Mandari Insight

1642/2024

Abschlussbericht Evaluation des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln"

Mitteilung Ausschuss 29.05.2024

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 20.06.2024, TOP 18.5

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - Abschlussbericht "Starke Veedel - Starkes Köln" Langfassung

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

1880 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15/152 
 
Vorlagen-Nummer 29.05.2024 
 1642/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 06.06.2024 
Stadtentwicklungsausschuss 20.06.2024 
 
Abschlussbericht Evaluation des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke –Veedel - 
Starkes Köln" 
Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2016 das Integrierte Handlungskonzept „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ als zukunftsweisendes Leitkonzept zur sozialraumorientierten 
Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung beauftragt, unter Nutzung möglicher 
Förderzugänge die im Leitkonzept enthaltenen Maßnahmen umzusetzen (Vorlage -Nr. 
2899/2016). Mit dem Abschluss des Programms zum Jahresende 2022 wurde das 
Unternehmen empirica ag beauftragt, im Rahmen einer Evaluation die Umsetzung und 
dessen Wirkungsweise zu analysieren. Im Mittelpunkt steht die Bewertung der 
Zielerreichung des Gesamtprogramms  vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen 
sowie des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes bis Ende 2022.  
Das Ergebnis der Programmevaluation wurde im Dezember 2023 im Rahmen einer 
Abschlussveranstaltung mit begleitender Fotoausstellung in der Piaz zetta des 
Historischen Rathauses öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Einen Rückblick auf die 
Veranstaltung im Form eines Kurzvideos sowie weitergehende Informationen finden Sie 
hier:  
Link zur Eventseite der Absch lussveranstaltung 
Darüber hinaus hat empirica einen umfassenden Abschlussbericht in digitaler Form 
erstellt, den wir Ihnen mit dieser Mitteilung gerne zur Verfügung stellen möchten (siehe 
Anlage 1 – Abschlussbericht Langfassung). 
Eine Kurzversion des Absch lussberichtes wurde auf der Internetseite zum Programm 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ veröffentlicht: 
Link zur Startseite „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Link zur Abschlussbericht Kurzfassung   
 
 
 
Gez. Haack

Anlage 1 - Abschlussbericht "Starke Veedel - Starkes Köln" Langfassung

126096 Zeichen

Starke Veedel – 
Starkes Köln
Evaluation des Integrierten 
Handlungskonzeptes 
Endbericht

2
Kurzfassung: Evaluation  
„Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK)
Gesamtbewertung und Lernerfahrungen
Unter komplexen Rahmenbedingungen hat SVSK in den Sozialräumen viele Prozesse 
angestoßen und Entwicklungsimpulse gesetzt, die auch über die Programmlaufzeit 
hinauswirken:
 › Die Stadt hat neue sozial-integrative (Beratungs-)Angebote und Vorgehensweisen 
erprobt sowie bewährte Ansätze gesichert und teilweise räumlich ausgedehnt. Ins-
gesamt wurden die Teilhabemöglichkeiten der Bevölkerung gestärkt. Die Angebote 
konnten in einigen Fällen auch über die Förderlaufzeit hinaus gesichert werden. Es 
bestehen dennoch weiterhin Unterstützungsbedarfe in den Sozialräumen.
 › Die Baumaßnahmen steigern nachhaltig die Attraktivität der öffentlichen Räume, 
wobei aber nicht alle Sozialräume gleichermaßen profitieren. Es wurden zudem neue 
Nutzungsmöglichkeiten geschaffen (Spiel- und Bewegungsangebote, Treffpunkte).
 › Die Maßnahmen des Programms haben die Umweltqualität durch Bepflanzungs- und 
Entsiegelungsmaßnahmen verbessert und die Bewusstseinsbildung für Umweltas-
pekte angestoßen. Gemeinsam mit den Projektpartner*innen wurden neue Ansätze 
zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und erstmalig im Kölner Stadtgebiet 
umgesetzt. 
 › Aufwertungen im Wohnumfeld haben die Wohnfunktion nachhaltig gestärkt, u.a. 
durch Verschönerungen von Gebäudefassaden.
 › Das Image der Sozialräume hat sich durch die Impulse verbessert und es zeigt sich 
eine positive Aufbruchsstimmung innerhalb der Sozialräume.
 › Neues Engagement wurde aktiviert, aber auch bestehendes Engagement gestärkt. 
Netzwerke haben sich intensiviert und dadurch langfristig gefestigt. 
 › Innerhalb der Verwaltung hat das Programm bewirkt, dass eine ressortübergreifende 
Zusammenarbeit erprobt und die sozialraumorientierte, integrierte Arbeitsweise weiter -
entwickelt wurde. Aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen konnten die Synergien 
zwischen den Maßnahmen nicht durchgängig ausgeschöpft werden. Die Lernerfahrun-
gen aus SVSK werden aufgegriffen und fließen in die weiteren Projekt- und Programm-
planungen ein. Das zukünftige Vorgehen der Kölner Stadtentwicklung konzentriert sich 
auf kleinere Umsetzungskulissen und fokussiert sich auf den Förderzugang der Städte-
bauförderung.
Insgesamt war das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ im Hinblick auf das Gesamt-
kostenvolumen und die parallele Umsetzung in elf Sozialräumen ein bisher einzigartiger 
Prozess für die Stadt Köln. Externe Einflussfaktoren und sich ändernde förderrechtliche 
Rahmenbedingungen erforderten dabei immer wieder eine Anpassung des Vorgehens. In 
den Sozialräumen wurden viele gute sozial-integrative Ansätze angestoßen und die Quali-
tät der öffentlichen Räume aufgewertet, die allesamt zu einer Verbesserung der Lebens -
bedingungen der Menschen vor Ort beitragen.

Starke Veedel –  
Starkes Köln
Evaluation des Integrierten  
Handlungskonzeptes 
Endbericht

4

5
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1. Einführung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  9
2.   Im Überblick: Das Programm  
„Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK) . . . . . . . . . . . . . . .  11
2.1   Ziele des Leitk onzepts  
„Starke Veedel – Starkes Köln“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
2.2  Übersicht über Handlungsfelder  
und Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.3  Rahmenbedingungen und ext erne Einflussfaktoren . . . . . . . . . 22
3.  Bisherige Entwicklung: Die Sozialräume  
im gesamtstädtischen Kontext  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.  Zielerreichung und Wirkungen von  
SVSK – Was wurde erreicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.1  Erprobung, Sicherung und räumliche Ausdehnung  
sozial-integrativer Angebote . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.2  Stärkung Teilhabe und Engagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
4.3   Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Schaffung  
von Spiel-, Sport- und Begegnungsorten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
4.4   Verbesserung der Umweltqualität  
und Bewusstseinsbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
4.5   Stärkung der Wohnfunktion und Anstoßwirkung  
für weitere Investitionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
4.6  Verbesserung der Images der Sozialräume . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
5.  Umsetzung des sozialraumorientierten,  
integrierten Ansatzes  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
6.  Gesamtbewertung und Lernerfahrungen  . . . . . . . . . . . . 63
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Abbildungsverzeichnis  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
Kontakt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

6
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Zusammenfassung  
der zentralen Ergebnisse  
Hintergrund und Ziele der Evaluation
I
m Jahr 2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Integrierte 
Handlungskonzept (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK). Als 
übergeordnetes Ziel verfolgte SVSK die Verbesserung der Lebens-
bedingungen der Menschen in elf Sozialräumen. SVSK knüpfte dabei 
an das Programm „Lebenswerte Veedel“  an, mit dem die Stadt Köln 
bereits seit 2006 in elf Sozialräumen aktiv ist. 
Das Programm SVSK endete offiziell im Jahr 2022. Die abschließende 
Evaluation dient der rückblickenden Analyse der Umsetzung des 
Gesamtprogramms und dessen Wirkungsweisen. Sie basiert auf der 
Auswertung vorhandener Unterlagen sowie Kontext- und Controlling-
Daten, Interviews und zwei Workshops mit Programmbeteiligten.
Überblick über das Programm SVSK
Im Rahmen von SVSK werden 53 Einzel-Maßnahmen mit einem 
Gesamtkostenvolumen von 26,8 Mio. € umgesetzt. Neun Maßnah-
men sind noch in der Umsetzung, 44 bereits abgeschlossen (Stand 
Juni 2023).
Für die Umsetzung von Maßnahmen nutzt die Stadt Köln den Euro -
päischen Sozialfonds (ESF), den Europäischen Fonds für regionale 
Entwicklung (EFRE) sowie die Städtebauförderung. Einzelne Maß -
nahmen wurden auch über sonstige Förderzugänge finanziert, u.a. 
durch Mittel des Bundesfamilien- oder Bundesumweltministeriums. 
Da sich die elf Sozialräume in ihren Problemlagen voneinander 
unterscheiden, wurden manche Maßnahmen nur in einem, in einigen 
wenigen oder auch in allen Sozialräumen umgesetzt. 
Rahmenbedingungen und externe Einflussfaktoren 
Zahlreiche externe Einflussfaktoren, wie veränderte ESF-Förder -
bedingungen, Covid-19-Pandemie und Ukraine-Krieg mit anschlie-
ßender Energie- und Baukrise, erschwerten die Umsetzung von 
SVSK und führten zum Wegfall von Einzel-Maßnahmen sowie zu 
zeitlichen Verzögerungen in der Umsetzung. Personalfluktuation und 
Fachkräftemangel beeinträchtigten zusätzlich die Umsetzung von 
Maßnahmen.

7
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Bisherige Entwicklung:  
Sozialräume im gesamtstädtischen Kontext
In den elf Sozialräumen leben aktuell fast 240.000 Personen und  
damit über 20 Prozent der Bevölkerung der Stadt Köln (Stand 
31.12.2022). In den Sozialräumen leben besonders viele Menschen 
mit Migrationshintergrund sowie besonders viele Kinder und Jugend-
liche. Die Sozialräume wuchsen in den vergangenen Jahren weniger 
als die übrigen Stadtgebiete.
Entsprechend der konjunkturellen Rahmenbedingungen ist der 
Beschäftigtenanteil auch in den Sozialräumen seit 2012 gestiegen. 
Allerdings liegen die sozialen Belastungen weiterhin deutlich über 
dem Niveau des übrigen Stadtgebiets mit einem hohen Anteil an 
Haushalten im Transferleistungsbezug.
Die stetig steigende Nachfrage nach Wohnraum in Köln führt bei 
einem knappen Angebot auch in den Sozialräumen zu steigenden 
Preisen.
Zielerreichung und Wirksamkeit SVSK
Unter komplexen Rahmenbedingungen hat SVSK in den Sozialräu -
men viele Prozesse angestoßen und Entwicklungsimpulse gesetzt, 
die auch über die Programmlaufzeit hinauswirken:
 › Es wurden neue sozialintegrative (Beratungs-)Angebote und 
Vorgehensweisen erprobt sowie bewährte Ansätze gesichert 
und teilweise räumlich ausgedehnt. Insgesamt wurden die Teil -
habemöglichkeiten der Bevölkerung gestärkt. Die Angebote 
wurden teilweise auch über die Förderlaufzeit hinaus gesichert. 
Es bestehen aber weiterhin Unterstützungsbedarfe in den So-
zialräumen.
 › Die Baumaßnahmen steigern nachhaltig die Attraktivität der 
 öffentlichen Räume, wobei aber nicht alle Sozialräume gleicher -
maßen profitieren. Es wurden zudem neue Nutzungsmöglich -
keiten geschaffen (Spiel- und Bewegungsangebote, Treffpunkte, 
Gastronomiebereiche,…).
 › Die Umweltqualität wurde durch Bepflanzungs- und Entsiege -
lungsmaßnahmen verbessert und die Bewusstseinsbildung für 
Umweltaspekte angestoßen. Es wurden zudem neue Ansätze 
zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und erstmalig im 
Kölner Stadtgebiet umgesetzt.

8
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
 › Die Wohnfunktion wurde nachhaltig durch Aufwertungen im 
Wohnumfeld gestärkt, u.a. durch Verschönerungen von Gebäu -
defassaden.
 › Es wurden Impulse für eine Verbesserung der Images der Sozial-
räume gesetzt und es zeigt sich eine positive Aufbruchsstim -
mung innerhalb der Sozialräume.
 › Es wurde neues Engagement aktiviert, aber auch bestehendes 
Engagement gestärkt. Netzwerke wurden intensiviert und da -
durch langfristig gestärkt. 
 › Innerhalb der Verwaltung wurde die ressortübergreifende Zu-
sammenarbeit erprobt und die sozialraumorientierte, integrierte 
Arbeitsweise weiterentwickelt. Aufgrund der komplexen Rah -
menbedingungen konnten die Synergien zwischen den Maßnah -
men nicht durchgängig ausgeschöpft werden. Die Lernerfah -
rungen aus SVSK werden aufgegriffen und fließen in die weitere 
Projekt- und Programmplanungen ein.
Fazit
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ war im Hinblick auf 
das Gesamtkostenvolumen und die parallele Umsetzung in elf 
Sozialräumen ein bisher einzigartiger Prozess für die Stadt Köln. 
Externe Einflussfaktoren und sich ändernde förderrechtliche Rah -
menbedin-gungen erforderten dabei immer wieder eine Anpassung 
des Vorgehens. Auch wenn viele Bedarfslagen in den Sozialräumen 
weiter bestehen, wurden schlussendlich viele gute sozialintegrative 
Ansätze angestoßen und die Qualität der öffentlichen Räume aufge-
wertet, die allesamt zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen 
der Menschen vor Ort beitragen.

9
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
1. Einführung
Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK)
Im Dezember 2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Integrierte 
Handlungskonzept (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ . Mit dem 
Leitkonzept SVSK hat die Stadt Köln auf den Projektaufruf „Starke 
Quartiere – Starke Menschen“ des Landes Nordrhein-Westfalen von 
Februar 2015 reagiert. „Starke Quartiere – Starke Menschen" griff 
die Strategie der Europäischen Union für die Förderperiode 2014 bis 
2020 auf und ermöglichte Städten und Gemeinden, in ausgewählten 
Quartieren präventive und nachhaltige Entwicklungen anzustoßen 
und Maßnahmen in unterschiedlichen Lebensbereichen umzuset -
zen, um Armut und Ausgrenzung entgegenzuwirken.
Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ knüpfte an das Programm 
„Lebenswerte Veedel“1 an, mit dem die Stadt Köln bereits seit 2006 
in elf Sozialräumen aktiv ist. Als übergeordnetes Ziel verfolgte SVSK 
die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den 
Sozialräumen.
Ziel und Anlass der Evaluation
Das Programm SVSK endete offiziell im Dezember 2022 mit dem 
Abschluss der Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale 
Entwicklungen der Union (2014 bis 2020 inklusive Abrechnungs -
phase mit Bund und Land bis 2022). Die Evaluation des Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ dient der rückblickenden Analyse der  
Umsetzung des Gesamtprogramms und dessen Wirkungsweisen.  
Die Programmevaluation berücksichtigt dabei die folgenden 
Themenschwerpunkte:
 › Zielerreichung auf Ebene der fünf Handlungsfelder  
und Querschnittsziele 
 › Nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahmen und des Programms 
 › Besonderheiten des sozialraumorientierten,  
integrierten Ansatzes
 › Lessons-Learned für zukünftige Projekt- und  
Programmumsetzungen
1 Ziel des Programms „Lebenswerte Veedel“ ist es, in den Kölner Gebieten, 
die überdurchschnittlich stark von sozialer Benachteiligung und Armut betroffen 
sind, die Vernetzung der städtischen Dienststellen, der unterschiedlichen  
Akteure und der Bürger*innen zu verbessern. Zentrales Element dafür sind die 
Sozialraumkoordinationen.

10
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Methodisches Vorgehen der Evaluation
Methodisch basiert die Evaluation auf der Auswertung vorhandener 
Unterlagen, der Auswertung von Kontext- und Controlling-Daten, 
Interviews mit Programmbeteiligten sowie zwei Workshops.
 › Dokumentenanalyse und Controlling-Liste 
Zur Überprüfung der Zielerreichung und Wirksamkeit des Gesamt -
programms wurden vorhandene Dokumente ausgewertet. Dazu 
zählen beispielsweise: Integriertes Handlungskonzept „Starke Veedel –  
Starkes Köln“ , Sozialraumspezifische Integrierte Stadtentwicklungs-
konzepte (ISEK), Maßnahmenblätter in den ISEK (operative Ziele, 
Projektziele, Indikatoren), Ergebnisberichte der Evaluationen in den 
Sozialräumen „Buchheim, Buchforst und Mülheim-Nord, Keupstraße" 
sowie „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord" und Sachstands-
berichte 2018 – 2022. Ferner wurden für die Evaluation anhand der 
Controlling-Liste die Maßnahmen u.a. hinsichtlich Umsetzungsku -
lisse, Kosten, Förderhöhe, Status, Laufzeit analysiert und beispiels -
weise nach Förderzugang, Sozialraum oder Handlungsfeld geclustert. 
Ziel ist der Gesamtüberblick über die umgesetzten Maßnahmen. 
 › Kontextdaten 
Auf Grundlage von Daten des Amtes für Stadtentwicklung und Sta -
tistik der Stadt Köln sowie Daten aus der empirica-Preisdatenbank 
(Basis: VALUE Marktdaten) wurde ein Set an Kontextindikatoren für 
die elf Sozialräume zusammengestellt. Diese Indikatoren werden in 
Kapitel 3 mit dem Ziel analysiert, demografische, ökonomische und 
soziale Rahmenbedingungen in den elf Sozialräumen im Verhältnis 
zur Gesamtstadt darzustellen. Dargestellt wird je nach Datenverfüg-
barkeit der Zeitraum 2012 bis 2022.
 › Interviews 
Im Rahmen der Evaluation wurden Interviews mit unterschiedlichen 
Akteuren des Programms SVSK geführt. Zu den Akteursgruppen zählen 
insbesondere Projektverantwortliche, Sozialraumkoordination sowie 
Quartiersmanagements. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Expert*innen 
standen die Themen: Einschätzungen zur Situation in den Sozialräumen 
und Veränderungen in den letzten Jahren (z. B. Image, Zusammenleben), 
persönliche Erfahrungen im Programm SVSK, Umsetzungsstand, Zieler-
reichung und Wirkungshinweise der Maßnahmen bzw. des Gesamtpro-
gramms sowie Netzwerke und Synergieeffekte. 
 › Workshops 
Am 4. September 2023 fand eine Expert*innenrunde mit Mitarbei-
tenden aus der Verwaltung zur gemeinsamen Bewertung der 
Ziel erreichung und Wirkungen des Gesamtprogramms statt. Am 
12. September 2023 erfolgte darüber hinaus die Vorstellung und  
Diskussion von (Zwischen-)Ergebnissen in dem SVSK-Lenkungskreis.

