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0306/2026

Beantwortung einer schriftl. Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Mobilitätsausschusses am 20.01.2026 betr. "Auswirkungen und Gegenmaßnahmen der Stadt Köln bei der drohenden Doppelsperrung der linksrh. Bahnverbindung Köln-Bonn 2028-2030"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 08.04.2026

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Nächste Beratung: Mobilitätsausschuss, Sitzung am 28.04.2026, TOP 5.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

9569 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/681/1 
 
Vorlagen-Nummer 25.02.2026 
 0306/2026 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Mobilitätsausschuss 03.03.2026 
 
Beantwortung einer schriftl. Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des 
Mobilitätsausschusses am 20.01.2026 betr. "Auswirkungen und Gegenmaßnahmen der 
Stadt Köln bei der drohenden Doppelsperrung der linksrh. Bahnverbindung Köln-Bonn 
2028-2030" (AN/0060/2026) 
Die SPD-Fraktion bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 
„1.  Welche konkreten Auswirkungen erwartet die Stadt Köln auf den Berufs- und Pendler-
verkehr, die Erreichbarkeit der Kölner Innenstadt (Hbf., Köln Süd, Köln West) sowie 
auf den Umweltverbund insgesamt? 
2. Welche Gespräche und Abstimmungen hat die Stadt Köln bislang mit der DB InfraGo, 
go.Rheinland und benachbarten Kommunen (insbesondere Brühl und Bonn) zu dieser 
Doppelsperrung geführt? 
3. Welche Möglichkeiten sieht die Stadt, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten, Genehmigun-
gen und Auflagen auf eine fahrgastfreundlichere Bauabwicklung hinzuwirken, insbe-
sondere mit dem Ziel, Sperrzeiträume zu verkürzen, zeitweise Teilbetriebe zu ermögli-
chen oder zumindest eingeschränkten Personenverkehr aufrechtzuerhalten? 
4. Wird die Stadt Köln gegenüber dem Aufgabenträger go.Rheinland sowie der Deut-
schen Bahn aktiv darauf hinwirken, alternative Bau- und Betriebskonzepte zu prüfen, 
die einen zumindest eingeschränkten Bahnbetrieb während der Bauphasen ermögli-
chen? 
5. Welche Ersatz- und Entlastungskonzepte (z. B. Zusatzverkehre der Linie 16 und 18, S-
Bahn-Ersatz, Verstärkung des ÖPNV, Park-and-Ride-Strategien) werden derzeit ge-
prüft oder vorbereitet?" 
 
Antwort der Verwaltung: 
Zu Frage 1+2: 
Zunächst sind im Zusammenhang mit den von DB InfraGo AG geplanten Baumaßnahmen 
zwischen 2028 und 2030 folgende Maßnahmen zu nennen, die die Stadt Köln direkt und indi-
rekt betreffen werden (aktueller Planungsstand): 
- Februar bis Juli 2028: Sperrung Hürth-Kalscheuren bis Mainz („Generalsanierung HLK 
linker Rhein“) 
- 2. Halbjahr 2029: Sperrung Köln bis Aachen („Generalsanierung HLK Köln – Aachen“) 
- September 2028 bis März 2030: Sperrung Köln Hbf (ausschließlich) bis Bf Köln Süd 
(einschließlich), („Brückenerneuerung im Stadtgebiet/Westring“)

2 
 
Zu den geplanten Generalsanierungen der Hochleistungskorridore findet aktuell ein Aus-
tausch im Rahmen der Baustellenkonferenz bei der Bezirksregierung Köln statt. Hier sind ne-
ben der DB InfraGO AG, der Autobahn GmbH und Straßen NRW u.a. auch die Städte Köln 
und Bonn, verschiedene Kreisverwaltungen, go.Rheinland, die KVB und die SWB vertreten. 
Ein detaillierter Austausch mit den einzelnen Kommunen hat noch nicht stattgefunden, ist von 
Seiten der DB InfraGO AG jedoch angekündigt.  
Zur Erneuerung der Kölner Eisenbahnbrücken auf dem Westring gab es bisher auf Initiative 
der Verwaltung einen ersten Austauschtermin im September 2025, in dem die DB InfraGO AG 
und die go.Rheinland GmbH als Aufgabenträgerin des Schienenpersonennahverkehrs 
(SPNV) die betroffenen Kommunen über den Sachstand der geplanten Brückenerneuerungen 
sowie erste Ideen für ein SPNV-Konzept informierten. Ein Folgetermin soll im ersten Halbjahr 
2026 stattfinden. Zudem hat der Zweckverband go.Rheinland angeboten, den Mobilitätsaus-
schuss in einer der nächsten Sitzungen mündlich über die Baumaßnahme „Brückenerneue-
rung im Stadtgebiet/Westring“ zu informieren und für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. 
 
