V/0540/2005
Antrag der SPD- Fraktion an den Rat Nr. A-R/0009/2005 vom 08.03.2005
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Beschlussvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Stadtplanungsamt Betrifft Antrag der SPD - Fraktion an den Rat Nr. A-R/0009/2005 vom 08.03.2005 "Familienfreundliche Innenstadt - Mehr Leben, mehr Qualität, mehr Service" Beratungsfolge 21.09.2005 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Der Hauptausschuss nimmt zur Kenntnis, dass – insbesondere in der jüngeren Vergangenheit – bereits eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen im Sinne des o. g. SPD - Antrags „Fa- milienfreundliche Innenstadt - Mehr Leben, mehr Q ualität, mehr Service“ (s. Anlage 1) umge- setzt oder initiiert worden sind. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der Ergebnisse der Bürgerumfrage 2005 zum Thema „Familienfreundliche Altstadt“, koordinierend, zusammen mit Vertretern der Kauf- mannschaft und des Hotel- und Gaststättenverbandes sowie mit Vertretern der Fachverbände und dem „Netzwerk für Familien in Münster“, weitere Maßnahmen und Projekte für eine famili- enfreundliche Innenstadt zu entwickeln und deren Umsetzung abzustimmen. 3. Sofern sich aus der Beauftragung der Verwaltung gem. Beschlusspunkt 2. weitere Beschluss- erfordernisse für die Umsetzung weiterer Maßnahmen und Projekte für eine familienfreundli- che Innenstadt ergeben, werden die zuständigen parlamentarischen Gremien beteiligt. 4. In Kenntnis der bereits umgesetzten oder eingeleiteten Maßnahmen und Projekte für eine fa- milienfreundliche Innenstadt (vgl. Beschlusspunkt 1.) und mit der Beauftragung der Verwal- tung gem. Beschlusspunkt 2. ist der Antrag der SPD - Fraktion Nr. A-R/0009/2005 erledigt. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit dem vorstehenden Beschluss unmittelbar keine Kosten entstehen. Vorlagen-Nr.: V/0540/2005 Auskunft erteilt: Frau Popken Ruf: 492 61 84 E-Mail: PopkenF@stadt-muenster.de Datum: 01.09.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Begründung: Der Antrag der SPD - Fraktion Nr. A-R/0009/2005 „Familienfreundliche Innenstadt - Mehr Leben, mehr Qualität, mehr Service“ ist im Rat am 16.03.2005 eingebracht und an den Hauptausschuss verwiesen worden. Bereits seit geraumer Zeit verfolgt die Stadt Münster die Zielsetzung, ihre Kinder- und Familien- freundlichkeit auf möglichst vielen Handlungsebenen auszubauen. Dass hierbei schon entschei- dende Erfolge erzielt werden konnten, zeigt u. a. die Auszeichnung Münsters als die „kinderfreund- lichste Stadt Deutschlands“ im Jahr 2004. Dieser Auszeichnung soll auch in Zukunft entsprochen werden, indem die Bedürfnisse von Familien und Kindern noch stärker in den Mittelpunkt aller kommunaler Maßnahmen und Überlegungen gerückt werden. Zu 1.: Das Thema „Kinder- und Familienfreundliche Innenstadt“ war bereits Gegenstand des Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozesses (ISM). Im ISM - Prozess wurde die große Be- deutung einer kinder- und familienfreundlichen sowie generationsgerechten Stadtentwicklung her- ausgearbeitet. Eine gebündelte Umsetzung des Zieles der Familienfreundlichkeit erfolgt seit 2004 durch das „Netzwerk für Familien in Münster“ (vgl. Anlage 4), das sich u. a. mit dem Handlungsfeld „Familien- freundliches Wohnen / Familienfreundliche Stadtentwicklung“ beschäftigt. Leitgedanke dieses stadtweiten, münsterspezifisc hen Forums ist es, Familien frühzeitig zu stärken und kinderfreundliche Maßnahmen in allen gesellschaftlichen Bereichen dauerhaft zu institutionali- sieren. Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster und die Westfälische - Wilhelms - Universität Münster, Institut für Politikwissens chaft, haben sich mit dem „Netzwerk für Familien in Münster“ zur Aufgabe gemacht, Ideen, Projek te und Maßnahmen zu familienpolitischen Themen mit allen gesellschaftlichen Gruppierungen zu bündeln, zu konkretisieren und zu verzahnen. Die Verwaltung ist durch mehrere Ämter im Bündnis für Familien vertreten (u. a. Frauenbüro, Amt für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik). Um bestehende Handlungsbedarfe besser aufeinander abzustimmen, arbeiten Familienverbände, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Jugendhilfe eng vernetzt miteinander. Darüber hinaus sind in der ISM - Werkstatt „City“ sehr konkrete Vorschläge für eine kinder- und familienfreundliche Innenstadt formuliert worden (vgl. Vorlage 118/04, E1, Anlage 1). Die Innenstadt „soll für ganz Münster zentraler Ort der Kommunikation und Begegnung sein. Die City soll nicht nur als Einkaufsstadt und „Museum“ wahrgenommen werden, sondern auch als Stadtteil von Münster, in dem Familien mit Kindern leben können.“ Außerdem besteht bereits seit geraumer Zeit eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Münster, der Kaufmannschaft und dem Hotel- u nd Gaststättenverband, um die Familienfreundlich- keit der Münsteraner Innenstadt weiter zu verbessern. Als Beispiel für eine erfolgreiche Aktion in diesem Zusammenhang ist das Pilotprojekt „COOLisse – Münsters City für Kids“, im Rahmen der City -Offensive NRW „Ab in die Mitte“ im Jahr 2004 zu nennen. Die Ergebnisse des ISM - Prozesses bildeten die Grundlage für diesen Beitrag der Stadt Münster zum Stadtmarketingwettbewerb, der zur Realisierung ausgewählt wurde. Mit Hilfe eines Netzwerkes aus städtischen Institutionen und Innenstadtakteuren (u. a. „Runder Tisch der Innenstadtkaufleute“), welches um Fachpartner aus öffentlicher und freier Kinder- und Jugendarbeit erweitert wurde, konnten ca. 70 Einzelprojekte mit Spiel- und Betreuungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Familien mitten im Herzen von Münster für die Dauer von sechs Wo- chen in den Sommerferien 2004 entwickelt werden. Durch die City-Offensive NRW war es möglich, nicht nur neue Veranstaltungsformen und Konzep- te zu entwickeln, sondern vor allem Netzwerke und Kommunikationsstrukturen zwischen den un- terschiedlichen Akteuren der Innenstadt zu schaffen. Auch nach dem eigentlichen Finale von COOLisse in 2004 wurden und werden wegen des großen Erfolges wesentliche Projekte auf Initia- - 3 - tive und als Einrichtung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien fortgeführt, z. B. die bei- den neuesten Einrichtungen „MaxiSand“ und „MaxiTurm“ (vgl. Anlage 2). Ab Mai d. J. können Kin- der in den Monaten Mai bis Oktober auf dem größten innerstädtischen Sandspielplatz – dem sog. „MaxiSand“ – spielen, der für COOLisse erdacht und auf dem Syndikatsplatz eingerichtet wurde. Ebenfalls weiterentwickelt wurde das im Rahmen von COOLisse erprobte Kinderbetreuungsmo- dell, dass im Stadthausturm – in zentraler Innenstadtlage – Kinder von qualifizierten Erzie- hern/innen im sog. „Maxiturm“ betreut werden, während die Eltern Zeit zum Einkaufsbummel ha- ben – eine attraktive Offerte, die von den Innenstadtkaufleuten mit 15.000 € jährlich gesponsert wird. Die vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz erarbeitete und zuletzt im Jahre 1997 aktualisierte Grünordnung der Stadt Münster weist trotz all dieser Bemühungen noch ein erhebliches Defizit an Spielflächen im zentrumsnahen, innerstädtischen Stadtgebiet auf. Daher werden bei allen laufenden und künftigen Entscheidungen zur Stadtgestaltung und Entwick- lung die Bedürfnisse einer familiengerechten Aufenthaltsqualität planerisch berücksichtigt. Grund- sätzlich sollen an geeigneten Stellen in der Inn enstadt auch öffentliche Aufenthaltsbereiche ent- stehen, die gestalterisch attraktiv, konsumfrei und pausengerecht sind. Sie sollen attraktive kurz- fristige Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder unterschiedlichen Alters bieten. Konkrete Beispiele dafür, die z. T. bereits durch das Amt für Grünflächen und Umweltschutz realisiert wurden, sind: o die Anlage und Erweiterung des kleinen Spielplatzes in der Promenade an der Engelenschan- ze im Jahr 2004, o die Fertigstellung und Eröffnung des neuen