11
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
2. Im Überblick: Das Programm 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ 
2.1 Ziele des Leitkonzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“
Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (SVSK) startete im Jahr 2016 
und diente als Leitkonzept zur Integrierten Stadtentwicklung in 
Köln. Als übergeordnetes Ziel verfolgte SVSK die Verbesserung der 
Lebensbedingungen der Menschen in elf Sozialräumen. Es ging um 
eine Verbesserung der Lebensqualitäten und Teilhabechancen in der 
bestehenden Bevölkerungszusammensetzung (vgl. Abbildung 1).
Um dies zu erreichen wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket in 
ursprünglich fünf Handlungsfeldern entwickelt (vgl. Abbildung 2), das 
in allen elf Sozialräumen mit einem vergleichbaren Vorgehen umge-
setzt, dabei jedoch explizit auf die Bedarfe und Erfordernisse vor Ort 
angepasst wurde. Zusätzlich wurden gebietsspezifische Lösungen 
passgenau für die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschied-
lichen Sozialräume entwickelt. 
Für die Umsetzung von Maßnahmen nutzte die Stadt Köln den 
Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Europäischen Fonds für 
regionale Entwicklung (EFRE). Um zusätzlich noch Bundes- und 
Landesmittel der Städtebauförderung einzuwerben, wurden sechs 
sozialraumspezifische Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEK)  
erarbeitet. Einzelne Maßnahmen wurden auch über sonstige Förder-
zugänge finanziert, u.a. durch Mittel des Bundesfamilien- oder 
Bundesumweltministeriums.

12 13
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Zielsystem des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Leitziel Verbesserte Lebensbedingungen  des Menschen im Programmgebiet
Querschnittsziele Verbesserte  Teilhabe- und Mitwirkung
Gleichstellung  von Männern und Frauen
Nichtdiskriminierung  (Chancengleichheit/Barrierefreiheit)
Nachhaltigkeit
Sozialraumorientierte  Stadtentwicklung
Strategische Ziele Verbesserte Bildungs-
strukturen und erhöhtes 
(Aus-) Bildungsniveau
Gefestigte und verbesserte  
Erwerbsfähigkeit sowie  
erhöhte Erwerbstätigkeit
Lebenswert und ökologisch  
gerecht gestaltetes  
Wohn- und Lebensumfeld
Verbesserte  
gesundheitliche Situation
Strukturell verbesserte  
wirtschaftliche Situation
Gefestigte und gestärkte  
Wohnfunktion
Umweltgerechteres und  
klimaangepasstes Leben
Operative Ziele Stärker geförderte und entwickelte  
Wirtschaftsstandorte/Adressbildung
Verbesserte Aktivierung  
der Mieter am Wohnort
Geminderte und gemilderte  
Umweltbelastungen
Stärker unterstützte  
und entwickelte  
Wohnadressen
Verbesserte Vernetzung  
von und mit  
GrünflächenVerbesserte Nahversorgung
Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich  
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebotsformen
Verbesserte Vernetzung  
und Kooperation der  
Wohnungsmarktakteure
Erschlossene und bedarfsgerecht  
weiterentwickelte Flächen  
für neue NutzungenVerbessertes Übergangsmanagement 
Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt Verbesserte Umweltbildung  
und -beratung sowie  
umweltbewusstere Lebensweise
Die von Armut Bedrohten/Betroffenen sind in  
stärkerem Maße in den Arbeitsmarkt integriert
Neu geschaffene, bedarfsgerechte  
Angebotsstrukturen und/oder Arbeitsplätze
Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensräume
Handlungsfelder Früh ansetzende Hilfen Wirtschaft und Qualifizierung Wohnen Öffentlicher Raum Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit
Abb. 1 Quelle: Stadt Köln, Integriertes Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ , S. 75

14
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
2.2 Übersicht über Handlungsfelder und Maßnahmen 
Handlungsfelder und Maßnahmen
Insgesamt wurden 53 Einzel-Maßnahmen2 in den vier Hand lungs feldern
 
(1) Früh ansetzende Hilfen
(2) Öffentlicher Raum
(3) Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit
(4) Wohnen 
sowie handlungsfeldübergreifend aus unterschiedlichen Förderpro-
grammen bewilligt (vgl. Abbildung 2), wovon 44 bereits abgeschlos-
sen und 9 noch in der Umsetzung/in Vorbereitung sind (Stand: Juni 
2023). Im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung wurde keine 
Maßnahme umgesetzt. Eine ausführliche Beschreibung je Maß -
nahme befindet sich im Anhang (vgl. Maßnahmenliste im Anhang). 
2  Hinweis: Die Zählung der Maßnahmen  
basiert auf einer Einteilung der Stadt Köln.

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Übersicht Maßnahmen und Handlungsfelder*
Früh ansetzende Hilfe 
 › Kita-Einstieg (2x)
 › Plan 27
 › Willkommen & Ankommen
 › Stadtteileltern
 › Mobile offene Kinder- & Jugendarbeit
 › Familien im Zentrum
 › Bildungsberatungszentrum Mülheim
 › Prävention durch Medienbildung 
 › Fit und Aktiv (3x)
Öffentlicher Raum
 › Spiel- und Bewegungsräume (11x)
 › Generalsanierung  
Sportanlage Humboldtstr.
 › Multifunktionale Freiräume
 › Platz an der Herler Straße  
in Buchheim 
 › Partizipative Neugestaltung  
„Platz an St. Adelheid“ 
 › Modernisierung Jugendeinrichtung  
Gernsheimer Straße
15
Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit 
 › Stärkung/Erweiterung  
des Schulgartenangebotes
 › Hitzeaktionsplan  
für Menschen im Alter
 › ökol. Revitalisierung  
„Westerwaldstraße“
Wohnen
 › Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm (5x)
 › Zuhause im Veedel (3x)
Handlungsfeldübergreifend
 › Büro für Quartiersmanagement u. Aktivierung (6x)
 › Externe Beratung bei der Erstellung des Leitkonzeptes (6x)
 › Prozessbegleitende Evaluation (2x)
Abb. 2 Stadt Köln, eigene Darstellung 
 
* Das Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung wurde von ESF-Maßnahmen zur Bildung und Qualifikation 
aufgegriffen, ist aber nicht mit spezifischen Maßnahmen hinterlegt. Die Maßnahme „Hallo Nachbar“ ist Teil 
der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement“ .

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
16
Gesamtkostenvolumen
Insgesamt werden im Rahmen von SVSK Maßnahmen mit einem 
Gesamtkostenvolumen von 26,8 Mio. € (Stand Juni 2023) umge -
setzt. Laut Ratsbeschluss zum IHK hat der Rat der Stadt Köln den 
Bedarf für die im IHK aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem 
Gesamtkostenvolumen von rd. 77,3 Millionen Euro vorbehaltlich der 
Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen anerkannt und zur 
Verfügung gestellt. Das bislang bewilligte Gesamtkostenvolumen 
liegt deutlich unter dem ursprünglich avisierten Mitteleinsatz. Dies 
lag vor allem an der Neuausrichtung des ESF und nicht bewilligter 
Einzelprojekte sowie an Änderungen im Programmzuschnitt (vgl. 
Kapitel 2.3).
Die Abbildung 3  zeigt die Gesamtkostenstruktur aller bewilligter 
Maßnahmen. Der Anteil der EFRE-Förderung der EU – teilweise 
in Kombination mit der Städtebauförderung – wie auch die „reine“ 
Städtebauförderung machen den größten Anteil der eingesetzten 
Mittel aus, mit denen vor allem investive, sozialraumspezifische Maß-
nahmen gefördert wurden. Mit den ESF-Mitteln wurden hingegen 
sozial-integrative Maßnahmen überwiegend sozialraumübergreifend  
umgesetzt. 
Abb. 3 Quelle: Stadt Köln, eigene Darstellung  empirica 
* Eigenanteil inkl. nicht förderfähiger Sachkosten  
** Mittel für Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße

Abb. 4 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung  empirica 
*Keine Maßnahme im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung  
17
Maßnahmen und Kostenvolumen je Handlungsfeld
Die meisten Maßnahmen wurden im Handlungsfeld „Öffentlicher 
Raum“ umgesetzt (vgl. Abbildung 4) , darunter beispielsweise elf 
Spiel- und Bewegungsräume oder das Projekt „Multifunktionale Frei-
räume“ (vgl. Maßnahmenliste  im Anhang). In diesem Handlungsfeld 
floss mit Abstand der größte Anteil der Mittel (vgl. Abbildung 5).
Im Handlungsfeld Wirtschaft und Qualifizierung wurde aufgrund des 
fehlenden Förderzugangs keine Maßnahme umgesetzt (vgl. Kapitel 
2.3). Maßnahmen wie das Quartiersmanagement mit den Verfü -
gungsfonds zählen als handlungsfeldübergreifende Maßnahmen.
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Abb. 5 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung empirica 
*Keine Maßnahme im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung  
18
Maßnahmen und Kostenvolumen je Sozialraum
Da sich die Sozialräume in ihren Problemlagen voneinander unter -
scheiden, wurden manche Maßnahmen nur in einem, in einigen 
wenigen oder auch in allen Sozialräumen umgesetzt. Die Anzahl der 
Maßnahmen war in den Sozialräumen sehr unterschiedlich. Bedingt 
wurde dies vor allem dadurch, ob ein zusätzliches ISEK und damit 
Mittel aus der Städtebauförderung zur Verfügung standen oder nicht. 
In den sieben Sozialräumen mit ISEK wurden deutlich mehr Maß-
nahmen umgesetzt als in den vier Sozialräumen ohne ISEK (Abbil-
dung 6). Demzufolge unterschied sich auch das Kostenvolumen der 
umgesetzten Maßnahmen zwischen den Sozialräumen.
Drei Maßnahmen wurden übergreifend in allen elf Sozialräumen 
umgesetzt (Plan 27, Stadtteileltern, Hitzeaktionsplan). In Höhenberg/
Vingst wurde darüber hinaus keine weitere Maßnahme umgesetzt, in  
Bocklemünd/Mengenich, Bilderstöckchen sowie Bickendorf/West-
end/Ossendorf noch vereinzelt weitere Maßnahmen. Die meisten 
Maßnahmen konnten im Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/See -
berg-Nord realisiert werden.

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
19
Maßnahmen je Sozialraum
Abb. 6 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung  empirica

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
20 21
Maßnahmen je Sozialraum und Handlungsfeld
Früh ansetzende Hilfe  Öffentlicher Raum Klima & Umwelt Wohnen Handlungsfeldübergreifend
Buchheim/ Buchforst,  
Mülheim-Nord/  
Keupstraße (ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Willkommen & Ankommen
• Kita-Einstieg (2x)
• Bildungsberatungszentrum
• Spiel- und Bewegungsräume (2x)
• Platz an der Herler Straße
• Hitzeaktionsplan •  Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm
•  Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
• Prozessbegleitende Evaluation
Ostheim und 
Neubrück (ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
•  Mobile offene Kinder- &  
Jugendarbeit
• Spiel- und Bewegungsräume
• Platz an St. Adelheid
• Jugendeinrichtung Gernsheimer Str.
• Hitzeaktionsplan • Zuhause im Veedel
•  Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm
•  Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord (ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Willkommen & Ankommen
• Kita-Einstieg (2x)
• Fit und aktiv (2x)
• Spiel- und Bewegungsräume (4x) • Hitzeaktionsplan
• Schulgarten
• Zuhause im Veedel
•  Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm
•  Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
• Prozessbegleitende Evaluation
Humboldt/ Gremberg  
und Kalk (ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Willkommen & Ankommen
• Kita-Einstieg (2x)
• Spiel- und Bewegungsräume • Hitzeaktionsplan
•  Revitalisierung  
Westerwaldstr.
•  Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm
•  Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil 
(ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Fit und Aktiv
• Spiel- und Bewegungsräume
•  Generalsanierung  
Sportanlage Humboldtstr.
• Hitzeaktionsplan
•  Multifunktionale 
Freiräume
• Zuhause im Veedel
•  Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm
•  Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
Meschenich und  
Rondorf (ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Willkommen & Ankommen
• Kita-Einstieg
• Spiel- und Bewegungsräume • Hitzeaktionsplan •  Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
Bocklemünd/ 
Mengenich (ohne ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Familien im Zentrum
• Hitzeaktionsplan
Bickendorf, Westend und  
Ossendorf (ohne ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Spiel- und Bewegungsräume • Hitzeaktionsplan
Höhenberg/Vingst  
(ohne ISEK) 
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Hitzeaktionsplan
Bilderstöckchen  
(ohne ISEK)
• Plan 27
• Stadtteileltern
• Medienbildung
• Hitzeaktionsplan
Abb. 7 Quelle: Stadt Köln, eigene Auswertung und Darstellung 
Hinweis: Zu den handlungsfeldübergreifenden Maßnahmen zählte in allen Sozialräumen mit ISEK noch die externe Beratung bei der Erstellung des Leitkonzeptes empirica

22
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
2.3 Rahmenbedingungen und externe Einflussfaktoren 
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ war hinsichtlich der 
geplanten Anzahl und dem Umfang an Maßnahmen und Investitio -
nen sehr ambitioniert. Dementsprechend wurden sehr hohe Erwar -
tungen mit dem Programm verbunden. 
Verschiedene übergeordnete Rahmenbedingungen und Einflussfak-
toren haben die geplante Umsetzung des Leitkonzeptes erschwert, 
so dass der ursprünglich geplante Umfang an Maßnahmen und 
Investitionen nicht erreicht werden konnte. Folgende externe  
Rahmenbedingungen nahmen auf die Programmumsetzung Einfluss: 
 ›  Veränderte ESF-Förderbedingungen: Der „Richtungswechsel“ 
der förderpolitischen Schwerpunkte des Landes NRW in der 
ESF-Förderung Mitte 2018 hatte erhebliche Auswirkungen auf 
die Planungen (Schwerpunktsetzung verlagerte sich von der 
Förderung der Erwerbstätigkeit zur Bekämpfung von Kinder -
armut). So konnten auch mehrere bereits abgestimmte und 
geplante Maßnahmen im Bereich Wirtschaft und Arbeit nicht 
umgesetzt werden. In 2017 war zudem bereits eine Änderung 
der ESF-Förderung vorausgegangen, so dass keine größeren 
Sachkosten mehr als förderfähig anerkannt wurden. In der Folge 
konnten Maßnahmen, die im IHK benannt wurden, mit einem Ge -
samtkostenvolumen von rund 17 Mio. € nicht mit dem avisierten 
Förderzugang weiterverfolgt werden.
 › Erstellung von zusätzlichen integrierten Stadtentwicklungs-
konzepten: Mit dem IHK konnten Fördermittel der Europäischen 
Union eingeworben werden. Um Städtebaufördermittel von 
Bund und Land beantragen zu können, wurde zusätzlich die 
Erstellung von einzelnen, sozialraumbezogenen und vom Förder -
mittelgeber anerkannten integrierten Stadtentwicklungskonzep -
ten (ISEK) notwendig, die spezielle Vorgaben erfüllen mussten. 
Dem für den Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf 
erstellten ISEK fehlte ein ausreichend großes städtebauliches 
Maßnahmenpaket, so dass eine Anerkennung nicht erteilt wur -
de. Eine ähnliche Situation traf für die Sozialräume Bilderstöck -
chen, Höhenberg/Vingst und Bocklemünd/Mengenich zu. Die 
vorgesehenen baulichen Maßnahmen reichten für die Erstellung 
eines ISEK nicht aus.

23
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
 ›  Covid-19 Pandemie: Die Pandemie erschwerte vor allem in den 
Jahren 2020 und 2021 die Programmumsetzung in Bezug  
auf die aktivierende Arbeit. Hiervon waren im Besonderen die 
Quartiersmanagements mit den Verfügungsfondsprojekten 
betroffen. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie 
stellten alle Akteur*innen vor große Herausforderungen und 
erforderten kurzfristig ein Umdenken und Umplanen. Auch wenn 
sehr kreative Lösungen gefunden wurden, konnten einige der 
Aktionen und Veranstaltungen dennoch nicht wie geplant durch -
geführt werden 
 › Bau- und Energiekrise: Begonnen mit der Pandemie und dann 
verstärkt durch den Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit 
einhergehende Energiekrise sind die Baukosten stark gestiegen. 
Dies erzeugte maßgebliche Auswirkungen auf die Umsetzung 
von großen Infrastrukturprojekten. Beispielsweise sind die Bau -
kosten zur Ertüchtigung und Neugestaltung des Kulturbunkers 
oder des Bürgerhauses MüZe im Sozialraum Mülheim-Nord/
Keupstraße im Gegensatz zu den ursprünglich im Antrag ge -
schätzten Baukosten so stark gestiegen, dass eine Umsetzung 
nicht mehr realisiert werden konnte. Auch das Haus-, Hof- und 
Fassadenprogramm litt unter dem angespannten Investitions-
klima im Zuge der Pandemie sowie der sich anschließenden 
Bau- und Energiekrise. Private Eigentümer*innen als auch die 
Wohnungswirtschaft zeigten sind zögerlich bei Baumaßnahmen. 
 › Zeitversetzte Umsetzung der Maßnahmen: Um die Nutzung der 
unterschiedlichen Förderzugänge möglich zu machen, wurden 
auf der Grundlage des Integrierten Handlungskonzeptes für den 
sozialraumübergreifenden Ansatz (ESF und EFRE) sieben Einzel -
konzepte für den sozialraumspezifischen Ansatz (Städtebauför-
derung) notwendig. Dies hat in der Folge die zeitliche Taktung 
gegenüber der Ausgangsplanung deutlich verändert. Während 
die sozial-integrativen ESF-Maßnahmen bereits ab 2017 star-
ten konnten und mit wenigen Ausnahmen 2020 abgeschlossen 
waren, starteten viele Baumaßnahmen dann erst mit der Planung 
und Umsetzungsvorbereitung. Zudem hatte die gestaffelte Erar-
beitung der Integrierten Stadtentwicklungskonzepte zur Folge, 
dass Maßnahmen wie das Quartiersmanagement zeitversetzt und 
nicht immer parallel zu den investiven Maßnahmen in den jewei -
ligen Sozialräumen starten konnten. Insgesamt wurden dadurch 
Synergiewirkungen zwischen den baulichen und den sozial-inte-
grativen sowie der Erfahrungsaustausch untereinander erschwert.

