2018/0314
Antrag vom 31.08.2018 für die Verlegung der Haltestelle „Willy-Brandt-Platz“ für Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue Haltestelle „Klinikum“
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Punkt 13: Antrag vom 31.08.2018 für die Verlegung der Haltestelle „Willy-Brandt-Platz“ für Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue Haltestelle „Klinikum“ (V-Nr. 2018/0314) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion Die Linke. Stimmenthaltung: Fraktion UWIGA
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Punkt 30: Antrag vom 31.08.2018 für die Verlegung der Haltestelle „Willy-Brandt-Platz“ für Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue Haltestelle „Klinikum“ (V-Nr. 2018/0314) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD, Die Linke. FDP
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- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
HEAG mobilo
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 61
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0314
Magistratsbeschluss-Nr.
406
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6901 und 11066-
6118
Kostenträger: Sachkonto: 0952010
Betreff: Antrag vom 31.08.2018 für die Verlegung der Haltestelle „Willy -Brandt-Platz“ für
Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue Haltestelle
„Klinikum“
Vorlage vom: 22.10.2018
Beschlussvorschlag:
1. Die Stellungnahme zum Antrag vom 31.08.2018 wird zur Kenntnis genommen.
2. Der Antrag wird abgelehnt und der Vorschlag im Projekt DAVIA nicht weiter verfolgt.
Anlagen: 2018-08-31 Antrag DIE LINKE
Datenschutzrelevante Anlage:
- 3 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 07.11.2018
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.10.2018:
Zum Projekt DAVIA (Ausbau der Nahverkehrsachsachse Bismarckstraße – Willy-Brandt-Platz
einschließlich südliche Frankfurter Straße und Mathildenplatz) wurde mit Datum vom
31.08.2018 ein Antrag gestellt.
„Antrag zur Behandlung durch Fachausschüsse für der Verlegung der Haltestelle »Willy-
Brandt-Platz« für Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue
Haltestelle »Klinikum« „
In Abstimmung mit HEAG mobilo wird hierzu wie folgt Stellung genommen:
Aus der Antragsbegründung: „Die bisherige Absicht, die Haltestelle vor das 1. Polizeirevier in
der Bismarckstraße zu verlegen bzw. ihm gegenüber, würde der Funktion des Klinikums nicht
gerecht. Es wäre von hier ein Fußweg von 200 m bis zum Haupteingang zurückzulegen und
mindestens eine Straße zu überqueren. Dies ist für Gehbehinderte ein schwerer Nachteil.“
Stellungnahme:
Die im Juni beim Info-Rad-Termin am Willy-Brandt-Platz vorgestellte neue Planung zur
Haltestelle „Klinikum“ sieht bereits eine optimierte Haltestellenlage unmittelbar westlich der
Kreuzung Wilhelm-Leuschner Straße/Grafenstraße vor. Die Entfernung zum Haupteingang des
Klinikums beträgt dann nur noch ca. 130 m. Auch wenn die Bushaltestelle wie vorgeschlagen
in der Grafenstraße läge, müssten Fahrgäste in einer der beiden Fahrtrichtungen die Straße
überqueren, um zum Eingang des Klinikums zu kommen.
Die neue Haltestelle „Klinikum“ wird zukünftig von zahlreichen Regionalbuslinien bedient, die
derzeit zwischen „Willy-Brandt-Platz“ und „Kasinostraße“ nicht halten. Dadurch entsteht für
viele Fahrgäste, vor allem aus dem Landkreis, eine direkte Nahverkehrsverbindung zum
städtischen Klinikum. Das ist eine eindeutige Angebotsverbesserung gegenüber dem Status
Quo. Heute können nur die Fahrgäste der Buslinien K und L sowie der Straßenbahnlinie 3 das
Klinikum ohne Umstieg direkt erreichen.
Hinzu kommt, dass das Klinikum zwar ein wichtiges, aber bei Weitem nicht das einzige Ziel der
Fahrgäste in diesem Bereich ist. Eine Verlagerung der Bushaltepositionen in die Grafenstraße
würde andere Fahrgäste benachteiligen (s.u.).
