.324 Personen der Bedarfsgemeinschaften waren 8.146 erwerbsfähige Leis- 
tungsberechtigte (4256 Frauen und 3890 Männer) und 4178 Personen nicht erwerbsfähige 
Leistungsberechtigte. 
 
12.324 
Veränderung ggü VJ: - 0,3% 
Anzahl der Personen in 
Bedarfsgemeinschaften 
5.421 6.903 
Veränderung ggü VJ: + 0,1% Veränderung ggü VJ: + 0,2 % 
Personen im Alter unter 25 
Jahren 
Personen im Alter von 25 bis 
64 Jahren 
4.178 8.146 
Veränderung ggü VJ: - 1,3% Veränderung ggü VJ: + 0,2 % 
nicht erwerbsfähige 
Leistungsberechtigte 
erwerbsfähige 
Leistungsberechtigte (eLb) 
1.569 5.684 3469 
Veränderung ggü VJ: +3,5% Veränderung ggü VJ: + 2,0% Veränderung ggü VJ: + 2,2% 
eLb im Alter von 15 bis unter 
25 Jahren 
eLb ohne Einkommen aus 
Erwerbstätigkeit 
arbeitslose 
Leistungsberechtigte 
4.721 1.051 3.304 
Veränderung ggü VJ: - 2,48% Veränderung ggü VJ: - 3, 2% Veränderung ggü VJ: + 3,3% 
eLb im Alter von 25 bis unter 
50 Jahren 
abhängig Erwerbst.  mit Ein- 
kommen kleiner/gleich 400 € 
eLb mit ausländischer 
Staatsbürgerschaft 
1.856 162 1.259 
Veränderung ggü VJ: + 4,4% Veränderung ggü VJ: -8,4% Veränderung ggü VJ: - 0,4% 
eLb im Alter von 50 bis unter 
65 Jahren 
eLb mit Einkommen aus 
Selbständigkeit 
alleinerziehende 
Leistungsberechtigte 
1.265 192 
Veränderung ggü VJ: - 3,2% Veränderung ggü VJ: + 4,3  % 
abhängig Erwerbstätige mit 
Einkommen über 400 € 
eLb mit Paralellbezug von 
Arbeitslosengeld I 
Datenstand: 08.2012; Quellen: 
Kreisreport, S2S Cockpit

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
9 
 
 
Von den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) waren insgesamt 2.462 Personen er- 
werbstätig. Dies entspricht einem Prozentsatz von 30,22.  
 
Ein Einkommen aus abhängiger Erwerbstätigkeit konnten insgesamt 2316 Personen  
(28,43 %) erzielen. Lediglich 162 (1,98 %) eLb erwirtschafteten Einkommen aus einer Selb- 
ständigkeit. 16 Personen erzielten ein Einkommen aus Selbständigkeit sowie abhängiger 
Beschäftigung. Von den 8.146 eLB waren 5.684 Personen ohne Einkommen aus Erwerbstä- 
tigkeit, was einem Anteil von 69,77 % entspricht.   
 
Die 8.146 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) wiesen folgende Altersstruktur auf: 
 
- 1569 eLb im Alter von 15 bis 24 Jahre 
- 4721 eLb im Alter von 25 - 50 Jahre 
und 
- 1856 eLb im Alter von 50 bis unter 65 Jahre  
 
Insgesamt 3.304 eLb hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit (40,55%), 1.259 waren 
alleinerziehend (15,45 %) und 192 eLb bezogen Arbeitslosengeld I nach dem SGB III, was 
einem Prozentsatz von 2,35 entspricht.  
 
 
2.2 Kundensegmentierung  
 
Das System der Profillagen hat das zuvor eingesetzte Betreuungsstufenkonzept abgelöst. Es 
ermöglicht eine feinere Strukturierung der Kundengruppierung und erlaubt eine passgenaue 
Einschätzung der Kundinnen und Kunden im SGB II nach ihren individuellen Potenzialen und 
Handlungsbedarfen. Sechs Profillagen werden dabei in je drei integrationsnahe Profillagen 
und drei komplexe Profillagen unterteilt. 
 
 
System der Profillagen 
 
 
 
 
  
Profillagen 
Komplex Integrationsnah 
Unterstützungs -Stabilisierungs -Entwicklungs -profil Förderprofil Aktivierungsprofil Marktprofil 
Integrationsfern Stabilisierungsbedarf (IG) Förderbedarf (IK) Integrationsnah (IN) 
bisherige Betreuungsstufen

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
10 
 
 
Im Jobcenter Darmstadt  befinden sich lediglich 21,2 % der erwerbsfähigen Leistungsberech- 
tigten aktuell in Profillagen, die eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt erwarten lassen. 
Demgegenüber stehen 78,8 % bzw. absolut 3573 Kundinnen und Kunden, die mit erhebli- 
chen Vermittlungshemmnissen bzw. komplexen Profillagen registriert sind.  
Im Laufe des Jahres 2012 ist der Anteil der Kundinnen und Kunden mit komplexen Profilla- 
gen um 127 Kundinnen und Kunden angestiegen.  
 
 
Kundenanteile nach Profillagen im Jobcenter Darmstadt (Stand November 2012)  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
55 113 
796 
1944 
820 
809 
50 
1279 
60 
MP Marktprofil 
AP Aktivierungsprofil 
FP Förderprofil 
EP Entwicklungsprofil 
SP Stabilisierungsprofil 
UP Unterstützungsprofil 
0,71% 1,45% 
10,21% 
24,94% 
10,52% 
10,38% 
0,64% 16,41% 
0,77% 
MP Marktprofil 
AP Aktivierungsprofil 
FP Förderprofil 
EP Entwicklungsprofil 
SP Stabilisierungsprofil 
UP Unterstützungsprofil

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
11 
 
 
3. Zielsystem des SGB II 
 
Die Grundsicherung für Arbeitssuchende dient nicht nur der einheitlichen Sicherstellung des 
Lebensunterhaltes in finanzieller Hinsicht. Mit der Einführung dieses Gesetzes zum 
01.01.2005 wurden umfassende Hilfen geschaffen, um Menschen unmittelbar in den Ar- 
beitsprozess zurückzuführen. Dabei sollen deren individuelle Fertigkeiten und Fähigkeiten 
gestärkt werden, so dass zukunftsperspektivisch ein Leben unabhängig von der Grundsiche- 
rung geführt werden kann.  
 
Dieses Ziel soll einerseits durch staatliche Unterstützung erreicht werden, die darauf ausge- 
richtet ist, die Eigeninitiative und die Eigenverantwortung zu stärken. Im SGB II sind daher 
eine Vielzahl von Eingliederungsinstrumenten manifestiert, die die Kundin bzw. den Kunden 
individuell fördern, aber auch fordern sollen. 
 
Mit dem Gesetz zur „Weiterentwicklung der Organisation der Grundsicherung für Arbeitssu- 
chende“ wurden nunmehr die Grundlagen für die Zielsteuerung hinsichtlich der Aufgaben- 
wahrnehmung im Rechtskreis SGB II ab 2011 neu fixiert. 
 
Im Zuge dieser Neuorganisation wurde für alle Jobcenter eine neue gemeinsame Datenbasis 
zum Zwecke des öffentlichen Vergleichs der Leistungsfähigkeit sowie als Datengrundlage für 
die Zielvereinbarung definiert (§ 48 a SGB II). So gelten nun seit 2012 für die Jobcenter in 
gemeinsamen Einrichtungen und für Jobcenter unter alleiniger kommunaler Trägerschaft die 
gleichen Ziele. Damit kann dem gesetzlichen Auftrag nach § 48 a SGB II, einen Leistungs- 
vergleich unabhängig von der Trägerschaft zu ermöglichen, nachgekommen werden.  
 
Zur Erreichung dieser Ziele schließen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 
(BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine bundesweite Zielvereinbarung hinsicht- 
lich der Leistungen, für die die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB II 
die Verantwortung als Leistungsträgerin innehat, ab. Die BA wiederum führt den Zielpla- 
nungsprozess des Bundes mit den Jobcentern vor Ort durch. In lokalen Zielvereinbarungen 
wird die bundesweite Zielvereinbarung konkretisiert, Ziele der kommunalen Träger festgelegt 
und regionalen Gegebenheiten Rechnung getragen. Die in der Zielvereinbarung vorgesehe- 
nen Ziele, Zielindikatoren und Richtgrößen sollen die zur Aufgabenerfüllung notwendige Ori- 
entierung geben.  
 
Der Planungsprozess 2013 fußt auf dem abgestimmten Grundlagenpapier des Bund-Länder-
Ausschusses nach § 18c SGB II „Gemeinsame Grundlagen der Zielsteuerung SGB II“ und 
wurde in Abstimmung zwischen Bund, Ländern, der BA und den kommunalen Spitzenver- 
bänden entwickelt.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
12 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Ziel 
Verringerung der 
Hilfebedürftigkeit 
Verbesserung der 
Integration in 
Erwerbstätigkeit 
Vermeidung von 
langfristigem 
Leistungsbezug 
Ergebnisqualität Prozessqualität 
Zielindikatoren 
Summe der Leistungen 
zum Lebensunterhalt 
(ohne LUH) 
Integrationsquote Bestand an Langzeit- 
leistungsbeziehern 
Index aus Kunden- 
zufriedenheit 
Index aus 
Prozessqualität 
weitere steuerungsrelevante Kennzahlen 
▪  eLb mit Einkommen 
aus Erwerbstätigkeit 
▪ Sanktionsquote 
▪ durchschn. LLU je 
Wohnbevölkerung 
▪  Anteil Qualifizierung 
mit zertifiziertem 
Abschluss 
▪ Anteil unversorgte 
Bewerber 
▪ Anteil Altbewerber 
▪ durchschn. 
Maßnahmekosten je TN 
▪ Mindestkunden- 
kontaktdichte 
▪ AG-S 
▪ Bearbeitungsdauer 
Widersprüche 
▪ Stattgabequote 
Widersprüche 
▪ Dauer Antragstellung 
bis Bescheid 
▪ Absolventen- 
management 
 TrEffeR 
• Bearbeitungsdauer 
• Erstberatung U/Ü25 
• Angebot U25 
• Eingliederungsverein- 
barung im Bestand 
Das SGB II - Kennzahlensystem der BA 2013 
Steuerungsziele Qualitätskennzahlen 
Ergänzungsgrößen 
▪ Summe der Leistungen 
für Unterkunft und 
Heizung 
  
▪ Bestand der 
erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten 
▪ Zugangsrate der 
erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten 
  
▪ Abgangsrate der 
erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten 
• Quote der Eintritte in 
geringfügige 
Beschäftigung 
▪Quote der Eintritte in 
öffentlich geförderte 
Beschäftigung 
▪ Nachhaltigkeit der 
Integration 
▪ Integrationsquote der 
Alleinerziehenden 
• Integrationsquote der 
Langzeitleistungs- 
bezieher 
• Aktivierungsquote der 
Langzeitleistungs- 
bezieher 
• Durchschnittliche 
Zugangsrate der 
Langzeitleistungs- 
bezieher 
• Durchschnittliche 
Abgangsrate der 
Langzeitleistungs- 
bezieher 
Gesamtzufriedenheit 
mit: 
• Beratung und 
Vermittlung 
• Geldleistung 
• Mitarbeiter 
• Rahmenbedingungen

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
13 
 
 
3.1 Was haben wir erreicht? -  Rückblick 2012 - 
 
Das Jahr 2012 war für das Jobcenter Darmstadt geprä gt durch schwierige Rahmenbedin- 
gungen mit vielfältigen Veränderungen und Personalvakanzen. Insbesondere im Bereich des 
Führungsstabes und der Geschäftsführung ergaben sic h Veränderungen, aber auch in der 
Organisationsstruktur, z.B. Neuorganisation der Ein gangszone, der Eröffnung des Bewer- 
bungscenter „dabei“ wurden  grundlegende Veränderun gen durchgeführt. Die für das Jahr 
2012 sehr ambitionierten Ziele konnten nicht auf allen Ebenen erreicht werden. 
 
Wie schon in den vergangenen Jahren so war auch für  2012 das folgende Zielsystem maß- 
gebend: 
 
 Ziel  Zielindikator  
Verringerung der Hilfebedürftigkeit Summe passive Leistungen 4 
Verbesserung der Integration in 
Erwerbstätigkeit Integrationsquote 
5  
Langzeitbezug vermeiden 
 
Anzahl der Langzeitleistungsbezieher 
/innen 
 (LZB) 
6 
 
 
 
Die bisher vorliegenden Ergebnisse und Zahlen für das Jobcenters Darmstadt sehen im Sep- 
tember 2012 wie folgt aus.  
 
Ziel  Erwartungswerte 201 2  
Stand 09.2012 
Zielerreichung 201 2  
Stand 09.2012 
 
Verringerung der Hilfebedürftigkeit 
 
 
18.087 Mio. Euro 
 
19.141 Mio. Euro  7 
 
Verbesserung der Integration in Erwerbstä- 
tigkeit (Integrationsquote) 
 
 
22,6 % - 1853 
 
17,1 % = 1375 4  
 
Langzeitbezug vermeiden 
 
 
Bestand soll 5197 nicht 
übersteigen 
 
5066 4  
 
  
                                               
 
4 Die Summe passiver Leistungen ist definiert als die Summe der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (ohne kom- 
munale Leistungen nach § 7 Abs. 1 Ziffer 2 SGB II sowie Beiträge zur Sozialversicherung). 
 
5 Die Integrationsquote gibt das Verhältnis der inne rhalb des betrachteten Berichtsmonats in Erwerbstät igkeit oder Ausbildung 
integrierten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) zum Bestand aller eLb des Vormonats in Prozent an. 
 
6 Als LZB gelten eLb, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate gem. § 9 SGB II hilfebedürftig waren und zum 
Messzeitpunkt bestandsrelevant sind. 
 
7 Quelle:  Controllingdaten der BA und Kreisreport September 2012; vorläufiger Stand 09/2012; revidierte Daten stehen erst mit 
einer Wartezeit von 3 Monaten zur Verfügung; Prognose

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
14 
 
 
Im Zeitraum 01.01.2012 bis 15.09.2012 wurden bisher  insgesamt 1375 erwerbsfähige Hilfs- 
bedürftige in Erwerbstätigkeit integriert. Dies ent spricht einer Integrationsquote von 17,1%. 
Eine Zielerreichung in diesem Bereich erscheint zum  gegenwärtigen Zeitpunkt kaum mehr 
realistisch. Vielmehr muss genau analysiert werden,  in welchen Bereichen  Schwachstellen 
bestehen und Abhilfe z.B. durch Schulungen oder Opt imierung in den Arbeitsabläufen ge- 
schaffen werden, um so für das Jahr 2013 bessere Ergebnisse erzielen zu können.   
 
Gleichwohl bleibt festzustellen, dass der Personenk reis des SGB II von der positiven Ent- 
wicklung am Arbeitsmarkt nicht in dem zu wünschende n Umfang partizipieren kann. Auch 
wenn die Zahlen sowohl der Arbeitslosen als auch di e der Hilfsbedürftigen leicht gesunken 
sind, so muss dennoch betont werden, dass aufgrund einer Vielzahl von Hemmnissen, wie 
z.B. schlechte Schul- und/oder Berufsausbildung, ei ne Entlassung von Personen aus dem 
Leistungsbezug des SGB II sehr schwierig ist.  
 
 
3.2  Kennzahlen nach § 48 a SGB II  
 
Mit dem Jahr 2012 wurde ein Wandel in der Betrachtu ng der Vergleichswerte und Zielsyste- 
me im Bezug auf die übrigen Jobcenter vollzogen. Ne ue Kennzahlen gem. § 48 a SGB II 
werden zum Leistungsvergleich ausgewertet und zur Zielnachhaltung herangezogen. 
 
Grundlage der Betrachtung sind nicht mehr, wie in Vorjahren, die Kundinnen und Kunden im 
Kundenkontakt, sondern alle erwerbsfähigen Leistung sbezieherinnen und -bezieher. Inte- 
grierte und nichtaktivierbare Kundinnen und Kunden werden mit in die Betrachtung gezogen.  
 
Für das Jahr 2012 waren drei Hauptziele formuliert:  
 
1. Verringerung der Hilfebedürftigkeit  
2. Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit  
3. Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug  
 
 
3.2.1 Verringerung der Hilfebedürftigkeit 
Die Kennzahl K1 - Veränderung der Summe der Leistun gen zum Lebensunterhalt (LLU) - 
misst  die Veränderung der Hilfebedürftigkeit zwisc hen dem aktuellen betrachteten Monat 
(Bezugsmonat) und dem entsprechenden Kalendermonat des Vorjahres. Das Maß der Hilfe- 
bedürftigkeit ist hierbei die Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt der Bedarfsgemein- 
schaften. Leistungen zum Lebensunterhalt sind die A nsprüche, die den Mitgliedern 
der Bedarfsgemeinschaft als Differenz zwischen dem Bedarf und eigenem Einkommen zu- 
gewiesen werden. Dabei bleiben zahlungsmindernde Sa nktionen auf der Ebene der Leis- 
tungsansprüche unberücksichtigt. 
 
 
 
3.2.2 Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit 
 
Die Integrationsquote  wird seit dem Jahr 2012 aus dem Index der Integrationen der letzen 12 
Monate gebildet, die in das Verhältnis zu dem durchschnittlichen Bestand an erwerbsfähigen 
Leistungsbezieherinnen und -beziehern der vergangen en 12 Monate gesetzt werden. Die 
Grundlage der Zahlen bildet das Fachverfahren A2LL.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
15 
 
 
Als Integrationen gelten die Aufnahme von sozialver sicherungspflichtiger Beschäftigung so- 
wie selbständiger Erwerbstätigkeit. Ferner fließen die Eintritte in voll qualifizierende berufli- 
che  Ausbildungen in die Betrachtung ein. Berücksic htigung findet die Aufnahme neuer Be- 
schäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse sowie selbständiger Tätigkeiten innerhalb des  
Berichtsmonats, unabhängig von der Gewährung einer Beschäftigung begleitenden Leistung 
(BBL). Dazu gehören ebenfalls Beschäftigungen, die sich unmittelbar an eine bereits beste- 
hende anschließen.  
Folgende Konstellationen sind möglich: 
• Wechsel des Arbeitgebers  
• Wechsel von einem geringfügigen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäfti- 
gungsverhältnis  
• Weiterbeschäftigung beim selben Arbeitgeber im Anschluss an eine befristete Tätig- 
keit  
Die Aufnahme eines Studiums oder der Eintritt in Be schäftigungszuschuss stellt keine Integ- 
ration dar. Die rückwirkende Zählung einer Integration erfolgt nicht mehr, die Integration wird 
ohne Berücksichtigung ihrer Dauer gewertet. Pro erw erbstätiger Leistungsbezieherin bzw. 
erwerbstätigen Leistungsbezieher wird nur maximal e ine Integration pro Monat gezählt (bei 
mehreren kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen). 
 
