2015/0225
Protokoll 12. Sitzung Gestaltungsbeirat
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2015/0225
2766 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
17.06.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassu ng Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0225
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 12. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 10.06.2015
Beschlussvorschlag :
Das Protokoll der 12. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 12. Sitzung
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.06.2015
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).
Die 12. Sitzung des Gestaltungsbeirat s fand am 08.05.2015 im Darmstadtium statt.
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren
Interessengruppen und Verbände vertreten.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Zuschke sowie die Vorsitzende des
Gestaltungsbeirates Frau Prof. Reicher die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die
Gäste im Plenum.
Anschließend berichtete Frau Zuschke über den Stand der Projek te der vorangegangenen
Sitzung.
Dann wurden die Vorhaben „Sanierung/ Umbau Wilhelminenquartier“, „Eckbebauung Nieder -
Ramstädter Straße/ Heinrichstraße“, „Neubau Hügelstraße 73 – 77“ sowie „Städtebauliches
Konzept Berliner Carree“ durch die jeweiligen Arc hitekten bzw. Bauherren vorgestellt; es
folgte eine teilweise lebhafte Diskussion mit den wieder zahlreich erschienenen Gästen.
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherren und den Architekten diskut iert und besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Die Dezernentin III
Cornelia Zuschke
Stadträtin
Darmstadt, den 10 .06.2015
61.1.0 mi
Nst. 2590
anlage 1
16766 Zeichen
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
1
Sitzungstag: 08.05.2015
Beginn: 10.00 Uhr
Ende: 17.00 Uhr
Ort: Darmstadtium, Saal Vanadium 2, Schloßgraben 1
Teilnehmer:
Mitglieder des Prof. Christa Reicher
Gestaltungsbeirats Prof. Ulrike Kirchner
Dr. Jürgen Tietz
Susanne Wartzeck
Magistrat Cornelia Zuschke, Dezernentin
Verwaltung Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplan ungsamt
Bernd Neubert, Amtsleiter Bauaufsichtsamt
Norbert Stoll, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt
Annette Laute, Stadtplanungsamt
Judith Wilms, Stadtplanungsamt
Tina Klytta, Stadtplanungsamt
Stefanie Michels, Stadtplanungsamt
Politik Martin Heil, CDU
Hans Fürst, Bündnis 90/ Die Grünen
Katrin Kosub, SPD
Georg Hang, Uffbasse
Martina Hübscher-Paul, Die Linke
Leif Blum, FDP
Claudia Stricker, Piraten
Entschuldigt Prof. Rolf Westerheide
Jochen Partsch, Oberbürgermeister
Helmut Klett, Uwiga
Projekte
Sanierung/ Umbau Dogan Gülsen (Gülsen Gruppe)
Wilhelminenpassage Werner Munkelt (Projektsteuerung )
Hügelstraße 73 – 77 Anita Köhler (Bauherrin)
Stephan Loos (Loos Architekten)
Nieder-Ramstädter Str./ Altay Karakaya (Tara GmbH)
Heinrichstraße Prof. Herbert von Wehrden
Berliner Carree/ BSM Biskupek Scheinert Moog Invest orengruppe
Ehem. Prinovis-Gelände Claudia Becker (planquadrat)
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
2
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 12.00 Uhr)
Ortsbesichtigung:
Ortsbesichtigung Grundstücke Hügelstraße 73 – 77 sowie Eckbebauung Nieder-
Ramstädter Straße/ Heinrichstraße
Frau Wilms und Frau Laute erläutern die Situation im Bestand, den Ansatz der jeweili-
gen Entwürfe sowie die stadträumliche Einbindung der Standorte.
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte.
Öffentlicher Teil (12.30 Uhr – ca. 14.45 Uhr) :
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.00 Uhr – 16.30 Uhr)
Begrüßung Cornelia Zuschke, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des
Gestaltungsbeirates
Es folgen eine kurze Mitteilung über den Stand der Projekte aus der vorangegangenen
Sitzung, vorgestellt durch Cornelia Zuschke, Dezernentin
Sachstand Projekte
Agora
Der Satzungsbeschluss für den B-Plan ist in Vorbereitung. Alle eingegangenen Anre-
gungen werden im Rahmen der Abwägung beantwortet.
