2166/2024
Ernennung von Herrn Bernard Schultze und von Frau Ursula Schultze-Bluhm zur*zum verdienstvollen Bürger*in der Stadt Köln sowie Ernennung der Grabstätte auf dem Melaten-Friedhof (Grabflur 039, Grabnummer 20/21) zur Ehrengrabstätte gemäß § 23 Absatz 4
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Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VII/4511 Vorlagen-Nummer 2166/2024 Freigabedatum 23.10.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Ernennung von Herrn Bernard Schultze und von Frau Ursula Schultze-Bluhm zur*zum verdienstvollen Bürger*in der Stadt Köln sowie Ernennung der Grabstätte auf dem Melaten-Friedhof (Grabflur 039, Grabnummer 20/21) zur Ehrengrabstätte gemäß § 23 Absatz 4 der Friedhofssatzung der Stadt Köln Beschlussorgan Hauptausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Hauptausschuss beschließt, Herrn Bernard Schultze posthum zum verdienstvollen Bürger der Stadt Köln sowie seine Ehefrau, Frau Ursula Schultze-Bluhm, ebenfalls posthum zur ver- dienstvollen Bürgerin der Stadt Köln zu ernennen und die Grabstätte der Eheleute auf dem Melaten-Friedhof (Grabflur 039, Grabnummer 20/21) als Ehrengrab gemäß § 23 Absatz 4 der Friedhofssatzung der Stadt Köln zu erhalten. Hauptausschuss 04.11.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Bernard Schultze (geboren am 31.05.1915, gestorben am 14.04.2005) und seine Ehefrau Ur- sula Schultze-Bluhm (geboren am 17.11.1921, gestorben am 09.04.1999) haben als Künstler- paar viele Jahre in Köln gelebt und gearbeitet. Über Jahrzehnte waren sie eine feste Größe im kulturellen Leben der Stadt und dabei dem Museum Ludwig stets in besonderem Maße ver- bunden. So beherbergt das Museum einen Großteil ihres künstlerischen Nachlasses, nach- dem sie das Museum nach ihrem Tod als Erbe eingesetzt haben. In Abstimmung mit dem Testamentsvollstrecker wurde der Nachlass an die Kunststiftung im Museum Ludwig mit Be- schlussvorlage 0702/2024 übertragen. Ursula Schultze-Bluhm zählt zu den bedeutenden deutschen Künstler*innen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Werke entziehen sich der eindeutigen Zuordnung in eine Stilrichtung. Gemeinsam mit anderen, surrealistischen Künstlerinnen rückt ihr Schaffen ge- rade in dieser Zeit mit Bildthemen hybrider und in Wandlung befindlicher Körperlichkeit zuneh- mend in den Fokus. Mit einer umfassenden monographischen Ausstellung, die ca. 100.000 Besucher*innen verzeichnete, konnte das Museum Ludwig im vergangenen Jahr maßgeblich dazu beitragen, dieser exzentrischen und eigenständigen künstlerischen Position den Stellen- wert zuzuschreiben, den Ursula Schultze-Bluhm gerade im Kontext aktueller Diskurse ver- dient. Die überaus große, auch internationale Presseresonanz unterstreicht dies nachdrück- lich. Bernard Schultze war Vorreiter der informellen Kunst, zählte zu den zentralen Protagonisten gestisch-abstrakter Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Name und Werk sind untrennbar mit der internationalen Erfolgsgeschichte des deutschen Informel verbunden. Maß- geblich trug er dazu bei, dass der Kunst in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Welt- kriegs eine grundlegende Erneuerung und der Anschluss an die internationale Kunstszene gelang. Der in 1915 im polnischen Schneidemühl geborene Künstler zog 1968 mit seiner Frau nach Köln, wo er am 14. April 2005 verstarb. Bereits zu Lebzeiten hatte das Museum Ludwig mehrere Einzelausstellungen ausgerichtet, die das weite ausfächernde Oeuvre des Malers präsentierten. Trotz des internationalen Erfolgs ist das Künstlerehepaar Köln und dem Mu- seum Ludwig immer eng verbunden geblieben. Das Dezernat für Kunst und Kultur befürwortet die Aufnahme der Grabstätte von Bernard Schultze und Ursula Schultze-Bluhm in die Liste der Gräber für verdienstvolle Bürger*innen sowie die Übernahme der Grabpflegekosten und der baulichen Unterhaltung durch die Stadt Köln.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- 2166/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 23.10.2024
- Erstellt
- 10.07.2024 09:58