2015/0467
Interkulturelle Öffnung der Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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2015/0467
5015 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
06.11.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Gesamtpersonalrat
Zentrale
Steuerungsunterstützung
Frauenbüro
Dezernat I
Amt für Interne Dienste
Amt: Amt für
Interkulturelles und
Internationales
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0467
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 111420
Kostenstelle: 531-010-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Interkulturelle Öffnung der Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 23.10.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt dem Konzept zur interkulturellen Öffnung der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zu und beauftragt die Steuerungsgruppe „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ unter
Federführung des Amtes für Interkulturelles und Internationales mit dessen Implementierung in der
Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
2. Die für das Haushaltsjahr 2016 erforderlichen Mittel in Höhe von 23.700 Euro sind beim Amt für
Interkulturelles und Internationales , Kostenstelle 531 -010-1000, einzustellen.
Anlagen: Konzept interkulturelle Öffnung der Verwaltung
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom
Unter interkultureller Öffnung wird ein Prozess der Organisations- und Personalentwicklung
verstanden, durch den auch kommunale Verwaltungen in die Lage gebracht werden sollen, auf
die vielfältigen Herausforderungen einer Einwanderungsgesellschaft angemessen reagieren zu
können. Eine erfolgreiche interkulturelle Öffnung der Verwaltung soll dazu beitragen, den
Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund zu den Dienstleistungen und Regelangeboten
zu verbessern und die Attraktivität der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Arbeitgeberin für
Menschen mit Migrationshintergrund nachhaltig sicherzustellen.
Die Kommunalen Spitzenverbände haben bereits 2007 die Empfehlungen des „Nationalen
Integrationsplans“ zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung aufgenommen und an ihre
Mitglieder weitergegeben. Die Hessische Landesregierung sieht die interkulturelle Öffnung der
kommunalen Verwaltung ebenfalls als wichtige Aufgabe an und stellt den Kommunen im
Rahmen eines auf 5 Jahre angelegten Landesprogramms "WIR-Wegweisende
Integrationsansätze Realisieren“ Mittel für den Einsatz von Koordinationskräften zur Verfügung,
die den Prozess der interkulturellen Öffnung unterstützen sollen.
Um den Prozess der interkulturellen Öffnung der Verwaltung voranzutreiben hat der Magistrat
der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr 2012 die interkulturelle Öffnung der Verwaltung
beschlossen (Vorlage-Nr. 2012/0195 „Weltoffenes Darmstadt leben und gestalten“). Zudem
hat der Magistrat am 22.01.2014 der Teilnahme am Landesprogramm „WIR“ (Vorlage -Nr.
2014/0015) sowie der Verlängerung des Einsatzes einer Koordinationskraft (Vorlage-Nr. 2014/
0477) zugestimmt.
Die interkulturelle Öffnung der Darmstädter Stadtverwaltung ist beim Oberbürgermeister
angesiedelt. Durch die interkulturelle Öffnung soll die Wissenschaftsstadt Darmstadt in die
Lage versetzt werden, hohe Qualität, Effektivität und Effizienz sowie ausgeprägte
Kundenorientierung bei der Erbringung der angebotenen Dienstleistungen für Bürgerinnen und
Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zu gewährleisten.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Oberbürgermeister die Steuerungsgruppe „Interkulturelle
Öffnung“ konstituiert und beauftragt, ein Konzept mit Zielen und Maßnahmen zur
interkulturellen Öffnung der Verwaltung auszuarbeiten. Die Federführung der
Steuerungsgruppe liegt bei der Leitung des Amtes für Interkulturelles und Internationales. Die
Mitglieder sind jeweils die Leitungen der Zentralen Steuerungsunterstützung, des Amtes für
Interne Dienste, des Frauenbüros sowie die persönliche Referentin des Oberbürgermeisters,
die Vorsitzende des Gesamtpersonalrates, die WIR-Koordinationskraft und weitere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Querschnittseinheiten.
Das von der Steuerungsgruppe „Interkulturelle Öffnung“ erarbeitete Konzept mit Kostenplan
liegt anbei.
Die Rechte der Personalvertretung sind gewahrt.
