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0075/2023

Regionalstudie zur Landwirtschaft

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 18.01.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 26.01.2023, TOP 7.8

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

5022 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/574 
 
Vorlagen-Nummer 16.01.2023 
 0075/2023 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Wirtschaftsausschuss 19.01.2023 
Liegenschaftsausschuss 23.01.2023 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 26.01.2023 
 
Regionalstudie zur Landwirtschaft 
Beantwortung der mündlichen Anfrage von Frau Karadag in der Sitzung des 
Wirtschaftsausschusses am 24.11.2022 
Frau Karadag weist darauf hin, dass dem Wirtschaftsausschuss am 21.04.2022 im Online -
Format eine Regionalstudie zur Landwirtschaft vorgestellt wurde, die im Jahr 2019 durch die 
Politik beauftragt worden sei. Sie bittet um Erläuterung, ob es aus der Verwaltung eine Aus-
wertung zur Studie gebe bzw. welche Maßnahmen nunmehr daraus abgeleitet werden. 
 
Antwort: 
Die Online-Videokonferenz vom 21.04.2022 diente der Information der Ausschussmitglieder  
zu ersten vorläufigen (bzw. sich abzeichnenden) Ergebnissen als damaligem Zwischenstand 
der Studie. Der finalisierte Abschlussbericht des extern beauftragten Gutachtens „Regionale 
Erzeugung und Distribution landwirtschaftlich erzeugter Nahrungsmittel und Konsumentenpo-
tentiale für Bio-Produkte“ datiert auf den 03.06.2022. 
 
Die Verwaltung hat sich mit dem Abschlussbericht intensiv befasst. Die Studie liefert eine fun-
dierte Zusammenfassung regionalwirtschaftlicher Daten und des Status quo in den Untersu-
chungsfeldern regionale Erzeugung (Produktpalette, Erntemengen), Markt- und Warenströme 
(Produktions- und Lieferbeziehungen) sowie Konsumentenpotentiale (Bio-Anteil, Trends). Die 
Potentialanalyse stellt u.a. günstige Standortfaktoren, eine vielseitige Landwirtschaft, ein ho-
hes Markt- und Abnahmepotential, einen hohen Grad der Direktvermarktung sowie kurze Ab-
satz- und Transportwege als regionalspezifische Stärken heraus. Insofern bestätigt das Gut-
achten den eingeschlagenen Weg der kommunalen Ernährungspolitik mit den Handlungsfel-
dern Um weltbildung zur Ernährung, Gemeinschaftsverpflegung, Flächenverpachtung und 
Vernetzung. 
 
Diesbezügliche Maßnahmenvorschläge werden im Gutachten ausführlich dargelegt und bie-
ten eine strukturierte Grundlage zur Ableitung von Handlungsempfehlungen für die kommuna-
le Ernährungspolitik. Die Verwaltung befasst sich derzeit mit der Prüfung, Filterung und Priori-
sierung von Handlungsempfehlungen hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit (Chance der Verwirkli-
chung, Zeitschiene, Grad der Wirksamkeit). 
 
Die Verwaltung beschäftigt sich gerade intensiv mit der Bewertung des Abschlussberichtes,

2 
 
um Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Die Eckpfeiler sind: 
 
1. Vergaberechtliche Möglichkeiten zur „Privilegierung“ von nachhaltig erzeugten Nah-
rungsmitteln (Bio-Quote) 
2. Förderung einer besonderen Unternehmenskultur (Startups) rund um das Thema Er-
nährung im Austausch mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 
3. Intensivierung der Kooperation mit der Region (Zukunft des Rheinischen Reviers) 
4. Direktvermarktung 
5. Zusammenarbeit mit den regionalen Landwirten 
6. Austausch über Vermarktungswege regionaler Produkte mit dem Kölner Lebensmittel-
handel initiieren 
7. Ausbau der Angebote im Bereich der Umwelt- und Ernährungsbildung 
 
Vor dem Hintergrund der o.g. Eckpfeiler unterstützt die Verwaltung den Ernährungsrat für Köln 
und Umgebung e.V. bei der Beantragung des Förderprojekts Setup Food Strip 2.0, in dessen 
Rahmen das Rheinische Revier als Innovationslandschaft für eine nachhaltig -regionale Ver-
sorgung der angrenzenden kommunalen Gebietskörperschaften erprobt und aktiviert werden 
soll. Ob der Förderantrag erfolgreich sein wird, stellt sich Mitte 2023 heraus. 
 
Von besonderer Bedeutung und Signalwirkung sind insbesondere die fortgesetzten Ge-
sprächsrunden mit den Landwirten (die insbesondere auf städtischen Flächen  wirtschaften). 
Diese sind pandemiebedingt Mitte 2022 wieder angelaufen. Am 09.01.2023 erfolgte ein weite-
res Gespräch auf dem Hof eines Landwirts in Köln-Kasselberg, in dem die Vergaberichtlinien 
für die zukünftige Verpachtung städtischer Agrarflächen erörtert wurden. Ein dem Termin zu-
grunde liegender Vorschlag für einen weiterentwickelten Kriterienkatalog für die zukünftige 
Pächterauswahl wird auf der Basis der Erörterungen sowie zu Tage getretener Dissense nun 
in einer Arbeitsgruppe weiter überarbeitet bz w. konkretisiert. Ziel ist die Erarbeitung eines 
konsensfähigen Vorschlags, der den Landwirten Planungsmöglichkeiten und -sicherheiten 
gibt, aber auch auf eine ökologischere Landwirtschaft hinwirkt. 
 
Im Hinblick auf die Verwertung der Studie besteht das Ziel darin, alle vorgenannten Punkte mit 
einzubeziehen und die Umsetzung von zunächst 2 bis 3 - mit einem Handlungskonzept ver-
sehenen - realisierungsfähigen Maßnahmenvorschlägen im zweiten Quartal 2023 in die politi-
sche Beratung einzubringen. In diesem Zusammenhang beabsichtigt die Verwaltung auch die 
Veröffentlichung des Gutachtens zur Einsichtnahme (durch die Mitglieder des Ausschusses). 
 
 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (3)

19.01.2023 Wirtschaftsausschuss
TOP 3.4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
23.01.2023 Liegenschaftsausschuss
TOP 6.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.01.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0075/2023
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
18.01.2023
Erstellt
06.01.2023 13:13