0992/2024
Vorstellung des Jahresberichts 2022-2023 des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit (ZKS) der Stadt Köln
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1 Jahresbericht ZKS 2022-2023
43044 Zeichen
Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit Jahresbericht 2022 – 2023 3 Inhaltsverzeichnis Vorwort 4 Kriminalpräventiver Rat 6 Sachbereich: Kriminalpräventiver Rat 7 1 Der Kriminalpräventive Rat Köln als Gremium 7 Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ 8 Kümmer*innen in Deiner Anlaufstelle 8 Arbeitsgruppe Wiener Platz 9 Aktionstag Mobilität 9 Public Leadership Award 11 Fachkreis „Senior*innen“ 12 Aktionstag Senior*innen 12 Präventions-Kampagnen gegen Trickbetrügende 15 Fachkreis „Extremismusprävention“ 16 2 Wir schauen über den T ellerrand 16 Öffentlichkeitskampagne „Friedliche Fußballfeste“ 16 NRW-Projekt „PanReflex“ 17 Pilotprojekt „MIKUS“ 18 Deutscher Präventionstag 18 Rotterdam meets Cologne 19 3 Wir denken voraus 20 Kölner Kriminalpräventionsatlas 20 Masterplan Sicherheit 20 Kölner Präventionsgespräche 20 Internes Sicherheits management 21 Sachbereich: Internes Sicherheitsmanagement 22 1 Unsere Mission ist unser Service 22 Unser Flaggschiff: Drei Jahre ZeMAG 23 Mobile Alarmierungslösung für den Außendienst 24 2 Mit Sicherheit gemeinsam 25 Koordinationsteam NRW-Initiative „Mehr Schutz und Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst“ 25 Tag der Prävention 25 3 Vorausgedacht 26 Tag der Gewaltprävention 26 Sicherheitskonzept Gewaltprävention 26 Kommunikation 28 Alles auch eine Frage der Kommunikation? 29 Eckdaten 30 Eckdaten 31 Kriminalpräventiver Rat Köln 31 Internes Sicherheitsmanagement 33 4 Vorwort Andrea Blome Stadtdirektorin Liebe Kolleg*innen, liebe Leser*innen, die folgenden Seiten geben Ihnen einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit (ZKS) in den vergangenen beiden Jahren und informieren Sie über die erzielten Fortschritte und Ergebnisse in der Kriminalprävention und Sicherheitsarbeit für die Stadt Köln Mit diesem Bericht geht auch ein kleines Jubiläum einher: das fünfjährige Bestehen des ZKS der Stadt Köln! Von der Analyse der Kriminalitätsentwicklung über die Umsetzung von Präventionsprogrammen bis hin zur Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren – der Jahresbericht beleuchtet die viel- fältigen Aktivitäten, Maßnahmen und Projekte, die dazu beigetragen haben, das Sicherheitsgefühl der Kölner Bürger*innen sowie der Mitarbeitenden der Kölner Stadtverwaltung nachhaltig zu stärken Ich wünsche Ihnen einen informativen und kurzweiligen Einblick in das Aufgabengebiet des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit Mit freundlichen Grüßen Andrea Blome Stadtdirektorin 5 Liebe Kolleg*innen, liebe Leser*innen, mit diesem vorliegenden Bericht wird die Entwicklung des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit (ZKS) hin zu einem gern genutzten Beratungs- und Ansprechpartner für Bürger*innen, Vermittler bei Beschwerden aber auch proaktiver Gestalter der Kriminalprävention sichtbar An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die vielen Partner*innen an unserer Seite bedanken, die uns bei Maßnahmen und Projekten unterstützen Ohne sie wären die Projekte farblos Ebenfalls danke ich ganz herzlich unseren Mitstreitenden und auch Beschwerdeführenden Ohne sie könnten wir nicht so bedarfs- gerecht interagieren Viel Spaß beim Lesen und kommen Sie bei Fragen und Anregungen jederzeit gerne auf uns zu! Mit freundlichen Grüßen Dolores Burkert Leiterin Zentrum Kriminalprävention und Sicherheit Dolores Burkert Leiterin Zentrum Kriminalprävention und Sicherheit 6 Kriminalpräventiver Rat 7 Sachbereich: Kriminalpräventiver Rat Unser Team beschäftigt sich täglich mit sicherheitsrelevanter Präventionsarbeit für das Kölner Stadtgebiet Dabei agieren wir zusammen mit der Polizei Köln als gemeinsame Geschäftsstelle und arbeiten der Sicherheitskonferenz1 zu Hierbei legen wir unseren Schwerpunkt auf Gremienarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Beschwerdemanagement und Netzwerk- arbeit Unser Ziel ist es, Kölner Bürger*- innen über aktuelle Entwicklungen von Kriminalitätsphänomenen zu informieren, Beschwerden entgegenzunehmen sowie präventive Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen Der Kriminalpräventive Rat (KPR) Köln leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Lebensqualität in der Stadt Auf einen Blick: Was ist neu? • Öffentlichkeitskampagne Friedliche Fußballfeste • Gründung Fachkreis Extremismusprävention • Präventionskampagnen für Senior*innen • Erster Aktionstag Senior*innen • Gründung Arbeitsgruppe Wiener Platz • Verleihung Public Leadership Award • Partnerstadt Rotterdam zu Besuch 1 Der Kriminalpräventive Rat Köln als Gremium Der „KPR Köln“ wurde 2019 gegründet, tagt zweimal im Jahr und beschäftigt sich als politisches Gremium mit sicherheitsrelevanter Präventionsarbeit aus gesamtstädtischer Perspektive Ein Schwerpunkt des KPR Köln ist