1642/2024
Abschlussbericht Evaluation des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln"
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IX/15/152 Vorlagen-Nummer 29.05.2024 1642/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 06.06.2024 Stadtentwicklungsausschuss 20.06.2024 Abschlussbericht Evaluation des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke –Veedel - Starkes Köln" Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2016 das Integrierte Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftsweisendes Leitkonzept zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung beauftragt, unter Nutzung möglicher Förderzugänge die im Leitkonzept enthaltenen Maßnahmen umzusetzen (Vorlage -Nr. 2899/2016). Mit dem Abschluss des Programms zum Jahresende 2022 wurde das Unternehmen empirica ag beauftragt, im Rahmen einer Evaluation die Umsetzung und dessen Wirkungsweise zu analysieren. Im Mittelpunkt steht die Bewertung der Zielerreichung des Gesamtprogramms vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen sowie des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes bis Ende 2022. Das Ergebnis der Programmevaluation wurde im Dezember 2023 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung mit begleitender Fotoausstellung in der Piaz zetta des Historischen Rathauses öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Einen Rückblick auf die Veranstaltung im Form eines Kurzvideos sowie weitergehende Informationen finden Sie hier: Link zur Eventseite der Absch lussveranstaltung Darüber hinaus hat empirica einen umfassenden Abschlussbericht in digitaler Form erstellt, den wir Ihnen mit dieser Mitteilung gerne zur Verfügung stellen möchten (siehe Anlage 1 – Abschlussbericht Langfassung). Eine Kurzversion des Absch lussberichtes wurde auf der Internetseite zum Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ veröffentlicht: Link zur Startseite „Starke Veedel – Starkes Köln“ Link zur Abschlussbericht Kurzfassung Gez. Haack
Anlage 1 - Abschlussbericht "Starke Veedel - Starkes Köln" Langfassung
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Starke Veedel – Starkes Köln Evaluation des Integrierten Handlungskonzeptes Endbericht 2 Kurzfassung: Evaluation „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK) Gesamtbewertung und Lernerfahrungen Unter komplexen Rahmenbedingungen hat SVSK in den Sozialräumen viele Prozesse angestoßen und Entwicklungsimpulse gesetzt, die auch über die Programmlaufzeit hinauswirken: › Die Stadt hat neue sozial-integrative (Beratungs-)Angebote und Vorgehensweisen erprobt sowie bewährte Ansätze gesichert und teilweise räumlich ausgedehnt. Ins- gesamt wurden die Teilhabemöglichkeiten der Bevölkerung gestärkt. Die Angebote konnten in einigen Fällen auch über die Förderlaufzeit hinaus gesichert werden. Es bestehen dennoch weiterhin Unterstützungsbedarfe in den Sozialräumen. › Die Baumaßnahmen steigern nachhaltig die Attraktivität der öffentlichen Räume, wobei aber nicht alle Sozialräume gleichermaßen profitieren. Es wurden zudem neue Nutzungsmöglichkeiten geschaffen (Spiel- und Bewegungsangebote, Treffpunkte). › Die Maßnahmen des Programms haben die Umweltqualität durch Bepflanzungs- und Entsiegelungsmaßnahmen verbessert und die Bewusstseinsbildung für Umweltas- pekte angestoßen. Gemeinsam mit den Projektpartner*innen wurden neue Ansätze zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und erstmalig im Kölner Stadtgebiet umgesetzt. › Aufwertungen im Wohnumfeld haben die Wohnfunktion nachhaltig gestärkt, u.a. durch Verschönerungen von Gebäudefassaden. › Das Image der Sozialräume hat sich durch die Impulse verbessert und es zeigt sich eine positive Aufbruchsstimmung innerhalb der Sozialräume. › Neues Engagement wurde aktiviert, aber auch bestehendes Engagement gestärkt. Netzwerke haben sich intensiviert und dadurch langfristig gefestigt. › Innerhalb der Verwaltung hat das Programm bewirkt, dass eine ressortübergreifende Zusammenarbeit erprobt und die sozialraumorientierte, integrierte Arbeitsweise weiter - entwickelt wurde. Aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen konnten die Synergien zwischen den Maßnahmen nicht durchgängig ausgeschöpft werden. Die Lernerfahrun- gen aus SVSK werden aufgegriffen und fließen in die weiteren Projekt- und Programm- planungen ein. Das zukünftige Vorgehen der Kölner Stadtentwicklung konzentriert sich auf kleinere Umsetzungskulissen und fokussiert sich auf den Förderzugang der Städte- bauförderung. Insgesamt war das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ im Hinblick auf das Gesamt- kostenvolumen und die parallele Umsetzung in elf Sozialräumen ein bisher einzigartiger Prozess für die Stadt Köln. Externe Einflussfaktoren und sich ändernde förderrechtliche Rahmenbedingungen erforderten dabei immer wieder eine Anpassung des Vorgehens. In den Sozialräumen wurden viele gute sozial-integrative Ansätze angestoßen und die Quali- tät der öffentlichen Räume aufgewertet, die allesamt zu einer Verbesserung der Lebens - bedingungen der Menschen vor Ort beitragen. Starke Veedel – Starkes Köln Evaluation des Integrierten Handlungskonzeptes Endbericht 4 5 Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 1. Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2. Im Überblick: Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK) . . . . . . . . . . . . . . . 11 2.1 Ziele des Leitk onzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 2.2 Übersicht über Handlungsfelder und Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 2.3 Rahmenbedingungen und ext erne Einflussfaktoren . . . . . . . . . 22 3. Bisherige Entwicklung: Die Sozialräume im gesamtstädtischen Kontext . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 4. Zielerreichung und Wirkungen von SVSK – Was wurde erreicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 4.1 Erprobung, Sicherung und räumliche Ausdehnung sozial-integrativer Angebote . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 4.2 Stärkung Teilhabe und Engagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 4.3 Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von Spiel-, Sport- und Begegnungsorten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 4.4 Verbesserung der Umweltqualität und Bewusstseinsbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 4.5 Stärkung der Wohnfunktion und Anstoßwirkung für weitere Investitionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 4.6 Verbesserung der Images der Sozialräume . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 5. Umsetzung des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 6. Gesamtbewertung und Lernerfahrungen . . . . . . . . . . . . 63 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 Kontakt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 6 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse Hintergrund und Ziele der Evaluation I m Jahr 2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Integrierte Handlungskonzept (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK). Als übergeordnetes Ziel verfolgte SVSK die Verbesserung der Lebens- bedingungen der Menschen in elf Sozialräumen. SVSK knüpfte dabei an das Programm „Lebenswerte Veedel“ an, mit dem die Stadt Köln bereits seit 2006 in elf Sozialräumen aktiv ist. Das Programm SVSK endete offiziell im Jahr 2022. Die abschließende Evaluation dient der rückblickenden Analyse der Umsetzung des Gesamtprogramms und dessen Wirkungsweisen. Sie basiert auf der Auswertung vorhandener Unterlagen sowie Kontext- und Controlling- Daten, Interviews und zwei Workshops mit Programmbeteiligten. Überblick über das Programm SVSK Im Rahmen von SVSK werden 53 Einzel-Maßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von 26,8 Mio. € umgesetzt. Neun Maßnah- men sind noch in der Umsetzung, 44 bereits abgeschlossen (Stand Juni 2023). Für die Umsetzung von Maßnahmen nutzt die Stadt Köln den Euro - päischen Sozialfonds (ESF), den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie die Städtebauförderung. Einzelne Maß - nahmen wurden auch über sonstige Förderzugänge finanziert, u.a. durch Mittel des Bundesfamilien- oder Bundesumweltministeriums. Da sich die elf Sozialräume in ihren Problemlagen voneinander unterscheiden, wurden manche Maßnahmen nur in einem, in einigen wenigen oder auch in allen Sozialräumen umgesetzt. Rahmenbedingungen und externe Einflussfaktoren Zahlreiche externe Einflussfaktoren, wie veränderte ESF-Förder - bedingungen, Covid-19-Pandemie und Ukraine-Krieg mit anschlie- ßender Energie- und Baukrise, erschwerten die Umsetzung von SVSK und führten zum Wegfall von Einzel-Maßnahmen sowie zu zeitlichen Verzögerungen in der Umsetzung. Personalfluktuation und Fachkräftemangel beeinträchtigten zusätzlich die Umsetzung von Maßnahmen. 7 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Bisherige Entwicklung: Sozialräume im gesamtstädtischen Kontext In den elf Sozialräumen leben aktuell fast 240.000 Personen und damit über 20 Prozent der Bevölkerung der Stadt Köln (Stand 31.12.2022). In den Sozialräumen leben besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund sowie besonders viele Kinder und Jugend- liche. Die Sozialräume wuchsen in den vergangenen Jahren weniger als die übrigen Stadtgebiete. Entsprechend der konjunkturellen Rahmenbedingungen ist der Beschäftigtenanteil auch in den Sozialräumen seit 2012 gestiegen. Allerdings liegen die sozialen Belastungen weiterhin deutlich über dem Niveau des übrigen Stadtgebiets mit einem hohen Anteil an Haushalten im Transferleistungsbezug. Die stetig steigende Nachfrage nach Wohnraum in Köln führt bei einem knappen Angebot auch in den Sozialräumen zu steigenden Preisen. Zielerreichung und Wirksamkeit SVSK Unter komplexen Rahmenbedingungen hat SVSK in den Sozialräu - men viele Prozesse angestoßen und Entwicklungsimpulse gesetzt, die auch über die Programmlaufzeit hinauswirken: › Es wurden neue sozialintegrative (Beratungs-)Angebote und Vorgehensweisen erprobt sowie bewährte Ansätze gesichert und teilweise räumlich ausgedehnt. Insgesamt wurden die Teil - habemöglichkeiten der Bevölkerung gestärkt. Die Angebote wurden teilweise auch über die Förderlaufzeit hinaus gesichert. Es bestehen aber weiterhin Unterstützungsbedarfe in den So- zialräumen. › Die Baumaßnahmen steigern nachhaltig die Attraktivität der öffentlichen Räume, wobei aber nicht alle Sozialräume gleicher - maßen profitieren. Es wurden zudem neue Nutzungsmöglich - keiten geschaffen (Spiel- und Bewegungsangebote, Treffpunkte, Gastronomiebereiche,…). › Die Umweltqualität wurde durch Bepflanzungs- und Entsiege - lungsmaßnahmen verbessert und die Bewusstseinsbildung für Umweltaspekte angestoßen. Es wurden zudem neue Ansätze zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und erstmalig im Kölner Stadtgebiet umgesetzt. 8 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ › Die Wohnfunktion wurde nachhaltig durch Aufwertungen im Wohnumfeld gestärkt, u.a. durch Verschönerungen von Gebäu - defassaden. › Es wurden Impulse für eine Verbesserung der Images der Sozial- räume gesetzt und es zeigt sich eine positive Aufbruchsstim - mung innerhalb der Sozialräume. › Es wurde neues Engagement aktiviert, aber auch bestehendes Engagement gestärkt. Netzwerke wurden intensiviert und da - durch langfristig gestärkt. › Innerhalb der Verwaltung wurde die ressortübergreifende Zu- sammenarbeit erprobt und die sozialraumorientierte, integrierte Arbeitsweise weiterentwickelt. Aufgrund der komplexen Rah - menbedingungen konnten die Synergien zwischen den Maßnah - men nicht durchgängig ausgeschöpft werden. Die Lernerfah - rungen aus SVSK werden aufgegriffen und fließen in die weitere Projekt- und Programmplanungen ein. Fazit Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ war im Hinblick auf das Gesamtkostenvolumen und die parallele Umsetzung in elf Sozialräumen ein bisher einzigartiger Prozess für die Stadt Köln. Externe Einflussfaktoren und sich ändernde förderrechtliche Rah - menbedin-gungen erforderten dabei immer wieder eine Anpassung des Vorgehens. Auch wenn viele Bedarfslagen in den Sozialräumen weiter bestehen, wurden schlussendlich viele gute sozialintegrative Ansätze angestoßen und die Qualität der öffentlichen Räume aufge- wertet, die allesamt zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort beitragen. 9 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 1. Einführung Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK) Im Dezember 2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Integrierte Handlungskonzept (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ . Mit dem Leitkonzept SVSK hat die Stadt Köln auf den Projektaufruf „Starke Quartiere – Starke Menschen“ des Landes Nordrhein-Westfalen von Februar 2015 reagiert. „Starke Quartiere – Starke Menschen" griff die Strategie der Europäischen Union für die Förderperiode 2014 bis 2020 auf und ermöglichte Städten und Gemeinden, in ausgewählten Quartieren präventive und nachhaltige Entwicklungen anzustoßen und Maßnahmen in unterschiedlichen Lebensbereichen umzuset - zen, um Armut und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ knüpfte an das Programm „Lebenswerte Veedel“1 an, mit dem die Stadt Köln bereits seit 2006 in elf Sozialräumen aktiv ist. Als übergeordnetes Ziel verfolgte SVSK die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Sozialräumen. Ziel und Anlass der Evaluation Das Programm SVSK endete offiziell im Dezember 2022 mit dem Abschluss der Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale Entwicklungen der Union (2014 bis 2020 inklusive Abrechnungs - phase mit Bund und Land bis 2022). Die Evaluation des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ dient der rückblickenden Analyse der Umsetzung des Gesamtprogramms und dessen Wirkungsweisen. Die Programmevaluation berücksichtigt dabei die folgenden Themenschwerpunkte: › Zielerreichung auf Ebene der fünf Handlungsfelder und Querschnittsziele › Nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahmen und des Programms › Besonderheiten des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes › Lessons-Learned für zukünftige Projekt- und Programmumsetzungen 1 Ziel des Programms „Lebenswerte Veedel“ ist es, in den Kölner Gebieten, die überdurchschnittlich stark von sozialer Benachteiligung und Armut betroffen sind, die Vernetzung der städtischen Dienststellen, der unterschiedlichen Akteure und der Bürger*innen zu verbessern. Zentrales Element dafür sind die Sozialraumkoordinationen. 10 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Methodisches Vorgehen der Evaluation Methodisch basiert die Evaluation auf der Auswertung vorhandener Unterlagen, der Auswertung von Kontext- und Controlling-Daten, Interviews mit Programmbeteiligten sowie zwei Workshops. › Dokumentenanalyse und Controlling-Liste Zur Überprüfung der Zielerreichung und Wirksamkeit des Gesamt - programms wurden vorhandene Dokumente ausgewertet. Dazu zählen beispielsweise: Integriertes Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ , Sozialraumspezifische Integrierte Stadtentwicklungs- konzepte (ISEK), Maßnahmenblätter in den ISEK (operative Ziele, Projektziele, Indikatoren), Ergebnisberichte der Evaluationen in den Sozialräumen „Buchheim, Buchforst und Mülheim-Nord, Keupstraße" sowie „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord" und Sachstands- berichte 2018 – 2022. Ferner wurden für die Evaluation anhand der Controlling-Liste die Maßnahmen u.a. hinsichtlich Umsetzungsku - lisse, Kosten, Förderhöhe, Status, Laufzeit analysiert und beispiels - weise nach Förderzugang, Sozialraum oder Handlungsfeld geclustert. Ziel ist der Gesamtüberblick über die umgesetzten Maßnahmen. › Kontextdaten Auf Grundlage von Daten des Amtes für Stadtentwicklung und Sta - tistik der Stadt Köln sowie Daten aus der empirica-Preisdatenbank (Basis: VALUE Marktdaten) wurde ein Set an Kontextindikatoren für die elf Sozialräume zusammengestellt. Diese Indikatoren werden in Kapitel 3 mit dem Ziel analysiert, demografische, ökonomische und soziale Rahmenbedingungen in den elf Sozialräumen im Verhältnis zur Gesamtstadt darzustellen. Dargestellt wird je nach Datenverfüg- barkeit der Zeitraum 2012 bis 2022. › Interviews Im Rahmen der Evaluation wurden Interviews mit unterschiedlichen Akteuren des Programms SVSK geführt. Zu den Akteursgruppen zählen insbesondere Projektverantwortliche, Sozialraumkoordination sowie Quartiersmanagements. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Expert*innen standen die Themen: Einschätzungen zur Situation in den Sozialräumen und Veränderungen in den letzten Jahren (z. B. Image, Zusammenleben), persönliche Erfahrungen im Programm SVSK, Umsetzungsstand, Zieler- reichung und Wirkungshinweise der Maßnahmen bzw. des Gesamtpro- gramms sowie Netzwerke und Synergieeffekte. › Workshops Am 4. September 2023 fand eine Expert*innenrunde mit Mitarbei- tenden aus der Verwaltung zur gemeinsamen Bewertung der Ziel erreichung und Wirkungen des Gesamtprogramms statt. Am 12. September 2023 erfolgte darüber hinaus die Vorstellung und Diskussion von (Zwischen-)Ergebnissen in dem SVSK-Lenkungskreis. 11 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 2. Im Überblick: Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ 2.1 Ziele des Leitkonzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“ Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK) startete im Jahr 2016 und diente als Leitkonzept zur Integrierten Stadtentwicklung in Köln. Als übergeordnetes Ziel verfolgte SVSK die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in elf Sozialräumen. Es ging um eine Verbesserung der Lebensqualitäten und Teilhabechancen in der bestehenden Bevölkerungszusammensetzung (vgl. Abbildung 1). Um dies zu erreichen wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket in ursprünglich fünf Handlungsfeldern entwickelt (vgl. Abbildung 2), das in allen elf Sozialräumen mit einem vergleichbaren Vorgehen umge- setzt, dabei jedoch explizit auf die Bedarfe und Erfordernisse vor Ort angepasst wurde. Zusätzlich wurden gebietsspezifische Lösungen passgenau für die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschied- lichen Sozialräume entwickelt. Für die Umsetzung von Maßnahmen nutzte die Stadt Köln den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Um zusätzlich noch Bundes- und Landesmittel der Städtebauförderung einzuwerben, wurden sechs sozialraumspezifische Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEK) erarbeitet. Einzelne Maßnahmen wurden auch über sonstige Förder- zugänge finanziert, u.a. durch Mittel des Bundesfamilien- oder Bundesumweltministeriums. 12 13 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zielsystem des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Leitziel Verbesserte Lebensbedingungen des Menschen im Programmgebiet Querschnittsziele Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung Gleichstellung von Männern und Frauen Nichtdiskriminierung (Chancengleichheit/Barrierefreiheit) Nachhaltigkeit Sozialraumorientierte Stadtentwicklung Strategische Ziele Verbesserte Bildungs- strukturen und erhöhtes (Aus-) Bildungsniveau Gefestigte und verbesserte Erwerbsfähigkeit sowie erhöhte Erwerbstätigkeit Lebenswert und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn- und Lebensumfeld Verbesserte gesundheitliche Situation Strukturell verbesserte wirtschaftliche Situation Gefestigte und gestärkte Wohnfunktion Umweltgerechteres und klimaangepasstes Leben Operative Ziele Stärker geförderte und entwickelte Wirtschaftsstandorte/Adressbildung Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen Verbesserte Vernetzung von und mit GrünflächenVerbesserte Nahversorgung Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebotsformen Verbesserte Vernetzung und Kooperation der Wohnungsmarktakteure Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen für neue NutzungenVerbessertes Übergangsmanagement Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umweltbewusstere Lebensweise Die von Armut Bedrohten/Betroffenen sind in stärkerem Maße in den Arbeitsmarkt integriert Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und/oder Arbeitsplätze Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensräume Handlungsfelder Früh ansetzende Hilfen Wirtschaft und Qualifizierung Wohnen Öffentlicher Raum Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit Abb. 1 Quelle: Stadt Köln, Integriertes Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ , S. 75 14 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 2.2 Übersicht über Handlungsfelder und Maßnahmen Handlungsfelder und Maßnahmen Insgesamt wurden 53 Einzel-Maßnahmen2 in den vier Hand lungs feldern (1) Früh ansetzende Hilfen (2) Öffentlicher Raum (3) Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit (4) Wohnen sowie handlungsfeldübergreifend aus unterschiedlichen Förderpro- grammen bewilligt (vgl. Abbildung 2), wovon 44 bereits abgeschlos- sen und 9 noch in der Umsetzung/in Vorbereitung sind (Stand: Juni 2023). Im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung wurde keine Maßnahme umgesetzt. Eine ausführliche Beschreibung je Maß - nahme befindet sich im Anhang (vgl. Maßnahmenliste im Anhang). 2 Hinweis: Die Zählung der Maßnahmen basiert auf einer Einteilung der Stadt Köln. Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Übersicht Maßnahmen und Handlungsfelder* Früh ansetzende Hilfe › Kita-Einstieg (2x) › Plan 27 › Willkommen & Ankommen › Stadtteileltern › Mobile offene Kinder- & Jugendarbeit › Familien im Zentrum › Bildungsberatungszentrum Mülheim › Prävention durch Medienbildung › Fit und Aktiv (3x) Öffentlicher Raum › Spiel- und Bewegungsräume (11x) › Generalsanierung Sportanlage Humboldtstr. › Multifunktionale Freiräume › Platz an der Herler Straße in Buchheim › Partizipative Neugestaltung „Platz an St. Adelheid“ › Modernisierung Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße 15 Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit › Stärkung/Erweiterung des Schulgartenangebotes › Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter › ökol. Revitalisierung „Westerwaldstraße“ Wohnen › Haus,- Hof- und Fassadenprogramm (5x) › Zuhause im Veedel (3x) Handlungsfeldübergreifend › Büro für Quartiersmanagement u. Aktivierung (6x) › Externe Beratung bei der Erstellung des Leitkonzeptes (6x) › Prozessbegleitende Evaluation (2x) Abb. 2 Stadt Köln, eigene Darstellung * Das Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung wurde von ESF-Maßnahmen zur Bildung und Qualifikation aufgegriffen, ist aber nicht mit spezifischen Maßnahmen hinterlegt. Die Maßnahme „Hallo Nachbar“ ist Teil der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement“ . Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 16 Gesamtkostenvolumen Insgesamt werden im Rahmen von SVSK Maßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von 26,8 Mio. € (Stand Juni 2023) umge - setzt. Laut Ratsbeschluss zum IHK hat der Rat der Stadt Köln den Bedarf für die im IHK aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von rd. 77,3 Millionen Euro vorbehaltlich der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen anerkannt und zur Verfügung gestellt. Das bislang bewilligte Gesamtkostenvolumen liegt deutlich unter dem ursprünglich avisierten Mitteleinsatz. Dies lag vor allem an der Neuausrichtung des ESF und nicht bewilligter Einzelprojekte sowie an Änderungen im Programmzuschnitt (vgl. Kapitel 2.3). Die Abbildung 3 zeigt die Gesamtkostenstruktur aller bewilligter Maßnahmen. Der Anteil der EFRE-Förderung der EU – teilweise in Kombination mit der Städtebauförderung – wie auch die „reine“ Städtebauförderung machen den größten Anteil der eingesetzten Mittel aus, mit denen vor allem investive, sozialraumspezifische Maß- nahmen gefördert wurden. Mit den ESF-Mitteln wurden hingegen sozial-integrative Maßnahmen überwiegend sozialraumübergreifend umgesetzt. Abb. 3 Quelle: Stadt Köln, eigene Darstellung empirica * Eigenanteil inkl. nicht förderfähiger Sachkosten ** Mittel für Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße Abb. 4 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung empirica *Keine Maßnahme im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung 17 Maßnahmen und Kostenvolumen je Handlungsfeld Die meisten Maßnahmen wurden im Handlungsfeld „Öffentlicher Raum“ umgesetzt (vgl. Abbildung 4) , darunter beispielsweise elf Spiel- und Bewegungsräume oder das Projekt „Multifunktionale Frei- räume“ (vgl. Maßnahmenliste im Anhang). In diesem Handlungsfeld floss mit Abstand der größte Anteil der Mittel (vgl. Abbildung 5). Im Handlungsfeld Wirtschaft und Qualifizierung wurde aufgrund des fehlenden Förderzugangs keine Maßnahme umgesetzt (vgl. Kapitel 2.3). Maßnahmen wie das Quartiersmanagement mit den Verfü - gungsfonds zählen als handlungsfeldübergreifende Maßnahmen. Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abb. 5 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung empirica *Keine Maßnahme im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung 18 Maßnahmen und Kostenvolumen je Sozialraum Da sich die Sozialräume in ihren Problemlagen voneinander unter - scheiden, wurden manche Maßnahmen nur in einem, in einigen wenigen oder auch in allen Sozialräumen umgesetzt. Die Anzahl der Maßnahmen war in den Sozialräumen sehr unterschiedlich. Bedingt wurde dies vor allem dadurch, ob ein zusätzliches ISEK und damit Mittel aus der Städtebauförderung zur Verfügung standen oder nicht. In den sieben Sozialräumen mit ISEK wurden deutlich mehr Maß- nahmen umgesetzt als in den vier Sozialräumen ohne ISEK (Abbil- dung 6). Demzufolge unterschied sich auch das Kostenvolumen der umgesetzten Maßnahmen zwischen den Sozialräumen. Drei Maßnahmen wurden übergreifend in allen elf Sozialräumen umgesetzt (Plan 27, Stadtteileltern, Hitzeaktionsplan). In Höhenberg/ Vingst wurde darüber hinaus keine weitere Maßnahme umgesetzt, in Bocklemünd/Mengenich, Bilderstöckchen sowie Bickendorf/West- end/Ossendorf noch vereinzelt weitere Maßnahmen. Die meisten Maßnahmen konnten im Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/See - berg-Nord realisiert werden. Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 19 Maßnahmen je Sozialraum Abb. 6 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung empirica Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 20 21 Maßnahmen je Sozialraum und Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfe Öffentlicher Raum Klima & Umwelt Wohnen Handlungsfeldübergreifend Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße (ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Willkommen & Ankommen • Kita-Einstieg (2x) • Bildungsberatungszentrum • Spiel- und Bewegungsräume (2x) • Platz an der Herler Straße • Hitzeaktionsplan • Haus,- Hof- und Fassadenprogramm • Quartiersmanagement & Verfügungsfonds • Prozessbegleitende Evaluation Ostheim und Neubrück (ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Mobile offene Kinder- & Jugendarbeit • Spiel- und Bewegungsräume • Platz an St. Adelheid • Jugendeinrichtung Gernsheimer Str. • Hitzeaktionsplan • Zuhause im Veedel • Haus,- Hof- und Fassadenprogramm • Quartiersmanagement & Verfügungsfonds Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord (ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Willkommen & Ankommen • Kita-Einstieg (2x) • Fit und aktiv (2x) • Spiel- und Bewegungsräume (4x) • Hitzeaktionsplan • Schulgarten • Zuhause im Veedel • Haus,- Hof- und Fassadenprogramm • Quartiersmanagement & Verfügungsfonds • Prozessbegleitende Evaluation Humboldt/ Gremberg und Kalk (ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Willkommen & Ankommen • Kita-Einstieg (2x) • Spiel- und Bewegungsräume • Hitzeaktionsplan • Revitalisierung Westerwaldstr. • Haus,- Hof- und Fassadenprogramm • Quartiersmanagement & Verfügungsfonds Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil (ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Fit und Aktiv • Spiel- und Bewegungsräume • Generalsanierung Sportanlage Humboldtstr. • Hitzeaktionsplan • Multifunktionale Freiräume • Zuhause im Veedel • Haus,- Hof- und Fassadenprogramm • Quartiersmanagement & Verfügungsfonds Meschenich und Rondorf (ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Willkommen & Ankommen • Kita-Einstieg • Spiel- und Bewegungsräume • Hitzeaktionsplan • Quartiersmanagement & Verfügungsfonds Bocklemünd/ Mengenich (ohne ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Familien im Zentrum • Hitzeaktionsplan Bickendorf, Westend und Ossendorf (ohne ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Spiel- und Bewegungsräume • Hitzeaktionsplan Höhenberg/Vingst (ohne ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Hitzeaktionsplan Bilderstöckchen (ohne ISEK) • Plan 27 • Stadtteileltern • Medienbildung • Hitzeaktionsplan Abb. 7 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung Hinweis: Zu den handlungsfeldübergreifenden Maßnahmen zählte in allen Sozialräumen mit ISEK noch die externe Beratung bei der Erstellung des Leitkonzeptes empirica 22 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 2.3 Rahmenbedingungen und externe Einflussfaktoren Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ war hinsichtlich der geplanten Anzahl und dem Umfang an Maßnahmen und Investitio - nen sehr ambitioniert. Dementsprechend wurden sehr hohe Erwar - tungen mit dem Programm verbunden. Verschiedene übergeordnete Rahmenbedingungen und Einflussfak- toren haben die geplante Umsetzung des Leitkonzeptes erschwert, so dass der ursprünglich geplante Umfang an Maßnahmen und Investitionen nicht erreicht werden konnte. Folgende externe Rahmenbedingungen nahmen auf die Programmumsetzung Einfluss: › Veränderte ESF-Förderbedingungen: Der „Richtungswechsel“ der förderpolitischen Schwerpunkte des Landes NRW in der ESF-Förderung Mitte 2018 hatte erhebliche Auswirkungen auf die Planungen (Schwerpunktsetzung verlagerte sich von der Förderung der Erwerbstätigkeit zur Bekämpfung von Kinder - armut). So konnten auch mehrere bereits abgestimmte und geplante Maßnahmen im Bereich Wirtschaft und Arbeit nicht umgesetzt werden. In 2017 war zudem bereits eine Änderung der ESF-Förderung vorausgegangen, so dass keine größeren Sachkosten mehr als förderfähig anerkannt wurden. In der Folge konnten Maßnahmen, die im IHK benannt wurden, mit einem Ge - samtkostenvolumen von rund 17 Mio. € nicht mit dem avisierten Förderzugang weiterverfolgt werden. › Erstellung von zusätzlichen integrierten Stadtentwicklungs- konzepten: Mit dem IHK konnten Fördermittel der Europäischen Union eingeworben werden. Um Städtebaufördermittel von Bund und Land beantragen zu können, wurde zusätzlich die Erstellung von einzelnen, sozialraumbezogenen und vom Förder - mittelgeber anerkannten integrierten Stadtentwicklungskonzep - ten (ISEK) notwendig, die spezielle Vorgaben erfüllen mussten. Dem für den Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf erstellten ISEK fehlte ein ausreichend großes städtebauliches Maßnahmenpaket, so dass eine Anerkennung nicht erteilt wur - de. Eine ähnliche Situation traf für die Sozialräume Bilderstöck - chen, Höhenberg/Vingst und Bocklemünd/Mengenich zu. Die vorgesehenen baulichen Maßnahmen reichten für die Erstellung eines ISEK nicht aus. 23 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ › Covid-19 Pandemie: Die Pandemie erschwerte vor allem in den Jahren 2020 und 2021 die Programmumsetzung in Bezug auf die aktivierende Arbeit. Hiervon waren im Besonderen die Quartiersmanagements mit den Verfügungsfondsprojekten betroffen. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie stellten alle Akteur*innen vor große Herausforderungen und erforderten kurzfristig ein Umdenken und Umplanen. Auch wenn sehr kreative Lösungen gefunden wurden, konnten einige der Aktionen und Veranstaltungen dennoch nicht wie geplant durch - geführt werden › Bau- und Energiekrise: Begonnen mit der Pandemie und dann verstärkt durch den Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehende Energiekrise sind die Baukosten stark gestiegen. Dies erzeugte maßgebliche Auswirkungen auf die Umsetzung von großen Infrastrukturprojekten. Beispielsweise sind die Bau - kosten zur Ertüchtigung und Neugestaltung des Kulturbunkers oder des Bürgerhauses MüZe im Sozialraum Mülheim-Nord/ Keupstraße im Gegensatz zu den ursprünglich im Antrag ge - schätzten Baukosten so stark gestiegen, dass eine Umsetzung nicht mehr realisiert werden konnte. Auch das Haus-, Hof- und Fassadenprogramm litt unter dem angespannten Investitions- klima im Zuge der Pandemie sowie der sich anschließenden Bau- und Energiekrise. Private Eigentümer*innen als auch die Wohnungswirtschaft zeigten sind zögerlich bei Baumaßnahmen. › Zeitversetzte Umsetzung der Maßnahmen: Um die Nutzung der unterschiedlichen Förderzugänge möglich zu machen, wurden auf der Grundlage des Integrierten Handlungskonzeptes für den sozialraumübergreifenden Ansatz (ESF und EFRE) sieben Einzel - konzepte für den sozialraumspezifischen Ansatz (Städtebauför- derung) notwendig. Dies hat in der Folge die zeitliche Taktung gegenüber der Ausgangsplanung deutlich verändert. Während die sozial-integrativen ESF-Maßnahmen bereits ab 2017 star- ten konnten und mit wenigen Ausnahmen 2020 abgeschlossen waren, starteten viele Baumaßnahmen dann erst mit der Planung und Umsetzungsvorbereitung. Zudem hatte die gestaffelte Erar- beitung der Integrierten Stadtentwicklungskonzepte zur Folge, dass Maßnahmen wie das Quartiersmanagement zeitversetzt und nicht immer parallel zu den investiven Maßnahmen in den jewei - ligen Sozialräumen starten konnten. Insgesamt wurden dadurch Synergiewirkungen zwischen den baulichen und den sozial-inte- grativen sowie der Erfahrungsaustausch untereinander erschwert. 24 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ › Personelle Ressourcen: Personalfluktuation und fehlende Fach - kräfte erschwerten an vielen Stellen im Prozess die Umsetzung und führten zu zeitlichen Verzögerungen. Eine verbindliche Durchführung insbesondere der größeren baulichen Maßnah - men, die von Planung bis zur Fertigstellung über einen langen Zeitraum verfolgt werden müssen, gestaltete sich damit schwie - rig. In den zuständigen Fachämtern fehlten teilweise die perso - nellen Ressourcen, um die Maßnahmen rechtzeitig und inner - halb des Programms SVSK in die Umsetzung zu bringen. Zudem konnte aufgrund der Fluktuation ein Wissenserhalt nicht immer sichergestellt werden. Persönliche Netzwerke lösten sich auf, so dass erworbene Kompetenzen und fachliches Know-how müh - sam wieder aufgebaut werden mussten. Durch die schwierigen externen Rahmenbedingungen konnte SVSK zwar nicht seinen vollen Umfang oder avisierte Synergieeffekte wie geplant aus - schöpfen. Dennoch erzielte SVSK nachhaltige positive Wirkun - gen für alle Bewohner*innen in den Sozialräumen (vgl. Kapitel 4). Darüber hinaus wurden wichtige Impulse gesetzt und wertvolle Lernerfahrungen gesammelt, die in die weitere integrierte Stadt - entwicklungsplanung der Stadt Köln einfließen. Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 25 3. Bisherige Entwicklung: Die Sozialräume im gesamtstädtischen Kontext Bevölkerungsentwicklung und -struktur: Sozialräume wachsen weniger als die übrigen Stadtgebiete in Köln, zwischen 2016 und 2021 ist die Bevölkerungsentwicklung sogar rückläufig In den elf Sozialräumen leben aktuell 237.464 Personen und damit 22 Prozent der Bevölkerung der Stadt Köln (Stand 31.12.2022). Die Sozialräume unterscheiden sich stark in ihren Bevölkerungszahlen – Humboldt/Gremberg/Kalk bildet mit rd. 40.000 Einwohner*innen den größten Sozialraum, Bocklemünd/Mengenich mit rd. 10.600 Personen den kleinsten. Abb. 8 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica 26 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Gegenüber 2012 ist die Zahl der Einwohner*innen in den Sozialräu - men bis 2022 geringer gestiegen (+1,7 Prozent) als in den übrigen Kölner Stadtgebieten (+5,4 Prozent). Zwischen 2016 und 2021 war die Bevölkerungsentwicklung in den Sozialräumen sogar rückläufig (vgl. Abbildung 8). Dabei gab es große Unterschiede zwischen den Sozialräumen. Im Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/Seeberg Nord ist der Bevölkerungsrückgang mit -6,9 Prozent besonders hoch. Die übrigen Stadtgebiete Kölns hatten in diesem Zeitraum hingegen einen Zuwachs von rd. 3.700 Personen (+0,4 Prozent). Zahl ausländischer Personen ist im übrigen Köln stärker gestiegen als in den Sozialräumen Der Zuzug nach Köln war in den letzten zehn Jahren stark durch einen Zuzug von ausländischen Personen geprägt. Die Ausländer*innen sind mehrheitlich aber nicht in die Sozialräume, sondern in das übrige Köln gezogen. Von mehr als 40.000 ausländischen Personen, die zwischen 2012 und 2022 nach Köln gezogen sind, haben rund 30.000 Perso - nen eine Wohnung außerhalb der Sozialräume gefunden. Die Zahl der Ausländer*innen ist demnach in den letzten zehn Jahren in den Sozial- räumen lediglich um 16 Prozent gestiegen, außerhalb der Sozialräume dagegen um 26 Prozent. Der Anteil an ausländischen Personen an der Gesamtbevölkerung ist in den Sozialräumen hingegen etwas stärker gestiegen als im übrigen Köln (2012 – 2022 Sozialräume: +3,9 Prozent und übriges Köln: +2,8 Prozent). Dies liegt allerdings an der insgesamt geringeren Bevölkerungsdynamik in den Sozialräumen. Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in den Sozialräumen auf hohem Niveau, aber mit geringerem Anstieg Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund liegt 2022 in den Sozialräumen mit 62 Prozent deutlich über dem Anteil auf gesamt - städtischer Ebene (42 Prozent). Die Personengruppe mit Migrations- hintergrund wächst in den Sozialräumen zwischen 2012 und 2022 mit +16 Prozent jedoch weniger stark als im übrigen Stadtgebiet (2012 – 2022: +27 Prozent). Geringeres Durchschnittsalter in den Sozialräumen, besonders viele Kinder und Jugendliche Die Bevölkerung ist in den Sozialräumen jünger als im gesamtstädti- schen Vergleich. Das Durchschnittsalter liegt im Jahr 2022 mit 40,4 Jahren leicht unter dem städtischen Durchschnittsalter von 41,8 Jahren. Insbesondere der Anteil an Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) ist in den Sozialräumen deutlich höher als in der Gesamt- stadt (19 Prozent zu 16 Prozent) (vgl. Abbildung 9). Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sozialräume Köln 2012 2022 2012 2022 75 Jahre und älter 8% 8% 8% 9% 60 bis unter 75 Jahre 14% 14% 15% 15% 45 bis unter 60 Jahre 20% 20% 21% 21% 30 bis unter 45 Jahre 22% 22% 24% 23% 18 bis unter 30 Jahre 17% 16% 17% 16% unter 18 Jahre 19% 19% 16% 16% 27 Abb. 9 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica Wanderungsdynamik: Leichte Wanderungsverluste zwischen 2017 und 2021 in den Sozialräumen, in 2022 erneut Wanderungs- gewinne von außerhalb von Köln Insgesamt verlieren die Sozialräume zwischen 2012 und 2022 rund 1.055 Personen durch Wanderungen. Während die Sozialräume zwischen 2012 und 2016 Einwohner*innen durch Wanderungen hinzugewinnen, ist der Wanderungssaldo zwischen 2017 und 2021 negativ. Mit steigenden Zuzügen von außerhalb Kölns (+12.162 Per- sonen) ist das Wanderungssaldo der Sozialräume im Jahr 2022 erst- malig wieder positiv (+2.545 Personen) (vgl. Abbildung 10). Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abb. 10 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica 28 Arbeitsmarkt & Soziales Beschäftigtenanteil in Sozialräumen steigt kontinuierlich an In den Sozialräumen liegt der Beschäftigtenanteil mit 56 Prozent (2022) unter dem gesamtstädtischen Niveau von 60 Prozent. 2012 ist der Anteil an Beschäftigten ähnlich stark wie gesamtstädtisch gestiegen (Sozialräume: +9 Prozent, Köln: +8 Prozent). Innerhalb der Sozialräume sticht in dem Betrachtungszeitraum Mülheim-Nord/ Keupstraße mit einem Zuwachs von +14 Prozent überdurchschnitt - lich heraus. Dies ist u. a. auf den Strukturwandel des Sozialraums hin zu einem Dienstleistungsstandort zurückzuführen. Im Bereich der Schanzenstraße haben sich viele Betriebe der Medien- und Kreativ - wirtschaft angesiedelt. Hierdurch gab es eine Zunahme von hoch - qualifizierten Arbeitsplätzen. Arbeitslosenquote in den Sozialräumen liegt deutlich über der gesamtstädtischen Quote Zwischen 2013 und 2018 sinkt die Arbeitslosenquote in den Sozialräu- men im Mittel um -3,4 Prozent und folgt damit dem gesamtstädtischen Trend (Köln: -2,1 Prozent). Nach einem kurzzeitigen Anstieg der Quote Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ im Jahr 2020 (Sozialräume: 15,6 Prozent, Köln: 9,4 Prozent) sinkt die Quote wieder langsam bis 2022 auf 14,4 Prozent in den Sozialräumen und 8,4 Prozent gesamtstädtisch. Dabei unterscheidet sich die Quote zwischen den einzelnen Sozialräumen zum Teil sehr stark. Jugendarbeitslosigkeit nach Pandemie wieder rückläufig Die Jugendarbeitslosigkeit (bis 25-Jährige) ist in den Sozialräumen unterschiedlich hoch und liegt 2022 zwischen 5,8 Prozent (Mesche- nich/Rondorf) und 15 Prozent (Mülheim-Nord/Keupstraße). Die gesamtstädtische Jugendarbeitslosenquote 2022 beträgt 5,5 Pro- zent. Zwischen 2013 und 2018 ist die Jugendarbeitslosigkeit im gesamten Stadtgebiet gesunken – jedoch in den Sozialräum deutlich stärker (-3,4 Prozent) als gesamtstädtisch (-1,8 Prozent). Beeinflusst durch die Pandemie stieg die Quote 2020 stark an und lag dann zwi- schenzeitlich wieder auf dem Niveau von 2013 (Sozialräume: 10,5 Prozent, Köln: 6,5 Prozent) (vgl. Abbildung 11). 29 Abb. 11 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Soziale Belastung weiterhin deutlich über dem Niveau des übrigen Stadtgebiets Auf gesamtstädtischer Ebene bildet im Jahr 2022 etwa jeder zehnte Haushalt (10,5 Prozent) eine Bedarfsgemeinschaft nach SGB II. Im Vergleich dazu ist in den Sozialräumen jeder fünfte Haushalt (20,1 Prozent) eine Bedarfsgemeinschaft. Auch in diesem Bereich gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Sozialräumen (Mülheim- Nord/Keupstraße: 32,1 Prozent, Bickendorf/Westend/Ossendorf: 13,7 Prozent). Bis auf einen kurzzeitigen Anstieg im Jahr 2020 sinkt der Anteil an Bedarfsgemeinschaften seit 2015 in den Sozialräumen stärker (-2,3 Prozent) als im übrigen Stadtgebiet (-0,3 Prozent) (vgl. Abbildung 12). Von allen Familienhaushalten (Bedarfsgemeinschaften mit unter 18-jährigen) sind in den Sozialräumen im Jahr 2022 rd. 36 Prozent Bedarfsgemeinschaften nach SGB II. Im Vergleich liegen die Anteile der Familienhaushalte mit SGB II Bezug an allen Haushalten mit Kin- dern im Jahr 2022 auf gesamtstädtischer Ebene bei 20 Prozent und in den übrigen Stadtgebieten bei 14 Prozent. 30 Abb. 12 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Steigendes Mietniveau in den Sozialräumen – Entwicklung folgt gesamtstädtischem Trend Die stetig steigende Nachfrage nach Wohnraum in Köln führt am Wohnungsmarkt bei einem ohnehin knappen Angebot zu weiter steigenden Preisen. Die Kaltmieten im Bestand sind von 2012 bis Ende des Jahres 2022 in den Sozialräumen (+53 Prozent) im ge- samtstädtischen Vergleich (+45 Prozent) überdurchschnittlich stark gestiegen (vgl. Abbildung 13). 31 Abb. 13 Quelle: empirica-Preisdatenbank (Basis: VALUE Marktdaten) empirica Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 4. Zielerreichung und Wirkungen von SVSK – Was wurde durch SVSK erreicht? Die nachfolgende Bewertung der Programmumsetzung berücksich- tigt alle Handlungsfelder und Maßnahmen und orientiert sich dabei an den Zielen von SVSK (vgl. Abbildung 1). Darüber hinaus erfolgt auch eine Bewertung der Querschnittsthemen „Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ (vgl. Kapitel 4.2) sowie „Umsetzung des sozialraumorien- tierten, integrierten Ansatzes“ (vgl. Kapitel 5). Die Bewertung basiert auf einer Dokumentenanalyse, Auswertung von Controlling-Daten, Expertinnen- und Experteninterviews sowie den Ergebnissen der Workshops (vgl. methodisches Vorgehen in Kapitel 1). Bei der Bewertung der Zielerreichung und Wirkungen von SVSK sind die begleitenden Rahmenbedingungen, wie in Kapitel 2.3 beschrie- ben, zu berücksichtigen. 4.1 Erprobung, Sicherung und räumliche Ausdehnung sozial-integrativer Angebote Ziele SVSK verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern. Hierzu wurden sozial-integrative Maßnahmen erprobt, gesichert und räumlich ausgedehnt. Dies leistete einen Bei- trag dazu, die Bildungsstrukturen und die gesundheitliche Situation in den Sozialräumen ansatzweise zu verbessern, das (Aus-)Bildungs- niveau zu erhöhen und die Erwerbsfähigkeit zu steigern. Informationen Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Verbesserung der Bildungsstrukturen und Erhöhung der Erwerbstätigkeit beigetragen: 32 Früh ansetzende Hilfe Kita-Einstieg Familie im Zentrum Plan 27 Bildungsberatungszentrum Willkommen und Ankommen Prävention durch Medienbildung Stadtteileltern Fit und aktiv Mobile offene Kinder- und Jugendarbeit Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Insbesondere durch die veränderten Rahmenbedingungen in der ESF-Förderung (vgl. Kapitel 2.3) konnten viele Maßnahmen nicht wie geplant umgesetzt werden. So wurde beispielsweise keine der geplanten Maßnahmen des Handlungsfeldes Wirtschaft & Qualifi - zierung umgesetzt (z. B. die Einrichtung von Kölner Veedelscentern (KVC) für Arbeit und Soziales in drei Sozialräumen). Andere Maßnah- men werden außerhalb des Programms umgesetzt, wie JobCoaches im Quartier (durch die Stadt Köln) oder Checkpraxis Berufsfeldorien- tierung (durch Träger). Wirkungshinweise zur Zielerreichung Zentrale Wirkungshinweise im Überblick › Erprobung neuer sozial-integrativer (Beratungs-)Angebote und Vorgehensweisen › Sicherung und räumliche Ausdehnung von bewährten sozial-integrativen (Beratungs-)Angeboten und Ansätzen › Erleichterung der Zugangsmöglichkeiten für schwer erreichbare Zielgruppen in sozial-integrative (Beratungs-)Angebote › Punktuelle Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Bewohner*innen Durch SVSK wurden neue sozial-integrative (Beratungs-)Angebote und Vorgehensweisen für bestehende Bedarfe erprobt und gesi - chert. Beispiel dafür ist insbesondere das Projekt „Zugehende Hilfe und Überleitung ins Regelsystem“ (Plan 27). In diesem Projekt wurde in Köln erstmalig eine aufsuchende Beratung für junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren mit psychischen Problemen erprobt. Das Projekt hat einen bis dahin nur vermuteten Bedarf sichtbar gemacht und damit nachhaltig den Fokus auf diese Zielgruppe gestärkt. In der zweijährigen Förderlaufzeit durch SVSK wurden in allen elf Sozial - räumen mehr als 70 Personen bei der Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive begleitet. Neben der intensiven Beratung und Begleitung der Jugendlichen erfolgt auch eine starke Vernetzung mit Schulen, Ärzten und dem Jugendamt etc. Das Projekt lief im Rahmen von SVSK von 2017 bis 2019, wird aber aufgrund der hohen Nachfrage und erzielten Erfolge mit städtischen Mitteln fortgeführt. Seit 2022 erfolgt die Finanzierung rechtskreis - übergreifend mit Mitteln des Jobcenters sowie der Stadt Köln (Sozial- hilfe und Jugendhilfe) – Sicherung der Finanzierung bis April 2024. 