2016/0235
Umgestaltung Frankfurter Straße Bereich Hauptzugang Merck, Bereich Nordbahnhof, Knotenpunkt Martin-Luther-King-Ring
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2016/0235
16226 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
13.07.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassu ng Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0235
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Umgestaltung Frankfurter Straße
Bereich Hauptzugang Merck, Bereich Nordbahnhof, Knotenpunkt Martin -Luther-King-
Ring
Vorlage vom: 07.07.2016
Beschlussvorschlag :
1. Die Ergebnisse der Begleituntersuchungen zu der geplanten Maßnahme ”Umgestaltung der
Frankfurter Straße “ entsprechend dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom
15.12.2015 werden zur Kenntnis genommen.
2. Der vorliegenden überarbeiteten Vorplanung für die Neugestaltung der Frankfurter Straße im
Bereich des Hauptzugang s der Firma Marck wird zugestimmt.
3. Nach Magistratsbeschluss kann die Entwurfsplanung/Ausführung splanung weiter geführt
werden.
4. Die Vorplanung Knotenpunkt Martin -Luther-King-Ring/Frankfurter Straße/Carl -Schenck-Ring
wird zur Kenntnis genommen.
- 2 -
Anlagen:
Anl I Begründung Magistratsvorlage 2015 -0478, Prüfauftrag
Anl II Bericht Begleituntersuchung Umgestaltung Frankfurter St raße
(wird zur Sitzung ausgelegt)
Anl III Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
(wird zur Sitzung ausgelegt)
Anl IV Vorplanung Knotenpunkt Martin -Luther-King Ring
(wird zur Sitzung aufgehängt)
Anl V-1 Dokumentation 2. Bürgergespräch 09.06.16
Anl V-2 Präsentation 2. Bürgergespräch 09.06.16
Anl VI Entwurf Frankfurter Straße, Bereich Hauptzugang Merck
(wird zur Sitzung aufgehängt)
Anl VII Planfeststellung Verlegung Haltestelle Merck Lageplan
(wird zur Sitzung aufgehängt )
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07. Juli 2016
Anlass und Inhalt der Umgestaltung der Frankfurter Straße im Bereich Hauptzugang Firma
Merck wurde ausführlich in der Magistratsvorlage 2015/0478 dargestellt (Anlage I) und im
Rahmen einer Verkehrsuntersuchung auf ihr e Leistungsfähigkeit untersucht.
Folgender Ergänzungsantrag zur Magistratsvorlage 2015/0478 wurde am 15. Dezember
2015 auf der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beschlossen:
„Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen:
1. Die Leistungsfähigkeit der F rankfurter Straße sicherzustellen und hierfür insbesondere den
Nachweis der Tauglichkeit der Mehrzweckspuren parallel zur asphaltierten Spur in Richtung
Innenstadt und gleichermaßen in Richtung Arheilgen zu erbringen.
2. Bei den weiteren Planungen eine be ssere Ausschleifung/Ausfahrt aus der „Kleinen
Frankfurter Straße “ in Richtung Arheilgen unter Hinzuziehung des Mehrzweckstreifens zu
realisieren.
3. Planungen zur verbesserten Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Frankfurter Straße /
Virchowstraße nach We sten und Süden durch Erweiterung der Fahrspuren / Abbiegespur
aufzunehmen.
4. Vom Martin-Luther-King-Ring kommend eine unsignalisierte Rechtsabbiegespur nach
Norden in die Frankfurter Straße zu schaffen.
5. Sichere Querung für Fußgänger sowohl im Straßen bahnbereich, als auch im Bereich
zwischen den beiden Merck -Standorten, zu schaffen, sodass die Fußgänger den fließenden
Verkehr nicht behindern, aber auch sicher von einer Seite zur anderen queren können.
6. Erbringung des Nachweises, dass die unterschied lichen, den öffentlichen Raum
markierenden Flächen wahrnehmbar sind und erforderlichenfalls überfahren werden können.
7. Einarbeitung dieser Aspekte und Einspeisung der Argumente in einen Bürgerdialog mit
abschließender Darstellung des Bebauungsplans im A usschuss für Planung, Bauen, Verkehr
und Liegenschaften vor Eintritt in die jeweili gen weiteren Planungsverfahren.“
Zu 1, 2, 5, 6 (Anlage II)
Die Leistungsfähigkeit der Frankfurter Straße bezüglich der Reduzierung der Frankfurter
Straße auf ein e 2-streifige Straße zwischen „ Kleiner Frankfurter Straße “ und Haltestelle
Merck (stadteinwärts) wurde in einem Verkehrsversuch von Anfang April 2016 bis Ende Mai
2016 getestet.
- 4 -
Vorgeschaltet wurden vier 24h-Vergleichszählungen am 15.03.2016 an den Knotenpunkten
B3/Frankfurter Landstraße
Virchowstraße/Frankfurter Straße
Frankfurter Straße/Maulbeerallee
Frankfurter Straße/Zufahrt Parkplatz Merck („Kleine Frankfurter Straße “)
Die Differenz der Verkehrsmengen im Vergleich zu den Vorher-Zählungen liegt zwischen - 3
% und + 8 % und damit im typischen Bereich der täglichen Schwankungsbreite von Kfz -
Verkehrsmengen.
Im Rahmen des Verkehrsversuchs wurde dann am 10.05.2016 eine Nachher -
Verkehrserhebung durchgeführt. Die Differenzbetrachtung der Vorher -/Nachher-Vergleichs
zeigt, dass die Leistungsfähigkeit der zweistreifigen Strecke un d der Knotenpunkte auch
während des Verkehrsversuchs weiterhin gegeben ist.
Ergänzend zur Erhebung der Verkehrsmengen wurden Beobachtungen zum Verkehrsfluss
durchgeführt. Zur vormittäglichen Spitzenstunde ändern sich Auslastung, Rückstaulängen
und Anzahl mehrfach wartender Fahrzeuge kaum. Zur nachmittäglichen Spitzenstunde ergibt
sich ein verlängerter Rückstau, der bei Grün in der Regel wieder vollständig abgebaut wird .
Die Leistungsfähigkeit der Frankfurter Straße bleibt auch zur nachmittäglichen
Spitzenstunde in gleicher Qualität erhalten.
Die Planung sieht meh rere Maßnahmen vor, die den Kfz -Fluss in der Frankfurter Straße
gegenüber den Rahmenbedingungen des Verkehrs positiv beeinflussen. S o entfallen
beispielsweise durch die Schaffung eines Trennstreifens/Mittelauftritts zwischen den
Fahrstreifen für Fußgänger als Querungshilfe Beeinträchtigungen durch die heutige,
zukünftig aber wegfallende Signalanlage.
Durch die Erneuerung der Signaltec hnik an der Zufahrt zum Parkplatz Firma Merck („Kleine
Frankfurter Straße “) und die geplante Lichtsignalanlage nördlich der Haltestelle Merck (Rot -
Dunkel-Anlage) sind weitere Verbesserungen im Verkehrsablauf zu erwarten.
Seitliche Mehrzweckstreifen sind n icht geplant. Die Ausfahrt aus der „Kleinen Frankfurter
Straße“ in Richtung Arheilgen bedarf aufgrund der geringen Verkehrsbelastung keiner
besonderen Umplanung. Die Schleppkurven sind ausreichend dimensioniert und der
Linksabbiegerverkehr aus der „Kleinen Frankfurter Straße “ wird nicht behindert.
Um allen Verkehrsteilnehmern im Bereich der Hauptquerung die unterschiedlichen
funktionalen Flächen kenntlich zu machen, werden diese gestalterisch hervorgehoben. Die
Grenze zwischen öffentlichem Raum und den daran anschließenden privaten Flächen der
Firma Merck auf beiden Seiten wird durch einen Materialwechsel deutlich gemacht.
Folgende Materialien sollen im Hauptzugangsbereich zum Einsatz kommen:
Trennstreifen: Naturstein, hellgrau
Geh- und Radverkehrsflächen : Natursteinpflaster, hellgrau
Straßenbahntrasse: beschichteter Asphalt, hellgrau
Fahrbahn: beschichteter Asphalt, hellgrau
- 5 -
Zu 3
Zur Schaffung eines zusätzlichen Fahrstreifens ist der dafür notwendige Geländeerwerb von
der Fa. Merck seitens der Stadt in diesem Bereich nicht möglich, da dort ein Firmengebäude
in einem Abstand von 3 m zum Zaun steht und dieser Straßenraum aus
brandschutztechnischen Gründen frei bleiben muss.
Bisher wurde d ie Signalschaltung am Knotenpunkt Frankfurter Straße/Virchowstraße darauf
ausgelegt, den Anteil des Durchgangsverkehrs durch Arheilgen zu senken. Dieses Ziel wurde
in der Vergangenheit erreicht; der Anteil für den Durchgangsverkehr sank von 38% auf 15%.
Künftig sollen die ungenutzten Grünzeiten effektiver verteilt werden. Eine erste Verbesserung
im Signalprogramm wurde Anfang Juni 2016 erprobt . Die Mindestgrünzeit für den
KfzVerkehr in/aus Arheilgen wurde auf 10 Sekunden verlängert. Weitere
Optimierungsmaßnahmen sind geplant.
Zu 4 (Anlage IV)
Dem in Anlage IV beigelegten P lan ist zu entnehmen, dass ein separater
Rechtsabbiegestreifen vom Martin -Luther-King-Ring in die Frankfurter Straße vorgesehen ist,
um die Leistungsfähigkeit des Knotens zu verbessern. Die signaltechnische Untersuchung
ergab, dass ein Linksabbiegestreifen vom Carl-Schenck-Ring in die Frankfurter Straße
entfallen kann. Bei Neubaumaßnahmen sollte aus Verkehrssicherheitsgründen (Radfahrer,
Fußgänger) auf unsignalisierte Rechtsabbieges treifen verzichtet werden. I m Rahmen der
Planung werden die Querungsstellen im Knotenpunkt barrierefrei umgestaltet.
Zu 7 (Anlage V)
Es hat umfangreiche Beteiligungsformate gegeben. Nach dem ersten Bürgergespräch im
Löwen wurden die Ergebnisse der „Hausaufgaben“ in einem zweiten Bürgergespräch am 9.
Juni 2016 vorgestellt und erlä utert. In einem 2. Bürgergespräch wurden alle Aspekte,
Argumente und die Ergebnisse der Prüfaufträge (s. Anlage IV) vorgestellt. Der
Bebauungsplan wird in einem separaten Verfahren bearbeitet. Die Einteilung der
Straßenverkehrsfläche ist nicht Gegenstand d es Bebauungsplanverfahrens und steht somit in
keinem direkten inhaltlichen Zusammenhang zu den vorgenannten Umgestaltungsplanu ngen
in der Frankfurter Straße.
Neben den oben genannten Prüfaufträgen wurde auch den Fragen aus der Bürgerschaft
nachgegangen, wie in Zukunft die Radwegeführung in dem Korridor Frankfurter Straße
zwischen Virchowstraße und Martin -Luther-King-Ring erfolgen soll. Hierfür wurde durch das
Büro R + T, Büro für Verkehrsplanung, ein Radverkehrskonzept erstellt (s. Anlage III).
Zusammenfassend empfiehlt das Konzept für die Frankfurter Straße (zwischen Carl -Schenck-
Ring und Virchowstraße ) eine beidseitige Führung des Radverkehrs auf gemeinsamen Geh -
und Radwegen. Für das Zielszenario sollten die Radwege im Zweirichtungsverkehr betrieben
werden. Die Breite der Radverkehrsanlage sollte jeweils nicht 4,50 m unterschreiten. Der
bereits heute im Zweirichtungsverkehr genutzte Radweg (auf der Ostseite bis zu 40 % in
Spitzenzeiten) soll zukünftig legalisiert werden. Das Thema soll in der
Nachfolgearbeitsgruppe zum Runden Tisch Radverkehr erörtert werden.
Zum Bereich Umgestaltung Nordbahnhof wird in Kürze eine separate Magistratsvorlage
vorgelegt.
Entwurfsplanung Frankfurter Straße (Anlage VI, VII )
- 6 -
a) Frankfurter Straße, Bereich Hauptzugang Merck
Der zentrale Abschnitt der Frankfurter Straße im Bereich des Hauptzugangs z ur Fa. Merck
soll zukünftig für alle Mobilitätsteilnehmerinnen adäquat ausgebaut werden sowie
städtebaulich und gestalterisch hohen Ansprüchen genüg en. Verkehrlich zielt die Planun g
auf eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer hin und einen
flüssigen Verkehrsablauf.
Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen geplant:
Reduzierung von vier auf zwei Kfz-Fahrstreifen (ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung)
Geschwindigke itsbeschränkung auf 30 km/h zur besseren Verträglichkeit des Kfz -
Verkehrs mit querenden Fußgängern und Radfahrern und zur Erhöhung der
Aufenthaltsqualität durch geringeren Verkehrslärm.
Verlagerung der Straßenbahnhaltestelle in Fahrtrichtung Nord in den nö rdlichen
Anschlussbereich (gegenüber der Haltestelle in Fahrtrichtung Süd).
Anordnung eines Trennstreifens zwischen den Fahrstreifen . Diese Mittelauftritte zur
Querung in der Fahrbahn sind für den Kfz -Verkehr im Notfall überfahrbar.
Lichtsignalanlage mit rot-dunkel Schaltung an den Querungsstellen der Straßenbahn.
Anordnung einer Anrampung der Fahrstreifen (Niveauanhebung) zur
Geschwindigkeits dämpfung.
Aufweitung der Seitenräume von 3,30 m bzw. 4,50 m auf ca. 5,10 m Breite und
Ausweisung als gemeinsamer Ge h- und Zweirichtungs-Radweg zur Erhöhung der
Verkehrsqualität für Fußgänger und Radfahrer.
b) Nördlicher Anschlussbereich
Die Frankfurter Straße wird nördlich des Haupteinganges Merck bis zum Ende der
Straßenbahnhaltestelle in die Umgestaltungen einbezog en. Der Straßenquerschnitt der
Frankfurter Straße wird dabei i n angepasster Form fortgeführt.
Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen geplant:
Reduzierung von vier auf zwei Kfz-Fahrstreifen (ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung )
Anordnung von 2 Straßenbahnhal testellen in Verlängerung der beiden östlichen
Trennstreifen (beidseits der Straßenbahntrasse).
Anordnung einer zusätzlichen Fußgänger - und Radfahrerfurt am nördlichen Ende der
Straßenbahnhaltestelle Merck. Dies reduziert die Trennwirkung der Frankfurter
Straße. Wegen des von der HEAG mobilo geplanten Wegfalls der Haltestelle
Maulbeerallee ist dies e Furt von besonderer Bedeutung. Umwege zum Tor Nord der
der Firma Merck können verringert werden. Die zusätzliche Querung nördlich der
Haltestelle wird barrieref rei ausgebaut und mit einer Rot-Dunkelschaltung signalisiert.
Fußgänger und Radfahrer können die Signalanlage bei Bedarf in Zeiten hoher
Verkehrsbelastungen oder erhöhten Sicherheitsanforderungen (z.B, Nutzung durch
Kinder oder mobilitätseingeschränkte Per sonen) betätigen. Die Dunkelschaltung hat
den Vorteil, dass Fußgänger und Radfahrer auch frei queren können und dass Kfz
seltener anhalten müssen .
Fortführung des Trennstreifens zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen. Er dient
der Geschwindigkeitsdämpfun g, als Querungshilfe an der Fußgänger/Radfahrerfurt,
dem Ausweichen bei Unfällen oder Pannen .
Aufweitung der Seitenräume von 2,20 m bzw. 3,75 m auf 4,50 m Breite und –
eingebettet in ein Gesamtkonzept für die Frankfurter Straße – Ausweisung als
- 7 -
gemeinsamer Zweirichtungs- Geh- und -Radweg zur Erhöhung der Verkehrsqualität für
Fußgänger und Radfahrer.
Für Notfälle sind die Inseln und Mittelauftritte im gesamten Bereich überfahrbar
(Anregung Bürgerschaft – Gremien).
c) Südlicher Anschlussbereich
Die Umgestaltung in der Frankfurter Straße südlich des Haupteingangs Merck reicht bis
zur Fußgängerfurt am Tor Süd. Der südliche Anschlussberei ch wird stark durch den
Knoten ”Kleine Frankfurter Straße” und Frankfurter Straße geprägt.
Im Einzelnen sind folgende Maßna hmen geplant:
Verzicht auf den Rechtsabbiegestreifen von Süden in die ”Kleine Frankfurter Straße”
einschließlich der breiten Sperrfläche zwischen Rechtsabbiege - und
Geradeausstreifen. Ummarkierung des rechten Geradeausstreifens von Süden zum
Rechtsabbiege streifen in die „Kleine Frankfurter Straße“ . Durch die angepassten
Kurvenradien wird d ie Geschwindigkeit der Rechtsabbieger gedämpft.
Anordnung von Grünstreifen beidseits der Frankfurter Straße zur räumlichen Fassung
und zur gestalterischen Aufwertung des Straßenraums und zur Verbesserung der
Stadtökologie. Abrück en des Geh- und Radwegs von der Fahrbahn zur Erhöhung der
Attraktivität und Sicherheit des Fuß - und Radverkehrs und zur Definition klarer
Aufstellflächen für Fußgänger und Radfahrer an de r signalisierten Furt (Tor Süd).
Ausweisung eines 4,50 m breite n gemeinsamen Geh- und Radwegs zur Förderung der
gegenseitigen Rücksichtnahme sowie zur Reduzierung der Geschwindigkeiten im
Radverkehr.
Kosten, Finanzierung
Für den geplanten Ausbau der Frankfurter Straße (Anlage VI und VII) sollen der Stadt
Darmstadt keine Kosten entstehen. Dies wird in einem Erschließungsvertrag zwischen
Stadt Darmstadt und Firma Merck unter Einbeziehung der Folgekosten geregelt.
Die Kosten für den Knotenpunkt Mar tin-Luther-King-Ring/Frankfurter Straße können noch
nicht benannt werden. Dies wird im Zuge der Erstellung der Bauvorlage erfolgen.
Weitere Vorgehensweise
Nach Beschlussfassung durch den Magistrat wird die Magistratsvorlage Bau vorbereitet
mit der Ausführungsplanung (Lageplan, Querschnitte, Erschließungsvertrag, Vertrag zu
den Grundstücksangelegenheiten ).
Darmstadt, den 07. Juli 2016
III/61/4 st-br
Nst. 2833
Die Dezernentin III
Cornelia Zuschke
Stadträtin
anlage 1
8 Zeichen
Anlage I
anlage 2
100546 Zeichen
R T
Verkehrs-
planung
Julius-Reiber-Straße 17
D - 64293 Darmstadt
Telefon 06151 - 2712 0
Telefax 06151 - 271220
darmstadt@rt-p.de
www.rt-p.de
R+T Ingenieure
für Verkehrsplanung
Dr.-Ing. Ralf Huber-Erler
Umgestaltung der Frankfurter Straße –
Begleituntersuchungen
Darmstadt
Juni 2016
Dr.-Ing. Frank Schleicher-Jester
Dipl.-Ing. Martin Zahn
Anlage II
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Inhalt
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16
Inhalt
1 Aufgabe und Vorgehensweise 1
2 Ergänzende Verkehrsuntersuchungen 1
2.1 Knotenstromzählungen 2016 – Abgleich zur Erhebung
2014 1
2.2 Begleituntersuchungen zum Verkehrsversuch 3
3 Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter Straße 7
3.1 Input aus Bürgergespräch 09.12.2015 7
3.2 Zielformulierung 7
3.3 Abgleich mit Umgestaltungsvorschlag 10
3.3.1 Maßnahmen bis 2017 (Stufe 1) 10
3.3.2 Nördlicher Anschlussbereich 13
3.3.3 Südlicher Anschlussbereich 14
3.4 Maßnahmen nach 2017 15
3.4.1 Frankfurter Straße Nord 15
3.4.2 Frankfurter Straße Süd 16
4 Fazit und Empfehlung 17
Verzeichnisse 18
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Aufgabe und Vorgehensweise
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 1
1 Aufgabe und Vorgehensweise
Zur Umgestaltung der Frankfurter Straße in Darmstadt hat R+T im Auftrag der
Firma Merck und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt Verkehrs-
untersuchungen durchgeführt und eine Vorplanung erstellt. Im Zuge der bis-
herigen öffentlichen Diskussion und Bürgerbeteiligung stellte sich heraus,
dass Bedarf an weiteren Informationen und Begleituntersuchungen besteht.
Die vorliegende Untersuchung liefert weitere Informationen:
zu den Gründen der Umgestaltung,
zur Wahl der einzelnen Gestaltungselemente,
zur Signalisierung und
zu Zielkonflikten.
Vergleichszählungen dienen der Verifizierung der Verkehrsbelastungen, die
den bisherigen Untersuchungen zugrunde liegen. Durch einen Verkehrsver-
such wird die verkehrliche Machbarkeit der geplanten Fahrstreifenreduzie-
rung in der Praxis getestet. Die Wirkungen werden in einem Vorher-/Nachher-
Vergleich untersucht.
Der Untersuchungsbereich wird dazu teils über den aktuell zu Diskussion ste-
henden Abschnitt hinaus ausgeweitet und reicht vom Knoten Martin-Luther-
King-Ring bis zum Knoten Virchowstraße.
2 Ergänzende Verkehrsuntersuchungen
2.1 Knotenstromzählungen 2016 – Abgleich zur Erhebung 2014
Zu Beginn der Planungen zur Umgestaltung der Frankfurter Straße wurden
im Jahr 2014 zunächst die bestehenden Verkehrsmengen erfasst. Hierzu wur-
den umfangreiche Erhebungen in der Zeit vom 10. bis zum 18.09.2014 als 24-
stündige Videobeobachtungen durchgeführt. Als Ergebnis der Erhebungen
wurden so die Kfz-, Rad- und Fuß-Verkehrsströme für den Ist-Zustand aufge-
zeigt. Alle Zählstellen wurden zur Erhöhung der Stichprobengenauigkeit zwei-
fach, d.h. an zwei repräsentativen Werktagen, erhoben. Damit wurde über die
Anforderungen des Regelwerkes hinaus, eine belastbare Datengrundlage ge-
schaffen. Die Zählung umfasste neben dem Kfz-Verkehr auch den Radfahren
und die Fußgängerströme – die Schülerverkehrsströme sind also in den Zähl-
daten enthalten. Die detaillierte Auswertung der Zählergebnisse ist in An-
lage 1 zusammengestellt.
Am 15.03.2016, einem repräsentativen Werktag, fand eine wiederholte Ver-
kehrszählung an mehreren Knotenpunkten entlang der Frankfurter Straße
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Ergänzende Verkehrsuntersuchungen
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 2
statt, mit der gleichen Methodik und als 24h -Zählung. Im Bereich der Haupt-
querung (Hauptzugang zur Firma Merck) in Fahrtrichtung stadteinwärts stand
dabei baustellenbedingt bereits nur 1 Geradeausfahrstreifen zur Verfügung.
Die Zählergebnisse sind in Anlage 2 zusammengestellt. Die Unterschiede
zwischen den Erhebungen im Jahr 2014 und 2016 sind in Anlage 3 aufge-
zeigt.
Bezogen auf die insgesamt den einzelnen Knotenpunkten zufahrenden Kfz,
lagen die Verkehrsmengen der Vergleichszählung 2016
zur vormittäglichen Spitzenstunde um 2-8% höher,
zur nachmittäglichen Spitzenstunde zwischen 3% niedriger und 5%
höher und
über den gesamten Tag (24h) ±0 bis 3% höher als im Jahr 2014.
Damit liegt die Differenz der Verkehrsmengen unter 10% und damit im ty-
pischen Bereich der täglichen Schwankungsbreite von Kfz-Verkehrs-
mengen. In den Spitzenstunden sind a n ei nzelnen, verkehrsschwächeren
Strömen teils etwas größere prozentuale Abweichungen festzustellen. In ab-
soluten Zahlen bewegen sich die se Differenzen jedoch in einer Bandbreite,
die keinen maßgeblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit eines Knoten-
punktes hat. Auch diese Schwankungen sind üblich für ein städtisches Ver-
kehrssystem.
Die Repräsentativität der Basiszählung von 2014 wird durch die Nacher-
hebung 2016 grundsätzlich bestätigt.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Ergänzende Verkehrsuntersuchungen
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 3
2.2 Begleituntersuchungen zum Verkehrsversuch
Im Zuge der Diskussionen zur Umgestaltung der Frankfurter Straße wurde
von Bürgern in Zweifel gezogen, dass der heutige Querschnitt der Frankfur-
ter Straße in Fahrtrichtung Norden Kapazitätsreserven aufweist, die eine Re-
duzierung der Geradeausfahrstreifen im Bereich der Hauptquerung von 2 auf
1 Fahrstreifen pro Richtung zuließen.
Deshalb wurde von Anfang April bis Ende Mai 2016 in der Frankfurter Straße
ein Verkehrsversuch durchgeführt, bei dem die geplante Fahrstreifenreduzie-
rung in der Praxis getestet wurde (Rahmenbedingung: im Bereich der geplan-
ten Hauptquerung je 1 Kfz-Fahrstreifen je Richtung, Reduzierung auf 30 km/h,
Beibehaltung der Signalanlagen , auch der Fußgängersignalanlage an der
Haltestelle, d.h. kein überfahrbarer Trennstreifen in der Mitte und keine freie
Fußgängerquerung, da dies Baustellenbeschilderung nicht leisten kann).
Am 15.03.2016 wurden, vor Beginn des Verkehrsversuchs, Vorher-Erhebun-
gen zu den Verkehrsmengen, den Auslastungsgraden und den Rückstaus in
der Frankfurter Straße durchgeführt. Ents prechende Nachher -Erhebungen
fanden am 10.05.2016 statt. Also nach einem Monat nach Beginn des Ver-
kehrsversuchs, der als Eingewöhnungszeit für die Verkehrsteilnehmer diente.
Die Nachher -Erhebung erfasste dazu an den Knotenpunkten Frankfurter
Straße/ Tor Süd der Firma Merck / „kleine Frankfurter Straße und Frankfurter
Straße/Maulbeerallee die Verkehrsmengen, analog zu den Basiserhebungen
als 24h-Zählung. Die detaillierten Ergebnisse sind in Anlage 4 wiedergege-
ben. Die Differenzbetrachtung zum Vorher-Zustand befindet sich in Anlage 5.
Verkehrsmengen
Der Vorher -/Nachher-Vergleich zeigt keine Abnahme der Verkehrsmengen
durch den Verkehrsversuch. Das heißt, es findet kein Ausweichen auf andere
Routen statt, mithin ist die Funktion der Frankfurter Straße erhalten geblieben.
Die Differenzbetrachtung zum Vorher-Zustand in Anlage 5 zeigt, bezogen auf
die Anzahl der insgesamt den einzelnen Knotenpunkten zufahrenden Kfz, la-
gen die Verkehrsmengen während des Verkehrsversuchs
zur vormittäglichen Spitzenstunde zwischen 1% niedriger und 4% hö-
her,
zur nachmittäglichen Spitzenstunde zwischen 2% niedriger und 1%
höher und
über die gesamten 24 Stunden um 2 bis 3% höher im Vergleich zur
Vorher-Erhebung vom März 2016.
Die geringe Differenz der Verkehrsmengen zeigt aber auch, dass die Leis-
tungsfähigkeit der zwei-streifigen Strecke und der Knotenpunkte auch wäh-
rend des Verkehrsversuchs weiterhin ausgereicht hat , denn die Verkehrs-
nachfrage konnte auch zur Spitzenstunde unverändert abgewickelt werden.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Ergänzende Verkehrsuntersuchungen
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 4
Dies ist insofern eine wichtige Erkenntnis, da für den Verkehrsversuch die
Signalanlagen technisch bedingt nur sehr begrenzt auf die geänderte Ver-
kehrssituation eingestellt werden konnten und zusätzlich die Fußgänger -Sig-
nalanlage an der Haltestelle Merck zukünftig nach Norden verlegt und als
Dunkelanlage abgeändert werden soll. Während des Verkehrsversuchs wa-
ren teils Unterbrechungen des Kfz-Verkehrsfluss durch die Fußgänger -Sig-
nalanlage zu beobachten – dies wird zukünftig vermieden durch verbesserte
Signaltechnik und aktualisierte Signalprogramme und durch den Wegfall der
heutigen Fußgänger-Signalanlage. Die Hauptquerung mit Mittelauftritt ermög-
licht Fußgängern die vorfahrtsgeregelte (Kfz hat Vorrang vor Fußgängern)
Querung der Frankfurter Straße. Damit lässt sich auch im Vergleich zur Aus-
gangslage ein Beitrag zum flüssigeren und stetigeren Verkehrsablauf errei-
chen.
Die Fahrtrichtung stadteinwärts war bereits vor Beginn des Verkehrsversuchs
(baustellenbedingt) auf einen Geradeausfahrstreifen reduziert. ist hier ein Ab-
gleich mit den Werten der Verkehrszählungen von 2014 interessant. Die größ-
ten Kfz-Verkehrsmengen treten in dieser Relatio n während der vormittägli-
chen Spitzenstunde auf. Aus Anlage 3.1 ist zu entnehmen, dass auch hier die
Verkehrsmenge nicht abgenommen hat, d.h. trotz Einengung die Strecke wei-
terhin leistungsfähig ist und keine anderen Routen gewählt werden.
Auslastungsgrad und Rückstaubeobachtung
Ergänzend zur Erhebung der Verkehrsmengen wurden Beobachtungen zum
Verkehrsfluss durchgeführt. Im Fokus standen dabei die Knotenpunkte Frank-
furter Straße/Tor Süd der Firma Merck/ „kleine Frankfurter Straße “ und
Virchowstraße/Frankfurter Landstraße (dieser wird in einer separaten Unter-
suchung hinsichtlich Optimierungsmöglichkeiten betrachtet).