die Gründung von Fachkreisen zu bestimmten Problemstellungen Insgesamt betreuen wir drei Fachkreise mit Fokus auf folgende Themen komplexe: Plätze mit besonderem Handlungsbedarf, Straftaten zum Nachteil von Senior*innen und Extremismusprävention 8 Im Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ liegt der Fokus auf der Sicherheit und Aufenthaltsqualität von verschiedenen Plätzen im Stadt- gebiet Zusammen mit unseren Netzwerk- partner*innen, setzen wir im Rahmen von Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ vier Arbeitsgruppen (AG)2 – AG Neumarkt, AG Zülpicher Platz, AG Wiener Platz, Arbeitskreis Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung Ebertplatz – verschiedene Maß- nahmen zur Verbesserung der Situationen vor Ort um: Kümmer*innen in Deiner Anlaufstelle „Wir kümmern uns!“ ist die Devise unserer beiden Kolleg*innen, die werktags auf und rund um den Neumarkt unterwegs sind Sie sind erste Ansprechpersonen bei Problemen, Sorgen und Nöten von Passant*innen, Besuchenden, Anwohnenden und Gewerbetreibenden Dabei erteilen sie Auskünfte, leisten direkte Hilfestellung oder rufen im Ernstfall auch den Ordnungsdienst und die Polizei Mit durchschnittlich 20 Einsätzen pro Tag ist das 2021 gegründete Projekt eines der erfolgreichsten Maßnahmen aus der AG Neumarkt2 Die Anlaufstelle (Container auf dem nordöstlichen Bereich) wird in Kooperation mit dem Aufsuchenden Suchtclearing (ASC) und zwei Kümmer*innen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) (HUGO-Passage im Bereich der U-Bahns- tation Neumarkt) von 9 bis 20 Uhr betreut www stadt-koeln de/leben-in-koeln/ sicherheit-ordnung/zentrum-fuer- kriminalpraevention-sicherheit/ kuemmerinnen-auf-dem-neumarkt https:/ /intranet verwaltung stadtkoeln de/ imperia/md/content/themen/zentraleser- vices/stadtintern/2022/stadt_intern_-_ ausgabe_september_22 pdf 9 Arbeitsgruppe Wiener Platz Angstraum, Sicherheit und Ordnung, Platz- gestaltung und Sauberkeit sowie Vernetzung sozialer Angebote konzentrieren. Die UAGs beschäftigen sich aktuell damit, Maßnahmen zur Verbesserung der Aufent- haltsqualität und Steigerung der Sicherheit zu erarbeiten. Aktionstag Mobilität Jedes Jahr im September veranstalten wir, gemeinsam mit der Polizei Köln und KVB, auf dem Neumarkt den „Aktionstag Mobilität“ zu den Themen Verkehrssicher- heit und nachhaltige Mobilitätsplanung. Unter dem Motto „Köln bewegt sich – aber sicher!“ umfasst das öffentliche und kostenfreie Angebot Mitmach-Aktionen, Beratung und Information. Nachdem die Veranstaltung 2022 aufgrund schlechten Wetters kurzfristig abgesagt werden musste, präsentierten sich im September 2023 über 20 Ausstellende mit rund 28 Programmpunkten auf einem gut besuchten Aktionstag bei Sonnenschein, Musik und Waffel-Verkauf. www.stadt-koeln.de/aktionstag-mobilitaet Aktionstag Mobiliät 28. Septmber 2024, 11 bis 15 Uhr, Neumarkt Die AG Wiener Platz wurde auf Initiative unserer Stadtdirektorin und mit Unter- stützung der Sozialraumkoordination Mülheim gegründet, um den zentralen Platz und Verkehrsknotenpunkt in Köln-Mülheim aufzuwerten. In unserer ersten Sitzung im Juni 2023 bildeten sich drei Unterarbeits- gruppen (UAG), die sich auf die Themen: 10 11 Public Leadership Award in Berlin, für herausragende Fortschritts- kulturen in der Öffentlichen Verwaltung vergeben www zukunftskongress info/de/leadership Am 20 Juni 2023 wurde der Fachkreis in der Kategorie „Kommunen“ mit dem „Public Leadership Award“ ausgezeichnet und setze sich gegen rund 100 Mitbewerbende durch Der Preis wurde erstmalig auf dem „Zukunftskongress Staat & Verwaltung“ 12 Fachkreis „Senior*innen“ Der Fachkreis „Senior*innen“ wurde auf- grund der vielen Straftaten zum Nachteil älterer Menschen gegründet, die angesichts des demografischen Wandels zur immer größeren Zielgruppe werden. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartner*innen ent- wickeln wir öffentlichkeitswirksame Ideen und Maßnahmen, um Senior*innen und ihre Umfelder auf mögliche kriminelle Handlungs- konzepte präventiv aufmerksam zu machen: Aktionstag Senior*innen Wie groß der Bedarf an Hilfestellungen für ältere Menschen ist, hat uns auch die Absage des Aktionstags Mobilität im Herbst 2022 gezeigt: Denn trotz strömenden Regens machten sich ausgerechnet Kölns Älteste auf den Weg zum Neumarkt, um unter anderen am Rollator-Training teil- zunehmen. Dies hat uns dazu veranlasst, gleich einen ganzen Tag für Senior*innen ins Leben zu rufen. Gemäß dem Motto „Unterwegs im Alter – aber sicher!