 
3.2.3 Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug 
 
Für die Wertung der Veränderung des Bestands an Langzeitleistungsbezieherinnen und 
-beziehern (LZB) wird die die Veränderung der LZB i m Bezugsmonat zu den Langzeitleis- 
tungsbezieherinnen und -beziehern im Vorjahresmonat gemessen. Die Kennzahl ist definiert 
als Anzahl der Langzeitleistungsbezieherinnen und - beziehern im Bezugsmonat im Verhält- 
nis zu den Langzeitleistungsbezieherinnen und -beziehern im Vorjahresmonat. 
 
Für die Auswertung zur Vermeidung von langfristigem Bezug wird die Zahl der Langzeit- 
leistungsbezieherinnen und -bezieher aus dem Fachve rfahren A2LL herangezogen. Der 
Leistungsanspruch wird in Monatswerten gemessen, das heißt: Am Stichtag des ausgewähl- 
ten Berichtsmonats werden aus allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) in be- 
standsrelevanten Bedarfsgemeinschaften diejenigen im Langzeitleistungsbezug ermittelt.  
 
Eine Person muss also am Stichtag 
• im SGB II-Bezug  und  
• erwerbsfähig sein,  
• mindestens das 17. Lebensjahr vollendet haben und eine  
• Verweildauer im SGB II von mindestens 21 Monaten (definiert mit 638 Kalenderta- 
gen) in den letzten 24 Monaten (definiert mit 730 Kalendertagen) aufweisen. 
Dem dritten Ziel wurde im Jahr 2012 hohe geschäftsp olitische Bedeutung beigemessen. Die 
ganzheitliche Betrachtung der Bedarfsgemeinschaft erfordert spezielle Maßnahmen zur Ein- 
gliederung und Aktivierung von Langzeitbezieherinnen und -beziehern. 
 
In Anbetracht des novellierten Zielsystems war es in diesem Jahr umso wichtiger, ein für die 
Beschäftigten des Jobcenters transparentes und als Leitlinie fungierendes Arbeitsmarktpro- 
gramm zu formulieren. Die operativen Strategien mussten deutlich auf eine bedarfsgerechte

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
16 
 
 
Maßnahmeplanung unter effizientem und effektiv genu tztem Eingliederungsbudget ausge- 
richtet sein. 
 
Die Umstellung auf das neue Kennzahlensystem bracht e zum Teil gravierende Veränderun- 
gen mit sich. So stieg die Basisgröße der Integrationsquote von seither 4.593 Kundinnen und 
Kunden im Kundenkontakt auf nun 8.186 erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  
Dies entspricht einer Veränderung um 78,2%. 
8 Auch die Zahl der Langzeitleistungsbeziehe- 
rinnen und -bezieher wuchs signifikant. Aus 1.226 Kundinnen und Kunden im Kundenkontakt 
> 24 Monate wurden 5.347 Langzeitleistungsbezieheri nnen und -bezieher. Eine Steigerung 
um sagenhafte 436%. 5 
 
 
3.2.4 Kennzahlen und Referenzwerte 2013 
 
Für die Zielindikatoren der Ziele „Verbesserung der  Integration in Erwerbstätigkeit“ und 
„Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug“ wurde n für den Planungsprozess Referenz- 
werte gebildet. Die Referenzwerte legen fest in wel chem Umfang sich die Integrationen im 
kommenden Jahr nach oben und der Bestand an Langzeitleistungsbezieherinnen und 
 -beziehern (LZB) nach unten entwickeln sollen. Sie  bilden den Mittelpunkt des Referenz- 
rahmens, in dem das Jobcenter seinen Zielwert plant.  
 
Für das Jobcenter Darmstadt ergibt sich folgendes Bild:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der absolute Zielwert wird nach Bekanntgabe der Int egrationszahl und des Bestandes an 
LZB am Berichtsjahresende angepasst.  
 
Das Jobcenter Darmstadt hat zwischenzeitlich im Rahmen des Planungsprozesses 2013 die 
o.a. Angebotswerte für die Steigerung der Integrationen (+ 1,6%) sowie für die Abnahme des 
Bestand an Langzeitbezieherinnen und -bezieher (-1,2 %) abgegeben. 
 
  
                                                
8 Datenstand Juni 2011 
Integrationen (Steigerung in %) Bestand LZB (Abnahme in %) 
Referenzwert 2,4 -2,5 
Referenzrahmen 1,4 bis 3,4 "-1,0 bis -4,0 
Planung JC Darmstadt 1,6 -1,2 
Planung absoluter Zielwert 51 -60

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
17 
 
 
3.3 Prozess- und Qualitätsziele  
 
Zur Unterstützung und Ergänzung des Steuerungssyste ms werden neben den Kennzahlen 
nach § 48 a SGB II weitere steuerungsrelevante Kennzahlen für die Zielnachhaltung genutzt. 
 
Auch im Jahr 2012 wurden die operativen Mindeststandards nachgehalten. Diese sind: 
a) Index aus Prozessqualität 
b) Index aus Kundenzufriedenheit 
 
Im Index aus Prozessqualität  werden die Erfüllungsquoten verschiedener Arbeitsa bläufe   
gemessen, um so einen schnellen Überblick über die Qualität der Arbeitsprozesse zu geben.  
 
Hierzu gehören (Gewichtung): 
die Durchführung der Erstberatung (15%) 
die Durchführung der Erstberatung U25 (15%) 
das Angebot U25 (15%) 
die Eingliederungsvereinbarungen im Bestand (25%) 
die Bearbeitungsdauer (30%) 
 
Der hier abgebildeten Grafik kann nochmals die Zusa mmenstellung und Gewichtung der 
zum Index aus Prozessqualität gehörigen Dimensionen entnommen werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Index aus Prozessqualität JFW 
Rang Rang 
Ist 3/1 5 Ist (Typ) 
Soll-Ist in % Ist (Dtl.) 
Ist-Ist VJ in % 1 2/1 5 
Ist-Ist VJ in % (Typ) 
Ist-Ist VJ in % (Dtl.) 
QS - Bearbeitungsdauer gJFW QS - Erstberatung JFW 
Soll: 1 4 Tage  l  Gewichtung: 30 % Rang Rang Soll: 80 %  l  Gewichtung: 1 5 % Rang 
Ist in Tagen 1 2/1 5 Ist in Tagen (Typ) Ist erfüllt in % 5/1 5 Ist erfüllt in % (Typ) 
Soll-Ist in % Ist in Tagen (Dtl.) Ist erfüllt in % (MW) Ist erfüllt in % (Dtl.) 
Daten für Indexberechnung Ist-Ist VJ in % 1 0/1 5 Daten für Indexberechnung 
Soll-Ist Index in % Ist-Ist VJ in % (Typ) Soll-Ist Index in % 
Teilergebnis Ist-Ist VJ in % (Dtl.) Teilergebnis 
QS - Eingliederungsvereinbarung im Bestand JDW QS - Erstberatung U25 JFW 
Soll: 80 %  l  Gewichtung: 25 % Rang Rang Soll: 80 %  l  Gewichtung: 1 5 % Rang 
Ist erfüllt in % 1 1 /1 5 Ist erfüllt in % (Typ) Ist erfüllt in % 4/1 5 Ist erfüllt in % (Typ) 
Ist erfüllt in % (MW) Ist erfüllt in % (Dtl.) Ist erf üllt in % (MW) Ist erfüllt in % (Dtl.) 
Daten für Indexberechnung Ist-Ist VJ in % 1 3/1 5 Daten für Indexberechnung 
Soll-Ist Index in % Ist-Ist VJ in % (Typ) Soll-Ist Index in % 
Teilergebnis Ist-Ist VJ in % (Dtl.) Teilergebnis 
QS - Angebot U25 JFW 
Soll: 80 %  l  Gewichtung: 1 5 % Rang 
Ist erfüllt in % 2/1 5 Ist erfüllt in % (Typ) 
Ist erfüllt in % (MW) Ist erfüllt in % (Dtl.) 
Daten für Indexberechnung 
Soll-Ist Index in % 
Teilergebnis 
-1,1 
3,5 
3,5 
88,3 
93,7 
l
112,8 
12,8 
105,3 
105,8 
l l
110,4 
16,6 
l
16,2 
90,2 
100,0 
8,09 
-42,2 
120,0 
36,0 
7,36 
7,07 
7,1 
-0,8 
-3,6 
l
86,9 
85,2 
108,6 
27,2 
88,2 
87,2 
-1,9 
2,4 
2,2 
75,7 
79,5 
86,4 
100,0 
108,0 
l
112,8 
16,9 
74,5 
74,1 
72,4 
73,6

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
18 
 
 
Im Jahresverlauf konnte das Jobcenter Darmstadt hie r sehr gute Ergebnisse erzielen und 
auch im Vergleich mit anderen Jobcentern bestehen. So wurde im offiziellen Ranking inner- 
halb des SGB II Vergleichstyps (Typ IV) Platz 3 von 15 erreicht.   
 
Ein weiterer Aspekt von Qualität ist die Bewertung der Dienstleistungen durch die Kundinnen 
und Kunden. Diese werden im Index aus Kundenzufriedenheit  gemessen.   
Schwerpunkt dieser Detailanalyse ist die Auswertung  der zentral durch das Zentrum für  
Kunden- und Mitarbeiterbefragungen (ZKM) durchgeführten Untersuchungen. Hierzu werden  
standardisierte Befragungen in unterschiedlicher Form (schriftlich, mündlich, telefonisch oder 
auch online) durchgeführt. 
 
Die Themenfelder sind in folgende Blöcke zusammengefasst, die mit einer unterschiedlichen 
Gewichtung in das Ergebnis einfließen: 
• Beratung und Vermittlung (25%)  
• Geldleistungen (25%)  
• Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (30%)  
• Rahmenbedingungen (20%) 
Der Fragebogen des ZKM umfasst insgesamt 45 Einzelfragen, wird jedoch nur halbjährlich 
ausgewertet. Das Ergebnis wird in Schulnoten dargestellt. Im ersten Halbjahr 2012 konnte 
das Jobcenter Darmstadt die Note 2,68 erreichen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
19 
 
 
3.4 Lokale Zielvereinbarung mit der Wissenschaftsst adt Darmstadt 
  
Im August 2011 wurde eine lokale Zielvereinbarung mit dem Jugendamt der Wissenschafts- 
stadt Darmstadt abgeschlossen. 
 
Ziele waren: 
 
Ł  Senkung der Jugendarbeitslosigkeit bis Dezember 2012 auf 300 junge Menschen 
 
Ł  Erhöhung der Einmündungsquote in schulische Weiterbildung sowie schulische und  
     betriebliche Ausbildung auf 65 % 
 
Zielerreichung: 
 
1.) Senkung der Jugendarbeitslosigkeit auf 300 Jugendliche bis Dezember 2012 
 
           Ł  wird erreicht (im November 2012 sind 307 junge Menschen unter 25 Jahren   
                arbeitslos gemeldet) 
 
2.)  Erhöhung der Einmündungsquote auf 65 % bis September 2012  
 
          Ł  wurde mit 71 % übertroffen 
 
 
Von 545 jugendlichen Bewerberinnen und Bewerbern haben erreicht: 
 
- schul. bzw. betriebliche Berufsausbildung: 210 Ju gendliche  
- weiterführende Schule: 142 Jugendliche 
- Studium:  35 Jugendliche 
 
40 Jugendliche sind in berufsvorbereitende Maßnahmen  eingemündet, weitere 30 Jugendli- 
che haben eine Chance in einer Einstiegsqualifizierung gefunden und 22 Jugendliche ma- 
chen ein freiwilliges soziales Jahr. 
 
Somit bleibt positiv festzustellen, dass beide lokalen Ziele im Jahr 2012 erfüllt wurden. 
 
Die neuen Zielvereinbarungen 2013 lauten wie folgt: 
 
• Senkung der Jugendarbeitslosigkeit bis Dezember 20 13 auf 280 Jugendliche 
• Steigerung der Einmündungsquote auf 75 % bis zum E nde des Berichtsjahres 
(20.09.2013) 
• Gemeinsame Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Aus- 
bildungsreife und Verselbständigung sowie gemeinsame Maßnahmen zur Herstellung 
der Vermittlungsfähigkeit 
 
Weiteres ist dem Punkt 5.5 zu entnehmen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
20 
 
 
4.  Aktive Förderung durch das Jobcenter Darmstadt – Planung  
2013 
    
 
Die arbeitsmarktpolitische Jahresplanung des Jobcenters Darmstadt ist mit den vorhandenen 
Finanzmitteln in Bezug auf die vereinbarten lokalen  und allgemeinen Zielsetzungen abzu- 
stimmen. Das Jobcenter Darmstadt ist hierbei bestre bt die vorhandenen Finanzressourcen 
so effizient einzusetzen, dass die Zielsetzungen maximal erreicht werden.  
 
Die Planung stellt sich demnach wie folgt für das Jahr 2013 dar:  
 
4.1. Haushalts- und Finanzsituation 2013: Eingliederungs- und Verwaltungs- 
       budget 
 
Für das Haushaltsjahr 2013 steht dem Jobcenter Darmstadt voraussichtlich ein Gesamtbud- 
get von insgesamt 12,0 Mio. Euro zur Verfügung. Das entspricht einem Rückgang der Mittel- 
zuteilung um rd. 9,1 % (Zuteilung 2012: 13,1 Mio. Euro). 
 
Dieses Gesamtbudget teilt sich wie folgt auf: 
 
Voraussichtliche Mittelzuteilung nach der Eingliederungsmittelverordnung in Mio. EURO:  
 
Jahr  Eingliederungstitel  Verwaltungshaushalt  
2012 6,2 6,9 
2013  5,3  6,7  
 
Im Rahmen der Planung der Verwaltungskosten für das Haushaltsjahr 2013 hat sich heraus- 
gestellt, dass der tatsächlich notwendige Betrag fü r das Verwaltungsbudget 7,2 Mio. Euro 
umfasst. Es müssen deshalb rd. 1,5 Mio. Euro aus dem Eingliederungsbudget in das Verwal- 
tungsbudget umgeschichtet werden (2012: rd. 1,7 Mio. Euro). 
Für das Neugeschäft im Eingliederungsbudget verblei bt nach Abzug des Umschichtungsbe- 
trages, der nicht verausgabten Bindungen aus 2012 u nd den Vorbindungen ein Gesamtbe- 
trag von 1,7 Mio. Euro.  
 
 
Eingliederungsmittel 2013 (in EURO)  
 
 
 
Voraussichtliche Ausgabemittelzuteilung insgesamt  
 
5.299.100  
geplante Umschichtungen zum Verwaltungshaushalt -1. 535.000  
Saldo Forderungseinzug / nicht verausgabte Bindunge n aus 2012 -15.000  
zur Verfügung stehende Ausgabemittel 2013 3.749.100  
Vorbindungen aus Vorjahren fällig 2013 -2.039.400  
zur Verfügung stehende Ausgabemittel für Neugeschäf t 1.709.700  
 
Geplante Ausgaben für 2013 in Euro (Neugeschäft) 
 
2.057.300  
 
Geplante Ausgaben für 2013 in % (Neugeschäft) 
 
120,3%

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
21 
 
 
Die Überplanung des Neugeschäfts ist begründet:   
 
Aufgrund des Haushaltrechts werden in die Planung a lle Verpflichtungen aufgenommen. 
Hieraus ergeben sich im Laufe eines Jahres Freirech nungen (z. B. aufgrund von Einsparun- 
gen im Einkauf oder durch Abbrüche/ Fluktuationen b ei der Maßnahmebesetzung). Vor die- 
sem Hintergrund und nach der Erfahrung des laufenden Haushaltsjahres, in dem nur rund  
84 % (Stand 17.12.2012) der für das Neugeschäft zur  Verfügung stehenden Haushaltsmittel 
verausgabt wurden, ist eine Überplanung auch in diesem Umfang notwendig. Eine Rückgabe 
von Haushaltsmitteln an den Bund soll soweit möglic hst vermieden werden. Die Einhaltung 
der im Gesamtjahr zur Verfügung stehenden Haushalts mittel obliegt dem Beauftragten für 
den Haushalt (BfdH), der ggf. der Geschäftsführung entsprechende Planungskorrekturen im 
Rahmen einer ab April 2013 vorgesehenen Revisionsplanung vorschlagen wird.  
 
 
4.2 Budgetausstattung und Eintrittsplanung 2013 
 
Die Budgetausstattung der einzelnen Instrumente sieht mit einem Anteil von 26,8 % der 
Ausgaben den größten Anteil für die Maßnahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliede- 
rung (MabE) vor. Das entspricht einer Steigerung um 17,0 Prozentpunkte gegenüber der 
Planung für 2012. Auch das Budget bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) 
wurde gegenüber 2012 in der Planung von einem Anteil von 7,6 % auf 17,9 % gesteigert. 
Eingliederungszuschüsse wurden überwiegend im zweiten Halbjahr 2013 eingeplant, so 
dass bei diesem Instrument trotz reduziertem Mitteleinsatz die Eintrittszahlen des Vorjahres 
leicht überschritten werden (s. u.). Deutlich reduziert wurde der Budgetansatz für die Ar- 
beitsgelegenheiten mit einem Anteil von 10,0 % (Planung 2012: 16,9%).  
 
Ein Gesamtüberblick kann der folgenden Aufstellung entnommen werden:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bei der vorstehenden Tabelle ist zu beachten, dass die Ausgaben für 2013 um 20,3 % über- 
plant sind und für 2012 Ist-Werte zugrunde gelegt wurden.  
  