Heag – Sozialräume auf dem Luisenplatz
Es hat sich günstigerweise eine neue Situation ergeben. Die erforderlichen Sozialräu-
me können ins angrenzende Merckhaus verlegt werden; der Bauantrag läuft bereits.
Daher können die bestehenden Sozialräume incl. Kiosk auf dem Luisenplatz abge-
räumt werden. Die erforderliche Wartehalle wird erneuert und dabei näher an die Hal-
testelle verlegt.
Saladin
Für das Eckgrundstück Landgraf-Georg-Str. 3 („Saladin-Eck“) ist das Bewerbungsver-
fahren für die Teilnahme am Wettbewerb abgeschlossen. Es haben sich ca. 100 Büros
beworben. Derzeit läuft die Sichtung und im Anschluss die Auslosung.
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt.
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang.
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
3
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden:
Fr, 09.10.2015 11:00 – 17.00 Uhr
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden
unter
http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm
veröffentlicht.
………………………………………………………….
gez. S. Michels
Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt
Stadtplanungsamt
Darmstadt, 03.06.2015
………………………………………………………….
gez. Prof. Christa Reicher
Vorsitzende Gestaltungsbeirat
Aachen, 03.06.2015
Anlage:
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates zu den Projekten
• Sanierung/ Umbau Wilhelminenstraße 10 (Wilhelminenpassage)
• Neubau Hügelstraße 73 – 77 (Seniorenwohnen)
• Eckbebauung Nieder-Ramstädter Straße/ Heinrichstraße
• Berliner Carree (ehem. Prinovis-Gelände)
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Sanierung/ Umbau Wilhelminenpassage
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
12. Sitzung – 08.05.2015
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
IFBW, Ingenieurbüro für Brandschutz Wuppertal GmbH
Bauherr: Dogan Gülsen (Gülsen Gruppe)
Beschreibung
In Ergänzung zur Präsentation des Projekts Wilhelminenquartier im Rahmen der
Sitzung des Gestaltungsbeirats am 23. Januar 2015 wird nunmehr eine leicht
modifizierte Fassadenansicht des Projektes vorgestellt, sowie ein Farb- und
Materialprogramm für seine mögliche künftige Gestaltung.
Empfehlung
Auch bei der erneuten Präsentation des Wilhelminenquartier formuliert der
Gestaltungsbeirat seine grundlegende Wertschätzung dafür, das für Darmstadt
wichtige Areal baulich aufzuwerten.
Zugleich erneuert er seine tiefgreifenden Zweifel an der Gestaltqualität des
vorgestellten Projektes.
In Ergänzung seiner Beurteilung aus der Sitzung vom Januar 2015 weist er darauf hin,
dass auf den aktuellen Ansichten des Gebäudes keinerlei relevante Aussagen zu
möglichen künftigen Werbeanlagen an den Fassaden getroffen wurden.
Weiteres Vorgehen
Um zu einer der Bedeutung des Ortes für Darmstadt und dem Objekt angemessenen
qualitätvollen Lösung zu gelangen, schlägt der Gestaltungsbeirat einen Fassadenwett-
bewerb für das Gebäude vor.
Votum:
gez.
Dr. Jürgen Tietz
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Eckbebauung Heinrichstraße / Nieder-
Ramstädter Straße
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
12. Sitzung – 08.05.2015
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser:
Prof. Herbert von Wehrden
Altay Karakaya (Tara GmbH)
Beschreibung
Das Eckgrundstück Heinrichstraße/Nieder Ramstädter Strasse mit einer derzeit
unbefriedigenden Situation aus Pumpstation und ungeordneter Freiraumnutzung soll
mit einer Wohnnutzung überbaut werden. Die Rahmenbedingungen, insbesondere die
vorhandenen technischen Versorgungsanlagen einschließlich Wasser-Pumpstation und
Trafo-Gebäude sowie die begrenzte verfügbare Fläche, schränken die Nutzung ein und
stellen eine besondere Herausforderung für die Neubebauung dar.