33 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ SVSK hat aber nicht nur neue Ansätze erprobt, sondern auch bewährte sozial-integrative (Beratungs-)Angebote und Ansätze fort- geführt und räumlich ausgedehnt. Beispiele hierfür sind die Projekte „Willkommen und Ankommen“ sowie „Stadtteileltern“: › Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ wurde in vier Sozialräumen umgesetzt und diente als Beratungs- und Unter - stützungsangebot für neuzugezogene Personen aus Südosteu - ropa beim Zugang in den Arbeitsmarkt. Das Projekt wurde be - reits vor SVSK von 2014 bis 2016 in Mülheim, Kalk und Ehrenfeld durchgeführt. Ab 2017 wurde das Programm in SVSK weiter - geführt. Dadurch entfiel Ehrenfeld als Fördergebiet (außerhalb SVSK-Gebietskulisse), stattdessen wurde das Projekt neben Mülheim und Kalk auf Chorweiler und Meschenich ausgeweitet. Außerdem ermöglichte die Förderung durch SVSK, dass auch eigene Angebote zur Grund- und Weiterbildung durch die Träger angeboten werden konnten. Insgesamt wurden in den Jahren 2017/2018 fast 2.700 Personen beraten und über 400 in Arbeit vermittelt. Für die Jahre 2019 und 2020 sollte die Förderung eigentlich noch auf andere Sozialräume ausgedehnt werden. Stattdessen ist Förderung aber durch die veränderte Schwer - punktsetzung in der ESF-Förderung (vgl. Kapitel 2.3) Ende 2018 ausgelaufen. Seit 2019 wird das Projekt über die Stadt gefördert und außerhalb von SVSK weitergeführt, allerdings mit reduzier - ten Mitteln, wodurch das Angebot eigener Grund- und Weiterbil - dungskurse weggefallen ist. › Das Projekt „Stadtteileltern“ wurde in allen elf Sozialräumen umgesetzt, mit dem vorrangigen Ziel, erwerbslose Personen zu qualifizieren und langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. An dem Projekt durften nur Langzeitarbeitslose teilnehmen. Während der 1,5-jährigen Praxisphase übernahmen die Stadt - teileltern eine Lotsenfunktion im Sozialraum und unterstützten sozial benachteiligte Gruppen und/oder Familien in prekären Lebenslagen, um deren Teilhabechancen am sozialen und kultu - rellen Leben zu verbessern. Im Fokus stand bei dieser Maßnah - me aber weniger die Funktion des „Brückenbauens“ , sondern die Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt. Insgesamt nahmen über 80 Personen an dem Projekt teil, wovon über die Hälfte zum Ende der Maßnahme eine berufliche Qualifizierung abgeschlossen haben oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnahmen. Aufgrund der Förderausrichtung mit dem Schwerpunkt der individuellen Arbeitsmarktförderung 34 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ setzte die Maßnahme „Stadtteileltern“ neue Impulse und erwei - tere das erfolgreiche und stark nachgefragte Projekt „Stadtteil - mütter“ . › Durch SVSK war es möglich, das bewährte Bundesprojekt „Kita- Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ auch in Köln umzu- setzen. Das Projekt wurde in zwei Förderphasen durchgeführt 3. Es hat Familien mit Fluchthintergrund beim Zugang zu Kinderta - gesstätten unterstützt und Informationen über das Bildungssys - tem weitergegeben. Teilweise wurden auch flankierende früh - pädagogische Angebote umgesetzt. Im Projekt „Kita-Einstieg“ wurden auch pädagogische Fachkräfte qualifiziert beispielswei - se in Form von Fachtagungen (u.a. Kultursensible Pädagogik). Darüber hinaus wurden Einrichtungen und Institutionen für die Zielgruppe der EU-Neubürger*innen sowie erforderliche Brü - ckenprojekte sensibilisiert. Das Bundesprogramm wurde 2022 beendet und das Projekt „Kita-Einstieg“ auch in Köln nicht fort - geführt. Der Ansatz wird über andere Angebote, wie die Stadt - teilmütter oder Familienlotsinnen, weitergeführt. › Das Bildungsberatungszentrum Mülheim beriet und unterstützte Menschen beim (Wieder)Einstieg in den Beruf und vermittelte auch weitere Fördermöglichkeiten wie Bildungsprämien und Bildungsschecks. Die Beratungen fanden in acht verschiedenen Sprachen statt (deutsch, bulgarisch, rumänisch, türkisch, fran - zösisch, italienisch, englisch, eingeschränkt auch arabisch). Der Kontakt zu der Zielgruppe erfolgte zum einen über Vermittlun - gen anderer lokaler Institutionen sowie zum anderen über eine aufsuchende Aktivierung mit Streetworkern. Die Erprobung neuer bzw. die Fortführung bewährter sozial-integra- tiver (Beratungs-)Angebote hat auch die Zugänge für schwer erreich- bare Zielgruppen erleichtert. Die Maßnahmen haben beispielsweise Familien mit Fluchthintergrund niederschwellig an das System Kita herangeführt (Kita-Einstieg), Menschen beim (Wieder-)Einstieg in den Beruf beraten und entsprechende Fördermöglichkeiten ver - mittelt (Bildungsberatungszentrum Mülheim), Erwachsene aus Rumänien und Bulgarien bei der Arbeitsmarkintegration unterstützt (Willkommen und Ankommen), medienpädagogische Angebote für 3 1. Förderphase 2017-2020 in vier Sozialräumen, 2. Förderphase 2021-2022 in drei Sozialräumen 35 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ alle Altersgruppen angeboten (Prävention durch Medienbildung in Bilderstöckchen) oder eine mobile offene Kinder und Jugendarbeit durchgeführt (Neubrück). SVSK hat punktuell auch zur Verbesserung der gesundheitlichen Situ- ation einzelner Bewohner*innen in den Sozialräumen beigetragen. Durch die sozial-integrativen Maßnahmen wurden beispielsweise junge Erwachsene mit psychischen Problemen gestärkt und ins Regelsystem integriert (Plan 27) sowie Familien im SGB II-Bezug in ihren gesundheitlichen Kompetenzen gestärkt (gesunde Ernäh - rung, Fitness und Stressbewältigung…) und zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben motiviert (Fit und Aktiv in Chorweiler/Porz). Auch die geschaffenen Spiel- und Bewegungsräume (vgl. Kapitel 4.3) trugen indirekt zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Bewohnerschaft in den Sozialräumen bei. Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK Im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung konnte aufgrund verän- derter Förderbedingungen (vgl. Kapitel 2.3) keine eigene Maßnahme umgesetzt werden. Die Ziele einer gefestigten und verbesserten Erwerbsfähigkeit sowie erhöhte Erwerbstätigkeit und eine struktu- rell verbesserte wirtschaftliche Situation konnte nicht erreicht wer - den. Durch Schnittstellen mit Projekten anderer Handlungsfelder, wie Willkommen und Ankommen, Plan 27 oder den Stadtteileltern, wurden dennoch im Bereich der Qualifizierung und des Arbeits-/ Ausbildungszugangs punktuell Wirkungen erzielt. Im Rahmen der Förderlaufzeit konnten „Lücken“ für bestehende Bedarfe durch neue Unterstützungs- und Angebotsstrukturen geschlossen werden. Allerdings ist durch die begrenzte Teilnehmer- zahl an den Maßnahmen keine Breitenwirkung in den Sozialräumen erreicht worden. Zudem wurden nur wenige Angebote langfristig gesichert oder auf andere Sozialräume ausgedehnt, wodurch die nachhaltige Wirkung der Angebote nicht immer gegeben ist. Es bestehen vor Ort weiterhin hohe Bedarfslagen. Insbesondere bleibt die Integration von Zuwandernden eine Daueraufgabe in den Sozialräumen. Auch die Folgen der Covid-19 Pandemie sind noch zu bewältigen. Es bestehen hohe Risiken, dass sich in den Sozialräumen Folgewirkungen überdurchschnittlich stark auswirken werden. Auch das Risiko einer wachsenden Bildungsdistanz in Abhängigkeit der familiären Rahmenbedingungen (angesichts der im Untersuchungs- raum stark überdurchschnittlichen Familienarmut) besteht sowohl als unmittelbare Folge der pandemiebedingten Einschränkungen als auch längerfristige Folge der resultierenden Krise. 36 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Aus Sicht der befragten Expert*innen kann nur von einem „Tropfen auf dem heißen Stein“ gesprochen werden. Dies ist u.a. auch dadurch bedingt, dass letztendlich deutlich weniger Mittel als ursprünglich geplant in SVSK eingesetzt wurden. Beispielsweise sind die beiden wichtigen Projekte MüZe und Kulturbunker als Aufwertungen sozia- ler Infrastruktureinrichtungen durch extreme Baukostensteigerun - gen weggefallen. Der Kulturbunker hätte als nicht kommerzieller „Ausprobier-Ort“ durch den Ausbau mit zukunftsfähigen digitalen Nutzungen ein neues junges Publikum angezogen. Die bauliche Ertüchtigung mit Flächenausweitung der MüZe hätte auch eine Angebotsausweitung ermöglicht. 4.2 Stärkung T eilhabe und Engagement Ziele Die Verbesserung von Mitwirkungs- und T eilhabemöglichkeiten ist ein Querschnittsziel im Programm SVSK. Alle Maßnahmen von SVSK tragen grundsätzlich zur Stärkung von Teilhabe und Engagement bei: die baulichen Maßnahmen haben Orte für Mitwirkung und Teilhabe geschaffen bzw. qualifiziert, die sozial-integrativen Maßnahmen schaffen Anlässe. Information Insbesondere folgende Maßnahmen haben zur Verbesserung von Mitwirkungs- und Teilhabemöglichkeiten beigetragen: 37 Wohnen Handlungsfeld übergreifend „Zuhause im Veedel“ Quartiersmanagement & Verfügungsfonds Querschnittsthema in allen Maßnahmen Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Wirkungshinweise zur Zielerreichung Zentrale Wirkungshinweise im Überblick › Aktivierung von ehrenamtlichem Engagement › Beteiligung der Bewohnerschaft an Planungsprozessen › Stärkung der Teilhabemöglichkeiten SVSK hat ehrenamtliches Engagement in den Sozialräumen aktiviert und Mitwirkungsmöglichkeiten geschaffen. Insbesondere die Quar- tiersmanagements haben zahlreiche Aktionen zur Aktivierung und Verbesserung der Teilhabe der Bewohnerschaft in den Sozialräumen durchgeführt wie z. B. die offene Sprechstunde, Aktionen rund um den Rollenden Tisch, die Initiierung von Arbeitsgruppen oder die Durchführung von Nachbarschaftsfesten. Neben der Förderung von kleinteiligen Projekten und Aktivitäten in den Sozialräumen stellt der Verfügungsfonds ein zentrales Instrument zur Stärkung von ehren - amtlichem Engagement dar, der durch die Quartiersmanagements maßgeblich unterstützt wurde. Mit den Mitteln des Verfügungsfonds wurde eine Vielzahl von kleinen Projekten realisiert. Jede im Unter - suchungsraum tätige juristische und natürliche Person konnte Pro - jektanträge aus dem Verfügungsfonds stellen. Mehrheitlich wurden die Projektanträge von etablierten Trägern und Vereinen gestellt. Teils wurde aber auch neues Engagement aus der Bewohnerschaft aktiviert bzw. gestärkt. So wurde beispielsweise im Sozialraum Porz- Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil eine marokkanische Frau- engruppe mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds für Raummiete und Kochutensilien unterstützt. Ebenso nutzte der 2019 neugegründete Bürgerverein in Finkenberg den Verfügungsfonds beispielsweise, um auf dem Gelände des Jobwerk Porz eine Fahrradservicestation aufzustellen. Auch das Projekt „Zuhause im Veedel“ hat mit aktivie - render und aufsuchender Arbeit neue Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bewohner*innen geschaffen. In Ostheim/Neubrück wurde im Rahmen des Projektes zum Beispiel eine aktivierende Befragung durchgeführt. Hierfür wurden Personen aus dem Quartier mit unter- schiedlicher Herkunft gewonnen, die ehrenamtlich andere Personen aus ihren Communitys befragt haben. Im gesamten Programm Starke Veedel – Starkes Köln erfolgte eine kontinuierliche Beteiligung der Bewohner*innen an Planungsprozes- sen. Die bereits bestehenden hohen Beteiligungsstandards der Stadt Köln wurden dabei in den Sozialräumen fortgeführt. So erfolgte 38 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ beispielsweise die Planung und Gestaltung der Spielplätze immer unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Die Kinder und Jugendlichen haben Ideen gesammelt und diese priorisiert. Die Ideen wurden im weiteren Planungsprozess berücksichtigt. Umfang- reiche Bewohnerbeteiligungen fanden auch bei weiteren baulichen Maßnahmen statt. Beispielsweise wurden Bürger*innen in einem zweistufigen Verfahren im Rahmen der Maßnahme „Platz an der Herler Straße“ in Form von Workshops eingebunden. Besonders her- ausragend war das vielfältige Beteiligungsverfahren zur Maßnahme ökologische Revitalisierung der „Westerwaldstraße“ , dass unter - schiedliche Nutzergruppen ansprach. SVSK hat die T eilhabemöglichkeiten für die Bewohner*innen in den Sozialräumen während der Projektlaufzeit verbessert. Im Kern geht es bei „Teilhabe“ darum, Menschen den Zugang und die Möglichkeit zu bieten, an verschiedenen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens teilzunehmen und nicht ausgeschlossen zu werden. Dies umfasst ver- schiedene Bereiche des Lebensalltags wie die soziale, die politische, die wirtschaftliche oder die kulturelle Teilhabe. Bei der Förderung der sozialen und kulturellen Teilhabe haben die Quartiersmanagements eine zentrale Rolle eingenommen. Sie haben zahlreiche Aktionen zur Aktivierung und Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten der Bewohnerschaft in den Sozialräumen durchgeführt, wie z. B. offene Sprechstunden, die Durchführung von Festen und Veranstaltungen, die Initiierung von Arbeitsgruppen oder gemeinschaftliche Aktionen wie Weihnachtssingen oder Garagen- konzerte. Die Quartiersmanagements unterstützten die Umsetzung des Verfügungsfonds, über dessen kleinteilige Projekte vielfältige neue Aktivitäten zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in den Sozialräumen geschaffen wurden. Mit Projekten wie Nachbar - schaftscafés wurde die Gemeinschaft und der soziale Zusammen - halt in den Nachbarschaften gestärkt. Darüber hinaus wurde durch SVSK auch die wirtschaftliche Teilhabe, also die Verbesserung der Übergänge in Beschäftigung und den Zugang zu Bildung optimiert (vgl. hierzu Kapitel 4.1). Die baulichen Maßnahmen unterstützen zudem nachhaltig die Teil - habemöglichkeiten in den Sozialräumen, da Orte für Begegnung und Austausch qualifiziert wurden (Schaffung neuer Spiel- und Bewegungs- räume mit verbesserten Zugängen, Platzgestaltungen, Modernisierung von sozialer Infrastruktur, vgl. Kapitel 4.3). Die Orte werden bisher gut durch die Bevölkerung angenommen und bieten auch zukünftig 39 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Anknüpfungspunkte für Aktivitäten und Angebote in den Sozialräumen (zum Beispiel Veranstaltungen auf den neugestalteten Plätzen, aufsu- chende Arbeit an Spielplätzen, Bewegungsangebote im Freien…). Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK Die Corona-Pandemie stellte alle Akteur*innen vor große Herausfor - derungen und erforderten kurzfristig ein Umdenken und Umplanen von Aktionen. Viele geplante Beteiligungsprozesse, Aktionen und Veranstaltungen konnten nicht wie geplant durchgeführt werden (z. B. Mülheimer Nacht). Insbesondere die Quartiersmanagements mussten ihre Zeit-Maßnahmen-Planung überarbeiten. Auch das Pro - jekt „Zuhause im Veedel“ im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord wurde stark durch die Pandemie eingeschränkt. Hinzu kamen ein verzögerter Maßnahmenbeginn und eine dadurch verkürzte Projektlaufzeit. Insgesamt konnte das Projekt dadurch an vielen Stel- len nicht wie geplant umgesetzt werden. Es konnten beispielsweise nicht die geplante Menge an Mietertreffen und Veranstaltungen statt- finden und bisher kein Selbstbestimmungsgremium wie ein Mieterrat aufgebaut werden. Eine nachhaltige Wirkung der verbesserten Teilhabemöglichkei - ten und Mitwirkung wird durch den Wegfall der sozial-integrativen Maßnahmen und insbesondere der Quartiersmanagements und des Verfügungsfonds beeinträchtigt. Zwar hat SVSK Impulse für neues Engagement gesetzt, die kurzen Projektlaufzeiten (in der Regel maximal zwei bis drei Jahre) reichen oft nicht immer aus, um neues Engagement langfristig zu sichern. Dennoch tragen auch hier die bestehenden und dauerhaften Strukturen (u.a. Sozialraumkoordina- torinnen, Stadtteilkonferenzen, aktive Bürgerschaften etc.) zu einer verbesserten Teilhabe und Mitwirkung in den Sozialräumen bei. Im Hinblick auf die Beteiligung der Bewohnerschaft folgte SVSK zwar grundsätzlich den hohen Beteiligungsstandards der Stadt Köln und schaffte dadurch eine hohe Beteiligungsqualität, anderer - seits ließen Verzögerungen durch die Rahmenbedingungen teil - weise auch wenig Gestaltungsspielraum im Beteiligungsprozess zu, da die grobe Maßnahmenplanung schon feststand. Speziell für Beteiligungsprozesse mit Kindern und Jugendlichen sind lange Planungszeiträume hemmend. Viele der beteiligten Kinder und Jugendlichen sind bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen aus dem Projekt „rausgewachsen“ und profitieren selbst nicht mehr von der Maßnahme. Damit die beteiligten Kinder und Jugendlichen unmittelbar von den Maßnahmen profitieren können, sollte es aus 40 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Sicht der befragten Expert*innen mehr temporäre begleitende Maßnahmen geben. Als nachteilig wurde das fehlende Mitspracherecht der Bürger - schaft beim Verfügungsfonds bewertet. Im Beratungsgremium zur Auswahl der Projekte, die durch den Verfügungsfond gefördert werden, saßen keine Bewohner*innen der Sozialräume. 