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2015/0225

Protokoll 12. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 10.06.2015

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2015/0225

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.06.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassu ng Magistrat 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0225 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 12. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 10.06.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 12. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
 
Anlagen: Protokoll 12. Sitzung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  10.06.2015  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
 
Die 12. Sitzung des Gestaltungsbeirat s fand am 08.05.2015 im Darmstadtium statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände vertreten.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Zuschke sowie die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates Frau Prof. Reicher die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die 
Gäste im Plenum.  
Anschließend berichtete Frau Zuschke über den Stand der Projek te der vorangegangenen 
Sitzung.  
 
Dann wurden die Vorhaben „Sanierung/ Umbau Wilhelminenquartier“, „Eckbebauung Nieder -
Ramstädter Straße/ Heinrichstraße“, „Neubau Hügelstraße 73 – 77“ sowie „Städtebauliches 
Konzept Berliner Carree“ durch die jeweiligen Arc hitekten bzw. Bauherren vorgestellt; es 
folgte eine teilweise lebhafte Diskussion mit den wieder zahlreich erschienenen Gästen.  
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten diskut iert und besprochen.   
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Cornelia Zuschke  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 10 .06.2015  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

anlage 1

16766 Zeichen

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
1 
Sitzungstag:   08.05.2015 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
 
Ende:    17.00 Uhr 
 
Ort:    Darmstadtium, Saal Vanadium 2, Schloßgraben  1 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des  Prof. Christa Reicher 
Gestaltungsbeirats  Prof. Ulrike Kirchner 
    Dr. Jürgen Tietz 
    Susanne Wartzeck 
     
Magistrat   Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplan ungsamt 
Bernd Neubert, Amtsleiter Bauaufsichtsamt 
Norbert Stoll, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt 
Annette Laute, Stadtplanungsamt 
    Judith Wilms, Stadtplanungsamt 
    Tina Klytta, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Martin Heil, CDU 
    Hans Fürst, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Katrin Kosub, SPD 
    Georg Hang, Uffbasse 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
    Leif Blum, FDP 
Claudia Stricker, Piraten 
     
Entschuldigt   Prof. Rolf Westerheide 
Jochen Partsch, Oberbürgermeister 
    Helmut Klett, Uwiga 
 
Projekte 
Sanierung/ Umbau  Dogan Gülsen (Gülsen Gruppe) 
Wilhelminenpassage Werner Munkelt (Projektsteuerung ) 
 
Hügelstraße 73 – 77 Anita Köhler (Bauherrin) 
Stephan Loos (Loos Architekten) 
 
Nieder-Ramstädter Str./  Altay Karakaya (Tara GmbH)  
Heinrichstraße Prof. Herbert von Wehrden 
 
Berliner Carree/ BSM Biskupek Scheinert Moog Invest orengruppe 
Ehem. Prinovis-Gelände Claudia Becker (planquadrat)

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
2 
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 12.00 Uhr) 
 
Ortsbesichtigung: 
Ortsbesichtigung Grundstücke Hügelstraße 73 – 77 sowie Eckbebauung Nieder-
Ramstädter Straße/ Heinrichstraße 
 
Frau Wilms und Frau Laute erläutern die Situation im Bestand, den Ansatz der jeweili- 
gen Entwürfe sowie die stadträumliche Einbindung der Standorte. 
 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
 
Öffentlicher Teil (12.30 Uhr – ca. 14.45 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.00 Uhr – 16.30 Uhr) 
 
 
Begrüßung Cornelia Zuschke, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates  
 
Es folgen eine kurze Mitteilung über den Stand der Projekte aus der vorangegangenen 
Sitzung, vorgestellt durch Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
 
Sachstand Projekte 
 
Agora 
Der Satzungsbeschluss für den B-Plan ist in Vorbereitung. Alle eingegangenen Anre- 
gungen werden im Rahmen der Abwägung beantwortet. 
 