Am Knoten Frankfurter Straße/Tor Süd der Firma Merck/„kleine Frankfurter
Straße“ wurde in der südlichen Zufahrt der in Richtung Norden (stadtaus-
wärts) fließende Kfz-Verkehr fahrstreifenweise erhoben und den zugehörigen
Freigabezeiten ( Signalanlage zeigt „Grün“) gegenübergestellt. Auf diese
Weise werden ungenutzte Freigabezeiten, d.h. der Auslastungsgrad erkenn-
bar.
Flankierend dazu fanden Rücks taubeobachtungen statt, mit dem Ziel , die
Länge des an der LSA wartenden Fahrzeugstroms zu messen und festzustel-
len, wieviele Fahrzeuge zum Passieren des Knotens mehrfach halten müs-
sen. Wenn Fahrzeuge mehrere Umläufe zum Passieren einer Signalanlage
benötigen, erhöht das die Wartezeit und mindert die Verkehrsqualität der be-
troffenen Fahrzeuge spürbar. Die Ergebnisse dieser Erhebung sind in Ta-
belle 1 zusammengestellt.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Ergänzende Verkehrsuntersuchungen
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Tabelle 1: Verkehrsversuch Frankfurter Straße – Auslastung und Rückstau
Die heutige Signalanlage ist verkehrsabhängig geschaltet (mit Grün-Anforde-
rung durch die Straßenbahn, Fußgänger und die „Kleine Frankfurter Straße“).
Diese dynamischen Vorgänge verhindern, dass sich die tatsächliche Grün-
dauer vorher bestimmen lässt. Entsprechend wurde bei der Erhebung und
Auswertung die tatsächliche Gründauer der Frankfurter Straße (Fahrtrichtung
Norden) im Vorher- und Nachher-Fall bestimmt. In der vormittäglichen Spit-
zenstunde waren es knapp 2.500 Sekunden und etwa 1.900 Sekunden zur
nachmittäglichen Spitzenstunde. Beide Werte haben sich im Vorher-Nachher-
Vergleich kaum geändert.
Aus der Gründauer lässt sich die rechnerische Kapazität der Fahrstreifen am
Knoten ermitteln. Der Abgleich der rechnerischen Kapazität der Fahrstreifen
mit der gezählten Kfz-Anzahl ergibt die Auslastung.
Wie in Tabelle 1 ersichtlich, änderten sich zur vormittäglichen Spitzenstunde
die Auslastung, Rückstaulänge und Anzahl mehrfach wartender Fahrzeuge
kaum.
Nur zur nachmittäglichen Spitzenstunde kommt es zu einer Konzentration der
Kfz-Verkehre auf den linken Fahrstreifen (Geradeaus-Streifen). Entsprechend
nimmt die Auslastung des Geradeaus-Streifens von 38% auf 76% deutlich zu.
Die mittlere Rückstaulänge erhöht e sich von 44 auf 109 Meter während des
Verkehrsversuchs. Die mittlere Rückstaulänge von 44 Meter entspricht
rund 15 Pkw, im Ausgangszustand in zwei Fahrzeugreihen ( zwei Fahrstrei-
fen). Die mittlere Rückstaulänge von 109 Meter während des Verkehrsver-
suchs entspr icht rund 18 Pkw, in einem Fahrstreifen (Geradeaus), der
Rechtsabbiegestreifen ist zu dieser Zeit kaum belastet.
Die Rückstaulängen schwanken insbesondere in Abhängigkeit von den Stra-
ßenbahnanforderungen (Schnelllinie 6 verkehrt in Richtung Arheilgen teils mit
weniger als 2 Minuten Abstand zur Linie 7, mit entsprechenden Unterbrechun-
gen für den Kfz-Verkehr). Ein weiterer Aspekt ist der teils stockenden Abfluss
vom Knotenpunkt Kleine Frankfurter Straße in Richtung Norden, der gelegent-
lich auftrat da für den Verkehrsversuch keine gute Koppelung mit der Fußgän-
ger-Signalanlage am Fußgängertor Merck möglich war.
Verkehrsversuch
Frankfurter Str.
Grün-
dauer
Rückstau
(wartende
bei Rot-Ende)
mehrfach
wartende Kfz
(Mittlere
Anzahl der bei
Grün-Ende
wartenden Kfz)
beide linker rechter beide linker rechter beide linker rechter
vormittags 938 379 559 2.241 2.490 1.245 1.245 38% 30% 45% 62 0,7
nachmittags 878 392 486 1.936 2.151 1.076 1.076 41% 36% 45% 44 0
Nachher:
Spitzenstunde
vormittags 940 513 427 2.202 2.447 1.223 1.223 38% 42% 35% 60 0,2
nachmittags 895 807 88 1.902 2.113 1.057 1.057 42% 76% 8% 109 3,4
Mittelwert/
Umlauf
[m]
Mittelwert/
Umlauf
[m]
Anzahl Fahrzeuge
von Süden (Innenstadt)
kommend
rechnerische Kapazität
Kfz/Stunde
(Zeitbedarfswert
tB = 1,8sec) Auslastung
Fahrstreifen
Vorher:
Spitzenstunde
Fahrstreifen Fahrstreifen
[s]
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Ergänzende Verkehrsuntersuchungen
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 6
Trotzdem blieb zur Spitzenzeit die Anzahl der mehrfach an der Signalanlage
wartenden Kfz mit 3,4 Kfz je Umlauf als Mittelwert auf einem niedrigen Niveau.
Es zeigt sich, dass der verlängerte Rückstau im Nachher-Fall (d.h. bei nur
einem Geradeaus-Fahrstreifen) bei Grün i.d.R. wieder vollständig abgebaut
wird und nicht kontinuierlich wächst. Die Leistungsfähigkeit der Frankfurter
Straße bleibt also auch zur nachmittäglichen Spitzenstunde erhalten .
Selbst unter den relativ ungünstigen Rahmenbedingungen des Verkehrsver-
suchs verblieben noch weitere Kapazitätsreserven.
Der Verkehrsversuch hat gezeigt, dass eine Fahrstreifenreduzierung der
Frankfurter Straße im Bereich der geplanten Hauptquerung möglich ist.
Die Planung sieht mehrere Maßnahmen vor, die den Kfz -Fluss in der Frank-
furter Straße gegenüber den Rahmenbedingungen des Verkehrsversuchs po-
sitiv beeinflussen:
Durch die Erneuerung der Signaltechnik (zusätzliche Sensoren zur
Erfassung des Kfz-Verkehrs) kann die Signalanlage flexibler auf die
jeweiligen Verkehrsanforderungen reagieren.
Zusätzliche Grünzeit für die Frankfurter Straße schafft zusätzliche Ka-
pazitätsreserven und geringere Wartezeiten in der Hauptrichtung.
Durch die Schaffung eines Trennstreifens (der querenden Fußgän-
gern als Querungshilfe mit Mittelauftritt dient) entfallen im Querungs-
bereich die Beeinträchtigungen durch die heutige Fußgänger-Signal-
anlage.
Die geplante Dunkelanlage zur Fußgängerquerung nördlich der Halte-
stelle wird signaltechnisch in den Kfz-Verkehrsstrom so integriert,
dass Beeinträchtigungen des Kfz-Flusses, wie sie während der Ver-
kehrsversuchs teils auftraten, zukünftig vermieden werden.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter
Straße
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 7
3 Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter Straße
3.1 Input aus Bürgergespräch 09.12.2015
Im Rahmen des Bürgergesprächs vom 09.12.2015 wurden Fragen und Anre-
gungen aufgenommen 1. Ein detaillierter Abgleich mit der vorliegenden Pla-
nung befindet sich in Anlage 7.
Die Auswertung der Anregungen und Fragen aus der bisherigen öffentlichen
Diskussion und Bürgerbeteiligung zeigt, dass bei der bisherigen Planung
keine Aspekte übersehen wurden. Vorschläge zielten zumeist auf Verbesse-
rungen für Einzelaspekte bzw. einzelne Nutzergruppen.
3.2 Zielformulierung
Analyse der heutigen Verkehrssituation
Die Analyse der heutigen Verkehrssituation erfolgt in enger Anlehnung an die
Verkehrsuntersuchung von R+T2 und berücksichtigt darüber hinaus Erkennt-
nisse, die im Rahmen der Vorplanung zur Umgestaltung der Frankfurter
Straße gewonnen wurden. Die wesentlichen Analyseergebnisse sind:
Die Verkehrsbelastung der Fra nkfurter Straße im Planbereich beträgt
heute ca. 19.000 Kfz/Werktag (vergl. Kapitel 2.1).
Durch mittel- bis langfristig geplante Entwicklungen von Merck (städte-
baulicher Rahmenplan) ist mit moderaten Verkehrszuwächsen zu rech-
nen:
- nördlich Maulbeerallee: + ca. 850 Kfz/Tag
- Mittelbereich (Querungsbereich): + ca. 190 Kfz/Tag
- südlich Kleine Frankfurter Straße: + ca.1.750 Kfz/Tag
Dadurch, dass die Parkierungsanlagen im Osten der Frankfurter
Straße sowohl von Norden (über die Maulbeerallee) als auch von Sü-
den (über die Kleine Frankfurter Straße ) angefahren werden können,
kommt es im Mittelbereich nur zu sehr geringen Zusatzbelastungen.
Alle Knotenpunkte sind heute ausreichend leistungsfähig. Die meisten
Verkehrsströme weisen eine gute oder sehr gute Verkehrsqualität auf.
Die schlechteste, d.h. nur ausreichende Verkehrsqualität hat der Links-
abbiegestrom von Norden in die Maulbeerallee. Dies liegt daran, dass
1 Dokumentation Bürgergespräch der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Umbau der Frankfurter Straße am
9. Dezember 2015, 18:00 – 20:00Uhr, Zum Goldenen Löwen - Darmstadt-Arheilgen; Moderation und Dokumen-
tation memo ‐ consulting; Dipl.‐Ing. Joachim Fahrwald
2 Verkehrsuntersuchung Merck – Frankfurter Straße, R+T Verkehrsplanung Darmstadt, Juli 2015
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Darmstadt
Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter
Straße
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 8
dieser Verkehrsstrom keine eigene Signalphase hat und den Gegen-
verkehr, die Straßenbahn und querende Fußgänger und Radfahrer be-
achten muss.
Der Fußgängerverkehr entlang der Frankfurter Straße ist eher gering.
Stärkere Fußgängerströme sind zwischen dem Hauptzugang der Firma
Merck und dem Nordbahnhof zu verzeichnen. Südlich des Südtores
der Firma Merck konzentrieren sie sich auf die Ostseite der Frankfurter
Straße.
Stark sind die Fußgängerquerungen über die Frankfurter Straße:
ca. 11.000 pro Werktag. Sie verteilen sich auf 4 signalisierte Fußgän-
gerfurten (2 an der Maulbeerallee, 1 am Haupttor, 1 am Südtor) sowie
1 ungesicherten und unzulässigen (Sperrflächen) Querungsbereich
nördlich der Eisenbahnbrücke. Die Fußgängerfurt am Hauptto r ist mit
ca. 4.900 Fußgängern/Werktag mit Abstand am stärksten frequentiert.
Beim Radverkehr ist der Längsverkehr stärker als der Querverkehr.
Insgesamt fahren 1.200 bis 1.600 Radfahrer/Werktag entlang der
Frankfurter Straße. Die Verkehrsmenge nimmt von Süd nach Nord ab.
Die Ostseite der Frankfurter Straße ist mit 40 – 45% etwas stärker fre-
quentiert als die Westseite. Dies ist darauf zurück zu führen, dass die
Fahrradabstellanlagen von Merck und der Nordbahnhof auf der Ost-
seite der Frankfurter Straße lieg en. Auf beiden Straßenseiten findet
Radverkehr in bedeutendem Umfang entgegen der vorgeschriebenen
Fahrtrichtung statt: auf der Ostseite bis zu 25%, auf der Westseite bis
zu 13%.
Die Firma Merck ist sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.
In der F rankfurter Straße verkehren die Straßenbahnlinien 6 und 7/8
jeweils im 15 -Minuten-Takt während der Hauptverkehrszeiten . Am
Nordbahnhof besteht Zugang zu den Regionalzügen.
Die Straßenbahnhaltestelle Merck ist heute von 650 Ein - und Ausstei-
gern pro Werktag, die Straßenbahnhaltestelle Maulbeerallee von 900
Ein- und Aussteigern pro Werktag frequentiert3. HEAG mobilo plant die
Haltestelle Maulbeerallee aufzugeben. Dadurch wird an der Haltestelle
Merck künftig mit doppelt so vielen Ein - und Aussteigern gerechnet ,
wovon viele auch in Richtung Nord-Tor gehen.
Die 2,50m bzw. 2,80m breiten Bahnsteige genügen nach Angaben von
HEAG mobilo formal den Anforderungen. Zu den Hauptverkehrszeiten
kommt es dennoch bereits heute zu gegenseitigen Behinderungen der
Fahrgäste. Durch die erwartete Zunahme an Fahrgästen wird sich die
Situation weiter verschärfen.
3 HEAG mobilo, Juli 2014
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter
Straße
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 9
Die Trennwirkung der Frankfurter Straße für Fußgänger und Radfahrer
ist wegen der 4-Streifigkeit und der begrenzten Anzahl von Querungs-
stellen hoch.
An den Fußgänger - und Radfahrerfurten sind die Aufstellflächen teil-
weise zu knapp bemessen, sodass Konflikte zwischen querenden Fuß-
gängern bzw. Radfahrern und Radfahrern im Längsverkehr entstehen.
Am Haupt- und Nordtor hat der Radverkehr Vorrang gegenüber que-
renden Fußgängern. Dies führt teilweise zu Konflikten aufgrund man-
gelnder Rücksichtnahme. Am Südtor, wo keine Aufstellflächen für Fuß-
gänger vorhanden sind, ist der Radweg durch eine Haltlinie in die Sig-
nalisierung der Fußgängerfurt einbezogen. Die Wartepflicht wird vom
Radverkehr jedoch oft missachtet, wartendende Fußgänger blockieren
häufig den Radweg. Die Unfallzahlen sind trotz der Konflikte zwischen
Fußgängern und Radfahrern unauffällig. Der Polizei liegen aus den
letzten 5 Jahren (2010 – 2014) keine Meldungen von Fußgänger-/Rad-
verkehrsunfällen vor. In der Unfalldatenbank von Merck ist ein Zusam-
menstoß Fußgänger/Radfahrer im Jahr 2009 mit geringen Verletzun-
gen („blaue Flecken“) registriert.
Die Radverkehrsanlagen entsprechen in ihrer Gestaltung und Ver-
kehrsregelung nicht ih rer tatsächlichen Nutzung im Zweirichtungsver-
kehr. Radverkehr entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung führt
so zu Gefährdungen, da Fußgänger und Kfz nicht mit Radverkehr in
der Gegenrichtung rechnen. Durch die geringe Anzahl an für den Rad-
verkehr freig egeben Querungsstellen über die Frankfurter Straße ist
Zweirichtungsverkehr auf den Radwegen kaum vermeidbar.
Im Bereich der Werkstore nutzen Kfz im Bring - und Holverkehr Geh -
und Radwegflächen zum kurzzeitigen Halten. Fußgänger und Radfah-
rer werden dadurch behindert und gefährdet.
Die Linksabbieger in die Maulbeerallee haben in der Signalsteuerung
keine eigene Grünphase. Sie müssen deshalb beim Abbiegen den Ge-
genverkehr, 2 Straßenbahngleise sowie querende Fußgänger und
Radfahrer beachten. Diese komplexe Situation führt zu Konflikten zwi-
schen Linksabbiegern und den anderen Verkehren.
Die 4 Fahrstreifen der Frankfurter Straße und die starke Aufweitung
durch den sehr großzügig ausgebildeten Rechtsabbiegestreifen in die
Kleine Frankfurter Straße führen zu einer Dominanz des Kfz-Verkehrs
sowohl im Verkehrsablauf, durch erhöhte Geschwindigkeiten und län-
gere Querungsstrecken, als auch im städtebaulichen Erscheinungs-
bild.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter
Straße
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 10
Ziele der Umgestaltung
Bei der Analyse der Straßenraumgestaltung und des Verkehrsablaufs in der
Frankfurter Straße wurden die Schwachstellen der heutigen Situation deutlich.
Es besteht Handlungsbedarf, insbesondere auch weil durch die geplante Sa-
nierung des städtischen Abwasserkanals die Frankfurter Straße ohnehin ab-
schnittsweise aufgegraben werden muss.
Die oben geschilderten Konflikte und Schwachstellen sollen durch die Umge-
staltung ausgeräumt werden. Entsprechend wurden dazu in Abstimmung mit
der Stadt Darmstadt verkehrsplanerische Ziele festgelegt, die zukünftig eine
angemessenere, bessere Funktion gewährleisten sollen und als Maßstab für
eine Umgestaltung gelten sollen:
Städtebauliche Aufwertung der Frankfurter Straße als Hauptverkehrs-
straße
Attraktiven Stadteingang schaffen
Ausgewogene Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer
Konflikte Fuß-/ Rad- und Kfz-Verkehr reduzieren
Barrierefreiheit schaffen
Diese Oberziele einer Umgestaltung der Frankfurter Straße wurden i m Rah-
men des Bürgergesprächs am 09.12.2015 vorgestellt.
3.3 Abgleich mit Umgestaltungsvorschlag
Zur verkehrlichen und gestalterischen Verbesserung der Frankfurter Straße
sind die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen geplant. Es wird unterschie-
den zwischen den Maßnahmen, die bis 2017 umgesetzt werden sollen
(Stufe 1), und den später durchzuführenden Maßnahmen. Die Straßen-
bahntrasse bleibt in Lage und Höhe unverändert.
3.3.1 Maßnahmen bis 2017 (Stufe 1)
Der bis 2017 geplan te Ausbau der Frankfurter Straße (Stufe 1) umfasst den
Streckenabschnitt etwa vom Knotenpunkt Fa. Merck Tor Süd bis nördlich der
Straßenbahn-Haltestelle. In diesem Bereich konzentrieren sich die meisten
Fußgängerströme mit entsprechend hohem Querungsbedarf über die Frank-
furter Straße. Der Querungsbedarf wird hervorgerufen durch die Wegebezie-
hung zum Hauptfußgängertor der Firma Merck, das auf der Westseite der
Frankfurter Straße liegt und den auf der Ostseite gelegenen Straßenbahn -
Haltestellen bzw. Rad- und Kfz-Parkierungsanlagen.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
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Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter
Straße
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Empfangssituation Hauptzugang Firma Merck
Die Umgestaltung schafft eine ganz neue Eingangssituation zur Firma Merck,
die städtebaulich und gestalterisch hohen Ansprüchen genügt. Diese Maß-
nahmen erstrecken sich ausschließlich auf dem Gebiet der Firma Merck.
Der öffentliche Straßenraum muss in diesem Bereich also einer erhöhten
Querungsfunktion gerecht werden. Daher zielt die Straßenraumgestaltung auf
eine Reduzierung der Trennwirkung und Erhöhung der Verkehrssicherheit für
Fußgänger und Radfahrer durch
Reduzierung von 4 auf 2 Kfz-Fahrstreifen (1 pro Richtung).
Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30km/h zur besseren Verträglich-
keit des Kfz-Verkehrs mit querenden Fußgängern und Radfahrern
und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch geringere Verkehrs-
lärmbelastungen.
Integration der Straßenbahntrasse in die Gestaltung der Frankfurter
Straße, Verlagerung der Straßenbahnhaltestelle in Fahrtrichtung Nord,
gegenüber der Haltestelle in Fahrtrichtung Süd.
Ertüchtigung der Haltestellen gemäß den zum Jahr 2022 obligatori-
schen Anforderungen zum barrierefreien Ausbau.
4 je rund 3,00m breite Trennstreif en zwischen Geh -/Radweg West,
Fahrstreifen West, Fahrstreifen Ost, Straßenbahntrasse und Geh/Rad-
weg Ost als Warteflächen und Querungshilfen für Fußgänger und Rad-
fahrer bzw. als Grüninseln. Die Trennstreifen werden leicht erhöht,
durch Borde eingefasst als Mittelauftritte zur Querung bzw. als Rasen-
Felder ausgeführt.
Der Trennstreifen (Mittelauftritt als Querungshilfe für Fuß- und Rad-
verkehr) ist so geplant, dass er bei Notfällen entsprechend voll be-
fahrbar ist.
Querbarkeit für Fußgänger und Radfahrer gebündelt in 5 Bereiche über
den gesamten Querungsbereich, mit wiederholten Bordsteinabsenkun-
gen.
Zu Gunsten der freien Querbarkeit im oben genannten Bereich wird auf
Empfehlung des Auditors die heutige Signalanlage an das nördliche
Ende des Hauptquerungsbereichs, nördlich der Haltestelle verlegt.
Diese Signalanlage dient der Barrierefreiheit und ist insbesondere für
sehbehinderte bzw. blinde Menschen erforderlich.
Warnung vor Straßenbahn (Dunkel-Anlagen mit Rot-Licht).
Anrampen der Fahrstreifen im 30km/h Bereich (Niveauanhebung) zur
Geschwindigkeitsreduzierung.
Aufweitung der Seitenräume von 3,30m bzw. 4,50m auf über 5 Meter
Breite (städtischer Grund) mit angrenzendem Vorbereich am Hauptein-
gang bzw. zukünftigen Besucherzentrum der Firma Merc k (öffentlich
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Straße
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zugängiger Grund der F irma Merck). Ausweisung als gemeinsamer
Geh- und Zweirichtungs -Radweg zur Erhöhung der Verkehrsqualität
für Fußgänger und Radfahrer, zur Förderung der gegenseitigen Rück-
sichtnahme, zur Reduzierung der Geschwindigkeiten i m Radverkehr,
zur Reduzierung des Querungsbedarfs von Radfahrern und zur Redu-
zierung von Konflikten mit ordnungswidrig in Gegenrichtung fahrenden
Radfahrern.
Barrierefreiheit und taktile Ausgestaltung für mobilitätseingeschränkte
und sehbehinderte Personen wird umgesetzt.
Die Übergänge der Planung zum Bestand sind in der Entwurfs- und
Ausführungsplanung weiter zu konkretisieren.
Die Maßnahmen, insbesondere auch zur Fußgängerquerung und zur gemein-
samen Führung von Fußgängern und Radfahrern, stehen im Einklang mit dem
verkehrsplanerischen Regelwerk und den gesetzlichen Bestimmungen. Die
Planung wurde durch ein extern erstelltes Sicherheitsaudit überprüft4. Die Hin-
weise daraus sind in die Planung eingeflossen.
Durch die Reduzierung auf 2 Fahrstreifen (mit im Notfall überfahrbarem
Trennstreifen in der Mitte) bleibt der Verkehrsfluss von Kfz in der Frankfurter
Straße unkritisch. Die Verkehrsqualität an den Knotenpunkten bleibt befriedi-
gend bis sehr gut 5. Dies ist, ergänzend zur Berechnung nach dem verkehrs-
planerischen Regelwerk, auch durch eine detaillierte Verkehrssimulation
nachgewiesen6. Damit wird die Planung auch den Interessen und Anforderun-
gen des Kfz-Verkehrs gerecht.
Um allen Nutzern im Bereich der Hauptquerung die unterschiedlichen funkti-
onalen Flächen kenntlich zu machen, werden diese gestalterisch hervorgeho-
ben. Ebenso wird die Grenze zwischen öffentlichem Raum und privaten Flä-
chen der Firma Merck durch Materialwechsel deutlich. Folgende Materialien
sollen im Hauptquerungsbereich zum Einsatz kommen:
4 Auditbericht Frankfurter Straße, Darmstadt – Verkehrsflächen im Bereich Emanuel-Merck-Platz;
Dr.-Ing. Reinhold Baier; Aachen 30.07.2015
Neuplanung Emanuel-Merck-Platz in Darmstadt – Handlungsempfehlungen und Nachweis der Verkehrsqualität
Dr.-Ing. Reinhold Baier; Aachen Juli 2015
5 Verkehrsuntersuchung Merck – Frankfurter Straße, R+T Verkehrsplanung Darmstadt, Juli 2015
6 Mikrosimulation – Frankfurter Straße und Emanuel-Merck-Platz, R+T Verkehrsplanung Darmstadt,
Vorabzug Juli 2015
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Vertiefende Schwachstellenanalyse Frankfurter
Straße
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Trennstreifen: Naturstein, hellgrau
Geh- und Radverkehrsflächen: Natursteinpflaster, hellgrau
Straßenbahn: beschichteter Asphalt, hellgrau
Fahrbahn: beschichteter Asphalt, hellgrau
Für Notfälle sind die Inseln und Mittelauftritte im gesamten Bereich
überfahrbar.
Die Oberflächenentwässerung der städtischen Flächen (Fahrbahn,
Gehwege, etc.) werden über Straßenabläufe, Kastenrinnen und An-
schlussleitungen an den geplanten Kanal der Stadt Darmstadt ange-
schlossen.
Privatfläche der Firma Merck: Beton, hellgrau
3.3.2 Nördlicher Anschlussbereich
In Stufe 1 (2017) wird die Frankfurter Straße nördlich des Hauptzugangs der
Firma Merck bis zum Ende der Straßenbahnhaltestelle in die Umgestaltungen
einbezogen. Der Straßenquerschnitt wird dabei in angepasster Form fortge-
führt. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen geplant:
Reduzierung von 4 auf 2 Kfz-Fahrstreifen (1 pro Richtung).
Anordnung von 2 Straßenbahnhaltestellen in Verlängerung der beiden
östlichen Trennstreifen (beidseits der Straßenbahntrasse). Verbreite-
rung der Bahnsteige von 2,50m bzw. 2,80m auf rund 3,75m .
Anordnung einer zusätzlichen Fußgänger - u. Radfahrerfurt am nördli-
chen Ende der Straßenbahnhaltestelle Merck. Dies reduziert die
Trennwirkung der Frankfurter Straße. Wegen des von HEAG mobilo
geplanten Wegfalls der Haltestelle Maulbeerallee ist diese Furt von be-
sonderer Bedeutung, weil durch sie Umwege zum Tor Nord verringert
werden können. Dementsprechend hält auch HEAG mobilo hier eine
zusätzliche Querung über die Frankfurter Straße für notwendig. Die zu-
sätzliche Querung nördlich der Haltestelle wird barrierefrei ausgebaut
und die Fußgängerfurt mit einer Dunkelschaltung signalisiert, die nur
auf Anforderung durch Fußgänger und Radfahrer bei Bedarf aktiviert
wird. Fußgänger und Radfahrer können die Sig nalanlage bei Bedarf
(Zeiten hoher Verkehrsbelastungen, erhöhten Sicherheitsanforderun-
gen z.B. von Kindern, Mobilitätseinschränkungen z.B. von Seh - und
Gehbehinderten) betätigen. Die Dunkelschaltung hat die Vorteile, dass
Fußgänger und Radfahrer auch frei queren können, dass Kfz seltener
anhalten müssen, dass Rückstaus vermieden werden und dass er-
höhte Geschwindigkeiten bei Kfz-Grün vermieden werden.
Fortführung des Trennstreifens zwischen den beiden Richtungsfahr-
bahnen. Er dient der Geschwindigkeitsdämpfung, als Querungshilfe an
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der Fußgänger-/Radfahrerfurt, dem Ausweichen bei Störfällen und ggf.
der Aufnahme von Verkehrseinrichtungen (Verkehrszeichen, Signal-
masten).
Anordnung eines Haltestreifens für Kfz im Bring- und Holverkehr in Ver-
längerung des westlichen Trennstreifens.
Aufweitung der Seitenräume von 2,20m bzw. 3,75m auf 4,50 m Breite
und – eingebettet in ein Gesamtkonzept für die Frankfurter Straße –
Ausweisung als gemeinsamer Geh- und Zweirichtungs-Radweg zur Er-
höhung der Verkehrsqualität für Fußgänger und Radfahrer, zur Förde-
rung der gegenseitigen Rücksichtnahme, zur Reduzierung der Ge-
schwindigkeiten im Radverkehr, zur Reduzierung des Querungsbe-
darfs von Radfahrern und zur Reduzierung von Konflikten mit ord-
nungswidrig in Gegenrichtung fahrenden Radfahrern.
Baumreihe an der Westseite der Frankfurter Straße zur räumlichen
Fassung und gestalterischen Aufwertung des Straßenraums und zur
Verbesserung der Stadtökologie.
Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h zur besseren Verträglich-
keit des Kfz-Verkehrs mit querenden Fußgängern und Radfahrern
und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch geringere Verkehrs-
lärmbelastungen.
3.3.3 Südlicher Anschlussbereich
In Stufe 1 (2017) wird die Frankfurter Straße südlich des Hauptquerungsbe-
reiches bis ca. 35m südlich der F ußgängerfurt am Tor Süd der Firma Merck
in die Umgestaltungen einbezogen. Der südliche Anschlussbereich wird stark
durch den Knoten Kleine Frankfurter Straße geprägt. Im Einzelnen sind fol-
gende Maßnahmen geplant:
Verzicht auf den Rechtsabbiegestreifen von Süden in die Kleine Frank-
furter Straße einschließlich der breiten Sperrfläche zwischen Rechts-
abbiege- u. Geradeausstreifen. Umwidmung des rechten Geradeaus-
streifens von Süden zum Rechtsabbiegestreifen in die Kleine Frankfur-
ter Straße (Spursubtraktion). Großzügige Verbreiterung des östlichen
Seitenraums. Dadurch wird mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und
zum Aufenthalt gewonnen. Die Straßenraumgestalt wird verbessert.