Der vorgestellte Entwurf bezieht den Hofbereich des Hauses Heinrichstraße 127 in
das Gesamtkonzept ein, realisiert dort eine neue Wasser-Pumpstation, wodurch der
Abriss der alten Pumpstation und eine Verlagerung des Trafos möglich wird.
Der geplante Gebäudekomplex sieht im Erdgeschoss Doppelparker, eine Trafostation
und ein Kiosk vor. In den 3 Obergeschossen und dem Staffelgeschoss sind Wohnun-
gen (überwiegend 1-Zimmer-Appartments) geplant. Im Bereich der Heinrichstraße
erhalten die Wohnungen Erker, die als Lärmpuffer und Luftfilter dienen.
Der Gebäudesockel aus Klinker korrespondiert farblich mit den darüber liegenden
Putzflächen.
Empfehlung
Der Beirat würdigt das Vorhaben, das Eckgrundstück mit seinen schwierigen
Rahmenbedingungen zu bebauen. Aus dem Problem der Belastung mit Infrastruktur-
auflagen (Pumpstation, Trafo, Leitungsführung) ist unter Hinzuziehung des
Nachbargrundstückes der Spielraum für eine neue Bebauung erweitert worden.
In der Diskussion über die Qualität des Erdgeschoss-Grundrisses wird der Vorschlag
entwickelt, auf zwei Stellplätze (Parkplatz 9/10) zu verzichten zugunsten einer
Vergrößerung der Fläche für Gastronomie o.ä. Damit würde das Erdgeschoss ein
wesentlich attraktiveres „Gesicht“ zum öffentlichen Raum erhalten.
Die Höhenentwicklung in Verbindung mit dem zurückversetzten Staffelgeschoss wird
der gewünschten Eckbetonung nicht gerecht. Der Beirat empfiehlt, das Staffelge-
schoss durch ein Vollgeschoss zu ersetzen (vorbehaltlich der bau-/planungsrecht-
lichen Überprüfung).
Mit diesen beiden Änderungen könnte der bereits bei der Präsentation erkennbare
hohe Gestaltungsanspruch zusätzlich verbessert werden.
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Die Bebauung der Ecksitutation wird wichtiger Beitrag zur Stadtreparatur.
Der Beirat lobt den Mut des Bauherren und die Kreativität des Architekten im Umgang
mit der äußerst schwierigen Situation.
Zusammenfassung der Rückmeldung:
Der Beirat wünscht eine Information über die Weiterentwicklung der Vorschläge zur
Nutzung des Erdgeschosses und zur Ausbildung des derzeitigen Staffelgeschosses.
Votum:
gez.
Christa Reicher
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Neubau Hügelstraße 73 - 77
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
12. Sitzung – 08.05.2015
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser:
Loos-Architekten
Bauherrin: Anita Köhler
Beschreibung:
Vorgestellt wird ein Bauvorhaben für Seniorenwohnen auf drei Parzellen der
Hügelstraße 73-77.
Es soll eine Mischung aus Wohnungen zwischen 40 und 120 m² entstehen.
Entlang der Hügelstraße wird mit einem durchgängigen 5-geschossigen Wohngebäude
der Blockrand geschlossen. Im Blockinneren sind drei weitere Baukörper mit
geringerer Geschossigkeit geplant.
Eine Tiefgarage unter allen 4 Gebäuden stellt die notwendigen Stellplätze zur
Verfügung.
Die Fassade zur Hügelstraße ist als eine Art Vorhang aus horizontalen Bändern und
Netzen mit Rankpflanzen vorgesehen. Die Fassade springt gegenüber der
Gebäudeflucht der Hügelstraße vor.