Heag – Sozialräume auf dem Luisenplatz 
Es hat sich günstigerweise eine neue Situation ergeben. Die erforderlichen Sozialräu- 
me können ins angrenzende Merckhaus verlegt werden; der Bauantrag läuft bereits. 
Daher können die bestehenden Sozialräume incl. Kiosk auf dem Luisenplatz abge- 
räumt werden. Die erforderliche Wartehalle wird erneuert und dabei näher an die Hal- 
testelle verlegt. 
 
Saladin 
Für das Eckgrundstück Landgraf-Georg-Str. 3 („Saladin-Eck“) ist das Bewerbungsver- 
fahren für die Teilnahme am Wettbewerb abgeschlossen. Es haben sich ca. 100 Büros 
beworben. Derzeit läuft die Sichtung und im Anschluss die Auslosung. 
 
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi- 
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt.  
 
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang.

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
3 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol- 
gende Termine festgelegt worden: 
 
Fr, 09.10.2015 11:00 – 17.00 Uhr 
 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter 
http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm  
veröffentlicht. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels 
Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Darmstadt, 03.06.2015   
 
 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat 
Aachen, 03.06.2015 
 
 
 
 
Anlage: 
 
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates zu den Projekten 
 
• Sanierung/ Umbau Wilhelminenstraße 10 (Wilhelminenpassage) 
• Neubau Hügelstraße 73 – 77 (Seniorenwohnen) 
• Eckbebauung Nieder-Ramstädter Straße/ Heinrichstraße 
• Berliner Carree (ehem. Prinovis-Gelände)

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt  
 
Sanierung/ Umbau Wilhelminenpassage 
 
  
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
12. Sitzung – 08.05.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser  
IFBW, Ingenieurbüro für Brandschutz Wuppertal GmbH 
Bauherr: Dogan Gülsen (Gülsen Gruppe) 
 
 
Beschreibung 
 
In Ergänzung zur Präsentation des Projekts Wilhelminenquartier im Rahmen der 
Sitzung des Gestaltungsbeirats am 23. Januar 2015 wird nunmehr eine leicht 
modifizierte Fassadenansicht des Projektes vorgestellt, sowie ein Farb- und 
Materialprogramm für seine mögliche künftige Gestaltung. 
 
 
Empfehlung  
 
Auch bei der erneuten Präsentation des Wilhelminenquartier formuliert der 
Gestaltungsbeirat seine grundlegende Wertschätzung dafür, das für Darmstadt 
wichtige Areal baulich aufzuwerten.  
Zugleich erneuert er seine tiefgreifenden Zweifel an der Gestaltqualität des 
vorgestellten Projektes. 
 
In Ergänzung seiner Beurteilung aus der Sitzung vom Januar 2015 weist er darauf hin, 
dass auf den aktuellen Ansichten des Gebäudes keinerlei relevante Aussagen zu 
möglichen künftigen Werbeanlagen an den Fassaden getroffen wurden.   
 
 
Weiteres Vorgehen 
 
Um zu einer der Bedeutung des Ortes für Darmstadt und dem Objekt angemessenen 
qualitätvollen Lösung zu gelangen, schlägt der Gestaltungsbeirat einen Fassadenwett-
bewerb für das Gebäude vor.  
 
 
Votum:  
 
 
gez. 
Dr. Jürgen Tietz

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt  
 
 
Eckbebauung Heinrichstraße / Nieder-
Ramstädter Straße 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
12. Sitzung – 08.05.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser:   
Prof. Herbert von Wehrden  
Altay Karakaya (Tara GmbH) 
 
 
Beschreibung 
 
Das Eckgrundstück Heinrichstraße/Nieder Ramstädter Strasse mit einer derzeit 
unbefriedigenden Situation aus Pumpstation und ungeordneter Freiraumnutzung soll 
mit einer Wohnnutzung überbaut werden. Die Rahmenbedingungen, insbesondere die 
vorhandenen technischen Versorgungsanlagen einschließlich Wasser-Pumpstation und 
Trafo-Gebäude sowie die begrenzte verfügbare Fläche, schränken die Nutzung ein und 
stellen eine besondere Herausforderung für die Neubebauung dar.  
 