“ machten sich im März 2023 über 500 Besuchende auf den Weg ins wind- und wetterfeste Historische Straßen- bahn-Museum in Thielenbruch. Neben vielen Mitmach-Aktionen, Beratungen und Informationen für präventives Verhalten im Alter, gab es Führungen durch das Museum und Kaffee und Kuchen für eine Verschnaufpause. Unterstützt wurden wir dabei durch die Polizei Köln, die KVB und den Verein Historischen Straßenbahn Köln. www.stadt-koeln.de/ aktionstag-senior-innen Samstag, 25. März 2023, 11 – 15 Uhr Straßenbahn-Museum Thielenbruch www.stadt-koeln.de/veranstaltungen Aktionstag Senior*innen Unterwegs im Alter – aber sicher! Eintritt frei! In Kooperation mit Aktionstag Senior*innen 27. April 2024, 11 bis 15 Uhr, Straßenbahn-Museum 13 14 15 Präventions-Kampagnen gegen Trickbetrügende Schützen Sie sich: Wählen Sie 110 Vorsicht – Trickbetrug am Telefon und an der Haustür! Die Polizei fordert niemals Bargeld, Wertsachen oder Kaution. Bleiben Sie misstrauisch! Keine Chance für Trickdiebstahl – Die Tür bleibt zu! Die Tür bleibt zu! Lassen Sie nur Handwerker in die Wohnung, die Sie bestellt haben! Gute Nachbarschaft hilft – leisten Sie sich gegenseitig Beistand! Notruf wählen – zögern Sie nicht, die Polizei unter der 110 zu rufen, wenn verdächtige Fremde im Gebäude sind! Weitere Infos: www.stadt-koeln.de/falsche-handwerker Vorsicht! Falsche Handwerker an der Haustür Ältere Personen leben oft allein, freuen sich über Gespräche, Besuch und Abwechslung – was sie schnell zur Ziel- scheibe von Trickbetrügenden macht. Allein in Köln gab es in den vergangenen beiden Jahren über 3.000 Fälle in denen Senior*innen Opfer von Straftaten durch Trickbetrügende an der Haus-/ W ohnungs- tür und am T elefon wurden. Wenngleich es nur in circa zehn Prozent der Fälle zu wirtschaft lichen Schäden k ommt und die allermeisten Taten im Versuchsstadium steckenbleiben, sind die betroffenen Opfer anschließend häufig stark traumatisiert. Mit zwei stadtweiten Kampagnen machten wir, gemeinsam mit der Polizei Köln, auf diese Betrugsmaschen aufmerksam: Im Juni 2022 lag der Fokus auf Plakaten und einer – immer noch im Einsatz – entsprechend beklebten Stadtbahn (Linien 1, 7, 9, 12 und 15) mit der Botschaft „Vorsicht! Trickbetrug am Telefon und an der Haustür“ auf den Phänomenen f alscher Polizeibeamt*innen, des Enkeltricks und Vortäuschen von Notlagen am Telefon oder per WhatsApp. Im Folgejahr zeichnete sich ein weiterer Trend ab und die Präventionsbotschaft im November 2023 lautete auf 300.000 Brötchentüten in über 100 Bäckereien und Fleischwarengeschäften: „Vorsicht! Falsche Handwerker an der Tür“ . www.stadt-koeln.de/falsche-handwerker 16 Fachkreis „Extremismusprävention“ Um säm tliche Formen von Extremismus bereits in der Entstehung zu erkennen und diesen rechtzeitig entgegenzuwirken, wurde der Fachkreis „Extremismus prävention“ gegründet Die kons tituierende Sitzung fand am 11 Oktober 2022 unter der Leitung der Direktion Kriminalität der Polizei Köln statt Zu den ständigen Mitgliedern zählen Ver- treter*innen der Stadt Köln, der Polizei, der Zentralstelle und Ansprechstelle Cybercrime und dem Eco-Verband Auf grund des Lage- berichts des Polizeilichen Staatschutzes, wurde der Phänomenbereich Rechts als erstes zu behandelndes Thema festgelegt 2 Wir schauen über den T ellerrand Neben den Fachkreisen sind wir in weiteren Gremien (Deutsches/ Europäisches F orum für urbane Sicherheit (D/ EFUS)3, Landes präventionsrat Nordrhein-Westfalen (LPR)4, Deutscher Städtetag5, Deutscher Präventionstag (DPT)) vertreten und beteiligen uns an Projekten und Präventionsmaßnahmen: Öffentlichkeitskampagne „Friedliche Fußballfeste“ Die stadtweite Öffentlichkeitskampagne „Wir freuen uns auf friedliche Fußballfeste in Köln“ rückte zum Bundesligastart im Juni 2022 all diejenigen in den Vordergrund, die mit ihrer Arbeit und Leidenschaft positiv zu friedlichen Fußballf esten in den Kölner Stadien beitragen Für die w enigen gewalt- bereiten Fans hieß es dabei: Rote Karte! 17 Hintergrund sind die sich wiederholenden Gewaltausschreitungen im Umfeld von Fußballspielen Die Folgen r eichen von Sachschäden durch mutwillige Zerstörung von beispielsweise Bahnen und Polizei- equipment bis zu körperlichen Schäden durch Flaschenwürfe und/ oder den Einsatz von Böllern und Magnesiumfackeln Die Öffentlichkeitskampagne war eine gemein- same Initiative aus dem Örtlichen Aus- schuss Sport und Sicherheit (ÖASS) 6 www stadt-koeln de/ friedliche-fussballfeste NRW-Projekt „PanReflex“ Fünf assoziierte Partnerstädte aus Nord- rhein-Westfalen (Essen, Dortmund, Gelsen- kirchen, Düsseldorf, Köln) beteiligen sich an dem Forschungsprojekt zur langfristigen „Stärkung der Resilienz von Kommunen“ , ausgehend von der COVID-19-Pandemie Im März 2022 starteten die ersten Work- shops zu den drei Themenschwerpunkten: • Krisenmanagement • Krisenkommunikation • Umgang mit vulnerablen Gruppen Das Projektteam, bestehend aus Fachexpert* innen der jew eiligen Städte, reflektieren und systematisieren ihre Erfahrungen aus dem Umgang mit der Pandemie Das Kölner Team besteht aus Kolleg*innen seitens der Feuerwehr, des Presseamts, des Gesundheitsamts und uns Als Ergebnis wird im Februar 2025 eine konkrete Handlungsempfehlung für die kommunale Praxis veröffentlicht Das Projekt wird durch das Deutsche Instituts für Urbanistik (Difu) und dem Deutsch-Europäischen Forum für Urbane Sicherheit (Defus) durchgeführt www panreflex de/ 18 Pilotprojekt „MIKUS“ Die Idee: Mikrosegmentanalysen als