0091/2023
Verkehrs- und Logistikbranche erweist sich in der Coronapandemie insgesamt als robust
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IX/153/11 Vorlagen-Nummer 16.01.2023 0091/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 19.01.2023 Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senioren 19.01.2023 Verkehrs- und Logistikbranche erweist sich in der Coronapandemie insgesamt als robust In der Verkehrs- und Logistikbranche waren in Köln Ende März 2022 rund 41 900 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Branchenanteil von knapp sieben Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln. Damit ist dies die sechstgrößte Branche am Standort. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten der Branche kontinuierlich angestiegen. Auch in der Corona-Pandemie hat sich die Branche insgesamt als robust erwiesen oder profitierte in Teilbereichen von der Pandemie. Ausnahmen sind die je- doch kleinen Teilbranchen Luft- und Schifffahrt. Der Krieg in der Ukraine betrifft die Logistik weniger, als die diesbezüglichen Lieferketten be- reits umgestellt wurden. Die Sanktionen gegen Russland dagegen werden sich insbesondere wegen höherer Energiepreise weiter negativ auf die Logistikbranche auswirken. Die negativen Geschäftserwartungen bei Industrie und Handel werden voraussichtlich zu einem sinkenden – oder je nach Prognose – auf jeden Fall keinem steigenden Bedarf an Logistik- Dienstleistungen führen, da viele Unternehmen vorsorglich bereits ihre Bestände erhöht ha- ben. In der Verkehrs- und Logistikbranche sind überwiegend Männer (79%) angestellt und das formale Qualifikationsniveau (Anteil an Akademiker*innen: 10%) ist niedriger als in anderen Branchen. Bei der Kölner Gesamtbeschäftigung ist der Anteil an Hochqualifizierten mit 28 Prozent fast dreimal so hoch. Die Beschäftigung in der Kölner Verkehrs- und Logistikbranche insgesamt hat sowohl vor der Corona-Pandemie (von März 2012 bis März 2020: +10 900 Arbeitsplätze oder +37,5%) als auch während der Corona-Pandemie (von März 2020 bis März 2022: +1 800 Arbeitsplätze oder +4,5%) zugenommen: Mit dem Plus zwischen März 2012 und März 2020 verzeichnete Köln damit im Städtevergleich den zweithöchsten relativen Beschäftigungszuwachs. Während der Pandemie konnte Köln diese Position im Städtevergleich nicht halten. Die Gesamtbranche Verkehr und Logistik unterteilt sich in drei wesentliche Hauptbereiche, die 94 Prozent aller Beschäftigten der Branche umfassen und die in den letzten zehn Jahren größtenteils vergleichbare Entwicklungen aufweisen: Vor allem zurückzuführen auf die zu- nehmende Bedeutung des Onlinehandels verbuchten die Post, Express- und Kurierdienste (10 800 Beschäftigte) den höchsten relativen und zweithöchsten absoluten Beschäftigtenzu- wachs innerhalb der Branche in Köln: Plus +4 000 Arbeitsplätze (+76,7%) vor und +1 600 Arbeitsplätze (+17,8%) während der Pandemie. In der beschäftigungsintensivsten Teilbranche Landverkehr (Personenbeförderung und Gü- tertransport auf Straße und Schiene) sowie Pipelines (Transport von Erdgas und Erdöl) mit 2 insgesamt 15 200 Beschäftigten nahm die Beschäftigung seit 2012 ebenfalls ununterbrochen zu (2012 bis 2020: +2 600 Arbeitsplätze oder +22,3%; 2020 bis 2022: +700 oder +5,1%). In der dritten großen Teilbranche Lagerei (Warenlagerei und Logistik) und Verkehrsdienst- leistungen (wie Spedition; Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Flughäfen, Parkmöglich- keiten, Frachtumschlag; insgesamt 13 500 Beschäftigte) gab es von 2012 bis 2020 ebenfalls ein Plus von 5 400 Arbeitsplätzen oder 67 Prozent, während der Corona-Pandemie blieb die Zahl der Beschäftigten stabil. Anlage KSN 1/2023 Branchenprofil Verkehr und Logistik – Beschäftigungsentwicklung in Köln und im Regionalvergleich 2012 bis 2022 Gez. Haack
