Mandari Insight

V/0769/2015

Jahresbericht 2014 der Biologischen Station Rieselfelder Münster

Vorlagen 22.09.2015

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen, Sitzung am 03.11.2015, TOP 5.13

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

16089 Zeichen

V/0769/2015 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresbericht 2014 der Biologischen Station Rieselfelder Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.10.2015 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
27.10.2015 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
03.11.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
Die Betreuung der Rieselfelder durch die Biologische Station Rieselfelder Münster ist durch einen 
Betreuungsvertrag geregelt. Die Biologische Station bekommt für die Betre uungsleistungen, die 
in einem Katalog festgelegt sind, eine Aufwand sentschädigung von 150.000,- Euro/Jahr, zuzüg-
lich der Kosten für Strom und Wartung der Pump enanlagen. Davon zahlt das Land 80 %, die 
Stadt Münster 20 %. Mit der Aufwandsentschädigung wird die technische Betreuung (s. Punkt 1) 
und die fachliche Betreuung (wissenschaftliche Kartierungen, Monitoring, s. Punkt 2) gefördert.  
Als Verwendungsnachweis gegenüber der Stadt Münster und dem Land dient der Jahresbericht. 
Dieser ist g emäß Ratsbeschluss vom 12.12.2007 (Vorlage V/0571/2007/1. Erg.) dem Fachau s-
schuss und d en betroffenen Bezirksvertretungen in einer Berichtsvorlage vorzulegen. Ferner 
wurde ein Beirat für die Rieselfelder eingerichtet. 
 
Die Ergebnisse des Jahresberichtes 2014 werden im Folgenden zusammengefasst dargestellt. 
Durch Vortrag eines Vertreters der Biologischen Station können - wenn gewünscht - die Arbeiten 
im Detail erläutert werden. Sofern bei Einzelnen Bedarf besteht, kann der komplette Bericht (96 
S.) zur Verfügung gestellt werden. 
 
Der städtische Beirat für die Rieselfelder hat bisher vierzehnmal getagt. Bei der Sitzung am 
20.05.2015 wurden die wesentlichen Inhalte des Jahresberichtes 201 4 dem Beirat durch Dr. 
Harengerd vorgestellt. 
 
 
1.   Durchgeführte technische Pflege- und Entwicklungsarbeiten 
 
1.1  Bewässerung 
Die mittlerweile ca. 90 Wasserflächen der Rieselfelder wurden je nach Witterung bis zu 5 - 
mal wöchentlich auf ihre Wasserstandshöhe n kontrolliert. Der Wasserstand wurde je nach 
Jahreszeit und „Bewohnern“ unterschiedlich eingeregelt, um zu gewährleisten, dass stets 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0769/2015 
Auskunft erteilt: 
Herr Dreier 
Ruf: 
492 67 27 
E-Mail: 
DreierD@stadt-muenster.de 
Datum: 
30.09.2015 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0769/2015 
 
ausreichend Lebensräume  für unterschiedliche Wasservogelarten angeboten werden.  Die 
Regelung der einzelnen Flächen geschieht per Hand an Schiebern, die Steuerung der Pu m-
pen ist computergesteuert. 
Im Jahr 2014 waren nach dem Unwetter am 28. Juli nur noch wenige Bewässerungstätigkei-
ten notwendig. Vielmehr war es wichtig, Gräben und Überlaufe, mit denen ca. die Hälfte der 
Flächen ausgestattet sind, gängig zu halten.  
 
1.2  Wartung des Bewässerungssystems und der Dämme  
Ein Damm parallel zur Straße Wöstebach konnte nach drei erfolglo sen Versuchen im Jahr 
2014 erfolgreich abgedichtet werden. Die Fläche hält jetzt das Wasser und wird durch den 
hohen Wasserstand vorläufig nicht wieder verlanden. 
An einem Komplex aus drei Parzellen im nördlichen Teil des N aturschutzgebietes wurden 
die Dämme erhöht und ein neuer Überlauf eingerichtet.  
Um alle bewässerungstechnischen Einrichtungen, wie Schieber, Einläufe und Überläufe e r-
reichen zu können, gibt es ca. 800 m Fußpfade durch das Schilf, die 3 - 4-mal mit dem Frei-
schneider geschnitten wurden.  
 