Der Erhalt der jetzigen Lage der Haltestelle „Klinikum“ und ihr barrierefreier Ausbau in dieser
Lage ist technisch und planerisch nicht sinnvoll. Die örtlichen Gegebenheiten und
Randbedingunen der bestehenden Haltestelle stehen zu sehr in Konflikt zueinander. Im Bereich
- 5 -
des denkmalgeschützten Pflasters müssten ein Radweg und die Haltestelle angeordnet
werden. Im Bereich der Zu- und Ausfahrt des Klinikum müsste der barrierefreie Zugang in die
Straßenbahn vorgesehen werden. Nicht zuletzt würde der Halt und der Fahrgastwechsel der
Straßenbahnen an der Haltestelle Verkehrsbehinderungen zur Folge haben, so dass eine
Haltestelle „Klinikum“ in seiner der gewünschten Lage nicht zu empfehlen ist.
Aus der Antragsbegründung: „Da der Willy-Brandt-Platz nicht mehr befahren werden muss,
besteht eine neue Option für den Fahrweg der Busse. Es ist dies die günstige Gelegenheit, die
überbeanspruchten Standplätze 2 und 3 auf dem Luisenplatz vor dem Merckhaus zu entlasten.
Dies ist eine bestehende Auflage der Aufsichtsbehörde. Hinzu kommt, dass diese Standplätze
im Bogen liegen, im Außenbogen liegende Türen bei Gelenkbussen also nicht zureichend zu
überwachen sind.“
Stellungnahme:
Wenn die Busse nicht an den Positionen 2 und 3 halten, müssten sie bei dem vorgeschlagenen
Fahrweg an den Positionen 1 und 6 halten, die bereits mit den vorhandenen Buslinien F, H,
X71, X74 und X78 sowie den Straßenbahnlinien 2 und 9 belegt sind. Das bedeutet aber nur
eine Verlagerung von Fahrzeugen und keine Entlastung des Luisenplatzes. Die Positionen 2
und 3 würden dann nur von der Straßenbahnlinie 3 und den Buslinie 5515 und 5516 genutzt,
was keine sinnvolle Nutzung der vorhandenen Infrastruktur darstellt.
Dagegen würden die Haltepositionen 1 und 6 von 13 Regionalbuslinien, vier Stadtbuslinien (F,
H, K, L) und zwei Straßenbahnlinien (2 und 9) angefahren. In der Spitzenstunde würden dann
mehr als 60 Fahrzeuge pro Richtung dort halten, deren Fahrgastwechsel bis zu zwei Minuten
dauern kann. Daraus entstünden einerseits betriebliche Verzögerungen und entsprechend
Unannehmlichkeiten für sehr viele Fahrgäste, andererseits würden die bei der großen
Fahrzeugmenge entstehenden Kolonnen eine visuelle und physische Barriere bilden, welche die
Umsteigequalität für die ÖPNV-Nutzer und die Aufenthaltsqualität für alle Bürger am
Luisenplatz verschlechtern würde.
Schließlich ist der Luisenplatz auch ein zentraler Knoten im städtisch-regionalen ÖPNV-Netz,
Verzögerungen dort würden sich auf verschiedenen Linien fortsetzen und somit die
Fahrplanstabilität im gesamten Netz gefährden.
Eine Entlastung dieser Haltepositionen wird durch die Lichtwiesenbahn erreicht werden, die
einen Großteil der Fahrten auf der Linie K/KU ersetzen wird.
Abgesehen davon würde die Verlagerung der Busverkehre auf die Haltepositionen 1 und 6 und
die Linienführung über die Grafenstraße und die damit verbundenen Linksabbiegevorgänge
auch die Leistungsfähigkeit der Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen der Grafenstraße mit
der Rheinstraße und der Bismarckstraße massiv beeinträchtigen. Zudem müsste beim
Rechtsabbiegen von Bussen an der Kreuzung Rheinstraße/Grafenstraße die
- 6 -
Gegenrichtungsfahrspur gekreuzt werden, was die Verkehrsabwicklung weiter erschweren
würde.
Auch bei Gelenkbussen, die in einer Kurve stehen, ist die Überwachung der Türen jederzeit
gewährleistet. Zum einen durch eine Lichtschranke an den Türen, zum anderen durch die
Innenüberwachung des Fahrzeugs.