Impuls für urbane Sicherheit Das Ziel: Eine Handlungsanweisung für Polizei und Kommunen, mit der die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im öffentlichen Raum gesteigert werden können Wir waren, gemeinsam mit der Polizei, Teil des Lenkungsgremiums für die Stadt Köln und analysierten als ein Mikrosegment das Gebiet an der Bahnhaltestelle „Poststraße“ inklusive des angrenzenden „Pantaleon- sparks“ Als Direktmaßnahmen konnten, für mehr Sauberkeit, weitere öffentliche Müllbehälter aufgestellt und Altpapier-, Altglas- und Altkleidercontainer, für bessere Sichtachsen, versetzt werden Das Projekt MIKUS wurde durch die Krimi- nalistisch-Kriminologische Forschungsstelle (KKF) des Landeskriminalamtes Nord- rhein-Westfalen (LKA NRW) in den Jahren 2021 und 2022 durchgeführt I m Oktober 2023 startete die zweite Projektphase in der geprüft werden soll, ob eine landesweite Ausweitung sinnvoll und zielführend ist https:/ /koeln polizei nrw/sites/default/ files/2023-10/230925_mikus_abschluss- bericht_plus-poc_anhang pdf Deutscher Präventionstag Im Pandemiejahr 2021 war die Stadt Köln Gastgeberin für den weltweit größten Jahreskongress zum Thema Kriminal prävention, dem „Deutschen Präventionstag“ Aller Widrigkeiten zum Trotz, haben wir das zweitägige Programm digital, mit einer Live-Produktion aus dem Tanzbrunnen, erfolgreich umgesetzt In den Folgejahren waren wir mit Vor- trägen zum Thema Internes Sicherheits- management (Schwerpunkt ZeMAG) im Programm vertreten 2023 f and der Kongress erstmalig wieder in Präsenz statt www stadt-koeln de /leben-in-koeln/ sicherheit-ordnung/zentrum-fuer- kriminalpraevention-sicherheit/ deutscher-praeventionstag-dpt 19 Rotterdam meets Cologne Wir können auch einladen: Bereits in unserem Gründungsjahr 2019, fand ein kriminalpräventiver Austausch mit unserer Partnerstadt in Rotterdam statt P andemie - bedingt konnten wir uns erst drei Jahre später revanchieren und die Rotterdamer Delegation im August 2023 im Kölner Rathaus empfangen Das anderthalbtägige Programm stellte die enge Zusammenarbeit mit unseren Ordnungspartnerschaften in den Vorder- grund Wir besuchten unter anderem das Umfeld Neumarkt mit unserer Anlaufstelle und dem Drogenkonsumraum, die Anlauf- stelle Dom, das Haus des Jugendrechts und zum Abschluss das NS-Dokumentations- zentrum D ie Zusammenarbeit wurde Ende November mit einem Besuch des Bürger- meisters von Rotterdam in Köln durch die Kolleg*innen von Europa und Internationales fortgesetzt 20 3 Wir denken voraus Neben unseren etablierten Projekten und Veranstaltungen rich ten wir den Blick immer weiter nach vorn und denken voraus F ür das kommende Jahr sind wir in der Planung und Umsetzung unter ander em der folgenden Ideen: Kölner Kriminalpräventionsatlas Der „Kölner Kriminalpräventionsatlas“ stellt ein Netzwerk aus über 100 kommunalen, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Kölner Präventionsschaffenden dar und soll 2024 über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden Bür ger*innen, Initiativen und andere Behörden können sich so zukünftig über kriminalpräventive Angebote im Kölner Stadtgebiet infor- mieren, Kontakt aufnehmen und sich aus- tauschen N eben der Lesefassung wird es eine Darstellung als Geodatenkarte geben, die einen greifbaren räumlichen Eindruck vermittelt und die Suche nach Initiativen im direkten Umfeld erleichtern soll Masterplan Sicherheit Der Rat hat die Stadtverwaltung Köln im Mai 2022 beauftragt, einen sogenannten „Master- plan Kommunale Sicherheit“ zu erstellen Ziel ist, unter Einbeziehung entsprechender Interessenvertretenden, geeignete Maß- nahmen zu entwickeln und umzusetzen, damit das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum weiter erhöht und die Aufenthalts- qualität verbessert werden kann M aßnah- men, die im Rahmen der Arbeitsgruppen des KPR Köln und der Kriminalpräventiven Räte auf Bezirksebene sowie weiterer Beteiligten umgesetzt werden, dienen als Basis für die Gestaltung des Masterplans Kölner Präventionsgespräche Die Vortragsreihe „Kölner Präventions- gespräche“ stellt ein niederschwelliges Informationsangebot und die Möglichkeit zum direkten Austausch zu kriminal- präventiven Themen für die Kölner Bevölkerung und Fachinteressierte dar Dabei sollen Kölner Bürger*innen für präventives Verhalten sensibilisiert und auf mögliche Gefahrensituationen aufmerksam gemacht werden Dur ch gezieltes Informieren und Beraten zu bestimmten Kriminalitäts phänomenen k ann so die Sicherheitslage für Kölner*innen erhöht und ihr Sicherheitsgefühl gestärkt werden Veranstaltende sind der Kriminalpräventive Rat (KPR) Köln in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Köln 21 Internes Sicherheits- management 22 Sachbereich: Internes Sicherheitsmanagement Für unser Team liegt der tägliche Fokus auf dem präventiven Schutz vor Gewalteinwirkung und Übergriffen auf Mitarbeitende als auch Gebäude der Stadtverwaltung Köln Mit dem Ziel unsere Kolleg*innen und ihr Arbeitsumfeld durch