Darmstadt, den 23.10.2015
531/pl
Dezernat I Dezernat II
Jochen Partsch Rafael Reißer
Oberbürgermeister Bürgermeister
- 4 -
Dezernat III Dezernat IV
Cornelia Zuschke André Schellenberg
Stadträtin Kämmerer
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
anlage 1
23291 Zeichen
1
Konzept zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Präambel
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt leben Menschen aus über 150 Herkunftsnationen; rund
ein Viertel der Darmstädter Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Darunter sind
Zugewanderte der 1., 2. und 3. Generation und auch Menschen, die durch
Familienzusammenführung nach Darmstadt gekommen sind. Auch Akademikerinnen und
Akademiker, Forscherinnen und Forscher, qualifizierte und hochqualifizierte Fachkräfte sind
darunter und seit einiger Zeit wieder vermehrt Flüchtlinge. Diese Vielfalt prägt das
Selbstverständnis Darmstadts als weltoffene und internationale Stadt.
Um diese Weltoffenheit und Internationalität auch in der Verwaltung zu leben, bedarf es einer
Willkommens- und Anerkennungskultur, die sich in einer Grundhaltung der Wertschätzung,
Offenheit und Akzeptanz gegenüber neu zugewanderten sowie bereits hier lebenden
Migrantinnen und Migranten äußert. Die kommunale Verwaltung ist die erste Anlaufstelle für
Neuzuwandernde und für bereits länger Zugewanderte. Sie ist die „Visitenkarte“ der Stadt. Alle
Menschen mit Migrationshintergrund sollen sich in der Verwaltung sowohl als Kundinnen und
als Kunden als auch als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter willkommen fühlen.
Neben einer solchen Grundhaltung beinhaltet Willkommens- und Anerkennungskultur Praktiken
in Organisationen und Institutionen, die zum Abbau von Integrationsbarrieren dienen und Wege
der Inklusion finden. Solche Praktiken finden sich bereits in zahlreichen Bereichen der
Verwaltung, wie zum Beispiel in Maßnahmen im Rahmen der Integrations-, Antirassismus- und
Erinnerungsarbeit, in der Flüchtlingsarbeit und auch durch das Informationsportal „familien-
willkommen“. Als weiteres Element einer umfassenden Willkommens- und Anerkennungskultur
sind auch die bestehenden und geplanten Maßnahmen im Rahmen des neuen IHK-Audits
„Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ zu verstehen.
Letztendlich gehört zur Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur ein
strategisch angelegter Prozess der interkulturellen Öffnung der Verwaltung. Als strategische
Ziele wurden definiert:
1. Dienstleistungsorientierung und Attraktivität als Arbeitgeberin
2. Partizipation erhöhen
3. Willkommens- und Anerkennungskultur implementieren
Diese strategischen Ziele werden in operative Ziele untergliedert und in Maßnahmen
umgesetzt. Das folgende Konzept beschreibt diesen langfristig und nachhaltig angelegten
verwaltungsübergreifenden Prozess der Organisations- und Personalentwicklung.
2
Strategisches Ziel 1: Als attraktive, weltoffene Arbeitgeberin spiegeln unsere Dienstleistung
und Beschäftigtenstruktur die Vielfalt der Stadtgesellschaft wider.
Operatives Ziel 1
Der Anteil der Beschäftigten und Nachwuchskräfte mit
Migrationshintergrund soll bei gleicher Eignung, Befähigung und
fachlicher Leistung erhöht werden.
1. Maßnahme
Arbeitsgruppe „Beschäftigtenbefragung“
Aufgabe
Durchführung einer Beschäftigtenbefragung zum Migrationshintergrund
Federführung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Amt für Interne Dienste, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
(Abteilung Statistik und Stadtforschung), Datenschutzbeauftragte und der
Personalrat
Arbeitsaufnahme
27. Januar 2015
Frist
30. November 2015
2. Maßnahme
Projektgruppe „Maßnahmenkatalog zur Erhöhung Anteil
Migrationshintergrund“
Aufgabe
Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs inkl. Umsetzungszeitschiene und
Evaluation
Federführung
Amt für Interne Dienste
Mitglieder
Amt für Interkulturelles und Internationales, Frauenbeauftragte, Zentrale
Steuerungsunterstützung, Gesamtpersonalrat und ggf. andere.
