Kulturstandort stärken – Halle Kalk erhalten!
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates AN/0562/2015 vom 14.04.2015
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Antrag SPD AN-0562-2015
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SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Kalk SPD-Bezirksfraktion Kalk, Kalker Hauptstraße 247 - 273, 51103 Köln Bezirksrathaus Kalk Kalker Hauptstraße 247-273 51103 Köln Telefon (02 21) 221 98 302 Telefax (02 21) 221 98 927 E-Mail: spd-bv8@stadt-koeln.de Internet: www.koelnspd.de Herrn Bezirksbürgermeister Markus Thiele Herrn Oberbürgermeister Jürgen Roters Marco Pagano Fraktionsvorsitzender Telefon (02 21) 261 40 47 Telefax (02 21) 221 98 927 E-Mail: marco.pagano@stadt-koeln.de Eingang beim Bezirksbürgermeister: 14.04.2015 AN/0562/2015 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.04.2015, TOP 7.2 Kulturstandort stärken – Halle Kalk erhalten! Antrag der SPD-Fraktion vom 14.04.2015 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zur Sitzung der Bezirksvertretung Kalk am 12.03.2015 hat die Verwaltung mitgeteilt, dass die beiden historischen Kalker Industriehallen 76 und 77 zwischen dem Ottmar- Pohl-Platz und der Neuerburgstraße in Köln-Kalk aufgrund ihres maroden Zustands nicht mehr betreten werden dürfen und abgerissen werden müssen. Die SPD-Fraktion, die in der Vergangenheit wie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf einen Erhalt und eine Ertüchtigung dieser historisch und kulturell wichtigen Bau- werke gedrängt hat, bedauert diese notwendige Folge aufgrund der nicht erfolgten baulichen Sicherung. Wichtig ist, dass der Abriss der beiden Hallen nun als Chance für die Entwicklung des Quartiers genutzt wird. Dabei ist es von absoluter Wichtigkeit, dass die „Halle Kalk“ (Halle 57) als zentraler Teil der Kalker Veranstaltungskultur erhalten bleibt. Ebenso sollte die historische Krananlage auf dem Ottmar-Pohl-Platz trotz eines Abrisses der Hallen 76 und 77 erhalten bleiben und in spätere Planungen integriert werden. Die Halle Kalk ist eine attraktive Veranstaltungshalle, die Potenziale für eine Vielzahl von Kultur- und Veranstaltungsmöglichkeiten - seien es z.B. Theateraufführungen, Musik- und Tanzveranstaltungen - bietet. Diese Potenziale gilt es für die Entwicklung des Stadtteils verstärkt zu nutzen. Hierfür ist es essentiell, dass bei einem Abriss der Hallen 76 und 77 jede notwendige Maßnahme ergriffen wird, damit die „Halle Kalk“ erhalten bleiben kann und keinen Schaden beim Abriss nimmt. Der Abriss der Hallen 76 und 77 bietet für den Kalker Kulturstandort und das rrh. Köln eine weitere große Chance, die die SPD-Fraktion nutzen will. Die Stadt Köln hat vertraglich mit der Ludwig-Stiftung vereinbart, eine dauerhafte Ausstellungshalle im rrh. Köln zu schaffen. Hierfür bietet sich dann das frei werdende Areal am Ottmar- Pohl-Platz an. Ebenso ist es von essentieller Wichtigkeit, durch die künftige Entwick- lung des Geländes die stadtentwicklungspolitischen Zielsetzungen im Hinblick auf die unmittelbare Nachbarschaft weiter zu verfolgen. Auch wäre denkbar, an dieser Stelle das wichtige Thema „Azubi-Wohnen“ zu reali- sieren, sofern sich dieses mit der Entwicklung der angrenzenden Industrie vereinba- ren ließe. Als einen weiteren Schritt zur Attraktivierung des Ottmar-Pohl-Platzes for- dert die SPD-Fraktion den kurzfristigen Abbau der Container, die kurzzeitig für den Kantinenbetrieb genutzt wurden und sich bereits seit langer Zeit negativ auf das Stadtbild auswirken. Insgesamt gilt es, das vorhandene Potenzial für einen wichtigen Impuls zur weiteren Stadtentwicklung für Kalk und damit auch für den gesamten Bezirk und das rrh. Köln zu nutzen. Die Bezirksvertretung Kalk beschließt: 1. Die „Halle Kalk“ (Halle 75) am Ottmar-Pohl-Platz in Köln-Kalk ist trotz der an- grenzenden Abrissarbeiten der Hallen 76 und 77 als Kunst-, Kultur-, Tanz- und Veranstaltungshalle als wichtige Institution für den Stadtteil Kalk und das rrh. Köln zu erhalten. 