vorausgedachte Maß- nahmen zu schützen, legen wir unseren Schwerpunkt auf das Zentrale Melde- und Auskunftssystems bei Gefährdung von städtischen Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst (ZeMAG), die Alarmierungs- systeme (Mobiler/ Stiller Alarm) sowie Beratungen, Schulungen und Netzwerkarbeit Das Interne Sicherheitsmanagement (ISM) trägt dadurch aktiv zu einem geschützten Arbeitsplatz von über 22 000 M it arbeit enden der Kölner Stadtverwaltung bei Auf einen Blick: Was ist neu? • Mobiler Alarm • Koordinationsteam NRW-Initiative „Mehr Schutz und Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst“ 1 U nsere Mission ist unser Service Wir sind persönlicher Kontakt für über 22 000 Angestellte der K ölner Stadtverwaltung rund um den Themenkomplex „Gewaltprävention“ im Arbeitskontext D azu zählen Fragen rund um die An wendungen „Z eMAG“ und „Stiller Alarm“ als auch Unterstützung für das V orgehen in Notfällen (Unfall-/ S trafanzeige und Nachsorge) oder Beratungen zu Schulungs- und Fortbildungsangeboten Darüber hinaus besuchen wir unsere K olleg*innen vor Ort und helfen bei der Gestaltung einer gewaltpräventiven Einrichtung ihres Arbeitsplatzes, begutachten Fluchtweg- situationen und die Zugangssteuerung in den Büroräumlichkeiten https:/ /intranet v erwaltung stadtkoeln de /imperia/md/images/aemteronline/i_3/ sk_412_23_flyer_ism_barrierefrei pdf 23 Unser Flaggschiff: Drei Jahre Z eMAG 0,40 % Bombendrohung/ Amoklauf ZeMAG hat sich in nur drei Jahren als das „STOP-Schild“ bei potentiellen Gefähr- dungen von Mitarbeitenden der Stadtver- waltung etabliert – und das weit über die Grenzen Kölns hinaus Im April 2020 wurde das Zentrale Melde- und Auskunftssystem als dienststellen- übergreifende Datenbank zur Erfassung von als „gefährlich“ einzustufenden Personen eingeführt, im Juni 2021 folgte die mobile Version K olleg*innen, die einer aufsuchenden Tätigkeit nachgehen oder im kritischen Kundenkontakt stehen, haben so die Möglichkeit, bedrohliche Personen zu erfassen, vorab zu überprüfen und entsprechend vorbeugende Maßnahmen zum Eigenschutz einzuleiten Seit Einführung von ZeMAG wurde bis Ende November 2023 (Redaktionsschluss) 14 132 Mal auf die Datenbank zurück- gegriffen I nsgesamt wurden 331 Übergriffe gemeldet, davon waren 289 Vorfälle der Stufe 27 (Sachbeschädigung, körperliche Gewalt, Bedrohung, Nötigung) und 42 Vorfälle der Stufe 3 (Einsatz von Waffen/ Werkzeugen, Bombendrohung, Amoklauf, Geiselnahme/Überfall) Da die Vorfälle nicht nur körperliche, sondern auch psychische Folgen bei den Betroffenen mit sich bringen, ist es besonders wichtig, dass diese Gewalttaten über den Meldebutton im Intranet oder über „ZeMAG mobil“ auf den Diensthandys gemeldet werden Art der Übergriffe 4,64 % Sachbeschädigung 45,16 % Bedrohung8,27 % Einsatz von Waffen/ Werkzeugen 35,69 % Körperliche Gewalt 5,85 % Nötigung Stand: Ende November 2023 24 Bisher nimmt ZeMAG noch immer die Vor- reiterrolle ein und ist in seiner Form einzig- artig im öffentlichen Dienst Z u unserem Verständnis gehört es, das Erfolgsmodell auch anderen Kommunen und Behörden als Grundlage für ihre Präventionsarbeit zum Schutz ihrer Beschäftigten zur Ver fügung zu stellen I n den vergangenen Jahren haben wir nicht nur innerhalb Nordrhein- Westfalens, sondern bundesweit bis in die Hauptstadt Interesse an unserer Datenbank geweckt und diese vorgestellt https:/ /intranet v erwaltung stadtkoeln de / imperia/md/images/aemteronline/i_3/ sk_412_23_flyer_zemag_barrierefrei pdf https:/ /intranet v erwaltung stadtkoeln de / imperia/md/images/aemteronline/i_3/ bm_2023_06_final pdf Mobile Alarmierungslösung für den Außendienst Ergänzend zur stadtweiten Anbindung der internen Alarmierungslösung „Stiller Alarm“ für PC-Arbeitsplätze, steht unseren Kolleg*innen im Außendiensteinsatz seit Juni 2023 auch die mobile Version des Alarmierungssystems zur Verfügung: Die „Stiller Alarm App“ ermöglicht es, über das dienstliche Smartphone, jederzeit auch von unterwegs einen Alarm auszulösen Außerdem bietet die zusätzliche Funktion des sogenannten passiven Alarms die Möglichkeit, vor einem Außentermin ein Zeitfenster zu definieren, nach dessen Ablauf die Alarmfunktion automatisch aus- gelöst wird (sofern Sie diese nicht bewusst wieder deaktivieren) So k ann im Ernstfall auf das Öffnen der App verzichtet und eine Alarmierung auch an Orten ohne Mobil- funkempfang gewährleisten werden Als weiteres Zubehör kann ein sogenannter Hands-Free-Button (via Bluetooth) einge- setzt werden https:/ /stilleralarm de /alarmierungssystem/ mobile-alarmierung/#mobiler_Alarmbutton 25 2 M it Sicherheit gemeinsam Weil wir gemeinsam stärker sind, engagieren wir uns außerdem in Gremien wie dem Arbeitskreis Gewaltprävention8, Arbeitsschutzausschuss (ASA)9 und Qualitätsarbeitskreis10 und beteiligen uns in N etzwerken und bei Projekten Koordinationsteam NRW- I nitiative „Mehr Schutz und Sicherheit von Beschä ftigten im öffentlichen Dienst“ Im Jahr 2021 hat das Land Nordrhein-West- falen