V/0803/2018
Zwischenbericht zur Haushaltswirtschaft - Finanzbericht 2. Quartal 2018
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Finanzbericht Q2-2018
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Dezernat für Finanzen und Beteiligungsmanagement Vo rlage V/0803/2018 - Anlage 1 Amt für Finanzen und Beteiligungen 1 Finanzbericht 2. Quartal 2018 Inhalt: 1. Allgemeine Hinweise 2. Gesamtüberblick zum 30.06.2018 3. Erläuterung wesentlicher Positionen 4. Zusammenfassung 1. Allgemeine Hinweise Mit dem Finanzbericht zum 2. Quartal des Haushaltsj ahres 2018 stellt das Amt für Finanzen und Beteiligungen die unterjährige Entwicklung der Erträge und Aufwendungen der Ergeb- nisplanung sowie die sich abzeichnenden wesentliche n Veränderungen in der Bewirtschaf- tung dar. Neben der Erläuterung der wesentlichen Po sitionen mit Abweichungen zum vom Rat beschlossenen Haushaltsplan legt das Finanzdeze rnat auch eine Prognose zum erwar- teten Jahresergebnis 2018 vor. 2. Gesamtüberblick Im Dezember 2017 hat der Rat den Haushaltsplan 2018 mit einem Defizit von -16,4 Mio. € beschlossen. Einschließlich der Ermächtigungsübertr agungen ergibt sich ein aktualisierter Ausgangswert von -45,9 Mio. €. Mittelverbrauch Originalansatz Ermächtigungs- übertragungen 2017-2018 Summe Originalansatz + Ermächtigungs- übertragungen Mittelverbrauch bis 30.06.2018 (Sollstellung) Prognose 2018 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € 01 Steuern und ähnliche Abgaben 581,7 0,0 581,7 472,0 617,3 35,6 02 Zuwendungen und allgemeine Umlagen 153,3 0,0 153,3 98 ,9 152,9 -0,4 03 Sonstige Transfererträge 17,9 0,0 17,9 7,9 18,3 0,5 04 Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte 128,8 0,0 128,8 99,6 130,1 1,3 05 Privatrechtliche Leistungsentgelte 22,7 0,0 22,7 15,2 22,6 -0,1 06 Kostenerstattungen und Kostenumlagen 199,2 0,0 199,2 108,4 197,9 -1,3 07 Sonstige ordentliche Erträge 39,8 0,0 39,8 25,6 39,4 -0,4 08 Aktivierte Eigenleistungen 3,2 0,0 3,2 0,1 3,2 0,0 09 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 10 Ordentliche Erträge 1.146,5 0,0 1.146,5 827,8 1.181,7 35,2 11 Personalaufwendungen 267,6 0,0 267,6 118,6 267,6 0,0 12 Versorgungsaufwendungen 22,4 0,0 22,4 15,8 22,4 0,0 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 129,3 1 1,1 140,4 63,7 142,2 1,8 14 Bilanzielle Abschreibungen 79,7 0,0 79,7 39,8 81,8 2,1 15 Transferaufwendungen 586,2 10,9 597,1 376,3 617,4 20,3 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen 68,4 7,5 75,9 33,5 77,2 1,3 17 Ordentliche Aufwendungen 1.153,7 29,5 1.183,2 647,8 1.208,7 25,5 18 Ordentliches Ergebnis (= Zeilen 10 und 17) -7,2 -29,5 -36,7 180,0 -27,0 9,7 19 Finanzerträge 15,1 0,0 15,1 5,2 17,5 2,4 20 Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 24,3 0,0 24,3 10,1 22,3 -2,0 21 Finanzergebnis (= Zeilen 19 und 20) -9,2 0,0 -9,2 -5,0 -4,8 4,4 22 Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit (= Zeilen 18 und 21) -16,4 -29,5 -45,9 175,1 -31,8 14,1 Erwartete Ermächtigungsübertragung 2018 - 2019 22,0 Prognostiziertes Jahresergebnis -9,8 Zeile Ergeb.- plan Bezeichnung Ansätze 2018 Prognose 2018 Dezernat für Finanzen und Beteiligungsmanagement Vo rlage V/0803/2018 - Anlage 1 Amt für Finanzen und Beteiligungen 2 Bei den ordentlichen Erträge erwartet die Verwaltun g eine Steigerung um 35,2 Mio. € ge- genüber den Haushaltsansätzen, bei den ordentlichen Aufwendungen eine Steigerung um 25,5 Mio. €. Beim Finanzergebnis wird mit einer Verbesserung um 4,4 Mio. € gerechnet. Für eine Prognose des Jahresergebnisses 2018 hat di e Finanzverwaltung die Entlastungen durch die zukünftigen Ermächtigungsübertragungen 20 18/2019 von erwarteten 22,0 Mio. € ebenfalls einkalkuliert. Anhand dieser Einschätzung prognostiziert die Finanzverwaltung für den Jahresabschluss 2018 ein Defizit von ca. -9,8 Mio. €. 