Auch wenn der Verwaltung zum aktuellen Zeitpunkt noch keine belastbaren Zahlen vorliegen, 
geht sie davon aus, dass es während der sich zum Teil überlagernden Sperrungen, insbeson-
dere im Jahr 2029, zu deutlich spürbaren Auswirkungen sowohl auf den Berufs- und Pendel-
verkehr als auch den lokalen Verkehr kommen wird. 
So ist mit Blick auf die 1,5-jährige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Köln Hbf und Bf Köln 
Süd im Zuge der Maßnahme „Brückenerneuerung“ zum aktuellen Zeitpunkt von erheblichen 
Fahrgastzuwächsen auf den linksrheinischen Stadtbahnlinien und auch einer erhöhten Nach-
frage der rechtsrheinischen Bahnverbindungen zu rechnen. Ein temporärer Umstieg von 
Bahnpendelnden auf das Auto wird zudem vsl. zu einem erhöhten Pkw-Aufkommen im Kölner 
Straßennetz führen.  
Während der Brückensperrungen ist zudem mit lokal erheblichen Auswirkungen für alle Ver-
kehre (ÖPNV, Rad-, Fuß- und Autoverkehr) zu rechnen. Mit der zeitgleichen Sperrung der 
Strecke Köln–Aachen im Jahr 2029 sind darüber hinaus zusätzliche Autoverkehre im Kölner 
Westen zu erwarten. Konkrete Untersuchungen dazu müssen jedoch noch durchgeführt wer-
den, wenn die geeigneten Grundlagendaten ermittelt wurden.   
Zum Neubau der Kölner Brücken wird die DB InfraGO vier Eisenbahnüberführungen (EÜ) in 
zwei Projekten erneuern: 
- Projekt 1 „Bf Köln West“: EÜ Venloer Straße und EÜ Vogelsanger Straße  
- Projekt 2 „Bf Köln Süd“: EÜ Zülpicher Straße und EÜ Luxemburger Straße 
Bei diesen zu einer Großmaßnahme zusammengefassten Einzelmaßnahmen wird der ÖPNV 
zum einen durch Verlagerungen der Fahrgäste aus den Bahnen auf Stadtbahnlinien und 
Busse in der Innenstadt beeinflusst werden sowie zum anderen von den konkreten Brücken-
baumaßnahmen auf der Venloer Str., Luxemburger Str. und Zülpicher Str., die zu Komplett-
sperrungen von mehreren Wochen auf diesen Straßen führen.  
Die Vollsperrungen der vier Straßen im Bereich der Bahnhöfe Köln West und Köln Süd stellen 
gravierende Eingriffe in das Verkehrssystem der Stadt Köln dar und erfordern durch den 
SPNV-Aufgabenträger umfangreiche Umleitungskonzepte für den motorisierten Individualver-
kehr (MIV) als auch Ersatzkonzepte für die städtischen Bus- und Stadtbahnlinien in diesen 
Zeiträumen. Diese sind frühzeitig und eng mit den betroffenen Kreisen und Kommunen abzu-
stimmen. 
Grundsätzlich ist das Ziel aller Beteiligten, die Beeinträchtigungen (Bauarbeiten, Baustellen-
einrichtungsflächen) für die Betroffenen und alle anderen Verkehrsteilnehmenden so gering 
wie möglich zu halten. Um möglichst keine weiteren parallelen Baumaßnahmen auf Straßen 
und Linienwegen des städtischen ÖPNV zu erzeugen, sind regelmäßige und enge Abstim-
mungen zwischen den Beteiligten vorgesehen.  
go.Rheinland stimmt zurzeit mit den beteiligten Eisenbahnunternehmen die Ersatzkonzepte 
für die Generalsanierung der linken Rheinstrecke ab. Hierbei werden die Wünsche der Stadt 
Köln berücksichtigt. Ziel des SPNV-Aufgabenträger ist es, im Sommer das Konzept für die 
Generalsanierung der linken Rheinstrecke zu veröffentlichen.