24
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
 ›  Personelle Ressourcen: Personalfluktuation und fehlende Fach -
kräfte erschwerten an vielen Stellen im Prozess die Umsetzung 
und führten zu zeitlichen Verzögerungen. Eine verbindliche 
Durchführung insbesondere der größeren baulichen Maßnah -
men, die von Planung bis zur Fertigstellung über einen langen 
Zeitraum verfolgt werden müssen, gestaltete sich damit schwie -
rig. In den zuständigen Fachämtern fehlten teilweise die perso -
nellen Ressourcen, um die Maßnahmen rechtzeitig und inner -
halb des Programms SVSK in die Umsetzung zu bringen. Zudem 
konnte aufgrund der Fluktuation ein Wissenserhalt nicht immer 
sichergestellt werden.  Persönliche Netzwerke lösten sich auf, so 
dass erworbene Kompetenzen und fachliches Know-how müh -
sam wieder aufgebaut werden mussten. Durch die schwierigen 
externen Rahmenbedingungen konnte SVSK zwar nicht seinen 
vollen Umfang oder avisierte Synergieeffekte wie geplant aus -
schöpfen. Dennoch erzielte SVSK nachhaltige positive Wirkun -
gen für alle Bewohner*innen in den Sozialräumen (vgl. Kapitel 4). 
Darüber hinaus wurden wichtige Impulse gesetzt und wertvolle 
Lernerfahrungen gesammelt, die in die weitere integrierte Stadt -
entwicklungsplanung der Stadt Köln einfließen.

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
25
3. Bisherige Entwicklung:  
Die Sozialräume im  
gesamtstädtischen Kontext 
Bevölkerungsentwicklung und -struktur: Sozialräume wachsen 
weniger als die übrigen Stadtgebiete in Köln, zwischen 2016 und 
2021 ist die Bevölkerungsentwicklung sogar rückläufig
In den elf Sozialräumen leben aktuell 237.464 Personen und damit 
22 Prozent der Bevölkerung der Stadt Köln (Stand 31.12.2022). Die 
Sozialräume unterscheiden sich stark in ihren Bevölkerungszahlen –  
Humboldt/Gremberg/Kalk bildet mit rd. 40.000 Einwohner*innen 
den größten Sozialraum, Bocklemünd/Mengenich mit rd. 10.600 
Personen den kleinsten.
Abb. 8 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica

26
Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Gegenüber 2012 ist die Zahl der Einwohner*innen in den Sozialräu -
men bis 2022 geringer gestiegen (+1,7 Prozent) als in den übrigen 
Kölner Stadtgebieten (+5,4 Prozent). Zwischen 2016 und 2021 war 
die Bevölkerungsentwicklung in den Sozialräumen sogar rückläufig 
(vgl. Abbildung 8). Dabei gab es große Unterschiede zwischen den 
Sozialräumen. Im Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/Seeberg 
Nord ist der Bevölkerungsrückgang mit -6,9 Prozent besonders hoch. 
Die übrigen Stadtgebiete Kölns hatten in diesem Zeitraum hingegen 
einen Zuwachs von rd. 3.700 Personen (+0,4 Prozent). 
Zahl ausländischer Personen ist im übrigen Köln stärker gestiegen 
als in den Sozialräumen 
Der Zuzug nach Köln war in den letzten zehn Jahren stark durch einen 
Zuzug von ausländischen Personen geprägt. Die Ausländer*innen sind 
mehrheitlich aber nicht in die Sozialräume, sondern in das übrige Köln 
gezogen. Von mehr als 40.000 ausländischen Personen, die zwischen 
2012 und 2022 nach Köln gezogen sind, haben rund 30.000 Perso -
nen eine Wohnung außerhalb der Sozialräume gefunden. Die Zahl der 
Ausländer*innen ist demnach in den letzten zehn Jahren in den Sozial-
räumen lediglich um 16 Prozent gestiegen, außerhalb der Sozialräume 
dagegen um 26 Prozent. Der Anteil an ausländischen Personen an der 
Gesamtbevölkerung ist in den Sozialräumen hingegen etwas stärker 
gestiegen als im übrigen Köln (2012 – 2022 Sozialräume: +3,9 Prozent 
und übriges Köln: +2,8 Prozent). Dies liegt allerdings an der insgesamt 
geringeren Bevölkerungsdynamik in den Sozialräumen.
Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in den Sozialräumen 
auf hohem Niveau, aber mit geringerem Anstieg 
Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund liegt 2022 in den  
Sozialräumen mit 62 Prozent deutlich über dem Anteil auf gesamt -
städtischer Ebene (42 Prozent). Die Personengruppe mit Migrations-
hintergrund wächst in den Sozialräumen zwischen 2012 und 2022 
mit +16 Prozent jedoch weniger stark als im übrigen Stadtgebiet 
(2012 – 2022: +27 Prozent). 
Geringeres Durchschnittsalter in den Sozialräumen, besonders 
viele Kinder und Jugendliche 
Die Bevölkerung ist in den Sozialräumen jünger als im gesamtstädti-
schen Vergleich. Das Durchschnittsalter liegt im Jahr 2022 mit 40,4 
Jahren leicht unter dem städtischen Durchschnittsalter von 41,8 
Jahren. Insbesondere der Anteil an Kindern und Jugendlichen (unter 
18 Jahren) ist in den Sozialräumen deutlich höher als in der Gesamt-
stadt (19 Prozent zu 16 Prozent) (vgl. Abbildung 9).

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Sozialräume Köln
2012 2022 2012 2022
 75 Jahre und älter 8% 8% 8% 9%
 60 bis unter 75 Jahre 14% 14% 15% 15%
 45 bis unter 60 Jahre 20% 20% 21% 21%
 30 bis unter 45 Jahre 22% 22% 24% 23%
 18 bis unter 30 Jahre 17% 16% 17% 16%
 unter 18 Jahre 19% 19% 16% 16%
27
Abb. 9 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica
Wanderungsdynamik: Leichte Wanderungsverluste zwischen  
2017 und 2021 in den Sozialräumen, in 2022 erneut Wanderungs-
gewinne von außerhalb von Köln 
Insgesamt verlieren die Sozialräume zwischen 2012 und 2022 rund 
1.055 Personen durch Wanderungen. Während die Sozialräume 
zwischen 2012 und 2016 Einwohner*innen durch Wanderungen 
hinzugewinnen, ist der Wanderungssaldo zwischen 2017 und 2021 
negativ. Mit steigenden Zuzügen von außerhalb Kölns (+12.162 Per-
sonen) ist das Wanderungssaldo der Sozialräume im Jahr 2022 erst-
malig wieder positiv (+2.545 Personen) (vgl. Abbildung 10).

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Abb. 10 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica
28
Arbeitsmarkt & Soziales
Beschäftigtenanteil in Sozialräumen steigt kontinuierlich an 
In den Sozialräumen liegt der Beschäftigtenanteil mit 56 Prozent 
(2022) unter dem gesamtstädtischen Niveau von 60 Prozent. 2012 
ist der Anteil an Beschäftigten ähnlich stark wie gesamtstädtisch 
gestiegen (Sozialräume: +9 Prozent, Köln: +8 Prozent). Innerhalb der 
Sozialräume sticht in dem Betrachtungszeitraum Mülheim-Nord/
Keupstraße mit einem Zuwachs von +14 Prozent überdurchschnitt -
lich heraus. Dies ist u. a. auf den Strukturwandel des Sozialraums hin 
zu einem Dienstleistungsstandort zurückzuführen. Im Bereich der 
Schanzenstraße haben sich viele Betriebe der Medien- und Kreativ -
wirtschaft angesiedelt. Hierdurch gab es eine Zunahme von hoch -
qualifizierten Arbeitsplätzen.
Arbeitslosenquote in den Sozialräumen liegt deutlich über der 
gesamtstädtischen Quote 
Zwischen 2013 und 2018 sinkt die Arbeitslosenquote in den Sozialräu-
men im Mittel um -3,4 Prozent und folgt damit dem gesamtstädtischen 
Trend (Köln: -2,1 Prozent). Nach einem kurzzeitigen Anstieg der Quote

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
im Jahr 2020 (Sozialräume: 15,6 Prozent, Köln: 9,4 Prozent) sinkt die 
Quote wieder langsam bis 2022 auf 14,4 Prozent in den Sozialräumen 
und 8,4 Prozent gesamtstädtisch. Dabei unterscheidet sich die Quote 
zwischen den einzelnen Sozialräumen zum Teil sehr stark.
Jugendarbeitslosigkeit nach Pandemie wieder rückläufig
Die Jugendarbeitslosigkeit (bis 25-Jährige) ist in den Sozialräumen 
unterschiedlich hoch und liegt 2022 zwischen 5,8 Prozent (Mesche-
nich/Rondorf) und 15 Prozent (Mülheim-Nord/Keupstraße). Die 
gesamtstädtische Jugendarbeitslosenquote 2022 beträgt 5,5 Pro-
zent. Zwischen 2013 und 2018 ist die Jugendarbeitslosigkeit im 
gesamten Stadtgebiet gesunken – jedoch in den Sozialräum deutlich 
stärker (-3,4 Prozent) als gesamtstädtisch (-1,8 Prozent). Beeinflusst 
durch die Pandemie stieg die Quote 2020 stark an und lag dann zwi-
schenzeitlich wieder auf dem Niveau von 2013 (Sozialräume: 10,5 
Prozent, Köln: 6,5 Prozent) (vgl. Abbildung 11).
29
Abb. 11 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Soziale Belastung weiterhin deutlich über dem Niveau des übrigen 
Stadtgebiets
Auf gesamtstädtischer Ebene bildet im Jahr 2022 etwa jeder zehnte 
Haushalt (10,5 Prozent) eine Bedarfsgemeinschaft nach SGB II. Im 
Vergleich dazu ist in den Sozialräumen jeder fünfte Haushalt (20,1 
Prozent) eine Bedarfsgemeinschaft. Auch in diesem Bereich gibt 
es deutliche Unterschiede zwischen den Sozialräumen (Mülheim-
Nord/Keupstraße: 32,1 Prozent, Bickendorf/Westend/Ossendorf: 
13,7 Prozent). Bis auf einen kurzzeitigen Anstieg im Jahr 2020 sinkt 
der Anteil an Bedarfsgemeinschaften seit 2015 in den Sozialräumen 
stärker (-2,3 Prozent) als im übrigen Stadtgebiet (-0,3 Prozent) (vgl. 
Abbildung 12).  
Von allen Familienhaushalten (Bedarfsgemeinschaften mit unter 
18-jährigen) sind in den Sozialräumen im Jahr 2022 rd. 36 Prozent 
Bedarfsgemeinschaften nach SGB II. Im Vergleich liegen die Anteile 
der Familienhaushalte mit SGB II Bezug an allen Haushalten mit Kin-
dern im Jahr 2022 auf gesamtstädtischer Ebene bei 20 Prozent und 
in den übrigen Stadtgebieten bei 14 Prozent.
30
Abb. 12 Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, eigene Auswertung empirica

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Steigendes Mietniveau in den Sozialräumen – Entwicklung folgt 
gesamtstädtischem Trend
Die stetig steigende Nachfrage nach Wohnraum in Köln führt am 
Wohnungsmarkt bei einem ohnehin knappen Angebot zu weiter 
steigenden Preisen. Die Kaltmieten im Bestand sind von 2012 bis 
Ende des Jahres 2022 in den Sozialräumen (+53 Prozent) im ge-
samtstädtischen Vergleich (+45 Prozent) überdurchschnittlich stark 
gestiegen (vgl. Abbildung 13).
31
Abb. 13 Quelle: empirica-Preisdatenbank (Basis: VALUE Marktdaten)  empirica

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
4.  Zielerreichung und  
Wirkungen von SVSK – Was 
wurde durch SVSK erreicht?
Die nachfolgende Bewertung der Programmumsetzung berücksich-
tigt alle Handlungsfelder und Maßnahmen und orientiert sich dabei an 
den Zielen von SVSK (vgl. Abbildung 1). Darüber hinaus erfolgt auch 
eine Bewertung der Querschnittsthemen „Verbesserte Teilhabe und 
Mitwirkung“ (vgl. Kapitel 4.2) sowie „Umsetzung des sozialraumorien-
tierten, integrierten Ansatzes“ (vgl. Kapitel 5). Die Bewertung basiert 
auf einer Dokumentenanalyse, Auswertung von Controlling-Daten, 
Expertinnen- und Experteninterviews sowie den Ergebnissen der 
Workshops (vgl. methodisches Vorgehen in Kapitel 1).
Bei der Bewertung der Zielerreichung und Wirkungen von SVSK sind 
die begleitenden Rahmenbedingungen, wie in Kapitel 2.3 beschrie-
ben, zu berücksichtigen. 
4.1  Erprobung, Sicherung und räumliche Ausdehnung  
sozial-integrativer Angebote 
Ziele
SVSK verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen der Menschen vor 
Ort zu verbessern. Hierzu wurden sozial-integrative Maßnahmen 
erprobt, gesichert und räumlich ausgedehnt. Dies leistete einen Bei-
trag dazu, die Bildungsstrukturen und die gesundheitliche Situation 
in den Sozialräumen ansatzweise zu verbessern, das (Aus-)Bildungs-
niveau zu erhöhen und die Erwerbsfähigkeit zu steigern. 
Informationen
Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Verbesserung der  
Bildungsstrukturen und Erhöhung der Erwerbstätigkeit beigetragen:
32
Früh ansetzende Hilfe 
Kita-Einstieg Familie im Zentrum
Plan 27 Bildungsberatungszentrum
Willkommen und Ankommen Prävention durch Medienbildung
Stadtteileltern Fit und aktiv
Mobile offene Kinder- und Jugendarbeit

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Insbesondere durch die veränderten Rahmenbedingungen in der 
ESF-Förderung (vgl. Kapitel 2.3)  konnten viele Maßnahmen nicht 
wie geplant umgesetzt werden. So wurde beispielsweise keine der 
geplanten Maßnahmen des Handlungsfeldes Wirtschaft & Qualifi -
zierung umgesetzt (z. B. die Einrichtung von Kölner Veedelscentern 
(KVC) für Arbeit und Soziales in drei Sozialräumen). Andere Maßnah-
men werden außerhalb des Programms umgesetzt, wie JobCoaches 
im Quartier (durch die Stadt Köln) oder Checkpraxis Berufsfeldorien-
tierung (durch Träger).
Wirkungshinweise zur Zielerreichung
Zentrale Wirkungshinweise im Überblick
 › Erprobung neuer sozial-integrativer (Beratungs-)Angebote und 
Vorgehensweisen
 › Sicherung und räumliche Ausdehnung von bewährten  
sozial-integrativen (Beratungs-)Angeboten und Ansätzen 
 › Erleichterung der Zugangsmöglichkeiten für schwer erreichbare 
Zielgruppen in sozial-integrative (Beratungs-)Angebote 
 › Punktuelle Verbesserung der gesundheitlichen Situation der  
Bewohner*innen
Durch SVSK wurden neue sozial-integrative (Beratungs-)Angebote 
und Vorgehensweisen für bestehende Bedarfe erprobt und gesi -
chert. Beispiel dafür ist insbesondere das Projekt „Zugehende Hilfe 
und Überleitung ins Regelsystem“ (Plan 27). In diesem Projekt wurde 
in Köln erstmalig eine aufsuchende Beratung für junge Menschen 
zwischen 18 und 27 Jahren mit psychischen Problemen erprobt. Das 
Projekt hat einen bis dahin nur vermuteten Bedarf sichtbar gemacht 
und damit nachhaltig den Fokus auf diese Zielgruppe gestärkt. In der 
zweijährigen Förderlaufzeit durch SVSK wurden in allen elf Sozial -
räumen mehr als 70 Personen bei der Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive begleitet. Neben der  
intensiven Beratung und Begleitung der Jugendlichen erfolgt auch 
eine starke Vernetzung mit Schulen, Ärzten und dem Jugendamt etc. 
Das Projekt lief im Rahmen von SVSK von 2017 bis 2019, wird aber 
aufgrund der hohen Nachfrage und erzielten Erfolge mit städtischen 
Mitteln fortgeführt. Seit 2022 erfolgt die Finanzierung rechtskreis -
übergreifend mit Mitteln des Jobcenters sowie der Stadt Köln (Sozial-
hilfe und Jugendhilfe) – Sicherung der Finanzierung bis April 2024.
33

