2023/0079
Feststellung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 3
2743 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
08.03.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Eigenbetrieb
Darmstädter Werkstätten OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
II 519
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0079
Magistratsbeschluss -Nr.
110
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter
Werkstätten und Wohneinrichtungen
Vorlage vom: 01.03.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Jahresabschluss 2018 und der Lagebericht des Eigenbetriebes werden mit dem
Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH öffentlich
bekannt gemacht und zur Einsichtnahme ausgelegt.
2. Der Jahresverlust 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen wird in Höhe von EUR 632.424,49 festgestellt.
3. Der Jahresverlust wird auf neue Rechnung übertragen.
4. Die Betriebsleitung wird für das Wirtschaftsjahr 2018 entlastet.
Anlagen: 1. Beschluss der Betriebskommission vom 02. März 2023
2. DEE00032676.1.1_Eigenbetrieb Darmstädter Werks_TestatJAP_2018
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 15.03.2023
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 02.03.2023
Die Betriebskommission des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen (EDW) hat in der Sitzung vom 02.03.2023 den Bericht der
Betriebsleitung zur Kenntnis genommen, den mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk
des Wirtschaftsprüfungsinstitutes versehenen Jahresabschluss 2018 festgestellt und die
Betriebsleitung entlastet.
Die Betriebskommission empfiehlt dem Mag istrat die Kenntnisnahme und der
Stadtverordnetenversammlung die Entlastung der Betriebsleitung für das Wirtschaftsjahr
2018.
Der EDW schließt das Wirtschaftsjahr mit einem Jahresverlust von 632.424,49 Euro. Der sich
auch für die Folgejahre abzeichnende T rend von Jahresverlusten wurde durch den Abschluss
neuer Kostensätze mit dem Kostenträger ab 2021 gebremst. Hinweise auf eine Umkehr des
Trends werden sichtbar.
Darmstadt, 02.03.2023
Dezernat II Dezernat IV
Barbara Akdeniz André Schellenb erg
Bürgermeisterin Stadtkämmerer
2023/0079
2660 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
08.03.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Eigenbetrieb
Darmstädter Werkstätten OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0079
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter
Werkstätten und Wohneinrichtungen
Vorlage vom: 01.03.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Jahresabschluss 2018 und der Lagebericht des Eigenbetriebes werden mit dem
Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH öffentlich
bekannt gemacht und zur Einsichtnahme ausgelegt.
2. Der Jahresverlust 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen wird in Höhe von EUR 632.424,49 festgestellt.
3. Der Jahresverlust wird auf neue Rechnung übertragen.
4. Die Betriebsleitung wird für das Wirtschafts jahr 2018 entlastet.
Anlagen: 1. Beschluss der Betriebskommission vom 02. März 2023
2. DEE00032676.1.1_Eigenbetrieb Darmstädter Werks_TestatJAP_2018
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 02.03.2023
Die Betriebskommission des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen (EDW) hat in der Sitzung vom 02.03.2023 den Bericht der
Betriebsleitung zur Kenntnis genommen, den mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk
des Wirtschaftsprüfungsinstitutes versehenen Jahresabschluss 2018 festgestellt und die
Betriebsleitung entlastet.
Die Betriebskommission empfiehlt dem Magistr at die Kenntnisnahme und der
Stadtverordnetenversammlung die Entlastung der Betriebsleitung für das Wirtschaftsjahr
2018.
Der EDW schließt das Wirtschaftsjahr mit einem Jahresverlust von 632.424,49 Euro. Der sich
auch für die Folgejahre abzeichnende Trend von Jahresverlusten wurde durch den Abschluss
neuer Kostensät ze mit dem Kostenträger ab 2021 gebremst. Hinweise auf eine Umkehr des
Trends werden sichtbar .
Darmstadt, 02.03.2023
Dezernat II Dezernat IV
Barbara Akdeniz André Schellenberg
Bürgermeisterin Stadtkämmerer
anlage 2
71909 Zeichen
Testatsexemplar
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
Darmstadt
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018
und Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2018
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
Inhaltsverzeichnis Seite
Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2018 1.......................................................................................
Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 1..............................
1.Bilanz zum 31. Dezember 2018 2..............................................................................................
2.Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2018 5...................................................
3.Anhang für das Wirtschaftsjahr 2018 7......................................................................................
Entwicklung des Anlagevermögens 2018 19...........................................................................
Ermittlung des Arbeitsergebnisses gemäß § 12 WVO 23............................................................
Erfolgsübersicht nach Geschäftsbereichen 25............................................................................
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS 1....................................
M4GenPDF V2.20
Anlage I
1
E I G E N B E T R I E B D A R M S T Ä D T E R W E R K S T Ä T T E N U N D
W O H N E I N R I C H T U N G E N D E R W I S S E N S C H A F T S S T A D T
D A R M S T A D T , D A R M S T A D T
L A G E B E R I C H T F Ü R D A S W I R T S C H A F T S J A H R 2 0 18
Vorbemerkung
Nach § 26 Eigenbetriebsgesetz (EigBGes) mit Verweis auf § 289 Abs. 2 HGB ist mit dem Jah-
resabschluss ein Lagebericht aufzustellen, der nach § 27 EigBGes der Betriebskommission vor-
zulegen ist.
Gründung des Eigenbetriebs
Mit Wirkung vom 01.01.2005 wurden die bisherigen Betriebszweige „Darmstädter Werkstätten
für Behinderte“ und Wohneinrichtung „Kurt-Jahn-Anlage“ zu einem neu gegründeten Eigenbe-
trieb als Sondervermögen der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammengeführt.
Nach § 19 Hessische Gemeindeordnung hat die Gemeinde in den Grenzen ihrer Leistungsfähig-
keit die für ihre Einwohner erforderlichen wirtschaftlichen, sozialen, sportlichen und kulturellen
Einrichtungen bereitzustellen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt kommt dieser Aufgabe durch
den Betrieb der Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen nach.
Zweck und Aufgabe
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt mit den Geschäftsbereichen des Eigenbetriebs
Werkstätten
• Werkstatt für Menschen mit Behinderung im Schreberweg 2 sowie
• Werkstatt für berufliche Rehabilitation im Heimstättenweg 99
Wohneinrichtungen
• Wohneinrichtung “Kurt-Jahn-Anlage“ sowie
• Betreutes Wohnen
ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke gemäß der Abgabenordnung.
Der gesamte EDW ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Der Eigenbetrieb leistet durch den Bezug von Ökostrom ebenso wie im Bereich der selbst her-
gestellten Produkte, z. B. die Teeverpackung ist umweltfreundlich und biologisch abbaubar,
einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz.
Die Mitarbeiter*innen unterstützen mit der Benutzung des Jobtickets und Fahrrädern den CO2
Ausstoß in der Stadt zu verringern.
Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind fester Bestandteil der pädagogischen Ar-
beit.
Anlage I
2
Ertragslage
Der für das Wirtschaftsjahr 2018 geplante Jahresverlust von TEUR 571 wurde mit einem tat-
sächlichen Jahresverlust von TEUR 632 (davon Werkstätten TEUR -258 und Wohnungseinrich-
tungen von TEUR -374) überschritten.
Soll-/Ist-Vergleich Wirtschaftsplan 2018
Wirtschaftsplan Gewinn- und Ver-
lustrechnung Abweichung
EUR EUR EUR
Erträge
Umsatzerlöse 952.000,00 1.171.992,95 219.992,95
Sonstige betriebliche Erträge 8.991.083,00 8.847.809,00 -143.274,00
Bestandsveränderungen 0,00 12.243,95 12.243,95
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.500,00 59.722,91 34.222,91
Erträge aus Wertpapieren des Um-
laufvermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Erträge 9.968.583,00 10.091.768,81 123.185,81
Aufwendungen
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Wa-
ren
493.450,00 48.765,09 -444.684,91
Aufwendungen f. bezogene Leistun-
gen 265.600,00 12.993,35 -252.606,65
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 4.333.630,00 4.559.402,14 225.772,14
Soziale Abgaben und Aufwendungen
f. Altersversorgung und f. Unterstüt-
zung
1.198.710,00 1.294.445,26 95.735,26
Löhne für Menschen mit Behinde-
rung 3.335.000,00 3.386.977,58 51.977,58
Übriger Personalaufwand 6.700,00 0,00 -6.700,00
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
304.705,00 267.021,41 -37.683,59
Sonstige betriebliche Aufwendungen 593.128,00 1.073.939,48 480.811,48
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.750,00 78.178,84 69.428,84
Sonstige Steuern 0,00 2.470,15 2.470,15
Summe Aufwendungen 10.539.673,00 10.724.193,30 184.520,30
Jahresergebnis -571.090,00 -632.424,49 -61.334,49
Bei der Planung erfolgte eine von der Gewinn- und Verlustrechnung abweichende Zuordnung
der Konten zu den Aufwandsarten, die im Soll-Ist-Vergleich zu Verschiebungen insbesondere
zwischen den Materialaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen führen.