2012 
Altgeschäft 
(Vorbindungen) Neugeschäft Ausgaben 
Anteil an 
Ausgaben 
in % Ausgaben 
Planung EgT Gesamt (Beträge in EURO) 2.039.420 2.057. 252 4.096.672 100 3.908.273 
Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) 215.00 0 519.854 734.854 17,9 474.293 
Aktivierung und berufliche Eingliederung (MAbE) 725. 000 371.843 1.096.843 26,8 720.562 
Arbeitsgelegenheit (AGH) Mehraufwandvariante 55.000 3 53.115 408.115 10,0 483.525 
Berufsausbildung in außerbetriebl. Einrichtungen (BaE) 765.000 76.528 841.528 20,5 743.425 
Eingliederungszuschüsse (EGZ) 130.000 356.937 486.937 1 1,9 755.869 
Förderung aus dem Vermittlungbudget (VB) 0 100.430 100 .430 2,5 108.839 
Reha Ermessens- und Pflichtleistungen 75.420 125.000 2 00.420 4,9 304.155 
Förderung Arbeitsverhältnisse (FAV) 14.000 89.835 103. 835 2,5 16.197 
Gutscheinverfahren (VGS) 0 0 0 0,0 9.000 
Befristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) 0 0 0 0,0 13.32 3 
Einstiegsgeld (ESG) 4.000 5.500 9.500 0,2 5.561 
Einstiegsqualifizierung (EQ) 0 34.125 34.125 0,8 50.582 
Begleitende Hilfen Selbstständigkeit 0 6.000 6.000 0,1 5.677 
Sonstige Förderleistungen 56.000 18.085 74.085 1,8 217.265 
2013 
Eingliederungsleistungen: Budgetausstattung nach Instrumenten

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
22 
 
 
Hinter den 5 Instrumenten mit den größten Anteilen an den Gesamtausgaben steht folgende 
Eintrittsplanung:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Eintritte 
Anteil an 
Gesamteintritten 
in % Eintritte 
Anteil an 
Gesamteintritten 
in % 
Gesamt 1.433 100 1.682 100 
Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) 180 12, 6 161 9,6 
Aktivierung und berufliche Eingliederung (MAbE) 823 5 7,4 808 48,0 
Arbeitsgelegenheit (AGH) Mehraufwandvariante 280 19,5 553 32,9 
Berufsausbildung in außerbetriebl. Einrichtungen (BaE) 16 1,1 31 1,8 
Eingliederungszuschüsse (EGZ) 134 9,4 129 7,7 
2013 2012 
Eintritte: Die 5 großen EGT Instrumente

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
23 
 
 
5. Geschäftspolitische Schwerpunkte  
 
Die Aufgaben und Ziele der Grundsicherung für Arbeitsuchende hat der Gesetzgeber in  
§ 1 SGB II beschrieben. Danach soll die Grundsicherung für Arbeitsuchende es den Leis- 
tungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen ent- 
spricht. Aufgabe ist es, die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten 
und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft (BG) leben, zu stärken und dazu 
beitragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen 
Mitteln und Kräften bestreiten können. 
 
Das Jobcenter soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme oder Beibehaltung 
einer Erwerbstätigkeit unterstützen und den Lebensunterhalt sichern, soweit sie ihn nicht auf 
andere Weise bestreiten können.  
 
Insbesondere sind die Leistungen der Grundsicherung darauf auszurichten, dass 
 
• durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit ver mieden oder beseitigt, die Dauer der 
Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert wird 
• die Erwerbsfähigkeit einer leistungsberechtigten Person erhalten, verbessert oder 
wieder hergestellt wird  
• geschlechtsspezifischen Nachteilen von erwerbsfähi gen Leistungsberechtigten ent- 
gegengewirkt wird 
• die familienspezifischen Lebensverhältnisse von er werbsfähigen Leistungsberechtig- 
ten, die Kinder erziehen oder pflegebedürftige Angehörige betreuen, berücksichtigt 
werden 
• die behindertenspezifischen Nachteile überwunden w erden 
• Anreize zur Aufnahme und Ausübung einer Erwerbstät igkeit geschaffen und auf- 
rechterhalten werden. 
Neben dem in  § 1 SGB II definierten gesetzliche Auftrag der Grundsicherung sind die in  
§ 48 b SGB II definierten Steuerungsziele der Grundsicherung für Arbeitsuchende  
 
- Verringerung der Hilfebedürftigkeit 
- Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit 
- Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug 
sowie die Qualitätskennzahlen im Bereich Prozessqualität und Kundenzufriedenheitsindex 
Grundlagen des Arbeitsmarktprogramms. 
 
Die im Jahr 2012 festgelegten geschäftspolitischen Schwerpunkte sind für das Jahr 2013 
nicht als bundesweite Schwerpunkte vorgegeben, sondern als „geschäftspolitische Hand- 
lungsfelder“, die von den einzelnen Jobcentern je nach den spezifischen regionalen Bedin- 
gungen schwerpunktmäßig unterschiedlich operativ umgesetzt werden können.  
 
Die geschäftspolitischen Handlungsfelder sind mit der kommunalen Arbeitsmarkt- 
und Beschäftigungsstrategie und den damit verbundenen Zielen zu verzahnen.  
 
Als einziger bundesweit festgelegter Handlungsschwerpunkt ist die „Erstausbildung im Er- 
wachsenenalter“ vorgesehen (näheres unter Punkt 5.6).

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
24 
 
 
Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm des Jobcenters Darmstadt orientiert sich an 
den umseitig beschriebenen Zielen und geschäftspolitischen Handlungsfeldern. 
 
Die Integration der Grundsicherungskundinnen und -kunden in den ersten Arbeitsmarkt ist 
auch 2013 das primäre Ziel des Jobcenters Darmstadt.  
 
Somit ergeben sich für das Jobcenter Darmstadt folgende geschäftspolitischen Schwerpunk- 
te und Handlungsfelder für 2013 
9:  
 
 
 
 
                                               
 
9  
Zur besseren Darstellung wird auf die Anlage „Geschäftspolitische Schwerpunkte 2013 des Jobcenters Darmstadt“ verwiesen

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
25 
 
 
Für 2013 sind im Jobcenter Darmstadt folgende Handlungsschwerpunkte gesetzt:  
 
• Steigerung der ungeförderten Integrationen von mar ktnahen Kundinnen und Kunden 
durch eine enge Kundenkontaktdichte und durch Intensivierung der Zusammenarbeit 
im gemeinsamen Arbeitgeberservice mit der Agentur für Arbeit. Ein verbindliches 
Kontaktdichtekonzept befindet sich derzeit in Abstimmung und wird nachgereicht 
• Schnellere Einbindung von Neukundinnen und -kunden  in die Vermittlungs- und In- 
tegrationsarbeit durch Einrichtung einer „Jobakademie“ Anfang 2013 (siehe hierzu 
Punkt 5.9.3.) 
• Fortführung der Förderung der beruflichen Weiterbi ldung trotz geringeren Eingliede- 
rungsbudgets auf dem Niveau des Vorjahres, um insbesondere jungen Erwachsenen, 
durch Qualifizierungen mit Abschluss dauerhafte Integrationschancen zu ermöglichen 
• Fortführung bzw. Weiterentwicklung von Projekten f ür Zielgruppen des Arbeitsmark- 
tes (u.a. Alleinerziehende, Jugendliche, 50+ Programm) 
 
Auch die weitere Aktivierung der Langzeitbestandskundinnen und -kunden wird eine wesent- 
liche Rolle in 2013 spielen. Für eine Heranführung an den Markt und die Unterstützung die- 
ser Kundengruppe sollen spezifische Maßnahmeangebote konzipiert werden (s. hierzu Punkt 
5.2). 
 
 
5.1 Kundinnen und Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften ausbilden 
 
Die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes im Hin blick auf die Fachkräfteproblematik ist 
weiterhin in allem Munde. Es gibt hierzu verschiede ne Schätzungen und Szenarien, die je- 
doch eine Gemeinsamkeit aufweisen: Das Angebot an A rbeitskräften geht demographisch 
zurück, während gleichzeitig der Bedarf an gut qual ifizierten Arbeitskräften voraussichtlich 
steigen wird. Bei wachsenden Qualifikationsanforder ungen und geringer Nachfrage im Be- 
reich einfacher Tätigkeiten bleiben diejenigen Personen zurück, die keine ausreichende Qua- 
lifikation besitzen. Diese Entwicklungen stellen gerade für das SGB II eine große Herausfor- 
derung dar.  
 
 
5.1.1 Arbeitskreis Fachkräftebedarf 
 
Mitte 2011 nahm im Jobcenter Darmstadt der Arbeitsk reis Fachkräftebedarf, der aus den 
Teamleiterinnen des Bereiches Markt und Integration  und der Beauftragten für Chancen- 
gleichheit am Arbeitsmarkt besteht, seine Arbeit au f. Die bisherigen Aktivitäten des Arbeits- 
kreises sind dem Arbeitsmarkt- und Integrationsprog ramm 2012 zu entnehmen. Im Jahr 
2012 führte der Arbeitskreis seine Arbeit fort. Ein e statistische Abfrage ergab, dass sich die 
Kundenstruktur gegenüber den Vorjahren veränderte. Der prozentuale Anteil der arbeitslo- 
sen Kundinnen und Kunden in marktfernen Profillagen steigt stetig an. 78 % der Arbeitslosen 
im Jobcenter Darmstadt sind als „arbeitsmarktfern“  nach dem 4-Phasenmodell der Integrati- 
onsarbeit eingestuft. Viele der „arbeitsmarktfernen “ arbeitslosen Menschen sind von multip- 
len Problemlagen, wie beispielsweise lange Zeiten o hne Erwerbsarbeit, geringe Qualifikatio- 
nen, soziale, psychische und gesundheitliche Probleme betroffen.  
 
Um einerseits den Teil der marktnahen arbeitslosen Kundinnen und Kunden im Rahmen der 
Fachkräftesicherung für die regionale Wirtschaft zu  gewinnen und andererseits bei der ar- 
beitsmarktfernen Personengruppe der Verfestigung  der Langzeitarbeitslosigkeit entgegen zu 
wirken, wurden vom Arbeitskreis Impulse für die Aus richtung der Integrationsarbeit formu- 
liert:

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
26 
 
 
• Kundenpotenziale für die Erzieherberufe und Altenp flege identifizieren 
• Migrantinnen und Migranten als Fachkräfte gewinnen  / Nutzung Anerkennungsbe- 
ratung steigern 
• Frauenerwerbstätigkeit durch eine bessere Vereinba rkeit von Familie und Beruf 
erhöhen 
• Zielgerichtete Ansprache der Arbeitgeber zur Verbe sserung der Wettbewerbsfä- 
higkeit von SGB II Kundinnen und Kunden  -  Die Zus ammenarbeit mit dem ge- 
meinsamen Arbeitgeberservice intensivieren 
• Nutzung von Vorbereitungsmaßnahmen zur Kompetenzfe ststellung für erfolgrei- 
che Teilnahme an Qualifikationsmaßnahmen bzw. erfol greiches Zustandekom- 
men von Erwerbstätigkeit intensivieren 
• Beschäftigungsfähigkeit bei arbeitsmarktfernen Kun dinnen und Kunden erhalten 
 
Aufgrund der Zunahme komplexer Profillagen hat sich  der Arbeitskreis im Jahr 2013 zum 
Ziel gesetzt, verstärkt die Potenziale der arbeitsm arktfernen erwerbsfähigen Leistungsbe- 
rechtigten herauszuarbeiten.   
 
Auf den folgenden Seiten des Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramms 2013 sind Informati- 
onen zu Unterstützungspotenzialen und Fördermöglich keiten der weiteren Zielgruppen im 
SGB II zu finden.  
 
 
5.1.2 Jobs für best!agers 
 
Die Personengruppe 50plus behält weiterhin einen gr oßen Stellenwert im gesellschaftlichen 
Kontext, zum einen, dass sie für die Arbeitsleistun g zur wirtschaftlichen Stabilität beiträgt, 
indem aufgebautes Humankapital nicht vergeudet wird und andererseits, dass sie durch ihre 
Finanzleistung an die sozialen Sicherheitssysteme deren Stabilität sichert. 
 
Für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 
 haben sich die Chancen auf einen neuen 
Job im vergangenen Jahr kaum verbessert, Unternehmen stellen nicht wesentlich mehr Älte- 
re ein.  
Verringert hat sich nach Darstellung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 
(IAB) aber ihr Risiko, arbeitslos zu werden. Untern ehmen halten länger an älteren Beschäf- 
tigten fest. Dies signalisiert, dass in der Arbeits marktpolitik auf gesamtwirtschaftlicher Ebene 
und in der Personalpolitik auf betrieblicher Ebene ein Paradigmenwechsel eingeleitet worden 
ist und der Bewusstseinswandel bereits erste Spuren hinterlassen hat. 
 
So ist auch erkennbar, dass sich die Einstellung de r Unternehmen zu älteren Belegschafts- 
mitgliederinnen und Belegschaftsmitglieder ganz gru ndlegend wandelt, insofern, dass Be- 
triebe, die mit einem hohen Anteil älterer Arbeitne hmerinnen und Arbeitnehmern in altersge- 
mischten Teams eine weit überdurchschnittliche Prod uktivität vorweisen. Da wird deutlich, 
dass die oft beschworenen „Chancen einer alternden Gesellschaft“ nicht nur leere Worte 
sind. 
 
Durch die erfahrungsgebundene Intelligenz der Älteren und die fluide Intelligenz der Jungen - 
die Jungen kennen den Weg, aber die Alten die Abkür zung - ist eine optimale Konstellation 
im Generationenmix gegeben.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
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Bei einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften wird es zudem immer wichtiger, vorhande- 
ne Ressourcen der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (wieder) zu aktivieren und 
ausschöpfend zu nutzen. Dazu gehört auch eine besse re und nachhaltigere Eingliederung 
älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Produktionsprozess. 
 
Zwar kann aus dem Bewerberpool der best!agers keine  nennenswerte Anzahl an Fachkräf- 
ten rekrutiert werden jedoch könnten Bemühungen dah ingehend ausgerichtet werden, dass 
Unternehmen arbeitslose 50plus Kundinnen und Kunden durch Job Rotation   in den Betrie- 
ben eine Einstellung finden. 
Hier würde für Unternehmen und Arbeitnehmerin und A rbeitnehmer gleichermaßen ein Vor- 
teil entstehen. Eine effektive Möglichkeit, die in den Betrieben vorhandenen Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter durch Lernen am Arbeitsplatz zu qua lifizieren, um das Wissen im Betrieb zu 
binden. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 
 könnten den unternehmerischen Bedürfnis- 
sen entsprechend intern weitergebildet werden und s o gezielt eingesetzt werden. Frei wer- 
dende Stellen, insbesondere im Helferbereich und mi t weniger Qualifizierungsanspruch 
könnten die Beschäftigungschancen für die älteren Arbeitslosen bieten. 
 
Auch im Jahre 2013 wird eine stetige Sensibilisieru ng der Arbeitgeber erfolgen müssen um 
einerseits offene und auch verdeckte Stellen zu akq uirieren und andererseits auch an das 
gesellschaftliche Engagement zu appellieren, an die soziale Verantwortung und an die Weit- 
sicht, dass motivierte Bewerberinnen und Bewerber e ine Chance erhalten eine Teilhabe am 
Erwerbsleben, an sozialer und kultureller Teilhabe. 
 
Das Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Perspektive 50plus“  setzt als 
zentrales Ziel weiterhin die Verbesserung der Besch äftigungschancen älterer Langzeitar- 
beitsloser sowie deren Aktivierung und Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäf- 
tigung. 
 
Der Handlungsansatz der Projektumsetzung bleibt off en; je nach den regionalen Gegeben- 
heiten und innovativem Engagement besteht die Mögli chkeit, den älteren Langzeitarbeitslo- 
sen individuelle Leistungen und Unterstützungsangeb ote zu unterbreiten, um deren 
(Re)Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.  Auch für 2013 bleibt die vorgegebene  
Zielgröße bei 250 Integrationen. 
 
Die im Team Jobs für best!agers betreute Zielgruppe  „ältere Langzeitarbeitslose ab 50“ ist 
sehr heterogen in Bezug auf Qualifikation, Berufser fahrung, Sprachkenntnisse, Gesundheit, 
da sie außer dem Alter und der Hilfebedürftigkeit w enig gemeinsam hat. Allgemein in der 
Grundsicherung typische Arbeitsmarktrisiken wie ger inge Qualifizierung, fehlende aktuelle 
Kenntnisse und das „Alter“ an sich setzten starke eigenständige Akzente. 
 
Zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen über 50 sind jedoch in der freien Wirtschaft faktisch 
ohne Chance. Aus den verschiedenen Problemlagen der Kundinnen und Kunden lassen sich 
insbesondere zwei vermehrt auftretende Hemmnisse er kennen: schwierige Bedingungen 
bzgl. der Leistungsfähigkeit durch gesundheitliche Beeinträchtigungen (körperlich und psy- 
chisch) und schwierige soziale Lage. Weitere Einste llungshürden sind auch bei diesen Kun- 
dinnen und Kunden die kaum vorhandenen beruflichen Kenntnisse und bei den Migrantinnen 
und Migranten fehlende Sprachkompetenzen. 
 
Nur durch eine engmaschige Betreuung kann ein Zugan g zu den 
 Kundinnen und Kunden, 
die Beachtung und Würdigung der spezifischen Lebens umstände und eine sinnvolle, auf 
Beseitigung von Vermittlungshemmnissen ausgerichtete, Integrationsstrategie erfolgen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
28 
 
 
Für die komplexen Profillagen werden 2013 eher Maßn ahmen mit einer Kompetenzerfas- 
sung im Arbeitsprozess  zum Ansatz gebracht. Hier sollen durch eine umfass ende Ein- 
schätzung der Fähigkeiten, sowie Stärken und Kompet enzen über weitere Qualifizierungs- 
und Fördermaßnahmen Weichen gestellt werden. 
Besonders benachteiligte Langzeitarbeitslose sollen  einer  Netto-Maßnahme zugewiesen 
werden mit dem Ziel, die Teilnehmerinnen und Teilne hmer zu aktivieren, eine Tagesstruktur 
herstellen, Heranführen an das Arbeitsleben und Erwerb von Kompetenzen. 
 
Eine Maßnahme Integrationszentrum Darmstadt für Migrantinnen und Migranten und 
ältere Menschen mit Migrationshintergrund  soll zur Reduzierung der Arbeitslosenquote 
von Migrantinnen und Migranten und deren Integratio n in den Arbeitsmarkt führen. Hierbei 
steht auch die Anerkennung der im Ausland erworbene n Berufsabschlüsse im Fokus, Erlan- 
gung ausreichender Deutschkenntnisse, Reflexion und  Abbau kulturell geprägter Barrieren, 
die eine berufliche Eingliederung erschweren. 
Der Ansatz einer Maßnahme für Menschen mit psychischer Erkrankung ist ausgerichtet 
für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit besonderen sozialen und persönlichen Defiziten, für 
die unter notwendigen begleitenden Hilfen eine Täti gkeit auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu 
realisieren ist.  Kundinnen und Kunden mit zu erwar tenden Chancen am Arbeitsmarkt neh- 
men an einer Maßnahme mit assistierter  Vermittlung  teil; eine intensive Begleitung bei 
der Jobsuche. In Selbstanalyse der Eigenschaften und Fähigkeiten, Optimierung der Bewer- 
bungsstrategien, Suchstrategien für offene und verd eckte Stellen, Telefontraining für Initia- 
tivbewerbungen und Vorbereitung auf Vorstellungsges präche werden die 
 Kundinnen und 
Kunden in wöchentlichen Präsenzzeiten unterstützt. 
 