1.3  Unterhaltung der Ableiter und weiterer Gräben 
Im August und September wurde, wie  jedes Jahr, der 2,4 km lange Ableitergraben und der 
nördliche Grenzgraben beidseitig mit einem Bagger mit Mähkorb und teilweise mit der M o-
torsense ausgeschnitten. 
Beim jährlichen Ablassen der Stauseen im Spätherbst wurde am Hauptgerinne das eingefal-
lene Profil im Aa-Anstau wiederhergestellt. Weiterhin musste der Emsableiter im Bereich des 
Wehres von Sand befreit werden. 
 
1.4 Verkehrssicherungspflicht, Wegeseitengräben und -ränder, Wanderwege, Beobach-
tungsanlagen und Außenausstellung 
Sämtliche Wegbanketten wurden 3-mal mit dem Schlegelmäher bearbeitet und im gesamten 
Gebiet Anfang 2014 in das Straßenprofil hereinragende Äste entfernt. Nicht barrierefreie 
Wanderwege wurden mit Holzhäckseln neu angedeckt, um ein Zuwachsen zu verhindern. Im 
Kreuzungsbereich Wöstebach/Messingweg musste eine völlig versandete Verrohrung e r-
neuert werden.  
Um sämtliche Wasserflächen einsehbar zu halten, erfolgte in der Wachstumsperiode an ca. 
200 Sichtschneisen ein mindestens 4-maliger Schnitt mit der Motorsense. Ferner wurden ca. 
80 Weiden auf den Stock gesetzt, um von Aussichtspunkten freie Sicht auf die Wasserfläche 
zu erhalten. 
 
1.5  Verlandungsbekämpfung 
Am großen Stauteich sowie auf zwei anderen Parzellen wurden sämtliche Inseln von jungen 
Weiden und anderem Bewuchs geräumt, um sie als Brutplätze für Möwen und Enten zu er-
halten.  
Die Kiesinseln für die Möwen, Seeschwalben und Regenpfeifer  auf den Stauseen wurden 
per Hand von Bewuchs befreit. Außerdem war es notwendig, den Ringgraben um die Kiesin-
seln zu vergrößern, um bei Niedrigwasser keine Landverbindung zu bekommen, die Nes t-
räuber wie Füchse und Iltisse einladen könnte. 
 
1.6  Grünlandpflege 
Der gesamte im Frühsommer eingebrachte Futtervorrat für die drei Auerochsen-Herden wur-
de durch den Scheunenbrand im September zerstört. Beim zweiten Schnitt wurde au s-
schließlich Gras-Silage geerntet, da diese aufgrund der Umwicklung mit Folie keine Scheune 
als Lager benötigt. Durch den milden , schneefreien Winter war trotzdem ausreichend Wi n-
ternahrung für die Tiere vorhanden. 
 
1.7  Unterhaltung der Heckrinder-Weiden 
Durch das Unwetter am 28. Juli standen einige Weideflächen län gere Zeit unter Wasser, so 
dass die Tiere umgesetzt werden mussten.

3 
V/0769/2015 
 
Das für das Weidevieh giftige Jakobskreuzkraut wurde 2014 auf Flächen mit geringer Dichte 
einzeln in Handarbeit ausgestochen. Dort, wo es flächig auftrat, erfolgte ein zweimaliger 
Schnitt, um das Aussamen zu unterbinden. Die Umzäunung sämtlicher Weiden w urde mo-
natlich überprüft und bei Bedarf sofort repariert. 
 
1.8 Unterhaltung der Steuerungssysteme und Wehre 
Die im Jahr 2013 erbrachten Reparaturen an der Wehranlage erwiesen sich als dauerhaft , 
sodass dort keine weiteren Probleme auftraten . Außer einer Höhenpeilung, die z ur Abfluss-
mengenermittlung des Emsableiters genutzt wird, konnten alle anderen (kleineren) Schäden 
durch eigenen Einsatz behoben werden. 
 