Anlage I
3
Entwicklung des Geschäftsbereichs Werkstätten:
Werkstätten Delta
2018 2017
EUR EUR EUR
1 Erlöse aus Kostensätzen 5.941.048,54 5.890.945,36 50.103,18
2 Umsatzerlöse 1.153.677,32 1.102.426,75 51.250,57
3 Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands an ferti-
gen Erzeugnissen 12.243,95 -8.101,59 20.345,54
4 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens 68.047,04 67.567,00 480,04
5 Sonstige betriebliche Erträge 105.136,40 32.173,32 72.963,08
6 Materialaufwand 61.379,89 67.383,04 -6.003,15
7 Personalaufwand 6.586.557,10 6.210.313,09 376.244,01
8 Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 212.865,80 207.770,30 5.095,50
9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 665.244,76 649.821,16 15.423,60
10 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.137,94 57.086,35 -11.948,41
11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 56.067,70 62.055,27 -5.987,57
12 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -256.824,06 -55.245,67 -201.578,39
13 Sonstige Steuern 1.858,25 9.839,65 -7.981,40
14 Jahresverlust -258.682,31 -65.085,32 -193.596,99
Die Werkstätten sind nach § 136 Abs. 1 SGB IX Einrichtungen zur Teilhabe und zur Eingliede-
rung in das Arbeitsleben, um den behinderten Menschen eine angemessene Berufliche Bildung
und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemessenen Arbeitsentgelt anzubieten.
Der Geschäftsbereich Werkstätten hat das Berichtsjahr mit einem Jahresverlust von TEUR 259
(Vorjahresverlust TEUR 65) abgeschlossen. Hier fließen einerseits pauschale Kostensatzerhö-
hungen ein, andererseits werden diese durch den höheren Personalaufwand aufgebraucht, und
die übrigen Mehraufwendungen werden nicht durch entsprechende Umsatzerlöse aufgefangen.
Die wesentlichen Veränderungen der Erträge und Aufwendungen zum Vorjahr werden nachfol-
gend erläutert.
Die Kostenerstattungen durch den LWV haben sich leicht durch die Beschäftigung von 284 Per-
sonen (Vorjahr 279) erhöht. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch die Kostensätze der
überörtlichen Sozialhilfeträger (Rentenversicherungen oder Agentur für Arbeit und LWV). Die
Leistungen zur Eingliederung der Menschen mit Behinderungen und die Aufwendungen sind in
verschiedenen Leistungsgesetzen geregelt und im Rahmenvertrag vereinbart.
In den Jahren 2017 und 2018 waren in den Werkstätten folgende Plätze belegt:
2018 2017
31 24 Plätze im Eingangs- und Berufsbildungsbereich
227 231 Plätze im Arbeitsbereich
11 12 Plätze in der Tagesförderstätte
15 12 Betriebsintegrierte Beschäftigung
284 279 Werkstattbeschäftigte insgesamt
Anlage I
4
Die Leistungs- oder Kostensätze werden prospektiv gezahlt und betrugen für die Jahre 2017
und 2018 in EUR:
Hilfebedarfs - Tagesförderstätte Arbeitsbereich
Gruppe
(HBG) kalendertäglich kalendertäglich
Darstellung
in EUR 01.04.2018 2017 01.04.2018 2017
HBG 1 31,29 31,29 24,97 24,97
HBG 2 37,25 37,25 28,85 28,85
HBG 3 56,98 56,98 41,79 41,79
HBG 4 76,73 76,73 54,75 54,75
HBG 5 90,54 90,54 63,81 63,81
Die Umsatzerlöse im Arbeitsbereich lagen mit TEUR 1.154 über dem Vorjahresniveau.
Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
2015: TEUR 762 2016: TEUR 1.065 2017: TEUR 1.102 2018: TEUR 1.154
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit TEUR 98 periodenfremde Erträge aus der Aus-
buchung verjährter Verbindlichkeiten enthalten.
Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 376 auf TEUR 6.587
erhöht.
Werkstätten 2017 2018 Veränderung
Aufwendungen für Tarifbeschäftigte 3.181.730,45 3.466.975,05 285.244,60
Aufwendungen für Werkstatt-be-
schäftigte 3.028.582,64 3.119.582,05 90.999,41
6.210.313,09 6.586.557,10 376.244,01
Die Personalkostensteigerung resultiert aus der erhöhten Anzahl von Tarif- und Werkstattbe-
schäftigten (Klientinnen und Klienten) im EDW..
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15 auf
TEUR 665 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Preissteigerung der Energie- und Gebäude-
nebenkosten.
Anlage I
5
Entwicklung des Geschäftsbereichs Wohneinrichtungen
Wohnbereich Delta
2018 2017
EUR EUR EUR
1 Erlöse aus Kostensätzen 2.730.441,35 2.810.665,30 -80.223,95
2 Umsatzerlöse 18.315,63 19.243,74 -928,11
3 Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands an
fertigen Erzeugnissen
0,00 0,00 0,00
4 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens 904,00 904,00 0,00
5 Sonstige betriebliche Erträge 2.231,67 6.395,32 -4.163,65
6 Materialaufwand 378,55 43,08 335,47
7 Personalaufwand 2.654.267,88 2.495.598,21 158.669,67
8 Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegen-
stände und Sachanlagen
54.155,61 55.835,75 -1.680,14
9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 408.694,72 431.176,46 -22.481,74
10 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.584,97 13.677,83 907,14
11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.111,14 8.301,94 13.809,20
12 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -373.130,28 -140.069,25 -233.061,03
13 Sonstige Steuern 611,90 5.151,04 -4.539,14
14 Jahresverlust -373.742,18 -145.220,29 -228.521,89
Die Wohneinrichtungen „Kurt-Jahn-Anlage“ und das Betreute Wohnen bieten Menschen mit
überwiegend geistiger oder psychischer Behinderung die Möglichkeit, unter Anleitung von
Fachpersonal aus unterschiedlichen Berufsgruppen ein weitgehend eigenständiges Leben zu
führen.
Im stationären Wohnbereich stehen 63 Plätze und im Betreuten Wohnen 25 Plätzen für Men-
schen mit geistiger Behinderung zur Verfügung, die ihren Privatbereich selbst gestalten und
weitgehend nach eigenen Vorstellungen leben. Ein Verbleib bis zum Lebensende ist vorgese-
hen. Hierbei handelt es sich um die vom Landeswohlfahrtsverband genehmigten Plätze.
Im Jahr 2018 und in Vorjahren waren folgende Plätze belegt:
2018 2017 2016
Wohneinrichtung 58 63 65
Betreutes Wohnen 17 16 15
Wohneinrichtung insgesamt: 75 79 80
Der Bereich Wohneinrichtungen schloss im Berichtsjahr 2018 mit einem negativen Jahreser-
gebnis in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr TEUR -145) ab.
Die Erlöse aus Kostensätzen lagen mit TEUR 2.730 unter dem Vorjahresniveau (TEUR 2.811).
Frei gewordene Wohnplätze in Doppelzimmern konnten nicht wieder belegt werden, da diese
nicht mehr bedarfsgerecht sind.
Anlage I
6
Die Kostensätze entwickelten sich in den Jahren 2017 und 2018 wie folgt in EUR:
Hilfebedarfs-
Gruppe (HBG)
Wohneinrichtung
Wohnbereich
kalendertäglich
Wohneinrichtung
Tagesstruktur
kalendertäglich
Darstellung
in EUR 2018 2017 2018 2017
HBG 1 59,48 59,48 8,75 8,75
HBG 2 67,68 67,68 12,50 12,50
HBG 3 95,05 95,05 25,03 25,03
HBG 4 122,40 122,40 37,52 37,52
HBG 5 141,57 141,57 46,28 46,28
Die Personalkosten sind zum Vorjahr (TEUR 2.496) um TEUR 159 auf TEUR 2.654 gestiegen.
Wohneinrichtung 2017 2018 Veränderung
Aufwendungen für Tarifbeschäftigte 2.212.143,34 2.386.872,35 174.729,01
Aufwendungen für Werkstatt-be-
schäftigte 283.454,87 267.395,53 -16.059,34
2.495.598,21 2.654.267,88 158.669,67
Die Zinsen für Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8) um TEUR 14 auf TEUR 22
angestiegen. Der Zinsanstieg resultiert aus den gestiegenen Zinsaufwendungen bei den Rück-
stellungen aufgrund des rückläufigen durchschnittlichen Marktzinssatzes.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Eigenbetriebs ist um TEUR 142 auf TEUR 20.251 zurückgegangen.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 17 auf TEUR 10.931 durch die
Investitionen (TEUR 284), denen Abgänge und planmäßige Abschreibungen (TEUR 267) gegen-
überstehen (siehe Anlagenspiegel).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um
TEUR 5.398 gestiegen. Die Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt sind auf
TEUR 5.535 (Vorjahr TEUR 574) gestiegen. Es wurde an die Stadt eine kurzfristige Ausleihung
im Rahmen des Cashpooling in Höhe von TEUR 5.500 geleistet. Die Forderungen gegen Eigen-
betriebe der Wissenschaftsstadt Darmstadt (TEUR 1.038) haben sich um TEUR 575 zum Vor-
jahr (TEUR 463) erhöht. Der Anstieg resultiert aus der Umgliederung von im Vorjahr durch Per-
sonalwechsel übertragenen Ansprüchen aus Pensions- und Beihilfeverpflichtungen, die in den
Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgewiesen waren. Dagegen sind die
Forderungen gegen Kostenträger nach SGB um TEUR 323 gesunken. Die Differenz zum Vorjahr
resultiert aus Zahlungen von ausstehenden Rechnungen des Vorjahres. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 6 im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Die
Position der Wertpapiere hat sich im Berichtsjahr um TEUR 6 auf TEUR 238 zum Vorjahr
(TEUR 244) verringert.