4.3 Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von Spiel-, Sport- und Begegnungsorten Ziele Ein zentrales Ziel des Leitkonzeptes SVSK ist die lebenswerte und ökologisch gerechte Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes in den Sozialräumen. Insgesamt wurden mit SVSK zahlreiche bau - liche Maßnahmen umgesetzt. Durch diese Baumaßnahmen wurde die Aufenthaltsqualität in den öffentlichen Räumen erhöht und das Wohnumfeld verbessert. Insbesondere durch die Neugestaltung von Spiel- und Bewegungsräumen wie auch die Maßnahme zur Revi - talisierung der Westerwaldstraße oder die Gestaltung der Plätze in Porz-Eil (Multifunktionale Freiräume) konnten auch deren Zugänge und Erreichbarkeit verbessert werden. Insgesamt wurde auch die Funktion der öffentlichen Räume als Orte der Begegnung gestärkt. Informationen Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Verbesserung der Auf - enthaltsqualität und Schaffung von Spiel-, Sport- und Begegnungs - orten beigetragen: 41 Öffentlicher Raum Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit Spiel- und Bewegungsräume Ökologische Revitalisierung „Westerwaldstraße“Multifunktionale Freiräume Generalsanierung Humboldtstraße Umgestaltung „Platz an der Herler Straße“ Partizipative Neugestaltung „Platz an St. Adelheid“ Neubau Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße Noch nicht fertig gestellt Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Insbesondere die Spiel- und Bewegungsräume wurden nicht nur in ihrer Aufenthaltsqualität durch mehr Möglichkeiten verbessert. Die Flächen werden auch von Kinder- und Jugendeinrichtungen als ergänzendes Freiluftangebot genutzt, an dem alle Interessierten teil- nehmen können. Damit ist für die Bewohnerschaft ein auf mehreren Ebenen sichtbarerer Mehrwert entstanden. Einige Maßnahmen konnten aufgrund fehlender Förderzugänge nicht umgesetzt werden, da kein ausreichend großes städtebauliches Maßnahmenpaket gemäß den Vorgaben des Fördermittelgebers erstellt werden konnte. Dies betraf insbesondere das ISEK für den Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf, das letztlich vom Fördermittelgeber keine Anerkennung erhielt. Weitere größere Infra- strukturprojekte, wie beispielsweise die Herstellung bzw. der Ausbau von Begegnungsstätten in den Sozialräumen Ostheim/Neubrück sowie Meschenich konnten aufgrund von fehlenden personellen Res- sourcen und daraus resultierender zeitlicher Verzögerung nicht inner- halb des Programms SVSK realisiert werden. (vgl. auch Kapitel 2.3). Wirkungshinweise zur Zielerreichung Zentrale Wirkungshinweise im Überblick › Erhöhung der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen › Schaffung neuer Nutzungsmöglichkeiten in öffentlichen Räumen › Verbesserung der Erreichbarkeit und Zugänge von öffentlichen Räumen › Förderung von Begegnungen sowie Erhöhung von Teilhabemög - lichkeiten (hohe Annahme durch die Bevölkerung) SVSK hat durch die Neugestaltung von öffentlichen Plätzen sowie von Spiel- und Bewegungsräumen die Aufenthaltsqualität in den Sozialräumen erhöht. Die Neugestaltung von Spiel- und Bewegungs- räumen hat zahlreiche attraktive Freiflächen für alle Bewohner*in- nen in den Sozialräumen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, geschaffen und damit auch die Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld nachhaltig verbessert (vgl. Abbildung 14). Außerdem hat SVSK öffentliche Plätze als Aufenthaltsräume qualifiziert und sichtbar aufgewertet. Der Eiler Schützenplatz sowie der Platz an der Leiden - hausener Straße im Projekt „Multifunktionale Freiräume“ wurden bereits umgestaltet und dabei die städtebauliche Aufwertung mit 42 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Straßenraum- und Platzgestaltungen 43 Porz: Platz an der Leidenhausener Straße Porz: Platz an der Leidenhausener Straße Porz, Eil: Eiler Schützenplatz Porz, Eil: Eiler Schützenplatz Abb. 14 © Tobias Vollmer der Starkregenvorsorge kombiniert (vgl. Abbildung 15). Der Eiler Schützenplatz wurde zu einem öffentlichen Park mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten umgestaltet (u.a. Festplatz, Spielplatz, Tischtennisplatte). Die Umgestaltung vom Platz an der Leidenhau - sener Straße zu einem Quartiersplatz mit modernen Sitzelementen und einer Pergola hat eine neue Aufenthaltsqualität geschaffen mit einem Ort, der zum Verweilen einlädt. Die Umgestaltung der zwei Plätze „Platz an der Herler Straße“ und „Platz an St. Adelheid“ befin- den sich noch in der Umsetzung. Dort ist durch die Platzgestaltung eine weitere Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu erwarten. Am Platz an St. Adelheid werden zum Beispiel neue Sitzgelegenheiten geschaffen, Bäume gepflanzt, eine Boule-Anlage sowie Spielgeräte installiert. Auch die Zugänge wurden verbessert. Beispielsweise sehen die baulichen Planungen eine neue Fußgängerquerung über die Herler Straße zwischen den Ladenlokalen vor. Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ SVSK hat neue Nutzungsmöglichkeiten für die Bevölkerung in den öffentlichen Räumen der Sozialräume geschaffen. Dabei ging es vorrangig um die Optimierung von bestehenden Flächen im öffent - lichen Raum und weniger um die Neuerschließung von Flächen in den bereits stark verdichteten Räumen. Die Neugestaltung von Plät- zen schafft z. B. neue Räume für Außengastronomie (u. a. Plateau mit erhöhten Baumbeeten am Platz an der Herler Straße) oder Sport- und Spielgeräte. Bei den Baumaßnahmen wurden besondere Quali- täten im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel berücksichtigt, wie Maßnahmen zur Verschattung oder Begrünungs- maßnahmen zur Entsiegelung. Diese Maßnahmen erhöhen die Nut - zungsmöglichkeiten auch an besonders heißen Tagen. Durch die Neugestaltung von elf Spiel- und Bewegungsräume werden Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene zum Bewegen angeregt (u.a. Schaukelgeräte, Rutschen, Balance- und Koordinationsgeräte, Streetballplatz, Multifunktionstrainingsgeräte). Dabei wurden auch neue Angebote wie Calisthenics-Anlagen realisiert. Neben den elf neuen Bewegungsräumen sowie der Maßnahme Generalsanierung der Sportanlage Humboldtstraße wurden bzw. werden auch in anderen Vorhaben, wie der ökologischen Revitalisierung „Wester - waldstraße“ , neue Spiel- und Bewegungsangebote geschaffen. Die Maßnahmen erleichtern den Zugang für Kinder und Jugendliche zu diesen Räumen (zum Beispiel durch Neuanlage von Wegflächen). Dies zeigt sich auch in der hohen Annahme und Nutzung der neuen Flächen. Gerade die Erfahrungen der Covid-19 Pandemie der vergangenen Jahre haben die Funktion und Bedeutung öffentlicher Räume als Aufenthaltsorte und Orte der Begegnung verdeutlicht. Dies betrifft sowohl die öffentlichen Freiräume als auch Infrastruktureinrichtun - gen. Insgesamt regen die neu gestalteten Räume die Bewohner*innen dazu an, die öffentlichen Räume als Treffpunkte zu nutzen und sich dort häufiger und länger aufzuhalten. Dadurch fördert SVSK Begeg- nung und Austausch und stärkt somit den sozialen Zusammenhalt in den Sozialräumen. Bei der Neugestaltung der Spielplätze wurde beispielsweise darauf geachtet, auch ausreichend Sitzmöglichkeiten zu schaffen, die zum Verweilen einladen. Die neugestalteten Räume fördern zudem die T eilhabemöglichkeiten der Menschen (zum Bei - spiel durch verbesserte Zugänge, neue Nutzungsmöglichkeiten oder als Anknüpfungspunkt für weitere Aktivitäten im Stadtteil, vgl. Kapitel 4.2). Mit dem Neubau Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße wird eine zeitgemäße Einrichtung vor Ort als Aufenthaltsort für Jugend- liche geschaffen. 44 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Neue Spiel- und Bewegungsräume Chorweiler: Osloer Straße/Athener Ring Humboldt, Gremberg, Kalk: Eythstraße 45 Humboldt, Gremberg, Kalk: Westerwaldstraße Humboldt, Gremberg, Kalk: Westerwaldstraße Abb. 15 © Tobias Vollmer Meschenich: Alte Kölner Straße Mülheim, Buchheim: Wuppertaler Str., Stegwiese Ostheim, Neubrück: Georgestraße Porz, Eil: Sportanlage Humboldtstraße Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK Insgesamt werden die baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Schaffung von Spiel-, Sport- und Begegnungsorten von allen Expert*innen sehr positiv bewertet. In den Expert*innengesprächen wurde darauf hingewiesen, dass mit den Baumaßnahmen im Quartier positive Wirkungen erzielt werden konnten und die angestoßenen Veränderungen im Wohnumfeld nachwirken und wichtige Impulse setzen. Doch konnten zum einen nicht in allen Sozialräumen bauliche Maßnahmen umgesetzt werden und zum anderen in den großen Sozialräumen auf den jeweiligen Stadtteil begrenzte Wirkungen erzielt werden (vgl. Kapitel 2). 4.4 Verbesserung der Umweltqualität und Bewusstseinsbildung Ziele Neben der ökologisch gerechten Gestaltung des Wohn- und Lebens- umfeldes verfolgt SVSK auch das Ziel der Förderung eines umwelt- gerechteren und klimaangepassten Lebens. Insgesamt hat SVSK sowohl durch bauliche als auch durch nichtbauliche Ansätze auf die Anforderungen an den Klimaschutz und Anpassung an den Klima - wandel sowie Umweltgerechtigkeit reagiert. Die baulichen Maßnah- men haben das Stadtgrün gestärkt und dadurch einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität geleistet. Außerdem hat SVSK die Menschen vor Ort für Umweltaspekte sensibilisiert. Informationen Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Verbesserung der Umweltqualität und Bewusstseinsbildung beigetragen: 46 Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit Öffentlicher Raum Handlungsfeld übergreifend Stärkung/Erweiterung des Schulgartenangebotes Multifunktionale Freiräume Quartiersmanagement & Verfügungsfonds Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter Ökologische Revitalisierung „Westerwaldstraße“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Um die Wirkungen zu verstärken und Mittel bestmöglich zu bündeln, werden weitere Maßnahmen außerhalb des Programms umgesetzt, beispielsweise sozialraumübergreifend der Einbau von lärmopti- mierten Belägen an erheblich betroffenen Straßen, um die Lärm - belastung zu reduzieren. Auch das Projekt „Offen für Regen: Grüne Höfe, grüne Plätze" wird außerhalb des Programms durch das städti- schen Programm GRÜN hoch 3 realisiert. Ein Programm, das Inhalte der vorgesehenen Maßnahme aufgegriffen hat und nicht nur in den Sozialräumen, sondern stadtweit umsetzen wird. Wirkungshinweise zur Zielerreichung Zentrale Wirkungshinweise im Überblick › Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität › Entwicklung von neuen Ansätzen zur nachhaltigen Klimaanpas - sung › Steigerung der Sensibilität und des Bewusstseins der Bevölke - rung für Umweltaspekte SVSK hat das Stadtgrün gestärkt und dadurch einen punktuellen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität geleis- tet. Besonders die Inwertsetzung des Grünzuges an der Wester - waldstraße im Sozialraum Humboldt, Gremberg und Kalk hat dazu beigetragen. Bei der Maßnahme wurden vorher als Wiesen- und teilweise Brachflächen genutzte Areale unter ökologischen, funk - tionalen und gestalterischen Aspekten revitalisiert. Entstanden sind vielfältig nutzbare Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität, mit Spielplätzen und Bewegungsangeboten, zum Beispiel Laufstrecken, Basketballplatz und Bike Trail. Außerdem wurden etwa 200 Bäume neugepflanzt sowie Streuobstwiesen und Insektennährweiden angelegt. Die Maßnahme verbessert die Grünversorgung der Bevöl- kerung im näheren Umfeld und schafft sozialraumnahe Aufenthalts- und Bewegungsangebote. 47 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Auch bei den anderen baulichen Maßnahmen wurden bzw. wer - den Entsiegelungs- und Bepflanzungsmaßnahmen berücksichtigt, wodurch die Umweltqualität in den Sozialräumen verbessert wird. So sollen beispielsweise bei der Umgestaltung des Platzes an der Herler Straße neue Bäume gepflanzt und Hochbeete integriert werden, um den Grünanteil zu erhöhen. Auch im Rahmen des Projekts „Stärkung/ Erweiterung des Schulgartenangebotes“ im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord wurden Maßnahmen zur Entsiegelung durchgeführt. So wurde beispielsweise an der Grundschule Riphan- straße ein Teil des Schulhofs in einen Schulgarten umgewandelt. Im Rahmen diverser Verfügungsfondsprojekte wurden in den Sozi - alräumen Bepflanzungsaktionen durchgeführt. So wurde beispiels - weise in Chorweiler ein „Modell-Hochbeet“ gebaut, welches als Anschauungsobjekt dient, damit weitere Hochbeete im Sozialraum mit Hilfestellung entstehen können, oder ein Gemeinschaftsgarten am Bürgerzentrum mit Kindern und Jugendlichen eingerichtet. SVSK hat Ansätze zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und umgesetzt. Beispiele hierfür sind die Projekte „Multifunktionale Frei- räume“ im Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil sowie „Hitzeaktionsplan“ (gesamtstädtisches Projekt): › In Zusammenarbeit mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln wurden im Pilotprojekt „Multifunktionale Freiräume“ zwei öffent- liche Platzflächen zu multifunktionalen Freiräumen mit Regen - rückhaltefunktion umgebaut. Der Eiler Schützenplatz wurde durch die Umgestaltung zu einem öffentlichen Park mit Sitz- und Spielgelegenheiten aufgewertet und enthält eine tiefer liegende Teilfläche, welche bei Starkregen als Rückhaltefläche dient. Beim Platz an der Leidenhausener Straße wurde ein unterirdischer Rückhaltespeicher eingesetzt. Die Erfahrungen fließen nun bei künftigen Platzgestaltungen in anderen Stadtteilen mit ein. › Mit dem gesamtstädtischen Projekt „Hitzeaktionsplan“ hat die Stadt Köln ein Informationssystem und Aktionsplan erarbeitet, der dabei unterstützt, die gesundheitlichen Risiken in Hitzepe- rioden für Menschen im Alter zu mindern. Mit beiden Maßnahmen reagiert die Stadt Köln somit auf die Aus - wirkungen des Klimawandels in den Sozialräumen und damit ein - hergehende Extremwetterereignisse. Gerade der Hitzeaktionsplan stellt dabei eine neue Qualität als strategische Grundlage dar, die nur durch SVSK auf den Weg gebracht werden konnte. 48 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung „Westerwaldstraße“ 49 Vorher Nachher Abb. 16 © Stadt Köln (Voher), © Tobias Vollmer (Nachher) Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ein wesentliches Ziel von SVSK war es auch, die Bewusstseinsbil- dung für Umweltaspekte zu stärken. Durch eine zielgruppenorien - tierte Sensibilisierung und Aufklärung sowie die Verknüpfung mit umweltpädagogischen Angeboten wurden in den Sozialräumen viele kleine Impulse zur Bewusstseinsbildung für Umweltaspekte angestoßen. Hier sind besonders die vielen Verfügungsfondspro - jekte (Pflanzaktionen etc.) in sechs Sozialräumen zu nennen. Die Maßnahme des Schulgartenangebotes im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord hat die Umwelt- und Naturbildung bei Kindern gestärkt, indem entsprechende Lernorte im pädagogi - schen Alltag verankert wurden. Im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße wurde außerdem die Maßnahme „Aufbau einer bürger - schaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung, Hallo Nachbar – Danke schön" als Teil der Maß - nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ umgesetzt. Hallo Nachbar hat durch Beratungen sowie eine Reihe von Aktionen und Veranstaltungen die Mitverantwortung der Anwohnerschaft bei der Pflege ihres Lebensumfeldes angestoßen. Darüber hinaus wur - den Kinder und Jugendliche für das Thema Müllvermeidung durch umweltpädagogische Zusammenarbeit mit Einrichtungen vor Ort sensibilisiert. Das Projekt „Hallo Nachbar“ wird im Anschluss an die Förderung durch die Stadt Köln weitergeführt. Seit Ende 2021 wurde die Initiative zusätzlich zu Mülheim auf Bilderstöckchen, Bickendorf und Neubrück ausgeweitet. Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK Insgesamt ist die Bewusstseinsbildung für Umweltaspekte ein lang- wieriger und herausfordernder Prozess. SVSK konnte hier Impulse setzen, diese reichen aber nach Einschätzung der Expert*innen noch nicht für eine nachhaltige Wirkung aus. Insbesondere im Hinblick auf das Thema Müllvermeidung ist eine kontinuierliche Sensibilisierung und Aufklärung für eine nachhaltige Wirkung notwendig, damit die Ansätze nicht nur zu temporären Verbesserungen führen. Hierzu wäre es hilfreich Umweltbildung u.a. als ein fester Bestandteil in Kitas und Schulen zu verankern. SVSK hat Maßnahmen umgesetzt, die im Rahmen der Möglichkeiten (und entsprechend der generellen Umweltauflagen) Komponenten für eine verringerte Umweltbelastung berücksichtigen (zum Bei - spiel durch Bepflanzungsmaßnahmen). Einzelne Maßnahmen wie die ökologische Revitalisierung der „Westerwaldstraße“ stechen in ihrer Bedeutung deutlich hervor und bringen in einem sehr verdich - teten Sozialraum wie Humboldt/Gremberg und Kalk deutlich mehr 50 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Grünanteil. Aufgrund der Aufwertung einer Fläche von sechs Hektar in einem so dicht bebauten und stark versiegelten Stadtteil konnten im Bereich Klima und Umwelt sowie im Hinblick auf die Aufenthalts- qualität, Wirkungen erzielt werden. Allerdings wurden nicht in allen Sozialräumen bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität umgesetzt oder ein Verfügungsfonds für beglei- tende Aktionen zur Bewusstseinsbildung zur Verfügung gestellt. 4.5 Stärkung der Wohnfunktion und Anstoßwirkung für weitere Investitionen Ziele Ein weiteres zentrales Ziel des Leitkonzeptes SVSK ist die Festigung und Stärkung der Wohnfunktion in den Sozialräumen. Neben den Verbesserungen der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen und des Wohnumfeldes wurden durch SVSK auch Wohngebäudefassa - den und Gärten verschönert sowie Mieter- und Nachbarschaftsakti- vitäten gefördert. Darüber hinaus wurden durch SVSK auch Anstöße für weitere Investitionen durch Dritte oder Impulse für weitere För - derprogramme gegeben. Informationen Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Festigung und Stärkung der Wohnfunktion beigetragen: 51 Wohnen Haus-, Hof- und Fassadenprogramm + Ergänzende Investitionen durch Dritte „Zuhause im Veedel“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Wirkungshinweise zur Zielerreichung Zentrale Wirkungshinweise im Überblick › Anreize für private Investitionen: Verschönerung von Gebäude - fassaden und Gärten › Aufwertung des Wohnumfeldes › Anstoßwirkung für weitere Investitionen › Impulse für weitere Förderungen › Niederschwellige Aktivierung von Mieter*innen für gemein - schaftliche Nachbarschaftsaktionen Mit dem Haus-, Hof- und Fassadenprogramm hat SVSK einen Anreiz für private Investitionen geschaffen. Das Haus-, Hof- und Fassaden- programm wurde in fünf Sozialräumen umgesetzt. In drei Sozialräu - men läuft das Programm noch. 4 Eigentümer*innen erhalten durch das Haus-, Hof- und Fassadenprogramm finanzielle Anreize für die gestalterische Aufwertung ihrer Gebäude. Pro Antrag können je nach Größe der Fassade bis zu 24.999 € bewilligt werden. Insge - samt wurden bisher in der Summe aller Sozialräume 44 Maßnahmen bewilligt, darunter vor allem Fassadenanstriche, vereinzelt auch Mietergärten oder Graffiti-Entfernung mit anschließendem Anstrich. Hierdurch wurden punktuell Wohngebäude mit nachhaltiger Wirkung verschönert und dadurch auch das direkte Wohnumfeld aufgewertet. 4 In den Sozialräumen Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord sowie Buchheim/Buchforst und Mülheim-Nord/Keupstraße ist die Maßnahme bereits abgeschlossen. In den Sozialräumen Humboldt/Gremberg und Kalk sowie Porz- Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil endet das Haus-, Hof- und Fassaden- programm Ende 2023. Im Sozialraum Ostheim und Neubrück läuft die Maßnah- me noch bis Ende 2025. 52 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Haus-, Hof- und Fassadenprogramm – neugestaltete Hausfassaden Mülheim Kalk Porz 53 Abb. 17 © Tobias Vollmer SVSK hat vor Ort weitere Investitionen angestoßen und Impulse für weitere Förderungen gegeben. Auch wenn durch das Haus-, Hof- und Fassadenprogramm nur vereinzelt größere Maßnahmen an Mehrfamilienhäusern stattfanden und das Programm eher auf wenig Akzeptanz bei Wohnungsunternehmen stieß, so wurde SVSK durch Investitionen von Wohnungsunternehmen begleitet, wodurch Syner- gien und eine nachhaltige Wirkung entstanden. Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ › In Chorweiler gingen die Investitionen im Rahmen von SVSK parallel mit der umfangreichen Sanierung der Wohnungsbestän - de in Chorweiler-Mitte durch die GAG Immobilien AG einher. Die GAG erwarb im Jahr 2016 rund 1.200 vormals zwangsverwaltete Wohnungen und führt seitdem gefördert durch die Landesregie - rung umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnah - men durch. › Außerdem wurden zwischen 2019 und 2022 im Rahmen der Na - tionalen Projekte des Städtebaus drei öffentliche Plätze rund um das Zentrum von Chorweiler neugestaltet (vgl. Abbildung 18). In der Summe brachten diese drei Investitionen viele Synergien mit sich und führten zu einer deutlichen Aufwertung und Verbesse - rung der Lebensbedingungen der Menschen in Chorweiler. › Auch in der Kannebäckersiedlung in Kalk in unmittelbarer Nähe zur integrierten Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung „Westerwaldstraße“ gab es parallel zu SVSK umfassende ener - getische Sanierungen der Wohnungsbestände sowie Nachver - dichtungen durch die GAG. Die Entwicklung findet in engem Austausch mit der Stadt Köln statt und das Quartier wird durch die Maßnahme auch besser an den neugestalteten Grünzug an- gebunden. 54 Platzgestaltungen in Chorweiler-Mitte in Köln im Rahmen der Nationalen Projekte des Städtebaus Abb. 18 Ulrich Kaifer Fotografie Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ein Ziel von SVSK ist auch die verstärkte Aktivierung von Mieter* innen in den Sozialräumen. Mit dem Projekt „Zuhause im Veedel“ wurde bzw. wird eine niederschwellige, aktivierende Mieter- und Nachbarschaftsarbeit in drei Sozialräumen 5 gefördert, um gemein - sam mit der Bewohnerschaft Veränderungen in den Quartieren anzu- stoßen. Zuhause im Veedel greift dabei die konkreten Bedürfnisse und Interessen der Bewohnerschaft auf. Dadurch setzt SVSK sehr niederschwellig „an der Basis“ an und setzt viele kleine Bausteine um, um die Mieterschaft zu aktivieren. Beispielswiese wurde ein Nachbarschaftsgremium als Sprachrohr der Mieterschaft aufgebaut. 5 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord (2021), Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil (2020-2023), Ostheim und Neubrück (2022-2025) 55 Energetische Sanierung in der Kannebäckersiedlung in Köln Kannebäckersiedlung Kannebäckersiedlung im Hintergrund links Abb. 19 © Tobias Vollmer Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK Insgesamt war die Resonanz auf das Haus-, Hof- und Fassadenpro - gramm eher gering. Dies lag einerseits an den schwierigen Rahmen- bedingungen in Bezug auf das Investitionsklima (lange Wartezeiten für Handwerksarbeiten in Folge hoher Nachfrage, Inflation und Preis- steigerungen, zuletzt auch steigende Zinsen für die Finanzierung von Investitionen) und andererseits auch an der Ausgestaltung der Förderbedingungen. Gerade für die adressierten Besitzer*innen von Mehrfamilienhäusern sowie Wohnungsunternehmen wurde die Förderhöhe als zu gering eingeschätzt. Auch das Ziel, verstärkt Fassadenverschönerungen an Mehrfamilienhäusern zu fördern, wurde nur ansatzweise erreicht, da die Maßnahmen überwiegend an kleineren Gebäuden durchgeführt wurden. Aufgrund der räumlichen Ausdehnung der Sozialräume wurde zudem kein „Mengen- bzw. Nachbarschaftseffekt“ erzielt, vielmehr lagen die Einzelmaßnahmen verstreut im Sozialraum und wurden daher nicht als Gesamtmaß - nahme wahrgenommen. 4.6 Verbesserung der Images der Sozialräume Ziele Die Verbesserung der Images ist eines der Ziele im Programm SVSK. Insbesondere die baulichen Maßnahmen tragen durch die sichtbare Aufwertung zur Verbesserung der Images der Sozialräume bei. Informationen Die Verbesserung der Images der Sozialräume ist ein Querschnitts - thema in allen Maßnahmen. 56 Querschnittsthema in allen Maßnahmen Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Wirkungshinweise zur Zielerreichung Zentrale Wirkungshinweise im Überblick › Verbesserung des Images und der Wahrnehmung der Sozialräume › Verstärkte Aufmerksamkeit auf die Bedarfe in den Sozialräumen Die Evaluation kann nicht eindeutig belegen, dass sich das Image der Sozialräume verbessert hat. Allerdings betonen alle befragten Expert*innen, dass durchweg eine positive Aufbruchsstimmung erkennbar ist. Insbesondere in Sozialräumen mit hohen baulich- investiven Maßnahmen werden Imageverbesserungen wahrgenom- men. Denn aus Sicht der Projektbeteiligten tragen insbesondere die baulichen Maßnahmen durch ihre Sichtbarkeit als Symbol für (positive) Veränderungen bei. Zum einen wird durchweg eine hohe Annahme durch die Bevölkerung der neugestalteten öffentlichen Räume und eine generelle positive Wahrnehmung der Baumaßnah- men beobachtet. Zum anderen setzen die Baumaßnahmen damit auch Impulse für eine Verbesserung der Images der Sozialräume, die im Weiteren Synergien erzeugten. Zur sichtbaren Aufwertung trugen auch andere parallel stattfindende Baumaßnahmen bei, wie bei - spielswiese Investitionen durch Wohnungsunternehmen. Besonders positiv werden die im Rahmen der Nationalen Projekte des Städte - baus neugestalteten drei öffentlichen Plätze rund um das Zentrum von Chorweiler bewertet. Aber auch die sozial-integrativen (Bera - tungs-)Angebote und Unterstützungsstrukturen tragen zur Attrakti- vitätssteigerung der Sozialräume bei, sind aber weniger sichtbar. Die „Marke“ SVSK ist vor allem bei Politik und Sozialraumakteuren bekannt und hat in diesem Akteurskreis viel Aufmerksamkeit für die Sozialräume und ihre Unterstützungsbedarfe geschaffen. SVSK als „Dach“ hat dadurch auch teilweise eine Fortführung von Angeboten begünstigt. Trotz einer Vielzahl an unterschiedlichen Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sind bei der Bewohnerschaft zwar häu- fig die einzelnen Maßnahmen, nicht jedoch das Programm an sich bekannt. 57 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK SVSK konnte vor allem die Wohnzufriedenheit in den Sozialräumen steigern und dadurch die Eigenwahrnehmung verbessern – allerdings nicht in allen Sozialräumen gleichermaßen. Expert*innen beobachten vor allem in Chorweiler eine deutlich verbesserte Wahrnehmung des Stadtteils durch die Bewohnerschaft. Gleichzeitig gelang es SVSK punktuell diese Veränderungen auch über die Sozialraum- bzw. Quartiersgrenzen hinaus sichtbar zu machen, so dass ein Image - wandel angestoßen bzw. durch SVSK unterstützt werden konnte. Die Größe des Kölner Stadtgebiets erschwert einen langfristigen positiven Imagewandel deutlich („man bekommt nicht mit, was am anderen Ende der Stadt passiert“). Gleichzeitig können vereinzelte „Negativschlagzeilen“ in der Presse das Image eines Sozialraums auf Jahre beeinflussen. SVSK konnte abschließend für die Gesamtheit der Sozialräume keinen generellen Imagewandel anstoßen. 58 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 5. Umsetzung des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes Zur Umsetzung des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes gehört › die Stärkung des sozialraumorientierten Denkens in der Verwaltung, › die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den in den Quartieren aktiven Akteur*innen, › die Verbesserung von Abstimmungsprozessen des Handelns der Akteur*innen mit den Dienststellen der Stadt sowie › die aktive Einbindung der Bewohnerschaft in den Quartieren. Lange Tradition des Ansatzes der Sozialraumorientierung in Köln Bereits seit mehr als 15 Jahren praktiziert die Stadt Köln den Ansatz der Sozialraumorientierung in benachteiligten Stadtquartie - ren. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle das Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ . Durch eine optimierte Zusammenarbeit und Vernetzung aller städtischen Dienststellen, der freien Träger*innen, Verbände und sonstiger Akteur*innen sollen Unterstützungsleistungen begründet und Selbsthilfekräfte gestärkt werden. Dafür gibt es seit 2006 in jedem Sozialraum eine Sozialraumkoordinatorin bzw. einen -koordi- nator. Die Koordinierenden fungieren vor Ort als „Informationsdreh- scheibe“ und Bindeglied zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Verbänden und Bewohnerschaft. Sie unterstützen oder initiieren Kooperations- und Vernetzungsstrukturen in den Sozialräumen, nutzen diese, um besondere Bedarfslagen zu identifizieren, und ent- wickeln gemeinsam mit den Diensten und Einrichtungen der freien Träger*innen vor Ort bedarfsgerechte Projekte und Maßnahmen. Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ griff die Stadt Köln die Idee der Sozialraumorientierung auf und strebte die sys - tematische Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, sozial - raumorientierten Handlungsansatzes in einem Programmgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Zum einen wurde erstmalig für elf Sozial- räume ein Maßnahmenpaket entwickelt, das in allen Sozialräumen 59 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ mit einem vergleichbaren Vorgehen umgesetzt, dabei jedoch explizit auf die Bedarfe und Erfordernisse vor Ort angepasst wurde. Zum anderen wurden zusätzlich gebietsspezifische Lösungen passgenau für die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschiedlichen Sozial- räume entwickelt. SVSK konnte an etablierte Netzwerke anknüpfen und Kooperatio- nen ausbauen Durch die Vorläuferprogramme und insbesondere die seit 2006 etablierten Sozialraumkoordinationen konnten sich die neuen Maß - nahmen im Rahmen von SVSK schnell in die bestehenden Netzwerke integrieren und bestehende Strukturen nutzen (u.a. Stadtteilkon - ferenzen). Insbesondere die Akteur*innen im Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen sowie die Quartiersmanagements waren dadurch gut vernetzt und tauschten sich regelmäßig aus (u.a. gegenseitige Vermittlung von Zielgruppen/ Kontakten, Nutzung von Räumlichkei- ten anderer Akteure). Vor dem Hintergrund der kurzen Projektlauf - zeiten ermöglichte diese Anbindung es den Projektverantwortlichen, vor Ort schnell Fuß fassen. SVSK hat zudem in den jeweiligen Projekten auch die Zusammen- arbeit von Akteur*innen sowie Verwaltung intensiviert und darüber u.a. neue Zugänge für die Verwaltung in die Sozialräume und die dor- tigen Netzwerke geschaffen. SVSK hat die ämterübergreifende Zusammenarbeit gefördert, aber kein bereichsübergreifender Austausch Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik war für die Gesamtko - ordination und -steuerung der Umsetzung der Maßnahmen des IHK und der ISEK zuständig und bildete das Bindeglied zu allen involvier- ten Fachämtern innerhalb der Verwaltung. Im Vorfeld zur Erstellung der ISEK wurden alle Fachbereiche eingebunden und nach fachspe- zifischen Bedarfen abgefragt. Beispielsweise wurden die Prioritäten daraufhin bei der Spielplatzplanung neu gesetzt. Darüber hinaus gab es Ämterrunden zum Informationsaustausch sowie themenspezifische Steuerungsgruppen (z. B. Bau-Jour-Fixe) zur Abstimmung von projektübergreifenden Aktivitäten innerhalb der Verwaltung. Zudem wurde ein Lenkungskreis installiert, der mit den Beigeordneten, der an SVSK beteiligten Dezernate, besetzt ist. 60 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Der Lenkungskreis wurde und wird auch in der weiteren Umsetzung von Förderprogrammen als übergeordnetes Gremium bei Konflikt - fällen, notwendigen Programmanpassungen und Entscheidungen eingebunden. Insgesamt wurde durch SVSK die dezernats- und ämterübergrei - fende Zusammenarbeit während der Programmlaufzeit gefördert. Vor allem auf der projektbezogenen Arbeitsebene entstanden neue Kontakte, die auch über die Projektlaufzeit hinaus bei künftigen Pro- jekten und Entwicklungen unterstützen. Allerdings stellten einige Beteiligte auch fest, dass der intensive fachübergreifende Austausch innerhalb der Stadtverwaltung über die Jahre abgenommen habe. Kritisiert wurde, dass das Programm innerhalb der Verwaltung zu wenig als Gesamtprogramm „gelebt“ wurde (z. B. fehlender ganz - heitlicher sozialraumbezogener Blick). SVSK hat zum Kompetenzaufbau bei Trägern und Verwaltung beigetragen Die Stadt Köln hat durch den komplexen und anspruchsvollen Pro - zess von SVSK viele Erfahrungen gesammelt. Es wurden u. a. auch in diesem Kontext Kompetenzen im Bereich des Projektmanagements aufgebaut. Auch im Bereich des Fördermanagements wurden die Kompetenzen erweitert und neue Strukturen aufgebaut. Ebenso wurden bei Trägern vor Ort Kompetenzen aufgebaut, zum Beispiel durch neue Projektansätze, die zukünftig auch bei der weiteren Pla - nung von (Beratungs-)Angeboten berücksichtigt werden. SVSK hat zu einer Sensibilisierung und erhöhten Sichtbarkeit für die Unterstützungsbedarfe in den Sozialräumen geführt SVSK hat Verwaltung, Politik und Träger für die vorhandenen Unter- stützungsbedarfe und Angebotslücken in den Sozialräumen sensibi- lisiert. Das sozialraumübergreifende Vorgehen hat die Sichtbarkeit von Ansätzen sowie den Wirkungsgrad erhöht. Insbesondere im poli- tischen Raum wurde durch das Leitkonzept und die Einzelkonzepte in den Sozialräumen das Bewusstsein für Unterstützungsbedarfe geschärft. 61 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Wenig Möglichkeiten zur Nutzung von Synergien zwischen Projekten Die baulichen und sozialen Maßnahmen griffen nur wenig inhalt - lich ineinander. Teilweise war dies den zeitlich versetzten Umset - zungsphasen, aber auch dem Wegfall ganzer Maßnahmenbündel geschuldet: Als die sozialen Projekte abgeschlossen waren, waren die baulichen Großprojekte überwiegend noch in der Planungs - phase. Aus Sicht der Expert*innen hemmte die geringe inhaltliche Verzahnung der baulichen und sozialen Projekte die erfolgreiche Umsetzung des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes (keine vertikale Vernetzung der Handlungsfelder) und die eigentlich ange - dachten Synergien konnten nicht voll ausgeschöpft werden. Nicht nur zwischen den baulichen und sozial-integrativen Maß- nahmen konnten die Synergien nicht ausgeschöpft werden. Auch die nicht-baulichen Maßnahmen der Städtebauförderung wurden zeitlich versetzt umgesetzt, so dass zum Beispiel der Erfahrungsaus- tausch untereinander eingeschränkt war oder die Gesamtmaßnahme nicht so sichtbar war, wie bei einer parallellaufenden Umsetzung. 62 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ 6. Gesamtbewertung und Lernerfahrungen Seit 2016 wurden in SVSK insgesamt 53 Einzel-Maßnahmen zur Ver- besserung der Lebensbedingungen der Menschen in elf Sozialräumen umgesetzt. SVSK profitierte dabei von den Netzwerkstrukturen, die bereits seit 2006 durch das Programm „Lebenswerte Veedel“ aufge - baut wurden. Insbesondere der Einsatz der Sozialraumkoordinator*in- nen bot gute Anknüpfungspunkte für SVSK und bildete ein zentrales Instrument für den sozialraumorientierten, integrierten Ansatz. Zahlreiche externe Einflussfaktoren erschwerten die Umsetzung von SVSK. Veränderte ESF-Förderbedingungen, Covid-19-Pandemie, Ukraine-Krieg und die daraus einhergehende Energie- und Baukrise führten zum Wegfall von Einzel-Maßnahmen und zu zeitlichen Verzö- gerungen in der Umsetzung. Personalfluktuationen und Fachkräfte- mangel hemmten zusätzlich die Umsetzung von Maßnahmen. Unter komplexen Rahmenbedingungen hat SVSK in den Sozialräumen viele Prozesse angestoßen und Entwick- lungsimpulse gesetzt, die auch über die Programmlauf- zeit hinauswirken. Sozial-integrative Angebote wurden neu geschaffen und teilweise auch über die Förderlaufzeit hinaus gesichert Durch SVSK konnten neue sozial-integrative (Beratungs-)Angebote und Vorgehensweisen erprobt sowie bewährte Ansätze gesichert und teilweise räumlich ausgedehnt werden. Durch die neuen und gesicherten sozial-integrativen Angebote wurden Zugangsmöglich- keiten für schwer erreichbare Zielgruppen erleichtert. Insgesamt wurden die Teilhabemöglichkeiten der Bevölkerung gestärkt. Punk - tuell konnte die gesundheitliche Situation der Bewohner*innen ver - bessert werden. Bei einzelnen Maßnahmen ist es zudem gelungen, diese auch über die Förderlaufzeit hinaus zu sichern. Dazu zählen die Projekte Plan 27, Willkommen und Ankommen, Stadtteileltern (in Form der Stadtteil - mütter) sowie das Bildungsberatungszentrum Mülheim. Der Ansatz aus dem Projekt Kita-Einstieg wird nach Ende der Projektlaufzeit 63 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ über andere Angebote, wie die Stadtteilmütter oder Familienlot - sinnen, weitergeführt. Zudem nehmen die Träger die gesammelten Projekterfahrungen und neu aufgebauten Kompetenzen mit in ihre zukünftige Projektarbeit. Unterstützungsbedarfe in den Sozialräumen bleiben aber bestehen Auch wenn im Rahmen der Förderlaufzeit „Lücken“ für bestehende Bedarfe durch neue Unterstützungs- und Angebotsstrukturen (zumin- dest temporär) geschlossen wurden, kann nicht von einer Breitenwir- kung in den Sozialräumen gesprochen werden. In den Sozialräumen leben viele Menschen mit Migrationshinter - grund, aber auch viele Haushalte, insbesondere auch Familien im Leistungsbezug, welche als Zielgruppen weiterhin im Fokus stehen. Durch die Pandemie haben sich die Unterstützungsbedarfe vor Ort verstärkt, zum Beispiel im Hinblick auf psychische Belastungen, Mediensucht oder Bildungsbenachteiligung. Baumaßnahmen steigern nachhaltig die Attraktivität der öffentli- chen Räume, aber nicht alle Sozialräume profitieren gleichermaßen Der größte Anteil an Förder- und Eigenmitteln floss innerhalb von SVSK in bauliche Maßnahmen. Die neugestalteten Spiel- und Bewe- gungsräume sowie auch die Neugestaltungen von Plätzen und Stra- ßenräumen haben die Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen sichtbar erhöht und nachhaltig gesichert. Darüber hinaus wurden neue Nutzungsmöglichkeiten in öffentlichen Räumen von Spiel- und Bewegungsangeboten über Treffpunkte bis hin zu Gastronomiebe - reichen geschaffen. Durch neue Wegeverbindungen, verbesserte Straßenüberquerungen oder den Abbau von Angsträumen wurde die Erreichbarkeit und die Zugänge in diese Räume verbessert. Auch durch die Baumaßnahmen wurden Teilhabemöglichkeiten für die Bevölkerung weit über die Förderlaufzeit hinaus erhöht und durch die neuen Aufenthaltsorte auch der gesellschaftliche Zusammenhalt durch Begegnungen gefördert. Die positive Wahrnehmung der Auf- wertungen der öffentlichen Räume in den Sozialräumen zeigt sich in einer hohen Annahme der neuen Räume durch die Bevölkerung. Einschränkend muss darauf hingewiesen werden, dass in Sozial - räumen ohne ISEK keine baulichen Maßnahmen umgesetzt werden konnten und die Baumaßnahmen in den großen Sozialräumen z. T. räumlich nur punktuell wirken. 64 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Umweltqualität und Bewusstseinsbildung wurden verbessert Einzelne Maßnahmen innerhalb von SVSK hatten u.a. zum Ziel die Umweltqualität in den Sozialräumen zu steigern. Hierzu wurden, neben den üblichen Baumpflanzungen und Entsiegelungen, auch neue Ansätze zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und erst- malig im Kölner Stadtgebiet umgesetzt (multifunktionale Freiräume und ökologische Revitalisierung der Westerwaldstraße). In Ansätzen wurden mit Hilfe von zugehenden und aktivierenden Maßnahmen auch die Sensibilität und das Bewusstsein der Bevölkerung für Umweltaspekte gesteigert. SVSK konnte hier Impulse setzen, diese reichen aber noch nicht für eine nachhaltige Wirkung aus. Die Wohnfunktion wurde nachhaltig gestärkt SVSK hat mit dem Haus-, Hof- und Fassadenprogramm Anreize für private Investitionen zur Verschönerung von Gebäudefassaden und Gärten gegeben. Dies führte zu einer nachhaltigen, aber nur punktu- ellen Aufwertung des Wohnumfeldes. Durch SVSK wurden darüber hinaus weitere Investitionen von Dritten angestoßen. So hat insbe - sondere die GAG zahlreiche parallellaufende Modernisierungen in den Sozialräumen durchgeführt. Auch weitere Förderungen wurden durch SVSK angestoßen. Insbesondere die Förderung über das Pro- gramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ hat zu einer starken Aufwertung im Zentrum von Chorweiler geführt. Die Sozialräume werden positiver wahrgenommen Die Evaluation kann nicht eindeutig belegen, dass sich das Image der Sozialräume verbessert hat. Allerdings zeigt sich in den Sozial - räumen eine positive Aufbruchsstimmung. Insbesondere die Bau - maßnahmen setzen Impulse für eine Verbesserung der Images der Sozialräume. Die Größe des Kölner Stadtgebiets erschwert jedoch einen langfristigen positiven Imagewandel. Ferner ist die „Marke“ SVSK vor allem bei Politik und Sozialraumakteuren bekannt und hat in diesem Akteurskreis viel Aufmerksamkeit für die Sozialräume und ihre Unterstützungsbedarfe geschaffen, was sich auch positiv auf die Fortführung von Projekten ausgewirkt hat. Engagement wurde neu aktiviert und Netzwerke langfristig gestärkt Innerhalb von SVSK wurde ehrenamtliches Engagement neu akti - viert, aber auch bestehendes Engagement gestärkt. Die hohen Beteiligungsstandards in Köln wurden auch in SVSK bei Planungs - prozessen angewandt. 65 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Durch SVSK sind auch neue Akteure in die bestehenden örtlichen Netzwerke hinzugekommen oder bestehende Kontakte wurden intensiviert und gefestigt. Durch die der Sozialraumkoordination blei- ben die Netzwerke auch über die Projektlaufzeit von SVSK bestehen. Die sozialraumorientierte, integrierte Arbeitsweise wurde weiterentwickelt Auch innerhalb der Verwaltung wurden Kontakte geknüpft und die ressortübergreifende Zusammenarbeit erprobt. An diese Erfahrun - gen kann bei zukünftigen Projektentwicklungen angeknüpft werden. Diese Kontakte sind allerdings auch teilweise von den jeweiligen Per- sonen abhängig, so dass bei personellen Wechseln die Netzwerke ggf. neu aufgebaut werden müssen. Insgesamt griffen die baulichen und sozialen Maßnahmen nur wenig inhaltlich ineinander. Teilweise war dies den zeitlich ver - setzten Umsetzungsphasen, aber auch dem Wegfall ganzer Maß- nahmenbündel geschuldet. Dadurch konnten Synergien nicht voll ausgeschöpft werden. Auch die nicht-baulichen Maßnahmen der Städtebauförderung wurden zeitlich versetzt umgesetzt, so dass zum Beispiel der Erfahrungsaustausch untereinander eingeschränkt war oder die Gesamtmaßnahme nicht so sichtbar war, wie bei einer parallellaufenden Umsetzung. Lernerfahrungen aus SVSK verbessern Prozesse in der Kölner Stadtentwicklung nachhaltig. Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ war im Hinblick auf das Fördervolumen und die parallele Umsetzung in elf Sozialräumen ein bisher einzigartiger Prozess für die Stadt Köln. Mit dem ambiti - onierten Vorhaben waren auch hohe Erwartungshaltungen verbun - den. Im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die begleitenden Rahmenbedingungen stieß die Stadt Köln bei der Umsetzung der Projekte an Grenzen. Diese Erfahrungen fließen bereits jetzt in weitere Projekt- und Programmplanungen ein. Neben den eigenen Erfahrungen der Verwaltung konnte die Stadt Köln bereits durch die Einzelevaluationen in den Sozialräumen Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/Keupstr. sowie Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung 66 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ ihrer Arbeit ziehen. Diese Lernerfahrungen wurden bzw. werden bereits genutzt und die strategische Ausrichtung in der Kölner Stadt- entwicklung angepasst. Das zukünftige Vorgehen konzentriert sich auf kleinere Umsetzungskulissen und fokussiert sich auf den Förder- zugang der Städtebauförderung. › Die Stadt Köln hat 2019 ein Projektmanagement-Handbuch erar - beitet und 2021 fortgeschrieben. Das Handbuch enthält u. a. Vor - lagen, Empfehlungen und Werkzeuge zum Projektmanagement. Zudem nutzt die Stadt Köln mittlerweile die Projektmanagement- Software cProject. Insgesamt wurde in den vergangenen Jahren in der Stadt Köln eine professionelle Infrastruktur geschaffen, um zukünftig effizient, vernetzt und transparent Projekte umzu - setzen. Dafür wurde u. a. eine Vorlage für Projektvereinbarungen erarbeitet, in der in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fach - ämtern verbindlich Meilensteine festgelegt werden. › Zukünftig sollen auch die Integrierten Entwicklungskonzepte deutlich fokussierter gemäß der neuen Förderrichtlinie zur Städtebauförderung, die 2024 in Kraft tritt erarbeitet werden. Dadurch soll auch die gemeinsame Identität zur Umsetzung gestärkt werden. › Außerdem wurde durch SVSK noch einmal deutlich, wie wichtig ein dauerhafter Kommunikationsprozess und eine verbindliche prozessbegleitende Abstimmung ist. Gerade dann, wenn zwi - schen Beteiligung und Umsetzung ein längerer Zeitraum liegt, ist es umso wichtiger, über den Prozess „im Hintergrund“ u.a. auch in die Politik und Öffentlichkeit hinein zu informieren. Insgesamt hat sich die Stadt Köln mit dem Programm „Starke Vee - del – Starkes Köln“ viel vorgenommen, um große Herausforderungen in den Sozialräumen anzugehen. Externe Einflussfaktoren und sich ändernde förderrechtliche Rahmenbedingungen erforderten dabei immer wieder eine Anpassung des Vorgehens. Auch wenn viele Bedarfslagen in den Sozialräumen weiter bestehen, wurden schluss- endlich in den Sozialräumen viele gute sozial-integrative Ansätze angestoßen und die Qualität der öffentlichen Räume aufgewertet, die allesamt zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort beitragen. 