1.9  Winterliche Gehölzpflege 
2014 erfolgte der Weidenschnitt hauptsächlich an der Nord-Ost-Ecke des großen Stauteichs, 
wo ca. die Hälfte der mittlerweile über 5m hohen Kopfweiden herausgeschnitten wurde.  
Weiterhin wurden mit Hilfe der Gartenbau -Schule Wolbeck Gehölze an einem Wanderweg 
geschnitten. 
 
2.0  Ergebnisse der fachlichen Betreuung 
 
2.1 Monitoring Vogelbestände 
Im Jahr 2014 wurden die Bestände der feuchtgebietstypischen Vogelarten an 361 Zähltagen 
erhoben. Dabei wurden 137 Vogelarten bzw. deren Unterarten  erfasst. Große Veränderu n-
gen ergaben sich nicht, der Brutbestand der Störche machte allerdings einen bemerkenswer-
ten Sprung nach oben: 5 Paare haben gebrütet, wenn auch nicht alle erfolgreich. Mit dem 
Uhu hatte sich bereits 2013 eine weitere neue Brutvogelart im nahen Umfeld angesiedelt, die 
auch in 2014  erfolgreich vertreten war.  Trotz etlicher Brutzeitfeststell ungen wollte auch in 
diesem Jahr ein „echter“ Brutnachweis für die „Großen“ Rohrdommeln noch nicht gelingen.  
 
2.2  Wissenschaftliche Vogelberingung 
Im Jahr 2014 konnte aufgrund der durch das Unwetter bedingten hohen Wasserstände wä h-
rend der Hauptfangzeit im August und September nur sehr sporadisch gefangen werden. 
Entsprechend fallen die Fangzahlen deutlich geringer aus als in den Vorjahren. 
Insgesamt wurden 2084 Vögel aus 57 Arten gefangen, darunter 1613 Neufänge (56 Arten), 
470 eigene Wiederfänge (25 Arten) und ein Fremdfang (Vogel mit Ring eines anderen Berin-
gers). Darunter waren wieder einige bemerkenswerte Fangergebnisse. Hervorzuheben ist 
die hohe Zahl an Schafstelzen, die an ihrem Schlafplatz während des Wegzuges beringt 
werden konnten. 
Zu den Besond erheiten zählten der Fang eines Schlagschwirls, ein es Tüpfelsumpfhuhns 
sowie eines Drosselrohrsängers. Außerdem konnten je ein Neuntöter und ein Raubwürger 
beringt werden. 
 
2.3 Monitoring Pflanzen  
Die Vegetationskartierung erfolgte von Mitte August bis En de Sept ember. Auch in diesem 
Jahr erfassten die Kartiererinnen einige Neophyten, eine Rote -Liste-Art und das Jakob s-
kreuzkraut als eigenständige Kartiereinheiten. Aufgrund der zum Teil geringen Flächenau s-
dehnung sind nicht alle kartographisch darstellbar. 
Der weitere Zuwachs der Röhrichte wird vor allem durch das Schilf dominiert. Aber auch 
Rohrkolben hat wieder etwas höhere Flächenanteile erzielt. Durch die Ausbreitung des 
Schilfs eingeschränkt bzw. zurückgedrängt wurden Verlandungsgürtel, Wasserflächen und in 
Teilbereichen das Rohrglanzgras, eine Röhrichtart die zum nassen Grünland überleitet. 
Neben den Faktoren Mahd und Beweidung war in 2014 das Wasser ein besonderer und 
prägender Faktor im Grünland. Erste schwere Gewitter Ende Juni haben keine  Wasser-
knappheit aufkommen lassen und das Extremereignis am 28. Juli hat im Hochsommer für 
wasserübersättigte Böden gesorgt. Da danach lange Schönwetter -Perioden ausblieben und 
regelmäßig Niederschläge nachkamen, standen viele Grünlandbereiche unter Wasser. Dies