Arbeitsaufnahme
1. März 2016
Frist
30. September 2016
3
Strategisches Ziel 1: Als attraktive, weltoffene Arbeitgeberin spiegeln unsere Dienstleistung
und Beschäftigtenstruktur die Vielfalt der Stadtgesellschaft wider.
Operatives Ziel 1
Der Anteil der Beschäftigten und Nachwuchskräfte mit
Migrationshintergrund soll bei gleicher Eignung, Befähigung und
fachlicher Leistung erhöht werden.
3. Maßnahme
Die Auswertung in Form einer Beschäftigtenbefragung ist durchgeführt
Aufgabe
Durchführung einer weiteren Beschäftigtenbefragung
Federführung
Amt für Interkulturelles und Internationales / AG
„Beschäftigtenbefragung“
Mitglieder
Amt für Interne Dienste, Personalrat, Datenschutzbeauftragte, Amt für
Wirtschaft und Stadtentwicklung (Abteilung für Statistik und
Stadtforschung.
Arbeitsaufnahme
Januar 2018
Frist
30. November 2018
4
Strategisches Ziel 1: Als attraktive, weltoffene Arbeitgeberin spiegeln unsere Dienstleistung
und Beschäftigtenstruktur die Vielfalt der Stadtgesellschaft wider.
Operatives Ziel 2
Innerhalb der Stadtverwaltung ist die Akzeptanz für den Prozess der
interkulturellen Öffnung geschaffen.
1. Maßnahme
Arbeitsgruppe „ Internes Informations- und Kommunikationskonzept“
Aufgabe
Integration der Vielfalt, Willkommens- und Anerkennungskultur in das
interne Informations- und Kommunikationskonzept
Federführung
Zentrale Steuerungsunterstützung
Mitglieder
Amt für Interne Dienste, Dezernat I, EAD, Stadtplanungsamt, Amt für
Wirtschaft und Stadtentwicklung, Gesamtpersonalrat
sowie bei Bedarf Amt für Interkulturelles und Internationales,
Datenschutzbeauftragte, Betriebliches Gesundheitsmanagement,
Frauenbeauftragte
Arbeitsaufnahme
Juli 2015
Frist
Ende April 2016
Operatives Ziel 3
Die Beschäftigten sind für den Prozess der interkulturellen Öffnung
sensibilisiert und haben interkulturelle Handlungskompetenz.
1. Maßnahme
Konzept zum kompetenten Handeln in der Stadtverwaltung einer
Einwanderungsgesellschaft
Aufgabe
Weiterentwicklung des bestehenden (Schulungs-)Konzepts zur
interkulturellen Kompetenz
Federführung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Amt für Interne Dienste und Zentrale Steuerungsunterstützung
Arbeitsaufnahme
Mitte 2016
Frist
Ende 2016
5
Strategisches Ziel 1: Als attraktive, weltoffene Arbeitgeberin spiegeln unsere Dienstleistung
und Beschäftigtenstruktur die Vielfalt der Stadtgesellschaft wider.
Operatives Ziel 3
Die Beschäftigten sind für den Prozess der interkulturellen Öffnung
sensibilisiert und haben interkulturelle Handlungskompetenz.
2. Maßnahme
Der Aspekt der interkulturellen Kompetenz wird weiterhin als
Querschnittsthema in Führungskräfte-Schulungen integriert
Aufgabe
Umsetzung in den jeweiligen Schulungskonzepten
Federführung
Zentrale Steuerungsunterstützung
Mitglieder
Amt für Interkulturelles und Internationales
Arbeitsaufnahme
Mitte 2016
Frist
Fortlaufend
3. Maßnahme
Der Aspekt der interkulturellen Kompetenz wird in die Schulungen von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Querschnittsthema integriert.
Aufgabe
Umsetzung in den Schulungen des Fortbildungsprogramms
Federführung
Amt für Interne Dienste
Mitglieder
Amt für Interkulturelles und Internationales
Arbeitsaufnahme
April 2016
Frist
Fortlaufend
6
Strategisches Ziel 2: Alle Einwohnerinnen und Einwohner nehmen an allen Bereichen des
öffentlichen Lebens teil, das schließt sowohl die Partizipation als auch den Zugang zu den
Angeboten ein.
Operatives Ziel 1
Die (Angleichung) Erhöhung der Inanspruchnahme der Angebote
entsprechend dem Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund
(präventive Angebote, Beratungsangebote und Leistungen der
Daseinsfürsorge).
