V/0386/2006
Bericht über die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und schwerbehinderten Menschen Gleichgeste
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Berichtsvorlage
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V/0386/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Personal- und Organisationsamt Betrifft Bericht über die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und schwerbehinderten Menschen Gleichgestellte bei der Stadt Münster Beratungsfolge 07.06.2006 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Bericht 07.06.2006 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen Bericht 21.06.2006 Hauptausschuss Bericht Bericht: 1. Einleitung Der Haupt- und Finanzausschuss hat mit Beschluss vom 10.12.2003 die Verwaltung beauf- tragt einen jährlichen Bericht über die Beschäftigungssituation der schwerbehinderten Men- schen bei der Stadt Münster und ihrer Beteiligungen zu erstellen. 2. Beschäftigungsquote und Struktur der schwerbehinderten Beschäftigten Die Stadt Münster hat im Jahr 2005 die gesetzlich geforderte Beschäftigungsquote mit einer Quote von 5,34 % erfüllt (siehe Anlage 1 ). Eine Pflichtabgabe ist daher für das Jahr 2005 nicht zu entrichten. Im Jahr 2005 sind 32 schwer behinderte Mitarbeiter/innen aus dem Dienst der Stadt Münster ausgeschieden. Demgegenüber stehen 17 neu anerkannte Schwerbehinderte. Die Quote der Neueinstellun- gen ist, nicht zuletzt da aufgrund der haushaltrechtlichen Restriktionen die Anzahl der exter- nen Stellenausschreibungen weiterhin rückläufig ist, gering. Sie liegt jedoch über den Ver- gleichszahlen der Vorjahre. Im Jahr 2005 betrugen die Auftragsvergaben an anerkannte Werkstätten für behinderte Men- schen bzw. an Blindenwerkstätten insgesamt ca. 68.462,0 €. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 5.5 %. Vorlagen-Nr.: V/0386/2006 Auskunft erteilt: Herr Goerke Ruf: 492 11 00 E-Mail: Erwin.Goerke@stadt-muenster.de Datum: 11.05.2006 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0386/2006 Hinsichtlich der strukturellen Verteilung der schwerbehinderten Beschäftigten wird auf die An- lage 1 verwiesen. 3. Maßnahmen zur Förderung, Integration, Fortbildung und Einstellung von schwerbe- hinderten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen • Innerhalb der Stadtverwaltung ist die Integration und Förderung schwerbehinderter Mit- arbeiter und Mitarbeiterinnen sowie von Behinderung Bedrohter weiterhin gelebter Alltag. Das spiegelt sich wider in: • den finanziellen Aufwendungen für die behindertengerechte Ausstattung von Arbeits- plätzen, die auch im Jahr 2005 ein hohes Niveau hatten (siehe Ziffer 5 der Anlage 1), • den bewilligten Anträgen von Menschen mit Behinderung auf Teilzeitarbeit • der erfolgreichen Arbeit des Integrationsteams • Die Stadtverwaltung sowie die Vertrauensfrau der schwerbehinderten Mitarbeiter und Mit- arbeiterinnen haben in den letzten Jahren verstärkt aktuelle Informationen in der Mitarbei- terzeitung und im Intranet der Stadt Münster veröffentlicht. Gerade das Forum Intranet hat sich dabei als höchst effektiv erwiesen, so dass auch 2005 zusätzliche Fortbildungsange- bote seitens der Betroffenen nicht mehr nachgefragt wurden. • Alle Ausschreibungstexte erhalten seit Ende des Jahres 2001 den Passus: „Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls aus- drücklich erwünscht.“ • Schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern wird Gelegenheit zur persönli- chen Vorstellung gegeben, auch wenn Teile des Anforderungsprofils auf Grund der Behinderung nicht erfüllt werden. Ob und ggf. durch welche organisatorischen und/oder technischen Maßnahmen auf die Erfüllung dieses Anforderungsprofils ver- zichtet werden kann, wird bereits im Vorfeld der Bewerbung geprüft. • Stellenausschreibungen werden seit 2003 elektronisch der Arbeitsagentur übermittelt und stehen dort über das Internetportal der Bundesagentur für Arbeit bundesweit Be- werberinnen und Bewerbern zur Verfügung. Zusätzlich werden die städt. Sonder- schulen über zu besetzende Ausbildungsstellen informiert. • Im Jahr 2005 wurden 29 Stellen (davon 27 befristete Stellen) extern bzw. über die Ar- beitsagentur ausgeschrieben. Bei einer Gesamtzahl von 2.225 externen Bewerbungen erhielt die Stadt Münster 39 Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen. 7 schwer behinderte Bewerber/innen wurden 2005 eingestellt, davon 6 befristet und ei- ne Bewerberin unbefristet nach Abschluss der Ausbildung. • Bei Einstellungen zu Ausbildungszwecken wird bei schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern jeweils die 1. Stufe des Auswahlverfahrens übersprungen. Einladun- gen für das Vorstellungsgespräch erfolgen so beispielhaft unabhängig vom Noten- durchschnitt. Notwendige Hilfsmittel werden im Auswahlverfahren und im weiteren Verlauf der Ausbildung selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2005 wurde ein schwerbehinderter Anwärter im Bereich des gehobenen Dienstes eingestellt. 