Aus der Antragsbegründung: „Damit wird auch der Willy-Brandt-Platz entlastet, der hiermit
zunehmend verkehrsberuhigt wird, was dem starken Fußgänger- und Radverkehr
zugutekommt.“
Stellungnahme:
Eine größere Entfernung der Bushalteposition vom Willy-Brandt-Platz als in den Plänen
vorgesehen würde viele Fahrgäste benachteiligen. Einerseits würde sich der Weg für die
Fahrgäste, die ihr Reiseziel in der Nähe vom Willy-Brandt-Platz haben sowie die zahlreichen
Studierenden, die über den Willy-Brandt-Platz zum Universitätskomplex laufen, verlängern,
andererseits würde die Möglichkeit eines barrierefreien Umstiegs an der Haltestelle
Klinikum/Willy-Brandt-Platz verloren gehen.
Der „Willy-Brandt-Platz“ selbst entlastet den Luisenplatz, indem er eine Umsteigemöglichkeit
für Fahrgäste aus den Straßenbahnlinien aus Kranichstein und Arheilgen und den Buslinien aus
Weiterstadt in die Fahrzeuge Richtung Hauptbahnhof bietet. Falls diese Möglichkeit verloren
ginge, würden noch mehr Fahrgäste den Luisenplatz queren müssen.
Aus der Antragsbegründung: „Durch haltende Busse und Rückstau vor der bisherigen
einfachen Haltestelle »Willy-Brandt-Platz« entsteht des Öfteren in der Bismarckstraße Richtung
Osten ein Kfz-Stau.“
Stellungnahme:
Genau wegen dieses Staus auf der Bismarckstraße in Richtung Osten bekommt der ÖPNV nach
dem Umbau eine eigene Spur und kann damit ohne Behinderung vom Hauptbahnhof zur
geplanten Haltestelle „Klinikum“ fahren.
Aus der Antragsbegründung: „Wenn Busse weder an der bisherigen Haltestelle »Klinikum«
noch am Willy-Brandt-Platz halten, entfällt eine wesentliche Ursache für Stauerscheinungen.
Damit kann auf das umstrittene Fällen der zweiten Baumreihe in Höhe der Frauenklinik
verzichtet werden.“
- 7 -
Stellungnahme:
Die eben genannte Verbesserung des Verkehrsflusses und Beschleunigung des ÖPNV sowie die
Einführung von zwei Angebotsstreifen für Radfahrer und der Erhalt des denkmalgeschützten
Pflasters machen den Entfall der fünf Bäume in der zweiten Baumreihe leider notwendig.
Aus der Antragsbegründung: „Die Gestaltung der neuen Haltestelle »Klinikum« schafft
Bedingungen für die städtebauliche Platzgestaltung am Haupteingang des Klinikums. Hierzu
wird auf die Mehrzahl der vorhandenen 33 Parkplätze in Queraufstellung verzichtet, ohnehin
eine große Unfallgefahr. Dies gilt besonders für die Radfahrer. Für sie soll die Grafenstraße in
ganzer Länge zusammen mit der Zimmerstraße eine die Innenstadt in Nord-Süd-Richtung
querende Achse darstellen. Der Platz ist damit kein lohnendes Ziel mehr für Parkplatz-
Suchverkehr. Als Ersatz stehen ein Parkhaus und Tiefgaragen auf dem Klinikgelände zur
Verfügung.“
Stellungnahme:
Die 33 Stellplätze in der Grafenstraße sind Bestandteil der Parkraumbewirtschaftung und mit
einer Höchstparkdauer von einer Stunde ausgewiesen. Diese Stellplätze werden heute trotz der
kurzen Höchstparkdauer stark nachgefragt.
Durch das DAVIA-Projekt werden bereits Stellplätze in der Bismarckstraße und der Frankfurter
Straßen entfallen. Um den ohnehin hohen Parkdruck nicht noch weiter zu erhöhen, sollen die
33 Stellplätze in der Grafenstraße nicht entfallen. Auch weil mit einer Verlagerung des
Parkdrucks in das Johannesviertel zu rechnen wäre.