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
SVSK hat aber nicht nur neue Ansätze erprobt, sondern auch 
bewährte sozial-integrative (Beratungs-)Angebote und Ansätze fort-
geführt und räumlich ausgedehnt. Beispiele hierfür sind die Projekte 
„Willkommen und Ankommen“ sowie „Stadtteileltern“:
 › Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ wurde in vier 
Sozialräumen umgesetzt und diente als Beratungs- und Unter -
stützungsangebot für neuzugezogene Personen aus Südosteu -
ropa beim Zugang in den Arbeitsmarkt. Das Projekt wurde be -
reits vor SVSK von 2014 bis 2016 in Mülheim, Kalk und Ehrenfeld 
durchgeführt. Ab 2017 wurde das Programm in SVSK weiter -
geführt. Dadurch entfiel Ehrenfeld als Fördergebiet (außerhalb 
SVSK-Gebietskulisse), stattdessen wurde das Projekt neben 
Mülheim und Kalk auf Chorweiler und Meschenich ausgeweitet. 
Außerdem ermöglichte die Förderung durch SVSK, dass auch 
eigene Angebote zur Grund- und Weiterbildung durch die Träger 
angeboten werden konnten. Insgesamt wurden in den Jahren 
2017/2018 fast 2.700 Personen beraten und über 400 in Arbeit 
vermittelt. Für die Jahre 2019 und 2020 sollte die Förderung 
eigentlich noch auf andere Sozialräume ausgedehnt werden. 
Stattdessen ist Förderung aber durch die veränderte Schwer -
punktsetzung in der ESF-Förderung (vgl. Kapitel 2.3) Ende 2018 
ausgelaufen. Seit 2019 wird das Projekt über die Stadt gefördert 
und außerhalb von SVSK weitergeführt, allerdings mit reduzier -
ten Mitteln, wodurch das Angebot eigener Grund- und Weiterbil -
dungskurse weggefallen ist.
 › Das Projekt „Stadtteileltern“ wurde in allen elf Sozialräumen 
umgesetzt, mit dem vorrangigen Ziel, erwerbslose Personen zu 
qualifizieren und langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 
An dem Projekt durften nur Langzeitarbeitslose teilnehmen. 
Während der 1,5-jährigen Praxisphase übernahmen die Stadt -
teileltern eine Lotsenfunktion im Sozialraum und unterstützten 
sozial benachteiligte Gruppen und/oder Familien in prekären 
Lebenslagen, um deren Teilhabechancen am sozialen und kultu -
rellen Leben zu verbessern. Im Fokus stand bei dieser Maßnah -
me aber weniger die Funktion des „Brückenbauens“ , sondern die 
Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt. Insgesamt 
nahmen über 80 Personen an dem Projekt teil, wovon über die 
Hälfte zum Ende der Maßnahme eine berufliche Qualifizierung 
abgeschlossen haben oder eine sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigung aufnahmen. Aufgrund der Förderausrichtung  
mit dem Schwerpunkt der individuellen Arbeitsmarktförderung 
34

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
setzte die Maßnahme „Stadtteileltern“ neue Impulse und erwei -
tere das erfolgreiche und stark nachgefragte Projekt „Stadtteil -
mütter“ .
 › Durch SVSK war es möglich, das bewährte Bundesprojekt „Kita-
Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ auch in Köln umzu-
setzen. Das Projekt wurde in zwei Förderphasen durchgeführt 3. 
Es hat Familien mit Fluchthintergrund beim Zugang zu Kinderta -
gesstätten unterstützt und Informationen über das Bildungssys -
tem weitergegeben. Teilweise wurden auch flankierende früh -
pädagogische Angebote umgesetzt. Im Projekt „Kita-Einstieg“ 
wurden auch pädagogische Fachkräfte qualifiziert beispielswei -
se in Form von Fachtagungen (u.a. Kultursensible Pädagogik). 
Darüber hinaus wurden Einrichtungen und Institutionen für die 
Zielgruppe der EU-Neubürger*innen sowie erforderliche Brü -
ckenprojekte sensibilisiert. Das Bundesprogramm wurde 2022 
beendet und das Projekt „Kita-Einstieg“ auch in Köln nicht fort -
geführt. Der Ansatz wird über andere Angebote, wie die Stadt -
teilmütter oder Familienlotsinnen, weitergeführt.
 › Das Bildungsberatungszentrum Mülheim beriet und unterstützte 
Menschen beim (Wieder)Einstieg in den Beruf und vermittelte 
auch weitere Fördermöglichkeiten wie Bildungsprämien und 
Bildungsschecks. Die Beratungen fanden in acht verschiedenen 
Sprachen statt (deutsch, bulgarisch, rumänisch, türkisch, fran -
zösisch, italienisch, englisch, eingeschränkt auch arabisch). Der 
Kontakt zu der Zielgruppe erfolgte zum einen über Vermittlun -
gen anderer lokaler Institutionen sowie zum anderen über eine 
aufsuchende Aktivierung mit Streetworkern.
Die Erprobung neuer bzw. die Fortführung bewährter sozial-integra-
tiver (Beratungs-)Angebote hat auch die Zugänge für schwer erreich-
bare Zielgruppen erleichtert. Die Maßnahmen haben beispielsweise 
Familien mit Fluchthintergrund niederschwellig an das System Kita 
herangeführt (Kita-Einstieg), Menschen beim (Wieder-)Einstieg in 
den Beruf beraten und entsprechende Fördermöglichkeiten ver -
mittelt (Bildungsberatungszentrum Mülheim), Erwachsene aus 
Rumänien und Bulgarien bei der Arbeitsmarkintegration unterstützt 
(Willkommen und Ankommen), medienpädagogische Angebote für 
3  1. Förderphase 2017-2020 in vier Sozialräumen,  
2. Förderphase 2021-2022 in drei Sozialräumen
35

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
alle Altersgruppen angeboten (Prävention durch Medienbildung in 
Bilderstöckchen) oder eine mobile offene Kinder und Jugendarbeit 
durchgeführt (Neubrück).
SVSK hat punktuell auch zur Verbesserung der gesundheitlichen Situ-
ation einzelner Bewohner*innen in den Sozialräumen beigetragen.  
Durch die sozial-integrativen Maßnahmen wurden beispielsweise 
junge Erwachsene mit psychischen Problemen gestärkt und ins 
Regelsystem integriert (Plan 27) sowie Familien im SGB II-Bezug in  
ihren gesundheitlichen Kompetenzen gestärkt (gesunde Ernäh -
rung, Fitness und Stressbewältigung…) und zur aktiven Teilhabe am 
gesellschaftlichen Leben motiviert (Fit und Aktiv in Chorweiler/Porz).  
Auch die geschaffenen Spiel- und Bewegungsräume (vgl. Kapitel 4.3)  
trugen indirekt zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der 
Bewohnerschaft in den Sozialräumen bei.
Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK
Im Handlungsfeld Wirtschaft & Qualifizierung konnte aufgrund verän-
derter Förderbedingungen (vgl. Kapitel 2.3) keine eigene Maßnahme 
umgesetzt werden. Die Ziele einer gefestigten und verbesserten 
Erwerbsfähigkeit sowie erhöhte Erwerbstätigkeit und eine struktu-
rell verbesserte wirtschaftliche Situation konnte nicht erreicht wer -
den. Durch Schnittstellen mit Projekten anderer Handlungsfelder, 
wie Willkommen und Ankommen, Plan 27 oder den Stadtteileltern, 
wurden dennoch im Bereich der Qualifizierung und des Arbeits-/
Ausbildungszugangs punktuell Wirkungen erzielt. 
Im Rahmen der Förderlaufzeit konnten „Lücken“ für bestehende 
Bedarfe durch neue Unterstützungs- und Angebotsstrukturen 
geschlossen werden. Allerdings ist durch die begrenzte Teilnehmer-
zahl an den Maßnahmen keine Breitenwirkung in den Sozialräumen 
erreicht worden. Zudem wurden nur wenige Angebote langfristig 
gesichert oder auf andere Sozialräume ausgedehnt, wodurch die 
nachhaltige Wirkung der Angebote nicht immer gegeben ist. 
Es bestehen vor Ort weiterhin hohe Bedarfslagen. Insbesondere 
bleibt die Integration von Zuwandernden eine Daueraufgabe in den 
Sozialräumen. Auch die Folgen der Covid-19 Pandemie sind noch zu 
bewältigen. Es bestehen hohe Risiken, dass sich in den Sozialräumen 
Folgewirkungen überdurchschnittlich stark auswirken werden. Auch 
das Risiko einer wachsenden Bildungsdistanz in Abhängigkeit der 
familiären Rahmenbedingungen (angesichts der im Untersuchungs-
raum stark überdurchschnittlichen Familienarmut) besteht sowohl 
als unmittelbare Folge der pandemiebedingten Einschränkungen als 
auch längerfristige Folge der resultierenden Krise. 
36

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Aus Sicht der befragten Expert*innen kann nur von einem „Tropfen 
auf dem heißen Stein“ gesprochen werden. Dies ist u.a. auch dadurch 
bedingt, dass letztendlich deutlich weniger Mittel als ursprünglich 
geplant in SVSK eingesetzt wurden. Beispielsweise sind die beiden 
wichtigen Projekte MüZe und Kulturbunker als Aufwertungen sozia-
ler Infrastruktureinrichtungen durch extreme Baukostensteigerun -
gen weggefallen. Der Kulturbunker hätte als nicht kommerzieller 
„Ausprobier-Ort“ durch den Ausbau mit zukunftsfähigen digitalen 
Nutzungen ein neues junges Publikum angezogen. Die bauliche 
Ertüchtigung mit Flächenausweitung der MüZe hätte auch eine 
Angebotsausweitung ermöglicht. 
4.2 Stärkung T eilhabe und Engagement
Ziele
Die Verbesserung von Mitwirkungs- und T eilhabemöglichkeiten ist 
ein Querschnittsziel im Programm SVSK. Alle Maßnahmen von SVSK 
tragen grundsätzlich zur Stärkung von Teilhabe und Engagement bei: 
die baulichen Maßnahmen haben Orte für Mitwirkung und Teilhabe 
geschaffen bzw. qualifiziert, die sozial-integrativen Maßnahmen 
schaffen Anlässe.
Information
Insbesondere folgende Maßnahmen haben zur Verbesserung von 
Mitwirkungs- und Teilhabemöglichkeiten beigetragen:
37
Wohnen Handlungsfeld übergreifend
„Zuhause im Veedel“ Quartiersmanagement &  
Verfügungsfonds
Querschnittsthema
in allen 
Maßnahmen

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Wirkungshinweise zur Zielerreichung
Zentrale Wirkungshinweise im Überblick
 › Aktivierung von ehrenamtlichem Engagement 
 › Beteiligung der Bewohnerschaft an Planungsprozessen 
 › Stärkung der Teilhabemöglichkeiten
SVSK hat ehrenamtliches Engagement in den Sozialräumen aktiviert 
und Mitwirkungsmöglichkeiten geschaffen. Insbesondere die Quar-
tiersmanagements haben zahlreiche Aktionen zur Aktivierung und 
Verbesserung der Teilhabe der Bewohnerschaft in den Sozialräumen 
durchgeführt wie z. B. die offene Sprechstunde, Aktionen rund um 
den Rollenden Tisch, die Initiierung von Arbeitsgruppen oder die 
Durchführung von Nachbarschaftsfesten. Neben der Förderung von 
kleinteiligen Projekten und Aktivitäten in den Sozialräumen stellt der 
Verfügungsfonds ein zentrales Instrument zur Stärkung von ehren -
amtlichem Engagement dar, der durch die Quartiersmanagements 
maßgeblich unterstützt wurde. Mit den Mitteln des Verfügungsfonds 
wurde eine Vielzahl von kleinen Projekten realisiert. Jede im Unter -
suchungsraum tätige juristische und natürliche Person konnte Pro -
jektanträge aus dem Verfügungsfonds stellen. Mehrheitlich wurden 
die Projektanträge von etablierten Trägern und Vereinen gestellt. 
Teils wurde aber auch neues Engagement aus der Bewohnerschaft 
aktiviert bzw. gestärkt. So wurde beispielsweise im Sozialraum Porz-
Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil eine marokkanische Frau-
engruppe mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds für Raummiete und 
Kochutensilien unterstützt. Ebenso nutzte der 2019 neugegründete 
Bürgerverein in Finkenberg den Verfügungsfonds beispielsweise, 
um auf dem Gelände des Jobwerk Porz eine Fahrradservicestation 
aufzustellen. Auch das Projekt „Zuhause im Veedel“ hat mit aktivie -
render und aufsuchender Arbeit neue Mitwirkungsmöglichkeiten für 
die Bewohner*innen geschaffen. In Ostheim/Neubrück wurde im 
Rahmen des Projektes zum Beispiel eine aktivierende Befragung 
durchgeführt. Hierfür wurden Personen aus dem Quartier mit unter-
schiedlicher Herkunft gewonnen, die ehrenamtlich andere Personen 
aus ihren Communitys befragt haben.
Im gesamten Programm Starke Veedel – Starkes Köln erfolgte eine 
kontinuierliche Beteiligung der Bewohner*innen an Planungsprozes-
sen. Die bereits bestehenden hohen Beteiligungsstandards der 
Stadt Köln wurden dabei in den Sozialräumen fortgeführt. So erfolgte 
38

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
beispielsweise die Planung und Gestaltung der Spielplätze immer 
unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Die Kinder und 
Jugendlichen haben Ideen gesammelt und diese priorisiert. Die 
Ideen wurden im weiteren Planungsprozess berücksichtigt. Umfang-
reiche Bewohnerbeteiligungen fanden auch bei weiteren baulichen 
Maßnahmen statt. Beispielsweise wurden Bürger*innen in einem 
zweistufigen Verfahren im Rahmen der Maßnahme „Platz an der 
Herler Straße“ in Form von Workshops eingebunden. Besonders her-
ausragend war das vielfältige Beteiligungsverfahren zur Maßnahme  
ökologische Revitalisierung der „Westerwaldstraße“ , dass unter -
schiedliche Nutzergruppen ansprach.
SVSK hat die T eilhabemöglichkeiten für die Bewohner*innen in den 
Sozialräumen während der Projektlaufzeit verbessert. Im Kern geht 
es bei „Teilhabe“ darum, Menschen den Zugang und die Möglichkeit 
zu bieten, an verschiedenen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens 
teilzunehmen und nicht ausgeschlossen zu werden. Dies umfasst ver-
schiedene Bereiche des Lebensalltags wie die soziale, die politische, 
die wirtschaftliche oder die kulturelle Teilhabe.
Bei der Förderung der sozialen und kulturellen Teilhabe haben die 
Quartiersmanagements eine zentrale Rolle eingenommen. Sie 
haben zahlreiche Aktionen zur Aktivierung und Verbesserung der 
Teilhabemöglichkeiten der Bewohnerschaft in den Sozialräumen 
durchgeführt, wie z. B. offene Sprechstunden, die Durchführung von 
Festen und Veranstaltungen, die Initiierung von Arbeitsgruppen oder 
gemeinschaftliche Aktionen wie Weihnachtssingen oder Garagen-
konzerte. Die Quartiersmanagements unterstützten die Umsetzung  
des Verfügungsfonds, über dessen kleinteilige Projekte vielfältige 
neue Aktivitäten zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in 
den Sozialräumen geschaffen wurden. Mit Projekten wie Nachbar -
schaftscafés wurde die Gemeinschaft und der soziale Zusammen -
halt in den Nachbarschaften gestärkt. Darüber hinaus wurde durch 
SVSK auch die wirtschaftliche Teilhabe, also die Verbesserung der 
Übergänge in Beschäftigung und den Zugang zu Bildung optimiert 
(vgl. hierzu Kapitel 4.1). 
Die baulichen Maßnahmen unterstützen zudem nachhaltig die Teil -
habemöglichkeiten in den Sozialräumen, da Orte für Begegnung und 
Austausch qualifiziert wurden (Schaffung neuer Spiel- und Bewegungs-
räume mit verbesserten Zugängen, Platzgestaltungen, Modernisierung 
von sozialer Infrastruktur, vgl. Kapitel 4.3). Die Orte werden bisher 
gut durch die Bevölkerung angenommen und bieten auch zukünftig 
39

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Anknüpfungspunkte für Aktivitäten und Angebote in den Sozialräumen 
(zum Beispiel Veranstaltungen auf den neugestalteten Plätzen, aufsu-
chende Arbeit an Spielplätzen, Bewegungsangebote im Freien…). 
Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK
Die Corona-Pandemie stellte alle Akteur*innen vor große Herausfor -
derungen und erforderten kurzfristig ein Umdenken und Umplanen 
von Aktionen. Viele geplante Beteiligungsprozesse, Aktionen und 
Veranstaltungen konnten nicht wie geplant durchgeführt werden 
(z. B. Mülheimer Nacht). Insbesondere die Quartiersmanagements 
mussten ihre Zeit-Maßnahmen-Planung überarbeiten. Auch das Pro -
jekt „Zuhause im Veedel“ im Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und 
Seeberg-Nord wurde stark durch die Pandemie eingeschränkt. Hinzu 
kamen ein verzögerter Maßnahmenbeginn und eine dadurch verkürzte 
Projektlaufzeit. Insgesamt konnte das Projekt dadurch an vielen Stel-
len nicht wie geplant umgesetzt werden. Es konnten beispielsweise 
nicht die geplante Menge an Mietertreffen und Veranstaltungen statt-
finden und bisher kein Selbstbestimmungsgremium wie ein Mieterrat 
aufgebaut werden. 
Eine nachhaltige Wirkung der verbesserten Teilhabemöglichkei -
ten und Mitwirkung wird durch den Wegfall der sozial-integrativen 
Maßnahmen und insbesondere der Quartiersmanagements und des 
Verfügungsfonds beeinträchtigt. Zwar hat SVSK Impulse für neues 
Engagement gesetzt, die kurzen Projektlaufzeiten (in der Regel 
maximal zwei bis drei Jahre) reichen oft nicht immer aus, um neues 
Engagement langfristig zu sichern. Dennoch tragen auch hier die 
bestehenden und dauerhaften Strukturen (u.a. Sozialraumkoordina-
torinnen, Stadtteilkonferenzen, aktive Bürgerschaften etc.) zu einer 
verbesserten Teilhabe und Mitwirkung in den Sozialräumen bei.
Im Hinblick auf die Beteiligung der Bewohnerschaft folgte SVSK 
zwar grundsätzlich den hohen Beteiligungsstandards der Stadt 
Köln und schaffte dadurch eine hohe Beteiligungsqualität, anderer -
seits ließen Verzögerungen durch die Rahmenbedingungen teil -
weise auch wenig Gestaltungsspielraum im Beteiligungsprozess 
zu, da die grobe Maßnahmenplanung schon feststand. Speziell für 
Beteiligungsprozesse mit Kindern und Jugendlichen sind lange 
Planungszeiträume hemmend. Viele der beteiligten Kinder und 
Jugendlichen sind bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen aus 
dem Projekt „rausgewachsen“ und profitieren selbst nicht mehr 
von der Maßnahme. Damit die beteiligten Kinder und Jugendlichen 
unmittelbar von den Maßnahmen profitieren können, sollte es aus 
40