Empfehlung
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Einbindung in die Planungsüberlegungen zu diesem
sehr frühen Zeitpunkt.
Ein Wohnen für Senioren in dem geplanten Wohnungskomplex erscheint an dieser
zentralen Stelle in der Stadt möglich und hinreichend attraktiv.
Der geplante „grüne Vorhang“ zur Hügelstraße scheint auf den ersten Blick eine
innovative Antwort auf die Fragen der energetischen Stadterneuerung zu sein, wie sie
in der Mollerstadt thematisiert werden. Näher betrachtet wird die Fassade jedoch
sowohl in brandschutztechnischer Hinsicht (Pflanzen leicht enflammbar, Anleiterung
Feuerwehr) als auch baurechtlich (Balkone/Pflanzkästen kein untergeordnetes
Bauteil) kritisch gesehen. Auch der Ausblick aus den Appartements auf die Straße und
die gegenüberliegende Grünfläche würde durch das vorgehängte „grüne Gitter“ stark
eingeschränkt werden.
Insgesamt wird eine Überarbeitung und Weiterentwicklung der Fassadengliederung im
Hinblick auf eine Adressbildung an der Hügelstraße und im Einklang mit den
Wohnungsgrundrissen empfohlen. Hierbei könnte sowohl eine vertikale Teilung der
Fassade untersucht werden als auch eine andere Anordnung des Eingangs.
Sollte weiterhin eine grüne Fassade in Betracht kommen, so ist deren Wirksamkeit im
Hinblick auf das Kleinklima zu prüfen.
Die Bauaufsicht weist darauf hin, dass die Grundstücke zu einem B-Plan gehören, der
den Standort als Mischgebiet ausweist. Demnach wird eine quantitative Durch-
mischung von Wohnen und Gewerbe in etwa gleichen Verhältnissen gefordert. Hier ist
in einem Abstimmungstermin mit der Stadt zu klären, wie sich die geplante
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Maßnahme im Hinblick auf die gewünschte Durchmischung und Verteilung im
Quartier auswirkt.
Positiv wird vermerkt, dass die Planer für die Grünflächen über der Tiefgarage eine
Überdeckung von ca. 1,00 m vorsehen.
Insgesamt wird darauf hingewiesen, dass die Freiflächen im Blockinneren qualitativ zu
entwickeln sind. Dabei sollte auch die Größe der Gebäude und die Verschattung der
Freiflächen im Jahresverlauf überprüft werden.
Zusammenfassung der Rückmeldung:
Eine Wiedervorstellung nach Überarbeitung der Fassade zur Hügelstraße und ersten
Erkenntnissen zur Grundrissgestaltung sowie zur Gestaltung der Freiflächen ist
wünschenswert.
Votum:
gez.
Susanne Wartzeck
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
„Berliner Carrée“, Städtebaulicher Entwurf
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
12. Sitzung – 08.05.2015
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser:
Architekturbüro Planquadrat, Elfers Geskes Krämer dwb BDA, Part. G., Darmstadt
Bauherr: BSM Biskupek Scheinert Moog Investorengruppe, Darmstadt
Beschreibung
Die Grundstückseigentümer beabsichtigen, das ehemalige Prinovis-Gelände mit Büro-
und vorwiegender Wohnnutzung als „Berliner Carée“ neu zu entwickeln.
Der vorgestellte städtebauliche Enwturf stellt eine Überarbeitung des bereits am
19.09.2014 in der 10. Sitzung des Gestaltungsbeirates vorgestellten städtebaulichen
Entwurfes dar.