Die Grafenstraße wird derzeit hinsichtlich des Radverkehrs neu geplant. Nach derzeitigem
Planungsstand wird es künftig zwischen den Stellplätzen und dem Radverkehr einen
Sicherheitsabstand von 0,75 m geben, um die Sicherheit und die Sichtverhältnisse zwischen
ein- und ausparkenden Fahrzeugen und Radfahrenden zu verbessern.
Aus der Antragsbegründung: „Die in der Bürgerbeteiligung befindliche Planung zur
Straßenbahn Bismarckstraße – Willy-Brandt-Platz – Frankfurter Straße ist entsprechend für
den Standort der Haltestelle am Klinikum zu diskutieren.“
Stellungnahme:
Die Bürgerbeteiligung seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt und HEAG mobilo ist
abgeschlossen. Hierbei wurden zahlreiche zum Teil sehr konstruktive Vorschläge geprüft und in
die Planung übernommen bzw. mit Anregungen die Planung optimiert. Dies wurde den
Bürgern/innen vorgestellt. Die so entstandene Entwurfsplanung wird vor Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens im ersten Quartal 2019 den städtischen Gremien zum Beschluss
vorgelegt.
Der Antrag: „Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, die bisherige Haltestelle »Willy-Brandt-
Platz« für Busse des Stadt- und Regionalverkehrs vor den Haupteingang des Klinikums in der
Grafenstraße als neue Haltestelle »Klinikum« zu verlegen.
Auch die Straßenbahnhaltestelle »Klinikum« soll geprüft werden, wie sie so nah wie möglich
zum Klinikgelände bleiben kann.“
Abschließende Stellungnahme:
Wie aus den Stellungnahmen zu den einzelnen Begründungen zu entnehmen ist, stellt die
jetzige Planung nach Abwägung der Belange aller Verkehrsteilnehmer und Berücksichtigung
der Tatsache des begrenzten zur Verfügung stehenden Verkehrsraumes die bestmögliche
Lösung dar.
Die von dem Antragsteller beantragte Überprüfung ist bereits im Rahmen der Planungen
erfolgt und mit dieser Stellungnahme hinlänglich zusammengefasst.
Darmstadt, den 22.10.2018
III-61 / Sonderprojekte mö
Nst.: 2610
Die Dezernentin III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
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Punkt 33: Antrag vom 31.08.2018 für die Verlegung der Haltestelle „Willy-Brandt-Platz“ für Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue Haltestelle „Klinikum“ (V-Nr. 2018/0314) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: Fraktionen Die Linke., FDP, UWIGA und 2 Stimmen aus der AfD - Fraktion Stimmenthaltungen: Fraktion UFFBASSE und 5 Stimmen aus der AfD-Fraktion
2018/0314
12242 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
30.10.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlu ng
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
HEAG mobilo
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassu ng Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0314
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6901 und
11066-6118
Kostenträger: Sachkonto: 0952010
Betreff: Antrag vom 31.08.2018 für die Verlegung der Haltestelle „Willy -Brandt-Platz“ für
Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue Haltestelle
„Klinikum“
Vorlage vom: 22.10.2018
Beschlussvorschlag :
1. Die Stellungnahme zum Antrag vom 31.08.2018 wird zur Kenntnis genommen.
2. Der Antrag wird abgelehnt und der Vorschlag im Projekt DAVIA nicht weiter verfolgt.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
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Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.10.2018:
Zum Projekt DAVIA (Ausbau der Nahverkehrsachsachse Bismarckstraße – Willy-Brandt-Platz
einschließlich südliche Frankfurter Straße und Mathildenplatz) wurde mit Datum vom
31.08.2018 ein Antrag gestellt.