die Initiative „Mehr Schutz und Sicher- heit von Beschäftigten im öffent lichen Dienst“ ins Leben gerufen D araus entstand die Präventionskampagne #sicherim Dienst, deren Kernelemente ein berufsgruppen- übergreifender Leitfaden sowie ein landesweites, behördenüber greifendes Netzwerk zum Thema P rävention sind Wir waren als Gründungsmitglied mit dem Teilprojekt „Prävention“ an der Erarbeitung eines Leitfadens für Beschäftigte beteiligt In diesem Rahmen haben wir „ZeMAG“ als innovatives Auskunfts- und Melde- system vorgestellt Seit M ai 2022 sind wir auch Teil der Koordinierungsgruppe der Initiative I m September 2023 erfolgte der Beitritt des Regierungsbezirks Köln zum Präventionsnetzwerk www sicherimdienst nrw/ T ag der Prävention Im November 2023 waren wir auf dem „Tag der Prävention“ zu Gast in Mainz I m Rahmen des diesjährigen Themas „Der Gewalt gegen Repräsentantinnen und Repräsentanten des demokratischen Staates nachhaltig begegnen“ , konnten wir im Forum des Landesmuseums Rheinland- Pfalz unser Auskunfts- und Meldesystem ZeMAG und weitere Schwerpunkte aus unserem Sachbereich vorstellen D ie Veran- staltung wurde von der Leitstelle Kriminal- prävention im Ministerium des Innern und für Sport in Kooperation mit dem Landtag Rheinland-Pfalz ausgerichtet 26 3 Vorausgedacht Der Gedanke an Sicherheit ist immer auch mit vorausschauendem Handeln verbunden Für das kommende Jahr wollen wir daher die folgende Maßnahmen umsetzen: T ag der Gewaltprävention Welchen Schutz bietet die Stadtverwaltung ihren Beschäftigten? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Sicherheit für Mitarbeitende beantworten wir auf dem „Tag der Gewaltprävention“ im Gürzenich, der 2024 erstmalig stattfinden wird Zielgruppe der Veranstaltung sind grund- sätzlich alle Angestellten der Stadt Köln, jedoch insbesondere Kolleg*innen im Außendienst mit Kontakt zu Kund*innen sowie Führungskräfte Geplant sich In for- mationsstände, Vorträge, Work shops und Seminare zum Thema Gewalt präv ention Ein Fokus liegt dabei auf den bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen wie ZeMAG, Mobiler/Stiller Alarm, Mitarbeitendenunterstützungsteam (M U T) , Psychosoziale Unterstützung (PSU) oder Betriebliche psychologische Erst- betreuende (bpE) T ag der Gewaltprävention 11 April 2024, 10 bis 15 Uhr, Gürzenich Sicherheitskonzept Gew altprävention Wir arbeiten an einem Handlungsleitfaden, der Maßnahmen zur Gewaltprävention für alle Mitarbeitenden aufzeigt Unser Ziel is t es, zu einem gewaltfreien Arbeitsplatz für städtische Angestellte beizutragen und bisherige und für die Zukunft geplante Präventivmaßnahmen aufzuzeigen Unter anderem finden sich Angebote der Psychosozialen Unterstützung (PSU), des Mitarbeitendenunterstützungsteams (M U T) und der Betrieblichen ps ycho- logischen Erstbetreuenden (bpE) sowie das Zentralen Melde- und Auskunfts- systems bei Gefährdung von städtischen Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst (ZeMAG) und das Alarmierungssystem Mobiler/ Stiller Alarm wieder Einen weiteren Teilaspekt stellt dabei die Grund- satzerklärung gegen Gewalt (Null Toleranz Grenze) dar 27 28 Kommunikation 29 Alles auch eine Frage der Kommunikation? Wir sagen: Ja! Da sich unser Auftrag immer an das Wohlergehen Dritter – sowohl extern an die Kölnerinnen und Kölner als auch intern die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung – richtet, stellt sich uns täglich die Frage: Wie erreichen wir unsere Zielgruppen, wie erreichen wir Sie? Unsere Kommunikation erstreckt sich daher von der Gestaltung unserer Internetseiten auf www stadt-koeln de/zks über gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für bestimmte Themen, Aktionen oder Veran- staltungen bis hin zur internen Information unserer Kolleg*innen im Intranet Wir entwickeln und setzen PR- Strategien zur Bewerbung von unseren Veran- staltungen, Präventions-Aktionen und Öffentlichkeitskampagnen um Dazu zählen Pressearbeit, Onlinekommunikation, Social Media, Anzeigenschaltung, redaktionelle Magazin-Beiträge (zum Beispiel „Kölner Leben“ und „Stadtintern“), Bespielung digitaler Flächen und klassische Plakatierungen im öffentlichen Raum sowie die Konzeption und Verbreitung von Flyern, Postkarten und Broschüren Weil wir wissen, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, suchen wir immer auch nach Kooperations- und Netzwerkpartner*- innen für unsere Ziele Nicht zuletzt stellt im Kern der KPR Köln eine direkte und in den Alltag verwobene Zusammenarbeit von Stadt und Polizei dar Schließlich erweist sich unser Netzwerk aus Partnerschaften selbst als ein großer Multiplikator: Einerseits durch die Ver breitung unserer Kommunikationsmaß- nahmen über ihre eigenen Kanäle, anderer- seits durch ihr tägliches (Mit-)wirken an den Themenkomplexen und Problemstellungen, die wir durch die unterschiedlichen (Präventions-) Aktionen begleiten Wie viel und umfassend prä ventives Engagement in Köln steckt, zeigt unser Kölner Kriminal- präventionsatlas auf