11 schwer behinderte Bewerber/innen haben 2005 ein Praktikum bei der Stadt Münster abgeleistet. 3 V/0386/2006 4. Die Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen bei den städtischen Beteili- gungen Bei folgenden sieben Beteiligungen wurden wie in den vergangenen Jahren die Angaben zur Beschäftigungssituation der schwerbehinderten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erfragt: • Wohn- und Stadtbau GmbH • Stadtwerke Münster GmbH • Gesellschaft für Informationstechnologie, Kommunikation und Organisation Münster mbH (items GmbH) • Westf. Zoologischer Garten Münster GmbH (Allwetterzoo Münster) • FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (einschließlich Tochtergesellschaften) • Halle Münsterland GmbH • Verkehrsservice Gesellschaft mbH Die Ergebnisse sind in der Anlage 2 aufgeführt. 5. Ausblick Die Zahl de r schwerbehinderten Beschäftigten bleibt stabil. Die Integration in den Arbeitsall- tag gelingt weiterhin auch unter den schwierigeren Bedingungen, die sich in den letzten Jah- ren im Rahmen der Haushaltskonsolidierung in allen Bereichen ergeben haben. Besonders hervor zu heben ist die erfolgreiche Arbeit des Integrationsteams bei personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis. I.V. Gez. Dr. Heinrichs Anlagen: Anlage 1 1. Beschäftigungsquote der schwerbehinderten Beschäftigten 4,94 % im Jahr 2001 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.789* 5,10 % im Jahr 2002 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.593* 4,83 % im Jahr 2003 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.484* 5,16 % im Jahr 2004 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.392* 5,34 % im Jahr 2005 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.350* *)Die Quote kommt zustande im Hinblick auf Mehrfachanrechnungen einzelner schwerbehinderter Mi tarbeiter und Mitarbeiterin- nen. 4 V/0386/2006 In den letzten fünf Jahren waren durchschnittlich , daher keine geschlechtsspezifischen Anga- ben möglich, wie folgt schwerbehinderte Menschen beschäftigt: 2001 237 Schwerbehinderte 2002 234 Schwerbehinderte 2003 217 Schwerbehinderte 2004 227 Schwerbehinderte 2005 233 Schwerbehinderte 2. stichtagsbezogene Struktur der schwerbehinderten Beschäftigten nach Geschlecht Jahr Gesamtzahl Männer Frauen Quote Frau- en 2001 223 125 98 43,9 % 2002 223 117 106 47,5 % 2003 185 98 87 47,0 % 2004 217 117 100 46,0 % 2005 216 119 97 44,9 % 3. stichtagsbezogene Altersstruktur Bis 39. Lebensjahr 40. – 49. Lebens- jahr 50. – 59. Lebens- jahr 60. – 64. Lebens- jahr 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 Gesamt 29 34 37 52 56 60 99 108 109 5 19 10 Davon Frauen 18 23 21 25 34 36 40 37 38 4 6 2 4. stichtagsbezogene Struktur nach Laufbahngruppen Laufbahngruppe 2003 2004 2005 Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen Einf. und mittlerer Dienst 124 59 150 62 151 65 Gehobener Dienst 55 26 55 23 52 26 Höherer Dienst 6 2 12 4 13 6 5. Präventive Maßnahmen Ausstattung Ar- beitsplätze Ausgaben Zuschüsse (Zuweisungen aus der Ausgleichsabgabe) 2003 2004 2005 2003 (€) 2004 (€) 2005 (€) 2003 (€) 2004 (€) 2005 (€) 5 V/0386/2006 Ausstattung Ar- beitsplätze Ausgaben Zuschüsse (Zuweisungen aus der Ausgleichsabgabe) Schwerbehin- derte Menschen 3 3 6 5.600 5.890 10.510 1.700 4.800 8.960 Sonstige 34 58 36 12.950 37.820 20.500 0 0 0 Gesamt 37 61 42 18.550 43.710 31.010 1.700 4.800 8.960 Anlage 2 1. Wohn- und Stadtbau GmbH 2002 2003 2004 2005 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. 53 56,09 56 55 Anzahl der sb Beschäftigten 2 2 2 2 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 1 1 1 1 Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 1 1 1 1 Quote (Jahresschnitt) erfüllt* erfüllt* erfüllt* erfüllt* 6 V/0386/2006 *Bei Arbeitgebern mit jahresdurchschnittlich bis zu 59 Arbeitsplätzen sind gem. § 74 Abs. 2 SGB IX zwei Pflichtarbeitsplätze zur Erfüllung der Quote ausreichend. Daher erfüllt die Wohn- und Stadtbau GmbH in allen vier Berichtsjahren die Quote. Darüber hinaus erfolgten im Berichtsjahr 2005 Auftragsvergaben in Höhe von 92.536,53 € an Werkstätten für behinderte Menschen und Blindenwerkstätten. 