Branchenprofil_Verkehr_und_Logistik_KSN_1_2023
26480 Zeichen
1
Branchenprofil
Verkehr und Logistik
Beschäftigungsentwicklung in
Köln und im Regionalvergleich
2012 bis 2022
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023
2
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
Zusammenfassung
In der Verkehrs- und Logistikbranche waren in Köln Ende März 2022 rund 41 900 Personen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Branchenanteil von knapp sieben Prozent an allen
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln. Damit ist dies die sechstgrößte Branche am
Standort. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten der Branche kontinuierlich
angestiegen. Auch in der Corona-Pandemie hat sich die Branche insgesamt als robust erwiesen oder
profitierte in Teilbereichen von der Pandemie. Ausnahmen sind die jedoch kleinen Teilbranchen Luft-
und Schifffahrt. Aufgrund der gesunkenen Geschäftserwartungen in Folge von Materialengpässen,
steigender Energiepreise und Inflation sind die Zukunftsaussichten für die Branche verhaltener. In der
Verkehrs- und Logistikbranche sind überwiegend Männer (79%) angestellt und das formale
Qualifikationsniveau (Anteil an Akademiker*innen: 10%) ist niedriger als in anderen Branchen. Bei der
Kölner Gesamtbeschäftigung ist der Anteil an Hochqualifizierten mit 28 Prozent fast dreimal so hoch.
Konkret hat die Beschäftigung in der Kölner Verkehrs- und Logistikbranche insgesamt sowohl vor der
Corona-Pandemie (von März 2012 bis März 2020: +10 900 Arbeitsplätze oder +37,5%) als auch
während der Corona-Pandemie (von März 2020 bis März 2022: +1 800 Arbeitsplätze oder +4,5%)
zugenommen: Mit dem Plus zwischen März 2012 und März 2020 verzeichnete Köln damit im
Städtevergleich den zweithöchsten relativen Beschäftigungszuwachs. Während der Pandemie konnte
Köln diese Position im Städtevergleich nicht halten. Die negativen Geschäftserwartungen bei Industrie
und Handel werden voraussichtlich zu einem sinkenden – oder je nach Prognose – auf jeden Fall
keinem steigenden Bedarf an Logistik-Dienstleistungen führen, da viele Unternehmen vorsorglich
bereits ihre Bestände erhöht haben.
Die Gesamtbranche Verkehr und Logistik unterteilt sich in drei wesentliche Hauptbereiche, die
94 Prozent aller Beschäftigten der Branche umfassen und die in den letzten zehn Jahren größtenteils
vergleichbare Entwicklungen aufweisen: Vor allem zurückzuführen auf die zunehmende Bedeutung des
Onlinehandels verbuchten die Post, Express- und Kurierdienste (10 800 Beschäftigte) den höchsten
relativen und zweithöchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs innerhalb der Branche in Köln: Plus
+4 000 Arbeitsplätze (+76,7%) vor und +1 600 Arbeitsplätze (+17,8%) während der Pandemie.
In der beschäftigungsintensivsten Teilbranche Landverkehr (Personenbeförderung und Gütertransport
auf Straße und Schiene) sowie Pipelines (Transport von Erdöl und Erdgas) mit insgesamt 15 200
Beschäftigten nahm die Beschäftigung seit 2012 ebenfalls ununterbrochen zu (2012 bis 2020: +2 600
Arbeitsplätze oder +22,3%; 2020 bis 2022: +700 oder +5,1%). Dies ist vor allem auf die positiven
Entwicklungen in den Untersegmenten „Eisenbahn-/Busfernverkehr und Pipelines“ sowie „Beförderung
von Gütern“ zurückzuführen.
