AN/2277/2021
Energiearmut verhindern! Schutzbedürftige Verbrauchende unterstützen!
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Anlage 1 Vorabauszug Rat 09.11.2021
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Geschäftsführung Rat Frau Lange Telefon: (0221) 221-22058 Fax : (0221) 221-26570 E-Mail: maria.lange@stadt-koeln.de Datum: 09.11.2021 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 12. Sitzung des Rates vom 09.11.2021 öffentlich 3.1.1 Antrag der Fraktionen SPD, Die Linke. und die FRAKTION betreffend "Energiearmut verhindern! Schutzbedürftige Verbrauchende unterstüt- zen!" AN/2277/2021 Mündlicher Verweisungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP und Volt in den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Beschluss: Die Angelegenheit wird in den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren als zuständigen Fachausschuss zur Beratung und Entscheidung verwiesen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktionen SPD, Die Linke., AfD und Die FRAKTION zugestimmt.
Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln Die FRAKTION-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.10.2021 AN/2277/2021 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 09.11.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.11.2021 Energiearmut verhindern! Schutzbedürftige Verbrauchende unterstützen! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kom- menden Ratssitzung zu setzen. Beschluss: Die Verwaltung wird gebeten, sich kurzfristig mit dem Thema Energiearmut zu befassen. Dramatische Preiserhöhungen sind zu befürchten. Wenn es einen kalten Winter gibt, würden sich die Probleme potenzieren. Der Rat und die Verwaltung sollten darauf vorbereitet sein. Folgende Hilfsmaßnahmen sollen zuerst geprüft und abgewogen werden. Mit einem eigenen Vorschlag soll dann die Verwaltung dem Rat kurzfristi g kon- zeptionelle Vorschläge zur Beschlussfassung vorlegen. Folgende Hilfsmaßnahmen sollen geprüft werden: + Unterbrechung der Strom- und Gassperren im Winter 2021/2022 + Anhebung der Übernahme des Kostenanteils für Heizkosten von 1,30 Euro auf mindestens 2,50 Euro durch die Stadt Köln + Verbesserung der Schnittstellen von RheinEnergie, Stadt Köln und JobCen- ter zwecks Verhinderung von Stromsperren. Übernahme der Stromschulden oder Umwandlung in Ratenzahlung bei ALG II -, Grundsicherungs- und Asyl- bewerberleistungs-Bezieher*innen + Sicherung und Förderung des Stromspar-Check-Angebots der Caritas als präventives Angebot zur Verhinderung steigender Energiearmut - 2 - + Schaffung eines kommunalen Hilfefonds für schutzbedürftige Verbrauchen- de. Schaffung eines Beirates u.a . mit dem Mieterverein Köln + Wiederbelebung der Runden Tisches für Energiearmut durch die Stadt Köln in Zusammenarbeit mit der RheinEnergie Begründung: Die Europäische Kommission hat am 13.10.2021 den Mitgliedsstaaten zu den steigenden Energiepreisen eine „Toolbox“ mit Gegenmaßnahmen und Hilfe- leistungen vorgelegt. (https://eur-lex.europa.eu/legal- content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52021DC0660&from=EN) Dieses Papier wurde auf einem kurzfristigen EU -Gipfel besprochen, ohne konkrete Ergebnis- se. Kanzlerin Merkel deutete in den Medien an, eventuell das Wohngeld erhöhen zu wollen. Da sich gegenwärtig eine neue Bundesregierung bildet, kann man mit kurzfristigen Entscheidungen nicht rechnen. Trotzdem sollten Rat und Verwaltung auf dramatische Steigerungen der Energiepre ise und einen kalten Winter vorbereitet sein. Bereits in der Pandemie hat die RheinEnergie von sich aus Strom - und Gas- sperren ausgesetzt. Gegenüber 2019 sind die Zahlen deutlich niedriger. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 1,88 Personen sind Tausende Personen betroffen. Vor allem bei Stromsperren sind viele Personen betroffen: 2019 waren das 7.360 Personen, 2020 5.010 Personen und 2021 bis Mitte Oktober 3.173 Personen. Gassperren gibt es derzeit (!) in Köln bei der Rhein- Energie ca. zehnmal ger inger. Eine Übersicht anderer Strom- und Gaslieferanten gibt es nicht. Seit Jahren weigern sie sich Auskunft zu erteilen, oder sie kündigten die Verträge mit säumigen Zahlern, wie man kürzlich sogar der Presse entnehmen konnte. Dann springt die RheinEnergie als Grundversorger ein. Im Kampf gegen Energiearmut gibt es seit vielen Jahren eine gute Zusam- menarbeit der Stadt Köln mit der RheinEnergie, dem JobCenter, der Verbrau- cherzentrale, den Seniorenvertretungen, den Wohlfahrtsverbänden, dem Mie- terverein Köln und anderen Initiativen. Dieses Netzwerk sollte aktiviert werden, um den Menschen in Köln konkret zu helfen. Mit freundlichen Grüßen Gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäfts- führer Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE Gez. Fraktionsgeschäftsführer Die FRAKTION Michael Hock
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2277/2021
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
- Datum
- 10.11.2021
- Erstellt
- 27.10.2021 10:08