Die Geschwindigkeit der Rechtsabbieger wird durch die weniger zügige
Führung gedämpft.
Kurzer zweiter Fahrstreifen von Norden für den Geradeausverkehr. Die
Aufweitung erfolgt direkt im Anschluss an d ie Trennstreifen im Haupt-
querungsbereich. Der zweite Fahrstreifen dient der Erhöhung der Leis-
tungsfähigkeit und der Vermeidung von Rückstaus.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
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Straße
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2 G rünstreifen beidseits der Frankfurter Straße zur räumlichen Fas-
sung und gestalterischen Aufwertung des Straßenraums und zur Ver-
besserung der Stadtökologie. Abrückung des Geh - und Radwegs von
der Fahrbahn zur Erhöhung der Attraktivität und Sicherheit des Fu ß-
und Radverkehrs und zur Definition klarer Aufstellflächen für Fußgän-
ger und Radfahrer an den signalisierten Furten (Tor Süd).
Anordnung eines Haltestreifens für Kfz im Bring - und Holverkehr im
westlichen Trennstreifen südlich der Fußgängerfurt am Süd-Tor.
Ausweisung 4,50m breiter gemeinsamer Geh- und Radweg zur För-
derung der gegenseitigen Rücksichtnahme, zur Reduzierung der Ge-
schwindigkeiten im Radverkehr, zur Reduzierung des Querungsbe-
darfs von Radfahrern und zur Reduzierung von Konflikten mit ord-
nungswidrig in Gegenrichtung fahrenden Radfahrern.
3.4 Maßnahmen nach 2017
Zur weiteren verkehrlichen und gestalterischen Aufwertung der Frankfurter
Straße sollen auch Maßnahmen im Norden und Süden des Merck -Areals er-
griffen werden. Eine Vorplanung befindet sich zurzeit in Abstimmung für den
Bereich von der Eisenbahnbrücke bis zur Maulbeerallee. Die in diesem Ab-
schnitt geplanten Maßnahmen werden nachfolgend beschrieben.
Die Radverkehrsanlagen auf beiden Seiten der Frankfurter Straße sollen un-
terschiedliche Funktionen erhalten. Auf der Ostseite der Frankfurter Straße
soll eine attraktive und zügige Radverkehrsverbindung Arheilgen – Nordbahn-
hof – Innenstadt geschaffen werden. Auf der Westseite der Frankfurter Straße
dienen die Radverkehrsanlagen eher der Erschließung und dem langsameren
Radverkehr, der an den Einmündungen der Maulbeerallee und der Kleinen
Frankfurter Straße von ein- und abbiegenden Kfz ungestört ist. Auf beiden
Straßenseiten soll Zweirichtungsradverkehr zugelassen und planerisch be-
rücksichtigt werden, um den in der Analyse festgestellten Bedürfnissen des
Radverkehrs Rechnung zu tragen.
3.4.1 Frankfurter Straße Nord
Nördlich des Anschlussbereichs (Stufe 1) , d.h. nördlich der Straßenbahnhal-
testelle sind folgende Maßnahmen geplant:
Nach Abschluss der Trennstreifen und der Dunkelanlage führen (ana-
log zu heute) 2 Geradeausspuren in Richtung Norden, der Rechts ab-
biegestreifen in die Maulbeerallee wird verlängert. Damit wird dort trotz
sonstiger Verbesserungen zusätzlich die gleiche Anzahl an Fahrstrei-
fen wie heute erreicht.
Einführung einer separaten Phase für Linksabbieger von Norden in die
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
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Straße
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Maulbeerallee. Dadurch werden Konflikte zwischen abbiegenden Kfz
und querenden Fußgängern und Radfahrern vermieden. Besonders
wichtig ist dies für eine sichere Führung des Zweirichtungsradwegs.
Anlage getrennter, jeweils 2,50m breiter, Geh - und Radwege auf der
Ostseite der Frankfurter Straße. Dadurch wird dort beiden Verkehrsar-
ten ausreichend Platz für ein zügiges, voneinander weitgehend unge-
störtes Vorankommen angeboten.
Anlage eines gemeinsamen 4,50m breiten Geh- und Radwegs auf der
Westseite der Frankfurter Straße. Durch die flexible Nutzung wird den
Fußgängern und Radfahrern dort mehr Raum geboten, um nebenei-
nander gehen bzw. fahren und sich begegnen zu können. Dadurch
wird z.B. dem erhöhten Fußgängeraufkommen nach Ankunft einer
Straßenbahn Rechnung getragen. Fußgänger und Radfahrer müssen
mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Die Geschwindigkeiten des
Radverkehrs werden dadurch geringer. Dies erleichtert die Fußgän-
gerquerungen auch am Nord-Tor.
3.4.2 Frankfurter Straße Süd
Südlich des Anschlussbereichs (Stufe 1), d.h. südlich der Einmündung Kleine
Frankfurter Straße sind folgende Maßnahmen geplant:
Fortführung der im Knoten Kleine Frankfurter Straße aus Leistungsfä-
higkeitsgründen benötigten 2 Fahrstreifen pro Richtung als Geradeaus-
fahrstreifen Richtung Süden, um den dort höheren Verkehrsbelastun-
gen (Parkplatz Merck) Rechnung zu tragen. Damit wird dort die gleiche
Anzahl an Fahrstreifen erreicht wie heute und damit das Vorfeld der
Kreuzung leistungsfähig.
Anlage getrennter, jeweils 2,50m breiter, Geh- und Radwege auf der
Ostseite der Frankfurter Straße (wie im Norden).
Anlage eines gemeinsamen 4,50m breiten Geh- und Radwegs auf der
Westseite der Frankfurter Straße (wie im Norden).
2 Grünstreifen, möglichst mit Baumreihen beidseits der Frankfurter
Straße zur räumlichen Fassung und gestalterischen Aufwertung des
Straßenraums und zur Verbesserung der Stadtökologie. Abrückung
des Geh- und Radwegs von der Fahrbahn zur Erhöhung der Attrakti-
vität und Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs (wie im Norden).
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Fazit und Empfehlung
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4 Fazit und Empfehlung
Die vorliegende Studie liefert vertiefende Betrachtungen zu den bereits er-
stellten Untersuchungen z ur Umgestaltung der Frankfurter Straße in Darm-
stadt.
Im Themenbereich Kfz-Verkehrsmengen und Leistungsfähigkeit der Frankfur-
ter Straße haben Vergleichserhebungen (März 2016) gezeigt, dass die bishe-
rige Datengrundlage (September 2014) tauglich ist. Denn die erneute Erhe-
bung hat keine signifikanten Änderungen gezeigt, die die Ergebnisse der Ver-
kehrssimulation und Leistungsfähigkeitsberechnungen infrage stellen wür-
den.
Der Verkehrsversuch hat gezeigt, dass eine Fahrstreifenreduzierung der
Frankfurter Straße im vorgesehenen Bereich möglich ist. Die Leistungs-
fähigkeit der Frankfurter Straße blieb auch unter den relativ ungünstigen
Rahmenbedingungen des Verkehrsversuchs erhalten.
Die Planung sieht mehrere Maßnahmen vor, die den Kfz -Fluss in der Frank-
furter Straße gegenüber den Rahmenbedingungen des Verkehrsversuchs po-
sitiv beeinflussen:
Durch die Erneuerung der Signaltechnik (zusätzliche Sensoren zur
Erfassung des Kfz-Verkehrs) kann die Signalanlage flexibler auf die
jeweiligen Verkehrsanforderungen reagieren (Knoten Maulbeerallee
und Kleine Frankfurter Straße und heutige Fußgängerquerung).
Zusätzliche Grünzeit für die Frankfurter Straße schafft zusätzliche Ka-
pazitätsreserven und geringere Wartezeiten in der Hauptrichtung
(Nachmittagsspitze Fahrtrichtung Norden am Knoten Kleine Frankfur-
ter Straße).
Durch die Schaffung eines Trennstreifens für querende Fußgänger
als Querungshilfe entfallen die Beeinträchtigungen durch die heutige
Fußgänger-Signalanlage am Hauptzugang der Firma Merck.
Die geplante Dunkelanlage zur Fußgängerquerung nördlich der Halte-
stelle wird signaltechnisch in den Kfz-Verkehrsstrom so integriert,
dass Beeinträchtigungen des Kfz-Flusses, wie sie während der Ver-
kehrsversuchs teils auftraten, zukünftig vermieden werden.
Die Auswertung der Anregungen und Fragen aus der bisherigen öffentlichen
Diskussion und Bürgerbeteiligung zeigt, dass bei der bisherigen Planung
keine Aspekte übersehen wurden. Vorschläge zielten zumeist auf Verbesse-
rungen für Einzelaspekte bzw. einzelne Nutzergruppen. In der Gesamtbe-
trachtung und bei gleichberechtigter Berücksichtigung aller Nutzergrup-
pen erscheint die vorliegende Vorplanung weiterhin als beste Möglich-
keit zur Verbesserung der bestehenden Situation und als geeigneter
Rahmen, um die künftigen verkehrlichen und gestalterischen Anforde-
rungen an die nördliche Frankfurter Straße zu erfüllen.
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Darmstadt
Verzeichnisse
rt_VU-Begleituntersuchung Frankfurter Straße_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 18
Verzeichnisse
Tabellen im Text:
Tabelle 1: Verkehrsversuch Frankfurter Straße – Auslastung und
Rückstau 5
Anlagen:
Anlage 1 Verkehrsmengen - Erhebung: 10.09.2014 bis 18.09.2014
1.1 Vormittägliche Spitzenstunde Werktag
1.2 Nachmittägliche Spitzenstunde Werktag
1.3 werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anlage 2 Verkehrsmengen - Erhebung: 15.03.2016
2.1 Vormittägliche Spitzenstunde Werktag
2.2 Nachmittägliche Spitzenstunde Werktag
2.3 werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anlage 3 Differenzbetrachtung Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014
3.1 Vormittägliche Spitzenstunde Werktag
3.2 Nachmittägliche Spitzenstunde Werktag
3.3 werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anlage 4 Verkehrsmengen - Erhebung Verkehrsversuch: 10.05.2016
4.1 Vormittägliche Spitzenstunde Werktag
4.2 Nachmittägliche Spitzenstunde Werktag
4.3 werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anlage 5 Differenzbetrachtung Verkehrsversuch 05/2016 - Vorher-Erhe-
bung 03/2016
5.1 Vormittägliche Spitzenstunde Werktag
5.2 Nachmittägliche Spitzenstunde Werktag
5.3 werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anlage 6 Auslastung und Rückstau - Auswertung Verkehrsversuch
Anlage 7 Input aus Bürgergespräch 09.12.2015
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 1.1
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 07:15-08:15 - Erhebungen Frankfurter Straße: 10.09.2014 bis 18.09.2014
Erhebung B3: 08.10.2015
Erhebungen Frankfurter Straße: 10.09.2014 bis 18.09.2014
Spitzenstunde 07:15-08:15
Anzahl [Kfz/h]
FG FG
Rad Rad
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
FG FG
Rad Rad
Merck Süd-Tor
FG FG
Rad Rad
752
168
951
920
18 FG
Rad
Rad
9
FG
0
212
Rad
2
Rad
4
69
0
771
1610
Frankfurter Landstr.
332
19
FG
Frankfurter Str.
873
2
47 3
0
1
1
477
1
15
916
52
523
1
995 505
52
311
194
11
Rad 9
FG
92436
54
1637
RadFG
615
91
432
402
Rad 6
983 507
RadFG
2
19
FG
FG
18
39
Rad
25
442
1
Summe Einfahrender Kfz
Summe Einfahrender Kfz
1643
Summe Einfahrender Kfz
K 2
2
K 3
864
Frankfurter Str.
246
3
2
2661
0
0
17
857
175
6
Rad
877 482
490
2016
424
4
5
FG
1
26
15
0
Summe Einfahrender Kfz
109
199
531
Darmstadt - Arheilgen
110
K 1
1814
K 4
277
563
0
FG
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
Zufahrt Parkplatz Süd
Frankfurter Str.
68
20
79
8
1
8
3
30
565
788456
30.05.2016 SpH_AM ges. Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 1.2
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 16:45-17:45 - Erhebungen Frankfurter Straße: 10.09.2014 bis 18.09.2014
Erhebung B3: 08.10.2015
Erhebungen Frankfurter Straße: 10.09.2014 bis 18.09.2014
Spitzenstunde 16:45-17:45
Anzahl [Kfz/h]
FG FG
Rad Rad
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
FG FG
Rad Rad
Merck Süd-Tor
5 FG FG
Rad Rad
306
696
859553
505
Frankfurter Landstr.
K 1
875 472
403
Darmstadt - Arheilgen
4
28
3
7
FG
4
741
777 792
2
48
2
0
6
789
0
327
330
837
50
153
0
3
1
21
671
151
Summe Einfahrender Kfz
1950
215
435
Rad
688
0
2
31
397
0
42
355
514
102
7
Rad
333
FG3
FG
Rad
Rad
72
1
19
FG
3
8 FG
0
Frankfurter Str.
1
K 3
3
27
K 2
Rad
5
0
1107
6
6
6840
620
64
1
774
3
2
0
4559
FG
Rad
5
B3 - Richtung BAB A5
K 4
436 455
640
822510
130
143
312
118
822
Frankfurter Str.
191
0
Summe Einfahrender Kfz
1954
Summe Einfahrender Kfz
1707
Summe Einfahrender Kfz
1820
Frankfurter Str.
864
309
B3 - Richtung Wixhausen
Zufahrt Parkplatz Süd
RadFG
12
FG
48
RadFG
RadFG
8
41
Rad
17
6
30.05.2016 SpH_PM ges. Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 1.3
Verkehrsmengen: werktägliche 24h-Verkehrsmenge - Erhebungen Frankfurter Straße: 10.09.2014 bis 18.09.2014
Erhebung B3: 08.10.2015
Erhebungen Frankfurter Straße: 10.09.2014 bis 18.09.2014
werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anzahl [Kfz/24h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
FG FG
Rad Rad
Merck Süd-Tor
FG FG
Rad Rad
3337
9589
11231
FG Rad
9544
55
115
FG
9531
Rad
33
875
5009
5508
K 1
49
Rad
4499
FG
9508
7894
30
FG Rad
12
61
Rad
23
11
2300
0
0
8231
1040
61 526
FG Rad
534
2415
33611481
2061
292
RadFG
11476
K 3
4051
900
335
K 4
4956 5412
FG
1030
K 2
320
Rad
259
FG 9768
2304
7
14
9281
781
1
8475
9507 4633
4874
5459
960
Frankfurter Landstr.
Rad
2
5884 5834
109
2
FG
3
54
FG 9421 9271
819
Frankfurter Str.
149
1619
1695
3717
Darmstadt - Arheilgen
9521
43
9129
9637
1911
24422
1138
0
8271
1260 1302
Frankfurter Str.
23 30
49
Summe Einfahrender Kfz
25118
Summe Einfahrender Kfz
20850
Summe Einfahrender Kfz
21267
Summe Einfahrender Kfz
23228
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
Zufahrt Parkplatz Süd
Frankfurter Str.
0
0
0
0
26
221
27
183
10573
6856
30.05.2016 24h ges. Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 2.1
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 07:15-08:15 - Erhebung vom 15.03.2016
Erhebung vom 15.03.2016
Spitzenstunde 07:15-08:15
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
Merck Süd-Tor
K 3
Frankfurter Str.
921 917 13
496
408
1
905
12
14
6
22
16
918 503
K 2
929 508
1
2
438
68
2
1
332
1
116
1077 518
1
812
264
4
79
196
1089 519
712
49
663 95
426
431
K 1
Darmstadt - Arheilgen
521 232
Frankfurter Landstr.
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
K 4
328 546
568
788444
124
202
344
Summe Einfahrender Kfz
2101
Summe Einfahrender Kfz
1752
Summe Einfahrender Kfz
1783
Summe Einfahrender Kfz
1858
985
987783
204
336
183
Frankfurter Str.Frankfurter Str.
Zufahrt Parkplatz Süd
1
1
420
30.05.2016 SpH_AM 2016 Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 2.2
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 16:00-17:00 - Erhebung vom 15.03.2016
Erhebung vom 15.03.2016
Spitzenstunde 16:00-17:00
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
Merck Süd-Tor
K 3
Frankfurter Str.
1124 873
1
1
829
43
721
3
1
20
422402
724 849
K 2
710 861
1
709
152
1
215
1
84
689 931
1
625
63
2
222
307
678 934
491
117
374 61
304
539
K 1
Darmstadt - Arheilgen
365 573
Frankfurter Landstr.
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
K 4
430 454
634
841513
121
126
328
Summe Einfahrender Kfz
1903
Summe Einfahrender Kfz
1790
Summe Einfahrender Kfz
1858
Summe Einfahrender Kfz
2020
632
815506
309
478
456
Frankfurter Str.Frankfurter Str.
Zufahrt Parkplatz Süd
1
46
30.05.2016 SpH_PM 2016 Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 2.3
Verkehrsmengen: werktägliche 24h-Verkehrsmenge - Erhebung vom 15.03.2016 (00:00-24:00Uhr)
Erhebung vom 15.03.2016 (00:00-24:00Uhr)
werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
Merck Süd-Tor
9229
10898
7523
3375
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
K 4
5034 5563
8583
10781
6924
1659
1706
3857
Summe Einfahrender Kfz
25044
867
4865
5754
K 1
Darmstadt - Arheilgen
5732 5957
Frankfurter Landstr.
4887
4950
9772 9837
5914
1007
4907
7
970
9703 9826
5
8358
1340
29
1441
2418
Frankfurter Str.
22
17
8374
991
35
11
2333
2
9522 9416
K 2
9350 9382
10
9396
116
51
194
26294
2431
K 3
Zufahrt Parkplatz Süd
30
3
25325
11849 11667
22
37
9219
2411
Summe Einfahrender Kfz
21483
Summe Einfahrender Kfz
21538
Summe Einfahrender Kfz
23848
Frankfurter Str. Frankfurter Str.
30.05.2016 24h 2016 Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 3.1
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 07:15-08:15 - Differenzbetrachtung: Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014
4% Spitzenstunde 07:15-08:15
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
6%
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
8%
Merck Süd-Tor
2%
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
4%
K 4
51 15
18% 3%
3 -12
15
3
12
85
4
-6
29
K 1
Darmstadt - Arheilgen
-2 -14
Frankfurter Landstr.
94 11
10% 2% 25
-11
94 14
100
109
1
41
52
4
10
35
0
2
2
14
1
24
-1
-1
0
41 21
5% 4%
K 2
65 18
8% 4%
146
-1
48
-6
-3
2
3
48 1
-1
-2
19
-16
-1
0
-220
K 3
Frankfurter Str.
0%5%
Differenzbetrachtung:
Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014Differenz am Knoten
22%25%16%-5%
7%16%
0% -6%
9% 3%
0
1
Zufahrt Parkplatz Süd
Frankfurter Str.
66
Frankfurter Str.
97
-3
44
Differenz am Knoten
Differenz am Knoten
Differenz am Knoten
1%
7%0%
0
34
6731
36
30.05.2016 Diff. SpH_AM 2014-2016 Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 3.2
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 16:00-17:00 - Differenzbetrachtung: Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014
-3% Spitzenstunde 16:00-17:00
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
5%
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
2%
Merck Süd-Tor
3%
-9%
-64
-44
-5%-47
3
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
-1%
-6
19
2%3
-9
-17
-51
-1% 0%
16 Differenzbetrachtung:
Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014Differenz am Knoten
Darmstadt - Arheilgen
-8% 13%
K 4
-6 -1
25
K 1
13%
56
15
-32 68
Frankfurter Landstr.
19
-51
5%
Differenz am Knoten
-10 59 83
-1% 7%
41
6
53
Frankfurter Str.
-1%1
-34
1% 8%
5 67
K 2
-31 39
-4% 5%
1
5
-1
2
31
-2
-2
0
38
1
-4
-2
0
0%0
-7% 7%
-53 57
Differenz am Knoten
38
Frankfurter Str.
-1
-53
1
0
17
92
28%0
75
Zufahrt Parkplatz Süd
-5
0
-4
-8%0
K 3
2% 4%
Differenz am Knoten
17 36
-5
1
40
-5
70
Frankfurter Str.
30.05.2016 Diff. SpH_PM 2014-2016 Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 3.3
Verkehrsmengen: werktägliche 24h-Verkehrsmenge - Differenzbetrachtung: Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014
0% werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
3%
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
1%
Merck Süd-Tor
3%
-4%
-360
-333
-3%-371
38
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
1%
108
208
2%68
40
11
-74
2% 3%
140 Differenzbetrachtung:
Erhebung 03/2016 - Erhebung 09/2014Differenz am Knoten
Darmstadt - Arheilgen
-3% 2%
K 4
78 151
246
K 1
8%
455
47
-152 123
Frankfurter Landstr.
-8
-144
4%
Differenz am Knoten
264 330 633
3% 3%
408
254
76
Frankfurter Str.
-1%5
-168
2% 3%
172 282
K 2
-71 111
-1% 1%
5
87
80
27
139
-24
10
17
143
-49
12
0
33
1%2
-1% 1%
-115 135
Differenz am Knoten
271
Frankfurter Str.
3
-125
7
0
45
568
28%3
520
Zufahrt Parkplatz Süd
-24
0
117
5%3
K 3
3% 2%
Differenz am Knoten
368 191
-27
-6
90
107
620
Frankfurter Str.
30.05.2016 Diff. 24h 2014-2016 Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 4.1
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 07:15-08:15 - Verkehrsversuch: Erhebung vom 10.05.2016
Verkehrsversuch: Erhebung vom 10.05.2016
Spitzenstunde 07:15-08:15
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
Merck Süd-Tor
0
0
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
Summe Einfahrender Kfz
K 4
0 0 0
0
0
0
K 1
Darmstadt - Arheilgen
0 0
Frankfurter Landstr.
Summe Einfahrender Kfz
0 0 0
0
Frankfurter Str.
0
123
1052 538
K 2
917 510
0
794
258
4
81
204
Summe Einfahrender Kfz
0
4
453
53
4
4
3110
934 525
1770
Frankfurter Str.
2
916
16
14
11
531
41
Zufahrt Parkplatz Süd
1
1
443
11
513
K 3 Summe Einfahrender Kfz
1939
427
957 951
Frankfurter Str.
30.05.2016 SpH_AM 2016 Nachher Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 4.2
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 16:45-17:45 - Verkehrsversuch: Erhebung vom 10.05.2016
Verkehrsversuch: Erhebung vom 10.05.2016
Spitzenstunde 16:45-17:45
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
Merck Süd-Tor
0
0
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
Summe Einfahrender Kfz
K 4
0 0 0
0
0
0
K 1
Darmstadt - Arheilgen
0 0
Frankfurter Landstr.
Summe Einfahrender Kfz
0 0 0
0
Frankfurter Str.
0
87
711 907
K 2
740 804
2
652
57
2
208
295
Summe Einfahrender Kfz
1
0
693
111
7
6
1680
751 826
1817
Frankfurter Str.
0
750
1
4
22
3971
374
Zufahrt Parkplatz Süd
2
89
2
3
804
K 3 Summe Einfahrender Kfz
2045
88
1126 895
Frankfurter Str.
30.05.2016 SpH_PM 2016 Nachher Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 4.3
Verkehrsmengen: werktägliche 24h-Verkehrsmenge - Verkehrsversuch: Erhebung vom 10.05.2016
Verkehrsversuch: Erhebung vom 10.05.2016
werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
Merck Süd-Tor
0
0
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
Summe Einfahrender Kfz
K 4
0 0 0
0
0
0
K 1
Darmstadt - Arheilgen
0 0
Frankfurter Landstr.
Summe Einfahrender Kfz
0 0 0
0
Frankfurter Str.
8
1109
9998 9868
K 2
9636 9358
12
8490
1496
39
1522
2639
Summe Einfahrender Kfz
37
19
8322
1017
64
24
2516
3
9807 9572
22059
Frankfurter Str.
14
9692
101
60
231
27424
2507
Zufahrt Parkplatz Süd
56
5
27702
49
42
9336
K 3 Summe Einfahrender Kfz
24650
2667
12248 12045
Frankfurter Str.
30.05.2016 24h 2016 Nachher Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 5.1
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 07:15-08:15 - Differenzbetrachtung Verkehrsversuch: Nachher Erhebung 10/05/16 -Vorher-Erhebung 15/03/16
Spitzenstunde 07:15-08:15
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
-1%
Merck Süd-Tor
4%
17
19
81
Frankfurter Str.
Zufahrt Parkplatz Süd
0
0
23
5%0
K 3
4% 4%
Differenz am Knoten
36 34
0
-2
1
11
4
0
5
31
141%
1
25
2% 4%
16 22
Differenz am Knoten
-13
Frankfurter Str.
-1
2
15
-15
2
3
-21
-6%0
K 2
-12 2
-1% 0%
-1
-18
-6
0
2
8
Frankfurter Str.
4%-1
7
-2% 4%
-25 20
K 1
Frankfurter Landstr.
Darmstadt - Arheilgen
K 4
Differenzbetrachtung Verkehrsversuch:
Nachher Erhebung 10/05/16 -
Vorher-Erhebung 15/03/16
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
30.05.2016 Diff. SpH_AM vorher-nachher Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 5.2
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 16:45-17:45 - Differenzbetrachtung Verkehrsversuch: Nachher Erhebung 10/05/16 -Vorher-Erhebung 15/03/16
Spitzenstunde 16:45-17:45
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
-2%
Merck Süd-Tor
1%
-25
45
25
Frankfurter Str.
Zufahrt Parkplatz Süd
1
0
43
93%0
K 3
0% 3%
Differenz am Knoten
2 22
1
2
0
29
-2
3
2
-25
-6%1
-28
4% -3%
27 -23
Differenz am Knoten
-41
Frankfurter Str.
0
0
-16
-41
6
6
-47
-22%
0
K 2
30 -57
4% -7%
1
27
-6
0
-14
-12
Frankfurter Str.
-4%-1
3
3% -3%
22 -24
K 1
Frankfurter Landstr.
Darmstadt - Arheilgen
K 4
Differenzbetrachtung Verkehrsversuch:
Nachher Erhebung 10/05/16 -
Vorher-Erhebung 15/03/16
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
30.05.2016 Diff. SpH_PM vorher-nachher Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 5.3
Verkehrsmengen: werktägliche 24h-Verkehrsmenge - Differenzbetrachtung Verkehrsversuch: Nachher Erhebung 10/05/16 - Vorher-Erhebung 15/03/16
werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anzahl [Kfz/h]
Virchowstr.
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
2%
Merck Süd-Tor
3%
Differenzbetrachtung Verkehrsversuch:
Nachher Erhebung 10/05/16 -
Vorher-Erhebung 15/03/16
117
256
Zufahrt Parkplatz Süd
802
Frankfurter Str.
26
2
238
9%-3
K 3
3% 3%
Differenz am Knoten
399 378
27
5
4
296
-15
9
37
113
4%0
76
3% 2%
285 156
Differenz am Knoten
521
Frankfurter Str.
15
2
-52
26
29
13
183
8%1
K 2
286 -24
3% 0%
7
132
156
10
81
221
Frankfurter Str.
9%1
139
3% 0%
295 42
K 1
Frankfurter Landstr.
Darmstadt - Arheilgen
K 4
B3 - Richtung BAB A5 B3 - Richtung Wixhausen
30.05.2016 Diff. 24h vorher-nachher Übersicht Verkehrsmengen 2014+2016+Verkehrsversuch.xlsx
Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen - Darmstadt
Anlage 6
Auslastung und Rückstau - Auswertung Verkehrsversuch
Verkehrsversuch
Frankfurter Straße
Grün-
dauer
Rückstaulänge
(wartende bei Rot-
Ende)
mehrfach
wartende Kfz
(Mittlere Anzahl der
bei Grün-Ende
wartenden Kfz)
Vorher:
Spitzenstunde
beide
Fahrstreifen
linker
Fahrstreifen
rechter
Fahrstreifen [s] beide
Fahrstreifen
linker
Fahrstreifen
rechter
Fahrstreifen
beide
Fahrstreifen
linker
Fahrstreifen
rechter
Fahrstreifen
Mittelwert/Umlauf
[m]
Mittelwert/Umlauf
[Kfz]
vormittags 938 379 559 2.241 2.490 1.245 1.245 38% 30% 45% 62 0,7
nachmittags 878 392 486 1.936 2.151 1.076 1.076 41% 36% 45% 44 0
Nachher:
Spitzenstunde
vormittags 940 513 427 2.202 2.447 1.223 1.223 38% 42% 35% 60 0,2
nachmittags 895 807 88 1.902 2.113 1.057 1.057 42% 76% 8% 109 3,4
Anzahl Fahrzeuge
von Süden (Innenstadt) kommend
rechnerische Kapazität / Stunde
(Zeitbedarfswert tB = 1,8sec) Auslastung
30.05.2016 Verkehrsversuch Vergleich Auslastung Rückstau.xlsx
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 1
Bürgergespräch der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Umbau der
Frankfurter Straße am 9. Dezember 2015, 18:00 – 20:00Uhr, Zum Golde-
nen Löwen - Darmstadt-Arheilgen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Im nachfolgenden Abschnitt sind die Fragen und Anregungen aus dem Bür-
gergespräch vom 09.12.2015, so wie sie an den 10 Tischen protokolliert1 wur-
den, wiedergegeben (schwarze Schrift) und mit der vorliegenden Planung ab-
geglichen (grüne Kursivschrift).