1. Maßnahme
In einem noch auszuwählenden Pilotamt wird ein exemplarischer
Prozessablauf bestehend aus einer Bestandserhebung der Regelangebote
und/oder spezifischer Angebote, einer Mitarbeiterinnen- und
Mitarbeiterbefragung und einem Workshop erprobt.
Aufgabe
Umsetzung des Prozessablaufes, Rückkopplung mit der
Steuerungsgruppe, Vorstellung der Ergebnisse in der Steuerungsgruppe
Federführung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Das noch auszuwählende Amt
Arbeitsaufnahme
Mitte 2016 (Dauer 6 Monate)
Frist
Ende 2016
7
Strategisches Ziel 2: Alle Einwohnerinnen und Einwohner nehmen an allen Bereichen des
öffentlichen Lebens teil, das schließt sowohl die Partizipation als auch den Zugang zu den
Angeboten ein.
Operatives Ziel 1
Die (Angleichung) Erhöhung der Inanspruchnahme der Angebote
entsprechend dem Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund
(präventive Angebote, Beratungsangebote und Leistungen der
Daseinsfürsorge).
2. Maßnahme
Der exemplarische Prozessablauf wird modifiziert durch die Erfahrung
aus dem Pilotprojekt und fortlaufend in allen Ämtern, die Angebote nach
dem strategischen Ziel machen, implementiert.
Aufgaben
1. Die Steuerungsgruppe überarbeitet den Prozessablauf mit dem
Pilotamt. Die Priorisierung der nachfolgenden Ämter erfolgt nach interner
Abstimmung der hauptamtlichen Magistratsmitglieder.
2. KICK-OFF-Veranstaltung mit allen Amtsleitungen (Pilotprojekt stellt
sich vor, Mitteilung des genauen Zeitplans, richtet sich an alle
Amtsleitungen)
3. Implementierung in anderen Ämtern
4. Auswertung bzw. externe, prozessbegleitende Evaluation
Federführung bei
der 1. Aufgabe
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Die Steuerungsgruppe und das Pilotamt
Arbeitsaufnahme
Anfang 2017
Frist
Mitte 2017
Federführung bei
der 2. Aufgabe
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Die Steuerungsgruppe und das Pilotamt
Frist
September 2017
8
Strategisches Ziel 2: Alle Einwohnerinnen und Einwohner nehmen an allen Bereichen des
öffentlichen Lebens teil, das schließt sowohl die Partizipation als auch den Zugang zu den
Angeboten ein.
Operatives Ziel 1
Die (Angleichung) Erhöhung der Inanspruchnahme der Angebote
entsprechend dem Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund
(präventive Angebote, Beratungsangebote und Leistungen der
Daseinsfürsorge).
Federführung bei
der 3. Aufgabe
Entscheidung bis zur Kick-Off-Veranstaltung
Federführung
Fachämter
Mitglieder
Amt für Interkulturelles und Internationales und weitere Ämter nach
Bedarf
Arbeitsaufnahme
Nach der KICK-OFF-Veranstaltung, voraussichtlich ab Januar 2018
Frist
Fortlaufend
Federführung bei
der 4. Aufgabe
Amt für Interkulturelles und Internationales gemeinsam mit der
Steuerungsgruppe „Interkulturelle Öffnung“
Mitglieder
Externe Evaluation
Arbeitsaufnahme
Mit der Implementierung in anderen Ämtern Anfang 2018
Frist
Jährlich bzw. fortlaufend
9
Strategisches Ziel 2: Alle Einwohnerinnen und Einwohner nehmen an allen Bereichen des
öffentlichen Lebens teil, das schließt sowohl die Partizipation als auch den Zugang zu den
Angeboten ein.
Operatives Ziel 2
Erhöhung – entsprechend dem Anteil der städtischen Bevölkerung mit
Migrationshintergrund – der Partizipation von Menschen mit
Migrationshintergrund in verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung.