2. Bei den notwendigen Abrissarbeiten der angrenzenden Hallen 76 und 77 zwi- schen der Neuerburgstraße und dem Ottmar-Pohl-Platz ist der Erhalt der „Hal- le Kalk“ (Halle 75) und die Verhinderung von möglichen Schäden durch die Verantwortlichen mit allen notwendigen baulichen und finanziellen Maßnah- men sicherzustellen. 3. Für die notwendige Neuplanung für das Gebiet um die abgerissenen Hallen 76 und 77 wird die Verwaltung beauftragt, den vertraglich mit der Ludwig Stiftung für Kunst und internationale Verständigung GmbH vereinbarten Bau einer dauerhaften Ausstellungshalle im rrh. Köln für die eingelagerte „Ludwig- Sammlung“ an diesem Standort zu realisieren. Hierbei soll geprüft werden, ob dieses neue Bauwerk auch ergänzend zur Schaffung von Wohnraum für Auszubildende geeignet ist. 2 3 Insgesamt ist die weitere positive Entwicklung der gegenüberliegenden Indust- rieflächen zwischen der Neuerburgstraße und der Dillenburger Straße zu be- rücksichtigen. 4. Die historische Krananlage am Ottmar-P ohl-Platz ist nach Möglichkeit zu er- halten und in die künftigen Planungen zu integrieren, um die historische und industrielle Entwicklung des Stadtteils bildhaft zu erhalten. 5. Die Container, die zwischenzeitlich zur Unterbringung des mittlerweile stillge- legten Kantinenbetriebs auf dem Ottmar-Pohl-Platz genutzt wurden, sind kurz- fristig zu entfernen. 6. Dem Kultur-, Liegenschafts- und St adtentwicklungsausschuss ist dieser Be- schluss der Bezirksvertretung Kalk zur weiteren Beratung vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen Marco Pagano gez. Kerstin Schmedemann Fraktionsvorsitzender stellv. Fraktionsvorsitzende -
Sachstandsbericht BV
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Dezernat, Dienststelle VII/VII Vorlagen-Nummer AN/0562/2015 Stand: 18.04.2023 Sachstandsbericht Kulturstandort stärken – Halle Kalk erhalten! Antrag der SPD-Fraktion vom 14.04.2015 Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand 2023: Am 16.09.2021 erfolgte der Bedarfsfeststellungsbeschluss 2293/2021 über die nutzungsun- abhängige Sicherung der Hallen 76 und 77 im Rahmen einer Vorentwurfsplanung Leistungs- phase 2 (LP 2) durch den Rat. Am 03.02.2022 wurde der Antrag AN/2415/2022 „Nutzung der Hallen 76 und 77 in Köln-Kalk“ über die tatsächliche kulturelle, aber mindestens eine andere, möglichst öffentliche Nutzung durch den Rat abgelehnt. Die Halle 75 ist von den Schäden nicht betroffen und wird nach wie vor als Probebühne des Schauspiels genutzt. Die Planungen von nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahmen konnten nur auf der Grundlage einer detaillierten, aktuellen Schadensaufnahme inkl. Schadstoffuntersuchung be- arbeitet werden. Die durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln beauftragte Vorplanung der nutzungsunab- hängigen Sicherungsmaßnahmen befindet sich im finalen Stadium. Die Ergebnisse werden zur weiteren Beschlussfassung ausgewertet. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Ver- schlechterung des baulichen Zustands der Hallen und der aus der Vorplanung abzuleitenden Kostenentwicklung ist geplant, noch im zweiten Quartal einen Weiterplanungsbeschluss ggf. mit integriertem Baubeschluss einzuholen. Der Beginn der Baumaßnahme kann erst mit Vor- lage der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) prognostiziert werden. Zukünftige Nutzungsmöglichkeiten hängen von der jeweiligen Sanierungsvariante ab. Nächste Schritte: Im zweiten Quartal soll ein Weiterplanungsbeschluss ggf. direkt mit integriertem Baubeschluss eingeholt werden. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: Mitteilungen mit Sachstandsberichten werden im Rahmen von Bauprojekten erstellt und be- richten zeitnah über bedeutende Fortschritte. Diese werden gefertigt und die zuständigen Fachausschüsse informiert, wenn es zu signifikanten Fortschritten kommt. Im Rahmen der Beschlusskontrolle wird die Bezirksvertretung Kalk regelmäßig informiert.
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