Spielplatzes an der Mühlenstrasse in diesem Frühjahr, o die Planung eines Freiraumes mit geeigneter Aufenthaltsqualität (ggf. mit Spielmöglichkeiten) im Zusammenhang mit der Bebauung der Stubengasse bzw. der Gestaltung des „Picasso- Platzes“ in den kommenden Jahren, o die Untersuchung des gesamten Innenstadtbereiches mit der Zielsetzung, Standorte für ein- zelne Spielpunkte zu finden, so dass an diesen Orten in einem geeigneten Umfeld Einzel- spielgeräte aufgestellt werden könnten, die im Alltag einen kleinen Moment des Ausspannens ermöglichen. Sobald ein entsprechendes Standortkonzept erarbeitet ist, soll dieses in den par- lamentarischen Gremien vorgestellt werden. In den letzten Jahren wurden zudem zahlreiche familien- und kinderfreundliche Angebote u. a. in den städtischen Museen, der Stadtbücherei und den städtischen Bühnen geschaffen. Zu 2.: Um die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zur Familien- und Kinderfreundlichkeit Münsters zu erfahren, hat das Amt für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik die Bürgerumfrage 2005 durchgeführt. In Fortsetzung des ISM - Prozesses und im Rahmen der Arbeiten des „Netzwerkes für Familien in Münster“ wurde der Fragenkomplex „Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Alt- stadt“ konzipiert (s. Anlage 3). Hierin werden die Wichtigkeit und Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit Angeboten für Kinder und Familien und zu Möglichkeiten für eine kinderfreundliche Gastronomie sowie Verbesserungsvorschläge aus Sicht der Bürgerschaft abgefragt. In Ergänzung hierzu liefern Fragen zur Qualität von Plätzen in der Altstadt weitere Erkenntnisse zum Aspekt der Kinder- und Familienfreundlichkeit mit dem Schwerpunkt „Nutzung des öffentli- chen Raums“. Der Auswertungsbericht zur Bürgerumfrage 2005 wird voraussichtlich im 3. Quartal 2005 vorliegen und ein repräsentatives Bild über die Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Altstadt geben. Die Ergebnisse der Bürgerumfrage und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden den politischen Gremien zur Kenntnis gegeben. Zudem werden die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2005 mit der Kaufmannschaft und mit Vertre- tern des Hotel- und Gaststättenverbandes mit dem Ziel diskutiert werden, weitere Projekte und Maßnahmen für eine kinder- und familienfreundliche Innenstadt – insbesondere auch in gemein- samer Trägerschaft – zu entwickeln und umzusetzen. - 4 - Bezüglich der Entwicklung einer Werbe- und Imagekampagne, die die familienfreundlichen Ange- bote und Möglichkeiten der münsterschen Innenstadt (City / Altstadt) wirksam vermarktet, wird die Verwaltung alle Möglichkeiten einer gebündelten Kommunikation und Information (z.B. durch ent- sprechende Wegweiser oder Flyer, Internet-Infos etc.) ausnutzen, damit die bestehenden und künftigen Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen zum Handlungsfeld „Kinder- und Familien- freundliche Innenstadt“ noch stärker in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, der Kundin- nen und Kunden sowie der Besucherinnen und Besucher der Stadt gebracht werden können. In Vertretung gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1: Antrag der SPD- Fraktion an den Rat Nr. : A-R/0009/2005 vom 08.03.2005 „Familienfreundliche Innenstadt – Mehr Leben, mehr Qualität, mehr Service“ Anlage 2: Informationsflyer der Stadt Münster zu „MaxiTurm“ und „MaxiSand“ Anlage 3: Auszüge aus der Bürgerumfrage 2005 Anlage 4: Münster - Netzwerk für Familien, Kurzportrait, Steckbrief
Anlage 1 -3
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Anlage 1 Anlage 2 Anlage 3
Anlage 4
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Anlage 4
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Mühlenstraße
- Stubengasse
- Promenade
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0540/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 13.06.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37