Der vorgestellte Entwurf bezieht den Hofbereich des Hauses Heinrichstraße 127 in 
das Gesamtkonzept ein, realisiert dort eine neue Wasser-Pumpstation, wodurch der 
Abriss der alten Pumpstation und eine Verlagerung des Trafos möglich wird. 
 
Der geplante Gebäudekomplex sieht im Erdgeschoss Doppelparker, eine Trafostation 
und ein Kiosk vor. In den 3 Obergeschossen und dem Staffelgeschoss sind Wohnun-
gen (überwiegend 1-Zimmer-Appartments) geplant. Im Bereich der Heinrichstraße 
erhalten die Wohnungen Erker, die als Lärmpuffer und Luftfilter dienen. 
 
Der Gebäudesockel aus Klinker korrespondiert farblich mit den darüber liegenden 
Putzflächen.  
 
 
Empfehlung  
 
Der Beirat würdigt das Vorhaben, das Eckgrundstück mit seinen schwierigen 
Rahmenbedingungen zu bebauen. Aus dem Problem der Belastung mit Infrastruktur-
auflagen (Pumpstation, Trafo, Leitungsführung) ist unter Hinzuziehung des 
Nachbargrundstückes der Spielraum für eine neue Bebauung erweitert worden.  
 
In der Diskussion über die Qualität des Erdgeschoss-Grundrisses wird der Vorschlag 
entwickelt, auf zwei Stellplätze (Parkplatz 9/10) zu verzichten zugunsten einer 
Vergrößerung der Fläche für Gastronomie o.ä.  Damit würde das Erdgeschoss ein 
wesentlich attraktiveres „Gesicht“ zum öffentlichen Raum erhalten.  
 
Die Höhenentwicklung in Verbindung mit dem zurückversetzten Staffelgeschoss wird 
der gewünschten Eckbetonung nicht gerecht. Der Beirat empfiehlt, das Staffelge-
schoss durch ein Vollgeschoss zu ersetzen (vorbehaltlich der bau-/planungsrecht-
lichen Überprüfung).  
 
Mit diesen beiden Änderungen könnte der bereits bei der Präsentation erkennbare 
hohe Gestaltungsanspruch zusätzlich verbessert werden.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Die Bebauung der Ecksitutation wird wichtiger Beitrag zur Stadtreparatur. 
 
Der Beirat lobt den Mut des Bauherren und die Kreativität des Architekten im Umgang 
mit der äußerst schwierigen Situation.   
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:   
 
Der Beirat wünscht eine Information über die Weiterentwicklung der Vorschläge zur 
Nutzung des Erdgeschosses und zur Ausbildung des derzeitigen Staffelgeschosses.   
 
 
 
Votum:  
 
gez. 
Christa Reicher

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt  
 
 
Neubau Hügelstraße 73 - 77 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
12. Sitzung – 08.05.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser:   
Loos-Architekten 
Bauherrin: Anita Köhler 
 
 
Beschreibung: 
 
Vorgestellt wird ein Bauvorhaben für Seniorenwohnen auf drei Parzellen der 
Hügelstraße 73-77. 
Es soll eine Mischung aus Wohnungen zwischen 40 und 120 m² entstehen. 
Entlang der Hügelstraße wird mit einem durchgängigen 5-geschossigen Wohngebäude 
der Blockrand geschlossen. Im Blockinneren sind drei weitere Baukörper mit 
geringerer Geschossigkeit geplant. 
Eine Tiefgarage unter allen 4 Gebäuden stellt die notwendigen Stellplätze zur 
Verfügung. 
Die Fassade zur Hügelstraße ist als eine Art Vorhang aus horizontalen Bändern und 
Netzen mit Rankpflanzen vorgesehen. Die Fassade springt gegenüber der 
Gebäudeflucht der Hügelstraße vor. 
 
 
Empfehlung  
 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Einbindung in die Planungsüberlegungen zu diesem 
sehr frühen Zeitpunkt. 
 