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Sicht der befragten Expert*innen mehr temporäre begleitende 
Maßnahmen geben.
Als nachteilig wurde das fehlende Mitspracherecht der Bürger -
schaft beim Verfügungsfonds bewertet. Im Beratungsgremium 
zur Auswahl der Projekte, die durch den Verfügungsfond gefördert 
werden, saßen keine Bewohner*innen der Sozialräume.
4.3  Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von 
Spiel-, Sport- und Begegnungsorten 
Ziele
Ein zentrales Ziel des Leitkonzeptes SVSK ist die lebenswerte und 
ökologisch gerechte Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes  
in den Sozialräumen. Insgesamt wurden mit SVSK zahlreiche bau -
liche Maßnahmen umgesetzt. Durch diese Baumaßnahmen wurde 
die Aufenthaltsqualität in den öffentlichen Räumen erhöht und das 
Wohnumfeld verbessert. Insbesondere durch die Neugestaltung von 
Spiel- und Bewegungsräumen wie auch die Maßnahme zur Revi -
talisierung der Westerwaldstraße oder die Gestaltung der Plätze in 
Porz-Eil (Multifunktionale Freiräume) konnten auch deren Zugänge 
und Erreichbarkeit verbessert werden. Insgesamt wurde auch die 
Funktion der öffentlichen Räume als Orte der Begegnung gestärkt. 
Informationen 
Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Verbesserung der Auf -
enthaltsqualität und Schaffung von Spiel-, Sport- und Begegnungs -
orten beigetragen:
41
Öffentlicher Raum Klimaschutz, Umweltgerechtigkeit
Spiel- und Bewegungsräume Ökologische Revitalisierung  
„Westerwaldstraße“Multifunktionale Freiräume
Generalsanierung Humboldtstraße
Umgestaltung „Platz an der Herler Straße“
Partizipative Neugestaltung „Platz an St. Adelheid“
Neubau Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße
Noch nicht
fertig gestellt

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Insbesondere die Spiel- und Bewegungsräume wurden nicht nur 
in ihrer Aufenthaltsqualität durch mehr Möglichkeiten verbessert. 
Die Flächen werden auch von Kinder- und Jugendeinrichtungen als 
ergänzendes Freiluftangebot genutzt, an dem alle Interessierten teil-
nehmen können. Damit ist für die Bewohnerschaft ein auf mehreren 
Ebenen sichtbarerer Mehrwert entstanden. 
Einige Maßnahmen konnten aufgrund fehlender Förderzugänge nicht 
umgesetzt werden, da kein ausreichend großes städtebauliches  
Maßnahmenpaket gemäß den Vorgaben des Fördermittelgebers 
erstellt werden konnte. Dies betraf insbesondere das ISEK für den 
Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf, das letztlich vom 
Fördermittelgeber keine Anerkennung erhielt. Weitere größere Infra-
strukturprojekte, wie beispielsweise die Herstellung bzw. der Ausbau 
von Begegnungsstätten in den Sozialräumen Ostheim/Neubrück 
sowie Meschenich konnten aufgrund von fehlenden personellen Res-
sourcen und daraus resultierender zeitlicher Verzögerung nicht inner-
halb des Programms SVSK realisiert werden. (vgl. auch Kapitel 2.3). 
Wirkungshinweise zur Zielerreichung
Zentrale Wirkungshinweise im Überblick
 › Erhöhung der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen
 › Schaffung neuer Nutzungsmöglichkeiten in öffentlichen Räumen 
 › Verbesserung der Erreichbarkeit und Zugänge von öffentlichen 
Räumen
 › Förderung von Begegnungen sowie Erhöhung von Teilhabemög -
lichkeiten (hohe Annahme durch die Bevölkerung)
SVSK hat durch die Neugestaltung von öffentlichen Plätzen sowie 
von Spiel- und Bewegungsräumen die Aufenthaltsqualität in den  
Sozialräumen erhöht. Die Neugestaltung von Spiel- und Bewegungs-
räumen hat zahlreiche attraktive Freiflächen für alle Bewohner*in-
nen in den Sozialräumen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, 
geschaffen und damit auch die Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld 
nachhaltig verbessert (vgl. Abbildung 14).  Außerdem hat SVSK 
öffentliche Plätze als Aufenthaltsräume qualifiziert und sichtbar 
aufgewertet. Der Eiler Schützenplatz sowie der Platz an der Leiden -
hausener Straße im Projekt „Multifunktionale Freiräume“ wurden 
bereits umgestaltet und dabei die städtebauliche Aufwertung mit 
42

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Straßenraum- und Platzgestaltungen
43
Porz: Platz an der Leidenhausener Straße
 Porz: Platz an der Leidenhausener Straße
Porz, Eil: Eiler Schützenplatz 
 Porz, Eil: Eiler Schützenplatz 
Abb. 14 © Tobias Vollmer
der Starkregenvorsorge kombiniert (vgl. Abbildung 15).  Der Eiler 
Schützenplatz wurde zu einem öffentlichen Park mit vielfältigen 
Nutzungsmöglichkeiten umgestaltet (u.a. Festplatz, Spielplatz, 
Tischtennisplatte). Die Umgestaltung vom Platz an der Leidenhau -
sener Straße zu einem Quartiersplatz mit modernen Sitzelementen 
und einer Pergola hat eine neue Aufenthaltsqualität geschaffen mit 
einem Ort, der zum Verweilen einlädt. Die Umgestaltung der zwei 
Plätze „Platz an der Herler Straße“ und „Platz an St. Adelheid“ befin-
den sich noch in der Umsetzung. Dort ist durch die Platzgestaltung 
eine weitere Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu erwarten. Am 
Platz an St. Adelheid werden zum Beispiel neue Sitzgelegenheiten 
geschaffen, Bäume gepflanzt, eine Boule-Anlage sowie Spielgeräte 
installiert. Auch die Zugänge wurden verbessert. Beispielsweise 
sehen die baulichen Planungen eine neue Fußgängerquerung über 
die Herler Straße zwischen den Ladenlokalen vor.

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
SVSK hat neue Nutzungsmöglichkeiten für die Bevölkerung in den 
öffentlichen Räumen der Sozialräume geschaffen. Dabei ging es 
vorrangig um die Optimierung von bestehenden Flächen im öffent -
lichen Raum und weniger um die Neuerschließung von Flächen in 
den bereits stark verdichteten Räumen. Die Neugestaltung von Plät-
zen schafft z. B. neue Räume für Außengastronomie (u. a. Plateau 
mit erhöhten Baumbeeten am Platz an der Herler Straße) oder Sport- 
und Spielgeräte. Bei den Baumaßnahmen wurden besondere Quali-
täten im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel 
berücksichtigt, wie Maßnahmen zur Verschattung oder Begrünungs-
maßnahmen zur Entsiegelung. Diese Maßnahmen erhöhen die Nut -
zungsmöglichkeiten auch an besonders heißen Tagen. Durch die 
Neugestaltung von elf Spiel- und Bewegungsräume werden Kinder 
und Jugendliche aber auch Erwachsene zum Bewegen angeregt 
(u.a. Schaukelgeräte, Rutschen, Balance- und Koordinationsgeräte, 
Streetballplatz, Multifunktionstrainingsgeräte). Dabei wurden auch 
neue Angebote wie Calisthenics-Anlagen realisiert. Neben den elf 
neuen Bewegungsräumen sowie der Maßnahme Generalsanierung 
der Sportanlage Humboldtstraße wurden bzw. werden auch in 
anderen Vorhaben, wie der ökologischen Revitalisierung „Wester -
waldstraße“ , neue Spiel- und Bewegungsangebote geschaffen. Die 
Maßnahmen erleichtern den Zugang für Kinder und Jugendliche zu 
diesen Räumen (zum Beispiel durch Neuanlage von Wegflächen). 
Dies zeigt sich auch in der hohen Annahme und Nutzung der neuen 
Flächen.
Gerade die Erfahrungen der Covid-19 Pandemie der vergangenen 
Jahre haben die Funktion und Bedeutung öffentlicher Räume als 
Aufenthaltsorte und Orte der Begegnung verdeutlicht. Dies betrifft 
sowohl die öffentlichen Freiräume als auch Infrastruktureinrichtun -
gen. Insgesamt regen die neu gestalteten Räume die Bewohner*innen 
dazu an, die öffentlichen Räume als Treffpunkte zu nutzen und sich 
dort häufiger und länger aufzuhalten. Dadurch fördert SVSK Begeg-
nung und Austausch und stärkt somit den sozialen Zusammenhalt 
in den Sozialräumen. Bei der Neugestaltung der Spielplätze wurde 
beispielsweise darauf geachtet, auch ausreichend Sitzmöglichkeiten 
zu schaffen, die zum Verweilen einladen. Die neugestalteten Räume 
fördern zudem die T eilhabemöglichkeiten der Menschen (zum Bei -
spiel durch verbesserte Zugänge, neue Nutzungsmöglichkeiten oder 
als Anknüpfungspunkt für weitere Aktivitäten im Stadtteil, vgl. Kapitel 
4.2). Mit dem Neubau Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße wird 
eine zeitgemäße Einrichtung vor Ort als Aufenthaltsort für Jugend-
liche geschaffen. 
44

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Neue Spiel- und Bewegungsräume
Chorweiler: Osloer Straße/Athener Ring
 Humboldt, Gremberg, Kalk: Eythstraße
45
Humboldt, Gremberg, Kalk: Westerwaldstraße
 Humboldt, Gremberg, Kalk: Westerwaldstraße
Abb. 15 © Tobias Vollmer
Meschenich: Alte Kölner Straße
 Mülheim, Buchheim: Wuppertaler Str., Stegwiese
Ostheim, Neubrück: Georgestraße
 Porz, Eil: Sportanlage Humboldtstraße

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK 
Insgesamt werden die baulichen Maßnahmen zur Verbesserung 
der Aufenthaltsqualität und zur Schaffung von Spiel-, Sport- und 
Begegnungsorten von allen Expert*innen sehr positiv bewertet. In 
den Expert*innengesprächen wurde darauf hingewiesen, dass mit 
den Baumaßnahmen im Quartier positive Wirkungen erzielt werden 
konnten und die angestoßenen Veränderungen im Wohnumfeld 
nachwirken und wichtige Impulse setzen.  Doch konnten zum einen 
nicht in allen Sozialräumen bauliche Maßnahmen umgesetzt werden 
und zum anderen in den großen Sozialräumen auf den jeweiligen 
Stadtteil begrenzte Wirkungen erzielt werden (vgl. Kapitel 2). 
4.4 Verbesserung der Umweltqualität und Bewusstseinsbildung 
Ziele
Neben der ökologisch gerechten Gestaltung des Wohn- und Lebens-
umfeldes verfolgt SVSK auch das Ziel der Förderung eines umwelt-
gerechteren und klimaangepassten Lebens.  Insgesamt hat SVSK 
sowohl durch bauliche als auch durch nichtbauliche Ansätze auf die 
Anforderungen an den Klimaschutz und Anpassung an den Klima -
wandel sowie Umweltgerechtigkeit reagiert. Die baulichen Maßnah-
men haben das Stadtgrün gestärkt und dadurch einen Beitrag zur 
Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität geleistet. Außerdem 
hat SVSK die Menschen vor Ort für Umweltaspekte sensibilisiert.
Informationen
Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Verbesserung der 
Umweltqualität und Bewusstseinsbildung beigetragen:
46
Klimaschutz,  
Umweltgerechtigkeit
Öffentlicher  
Raum
Handlungsfeld  
übergreifend
Stärkung/Erweiterung des  
Schulgartenangebotes
Multifunktionale  
Freiräume
Quartiersmanagement & 
Verfügungsfonds
Hitzeaktionsplan für Menschen  
im Alter
Ökologische Revitalisierung  
„Westerwaldstraße“

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Um die Wirkungen zu verstärken und Mittel bestmöglich zu bündeln, 
werden weitere Maßnahmen außerhalb des Programms umgesetzt, 
beispielsweise sozialraumübergreifend der Einbau von lärmopti-
mierten Belägen an erheblich betroffenen Straßen, um die Lärm -
belastung zu reduzieren. Auch das Projekt „Offen für Regen: Grüne 
Höfe, grüne Plätze" wird außerhalb des Programms durch das städti-
schen Programm GRÜN hoch 3 realisiert. Ein Programm, das Inhalte 
der vorgesehenen Maßnahme aufgegriffen hat und nicht nur in den 
Sozialräumen, sondern stadtweit umsetzen wird.
Wirkungshinweise zur Zielerreichung 
Zentrale Wirkungshinweise im Überblick
 › Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität
 › Entwicklung von neuen Ansätzen zur nachhaltigen Klimaanpas -
sung
 › Steigerung der Sensibilität und des Bewusstseins der Bevölke -
rung für Umweltaspekte 
SVSK hat das Stadtgrün gestärkt und dadurch einen punktuellen 
Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität geleis-
tet. Besonders die Inwertsetzung des Grünzuges an der Wester -
waldstraße im Sozialraum Humboldt, Gremberg und Kalk hat dazu 
beigetragen. Bei der Maßnahme wurden vorher als Wiesen- und 
teilweise Brachflächen genutzte Areale unter ökologischen, funk -
tionalen und gestalterischen Aspekten revitalisiert. Entstanden sind 
vielfältig nutzbare Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität, mit 
Spielplätzen und Bewegungsangeboten, zum Beispiel Laufstrecken, 
Basketballplatz und Bike Trail. Außerdem wurden etwa 200 Bäume 
neugepflanzt sowie Streuobstwiesen und Insektennährweiden 
angelegt. Die Maßnahme verbessert die Grünversorgung der Bevöl-
kerung im näheren Umfeld und schafft sozialraumnahe Aufenthalts- 
und Bewegungsangebote.
47

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Auch bei den anderen baulichen Maßnahmen wurden bzw. wer -
den Entsiegelungs- und Bepflanzungsmaßnahmen berücksichtigt, 
wodurch die Umweltqualität in den Sozialräumen verbessert wird. So 
sollen beispielsweise bei der Umgestaltung des Platzes an der Herler 
Straße neue Bäume gepflanzt und Hochbeete integriert werden, um 
den Grünanteil zu erhöhen. Auch im Rahmen des Projekts „Stärkung/
Erweiterung des Schulgartenangebotes“ im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord wurden Maßnahmen zur Entsiegelung 
durchgeführt. So wurde beispielsweise an der Grundschule Riphan-
straße ein Teil des Schulhofs in einen Schulgarten umgewandelt.
 
Im Rahmen diverser Verfügungsfondsprojekte wurden in den Sozi -
alräumen Bepflanzungsaktionen durchgeführt. So wurde beispiels -
weise in Chorweiler ein „Modell-Hochbeet“ gebaut, welches als 
Anschauungsobjekt dient, damit weitere Hochbeete im Sozialraum 
mit Hilfestellung entstehen können, oder ein Gemeinschaftsgarten 
am Bürgerzentrum mit Kindern und Jugendlichen eingerichtet.
SVSK hat Ansätze zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und 
umgesetzt. Beispiele hierfür sind die Projekte „Multifunktionale Frei-
räume“ im Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
sowie „Hitzeaktionsplan“ (gesamtstädtisches Projekt):
 › In Zusammenarbeit mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln 
wurden im Pilotprojekt „Multifunktionale Freiräume“ zwei öffent-
liche Platzflächen zu multifunktionalen Freiräumen mit Regen -
rückhaltefunktion umgebaut. Der Eiler Schützenplatz wurde 
durch die Umgestaltung zu einem öffentlichen Park mit Sitz- und 
Spielgelegenheiten aufgewertet und enthält eine tiefer liegende 
Teilfläche, welche bei Starkregen als Rückhaltefläche dient. Beim 
Platz an der Leidenhausener Straße wurde ein unterirdischer 
Rückhaltespeicher eingesetzt. Die Erfahrungen fließen nun bei 
künftigen Platzgestaltungen in anderen Stadtteilen mit ein. 
 › Mit dem gesamtstädtischen Projekt „Hitzeaktionsplan“ hat die 
Stadt Köln ein Informationssystem und Aktionsplan erarbeitet, 
der dabei unterstützt, die gesundheitlichen Risiken in Hitzepe-
rioden für Menschen im Alter zu mindern. 
Mit beiden Maßnahmen reagiert die Stadt Köln somit auf die Aus -
wirkungen des Klimawandels in den Sozialräumen und damit ein -
hergehende Extremwetterereignisse. Gerade der Hitzeaktionsplan 
stellt dabei eine neue Qualität als strategische Grundlage dar, die nur 
durch SVSK auf den Weg gebracht werden konnte.
48

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung „Westerwaldstraße“
49
Vorher
Nachher
Abb. 16 © Stadt Köln (Voher), © Tobias Vollmer (Nachher)

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ein wesentliches Ziel von SVSK war es auch, die Bewusstseinsbil-
dung für Umweltaspekte zu stärken. Durch eine zielgruppenorien -
tierte Sensibilisierung und Aufklärung sowie die Verknüpfung mit 
umweltpädagogischen Angeboten wurden in den Sozialräumen 
viele kleine Impulse zur Bewusstseinsbildung für Umweltaspekte 
angestoßen. Hier sind besonders die vielen Verfügungsfondspro -
jekte (Pflanzaktionen etc.) in sechs Sozialräumen zu nennen. Die 
Maßnahme des Schulgartenangebotes im Sozialraum Blumenberg, 
Chorweiler und Seeberg-Nord hat die Umwelt- und Naturbildung 
bei Kindern gestärkt, indem entsprechende Lernorte im pädagogi -
schen Alltag verankert wurden. Im Sozialraum Mülheim-Nord und 
Keupstraße wurde außerdem die Maßnahme „Aufbau einer bürger -
schaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und 
Müllbeseitigung, Hallo Nachbar – Danke schön" als Teil der Maß -
nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ umgesetzt. 
Hallo Nachbar hat durch Beratungen sowie eine Reihe von Aktionen 
und Veranstaltungen die Mitverantwortung der Anwohnerschaft bei 
der Pflege ihres Lebensumfeldes angestoßen. Darüber hinaus wur -
den Kinder und Jugendliche für das Thema Müllvermeidung durch 
umweltpädagogische Zusammenarbeit mit Einrichtungen vor Ort 
sensibilisiert. Das Projekt „Hallo Nachbar“ wird im Anschluss an die 
Förderung durch die Stadt Köln weitergeführt. Seit Ende 2021 wurde 
die Initiative zusätzlich zu Mülheim auf Bilderstöckchen, Bickendorf 
und Neubrück ausgeweitet.
Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK
Insgesamt ist die Bewusstseinsbildung für Umweltaspekte ein lang-
wieriger und herausfordernder Prozess. SVSK konnte hier Impulse 
setzen, diese reichen aber nach Einschätzung der Expert*innen noch 
nicht für eine nachhaltige Wirkung aus. Insbesondere im Hinblick auf 
das Thema Müllvermeidung ist eine kontinuierliche Sensibilisierung 
und Aufklärung für eine nachhaltige Wirkung notwendig, damit die 
Ansätze nicht nur zu temporären Verbesserungen führen. Hierzu 
wäre es hilfreich Umweltbildung u.a. als ein fester Bestandteil in Kitas 
und Schulen zu verankern.
 SVSK hat Maßnahmen umgesetzt, die im Rahmen der Möglichkeiten 
(und entsprechend der generellen Umweltauflagen) Komponenten 
für eine verringerte Umweltbelastung berücksichtigen (zum Bei -
spiel durch Bepflanzungsmaßnahmen). Einzelne Maßnahmen wie 
die ökologische Revitalisierung der „Westerwaldstraße“ stechen in 
ihrer Bedeutung deutlich hervor und bringen in einem sehr verdich -
teten Sozialraum wie Humboldt/Gremberg und Kalk deutlich mehr 
50