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Auch für die Brückenerneuerung erarbeitet go.Rheinland zurzeit ein Gesamtkonzept mit den 
Eisenbahnverkehrsunternehmen, u.a. sind darin temporäre Bahnsteige (Bonner Wall und süd-
lich von Bf Köln Süd) vorgesehen. 
 
Zu Frage 3+4: 
DB InfraGO hat die Vor- und Nachteile einer Erneuerung „in Etappen (Brücke für Brücke)“ und 
„alle Brücken gemeinsam“ geprüft. Der Verwaltung und den betroffenen Kommunen wurden 
im September 2025 die äußerst schwierigen Rahmenbedingungen (Bauabwicklung und -logis-
tik) in dem stark verdichteten Innenstadtraum dargelegt, sodass Spielräume für Sperrzeiten 
oder Teilbetriebe nicht realistisch erscheinen. Die Vorteile einer Vollsperrung (kürzere Bauzeit, 
in Summe weniger Vollsperrungen bei der Bahn, weniger Unterbrechung der Linien des 
ÖPNV und im Straßenverkehr, deutlich geringere Belastungen für Anwohnende, wirtschaftlich 
günstigste Variante, verlässliches Angebot für Pendler*innen) überwiegen deutlich, weshalb 
die Entscheidung zu diesem Vorgehen getroffen wurde. 
Die Verwaltung erwartet von der DB InfraGO als Verursacherin der Maßnahmen, die zu er-
wartenden Auswirkungen der baubedingten Sperrungen auf das Verkehrsgeschehen im städ-
tischen Straßennetz durch eine entsprechende Verkehrsuntersuchung zu ermitteln. 
Darauf aufbauend müssen die DB InfraGO und go.Rheinland aus Sicht der Verwaltung geeig-
nete Maßnahmen im Umleitungs- und Schienenersatzkonzept entwickeln, die die Auswirkun-
gen so minimal wie nur möglich halten und diese rechtzeitig mit den zuständigen Stellen der 
Stadt Köln abstimmen. Hierbei muss das Umleitungskonzept für den SPNV mit Maßnahmen 
aus dem städtischen ÖPNV zusammen gedacht werden. Darüber hinaus lautet eine Forde-
rung, dass je Projekt jeweils nur eine der Straßen Venloer / Vogelsanger Str. und Zülpicher / 
Luxemburger Str. gleichzeitig gesperrt werden darf. 
 
Zu Frage 5: 
go.Rheinland befindet sich derzeit in der Planung der Ersatzverkehrskonzepte. Gemäß dem 
von go.Rheinland im September 2025 vorgestellten Ersatzkonzept „Kölner Brücken“ wird ge-
prüft, die linksrheinischen SPNV-Linien teilweise über die Südbrücke nach Köln-Deutz und 
Köln Hbf umzuleiten. Auf diesem Umleitungsweg ist ein temporärer Bahnsteig am Bonner 
Wall geplant. Außerdem wird geprüft, ob südlich des Bahnhofs Köln Süd ebenfalls ein tempo-
rärer Behelfsbahnsteig errichtet werden kann, an dem SPNV-Linien aus Richtung Hürth-
Kalscheuren enden und wenden können. 
Zusammen mit der DB wird der Zweckverband in den kommenden Wochen weitere Gesprä-
che zu möglichen Maßnahmen, die das Angebot auf der Strecke zwischen Köln und Bonn ver-
stärken, mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und den weiteren ÖPNV-Unternehmen in der 
Region führen. 
Darüber hinaus beabsichtigen die Städte Bonn und Köln eine webbasierte Informationsplatt-
form bereitzustellen, die Hinweise über alternative Fahrtmöglichkeiten zentral zusammenstellt. 
Das Projekt soll für das Förderprogramm Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ NRW) ange-
meldet werden. 
 
Gez. Egerer

Beratungsverlauf (1)

28.04.2026 Mobilitätsausschuss
TOP 5.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Venloer Straße
  • Vogelsanger Straße
  • Zülpicher Straße
  • Luxemburger Straße
  • Bonner Wall
  • Südbrücke

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Details

Aktenzeichen
0306/2026
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
08.04.2026
Erstellt
29.01.2026 10:16