Die flüssigen Mittel haben sich zum Vorjahr (TEUR 6.690) um TEUR 5.574 verringert auf
TEUR 1.116. Die Minderung resultiert aus der kurzfristigen Ausleihung an die Wissenschafts-
stadt Darmstadt.
Anlage I
7
Die Passivseite hat sich wie folgt verändert: Das Eigenkapital vermindert sich um den Jahres-
verlust 2018 von TEUR 632 auf TEUR 15.359 (siehe Eigenkapitalspiegel im Anhang).
Der Sonderposten für Investitionen verringerte sich durch planmäßige Auflösungen um
TEUR 62 auf TEUR 1.268.
Die Rückstellungen für Pensionen sind um TEUR 135 auf TEUR 1.867 gestiegen. Die sonstigen
Rückstellungen sind um TEUR 329 höher als im Vorjahr, dies resultiert im Wesentlichen aus
der Rückstellung für Überstunden (TEUR 301, Vorjahr TEUR 0). Ansonsten beinhaltet diese Po-
sition die Rückstellungen für Beihilfen, Urlaubsansprüche, Überstunden, sonstige Personalauf-
wendungen und die Abschlusskosten. Wir verweisen auf den Rückstellungsspiegel im Anhang.
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten sind um TEUR 15 zum Vorjahr gesunken.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 128, die Verbindlichkei-
ten gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Eigenbetrieben um TEUR 26 zum
Vorjahr gesunken. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Darlehen des LWV sind
durch planmäßige Tilgungen um TEUR 10 auf TEUR 134 zurückgegangen. Der Anstieg der üb-
rigen sonstigen Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen noch abzuführende Lohnsteuer, ZVK-
Beiträge sowie Spendengelder.
Erläuterung zu den wesentlichen Abweichungen der Erträge und den Aufwendungen
Die wesentlichen Erträge im Jahr 2018 haben sich wie folgt entwickelt:
2018 2017
EUR EUR
Erlöse aus Kostensätzen 8.671.490 8.701.610
Umsatzerlöse 1.171.993 1.121.670
Bestandsveränderung +/- 12.244 -8.102
Sonstige betriebliche Erträge 107.368 38.569
Die gesamten Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 109 gestiegen. Überwiegend re-
sultiert die Differenz aus den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Die wesentlichen Abweichungen bei den Aufwendungen sind wie folgt:
2018 2017
EUR EUR
Materialaufwand 61.758 67.426
Personalaufwand 9.240.825 8.705.911
Abschreibungen 267.021 263.606
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.073.939 1.080.998
Die gesamten Aufwendungen einschließlich Zinsaufwendungen und sonstigen Steuern sind ge-
genüber dem Vorjahr um TEUR 521 gestiegen, im Wesentlichen durch die um insgesamt
TEUR 535 höheren Personalaufwendungen, die nachfolgend aufgezeigt werden.
Anlage I
8
Aufwendungen für Beamtenbezüge, Löhne und Gehälter
2018 2017
EUR EUR
Beamtenbezüge 140.104 155.008
Löhne und Gehälter 4.419.298 4.038.736
Löhne und Gehälter für Beschäftigte mit Behinde-
rungen 1.629.960 1.606.479
6.189.362 5.800.224
Aufwendungen für soziale Abgaben, für die Altersvorsorge und für die Unterstützung
2018 2017
EUR EUR
AG- Anteil ges. Sozialversicherung 805.295 787.384
Sozialaufwand für Beschäftigte mit Behinderungen 1.750.516 1.700.711
Beamtenversorgungsbezüge 3.499 5.088
Versorgungskassen 338.122 328.219
Veränderung Pensionsrückstellung 78.917 18.784
Veränderung Beihilferückstellung 30.648 24.084
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 15.986 15.454
Aufwendungen für Unterstützung und Personalne-
benkosten 6.502 22.730
Beihilfe an Versorgungsempfänger 21.978 3.233
3.051.463 2.905.687
Die Personalkostensteigerung resultiert neben der erstmalig gebildeten Rückstellung für Über-
stunden (TEUR 301) aus Tariferhöhungen.
Wesentliche Chancen und Risiken
Aufgrund der gemeinnützigen Tätigkeit des Eigenbetriebs steht die kontinuierliche Erweiterung
des Arbeitsangebots für Menschen mit Behinderung im Vordergrund sowie die Verbesserung
deren Teilhabe am Arbeitsleben. Demnach wird auch zukünftig an einer Ausweitung des Ange-
bots von Geschäftsfeldern gearbeitet, um noch mehr Möglichkeiten für den Einsatz von Men-
schen mit Behinderung zu schaffen.
Die wesentlichen Risiken betreffen nicht geplante Kostensteigerungen beim Bauvorhaben Pul-
verhäuserweg, die mögliche Nichtzertifizierung nach DIN 9001 und AZAV sowie der nicht kos-
tendeckende Betrieb des Eigenbetriebs. Weitere Risiken bestehen bei verschiedenen betriebli-
chen Abläufen. Den identifizierten Risiken sind Maßnahmen zugeordnet, um zum einen deren
Eintritt und zum anderen deren mögliche Auswirkungen zu minimieren.
Chancen bestehen in der organisatorischen Nähe des Eigenbetriebs zur Stadtverwaltung und
Stadtwirtschaft. Hierdurch entstehen gute Möglichkeiten, die Umsetzung des Bundesteilhabe-
gesetzes und der UN-Behindertenrechtskonvention voranzutreiben und damit eine inklusive
(Stadt-)Gesellschaft zu fördern und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu verbessern.
Anlage I
9
Versicherungen
Versicherung Versicherungssumme
Euro
1. Haftpflichtversicherung inkl. Umwelthaftpflicht (Personen-,
Sach- und Vermögens-Drittschäden) unbegrenzt
2a. Eigenschadenversicherung 125.000,00
2b. Für Vertrauenspersonen des Magistrats, Stadtverordnete,
Ausschuss- und Betriebskommissionsmitglieder*innen Zusätzlich 125.000,00
3. Strafrechtsschutzversicherung (inkl. Dienstreise-Rechtsschutz
und Verkehrsrechtschutz)
2.000.000,00
4. Sachversicherung "KRISTALL" (Feuer, Leitungswasser, Ein-
bruchdiebstahl Gebäude und Inhalt)
ohne
(jeweils aktueller
Neuwert)
Ausblick auf die folgenden Wirtschaftsjahre
Für das Wirtschaftsjahr 2019 ist mit einem Jahresverlust in Höhe von 1.460 TEUR zu rechnen.
Das Jahr 2020 schließt voraussichtlich mit einem Verlust in Höhe von gut 1.450 TEUR, das
Wirtschaftsjahr 2021 wird mit einem Verlust in Höhe von rund 450 TEUR schließen. Die für das
Wirtschaftsjahr 2022 geplante weitere Reduzierung des Verlustes wird durch eine Ausgaben-
steigerung aufgrund massiv steigender Energiepreise und steigender Personalkosten, Fachkräf-
temangel, belastet werden. Gleichzeitig ist mit einer Belastung der Auftragslage der Werkstät-
ten aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage zu rechnen.
Als erste Maßnahme, diesen Trend zu stoppen, werden vom Landeswohlfahrtsverband für den
Bereich der Besonderen Wohnform höhere Kostensätze für die Zeit ab dem 01.02.2021 ge-
zahlt. Einhergehen müssen aber auch strukturelle und inhaltliche Veränderungen in allen Berei-
chen des Eigenbetriebes.
In beiden Werkstätten sind die Betreuungsplätze derzeit voll belegt. Es ist weiterhin mit stei-
gender Nachfrage vor allem von Menschen mit höherem Hilfebedarf zu rechnen. Dies erfordert
künftig eine starke Flexibilisierung und Individualisierung der Angebote.