Auch 2013 wird im Rahmen des Projektes „Perspektive  50plus“ das Teilprojekt „IMPULS 
50plus“  für ältere langzeitarbeitslose Bewerberinnen und B ewerber mit multiplen Vermitt- 
lungshemmnissen fortgeführt. Hier steht die schritt weise Heranführung an den Arbeitsmarkt 
im Fokus. Es  zeigte sich, dass viele Bewerberinnen  und Bewerber positiv auf die engma- 
schige Betreuung reagierten. Zwei Impuls-Fallmanagerinnen betreuen jeweils 75 Kundinnen 
und Kunden. Eine Kontaktdichte beträgt vier bis sec hs Wochen. 16 Integrationen sind im 
Jahre 2013 zu realisieren. 
 
Wie bereits in den vorangegangenen Jahren festgeste llt wurde, stellt die Problematik ge- 
sundheitlicher Einschränkungen, physischer wie psychischer, eine wichtige Komponente der  
relevanten Vermittlungshemmnisse dar. Im Jahr 2012 wurde daher verstärkt der Schwer- 
punkt  zum Thema „Gesundheit“  gesetzt. Die für die Impuls-Teilnehmerinnen und Te ilneh- 
mer für 2013 eingerichtete Maßnahme setzt sich aus vier Bausteinen (Mobilität, Selbstrefle- 
xion, Bewerbungstraining, Gesundheit) zusammen, wobei der Gesundheitsaspekt eine wich- 
tige Säule bildet. Beinhaltet sind hierbei wöchentl ich ein Tag aktive Sportübungen mit einer 
qualifizierten Trainerin, sowie zusätzlich Ernährungsberatung (auch gemeinsames Einkaufen 
und Kochen) und Stressmanagement.   
 
Unterstützend wurde ein  Chorworkshop  eingerichtet, der neben einer gesundheitsfördern- 
den Wirkung auch die 
 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Hinblick auf geistliche, moralische 
und emotionale Entwicklung fördert, einen kulturell en Austausch liefert und den Beteiligten 
eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. 
 
Seit Oktober 2012 wird im Rahmen eines Assessments zur Feststellung der Erwerbsfä- 
higkeit  über eine arbeitsmedizinische, eine arbeitspsychol ogische und eine fachpraktische 
Testung festgestellt, welche Berufswegplanung für d ie Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 
Frage kommen bzw. welche Integrationsmöglichkeiten bestehen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
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Im Jahr 2013 endet für einige der Impulskundinnen und Impulskunden die Teilnahme im „Im- 
puls 50plus-Projekt“, da dieses eine Teilnahmedauer  von 3 Jahren für die einzelnen Bewer- 
berinnen und Bewerber vorsieht. Es hat sich gezeigt , dass sich die Teilnahme bei den Be- 
werberinnen und Bewerbern mit verstetigten Vermittl ungshemmnissen sehr unterschiedlich 
auswirkt. Bei einigen Teilnehmerinnen und Teilnehme rn ließen sich auch durch die Teilnah- 
me im Projekt bisher kaum Veränderungen bzgl. einer Heranführung an den Arbeitsmarkt  
erzielen. Andererseits konnten viele der Bewerberin nen und Bewerber, für die im Jahr 2013 
die Teilnahme auch ohne eine Arbeitsmarktintegratio n beendet sein wird, trotzdem von der 
Projektteilnahme profitieren. Es konnten Teilschrit te im Integrationsprozess erreicht werden, 
z.B. durch das Ausüben von Ehrenämtern, Minijobs oder die Erweiterung sozialer Netzwerke 
durch die Teilnahme an Angeboten wie dem Gesundheitssport oder dem Chorworkshop. 
  
Für alle 50plus Kundinnen und Kunden wird dem Aspek t Gesundheit für das Jahr 2013 wei- 
terhin große Bedeutung beigemessen. Gesundheitssport  und  Aquatraining  wird den 
50plus Kundinnen und Kunden weiterhin angeboten. 2013 wird wiederum ein Gesundheits- 
tag mit verschiedenen Aktivitäten veranstaltet um Anreg ungen zum Thema Bewegung, ge- 
sunder Ernährung und sozialer Einbindung zu liefern . Hierbei soll insbesondere das Enga- 
gement in eigener Sache geweckt werden und „Motivation zur Bewegung“ erreicht werden. 
 
Langzeitarbeitslose mit Migrationshintergrund sind in der Zielgruppe mit einem überdurch- 
schnittlichen Anteil vertreten und haben einen viel fältigen Förderbedarf. Die Integration ge- 
staltet sich hier besonders schwierig. Ursachen lie gen zum einen in strukturellen Problemen 
wie fehlenden beruflichen Kenntnissen oder erheblichen Sprachdefiziten bis nicht vorhande- 
nen Sprachkenntnissen. Ein für 2013 geplanter Workshop  soll die Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer befähigen einen Grundwortschatz und eine n berufsbezogenen Wortschatz auf- 
zubauen. 
 
Das Schwerpunktthema Öffentlichkeitsarbeit bleibt auch 2013 im  Fokus. Es gilt Arbeitge- 
ber und Netzwerke zu sensibilisieren und die verwer tbare Arbeitsleistung der 50 plus Kun- 
dinnen und Kunden anzubieten und dem Arbeitsmarkt zuzuführen. Ein direkten Kontakt zu  
potenziellen Arbeitgebern ist von entscheidender Be deutung; nur so lassen sich zwischen 
Fallmangerinnen und Fallmanagern vertrauensvolle un d tragfähige Beziehungen aufbauen, 
die im Rahmen eines gegenseitigen Verständnisses fü r die Zielgruppe Vermittlung in das 
Erwerbsleben möglich macht. 
Mit geeigneten Maßnahmen und Werbekampagnen sollen insbesondere Kleinbetriebe und 
mittelständische Betriebe im gewerblichen und handw erklichen Bereich angesprochen wer- 
den. Fortgesetzt werden auch die Präsentationen des  Projektes und die Arbeitgeberanspra- 
che im IHK-Magazin, da diese Veröffentlichungen zu großer Resonanz Seitens der Arbeitge- 
ber führt. 
 
Eine ständige Entwicklung von verschiedenen und neu en Eingliederungsmethoden sowie 
Herstellung und Erhaltung der Eigenständigkeit der Kundinnen und Kunden, der Kontaktpfle- 
ge zu den Betroffenen und der Aktivierung der Selbs thilfe ist bezeichnen für das Tätigkeits- 
feld der Fallmanagerinnen und Fallmanager. Eine ganzheitliche Betreuung der Zielgruppe im 
Team durch qualifizierte Fallmanagerinnen und Fallmanager zeigt sich als sehr effektiv. 
Mit Hilfe von individueller Situationsanalyse, indi vidueller Berufswegplanung, Aktivierung, 
Abbau von Vermittlungshemmnissen, Auffrischung beruflicher Kenntnisse und eine

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
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spezifische Qualifizierungspolitik unter prophylakt ischen Gesichtspunkten, ist den älteren 
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Anpassung an aktuelle Produktionsverfahren zu 
ermöglichen. 
 
Nur ein geringer Betreuungsschlüssel, der eine sehr  eng geführte Betreuung und Beratung 
möglich macht, liefert die Grundvoraussetzung für innovative Integrationsansätze für die ste- 
tig wachsende Personengruppe der schwer Vermittelbaren. 
Mithilfe eines multimodalen Ansatzes, der sich, bes tehend aus verschiedenen Elementen 
individuell an der Zielgruppe ausrichtet, besteht d ie Gewährleistung, dass die Teilnehmerin- 
nen und Teilnehmer entsprechend des Integrationsziels, eventuell auch unter längerfristigen 
Strategien, dem Arbeitsmarkt zugeführt werden können. 
 
 
5.1.3  Förderung von Schwerbehinderten 
 
Die Zahl der schwerbehinderten Menschen steigt infolge der demografischen Alterung. 
Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen u nd zumeist ist eine im Lebenslauf 
erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinde rung wie Funktionseinschränkungen 
der Wirbelsäule, Herz-Kreislauferkrankungen und Schädigungen der Organe. 
 
Im Jobcenter Darmstadt sind derzeit 174 schwerbehin derte Menschen im Leistungsbezug, 
116 Männer und 58 Frauen von denen 78 Kundinnen und Kunden über 50 Jahre alt sind. 91 
Kundinnen und Kunden sind zwischen 25 und 49 Jahre alt und 5 Schwerbehinderte unter 25 
Jahre. 
 
Schwerbehinderte Menschen werden nicht so häufig ar beitslos, wie nicht schwerbehinderte; 
sind sie jedoch einmal arbeitslos kommt eine Beschä ftigungsaufnahme schwerer zustande 
als bei nicht schwerbehinderten Arbeitslosen. 
 
Infolge der demografischen Entwicklung und des stei genden Renteneintrittsalters wird die 
Zahl von Menschen mit Schwerbehinderung in den komm enden Jahren vermutlich weiter 
zunehmen. 
 
In Anbetracht der verschiedenen und unterschiedlich  ausgeprägten Problemlagen der Kun- 
dinnen und Kunden mit Schwerbehinderung ist eine ge meinsame für alle schwerbehinderte 
Kundinnen und Kunden ausgerichtete Maßnahme nicht s innvoll. Vielmehr ist von der indivi- 
duellen Problemlage der Einzelnen / des Einzelnen ausgehend und eine individuelle Integra- 
tionsstrategie festzulegen, d.h. erforderliche Qual ifizierungsansätze und Kenntnisvermitt- 
lungsmaßnahmen sowie Eingliederungsmaßnahmen direkt  am Arbeitsplatz sind nach den 
individuellen Defiziten und Vermittlungshemmnissen der einzelnen Kundinnen und Kunden 
zum Ansatz zu bringen. 
 
Anzustreben ist, dass bei dem Handlungsbedarf Vermi ttlung die Kundenprofile der Schwer- 
behinderten auch intensiv durch den gAGS in Augensc hein zu nehmen und ausgehend von 
den Zielberufen Arbeitsstellen zu akquirieren sind.  Hierbei sind insbesondere die Betriebe 
zur Einstellungsbereitschaft anzusprechen, die die Besetzung ihre Pflichtplätze nicht erfüllt 
haben.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
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Um einstellungswilligen Betrieben zusätzlich zu den  bestehenden Fördermöglichkeiten eine 
„Inklusionsprämie“  zu sichern, ist das Jobcenter Darmstadt durch schr iftliche Erklärung 
gegenüber dem Hessischen Sozialministerium der Koop erationsabsprache  beigetre- 
ten. 
 
Mit dem Beitritt ist die Berechtigung verbunden, sich an der Umsetzung des Handlungsfeldes  
der Initiative Inklusion Hessen  nach Maßgabe der in Absprache festgelegten Grundsä tze 
zu beteiligen. Zielgruppe sind schwerbehinderte ältere Menschen mit Hauptwohnsitz in Hes- 
sen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben. 
 
Förderfähig sind Betriebe und Dienststellen des all gemeinen Arbeitsmarktes, die für diese 
Zielgruppe einen neuen Arbeitsplatz schaffen. Neu i st ein Arbeitsplatz, der erstmals mit ei- 
nem älteren schwerbehinderten Menschen besetzt wird  oder wenn die Zahl der älteren 
Schwerbehinderten in  
 
den Arbeitsstellen der jeweiligen Betriebe steigt. Gefördert werden können Arbeitsverhältnis- 
se, die bis zum 31.12.2015 begründet werden. 
 
Die Inklusionsprämie wird für ein mindestens auf 12  Monate befristetes Arbeitsverhältnis 
gewährt; erhöht sich bei einem festgestellten Grad der Behinderung von 100 sowie nochmals 
bis zum 4. Weiterbeschäftigungsjahr. 
 
 
5.2. Langzeitbezieherinnen und -bezieher aktivieren und Integrationschancen   
       erhöhen 
 
Das Jobcenter verfolgt für das Jahr 2013 das Ziel, die Zahl der Langzeitleistungsbezieherin- 
nen und -bezieher weiter zu senken.  
Schwerpunktmäßig werden für diesen Kreis von Kundin nen und Kunden Aktivierungsmaß- 
nahmen im Rahmen des § 45 SGB III eingekauft.  
Aufgrund der multiplen Vermittlungshemmnisse, die d ie Kundengruppe aufweist, werden 
auch neue, innovative Maßnahmen entwickelt. Diese M aßnahmen sollen auf individuelle 
Situationen und Notwendigkeiten zugeschnitten sein und insbesondere Unterstützungsleis- 
tungen durch ein tiefgründiges Profiling, engmaschi ge sozialpädagogische Betreuung und 
ggfs. medizinische Begleitung bieten. 
 
 
5.2.1 Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement (bF M) und Beratungskonzeption  
         SGB II (Beko) 
 
Das beschäftigungsorientierte Fallmanagement betreut Kundinnen und Kunden, die aufgrund  
von Brüchen in ihren Lebens- und Erwerbsbiographien, sowie multiplen Vermittlungshemm- 
nisse keine direkte Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Die Profillagen der SGB 
II Kundinnen und Kunden sind häufig sehr komplex und erschweren  eine sofortige berufliche 
Integration. Bei einer hohen Anzahl von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist daher eine inten- 
sive und individuelle Betreuung im Aufgabenbereich des bFM erforderlich.  
 
Wie bereits unter Punkt 2.1 in der Darstellung der Kundenstruktur ersichtlich, hat sich der 
Anteil der Kundinnen und Kunden mit multiplen Vermittlungshemmnissen im letzten Jahr im 
Jobcenter Darmstadt deutlich erhöht.

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Ein beschäftigungsorientiertes Fallmanagement ist für Kundinnen und Kunden mit komple- 
xen Profillagen und mehreren Handlungsbedarfen von daher eine wichtige Unterstützungs- 
leistung für das Erzielen von Integrationen bzw. von Integrationsfortschritten. 
Um insbesondere langjährige Bestandskundinnen und -kunden zu aktivieren, soll das Ange- 
bot im Jahr 2013 intensiv von den Fallmanagerinnen und Fallmanagern genutzt werden. Im 
Rahmen eines Arbeitskreises wurde hierzu eine Arbeitshilfe zur Nutzung des Fachkonzepts 
für alle Fallmanagerinnen und Fallmanagern erarbeitet. 
 
Zur Unterstützung der Fallmanagerinnen und Fallmanager in der täglichen Beratungsarbeit 
werden ab Herbst 2013 „Beko“ – Schulungsangebote zu r Verfügung gestellt. Hinter „BeKo 
SGB II“  steht ein Qualifizierungskonzept, das speziell für die Grundsicherung entwickelt 
wurde und dessen fachliche Inhalte den aktuellen Stand der Beratungswissenschaften wi- 
derspiegeln. Die Inhalte werden in drei aufeinander aufbauenden Schulungsmodulen über 
insgesamt 11 Nettotage vermittelt und sollen die Gesprächs- und Handlungskompetenzen 
der  Fallmanagerinnen und Fallmanager stärken bzw. weiterentwickeln. 
 
 
5.2.2 Mehrgenerationenhaus 
 
Seit Juli 2011 wird innerhalb der Gruppeninformatio nsveranstaltungen zur Frühaktivierung  
das Angebot des Mehrgenerationenhauses in Darmstadt von der Beauftragten für Chancen- 
gleichheit am Arbeitsmarkt, den Kundinnen und Kunden des Jobcenters vorgestellt.   
 
Mit dem Ziel die Zusammenarbeit zu intensivieren is t für das  Jahr 2013 angedacht, Veran- 
staltungen  des Jobcenters Darmstadt, vor Ort im MGH stattfinden zu lassen. 
 
Über diese Vorgehensweise sollen Kundinnen und Kund en  mit Familienpflichten - insbe- 
sondere Alleinerziehende -  das vielfältige  Angebo t  dieser Institution näher kennen und  
nutzen lernen, um es gezielt in ihr Leben wie in das ihrer Kinder integrieren zu können.  
 
Das Jobcenter Darmstadt und das Mehrgenerationenhau s sind über die Plattform, die  das 
„lokale Bündnis für Familie“  bietet, seit Januar 2011 gut vernetzt. 
 
 
5.2.3 Arbeitsgelegenheiten  
 
Die Ziele von Arbeitsgelegenheiten sind unter ander em, schwer vermittelbare Langzeitar- 
beitslose wieder an eine Erwerbstätigkeit und somit  an den regulären Arbeitsmarkt heranzu- 
führen, den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit sich erzustellen und eine soziale Teilhabe zu 
gewährleisten. Die in Frage kommende Personengruppe  benötigt einen besonderen Anlei- 
tungsbedarf und es soll mit Hilfe der Arbeitsgelege nheit eine Perspektivänderung erreicht 
werden. 
 
Arbeitsgelegenheiten sind Tätigkeiten, die im öffen tlichen Interesse liegen,  zusätzlich, wett- 
bewerbsneutral und arbeitsmarktpolitisch zweckmäßig  sind. Während der Teilnahme erhält 
die Kundin bzw. der Kunde zuzüglich zum Arbeitslose ngeld II eine angemessene Mehrauf- 
wandsentschädigung. Die entstandenen Fahrkosten wer den der Kundin bzw. dem Kunden 
ebenfalls erstattet. 
 
Im Jobcenter Darmstadt gibt es Arbeitsgelegenheiten  in unterschiedlichen Arbeitsfeldern, 
hierzu zählen unter anderem die Einsatzfelder Gesundheit und Pflege, Kinderbetreuung und 
Jugendhilfe, Umweltschutz und Landschaftspflege, In frastrukturverbesserung, Wissenschaft 
und Forschung, Kunst und Kultur, Sport und diverse soziale Beschäftigungsprojekte (Nut- 
zung ausschließlich für sozial benachteiligte Personen).