Tisch 1:
Trennung Rad - und Fußgänger , Markierung Radweg ROT ;
gemeinsamer Raum macht unsicher: Radfahrstreifen
Rad/Fuß: wird jetzt als teils gefährlich gewertet und durch Mix Rad/Fuß Ver-
kehr besser [Logik]
Zur Führungsform des Geh- bzw. Radweges (getrennt, gemeinsam, etc.) gibt
es noch keine Festlegung. Vorgesehenen ist eine Seitenraumbreite von beid-
seitig rund 4,5m. Wodurch der Raum entsteht, aus den verschiedenen Füh-
rungsformen frei wählen zu können. Aus verkehrlicher Sicht am geeignetsten
erscheinen beidseitig rund 4,5m breite gemeinsame Rad - und Gehwege mit
beidseitigem Zwei-Richtungs-Radverkehr. Dies ist in der speziellen Situation
der Frankfurter Straße (Martin -Luther-King-Ring – Virchowstraße) adäquat
und wird hier als s ichere Lösung eingestuft. Insbesondere, da d as heutige
Nutzungsverhalten der Radler den großen Bedarf des beidseitigen Zwei-Rich-
tungs-Radverkehrs belegt. Heutige Konflikte zwischen dem Rad- und Fußver-
kehr sprechen nicht grundsätzlich gegen eine gemeinsame Führung im Sei-
tenraum, sondern können durch Verbesserungen im Detail gelöst werden.
Zwei-Richtungsverkehr wäre mit Radfahrstreifen (d.h. einer Führung an der
Fahrbahn und auf Fahrbahnniveau) nicht möglich bzw. unzulässig. Ein weite-
rer Punkt, der gegen Radfahrstre ifen im Bereich der nördlichen Frankfurter
Straße spricht, sind die zahlreichen Spurwechsel der Kfz bei beengten Fahr-
streifen (insbesondere zwischen Maulbeerallee und Virchowstraße). Hinzu
kommt die Stu rzgefahr, die durch die Straßenbahngleise am Knoten Kl eine
Frankfurter Straße ausgeht – hier müsste in Fahrtrichtung Norden der Rad-
streifen wie die Kfz-Fahrbahn die Gleise in einem ungünstigen Winkel (schlei-
fender Schnitt) queren. Bei einer Führung im Seitenraum ist die gemeinsame
1 Dokumentation Bürgergespräch der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Umbau der Frankfurter Straße am
9. Dezember 2015, 18:00 – 20:00Uhr, Zum Goldenen Löwen - Darmstadt-Arheilgen; Moderation und Dokumen-
tation memo ‐ consulting; Dipl.‐Ing. Joachim Fahrwald
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 2
Führung von Fuß- und Radverkehr im Hauptquerungsbereich (Hauptzugang
der Fa. Merck) unabdingbar. Die heutige separate Führung weist dem Rad-
verkehr Flächen zu, durch teils achtlos kreuzende Fußgänger entsteht hier
jedoch eine konfliktträchtige Scheinsicherheit.
Die Führung als gemeinsamer Geh- und Radweg wurde auch durch das ex-
terne Sicherheitsaudit bestätigt. Sie vereint gleichermaßen die Sicherheitsan-
forderung von Fußgängern und Radfahrern und deren Interesse nach zügiger
Führung. Die gemeinsame Nutzung von Verkehrsflächen durch Fuß - und
Radverkehr wird weiter geprüft und am Runden Tisch Radverkehr diskutiert.
Ergänzend dazu, siehe
R+T: Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Darmstadt, Mai 2016.
Gesamte Strecke für Phase 1, Phase 1+2 betrachten, Gesamtkonzept Frank-
furter Straße
Der aktuell zur Abstimmung stehende Umgestaltungsabschnitt (Phase 1:
Kleine Frankfurter Straße bis Straßenbahnhaltestelle „Merck“) schafft zusätz-
liche Flächen in den Seitenräumen (Verbreiterung Rad - und Gehwege auf
durchgängig min. rund 4,5m, im Platzbereich ca. 7m). In Phase 1 werden also
Spielräume geschaffen, die für das Gesamtkonzept genutzt werden können.
Situation Nordbahnhof viel wichtiger bezüglich Sicherheit
Die zurzeit laufenden städtischen Planungen zur Umgestaltung des Bahnhof-
vorplatzes werden in das Gesamtkonzept integriert. Der Bahnhofvorplatz er-
füllt heute nicht alle verkehrlichen Anforderungen.
Straba auf die Ostseite ab Martin-L-K-Ring
Der Knotenpunkt Martin -Luther-King-Ring/Frankfurter Straße/Carl-Schenk-
Ring hat durch hohe Kfz-Verkehrsmengen bereits Leistungsfähigkeitsdefizite.
Würde hier zusätzlich die Straßenbahn von der heutigen Mittellage in Seiten-
lage wechseln, entstünden zusätzliche Verlustzeiten für den Kfz -Verkehr
durch die erforderlichen Rot -Phasen in der Frankfurter Straße (Straßenbahn
quert Kfz-Fahrbahn in der Frankfurter Straße).
Vorteil einer ostseitig geführten Straßenbahn wäre die direktere Verknüpfung
zum Nordbahnhof. Ob dies die Kosten einer Verlegung rechtfertigen kann,
wäre zu prüfen.
Der Knotenpunkt Frankfurter Straße / Kleine Frankfurter Straße ist auch nach
dem geplanten Umbau und mit der heutigen Straßenbahnquerung (Wechsel
von Mittellage in Seitenlage) leistungsfähig. D.h. hieraus braucht die Straßen-
bahnführung nicht geändert werden.
Kfz auf Straba Spur
Eine Führung des Kfz -Verkehrs über längere Strecken im Gleisbereich der
Straßenbahn würde dem Ziel der ÖPNV-Beschleunigung zuwider laufen. Ins-
besondere i m Hinblick auf die Kfz-Verkehrsmengen der Frankfurter Straße
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 3
wäre dies ungünstig und würde zu deutlichen Reisezei tverlängerungen der
Straßenbahn führen.
Asphaltierter Radweg
Die Beläge von Geh- und Radweg sollen teils asphaltiert, bzw. im Hauptque-
rungsbereich mit fasenfreiem (d.h. ebenem) Pflasterbelag ausgeführt werden.
Never: Fußgänger und Radfahrer queren sicher bei 30 km/h (19.000 Kfz +
1600 Radler = > 20.000. 11.000 Fußgänger)
Im Platzbereich soll zukünftig die Querung vorranggeregelt, d.h. ohne Signal-
anlage erfolgen. Hierzu wird die Fahrstreifenaufteilung geändert in jeweils ein
Fahrstreifen (Breite 3,5m) je Richtung und ein Mittelauftritt (Wartefläche für
Fußgänger, Breite 3,0m) und die Kfz -Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert.
Hierdurch wird Fußgängern und Radfahrern eine sichere Querung ermöglicht,
auch wenn sie keinen Vorrang vor dem Kfz-Verkehr haben (es sind keine Zeb-
rastreifen geplant) – dies entspricht dem verkehrsplanerischen Regelwerk und
wurde durch das externe Sicherheitsaudit bestätigt. Zusätzlich wird durch den
Wegfall der heutigen Fußgängersignalanla ge die Querung deutlich flexibler,
da die definierten Sperr - und Wartezeiten für Kfz - und Fußverkehr gleicher-
maßen entfallen. Um weiterhin eine barrierefreie Querung der Frankfurter
Straße zu ermöglichen, wird die neu geschaffene Querung nördlich der Hal-
testelle mit einer Dunkelanlage ausgestattet, die von Fußgängern auf Anfor-
derung aktiviert werden kann und in der übrigen Zeit sowohl für den Kfz - wie
auch für den Fußverkehr kein Signal zeigt, d.h. es kann und darf auch hier
gequert werden, wie im übrigen Platzbereich – vorranggeregelt.
Autotüren kritisch
Die vorgesehenen Kurzzeit-Stellplätze (Kiss&Ride) sind mit einem 0,75m brei-
ten Sicherheitstrennstreifen vom Geh - und Radweg abgetrennt. Gefährdun-
gen durch geöffnete Autotüren werden dadurch vermieden. Dur ch die Kurz-
zeit-Stellplätze soll das heutige konfliktträchtige und ordnungswidrige Parken
/ Warten von Kfz auf dem Geh- bzw. Radweg vermieden werden.
Radverkehr: Verbessern, nicht verschlechtern
Dieses Ziel wird durch die Planung erreicht. (Angemessen br eites Angebot,
sichere Führung auch im Zwei-Richtungsverkehr)
Autoverkehr: Parkraumbewirtschaftung Merck (weniger Kfz)
Die Firma Merck muss für ihre Nutzungen eine angemessene Anzahl an Stell-
plätzen nachweisen. Ob und in welcher Form eine Parkraumbewirtsc haftung
auf den firmeneigenen Stellplätzen durchgeführt werden kann, um die Kfz -
mengen zu re duzieren, kann im Rahmen der Planungen zur Umgestaltung
der Frankfurter Straße nicht geklärt werden. Die den Verkehrsuntersuchungen
zugrunde liegenden Verkehrsmenge n berücksichtigen deshalb keine Park-
raumbewirtschaftung. Die Berechnungen zur Leistungsfähigkeit der Verkehrs-
anlagen liegen damit auf der „sicheren“ Seite.
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 4
Allgemeine Hinweise: Heute zu wenig Zeit für uns Bürger, stattdessen 1,25
Stunden! Stadt-Infos
Sicherheitsaudit veröffentlichen (statt Einschluss)
Tisch 2:
Die Straße soll genauso leistungsfähig bleiben wie bisher!
Praxistest sobald als möglich!
Die Leistungsfähigkeit der umgestalteten Streckenführung wurde nach Regel-
werk berechnet und ergänzend durch eine Simulation des Abschnitts Nord-
bahnhof bis Virchowstraße nachgewiesen. Den praktischen Nachweis, dass
die geplante Führung leistungsfähig ist, zeigt der Verkehrsversuch. Nach Um-
setzung der Planung mit einem Mittelauftritt (Fußgänge r Querungshilfe) ent-
fällt die heutige Fußgängersignalanlage am Haupttor Merck. Dadurch wird die
Querung deutlich flexibler, da die definierten Sperr - und Wartezeiten für Kfz-
und Fußverkehr gleichermaßen entfallen. Dies wirkt sich auf die Leistungsfä-
higkeit und Verkehrsqualität im Kfz-Verkehr günstig aus.
Eine Fahrspur von der Kleinen Frankfurter Straße bis zur Aufspaltung der
Spuren Maulbeerallee
Genau dies sieht die Umgestaltungsplanung der Frankfurter Straße vor:
ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung im Abschnitt nördlich der Einmündung Kleine
Frankfurter Straße und südlich der Einmündung Maulbeerallee. Hinzu kom-
men Abbiegestreifen an den Knotenpunkten.
Simulation mit Unterführung (ohne Fußgänger)
Die Leistungsfähigkeit einer niveaugleichen Querung haben die Berechnun-
gen nach Regelwerk, die Simulation und der Verkehrsversuch gezeigt. Eine
Abweichung von dieser Regellösung ist also im Hinblick auf die Leistungsfä-
higkeit des Kfz-Verkehrs nicht notwendig. Eine Unterführung oder Brücke ha-
ben deutliche städteba uliche Nachteile, geringere soziale Sicherheit, gerin-
gere Akzeptanz bei Fußgängern (Umweg) und sind zudem in Herstellung und
Unterhalt (städtische Kosten) deutlich teurer. Entsprechend wurde keine Si-
mulation mit einer Unterführung beauftragt bzw. angefertigt.
Einbeziehung und Änderung der Kreuzung Virchowstraße und Straba Nord-
bahnhof
Der Knotenpunkt Virchowstraße/Frankfurter Landstraße und die LSA Nord-
bahnhof sind Bestandteil der Simulation.
Kein Tempo 30
Die Planung sieht auf rund 150 Metern eine Reduz ierung auf 30 km/h vor.
Ohne diese Geschwindigkeitsreduzierung müsste die freie Fußgängerque-
rung im Platzbereich durch Signalanlagen ersetzt werden. Diese Regellösung
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 5
wäre ebenfalls leistungsfähig genug, würde aber für Fußgänger und Kfz-Ver-
kehr durch die d efinierten Sperr- und Wartezeiten weniger flexibel sein. D.h.
eine Lösung mit 50 km/h ist nicht notwendigerweise ein zeitlicher Vorteil.
Unterführung mit Laufband, Fußgängerunterführung oder Brücke mit Aufzug,
Gelungenes Beispiel für Unterführung
Vorschlag: Fußgängerbrücke in M-Form (wie Merck)
Die Leistungsfähigkeit einer niveaugleichen Querung haben die Berechnun-
gen nach Regelwerk, die Simulation und der Verkehrsversuch gezeigt. Eine
Abweichung von dieser Regellösung ist also im Hinblick auf die Leistung sfä-
higkeit des Kfz-Verkehrs nicht notwendig. Eine Unterführung oder Brücke ha-
ben deutliche städtebauliche Nachteile, geringere soziale Sicherheit, gerin-
gere Akzeptanz bei Fußgängern (Umweg) und sind zudem in Herstellung und
Unterhalt (städtische Kosten) deutlich teurer.
Was passiert wenn der Verkehr wächst? Gibt es einen „Plan B“ wenn die Leis-
tungsfähigkeit der Straße nicht gegeben ist?
Der Umbauvorschlag weist Leistungsfähigkeitsreserven auf, sodass mögliche
Zuwächse der Kfz-Belastung abgewickelt werden können.
Stark belastete Messeler Straße seit der Baustelle Merck. Umfahrungen fin-
den statt - Frankfurter Landstraße wird gemieden. Situation zurzeit.
In einer separaten Untersuchung soll das Signalprogramm am Knoten
Virchowstraße/Frankfurter Landstraße üb erprüft werden. Heute wird der
Frankfurter Landstraße vergleichsweise wenig Grünzeit gegeben, um Durch-
gansverkehre durch Arheilgen zu vermeiden. Die Vergleichszählungen haben
jedoch gezeigt, dass sich im Zuge der Baustelle Merck keine maßgeblichen
Änderungen der Verkehrsmengen in der Frankfurter Straße eingestellt haben.
Ein direkter Zusammenhang zur Baustelle ist daher erstmal nicht zu erken-
nen. Zahlen zur Messeler Straße liegen nicht vor.
Wichtig: von Virchowstraße bis Nordbahnhof Straßenbahn verlegen.
Die Leistungsfähigkeit der umgestalteten Streckenführung wurde nach Regel-
werk berechnet und ergänzend durch eine Simulation des Abschnitts Nord-
bahnhof bis Virchowstraße nachgewiesen. Den praktischen Nachweis, dass
die geplante Führung leistungsfähig ist, zeigt der Verkehrsversuch.
Mithin besteht zur Wahrung der Leistungsfähigkeit des Kfz -Verkehrs keine
Notwendigkeit zur Verlegung der Straßen bahntrasse. Eine Verlegung der
Straßenbahn zwischen Virchowstraße und Nordbahnhof in Mittellage würde
zu zusätzlichen Wartezeiten des Hauptstroms Frankfurter Straße Richtung
Virchowstraße führen, so dass die Nutzung der Ortsdurchfahrt Arheilgen ge-
genüber der Umgehungsstraße an Attraktivität gewinnen würde (d.h. Durch-
gangsverkehr in Arheilgen). Eine andere Alternative wäre eine Verlegung der
Straßenbahn in Seitenlage bereits am Knoten Martin -Luther-King-Ring, was
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 6
dort zur Verschlechterung der Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehre führen
würde.
Allgemeine Hinweise
Bürgergespräch ab 18:00 Uhr, bis 19:15 Uhr Stadtgespräch , dann kommen
einzelne
Bürger (ohne Mikro) gegen den Willen des Moderators zu Wort!
Was wird wenn Arheilgen im Norden zum Bau freigegeben wird?
Der Umbauvorschlag weist Leistungsfähigkeitsreserven auf, sodass mögliche
Zuwächse der Kfz-Belastung abgewickelt werden können.
Virchowstraße einbeziehen.
Der Knotenpunkt Virchowstraße/Frankfurter Landstraße ist Bestandteil der
Verkehrsuntersuchungen und der Simulation.
Tisch 3:
Gutes Zusammenspiel Rad- und Fuß- und motorisierter Individualverkehr
Ich möchte, dass die Straße schön wird… Café an der Haltestelle.
Keine Unterführung (Angstraum)
Diese Ziele setzt die vorgeschlagene Planung um (wahrscheinlich aber ohne
Café).
Radverkehr: Keine Benutzungspflicht. Schnelle Radfahrer auf die Straße.
Die geplante Umgestaltung ermöglicht es sicher und zügig im Seitenraum zu
radeln. Ein angemessenes Radverkehrsangebot ist unabhängig von der
Frage einer Benutzungspflicht erforderlich.
Virchowstraße neuralgischer Punkt
Der Knotenpunkt Virchowstraße/Frankfur ter Landstraße ist Bestandteil der
Verkehrsuntersuchungen. Unter anderem soll das Signalprogramm am Kno-
ten Virchowstraße/Frankfurter Landstraße überprüft werden. Hintergrund:
Heute wird der Frankfurter Landstraße vergleichsweise wenig Grünzeit gege-
ben, um Durchgansverkehre durch Arheilgen zu vermeiden.
Das Gemeckere geht mir auf den Keks. Immer ist alles schlecht…
Und ich bin auch Arheilgerin und habe nicht unterschrieben.
Tisch 4:
Leistungsfähigkeit KFZ, Fahrrad, ÖPNV, Fußverkehr mit Rücksicht auf Zu-
kunft und unter Einbeziehung des Knotens Virchowstraße/Frankfurter Straße
Was spricht gegen eine echte Simulation über einige Wochen?
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 7
Vom 12.04. – 30.05.2016 fand ein sieben wöchiger Verkehrsversuch statt, der
den 2-streifigen Ausbau der Frankfurter Straße getestet hat. Der Verkehrsver-
such bestätigt die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs und die Ergebnisse der
Verkehrsuntersuchungen, die die umgestaltete Streckenführung nach Regel-
werk berechnet und ergänzend durch eine Simulation des Abschnitts Nord-
bahnhof bis Virchowstraße nachgewiesen haben. Verkehrsuntersuchung und
Simulation haben alle Verkehrsmittel berücksichtigt (Kfz, Straßenbahn, Rad -
und Fußverkehr).
Das Konzept widerspricht den eigenen Leitlinien der Stadtentwicklung
Durch die enge Einbeziehung d er Stadt Darmstadt in den Planungsprozess
lässt sich aus verkehrsplanerischer und stadtplanerischer Sicht kein Wider-
spruch erkennen. Eine verkehrliche und städtebauliche Aufwertung der Frank-
furter Straße entspricht den Leitlinien der Stadtentwicklung und b einhaltet
auch eine gleichberechtige Nutzung aller Verkehrsteilnehmer.
Autoverkehr: Zunahme berücksichtigt?
Eine Aufwertung der Frankfurter Straße liegt im Gemeinwohl der Stadt Darm-
stadt.
Der Umbauvorschlag weist Leistungsfähigkeitsreserven auf, sodass mögliche
Zuwächse der Kfz-Belastung abgewickelt werden können.
Allgemeine Hinweise
Konzepte für Notfälle/Sperrungen/Baumaßnahmen auf der innerstädtischen
Hauptverkehrsstraße
Grundsätzlich werden öffentliche Verkehrsflächen auf regelmäßig auftretende
Ereignisse bemessen. Dies sind bei Hauptverkehrsstraßen üblicherweise die
vor- und nachmittägliche Spitzenstunde des sog. repräsentativen Werktags.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird darüber hinausgehend keine Kapazi-
tät für eventuelle Sonder-Ereignisse vorgehalten. Um im Falle eines Unfalls
auf der Frankfurter Straße im Hauptquerungsbereich ausweichen zu können,
wurde der Trennstreifen (Mittelauftritt als Querungshilfe für Fuß- und Radver-
kehr) so geplant, dass er bei Notfällen entsprechend voll befahrbar ist.
Tisch 5:
Was soll die Straße nach dem Umbau können? Was ist mein Interesse? Die
Frage impliziert, dass der Umbau bereits feststeht. Ich will aber gar keinen
Umbau, zumindest n icht in der Form, dass sich die Firma Merck mitten auf
einer öffentlichen Bundesstraße breit macht.
Die Frankfurter Straße ist und bleibt eine öffentliche Hauptverkehrsstraße, sie
ist nicht als Bundesstraße gewidmet. Die Straße wird nach dem Umbau wei-
terhin leistungsfähig sein und die auftretenden Verkehre abwickeln.
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 8
Tisch 6:
Leistungsfähige Verbindung zwischen Arheilgen und Darmstadt dauerhaft, si-
cherer, keine Verzögerung
Die Leistungsfähigkeit der umgestalteten Streckenführung wurde nach Regel-
werk berechnet und ergänzend durch eine Simulation des Abschnitts Nord-
bahnhof bis Virchowstraße nachgewiesen. Den praktischen Nachweis, dass
die geplante Führung leistungsfähig ist, zeigt der Verkehrsversuch. Nach Um-
setzung der Planung mit einem Trennstreifen (Querungshilfe) entfällt die heu-
tige Fußgängersignalanlage am Haupttor Merck. Dadurch wird die Querung
deutlich flexibler, da die definierten Sperr- und Wartezeiten für Kfz- und Fuß-
verkehr gleichermaßen entfallen.
Es muss ein Einwohnerzuwachs möglich sein
Der Umbauvorschlag weist Leistungsfähigkeitsreserven auf, sodass mögliche
Zuwächse der Kfz-Belastung abgewickelt werden können.
Gesamtbetrachtung von Virchowstraße bis Martin-Luther-King Ring
Rad- und Fußgängerverkehr wird nur im Teilbereich neu geordnet. Wi e soll
das funktionieren? Problem: Zweirichtungsverkehr.
Der aktuell zur Abstimmung stehende Umgestaltungsabschnitt (Phase 1)
schafft zusätzliche Flächen in den Seitenräumen (Verbreiterung Rad - und
Gehwege durchgängig min. rund 4,5m, im Platzbereich ca. 7m). In Phase 1
werden also Spielräume geschaffen, die für das Gesamtkonzept genutzt wer-
den. Ein Gesamtkonzept von der Virchowstraße bis zum Martin -Luther-King
Ring ist in Arbeit. Vertiefende Informationen dazu liefer n die Vorplanung zur
Umgestaltung des Vo rplatz Nordbahnhof sowie das Radverkehrskonzept
Frankfurter Straße:
R+T: Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Darmstadt, Mai 2016.
Tunnel für die Merckianer oder Brücke
Wie kann trotz zunehmendem Querungsverkehr von Merck Ost der Verkehrs-
fluss erhalten werden?
Die Leistungsfähigkeit einer niveaugleichen Querung haben die Berechnun-
gen nach Regelwerk, die Simulation und der Verkehrsversuch gezeigt. Bei der
Simulation wurden Änderungen des Fußgängeraufkommens durch die Verle-
gung der Haltestelle und mögli che neue Arbeitsplätze bei Merck berücksich-
tigt. Zunahmen im Querungsverkehr von Merck sind eher außerhalb der
Hauptverkehrszeiten im Kfz -Verkehr zu erwarten und haben deshalb kaum
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit. Eine Abweichung von der Regellö-
sung einer niveaugleichen Querung ist also im Hinblick auf die Leistungsfä-
higkeit des Kfz-Verkehrs nicht begründet. Eine Unterführung oder Brücke ha-
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 9
ben deutliche städtebauliche Nachteile, geringere soziale Sicherheit, gerin-
gere Akzeptanz bei Fußgängern (Umweg) und sind zudem in Herstellung und
Unterhalt (städtische Kosten) deutlich teurer.
Warum soll hier Tempo 30 möglich sein, während es in der Messeler Straße /
Jägertorstraße nicht machbar war?
Die gesetzlichen Grundlagen dazu sind in Veränderung, wodurch, nach Ein-
schätzung der Stadt Darmstadt, heute im Straßenzug Messeler Straße / Jä-
gertorstraße die Reduzierung auf 30 km/h eingeführt werden könnte.
Die Planung sieht auf rund 150 Metern eine Reduzierung auf 30 km/h vor. Im
Hinblick auf Verkehrssicherheit, Straßenraumgestaltung und Leistungsfähig-
keit ist die geplante zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h im Haupt-
querungsbereich möglich und sinnvoll. Ohne diese Geschwindigkeitsreduzie-
rung müsste die freie Fußgängerque rung im Platzbereich durch Signalanla-
gen ersetzt werden. Diese Regellösung wäre ebenfalls leistungsfähig genug,
würde aber für Fußgänger und Kfz -Verkehr durch die definierten Sperr - und
Wartezeiten weniger flexibel sein. D.h. eine Lösung mit 50 km/h ist nicht not-
wendigerweise ein zeitlicher Vorteil.
Neue Verkehrszählung! Aber auch bei Schnee und Regen und zu den Stoß-
zeiten. Schülerströme mit berücksichtigen.
Die Basiserhebung von 2014 erfolgte nach Stand der Technik, im Einklang
mit dem Regelwerk an repräsentativen Tagen. Über das nach Regelwerk ge-
forderte Maß hinaus wurde an 2 unabhängigen repräsentativen Werktagen
jeweils 24h gezählt, mit dem Ziel der zusätzlichen Validierung der Stichprobe.
Die Zählung umfasste neben dem Kfz-Verkehr auch den Radverkehr und die
Fußgängerströme – die Schülerverkehrsströme sind also in den Zähldaten
enthalten.
Am 15.03.2016, einem repräsentativen Werktag, fand eine erneute Verkehrs-
zählung an mehreren Knotenpunkt en entlang der Frankfurter Straße statt,
ebenfalls als 24h-Zählung. Die Vergleichszählungen ergaben, dass sich keine
maßgeblichen Änderungen der Kfz -Verkehrsmengen in der Frankfurter
Straße eingestellt haben.
Die Veranstaltung war mangelhaft angekündigt.
Warum soll öffentlicher Raum so gestaltet werden, dass der Eindruck ent-
steht, man fahre durch Merck?! Die Straße ist unser!
Die Frankfurter Straße bleibt eine städtische Hauptverkehrsstraße und im
städtischen Eigentum.
Aus städtebaulicher Sicht sollen die Fahrstreifen auf das notwendige Maß re-
duziert, Fußgänger- und Radfahrerbereiche verbreitert, hochwertige Materia-
lien verwendet und - wenn möglich - alleeartig Bäume bzw. Grün angepflanzt
werden zur Schaffung eines funktionsgerechten und attraktiven Straß enrau-
mes, zur Steigerung der Attraktivität für alle Verkehrsteilnehmer/ Nutzer sowie
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 10
insgesamt zur Verbesserung der Gestaltungs - und Aufenthaltsqualität des
öffentlichen Raumes.
Aus verkehrlicher Sicht ermöglicht die geplante Umgestaltung , ohne signifi-
kante Nachteile für den Kfz-Verkehr (Ergebnisse der Simulation und des Ver-
kehrsversuchs) die heutige Dominanz des Kfz -Verkehrs zu reduzieren und
durch die Verbesserungen der Straßenbahnhaltestelle, der Rad - und Geh-
wege, der flexiblen Querung durch die Trennstreifen, eine insgesamt deutlich
ausgeglichenere Berücksichtigung der Interessen aller Verkehrsteilnehmer.
Tisch 7:
Ist genug Platz für breite Autos / Lkw?
Die heutigen Fahrstreifenbreiten betragen im Platzbereich unter 3 Metern. Im
Zuge der Umgestaltung wird die Fahrstreifenaufteilung geändert in jeweils ei-
nen 3,5 Meter breiten Fahrstreifen je Richtung und einen Trennstreifen (War-
tefläche für Fußgänger, Breite 3,0m). Die Fahrstreifenbreiten sind zukünftig
also auch für breite Fahrzeuge wie Lkw besser geeignet als heute.
Wie sollen die Merck-Mitarbeiter ohne Ampel über die Straße kommen?
Bremsen die Autos ständig ab, um jemanden über die Straße zu lassen?
Fußgängergefährdung ohne Ampel!
Ampel für Radfahrer erforderlich!
Im Platzbereich soll zukünftig die Querung vorranggeregelt, d.h. ohne Signal-
anlage erfolgen. Hierzu wird die Fahrstreifenaufteilung geändert in jeweils ei-
nen Fahrstreifen (Breite 3,5m) je Richtung und ein en Mittelauftritt (Warteflä-
che für Fußgänger, Breite 3,0m) und die Kfz-Geschwindigkeit auf 30 km/h re-
duziert. Hierdurch wird Fußgängern und Radfahrern eine sichere Querung er-
möglicht, auch wenn sie keinen Vorrang vor dem Kfz-Verkehr haben (es sind
keine Zebrastreifen geplant) – dies entspricht dem verkehrsplanerischen Re-
gelwerk und wurde durch das externe Sicherheitsaudit bestätigt. Zusätzlich
wird durch den Wegfall der heutigen Fußgängersignalanlage die Querung
deutlich flexibler, da die definierten Sperr- und Wartezeiten für Kfz- und Fuß-
verkehr gleichermaßen entfallen.
Nördlich der Haltestelle Merck wird eine zusätzliche Querung barrierefrei aus-
gebaut und die Fußgängerfurt mit einer Dunkelschaltung signalisiert, die nur
auf Anforderung durch Fußgänger und Radfahrer bei Bedarf („Drücken“) akti-
viert wird und ansonsten kein Signal zeigt. Fußgänger und Radfahrer können
die Signalanlage bei Bedarf (Zeiten hoher Verkehrsbelastungen, erhöhten Si-
cherheitsanforderungen z.B. von Kindern, Mobilitätseinschränkungen z.B.
von Seh- und Gehbehinderten) betätigen. Die Dunkelschaltung hat die Vor-
teile, dass Fußgänger und Radfahrer auch frei queren können, dass Kfz sel-
tener anhalten müssen, dass Rückstaus auf den Platz vermieden werden und
dass erhöhte Geschwindigkeiten bei Kfz-Grün vermieden werden.
