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A-R/0042/2021

Ökologische Landwirtschaft im Münsterland stärken – Bewerbung als Öko-Modellregion auf den Weg bringen

Antrag an den Rat 11.05.2021

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 19.05.2021, TOP 2.23.2

a-r-0042-2021-Grüne-SPD-Volt-Bewerbung Öko-Modellregion_FINAL

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a-r-0042-2021-Grüne-SPD-Volt-Bewerbung Öko-Modellregion_FINAL

4332 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0042/2021 
 
      
 
    
Ökologische Landwirtschaft im Münsterland stärken 
– Bewerbung als Öko-Modellregion auf den Weg 
bringen 
 
- Ratsantrag zur sofortigen Beschlussfassung - 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
 
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, kurzfristig eine Bewerbung der Stadt Münster 
für den vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz 
NRW ausgerufenen Wettbewerb zur Einführung von drei Ökomodellregionen in 
Nordrhein-Westfalen ab 2021 vorzubereiten und einzureichen. Dabei werden 
insbesondere integrierte und vernetzte Maßnahmen zur Steigerung des Anteils an 
ökologisch bewirtschafteter Fläche in Münster und im Münsterland herausgestellt.   
 
 
Begründung: 
 
Die EU-Kommission hat im Rahmen der Biodiversitätsstrategie eine Quote von 25% 
ökologischer Landwirtschaft als Ziel gesetzt. Mit der Förderung sowohl für die 
Produktion wie auch für die Vermarktungswege und Informationskampagnen soll der 
Absatz ökologisch produzierter landwirtschaftlicher Erzeugnisse gesteigert werden. 
Die Landesregierung NRW will die Unterstützung für die Weiterentwicklung der 
ökologischen Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen mit dem Wettbewerb zur 
Einführung von drei Ökomodellregion ausweiten. Damit soll dem Bundesziel von 20% 
Ökofläche bis 2030 Rechnung getragen werden. Derzeit werden nur 6,0 Prozent der 
Agrarflächen in NRW ökologisch bewirtschaftet. Der Regierungsbezirk Münster ist in 
NRW der Regierungsbezirk mit dem geringsten Anteil an ökologisch bewirtschafteter 
Fläche: Lediglich 1,3 % der Flächen wurden im Jahr 2016 (der derzeit aktuellste 
Erhebungsstand) ökologisch bewirtschaftet. Das Engagement hinsichtlich des 
ökologischen Landbaus in Münster und im Münsterland muss erkennbar gesteigert 
werden. 
 
Das Ernährungssystem mit der Landwirtschaft als Produzenten, internationalen 
Vermarktungsstrukturen und weltweiten Warenströmen einerseits und 
Verbauchererwartungen und -verhalten andererseits, die von regionalen und 
jahreszeitlichen Gegebenheiten abgekoppelt wurden, unterliegt seit Jahren einer 
11.05.2021

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0042/2021 
 
Fehlentwicklung hin zu einer Krise, die in Zeiten der Coronapandemie besonders 
deutlich wird. Große Verarbeitungsbetriebe sowie (inter)nationale Supermarkt- und 
Discounterketten verdrängen regionale Warenströme als Abnehmer 
landwirtschaftlicher Produkte und setzen Landwirte unter Druck. Damit geht eine 
direkte (und höhere) Wertschöpfung für den regionalen Produzenten verloren.  
 
Für den Klimaschutz und den Schutz der Biodiversität ist ökologische Landwirtschaft 
von großer Bedeutung, kann sie doch durch Humusaufbau, Einsatz biologischer 
Verfahren statt chemisch-synthetischer Mittel, geschlossene biologische Kreisläufe, 
extensive Weidewirtschaft und Tierhaltung sowohl zur CO2 Senkung als auch zum 
Schutz der heimischen Flora und Fauna entscheidend beitragen. 
 
Die Coronakrise hat die seit Jahren steigende Nachfrage nach Bioprodukten 
nochmals deutlich beschleunigt, ebenfalls werden zunehmend regionale Produkte 
bevorzugt. Dies eröffnet die Chance, mit den Projekten und Maßnahmen einer 
Ökomodellregion den Anteil an ökologisch und regional erzeugten Lebensmitteln zu 
erhöhen, regionale Wertschöpfungsketten zu fördern und somit Arbeitsplätze in der 
regionalen Landwirtschaft zu erhalten und ökologische Lebensmittel klimabewusst 
regional zu vermarkten. Dazu sollen Produzent*innen (Erzeuger*innen und 
Verbeiter*innen) und Verbraucher*innen, Gastronom*innen, Behörden, Unternehmen 
und weitere Akteur*innen vernetzt und die Verbraucher*innen für regionale Kreisläufe 
und ökologische und regionale Lebensmittel sensibilisiert werden. Beispielweise 
können Projekte zum Aufbau von bäuerlichen Liefergemeinschaften ökologischer 
Lebensmittel für den regionalen Lebensmittelhandel unterstützt werden, oder der 
Aufbau von Direktvermarktung für die ökologische Nahversorgung koordiniert 
werden, oder Umstellungsberatung für Betriebe vermittelt werden. 
 
 
 
gez.     gez.     gez.  
Dr. Robin Korte   Hedwig Liekefedt  Tim Pasch   
Christoph Kattentidt  Marius Herwig   Helene Goldbeck 
Sylvia Rietenberg  Doris Feldmann   
Jule Heinz-Fischer  Lia Kirsch      
Andrea Blome  Ludger Steinmann   
Carsten Peters  und Fraktion  
und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

19.05.2021 Hauptausschuss
TOP 2.23.2 (Entsch. § 60 Abs. 2 GO NRW, epidemische Lage) Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
A-R/0042/2021
Typ
Antrag an den Rat
Datum
11.05.2021
Erstellt
11.05.2021 12:53