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
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5.2.4 Bundesfreiwilligendienst 
 
Um langjährige Bestandskundinnen und - kunden zu aktivieren und an den Arbeitsmarkt 
heranzuführen, nutzt das Fallmanagement auch die Freiwilligendienst Angebote, insbeson- 
dere den Bundesfreiwilligendienst (BFD).  
Für Jugendliche und junge Erwachsene, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, 
wird vorrangig das Freiwillige Soziale Jahr bzw. Freiwillige Ökologische Jahr genutzt, da die- 
ses Programm ausschließlich auf diesen Personenkreis zugeschnitten ist und zudem bei 
einer Ausbildung in einem sozialen Beruf als Praktikum und als Wartezeit auf einen Studien- 
platz anerkannt wird. 
 
 
5.3 Marktchancen bei Arbeitgebern erschließen und Integrationen realisieren  
 
Um Arbeitsgebern mit allen Dienstleistungen und Auskünften zum Arbeitskräfte- und 
Förderangebot aus den Rechtskreisen SGB II und SGB III gleichermaßen bedienen zu kön- 
nen, haben sich die Agentur für Arbeit Darmstadt un d das Jobcenter Darmstadt für einen 
gemeinsamen Arbeitgeberservice  (gAGS) entschieden. Regelungen zu den Arbeitsprozes - 
sen und Schnittstellen werden ständig weiterentwickelt und dokumentiert. 
 
Im gAGS werden die von den Unternehmen gemeldeten S tellenangebote bearbeitet und 
nach festgelegten Qualitätsstandards Vermittlungsvorschläge erstellt. Ziel ist es, die gemel- 
deten Stellen zeitnah und passgenau zu besetzen.  
 
Die vier Kolleginnen und Kollegen des Jobcenters, d ie im gAGS arbeiten, sind einmal wö- 
chentlich im Jobcenter Darmstadt präsent, um Vermit tlungsgespräche mit eingeladenen ar- 
beitsmarktnahen Leistungsberechtigten zu führen und  geeignete Stellenangebote zu unter- 
breiten.  Gemeinsame Aktivitäten, wie z. B. Stellen börsen, Betriebsbesuche oder Auswahl-
verfahren für Arbeitgeber runden das Angebot ab. 
 
Zur weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit und de m besseren Verständnis unterei- 
nander haben die Fallmanagerinnen und Fallmanager des Jobcenters in der zweiten Jahres- 
hälfte 2012 bei den Kolleginnen und Kollegen im gAG S hospitiert. Ab Februar 2013 finden 
gegenseitige Hospitationen der Kolleginnen und Koll egen des Jobcenters und des gAGS  
statt. 
Die Teamleitungen treffen sich regelmäßig, um die E rfahrungen auszutauschen und neue 
Strategien zum Wohl der Leistungsberechtigten und der Beschäftigten zu entwickeln.  
 
Außerdem unterstützt der gAGS die Fallmanagerinnen und Fallmanager bei deren Ausübung 
des Absolventen-Managements im Rahmen der Förderung der beruflichen Weiterbildung. 
Das Absolventen-Management soll die Kundinnen und K unden am Ende einer beruflichen 
Weiterbildungsmaßnahme anleiten und unterstützen ei ne Berufstätigkeit auf dem Arbeits- 
markt zu finden und aufzunehmen. 
Zur zeitnahen Integration veranstaltet der gAGS im Rahmen von Gruppenfortbildungen, nach  
Aufforderung,  Bewerberrunden mit  Arbeitgebern.   
Bei Einzelfortbildung und Umschulungen kann die ent sprechende Kundin bzw. der entspre- 
chende Kunde an den gAGS überstellt werden, damit s ie oder er zielgerichtet bei dem pas- 
senden Arbeitgeber platziert wird.

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5.4  Beschäftigungschancen für  Alleinerziehende nutzen  
 
Alleinerziehende haben ein besonders hohes Risiko, dauerhaft im SGB II-Leistungsbezug zu 
bleiben. Obwohl sie häufig gut qualifiziert und mot iviert sind, haben sie nach Analysen des 
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung von allen Bedarfsgemeinschaften die längste 
Verweildauer im Leistungsbezug. Vor allem Kinderbet reuungsprobleme verhindern die Auf- 
nahme einer bedarfsdeckenden Erwerbstätigkeit. Bei den Integrationsbemühungen greifen 
die vorhandenen Regelinstrumente oft nicht. Die Per sonengruppe der Alleinerziehenden hat 
einen spezifischen Bedarf. Ihre Betreuung muss auf ihre individuellen Problem- und Lebens- 
lagen zugeschnitten sein.  
 
Im Jobcenter Darmstadt sind mit Stand Dezember 2012  6.070 Bedarfsgemeinschaften mit  
8.178 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gemeldet . 1.260 davon gehören dem Perso- 
nenkreis der Alleinerziehenden an (1.207 Frauen, 53 Männer).  
 
Wie schon in den vergangenen Jahren, wird auch 2013  der Gruppe der Alleinerziehenden  
im Jobcenter Darmstadt besondere Aufmerksamkeit gewidmet, da nach wie vor unterschied- 
liche Handlungsbedarfe bestehen, um diesen Personen kreis bei der Eingliederung in den 
ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen 
 
Das überwiegend aus ESF-Mitteln geförderte und vom Jobcenter kofinanzierte  Bundespro- 
jekt „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ endete zum 31.12.2012. Die Träger, BAFF Frauenko- 
operation gGmbH und sefo femkom (Teilprojekt), welc he das Projekt mit dem Namen  „DA- 
NA“ – Darmstädter Netzwerk für Alleinerziehende - i m Auftrag des Jobcenters Darmstadt 
umgesetzt hatten, werden ab 2013 auf getrennten Weg en gezielte Unterstützungsangebote 
in Form von Beratung, Bewerbungscoaching und Bildun gsmaßnahmen für Alleinerziehende 
anbieten und umsetzen. Als Regelinstrument (Aktivie rungs- und Vermittlungsgutscheine 
nach § 45 SGB III) wird das Anschlussprojekt „DAIA“  – Darmstädter Initiative Alleinerziehen- 
de über  BAFF Frauenkooperation in die Praxis überführt.  
 
Für die Zielgruppe ist  darüber hinaus eine weitere Maßnahme für 2013 geplant.      
Um verschiedene Arbeitsfelder kennen zu lernen, wer den Module mit berufspraktischen 
Kenntnisvermittlungen angeboten. Flankierend besteht für Migrantinnen die Möglichkeit  ein 
Sprachtraining zu integrieren. Als Querschnittsthema über  die gesamte Zeitspanne hinweg,  
wird der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in u nterschiedlichen Facetten und Formen 
Rechnung getragen. Eine dieser Inhalte wird  die Akquise familienfreundlicher Arbeits- und 
 
Ausbildungsplätze bilden. Auch wird über intensive sozialpädagogische Betreuung ein Ge- 
sprächs- und Beratungsangebot vorgehalten werden.  
Um der Verbesserung der Mobilität und Flexibilität Rechnung zu tragen und neuen Schwung 
in das Leben der ein oder anderen Teilnehmerin zu bringen, ist das Erlernen des Fahrradfah- 
rens inklusive „Erwerb des Fahrradführerscheins“ während der Maßnahme möglich.  
Da die Teilnahme nicht an mangelnder Kinderbetreuun g scheitern soll, wird zu Beginn der 
Maßnahme, wie während der gesamten Schulferien 2013 , ein Kinderbetreuungsangebot  
vorgehalten. Sobald der Eingliederungstitel des Job centers die Finanzierung zulässt, ist be- 
absichtigt diese bereits konzeptionierte Maßnahme i m Laufe des Jahres 2013 zusätzlich 
anzubieten. 
  
 
Um Alleinerziehende nachhaltig in existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse zu integrie- 
ren, sind zusätzlich unterschiedliche Qualifizierun gsangebote notwendig. Die Bildungsziel- 
planung des Jobcenters Darmstadt berücksichtigt in verschiedenen Berufssparten - Erzie- 
hung, Pflege, kaufmännische Berufe, Hauswirtschaft,  Gastronomie - sowohl  Teilzeit- wie 
auch Vollzeitangebote. Diese werden über Bildungsgutscheine zugänglich sein. Ebenfalls

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
35 
 
 
über dieses Instrument wird der Erwerb des Hauptsch ulabschlusses  in Verbindung mit be- 
rufspraktischer Kenntnisvermittlung gefördert.  
 
Sinnvoll ergänzt werden all diese Angebote durch da s Theaterprojekt JobAct Family, wel- 
ches das Jobcenter Darmstadt in Kooperation mit der  Kreisagentur für Beschäftigung Dar- 
mstadt-Dieburg  2012/2013 durchführt. Künstlerische  Methoden der Theaterpädagogik wer- 
den mit Biographiearbeit, klassischem Bewerbungsman agement und Coaching verknüpft 
und zielgruppengerecht umgesetzt.  
 
Mit Unterstützung des Arbeitgeber-Service der Bunde sagentur, wird das Jobcenter Darm- 
stadt gezielt auf Arbeitgeber wie auf Kammern und A rbeitgeberverbände zugehen um diese 
zu sensibilisieren, zu beraten, ggf. entsprechende Arbeitsmarktinstrumente anzubieten oder 
auch über Teilzeitausbildung und innovative Arbeits zeitmodelle zu informieren. Zu dieser 
Thematik plant das Jobcenter Darmstadt in der zweit en Hälfte des Jahres 2013 eine Veran- 
staltung.  
 
Die frühzeitige Aktivierung von Alleinerziehenden mit Kindern unter drei Jahren wird auch  im 
Jahr 2013 in Form von Gruppeninformationsveranstaltungen durch die Beauftragte für Chan- 
cengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) in Zusammenarbe it mit drei Fallmanagerinnen umge- 
setzt.  
 
„Bewerbungstipps für Frauen mit Familienpflichten“ lautet eine weitere Gruppeninformations- 
veranstaltung, die im Jahr 2012 durch die BCA des Jobcenters Darmstadt in Kooperation mit 
den BCAs der Agentur für Arbeit ins Leben gerufen w urde. Auch diese Veranstaltung wird 
fortlaufend im Jahr 2013  angeboten.  
 
Um jungen alleinerziehenden Müttern und Vätern in b esonderer Weise gerecht zu werden, 
hat sich im Team der Jugendberufsagentur eine Fallm anagerin auf die Gruppe der Alleiner- 
ziehenden spezialisiert. Durch die Konzentration auf die Zielgruppe kann die Mitarbeiterin ihr 
Fachwissen  gezielt einsetzen und die, für diese Gr uppe so wichtigen Beratungs- und Infor- 
mationsangebote ausbauen und erweitern. Hinzu kommt , dass diese Organisationsform die 
Zusammenarbeit mit der BCA des Jobcenters optimiert  und vereinfacht. Die Erkenntnisse 
und  Ergebnisse aus dieser Umstrukturierung wurden 2012 in einem Handlungsleitfaden 
festgeschrieben und stehen somit dem „Arbeitskreis Alleinerziehende“ des Jobcenters Dar- 
mstadt zur Verbesserung organisatorischer als auch fachbezogener Prozesse zur Verfü- 
gung.   
 
Die Pflege und der Ausbau von Netzwerken durch die BCA, stehen in Bezug auf Alleinerzie- 
hende für das Jahr 2013 selbstverständlich auch auf dem Plan.  
Eine wichtige Plattform bietet hier die seit 2011 b estehende Mitgliedschaft im „lokalen Bünd- 
nis für Familie“. Da in diesem Kreis Vertreterinnen  und Vertreter von sozialen Einrichtungen,  
Behörden wie auch Unternehmerinnen und Unternehmer an einem Tisch sitzen, sind der 
Entwicklung innovativer Gedanken und Ideen sowie de ren Umsetzung gute Chancen gege- 
ben. Die Verbesserung der Kinderbetreuung in Darmst adt, der Ausbau sozialer Strukturen 
und nicht zuletzt die Entwicklung und Akquise familienfreundlicher Arbeitsplätze sind wesent- 
liche Themenblöcke. 
 
Die Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus in Darmstadt wird im Jahr 2013 inten- 
siviert. (siehe 5.2.2) 
 
 
Über die aktive Auseinandersetzung mit den aufgefüh rten Handlungsfeldern wird das Job- 
center Darmstadt einen Beitrag zum  Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ leisten,

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
36 
 
 
und hofft somit auf  wesentliche Lebensbereiche von  Alleinerziehenden in Darmstadt positiv 
einwirken zu können. 
 
 
5.5 Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren 
 
Der Zielgruppe der unter 25 Jahre alten Jugendlichen gilt weiterhin besondere Aufmerksam- 
keit. Ca. zwei Drittel der beim Jobcenter Darmstadt gemeldeten Jugendlichen sind durch ihre 
Eltern Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft. Ein Drittel der gemeldeten Jugendlichen bilden 
allein, mit Partnerin bzw. Partner oder Familie eine eigene Bedarfsgemeinschaft. 
 
Jugendliche bedürfen beim Übergang von der Schule zur Ausbildung und bis zur Eingliede- 
rung in Arbeit einer besonderen Begleitung und Betreuung. Ein großer Anteil der gemeldeten 
Jugendlichen ist durch Sprachdefizite und psychischen Probleme besonders benachteiligt. 
Diese resultieren meist durch Misserfolge im schulischen Bildungssystem oder familiäre 
Probleme. 
 
Durch die gute Vernetzung von Hilfsangeboten aus den Rechtskreisen SGB II, SGB III und 
SGB VIII und die Zusammenarbeit und Fachkompetenz bei Betreuung und Beratung der 
Jugendlichen durch die Beschäftigten ist es jedoch gelungen, die Verweildauer in Arbeitslo- 
sigkeit bei den Jugendlichen zu senken und diesen einen nachhaltigen Einstieg ins Berufsle- 
ben zu ermöglichen.  
 
Die enge Zusammenarbeit in einer Bürogemeinschaft der drei Institutionen Jobcenter Dar- 
mstadt, Berufsberatung der AA Darmstadt und Jugendberufshilfe (Kompetenzagentur) der 
Stadt Darmstadt in der Jugendberufsagentur helfen beim Abbau von Vorurteilen und verhin- 
dern so eine Stigmatisierung der Jugendlichen aus dem Rechtskreis des SGB II. 
 
Beim Übergang von der Schule in den Ausbildungsmarkt sind die Ergebnisse der Kollegin- 
nen und Kollegen des Jobcenters seit Beginn des Ausbildungsjahres 2011/2012 (vom 
01.10.2011 bis zum 30.09.2012) Bestandteil der Zielerreichung der Berufsberatung der 
Agentur für Arbeit und stehen auch weiterhin im besonderen Fokus. 
Hierbei ist es im abgelaufenen Ausbildungsjahr gelungen mehr als 200 Jugendliche in eine 
berufliche Ausbildung zu integrieren.   
 
Wie bereits unter Punkt 3.4 erläutert wurden die lokalen gesteckten Ziele beim Übergang von 
der Schule in den Beruf und bei der Senkung der Jugendarbeitslosigkeit in 2012 voll erreicht. 
 
Was wollen wir in 2013 erreichen? 
 
Ł  Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen  sollen durch die Intensivierung der  
     Beratungs- und Vermittlungsprozesse und Erhöhung sowie passgenaue Vermittlung in  
     Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen auf das Berufsleben vorbereitet und  
     dauerhaft integriert werden. 
Ł  Durch den weiteren Ausbau der Netzwerkarbeit, insbesondere bei der Zusammenarbeit  
     mit den Schulen und der Schulsozialarbeit wollen wir den Übergang Schule/Beruf durch  
     höhere Einmündungsquoten steigern und die gesteckten lokalen Ziele erreichen. 
Ł  Die Erstausbildung für junge Erwachsene (siehe Pkt. 5.6) soll optimiert und verbessert  
     werden, um dem Fachkräftebedarf zu entsprechen
 
 
Durch die hohe Kompetenz der Fallmanagerinnen und Fallmanager im Beratungsprozess 
und die gute Vernetzung im Rahmen der Jugendberufsagentur ist es möglich und sehr wich- 
tig, die benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stabilisieren.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
37 
 
 
Nach Herstellung  der Ausbildungsreife erfolgt dann die Integration in den für den jeweiligen 
Jugendlichen nach Neigung und Fähigkeit passenden Ausbildungsberuf.  
 
 
5.6 Handlungsschwerpunkt „Erstausbildung für junge Erwachsene“ 
 
Die Kundenstrukturanalyse der Arbeitslosen (15 - 40 Jahre) im Jobcenter Darmstadt ergibt 
folgendes Bild: 
 
Von den Anfang Januar 2013 325 arbeitslosen jungen Menschen (< 25 Jahre)  sind rund 4 % 
ohne Schulabschluss und rund 85 % ohne abgeschlossene Berufsausbildung. 
 
Bei den über 25-jährigen bis unter 40-jährigen Arbeitslosen ergibt sich ein ähnliches Bild der 
Kundenstruktur. Von den Anfang Januar 2013 1434 Arbeitslosen sind rund 4 % ohne Schul- 
abschluss und rund 67 % ohne abgeschlossene Berufsausbildung. 
 
Daher hat die passgenaue Beratung und Vermittlung in Ausbildung große Bedeutung und 
wird auch unter Beteiligung der vorhandenen Netzwerke (gemeinsamer Arbeitgeber Service, 
Schulen, staatl. Schulamt, Kammern und Unternehmerverbände und Bildungsträger) immer 
weiter voran getrieben. 
 
In enger Abstimmung mit der Berufsberatung der AA Darmstadt und der Jugendberufshilfe 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurden folgende berufsvorbereitende und berufsfördern- 
de Maßnahmen für die unter 25-jährigen auf den Weg gebracht: 
 
• 30 Plätze in berufsvorbereitenden Maßnahmen (BVB) gemeinsamer 
Maßnahmeeinkauf mit der Berufsberatung der AA Darmstadt (gefördert über das 
SGB III) 
• 10 Plätze in Aktivierungshilfe mit besonderem sozi alpädagogischen Anteil mit Vorbe- 
reitung auf den externen Hauptschulabschluss (rechtskreisübergreifend, gefördert 
über das Ausbildungsbudget und Kofinanzierung des Jobcenters) 
• 15 Plätze  in der Maßnahme „Betriebsnahe Nachquali fizierung“ (in Kooperation mit 
der IHK und HWK Südhessen, Förderung über das Jobcenter Darmstadt) 
• 25 überbetriebliche Ausbildungsplätze (gemeinsamer Maßnahmeeinkauf mit der Be- 
rufsberatung der AA Darmstadt, gemeinsame Abstimmung und Kofinanzierung mit 
dem kommunalisierte Ausbildungsbudget der Stadt Darmstadt, Förderung der Wei- 
terbildung über das Jobcenter)  
 
Desweiteren ist die verstärkte Vermittlung in Einstiegsqualifizierungen (EQ) ein probates 
Mittel, um benachteiligten Jugendlichen unter 27 Jahre den Einstieg in eine Berufsausbil- 
dung zu ermöglichen. 
 