4 
V/0769/2015 
 
spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Vegetationskartierung wider, die eine starke Z u-
nahme von Flutrasen verzeichnete. 
Rückläufig sind Distel -dominierte Standorte, Bren nnessel- und Rohrglanzgrasbrachen. In 
feuchten Bereichen sind die Brache-Stadien durch Schilf verdrängt worden. 
Auch botanisch weisen die Rieselfelder Besonderheiten auf. Dabei handelt es sich meist um 
Pflanzen in den Verlandungsbereichen, aber auch die Wasserkörper zeigen oft einen int e-
ressanten Pflanzenbestand. 
Ein wesentlicher Anteil der Ve rlandungsvegetation am großen Stauteich wird durch die sü d-
afrikanische Krähenfüßige Laugenblume eingenommen. 2014 zeigte sich die Pflanze im 
September in voller Blüte. 2014 war auch ein gutes Jahr für das Moorgreiskraut, das im Juni 
ebenfalls am Ostufer de s großen Stauteiches für ein gelbes dem Schilf vorgelagertes Bl ü-
tenband verantwortlich war. 
Neben kleinen See - und Teichrosenbeständen ist ein kleiner , trotz der häufige n Wassertrü-
bung durch gründelnde Enten, ausdauernder Krebssche ren-Bestand eine der Beso nderhei-
ten. In 2014 konnte ferner an dem jungen Teich hinter dem Seminargebäude massenhaft 
das seltene Haarblättrige Laichkraut festgestellt werden.  
 
2.4  Untersuchungen der Ringelnatter Population in den Rieselfeldern 
Bereits im Jahr 2013 wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit ein ausführliches Ringelna tter-
Monitoring in den Rieselfeldern durchgeführt. In 2014 erfolgte eine weitere Bachelorarbeit mit 
dem Ziel, neben einer weiteren Populationsuntersuchung eine effiziente Erfassungsmethodik 
zu entwickeln, die in Zukunft in den Rieselfeldern oder ähnlichen Gebieten von Nutzen sein 
kann. Dazu wurden drei Methoden  getestet: die Anwendung künstlicher Verstecke , Sichtbe-
gehungen und ein öffentlicher Aufruf. Mit Hilfe der künstlichen Verstecke konnten 111 Rin-
gelnattern nachgewiesen werden. Dabei gelang durch 92 Fänge die Unterscheidung von 74 
Individuen. 
 
3.  Bericht nach EG-Vogelschutzrichtlinie 
Dieser Bericht ist eine Dienstleistung für das Land NRW, das damit seine n Verpflichtungen 
gegenüber dem Bund und der EU nac hkommen kann. Turnusgemäß ist der Bericht alle drei 
Jahre zu erstellen, die LANUV übernimmt hier die Federführung. 
 
4. Öffentlichkeitsarbeit und Medien 
Im Jahr 2014 besuchten 2784 Teilnehmer insgesamt 176 Veranstaltungen. Dies sind ähnlich 
geringe Werte wi e 2010. Die Entwicklung in den verschiedenen Veranstaltungskategorien 
verlief jedoch sehr unterschiedlich. Einen Einbruch gab es vor allem bei den gebuchten Fü h-
rungen und den Schulklassen.  
Durch die Statistiken nicht erfasst werden Sonderveranstaltungen, wie die Naturschutzregio-
nalkonferenz am 24. Oktober, die mit dem Informationszentrum Rieselfeldhof im Zusa m-
menhang stehen und von der Biologischen Station mit betreut werden.  
Der April bescherte den Rieselfeldern einen Besucherschub, als Störche sich ents chlossen 
hatten, auf der Gaststätte „Heidekrug“ zu brüten.  
Die Medien nehmen gerne die Veranstaltungsankündigungen auf. Regelmäßig gibt es Hi n-
weise auf das Programm in den Zeitungen und im WDR-Fernsehen.  
 
5. Schäden und negative Entwicklungen 
Im Februar führte Vandalismus dazu, dass den Rieselfeldbesuchern dauerhaft ein intimer 
Blick auf die Vogellebenswelt am großen Stauteich versagt bleiben wird. Nach dem erneuten 
Diebstahl eines Münz-Fernrohres hat sich die Verleihfirma dazu entschlossen, kein neues 
Fernrohr mehr aufzustellen. 
 