www stadt-koeln de/zks 30 Eckdaten 31 Eckdaten Hier finden Sie alle relevanten Zusatzinformationen nochmals zum Nachlesen: Kriminalpräventiver Rat Köln Sicherheitskonferenz1 Das Innenministerium des Landes Nord- rhein-Westfalen hat 2004 die Leitungen der Kreispolizeibehörden aufgefordert, in ihren Zuständigkeitsbereichen regelmäßig Sicherheitskonferenzen (Siko) durchzu- führen, um ein enges und vertrauensvolles Zusammenwirken zwischen den Behörden sowie Organisationen mit Sicherheitsauf- gaben und der Justiz herzustellen Der Polizeipräsident Köln lädt daher mindestens einmal jährlich aus den Stadtgebieten Köln und Leverkusen die Leitungsebenen der Staatsanwaltschaften, Gerichten, Ver waltungen, Bundespolizei und Zollver- waltung sowie der staatlichen Schulämter ein Um die Aspekte der Kindeswohlge- fährdung zu berücksichtigen sind weiterhin die Jugendämter eingeladen Der KPR K öln arbeitet der Siko zu, um einen Informations- und Erkenntnistransfer aus den Netzwerken und Gremien zu gewähr leist en und im Umkehrschluss kriminalpräventive Aufträge aus der Siko in die Netzwerke und Gremien zu tragen und umzusetzen Arbeitsgruppen2 Der Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ ist in ortsbezogene Arbeitsgruppen untergliedert, die in Form einer „Lokalen Agenda“ Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls und der Aufenthaltsqualität vor Ort entwickeln und umsetzen Aktuell gib t es drei AGs: AG Neumarkt (2020), AG Zülpicher Platz (2021), AG Wiener Platz (2022) sowie den Arbeitskreis AK Sicherheit und Soziales Ebertplatz (2017) Deutsch/Europäisches Forum für urbane Sicherheit3 Das Deutsch/Europäische Forum für urbane Sicherheit (D/EFUS) ist eine 1987 gegründete Nichtregierungsorganisation, die das Ziel kommunaler Krimina lprä vention und urbaner Sicherheit durch Vernetzung verfolgt Aktuell zählt das D/EFUS-Netz- werk rund 250 Mitglieder aus 16 Ländern, davon 16 Städte und zwei Organisationen aus Deutschland Die S tadt Köln ist seit 2016 Mitglied und durch die Stadtdirektorin im Vorstand vertreten Im M ärz 2021 wurde Köln erstmals in das Exekutivk omitee gewählt, das für die politische sowie strategische Ausrichtung von EFUS verantwortlich ist 32 Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen4 Der Landespräventionsrat Nordrhein- Westfalen (LPR NRW) ist ein von der Landesregierung eingesetztes Fach gremium Ihm gehören neben Vertreter* innen der Ressorts auch Fachleute staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen, Organisationen, Verbänden und Vereinen an, die sich im Land auf dem Gebiet der Kriminalprävention engagieren Ziel des Landespräventionsrates ist es, die gesamtgesellschaftliche Kriminal- prävention auf Landes- und Kommunal- ebene zu fördern und zu optimieren und einen wirksamen Beitrag zur vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung zu leisten Stadt- direktorin Andrea Blome ist als Vertreterin des Städtetags NRW Mitglied im LPR NRW Deutscher Städtetag Nordrhein-Westfalen5 Der Deutsche Städtetag versteht sich als „die Stimme der Städte“ und ist mittels Gremien organisiert in denen sich die Vertreter*innen der Städte engagieren Rund 3 200 Städte und Gemeinden mit rund 53 Millionen Einwohnern haben sich im Deutschen Städtetag zusammen- geschlossen, um deren Interessen zu vertreten, ins Gespräch mit der Bundes- regierung, mit Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen zu kommen, Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen und auf die kommunale Selbstverwaltung zu achten, die im Grundgesetz garantiert ist Die Stadt Köln ist sowohl im Deutschen Städtetag Mitglied, als auch im Mitgliedsverband, dem Städtetag Nordrhein-Westfalen Die Stadt Köln ist durch die Stadtdirektorin vertreten Örtlicher Ausschuss Sport und Sicherheit6 Unter Federführung des Sportamtes (Amt 52) der Stadt Köln wurde im Juni 2012 auf Erlass des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen der Örtliche Ausschuss für Sport und Sicherheit (ÖASS) gegründet Mit der Einrichtung des ZKS übernahm Dezernat I im November 2019, unter Leitung der Stadtdirektion, die Leitung des Ausschusses Neben städtischen Fachämtern gehören Vertretungen von Polizei Köln, Bundes polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, Justiz, öffentlichen Trägern örtlicher Jugendhilfen, Fan-Projekten, Ver- einen (zum Beispiel 1 FC Köln, Fortuna Köln, Viktoria Köln), Eigentümern der Sportstätten, Öffentlichem Nahverkehr und kommunalen Einrichtungen dem Gremium an Je nach Thema werden weitere Partner*innen hinzu- gezogen Ziele des ÖASS sind präventive und fächerübergreifende Lösungen zu Themen wie Umgang mit gewaltbereiten Fangruppierungen, Gewaltdelikte beim Fußball und Ausschreitungen extremer Fan-Szenen zu finden 33 Internes Sicherheitsmanagement Aachener Modell7 Das Aachener Modell basiert auf einer Veröffentlichung der Unfallkasse Nordrhein- Westfalen von 2008 zum Thema Gewalt gegen Beschäftigte D as Modell umfasst präventive Maßnahmen, Hinweise zur Nachsorge