Keine zweispurigen Radwege!
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 11
Zur Führungsform des Geh- bzw. Radweges (getrennt, gemeinsam, etc.) gibt
es noch keine Festlegung. Vorgesehenen ist eine Seitenraumbreite von beid-
seitig rund 4,5m , wodurch der Raum entsteht, aus den verschiedenen Füh-
rungsformen frei wählen zu können. Aus verkehrlicher Sicht am geeignetsten
erscheint die Führung als beidseitig rund 4,5m breite gemeinsame Rad - und
Gehwege mit beidseitigem Zwei-Richtungs-Radverkehr. Diese ist in der spe-
ziellen Situation der Frankfurter Straße (Martin -Luther-King-Ring – Virchow-
straße) adäquat und wird hier als sichere Lösung eingestuft. Insbesondere,
da das heutige Nutzungsverhalten der Radler den großen Bedarf des beidsei-
tigen Zwei -Richtungs-Radverkehrs belegt. Die gemeinsame Führung von
Fuß- und Radverkehr ist im Platzbereich unabdingbar . Die heutige separate
Führung weist dem Radverkehr Flächen zu, durch teils achtlos kreuzende
Fußgänger entsteht hier jedoch eine konfliktträchtige Scheinsicherheit.
Die Führung als gemeinsamer Geh- und Radweg wurde auch durch das ex-
terne Sicherheitsaudit bestätigt. Sie vereint gleichermaßen die Sicherheitsan-
forderung von Fußgängern und Radfahrern und deren Interesse nach zügiger
Führung. Die gemeinsame Nutzung von Verkehrsflächen durch Fuß - und
Radverkehr wird weiter geprüft und am Runden Tisch Radverkehr diskutiert.
Ergänzend dazu, siehe
R+T: Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Darmstadt, Mai 2016.
Fährt die Straßenbahn auch nur 30 km/h?
Die Streckengeschwindigkeit der Straßenbahn wird nicht geändert. Durch die
Nähe zur Haltestelle fährt die Bahn jedoch abschnittsweise langsam (norma-
ler Brems- bzw. Beschleunigungsvorgang). Die Querungsstellen der Gleise
sollen signalisiert werden, mit Rot -Dunkelanlagen für querende Fußgänger
und Radfahrer.
Tisch 8:
Verkehrssituation Virchowstraße / Nordbahnhof berücksichtigen
Arheilger wollen an Merck weiterhin zügig vorbei
Zweispurigkeit testen!
Die Leistungsfähigkeit der umgestalteten Streckenführung wurde nach Regel-
werk berechnet und ergänzend durch eine Simulation des Abschnitts Nord-
bahnhof bis Virchowstraße nachgewiesen. Den praktischen Nachweis, dass
die geplante Führung leistungsfähig ist, zeigt der Verkehrsversuch. Nach Um-
setzung der Planung mit einem Mittelauftritt (Fußgänger Querungshilfe ) ent-
fällt die heutige Fußgängersignalanlage am Haupttor Merck. Dadurch wird die
Querung deutlich flexibler, da die definierten Sperr - und Wartezeiten für Kfz-
und Fußverkehr gleichermaßen entfallen.
Zukünftige Stadtentwicklung im / nach Norden berücksichtigen
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 12
Der Umbauvorschlag weist Leistungsfähigkeitsreserven auf, sodass mögliche
Zuwächse der Kfz-Belastung abgewickelt werden können.
Gefährdung Fußgänger / Autofahrer / Radfahrer durch Entwurf
Die vorliegende Planung zielt darauf ab, die bestehenden Schwachstellen und
Konflikte auszuräumen. Dies geschieht z ugunsten einer insgesamt deutlich
ausgeglicheneren Berücksichtigung der Interessen aller Verkehrsteilnehmer.
Speziell auf die Sicherheit hin wurde die Planung durch ein externes Sicher-
heitsaudit bestätigt.
Haupterschließungsstraße bleiben!
Die Frankfurter Straße ist und bleibt eine Hauptverkehrsstraße. Diese Funk-
tion ist nicht an eine bestimmte Anzahl von Fahrstreifen gekoppelt. Eine aus-
reichende Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr bleibt durch die Planungen
gewährleistet.
Neue Zählung und Prognose
Die Basiserhebung von 2014 erfolgte nach Stand der Technik, im Einklang
mit dem Regelwerk an repräsentativen Tagen. Über das nach Regelwerk ge-
forderte Maß hinaus wurde an 2 unabhängigen repräsentativen We rktagen
jeweils 24h gezählt, mit dem Ziel der zusätzlichen Validierung der Stichprobe.
Die Zählung umfasste neben dem Kfz -Verkehr auch den Radfahren und die
Fußgängerströme – die Schülerverkehrsströme sind also in den Zähldaten
enthalten.
Am 15.03.2016, einem repräsentativen Werktag, fand eine erneute Verkehrs-
zählung an mehreren Knotenpunkten entlang der Frankfurter Straße statt,
ebenfalls als 24h-Zählung. Die Vergleichszählungen ergaben, dass sich keine
maßgeblichen Änderungen der Kfz -Verkehrsmengen in der Frankfurter
Straße eingestellt haben.
In die Kfz-Verkehrsprognose wurden in Abstimmung mit der Stadt Darmstadt
alle absehbaren und relevanten Faktoren aufgenommen. Entsprechend sind
keine Gründe erkennbar, die eine neue Prognose erforderten.
Tisch 9:
Fußgänger- und Fahrradbrücke incl. Fahrstuhl und zwar so, dass sie von den
Fußgängern angenommen wird
Die Leistungsfähigkeit einer niveaugleichen Querung haben die Berechnun-
gen nach Regelwerk, die Simulation und der Verkehrsversuch gezeigt. Bei der
Simulation wurden Änderungen des Fußgängeraufkommens durch die Verle-
gung der Haltestelle und mögliche neue Arbeitsplätze bei Merck berücksich-
tigt. Eine Abweichung von dieser Regellösung ist also im Hinblick auf die Leis-
tungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs nicht begründet. Eine Unterführung oder Brü-
cke haben deutliche städtebauliche Nachteile, geringere soziale Sicherheit,
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 13
geringere Akzeptanz bei Fußgängern und Radfahrern (Umweg, Zeitverluste)
und sind zudem in Herstellung und Unterhalt (städtische Kosten) deutlich teu-
rer.
Tisch 10:
Umgestaltung darf / muss rückgängig gemacht werden können.
• Keine Straße in Straßenmitte
• Keine Verengung durch Bäume o.ä.
Ausreichende Funktionsfähigkeit
Die Leistungsfähigkeit der umgestalteten Streckenführung wurde nach Regel-
werk berechnet und ergänzend durch eine Simulation des Abschnitts Nord-
bahnhof bis Virchowstraße nachgewiesen. Den praktischen Nachweis, dass
die geplante Führung leistungsfähig ist, zeigt der Verkehrsversuch. Nach Um-
setzung der Planung mit einem Trennstreifen (Querungshilfe) entfällt die heu-
tige Fußgängersignalanlage am Haupttor Merck. Dadurch wird die Querung
deutlich flexibler, da die definierten Sperr- und Wartezeiten für Kfz- und Fuß-
verkehr gleichermaßen entfallen.
Einengende Baumpflanzungen im Fahrbahnbereich sind nicht geplant. Ein
Rückbau beispielsweise des Mittelauftritts ist grundsätzlich möglich, jedoch
sind hierfür keine Gründe erkennbar.
Barrierefreiheit
Im Bestand sind zahlreiche für eine Barrierefreiheit erforderliche Aspekt nicht
gegeben. Die Umgestaltung wird, in Abstimmung mit den entsprechenden
Verbänden, den Anforderungen zur Barrierefreiheit umgesetzt.
Attraktiver Stadteingang – Nordbahnhof!
Querungsgefahr Nordbahnhof!
Parallel zur städtebaulichen Aufwertung des Bereiches rund um den Haupt-
zugang der Firma Merck betreibt die Stadt Darmstadt die Aufwertung des
Nordbahnhofes nebst Vorplatz und Straßenbahnhaltestelle. Dies wird in die
Gesamtplanung der Frankfurter Straße mit eingebunden.
Freie Querung der 11.000 Fußgänger ohne Ampel?!
Die Leistungsfähigkeit einer niveaugleichen Querung haben die Berechnun-
gen nach Regelwerk, die Simulation und der Verkehrsversuch gezeigt. Bei der
Simulation wurden Änderungen des Fußgängeraufkommens durch die Verle-
gung der Haltestelle und mögliche neue Arbeitsplätze bei Merck berücksich-
tigt. Eine Abweichung von dieser Regellösung ist also im Hinblick auf die Leis-
tungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs nicht begründet. Eine Unterführung oder Brü-
cke haben deutliche städtebauliche Nachteile, geringere soziale Sicherheit,
geringere Akzeptanz bei Fußgängern und Radfahrern (Umweg, Zeitverluste)
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
Anlage 07_Bürgergespräch_Schlussfassung 06-2016.docx/23.06.16 14
und sind zudem in Herstellung und Unterhalt (städtische Kosten) deutlich teu-
rer.
Roter Fahrradweg
Gemeinsame Wege Fußgänger/Radfahrer: gegenseitige Rücksichtnahme.
Die Forderung nach einem rot markierten Radweg (d.h. getrennte Führung
Rad- und Fußverkehr) UND nach einem gemeinsamen Rad - und Gehweg
schließen sich gegenseitig aus. Es kann nur entweder ein getrennter ODER
ein gemeinsamer Rad- und Gehweg angelegt werden.
Grundsätzlich gibt es zur Führungsform des Geh - bzw. Radweges (getrennt,
gemeinsam, etc.) noch keine Festlegung.
Vorgesehenen ist eine Seitenraumbreite von beidseitig rund 4,5m. Wodurch
der Raum entsteht, aus den verschiedenen Führungsformen frei wählen zu
können. Aus verkehrlicher Sicht am geeignetsten erscheint die Führung als
beidseitig rund 4,5m breite gemeinsame Rad- und Gehwege mit beidseitigem
Zwei-Richtungs-Radverkehr. Diese ist in der speziellen Situation der Frank-
furter Straße (Martin -Luther-King-Ring – Virchowstraße) adäquat und wird
hier als sichere Lösung eingestuft. Insbesondere, da das heutige Nutzungs-
verhalten der Radler den großen Bedarf des beidseitigen Zwei -Richtungs-
Radverkehrs belegt. Die gemeinsame Führung von Fuß - und Radverkehr ist
im Platzbereich unabdingbar. Die heutige separate Führung weist dem Rad-
verkehr Flächen zu, durch teils achtlos kreuzende Fußgänger entsteht hier
jedoch eine konfliktträchtige Scheinsicherheit.
Die Führung als gemeinsamer Geh- und Radweg wurde auch durch das ex-
terne Sicherheitsaudit bestätigt. Sie vereint gleichermaßen die Sicherheitsan-
forderung von Fußgängern und Radfahrern und deren Interesse nach zügiger
Führung. Die gemeinsame Nutzung vo n Verkehrsflächen durch Fuß - und
Radverkehr wird weiter geprüft und am Runden Tisch Radverkehr diskutiert.
Ergänzend dazu, siehe
R+T: Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Darmstadt, Mai 2016.
Kiss & Ride Parkplätze auf Merck-Parkplatz. An der Straße offene Türen!
Die vorgesehenen Kurzzeit-Stellplätze (Kiss&Ride) sind mit einem 0,75m brei-
ten Sicherheitstrennstreifen vom Geh - und Radweg abgetrennt. Gefährdun-
gen durch geöffnete Autotüren werden dadurch vermieden. Durch die Kurz-
zeit-Stellplätze soll das heutige konfliktträchtige und ordnungswidrige Parken
/ Warten von Kfz auf dem Geh- bzw. Radweg vermieden werden.
Verkehrsfluss: Anzahl Nord-Süd größer Anzahl Ost-West
Anlage 7
Stadt Darmstadt – Umgestaltung der Frankfurter Straße – Begleituntersuchungen
Input aus dem Bürgergespräch 09.12.2015
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19.000 Kfz + 1600 Räder: Dominanz gegeben!
Mittellinie überfahrbar im Notfall.
Der Trennstreifen (Mittelauftritt als Querungshilfe für Fuß- und Radverkehr) ist
so geplant, dass er bei Notfällen entsprechend voll befahrbar ist.
Im Hauptquerungsbereich soll zukünftig die Querung vorranggeregelt, d.h.
ohne Signalanlage erfolgen. Hierzu wir d die Fahrstreifenaufteilung geändert
in jeweils ein Fahrstreifen (Breite 3,5m) je Richtung und ein Mittelauftritt (War-
tefläche für Fußgänger, Breite 3,0m) und die Kfz-Geschwindigkeit auf 30 km/h
reduziert. Hierdurch wird Fußgängern und Radfahrern eine sic here Querung
ermöglicht, auch wenn sie keinen Vorrang vor dem Kfz-Verkehr haben (es ist
keine Zebrastreifen geplant) – dies wurde durch das externe Sicherheitsaudit
bestätigt. Zusätzlich wird durch den Wegfall der heutigen Fußgängersignalan-
lage die Querung deutlich flexibler, da die definierten Sperr- und Wartezeiten
für Kfz- und Fußverkehr gleichermaßen entfallen.
Straba-Ein- und Aussteiger: Merck 650, Maulbeer 900.
Schmale Haltestellen
Beide Haltestellen Merck und Maulbeerallee sind heute nicht (bzw. nicht voll-
ständig) barrierefrei und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderun-
gen. HEAG Mobilo plant die Haltestelle Maulbeerallee zugunsten eines zeit-
gemäßen Ausbaus der Haltestelle Merck entfallen zu lassen. Die Haltestelle
Merck wird gemäß den heutige n Anforderungen ausgebaut, u.a. mit deutlich
verbreiterter Aufstellfläche.
Allgemeine Hinweise :Vergleich schlechte Verkehrssituation Darmstadt!
anlage 3
46862 Zeichen
R T
Verkehrs-
planung
Julius-Reiber-Straße 17
D - 64293 Darmstadt
Telefon 06151 - 2712 0
Telefax 06151 - 271220
darmstadt@rt-p.de
www.rt-p.de
R+T Ingenieure
für Verkehrsplanung
Dr.-Ing. Ralf Huber-Erler
Radverkehrsko
nzept
Frankfurter Straße
Darmstadt
Juni 2016
Dipl.-Ing. Martin Zahn
Dipl.-Geogr. Moritz Albrecht
Anlage III
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Inhalt
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc
Inhalt
1 Aufgabe und Vorgehensweise 1
2 Radverkehrsnetz 2
2.1 Quellen und Ziele 2
2.2 Allgemeine Grundlagen zur Radverkehrsplanung 3
2.2.1 Routenkategorien 3
2.2.2 Ansprüche des Radverkehrs 4
3 Bestandsanalyse 6
3.1 Bestehende Radverkehrsinfrastruktur in der Frankfurter
Straße 6
3.2 Aktuelle Verkehrsmengen 7
3.3 Gründe für linksfahrende Radfahrer 8
3.4 Bestehende Planungen im Untersuchungsgebiet 9
4 Radverkehrskonzept 11
4.1 Führung im Seitenraum versus Führung auf Kfz-Fahrbahn 11
4.2 Einrichtungs- versus Zweirichtungsverkehr 13
4.3 Gemeinsame versus getrennte Geh-Radwegführung 14
4.4 Weitere begleitende Maßnahmen 17
5 Zusammenfassung und Empfehlung 19
Verzeichnisse 20
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Aufgabe und Vorgehensweise
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 1
1 Aufgabe und Vorgehensweise
Aufgabe
Die nördliche Frankfurter Straße in Darmstadt soll umgestaltet werden. Hier-
für liegt eine Konzeption von R+T vor. Mit der Umgestaltung sollen au ch
Verbesserungen für den Radverkehr im Längsverkehr (Nord-Süd) und im
Querverkehr (Ost-West) erreicht werden. Parallel dazu plant die Stadt
Darmstadt einen Radschnellweg im Schreberweg (Nord-Süd).
Aufgabe des Radverkehrskonzeptes ist es, ein bedarfsgerechtes, attraktives
und sicheres Radverkehrsnetz im Bereich der nördlichen Frankfurter Straße
zu entwickeln. Dabei geht es sowohl um den Netzzusammenhang als auch
um die Qualität der Fahrradrouten entsprechend ihrer jeweiligen Aufgabe im
Radverkehrssystem. Zudem ist zu klären, ob in der nördlichen Frankfurter
Straße Ein- oder Zweirichtungsverkehr eingerichtet werden soll, welche Art
von Radverkehrsanlagen (Radweg, Radfahrstreifen, gemeinsamer Geh- und
Radweg) am besten geeignet ist und wo Querungsstellen für den Radver-
kehr vorzusehen sind. Etwaige Konflikte mit den anderen Verkehrsarten und
den gestalterischen Zielen sind aufzuzeigen.
Vorgehensweise
Entwicklung eines Radverkehrsnetzes im Bereich nördliche Frankfur-
ter Straße
Wichtige Ziele des Radverkehrs im Umfeld der nördlichen Frankfurter Straße
werden identifiziert. Zur Verbindung dieser Ziele wird ein Radverkehrsnetz
mit Routen längs, quer und parallel zur nördlichen Frankfurter Straße entwi-
ckelt. Die äußeren Netzzusammenhänge und vorhandene Radverkehrskon-
zepte werden dabei ebenso berücksichtigt wie die spezifischen Anforderun-
gen des Alltags-, Freizeit- und Schülerverkehrs sowie unterschiedlicher Rad-
fahrertypen (schnelle, langsame/unsichere).
Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse zum Radverkehr in der nördlichen Frankfurter Straße
aus der Verkehrsuntersuchung Frankfurter Straße 2015 von R+T wird ge-
prüft und ggf. aktualisiert und ergänzt. Dabei werden neuere Ergebnisse aus
der Objektplanung, dem Sicherheitsaudit, dem bisherigen Beteiligungsver-
fahren und dem Radverkehrsnetz berücksichtigt.
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Radverkehrsnetz
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 2
Entwicklung eines Radverkehrskonzeptes für die nördliche Frankfurter
Straße
Für die nördliche Frankfurter Straße wird ein Radverkehrskonzept entwickelt.
Die Querungsstellen des Radverkehrs werden einbezogen. Mögliche Varian-
ten in der Verkehrsführung (Ein-/Zweirichtungsverkehr) und der Art der Rad-
verkehrsanlagen (Radweg, Radfahrstreifen, gemeinsamer Geh- und Rad-
weg usw.) werden aufgezeigt und vergleichend bewertet. Etwaige Konfli kte
mit den anderen Verkehrsarten (insbesondere Fußgänger und Kfz im Längs-
und Querverkehr) und den gestalterischen Zielen werden dabei berücksich-
tigt. Aus den Untersuchungen wird eine Empfehlung zur Gestaltung der
Radverkehrsanlagen in der nördlichen Frankfurter Straße abgeleitet.
2 Radverkehrsnetz
2.1 Quellen und Ziele
Plan 1 zeigt wichtige Ziele des Radverkehrs im Freizeit- und Alltagsverkehr,
die sich entweder direkt entlang der nördlichen Frankfurter Straße befinde n
oder über weitere, anschließende Streckenverläufe über die Frankfurter
Straße zu erreichen sind. Diese sind:
x Merck, Radabstellanlagen
x Freizeitcenter
x Nordbahnhof
x Schrebergärten / Kleingärten (über Schreberweg)
x Stadtteil Da-Arheilgen (über Frankfurter Landstraße)
x Stadtteil Da-Wixhausen (über Frankfurter Landstraße)
x Gewerbe, Baumärkte, Supermärkte (über Carl-Schenk-Ring)
x Nordbad, Bürgerpark (über Schreberweg)
x Schulzentrum (über Schreberweg)
x Darmstadt-Innenstadt (über südliche Frankfurter Straße)
An diesen Radverkehrszielen orientieren sich entsprechend die bestehen-
den Hauptachsen des Radverkehrs in Darmstadt. Diese sind in Plan 2 dar-
gestellt. Grundlage dieser Routen ist der offizielle Fahrradstadtplan der Stadt
Darmstadt (Ausgabe 2014).
Aufgrund ihrer Bedeutung für den Radverkehr als wichtige Nord-Süd-Achse
ist die Frankfurter Straße in bestehenden Radverkehrskonzeptionen
1 als
Hauptroute definiert. Sie verbindet die nördlich gelegenen Stadtteilen DA-
1 Verkehrsentwicklungsplan Stadt Darmstadt; Fahrradstadtplan Darmstadt
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Radverkehrsnetz
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 3
Wixhausen und DA-Arheilgen u.a. mit der Darmstädter Innenstadt. Neben
ihrer Funktion als Nord-Süd-Verbindung fungiert die Frankfurter Straße zu-
dem als zentrale Erschließungsachse der Firma Merck. Die Radabstell-
anlagen der Firma Merck liegen schwerpunktmäßig an der Ostseite der
Frankfurter Straße. Entsprechend hoch sind bereits heute das Fahrradauf-
kommen und der Anteil der Radfahrer, die die Wege als Zweirichtungsrad-
weg nutzen.
2.2 Allgemeine Grundlagen zur Radverkehrsplanung
2.2.1 Routenkategorien
Angestrebtes Ziel einer Radverkehrskonzeption ist es, alle für den Radver-
kehr wichtigen Fahrtzwecke zu berücksichtigten und Radfahren auf siche-
ren, bequemen und möglichst direkten Wegen zu ermöglichen. Ein Radv er-
kehrsnetz besteht allgemein aus folgenden Netzelementen:
x Hauptverbindungen sind Radverkehrsbeziehungen zwischen den
wichtigsten Quellen und Zielen. Sie dienen in der Regel mehreren
Fahrtzwecken und haben eine Verbindungsfunktion zwischen ein-
wohnerstarken Wohngebieten und den Kernbereichen sowie Zielen
mit stadtweiter Bedeutung. Dementsprechend sollten sie einen guten
Ausbaustandard und eine direkte Führung für den Radverkehr besit-
zen. Hauptverbindungen können sowohl im Zuge von Hauptverkehrs-
straßen als auch parallel oder quer zu diesen über Erschließungs-
straßen geführt werden.
x In Nebenverbindungen werden einzelne Ziele und Quellen an das
Netz der Hauptverbindungen angebunden. Nebenverbindungen de-
cken aber auch den Binnenverkehr in einzelnen Ortsteilen und
Wohnquartieren ab. Als Netzergänzungen runden sie das Hauptver-
bindungsnetz ab.
Eine Strecke kann als Radverkehrsverbindung dienen, unabhängig davon,
ob sie mit Radverkehrsanlagen ausgestattet ist oder über verkehrsarme
Straßen führt.
Ein Wegweisungssystem kann einen erheblichen Beitrag zur Radverkehrs-
förderung leisten, da durch die Bündelung des Radverkehrs auf ausgewie-
senen und fahrradfreundlich gestalteten Routen das Gefährdungspotenzial
für alle Verkehrsteilnehmer abgebaut wird. Ein damit verbundener Image ge-
winn kann zur verstärkten Nutzung des Fahrrades animieren.
In den bestehenden Radverkehrskonzeptionen
2 der Stadt Darmstadt werden
die Anforderungen von Haupt- und Nebenrouten nicht differenziert.
2 Verkehrsentwicklungsplan Stadt Darmstadt; Fahrradstadtplan Darmstadt
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Radverkehrsnetz
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 4
2.2.2 Ansprüche des Radverkehrs
Das Fahrrad hat sich neben der Nutzung als beliebtes Fortbewegungsmittel
in der Freizeit inzwischen in vielen Städten auch im Alltagsverkehr (Wege
z.B. zum Ausbildungs- oder Arbeitsstandort) etabliert. Gerade hieraus erge -
ben sich unterschiedliche Ansprüche an die Radverkehrsinfrastruktur. Die
wesentlichen Kriterien sind nachfolgend zusammengestellt:
Alltagsverkehr
x zügig und sicher
x umwegfrei
x geringe Wartezeiten
x mittleres bis hohes Geschwindigkeitsniveau (15-30km/h)
x möglichst geringe Konflikte mit Fußgängern
x Kombination mit ÖPNV sinnvoll (B+R, Fahrradmitnahme)
x soziale Kontrolle eher zweitrangig
x Umfeldqualität eher zweitrangig
Oft ist daher für den Alltagsverkehr eine Führung entlang von Hauptver-
kehrsstraßen durchaus sinnvoll bzw. wird von Alltagsradlern bevorzugt.
Freizeitverkehr
x zur Förderung des Radverkehrsanteils bestehen ähnliche Ansprüche
wie beim Alltagsverkehr
x die Wartezeit- und Umwegeempfindlichkeit ist etwas geringer, wenn
dafür eine attraktivere Führung ermöglicht wird.
x soziale Kontrolle ist ein wichtiger Aspekt
x Umfeldqualität ist ein wichtiger Aspekt
x mittleres Geschwindigkeitsniveau (15-20km/h)
Schülerverkehr
x besonders hohe Ansprüche an Sicherheit
x besonderer Flächenbedarf zum Nebeneinanderfahren
x eher niedriges Geschwindigkeitsniveau (10-15km/h)
x geringfügige Umwege zur Verbesserung der Sicherheit möglich (Fest-
legung durch Schülerradrouten)
x soziale Kontrolle ist ein sehr wichtiger Aspekt
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Radverkehrsnetz
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 5
Schnell versus Langsam
In der Frankfurter Straße überlagern sich die verschiedenen Nutzergruppen
mit ihren jeweiligen Interessen und Anforderungen. Teils auch, wegen des
schlechten baulichen Zustandes des Schreberwegs (autoarme Fahrradrou-
te) und wegen der besseren sozialen Kontrolle in der Frankfurter Straße. Die
unterschiedlichen Geschwindigkeitsniveaus lassen sich jedoch gut vereinba-
ren, wenn Überholvorgänge auf ausreichend breiten Radverkehrsanlagen
möglich sind.
D.h. ein wichtiges Planungsziel ist es, attraktive Angebote für alle Nutzer-
gruppen zu schaffen. Dies kann durch unterschiedliche Führungsformen
(ggf. auch ein duales Angebot
3) erreicht werden, aber auch durch ausrei-
chend breite Radverkehrsanlagen die dann von allen Nutzergruppen ge-
meinsam genutzt wird.
Auf die Vor- und Nachteile der jeweiligen Führungsform wird im Abschnitt 4
vertiefend eingegangen.
3 wie die Kombination Piktogrammspur auf der Fahrbahn und *HKZHJIUHLJDEHÄ5DGIDKUHUIUHL³
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Bestandsanalyse
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 6
3 Bestandsanalyse
3.1 Bestehende Radverkehrsinfrastruktur in der Frankfurter Straße
Plan 3 zeigt die heutige Art der Radverkehrsführung in der Frankfurter Stra-
ße.
Radfahrende werden gegenwärtig auf dem Abschnitt der Frankfurter Straße
zwischen Virchowstraße im Norden und dem Carl-Schenk-Ring bzw. Martin-
Luther-King-Ring im Süden beidseitig auf benutzungspflichtigen Einrich-
tungsradwegen im Seitenraum geführt. Dabei gibt es abschnittsweise wech-
selnd sowohl eine gemeinsame (VZ 240 StVO: ÄJHPHLQVDPHU *HK- und
5DGZHJ³ DOV DXFK HLQH JHWUHQQWH 9= 6W92 ÄJHWUHQQWHU *HK - und
5DGZHJ³)KUXQJ mit dem Fußverkehr.
Für Fußgänger und Radfahrende gibt es entlang des untersuchten Ab-
schnitts der Frankfurter Straße gegenwärtig 5 signalisierte Querungsmög-
lichkeiten. Die Aufstellflächen sind z.T. sehr knapp bemessen, was insbe-
sondere in den Spitzenzeiten zu erhöhtem Konfliktpotenzial zwischen Fuß-
und Radverkehr führen kann: Ungünstig ist hierbei, dass die getrennten
Radwege (durch Beschilderung und Gestaltung vom Gehweg separiert) dem
Radverkehr in Längsrichtung formal und baulich Vorrang gegenüber de n
querenden Fußgängern geben. Dies wird von den Fußgängern häufig nicht
beachtet, sodass es zu Konflikten und zur gegenseitigen Gefährdun g
kommt. An manchen Signalanlagen ist der Radweg daher in die Signalisie-
rung mit aufgenommen (Haltelinie auf dem Radweg). Dies wird vom Radver-
kehr jedoch oftmals missachtet. Zudem sind die Haltelinien teils stark verwit-
tert, d.h. kaum erkennbar. Eine eigene Signalisierung für den Radverkehr
existiert nicht.
Wegweisung
Über die Frankfurter Straße werden bereits heute einige städtische und regi-
onale Ziele in einer Rad-Wegweisung ausgewiesen. Sie entsprechen den
Ansprüchen der FGSV.
4 Folgende Ziele sind hier weggewiesen:
x Norden: DA-Arheilgen und DA-Wixhausen, Langen
x Süden: Griesheim und Darmstadt-City
x Westen über Täubcheshöhlenweg: Erzhausen (Streckensymbol ver-
weist auf unbefestigten Weg)
x Osten: Bürgerpark Nord, Ober-Ramstadt über Schreberweg
4 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): Merk blatt zur wegweisenden
Beschilderung für den Radverkehr. Köln, 1998.