6.  Benennung der Arbeitsschwerpunkte für das folgende Jahr 
Der Umfang der zu erbringenden Arbeiten ist durch das Leistungsverzeichnis festgelegt. 
Darüber hinausgehende Arbeiten sind auch für 2015 im Wesentlichen die Entlandung v on 
zugewachsenen Schilfflächen und Schaffung von offenen Wasserflächen (Blänken) im Ra h-

5 
V/0769/2015 
 
men eines gesondert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und der Sparkasse 
Münsterland-Ost geförderten Projektes. 
 
 
7.  Sonstige Betreuungsaufgaben 
 
7.1 Praktikanten in den Rieselfeldern 
In 2014 wurden 10 Schülerpraktikantinnen und -praktikanten sowie 9 Universitätspraktika n-
tinnen und -praktikanten betreut. Drei Ausbildungsgruppen der Gartenbauschule Wolbeck 
unterstützten für je zwei Tage im Dezember die Biologisch e Station beim Kopfweiden - und 
Obstbaumschnitt. Eine unverzichtbare Unterstützung, vor allem seit der Abschaffung des Z i-
vildienstes.  
Wie nahezu in jedem Jahr, wurden einige wissenschaftliche Arbeiten von unterschiedlichen 
Lehrstühlen der Westfälischen Wilhelms Universität mitbetreut. 
 
7.2 Verkehr 
Die jährliche Verkehrszählung erfolgte am 3. April an der Kreuzung Coermühle / Hessenweg. 
Die Ergebnisse fielen 2014 mit einer Ausnahme durchgehend etwas geringer aus als im Vor-
jahr: Der Nachmittags-Verkehr stadtauswärts war deutlich erhöht.  
Auch in diesem Jahr ist der Anliegerverkehr relativ gering. Ein nicht unerheblicher Teil der 
Verkehrsteilnehmer nutzt die Coermühle als Durchfahrtsstraße in Richtung Innenstadt oder 
stadtauswärts. Auch wenn die MS -Kennzeichen über die ganze Zähldauer hinweg überwi e-
gen, so stellen zu den Stoßzeiten die MS-Kennzeichen nur 1/3 der gezählten Kraftfahrzeuge. 
Bemerkenswert bleibt weiterhin, dass trotz des bestehenden Verbotes LKW regelmäßig die 
Coermühle nutzen. Am Zähltag waren es 23 LKWs. 
Nach wie vor wird auf der Coermühle und auch auf dem Hessenweg zu schnell gefahren.  
Beleg dafür ist ein neuer trauriger Geschwindigkeitsrekord von über 100 km/h auf dem He s-
senweg. Durch die Anzeige eines Anliegers konnte die Polizei diesen regelmäß igen Raser 
gezielt erfassen und stoppen. Zu schnelles Fahren ist auch eine der Hauptursachen für den 
Straßentod von Wildtieren.  
 
Personalsituation 
Im Jahr 2014 wurden eingesetzt:  
3 Angestellte (auf 2¾ Stellen), 2 Kräfte aus dem freiwilligen ökologischen Jahr, 1 Kraft aus dem 
Bundesfreiwilligendienst, 4 studentische Hilfskräfte (jeweils im Mittel 3 Wochen), 8 Ehrenamtliche 
mit unterschiedlichem Zeitengagement, zusätzlich 5 Ehrenamtliche für die Woche nend-
Betreuung der Ausstellung,  Obstwiesengruppe mit 2 - 4 Personen sowie 11 Hon orarkräfte für 
Führungen.  
 
Bewertung der unteren Landschaftsbehörde 
Die im Jahr 2014 durchgeführten Pflege -, Entwicklungs- und Unterhaltungsmaßnahmen wurden 
bei einem Ortstermin am 11.02.2015 stichprobenartig von der unteren Landschaftsbehörde über-
prüft. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Auch der Abgleich des Jahresberichtes mit dem 
Leistungsverzeichnis ergab, dass die Projektziele der Betreuung erreicht worden sind. 
 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Matthias Peck 
Stadtrat

6 
V/0769/2015

Beratungsverlauf (3)

22.10.2015 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 3.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.10.2015 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.11.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.13 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Hessenweg
  • Wöstebach
  • Messingweg
  • Coermühle

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0769/2015
Typ
Vorlagen
Datum
22.09.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37