„Antrag zur Behandlung durch Fachausschüsse für der Verlegung der Haltestelle »Willy -
Brandt-Platz« für Busse vor den Haupteingang des Klinikums in der Grafenstraße als neue
Haltestelle »Klinikum« „
In Abstimmung mit HEAG mobilo wird hierzu wie folgt Stellung genommen:
Aus der Antragsbegründung: „Die bisherige Absicht, die Haltestelle vor das 1. Polizeirevier in
der Bismarckstraße zu verlegen bzw. ihm gegenüber, würde der Funktion des Klinikums nicht
gerecht. Es wäre von hier ein Fußweg von 200 m bis zum Haupteingang zurückzulegen und
mindestens eine Straße zu überqueren. Dies ist für Gehbehinderte ein schwerer Nachteil.“
Stellungnahme:
Die im Juni beim Info-Rad-Termin am Willy-Brandt-Platz vorgestellte neue Planung zur
Haltestelle „Klinikum“ sieht bereits eine optimierte Haltestellenlage unmittelbar westlich der
Kreuzung Wilhelm-Leuschner Straße/Grafenstraße vor. Die Entfernung zum Haupteingang des
Klinikums beträgt dann nur noch ca. 130 m. Auch wenn die Bushaltestelle wie vorgeschlagen
in der Grafenstraße läge, müssten Fahrgäste in einer der beiden Fahrtrichtungen die Straße
überqueren, um zum Eingang des Klinikums zu kommen.
Die neue Haltestelle „Klinikum“ wird zukünftig von zahlreichen Regionalbuslinien bedient, die
derzeit zwischen „Willy-Brandt-Platz“ und „Kasinostraße“ nicht halten. Dadurch entsteht für
viele Fahrgäste, vor allem aus dem Landkreis, eine direkte Nahverkehrsverbindung zum
städtischen Klinikum. Das ist eine eindeutige Angebotsverbesserung gegenüber dem Status
Quo. Heute können nur die Fahrgäste der Buslinien K und L sowie der Straßenbahnlinie 3 das
Klinikum ohne Umstieg direkt erreichen.
Hinzu kommt, dass das Klinikum zwar ein wichtiges, aber bei Weitem nicht das einzige Ziel der
Fahrgäste in diesem Bereich ist. Eine Verlagerung der Bushaltepositionen in die Grafenstraße
würde andere Fahrgäste benachteiligen (s.u.).
Der Erhalt der jetzigen Lage der Haltestelle „Klinikum“ und ihr barrierefreier Ausbau in dieser
Lage ist technisch und planerisch nicht sinnvoll. Die örtlichen Gegebenheiten und
Randbedingunen der bestehenden Haltestelle stehen zu sehr in Konflikt zueinander. Im Bereich
des denkmalgeschützten Pflasters müssten ein Radweg und die Haltestelle angeordnet
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werden. Im Bereich der Zu- und Ausfahrt des Klinikum müsste der barrierefreie Zugang in die
Straßenbahn vorgesehen werden. Nicht zuletzt würde der Halt und der Fahrgastwechsel der
Straßenbahnen an der Haltestelle Verkehrsbehinderungen zur Folge haben, so dass eine
Haltestelle „Klinikum“ in seiner der gewünschten Lage nicht zu empfehlen ist.
Aus der Antragsbegründung: „Da der Willy-Brandt-Platz nicht mehr befahren werden muss,
besteht eine neue Option für den Fahrweg der Busse. Es ist dies die günstige Gelegenheit, die
überbeanspruchten Standplätze 2 und 3 auf dem Luisenplatz vor dem Merckhaus zu entlasten.
Dies ist eine bestehende Auflage der Aufsichtsbehörde. Hinzu kommt, dass diese Standplätze
im Bogen liegen, im Außenbogen liegende Türen bei Gelenkbussen also nicht zureichend zu
überwachen sind.“
Stellungnahme:
Wenn die Busse nicht an den Positionen 2 und 3 halten, müssten sie bei dem vorgeschlagenen
Fahrweg an den Positionen 1 und 6 halten, die bereits mit den vorhandenen Buslinien F, H,
X71, X74 und X78 sowie den Straßenbahnlinien 2 und 9 belegt sind. Das bedeutet aber nur
eine Verlagerung von Fahrzeugen und keine Entlastung des Luisenplatzes. Die Positionen 2
und 3 würden dann nur von der Straßenbahnlinie 3 und den Buslinie 5515 und 5516 genutzt,
was keine sinnvolle Nutzung der vorhandenen Infrastruktur darstellt.