1. Maßnahme
Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Bürgerbeteiligung von Menschen
mit Migrationshintergrund – inkl. Bestandsaufnahme sowie Zeitschiene
zur Umsetzung und Evaluation im Rahmen der Gesamtevaluation und
Fokusgruppenanalyse
Aufgabe
Erstellung eines Maßnahmenkatalogs inkl. Bestandsaufnahme und
Zeitschiene zur Umsetzung sowie Durchführung einer
Fokusgruppenanalyse und einer Evaluation
Federführung
Bürgerbeauftragte
Mitglieder
WIR-Koordination und bei Bedarf andere Akteure.
Arbeitsaufnahme
Anfang Februar 2016
Frist
31. Januar 2017
10
Strategisches Ziel 3: Wir haben flächendeckend eine Willkommens- und Anerkennungskultur
geschaffen (insbesondere in den Schlüsselbehörden – Bürger- und
Ordnungsamt/Ausländerbehörde, Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales und
Prävention sowie Jobcenter) – das ist nicht eingrenzend gemeint.
Operatives Ziel 1
Wir bieten verwaltungsübergreifend ein interkulturelles
Dienstleistungsangebot an.
1. Maßnahme
Erarbeitung eines Konzepts zur Implementierung eines städtischen Pool
von Dolmetscherinnen und Dolmetschern, Übersetzerinnen und
Übersetzern und Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern (städtische
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehrenamtliche) und Andere inkl.
Umsetzungszeitschiene und interne Evaluation
Aufgabe
Erstellung eines Konzepts
Federführung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Amt für Interne Dienste, Gesamtpersonalrat und Personalrat
Arbeitsaufnahme
September 2015
Frist
Fortlaufend
11
Strategisches Ziel 3: Wir haben flächendeckend eine Willkommens- und Anerkennungskultur
geschaffen (insbesondere in den Schlüsselbehörden – Bürger- und
Ordnungsamt/Ausländerbehörde, Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales und
Prävention sowie Jobcenter) – das ist nicht eingrenzend gemeint.
Operatives Ziel 1
Wir bieten verwaltungsübergreifend ein interkulturelles
Dienstleistungsangebot an.
2. Maßnahme
Erstellung einer Informationsbroschüre „Wer ist wo“ =
Neubürgerbroschüre“ in verschiedenen Sprachen.
Aufgabe
Erstellung einer Informationsbroschüre zunächst in Deutscher und
Englischer Sprache. Anschließend in 4 weiteren Sprachen.
Federführung
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Mitglieder
Der Arbeitskreis „Willkommenskultur“ des IHK-Audits „Ausgezeichneter
Wohnort für Fach- und Führungskräfte“
Arbeitsaufnahme
30.07.2015
Frist
31.07.2016
3. Maßnahme
Übersetzung der städtischen Homepage in verschiedene Sprachen
Aufgabe
Übersetzung der Homepage; 2016 in eine Sprache, 2017 in 2 weitere
Sprachen
Federführung
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung/Internet-Redaktionskonferenz
Mitglieder
WIR-Koordination, IT und andere bei Bedarf
Arbeitsaufnahme
Wird mit dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung geklärt.
Frist
Fortlaufend
12
Strategisches Ziel 3: Wir haben flächendeckend eine Willkommens- und Anerkennungskultur
geschaffen (insbesondere in den Schlüsselbehörden – Bürger- und
Ordnungsamt/Ausländerbehörde, Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales und
Prävention sowie Jobcenter) – das ist nicht eingrenzend gemeint.
Operatives Ziel 1
Wir bieten verwaltungsübergreifend ein interkulturelles
Dienstleistungsangebot an.
4. Maßnahme
Prüfung der Notwendigkeit eines interkulturellen Beschwerdewesens
Aufgabe
Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage
Federführung
Steuerungsgruppe „Interkulturelle Öffnung“
Arbeitsaufnahme
Sofort
Frist
29. Februar 2016
13
Strategisches Ziel 3: Wir haben flächendeckend eine Willkommens- und Anerkennungskultur
geschaffen (insbesondere in den Schlüsselbehörden – Bürger- und
Ordnungsamt/Ausländerbehörde, Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales und
Prävention sowie Jobcenter) – das ist nicht eingrenzend gemeint.
Operatives Ziel 2
In den Schlüsselbehörden ist eine Willkommens- und
Anerkennungskultur implementiert bzw. weiterentwickelt.
1. Maßnahme
Erarbeitung eines Kriterienkatalogs einer Willkommens- und
Anerkennungskultur
Aufgabe
Die AG „Kriterienkatalog Willkommens- und Anerkennungskultur“
erarbeitet einen Kriterienkatalog.