Ein Wohnen für Senioren in dem geplanten Wohnungskomplex erscheint an dieser 
zentralen Stelle in der Stadt möglich und hinreichend attraktiv. 
 
Der geplante „grüne Vorhang“ zur Hügelstraße scheint auf den ersten Blick eine 
innovative Antwort auf die Fragen der energetischen Stadterneuerung zu sein, wie sie 
in der Mollerstadt thematisiert werden. Näher betrachtet wird die Fassade jedoch 
sowohl in brandschutztechnischer Hinsicht (Pflanzen leicht enflammbar, Anleiterung 
Feuerwehr) als auch baurechtlich (Balkone/Pflanzkästen kein untergeordnetes 
Bauteil) kritisch gesehen. Auch der Ausblick aus den Appartements auf die Straße und 
die gegenüberliegende Grünfläche würde durch das vorgehängte „grüne Gitter“ stark 
eingeschränkt werden. 
 
Insgesamt wird eine Überarbeitung und Weiterentwicklung der Fassadengliederung im 
Hinblick auf eine Adressbildung an der Hügelstraße und im Einklang mit den 
Wohnungsgrundrissen empfohlen. Hierbei könnte sowohl eine vertikale Teilung der 
Fassade untersucht werden als auch eine andere Anordnung des Eingangs. 
Sollte weiterhin eine grüne Fassade in Betracht kommen, so ist deren Wirksamkeit im 
Hinblick auf das Kleinklima zu prüfen. 
 
Die Bauaufsicht weist darauf hin, dass die Grundstücke zu einem B-Plan gehören, der 
den Standort als Mischgebiet ausweist. Demnach wird eine quantitative Durch-
mischung von Wohnen und Gewerbe in etwa gleichen Verhältnissen gefordert. Hier ist 
in einem Abstimmungstermin mit der Stadt zu klären, wie sich die geplante

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Maßnahme im Hinblick auf die gewünschte Durchmischung und Verteilung im 
Quartier auswirkt. 
 
Positiv wird vermerkt, dass die Planer für die Grünflächen über der Tiefgarage eine 
Überdeckung von ca. 1,00 m vorsehen. 
Insgesamt wird darauf hingewiesen, dass die Freiflächen im Blockinneren qualitativ zu 
entwickeln sind. Dabei sollte auch die Größe der Gebäude und die Verschattung der 
Freiflächen im Jahresverlauf überprüft werden. 
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:  
 
Eine Wiedervorstellung nach Überarbeitung der Fassade zur Hügelstraße und ersten 
Erkenntnissen zur Grundrissgestaltung sowie zur Gestaltung der Freiflächen ist 
wünschenswert. 
 
 
Votum:  
 
gez.  
Susanne Wartzeck

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt  
 
 
„Berliner Carrée“, Städtebaulicher Entwurf 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
12. Sitzung – 08.05.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser:    
Architekturbüro Planquadrat, Elfers Geskes Krämer dwb BDA, Part. G., Darmstadt  
Bauherr: BSM Biskupek Scheinert Moog Investorengruppe, Darmstadt 
 
 
Beschreibung 
 
Die Grundstückseigentümer beabsichtigen, das ehemalige Prinovis-Gelände mit Büro- 
und vorwiegender Wohnnutzung als „Berliner Carée“ neu zu entwickeln.  
Der vorgestellte städtebauliche Enwturf stellt eine Überarbeitung des bereits am 
19.09.2014  in der 10. Sitzung des Gestaltungsbeirates vorgestellten städtebaulichen 
Entwurfes dar.  
 