Das erste Dezentralisierungsprojekt des Eigenbetriebes im Bereich der Besonderen Wohnform
im Pulverhäuserweg 48 wurde im Juni 2021 eröffnet. Weiterhin ist eine vergleichbare Wohnein-
richtung auf dem Gebiet der „Lincolnsiedlung“ geplant und befindet sich seit 2022 in der Um-
setzung. Diese beiden Maßnahmen führen zu einer Neustrukturierung des gesamten Wohnbe-
reiches inkl. der Vermarktung der vorhandenen Gebäude und Grundstücksflächen. So ist für
einen Teilbereich der Kurt-Jahn-Anlage ein Mietwohnungsneubau mit Flächen für die Nutzung
durch den Eigenbetrieb geplant.
Aktuell belegen die Besondere Wohnform überdurchschnittlich viele Bewohner*innen mit den
Hilfebedarfsgruppen 1 bis 3. Um die daraus resultierenden finanziellen Einbußen zu reduzie-
ren, muss in den kommenden Jahren der Ausbau des Betreuten Wohnens mit gleichzeitiger
Anlage I
10
Neubelegung in der Besonderen Wohnform mit Menschen der Hilfebedarfsgruppen 3 bis 5 for-
ciert werden.
Der Ausbruch Anfang 2020 der COVID 19 Pandemie führte von Mitte März 2020 bis Mitte Juni
2020 zu einer völligen Schließung des Werkstattbereiches mit anschließendem Teilbetrieb in
einem Schichtsystem. Gleichzeitig erfolgte in diesem Zeitraum eine Abschottung des Wohnbe-
reiches gemäß den gesetzlichen Vorgaben des Landes Hessen. Dies führte zu Einbußen bei den
Umsatzerlösen sowie Kostensteigerungen im Wohnbereich (Einhaltung der Hygienestandards,
erhöhter Personaleinsatz). Die Löhne der Beschäftigten wurden auf Grundlage der Finanzierung
durch den Landeswohlfahrtsverband sowie der Lohnausgleichsrücklage (Ertragsschwankungs-
rücklage) weitergezahlt. Kündigungen wurden keine ausgesprochen. Bis heute gelten Schutz-
konzepte, um die Teilhabeangebote in vollem Umfang wieder bereitstellen zu können. Das Auf-
tragsniveau vor der Pandemie konnte noch nicht wieder erreicht werden.
Der Landeswohlfahrtverband hat im Rahmen der Pandemie im Jahr 2020 zur Aufstockung der
Ertragsschwankungsrücklage TEUR 60 zusätzlich ausgezahlt. Die pandemiebedingten Mehr-
kosten 2020 wurden beim Landeswohlfahrtsverband zur Erstattung angemeldet. Die Mehrkos-
ten der vorzunehmenden Testungen im Bereich Wohnen und Werkstatt werden ebenfalls im
Rahmen der Bundesregelungen übernommen. Kurzarbeitergeld oder die „Novemberhilfen“
konnten nicht in Anspruch genommen werden. Der Betrieb wurde seit November 2020 in ei-
nem eigeschränkten Schichtbetrieb im Bereich der Werkstatt aufrechterhalten. Seit November
2021 wird wieder im Vollbetrieb gearbeitet. Die Ertragseinbußen im Jahr 2020 lagen bei rund
160.000 EUR, im Jahr 2021 bei 160.000 EUR. Durch die erstellten Hygienekonzepte in allen
Bereichen des EDW kam es nur vereinzelt zu Corona Infektionen, die jedoch weder zur Quaran-
täneanordnung für die besondere Wohnform noch zu einer weiteren Schließung der Werkstät-
ten führten.
Nur schwer einschätzen lassen sich aktuell die Auswirkungen durch die am 24. Februar 2022
begonnene Invasion russischer Streitkräfte in der Ukraine. Als Reaktion auf diese Invasion wur-
den und werden weitreichende europäische und internationale Sanktionen gegen Russland,
russische Unternehmen und russische Staatsbürger verhängt. Die Folgen des militärischen
Konflikts und der bereits verhängten Sanktionsmaßnahmen sind derzeit bereits bei den Ener-
gie- und Materialkostensteigerungen spürbar. Allerdings sind wesentliche negative Auswirkun-
gen auf den Geschäftsverlauf derzeit nicht erkennbar; die weitere Entwicklung hängt maßgeb-
lich von der Wirkung der von der Bundesregierung und den Bundesländern beschlossenen
Maßnahmen zur Begrenzung der Energiekosten ab.
Darmstadt, den 27. Januar 2023
Wolfram Cuntz
Betriebsleiter
Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
M4PDFUtilities V1.10
1
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
Bilanz zum 31. Dezember 2018
AKTIVSEITE
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 12.331,00 13.872,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 10.038.233,00 10.240.062,50
2. Maschinen und maschinelle Anlagen 171.434,00 178.406,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.414,96 183.658,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 550.135,02 297.258,81
10.918.216,98 10.899.385,53
10.930.547,98 10.913.257,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.017,73 40.446,89
2. Fertige Erzeugnisse 95.098,35 82.854,40
145.116,08 123.301,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 273.585,17 280.014,05
2. Forderungen gegen Kostenträger nach SGB 747.441,06 1.070.783,22
3. Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt 5.535.207,35 573.827,17
4. Forderungen gegen Eigenbetriebe der Wissenschaftsstadt Darmstadt 1.038.007,62 463.381,62
5. Sonstige Vermögensgegenstände 227.265,62 35.861,18
7.821.506,82 2.423.867,24
III. Wertpapiere 237.767,81 243.548,11
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.116.256,46 6.689.720,70
9.320.647,17 9.480.437,34
20.251.195,15 20.393.694,87
Treuhandvermögen 74.278,64 79.067,48
2
PASSIVSEITE
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Rücklagen
Allgemeine Rücklagen 15.588.731,42 15.581.616,56
III. Verlustvortrag -597.376,59 -379.956,12
IV. Jahresverlust -632.424,49 -210.305,61
15.358.930,34 15.991.354,83
B. Sonderposten für Investitionen 1.267.672,00 1.329.530,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.867.152,00 1.732.618,00
2. Sonstige Rückstellungen 767.507,22 438.993,69
2.634.659,22 2.171.611,69
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 249.255,55 264.517,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.589,20 183.778,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt 154.744,07 157.226,21
4. Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben der Wissenschaftsstadt Darmstadt 7.236,26 30.901,42
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.219,55 2.787,65
6. Sonstige Verbindlichkeiten 504.616,57 261.488,11
davon aus Steuern EUR 42.222,99 (Vorjahr EUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 40.963,00 (Vorjahr EUR 0)
989.661,20 900.699,03
E. Passive Rechnungsabgrrenungsposten 272,39 499,32
20.251.195,15 20.393.694,87
Treuhandverbindlichkeit 74.278,64 79.067,48
3
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohnungseinrichtungen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2018
2018 Vorjahr
EUR EUR
1. Erlöse aus Kostensätzen 8.671.489,89 8.701.610,66
2. Umsatzerlöse 1.171.992,95 1.121.670,49
3. Erhöhung (Vorjahr Minderung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 12.243,95 -8.101,59
4. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionen 68.951,04 68.471,00
5. Sonstige betriebliche Erträge 107.368,07 38.568,64
10.032.045,90 9.922.219,20
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.765,09 52.897,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.993,35 14.528,61
61.758,44 67.426,12
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.559.402,14 4.193.744,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 1.294.445,26 1.200.129,14
davon für Altersversorgung EUR 417.039,35 (Vorjahr EUR 460.481,66)
c) Aufwendungen für Werkstattbeschäftigte (Menschen mit Behinderung) 3.386.977,58 3.312.037,51
9.240.824,98 8.705.911,30
8. Abschreibung auf immaterierelle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 267.021,41 263.606,05
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.073.939,48 1.080.997,62
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.722,91 70.764,18
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 60.815,95
(Vorjahr EUR 52.280,98) 78.178,84 70.357,21
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -629.954,34 -195.314,92
13. Sonstige Steuern 2.470,15 14.990,69
14. Jahresverlust -632.424,49 -210.305,61
5
Anlage II
7
E I G E N B E T R I E B D A R M S T Ä D T E R W E R K S T Ä T T E N U N D
W O H N E I N R I C H T U N G E N D E R W I S S E N S C H A F T S S T A D T
D A R M S T A D T , D A R M S T A D T
A N H A N G F Ü R D A S W I R T S C H A F T S J A H R 2 0 18
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen zum
31. Dezember 2018 wird gemäß § 22 EigBGes nach den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes
(EigBGes) in Verbindung mit den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften
in den aktuellen Fassungen aufgestellt.
Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgen nach den für alle Kaufleu te
geltenden Grundsätzen der §§ 238 bis 256a HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für
Kapitalgesellschaften gemäß den §§ 264 bis 288 HGB. Bei der Gliederung der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung wurden Formblätter für den Jahresabschluss der Eigenbetriebe
beachtet, die durch eine Verordnung zum EigBGes Hessen bestimmt wurden. Das
Gliederungsschema de r Gewinn - und Verlustrechnung wurde gemäß § 24 Abs. 1 EigBGes um
eine Anpassung der Postenbezeichnungen erweitert, um die Erlöse aus Kostensätzen zur
Förderung der beruflichen Teilhabe von Mitarbeiter*innen mit Behinderungen transparent
darzustellen.