Federführung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Mitglieder
Ausländerbehörde, JobCenter, Amt für Soziales und Prävention,
Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, eine Vertreterin bzw. Vertreter des
AK „Willkommenskultur“ u.a.
Arbeitsaufnahme
1.4.2016
Frist
6 Monate nach Arbeitsaufnahme
2. Maßnahme
Im Bürger- u. Ordnungsamt (Ausländerbehörde) ist ein
Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Kriterien einer Willkommens- und
Anerkennungskultur mit Umsetzungszeitschiene erarbeitet.
Aufgabe
Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Umsetzung der Kriterien einer
Willkommens- und Anerkennungskultur mit Umsetzungszeitschiene
im Bürger- und Ordnungsamt (Ausländerbehörde).
Federführung
Bürger- und Ordnungsamt
Mitglieder
Ausländerbehörde, Amt für Interkulturelles und Internationales und
Personalrat
Arbeitsaufnahme
Direkt nach Vorlage des Kriterienkatalogs
Frist
6 Monate nach Vorlage des Kriterienkatalogs
14
Strategisches Ziel 3: Wir haben flächendeckend eine Willkommens- und Anerkennungskultur
geschaffen (insbesondere in den Schlüsselbehörden – Bürger- und
Ordnungsamt/Ausländerbehörde, Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales und
Prävention sowie Jobcenter) – das ist nicht eingrenzend gemeint.
Operatives Ziel 2
In den Schlüsselbehörden ist eine Willkommens- und
Anerkennungskultur implementiert bzw. weiterentwickelt.
3. Maßnahme
Der Maßnahmenkatalog zur Willkommens- und Anerkennungskultur ist im
Bürger- und Ordnungsamt (Ausländerbehörde) umgesetzt.
Aufgabe
Implementierung des Maßnahmenkatalogs in der Ausländerbehörde
Federführung
Bürger- und Ordnungsamt
Mitglieder
Ausländerbehörde, Personalrat, Amt für Interkulturelles und
Internationales
Arbeitsaufnahme
Nach Fertigstellung des Maßnahmenkatalogs mit Umsetzungszeitschiene
durch die Ausländerbehörde – nach 2. Maßnahme.
Frist
Mind. 1 Jahr nach Fertigstellung des Maßnahmenkatalogs
4. Maßnahme
In allen weiteren Schlüsselämtern ist jeweils ein Maßnahmenkatalog zur
Umsetzung der Kriterien einer Willkommens- und Anerkennungskultur mit
Umsetzungszeitschiene erarbeitet.
Aufgabe
Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Umsetzung der Kriterien einer
Willkommens- und Anerkennungskultur mit Umsetzungszeitschiene in
allen weiteren Schlüsselämtern.
Federführung
Das jeweilige (Schlüssel-)Amt
Mitglieder
Personalrat und Amt für Interkulturelles und Internationales
Arbeitsaufnahme
Fortlaufend nach der Fertigstellung des Maßnahmenkatalogs mit
Umsetzungszeitschiene durch die Ausländerbehörde.
Frist
Fortlaufend – jeweils 6 Monate nach der Fertigstellung des
Maßnahmenkatalogs
15
Strategisches Ziel 3: Wir haben flächendeckend eine Willkommens- und Anerkennungskultur
geschaffen (insbesondere in den Schlüsselbehörden – Bürger- und
Ordnungsamt/Ausländerbehörde, Jugendamt, Amt für Wohnungswesen, Amt für Soziales und
Prävention sowie Jobcenter) – das ist nicht eingrenzend gemeint.
Operatives Ziel 2
In den Schlüsselbehörden ist eine Willkommens- und
Anerkennungskultur implementiert bzw. weiterentwickelt.
5. Maßnahme
Der Maßnahmenkatalog der Kriterien einer Willkommens- und
Anerkennungskultur ist in den Schlüsselämtern umgesetzt.