Im überarbeiteten Entwurf werden die im 10. Gestaltungsbeirat diskutierten
städtebaulichen Qualitäten des Umgebungsquartiers aufgenommen und
weiterentwickelt:
Den Blickbezug aus der Berliner Allee bildet – unter Bezug auf den Fluchtlinienplan -
die Eckbebauung Haardtring / Berliner Allee mit einem Langblock für gewerbliche
Nutzung mit nun 6 Geschossen. Die Stellung des Baukörpers sichert hier entlang des
Haardtringes einen breiten Grünstreifen. Die weitere städtebauliche Struktur nimmt
die orthogonale Grund-struktur der Umgebungsbebauung auf: im Osten und Süden
wird das neue Quartier durch einen langen Winkelblock mit 5 Geschossen und im
Westen durch einen fünfgeschossigen Langblock gefasst. Diesem Langblock ist auf
der Westseite zur Schule ein eingeschossoger Verbrauchermarkt vorgelagert. Ein
inliegender Wohnblock ergänzt die Bebauung und grenzt an einen Quartiersplatz. Die
städtebauliche Gesamtstruktur wird mit Bezug auf Proportion und Raumkanten der
Nachbarbebauung entwickelt.
Im Westen stellt die in Nord-Süd-Richtung-verlaufende Wegeachse die Verbindung des
neuen Wohnquartiers durch das Hochschulgelände zum weiter südlich ebenfalls in
Ent-wicklung befindlichen Gebiet des ehemaligen Wella-Geländes her.
Die Ausbildung der Baukörper an der Berliner Allee soll in Architektur und
Höhenentwicklung Bezug zum Wella-Areal nehmen und entlang der Berliner Allee den
Rhythmus der Bebauung durch prägnante Kopfbauten stärken.
Empfehlung
Der Gestaltungsbeirat begrüßt sehr, dass Investorengruppe und Architekten die
konstruktiven Anmerkungen der letzten Sitzung aufgegriffen haben und eine Lösung
vorlegen, die für das gesamte Quartier deutlich mehr Qualitäten birgt.
Im einzelnen sind positiv zu erwähnen:
• Bereits der vorgelegte Schwarzplan zeigt die Schlüssigkeit des städtebaulichen
Entwurfs im Gesamtgefüge des Quartiers.
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 08.05.2015
Stadtplanungsamt Darmstadt
• Das Quartier wird als ein durch Grünstrukturen und Solitärbauten
gekennzeichnetes Viertel entwickelt.
• Orthogonal angeordnete Baukörper verzahnen sich mit den Grünstrukturen in
offener Baustruktur und stellen den Bezug zum öffentlichen Raum her.
• Bezüge zum vorhandenen Städtebau und zur umgebenden Typologie in
Maßstäblichkeit, Dichte und Geschossigkeiten werden aufgenommen.
• Am Blickende der Berliner Allee wird ein städtebaulicher Akzent gesetzt. Der
Baukörper soll hier in Höhe und Architektur in Analogie zum Gebäude am
südlichen Ende des Blockes Berliner Ring / Wella-Gelände prägnant ausgebildet
werden.
Weiteres Vorgehen
Der Beirat empfiehlt, die Planungen in diesem Sinne weiter zu entwickeln.
Seitens des Investors soll jetzt für das Bürogebäude der Bauantrag gestellt werden.
Der Gestaltungsbeirat schlägt vor die weitere Entwicklung der Bebauung,
insbesondere auch im Hinblick auf die Höhenentwicklung anhand eines Modelles zu
überprüfen. Um den Planungsprozess nicht zu verzögern, kann die Abstimmung
hierzu direkt mit dem Planungsamt erfolgen.
Die Weiterentwicklung der Wohnbebaung ist jetzt im Rahmen des einzuleitenden
Bauleitplanverfahrens zu klären.
Zusammenfassung der Rückmeldung:
Weiterentwicklung wie vorgenannt, bei Bedarf unter Beteiligung des Beirats
Votum:
Das Votum des Gestaltungsbeirates ist einstimmig.
gez.
Ulrike Kirchner
Beratungsverlauf (1)
Orte (9)
- Hügelstraße 73
- Nieder-Ramstädter Straße
- Heinrichstraße 127
- Berliner Allee
- Schlossgraben 1
- Luisenplatz
- Landgraf-Georg-Straße 3
- Wilhelminenstraße 10
- Haardtring
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0225
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.06.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00