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
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Bestandsanalyse
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 7
3.2 Aktuelle Verkehrsmengen
Es liegen detaillierte Verkehrserhebungen aus dem Herbst 2014
5 vor, die die
heutigen Mengen des Kfz-, Rad- und Fußverkehrs der Frankfurter Straß e
dokumentieren. Die zur Bemessung der Verkehrsanlagen relevanten Spit-
zenstundenbelastungen sind für den Kfz-Verkehr in Plan 4 zusammenge-
fasst, eine Übersicht der Fuß- und Radverkehrsmengen ist in Plan 5 darge-
stellt. Die detaillierten Verkehrsmengen sind zusätzlich in Anlage 1 wieder-
gegeben.
Für den Radverkehr ist die nördliche Frankfurter Straße eine wichtige Nord-
Süd-Achse. In der Summe beider Radverkehrsanlagen (Ost- und Westseite)
verkehren hier zwischen 1.200 und 1.600 Radfahrer/24h. Die höchste Rad-
verkehrsmenge tritt dabei im südlichem Abschnitt im Bereich der Eisen-
bahnbrücke bzw. Nordbahnhof auf.
Auf den beidseitigen Einrichtungsradwegen sind zahlreiche "Geisterradler"
zu beobachten. Bis zu 66 % der Radfahrer sind zur vormittäglichen Spitzen -
stunde an der Ostseite der Frankfurter Straße entgegen der vorgeschriebe -
nen Fahrtrichtung unterwegs, zur nachmittäglichen Spitzenstunde sind es
bis zu 43 % Geisterradler.
Zusammenfassend lassen sich folgende Ergebnisse aus der Verkehrszäh-
lung festhalten:
x Kfz-Verkehrsmengen zwischen 19.000 und 23.000 Kfz/24h
x Ganztägig hoher Radverkehr
x Ganztägig relativ geringer Fußgängerverkehr, mit starken querenden
Fußgängerströmen im Bereich der Werkstore Fa. Merck
x Bis zu 66 % links fahrender Radfahrer auf dem ostseitigen Einrich-
tungsradweg zwischen Virchowstraße und der Maulbeerallee
(Radabstellanlagen) in der vormittäglichen (Kfz-)Spitzenstunde
x Bis zu 43 % links fahrender Radfahrer auf dem ostseitigen Einrich-
tungsradweg zwischen Zufahrt Parkplatz Süd und dem Nordbahnhof
in der nachmittäglichen (Kfz-)Spitzenstunde
x Ganztägig hohe Ä*HLVWHUUDGOHU³-anteile (> 20 %) am Gesamtradver-
kehrsaufkommen auf der Ostseite als auf der Westseite
5 Im März 2016 wurden zum Abgleich der Kfz-Verkehrsmengen e rneut Erhebungen durchgeführt,
die die Ergebnisse aus 2014 bestätigen.
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
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rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 8
3.3 Gründe für linksfahrende Radfahrer
Der auffällig hohe Anteil an linksfahrendem Radverkehr auf den beidseitig en
Einrichtungsradwegen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen.
Wichtige Ziele des Radverkehrs (Radabstellanlagen der Firma Merck sowie
der Nordbahnhof) befinden sich auf der Ostseite der Frankfurter Straße. Das
Mitnehmen privater Fahrräder auf das westlich der Frankfurter Straße gele-
gene Werksgelände der Fa. Merck ist nicht zulässig. Stattdessen werden auf
der Ostseite der Frankfurter Straße ± neben den Kfz-Stellplätzen - Radab-
stellanlagen angeboten.
6 Entsprechend hoch sind bereits heute das Fahr-
radaufkommen und der Anteil ÄEHVRQGHUV XPZHJHPSILQGOLFKHU³ Radfahrer,
die die Wege als Zweirichtungsradweg nutzen.
Die Frankfurter Straße stellt im heutigen mehrstreifigen Ausbau, mit ho hen
Kfz-Verkehrsmengen und der Straßenbahntrasse eine stark trennende Ach -
se dar. Hinzu kommt, dass die heutigen Überquerungsstellen hinsichtlich ih-
rer Erreichbarkeit vieler Ziele ungünstig gelegen sind. Die nur punktuelle
Querbarkeit der Frankfurter Straße bewirkt somit in Kombination mit den
beiden Hauptzielen (Nordbahnhof und Abstellanlagen der Fa. Merck) eine
häufige Nutzung der Einrichtungsradwege in falscher Fahrtrichtung. Insbe-
sondere für aus Norden kommende Radfahrende wirkt sich die Anordnung
der Radabstellanlagen auf der Ostseite ungünstig aus, da so die Frankfurt er
Straße insgesamt dreimal gequert werden müsste.
Die Seitenräume der Frankfurter Straße sind bereits heute abschnittsweise
sehr breit ausgebaut. Streckenweise werden die Geh- und Radwege zudem
durch fahrbahnseitige Grünanlagen in Kombination mit Bäumen ergänzt.
Dieser z.T. sehr breite Sicherheitsraum zur Kfz-Fahrbahn bietet den linksfah-
renden Radfahrenden zusätzlichen Komfort.
Im weiteren Verlauf der Frankfurter Straße, südlich des Carl-Schenk-Rings,
gibt es auf der Ostseite Büronutzungen. Hier ist eine (sichere) Querung d er
Kfz-Fahrbahn jedoch, auch aufgrund der als Barriere wirkenden Straßen -
bahntrasse, kaum möglich, entsprechend kommt es auch hier zu Ä*HLVWHU
radlern³in der Frankfurter Straße.
(LQZHLWHUHUÄDXVO|VHQGHU³)DNWRUIUOLQNVIDKUHQGH5DGIDKUHUDXIGHU2VWVHi-
te der Frankfurter Straße ist die bestehende Signalisierung am Knotenpunkt
Frankfurter Straße / Frankfurter Landstr. / Virchowstraße. Um den Arheilger-
Ortskern vor Durchgangsverkehren zu schützen, sind die Prioritäten des
Signalprogramms eher auf die Fahrbeziehung Frankfurter Straße ±
Virchowstraße ± Umgehungsstraße (B3) gelegt. Für aus der Frankfurter
Landstraße (Norden) kommende Fahrzeuge ist dies mit relativ hohen Wa rte-
zeiten verbunden. Für Radfahrende ergibt sich jedoch die Möglichkeit, über
6 Es existiert eine weitere kleinere Radabstellanlage im Süden des Werksgeländes am Täubches-
höhlenweg.
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
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rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 9
die gemeinsame Fußgänger- und Radfahrerfurt auf den östlich gelegenen
Radweg zu gelangen und ± ohne Wartezeit ± weiterzufahren.
Zuletzt verführt auch die Tatsache, dass angrenzende Ost-West-Achsen des
Radverkehrs über Zweirichtungsradwege (Virchowstraße, Carl-Schenck-
ring, Martin-Luther-King-Ring,...) geführt werden, dazu weiterhin linksseitig
zu radeln. Radfahrende werden ± sofern sich eine Querung zeitungünstig
auswirkt ± verleiWHWGHQÄHLQIDFKHQXQGVFKQHOOHQ³:HJ]XQHKPen.
In der Konsequenz ergeben sich Konflikte mit dem Kfz- und Fußve rkehr,
auch da in der linken ("falschen") Fahrtrichtung keine Beschilderung und
Signalisierung vorhanden sein kann.
3.4 Bestehende Planungen im Untersuchungsgebiet
Die Eingangssituation der Firma Merck soll umgestaltet werden. Die Firma
Merck möchte sich damit stärker der Öffentlichkeit öffnen. Gleichzeitig soll
auch die Trennwirkung der Frankfurter Straße zwischen den Ost- und West-
teilen des Werkes vermindert wird.
Im Bereich der Hauptquerung ist eine Verringerung der Kfz-Fahrstreifen-
anzahl vorgesehen. Zukünftig soll dem Kfz-Verkehr beidseitig jeweils ein
Richtungsfahrstreifen zur Verfügung stehen und durch einen Mittelstreifen
das Queren in diesem Bereich für Fußgänger und Radfahrer vereinfacht und
komfortabler werden. Die heute vorhandene Fußgängersignalanlage ist nicht
mehr erforderlich und entfällt.
Querung im Bereich der Firma Merck
Im Abschnitt der Hauptquerung kreuzen starke Fußgängerströme der Firma
Merck die Radwegachse. Entlang der Frankfurter Straße ist hier eine ge-
meinsame Geh- und Radwegführung vorgesehen. Andernfalls sollten zu r
Vermeidung der heute bestehenden Konflikte zwischen querenden Fußg än-
gern und Radfahrenden im Längsverkehr die Radwege bei einer getrennten
Führung im Bereich der Fußgängerquerungen in eine Signalisierung aufge-
nommen werden, zum Schutz der kreuzenden Fußgänger. Erfahrungsge-
mäß würde ein solches Rotlicht von vielen Radfahrern missachtet werden
(vergl. heutige Situation im Bereich Tor Süd, Fa. Merck). Damit wäre die Si-
tuation lediglich verkehrsrechtlich geklärt, die heute beanstandete Gefähr-
dung der Fußgänger bestünde jedoch weiter. Durch die gemeinsame Füh-
rung von Rad- und Fußverkehr (gemeinsamer Geh- und Radweg oder Geh-
ZHJÄ5DGIDKUHUIUHL³ZLUGYHUPLHGHQGDVV5DGIDKUHQGHJHJHQEHU queren-
den Fußgängern bevorrechtigt sind und auf ihr Vorrecht gegenüber z.B . un-
achtsamen Fußgängern beharren. Nur durch eine sehr restriktive Trennung
(Einbauten wie Absperrgitter und technische Regelung wie Signalanlagen)
ließe sich eine getrennte Führung mit sicherer Querung herstellen. Die Al-
ternative und für Fußgänger und Radfahrer sichere und zügigere Lösung ist
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
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rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 10
die gegenseitige Rücksichtnahme, die sich durch eine entsprechend groß-
zügig gestaltete Mischfläche erreichen lässt.
Nördlich des Hauptquerungsbereichs wird eine zusätzliche Fuß- und Rad-
verkehrsquerung auf Höhe der nach Norden verlegten Haltestelle Ä0HUFN³
eingerichtet. Diese soll zukünftig als Dunkelanlage signalisiert werden, d.h.
nur auf Anforderung wird die Anlage aktiv und ermöglicht so signalgeschü tzt
die barrierefreie Querung z.B. für Sehbehinderte Menschen. Ansonsten wir d
durch die Dunkelschaltung auch hier eine freie Querung der Frankfurter
Straße ermöglicht (die Anlage zeigt kein dauerhaftes Rotlicht in der Que-
rung).
Am Nordbahnhof bestehen neben der Sanierung des Bahnhofs auch Pla-
nungen zur Umgestaltung des Vorplatzes. Dabei ist die Verlegung der signa-
lisierten Querungsanlage nach Norden vorgesehen. Die heute umwegige
Wegeverbindung Nordbahnhof ± Täucheshöhlenweg ± Merck wird dadurch
deutlich günstiger und die Gefahr reduziert, dass Mitarbeiter der Firma
Merck zwischen Nordbahnhof und dem Süd-Eingang zum Werksgelände
ÄZLOG³GLH6WUDHTXHUHQ
Rückkopplung aus dem Sicherheitsaudit
In den Auditberichten zu den aktuellen Planungen in der Frankf urter Straße
wurden allgemeine Bedenken hinsichtlich des Anlegens von benutzungs-
pflichtigen Zweirichtungsradwegen geäußert. Die Kernpunkte sind, das in-
nerorts etwa doppelt so hohe Unfallrisiko im Vergleich zu Einrichtungsrad-
wegen und der Aspekt, dass sich illegal linksfahrende Radfahrer in der Re-
gel rücksichtsvoller verhalten, als wenn sie legalisiert werden.
Die geäußerten allgemeinen Bedenken relativieren sich durch die bereits im
angrenzenden Netz vorhandenen Zwei-Richtungsradwege (Lückenschluss)
und das Fehlen der sonst innerorts üblichen häufigen Einmündungen. Die
hier vorhandenen wenigen Knotenpunkte sind signalgeregelt, mithin redu-
ziert sich hier das Unfallrisiko sehr deutlich.
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Radverkehrskonzept
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 11
4 Radverkehrskonzept
Für die nördliche Frankfurter Straße wurde ein Radverkehrskonzept entwi-
ckelt. Dabei wurden Empfehlungen und Richtlinien aus der einschlägigen
Fachliteratur verwendet, um verschiedene Varianten für die zukünftige Rad-
verkehrsführung aufzuzeigen.
4.1 Führung im Seitenraum versus Führung auf Kfz-Fahrbahn
Gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA)
7 erfolgt eine Er-
örterung grundsätzlich geeigneter Radverkehrsanlagen für die nördliche
Frankfurter Straße. Dies erfolgt zunächst über die vorhandenen Kfz-
Verkehrsmengen in der vormittäglichen und nachmittäglichen Spitzenstunde.
Betrachtet wurden dabei die prognostizierten Kfz-Verkehrsmengen aus einer
Untersuchung von R+T
8 (vgl. Kapitel 3.2). Die Querschnittsbelastungen sind
in Plan 4 dargestellt.
Die zulässige Kfz-Höchstgeschwindigkeit an der nördlichen Frankfurter
Straße soll auch zukünftig bei 50 km/h liegen. Die Ausnahme bildet n ur der
unmittelbare Hauptquerungsbereich zwischen Haltestelle Merck und der
Kleinen Frankfurter Straße: Hier sollen in Zukunft 30 km/h zulässig sein.
Gemäß den Bildern 7 und 8 der ERA 7 liegt die nördliche Frankfurter Straße
im Belastungsbereich III. Hier ist in der Regel das Trennen des Radverkehrs
vom Kfz-Verkehr aus Sicherheitsgründen erforderlich. Lediglich bei günsti-
gen Randbedingungen kommt dann nach Regelwerk eine Führung des
Radverkehrs im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf der Fahrbahn in Be-
tracht. Günstige Randbedingungen können sein:
x )UHLJDEHGHU6HLWHQUlXPHÄ*HKZHJ5DGIDKUHUIUHL³
=> erfüllt: Seitenraum überwiegend ausreichend breit, Freigabe prob-
lemlos möglich
x Wenig Schwerverkehr
=> erfüllt: Schwerverkehrsanteil etwa 2-4 Prozent
x Fahrstreifenbreite über 3,50 m
=> nicht erfüllt: Fahrstreifenbreite überwiegend etwa 3,00 m
x 30 km/h zulässige Kfz-Höchstgeschwindigkeit
=> nicht erfüllt: 50 km/h, Ausnahme nur im Hauptquerungsbereich
(ca. 200m)
7 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): Empfe hlungen für Radver-
kehrsanlagen, Köln: 2010.
8 Verkehrsuntersuchung Merck ± Frankfurter Straße: Darmstadt, Juli 2015.
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Aufgrund der vorherrschenden Gegebenheiten kommen in der Frankfurt er
Straße grundsätzlich die folgenden Führungsformen für den Radverkehr in
Betracht (vgl. ERA, Tabelle 8):
x Radfahrstreifen
x Radweg
x Gemeinsamer Geh- und Radweg
x 6FKXW]VWUHLIHQLQ.RPELQDWLRQPLWÄGehweg/5DGIDKUHUIUHL³
Eine Führung des Radverkehrs im Mischverkehr mit Kfz auf der Fahrbahn ist
nach Regelwerk nicht anzustreben. Ebenso sollte hier kein duales Angebot
.RPELQDWLRQ Ä*HKZHJ5DGIDKUHU IUHL³ XQG 3LNRJUDPP-Spur auf der Fahr-
bahn) eingesetzt werden.
Bei einer Führung im Mischverkehr sind auch Probleme hinsichtlich des flie-
ßenden Verkehrsablaufs zu erwarten (Leistungsfähigkeit Kfz-Verkehr). Auf-
grund der geringen Fahrstreifenbreite sind Überholvorgänge von Radfah-
renden kaum möglich, sodass Behinderungen und gefährliche Fahrmanöve r
zu erwarten sind.
Grundsätzlich lassen die Rahmenbedingungen in der nördlichen Frankfurter
Straße sowohl eine Führung im Seitenraum, als auch eine fahrbahnseitige
Führung mit Radfahrstreifen zu.
Für eine fahrbahnseitige Führung auf Radfahrstreifen spricht die insgesamt
sehr hohe Verkehrsmenge an ein- und ausbiegenden Fahrzeugen au f den
ostseitigen Parkplatz der Fa. Merck. Die Anzahl an Einmündungen ist jedoch
sehr gering. Zudem ist anzumerken, dass an den meisten Einmündungen,
die Querung über signalisierte Furten erfolgt.
Aufgrund der bestehenden Radverkehrsführung, der Anschlüsse im
Norden und Süden, der sehr breit dimensionierten Seitenräume, der
hohen Kfz-Verkehrsmengen, der Verflechtungen und Spurwechsel im
Kfz-Verkehr vor den Knotenpunkten, der heutigen Straßenraumgestal-
tung sowie der bestehenden Planungen am Hauptquerungsbereich und
der Straßenbahnhaltestelle Merck wird für die nördliche Frankfurter
Straße nur eine Führung im Seitenraum als angemessen und sicher er-
achtet.
Von einer fahrbahnseitigen Führung auf Radfahrstreifen oder Schutzstreife n
wird zudem abgeraten, da die Straßenbahntrasse beim Verschwenk von de r
Mittel- in die Seitenlage an der südlichen Parkplatz-Zufahrt gekreuzt werd en
müsste. Dies birgt hohe Sturzgefahr für Radfahrende. Darüber hinaus wer-
den Konflikte mit Bring-Hol-Verkehren der Firma Merck erwartet (haltende
Kfz blockieren Radfahrstreifen, öffnende Türen,...).
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4.2 Einrichtungs- versus Zweirichtungsverkehr
Für die zukünftige Radverkehrsführung ist zu untersuchen, ob diese im Ein-
richtungs- oder im Zweirichtungsverkehr erfolgen sollte.
Die ERA empfehlen zur Anlage von Zweirichtungsradwegen, dass im Vorfeld
stets geprüft werden sollte, ob die Benutzung der falschen Straßenseite
durch verbesserte Querungsmöglichkeiten vermieden bzw. reduziert werden
kann. Sollte dies zu keiner Verbesserung führen, sollte eine Legalisierun g
des Linksfahrens geprüft werden.
Voraussetzungen für die Freigabe in beide Fahrtrichtungen sind:
x Ausreichende Breite für die Begegnung von Radfahrenden
x Wenige Kreuzungen, Einmündungen und Grundstückszufahrten
x Ausreichende Sichtverhältnisse an Grundstückszufahrten
Grundsätzlich gilt, dass die Nutzung eines innerörtlichen Radwegs auf der
linken Straßenseite häufig Unfallhäufungsstellen nach sich ziehen kann. Im
Sicherheitsaudit zur Umgestaltung der Frankfurter Straße im Hauptque-
rungsbereich wurde entsprechend angemahnt, dass ÄGDV 8QIDOOULVLNR IU
Radfahrer in linker Richtung auf Zweirichtungsradwegen innerorts etwa dop-
pelt so hoch liegt, wie das rechtsfahrender Radfah UHU³ (vgl. Kapitel 3.4).
Solche Konfliktpunkte befinden sich meist an Einmündungen und Grund-
stückszufahrten.
Eine Analyse des Unfallgeschehens linksfahrender Radfahrer ergab jedoch,
GDVV DQ .QRWHQSXQNWHQ PLW /LFKWVLJQDODQODJH ÄOLQNVIDKUHQGH 5DGIDKUHU EHL
AbELHJHXQIlOOHQ LQ HWZD HQWVSUHFKHQG LKUHP 9HUNHKUVDQWHLO EHWHLOLJW³ VLQG
9
Es besteht hier also kein erhöhtes Unfallpotenzial für den Radverkehr.
Ostseite
Aufgrund der bereits heute sehr starken links fahrenden Radverkehrsströme
(vgl. Kapitel 3.3) sowie der überwiegend großen Breite im Seitenraum
(~ 4,50 m) wird eine Freigabe des ostseitigen Radwegs in zwei Richtungen
empfohlen. Die bereits heute starke Nutzung in beide Richtungen soll hier
legalisiert werden.
Die Führung über signalisierte Furten an den Knotenpunkten ist verkehrssi-
cher. Die wenigen unsignalisierten Einmündungen (z.B. Shell-Tankstelle
südlich des Nordbahnhofs) sind entsprechend kenntlich zu markieren (rote
Furteinfärbung mit Fahrradpiktogrammen). Auf gute gegenseitige Sichtbe-
ziehungen ist zu achten.
9 Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt): Nutzung von Radwe gen in Gegenrichtung ±
Sicherheitsverbesserungen. Heft V261, S.13.
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Westseite
Der westseitige Radweg kann hingegen zu großen Teilen im Einrichtungs-
verkehr stattfinden. Der Bedarf für einen Zweirichtungsradweg ist hier gerin-
ger als auf der Ostseite.
Aus Gründen der Netzerschließung sollte als kurzfristige Lösung mindestens
eine Freigabe in Fahrtrichtung Norden zwischen Täubcheshöhlenweg und
der nördlich davon gelegenen Querungsstelle geprüft werden. Hiermit wird
Radfahrenden aus Westen eine legale und umwegfreie Führung nach Nor-
den und Osten ermöglicht. Eine Breite von 4,50 m sollte auch hier nicht un-
terschritten werden.
Auch nördlich des Hauptquerungsbereichs sollte die Westseite der Frankfur-
ter Straße im Zielzustand im Zweirichtungsverkehr betrieben werden. Ein
Ausbau und eine Verbreiterung des heutigen Zustands sind hier ggf. nur un-
ter Grundstückserwerb möglich. Im Hinblick auf den Netzzusammenhang
und die Verständlichkeit der Führung erscheint es sinnvoll, auch den gesam-
ten westseitigen Abschnitt nördlich des Knotens Carl-Schenck-Ring im Ziel-
zustand als durchgängigen Zweirichtungsradweg auszubilden.
4.3 Gemeinsame versus getrennte Geh-Radwegführung
Aufgrund des zumindest streckenweisen Bedarfs einer Radverkehrsführung
im Zweirichtungsverkehr entfallen die grundsätzlich in Kapitel 4.1 noch für
möglich erachteten fahrbahnseitigen Führungen auf Radfahrstreifen oder
Schutzstreifen, da diese nicht im Zweirichtungsverkehr betrieben werden
können.
In diesem Kapitel soll daher erörtert werden, ob eine Führung des Radver-
kehrs entlang der nördlichen Frankfurter Straße getrennt (VZ 241 StVO ÄJH
trennter Geh- XQG5DGZHJ³) oder gemeinsam (VZ 240 StVO ÄJHPHLQVDPHU
Geh- XQG5DGZHJ³9=PLW=XVDW]]HLFKHQ-Ä*HKZHJ5DGIDKUHU
IUHL³) mit dem Fußverkehr erfolgen sollte.
Gemeinsame Führung
Gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) gelten für eine
gemeinsame Führung mit dem Fußverkehr folgende Ausschlusskriterien
10:
10 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): Empfeh lungen für Radver-
kehrsanlagen. Köln 2010.
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x Straßen mit intensiver Geschäftsnutzung
=> hier: nicht zutreffend
x Hohe Nutzung des Seitenraums durch schutzbedürftige Fußgänger
=> hier: nicht zutreffend
x Hauptverbindung des Radverkehrs
=> hier: zutreffend
x Starkes Gefälle (> 3 %)
=> hier: nicht zutreffend
x Dichte Folge von unmittelbar an Gehwege mit Mindestbreiten angren-
zende Hauseingänge
=> hier:
nicht zutreffend
x Zahlreiche untergeordnete Knotenpunkts- und Grundstückszufahrten
bei beengten Verhältnissen
=> hier:
nicht zutreffend
x Stärker frequentierte Bus- oder Straßenbahnhaltestellen in Seitenlage
ohne gesonderten Warteflächen
=> hier:
nicht zutreffend
x Überschreitung der Einsatzgrenzen gemäß ERA Bild 15, Seite 27
=> hier: nicht zutreffend
Die Prüfung der in der ERA definierten Ausschlusskriterien für eine gemein-
same Führung des Fuß- und Radverkehrs ergab, dass einzig die Tatsache,
dass es sich bei der Frankfurter Straße um eine Hauptroute des Radver-
kehrs in Darmstadt handelt, hier zutrifft.
Darüber hinaus wurden die Einsatzgrenzen für eine gemeinsame Führung
des Radverkehrs über die gezählten Fuß- und Radverkehrsmengen gemäß
ERA, Bild 15 überprüft (vgl. Abbildung 1).
Selbst bei der ungünstigsten Breite von etwa 3,00 m (heutiger Ausbauzu -
stand) nördlich der Maulbeerallee (Ostseite) ist die Führung als gemeinsa-
mer Geh-/Radweg gemäß ERA verträglich. Auf fast der gesamten Strecke
wurde beidseitig sehr wenig Fußverkehr festgestellt.
Die Ausnahme bildet der ostseitige Abschnitt zwischen der südlichen Park-
platz-Zufahrt Merck und dem Nordbahnhof. Hier wird die Einsatzgrenze auf-
grund der hohen vormittäglichen und nachmittäglichen Fußgängerström e
zwischen Nordbahnhof und Süd-Eingang zum Werksgelände übertroffen.
Die nutzbare Wegbreite von über 5,00 m ist jedoch sehr groß und lieg t be-
reits oberhalb der im Schaubild dargestellten Einsatzgrenzen. Im Zuge der
Vorplatzgestaltung des Nordbahnhofes ist u.a. eine gleichmäßigeren Vertei-
lung der Fußgängerströme auf die Ost- und Westseite der Frankfurter Stra-
ße zu erwarten (Verlegung der Querung Richtung Norden, höhere Akzep-
tanz).
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Abbildung 1: Nutzungsabhängige Einsatzgrenzen für die gemeinsame Führung
von straßenbegleitenden Fußgänger- und Radverkehr (Quelle: ERA
2010, S.27)
Getrennte Führung
Bei einer getrennten Führung des Fuß- und Radverkehrs sind für eine Frei-
gabe als Zweirichtungsradweg 2,50 m im Regelmaß erforderlich. Bei einer
fahrbahnnahen Führung sollte zudem ein Sicherheitstrennstreifen zum
Fahrbahnrand markiert werden (0,50 m). Für den Fußverkehr bliebe dann
nur noch eine geringe Restbreite.
An den signalisierten Querungsstellen entlang der Frankfurter Straße ist der
Radverkehr bei einer getrennten Führung in die Signalisierung über eine ei-
gene Radverkehrssignalisierung zum Schutz der kreuzenden Fußgänger
miteinzubinden. Punktuell queren sehr starke Fußgängerströme der Firma
Merck (insbesondere im Bereich der Hauptzugangs zur Firma Merck, dem
Hauptquerungsbereich und der Haltestellen) die Radwegachse.
Zwischenfazit
Für die Frankfurter Straße ist beidseitig eine gemeinsame Geh- und Rad-
wegführung besser geeignet, als eine getrennte Führung. Auf diese Art wir d
der Radverkehr an das Miteinander mit Fußgängern im gesamten Strecken-
verlauf gewöhnt (erhöhte Rücksichtnahme).
Die im Untersuchungsgebiet sehr breiten Seitenräume bieten einen sehr ho-
hen Komfort. In Verbindung mit dem eher geringen längslaufenden Fußver-
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kehr wird dem Radverkehr bei einer gemeinsamen Führung ein komfortables
und zügiges Befahren ermöglicht. An den signalisierten Querungsstellen
kann sich der Radverkehr ohne separates Anhalten vor Fußgängerquerun-
gen zügig ± jedoch mit erhöhter Aufmerksamkeit ± bewegen.
Im Bereich des neugeplanten Hauptquerungsbereichs wird u.a. durch die
Anpassung der Kfz-Verkehrsflächen die Aufstellfläche vor den Fußgänge r-
querungen der Frankfurter Straße deutlich vergrößert. Zukünftig sind hier
Aufstellflächen von 3,00 m vorgesehen, für den kreuzenden Fuß- und Rad-
verkehr verbleiben dennoch großzügige 5,10 m. Dadurch wird der heute be-
stehende Konflikt zwischen Rad- und Fußverkehr weitestgehend ausge-
räumt (ausreichend Platz und gute gegenseitige Sicht).
Am Abschnitt mit erhöhtem Fuß-Längsverkehr (zwischen südlicher Park-
platz-Zufahrt und Nordbahnhof) kann aufgrund der Planungen am Nord-
bahnhof (vgl. Kapitel 3.4) erwartet werden, dass sich der Fußgängerverkehr
zukünftig im betroffenen Abschnitt gleichmäßiger auf beide Fahrbahnseite n
verteilt.
4.4 Weitere begleitende Maßnahmen
Nordbahnhof
Am Nordbahnhof sollten die Planungen zur Verlegung der signalisierten
Querungsstelle weiter verfolgt werden. Die heute südlich des Nordbahnhofs
gelegene signalisierte Querungsanlage sollte nach Norden verlegt werden,
um der Wegebeziehung Täubcheshöhlenweg ± Nordbahnhof besser zu ent-
sprechen. Für Fuß und Radfahrende mit Ziel Merck ist diese heute umweg-
behaftet und somit unattraktiv. Durch die Verlegung kann zudem das Fahren
auf der rechten Seite gefördert und gestärkt werden.
Querungsstellen
Die Aufstellflächen an den signalisierten Querungsstellen im gesamten Un-
tersuchungsabschnitt sind großzügig zu bemessen, um Konflikte zwischen
querenden Fußgängern und längs fahrenden Radfahrern zu vermeiden. Di e
bestehenden Planungen zur Umgestaltung in der Frankfurter Straße ent-
sprechen diesem Bedarf.
