AN/1105/2026
Betreute Taubenställe / Taubenhäuser statt vergrämender Maßnahmen
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Änderungsantrag betreute Taubenställe und Taubenhäuser statt Vergrämung
2569 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Stadtbezirk Mülheim
Vincent Morawietz
Herrn Oberbürgermeister
Torsten Burmester
Die Linke Fraktion
in der BV Köln-Mülheim
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
Wiener Platz 2a
51065 Köln
Köln, den 19.06.2026
Änderungsantrag gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates
in den Städten – Akzeptanz
Betreute Taubenställe / Taubenhäuser statt vergrämender Maßnahmen
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Herr Oberbürgermeister,
die Fraktion Die Linke bittet Sie, den nachfolgenden Änderungsantrag auf die
Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Mülheim zu setzen.
Beschluss:
Im Antrag 8.1.7 soll der Satz,
„Außerdem sollen auf und rund um den Wiener Platz taubenvergrämende
einschließlich fortpflanzungseindämmender Maßnahmen unter Beachtung des
Tierschutzes ergriffen werden.“
ersetzt werden durch:
Außerdem soll die Verwaltung mittelfristig ein weiteres Taubenhaus in der Nähe des
Wiener Platzes oder eine andere artgerechten Unterbringung (wie z.B. in Kalk /
ehemalige Galeria Kaufhof) für die Stadttauben mit Initiativen und anderen Akteuren
besprechen, planen und umsetzen“.
Begründung:
Stadttauben sind Nachkommen entflogener oder ausgesetzter „Haustauben“.
Wissenschaftliche Forschungen ergaben, dass .ca 5000 v. Christus wildlebende
Felsentauben von den Menschen eingefangen und als Nutztiere gehalten.
Aufgrund ihrer Standorttreue zum beheimateten Taubenschlag wurden die Tauben
früher häufig für Botenflüge eingesetzt. Des Weiteren dienten sie lange Zeit als
Nahrungsquelle für die Menschen. Durch entsprechende Züchtung wurden Tauben
dazu gebracht möglichst häufig zu brüten. Anders als Wildtauben brüten Stadttauben
bis zu acht Mal im Jahr, sogar im Winter. Im Laufe der Zeit ließ das Interesse an den
Tauben nach, heute sind sie bei vielen Menschen sehr unbeliebt.
Vergrämende Maßnahmen sind keine tierschutzgerechte Lösung. Positive Beispiele
aus Köln selbst (Taubenhaus am Hansaring seit 2019, Taubenschläge in Kalk auf
dem ehemaligen Galeria Kaufhof Gebäude errichtet in 2025) weisen einen
alternativen Weg auf, der artgerecht ist und den Anforderungen an den Tierschutz
entspricht.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Beate Hane-Knoll Leonie Hoh
Fraktionsvorsitzende stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Die Linke in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungOrte (2)
- Wiener Platz 2a
- Hansaring
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1105/2026
- Typ
- Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
- Datum
- 22.06.2026
- Erstellt
- 22.06.2026 09:20