AN/0173/2026
Vermeidungsstrategien und Handlungsspielräume bei kampfmittelbedingten Baumfällungen, Anfrage B90/Die Grünen
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Anfrage (Grüne BV1)
3181 Zeichen
www.gruenekoeln.de Frau Bezirksbürgermeisterin Julie Cazier Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: AN/0173/2026 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 29.01.2026 Vermeidungsstrategien und Handlungsspielräume bei kampfmittelbedingten Baumfällungen, Anfrage B90/Die Grünen Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir bitten Sie folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung der anstehenden Bezirks- vertretung zu setzen und die Verwaltung um eine zeitnahe Beantwortung: Sachverhalt Köln gehört zu den im Zweiten Weltkrieg am stärksten bombardierten Städten Deutschlands. Kampfmittelsondierungen sind daher bei Bauvorhaben regelmäßig erforderlich. In der Praxis werden dabei häufig invasive Bohrlochsondierungen eingesetzt, die insbesondere im Wur- zelbereich von Altbäumen zu erheblichen Schädigungen und in der Folge zu Baumfällungen führen. In jüngerer Zeit kam es u.a. im Zusammenhang mit der Interim-Feuerwache 2 sowie beim Campus Deutz zu umfangreichen Baumfällungen, die mit Kampfmittelsondierungen begrün- det wurden. Weitere Bauvorhaben mit vergleichbaren Auswirkungen auf den Baumbestand sind angekündigt oder befinden sich in Vorbereitung. Vor dem Hintergrund der Kölner Klimastrategie, des Masterplans Grün sowie der zunehmen- den Bedeutung von Altbäumen für Stadtklima, Hitzeschutz und Biodiversität stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien Kampfmittelsondierungen geplant werden, in welchem Um- fang baumschonende Alternativen geprüft werden und wie entstehende Baumverluste kom- pensiert werden. Bezirksvertretung Innenstadt Ludwigstraße 8 50667 Köln Tel. 0221 / 221 -91309 Reinhold Goss Fraktionsvorsitzender Reinhold.Goss@stadt -koeln.de Karin Roggenbrodt stellv. Fraktionsvorsitzende Karin.Roggenbrodt@stadt - koeln.de Fragen 1. Wer entscheidet bei städtischen Bauvorhaben über die Wahl der Kampfmittelsondie- rungsmethode (Stadt Köln, Bezirksregierung Düsseldorf, beauftragtes Fachunterneh- men), und wie ist dieser Entscheidungsprozess organisiert? 2. Nach welchen fachlichen, rechtlichen und sicherheitsrelevanten Kriterien wird ent- schieden, ob invasive Bohrlochsondierungen oder nicht-invasive Verfahren einge- setzt werden? 3. Werden bei Kampfmittelsondierungen im Bereich wertvoller oder geschützter Bäume systematisch baumschonende Alternativen (z. B. Oberflächenmagnetometrie, Schrägbohrungen, Drohnenverfahren) geprüft? Falls nein: Aus welchen Gründen nicht? 4. Gibt es verbindliche interne Leitlinien oder Schwellenwerte (z. B. Stammumfang, Bio- topbaumstatus), ab denen baumschonende Verfahren zwingend oder vorrangig ein- zusetzen sind? Falls nein: Ist die Entwicklung solcher Leitlinien vorgesehen? 5. Welche Einschränkungen ergeben sich aus der Kampfmittelverordnung NRW für die Verfahrenswahl, und welche Steuerungs- und Einflussmöglichkeiten bestehen den- noch für die Stadt Köln? Reinhold Goss Karin Roggenbrodt Fraktionsvorsitzender stellv. Fraktionsvorsitzende
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungOrte (1)
- Ludwigstraße 8
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0173/2026
- Typ
- Anfrage nach § 4 BV1 (Grüne)
- Datum
- 26.01.2026
- Erstellt
- 26.01.2026 16:06