Wirtschaftsjahr ist das Kalenderjahr.
Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz, der Gewinn - und Verlustrechnung oder im
Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitestgehend in den Anhang aufgenommen.
Der Eigenbetrieb dient ausschließlich und u nmittelbar mildtätigen Zwecken im Sinne der
§§ 51 ff. AO und ist daher steuerbefreit. Einer Bilanzierung von latenten Steuern kommt daher
keine Bedeutung zu.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden sind ansonsten gegenüber dem Vorjahr
unverändert geblieben.
Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:
1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit Anschaff ungskosten
(Rechnungspreise zuzüglich Nebenkosten abzüglich Skonti) und, soweit abnutzbar,
vermindert um die linearen planmäßigen Abschreibungen, mit wirtschaftlichen
Nutzungsdauer zwischen drei und 50 Jahren, bewertet . Bei dauernder Wertminderung
wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei einem
Wegfall der Gründe werden erforderlichenfalls Zuschreibungen vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter von EUR 250,00 (Vorjahr EUR 150,00) bis EUR 1.000,00
werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben.
Anlage II
8
2. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten
bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten
umfassen neben den Einzelkosten auch Material - und Fertigungsgemeinkosten sowie
planmäßige Abschreibungen. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei
normaler Beschäftigung und unte r wirtschaftlichen Bedingungen anfallender Kosten
ermittelt. Zinsen auf Fremdkapital und Verwaltungskosten werden nicht in die
Herstellungskosten einbezogen.
3. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der Forderungen
gegen die Wissens chaftsstadt Darmstadt und andere Eigenbetriebe der
Wissenschaftsstadt Darmstadt aus der Übernahme der Verpflichtungen für Pensionen und
Beihilfen für Beamte, die mit dem Barwert bilanziert sind, werden mit dem Nennwert oder
dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren
Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene
Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
4. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten (Kaufpreis
zuzüglich Kaufnebenkosten abzüglich Preisminderungen (§ 253 Abs. 1 Satz 1
i.V.m. § 255 Abs. 1 HGB)) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert
(§ 253 Abs. 4 HGB).
5. Die Bewertung der Kassenbestände sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu
Nominalwerten.
6. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.
7. Erhaltene Investitionszuschüsse werden nach § 23 Abs. 3 EigBGes in den Sonderposten
für Investitionszuschüsse eingestellt und ents prechend der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände über die sonstigen
betrieblichen Erträge aufgelöst.
8. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt mit dem
Erfüllungsbetrag, der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde.
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem
versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der
Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.
Das Ruhegeld wird mit Ruhestandseintritt (zwischen dem 65. und dem 67. Lebensjahr)
gemäß § 33 Abs. 1 und 3 HBG oder bei vorzeitiger Invalidität gezahlt.
Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussichtlichen Dynamik der Bezüge der
Aktiven von 2 % und einer voraussichtlichen Rentendynamik von 2 % und ohne die
Berücksichtigung einer Fluktuationsrate.
Die Abzinsung der Pensions verpflichtung erfolgte nach 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal
mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit
von fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der
Deutschen Bundesbank verbindlich festgesetzte und veröffentlichte auf Basis des 10 -
Jahres-Durchschnittszins für Dezember 2018 von 3,21 % (Vorjahr 3,68 %) zugrunde.
Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen.
Der Eigenbetrieb hat für Pensionen un d ähnliche Verpflichtungen TEUR 1.867
zurückgestellt. Die Entwicklung der Pensionsrückstellung ist im Rückstellungsspiegel
dargestellt. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 56.
Anlage II
9
Der Unterschiedsbetrag zwischen der Verzinsung auf der Basis des 7 -Jahres-
Durchschnittszins und der Basis des 10 -Jahres-Durchschnittszins beträgt TEUR 289
(Vorjahr TEUR 252). Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt, sofern nicht ausreichend freie
Rücklagen vorhanden sind.
Bei der Ermittlung der Beihilferückstellung wurde ebenfalls das
versicherungsmathematische Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Die
voraussichtliche Dynamik der Kosten der Beihilfeleistungen wurde mit 2 % berücksichtigt.
Die Fluktuationsrate wurde mit 0 % angenommen.
Die Abzinsung der Beihilfeverpflichtung erfolgte nach 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit
dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von
fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der
Deutschen Bundesbank verbindlich festgesetzte und veröffentlichte auf Basis des 7 -
Jahres-Durchschnittszins für Dezember 2018 von 2,32 % (Vorjahr 2,8 %) zugrunde.
9. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen
Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).
Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Rest laufzeit von mehr als einem Jahr werden
künftige Preis - und Kostensteigerungen mitberücksichtigt und eine Abzinsung auf den
Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der
Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen M arktzinssätze der vergangenen
sieben Wirtschaftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß
Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekanntgegeben werden.
10. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert
(§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).
11. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag
angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt
darstellen.
C. Erläuterungen zum Jahresabschluss
I. Erläuterung der Bilanz
Anlagevermögen
Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im
Wirtschaftsjahr sind im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.
Die Zugänge zu den Sachanlagen sind mit TEUR 284 zu beziffern. Die wesentlichen Zugänge
sind die in den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau bilanzierten Planungs - und
Abbruchkosten im Rahmen des Beginns des Neubaus der Wohneinrichtung im Pulverhäuserweg
mit TEUR 253.
Anlage II
10
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend Forderungen an
Firmenkunden für Dienstleistungen der Werkstattbeschäftigten im Arbeitsbereich enthalten.
Die Ford erungen gegen Kostenträger betreffen im Wesentlichen die Erlöse aus Kostensätzen
nach Bedarfsgruppen, Sozialversicherungsanteile Bund/Land und die Erstattung von
Fahrtkosten.
Die Forderungen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt und anderen Eigenbetriebe beinhalten
mit TEUR 1.040 (Vorjahr TEUR 981) Forderungen aus der Übernahme der Verpflichtung für
Pensionen und Beihilfen für Beamt*innen, davon entfallen TEUR 8 (Vorjahr TEUR 8) auf die Stadt
und TEUR 1.032 (Vorjahr TEUR 923) auf zwei Eigenbe triebe. Diese Forderungen haben eine
Restlauzeit von mehr als einem Jahr und werden mit 6 % p.a. (Pensionen) bzw. 5,5 % p.a.
(Beihilfen) verzinst. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert mit TEUR 58 ausschließlich
aus der Aufzinsung.
Des Weiteren hat der Eigenbetrieb eine Forderung gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt
durch eine kurzfristige Ausleihung in Höhe von TEUR 5.500 und Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von TEUR 27.
In den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 227) sind überwiegend mit TEUR 215 (Vorjahr
TEUR 31) debitorische Kreditoren enthalten.
Wertpapiere
Die Wertpapiere , im Bericht sjahr TEUR 238 (Vorjahr TEUR 244), betreffen einen Teil der
kameralen Rücklagen der Wohneinrichtung, die in Form eines Investmentfonds angelegt sind.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die liquiden Mittel beinhalten neben dem Kassenbestand von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 8) das
Guthaben bei der Sparkasse Darmstadt von TEUR 1.109 (Vorjahr TEUR 6.602). Im Vorjahr war
hier noch das Tagesgeldkonto bei der VW-Bank enthalten, das aufgelöst wurde sowie die von der
Wissenschaftsstadt Darmstadt verwalteten kameralen Rücklagen von TEUR 79 die unverzinslich
beim Kernhaushalt der Stadt verblieben waren.
Eigenkapital
Das Stammkapital des Eigenbetriebs beträgt TEUR 1.000.
Das Eigenkapital verringert sich durch den Ja hresverlust in Höhe von TEUR 632 im Vergleich
zum Vorjahr.
Es wurde eine Umgliederun g in Höhe von TEUR 7 nach § 11 EigBGes (Einstellung des im
Verlustvortrag enthaltenen Jahresgewinn 2013 in die Allgemeine Rücklage) durchgeführt.
Dadurch erhöht sich die Position Verlustvortrag und die Position allgemeine Rücklage ist erhöht.
Anlage II
11
Die Entwicklung des Eigenkapitals im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
Stand Umgliederung
Verlustver-
rechnung
gem. §11(6)
EigBGes für
2013
Jahresverlust Stand
01.01.2018 2018 2018 2018 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
Stammkapital 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
Kapitalrücklagen
Allgemeine Rücklage 11.651.061,07 0,00 7.114,86 0,00 11.658.175,93
Entschuldungshilfe 17.324,44 0,00 0,00 0,00 17.324,44
11.668.385,51 0,00 7.114,86 0,00 11.675.500,37
Zweckgebundene Rücklagen 3.913.231,05 0,00 0,00 0,00 3.913.231,05
15.581.616,56 0,00 7.114,86 0,00 15.588.731,42
Verlustvortrag -379.956,12 -210.305,61 -7.114,86 0,00 -597.376,59
Jahresverlust -210.305,61 210.305,61 0,00 -632.424,49 -632.424,49
15.991.354,83 0,00 0,00 -632.424,49 15.358.930,34
Sonderposten für Investitionen
Der Sonderposten für Investitionen beinhaltet Zuschüsse vom Land Hessen für Baumaßnahmen
in den besonderen Wohnformen . Der Sonderposten von privaten Personen und Unternehmen
besteht aus Spenden für Sportgeräte, die neu angeschafft wurden. Alle Sonderposten werden
über die Laufzeit der Anlagegüter abgeschrieben.
