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Gemeinsamer Antrag Benennung "Dorothee-Sölle-Platz"

Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne) AN/0676/2015 vom 04.05.2015

Stand: Noch keine Beratung bekannt.

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    Evangelische Gemeinde Köln - Antoniterstraße 14-16 - 50667 Köln Antoniterstraße 14-16 - 50667 Köln Telefon: 0221/92 58 46-0 Fax: 0221/92 58 46-6 Email: Kathrin.Schaecht@ev-gemeinde-koeln.de An die Bezirksvertretung 1 / Innenstadt Intermel:uunergemeinderkoein.de Andreas Hupke . Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr Kathrin Schächt Antrag auf Benennung des Platzes vor der Christuskirche zum Dorothee-Sölle-Platz Antrag der Zuordnung der Eingänge des Neubaus an der Christuskirche zum Dorothee-Sölle-Platz durch das Presbyterium der Ev. Gemeinde Köln im März 2015 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Sehr geehrte Damen und Herren Bezirksabgeordnete Das Presbyterium der Ev. Gemeinde Köln beantragt, den Platz vor der Christuskirche (Werderstr./Herwarthstr.) nach der Theologin Dorothee Sölle zu benennen sowie die Eingänge im Neubau der Christuskirche dem Platz zuzuordnen. Dorothee Sölle ist für die Geschichte der Ev. Gemeinde Köln eine tragende Säule und wichtige Identifikationsfigur bis heute. Das Politische Nachtgebet, das seit Oktober 1968 in der Antoniterkirche stattfand, ist fest mit ihrem Namen verbunden. Gerade die Kombination aus politischem Statement und Meditation, biblischen Texten und gemeinsamen Aktionen hat weit über Köln hinaus die Gottesdienstkultur für Jahrzehnte geprägt. Es waren die brisanten Themen der Zeit wie Vietnamkrieg, Selbstbestimmung der Frau, Schuld der Kirchen im Nationalsozialismus, Terrorismus und viele andere mehr, die im Politischen Nachtgebet behandelt wurden. Die Ökumenische Vorbereitungsgruppe um Dorothee Sölle, zu der u.a. auch Heinrich Böll, Vilma Sturm, Marie Veit und Fulbert Steffensky gehörten, traf in ihren thematischen Festlegungen und liturgischen Elementen den Nerv einer ganzen Generation politisch engagierter und spirituell interessierter Menschen. Bankverbindung: IBAN DE49 3705 0198 0007 7020 12 : BIC COLSDE33 , Geboren wurde Dorothee Nipperdey am 30. September 1929 als viertes von fünf Kindern des Professors für Arbeitsrecht und späteren Präsidenten des Arbeitsgerichts Kassel Hans Carl Nipperdey und seiner Frau Hildegard in Köln und wuchs hier auf. Nach dem Abitur auf einem Kölner Mädchengymnasium, studierte sie Theologie, Philosophie und Literaturwissenschaften in Köln, Freiburg und Göttingen. Nach dem Staatsexamen und der Dissertation arbeitete sie an einer Kölner Schule als Religions- und Deutschlehrerin. Sie heiratete den Maler Dietrich Sölle. Sie war freie Journalistin beim Rundfunk und wurde 1968 Mitbegründerin der Kölner Journalistenschule. Von 1964 an war Dorothee Sölle drei Jahre lang als Studienrätin wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln. 1971 habilitierte sie an der Philosophischen Fakultät zum Thema „Studien zum Verhältnis von Theologie und Dichtung.