In der dritten großen Teilbranche Lagerei (Warenlagerei und Logistik) und Verkehrsdienstleistungen
(wie Spedition; Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Flughäfen, Parkmöglichkeiten,
Frachtumschlag; insgesamt 13 500 Beschäftigte) gab es von 2012 bis 2020 ebenfalls ein Plus von
5 400 Arbeitsplätzen oder 67 Prozent. Das war der größte absolute Beschäftigtenzuwachs in Köln wie
auch die höchste absolute und relative Zunahme unter den Vergleichsstädten. Während der Corona-
Pandemie hat die Zahl der Beschäftigten im Gegensatz zu den anderen beiden großen Teilbranchen
nicht weiter zugenommen, sondern blieb unterm Strich stabil.
In den deutlich kleineren Teilbranchen Luftfahrt (2 282 Beschäftigte; -638 oder -21,8%) und
Schifffahrt (63 Beschäftigte; -20 oder -24,1%) gingen die Beschäftigtenzahlen während der Pandemie
erkennbar zurück, wobei die Luftfahrt schon vorher deutliche Beschäftigungsrückgänge verzeichnete
(2012 bis 2020: -1 070 oder -26,8%).
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Bedeutung des Kölner Verkehrs- und Logistikstandorts
Die Stadt Köln ist durch ihre zentrale und verkehrsgünstige Lage und ihre Anbindung über die
Verkehrsträger Straße, Schiene, Luft und Wasser ein bedeutender Warenumschlagplatz und
Verkehrsknoten in Deutschland und Europa. Die Kölner Wirtschaft ist damit in hohem Maß von
Logistik, sprich von der Planung, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Güterflusses
und den damit verbundenen Informationsprozessen, geprägt.
Wichtige Eckpfeiler der Kölner Logistikinfrastruktur sind das Güterverkehrszentrum (GVZ) Eifeltor,
Deutschlands wichtigster Umschlagbahnhof für den kombinierten Ladungsverkehr (KLV), der
Containerterminal mit Gleisanschluss im Chemiepark Hürth-Knapsack und das Terminal Nord der
HGK in Köln-Niehl. Auch der deutschlandweit auf dem dritten und europaweit auf dem achten Platz
der Frachtflughäfen rangierende Köln Bonn Airport ist von überregionaler Bedeutung für die
Logistik. Ein Fünftel des deutschen Luftfrachtaufkommens wird hier umgeschlagen.
Gleichzeitig ist die Kölner Region ein bedeutendes Verteilzentrum im Hinterland der ZARA-
Seehäfen (Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam) mit einem großen Absatzmarkt für
die in den Häfen umgeschlagenen Güter. Bekannte Handelsunternehmen wie beispielsweise die
REWE Group haben zudem in Köln ihren Sitz und stehen in einer engen Wertschöpfungsbeziehung
zu zahlreichen Logistikdienstleistern.1
Die Logistikwirtschaft versorgt zugleich die in Köln ansässigen Industrie- und Handelsunternehmen
mit Waren und Gütern und transportiert die hier erzeugten Produkte zu Abnehmer*innen in aller
Welt. Hinzu kommen die Belieferung von Läden und Supermärkten sowie Post und Kurierdienste.
Knapp 42 000 Beschäftigte in der Kölner Verkehrs- und Logistikbranche
Innerhalb der Gesamtbranche „Verkehr und Logistik“ waren in Köln Ende März 2022 rund 41 900
Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Tabelle 1). Gemessen am Beschäftigtenanteil
der Verkehrs- und Logistikbranche an allen Branchen (Branchenanteil) belegt Köln mit 6,9 Prozent
eine Mittelposition unter den Vergleichsstädten, deren Branchenanteile insgesamt relativ weit
auseinander liegen und sich zwischen 13,5 und 2,8 Prozent bewegen (Grafik 4, Tabelle 2).