Darstellung in
Euro
Stand
01.01.2018
Zugang
2018
Umgliederung
2018
Abgang/
Auflösung 2018
Stand
31.12.2018
SoPo vom Land 1.326.815,00 0,00 0,00 67.162,00 1.259.653,00
SoPo priv.
Unternehmen 2.715,00 7.093,04 0,00 1.789,04 8.019,00
1.329.530,00 7.093,04 0,00 68.951,04 1.267.672,00
Anlage II
12
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen
Konto Bezeichnung Stand
01.01.2018
Verbrauch Auf-/
Abzinsung Auflösung Zuführung Stand
31.12.2018
3700010
Rü f. Pensionen und
andere Verpfl. 1.732.618,00 12.348,00 55.617,04 0,00 91.264,96 1.867.152,00
Summe 1.732.618,00 12.348,00 55.617,04 0,00 91.264,96 1.867.152,00
Personalrückstellungen
3901000 Überstunden 0,00 0,00 0,00 0,00 300.686,50 300.686,50
3902000 Urlaubsansprüche 82.710,16 82.710,16 0,00 0,00 43.698,85 43.698,85
3904010 Beihilfen 224.091,00 0,00 5.198,91 0,00 30.648,09 259.938,00
3909030
sonst. Personal-
aufwendungen 105.510,19 87.663,95 0,00 0,00 90.539,13 108.385,37
davon Lebensarbeitszeitkonto 17.883,41 37,17 0,00 0,00 0,00 17.846,24
Leistungsentgelte
2017 87.626,78 87.626,78 0,00 0,00 0,00 0,00
Leistungsentgelte
2018 0,00 0,00 0,00 0,00 90.539,13 90.539,13
Summe 412.311,35 170.374,11 5.198,91 0,00 465.572,57 712.708,72
3990000 Rü für sonstige Auf-
wendungen (GBA) 0,00 0,00 0,00 0,00 14.830,50 14.830,50
3994000/
3994100
Rü für
Abschlusskosten 26.682,34 14.017,01 0,00 3.197,33 30.500,00 39.968,00
davon Abschluss 2016 8.682,34 5.485,01 0,00 3.197,33 0,00 0,00
Abschluss 2017 18.000,00 8.532,00 0,00 0,00 12.000,00 21.468,00
Abschluss 2018 0,00 0,00 0,00 0,00 18.500,00 18.500,00
Gesamtsumme 2.171.611,69 196.739,12 60.815,95 3.197,33 602.168,03 2.634.659,22
Anlage II
13
Verbindlichkeiten
Die Verb indlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ausschließlich Darlehen, die
planmäßig getilgt werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt resultieren im Wesentlichen
aus Verpflichtungen für Pensionen und Beihilfen durch Personalwechsel (TEUR 155). In den
sonstigen Verbindlichkeiten sind Darlehen des LWV in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr TEUR 144)
und enthalten.
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich, wobei die
Zahlen in Klammern das Vorjahr betreffen:
Darstellung in Euro Gesamtbetrag
31.12.2018
Restlaufzeit bis
zu einem Jahr
Restlaufzeit
über einem
Jahr
Restlaufzeit mehr
als fünf Jahre
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
249.255,55
(264.517,18)
45.679,66
(30.171,38)
203.575,89
(234.345,80)
73.076,75
(106.851,79)
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
55.589,20
(183.778,46)
55.589,20
(183.778,46)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
gegenüber der
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
154.744,07
(157.226,21)
8.637,29
(11.119,45)
146.106,78
(146.106,76)
0,00
(146.106,76)
Verbindlichkeiten
gegenüber anderen
Eigenbetrieben der
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
7.236,26
(30.901,42)
7.236,26
(30.901,42)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
18.219,55
(2.787,65)
18.219,55
(2.787,65)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Sonstige
Verbindlichkeiten
504.616,57
(261.488,11)
400.520,60
(137.240,24)
104.095,97
(124.247,87)
52.410,47
(61.756,67)
Summe 989.661,20
(900.699,03)
535.882,56
(395.998,60)
453.778,64
(504.700,43)
125.487,22
(314.715,22)
Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten
Das unter der Bilanz ausgewiesene Treuhandvermögen von TEUR 74, dem in gleicher Höhe
Treuhandverbindlichkeiten gegenüberstehen, besteht aus dem Taschen - und Kleidergeld der
Bewohner*innen der Kurt-Jahn-Anlage, das treuhänderisch von dem Eigenbetrieb verwaltet wird.
Anlage II
14
II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Erlöse aus Kostensätzen von TEUR 8.671 (Vorjahr TEUR 8.701) beinhalten die nach SGB
abgerechneten Leistungssatzeinnahmen, die auf der Grundlage von Vergütungsvereinbarungen
nach § 75 ff SGB XII mit dem LWV erzielt wurden.
In den Umsatzerlösen von TEUR 1.172 (Vorjahr TEUR 1.122) sind überwiegend die
Werkstatterlöse und Umsätze aus diversen Dienstleistungen (TEUR 890), z. B.
Aktenvernichtung, Vermietungen und Grabpflege enthalten.
Im Wirtschaftsjahr wird eine Bestandserhöhung der Vorräte von TEUR 12 (Vorjahr
Bestandsminderung TEUR 8) ausgewiesen. Die Bestandserhöhung resultiert aus der
Vorratsproduktion von Dübelverschlussstopfen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 107 (Vorjahr TEUR 39) beinhalten neben den
Rückstellungsauflösungen von TEUR 3 periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung verjährter
Verbindlichkeiten von TEUR 98.
In der Position Materialaufwand von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 67) sind unter anderem
Materialien, Transport- und Verpackungskosten zur Ausübung der Dienstleistungen,
Lebensmittel und Handelswaren für den Verkauf enthalten.
Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 9.241 (Vorjahr TEUR 8.706) setzt sich aus den
Löhnen und den Gehältern von TEUR 4.559 (Vorjahr TEUR 4.194), aus den Sozialabgaben und
den Aufwendungen für die Altersversorgung von TEUR 1.294 (Vorjahr TEUR 1.200) sowie aus
den Aufwendungen für die Werkstattbeschäftigten mit Behinderung von TEUR 3.387 (Vorjahr
TEUR 3.312) zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.074 (Vorjahr TEUR 1.081) beinhalten
hauptsächlich die Verwaltungskostenbeiträge an die Stadt, Energie-, Kommunikationskosten,
Versicherungen und Beratung.
III. Ergänzende Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen des Bauvorhabens Pulverhäuserweg mit Baubeginn am 3. Dezember 2018 wurden
im Wirtschaftsjahr 2018 Leistungen in Höhe von TEUR 1.860 beauftragt.
Aus Leasingverträgen für EDV-Geräte bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von
TEUR 22 (Vorjahr TEUR 52).
Aufgrund der Mitgliedschaft in der Zusatzversorgungskasse Darmstadt besteht eine mittelbare
Pensionsverpflichtung, die aufgrund der Ausübung des Passivierungswahlrechts nach
Art. 28. Abs. 1 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesen ist. Gemäß Art. 28
Abs. 1 Satz 2 EGHGB hat der Eigenbetrieb diese mittelbaren Verpflichtungen im
Jahresabschluss nicht passiviert.
Anlage II
15
Die Beiträge zur Zusatzversicherung werden für alle Tarifbeschäftigten entrichtet.
Versicherungsfrei sind lediglich
• kurzfristig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 SGB IV
• Beschäftigte vor Vollendung des 17. Lebensjahres und
• Beschäftigte, die die Wartezeit von 60 Beitragsmonaten bis zum Rentenbeitritt nicht
mehr erfüllen können.
Die Versorgungszusage regelt sich nach § 18 TV V bzw. nach dem Altersvorsorge TV-
Kommunal (ATV K)
Der derzeitige Umlagesatz beträgt 6,20 %, wobei 5,70 % vom Arbeitgeber und 0,50 % von den
Beschäftigten getragen werden. Zusätzlich führt der Arbeitgeber zur Sicherung der
Rentenauszahlung ein steuerfreies Sanierungsgeld von derzeit unverändert 2,30 % ab. Für
2018 beträgt die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter EUR 4.066.321,33.
Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer für das Wirtschaftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar beträgt
TEUR 18. Das Honorar entfällt hauptsächlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Personalstand
Die Zahl der Mitarbeiter*innen ohne die Betriebsleitung betrug im Jahresdurchschnitt 56
(Vorjahr 56) Personen bei den Werkstätten, 54 (Vorjahr 54) Personen bei den
Wohnungseinrichtungen sowie 10 (Vorjahr 11) Personen in der Verwaltung.