nach Gewaltereignissen sowie Tipps zur Meldung und Doku men tation von Vorfällen Der Vorteil des Modells liegt in den vier Gefährdungsstufen, die verhältnismäßige und aufeinander auf- bauende M aßnahmen ermöglichen: 0 N ormale beziehungsweise kontroverse Gesprächssituation 1 V erbale Aggression, unangepasstes Sozialverhalten, Sachbeschädigung 2 K örperliche Gewalt, eindeutige Bedrohung, Nötigung 3 Einsa tz von Werkzeugen und Waffen, Bombendrohung, Amoklauf, Geiselnahme, Überfall Arbeitskreis Gewaltprävention8 Der Arbeitskreis AK Gewaltprävention arbeitet dem Arbeitsschutzausschuss (ASA) zu und beschäftigt sich mit sämtlichen T hemen rund um das Thema Gewalt pr ävention Seit 2019 liegt die Geschäftsführung beim ZKS Weitere Beteiligte sind das Betriebliche Gesundheits managemen t (inklusive MUT), Personal- und Verwaltungsmanagement, Amt für I nformationsverarbeitung, Gebäudewirtschaft, Feuerwehr (PSU), Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, Gesamtschwerbehindertenvertretung (GSBV) und der Gesamtpersonalrat (GPR) Der AK tagt viermal jährlich und informiert im ASA über die aktuellen Entwicklungen Arbeitsschutzausschuss9 Der zentrale Arbeitsschutzausschuss (ASA) tagt mindestens viermal jährlich, um über aktuelle Themen in Bezug auf den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung der Mit arbeit enden zu beraten Weiterhin koordiniert er die gegenseitige Information und den Erfahrungsaustausch seiner Mitglieder, aller Arbeitsschutzausschüsse sowie alle Grundsatzangelegenheiten im Arbeitsschutz Den Vorsitz und die organisatorische Geschäftsführung hat das Betriebliche Gesundheitsmanagement; über Maßnahmenempfehlungen des ASA entscheidet die Oberbürgermeisterin Weitere Beteiligte sind der Gesamt- personalrat (GPR), Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, Gesamt- schwerbehindertenvertretung (GSBV), Grundsatzangelegenheiten Personal und gegebenenfalls weitere Dienststellen Qualitätsarbeitskreis10 Im September 2021 wurde der Qualitätsarbeitskreis (QA) durch das ZKS gegründet I n enger Zusammenarbeit mit der P ersonalentwicklung und dem Betrieb - lichen Gesundheitsmanagement werden gemeinsame Standards festgelegt, mit dem Ziel eine einheitliche Qualität in Ber eichen wie Schulungsinhalten, Referenten (Qualifikationen/ Auswahl), Beschaffungen (zum Beispiel Schutzausrüstungen) und sonstigen Präventionsmaßnahmen zu gewährleisten Kontakt Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit Hohe Straße 115 50667 Köln T: 0221 221-32211 zks@stadt-koeln de www s tadt-koeln de/ zks Die Oberbürgermeisterin Dezernat für Allgemeine Verwaltung und Ordnung Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis Titel: VRVIRUS/stock adobe com; S 4: Rheinisches B ildarchiv/Sabrina Walz; S 5: Fo tostudio Coelln Coloer; S 8: Christian Deppe; S 9, 10: Christian Ehrchen; S 11: Simone M Neumann; S 15: Mir co Tomicek; S 16, 17: Tobias Trosse; S 27: Christian Ehr chen 13-St/002-24/Dez I/25/03 2024
Mitteilung Ausschuss
1724 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/I-3 Vorlagen-Nummer 25.03.2024 0992/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 29.04.2024 Vorstellung des Jahresberichts 2022-2023 des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit (ZKS) der Stadt Köln Das Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit (ZKS) wurde im Januar 2019 gegründet. Es versteht sich als eine moderne und innovative Anlaufstelle zu Sicherheits- und Präventi- onsthemen, sowohl für die Sicherheit in der Stadt als auch für die verwaltungsinterne Sicher- heit mit rund 22.000 Mitarbeitenden. Mit dem aktuellen Jahresbericht geht auch das fünfjährige Bestehen des Zentrums für Krimi- nalprävention und Sicherheit einher. Der Fokus liegt auf der Betrachtung der beiden Sachbe- reiche und den erarbeiteten Schwerpunkten der vergangenen beiden Jahre: Der Kriminalpräventive Rat Köln, als gemeinsame Geschäftsstelle der Stadt und Polizei Köln, befasst sich mit sicherheitsrelevanter Präventionsarbeit für das Kölner Stadtgebiet. Der Be- richt stellt die umgesetzten Präventionsmaßnahmen wie Veranstaltungen, Öffentlichkeitskam- pagnen und Aktionen vor. Der Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ wurde im Juni 2023 mit dem „Public Leadership Award“ ausgezeichnet. Das Interne Sicherheitsmanagement legt seinen Fokus auf den präventiven Schutz vor Ge- walteinwirkung und Übergriffen auf Mitarbeitende sowie Gebäude der Stadtverwaltung Köln. Das Herzstück bildet dabei das vor drei Jahren gestartete Zentrale Melde- und Auskunftssys- tems bei Gefährdung von städtischen Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst (ZeMAG). gez. Stadtdirektorin Andrea Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (8)
- Poststraße
- Wiener Platz 9
- Zülpicher Platz
- Ebertplatz
- Hohe Straße 115
- Hugo-Passage
- Straße 11
- Neumarkt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 0992/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.03.2024
- Erstellt
- 12.03.2024 12:36