67 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Anhang Maßnahmenliste 68 69 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Kita-Einstieg (2 Förderperioden) Bundesmittel + Ko-Finz. SVSK Gezielte Angebote um Kindern, die bisher noch nicht oder nur unzureichend von der Kindertagesbetreuung erreicht wurden, den Einstieg in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu erleichtern. • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord • Buchheim/Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße • Humboldt/Gremberg u. Kalk • Meschenich und Rondorf 1.Förder- periode 2017 – 2020 2. Förder- periode 2021 – 2022 1. Förderperiode 296.432 € 2. Förderperiode 340.463 € abgeschlossen Zugehende Hilfe und Überleitung ins Regel- system (Plan 27) ESF Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren mit psychischen Problemen. Neben der intensiven Beratung und Begleitung der Jugendlichen erfolgt u.a. eine starke Vernetzung mit Schulen, Ärzten, dem Jugendamt. Alle Sozialräume 2017 – 2019 307.160 € abgeschlossen Fortführung über Finan- zierung Jobcenter und Stadt Köln gesichert bis April 2024 Willkommen und Ankommen in Köln ESF Integration von Zuwander*innen aus den südosteuropäischen Mitgliedstaaten: Integrier- tes Konzept mit Kombination aus Kompetenz- feststellung, Sprachförderung, Beratung und Begleitung; Aktivierung, Heranführung und Integration in den Arbeitsmarkt. • Blumenberg, Chor weiler und Seeberg-Nord • Buchheim/Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße • Humboldt/Gremberg u. Kalk • Meschenich und Rondorf 2017 – 2018 1.159.437 € abgeschlossen Fortführung über Finanzierung Stadt Köln Stadtteileltern ESF Berufliche Qualifizierung von langzeitarbeitslosen Müttern und Vätern zur Verbesserung der Arbeits- marktchancen und die Überführung in den ersten Arbeitsmarkt. In der 12-18-monatigen Praxisphase werden sozial benachteiligte Gruppen/Familien von den „Stadtteileltern“ in den Sozialräumen unterstützt (Lotsenfunktion). Alle Sozialräume 2018 – 2020 637.105 € abgeschlossen Fortführung über Stadtteilmütter Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Mobile offene Kinder und Jugendarbeit auf dem Marktplatz Neubrück ESF Niederschwellig aufsuchendes und offenes An- gebot zur Schaffung eines unverbindlichen und schnellen Zugangs insbesondere zu Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Aktivierung des generationsübergreifenden Austausches inner- halb der gesamten Bewohnerschaft. Die pädago- gischen Fachkräfte befahren mit einem Kleinbus mehrfach wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten den Platz und treten mit verschiedenen Angeboten (z.B. Spielgeräte, gewaltfreie und teambildende Spiele) direkt vor Ort mit den Akteuren in Kontakt. • Ostheim und Neubrück 2018 – 2020 235.114 € abgeschlossen Familie im Zentrum ESF Präventive, beratende und unterstützende Ange- bote für Familien, Kindern und Jugendlichen, um Problemlagen zu beseitigen und die Lebensqualität im Sozialraum weiter zu optimieren. Die Verortung vom unterschiedlichen (Beratungs-) Angebote für verschiedene Zielgruppen „unter einem Dach“ ermöglicht einen leichten Zugang. Durch konstante Ansprechpartner*innen werden Beziehungsabbrüche vermieden und eine vertrau- ensvolle Arbeitsbasis wird aufgebaut. • Bocklemünd/ Mengenich 2019 – 2020 84.007 € abgeschlossen Bildungsberatungszent - rum Mülheim ESF Nachhaltige Verbesserung des Zugangs zu Bil- dungs- und Beratungsangeboten für bildungsbe- nachteiligte Zielgruppen: Das Bildungsberatungs- zentrum Mülheim berät und unterstützt Menschen beim (Wieder-)Einstieg in den Beruf und vermittelt auch weitere Fördermöglichkeiten wie Bildungs- prämien und Bildungsschecks. • Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße 2019 – 2020 109.646 € abgeschlossen Prävention durch Medienbildung ESF Angebot im Bereich „Medienpädagogik“ zur Erweiterung der Medienkompetenz aller Alters- gruppen und zur Unterstützung der vorhandenen Ressourcen. Das medienpädagogische Angebot umfasst u.a. Qualifizierungsangebote für Träger der sozialen Arbeit sowie zielgruppenspezifische Angebote für zertifizierte Medienkompetenzschulungen zur Berufsbefähigung oder -qualifizierung. • Bilderstöckchen 2019 – 2020 137.891 € abgeschlossen 70 71 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Fit und aktiv in Chorweiler (2 Förderperioden) ESF Schaffung einer Anlaufstelle zur Gesundheitsför- derung mit dem Ziel, die gesundheitlichen Kompe- tenzen und aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben im Sozialraum zu stärken. Familien im Sozi- alraum, die im Arbeitslosengeld II-Bezug und/oder in einer Bedarfsgemeinschaft leben, werden bei sportlichen Aktivitäten und Vermittlung von theo- retischen und praktischen Fähigkeiten und Fertig- keiten unterstützt (u.a. durch eine offene Beratung für Teilnehmende, Kursangebote zur Gesundheits- förderung und Vorträge von Expert*innen) • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 1.Förder- periode 2019 – 2020 2. Förder- periode 2021 1.Förder- periode 223.096 € 2.Förder- periode 83.505 € abgeschlossen Fit und aktiv in Porz ESF siehe „Fit und aktiv in Chorweiler“ • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 2021 84.008 € abgeschlossen Abb. 20 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 72 73 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Partizipative Neugestaltung „Platz an St. Adelheid“ Marktplatz Neubrück Städtebau Anpassung des im Sozialraum zentralen Platzes „An Sankt Adelheid“ an gegenwärtige Herausfor- derungen (insb. fehlende Aufenthalts- und Nut- zungsqualitäten). • Ostheim und Neubrück 2023 – vrs. 2025 Baubeginn im Frühjahr 2024 1.500.043 € Umsetzungsvorbereitung läuft Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße Städtebau (noch nicht bewilligt) Neubau zur Sicherung und Verbesserung der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Vorgesehen ist der Abriss des vorhandenen Containers und der Neubau einer Jugendeinrichtung auf dem städtischen Grundstück. • Ostheim und Neubrück 2023 – vrs. 2028 Geplante Förderantrag - stellung zum STEP 2025 vrs. 1.772.850 € Förderantrag in Vorbereitung Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße Städtebau Neugestaltung der Sportanlage Humboldtstraße mit vielfältigen Sportmöglich- keiten auf multifunktionalen Flächen. Die Pläne für die Umgestaltung der Sportanlage wurden unter Beteiligung der Vereine und ansässigen Schulen entworfen. • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 2020 – 2022 2.440.000 € abgeschlossen Multifunktionale Freiräume Städtebau und EFRE Schaffung eines mehrdimensionalen öffentlichen Freiraumbandes, das Raum für vielfältige Ansprü- che und Interessenslagen bietet. Entsiegelung be- stehender Platzflächen im verdichteten Stadtteil- zentrum Eil für eine offene und landschaftsbetonte Gestaltung. Auf Grundlage einer konzeptionellen Voruntersuchung für die Fläche an der Leiden- hausener Straße/Frankfurter Straße wurden zwei Einzelmaßnahmen gefördert (Eiler Schützenplatz und Platz an der Leidenhausener Straße). • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 2020 – 2022 1.685.952 € abgeschlossen 74 75 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Spiel- und Bewegungs - räume in den Veedeln (11 Einzelmaßnahmen in 7 Sozialräumen) Städtebau und EFRE Im unmittelbaren Wohnumfeld entstehen alters- und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikations- und Bewegungsräume. 4 Einzelmaßnahmen in • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord (2x 2018 – 2019, 2x 2019 – 2022) 2 Einzelmaßnahmen in • Buchheim/ Buchforst, Mülheim Nord/Keup- straße (2019 – 2021) Je 1 Einzelmaßnahme • Bickendorf, Westend und Ossendorf (2020 – 2022) • Humboldt/Gremberg und Kalk (2019 – 2021) • Meschenich und Rondorf (2020 – 2022) • Ostheim und Neubrück (2019 – 2022) • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil (2020 – 2022) 2018 – 2022 4.242.640 € abgeschlossen Platz an der Herler Straße in Buchheim Städtebau Schaffung eines attraktiven Treffpunktes für die Bewohner*innen aller Altersklassen unter Berücksichtigung einer verbesserten fußläufigen Anbindung. Angrenzende Freiräume aufwerten und als neue Aufenthaltsorte qualifizieren. • Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße 2023 – vrs. 2024 3.526.529 € Umsetzungsvorbereitung läuft Abb. 21 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 76 77 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Verbundprojekt Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter BMUB-Pro- gramm (Klima), BMBF + Ko-Finz. SVSK Entwicklung eines Hitzeaktionsplans für Menschen im Alter auf Basis von qualitativen Experteninterviews und quantitativen Befragungen. Ziel ist die Verringerung von gesundheitlichen Risiken durch Hitzeperioden. Alle Sozialräume 2019 – 2022 216.720 € abgeschlossen Stärkung beziehungs - weise Erweiterung des Schulgartenangebotes Gute Schule 2020 + Ko-Finz. SVSK Umwelt- und Naturbildung bei Kindern durch die Verankerung entsprechender Lernorte im unmit- telbaren Umfeld sowie die Integration in den Alltag. Unterstützung der Schulen in Bezug auf personelle und finanzielle Ausstattung zur Anlage und Betrei- ben von Schulgärten. Die Entwicklung von lehr- plankonformen Unterrichtsmaterialien ermöglicht der Lehrerschaft die Nutzung des Schulgartens in möglichst vielen Fächern. • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 2019 – 2021 27.150 € abgeschlossen Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung „Westerwaldstraße“ Städtebau und EFRE Inwertsetzung der überwiegend als Wiesenflächen genutzten und zum Teil als Brache/Weide verpach- teten Flächen unter ökologischen wie auch funk- tionalen und gestalterischen Aspekten. Erhöhung des Anteils an vielfältig nutzbaren und gestalteten Grünflächen im nahen Umfeld. • Humboldt/Gremberg und Kalk 2019 – 2022 3.636.091 € abgeschlossen 78 79 Abb. 22 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld: Wohnen 80 81 Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status „Zuhause im Veedel" (Modul A) Städtebau Aktivierende Mieter- und Nachbarschaftsarbeit in Sozialräumen. U.a.: • kontinuierliche und aufsuchende Präsenz im Quartier • aktivierende Bewohnerbefragungen • Interessens-/Bedarfserkundung • Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die Organisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulturellen Veranstaltungen & Informationsangeboten 1x abgeschlossen • Blumenberg, Chorweiler und See- berg-Nord (2021) 2x in Umsetzung • Ostheim und Neubrück (2022 – 2025) • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil (2020 – 2023) 2020 – vrs. 2025 349.662 € 1x abgeschlossen 2x in Umsetzung Haus,- Hof- und Fassadenprogramm Städtebau Aktivierung von Eigentümer*innen zur nachhaltigen Verbesserung an Wohnhäusern und im unmittelbaren Wohnumfeld. Ziel ist die Stärkung der Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum. 2x abgeschlossen • Blumenberg, Chorwei - ler und Seeberg-Nord (2019-2021) • Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/Keup- straße (2019 – 2021) 3x in Umsetzung • Humboldt/Gremberg und Kalk (2020 – 2023) • Ostheim und Neubrück (2022 – 2025) • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven u. Eil (2020 – 2023) 2019 – vrs. 2025 1.360.454 € 2x abgeschlossen 3x in Umsetzung Abb. 23 Handlungsfeld: Wohnen Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeldübergreifend 82 83 Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung der Maßnahme Umsetzungsebene Laufzeit Volumen Status Externe Beratung und Unterstützung bei der Erstellung des Leitkon - zeptes Städtebau Schaffung der Grundlage in den Sozialräumen für die Umsetzung der Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Erstellung der detaillierten Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensmanagement. • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord • Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße • Humboldt/ Gremberg und Kalk • Meschenich u. Rondorf • Ostheim und Neubrück • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 2015 – 2020 173.805 € abgeschlossen Büro für Quartiersma - nagement u. Aktivierung Städtebau Das Quartiersmanagement zielt auf die Aktivierung der Bürgerschaft und Vernetzung von Akteur*innen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in den Sozialräumen (Koordination von Beteiligungen). Darüber hinaus übernimmt das Quartiersmanagement die Beratung rund um den Verfügungsfonds. 4x abgeschlossen • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord (2019 – 2020) • Buchheim/Buchforst, Mülheim-Nord/Keup- straße (2019 – 2020) • Meschenich und Rondorf (2019 – 2020) • Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil (2020 – 2022) 2x in Umsetzung • Ostheim und Neubrück (2022 – 2024) • Humboldt/ Gremberg und Kalk (2020 – 2023) 2019 – vrs. 2024 2.059.819 € 4x abgeschlossen 2x in Umsetzung Prozessbegleitende Evaluation Städtebau Die Evaluation ist prozessbegleitend angelegt und liefert wichtige Ergebnisse zur Qualifizierung und Weiterentwicklung des Prozesses der Sozialraumo- rientierten Stadtenticklung in den jeweiligen Sozial- räumen. • Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord • Buchheim/ Buchforst, Mülheim-Nord/ Keupstraße 2019 – 2020 97.094 € abgeschlossen Abb. 24 Handlungsfeldübergreifend Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Zielsystem des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ . . 12 Abbildung 2: Übersicht Maßnahmen und Handlungsfelder* . . . . . . 15 Abbildung 3: Kostenstruktur nach Förderzugang . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Abbildung 4: Anzahl Maßnahmen je Handlungsfeld* . . . . . . . . . . . . 17 Abbildung 5: Kostenvolumen je Handlungsfeld* . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Abbildung 6: Maßnahmen je Sozialraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Abbildung 7: Maßnahmen je Sozialraum und Handlungsfeld . . . . . 20 Abbildung 8: Bevölkerungsentwicklung 2012 – 2022, Index: 2012=100 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Abbildung 9: Bevölkerungsanteil Nach Altersklassen, 2012 und 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Abbildung 10: Wanderungen in den Sozialräumen, 2012 – 2022 . 28 Abbildung 11: Jugendarbeitslosenquote im Vergleich, 2012 – 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Abbildung 12: Anteil Bedarfsgemeinschaften nach SGB II an allen Haushalten, 2012 – 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Abbildung 13: Nettokaltmiete je m² (Bestand) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Abbildung 14: Straßenraum- und Platzgestaltungen . . . . . . . . . . . . 43 Abbildung 15: Neue Spiel- und Bewegungsräume . . . . . . . . . . . . . . . 45 Abbildung 16: Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung „Westerwaldstraße“ . . . . . . . . . . . . . . 49 Abbildung 17: Haus-, Hof- Und Fassadenprogramm – Neugestaltete Hausfassaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Abbildung 18: Platzgestaltungen in Chorweiler-Mitte in Köln im Rahmen der Projekte der Nationalen Stadtentwicklungspolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 Abbildung 19: Energetische Sanierung in der Kannebäckersiedlung in Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Abbildung 20: Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen . . . . . . . . . . . 68 Abbildung 21: Handlungsfeld: Öffentlicher Raum . . . . . . . . . . . . . . . 74 Abbildung 22: Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit . . . . . . . . . . . . . 78 Abbildung 23: Handlungsfeld: Wohnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Abbildung 24: Handlungsfeldübergreifend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 84 Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Auftraggeber Stadt Köln Auftragnehmer empirica ag Büro: Bonn Kaiserstraße 29, 53113 Bonn Telefon (0228) 91 48 9-0 bonn@empirica-institut.de www.empirica-institut.de Bearbeitung Katrin Wilbert, Jana Eichner, Sabrina Sporleder, Timo Heyn Projektnummer 2023044 Bonn, 21.11.2023 85 Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ wird gefördert von: Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Die Oberbürgermeisterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung TZ – Büro Corporate Design und visuelle Kommunikation Bildnachweis Titel: © Guido Erbring Druck Zentrale Dienste, Stadt Köln 13-js/56/500/04.2024 86 87
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (19)
- Keupstraße 2019
- Herler Straße
- Westerwaldstraße
- Schanzenstraße
- Leidenhausener Straße
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- Alte Kölner Straße
- Wuppertaler Straße
- Georgestraße
- Gernsheimer Straße 15
- Humboldtstraße
- Frankfurter Straße
- An St. Adelheid
- Athener Ring
- Kaiserstraße 29
- Waldstraße
- Eythstraße 45
- Straße 15
- Stegwiese
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Details
- Aktenzeichen
- 1642/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 29.05.2024
- Erstellt
- 21.05.2024 10:55