Werkstättenverordnung
Nach § 12 Werkstättenverordnung ist der Eigenbetrieb verpflichtet für den Geschäftsbereich
Werkstätten das Arbeitsergebnis zu ermitteln und die Verwendung des Arbeitsergebnisses
festzulegen (vgl. Anlage 2 zum Anhang).
Sonstige Pflichtangaben
Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB bestanden im Wirtschaftsjahr 2018 nicht.
Vorschlag der Betriebsleitung für die Behandlung des Jahresergebnisses.
Das Jahresergebnis soll wie folgt verwendet werden:
Vortrag auf neue Rechnung gem. § 11 Abs. 6 Satz 2 EigBGes (EUR – 632.424,49).
Vorschlag der Betriebsleitung für die Behandlung des Jahresergebnisses aus 2013
Die Einstellung des im Verlustvortrag enthaltenen Jahresgewinn 2013 in die allgemeine
Rücklage des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohnungseinrichtungen
(§ 11 Abs. 6 Satz 3 EigBGes) für das Jahr 2013 (EUR 7.114,56) soll im Jahresabschluss 2018
durchgeführt werden
Anlage II
16
Betriebsleitung
Im Wirtschaftsjahr gehörten der Betriebsleitung an:
Herr Wolfram Cuntz, Diplom-Sozialarbeiter
Bezüge der Betriebskommission und der Betriebsleitung
Die Bezüge der Betriebsleitung betrugen im Wirtschaftsjahr TEUR 67. Ehemalige Mitglieder der
Betriebsleitung erhielten im Wirtschaftsjahr Bezüge (Pensionen) in Höhe von TEUR 88. Zum
31. Dezember 2018 bestanden für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung
Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.430. Die Betriebskommission hat im Berichtsjahr
keine Bezüge erhalten.
Mitglieder der Betriebskommission im Berichtsjahr 2018:
Frau Stadträtin Barbara Akdeniz, Vorsitzende der Betriebskommission
Herr Stadtkämmerer André Schellenberg
Herr Stadtrat Gerhard Busch
Herr Stadtverordneter Axel Eppich
Herr Stadtverordneter Alexander Schleith
Herr Stadtverordneter Philip Krämer
Frau Stadtverordnete Sabine Heilmann
Herr Stadtverordneter Karl-Heinz Böck
Frau Personalrätin Inge Egner
Frau Personalrätin Melanie Mohr
Herr Florian Sitzmann, Sportler und Buchautor
Herr Dr. med. Ernst-Ullrich Vorbach, Psychiater
Herr Gerd Wieber, Betriebswirt, Prokurist der HEAG Holding AG (als
wirtschaftlich besonders erfahrene Person gem. § 6 Abs. 3 EigBGes)
Im Berichtsjahr fanden 4 Sitzungen der Betriebskommission statt.
Nachtragsbericht
Der Ausbruch der COVID 19 Pandemie Anfang 2020 führte von Mitte März 2020 bis Mitte Juni
2020 zu einer vollständigen Schließung des Werkstattbereiches mit anschließendem
Teilbetrieb in einem Schichtsystem. Gleichzeitig erfolgte in diesem Zeitraum eine Absc hottung
des Wohnbereiches gemäß den gesetzlichen Vorgaben des Landes Hessen. Dies führte zu
Einbußen bei den Umsatzerlösen sowie Kostensteigerungen im Wohnbereich (Einhaltung der
Hygienestandards, erhöhter Personaleinsatz). Die Löhne der Beschäftigten wurd en auf
Grundlage der Finanzierung durch den Landeswohlfahrtsverband sowie der
Lohnausgleichsrücklage (Ertragsschwankungsrücklage) weitergezahlt. Kündigungen wurden
keine ausgesprochen. Seitens des Landeswohlfahrtsverbandes wurden zur Aufstockung der
Ertragsschwankungsrücklage 2020 rund EUR 60.000 zusätzlich ausgezahlt. Die
pandemiebedingten Mehrkosten wurden beim Landeswohlfahrtsverband zur Erstattung
angemeldet. Die Mehrkosten der vorzunehmenden Testungen im Bereich Wohnen und
Werkstatt werden ebenfalls im Rahmen der Bundesregelungen übernommen. Kurzarbeitergeld
oder die „Novemberhilfen“ konnten nicht in Anspruch genommen werden. Der Betrieb wurde
seit November 2020 in einem eingeschränkten Schichtbetrieb im Bereich der Werkstatt
aufrechterhalten, so dass die Ertragseinbußen in den Jahren 2020 und 2021 bei rund
Anlage II
17
EUR 160.000 liegen (werden). Seit November 2021 läuft der Betrieb wieder normal. Durch die
erstellten Hygienekonzepte in allen Bereichen des EDW kam es nur vereinzelt zu Corona
Infektionen, die jedoch weder zur Schließung der besonderen Wohnform noch der Werkstätten
führten.
Am 24. Februar 2022 begann eine Invasion russischer Streitkräfte in die Ukraine. Als Reaktion
auf diese Invasion wurden weitreichende europäische und internationale Sanktionen gegen
Russland, russische Unternehmen und russische Staatsbürger verhängt. Die Folgen des
militärischen Konflikts und der bereits verhängten Sanktionsmaßnahmen sind für den
Eigenbetrieb zum derzeitigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Zu erwarten sind deutliche
Energie- und Materialkostensteigerungen. Wesentliche negative Auswirkungen auf den
Geschäftsverlauf sind derzeit jedoch nicht absehbar.
Darmstadt, den 27. Januar 2023
Wolfram Cuntz
Betriebsleiter
Anlage II
(Anlage 1 zum Anhang)
19
Entwicklung des Anlagevermögens 2018
20 Anlage II
(Anlage 1 zum Anhang)
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohnungseinrichtungen, Darmstadt
Entwicklung des Anlagevermögens 2018
1.1.2018 Zugänge Abgänge Umbuchung Zuschreibung 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 45.801,81 0,00 0,00 0,00 0,00 45.801,81
45.801,81 0,00 0,00 0,00 0,00 45.801,81
II. Sachanlagen
14.079.897,82 4.148,97 0,00 -32.521,47 0,00 14.051.525,32
2. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.413.435,62 5.739,50 0,00 32.521,47 0,00 1.451.696,59
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.295.411,35 21.547,18 44.095,43 0,00 0,00 1.272.863,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 297.258,81 252.876,21 0,00 0,00 0,00 550.135,02
17.086.003,60 284.311,86 44.095,43 0,00 0,00 17.326.220,03
17.131.805,41 284.311,86 44.095,43 0,00 0,00 17.372.021,84
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Anschaffungs- und Herstellungskosten
21 Anlage II
(Anlage 1 zum Anhang)
1.1.2018 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
Durchschnittl.
Abschreibungs-
satz
Durchschnittl.
Restbuchwert
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v.H. v.H.
31.929,81 1.541,00 0,00 0,00 33.470,81 12.331,00 13.872,00 3,36 26,92
31.929,81 1.541,00 0,00 0,00 33.470,81 12.331,00 13.872,00 3,36 26,92
3.839.835,32 173.457,00 0,00 0,00 4.013.292,32 10.038.233,00 10.240.062,50 -1,23 71,44
1.235.029,62 45.232,97 0,00 0,00 1.280.262,59 171.434,00 178.406,00 -3,12 11,81
1.111.753,13 46.790,44 44.095,43 0,00 1.114.448,14 158.414,96 183.658,22 -3,68 12,45
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 550.135,02 297.258,81 0,00 0,00
6.186.618,07 265.480,41 44.095,43 0,00 6.408.003,05 10.918.216,98 10.899.385,53 -1,53 63,02
6.218.547,88 267.021,41 44.095,43 0,00 6.441.473,86 10.930.547,98 10.913.257,53 -1,54 62,92
Restbuchwerte KennzahlenKumulierte Abschreibungen
23
Anlage II
(Anlage 2 zum Anhang)
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Ermittlung des Arbeitsergebnisses gemäß § 12 WVO
Nach § 12 WVO werden Rechnungslegungsvorschriften für Werkstätten für Menschen mit
Behinderungen festgelegt. Außer dass alle Werkstätten unabhängig von ihrer Rechtsform nach
kaufmännischen Grundsätzen zu führen sind, soll nach Abs. 4 eine Ermittlung des Arbeits-
ergebnisses vorgenommen werden, um die Verwendung des Arbeitsergebnisses, insbesondere
die Zahlung der Arbeitsentgelte, festzulegen.
