Betreute Taubenställe / Taubenhäuser statt vergrämender Maßnahmen
Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat AN/1105/2026 vom 22.06.2026
Stand: Am 22.06.2026 in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) vertagt. Ein neuer Termin ist nicht bekannt.
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Änderungsantrag betreute Taubenställe und Taubenhäuser statt Vergrämung
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Herrn Bezirksbürgermeister Stadtbezirk Mülheim Vincent Morawietz Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Die Linke Fraktion in der BV Köln-Mülheim Bezirksrathaus Köln-Mülheim Wiener Platz 2a 51065 Köln Köln, den 19.06.2026 Änderungsantrag gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates in den Städten – Akzeptanz Betreute Taubenställe / Taubenhäuser statt vergrämender Maßnahmen Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Herr Oberbürgermeister, die Fraktion Die Linke bittet Sie, den nachfolgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Mülheim zu setzen. Beschluss: Im Antrag 8.1.7 soll der Satz, „Außerdem sollen auf und rund um den Wiener Platz taubenvergrämende einschließlich fortpflanzungseindämmender Maßnahmen unter Beachtung des Tierschutzes ergriffen werden.“ ersetzt werden durch: Außerdem soll die Verwaltung mittelfristig ein weiteres Taubenhaus in der Nähe des Wiener Platzes oder eine andere artgerechten Unterbringung (wie z.B. in Kalk / ehemalige Galeria Kaufhof) für die Stadttauben mit Initiativen und anderen Akteuren besprechen, planen und umsetzen“. Begründung: Stadttauben sind Nachkommen entflogener oder ausgesetzter „Haustauben“. Wissenschaftliche Forschungen ergaben, dass .ca 5000 v. Christus wildlebende Felsentauben von den Menschen eingefangen und als Nutztiere gehalten. Aufgrund ihrer Standorttreue zum beheimateten Taubenschlag wurden die Tauben früher häufig für Botenflüge eingesetzt. Des Weiteren dienten sie lange Zeit als Nahrungsquelle für die Menschen. Durch entsprechende Züchtung wurden Tauben dazu gebracht möglichst häufig zu brüten. Anders als Wildtauben brüten Stadttauben bis zu acht Mal im Jahr, sogar im Winter. Im Laufe der Zeit ließ das Interesse an den Tauben nach, heute sind sie bei vielen Menschen sehr unbeliebt. Vergrämende Maßnahmen sind keine tierschutzgerechte Lösung. Positive Beispiele aus Köln selbst (Taubenhaus am Hansaring seit 2019, Taubenschläge in Kalk auf dem ehemaligen Galeria Kaufhof Gebäude errichtet in 2025) weisen einen alternativen Weg auf, der artgerecht ist und den Anforderungen an den Tierschutz entspricht. Mit freundlichen Grüßen gez. Beate Hane-Knoll Leonie Hoh Fraktionsvorsitzende stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
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