Die Gesamtbranche Verkehr und Logistik unterteilt sich in drei wesentliche Hauptbereiche:
1. Landverkehr (Personenbeförderung und Gütertransport auf Straße und Schiene) und
Pipelines (Transport von Erdöl und Erdgas) mit rund 15 200 Beschäftigten;
2. Lagerei (Warenlagerei und Logistik) sowie Dienstleistungen für den Verkehr (Betrieb von
Verkehrswegen, Bahnhöfen, Häfen, Flughäfen, Parkhäusern und Parkplätzen sowie
Spedition und Frachtumschlag). Hier arbeiten etwas mehr als 13 500 Beschäftigte;
3. Post-, Kurier- und Expressdienste mit rund 10 800 Beschäftigten.
Diese drei Teilbranchen, in der - ebenso wie in der Gesamtbranche - überwiegend Männer
angestellt sind (Grafik 1) und der Anteil an Akademiker*innen gering ist (Grafik 2), umfassen
zusammen genommen fast alle Beschäftigten (94%) in der Gesamtbranche Verkehr und Logistik.
1 KölnBusiness (2022): Logistik und Großhandel: Köln sorgt für Lösungen; Siehe auch unter:
https://koeln.business/branchen/logistik, abgerufen am 3.1 2023
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik in Köln 2012 bis 2022 (jeweils 31.3.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
absolut in % absolut in %
Landverkehr und Pipelines 11 846 14 487 14 504 15 223 2 641 22,3 736 5,1
davon Personenbeförderung im Nahverkehr 6 629 6 852 6 538 6 763 223 3,4 -89 -1,3
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte 2 881 4 512 4 499 4 613 1 631 56,6 101 2,2
Sonstiger Landverkehr
(Eisenbahnfernverkehr, Busfernverkehr, Pipelines) 2 336 3 123 3 467 3 847 787 33,7 724 23,2
Schifffahrt 79 83 74 63 4 5,1 -20 -24,1
Luftfahrt 3 990 2 920 2 541 2 282 -1 070 -26,8 -638 -21,8
Lagerei sowie Dienstleistungen für den Verkehr 8 051 13 450 13 247 13 548 5 399 67,1 98 0,7
davon Lagerei 648 3 136 3 060 2 976 2 488 384,0 -160 -5,1
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen 274 228 167 158 - 46 -16,8 -70 -30,7
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge 906 2 286 2 137 2 146 1 380 152,3 -140 -6,1
Spedition 5 031 5 322 5 069 5 286 291 5,8 -36 -0,7
Sonstige Verkehrsdienstleistungen
(Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Häfen; Frachtumschlag) 1 192 2 478 2 814 2 982 1 286 107,9 504 20,3
Post-, Kurier- und Expressdienste 5 175 9 143 10 169 10 767 3 968 76,7 1.624 17,8
Verkehr und Logistik insgesamt 29 141 40 083 40 535 41 883 10 942 37,5 1.800 4,5
Dienstleistungssektor insgesamt 404 710 506 042 506 510 525 674 101 332 25,0 19.632 3,9
Alle Branchen 486 006 588 877 586 623 605 669 102 871 21,2 16.792 2,9
Anteil Dienstleistungssektor in % 7,2 7,9 8,0 8,0 0,7 0,0
Anteil an allen Branchen in % 6,0 6,8 6,9 6,9 0,8 0,1
Verkehr und Logistik 2012 2020 2021 2022
Veränderung
2012-2020
Veränderung
2020-2022
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Trotz Corona-Pandemie kein Beschäftigungsrückgang im Branchenkomplex insgesamt
Die positive Beschäftigungsentwicklung, die in Köln in der Verkehrs- und Logistikbranche insgesamt
von 2012 bis 2020 zu beobachten war (+10 900 Arbeitsplätze oder +37,5%), hat sich trotz der
Corona-Pandemie fortgesetzt (Tabelle 1): Nochmals rund 1 800 Arbeitsplätze sind hier von März
2020 bis März 2022 hinzugekommen (+4,5%).