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Grünanteil. Aufgrund der Aufwertung einer Fläche von sechs Hektar 
in einem so dicht bebauten und stark versiegelten Stadtteil konnten 
im Bereich Klima und Umwelt sowie im Hinblick auf die Aufenthalts-
qualität, Wirkungen erzielt werden. Allerdings wurden nicht in allen 
Sozialräumen bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt- 
und Lebensqualität umgesetzt oder ein Verfügungsfonds für beglei-
tende Aktionen zur Bewusstseinsbildung zur Verfügung gestellt.
4.5  Stärkung der Wohnfunktion und Anstoßwirkung  
für weitere Investitionen
Ziele
Ein weiteres zentrales Ziel des Leitkonzeptes SVSK ist die Festigung 
und Stärkung der Wohnfunktion in den Sozialräumen. Neben den 
Verbesserungen der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen und 
des Wohnumfeldes wurden durch SVSK auch Wohngebäudefassa -
den und Gärten verschönert sowie Mieter- und Nachbarschaftsakti-
vitäten gefördert. Darüber hinaus wurden durch SVSK auch Anstöße 
für weitere Investitionen durch Dritte oder Impulse für weitere För -
derprogramme gegeben. 
Informationen
Folgende Maßnahmen haben vorrangig zur Festigung und Stärkung 
der Wohnfunktion beigetragen:
51
Wohnen
Haus-, Hof- und  
Fassadenprogramm
+ Ergänzende Investitionen 
durch Dritte
„Zuhause im Veedel“

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Wirkungshinweise zur Zielerreichung 
 Zentrale Wirkungshinweise im Überblick
 › Anreize für private Investitionen: Verschönerung von Gebäude -
fassaden und Gärten 
 › Aufwertung des Wohnumfeldes 
 › Anstoßwirkung für weitere Investitionen
 › Impulse für weitere Förderungen
 › Niederschwellige Aktivierung von Mieter*innen für gemein -
schaftliche Nachbarschaftsaktionen 
Mit dem Haus-, Hof- und Fassadenprogramm hat SVSK einen Anreiz 
für private Investitionen geschaffen. Das Haus-, Hof- und Fassaden-
programm wurde in fünf Sozialräumen umgesetzt. In drei Sozialräu -
men läuft das Programm noch. 4 Eigentümer*innen erhalten durch 
das Haus-, Hof- und Fassadenprogramm finanzielle Anreize für die 
gestalterische Aufwertung ihrer Gebäude. Pro Antrag können je 
nach Größe der Fassade bis zu 24.999 € bewilligt werden. Insge -
samt wurden bisher in der Summe aller Sozialräume 44 Maßnahmen 
bewilligt, darunter vor allem Fassadenanstriche, vereinzelt auch 
Mietergärten oder Graffiti-Entfernung mit anschließendem Anstrich. 
Hierdurch wurden punktuell Wohngebäude mit nachhaltiger  
Wirkung verschönert und dadurch auch das direkte Wohnumfeld 
aufgewertet.
4 In den Sozialräumen Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord sowie 
Buchheim/Buchforst und Mülheim-Nord/Keupstraße ist die Maßnahme bereits 
abgeschlossen. In den Sozialräumen Humboldt/Gremberg und Kalk sowie Porz-
Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil endet das Haus-, Hof- und Fassaden-
programm Ende 2023. Im Sozialraum Ostheim und Neubrück läuft die Maßnah-
me noch bis Ende 2025.
52

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Haus-, Hof- und Fassadenprogramm – neugestaltete Hausfassaden
Mülheim
 Kalk 
Porz 
53
Abb. 17 © Tobias Vollmer
SVSK hat vor Ort weitere Investitionen angestoßen und Impulse für 
weitere Förderungen gegeben. Auch wenn durch das Haus-, Hof- 
und Fassadenprogramm nur vereinzelt größere Maßnahmen an 
Mehrfamilienhäusern stattfanden und das Programm eher auf wenig 
Akzeptanz bei Wohnungsunternehmen stieß, so wurde SVSK durch 
Investitionen von Wohnungsunternehmen begleitet, wodurch Syner-
gien und eine nachhaltige Wirkung entstanden.

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
 › In Chorweiler gingen die Investitionen im Rahmen von SVSK 
parallel mit der umfangreichen Sanierung der Wohnungsbestän -
de in Chorweiler-Mitte durch die GAG Immobilien AG einher. Die 
GAG erwarb im Jahr 2016 rund 1.200 vormals zwangsverwaltete 
Wohnungen und führt seitdem gefördert durch die Landesregie -
rung umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnah -
men durch. 
 › Außerdem wurden zwischen 2019 und 2022 im Rahmen der Na -
tionalen Projekte des Städtebaus drei öffentliche Plätze rund um 
das Zentrum von Chorweiler neugestaltet (vgl. Abbildung 18). In 
der Summe brachten diese drei Investitionen viele Synergien mit 
sich und führten zu einer deutlichen Aufwertung und Verbesse -
rung der Lebensbedingungen der Menschen in Chorweiler.
 › Auch in der Kannebäckersiedlung in Kalk in unmittelbarer Nähe 
zur integrierten Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung 
„Westerwaldstraße“ gab es parallel zu SVSK umfassende ener -
getische Sanierungen der Wohnungsbestände sowie Nachver -
dichtungen durch die GAG. Die Entwicklung findet in engem 
Austausch mit der Stadt Köln statt und das Quartier wird durch 
die Maßnahme auch besser an den neugestalteten Grünzug an-
gebunden.  
54
Platzgestaltungen in Chorweiler-Mitte in Köln im Rahmen  
der Nationalen Projekte des Städtebaus
Abb. 18  Ulrich Kaifer Fotografie

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Ein Ziel von SVSK ist auch die verstärkte Aktivierung von Mieter* 
innen in den Sozialräumen. Mit dem Projekt „Zuhause im Veedel“ 
wurde bzw. wird eine niederschwellige, aktivierende Mieter- und 
Nachbarschaftsarbeit in drei Sozialräumen 5 gefördert, um gemein -
sam mit der Bewohnerschaft Veränderungen in den Quartieren anzu-
stoßen. Zuhause im Veedel greift dabei die konkreten Bedürfnisse 
und Interessen der Bewohnerschaft auf. Dadurch setzt SVSK sehr 
niederschwellig „an der Basis“ an und setzt viele kleine Bausteine 
um, um die Mieterschaft zu aktivieren. Beispielswiese wurde ein 
Nachbarschaftsgremium als Sprachrohr der Mieterschaft aufgebaut.
5  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord (2021), Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil (2020-2023), Ostheim und  
Neubrück (2022-2025)
55
Energetische Sanierung in der Kannebäckersiedlung in Köln
Kannebäckersiedlung 
 Kannebäckersiedlung im Hintergrund links
Abb. 19 © Tobias Vollmer

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK
Insgesamt war die Resonanz auf das Haus-, Hof- und Fassadenpro -
gramm eher gering. Dies lag einerseits an den schwierigen Rahmen-
bedingungen in Bezug auf das Investitionsklima (lange Wartezeiten 
für Handwerksarbeiten in Folge hoher Nachfrage, Inflation und Preis-
steigerungen, zuletzt auch steigende Zinsen für die Finanzierung 
von Investitionen) und andererseits auch an der Ausgestaltung der 
Förderbedingungen. Gerade für die adressierten Besitzer*innen 
von Mehrfamilienhäusern sowie Wohnungsunternehmen wurde 
die Förderhöhe als zu gering eingeschätzt. Auch das Ziel, verstärkt 
Fassadenverschönerungen an Mehrfamilienhäusern zu fördern, 
wurde nur ansatzweise erreicht, da die Maßnahmen überwiegend an 
kleineren Gebäuden durchgeführt wurden. Aufgrund der räumlichen 
Ausdehnung der Sozialräume wurde zudem kein „Mengen- bzw. 
Nachbarschaftseffekt“ erzielt, vielmehr lagen die Einzelmaßnahmen 
verstreut im Sozialraum und wurden daher nicht als Gesamtmaß -
nahme wahrgenommen. 
4.6 Verbesserung der Images der Sozialräume 
Ziele
Die Verbesserung der Images ist eines der Ziele im Programm SVSK. 
Insbesondere die baulichen Maßnahmen tragen durch die sichtbare 
Aufwertung zur Verbesserung der Images der Sozialräume bei.
Informationen
Die Verbesserung der Images der Sozialräume ist ein Querschnitts -
thema in allen Maßnahmen. 
56
Querschnittsthema
in allen 
Maßnahmen

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Wirkungshinweise zur Zielerreichung
Zentrale Wirkungshinweise im Überblick   
 › Verbesserung des Images und der Wahrnehmung  
der Sozialräume
 › Verstärkte Aufmerksamkeit auf die Bedarfe in  
den Sozialräumen 
Die Evaluation kann nicht eindeutig belegen, dass sich das Image 
der Sozialräume verbessert hat. Allerdings betonen alle befragten 
Expert*innen, dass durchweg eine positive Aufbruchsstimmung 
erkennbar ist. Insbesondere in Sozialräumen mit hohen baulich-  
investiven  Maßnahmen werden Imageverbesserungen wahrgenom-
men. Denn aus Sicht der Projektbeteiligten tragen insbesondere 
die baulichen Maßnahmen durch ihre Sichtbarkeit als Symbol für 
(positive) Veränderungen bei. Zum einen wird durchweg eine hohe 
Annahme durch die Bevölkerung der neugestalteten öffentlichen 
Räume und eine generelle positive Wahrnehmung der Baumaßnah-
men beobachtet. Zum anderen setzen die Baumaßnahmen damit 
auch Impulse für eine Verbesserung der Images der Sozialräume, die 
im Weiteren Synergien erzeugten. Zur sichtbaren Aufwertung trugen 
auch andere parallel stattfindende Baumaßnahmen bei, wie bei -
spielswiese Investitionen durch Wohnungsunternehmen. Besonders 
positiv werden die im Rahmen der Nationalen Projekte des Städte -
baus neugestalteten drei öffentlichen Plätze rund um das Zentrum 
von Chorweiler bewertet. Aber auch die sozial-integrativen (Bera -
tungs-)Angebote und Unterstützungsstrukturen tragen zur Attrakti-
vitätssteigerung der Sozialräume bei, sind aber weniger sichtbar. 
Die „Marke“ SVSK ist vor allem bei Politik und Sozialraumakteuren 
bekannt und hat in diesem Akteurskreis viel Aufmerksamkeit für die 
Sozialräume und ihre Unterstützungsbedarfe geschaffen. SVSK als 
„Dach“ hat dadurch auch teilweise eine Fortführung von Angeboten 
begünstigt. Trotz einer Vielzahl an unterschiedlichen Maßnahmen im 
Bereich Öffentlichkeitsarbeit sind bei der Bewohnerschaft zwar häu-
fig die einzelnen Maßnahmen, nicht jedoch das Programm an sich 
bekannt.
57

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Einschränkung der Wirkung bzw. Grenzen von SVSK
SVSK konnte vor allem die Wohnzufriedenheit in den Sozialräumen 
steigern und dadurch die Eigenwahrnehmung verbessern – allerdings 
nicht in allen Sozialräumen gleichermaßen. Expert*innen beobachten  
vor allem in Chorweiler eine deutlich verbesserte Wahrnehmung des 
Stadtteils durch die Bewohnerschaft. Gleichzeitig gelang es SVSK 
punktuell diese Veränderungen auch über die Sozialraum- bzw. 
Quartiersgrenzen hinaus sichtbar zu machen, so dass ein Image -
wandel angestoßen bzw. durch SVSK unterstützt werden konnte. 
Die Größe des Kölner Stadtgebiets erschwert einen langfristigen 
positiven Imagewandel deutlich („man bekommt nicht mit, was am 
anderen Ende der Stadt passiert“). Gleichzeitig können vereinzelte 
„Negativschlagzeilen“ in der Presse das Image eines Sozialraums auf 
Jahre beeinflussen. SVSK konnte abschließend für die Gesamtheit 
der Sozialräume keinen generellen Imagewandel anstoßen.
58

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
5.  Umsetzung des  
sozialraumorientierten,  
integrierten Ansatzes
Zur Umsetzung des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes 
gehört 
 › die Stärkung des sozialraumorientierten Denkens  
in der Verwaltung, 
 › die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den in den 
Quartieren aktiven Akteur*innen, 
 › die Verbesserung von Abstimmungsprozessen des Handelns  
der Akteur*innen mit den Dienststellen der Stadt sowie
 › die aktive Einbindung der Bewohnerschaft in den Quartieren.
Lange Tradition des Ansatzes der Sozialraumorientierung in Köln 
Bereits seit mehr als 15 Jahren praktiziert die Stadt Köln den  
Ansatz der Sozialraumorientierung in benachteiligten Stadtquartie -
ren. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle das Programm 
„Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ . 
Durch eine optimierte Zusammenarbeit und Vernetzung aller 
 städtischen Dienststellen, der freien Träger*innen, Verbände und 
sonstiger Akteur*innen sollen Unterstützungsleistungen begründet 
und Selbsthilfekräfte gestärkt werden. Dafür gibt es seit 2006 in 
jedem Sozialraum eine Sozialraumkoordinatorin bzw. einen -koordi-
nator. Die Koordinierenden fungieren vor Ort als „Informationsdreh-
scheibe“ und Bindeglied zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Politik, 
Verbänden und Bewohnerschaft. Sie unterstützen oder initiieren 
Kooperations- und Vernetzungsstrukturen in den Sozialräumen, 
nutzen diese, um besondere Bedarfslagen zu identifizieren, und ent-
wickeln gemeinsam mit den Diensten und Einrichtungen der freien 
Träger*innen vor Ort bedarfsgerechte Projekte und Maßnahmen.
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ griff die Stadt  
Köln die Idee der Sozialraumorientierung auf und strebte die sys -
tematische Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, sozial -
raumorientierten Handlungsansatzes in einem Programmgebiet mit 
mehreren Sozialräumen an. Zum einen wurde erstmalig für elf Sozial-
räume ein Maßnahmenpaket entwickelt, das in allen Sozialräumen 
59

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
mit einem vergleichbaren Vorgehen umgesetzt, dabei jedoch explizit 
auf die Bedarfe und Erfordernisse vor Ort angepasst wurde. Zum 
anderen wurden zusätzlich gebietsspezifische Lösungen passgenau 
für die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschiedlichen Sozial-
räume entwickelt.
SVSK konnte an etablierte Netzwerke anknüpfen und Kooperatio-
nen ausbauen
Durch die Vorläuferprogramme und insbesondere die seit 2006 
etablierten Sozialraumkoordinationen konnten sich die neuen Maß -
nahmen im Rahmen von SVSK schnell in die bestehenden Netzwerke 
integrieren und bestehende Strukturen nutzen (u.a. Stadtteilkon -
ferenzen). Insbesondere die Akteur*innen im Handlungsfeld Früh 
ansetzende Hilfen sowie die Quartiersmanagements waren dadurch 
gut vernetzt und tauschten sich regelmäßig aus (u.a. gegenseitige 
Vermittlung von Zielgruppen/ Kontakten, Nutzung von Räumlichkei-
ten anderer Akteure). Vor dem Hintergrund der kurzen Projektlauf -
zeiten ermöglichte diese Anbindung es den Projektverantwortlichen, 
vor Ort schnell Fuß fassen.
SVSK hat zudem in den jeweiligen Projekten auch die Zusammen-
arbeit von Akteur*innen sowie Verwaltung intensiviert und darüber 
u.a. neue Zugänge für die Verwaltung in die Sozialräume und die dor-
tigen Netzwerke geschaffen. 
SVSK hat die ämterübergreifende Zusammenarbeit gefördert, aber 
kein bereichsübergreifender Austausch 
Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik war für die Gesamtko -
ordination und -steuerung der Umsetzung der Maßnahmen des IHK 
und der ISEK zuständig und bildete das Bindeglied zu allen involvier-
ten Fachämtern innerhalb der Verwaltung. Im Vorfeld zur Erstellung 
der ISEK wurden alle Fachbereiche eingebunden und nach fachspe-
zifischen Bedarfen abgefragt. Beispielsweise wurden die Prioritäten 
daraufhin bei der Spielplatzplanung neu gesetzt. 
Darüber hinaus gab es Ämterrunden zum Informationsaustausch 
sowie themenspezifische Steuerungsgruppen (z. B. Bau-Jour-Fixe) 
zur Abstimmung von projektübergreifenden Aktivitäten innerhalb 
der Verwaltung. Zudem wurde ein Lenkungskreis installiert, der mit 
den Beigeordneten, der an SVSK beteiligten Dezernate, besetzt ist. 
60

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Der Lenkungskreis wurde und wird auch in der weiteren Umsetzung 
von Förderprogrammen als übergeordnetes Gremium bei Konflikt -
fällen, notwendigen Programmanpassungen und Entscheidungen 
eingebunden.
 