Dagegen würden die Haltepositionen 1 und 6 von 13 Regionalbuslinien, vier Stadtbuslinien (F,
H, K, L) und zwei Straßenbahnlinien (2 und 9) angefahren. In der Spitzenstunde würden dann
mehr als 60 Fahrzeuge pro Richtung dort halten, deren Fahrgastwechsel bis zu zwei Minuten
dauern kann. Daraus entstünden einerseits betriebliche Verzögerungen und entsprechend
Unannehmlichkeiten für sehr viele Fahrgäste, andererseits würden die bei der großen
Fahrzeugmenge entstehenden Kolonnen eine visuelle und physische Barriere bilden, welche die
Umsteigequalität für die ÖPNV-Nutzer und die Aufenthaltsqualität für alle Bürger am
Luisenplatz verschlechtern würde.
Schließlich ist der Luisenplatz auch ein zentraler Knoten im städtisch-regionalen ÖPNV-Netz,
Verzögerungen dort würden sich auf verschiedenen Linien fortsetzen und somit die
Fahrplanstabilität im gesamten Netz gefährden.
Eine Entlastung dieser Haltepositionen wird durch die Lichtwiesenbahn erreicht werden, die
einen Großteil der Fahrten auf der Linie K/KU ersetzen wird.
Abgesehen davon würde die Verlagerung der Busverkehre auf die Haltepositionen 1 und 6 und
die Linienführung über die Grafenstraße und die damit verbundenen Linksabbiegevorgänge
auch die Leistungsfähigkeit der Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen der Grafenstraße mit
der Rheinstraße und der Bismarckstraße massiv beeinträchtigen. Zudem müsste beim
Rechtsabbiegen von Bussen an der Kreuzung Rheinstraße/Grafenstraße die
Gegenrichtungsfahrspur gekreuzt werden, was die Verkehrsabwicklung weiter erschweren
würde.
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Auch bei Gelenkbussen, die in einer Kurve stehen, ist die Überwachung der Türen jederzeit
gewährleistet. Zum einen durch eine Lichtschranke an den Türen, zum anderen durch die
Innenüberwachung des Fahrzeugs.
Aus der Antragsbegründung: „Damit wird auch der Willy-Brandt-Platz entlastet, der hiermit
zunehmend verkehrsberuhigt wird, was dem starken Fußgänger- und Radverkehr
zugutekommt.“
Stellungnahme:
Eine größere Entfernung der Bushalteposition vom Willy-Brandt-Platz als in den Plänen
vorgesehen würde viele Fahrgäste benachteiligen. Einerseits würde sich der Weg für die
Fahrgäste, die ihr Reiseziel in der Nähe vom Willy-Brandt-Platz haben sowie die zahlreichen
Studierenden, die über den Willy-Brandt-Platz zum Universitätskomplex laufen, verlängern,
andererseits würde die Möglichkeit eines barrierefreien Umstiegs an der Haltestelle
Klinikum/Willy-Brandt-Platz verloren gehen.
Der „Willy-Brandt-Platz“ selbst entlastet den Luisenplatz, indem er eine Umsteigemöglichkeit
für Fahrgäste aus den Straßenbahnlinien aus Kranichstein und Arheilgen und den Buslinien aus
Weiterstadt in die Fahrzeuge Richtung Hauptbahnhof bietet. Falls diese Möglichkeit verloren
ginge, würden noch mehr Fahrgäste den Luisenplatz queren müssen.
Aus der Antragsbegründung: „Durch haltende Busse und Rückstau vor der bisherigen
einfachen Haltestelle »Willy-Brandt-Platz« entsteht des Öfteren in der Bismarckstraße Richtung
Osten ein Kfz-Stau.“
Stellungnahme:
Genau wegen dieses Staus auf der Bismarckstraße in Richtung Osten bekommt der ÖPNV nach
dem Umbau eine eigene Spur und kann damit ohne Behinderung vom Hauptbahnhof zur
geplanten Haltestelle „Klinikum“ fahren.
Aus der Antragsbegründung: „Wenn Busse weder an der bisherigen Haltestelle »Klinikum«
noch am Willy-Brandt-Platz halten, entfällt eine wesentliche Ursache für Stauerscheinungen.
Damit kann auf das umstrittene Fällen der zweiten Baumreihe in Höhe der Frauenklinik
verzichtet werden.“
Stellungnahme:
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Die eben genannte Verbesserung des Verkehrsflusses und Beschleunigung des ÖPNV sowie die
Einführung von zwei Angebotsstreifen für Radfahrer und der Erhalt des denkmalgeschützten
Pflasters machen den Entfall der fünf Bäume in der zweiten Baumreihe leider notwendig.