Anbindung Schreberweg
Der im Osten des Untersuchungsgebiets verlaufende Schreberweg soll
durch eine geplante Sanierung sowie eine Umwidmung zur Fahrradstraße
zukünftig für den Radverkehr zunehmende Bedeutung erfahren. Es soll te
daher geprüft werden, ob eine direkte Durchfahrt von den ostseitigen
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Darmstadt
Radverkehrskonzept
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Radabstellanlagen über den Kfz-Parkplatz zum Schreberweg hergestellt
werden kann (vgl. Abbildung 2). Diese Verbindung würde es Merck-
Mitarbeitern ermöglichen direkt an die geplante Verbindung des Rad-
Schnellweges nach Frankfurt und an die Fahrradstraßen-Achse in Richtung
Darmstadt Innenstadt, TU anzuknüpfen.
Abbildung 2: Vorschlag: Herstellung einer direkten Radverbindung von den
Radabstellanlagen Merck zum Schreberweg
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5 Zusammenfassung und Empfehlung
Die Frankfurter Straße ist eine Hauptverkehrsstraße und eine wichtige inner-
städtische Radverkehrsverbindung in Darmstadt. Sie verbindet im Norden
die Stadtteile Arheilgen und Wixhausen und im Süden die Darmstä dter In-
nenstadt mit der Firma Merck und dem Nordbahnhof. Sie besitzt daher e in
sehr hohes Potenzial an Radfahrenden. Entsprechend hoch ist bereits heute
das Fahrradaufkommen. Hoch ist aber auch der Anteil der Radfahrer, die die
Wege ordnungswidrig als Zweirichtungsradwege nutzen.
Für den nördlichen Abschnitt der Frankfurter Straße (zwischen Carl-
Schenck-Ring und Virchowstraße) wird eine beidseitige Führung des Rad-
verkehrs auf gemeinsamen Geh- und Radwegen empfohlen (VZ 240 StVO).
Für das Zielszenario sollten die Radwege auf beiden Seiten im Zweirich-
tungsverkehr betrieben werden. Um dem Radverkehr diese linksseitige Nut-
zungsmöglichkeit zu schaffen, sind neben Beschilderung auch gestalterische
Maßnahmen erforderlich. Die Breite der Radverkehrsanlage sollte jeweils
4,50 Meter nicht unterschreiten. Hierfür sind insbesondere nördlich der
Maulbeerallee sowie südlich des Nordbahnhofs beidseitig Verbreiterungen
erforderlich.
Eine gemeinsame Geh- und Radwegführung im Seitenraum der nördlich en
Frankfurter Straße fördert die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Fuß-
gängern und Radfahrenden. Die sehr großzügig bemessene Breite von
4,50 m über fast die gesamte Achse bietet gemäß ERA auf einem gemein-
samen Geh- und Radweg einer Summe aus bis zu 180 Fußgängern und
Radfahrenden in der Spitzenstunde ein gutes und komfortables Angebot.
Dieser Wert wird bis auf die Ausnahme bei der heutigen Fußgängerführung
am Nordbahnhof auf der gesamten Achse weit unterschritten. Hier existieren
jedoch bereits Planungen für eine günstigere Querung für Fußgänger am
Nordbahnhof.
Die bereits heute festzustellende Nutzung der Radwege im Zweirichtungs-
verkehr aufgrund der Lage wichtiger Ziele (ostseitige Radabstellanlagen und
Nordbahnhof) soll zukünftig legalisiert werden. Der Bedarf einer Radver-
kehrsführung im Zweirichtungsverkehr auf der Ostseite ist grundsätzlich hö-
her als auf der Westseite.
Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
Darmstadt
Verzeichnisse
rt_Radverkehrskonzept Frankfurter Straße Schlussfassung 06_2016.doc 20
Verzeichnisse
Abbildungen im Text:
Abbildung 1: Nutzungsabhängige Einsatzgrenzen für die gemeinsame
Führung von straßenbegleitenden Fußgänger- und
Radverkehr (Quelle: ERA 2010, S.27) 16
Abbildung 2: Vorschlag: Herstellung einer direkten Radverbindung von
den Radabstellanlagen Merck zum Schreberweg 18
Plandarstellungen als Anhang:
Plan 1: Quellen und Ziele des Radverkehrs
Plan 2: Radhauptrouten des Darmstädter Fahrradstadtplans
Plan 3: Bestehende Radverkehrsführung in der Frankfurter Straße
Plan 4: Kfz-Verkehrsmengen
Plan 5: Fuß- und Radverkehrsmengen
Plan 6: Geplante Radverkehrsführung in der Frankfurter Straße
Anlagen:
Anlage 1 Zusammengefasste Ergebnisse Verkehrserhebung
1.1 Spitzenstunde vormittags
1.2 Spitzenstunde nachmittags
1.3 24h-Verkehrsmenge
5DGYHUNHKUVNRQ]HSW)UDQNIXUWHU6WUDH±'DUPVWDGW
Anlage 1.1
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 07:15-08:15 - Erhebungen vom 10.09.2014 bis 18.09.2014
FG FG
Rad Rad
Virchowstr. Erhebungen vom 10.09.2014 bis 18.09.2014
Spitzenstunde 07:15-08:15
Anzahl [Kfz/h]
FG FG
Rad Rad
FG FG
Rad Rad
FG FG
Rad Rad
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
FG FG FG FG
Rad Rad
Zufahrt Parkplatz Nord-Ost
FG FG FG
Rad Rad Rad
Summe:
einfahrend 706 Kfz
ausfahrend 35 Kfz
FG
Rad
FG FG
Rad Rad
Merck Süd-Tor
FG FG
Rad Rad
FG FG FG
Rad Rad Rad
FG
Rad
FG FG
Rad Rad
Nordbahnhof
3
0
1 5
68 7
31 145 176
Q 2
9 0 65
198 8
2 1
Frankfurter Str.
47
25
FGK 3
873 916
3 1
15
477
424
39
190
15 Zufahrt Parkplatz Süd
2
1
4420
Rad
19
FG
26
FG
2
857
18
17
4
79
Rad
8
Rad877 481
12
2
11 4
65 17
Zufahrt Parkplatz Nord-West
Q 1
12 304 11
1 5 36
175 2 170 10
6 1
K 2
864 490 200 12 64
1
9
FG
6
FG 4
18
Rad
12
0
3
660 199 2
2
Rad
1
0
436
54
1 62
3
2
266
266
67
67
67
65
69
161
161
150
150
2090 149 147
92
9
FG
4
FG K 4 K 5
0
771
212
0
68
Rad
20
Rad983 507
71 35
125 1
0 2
7 4
2
Frankfurter Str.
18
7 15
563
311
194
0
FG
995 505
FG
91
432
402
K 1
615
52
1
Rad
1 3
8 30
52
Rad
523 246
Frankfurter Landstr.
11
25.05.2016 SpH_AM ges. Verkehrsmengen Bestand 2014.xlsx
5DGYHUNHKUVNRQ]HSW)UDQNIXUWHU6WUDH±'DUPVWDGW
Anlage 1.2
Verkehrsmengen: Spitzenstunde 16:45-17:45 - Erhebungen vom 10.09.2014 bis 18.09.2014
FG FG
Rad Rad
Virchowstr. Erhebungen vom 10.09.2014 bis 18.09.2014
Spitzenstunde 16:45-17:45
Anzahl [Kfz/h]
FG FG
Rad Rad
FG FG
Rad Rad
FG FG
Rad Rad
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
FG FG FG FG
Rad Rad
Zufahrt Parkplatz Nord-Ost
FG FG FG
Rad Rad Rad
Summe:
einfahrend 70 Kfz
ausfahrend 602 Kfz
FG
Rad
FG FG
Rad Rad
Merck Süd-Tor
6 FG FG
Rad Rad
FG FG FG
Rad Rad Rad
FG
Rad
FG FG
Rad Rad
Nordbahnhof
0
28 152
62 31
11
Q 2
6 0 42
90
150
4 2
Frankfurter Str.
3 5
19
17
FGK 3
1107 837
8 6
0
789
48
41
3300
327 Zufahrt Parkplatz Süd
6
0
500
Rad
27
FG
12
FG
1
774
2
1
3
59
Rad
21
Rad777 792
315
1
5 14
44 12
Zufahrt Parkplatz Nord-West
Q 1
2 16 10
9 3 62
3 153 4 178
4 1
K 2
741 822 13 150 7
68
2
FG
3
FG 122
48
Rad
149
1
54
2700 13 1
6
Rad
3
0
671
151
0 6
5
2
215
215
202
203
203
202
191
309
309
160
160
1120 160 106
118
5
FG
6
FG K 4 K 5
0
620
64
0
45
Rad
8
Rad684 864
45 9
3 112
2 0
5 9
7
Frankfurter Str.
73
1 3
333
472
403
3
FG
688 875
FG
42
355
514
K 1
435
102
7
Rad
4 3
28 7
31
Rad
397 505
Frankfurter Landstr.
0
25.05.2016 SpH_PM ges. Verkehrsmengen Bestand 2014.xlsx
5DGYHUNHKUVNRQ]HSW)UDQNIXUWHU6WUDH±'DUPVWDGW
Anlage 1.3
Verkehrsmengen: werktägliche 24h-Verkehrsmenge - Erhebungen vom 10.09.2014 bis 18.09.2014
FG FG
Rad Rad
Virchowstr. Erhebungen vom 10.09.2014 bis 18.09.2014
werktägliche 24h-Verkehrsmenge
Anzahl [Kfz/24h]
FG FG
Rad Rad
FG FG
Rad Rad
FG FG
Rad Rad
Merck Nord-Tor Maulbeerallee
FG FG FG FG
Rad Rad
Zufahrt Parkplatz Nord-Ost
FG FG FG
Rad Rad Rad
Summe:
einfahrend 3530 Kfz
ausfahrend 3530 Kfz
FG
Rad
FG FG
Rad Rad
Merck Süd-Tor
FG FG
Rad Rad
FG FG FG
Rad Rad Rad
FG
Rad
FG FG
Rad Rad
Nordbahnhof
486
0
179 731
601 193
162 871 635
Q 2
88 0 706
900 1030
23 30
Frankfurter Str.
335
336
FGK 3
11481 11476
68
49
43
9129
2304
534
2061
1
1911 Zufahrt Parkplatz Süd
54
3
2413
2
Rad
259
FG
292
FG
7
9521
109
51
149
529
Rad
162
Rad9637 9278
2423
36
82 108
240 126
Zufahrt Parkplatz Nord-West
Q 1
66 2473 124
243 14 647
819 781 754 749
40 14
K 2
9421 9271 875 854 242
315
97
FG
61
FG 615
526
Rad
847
7
300
1740
0 871 11
61
Rad
12
0
8231
1040
4 231
23
11
2300
2300
1429
1436
1436
1425
1302
2442
2442
1599
1599
15302 1595 1299
1138
115
FG
55
FG K 4 K 5
0
8271
1260
2
467
Rad
121
Rad9531 9544
447 189
555 632
19 3
61 80
60
Frankfurter Str.
584
38 77
4499
4633
4874
30
FG
9508 9507
FG
875
5009
5508
K 1
5459
960
49
Rad
26 27
221 183
320
5884 5834
Frankfurter Landstr.
33
25.05.2016 24h-Belastung_ges. Verkehrsmengen Bestand 2014.xlsx
anlage 4
9 Zeichen
Anlage IV
anlage 5
31033 Zeichen
2. Bürgergespräch
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
zum Umbau der Frankfurter Straße
am 9. Juni 2016, 18.00 – 20.00 Uhr
Zum Goldnen Löwen - Darmstadt-Arheilgen
Dokumentation
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Magistrat - Dezernat III
Stadträtin Cornelia Zuschke
Neues Rathaus
Luisenplatz 5a
64283 Darmstadt
Tel.: 06151 / 13-3572
Fax: 06151 / 13-2329
dezernatIII@darmstadt.de
Moderation und Dokumentation
memo-consulting…
Dipl.-Ing. Joachim Fahrwald
Am Landbach 7
64342 Seeheim-Jugenheim
Fon: 0 62 57 / 643 71
Fax: 0 62 57 / 643 72
team@memo-consulting.de
www.memo-consulting.de
Anlage V
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 2
Programm
18.00 Begrüßung, Programm
18.10 Was bisher geschah
18.20 Vorstellung der Ergebnisse aus den Prüfaufträgen
(Bürgergespräch, Gremienbeschlüsse, Bürgerspaziergang)
Ergebnisse Verkehrsversuch und Verkehrszählungen
Planungskonzept Umbau Frankfurter Straße
18.40 Was sagt meine Sitznachbarin oder mein -nachbar dazu?
2er-Gespräche, anschließend kurze Gesprächseindrücke im Plenum
Möglichkeit Hinweise und Fragen aufzuschreiben
18.50 Diskussion der Planung im Plenum
20.10 Wo stehen wir … was sind die nächsten Schritte?
20.15 Dank, Ende und Ausklang
1 Begrüßung, Programm
Moderator Joachim Fahrwald, memo-consulting, begrüßt die über 100 Teilnehmer-
innen und Teilnehmer des zweiten Bürgergesprächs Frankfurter Straße. Die heutige
Veranstaltung wird sich deutlich vom ersten Bürgergespräch im Dezember 2015
unterscheiden, bei dem an zehn Planungstischen anhand von Leitfragen diskutiert
worden war. Die Dokumentation des ersten Bürgergesprächs ist hier1 einsehbar. Aus
dieser Veranstaltung sowie einem Bürgerspaziergang und aus dem Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung haben sich Prüfaufträge ergeben, die in der
Zwischenzeit abgearbeitet worden sind. In der heutigen Veranstaltung werden die
Ergebnisse vorgestellt und darüber berichtet, wie sich die Planung in den letzten
Monaten weiter entwickelt hat.
Zunächst wird Frau Stadträtin Cornelia Zuschke berichten, was seit dem ersten
Bürgergespräch am 09.12.2015 im Untersuchungsgebiet passiert ist. Dann wird
Norbert Stoll, Leiter der Abteilung Mobilität und öffentlicher Raum im Stadtplanungs-
amt einen Überblick über die Prüfaufträge und den aktuellen Planungsstand geben.
Alle Bürgerinnen und Bürger sollen Gelegenheit und Raum haben, ihre Fragen zu
stellen, Anmerkungen und Anregungen zu äußern.
Auch nach dem offiziellen Teil sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mit den
Expertinnen und Experten an den ausgestellten Plänen gemeinsam weiter zu
diskutieren.
1 https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Rathaus/Aemter_und_einrichtungen/61-
Stadtplanungsamt/Dokumentation_Buergergespraech_Frankfurter_str_20151209.pdf
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 3
2 Was bisher geschah
Frau Zuschke stellt fest, dass es höchst unterschiedliche Erwartungen an die
Bürgergespräche gibt: manche wünschen mehr fachlichen Hintergrund, andere
möchten ihre eigenen Positionen noch stärker einbringen. Aufgabe ist aus einer
Vorplanung eine entscheidungsreife Planung zu entwickeln.
Im Abschnitt Frankfurter Straße kommen mehrere Planungsaspekte zusammen mit
unterschiedlichen Planungsbereichen:
Kanalneubau
Gestaltungswunsch und Bebauungsplan Firma Merck
Gleichberechtigte/ gleichwertige Nutzung der öffentlichen Verkehrsfläche
durch alle VerkehrsteilnehmerInnen
Umsetzung und barrierefreier Ausbau der Straßenbahnhaltestelle
Verbesserung der Radwegeverbindung
Aufhebung der Trennwirkung für FußgängerInnen und Radfahrende
Sanierungsbedarf der Straße
Kanalneubau
Der notwendige Kanalneubau soll im Juli 2016 beginnen und im Oktober 2017
fertiggestellt sein. Eine längerfristige Umleitung Richtung Süden wird durch den
Schreberweg geführt werden. Hierzu wird über das Grundstück der Firma Merck eine
Verbindung zwischen Schreberweg und der sog. Kleinen Frankfurter Straße
geschaffen. Für die Fahrtrichtung Nord bleibt die Fahrbeziehung über die Frankfurter
Straße erhalten.
Skizze Umleitung
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 4
Bebauungsplan A 17.2.1
Die Firma Merck möchte ihre Flächen östlich
der Frankfurter Straße neu ordnen und ent-
wickeln. Um dies zu ermöglichen ist eine
Änderung des bestehenden Bebauungsplans
A 17 erforderlich. Das Verfahren wurde mit dem
Aufstellungsbeschluss vom 10.4.2014 einge-
leitet; die Darlegung wurde bereits durch-
geführt; die Offenlegung wird zurzeit
vorbereitet.
Ausschnitt B-Plan
Umbau Straßenbahnhaltestellen
Das Planfeststellungsverfahren wurde begonnen, um zwei Haltestellen zu einer
barrierefreien Haltestelle zusammenzulegen. Die Ziele sind die Verkürzung der
Reisezeiten, die Verbreiterung der Warteflächen für Fahrgäste und ein barrierefreier
Ausbau.
Umbau Frankfurter Straße
Folgende Ziele werden mit der Planung des Umbaus der Frankfurter Straße verfolgt:
eine barrierefreie Haltestelle, leistungsfähige Knotenpunkte, sichere
Querungsmöglichkeiten, eine barrierefreie und schnellere Straßenbahnverbindung,
eine verbesserte Radverkehrsführung und eine Aufwertung des öffentlichen Raums.
Am 15. Dezember 2015 wurde der politische Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung
der Frankfurter Straße auf der Grundlage eines Vorentwurfs gefällt. Die politischen
Gremien und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgergesprächs vom 9.
Dezember stimmten darin überein, dass im Vorfeld der Entwurfsplanung Prüfaufträge
und weitere Untersuchungen beauftragt werden müssen.
Bauvorlage Umbau Frankfurter Straße
Vorab haben wir verschiedene Prüfaufträge für die weitere Bearbeitung aus dem
ersten Bürgergespräch sowie durch die Gremien der Stadt Darmstadt mitbekommen:
Diese sind im Einzelnen:
den Planungsbereich nach Norden bis zur Virchowstraße und nach Süden bis
zum Martin-Luther-King-Ring zu erweitern
aktualisierte Verkehrszählungen
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 5
einen Verkehrsversuch, der die Einstreifigkeit in jede Richtung bei Tempo 30
zwischen der Kleinen Frankfurter Straße und dem Ende der Haltestelle Merck
simulieren soll
die Radverkehrsführung
die Prüfung der vorgeschlagenen Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und
Radfahrer
die Einbindung des Nordbahnhofs in die Planung
3 Vorstellung der Ergebnisse aus den Prüfaufträgen
Im Folgenden werden die Ergebnisse der einzelnen Prüfaufträge aus dem ersten
Bürgergespräch vorgestellt.
Prüfauftrag Verkehrszählung
Herr Stoll, Abteilungsleiter Mobilität und Öffentlicher Raum im Stadtplanungsamt,
berichtet von zwei Verkehrszählungen, die am 15. März 2016 und am 10. Mai 2016
über 24 Stunden mittels Videobeobachtung durchgeführt wurden. Die Zählungen im
März an vier Knotenpunkten wurden mit den Zahlen aus der Verkehrszählung 2014
abgeglichen. Ergebnis war, dass es keine maßgeblichen Belastungsänderungen gab,
die die Basisdaten von 2014 in Frage gestellt hätten. Die gezählten Verkehrsmengen
lagen im Vergleich bei – 3% bis + 8 % und damit im typischen Bereich der täglichen
Schwankungsbreite von KFZ-Verkehrsmengen. Die Repräsentativität der Basis-
zählung von 2014 wird durch die Nacherhebung 2016 bestätigt.
Die Mai-Zählung diente zur Bewertung des Verkehrsversuchs.
Prüfauftrag Verkehrsversuch
Auf der Höhe des Haupteingangs zur Firma Merck / Kleine Frankfurter Straße bis
Ende Haltestelle Merck wurde im Verkehrsversuch von Anfang April bis Ende Mai
2016 eine einstreifige Verkehrsführung bei Tempo 30 erprobt. Hierbei konnte die
Leistungsfähigkeit des Straßenbereichs nachgewiesen werden, es wurde nur zur
nachmittäglichen Spitzenzeit eine leichte Verschlechterung des Verkehrsablaufs (in
Schulnoten: von 2- auf 3+) festgestellt. Der Versuch fand bei vorhandener
Signalisierung und ohne die geplante Querungshilfe für Fußgänger (notüberfahrbare
Trennstreifen) statt.
Der erforderliche Trennstreifen konnte für den Versuch nicht eingerichtet werden, da
er einerseits überfahrbar, andererseits leicht erhöht und farbig hätte markiert sein
müssen.
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 6
Prüfauftrag Verbesserung der angrenzenden Knotenpunkte
Knotenpunkt Virchowstraße / Frankfurter Straße
An der Kreuzung sollte die Zu- und Abfahrt aus dem Stadtteil verbessert werden.
Eine Optimierung der Ampelschaltung wurde am 3. Juni durchgeführt. Künftig sollen
die Grünzeiten effektiver genutzt werden. Noch gibt es Fehler in der Signaltechnik,
die aufgrund der komplexen Verkehrssituation weiter optimiert werden müssen; die
Wirkungen der Optimierung der Signalsteuerung werden durch erneute Verkehrs-
zählungen überprüft.
Knotenpunkt Martin-Luther-King-Ring / Frankfurter Straße
Die Überprüfung des Knotenpunktes ergab, dass zusätzliche Rechtsabbiegestreifen
vom Martin-Luther-King-Ring bzw. vom Carl-Schenk-Ring in die Frankfurter Straße
geeignet sind, den Verkehrsfluss zu optimieren. Dafür kann auf den zweiten
Linksabbiegestreifen aus dem Carl-Schenk-Ring verzichtet werden. Die
Querungsstelle des Fußverkehrs wird in diesem Zug barrierefrei umgebaut. Eine
erste Vorplanung liegt dem Fachamt vor.
Prüfauftrag Ausweitung des Prüfgebietes bis Nordbahnhof
Der Bearbeitungsraum soll auch den Nordbahnhof einschließen. Die Untersuchung
und Planung von Bahnhof und Bahnhofsvorplatz ist in Arbeit; eine Bürgerbeteiligung
mit Vorstellung der ersten Planungsüberlegungen ist noch in 2016 vorgesehen.
Prüfauftrag Radverkehrsführung
In Bezug auf die skizzierte Radwegeführung
(beidseitig geführter gemeinsamer Fuß- und
Radweg als Beidrichtungsverkehr) wurden von
Bürgerinnen und Bürgern Konflikte befürchtet,
insbesondere in Bezug auf die Sicherheit von
Fußgängern. Die erneute Prüfung ergab, dass
das vorliegende Konzept schlüssig ist. Das
prüfende Fachbüro (R+T Ingenieure für Verkehrs-
planung) empfahl die Einrichtung von Zwei-
richtungsverkehr auf beiden Straßenseiten. Die
gemeinsame Nutzung von Verkehrsflächen durch
Fußgänger und Radfahrer wird weiter geprüft und
im Runden Tisch Radverkehr diskutiert.
Skizze Radverkehrsführung
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 7
Prüfauftrag Unterführung für Kfz
Eine Machbarkeitsuntersuchung des Büros Schönhofen Ingenieure ergab, dass eine
Unterführung hier funktional nicht umsetzbar wäre. Zunächst würde die Unterführung
keine Leistungssteigerung bringen, da in jede Richtung nur eine Spur hergestellt
werden könnte. Neben der Staugefahr im Havariefall, da keine Ausweichmöglichkeit
bestünde, sind Steigung bzw. Gefälle von jeweils 8% ebenfalls kritisch zu sehen.
Aufgrund der Brückenlage über die DB-Trasse wäre eine Verlängerung der Rampen
nicht möglich. Der Hauptzugang der Firma Merck in der Frankfurter Straße 250 wäre
über die Unterführung nicht mehr anfahrbar. Städtebaulich und gestalterisch ist eine
Unterführung mit den Rampenlängen ebenfalls nicht wünschenswert.
Prüfauftrag Unterführung für Fußgänger und Radfahrer
Die Prüfung des Stadtplanungsamtes ergab, dass eine
Unterführung für Fußgänger und Radfahrer funktional
nicht umsetzbar wäre. Abgesehen von der
Schwierigkeit Angsträume zu vermeiden und die
soziale Kontrolle zu gewährleisten, ist die technische
Realisierung aufgrund der Tiefenlage und daraus
resultierender Rampenlängen von mehr als 140m nicht
realistisch, da die Rampen zu weit in den bebauten
bzw. den Nutzungsbereich der Firma Merck reichen
würden.
Skizze Fußgänger Unterführung
Prüfauftrag sichere Querungsmöglichkeiten
Der Prüfauftrag hat ergeben, dass die vorgesehene freie Querung über die
Frankfurter Straße auf fünf Querungsstellen gebündelt werden soll. Die vier südlich
gelegenen Querungen sind unsignalisiert; Fußgänger queren in zwei Etappen mit
Halt auf dem überfahrbar ausgebildeten Trennstreifen. Der Fahrzeugverkehr hat
Vorrang. An der Querung fünf ist eine Bedarfssignalanlage (Dunkelanlage)
vorgesehen.
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 8
Im Bereich der Gleisanlage wird mittels rot-dunkel-Anlage die Ankunft der
Straßenbahn angekündigt.
Skizze sichere Querungsmöglichkeiten
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 9
4. Anmerkungen aus den Zweiergesprächen im Plenum
Eine Bürgerin kann sich nicht vorstellen, wie die Querung funktionieren soll und
möchte wissen, ob Radfahrer, Autos und Straßenbahnen ggfs. angehalten
werden.
Ein Bürger versteht nicht, wie der kombinierte Geh- und Radweg geführt wird; er
scheint in einer Parkplatzfläche zu enden.
Im Dezember hatte eine Bürgerin vorgeschlagen, die Firma Merck sollte eine
Brücke oder Unterführung bauen. Sie befürchtet, nur was sowieso gewollt sei,
werde positiv geprüft.
Ein Bürger erinnert an die Bedenken seiner Tischgruppe zur gemeinsamen
Nutzung von Wegen durch Radfahrer und Fußgänger. Da es wenig Rücksicht-
nahme gebe, bleibe die gemeinsame Nutzung immer problematisch.
5. Diskussion im Plenum
Herr Fahrwald strukturiert die Diskussion durch die Themen der Prüfaufträge. Frau
Zuschke, Herr Stoll und Herr Zahn beantworten die Fragen.
Verkehrszählung
Ein Bürger fragt, warum Testverkehre und die Verkehrszählung immer dienstags
stattgefunden haben.
Herr Stoll erläutert die Vorschriften (Regelwerk der Bundesanstalt für
Straßenwesen); u.a. sollen Verkehrszählungen immer dienstags oder
donnerstags sowie nicht in den Schulferien stattfinden.
Frage: Warum wurde über die Knotenpunkte 2 und 3 keine qualitative Aussage
gemacht?
Herr Stoll erinnert an seinen Vortrag: Im Verkehrsversuch war das Aufkommen an
den Knotenpunkten Maulbeerallee und an der Zufahrt zum Parkplatz Süd
zwischen 2% niedriger und 3 % höher als zur Verkehrszählung im März und lag
damit im normalen Schwankungsbereich von Verkehrszählungen.
Ein Bürger kritisiert, dass Prognosen für ein höheres Verkehrsaufkommen in
Arheilgen nicht berücksichtigt werden.
Herr Stoll erklärt, dass die Frankfurter Straße auch nach einem Umbau durchaus
noch deutlich mehr Verkehr aufnehmen könnte.
Ein Stadtverordneter teilt mit, dass Stadtverordnete sich bei Bürgergesprächen
zurückhalten sollten, wie ihm bei der letzten Stadtverordnetenversammlung
erklärt worden sei, und er sich deshalb hier nicht äußert.
Ein Bürger zweifelt an der Aussagefähigkeit der Zählung und fragt, warum nur an
einem Tag in der Woche gezählt wurde, man sollte stattdessen einen Überblick
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 10
über alle Tage haben und den Verkehr zu allen Tageszeiten beobachten.
Herr Stoll erläutert, dass gemäß standardisierter Vorgaben geprüft wurde
(Regelwerk der Bundesanstalt für Straßenwesen): 24-Stunden Zählung an einem
bestimmten Tag; außerhalb der Schulferien. Die Verkehrsbelastung an den
verschiedenen wichtigen Knotenpunkten der Stadt ist bekannt; die Ergebnisse
werden vernetzt, berechnet, fortgeschrieben und laufend überprüft. Frau Zuschke
ergänzt, dass bereits belastbare Daten aus regulären Verkehrszählungen und
-simulationen vorlagen. Die erneute Zählung war im Bürgergespräch im
Dezember 2015 gewünscht worden.
Ein Bürger schlägt vor, die Einmündung Virchow- / Frankfurter Straße zugunsten
eines weiteren Fahrstreifens umzubauen, indem die Firma Merck einen
Geländestreifen abgibt. So könne die Virchowstraße entlastet werden. An der
Signalanlage werde seit Jahren erfolglos „herumgedoktert“.
Herr Stoll gibt zu bedenken, dass dieser Eingriff in das Firmengelände der Firma
Merck schon deswegen nicht möglich ist, weil ein Firmengebäude in einem
Abstand von ca. 3 m zum Zaum steht und dieser Zwischenraum aus
brandschutztechnischen Gründen frei bleiben muss. Die bisherige
Signalschaltung hatte die Aufgabe, die Durchfahrquote durch Arheilgen zu senken
und den Verkehr auf die Umgehungsstraße zu lenken, obwohl dieser Weg 1,5 km
länger ist als die Ortsdurchfahrt Arheilgen. Dieses Ziel sei erreicht worden, die
Quote sank von 38% auf 15%. Lange Wartezeiten entstünden unter anderem
durch frühe Anmeldung der Straßenbahndurchfahrten.
Die Straßenbahn hole sich oftmals zu früh eine Durchfahrt, bestätigt ein Bürger.