Insgesamt wurde durch SVSK die dezernats- und ämterübergrei -
fende Zusammenarbeit während der Programmlaufzeit gefördert. 
Vor allem auf der projektbezogenen Arbeitsebene entstanden neue 
Kontakte, die auch über die Projektlaufzeit hinaus bei künftigen Pro-
jekten und Entwicklungen unterstützen. Allerdings stellten einige 
Beteiligte auch fest, dass der intensive fachübergreifende Austausch 
innerhalb der Stadtverwaltung über die Jahre abgenommen habe. 
Kritisiert wurde, dass das Programm innerhalb der Verwaltung zu 
wenig als Gesamtprogramm „gelebt“ wurde (z. B. fehlender ganz -
heitlicher sozialraumbezogener Blick). 
SVSK hat zum Kompetenzaufbau bei Trägern und Verwaltung 
beigetragen
Die Stadt Köln hat durch den komplexen und anspruchsvollen Pro -
zess von SVSK viele Erfahrungen gesammelt. Es wurden u. a. auch in 
diesem Kontext Kompetenzen im Bereich des Projektmanagements 
aufgebaut. Auch im Bereich des Fördermanagements wurden die 
Kompetenzen erweitert und neue Strukturen aufgebaut. Ebenso 
wurden bei Trägern vor Ort Kompetenzen aufgebaut, zum Beispiel 
durch neue Projektansätze, die zukünftig auch bei der weiteren Pla -
nung von (Beratungs-)Angeboten berücksichtigt werden.
SVSK hat zu einer Sensibilisierung und erhöhten Sichtbarkeit für 
die Unterstützungsbedarfe in den Sozialräumen geführt
SVSK hat Verwaltung, Politik und Träger für die vorhandenen Unter-
stützungsbedarfe und Angebotslücken in den Sozialräumen sensibi-
lisiert. Das sozialraumübergreifende Vorgehen hat die Sichtbarkeit 
von Ansätzen sowie den Wirkungsgrad erhöht. Insbesondere im poli-
tischen Raum wurde durch das Leitkonzept und die Einzelkonzepte 
in den Sozialräumen das Bewusstsein für Unterstützungsbedarfe 
geschärft.  
61

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Wenig Möglichkeiten zur Nutzung von Synergien zwischen 
Projekten 
Die baulichen und sozialen Maßnahmen griffen nur wenig inhalt -
lich ineinander. Teilweise war dies den zeitlich versetzten Umset -
zungsphasen, aber auch dem Wegfall ganzer Maßnahmenbündel 
geschuldet: Als die sozialen Projekte abgeschlossen waren, waren 
die baulichen Großprojekte überwiegend noch in der Planungs -
phase. Aus Sicht der Expert*innen hemmte die geringe inhaltliche 
Verzahnung der baulichen und sozialen Projekte die erfolgreiche 
Umsetzung des sozialraumorientierten, integrierten Ansatzes (keine 
vertikale Vernetzung der Handlungsfelder) und die eigentlich ange -
dachten Synergien konnten nicht voll ausgeschöpft werden.
Nicht nur zwischen den baulichen und sozial-integrativen Maß-
nahmen konnten die Synergien nicht ausgeschöpft werden. Auch 
die nicht-baulichen Maßnahmen der Städtebauförderung wurden 
zeitlich versetzt umgesetzt, so dass zum Beispiel der Erfahrungsaus-
tausch untereinander eingeschränkt war oder die Gesamtmaßnahme 
nicht so sichtbar war, wie bei einer parallellaufenden Umsetzung. 
62

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
6.  Gesamtbewertung  
und Lernerfahrungen
Seit 2016 wurden in SVSK insgesamt 53 Einzel-Maßnahmen zur Ver-
besserung der Lebensbedingungen der Menschen in elf Sozialräumen 
umgesetzt. SVSK profitierte dabei von den Netzwerkstrukturen, die 
bereits seit 2006 durch das Programm „Lebenswerte Veedel“  aufge -
baut wurden. Insbesondere der Einsatz der Sozialraumkoordinator*in-
nen bot gute Anknüpfungspunkte für SVSK und bildete ein zentrales 
Instrument für den sozialraumorientierten, integrierten Ansatz. 
Zahlreiche externe Einflussfaktoren erschwerten die Umsetzung von 
SVSK. Veränderte ESF-Förderbedingungen, Covid-19-Pandemie, 
Ukraine-Krieg und die daraus einhergehende Energie- und Baukrise 
führten zum Wegfall von Einzel-Maßnahmen und zu zeitlichen Verzö-
gerungen in der Umsetzung. Personalfluktuationen und Fachkräfte-
mangel hemmten zusätzlich die Umsetzung von Maßnahmen. 
Unter komplexen Rahmenbedingungen hat SVSK in den 
Sozialräumen viele Prozesse angestoßen und Entwick-
lungsimpulse gesetzt, die auch über die Programmlauf-
zeit hinauswirken.
 
Sozial-integrative Angebote wurden neu geschaffen und teilweise 
auch über die Förderlaufzeit hinaus gesichert 
Durch SVSK konnten neue sozial-integrative (Beratungs-)Angebote 
und Vorgehensweisen erprobt sowie bewährte Ansätze gesichert 
und teilweise räumlich ausgedehnt werden. Durch die neuen und 
gesicherten sozial-integrativen Angebote wurden Zugangsmöglich-
keiten für schwer erreichbare Zielgruppen erleichtert. Insgesamt 
wurden die Teilhabemöglichkeiten der Bevölkerung gestärkt. Punk -
tuell konnte die gesundheitliche Situation der Bewohner*innen ver -
bessert werden. 
Bei einzelnen Maßnahmen ist es zudem gelungen, diese auch über 
die Förderlaufzeit hinaus zu sichern. Dazu zählen die Projekte Plan 27, 
Willkommen und Ankommen, Stadtteileltern (in Form der Stadtteil -
mütter) sowie das Bildungsberatungszentrum Mülheim. Der Ansatz 
aus dem Projekt Kita-Einstieg wird nach Ende der Projektlaufzeit 
63

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
über andere Angebote, wie die Stadtteilmütter oder Familienlot -
sinnen, weitergeführt. Zudem nehmen die Träger die gesammelten 
Projekterfahrungen und neu aufgebauten Kompetenzen mit in ihre 
zukünftige Projektarbeit. 
Unterstützungsbedarfe in den Sozialräumen bleiben aber 
bestehen 
Auch wenn im Rahmen der Förderlaufzeit „Lücken“ für bestehende 
Bedarfe durch neue Unterstützungs- und Angebotsstrukturen (zumin-
dest temporär) geschlossen wurden, kann nicht von einer Breitenwir-
kung in den Sozialräumen gesprochen werden. 
In den Sozialräumen leben viele Menschen mit Migrationshinter -
grund, aber auch viele Haushalte, insbesondere auch Familien im 
Leistungsbezug, welche als Zielgruppen weiterhin im Fokus stehen. 
Durch die Pandemie haben sich die Unterstützungsbedarfe vor Ort 
verstärkt, zum Beispiel im Hinblick auf psychische Belastungen, 
Mediensucht oder Bildungsbenachteiligung. 
Baumaßnahmen steigern nachhaltig die Attraktivität der öffentli-
chen Räume, aber nicht alle Sozialräume profitieren gleichermaßen 
Der größte Anteil an Förder- und Eigenmitteln floss innerhalb von 
SVSK in bauliche Maßnahmen. Die neugestalteten Spiel- und Bewe-
gungsräume sowie auch die Neugestaltungen von Plätzen und Stra-
ßenräumen haben die Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen 
sichtbar erhöht und nachhaltig gesichert. Darüber hinaus wurden 
neue Nutzungsmöglichkeiten in öffentlichen Räumen von Spiel- und 
Bewegungsangeboten über Treffpunkte bis hin zu Gastronomiebe -
reichen geschaffen. Durch neue Wegeverbindungen, verbesserte 
Straßenüberquerungen oder den Abbau von Angsträumen wurde 
die Erreichbarkeit und die Zugänge in diese Räume verbessert. Auch 
durch die Baumaßnahmen wurden Teilhabemöglichkeiten für die 
Bevölkerung weit über die Förderlaufzeit hinaus erhöht und durch 
die neuen Aufenthaltsorte auch der gesellschaftliche Zusammenhalt 
durch Begegnungen gefördert. Die positive Wahrnehmung der Auf-
wertungen der öffentlichen Räume in den Sozialräumen zeigt sich in 
einer hohen Annahme der neuen Räume durch die Bevölkerung. 
Einschränkend muss darauf hingewiesen werden, dass in Sozial -
räumen ohne ISEK keine baulichen Maßnahmen umgesetzt werden 
konnten und die Baumaßnahmen in den großen Sozialräumen z. T. 
räumlich nur punktuell wirken.
64

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Umweltqualität und Bewusstseinsbildung wurden verbessert
Einzelne Maßnahmen innerhalb von SVSK hatten u.a. zum Ziel die 
Umweltqualität in den Sozialräumen zu steigern. Hierzu wurden, 
neben den üblichen Baumpflanzungen und Entsiegelungen, auch 
neue Ansätze zur nachhaltigen Klimaanpassung entwickelt und erst-
malig im Kölner Stadtgebiet umgesetzt (multifunktionale Freiräume 
und ökologische Revitalisierung der Westerwaldstraße). In Ansätzen 
wurden mit Hilfe von zugehenden und aktivierenden Maßnahmen 
auch die Sensibilität und das Bewusstsein der Bevölkerung für 
Umweltaspekte gesteigert. SVSK konnte hier Impulse setzen, diese 
reichen aber noch nicht für eine nachhaltige Wirkung aus.
Die Wohnfunktion wurde nachhaltig gestärkt
SVSK hat mit dem Haus-, Hof- und Fassadenprogramm Anreize für 
private Investitionen zur Verschönerung von Gebäudefassaden und 
Gärten gegeben. Dies führte zu einer nachhaltigen, aber nur punktu-
ellen Aufwertung des Wohnumfeldes. Durch SVSK wurden darüber 
hinaus weitere Investitionen von Dritten angestoßen. So hat insbe -
sondere die GAG zahlreiche parallellaufende Modernisierungen in 
den Sozialräumen durchgeführt. Auch weitere Förderungen wurden 
durch SVSK angestoßen. Insbesondere die Förderung über das Pro-
gramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ hat zu einer starken 
Aufwertung im Zentrum von Chorweiler geführt. 
Die Sozialräume werden positiver wahrgenommen
Die Evaluation kann nicht eindeutig belegen, dass sich das Image 
der Sozialräume verbessert hat. Allerdings zeigt sich in den Sozial -
räumen eine positive Aufbruchsstimmung. Insbesondere die Bau -
maßnahmen setzen Impulse für eine Verbesserung der Images der 
Sozialräume. Die Größe des Kölner Stadtgebiets erschwert jedoch 
einen langfristigen positiven Imagewandel. Ferner ist die „Marke“ 
SVSK vor allem bei Politik und Sozialraumakteuren bekannt und hat 
in diesem Akteurskreis viel Aufmerksamkeit für die Sozialräume und 
ihre Unterstützungsbedarfe geschaffen, was sich auch positiv auf die 
Fortführung von Projekten ausgewirkt hat.
Engagement wurde neu aktiviert und Netzwerke  
langfristig gestärkt 
Innerhalb von SVSK wurde ehrenamtliches Engagement neu akti -
viert, aber auch bestehendes Engagement gestärkt. Die hohen 
Beteiligungsstandards in Köln wurden auch in SVSK bei Planungs -
prozessen angewandt. 
65

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Durch SVSK sind auch neue Akteure in die bestehenden örtlichen 
Netzwerke hinzugekommen oder bestehende Kontakte wurden 
intensiviert und gefestigt. Durch die der Sozialraumkoordination blei-
ben die Netzwerke auch über die Projektlaufzeit von SVSK bestehen.
Die sozialraumorientierte, integrierte Arbeitsweise wurde 
weiterentwickelt 
Auch innerhalb der Verwaltung wurden Kontakte geknüpft und die 
ressortübergreifende Zusammenarbeit erprobt. An diese Erfahrun -
gen kann bei zukünftigen Projektentwicklungen angeknüpft werden. 
Diese Kontakte sind allerdings auch teilweise von den jeweiligen Per-
sonen abhängig, so dass bei personellen Wechseln die Netzwerke 
ggf. neu aufgebaut werden müssen. 
Insgesamt griffen die baulichen und sozialen Maßnahmen nur  
wenig inhaltlich ineinander. Teilweise war dies den zeitlich ver -
setzten Umsetzungsphasen, aber auch dem Wegfall ganzer Maß-
nahmenbündel geschuldet. Dadurch konnten Synergien nicht voll 
ausgeschöpft werden. Auch die nicht-baulichen Maßnahmen der 
Städtebauförderung wurden zeitlich versetzt umgesetzt, so dass 
zum Beispiel der Erfahrungsaustausch untereinander eingeschränkt 
war oder die Gesamtmaßnahme nicht so sichtbar war, wie bei einer 
parallellaufenden Umsetzung.
Lernerfahrungen aus SVSK verbessern Prozesse in der 
Kölner Stadtentwicklung nachhaltig.
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ war im Hinblick auf  
das Fördervolumen und die parallele Umsetzung in elf Sozialräumen 
ein bisher einzigartiger Prozess für die Stadt Köln. Mit dem ambiti -
onierten Vorhaben waren auch hohe Erwartungshaltungen verbun -
den. Im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und 
die begleitenden Rahmenbedingungen stieß die Stadt Köln bei der 
Umsetzung der Projekte an Grenzen. Diese Erfahrungen fließen 
bereits jetzt in weitere Projekt- und Programmplanungen ein.
Neben den eigenen Erfahrungen der Verwaltung konnte die Stadt Köln 
bereits durch die Einzelevaluationen in den Sozialräumen Buchheim/
Buchforst, Mülheim-Nord/Keupstr. sowie Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung 
66

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
ihrer Arbeit ziehen. Diese Lernerfahrungen wurden bzw. werden 
bereits genutzt und die strategische Ausrichtung in der Kölner Stadt-
entwicklung angepasst. Das zukünftige Vorgehen konzentriert sich 
auf kleinere Umsetzungskulissen und fokussiert sich auf den Förder-
zugang der Städtebauförderung.
 › Die Stadt Köln hat 2019 ein Projektmanagement-Handbuch erar -
beitet und 2021 fortgeschrieben. Das Handbuch enthält u. a. Vor -
lagen, Empfehlungen und Werkzeuge zum Projektmanagement. 
Zudem nutzt die Stadt Köln mittlerweile die Projektmanagement-
Software cProject. Insgesamt wurde in den vergangenen Jahren 
in der Stadt Köln eine professionelle Infrastruktur geschaffen, 
um zukünftig effizient, vernetzt und transparent Projekte umzu -
setzen. Dafür wurde u. a. eine Vorlage für Projektvereinbarungen 
erarbeitet, in der in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fach -
ämtern verbindlich Meilensteine festgelegt werden. 
 › Zukünftig sollen auch die Integrierten Entwicklungskonzepte  
deutlich fokussierter gemäß der neuen Förderrichtlinie zur  
Städtebauförderung, die 2024 in Kraft tritt erarbeitet werden. 
Dadurch soll auch die gemeinsame Identität zur Umsetzung  
gestärkt werden. 
 › Außerdem wurde durch SVSK noch einmal deutlich, wie wichtig 
ein dauerhafter Kommunikationsprozess und eine verbindliche 
prozessbegleitende Abstimmung ist. Gerade dann, wenn zwi -
schen Beteiligung und Umsetzung ein längerer Zeitraum liegt, ist 
es umso wichtiger, über den Prozess „im Hintergrund“ u.a. auch 
in die Politik und Öffentlichkeit hinein zu informieren. 
Insgesamt hat sich die Stadt Köln mit dem Programm „Starke Vee -
del – Starkes Köln“ viel vorgenommen, um große Herausforderungen 
in den Sozialräumen anzugehen. Externe Einflussfaktoren und sich 
ändernde förderrechtliche Rahmenbedingungen erforderten dabei 
immer wieder eine Anpassung des Vorgehens. Auch wenn viele 
Bedarfslagen in den Sozialräumen weiter bestehen, wurden schluss-
endlich in den Sozialräumen viele gute sozial-integrative Ansätze 
angestoßen und die Qualität der öffentlichen Räume aufgewertet, 
die allesamt zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der 
Menschen vor Ort beitragen.
67

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Anhang
Maßnahmenliste 
68 69
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Kita-Einstieg  
(2 Förderperioden)
Bundesmittel + 
Ko-Finz. SVSK
Gezielte Angebote um Kindern, die bisher  
noch nicht oder nur unzureichend von  
der Kindertagesbetreuung erreicht wurden,  
den Einstieg in das System der frühkindlichen  
Bildung, Betreuung und Erziehung zu erleichtern.
•  Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord
•  Buchheim/Buchforst, 
Mülheim-Nord/ 
Keupstraße
•  Humboldt/Gremberg  
u. Kalk
• Meschenich und Rondorf
1.Förder-
periode
2017 – 2020 
2. Förder-
periode
2021 – 2022
1. Förderperiode
296.432 €
2. Förderperiode
340.463 €
abgeschlossen
Zugehende Hilfe und 
Überleitung ins Regel-
system (Plan 27)
ESF Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für 
junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren mit 
psychischen Problemen. Neben der intensiven 
Beratung und Begleitung der Jugendlichen erfolgt 
u.a. eine starke Vernetzung mit Schulen, Ärzten, 
dem Jugendamt.
Alle Sozialräume 2017 – 2019 307.160 € abgeschlossen
Fortführung über Finan-
zierung Jobcenter und 
Stadt Köln gesichert bis 
April 2024 
Willkommen und  
Ankommen in Köln
ESF Integration von Zuwander*innen aus den  
südosteuropäischen Mitgliedstaaten: Integrier-
tes Konzept mit Kombination aus Kompetenz-
feststellung, Sprachförderung, Beratung  
und Begleitung; Aktivierung, Heranführung  
und Integration in den Arbeitsmarkt.
•  Blumenberg, Chor  weiler 
und Seeberg-Nord
•  Buchheim/Buchforst, 
Mülheim-Nord/ 
Keupstraße
•  Humboldt/Gremberg  
u. Kalk
•  Meschenich  
und Rondorf
2017 – 2018 1.159.437 € abgeschlossen
Fortführung über  
Finanzierung Stadt Köln 
Stadtteileltern ESF Berufliche Qualifizierung von langzeitarbeitslosen 
Müttern und Vätern zur Verbesserung der Arbeits-
marktchancen und die Überführung in den ersten 
Arbeitsmarkt. In der 12-18-monatigen Praxisphase 
werden sozial benachteiligte Gruppen/Familien 
von den „Stadtteileltern“ in den Sozialräumen  
unterstützt (Lotsenfunktion). 
Alle Sozialräume 2018 – 2020 637.105 € abgeschlossen
Fortführung über  
Stadtteilmütter