Im Jahr 2013 sind insgesamt 75  Bildungsgutscheine für geringqualifizierte junge Menschen 
mit Erwerb eines Berufsabschlusses vorgesehen

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
38 
 
 
5.7 Rechtmäßigkeit und Qualität der operativen Umsetzung sicherstellen 
 
Die Erbringung einer rechtmäßigen, wirtschaftlichen und kundenfreundlichen Dienstleistung, 
die sich an den Zielen des Sozialgesetzbuchs II ausrichtet, ist auch in 2013 primäres Ziel des 
Jobcenters Darmstadt. 
 
Im Hinblick auf das geschäftspolitische Handlungsfeld „Rechtmäßigkeit und Qualität der ope- 
rativen Umsetzung sicherstellen“  soll im Jahr 2013 auf folgendes ein besonderer Fokus ge- 
legt werden:  
 
 
5.7.1 Rechtmäßigkeit der Leistungsgewährung sicherstellen   
 
Neben der erfolgreichen Integration der Leistungsberechtigten ist die Existenzsicherung ein 
sehr wesentlicher Bereich des SGB II. Die Leistungsgewährung muss sich dabei zum einen 
an den Bedürfnissen der Leistungsberechtigten orientieren, aber auch im Hinblick auf die 
Entwicklung der Summe passiver Leistungen erfolgen.   
Dies wird im Jobcenter Darmstadt durch die nachfolgend näher beschriebenen Maßnahmen 
sichergestellt. Im Jahr 2013 wird ein besonderes Augenmerk auf die Leistungsgewährung für 
Selbständige gelegt, um der Komplexität der entsprechenden Fallgestaltungen Rechnung zu 
tragen. Darüber hinaus liegt ein besonderer Fokus auf der Umsetzung des Bildungs- und 
Teilhabepaketes. Die Rechtmäßigkeit der Leitungsgewährung wird durch die konsequente 
Umsetzung der Regelungen des Internen Kontrollsystems (IKS) sichergestellt (siehe Punkt 
5.7.3). 
 
 
5.7.1.1 Team Selbständige 
 
Die Leistungsgewährung für selbständige Leistungsbe rechtigte gestaltet sich in der Praxis 
meist sehr schwierig. Die Leistungsberechtigten müs sen bei der Antragstellung vorläufige 
Angaben zu voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben  machen; nach Ende des Bewilli- 
gungsabschnittes ist eine abschließende Erklärung h ierzu abzugeben. Seitens der Sach- 
bearbeitung ist zu entscheiden, welche Einnahme- un d Ausgabeposten bei der Festsetzung 
der Leistungen zu berücksichtigen sind. Dies bedingt in den jeweiligen Leistungsfällen einen 
großen Zeitaufwand und verlangt teilweise sehr umfangreiche und spezifische Kenntnisse in 
buchhalterischen oder steuerrechtlichen Fragen.  
 
In der Vergangenheit wurde bereits durch Schulungen und der Erstellung von umfangreichen 
Arbeitshilfen versucht, dieser Problematik zu begegnen. Erfahrungen in anderen Jobcentern 
haben gezeigt, dass die Implementierung eines spezialisierten Teams oder Fachdienstes zu  
einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsergebnisse und zu einer beträchtlichen Entlastung 
der übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt haben.  
 
Daher wird sich im Jobcenter im ersten Quartal 2013  eine Arbeitsgruppe mit der Prüfung 
befassen, ob und wenn ja in welcher Form und unter welchen Voraussetzungen  die Leis- 
tungsgewährung für Selbständige auch im Jobcenter D armstadt durch spezialisierte Be- 
schäftigte sichergestellt werden kann.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
39 
 
 
5.7.1.2 Leistungssachbearbeitung  
 
Um eine Integration in Erwerbstätigkeit oder die erfolgreiche Teilnahme an integrativen Maß- 
nahmen möglich zu machen, ist die materielle Sicher ung der Existenz unabdingbar notwen- 
dig.   
 
Daher ist es das Bestreben des Bereichs Existenzsic herung, Leistungen zum Lebensunter- 
halt zeitgerecht, umfassend und bedarfsentsprechend zu gewähren. Diese beinhalten neben 
Regelleistungen für jede Person in einer Bedarfsgem einschaft, den Kosten der Unterkunft 
und eventuellen Mehrbedarfen auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe.  
 
Die Rechtmäßigkeit der Leistungsgewährung wird zum einen durch die Regelungen des In- 
ternen Kontrollsystems (IKS)  sichergestellt. Diese umfassen eine inhaltliche Pr üfung und 
Freigabe der neu erfassten Leistungsfälle durch die  Teamleitung, die Anordnung von Leis- 
tungen im 4-Augen-Prinzip und die Durchführung monatlicher fachaufsichtlicher Prüfungen  
durch die Führungskräfte in den Teams der Existenzs icherung und beim Fachdienst Unter- 
halt.  
Ein weiteres Instrument zur Sicherstellung der rech tmäßigen Leistungsgewährung ist die 
Überprüfung von Leistungsmissbrauch. Hierzu wird je weils durch die Bundesagentur für Ar- 
beit quartalsweise ein zentraler Datenabgleich mit anderen Sozialleistungsträgern, Sozial- 
versicherungsträgen und dem Bundesvermögensamt durc hgeführt. Die sich hieraus pro 
Quartal ergebenden jeweils rund 2500 Überschneidung smitteilungen werden stets sorgfältig 
und vollständig abgearbeitet, um eventuell nicht be kannte Beschäftigungsverhältnisse oder 
bisher nicht bekanntes Einkommen oder Vermögen zu i dentifizieren. Die guten Arbeitser- 
gebnisse der Vorjahre sollen auch im Jahr 2013 weitergeführt werden.     
 
Um eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten zu kö nnen, sind permanente Qualifizierungen 
der Beschäftigten erforderlich. Die entsprechenden Handlungsfelder ergeben sich durch 
Rechts- und Verfahrensänderungen oder werden durch Prüfungsfeststellungen im Rahmen 
der Fachaufsicht oder Analyse der Stattgabegründe i n Widerspruchsverfahren identifiziert.   
Qualifizierungsbedarf wird durch interne oder exter ne Schulungsmaßnahmen (für einzelne 
Beschäftigte oder teamübergreifend) abgedeckt, sofe rn die ausführlichen Informations- und 
Qualifizierungsmaterialien der Agentur für Arbeit nicht ausreichen.  
 
Darüber hinaus verfügt das Jobcenter Darmstadt über  eine beispielhafte Zusammenstellung 
der Dienstanweisungen. Diese ist in einer für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugängli- 
chen Ablage platziert und wird permanent auf dem ak tuellsten Stand gehalten. Neben Infor- 
mationen zu den gesetzlichen Regelungen und entspre chenden Verfahrensvorschriften sind 
auch Verlinkungen zu den erforderlichen Vordrucken gesetzt, um eine einheitliche Bearbei- 
tungs- und Entscheidungsstruktur zu gewährleisten.  
 
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Rahmen der Sicherstellung des Lebensunterhaltes der Leis- 
tungsberechtigten ist die Sicherstellung einer zügigen Bearbeitung der Leistungsanträ- 
ge . Derzeit ist als operativer Standard eine Bearbeitungsdauer von 14 Werktagen für Neuan- 
träge festgeschrieben. Wie bereits in den Vorjahren wird dieser Wert auch aktuell vom Be- 
reich Existenzsicherung regelmäßig unterschritten. Der gleitende Jahresfortschrittswert in 
den Jahren 2011 und 2012 lag bei 8,44 Arbeitstagen (Stand 08/2012). Dieser Wert ist einer 
der Faktoren des Index aus Prozessqualität. Innerhalb des SGB II-Vergleichstyps belegt das 
Jobcenter Darmstadt hinsichtlich der Prozessqualität Platz 3 von 15 Jobcentern.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
40 
 
 
5.7.1.3 Das Bildungs- und Teilhabepaket  
 
Mit dem im April 2011 rückwirkend zum 01. Januar 20 11 eingeführten Bildungs- und Teilha- 
bepaket eröffnen sich auch für Kinder und Jugendlic he aus Familien mit geringem Einkom- 
men weit größere Möglichkeiten für Teilhabe und Mitmachen als bisher.  
 
Das Bildungs- und Teilhabepaket sieht sieben Leistungen vor: 
 
• Leistungen für eintägige Ausflüge in Kinderbetreuu ngseinrichtungen, Schulen und 
Horten 
• Leistungen für mehrtägige Fahrten in Kinderbetreuu ngseinrichtungen, Schulen und 
Horten 
• Leistungen für Schulbedarf 
• Leistungen zur Schülerbeförderung 
• Leistungen zur Lernförderung 
• Leistungen zur Teilhabe an gemeinschaftlicher Mitt agsverpflegung in Schulen und 
Kindertageseinrichtungen 
• Leistungen zur sozialen und kulturellen Teilhabe 
 
Neben der zügigen Bearbeitung der gestellten Anträg e ist es eine sehr wichtige Aufgabe im 
Jobcenter, die Leistungsberechtigten umfassend über  die im Rahmen des Bildungs- und 
Teilhabepaketes zur Verfügung stehenden Leistungen und das entsprechende Antragsver- 
fahren zu informieren. 
 
Dies geschieht durch verschiedene Maßnahmen: Neuant ragstellerinnen und Neuantragstel- 
ler werden bereits bei der Vorsprache in der leistu ngsrechtlichen Erstberatung über das be- 
stehenden Angebot informiert. Gleichzeitig werden d as Antragsformular und ein Informati- 
onsflyer ausgehändigt. Bei Antragsabgabe bespricht die Sachbearbeitung mit den Leis- 
tungsberechtigten nochmals eingehend die Möglichkei ten, die sich mit dem  Bildungs- und 
Teilhabepaket eröffnen.  
 
Um auch die Bestandskundinnen und Bestandskunden nochmals umfassend zu informieren, 
erfolgte im September 2012 nochmals eine zentrale A nschreibeaktion aller potenziell leis- 
tungsberechtigten Familien. Hier wurde neben dem fü r Darmstadt individuell gestalteten In- 
formationsflyer auch ein Antragsformular übersandt.  
 
Darüber hinaus werden im Jobcenter Informationsvera nstaltungen speziell für anspruchsbe- 
rechtigte Familien angeboten; ebenso sind die Leistungen für Bildung und Teilhabe Bestand- 
teil der Informationsveranstaltungen für Neukundinn en und Neukunden, Alleinerziehende 
und  Leistungsberechtigte im Rahmen des Übergabemanagements   SGB III – SGB II.  
 
Das Jobcenter arbeitet eng mit der städtischen Koordinierungsstelle zusammen, um die Leis- 
tungsgewährung für alle Beteiligten – Leistungsbere chtigte, Beschäftigte im Jobcenter und 
Anbieterinnen und Anbieter trotz dem aus den gesetz lichen Regelungen resultierenden bü- 
rokratischen Aufwand so einfach und reibungslos wie möglich zu gestalten. 
 
Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Ein führung des sogenannten Globalantrages  
im April 2012. Mit dessen Einreichung gelten die Le istungen für Bildung und Teilhabe als 
dem Grunde nach beantragt. Das bedeutet, dass zum A brufen konkreter Leistungen nur 
noch die erforderlichen Nachweise eingereicht werde n müssen, aber kein separater Antrag 
mehr erforderlich ist. Die Ansparfrist für die Leistungen der sozialen und kulturellen Teilhabe  
beginnt im Monat der Antragstellung, außerdem muss für fortlaufende Leistungen nach Ende 
des ALG II-Bewilligungsabschnittes kein neuer Formantrag gestellt werden.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
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Im Jobcenter wird durch umfassende und intensiviert e Beratung, die wohlwollende Prüfung 
der Leistungsansprüche und eine unbürokratische und  schnellstmögliche Bearbeitung der 
vorliegenden Anträge dazu beigetragen, auch im Jahr  2013 so vielen leistungsberechtigten 
Kindern und Jugendlichen wie möglich den Zugang zu den Leistungen für Bildung und Teil- 
habe zu ermöglichen.   
 
 
5.7.2 Konzept Datenqualität/Datenqualitätsmanagement (DQM) 
 
Ziel des Datenqualitätsmanagement (DQM) ist ein gan zheitlicher, systematischer und be- 
ständiger Ansatz zur Verbesserung und Erhaltung der  Datenqualität. Datenqualität ist das 
Ergebnis eines Gesamtprozesses von der Datengenese bis hin zur Datenverwendung, d.h. 
in den einzelnen Phasen müssen konstant qualitativ hochwertige Ergebnisse produziert wer- 
den.  Das DQM beurteilt und beeinflusst die sachliche Qualität, nicht die fachliche Aufgaben- 
erledigung im engeren Sinne. Letztere ist und bleibt Aufgabe von Fachaufsicht und 
Interner Revision. 
 
Das Jobcenter Darmstadt hat hierzu eine Mitarbeiter in benannt, die für das Datenqualitäts- 
management verantwortlich ist (V-DQM).  
 
Das Jobcenter Darmstadt verfügt seit April 2009 über ein DQM Konzept, welches bei Verän- 
derungen laufend angepasst wird. Um die entsprechen de Zielerreichung zu unterstützen, 
wurden in diesem Konzept verschiedene Maßnahmen in den einzelnen IT-Fachverfahren 
festgelegt. Dieser Maßnahmenkatalog umfasst die Maß nahme, deren Ziel, den  vorzuneh- 
menden Suchlauf, den Zeittakt, die/den Verantwortli che/n sowie die Priorität/Wirkungsgrad 
der entsprechenden Maßnahme. 
 
 
5.7.3 Internes Kontrollsystem (IKS) 
 
Das originäre Ziel des Jobcenters Darmstadt ist die Erbringung einer rechtmäßigen, wirt- 
schaftlichen und wirksamen sowie möglichst kundenfreundlichen Dienstleistung, die sich 
nach den Aufgaben und Zielen des SGB II ausrichtet. 
 
Ein funktionsfähiges internes Kontrollsystem ist ein verpflichtendes Element der Führung und 
Steuerung im Rahmen der Mindeststandards und dient zur Sicherung der ordnungsgemäßen 
und wirtschaftlichen Aufgabenerledigung der Bereiche Markt & Integration und Existenzsi- 
cherung. 
 
Das IKS soll sicherstellen, dass Geschäftsprozesse durch fest in Arbeitsabläufe integrierte 
und automatisierte, begleitende und nachträgliche Kontrollen anhand eines Soll-/Ist-
Vergleichs überwacht und bewertet werden.  
 
Das IKS der Bereiche Markt & Integration  und Existenzsicherung splittet sich in zwei Teilbe- 
reiche: 
 
1. Sicherungsmaßnahmen 
2. Fachaufsicht 
 
Das Jobcenter Darmstadt hat hierzu für beide Teilbereiche eine entsprechende Dienstanwei- 
sung erlassen. Darüber hinaus gibt es Regelungen zu den Verantwortungsbereichen und 
Schnittstellen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
42 
 
 
5.7.4 Geschäftsprozessmodell SGB II 
 
Die Geschäftsprozesse nach dem Geschäftsprozessmodell SGB II sollen die Jobcenter bei 
ihrer recht- und zweckmäßigen Aufgabenerledigung unterstützen. Die einzelnen Geschäfts-
prozesse stellen eine chronologische Abfolge von Aktivitäten der einzelnen Arbeitssabläufe 
dar und erklären die einzelnen Arbeitsschritte. 
 
Die Kernprozesse im Bereich Markt & Integration und Existenzsicherung wurden im Jahre 
2012 stichprobenartig beleuchtet und mit dem Geschäftsprozessmodell SGB II abgeglichen, 
um ggf. nötige Anpassungen der internen Prozesse vornehmen zu können.  
 
Es wurde jedoch festgestellt, dass die Geschäftsprozesse nach dem Geschäftsmodell SGB II 
in der gelebten Praxis des Jobcenters Darmstadt nur in geringen Facetten abweichen. Die 
Abweichungen waren stets nachvollziehbar, begründet und ergeben sich aus den lokalen 
Gegebenheiten vor Ort. Die Dienstanweisungen des Jobcenters Darmstadt sind sehr aus- 
führlich und bilden die Prozesse für das Fallmanagement und die Sachbearbeitung klar ab. 
Aufgrund der präzisen Darstellung der vorgesehen Arbeitsabläufe und der Vielzahl von spe- 
ziell entwickelten Arbeitshilfen und Vordrucken sind die Beschäftigten befähigt eine qualitativ 
hochwertige Arbeit leisten zu können.  
Das Geschäftsprozessmodell SGB II wird jedoch weiterhin zur Unterstützung aller Mitarbeite- 
rinnen und Mitarbeitern, vor allem bei der Einarbeitung neuer Beschäftigter, Anwendung fin- 
den. 
 
5.8 Kommunale Arbeitsmarkt- und Ausbildungsstrategi e 2013 
 
Zielgruppenspezifische Angebote auf dem Sozialen Ar beitsmarkt sind von zentraler Bedeu- 
tung zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit für sozi al benachteiligte Menschen. Durch 
flankierende, zielgruppenspezifische beschäftigungs politische Projekte werden die Chan- 
cen zur Teilhabe am Arbeitsleben in der sozialen Ge meinschaft für Langzeitarbeitslose und 
besonders benachteiligte Gruppen wie bspw. Alleiner ziehende, Ältere und Menschen mit 
Behinderung erhöht. Das Ziel dieser Projekte ist de r Erhalt und die Verbesserung der Be- 
schäftigungsfähigkeit der betroffenen Menschen.  
 
