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A-R/0054/2022

Pilotprojekt Ausbildungswerkstatt – Ausbildung im Konzern Stadt Münster stärken und Mitarbeitende entlasten

Antrag an den Rat 18.10.2022

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A-R-0054-2022-Grüne, SPD, Volt-Pilotprojekt Ausbildungswerkstatt - Ausbildung im Konzern Stadt Münster stärken und Mitarbeitende entlasten

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A-R-0054-2022-Grüne, SPD, Volt-Pilotprojekt Ausbildungswerkstatt - Ausbildung im Konzern Stadt Münster stärken und Mitarbeitende entlasten

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Antrag an den Rat Nr. A-R/0054/2022 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                                                                                           18. Oktober 2022 
 
Ratsantrag 
Pilotprojekt Ausbildungswerkstatt – Ausbildung im Konzern Stadt 
Münster stärken und Mitarbeitende entlasten 
 
Die Verwaltung möge bitte prüfen: 
1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie ein Pilotprojekt zur Einrichtung 
einer „Ausbildungswerkstatt bei der Stadt Münster“ umsetzbar ist und welche 
Kosten damit verbunden sein können. Ziel der Ausbildungswerkstatt ist die 
Nachwuchssicherung im Bereich der Fachkräfte, eine verbesserte Betreuung 
und Begleitung von jungen Menschen vor oder zu Beginn ihrer 
Berufsausbildung, damit verbunden ein möglichst breiter Einblick in 
Arbeitsbereiche der Stadtverwaltung sowie die Entlastung der Ausbilder*innen 
und Mitarbeitenden in den Fachämtern. Das Pilotprojekt 
„Ausbildungswerkstatt“ soll an einem zentralen Ort verankert sein, um die 
Aktivitäten der Stadt im Bereich der Ausbildung stärker zu bündeln.  
2. Die Verwaltung soll eine mögliche Unterstützung der Citeq bei der Erstellung 
einer digitalen Werkbank prüfen, in der sich die Auszubildenden eigenständig 
über die Aufgaben der Stadtverwaltung Münster informieren und austauschen 
können. Sollten die Kapazitäten der Citeq für dieses Projekt nicht ausreichend 
sein, sollte auch die Beteiligung anderer IT-Dienstleister geprüft werden. 
3. Zielgruppe der Ausbildungswerkstatt sollen Jugendliche im Praktikum, 
Auszubildende des ersten Lehrjahres und Studierende der Stadtverwaltung 
sein. Für Jugendliche im Praktikum sollte ein fließender Übergang von Schule 
in Ausbildung bei der Stadt Münster gewährleistet werden, indem diese gezielt 
in der Praktikumszeit gefördert und Einblicke in die Aufgaben der 
Stadtverwaltung bekommen.  
Zudem kann sich die Ausbildungswerkstatt auch für diejenigen öffnen, die sich 
um eine Ausbildung bei der Stadt Münster beworben haben, aber (noch) nicht 
berücksichtigt werden konnten. Entwickelt werden könnte für diese Zielgruppe 
z.B. ein „berufliches Orientierungsjahr“ (vgl. einjähriges Studium generale), 
das Einblicke in alle Arbeitsbereiche der Stadtverwaltung ermöglicht. 
4. Für die Zielgruppe der noch nicht qualifizierten / ausbildungsreifen 
Bewerber*innen sollte zunächst ein Konzept zur Einbindung in die 
Ausbildungswerkstatt erarbeitet werden. Geprüft werden sollte auch, ob bei

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dieser Zielgruppe die Unterstützung und Zusammenarbeit mit einem externen 
Partner möglich ist. 
 
 
 
Begründung: 
Die heutigen Auszubildenden und Studierenden der Stadt Münster können zu großen 
Teilen die zukünftigen Mitarbeiter*innen abbilden, sie sind somit der Nachwuchs für 
die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Ihr Wissen, ihre Motivation, ihre 
Einstellungen und Werte werden die Stadtverwaltung von Morgen prägen. 
 
Mit dem Personalentwicklungskonzept 2020 wurde der Ausbildungsbereich in den 
Fokus notwendiger Veränderungen gerückt. Vor dem Hintergrund der 
demografischen Entwicklung kommt dem Bereich strategische Bedeutung für die 
mittel- bis langfristige Entwicklung der Verwaltung zu.  
 
Durch den demografischen Wandel wird es zunehmend schwieriger, vorhandene 
Ausbildungs- und Studienplätze mit geeigneten Bewerber*innen zu besetzen. Auf der 
anderen Seite steigt der betriebliche Bedarf nach Nachwuchskräften enorm an, weil 
die altersbedingten Fluktuationen in der Verwaltung (Verrentungen und 
Pensionierungen) deutlich zunehmen.  
 
Die Situation wird weiter dadurch verschärft, dass insbesondere für die 
Verwaltungsberufe die Ausbildungskapazitäten in den Ämtern und Einrichtungen 
begrenzt sind bzw. in Teilbereichen schwinden, weil Büroraum knapp geworden ist 
und immer weniger Zeit (Personalkapazitäten) den Ausbilder*innen zur Verfügung 
steht, deren Arbeit sich zunehmend verdichtet und die verstärkt mit 
Vertretungserfordernissen belastet sind.  
 
Durch die Ausbildungswerkstatt soll diesem zunehmenden Spannungsfeld, von zu 
wenig Auszubildenden, in den Ruhestand wechselnden Personen und der 
Überlastung der aktiven Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung entgegengewirkt 
werden. Wir wollen somit eine Ausbildungsoffensive starten, in der junge Menschen 
ein attraktives und interessantes Ausbildungsfeld finden und die Mitarbeiter*innen der 
Stadtverwaltung entlastet werden, indem die Auszubildenden schon über erste 
Erfahrungen im Umgang mit den vielfältigen Arbeitsprozessen der Stadtverwaltung 
vertraut sind. 
 
Ziel der Ausbildungswerkstatt ist es, die Situation zu entschärfen, sodass 
insbesondere für die Verwaltungsberufe die Personalkapazitäten der 
Mitarbeiter*innen vergrößert werden und sich diese mehr auf ihre wesentlichen 
Tätigkeiten fokussieren können. Für die Ausbilder*innen steht demzufolge mehr Zeit 
zur Verfügung, die Auszubildenden intensiv in die Arbeit der Stadtverwaltung 
einzuführen, deren Arbeit sich zunehmend verdichtet und die verstärkt mit 
Vertretungserfordernissen belastet sind.  
 
Zukünftige Entwicklungen der Ausbildungswerkstatt schließen die gezielte Ansprache 
und Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit

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Behinderung ein, um die Diversität und Vielfalt der Mitarbeitenden der Stadt Münster 
zu erhöhen und Chancen für die Zielgruppen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. 
 
 
gez. Andrea Blome   gez. Sandra Beer     Helene Goldbeck 
 
und Fraktion                                 und Fraktion                          und Gruppe

Beratungsverlauf (1)

26.10.2022 Rat
TOP 43.9 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

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Details

Aktenzeichen
A-R/0054/2022
Typ
Antrag an den Rat
Datum
18.10.2022
Erstellt
18.10.2022 16:13