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Mobile offene Kinder und 
Jugendarbeit auf dem 
Marktplatz Neubrück
ESF Niederschwellig aufsuchendes und offenes An-
gebot zur Schaffung eines unverbindlichen und 
schnellen Zugangs insbesondere zu Kindern, 
Jugendlichen und ihren Familien. Aktivierung des 
generationsübergreifenden Austausches inner-
halb der gesamten Bewohnerschaft. Die pädago-
gischen Fachkräfte befahren mit einem Kleinbus 
mehrfach wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten 
den Platz und treten mit verschiedenen Angeboten 
(z.B. Spielgeräte, gewaltfreie und teambildende 
Spiele) direkt vor Ort mit den Akteuren in Kontakt. 
• Ostheim und Neubrück 2018 – 2020 235.114 € abgeschlossen
Familie im Zentrum ESF Präventive, beratende und unterstützende Ange-
bote für Familien, Kindern und Jugendlichen, um 
Problemlagen zu beseitigen und die Lebensqualität 
im Sozialraum weiter zu optimieren. 
Die Verortung vom unterschiedlichen (Beratungs-)
Angebote für verschiedene Zielgruppen „unter 
einem Dach“ ermöglicht einen leichten Zugang. 
Durch konstante Ansprechpartner*innen werden 
Beziehungsabbrüche vermieden und eine vertrau-
ensvolle Arbeitsbasis wird aufgebaut. 
•  Bocklemünd/  
Mengenich
2019 – 2020 84.007 € abgeschlossen
Bildungsberatungszent -
rum Mülheim
ESF Nachhaltige Verbesserung des Zugangs zu Bil-
dungs- und Beratungsangeboten für bildungsbe-
nachteiligte Zielgruppen: Das Bildungsberatungs-
zentrum Mülheim berät und unterstützt Menschen 
beim (Wieder-)Einstieg in den Beruf und vermittelt 
auch weitere Fördermöglichkeiten wie Bildungs-
prämien und Bildungsschecks. 
•  Buchheim/ Buchforst,  
Mülheim-Nord/  
Keupstraße
2019 – 2020 109.646 € abgeschlossen
Prävention durch  
Medienbildung
ESF Angebot im Bereich „Medienpädagogik“ zur  
Erweiterung der Medienkompetenz aller Alters-
gruppen und zur Unterstützung der vorhandenen 
Ressourcen. 
Das medienpädagogische Angebot umfasst u.a. 
Qualifizierungsangebote für Träger der sozialen 
Arbeit sowie zielgruppenspezifische Angebote  
für zertifizierte Medienkompetenzschulungen zur 
Berufsbefähigung oder -qualifizierung.
• Bilderstöckchen 2019 – 2020 137.891 € abgeschlossen
70 71

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Fit und aktiv  
in Chorweiler 
(2 Förderperioden)
ESF Schaffung einer Anlaufstelle zur Gesundheitsför-
derung mit dem Ziel, die gesundheitlichen Kompe-
tenzen und aktive Teilnahme am gesellschaftlichen 
Leben im Sozialraum zu stärken. Familien im Sozi-
alraum, die im Arbeitslosengeld II-Bezug und/oder 
in einer Bedarfsgemeinschaft leben, werden bei 
sportlichen Aktivitäten und Vermittlung von theo-
retischen und praktischen Fähigkeiten und Fertig-
keiten unterstützt (u.a. durch eine offene Beratung 
für Teilnehmende, Kursangebote zur Gesundheits-
förderung und Vorträge von Expert*innen)
•  Blumenberg,  
Chorweiler und  
Seeberg-Nord
1.Förder-
periode
2019 – 2020 
2. Förder-
periode
2021
1.Förder-
periode
223.096 €
 
2.Förder-
periode
83.505 €
abgeschlossen
Fit und aktiv in Porz ESF siehe „Fit und aktiv in Chorweiler“ •  Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil
2021 84.008 € abgeschlossen
Abb. 20  Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
72 73

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Partizipative  
Neugestaltung  
„Platz an St. Adelheid“  
Marktplatz Neubrück
Städtebau Anpassung des im Sozialraum zentralen Platzes 
„An Sankt Adelheid“ an gegenwärtige Herausfor-
derungen (insb. fehlende Aufenthalts- und Nut-
zungsqualitäten).
• Ostheim und Neubrück 2023 – vrs. 
2025
Baubeginn 
im Frühjahr 
2024
1.500.043 € Umsetzungsvorbereitung 
läuft
Jugendeinrichtung 
Gernsheimer Straße
Städtebau 
(noch nicht  
bewilligt)
Neubau zur Sicherung und Verbesserung  
der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Vorgesehen ist der Abriss des vorhandenen  
Containers und der Neubau einer  
Jugendeinrichtung auf dem städtischen  
Grundstück.
• Ostheim und Neubrück 2023 – vrs. 
2028
Geplante  
Förderantrag -  
stellung 
zum STEP 
2025
vrs. 1.772.850 € Förderantrag in
Vorbereitung
Generalsanierung  
Sportanlage  
Humboldtstraße
Städtebau Neugestaltung der Sportanlage  
Humboldtstraße mit vielfältigen Sportmöglich-
keiten auf multifunktionalen Flächen.
Die Pläne für die Umgestaltung der  
Sportanlage wurden unter Beteiligung der  
Vereine und ansässigen Schulen entworfen.
•   Porz-Ost, Finkenberg,  
Gremberghoven und Eil
2020 – 2022 2.440.000 € abgeschlossen
Multifunktionale  
Freiräume
Städtebau und 
EFRE
Schaffung eines mehrdimensionalen öffentlichen 
Freiraumbandes, das Raum für vielfältige Ansprü-
che und Interessenslagen bietet. Entsiegelung be-
stehender Platzflächen im verdichteten Stadtteil-
zentrum Eil für eine offene und landschaftsbetonte 
Gestaltung. Auf Grundlage einer konzeptionellen 
Voruntersuchung für die Fläche an der Leiden-
hausener Straße/Frankfurter Straße wurden zwei 
Einzelmaßnahmen gefördert (Eiler Schützenplatz 
und Platz an der Leidenhausener Straße).
•  Porz-Ost, Finkenberg,  
Gremberghoven und Eil
2020 – 2022 1.685.952 € abgeschlossen
74 75

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Spiel- und Bewegungs -
räume in den Veedeln  
(11 Einzelmaßnahmen in 
7 Sozialräumen)
Städtebau und 
EFRE
Im unmittelbaren Wohnumfeld entstehen  
alters- und bedarfsgerechte Spiel-,  
Kommunikations- und Bewegungsräume. 
4 Einzelmaßnahmen in
•  Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord  
(2x 2018 – 2019,  
2x 2019 – 2022)
2 Einzelmaßnahmen in
•  Buchheim/ Buchforst, 
Mülheim Nord/Keup-
straße (2019 – 2021)
Je 1 Einzelmaßnahme 
•  Bickendorf, Westend 
und Ossendorf  
(2020 – 2022)
•  Humboldt/Gremberg 
und Kalk (2019 – 2021)
•  Meschenich und  
Rondorf (2020 – 2022)
•  Ostheim und Neubrück 
(2019 – 2022)
•  Porz-Ost, Finkenberg,  
Gremberghoven und Eil 
(2020 – 2022)
2018 – 2022 4.242.640 € abgeschlossen
Platz an der  
Herler Straße  
in Buchheim
Städtebau Schaffung eines attraktiven Treffpunktes  
für die Bewohner*innen aller Altersklassen unter 
Berücksichtigung einer verbesserten fußläufigen 
Anbindung. Angrenzende Freiräume aufwerten 
und als neue Aufenthaltsorte qualifizieren.
•  Buchheim/ Buchforst, 
Mülheim-Nord/ 
Keupstraße
2023 – vrs. 
2024
3.526.529 € Umsetzungsvorbereitung 
läuft
Abb. 21  Handlungsfeld: Öffentlicher Raum
76 77

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit 
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Verbundprojekt  
Hitzeaktionsplan für 
Menschen im Alter
BMUB-Pro-
gramm (Klima), 
BMBF + 
Ko-Finz. SVSK
Entwicklung eines Hitzeaktionsplans für  
Menschen im Alter auf Basis von qualitativen  
Experteninterviews und quantitativen  
Befragungen. Ziel ist die Verringerung von  
gesundheitlichen Risiken durch Hitzeperioden.
Alle Sozialräume 2019 – 2022 216.720 € abgeschlossen
Stärkung beziehungs -
weise Erweiterung des 
Schulgartenangebotes
Gute Schule 
2020 + 
Ko-Finz. SVSK
Umwelt- und Naturbildung bei Kindern durch die 
Verankerung entsprechender Lernorte im unmit-
telbaren Umfeld sowie die Integration in den Alltag. 
Unterstützung der Schulen in Bezug auf personelle 
und finanzielle Ausstattung zur Anlage und Betrei-
ben von Schulgärten. Die Entwicklung von lehr-
plankonformen Unterrichtsmaterialien ermöglicht 
der Lehrerschaft die Nutzung des Schulgartens in 
möglichst vielen Fächern.
•  Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord
2019 – 2021 27.150 € abgeschlossen
Integrierte Maßnahme  
zur ökologischen  
Revitalisierung  
„Westerwaldstraße“
Städtebau und 
EFRE
Inwertsetzung der überwiegend als Wiesenflächen 
genutzten und zum Teil als Brache/Weide verpach-
teten Flächen unter ökologischen wie auch funk-
tionalen und gestalterischen Aspekten. Erhöhung 
des Anteils an vielfältig nutzbaren und gestalteten 
Grünflächen im nahen Umfeld.
•  Humboldt/Gremberg 
und Kalk
2019 – 2022 3.636.091 € abgeschlossen
78 79
Abb. 22  Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
 Handlungsfeld: Wohnen
80 81
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
„Zuhause im Veedel" 
(Modul A)
Städtebau Aktivierende Mieter- und Nachbarschaftsarbeit in 
Sozialräumen. U.a.:
•  kontinuierliche und aufsuchende  
Präsenz im Quartier 
• aktivierende Bewohnerbefragungen
• Interessens-/Bedarfserkundung
•  Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung 
durch die Organisation von  
Versammlungen, Stadtteilfesten, kulturellen 
Veranstaltungen & Informationsangeboten
1x abgeschlossen
•  Blumenberg,  
Chorweiler und See-
berg-Nord (2021)
2x in Umsetzung 
•  Ostheim und Neubrück 
(2022 – 2025)
•  Porz-Ost, Finkenberg,  
Gremberghoven und Eil 
(2020 – 2023)
2020 – vrs. 
2025
349.662 € 1x abgeschlossen
2x in Umsetzung 
Haus,- Hof- und  
Fassadenprogramm
Städtebau Aktivierung von Eigentümer*innen zur  
nachhaltigen Verbesserung an Wohnhäusern  
und im unmittelbaren Wohnumfeld. Ziel ist die 
Stärkung der Wohn- und Aufenthaltsqualität  
im Sozialraum.
2x abgeschlossen
•  Blumenberg, Chorwei -
ler und Seeberg-Nord 
(2019-2021)
•  Buchheim/ Buchforst, 
Mülheim-Nord/Keup-
straße (2019 – 2021)
3x in Umsetzung 
•  Humboldt/Gremberg 
und Kalk (2020 – 2023)
•  Ostheim und Neubrück 
(2022 – 2025)
•  Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven u. Eil 
(2020 – 2023)
2019 – vrs. 
2025
1.360.454 € 2x abgeschlossen
3x in Umsetzung
Abb. 23  Handlungsfeld: Wohnen

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Handlungsfeldübergreifend
82 83
Titel Förderzugang Zielsetzung und Beschreibung  
der Maßnahme 
Umsetzungsebene  Laufzeit Volumen Status  
Externe Beratung und 
Unterstützung bei der 
Erstellung des Leitkon -
zeptes
Städtebau Schaffung der Grundlage in den Sozialräumen  
für die Umsetzung der Sozialraumorientierten 
Stadtentwicklung. Erstellung der detaillierten  
Umsetzungskonzeption des Prozesses und das 
Wissensmanagement.
•  Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord
•  Buchheim/ Buchforst, 
Mülheim-Nord/ 
Keupstraße
•  Humboldt/ Gremberg 
und Kalk
• Meschenich u. Rondorf
• Ostheim und Neubrück 
•  Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil
2015 – 2020 173.805 € abgeschlossen
Büro für Quartiersma -
nagement u. Aktivierung
Städtebau Das Quartiersmanagement zielt auf die  
Aktivierung der Bürgerschaft und Vernetzung  
von Akteur*innen zur Stärkung des sozialen  
Zusammenhalts in den Sozialräumen  
(Koordination von Beteiligungen). Darüber  
hinaus übernimmt das Quartiersmanagement  
die Beratung rund um den Verfügungsfonds.  
4x abgeschlossen
•  Blumenberg,  
Chorweiler und  
Seeberg-Nord  
(2019 – 2020)
•  Buchheim/Buchforst, 
Mülheim-Nord/Keup-
straße (2019 – 2020)
•  Meschenich und  
Rondorf (2019 – 2020)
•  Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil 
(2020 – 2022)
2x in Umsetzung 
•  Ostheim und  
Neubrück (2022 – 2024) 
•  Humboldt/ Gremberg 
und Kalk (2020 – 2023)
2019 – vrs. 
2024
2.059.819 € 4x abgeschlossen
2x in Umsetzung
Prozessbegleitende  
Evaluation
Städtebau Die Evaluation ist prozessbegleitend angelegt und 
liefert wichtige Ergebnisse zur Qualifizierung und 
Weiterentwicklung des Prozesses der Sozialraumo-
rientierten Stadtenticklung in den jeweiligen Sozial-
räumen.
•  Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord
•  Buchheim/ Buchforst, 
Mülheim-Nord/ 
Keupstraße
2019 – 2020 97.094 € abgeschlossen
Abb. 24 Handlungsfeldübergreifend

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zielsystem des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ . . 12
Abbildung 2: Übersicht Maßnahmen und Handlungsfelder* . . . . . . 15
Abbildung 3: Kostenstruktur nach Förderzugang . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Abbildung 4: Anzahl Maßnahmen je Handlungsfeld* . . . . . . . . . . . .  17
Abbildung 5: Kostenvolumen je Handlungsfeld* . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Abbildung 6: Maßnahmen je Sozialraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Abbildung 7: Maßnahmen je Sozialraum und Handlungsfeld . . . . . 20
Abbildung 8:  Bevölkerungsentwicklung 2012 – 2022,  
Index: 2012=100 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Abbildung 9:  Bevölkerungsanteil Nach Altersklassen,  
2012 und 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Abbildung 10: Wanderungen in den Sozialräumen, 2012 – 2022 . 28
Abbildung 11:  Jugendarbeitslosenquote im Vergleich,  
2012 – 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Abbildung 12:  Anteil Bedarfsgemeinschaften nach SGB II  
an allen Haushalten, 2012 – 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Abbildung 13: Nettokaltmiete je m² (Bestand)  . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Abbildung 14: Straßenraum- und Platzgestaltungen  . . . . . . . . . . . . 43
Abbildung 15: Neue Spiel- und Bewegungsräume . . . . . . . . . . . . . . . 45
Abbildung 16:  Integrierte Maßnahme zur ökologischen  
Revitalisierung  „Westerwaldstraße“ . . . . . . . . . . . . . . 49
Abbildung 17:  Haus-, Hof- Und Fassadenprogramm –   
Neugestaltete Hausfassaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Abbildung 18:  Platzgestaltungen in Chorweiler-Mitte in  
Köln im Rahmen der Projekte der Nationalen  
Stadtentwicklungspolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Abbildung 19:  Energetische Sanierung in der  
Kannebäckersiedlung in Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Abbildung 20: Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen . . . . . . . . . . . 68
Abbildung 21: Handlungsfeld: Öffentlicher Raum . . . . . . . . . . . . . . . 74
Abbildung 22: Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit . . . . . . . . . . . . . 78
Abbildung 23: Handlungsfeld: Wohnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Abbildung 24: Handlungsfeldübergreifend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
84

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Auftraggeber
Stadt Köln
Auftragnehmer
empirica ag
Büro: Bonn
Kaiserstraße 29, 53113 Bonn
Telefon (0228) 91 48 9-0
bonn@empirica-institut.de
www.empirica-institut.de
Bearbeitung 
Katrin Wilbert, Jana Eichner,  
Sabrina Sporleder, Timo Heyn
Projektnummer
2023044
Bonn, 21.11.2023
85
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ wird gefördert von:

Evaluation des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit   
Gestaltung
TZ – Büro Corporate Design und visuelle Kommunikation
Bildnachweis
Titel: © Guido Erbring
Druck
Zentrale Dienste, Stadt Köln
 
13-js/56/500/04.2024
86

87

Beratungsverlauf (2)

06.06.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.06.2024 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (19)

  • Keupstraße 2019
  • Herler Straße
  • Westerwaldstraße
  • Schanzenstraße
  • Leidenhausener Straße
  • Osloer Straße
  • Alte Kölner Straße
  • Wuppertaler Straße
  • Georgestraße
  • Gernsheimer Straße 15
  • Humboldtstraße
  • Frankfurter Straße
  • An St. Adelheid
  • Athener Ring
  • Kaiserstraße 29
  • Waldstraße
  • Eythstraße 45
  • Straße 15
  • Stegwiese

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1642/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
29.05.2024
Erstellt
21.05.2024 10:55