2. Stadtwerke Münster 2002 2003 2004 2005 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. 1.107 1.156 1.232 1.091 Anzahl der sb Beschäftigten (Jahresschnitt) 56 70,4 75,0 77,6 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 49** 59,8* 66,75* 74** Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 7** 10,6* 8,25* 8** Quote (Jahresschnitt) 5,06 6,38 6,40 7,11 * Jahresdurchschnitt ** Stichtagsbezogen Alters- struk- tur Bis 30. Lebensjahr 30. – 40. Lebensjahr 40. – 50. Lebensjahr Über 50. Lebens- jahr 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 Ge- samt 1 0,4 0 8,25 7,5 3 22,33 25,75 32 38,83 41,33 47 Davon Frauen o. A. o. A. 0 o. A. o. A. 0 o. A. o. A. 5 o. A. o. A. 3 2003 und 2004 Jahresdurchschnitt, daher keine geschlechtsspezifischen Angaben möglich 5 Mitarbeiter sind besonders betroffene schwer behinderte Mitarbeiter im Sinne des § 72 Abs. 1 SGB IX. Im Jahr 2005 waren zwischen 32 und 41 Auszubildende beschäftigt. Personen mit Schwerbehinderung befanden sich nicht darunter. 3. Items GmbH 2002 2003 2004 2005 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. 89 106,4 127,5 139,5 Anzahl der sb Beschäftigten 3 3 3,92* 6 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 3 3 3,92* 6 Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 0 0 0 0 Quote (Jahresschnitt) 3,37 2,82 3,17 3,58 * Jahresdurchschnitt Alters- struk- tur Bis 30. Lebensjahr 30. – 40. Lebens- jahr 40. – 50. Lebensjahr Über 50. Lebensjahr 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 Ge- 1 0 0 0 1 1 1 1,5* 3 1 1,42* 2 7 V/0386/2006 samt *Jahresdurchschnitt Im vorgenannten Zeitraum waren zwischen 6 bis 8 Auszubildende bei der items GmbH beschäftigt. Schwerbehinderte waren nicht darunter. 4. Allwetterzoo Münster 2002 2003 2004 2005 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. 76 79,25 82,67 84,08 Anzahl der sb Beschäftigten 5 4,5 3,5 3,25 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 3 3 2,5 2,0 Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 2 1,5 1 1,25 Quote (Jahresschnitt) 6,58 5,68 4,23 3,86 Alters- struk- tur Bis 30. Lebensjahr 30. – 40. Lebensjahr 40. – 50. Lebensjahr Über 50. Lebens- jahr 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 Ge- samt 0 0 0 0 0 0 1,5 2 2 3 1,5 1,25 Davon Frauen 0 0 0 0 0 0 1,5 1 1 0 0 1,25 5. FMO GmbH 2002 2003 2004 2005 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. 287 287 286 288 Anzahl der sb Beschäftigten 11 8 8 8 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 8 5 5 5 Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 3 3 3 3 Quote (Jahresschnitt) 3,84 2,79 2,79 2,77 Alters- struk- tur Bis 39. Lebensjahr 40. – 49. Lebens- jahr 50. – 59. Lebensjahr 60. – 64. Lebensjahr 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 2003 2004 2005 Ge- samt 3 2 2 22234 4 00 0 Davon Frauen 2 1 1 01101 1 00 0 6. Halle Münsterland 2002 2003 2004 2005 8 V/0386/2006 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. Bis 59 48 42,33 Bis 59 Anzahl der sb Beschäftigten 0 1 1 1 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 0 1 1 1 Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 0 0 0 0 Quote (Jahresschnitt) Nicht erfüllt* Nicht erfüllt* Nicht erfüllt* Nicht erfüllt* *Entsprechend der Beschäftigtenzahl wären gem. § 74 Abs. 2 SGB IX zwei Pflichtar- beitsplätze für die Erfüllung der Quote notwendig. 7. Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH 2004 2005 Anrechenbare Arbeitsplatzzahl (Jahresschnitt) ca. 76,67 96,08 Anzahl der sb Beschäftigten 0,42 1 Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 0,42 1 Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 0 0 Quote (Jahresschnitt) Nicht erfüllt* 1,04 *Entsprechend der gestiegenen Beschäftigungszahl im Jahre 2004 wären 4 Pflichtar- beitsplätze für die Erfüllung der Quote notwendig gewesen. Alters- struk- tur Bis 39. Lebensjahr 40. – 49. Lebens- jahr 50. – 59. Lebensjahr 60. – 64. Lebensjahr 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 Ge- samt 1 1 0 000 00 Auszubildende waren im Jahr 2005 nicht beschäftigt.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0386/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 11.05.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37