Im überarbeiteten Entwurf werden die im 10. Gestaltungsbeirat diskutierten 
städtebaulichen Qualitäten des Umgebungsquartiers aufgenommen und 
weiterentwickelt: 
 
Den Blickbezug aus der Berliner Allee bildet – unter Bezug auf den Fluchtlinienplan - 
die Eckbebauung Haardtring / Berliner Allee mit einem Langblock für gewerbliche 
Nutzung mit nun 6 Geschossen. Die Stellung des Baukörpers sichert hier entlang des 
Haardtringes einen breiten Grünstreifen. Die weitere städtebauliche Struktur nimmt 
die orthogonale Grund-struktur der Umgebungsbebauung auf: im Osten und Süden 
wird das neue Quartier durch einen langen Winkelblock mit 5 Geschossen und im 
Westen durch einen  fünfgeschossigen Langblock  gefasst. Diesem Langblock ist auf 
der Westseite zur Schule ein eingeschossoger Verbrauchermarkt vorgelagert. Ein 
inliegender Wohnblock ergänzt die Bebauung und grenzt an einen Quartiersplatz. Die 
städtebauliche Gesamtstruktur wird mit  Bezug auf Proportion und Raumkanten der 
Nachbarbebauung entwickelt. 
 
Im Westen stellt die in Nord-Süd-Richtung-verlaufende Wegeachse die Verbindung des 
neuen Wohnquartiers durch das Hochschulgelände zum weiter südlich ebenfalls in 
Ent-wicklung befindlichen Gebiet des ehemaligen Wella-Geländes her.  
 
Die Ausbildung der Baukörper an der Berliner Allee soll in Architektur und 
Höhenentwicklung Bezug zum Wella-Areal nehmen und entlang der Berliner Allee den 
Rhythmus der Bebauung durch prägnante Kopfbauten stärken.  
 
 
Empfehlung  
 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt sehr, dass Investorengruppe und Architekten die 
konstruktiven Anmerkungen der letzten Sitzung aufgegriffen haben und eine Lösung 
vorlegen, die für das gesamte Quartier deutlich mehr Qualitäten birgt.    
 
Im einzelnen sind positiv zu erwähnen:  
 
• Bereits der vorgelegte Schwarzplan zeigt die Schlüssigkeit des städtebaulichen 
Entwurfs im Gesamtgefüge des Quartiers.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  08.05.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
• Das Quartier wird als ein durch Grünstrukturen und Solitärbauten 
gekennzeichnetes Viertel entwickelt. 
• Orthogonal angeordnete Baukörper verzahnen sich mit den Grünstrukturen in 
offener Baustruktur und stellen den Bezug zum öffentlichen Raum her.    
• Bezüge zum vorhandenen Städtebau und zur umgebenden Typologie in 
Maßstäblichkeit, Dichte und Geschossigkeiten werden aufgenommen.  
• Am Blickende der Berliner Allee wird ein städtebaulicher Akzent gesetzt. Der 
Baukörper soll hier in Höhe und Architektur in Analogie zum Gebäude am 
südlichen Ende des Blockes Berliner Ring / Wella-Gelände prägnant ausgebildet 
werden.  
 
 
Weiteres Vorgehen 
 
Der Beirat empfiehlt, die Planungen in diesem Sinne weiter zu entwickeln.  
Seitens des Investors soll jetzt für das Bürogebäude der Bauantrag gestellt werden.  
Der Gestaltungsbeirat schlägt vor die weitere Entwicklung der Bebauung, 
insbesondere auch im Hinblick auf die Höhenentwicklung anhand eines Modelles zu 
überprüfen. Um den Planungsprozess nicht zu verzögern, kann die Abstimmung 
hierzu direkt mit dem Planungsamt erfolgen.  
Die Weiterentwicklung der Wohnbebaung ist jetzt im Rahmen des einzuleitenden 
Bauleitplanverfahrens zu klären.  
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:   
 
Weiterentwicklung wie vorgenannt, bei Bedarf unter Beteiligung des Beirats 
 
 
Votum:  
Das Votum des Gestaltungsbeirates ist einstimmig.  
 
 
gez. 
Ulrike Kirchner

Beratungsverlauf (1)

TOP 264

Orte (9)

  • Hügelstraße 73
  • Nieder-Ramstädter Straße
  • Heinrichstraße 127
  • Berliner Allee
  • Schlossgraben 1
  • Luisenplatz
  • Landgraf-Georg-Straße 3
  • Wilhelminenstraße 10
  • Haardtring

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2015/0225
Typ
Magistratsvorlage
Datum
10.06.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00