Die strategische Verknüpfung von Sozial-, Beschäfti gungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschafts- 
politik wird in Darmstadt als geschäftspolitischer Schwerpunkt sowohl im Jobcenter Dar- 
mstadt als auch im Rahmen der kommunalen Beschäftig ungsförderung der Wissenschafts- 
stadt Darmstadt seit 2005 politisch explizit ausgew iesen. Diese Strategie ist ebenfalls Be- 
standteil der kommunalen Jugendhilfe, Integrations-  und Gleichstellungspolitik, basierend 
auf drei Prinzipien: Prävention, Partizipation und Sozialraumorientierung. Dabei geht es 
insbesondere um folgende Grundsätze: 
 
1. Inklusion und Integration als sozialpolitische u nd sozialplanerische Strategie 
 
Insbesondere:  
• Stärkung von Teilhabe und Verteilungsgerechtigkeit  durch sozialpolitische 
Intervention und Konzepte 
- flächendeckende sozialraumorientierte Schulsoziala rbeit 
- Gleichstellungspolitik als Querschnittsthema in Sc hule, Ausbildung, 
Beruf – Maßnahmen zum Berufswahlverhalten von Mädch en und 
Jungen, Stärkung von familiengerechten Arbeitsbedin gungen für 
Frauen und Männer

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
43 
 
 
- Projektgruppe Stärkung der Teilhabe von Menschen m it Behinderung 
in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Schwerpunkt Bi ldung und Ar- 
beitsmarkt 
- Stärkung der Arbeits- und Ausbildungschancen für J ugendliche mit 
Migrationshintergrund 
• Bearbeitung sozialpolitischer Ziele auf der Grundl age kommunaler Sozialbe- 
richterstattung 
- sozialräumliche Analysen und Erstellung von Interv entionsmaßnah- 
men zur bedarfsorientierten Angebotsplanung 
- Umsetzung von tragfähigen, sozialraumorientierten Beteiligungs-
konzepten für Bürgerinnen und Bürger 
- Einsatz von interkulturellen Vermittlungskräften im  Jobcenter in Zu- 
sammenarbeit mit dem Interkulturellen Büro der Wiss enschaftsstadt 
Darm- 
stadt  
 
2. Armut bekämpfen – Existenz sichern  
Individuell und strukturell: 
• Finanzielle Unterstützungsleistungen durch kommuna le Zuschüsse für kin- 
derreiche Familien, erhöhte Bewilligung für Erstaus stattung für Säuglinge, 
erhöhte Angemessenheitsgrenzen bei den Kosten der U nterkunft für  
Alleinerziehende, alleinerziehende Schwangere sowie  Schwangere, Senio- 
rencard für ältere Menschen mit geringem Einkommen usw. Einführung ei- 
ner Teilhabecard für Leistungsberechtigte von Sozia lleistungen zur Inan- 
spruchnahme von sozialen und kulturellen Vergünstig ungen, sowie Bil- 
dungs- und Teilhabeleistungen.  
• Unterstützungsleistung durch ausgebautes soziales Beratungs- und Dienst- 
leistungsnetzwerk – soziale Infrastruktur in Darmst adt ist stabil, flexibel und 
umfassend 
• Rahmenkonzeption: Gemeinwesenarbeit als Strategie gegen Armut und so- 
ziale Ausgrenzung 
 
- Gemeinwesenarbeit aktiviert und beteiligt Bewohner innen und 
Bewohner 
- Gemeinwesenarbeit fördert Inklusion und wirkt sozi aler Be- 
nachteiligung entgegen 
- Gemeinwesenarbeit fördert die strukturelle Integra tion der zu- 
gewanderten Bevölkerung 
 
3. Zielgruppen passgenau fördern 
 
Insbesondere: 
• Abgestimmte Konzepte der Existenzsicherung und Arb eitsmarktförderung für 
einzelne Zielgruppen sowie sozialpädagogische Begle itung 
- Maßnahmen zur beruflichen Integration älterer Arbe itsloser 
- Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt für Frauen 
mit Migrationshintergrund

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
44 
 
 
- Enge Kooperation mit dem Integrationsfachdienst zu r Integra- 
tion schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt   
- Koordinationsstelle für Hilfen für von Gewalt bedr ohten und 
betroffenen Frauen und deren Kinder 
- Hilfen aus einer Hand für obdachlose erwerbsfähige  Men- 
schen mit flankierendem Hilfebedarf nach § 67 SGB X II 
- Sozialpädagogisches Projekt für Frauen, die der St raßenpros- 
titution nachgehen – hier: Ausstiegsberatung und 
niedrigschwelliges Kontaktangebot 
- Entwicklung von spezifischen Qualifizierungs- und Weiterbil- 
dungsmaßnahmen – insbesondere niedrigschwellige akt ivie- 
rende Maßnahmen im Jugend- und Erwachsenenbereich 
- Maßnahmen zum Abbau von funktionalem Analphabetism us  
 
4. Lokale und regionale Netzwerke stärken 
 
• Finanzielle Sicherung und Vernetzung von Beratungs stellen (Suchtberatung, 
Schuldnerberatung, Allgemeine Lebensberatung, Migra tionsberatung usw.), 
Stärkung der Jugendberufsagentur 
• Ausweitung von Präventionsangeboten in sozial-, ju gend-, gesundheits-, 
frauen-, migrationsspezifischen Bereichen, z. B. so zialraumorientierte 
Schulsozialarbeit, kommunale Mitarbeit an der Entwi cklung inklusiver Schu- 
len, Stärkung der Bedeutung des Bildungs- und Erzie hungsplanes, Bündnis 
für Familie, Angebote der Jugendberufshilfe unabhän gig von Leistungsbe- 
zug usw. 
• Intensive Einbindung von Bildungsträgern in kommun ale Netzwerke 
• Zusammenarbeit mit Betroffenenorganisationen und G ewerkschaften – z. B. 
Sozialhilfekommission, Magistratskommission Soziale  Brennpunkte usw. 
• Einbindung der Migrantenselbstorganisationen in ko mmunale Arbeitsmarkt- 
strategien 
• Beteiligung des Jugendhilfeausschusses an arbeitsm arkt- und ausbildungs- 
strategischen Konzepten 
• Arbeitsgruppe § 78 SGB VIII Jugendberufshilfe 
• Arbeitsgruppe § 78 SGB VIII Neustrukturierung der Kinder- und Jugendar- 
beit 
• Aufbau von Kooperationen zwischen Wirtschaft, Bild ungsträgern, Agentur 
für Arbeit und Jobcenter zur Förderung von (arbeits platzorientierter) Grund- 
bildung (gemeinsam mit der Vereinigung hessischer U nternehmerverbände) 
 
5. Lokalen (sozialen) Arbeitsmarkt / Ausbildungsmar kt sichern  
• Stärkung lokaler Beschäftigungsinitiativen, die – neben der Integration ein- 
zelner Menschen in den Arbeitsmarkt – die strukture lle Aufwertung benach- 
teiligter Quartiere sichern 
• Lokale Wirtschaft übernimmt Verantwortung für Lang zeitarbeitslose und 
Ausbildung, Unterstützt des ersten Darmstädter Inte grationsbetriebes durch 
kommunale Aufträge

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
45 
 
 
Die oben genannten fünf strategischen Ziele zeigen,  dass langfristige und nachhaltige Er- 
werbsintegration aus kommunalpolitischer Sicht nur interdisziplinär erfolgreich wirken kann.  
 
 
5.8.1  Kofinanzierung des lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktprogramm 2013 
 
Auf der Grundlage der kommunalen Arbeitsmarkt – und  Ausbildungsstrategie hat das Job- 
center Darmstadt mit den zuständigen städtischen Di enststellen nachstehende Maßnah- 
men abgestimmt und in die Maßnahmenplanung 2013 ff.  integriert:  
 
Arbeitsmarktprogramm 
 
 
Projekt Plätze 
Wohnumfeldverbesserung   4 
Computer für Alle   6 
Schulküche Kranichstein 10 
Cafe Nimmersatt 10 
Dienstleistungszentrum Waschsalon   7 
Qualifizierung und Begleitung für  
Alleinerziehende 
10 
Einkaufs- und Begleitservice 10 
 
Insgesamt beträgt die Ko-Finanzierung aus dem Eingl iederungsetat des Jobcenters ca. 
110.000 Euro. 
 
Ausbildungsprogramm 2013 
 
 
Projekt Plätze 
Alleinerziehende in Ausbildung   3 
Aktivierungsmaßnahme für Mädchen und junge Frauen i m Bereich Medienkom- 
petenz 
  6 
Chance 2.0 10 
Integrative Ausbildung Industriemechaniker/in   2 
 
Hier werden ebenfalls aus dem Eingliederungsetat de s Jobcenters ca. 234.000 Euro zur 
Kofinanzierung herangezogen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
46 
 
 
5.9 Lokale Aktivitäten  
 
Neben den klassischen Instrumenten der aktiven Arbeitsförderung verfügt das Jobcenter 
Darmstadt über rein lokale Aktivitäten, die die  Maßnahmenpalette für die Leistungsberech- 
tigten erweitert. 
 
 
5.9.1 Unser Bewerbungscenter „dabei“  
  
Das Bewerbungscenter „dabei“ des Jobcenters Darmsta dt wurde am 02.04.2012 eröffnet. 
Vor Ort sind vier Beschäftigte des Jobcenters und ein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit  
Darmstadt für die Beratung der Leistungsberechtigten im SGB II und SGB III zuständig. 
 
Das Bewerbungscenter hat einen offenen Zugang zur e igenständigen Erstellung der Bewer- 
bungsunterlagen an den dafür vorgesehenen 8 PC-Arbe itsplätzen. Die Computer sind alle 
internetfähig, so dass diese auch zum Zwecke der St ellenrecherche und weiterer Bewer- 
bungsaktivitäten, z. B. Onlinebewerbungen, genutzt werden können. Das Bewerbungscenter 
kann sowohl von Leistungsberechtigten des SGB II als auch des SGB III genutzt werden. 
Für die Leistungsberechtigten des SGB II besteht zu sätzlich die Möglichkeit einen Bera- 
tungstermin zum Erstellen der Bewerbungsunterlagen zu erhalten. In diesem Termin erhal- 
ten die Kundinnen und Kunden gezielte Unterstützung  beim Erstellen ihrer individuellen Be- 
werbungsunterlagen. 
 
Im Bewerbungscenter können vollständige Bewerbungsu nterlagen mit allen dazu gehörigen 
Unterlagen erstellt werden. Es ist ein Scanner, zum  Einscannen von Zeugnissen und Nach- 
weisen vorhanden, sowie eine Kamera zur Erstellung von Bewerbungsfotos. Die Kundinnen 
und Kunden erhalten die benötigten Bewerbungsmappen  und können auch die Möglichkeit 
des neutralen Versands nutzen. 
 
Seit April 2012 haben 1477 Leistungsberechtigte das Bewerbungscenter aufgesucht, hierun- 
ter 975 Leistungsberechtigte des SGB II und 502 Leistungsberechtigte des SGB III. 
Im Rahmen der Terminvergabe wurden 323 Kundinnen un d Kunden des SGB II durch die 
Fallmanagerin und den Fallmanager des Bewerbungscenters beraten und 515 Bewerbungs- 
unterlagen erstellt. 
 
      
5.9.2  Projekt „Wasser macht Arbeit“ 
 
Das Projekt „Wasser macht Arbeit“ wurde bereits im Arbeitsmarktprogramm 2012 vorgestellt. 
Im Laufe des Jahres 2012 wurde die Projektidee weit er entwickelt und durch die Beteiligten 
weiter forciert.  
 
Das Projekt mit erheblichem gesellschaftlichem und ökologischem Mehrwert ist ein Gewäs- 
serentwicklungs- und Beschäftigungsprojekt, bei dem  eine Kooperationsgemeinschaft zwi- 
schen den beiden Wasserverbänden Modaugebiet und Sc hwarzbachgebiet-Ried gebildet 
werden soll. Im Detail geht es um die naturnahe Ent wicklung und das Erreichen eines guten 
Gewässerzustandes an Modau, Schwarzbach und deren Seitengewässern.  
 
Der Einsatz der Leistungsberechtigten (der Kreisage ntur für Beschäftigung Darmstadt-
Dieburg  und des Jobcenters Darmstadt) soll über eine Arbeitsgelegenheit erfolgen mit einer 
eventuellen Übernahme in ein für ein Jahr befristetes sozialversicherungspflichtiges Beschäf- 
tigungsverhältnis. Ein erstes Projekt startet voraussichtlich im Jahr 2014.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
47 
 
 
Die Arbeitsgruppe, die sich diesbezüglich in regelm äßigen Abständen trifft, führt derzeit Ab- 
stimmungsgespräche mit potentiellen Projektträgern, die zur Umsetzung der Projektidee un- 
abdingbar sind. 
 
 
5.9.3 Werkakademie/Jobakademie 
 
„Ihr Job ist es, Arbeit zu finden“ unter diesem Slo gan stehen die Werkakade- 
mien/Jobakademien. Die Idee der sogenannten Werkaka demien basiert auf einem holländi- 
schen Modell, das von Dick Vink entwickelt wurde. 
 
Die Werkakademien dienen dazu den Neukundenprozess zu unterstützen und zur Bereitstel- 
lung eines Sofortangebotes für alle Neukundinnen un d Neukunden. Ausgewählte Neukun- 
dinnen und -kunden werden direkt ab Antragsstellung  für 8 Wochen in die Werkakademie 
zugewiesen. Im Rahmen dieser Zuweisungsdauer sollen  die Teilnehmerinnen und Teilneh- 
mer mit Hilfe des Empowerment-Ansatzes (Hilfe zu Se lbsthilfe) bei der Arbeitssuche bzw. 
Arbeitsaufnahme unterstützt werden. 
 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich selb st in Gruppen zusammenfinden und 
selbständig erarbeiten wo sie noch Unterstützungsbe darf haben. Dieser Unterstützungsbe- 
darf wird dann von den Lehrkräften aufgegriffen und  beispielsweise mit Hilfe eines Work- 
shops den Teilnehmerinnen und Teilnehmern näher geb racht. Die Entwicklung soll hierbei 
weg von der reinen „Beschulungsmaßnahme“ hin zu meh r Eigenständigkeit, Selbständigkeit 
und Eigenverantwortung. 
 
Das Jobcenter Darmstadt plant die Einrichtung einer  Werkakademie/Jobakademie in den 
freien Räumlichkeiten des Bewerbungscenters dabei. Hierdurch kann eine optimale Ver- 
knüpfung des bereits bestehenden Angebots mit dem n euen Ansatz der Werkakademie er- 
folgen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Be werbungscenters werden dann auch An- 
sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Werka kademie sein. Ziel ist es eine enge 
Zusammenarbeit zwischen den Jobcoachs des Trägers u nd den Fallmanagerinnen und 
Fallmanagern des Jobcenters. Der Träger wird über e ine öffentliche Ausschreibung gesucht 
und der voraussichtliche Beginn der Werkakademie wird im März 2013 sein.  
 
 
5.9.4 Kooperationen und Netzwerke  
 
Ein Kriterium für erfolgreiche Vermittlungsarbeit u nd nachhaltige Integration in den Arbeits- 
markt sind gut funktionierende Netzwerke sowie eine enge Kooperation mit den lokalen  
Akteuren im arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Umfeld. Das Jobcenter Darmstadt hat sich in 
den letzten Jahren ein umfassendes Netzwerk aufgebaut und kooperiert mit einer Vielzahl an 
kommunalen Einrichtungen sowie mit externen Organisationen und freien Trägern. Die Form 
der Kooperation variiert dabei: während in einigen Fällen formelle Kooperationsvereinbarun- 
gen bestehen, ist die Kooperation in anderen Fällen  auf der langjährigen Zusammenarbeit 
gegründet. 
 
Das Fallmanagement im Rechtskreis SGB II wird häufig mit Problemen konfrontiert, die nicht 
direkt arbeitsmarktbezogen sind, sondern in den per sönlichen Verhältnissen der betroffenen 
Personen liegen. Dazu gehören beispielsweise Suchtmittelauffälligkeit, Überschuldung, fami- 
liäre Konfliktlagen, fehlende Kinderbetreuung, droh ender Wohnungsverlust, drohende Ver- 
wahrlosung usw. Die betroffenen Menschen sind häufig nicht in der Lage, Bewältigungsstra- 
tegien zu entwickeln und selbst ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
48 
 
 
Im Bereich der Kommunalen Eingliederungsleistungen gemäß § 16a SGB II wurden Koope- 
rationsvereinbarungen, die laufend evaluiert werden, mit folgenden Stellen geschlossen: 
 
• Koordinierungsstelle Kinderbetreuung des Jugendamtes der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (Kinderbetreuung) 
• Schuldner- und Insolvenzberatung des Amtes für Soziales und Prävention der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (Schuldnerberatung) 
• Städtischer Sozialdienst  des Jugendamtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt (psy- 
chosoziale Beratung) 
• Caritasverband Darmstadt e.V. (Sucht- und Drogenberatung) 
 
Im Jahr 2012 wurde der Kontakt mit den kommunalen Stellen wieder intensiviert und konzen- 
triert, so dass sich für das Jahr 2013 eine weitere  Verbesserung der Zusammenarbeit und 
ggf. Anpassungen der Kooperationsvereinbarungen ergeben werden. 
   
 
5.9.4.1 Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem städtischen  
           Sozialdienst des Jugendamts der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Die Kooperationsvereinbarung mit dem städtischen Sozialdienst wurde im abgelaufenen 
Jahr mit  Beteiligten beider Ämter überarbeitet und neugefasst, um die Akzeptanz für die 
Aufgaben des anderen zu erhöhen, eine Transparenz aller vorhanden Hilfsangebote in der 
Stadt Darmstadt herzustellen und die Zusammenarbeit zu steigern. 
Gegenseitige Hospitationen sind vorgesehen und ein Interaktionsformat zur dauerhaften und 
sich weiter entwickelnden Kommunikation der beteiligten Führungskräfte wird eingeführt. 
 
 
5.9.5  Übergabemanagement SGB II/SGB III 
 
Im Jahr 2011 wurde mit dem Ziel, den Übergang der Leistungsberechtigen zwischen den 
Rechtskreisen SGB III und SGB II zu harmonisieren und die gemeinsame Schnittstelle zu 
verbessern, ein gemeinsamer Handlungsleitfaden erstellt. Das Verfahren hat sich im Jahr 
2012 bewährt und etabliert, so dass dieses auch im Jahr 2013 erfolgreich fortgeführt werden 
soll. 
 
Der Handlungsleitfaden beinhaltet Aktivitäten beider Träger, die zu bestimmten Zeitpunkten 
eingeleitet werden.  
 