3. Erläuterung wesentlicher Positionen a) Finanzen Gewerbesteuer Bei der Gewerbesteuer wird nach der aktuellen Einsc hätzung ein Ergebnis von 320,0 Mio. € erwartet, eine Steigerung von 30,0 Mio. € gegenüber dem Haushaltsan- satz. Im Gegenzug steigen auch die Gewerbesteueruml age und die Finanzierungs- beteiligung Fonds Deutsche Einheit um 4,5 Mio. €, s o dass sich insgesamt eine Net- toverbesserung von 25,5 Mio. € ergibt. Grund für di e Steigerung bei der Gewerbe- steuer ist vor allem die hervorragende wirtschaftliche Lage. Die Außergewöhnlichkeit der erwarteten Gewerbesteue rerträge zeigt sich im Ver- gleich zu den Vorjahren. In den letzten beiden (ebe nfalls wirtschaftlich sehr guten) Jahren lagen die Gewerbesteuererträge bei ca. 310 M io. €, im Jahr 2015 dagegen nur bei ca. 267 Mio. €. Zinsen für Gewerbesteuernachforderungen Die Erträge aus den Zinsen für Gewerbesteuernachfor derungen werden mit 3,2 Mio. € voraussichtlich um 1,8 Mio. € geringer a usfallen als veranschlagt. Der ak- tuell noch gültige Zinssatz der Abgabenordnung von 0,5% pro Monat ist im momen- tanen Zinsumfeld als sehr hoch anzusehen. Die Steue rpflichtigen leisten daher ver- mehrt Vorauszahlungen, um Zinszahlungen an die Stadt zu vermeiden. -16,4 -45,9 -9,8 -50,0 -45,0 -40,0 -35,0 -30,0 -25,0 -20,0 -15,0 -10,0 -5,0 0,0 Originalansatz Originalansatz inkl. Ermächtigungs- übertragungen Prognostiziertes Jahresergebnis Jahresergebnis in Mio. € Vergleich Haushaltsplanung und erwartetes Jahresergebnis 2018 Dezernat für Finanzen und Beteiligungsmanagement Vo rlage V/0803/2018 - Anlage 1 Amt für Finanzen und Beteiligungen 3 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer Die Einkommensteuerentwicklung liegt derzeit über d en prognostizierten Werten. Ei- ne Hochrechnung aufgrund der Vergleichswerte der Vo rjahre lässt ein Jahresergeb- nis von ca. 166,2 Mio. € erwarten, eine Verbesserung um 4,2 Mio. € im Vergleich zur Planung. Finanzerträge und Finanzaufwendungen: Bei den Zinsaufwendungen erwartet das Finanzdezerna t ein Ergebnis von ca. 22,3 Mio. €, dies entspricht einer Einsparung von 2,0 Mio. €. Die Stadt Münster profi- tiert zum einen weiterhin vom extrem niedrigen Zins niveau, zum anderen liegt die aufgenommene Kreditsumme niedriger als in der Haushaltplanung kalkuliert. Die Finanzerträge werden aufgrund einer höheren Aus schüttung der Sparkasse Münsterland Ost und der Abfallwirtschaftsbetriebe M ünster (AWM) voraussichtlich um 2,4 Mio. € besser ausfallen als geplant. b) Soziale Leistungen (Sozialamt) Das Sozialamt prognostiziert zum Jahresende eine Ve rschlechterung von ca. 1,8 Mio. € im Vergleich zum Haushaltsansatz. Nachfolgend sind die größten Änderungen erläutert: Leistungen für Asylbewerber und Flüchtlinge Hier erwartet das Sozialamt insgesamt eine Verschle chterung von ca. 1,5 Mio. €. Hauptverantwortlich sind die geringeren pauschalen Landeszuwendungen gemäß § 4 Flüchtlingsaufnahmegesetz, das Sozialamt rechne t auf Grundlage der Zahlen des 1. Halbjahres mit einer um -3,9 Mio. € geringer en Erstattung. Bei den Benut- zungsgebühren für Übergangswohnheime erwartet das S ozialamt dagegen eine Verbesserung von ca. 0,9 Mio. €. Außerdem werden die Zuschusszahlungen an freie Träger von Flüchtlingseinrichtungen voraussichtlich um ca. 1,4 Mio. € geringer aus- fallen als geplant, da diese Einrichtungen entfallen bzw. in die Trägerschaft der Stadt Münster zurückgehen. Münster-Pass Beim Münster-Pass rechnet das Sozialamt durch höher e Landeszuwendungen mit einer Verbesserung von ca. 0,6 Mio. €. c) Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Bis zum Jahresende rechnet das Amt für Kinder, Juge ndliche und Familien bei den Transferaufwendungen mit einem Mehrbedarf von ca. 8 ,5 Mio. € im Vergleich zum Haushaltsansatz. Ursächlich hierfür sind insbesondere folgende Positionen: Förderung von Kindern in Tagesbetreuung Bei den Betriebskostenzuschüssen an Träger von Kind ertageseinrichtungen kalkuliert das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien mit ei nem zusätzlichen Bedarf von ca. 4,0 Mio. €. Die Ansatzplanung gestaltet sich aufgru nd abweichenden Kindergartenjahres (August bis Juli) und des enormen zeitlichen Vorlau fs der Haushaltsplanung als schwie- rig. Die