Mandari Insight

A-R/0065/2017

Emissionsfreien ÖPNV in Münster voranbringen

Antrag an den Rat 13.09.2017

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 20.09.2017, TOP 41.6

a-r-0065-2017_ratsantrag-cdu-gruene_emissionsfreien-oepnv-in-muenster-voranbringen_neufassung

· application/pdf

Ansehen

a-r-0065-2017_ratsantrag-cdu-gruene_emissionsfreien-oepnv-in-muenster-voranbringen_neufassung

4596 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0065/2017 
 
 
 
 
 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL CDU 
Ratsfraktion Münster Ratsfraktion Münster 
 
Ratsantrag 
12. September 2017 
 
 
EMISSIONSFREIEN ÖPNV IN MÜNSTER VORANBRINGEN 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
Münsters ÖPNV wird spätestens bis zum Jahr 2030 vollständig auf emissionsfrei 
fahrende Busse mit E-Antrieb umgestellt. Dazu werden Stadt und Stadtwerke Münster 
beauftragt, 
 
1. ihre gemeinsamen Anstrengungen bei der sukzessiv en Ausrüstung der 
städtischen Busflotte mit E-Antrieben zu intensivieren und dem Rat eine 
Umsetzungsstrategie vorzulegen, 
 
2. künftig Busse mit E-Antrieben zu beschaffen, 
 
3. durch zügige Steigerung der Stromerzeugung aus E rneuerbaren Energiequellen 
sicherzustellen, dass E-Busse in Münster ausschließlich mit Ökostrom und damit 
vollständig emissionsfrei fahren können, 
 
4. Förderungen von Land und Bund für (z. Bsp. Kommu naler Wettbewerb 
"Emissionsfreie Innenstadt" des Landes NRW) auszunutzen und 
 
5. Kooperationen mit dritten Verkehrsbetrieben zu p rüfen, um gemeinschaftlich den 
Umstieg auf emissionsfreie Antriebe zu erreichen. 
 
Begründung: 
 
Münster hat mit der Linie 14, auf der heute fünf E-Busse verkehren, bereits ein 
positives Zeichen gesetzt, das von der Bürgerschaft, Benutzern und von Besuchern 
sehr positiv gewertet wird. Die Stadtwerke Münster haben erklärt, den Einsatz von E-
Bussen weiter ausbauen zu wollen. Dabei sollen sowohl Fahrzeuge mit 
Batterietechnik als auch Busse mit Brennstoffzellen und Wasserstoff als Treibstoff 
zum Einsatz kommen. 
 
Diese Perspektive wollen wir unterstützen, denn E-Busse bieten die Perspektive, den 
ÖPNV vollkommen emissionsfrei zu machen. Voraussetzung dafür ist neben der E-
Technik in den Bussen, dass der Strom für die Versorgung der Fahrzeuge aus 
Erneuerbaren Energien gewonnen werden kann. Der sukzessive Umstieg auf E-Busse

2  
muss deshalb durch den Ausbau der Stromerzeugung aus Sonnen- und Windenergie 
sowie aus anderen Erneuerbaren Energien begleitet werden. Das gilt sowohl für 
Busse, die den Strom aus einer mitgeführten Batterie ziehen, als auch für Fahrzeuge, 
die mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet sind. Auch der Wasserstoff, den die 
Brennstoffzelle für die Erzeugung von elektrischem Strom benötigt, kann bspw. durch 
die „Power to Gas“-Technologie mithilfe von Windenergieanlagen emissionsfrei 
hergestellt werden. Um als emissionsfrei zu gelten, muss deshalb mindestens 
genauso viel Strom und Wasserstoff aus erneuerbaren Energien lokal erzeugt werden, 
wie die gesamte E-Busflotte der Stadtwerke und ggf. anderer Betreiber im Stadtgebiet 
Münsters benötigen. 
 
Das Land NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die Elektromobilität in NRW zu fördern. 
Angesichts drohender Fahrverbote in Innenstädten kündigte das 
Wirtschaftsministerium Anfang September 2017 an, Kommunen für die Jahre 2017 
und 2018 mit jeweils 40 Millionen Euro zu unterstützen. Über die Vergabe entscheidet 
der Wettbewerb "Emissionsfreie Innenstadt". Dafür können sich Kommunen 
bewerben, die ein Klimaschutzkonzept vorlegen. 
 
Mehr und mehr Städte in Deutschland stellen ihre Busflotte auf emissionsfreie 
Antriebe um. Beispielhaft ist in diesem Fall die Stadt Hamburg, die ihren Fuhrpark 
ebenfalls vollständig auf emissionsfreie E-Busse umstellen will. 
 
Hilfreich bei diesem Umstieg war eine Initiative zur gemeinsamen Beschaffung von 
Elektrobussen, die im vergangenen Jahr von Hamburg und Berlin gegründet wurde. 
Mittlerweile sind auch die Verkehrsunternehmen aus Stuttgart, München, Düsseldorf, 
Köln und Darmstadt dabei. Die Initiative, die für weitere Städte offensteht, hat 
insbesondere das Ziel, über eine Standardisierung der Technik und Skaleneffekte 
durch größere Abnahmemengen Anschaffungspreise für Elektrobusse zu erzielen, die 
mit denen für heutige Dieselbusse vergleichbar sind, weil nun gemeinsame Standards 
für einen großen Markt festgelegt werden könnten. 
 
CDU und Grüne setzen darauf, dass der ÖPNV auch in Zukunft als eine bedeutende 
Säule des innerstädtischen Verkehrs ausgebaut wird. Emissionsfreie Antriebe 
verbessern die Lebensqualität Münsters und schafft zusätzliche Attraktivität. Mit einer 
forcierten Umstellung des Fahrzeugparks werden Hotspots in Sachen Schadstoffe – 
wie der Bült als Knotenpunkt im Münsteraner Busverkehr - entlastet. Die 
Fahrzeugabgase am Bült übersteigen die Grenzwerte der Abgasnorm Euro 5 um das 
Dreifache bei Diesel-Fahrzeugen und um das Neunfache bei Benzinern, so die 
aktuellen Ergebnisse des Forschungsprojekts der WWU. 
 
 
Otto Reiners Stefan Weber 
und GAL-Fraktion und CDU-Fraktion

Beratungsverlauf (1)

20.09.2017 Rat
TOP 41.6 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0065/2017
Typ
Antrag an den Rat
Datum
13.09.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37