2018 2017
€ €
I. Erträge
1. Umsatzerlöse des Arbeitsbereichs 979.791,52 913.734,62
2. Zins- und sonstige Erträge aus wirtschaftlicher Tätigkeit des Arbeitsbereichs 164.148,33 182.800,40
3. Summe der von den Rehabilitationsträgern im Arbeitsbereich gezahlten Kostensätzen 3.061.704,13 2.985.291,34
Summe der Erträge ( 1. - 3.) 4.205.643,98 4.081.826,36
II. Notwendige Kosten des laufenden Betriebs im Arbeitsbereich der Werkstatt
1. Personalaufwand zur Erfüllung der fachlichen Anforderungen 2.582.339,57 2.419.493,23
2. Personalaufwand zur Erfüllung der werkstattspezifischen wirtschaftlichen Betätigung 0,00 0,00
3. Personalaufwand zur unternehmensüblichen wirtschaftlichen Betätigung 362.368,34 300.431,31
4. Sachkosten zur Erfüllung der fachlichen Anforderungen 793.475,53 853.722,12
5. Sachkosten zur Erfüllung der werkstattspezifischen wirtschaftlichen Betätigung 0,00 0,00
6. Sachkosten zur unternehmensüblichen wirtschaftlichen Betätigung 49.494,75 40.029,40
7. Betrag aus Periodenabgrenzung (sofern entstanden und nicht aus anderen Trägermitteln
ausgleichbar) 0,00 0,00
Summe der notwendigen Kosten ( 1. - 7.) 3.787.678,19 3.613.676,06
III. Ermittlung des Arbeitsergebnisses
1. Summe der Erträge ( Summe I.) 4.205.643,98 4.081.826,36
2. Summe der notwendigen Kosten ( Summe II.) 3.787.678,19 3.613.676,06
Arbeitsergebnis 417.965,79 468.150,30
IV. Verwendung des Arbeitsergebnisses
1. Arbeitsentgelte 536.250,13 527.722,22
2. Entwicklung der Ertragsschwankungsrücklage
2.1. Stand zum 1.1. 20217 171.927,49 231.499,41
2.2. Zuführung zur Rücklage 0,00 0,00
2.3. Entnahme aus Rücklage -118.284,34 -59.571,92
2.4. Stand zum 31.12.2017 53.643,15 171.927,49
2.5. 6-Monatsbeitrag der Arbeitsentgelte 263.861,11 260.216,94
3. Entwicklung der Ersatz- und Modernisierungsrücklage
3.1. Stand zum 1.1. 20217 1.094.885,64 1.224.279,18
3.2. Zuführung zur Rücklage 0,00 0,00
3.3. Entnahme aus Rücklage -7.334,15 -129.393,54
3.4. Stand zum 31.12.2017 1.087.551,49 1.094.885,64
V. Darstellung der Auswirkungen der Vergütung auf das Arbeitsergebnis
1. Summe der Erträge nach I.3. 3.061.704,13 2.985.291,34
2. Aufwendungen der fachlichen Anforderungen sowie werkstattspezifische Aufwendungen der
wirtschaftlichen Betätigung (Summe aus II. 1., 2.,4.,5. und 7.) -3.375.815,10 -3.273.215,35
3. Überschuss / Verlust -314.110,97 -287.924,01
1)
2)
3)
Die Berechnung des Arbeitsergebnisses erfolgt seit dem Wirtschaftsjahr 2018 kostenstellenbasiert mit definierten Verrechnungsregeln für Erträge
und Aufwendungen. Die neue Berechnungslogik wurde rückwirkend auf die Berechnung der Arbeitsergebnisses 2017 angewendet, um
Abweichungen zur bisherigeren Berechnungsweise aufzuzeigen:
Danach ergibt sich für das Wirtschftsjahr 2017 ein um € 38.606,48 geringeres Arbeitsergebnis von € 468.150,30 bei einem um
€ 1.212,50 geringeren Arbeitsentgelt von € 527.722,22.
Der Ertragsschwankungsrücklage wurde der Betrag entnommen, um den die gezahlten Arbeitsentgelte das Arbeitsergebnis überschreiten.
Der Ersatz- und Modernisierungsrücklage wurden die Aufwendungen für Ersatzinvestitionen entnommen.
25
Anlage II
(Anlage 3 zum Anhang)
Eigenbetrieb Werkstätten Wohnbereich
EUR EUR EUR
1. Erlöse aus Kostensätzen 8.671.489,89 5.941.048,54 2.730.441,35
2. Umsatzerlöse 1.171.992,95 1.153.677,32 18.315,63
3. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 12.243,95 12.243,95 0,00
4. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionen 68.951,04 68.047,04 904,00
aus Zuweisungen und Zuschüssen zur
Finanzierung des Anlagevermögens
5. Sonstige betriebliche Erträge 107.368,07 105.136,40 2.231,67
10.032.045,90 7.280.153,25 2.751.892,65
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe 48.765,09 48.765,09 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.993,35 12.614,80 378,55
61.758,44 61.379,89 378,55
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.559.402,14 2.658.705,40 1.900.696,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 1.294.445,26 808.269,65 486.175,61
davon für Altersversorgung EUR 417.039,35 (Vorjahr EUR 460.481,66)
c) Aufwendungen für Werkstattbeschätigte (Menschen mit Behinderung) 3.386.977,58 3.119.582,05 267.395,53
9.240.824,98 6.586.557,10 2.654.267,88
8. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 267.021,41 212.865,80 54.155,61
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.073.939,48 665.244,76 408.694,72
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.722,91 45.137,94 14.584,97
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 78.178,84 56.067,70 22.111,14
davon aus der Aufzinsung EUR 60.815,95 (Vorjahr EUR 52.280,98)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -629.954,34 -256.824,06 -373.130,28
13. Sonstige Steuern 2.470,15 1.858,25 611,90
14. Jahresverlust -632.424,49 -258.682,31 -373.742,18
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018
Erfolgsübersicht nach Geschäftsbereichen
1
DEE00032676.1.1
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An den Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss des Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtun-
gen, Darmstadt, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlust-
rechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber
hinaus haben wir den Lagebericht des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrich-
tungen für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen han-
delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und vermit-
telt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der lan-
desrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver-
mögens- und Finanzlage des Eigenbetriebs zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage
für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzli-
chen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs. In allen wesentlichen Be-
langen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-
treffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen
die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB und § 27 Abs. 2 EigBGes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestäti-
gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Überein-
stimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben
unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu
dienen.
2
DEE00032676.1.1
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften
in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschrif-
ten ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage des Eigenbetriebs vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die in-
ternen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu er-
möglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstel-
lungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weite-
ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich,
auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der
Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant-
wortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben,
um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aus-
sagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzlichen Vorschriften
zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu-
künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der un-
sere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
3
DEE00032676.1.1
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 27 Abs. 2 EigBGes unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidun-
gen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund-
haltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtig-
ter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prü-
fungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen hö-
her als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beab-
sichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten inter-
nen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des
Eigenbetriebs abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-
nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge-
stellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so-
wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im
Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir ver-
pflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser je-
weiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grund-
lage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünf-
tige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Eigenbetrieb seine
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein-
schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor-
fälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
4
DEE00032676.1.1
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Eigenbetriebs vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre-
chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Eigenbetriebs.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu-
kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü-
fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei-
genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde lie-
genden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um-
fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 27. Januar 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christiane Lawrenz ppa. Michael Neutz
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fes
Die Unterschriften sind als qualifizierte eSignaturen im PDF enthalten.
Leerseite aus bindetechnischen Gründen
20000005314820
M4PDF-Engine V22.30
anlage 5
262 Zeichen
Punkt 12: Feststellung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (V-Nr. 2023/0079) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: SPD
anlage 4
266 Zeichen
Punkt 7: Feststellung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (V-Nr. 2023/0079) Der Sozialausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: SPD und Die Linke.
anlage 1
948 Zeichen
Eigenbetrieb Darmstädter. Werkstätten und Wohneinrichtungen Darmstadt, 02. März 2023 Betriebskommission des Eigenbetriebes „Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen“ Vorlage 01/2023 vom 02.03.2023 Betreff: Genehmigung des Jahresabschlusses 2018 Übertragung des Jahresfehlbetrages 2018 auf das rasant 2019 Beschlussvorschlag: 1. Die Betriebskommission genehmigt den Jahresabschluss 2018 und beschließt die Über- tragung des Jahresfehlbetrages 2018 auf das Folgejahr 2019. 2. Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum Wirtschaftsjahr 2018 werden offen gelegt. . ‚Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2018 entlastet. Anlage: Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018 | [Folgekosten: [DI Ja RX Nein Beschluss der Betriebskommission vom 02.03.2023 Dem Beschlussvorschlag wurde in allen Punkten einstimmig zugestimmt. Darmstadt, den 02.03.2023 ih Wolfram Cuntz Betriebsleiter
anlage 6
267 Zeichen
Punkt 18: Feststellung des Jahresabschlusses 2018 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (V-Nr. 2023/0079) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: SPD, Die Linke., UWIGA/WGD, Stadtv e. Pingel (Die Partei) und Stadtv. Klett
Beratungsverlauf (4)
Orte (3)
- Schreberweg 2
- Heimstättenweg 99
- Pulverhäuserweg 48
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2023/0079
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 01.03.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00