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AN/1064/2026

Respekt. Verantwortung. Zusammenhalt. - Präventionsworkshops für Jungen im Alter von 12-14 Jahren

Gem. Antrag nach § 3 (Rat) 17.06.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 29.06.2026, TOP 2.1

Gem. Antrag nach § 3 (Rat)

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Gem. Antrag nach § 3 (Rat)

5255 Zeichen

Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Köln 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den Vorsitzenden des Kölner Rates 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
 
An die Vorsitzende  
des Ausschusses für die Gleichstellung  
von Frauen und Männern 
Frau Jasna Ibric 
 
 
 
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 17.06.2026 
 
AN/1064/2026 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 29.06.2026 
 
Respekt. Verantwortung. Zusammenhalt. - Präventionsworkshops für Jungen im Alter 
von 12-14 Jahren 
Sehr geehrte Herr Oberbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Ibric, 
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag zur Beschlussfassung für die Sitzung des Ausschusses für 
die Gleichstellung von Frauen und Männern am 29.06.2026 auf die Tagesordnung zu setzen: 
 
 
Beschluss:  
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Workshop-Angebot für Jungen im Alter von 12 bis 
14 Jahren an weiterführenden Schulen zu entwickeln bzw. zu organisieren, das sozi-
ale Verantwortung, respektvolles Verhalten, Konfliktfähigkeit sowie demokratische 
Grundhaltungen stärkt und diskriminierenden Rollenbildern mit antifeministischen 
Deutungsmuster sowie gewaltfördernden Verhaltensweisen präventiv entgegenwirkt. 
 
2. Die Verwaltung prüft zunächst, welche bestehenden Konzepte und Präventionsange-
bote für Jungen zu den Themen Gewaltprävention, Rollenbilder, respektvolle Kom-
munikation sowie Demokratieförderung bereits innerhalb der Verwaltung, durch freie 
Träger oder externe Fachstellen angeboten werden. 
 
3. Sofern geeignete bestehende Programme vorhanden sind, soll geprüft werden, ob 
diese zielgruppenspezifisch erweitert oder in bestehende schulische Präventions-
strukturen integriert werden können.

- 2 - 
 
4. Falls keine geeigneten Konzepte vorliegen, soll die Entwicklung und Durchführung 
der Workshops durch einen externen Träger mit entsprechender Erfahrung oder ein 
fachlich qualifiziertes Unternehmen erfolgen. 
 
5. Die Workshops sollen insbesondere folgende Inhalte behandeln: 
 
 Umgang mit Gruppendruck und sozialen Erwartungen, 
 Reflexion von Rollenbildern, polarisierenden Deutungsmusternund Konfliktver-
halten, 
 Rollenbilder, antifeministische Deutungsmuster und Konfliktverhalten im digi-
talen Raum (Social Media, Gaming, etc.) erkennen, 
 Respektvolle Kommunikation und Grenzen, 
 Sensibilisierung gegenüber diskriminierender oder gewaltverherrlichender 
Sprache, 
 Förderung von Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage. 
 
6. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Mittel in Höhe von 25.000 € stehen 
im Teilergebnisplan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der 
Produktgruppe 0111 – Sonstige Innere Verwaltung – im Haushaltsplan 2025/2026 zur 
Verfügung. 
 
 
Begründung: 
Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren befinden sich in einer prägenden Phase sozialer Ent-
wicklung. In diesem Alter gewinnen Zugehörigkeit innerhalb von Peer-Gruppen, gesellschaft-
liche Erwartungen an Männlichkeit sowie Einflüsse sozialer Medien zunehmend an Bedeu-
tung. Gleichzeitig werden Einstellungen zu Konflikten, Sprache, Verantwortung und zwi-
schenmenschlichem Verhalten nachhaltig geprägt. 
 
Im schulischen Alltag, in sozialen Netzwerken sowie im öffentlichen Diskurs zeigen sich zu-
nehmend Herausforderungen wie respektloses Verhalten, diskriminierende Sprache, grup-
pendynamischer Druck, Gewaltverherrlichung oder Unsicherheiten im Umgang mit Grenzen 
und Verantwortung. Viele Jugendliche stehen unter hohem sozialen Erwartungsdruck und 
verfügen nur begrenzt über geschützte Räume zur Reflexion dieser Themen. 
 
Ein präventives und dialogorientiertes Workshop-Angebot kann dazu beitragen, Jungen früh-
zeitig in ihrer sozialen Verantwortung und Konfliktfähigkeit zu stärken. Ziel ist es nicht, Ju-
gendliche zu problematisieren, sondern sie als aktive Mitgestalter eines respektvollen und 
demokratischen Zusammenlebens anzusprechen. 
 
Die Workshops sollen jungen Menschen ermöglichen, gesellschaftliche Erwartungen und 
Konfliktsituationen kritisch zu reflektieren, Empathie zu entwickeln und Handlungssicherheit 
im Umgang mit diskriminierenden oder grenzüberschreitenden Verhaltensweisen zu gewin-
nen. Dabei sollen insbesondere soziale Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein sowie 
respektvolle Kommunikation gefördert werden. 
 
Darüber hinaus leisten präventive Bildungsangebote dieser Art einen wichtigen Beitrag zur 
Gewaltprävention, zur Stärkung demokratischer Alltagskultur sowie zur Förderung sozialer 
Kohäsion. Frühzeitige Präventionsarbeit kann helfen, Ausgrenzung, Abwertung und eskalie-
rende Konflikte zu reduzieren und ein respektvolles Miteinander nachhaltig zu stärken.

- 3 - 
 
Die Förderung demokratischer Werte, Respekt und sozialer Verantwortung im Jugendalter 
ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Chancengleich-
heit. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
gez. Lino Hammer      gez. Niklas Kienitz 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer    CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
 
gez. Pascal Pütz      gez. Lucas Sickmöller 
SPD-Fraktionsgeschäftsführer    Volt-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

29.06.2026 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1064/2026
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Rat)
Datum
17.06.2026
Erstellt
17.06.2026 11:26