1085/2017
Dokumentation der Winterhilfeaktivitäten 2016/2017 für wohnunglose Bürgerinnen und Bürger durch das Amt für Soziales und Senioren
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/502/7 Vorlagen-Nummer 20.04.2017 1085/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 27.04.2017 Gesundheitsausschuss 09.05.2017 Dokumentation der Winterhilfeaktivitäten 2016/2017 für wohnungslose Bürgerinnen und Bürger durch das Amt für Soziales und Senioren Erneut hat die Sozialverwaltung in Kooperation mit den freien Trägern der Wohnungslosenhilfe im Winter 2016/2017 zusätzliche Hilfsangebote bereitgestellt, um wohnungslose Menschen vor dem Er- frierungstod zu schützen. Die Kältegänge starteten in dieser Periode am 01.12.2016, das ordnungsbehördliche Angebot folgte am 05.12.2016. Nach einer länger anhaltenden Kälteperiode mit deutlichen Minustemperaturen, be- sonders in den Monaten Januar und Februar, endeten alle Winterhilfeangebote am 15.03.2017. Das ganzjährige Unterbringungsangebot für Wohnungslose wurde in diesem Zeitraum wie folgt erwei- tert: Kapazitätserweiterung der Übernachtungsplätze in den vorhandenen Notschlafstellen Der Johannesbund gGmbH stellte ab November weitere 15 Übernachtungsplätze in der Kölner Süd- stadt zur Verfügung. Sowohl die regulären Notschlafplätze als auch die zusätzlich bereit gestellten Plätze waren durchgehend besetzt. Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und die Diakonie Michaelshoven boten jeweils zwei weitere Übernachtungsplätze an. Die Notschlafstellen waren ausgelastet und die zusätzlichen Plätze durch- gehend belegt. Vier weitere Plätze für Wohnungslose mit Tieren wurden über das Amt für Wohnungswesen durch den Internationalen Bund angeboten. Dieses Angebot und auch die ganzjährigen Angebote für Woh- nungslose mit Tieren nutzten in diesem Winter 11 Personen. Hotline Wie schon seit vielen Jahren schaltete der Träger „Haus Rupprechtstraße Köln gGmbH“, ein Wohn- haus der Straffälligenhilfe, in diesem Winter wieder seine 24- Stunden Hotline für Bürgerinnen und Bürger. Unter dieser Nummer konnten hilflose wohnungslose Personen gemeldet werden, die bei Minustemperaturen im Freien schliefen. In dem Zeitraum vom 12.11.2016 bis zum 12.02.2017 gingen insgesamt 303 Anrufe bei der Hotline ein. Im Vergleich zu den Jahren zuvor (2015/ 2016 insgesamt 116 Meldungen; 2014/2016 insgesamt 91 Meldungen) verzeichnete die Hotline damit eine Steigerung der Anrufe. Bei den Anrufen wurden Personen an verschiedenen Plätzen im Kölner Stadtgebiet gemeldet, zusätzlich ging es um allgemei- ne Fragen zur Winterhilfe und um Anfragen zu Kleiderspenden. Kältegänge Die Kältegänge wurden in Kooperation mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe, des Amtes für öf- fentliche Ordnung sowie dem Amt für Soziales und Senioren durchgeführt. Hierbei wurden wohnungs- lose Menschen auf der Straße aufgesucht und über Hilfs- und Unterbringungsangebote informiert. Im Zeitraum vom 01.12.2016 bis zum 14.02.2017 wurden insgesamt 32 Kältegänge durchgeführt. Auch hier besteht eine Steigerung zu den Vorjahren (2015/2016: 2 Kältegänge; 2014/2015: 7 Kälte- 2 gänge), in denen die Temperaturen deutlich niedriger waren. Insgesamt wurden in diesem Winter 135 Plätze aufgesucht und dabei 193 Personen angetroffen. Bei den Personen kann es sich um Dopplun- gen handeln. Von der Gewichtung her wurden dabei 85 % Männer und 15 % Frauen angetroffen. Ordnungsbehördliche Unterbringungen aus humanitären Gründen Für Frauen und Männer ohne Einkommen oder Anspruch auf Sozialleistungen stellte die Sozialver- waltung in Kooperation mit dem SKM Köln ab dem 05.12.2016 im Rahmen des Ordnungsbehörden- gesetzes zusätzliche Unterbringungskapazitäten in einem Gebäude des Erzbistums Köln in der Thieboldsgasse (Nähe vom Neumarkt) zur Verfügung. Das Angebot endete am 15.03.2017. Mit Beginn des Angebotes übernachteten bereits durchschnittlich 43 Personen pro Nacht in der Thieboldsgasse. Bis Weihnachten steigerte sich die Personenzahl auf 64 Personen und im Januar bis zum Ende des Angebotes kehrten durchgängig 90-100 Besucher und Besucherinnen pro Nacht in der Thieboldsgasse ein. Insoweit war es notwendig, einer dauerhaften Überbelegung entgegenzusteuern. Im Zusammenspiel von Fachstelle Wohnen, dem SKM Köln und der Diakonie Michaelshoven konnte zusätzlich auf die ordnungsbehördlichen Notschlafstellen Auf dem Düppel und auf der Merkenicher Str. zurückgegriffen werden. Insgesamt nutzen 568 verschiedene Personen vom 05.12.2016 bis zum 15.03.2017 das nieder- schwellige ordnungsbehördliche Übernachtungsangebot in der Thieboldsgasse. Der Anteil der Frauen lag bei 13 %. Die Thieboldsgasse wird für die kommende Winterhilfe 2017/2018 nicht weiter genutzt, da das Ge- bäude ab Herbst 2017 für kircheninterne Zwecke umgebaut wird. gez.Dr.Rau
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1085/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27