Aufgabe
Implementierung des Maßnahmenkatalogs zur Umsetzung der Kriterien
einer Willkommens- und Anerkennungskultur mit Umsetzungszeitschiene
in den Schlüsselämtern
Federführung
Das jeweilige (Schlüssel-)Amt
Mitglieder
Personalrat und Amt für Interkulturelles und Internationales
Arbeitsaufnahme
Nach der Fertigstellung des Maßnahmenkatalogs der Kriterien einer
Willkommens- und Anerkennungskultur im jeweiligen Schlüsselamt
Frist
1 Jahr für das jeweilige (Schlüssel-)Amt nach der Arbeitsaufnahme
6. Maßnahme
In allen bei der AG „Kriterienkatalog Willkommens- und
Anerkennungskultur“ beteiligten (Schlüssel-)Ämtern sind anhand des
Kriterienkatalogs einer Willkommens- und Anerkennungskultur die
Maßnahmen evaluiert und die beiden Maßnahmenkataloge zur
Umsetzung der Kriterien einer Willkommens- und Anerkennungskultur
modifiziert.
Aufgabe
Auswertung bzw. externe, prozessbegleitende Evaluation der Maßnahmen
anhand des Kriterienkatalogs einer Willkommens- und
Anerkennungskultur, Erstellung eines Evaluationsberichts und
anschließende Anpassung der beiden Maßnahmenkataloge.
Federführung
Steuerungsgruppe IKÖ und externes Institut
Arbeitsaufnahme
Mit Beginn der Umsetzung des Maßnahmenkatalogs einer Willkommens-
und Anerkennungskultur im jeweiligen (Schlüssel-)Amt.
Frist
Jeweils 6 Monate nach der Umsetzung der Maßnahmenkataloge bzw.
fortlaufend bei einer externen, prozessbegleitenden Evaluation.
16
Kosten für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Maßnahmenkatalog
1. Kosten im Jahr 2015
Maßnahme
Kosten für
Kosten in
Euro
1.1.1 Durchführung einer Beschäftigtenbefragung zum
Migrationshintergrund
die Durchführung der
Beschäftigtenbefragu
ng
4.500,-
Gesamtkosten
4.500.-
17
2. Kosten im Jahr 2016
Maßnahme
Kosten für
Kosten in
Euro
1.1.2 Projektgruppe „Maßnahmenkatalog zur Erhöhung
Anteil Migrationshintergrund“
1 Workshop mit
externer Begleitung
Evaluation
2.500,-
5.000,-
1.3.1 Konzept zum kompetenten Handeln in der
Stadtverwaltung einer Einwanderungsgesellschaft
1 Workshop mit
externer Begleitung
2.500,-
1.3.3 Der Aspekt der interkulturellen Kompetenzen wird in
die Schulungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als
Querschnittsthema integriert
1 Workshop mit
externer Begleitung
für die Lehrkräfte des
Verwaltungsseminars
2.500,-
2.1.1 In einem noch auszuwählenden Pilotamt wird ein
exemplarischer Prozessablauf bestehend aus einer
Bestandserhebung der Regelangebote und/oder
spezifischer Angebote, einer Mitarbeiterinnen- und
Mitarbeiterbefragung und einem Workshop
3 Workshops mit
externer Begleitung
7.500,-
2.2.1 Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der
Bürgerbeteiligung von Menschen – inkl. Bestandsaufnahme
und Zeitschiene zur Umsetzung und Evaluation
Fokusgruppenanalyse
4.700,-
3.1.2 Erstellung einer Informationsbroschüre „Wer ist wo? =
Neubürgerbroschüre“
Übersetzung in 4
Sprachen
6.000,-
3.1.3 Übersetzung der städtischen Homepage in
verschiedene Sprachen
Technik und
Übersetzung für 1
Sprache
2.500,-
3.2.1 Erarbeitung eines Kriterienkatalogs einer
Willkommens- und Anerkennungskultur
1 Workshop mit
externer Begleitung
2.500,-
3.2.2 Im Bürger- und Ordnungsamt (Ausländerbehörde) ist
ein Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Kriterien einer
Willkommens- und Anerkennungskultur mit
Umsetzungszeitschiene erarbeitet
1 Workshop mit
externer Begleitung
2.500,-
Gesamtkosten 2016
38.200,-
Für interkulturelle Öffnung im Amt für Interkulturelles und
Internationales eingestellt, noch nicht verausgabt.
Auf 2016 zu übertragen
14.500,-
Neu in 2016 einzustellen
23.700,-
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0467
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 23.10.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00