Insofern seien die Grünfahrten von Bussen und Straßenbahnen für den Feinstaub
mit verantwortlich, da zahlreiche Fahrzeuge in den Wartezeiten Abgase
ausstoßen. Herr Stoll erläuterte, dass sich diese Wartezeiten verringern werden,
sobald die neue Straßenbahnhaltestelle gebaut ist und die Haltestelle
Maulbeerallee entfällt. Die Anforderungszeiten der Straßenbahn ändern sich und
die Grünzeiten für den KFZ-Verkehr können angepasst werden.
Eine Bürgerin kritisiert, dass die Vermeidung der Durchfahrung Frankfurter
Landstraße auch daher kommt, dass neue Schleichwege entstanden seien, z.B.
durch das Blütenviertel über den Aldi-Parkplatz.
Eine weitere Bürgerin bekräftigt, dass sie Schleichwege nutze, um nicht in der
Frankfurter Straße zu warten oder aber den Umweg von fast 1,5 km über die
Umgehung zu nehmen.
Ein Bürger berichtet, dass seit Eröffnung der Umfahrung am Knotenpunkt
Frankfurter Landstraße /Virchowstraße viermal Bäume und drei Ampeln
umgefahren, das Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke angefahren und ein
Fahrzeug in den Garten des Gebäudes gefahren war.
Diese Darstellung ist den Anwesenden nicht bekannt. Frau Zuschke verspricht,
zur Klärung die Vorgänge bei der Polizei und der Bauverwaltung (AG
Verkehrssicherheit) zu platzieren.
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 11
An der Kreuzung Martin-Luther-King Ring, so befürchtet ein Bürger, dass die
Einfahrt nach Arheilgen erschwert werde, wenn der zweite Linksabbieger von der
Carl-Schenk-Allee wegfällt. Ein weiterer Bürger wünscht sich, dass bei einem
Umbau auch eine Rechtsabbiegespur nach Kranichstein gebaut werden müsste.
Herr Stoll ist sicher, dass die Verkehrsabläufe sich verbessern, wenn der
Rückstau durch Rechtsabbieger auf die Frankfurter Straße wegfällt. Der
Rechtsabbieger nach Kranichstein muss geprüft werden.
Verkehrsversuch
Eine Bewohnerin des Blütenviertels, die täglich das Auto nutzen muss, schildert
ihren Eindruck, dass der Verkehr während der einspurigen Testphase stärker war.
Eine Bürgerin kritisiert den Vergleich der Frankfurter Straße, die eine gute
Verkehrsqualität hatte, mit den schlechtesten Straßen der Stadt. Dies sei im
Hinblick auf die Feinstaubbelastung dieser Straßen nicht sinnvoll.
Frau Zuschke stimmt dem zu und berichtet von Versuchen, die Luftqualität und
die Lärmintensität an besonders belasteten Straßen mit Tempo 30-Beschränkung-
en zu senken.
Ein Stadtverordneter interessiert sich für die Leistungsfähigkeit in den Spitzen-
stunden.
Herr Stoll berichtet, dass die leichte Verschlechterung der Leistungsfähigkeit
lediglich in der nachmittäglichen Spitzenzeit gemessen wurde, nicht aber
morgens und auch nicht zu anderen Zeiten. Herr Zahn ergänzt, dies beruhe
darauf, dass morgens ca. 50 % des Pkw-Verkehrs auf den Merck-Parkplatz fließe,
nachmittags bräuchte es entsprechend längere Grünphasen in der Hauptrichtung
der Frankfurter Straße für den Abfluss dieses Verkehrs.
Frage: Ist Tempo 30 auf Straßen ohne nennenswerte Anwohnerzahlen überhaupt
gesetzkonform?
Frau Zuschke erläutert, dass bei der aktuellen Gesetzeslage womöglich
erfolgreich dagegen geklagt werden könnte. Allerdings arbeite der Gesetzgeber
derzeit an einer Gesetzesnovellierung, die die Einführung von Tempo-30
Bereichen auch auf Hauptverkehrsstraßen unter bestimmten Voraussetzungen
ermöglichen soll. Damit einhergehend zielt die Novellierung u.a. auch auf die
Lärm- und Feinstaubreduzierung, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und
die u.U. mit der Regelung verbundenen Förderaspekte.
Eine Bürgerin bedauert, dass im Versuch nicht erprobt wurde, die Fußgänger
ohne Signalanlagen queren zu lassen. Herr Stoll erklärt, dass man dies nicht
sicher habe testen können, da der erforderliche Trennstreifen nicht habe einge-
richtet werden können. Die Trennflächen müssten einerseits überfahrbar, anderer-
seits farbig markiert und erhaben sein. Ein Verkehrssicherheitsgutachten bestätigt
jedoch, dass eine freie Querung sicher sei und gleichzeitig kürzere Wartezeiten
für alle Verkehrsarten ermögliche. Dies funktioniere auch in der Rushhour.
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 12
Unter- / Überführung
Mit 8% Gefälle könnte man eine 2 m tiefe Fußgängerunterführung bauen, die auf
einer kleinen Brücke überfahren werde, schlägt ein Bürger vor.
Dies ist technisch nicht realisierbar, da ein komplexes Leitungssystem in diesem
Höhenbereichen liegt.
Frage: Wer hat Optionen für die Fußgänger-Überführung geprüft?
Antwort: Das Stadtplanungsamt hat selber geprüft.
Ein Bürger schlägt vor, die Firma Merck in die Planung für eine Unterführung
einzubeziehen. Man könnte das Unternehmen auffordern, eine breite und helle
Unterführung, z.B. mit Einkaufsmöglichkeiten zu bauen.
Antwort: Dies wurde nicht erörtert und ist auch nicht vorgesehen. Die hier
erforderlichen Rampenlängen von 140m Länge mit den notwendigen seitlichen
Verbaumaßnahmen sind zum einen auf den öffentlichen Flächen nicht umsetzbar
und zum anderen städtebaulich nicht gewünscht.
Diskussion zur Grundsatzfrage des Umbaus Frankfurter Straße
Ein Bürger möchte wissen, warum eine Umgestaltung nicht auch auf Grundlage
des Status quo geprüft werde. Auch wenn der Wunsch der Firma Merck legitim
sei, plane hier die öffentliche Hand. Nötig wäre ein weiterer Prüfauftrag zur
einfachen Verbesserung der Frankfurter Straße unter Berücksichtigung des Fuß-
und Radverkehrs ohne einspurige Verkehrsführung.
Frau Zuschke gibt zu bedenken, dass eine reine Status quo-Betrachtung nicht
möglich sei. Der barrierefreie Ausbau der Straßenbahnhaltestelle schränkt den
Fahrbahnquerschnitt ein und auch sonst müssen Gefährdungspotentiale
bearbeitet werden.
Ein Bürger möchte wissen, ob vier Fahrspuren erhalten bleiben könnten, falls die
Straßenbahnhaltestelle verbreitert wird.
Frau Zuschke erwidert, dies werde nicht möglich sein. Die neue Haltestelle ist so
konzipiert, dass sie der erhöhten Anzahl an Ein- und Aussteigenden Fahrgästen
angepasst wurde. Auch der barrierefreie Ausbau benötige mehr Platz.
Ein Bürger sieht keinen Sinn darin, die Fahrbahn zu verengen. Dies verschlech-
tere nur die Position der Stadt gegenüber der Darstellung der Firma Merck. In
direkter Gegenrede kritisiert ein Bürger die einseitige Fokussierung auf Kritik an
der Firma Merck. Nicht nur wegen der Straßenbahn, auch aus der Perspektive
der Radfahrer bestehe Änderungsbedarf, die Radspur an der Parkplatzausfahrt
sei viel zu eng. Auch müssten die Interessen der 11.000 Beschäftigten der Firma
Merck wahrgenommen werden.
Ein Bürger wünscht, dass die Prognosen noch einmal geprüft werden, um die
Leistungsfähigkeit der Frankfurter Straße zu planen. Das Unternehmen Merck
spreche von zukünftig 2.000 bis 3.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Verschiedene
Untersuchungen sehen noch bis 2030 ein Wachstum im motorisierten Individual-
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 13
verkehr.
Die gemessenen Verkehrsmengen entstünden nur zu Spitzenzeiten, hier könnten
ggf. Zusatzspuren eingerichtet werden.
Frau Zuschke verweist auf das Mobilitätskonzept zum Masterplan 2030 der Stadt
Darmstadt, das erarbeitet werde und darauf, dass die heute vorgestellten
Ergebnisse auf die bereits im 1. Termin thematisierten Untersuchungen aufbauen.
Die Komplexität sei durchaus erfasst. Der Verkehrsversuch mit einstreifiger
Verkehrsführung bzgl. der Leistungsfähigkeit der Frankfurter Straße hat zudem
ergeben, dass weitere Kapazitätsreserven vorhanden sind.
Inzwischen hätten sich die Argumente für den Umbau verändert, ärgert sich ein
Bürger. Nun sei ein Erhalt des Status-Quo aufgrund der Verlegung von
Straßenbahnhaltestellen nicht mehr möglich. Ausgangspunkt sei der Vorentwurf
der Firma Merck gewesen.
Frau Zuschke verteidigt den Grundsatzbeschluss, der die aktuelle Diskussion erst
ermögliche. Die Firma Merck habe ihr Entwicklungsinteresse östlich und westlich
der Frankfurter Straße bereits früh eingebracht, allerdings hatte man in der
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die Gremienvorlage und die gewählte
Überschrift auch breit diskutiert und korrigierend erläutert.
Ein Bürger erinnert sich an das gestalterisch-künstlerische Konzept für den
Eingangsbereich der Firma Merck mit LED-Leuchten. Damals vertrat Merck ein
völlig anderes Platzkonzept. Inzwischen stelle das Unternehmen den Umbau mit
vier Fahrspuren dar.
Frau Zuschke erinnert noch einmal deutlich daran, dass Planung und Umge-
staltung der Straße in die städtische Hand gehören: „Diese Straße wird nicht
durch Merck geplant.“ Zudem stellt Merck auf ihrem Baustellenschild nur den
Umbau auf ihren Flächen dar. Die gegenwärtige Darstellung der Frankfurter
Straße stellt den IST-Zustand dar.
Ein Bürger ruft ins Plenum, ob die Stadt Darmstadt von Merck mit Millionen-
beträgen bestochen worden sei, um „so einen Stuss“ zu machen.
Scharf weist Frau Zuschke diese Unterstellung als Unverschämtheit zurück.
Ute Dupper, Initiatorin der Unterschriftenaktion gegen den Umbau, war bisher der
Meinung, es gebe noch Wahl-, bzw. Änderungsmöglichkeiten. Herr Benz ergänzt,
es sei neu, dass die Straße sowieso auf zwei Spuren verengt und darüber gar
nicht mehr diskutiert werde. Warum sei geprüft worden, wenn dies bereits
entschieden sei.
Frau Zuschke erwidert, die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse müssen
abgewogen werden. Noch seien verschiedene Varianten zu prüfen: Man könne
die Haltestellen belassen oder auf Kosten der Radwege verbreitern, indem man
die Radfahrer auf der Fahrbahn fahren lasse. Man könne die Kurzzeitparkplätze
zurückbauen, so dass wieder auf der rechten Spur geparkt würde.
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 14
Nordbahnhof
Frage: Wann soll das Thema Nordbahnhof angegangen werden, wann soll ein
barrierefreier Umstieg in die Straßenbahn möglich werden?
Herr Stoll berichtet, dass man in Vorplanungen prüfe, wie man Aufzüge von den
Bahnsteigen direkt an den umgestalteten Bahnhofsvorplatz mit Busbahnsteigen
führen kann. Die Straßenbahnhaltestelle würde näher an die Brücke rücken.
Derzeit ist vorgesehen, im Sommer eine Magistratsvorlage einzubringen. Darauf
folge die Bürgerbeteiligung mit Vorstellung der ersten Planungsentwürfe.
Frühestens ab 2019 könnte gebaut werden.
Frage: Wird berücksichtigt, dass morgens sehr viele Merck-Beschäftigte am
Nordbahnhof aus den Regionalzügen steigen und die Straße queren?
Herr Stoll bekräftigt, dass dort ein signalisierter Übergang entsteht, der deutlich
näher am Hauptzugang ausgerichtet ist und dadurch eine höhere Akzeptanz
erfahren wird.
Radverkehr
In der Stellungnahme des ADFC wird empfohlen, Fuß- und Radverkehr zu
trennen. Der gegenläufige Radverkehr in beide Richtungen verursacht Störungen.
Die Radverkehrszählung ergab auf der Ostseite bis zu 40 % Gegenverkehr. Eine
Verbreiterung der Fuß- und Radwege wäre für Fußgänger und Radfahrer eine
deutliche Verbesserung.
Frau Zuschke berichtet, dass die Prüfung noch nicht abgeschlossen sei. Eine
abschließende Beurteilung ist noch nicht getroffen. Die gemeinsame Nutzung
wird weiter geprüft und im Runden Tisch Radverkehr weiter diskutiert.
Ein Bürger wünscht sich ein Radwegeverkehrskonzept für die gesamte Stadt.
Frau Zuschke möchte dies nicht allein am Runden Tisch Radverkehr, sondern
vernetzt diskutieren, um Konflikte in der Nahmobilität zu lösen.
Sichere Querungsmöglichkeiten
Frage: Wird es Zebrastreifen geben?
Antwort: Nein.
Frage: Welche Verkehre haben Vorrang?
Antwort: Jeder Verkehr hat auf seiner ihm zugeordneten Fläche Vorrang, d. h. im
Straßenraum der motorisierte Individualverkehr, im Bahnbereich die Straßenbahn,
auf dem Fuß- und Radweg die Fußgänger und Radfahrer. Lediglich an Querung
fünf ist eine Signalanlage mit Dunkelschaltung, an der sich Fußgänger und
Radfahrer im Bedarfsfall Vorrang holen können.
Fragen: Wo sind die Querungen tatsächlich geplant, wie sind die Stellen
gefunden worden? Gibt es dazu Gutachten, Prognosen für die Leistungs-
fähigkeit? Wer sagt, dass das funktionieren wird? Was machen die Radfahrer?
Dokumentation des 2. Bürgergesprächs Umbau Frankfurter Straße am 9. Juni 2016 15
Frau Zuschke berichtet über den ausführlichen Vorlauf. Zu diesen Unter-
suchungen und Gutachten waren beim Bürgergespräch im Dezember
Aktualisierung und Konkretisierung verlangt worden, die hiermit vorgenommen
worden seien. Die Querungen orientieren sich an den Zugängen zum
Merckgelände und den vorherrschenden Laufwegen der Merckmitarbeiter sowie
an der Lage der Straßenbahnhaltestelle. Herr Stoll ergänzt, das beauftragte
Sicherheitsaudit habe die Voruntersuchungen bestätigt. Die Zukunft im Verkehr
liege zudem in der Begegnung nicht in der Trennung der Verkehrsteilnehmer.
Eine Bürgerin findet die Aufstellflächen zwischen Rad- und Autoverkehr zu
schmal.
Herr Stoll gibt zu bedenken, dass die Konflikte heute auf schmaleren, gemeinsam
genutzten Wegen stattfinden, Radverkehr bekomme künftig deutlich mehr Raum.
6. Wo stehen wir…was sind die nächsten Schritte?
Frau Zuschke führt aus, dass ein Magistratsbeschluss zum Umbau der Frankfurter
Straße vorbereitet werden soll. Mit dem Beschluss kann die Ausführungsplanung
begonnen werden. Über eine weitere Magistratsvorlage, die sog. Bauvorlage, wird zu
einem späteren Zeitpunkt die Ausführungsplanung den Gremien erneut vorgelegt.
Die Ausführung des Kanalbaus sollte bereits im Juli beginnen, die Ausschreibung ist
noch nicht erfolgt. Der bisherige Planungsstand zur Frankfurter Straße erfordert
keine Vorgaben für den Bau. Die Umfahrung auf den Flächen der Firma Merck wird
als Provisorium eingerichtet. Diese wird nach Abschluss der Kanalbauarbeiten
zurückgebaut. Die Ertüchtigung des Schreberweges kommt der geplanten Fahrrad-
straße zugute.
Die Präsentation der heutigen Veranstaltung wird mit der Dokumentation veröffent-
licht, so dass diese noch einmal in Ruhe nachvollzogen werden kann (unter
www.darmstadt.de/umbau-frankfurter-strasse).
Bevor Joachim Fahrwald die Veranstaltung mit Dank für die engagierte Teilnahme um
20.15 Uhr schließt, bittet ein Teilnehmer darum, künftig Gebärdenndolmetscher
einzusetzen. Die Bürgerinnen und Bürger werden darum gebeten, entsprechenden
Bedarf vor den Beteiligungsveranstaltungen anzumelden.
Anhang zur Dokumentation: Präsentation
anlage 6
11297 Zeichen
2. Bürgergespräch zum Umbau der
Frankfurter Straße der Stadt Darmstadt
Bürgersaal „Zum Goldnen Löwen“, Arheilgen
09.06.2016
Stadtplanungsamt
https://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/stadtplanung/
Anlage V
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Programm
18.00 Begrüßung, Programm
18.10 Was bisher geschah?
18.20 Vorstellung der Ergebnisse aus den Prüfaufträgen
(Bürgergespräch, Gremienbeschlüsse, Bürgerspaziergang)
Ergebnisse Verkehrsversuch und Verkehrszählungen
Planungskonzept Umbau Frankfurter Straße
19.00 Was sagt meine Sitznachbarin oder mein –nachbar dazu?
2er-Gespräche, anschließend kurze Gesprächseindrücke
im Plenum
Möglichkeit Hinweise und Fragen aufzuschreiben
19.10 Diskussion der Planung im Plenum
19.55 Wo stehen wir … was sind die nächsten Schritte?
20.00 …Dank, Ende und Ausklang
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Was bisher geschah?
Baudezernentin
Cornelia Zuschke
Konzeption Umgestaltung Frankfurter Straße
2014 2015 2016
Kanalneubau an der Frankfurter Straße
Barrierefreier Ausbau Haltestellen
Sanierungsbedarf Frankfurter Straße
Verbesserung Radwegeverbindung
Aufhebung Trennwirkung der Straße
für Zu-Fuß-Gehende / Radfahrende
Gestaltungswunsch Fa. Merck / B-Plan
Konzeption zur Umgestaltung
Konzeption Umgestaltung Frankfurter Straße
2015 2016 2017
Konzeption Entwurfsplanung Ausführung
Weiterentwicklung der Planung Fortsetzung der Verfahren
1. Bürgergespräch 09.12. 2015/
Grundsatzbeschluss 15.12.2015
Grundsatzbeschluss
zur Umgestaltung
mit weiteren
Prüfaufträgen
und Anregungen
aus der Politik und
Bürgerbeteiligung
Kanalneubau
Beginn 07/2016
Planfeststellungs-
Verfahren gestartet
Bauvorlage in
Vorbereitung
B-Plan
Offenlage in
Vorbereitung
Verkehrsversuch April/Mai
2. Bürgergespräch 09.06.
Bürgerspaziergang März
Bauzeit voraus. Juli 2016 – Oktober 2017
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Kanalbau
Nordbahnhof
Richtung Arheilgen
Umleitung geprüft
und beschlossen
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Bebauungsplan A 17.2.1
Vorentwurf Stand 04/2016
Planungswunsch Merck zur Entwicklung
untergenutzter Flächen östlich der Frankfurter
Straße
Im B-Plan Festlegung der öffentlichen
Verkehrsfläche (Einteilung/Gestaltung nicht
Gegenstand des Verfahrens; Straßenbahn
nachrichtlich übernommen)
Verfahren
- Aufstellungsbeschluss 10.04.2014
- Darlegung 08.09.2015 – 08.10.2015
- Offenlage in Vorbereitung
voraussichtlich noch in 2016
hier Möglichkeit zur Stellungnahme im
Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen
erneuten Öffentlichkeitsbeteiligung
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Planfeststellungsverfahren Haltestelle Merck
Ziel der Maßnahme:
• Optimierung der Haltestellensituation und der Reisezeiten durch
Reduzierung auf eine Haltestelle
• Breitere, dem Fahrgastaufkommen entsprechende, angemessene
Haltestellenbereiche; barrierefrei und behindertengerecht
• Gesicherte Querung der Gleisanlagen wird hergestellt
Offenlage bei Regierungspräsidium (Einsicht bei Stadt Darmstadt)
von 30. Mai bis 29. Juni 2016
Haltestelle
Maulbeerallee
Haltestelle
Merck (neu)
Haltestelle
Merck (alt)
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Planung Umbau Frankfurter Str.
• Leistungsfähige Knotenpunkte
• Sichere Querungsmöglichkeiten
• Neue Haltestelle
• Barrierefrei
• Radverkehrsführung
• Gestaltung Frankfurter Straße
Haltestelle
Merck (neu)
Kreuzung
Virchowstraße
Kreuzung
Kl. Frankfurter
Straße
Kreuzung
Martin-Luther-King-Ring /
Frankfurter Straße
Nordbahnhof
Vorplatz
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
• 1. Bürgergespräch am 09.12.2015
Anregungen und Prüfaufträge aus Bürgerschaft
• Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung 15.12.2016
Prüfaufträge der Stadtverordneten an Magistrat
• Beauftragung Planungsbüro mit vertieften Prüfungen
- Verkehrszählungen/ Verkehrsversuch
- Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Frankfurter Straße bei einstreifiger
Verkehrsführung und Tempo 30 zwischen Kleiner Frankfurter Straße und
Haltestelle Merck
- Radverkehrskonzept Frankfurter Straße
- alle Fragen aus 1. Bürgergespräch einzeln behandelt
• Bürgerspaziergang 15.03.2016
• Verkehrszählung 15.03.2016/ 10.05.2016
• Verkehrsversuch Anfang April bis Ende Mai 2016
Heute:
2. Bürgergespräch 09.06.2016
Weiterentwicklung der Entwurfsplanung
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Vorstellung der Ergebnisse der
Prüfaufträge aus
Bürgerbeteiligung und Stavo
Norbert Stoll (Stadtplanungsamt)
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Ergebnisse Verkehrszählung
Verkehrszählung am 15.03.2016
zum Vergleich zu den Erhebungen von 2014
• Knotenpunkt K4 B3 / Frankfurter Landstraße
• Knotenpunkt K1 Virchowstraße / Frankfurter Straße
• Knotenpunkt K2 Maulbeerallee / Frankfurter Straße
• Knotenpunkt K3 Zufahrt Parkplatz Süd / Frankfurter Straße
Der Anstieg der gezählten Verkehrsmengen liegt im Vergleich bei
- 3 % bis + 8 %, und damit im normalen Schwankungsbereich !
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Ergebnisse Verkehrszählung /
Verkehrsversuch
Verkehrszählung am 10.05.2016
• Knotenpunkt K2 Maulbeerallee / Frankfurter Straße
• Knotenpunkt K3 Zufahrt Parkplatz Süd / Frankfurter Straße
Verkehrsmengen waren über die gesamten 24 Stunden max.
- 2 % bis + 3 % höher / niedriger im Vergleich zur Verkehrszählung
vom März 2016
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Kreuzung Virchowstraße
Prüfauftrag: Wartezeiten; Abfluss des Verkehrs
Ergebnis: Wartezeiten reduziert durch
Optimierung der Ampelschaltung;
Kontrollzählungen folgen
Prüfauftrag
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Kreuzung Martin-Luther-King-Ring
Prüfauftrag: Einrichtung zusätzlicher
Rechtsabbiegespuren
Ergebnis: Wird umgesetzt !
Verbesserte, barrierefreie
Querung für Fußgänger
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Verkehrsversuch
Prüfauftrag: Nachweis der Leistungsfähigkeit bei
einstreifiger Verkehrsführung und
Tempo 30
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Verkehrsversuch
Ergebnis:
Der Nachweis der Leistungsfähigkeit bei einstreifiger
Verkehrsführung und Tempo 30 im Abschnitt Kleine Frankfurter
Straße / Ende Haltestelle Merck (trotz noch vorhandener
Signalisierung und ohne überfahrbaren Trennstreifen)
Die Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs verändert sich von 2- auf 3+
Vergleichbar Straßenzüge:
• Eschollbrücker Straße / Heinrichstraße
• Rüdesheimer Straße / Klappacher Straße / Landskronstraße
• Pützerstraße / Teichhausstraße
• Rhönring / Spessartring
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Nordbahnhof
Prüfauftrag: Ausweitung des Prüf-
gebietes bis Nordbahnhof
Ergebnis: In Planung !
Bürgerbeteiligung in
2016 vorgesehen
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag: Nachweis konfliktfreier
Radwegeführung
Bedenken, Sicherheit
Zusammenspiel Fußgänger/
Radfahrer
Ergebnis: Konzept schlüssig
Gutes Zusammenspiel
Fußgänger und Radfahrer
möglich
Einrichtung beidseitiger Zweiricht-
ungsverkehr durch Fachbüro geprüft
und empfohlen
Gemeinsame Nutzung Fußgänger und
Radfahrer wird weiter geprüft ; wird im
runden Tisch Radverkehr thematisiert
Prüfauftrag Radverkehrsführung
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Unterführung PKW
Prüfauftrag: Möglichkeit einer Unterführung für PKW untersuchen
Ergebnis: Für PKW technisch nicht umsetzbar
(Machbarkeitsstudie Schönhofen Ingenieure)
• Lösung kein Gewinn hinsichtlich der Leistungsfähigkeit; nur 1 Spur je Richtung möglich
• Kritisch im Havariefall; Staugefahr
• Tunnel nur möglich mit 8 % Steigung ; kritisch; wg. Lage der Bahn keine Verlängerung
der Rampen möglich
• Anbindung „Kleine Frankfurter Straße“ aufgrund der erforderlichen Rampenlängen nicht
realisierbar; Hauptzugang Merck Frankfurter Straße 250 im Bereich Tunnel mit
Fahrzeugen nicht anfahrbar
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Unterführung PKW
• Anbindung Zufahrt Tor Süd Merck nicht mehr möglich durch südliche Rampe Tor Süd
Merck dient als Feuerwehrzufahrt
• Hauptzufahrt Parkplatz über Maulbeerallee erforderlich; Ausbau Maulbeerallee
notwendig (Naturdenkmal); Lärmproblematik; Stau an Ampel durch mehr Verkehr
• Östlicher Geh-,Radweg erhöhter Eingriff in Grünanlage (Rodung Bäume); erforderliche
Rampen auf Privatgelände Merck
• Tunnelsohle liegt unter
Kanalsohle; Entwässerung
problematisch; mögliche
Überflutungsgefahr
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag Unterführung Fußgänger / Radfahrer
Prüfauftrag:
Möglichkeit einer Unterführung für Fußgänger /
Radfarer untersuchen
Ergebnis:
Für Fußgänger / Radfahrer nicht umsetzbar
• Angsträume; keine soziale Kontrolle; wird nicht
angenommen
• Technisch aufgrund der Tiefenlage (Sohle bei ca.
7,0m) und daraus resultierender Rampenlängen
von mehr als 140m nicht realistisch und nicht im
öffentlichen Raum realisierbar
Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Prüfauftrag
1 4 2 3
Sichere Querungsmöglichkeiten
Prüfauftrag: Sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger im
Bereich der Hauptzugänge
Ergebnis: Überarbeitung der Planung erfolgt !
Gebündelte Querungen in 5 Bereichen
5 5
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Was bedeuten die Ergebnisse der
Prüfaufträge für die weitere Planung der
Frankfurter Straße
Verkehrsversuch, erneute Verkehrzählung und vertiefte Behandlung
Einzelfragen aus 1. Bürgergespräch bestätigen den Planungsansatz
zum Umbau der Frankfurter Straße
Neu:
• Signalisierung der Virchowstraße ist seit 03.06. umgestellt und wird
entsprechend den Anforderungen weiter optimiert
• Martin-Luther-King-Ring bekommt zusätzliche Rechtsabbiegestreifen
und Optimierung der Signalanlage sowie barrierefreien Ausbau
• Das linienhafte Queren der Verkehrsanlage wird an fünf Stellen
gebündelt (unsignalisiert + signalisiert)
• Vorplatz Nordbahnhof wird umgestaltet
• Radverkehrsführung wird weiter geprüft und mit dem runden Tisch
Radverkehr abgestimmt
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Was sagt meine Sitznachbarin,
mein –nachbar zu der Planung?
5 Minuten 2er-Gespräche
anschließend kurze
Gesprächseindrücke im Plenum
Möglichkeit Hinweise und Fragen
aufzuschreiben
Plenum
Beantwortung Ihrer Fragen!
Klärung von Detailfragen in der
Info-Ecke im Anschluss möglich
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Diskussion der Planung im
Plenum
Struktur durch die Prüfaufträge
vorgegeben
Klärung von Detailfragen in der
Info-Ecke im Anschluss möglich
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Ausblick
Weiterentwicklung der Planung
… wo stehen wir?
… was sind die nächsten
Schritte?
Baudezernentin
Cornelia Zuschke
2. Bürgergespräch Umbau Frankfurter Straße
Vielen Dank
und einen guten Heimweg
anlage 7
9 Zeichen
Anlage VI
anlage 8
10 Zeichen
Anlage VII
Beratungsverlauf (4)
Orte (22)
- Frankfurter Straße 250
- Virchowstraße 6
- Maulbeerallee 8
- Frankfurter Landstraße 332
- Messeler Straße
- Jägertorstraße
- Eschollbrücker Straße
- Heinrichstraße
- Rüdesheimer Straße
- Klappacher Straße
- Landskronstraße
- Pützerstraße
- Teichhausstraße
- Martin-Luther-King-Ring
- Carl-Schenck-Ring
- Luisenplatz 5a
- Schreberweg 18
- Täubcheshöhlenweg
- Rhönring
- Spessartring
- Am Nordbahnhof
- Julius-Reiber-Straße 17d
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0235
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 07.07.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00