Grunddaten zur Berechnung der Betriebskost enzuschüssen gemäß Kibiz stehen erst deutlich später zur Verfügung. Erzieherische und wirtschaftliche Hilfen für Familien Bei den Hilfen zur Erziehung kalkuliert das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien bis zum Jahresende mit einem Mehrbedarf von ca. 4,5 Mio . €. Die Steigerung wird insbe- sondere durch erhöhte Aufwendungen für die intensiv e sozialpädagogische Einzelbe- treuung, die Vollzeitpflege und die reguläre Heimer ziehung von Kindern und Jugendli- chen verursacht. Dezernat für Finanzen und Beteiligungsmanagement Vo rlage V/0803/2018 - Anlage 1 Amt für Finanzen und Beteiligungen 4 d) Leistungen nach dem SGB 2 (Jobcenter) Grundsicherung für Arbeitssuchende Für das Jahr 2018 kalkuliert das Jobcenter insgesam t mit einer Ergebnisverschlechte- rung von ca. 2,4 Mio. €. Unter anderem im Bereich A sylbewerber rechnet das Jobcenter mit einer erhöhten Anzahl an Bedarfsgemeinschaften. Die Transferleistungen, insbeson- dere das Arbeitslosengeld II und die Kosten der Unt erkunft (KdU) fallen daher voraus- sichtlich höher als geplant aus. Im Gegenzug steigen zwar auch die Erträge aus Kosten- erstattungen für die Transferleistungen, durch den kommunalen Anteil allerdings nicht in gleichem Umfang. 4. Zusammenfassung Basierend auf der Berichterstattung zum 2. Quartal rechnet das Finanzdezernat für das Jahr 2018 mit einem negativen Jahresergebnis von ca. -9, 8 Mio. €, im Vergleich zum vom Rat beschlossenen Haushaltsplan (-16,4 Mio. €) bedeutet dies eine Verbesserung von ca. 6,6 Mio. €. Die Gründe liegen vor allem in der auße rgewöhnlich guten Entwicklung bei den Gewerbesteuerzahlungen. Durch diese gute Ertragslag e können die Mehrbelastungen aus den Bereichen Sozialhilfe und Jugendhilfe in 2018 insgesamt mehr als aufgefangen werden.
Berichtsvorlage
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V/0803/2018 V/0803/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Zwischenbericht zur Haushaltswirtschaft - Finanzbericht 2. Quartal 2018 Beratungsfolge 19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss Bericht Bericht: Die Verwaltung legt dem Haupt - und Finanzausschuss hiermit den Finanzbericht 2. Quartal 2018 als Zwischenbericht zur Entwicklung der Haushaltswirtschaft vor. Mit dem Finanzbericht werden die u n- terjährige Entwicklung der Erträge und Aufwendungen der Ergebnisplanung sowie die sich abzeic h- nenden wesentlichen Veränderungen in der Bewirtschaftung dargestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf einer Prognose zum voraussichtlichen Jahresergebnis 2018. Basierend auf der Finanzberichterstattung zum 2. Quartal 2018 erwartet di e Finanzverwaltung ein Jahresergebnis von ca. -9,8 Mio. €, dies entspricht einer Ergebnisverbesserung von ca. 6,6 Mio. € im Vergleich zum vom Rat beschlossenen Hau shaltsplan 2018. Insbesondere die Steuereinnahmen entwickeln sich deutlich positiver als in der Haushaltsplanung angenommen. Bei den Gewerbeste u- ererträgen wird mit Rekordeinnahmen von 320,0 Mio. € gerechnet, eine Steigerung von 30 ,0 Mio. € gegenüber dem Ha ushaltsansatz. Auch beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer erwartet die Finanzverwaltung eine deutliche Verbesserung um ca. 4,2 Mio. €. Haushaltsbelastungen werden insbesondere in den Bereichen der Sozialhilfe und der Jugendhilfe erwartet. Zur Deckung dieser Mehrbedarfe wird das Amt für Finanzen und Beteiligungen für die Si t- zungskette im Oktober eine entsprechende Ratsvorlage vorlegen. Details und Erläuterungen können dem als Anlage beigefügten Finanzbericht entnommen werden. I.V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage: Finanzstatusbericht Q2-2018 Amt für Finanzen und Beteiligungen 31.08.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Rump Telefon: 492 20 39 RumpJ@stadt-muenster.de - 2 - V/0803/2018
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0803/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 28.08.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37