Etwa drei Monate vor Ende des Leistungsbezuges ALG I werden die Leistungsberechtigten 
in einer von Agentur für Arbeit und Jobcenter gemeinsam durchgeführten Informationsveran- 
staltung über die zur Verfügung stehenden Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit  
sowie die für das Arbeitslosengeld II geltenden leistungsrechtlichen Voraussetzungen und 
die Angebote und Ziele des beschäftigungsorientierten Fallmanagements informiert.   
Rund 1-2 Monate vor Ende des ALG I-Bezuges führt die Arbeitsvermittlung der Agentur für 
Arbeit ein persönliches Abschlussgespräch mit den Leistungsberechtigten. Die Inhalte des 
Gespräches werden in einem Vermerk in VerBIS dokumentiert.  
 
Mit dem Rechtskreisübertritt  erfolgt  das vermittlerische Erstgespräch, zu dessen Vorberei- 
tung das Fallmanagement auf den Übergabevermerk zurückgreift und auch die zuletzt ver- 
einbarten Aktivitäten in die Gestaltung des Vermittlungsprozesses im Jobcenter einbezieht. 
Sofern sich im Rahmen des Profiling keine zusätzlichen oder geänderten Erkenntnisse  
ergeben, soll hierbei der in der Agentur für Arbeit begonnene Integrationsprozess nahtlos 
fortgesetzt werden.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
49 
 
 
5.9.6 Patenmodell 
 
Seit Mitte Februar 2013 besteht zwischen dem Jobcenter Darmstadt und der Initiative „Arbeit 
durch Management/Patenmodell“ des Diakonischen Werkes eine Kooperationsvereinbarung.  
 
Im Rahmen der Kooperation können arbeitslose und interessierte Leistungsberechtigte in 
Ergänzung zu den SGB II - Maßnahmen von sogenannten JobPaten bei ihrer beruflichen 
Integration unterstützt werden.  
 
Dabei geht es nicht in erster Linie darum, den arbeitslosen Leistungsberechtigten die pas- 
senden Stellen zu organisieren, sondern vielmehr ist das Ganze als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu 
verstehen. Die Paten sind Menschen aus allen Berufsgruppen, die über gute berufliche Er- 
fahrungen und Kontakte verfügen. Ihre ehrenamtliche Unterstützung richtet sich an Leis- 
tungsberechtigte, die vor allem einen Gesprächspartner mit besonderer beruflicher Erfahrung 
suchen oder Bedarf an intensivem Gesprächsaustausch haben bzw. einer verstärkten indivi- 
duellen Betreuung bedürfen.  
 
Die JobPaten bzw. das Patenmodell setzen auf Freiwilligkeit der Teilnahme. Der Impuls zur 
Kontaktaufnahme/Kooperation muss durch die Leistungsberechtigten selbst erfolgen. Hierfür 
muss sich die bzw. der Leistungsberechtigte selbst in eine Datenbank Patenmodell eintra- 
gen.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
50 
 
 
6. Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt  
 
Um die Gleichstellung von Frauen und Männern im Außenverhältnis besser gewährleisten zu 
können, wurde für 2011 auch im SGB II die Rolle der Beauftragten für Chancengleichheit am 
Arbeitsmarkt (BCA) implementiert. 
Als operative Impulsgeberin unterstützt sie die Fac hkräfte ihres Jobcenters und hilft beim 
Auf- und Ausbau von Netzwerken. Sie setzt sich dafü r ein, die Beschäftigungsperspektiven 
für Arbeitssuchende mit familiären Verpflichtungen zu verbessern. 
 
Die Trägerversammlung des Jobcenters Darmstadt best ellte am 14.01.2011 Frau Elke Jo- 
kisch zur Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. 
 
Ihre Aufgabenfelder bestehen aus 
 
• der Beratung von Führungs- und Fachkräften sowie e xternen Partnerinnen und Part- 
nern zur Förderung der Chancengleichheit 
• der Mitwirkung bei der Aufstellung des Arbeitsmark t- und Integrationsprogramms des 
Jobcenters Darmstadt 
• der Analyse und Bewertung von geschlechtsspezifisc hen Daten zum Ausbildungs- 
und Arbeitsmarkt 
• der Planung, Entwicklung und Realisierung von Konz epten und Maßnahmen zur För- 
derung der Chancengleichheit ( z.B. Projekte, Fortbildungen etc.) 
• der Planung und Durchführung von Gruppeninformatio nsveranstaltung zur Frühakti- 
vierung von Alleinerziehenden und Erziehenden 
• der Vertretung des Jobcenters Darmstadt in lokalen  Netzwerken 
 
Ein wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeit der BCA ist  die Förderung von Alleinerziehenden. 
Hierfür ist sie konzeptionell mit zuständig, überni mmt eine  Koordinationsfunktion und arbei- 
tet aktiv in vorhandenen Gremien und  Netzwerken mit. Darüber hinaus hat sie ein Informati- 
ons-, Beratungs- und Vorschlagsrecht in Fragen, die  Auswirkungen auf die Chancengleich- 
heit von Frauen und Männern haben.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
51 
 
 
7. Gemeinsame Bildungszielplanung  
 
Die insgesamt stabile wirtschaftliche Lage der verg angenen Jahre in der Region Darmstadt 
und die demografische Entwicklung hat die Nachfrage  nach qualifiziertem Personal weiter 
steigen lassen. In einigen Branchen zeichnet sich bereits ein Fachkräfteengpass ab.  
   Diesem Trend entgegenzuwirken erfordert einen breiten Ansatz von verschiedenen Wegen 
   und Hebeln vieler Akteure. Einer dieser Wege ist die zielgerichtete Qualifizierung und  
   Weiterbildung von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden. Darüber hinaus ist es von Vorteil, 
   wenn sich die Leistungsträger aus verschiedenen Rechtskreisen auf lokaler Ebene zusammen- 
   schließen um noch effizientere Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für die 
   Arbeitslosen und Arbeitssuchenden anbieten zu können; dies auch vor dem Hintergrund der 
   immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen.  
 
Im Herbst 2012 wurde erstmals ein rechtskreisübergr eifender Arbeitskreis unter Beteiligung 
der Agentur für Arbeit Darmstadt, der Kreisagentur für Beschäftigung und des Jobcenters 
Darmstadt initiiert, in dem ausgehend von der Nachf rage nach Arbeitskräften auf dem regio- 
nalen Arbeitsmarkt gemeinsame Qualifizierungsbedarfe erhoben wurden und hieraus Quali- 
fizierungsmaßnahmen für 2013 abgestimmt wurden.  
 
In folgenden Bereichen ist künftig vor allem eine e nge Zusammenarbeit bei der 
Maßnahmeplanung und -durchführung vorgesehen: 
 
• Pflegeberufe 
• Erzieher/in 
• Lager/Logistik 
• Berufspraktische Weiterbildungen mit hohem Deutsch kursanteil 
 
Die Qualifizierungsplanung des Jobcenters Darmstadt für 2013 wurde auf die geschäftspoli- 
tischen Handlungsfelder abgestimmt und ist der Anlage zu entnehmen. 
  
Schwerpunktmäßig soll durch kurz-und mittelfristige Anpassungsqualifizierungen mit einem 
hohen Bezug zur praktischen Kenntnisvermittlung dem Fachkräftebedarf auf dem regionalen 
Arbeitsmarkt Rechnung getragen werden. Desweiteren sind Qualifizierungen vorgesehen, 
die zu einem Berufsabschluss führen und mittelfristig Fachkräfte bereitstellen werden.  
 
Die aufgeführten Bildungsziele in der Bildungszielp lanung stellen keine abschließende Auf- 
zählung dar. 
 
Die Ausgabe eines Bildungsgutscheins stellt immer eine Einzelfallentscheidung in Abhängig- 
keit der im Rahmen des Profilings und der individue ll zu prognostizierenden Integrations- 
wahrscheinlichkeit auf dem Arbeitsmarkt dar.  
   Neben den aufgeführten Qualifizierungsschwerpunkten können daher auch Bildungsziele 
   für eine Förderung in Betracht gezogen werden, die zwar nicht in der Qualifizierungsplanung 
   aufgeführt sind, die aber im Einzelfall eine hohe Integrationsquote erwarten lassen. Hierfür wird  
   eine entsprechende Anzahl von Bildungsgutscheinen in der Bildungszielplanung vorgehalten.

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
52 
 
Anlage Bildungs- und Maßnahmenplanung  
 
Jobcenter Darmstadt –  FbW Bildungszielplanung 2013  
 
Bildungsziel 
 
Qualifizierungsinhalte 
 
Berufs-
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer  
(DKZ) 
 
 
Anzahl                                               
Bildungs- 
gutscheine 
 
 
 
Unterrichts- 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend 
 
max. 
Dauer 
Monate 
mit Berufsabschluss          
 
Altenpfleger/in 
 
lt. Rahmenlehrplan  
 
82102-901 
 
10 
 
VZ 
 
36 
Altenpflegehelfer/in  lt. Rahmenlehrplan  82101-900 4 VZ 12 
Erzieher/in  lt. Rahmenplan 83112-903 10  VZ oder TZ 24 bzw.36 
Bürokauffrau/ -mann 
bzw. Kauffrau/-mann 
für Bürokommunika- 
tion 
 
Inhalte entsprechend IHK 
Rahmenplan  
71402-101  4 VZ oder TZ 21 bzw. 
28 
betriebliche Einze l- 
umschulungen 
  37  VZ 24 
Umschulungen im 
Einzelfall 
 
  10  VZ oder TZ 24 
sonstige Bildungsziele  (ohne Abschluss)          
gewerblicher Bereich (Lager / Logistik / Sicherheit / Gastronomie)      
 
Erwerb Hauptschul- 
abschluss mit berufs- 
praktischer Qualifizie- 
rung  
   
 
14 
 
 
VZ oder TZ 
 
 
12

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
53 
 
Fachkraft Luftfrach t- 
lagerlogistik (Air Car- 
go Handling 
Specialist) 
Lagerkenntnisse für den 
Luftfrachtbereich, inklusive 
Praktikum bzw. fachprakti- 
scher Unterweisung 
51311-118 4 VZ 3 
 
Bildungsziel 
 
Qualifizierungsinhalte 
 
Berufs-
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer 
(DKZ) 
 
 
Anzahl                                               
Bildungsgut-
scheine 
 
 
Unterrichts- 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend 
 
max. 
Dauer 
Monate 
sonstige Bildungsziele  (ohne Abschluss)          
 
gewerblicher Bereich (Lager / Logistik / Sicherheit / Gastronomie) 
    
 
Qualifizierung im 
Sicherheitsgewerbe 
inkl. Vorbereitung auf 
Sachkundenprüfung  
nach §34a GewO 
 
Öffentliches Recht,  Bürgerli- 
ches Gesetzbuch BGB, 
Straf- und Verfahrensrecht,  
Umgang mit Menschen, 
Umgang mit Verteidigungs- 
waffen, Erste Hilfe, Vorberei- 
tung zur Prüfung nach §34a 
GewO. 
Sachkundenprüfung bei IHK  
 
 
53112-907 
 
8 
 
VZ 
 
bis zu 6 
Monate 
 modulare Fortbildung 
im Bereich Lagerlo- 
gistik 
EDV, Materialwirtschaft, 
Lagerhaltung/Standort-
/Lagerplanung, Verpackun- 
gen, Logistik + Beschaffung, 
Versand, Lagerverwaltung, 
Gabelstaplerausbildung inkl. 
Fahrtraining  
51311-118 14  VZ bis zu 3 
Mon. 
Modulare Teilqualif i- 
zierung „Fachkraft  
Gastgewerbe“ 
Teilqualifizierung im Bereich 
Küche / Gastronomie  
29301-101 4 VZ o. TZ  je nach 
Modul 
unter-  
schiedlich 
Fahrerausbildung                     
EU Kraftfahrer Klasse 
C, CE  
theoretische und praktische 
Fahrerausbildung inklusive 
Gefahrgut, Ladungssiche- 
rung und Gabelstapler 
 
52122-108 5 VZ 5 
Fahrerausbildung 
Güter- und Personen- 
verkehr 
theoretische und praktische 
Fahrerausbildung mit be- 
schleunigter Grundqualifizie- 
rung C,CE, D und DE inklu- 
sive Ladungssicherung 
 
 
 
 
52122-108 5 VZ 4

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013                                                                          
                                                                                                                                          
54 
 
 
Bildungsziel 
 
Qualifizierungsinhalte 
 
Berufs-
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer 
(DKZ) 
 
Anzahl                                               
Bildungsgut-
scheine 
 
 
Unterrichts- 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend 
 
max. 
Dauer 
Monate 
 
kaufmännischer Bereich / Akademiker 
        
 
modulare kaufmänni- 
sche Weiterbildung 
 
Finanzbuchhaltung, Perso- 
nalwesen, EDV, SAP, Wirt- 
schaftsenglisch -individuelle 
Trainingspläne nach Bedarf 
 
 
 
71402-101 
 
8 
 
 
 
VZ o.TZ 
 
je nach 
Modul bis 
zu 6 Mon. 
 
sozialer Bereich 
          
 
Helfer/in in der Pflege  
Vermittlung von Grundlagen 
in der Pflege, der Lebens-
und Alltagsgestaltung 
81301-107  
5 
VZ o. TZ 4 Mon. 
 
sonstige Bildungs- 
ziele 
          
 
Berufspraktische Wei- 
terbildung mit 
Deutsch Intensivför- 
derung 
   
20 
 
VZ oder TZ 
 
6 
Fortbildungen im Ei n- 
zelfall (insbesondere 
mit Einstellungszusa- 
ge)  
    18

Anlage Geschäftspolitische Schwerpunkte 2013 des Jobcenters Darmstadt

2013/0085

5331 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
27.02.2013 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat        an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Dezernat V 
 
 
Jobcenter 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0085 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013 des Jobcenter Darmstadt 
 
Vorlage vom: 27.02.2013 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013 des Jobcenter Darmstadt zur 
Kenntnis. 
 
 
Anlagen: Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2013 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.02.2013:  
 
 
 
In der Trägerversammlung am 29.01.2013 wurde das örtliche Arbeitsmarkt- und Integrationspro-
gramm der Grundsicherung für Arbeitssuchende gemäß § 44 c (6) SGB II (Sozialgesetzbuch II) unter 
Beachtung von Zielvorgaben zwischen den Trägern der Grundsicherung inhaltlich abgestimmt. 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, als Träger der Grundsicherung, sieht in der Verzahnung von Sozi-
al-, Beschäftigungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik einen bedeutenden, strategischen, ge-
schäftspolitischen Schwerpunkt. Sowohl im Jobcenter Darmstadt, als auch im Rahmen der Kommuna-
len Beschäftigungsförderung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, spielt diese politisch, explizit ausge-
wiesene Strategie bei der operativen Umsetzung eine bedeutende Rolle. 
Auf den Grundsätzen Prävention, Partizipation und Sozialraumorientierung basieren folgende kom-
munale Arbeitsmarkt- und Ausbildungsstrategien 
 
1. Inklusion und Integration als sozialpolitische und sozialplanerische Strategie 
2. Armut bekämpfen – Existenz sichern 
3. Zielgruppen passgenau fördern 
4. Lokale und regionale Netzwerke stärken 
5. Lokalen (sozialen) Arbeitsmarkt / Ausbildungsmarkt sichern 
 
Neben diesen lokalen Zielen verfolgt die Bundesagentur für Arbeit folgende geschäftspolitische 
Schwerpunkte für das Jahr 2013: 
 
1. Kundinnen / Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften ausbilden 
2. Langzeitbezieherinnen und – bezieher aktivieren und Integrationschancen 
    erhöhen 
3. Marktchancen bei Arbeitgebern erschließen und Integrationen realisieren 
4. Beschäftigungschancen für Alleinerziehende nutzen 
5. Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren 
6. Rechtmäßigkeit und Qualität der operativen Umsetzung sicher stellen 
 
Darüber hinaus gibt es einen besonderen Handlungsschwerpunkt 
„Erstausbildung für junge Erwachsene“. 
 
In Ergänzung zum Arbeitsmarkt – und Integrationsprogramm 2012 wurden in dieses Programm spe-
ziell auch das kommunale Arbeitsmarkt- und Ausbildungsbudget für das Jahr 2013 integriert. Dies 
auch, um eine noch bessere, institutionsübergreifende Planung sicher zu stellen. Das kommunale 
Arbeitsmarkt- und Ausbildungsbudget ergänzt die Maßnahmen des Jobcenters und gewährleistet 
somit eine verstärkte Förderwirkung. Hierbei stehen insbesondere besonders benachteiligte Gruppen, 
wie z.B. Alleinerziehende, Ältere und Menschen mit Behinderung, Migrantinnen und Migranten, Lang-
zeitarbeitslose im Fokus. 
 
Damit wird auf lokaler Ebene ein wirksamer Beitrag zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und 
zur Schaffung bzw. zum Erhalt von Beschäftigten erbracht. 
 
Eine vollständige Abbildung aller vorhandenen Verfahren und Maßnahmen kann das Arbeitsmarkt- 
und Integrationsprogramm nicht aufzeigen, es soll aber einen Überblick verschaffen, welche Zielgrup-
pen, die eine besondere Aufmerksamkeit für ihre Integration oder Teilhabe benötigen, im Fokus ste-
hen.  
 
Die finanzielle Situation gestaltet sich wie folgt: 
Für das Jahr 2013 wird mit einer weiteren Mittelkürzung von Seiten des Bundes gerechnet. Für das 
Haushaltsjahr 2013 steht dem Jobcenter voraussichtlich ein Gesamtbudget von 12,0 Mio € zur Verfü-
gung. Dies entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 9,1% (13,1 Mio. € in 2012). Da das Jobcenter 
in 2013 mit einem Verwaltungsbudget von ca. 8,2 Mio € plant, verbleiben für den Eingliederungstitel 
und die klassischen, arbeitsmarktpolitischen Instrumente, wie z.B. Eingliederungszuschüsse, Förde-
rung beruflicher Weiterbildung ca. 3,8 Mio €.

- 4 - 
 
 
Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik ist dann erfolgreich, wenn verschiedene Handlungsträger auf 
lokaler und regionaler Ebene zusammenwirken und im Idealfall ihre Potenziale bündeln und aufeinan-
der abstimmen. Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm ist Grundlage für die Zusammenarbeit 
mit allen regionalen Akteuren am Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt. So wurde das vorliegende Programm von den Führungs- und Leistungskräften des Jobcenters 
erarbeitet und mit den zuständigen Fachverantwortlichen beider Trägerorganisationen in enger Ko-
operation abgestimmt. 
 
 
 
Darmstadt, den 27.02.2013 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

TOP 19
TOP 96
TOP 8
TOP 33 zur Kenntnis

Orte (1)

  • Groß-Gerauer Weg 3

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2013/0085
Typ
Magistratsvorlage
Datum
27.02.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00