“ Seit 1975 lehrte sie zwölf Jahre auf einer Professur für systematische Theologie am liberalen Union Theological Seminary in New York. 1969 heiratete sie den Theologen und Religionspädagogen Fulbert Steffensky, der bis heute eine inspirierende Stimme des deutschsprachigen Protestantismus ist. Dorothee Sölle lebte zuletzt in Hamburg. Bis zum Ende ihres Lebens war sie Publizistin und — wie sie sich selbst bezeichnete - eine „freischaffende Theologiearbeiterin“. Sie starb am 27. April 2003. Dorothee Sölle hat vier Kinder. Martin Sölle lebt und arbeitet in Köln. Dorothee Sölle war Theologin, Pazifistin, Feministin. Für sie konnte es kein Sprechen von Gott geben ohne direkte Konsequenz im eigenen politischen Denken und Handeln. „Jeder theologische Satz muss auch ein politischer sein.“ (Gegenwind, 1995) Das war ihre prägende Überzeugung. Für Dorothee Sölle folgte aus der deutschen Geschichte von Auschwitz die unbedingte Notwendigkeit, eine andere “ Sprache von Gott zu finden wie die bisherige. Ihre „Gott-ist-tot-Theologie“ provozierte das kirchliche und theologische Establishment und meinte das Gegenteil eines „Papa-wirds-schon-richten“-Gottesbildes. Dorothee Sölle dachte Gott radikal diesseitig und nahm damit die Kirchen in die direkte Verantwortung, konkret und wahrnehmbar für Frieden und Befreiung von Unterdrückung aufzustehen. „Gott hat keine anderen Hände als unsere.“ Ihr Engagement für den Frieden über viele Jahrzehnte, ihre Fähigkeit, die Umsetzung des Evangeliums an zu mahnen und dabei den Finger gesellschaftlich und kirchlich in die Wunde zu legen, zeugen davon und machten sie zu einer unverzichtbaren Instanz im politischen und kirchlichen Raum. „Der Fluch ist das Töten, nicht das Sterben.“, sagte sie in ihrem letzten Vortrag kurz vor ihrem Tod. In gleicher Weise und beeinflusst von der lateinamerkanischen Befreiungstheologie war sie profilierte Anwältin feministischer Belange. Es ging ihr hier um die Selbstbestimmung der Frauen und in der Folge um eine Frömmigkeit, in der auch Frauen eine Heimat finden. So machte sie auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens bahnbrechende Studien zum Thema „Mystik“ und schlug einen wegweisenden einen Bogen zwischen ihrem Anspruch politischer Einmischung und tiefer Spiritualität. (Mystik und Widerstand, 1997) Ihr Ehemann Fulbert Steffensky beschreibt seine Frau nach ihrem Tod treffend: "Sie konnte weder von den Frommen noch von den Politischen, weder von den Konservativen noch von den Aufklärern ganz eingefangen werden. Sie erlaubte sich, die jeweils andere zu sein — den Frommen die Politische, den Politischen die Fromme, den Bischöfen die Kirchenstörerin und den Enikirchlichten die Kirchenliebende." Wir glauben, dass Dorothee Sölle als Namensgeberin uns daran erinnern kann, welche Aufgabe und Verantwortung wir als Bürgerinnen und Bürger der Stadt und als Kirche im Besonderen in dieser Welt haben. Wir bitten um Ihre Zustimmung! Mit freundlichen Grüßen 407, Mathias Bonhoeffer, Pfarrer und Vorsitzender des Presbyteriums Christoph Rollbühler, Pfarrer im Bezirk ThomasChristuskirche Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Christoph Rollbühler Neusser Wall 61 50670 Köln 0221 94 65 46 99 rollbuehler@kirche-koeln.de
  • Sachstandsbericht 2021

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 ___________________________ Vorlagen-Nummer AN/0676/2015 Stand: 29.12.2021 Sachstandsbericht Gemeinsamer Antrag Benennung "Dorothee-Sölle-Platz" Beschluss: Die Bezirksvertretung 1 beschließt, dem Antrag der Gemeinde der „Thomas Christus Kirche“ zu entsprechen, den Platz vor der Christuskirche und den beiden im Bau befindlichen Wohngebäude, als „Dorothee-Sölle-Platz“ zu benennen! Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Vor 2021: Erledigt.

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