Aus der Antragsbegründung: „Die Gestaltung der neuen Haltestelle »Klinikum« schafft
Bedingungen für die städtebauliche Platzgestaltung am Haupteingang des Klinikums. Hierzu
wird auf die Mehrzahl der vorhandenen 33 Parkplätze in Queraufstellung verzichtet, ohnehin
eine große Unfallgefahr. Dies gilt besonders für die Radfahrer. Für sie soll die Grafenstraße in
ganzer Länge zusammen mit der Zimmerstraße eine die Innenstadt in Nord-Süd-Richtung
querende Achse darstellen. Der Platz ist damit kein lohnendes Ziel mehr für Parkplatz-
Suchverkehr. Als Ersatz stehen ein Parkhaus und Tiefgaragen auf dem Klinikgelände zur
Verfügung.“
Stellungnahme:
Die 33 Stellplätze in der Grafenstraße sind Bestandteil der Parkraumbewirtschaftung und mit
einer Höchstparkdauer von einer Stunde ausgewiesen. Diese Stellplätze werden heute trotz der
kurzen Höchstparkdauer stark nachgefragt.
Durch das DAVIA-Projekt werden bereits Stellplätze in der Bismarckstraße und der Frankfurter
Straßen entfallen. Um den ohnehin hohen Parkdruck nicht noch weiter zu erhöhen, sollen die
33 Stellplätze in der Grafenstraße nicht entfallen. Auch weil mit einer Verlagerung des
Parkdrucks in das Johannesviertel zu rechnen wäre.
Die Grafenstraße wird derzeit hinsichtlich des Radverkehrs neu geplant. Nach derzeitigem
Planungsstand wird es künftig zwischen den Stellplätzen und dem Radverkehr einen
Sicherheitsabstand von 0,75 m geben, um die Sicherheit und die Sichtverhältnisse zwischen
ein- und ausparkenden Fahrzeugen und Radfahrenden zu verbessern.
Aus der Antragsbegründung: „Die in der Bürgerbeteiligung befindliche Planung zur
Straßenbahn Bismarckstraße – Willy-Brandt-Platz – Frankfurter Straße ist entsprechend für
den Standort der Haltestelle am Klinikum zu diskutieren.“
Stellungnahme:
Die Bürgerbeteiligung seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt und HEAG mobilo ist
abgeschlossen. Hierbei wurden zahlreiche zum Teil sehr konstruktive Vorschläge geprüft und in
die Planung übernommen bzw. mit Anregungen die Planung optimiert. Dies wurde den
Bürgern/innen vorgestellt. Die so entstandene Entwurfsplanung wird vor Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens im ersten Quartal 2019 den städtischen Gremien zum Beschluss
vorgelegt.
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Der Antrag: „Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, die bisherige Haltestelle »Willy-Brandt-
Platz« für Busse des Stadt- und Regionalverkehrs vor den Haupteingang des Klinikums in der
Grafenstraße als neue Haltestelle »Klinikum« zu verlegen.
Auch die Straßenbahnhaltestelle »Klinikum« soll geprüft werden, wie sie so nah wie möglich
zum Klinikgelände bleiben kann.“
Abschließende Stellungnahme:
Wie aus den Stellungnahmen zu den einzelnen Begründungen zu entnehmen ist, stellt die
jetzige Planung nach Abwägung der Belange aller Verkehrsteilnehmer und Berücksichtigung
der Tatsache des begrenzten zur Verfügung stehenden Verkehrsraumes die bestmögliche
Lösung dar.
Die von dem Antragsteller beantragte Überprüfung ist bereits im Rahmen der Planungen
erfolgt und mit dieser Stellungnahme hinlänglich zusammengefasst.
Darmstadt, den 22.10.2018
III-61 / Sonderprojekte mö
Nst.: 2610
Die Dezernentin III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Orte (9)
- Grafenstraße
- Frankfurter Straße
- Bismarckstraße
- Kasinostraße
- Rheinstraße
- Zimmerstraße
- Luisenplatz
- Wilhelm-Leuschner-Straße
- Mathildenplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0314
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 22.10.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00