Mit der Beschäftigungszunahme zwischen März 2012 und März 2020 verzeichnete Köln hinter
München (40,2%) den zweithöchsten relativen Beschäftigungszuwachs unter den Vergleichsstädten
(Grafik 5). Im Verlauf der Corona-Pandemie verbuchte Köln von März 2020 bis März 2022 im
Vergleich zu anderen deutschen Großstädten hinter Leipzig (+16,6%), Stuttgart (+10,5%) und Berlin
(+7,4%) die vierthöchste Beschäftigungszunahme.
Vor allem Post-, Kurier- und Expressdienste profitieren von Corona-Pandemie
Insbesondere die Post, Express- und Kurierdienste konnten von der Corona-Pandemie profitieren:
Mit einem Plus von rund 4 000 Arbeitsplätzen (+76,7%) gab es in Köln zwischen März 2012 und
März 2020 den höchsten relativen und zweithöchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs (Tabelle 1).
Mit diesem Beschäftigungsplus belegt Köln den zweiten Platz im Vergleich zu anderen deutschen
Großstädten (Grafik 7) und in der Corona-Pandemie wuchs diese Teilbranche von 2020 bis 2022
ebenso wie in allen anderen Vergleichsstädten nochmals deutlich, hier um rund 1 600 Arbeitsplätze
(+17,8%). Zurückzuführen ist dieser Beschäftigungszuwachs vor allem auf die Zunahme der
Bedeutung des Onlinehandels.2
Deutliche Beschäftigungszuwächse bei „Eisenbahn-/Busfernverkehr und Pipelines“,
„Beförderung von Gütern“ sowie beim „Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Häfen und
Frachtumschlag“
Eine deutliche Beschäftigungszunahme gab es vor der Pandemie (2012 bis 2020) auch in der
Teilbranche Landverkehr und Pipelines (+2 600 Arbeitsplätze oder +22,3%). Hier ist die Zahl der
Beschäftigten trotz Corona-Pandemie von 2020 bis 2022 nochmals um mehr als 700 angestiegen
(+5,1%). Treiber dieses Wachstums innerhalb dieses Teilsegments war insbesondere der sonstige
Landverkehr (Eisenbahn-/Busfernverkehr, Pipelines). Hier gab es bereits vor der Corona-Pandemie
(2012-2020) einen deutlichen Beschäftigungszuwachs (+800 Arbeitsplätze oder +33,7%) und
während der Corona-Pandemie kamen nochmals rund 700 Arbeitsplätze hinzu (+23,2%). Auch der
Bereich Güterbeförderung im Straßenverkehr sowie Umzugstransporte, in dem von 2012 bis 2020
rund 1 600 Arbeitsplätze entstanden sind (+56,6%), konnte von 2020 bis 2022 leicht zulegen (+101
Arbeitsplätze oder +2,2%).
In der Teilbranche Lagerei und Dienstleistungen für den Verkehr verzeichnete Köln vor allem
aufgrund der positiven Entwicklungen in fast allen Untersegmenten zwischen März 2012 und März
2020 mit einem Plus von 5 400 Arbeitsplätzen oder 67 Prozent den größten absoluten
Beschäftigtenzuwachs am Standort wie auch die höchste absolute und relative Zunahme unter den
Vergleichsstädten (Grafik 6). In den anderen Großstädten ist hier die Beschäftigung dagegen zum
2 Branchenprofil Einzelhandel - Beschäftigungsentwicklung in Köln und im Regionalvergleich 2011 bis 2021; Siehe auc h
unter: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/wirtschaft-und-arbeitsmarkt, abgerufen am 3.1.2023
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Teil deutlich zurückgegangen. Im Verlauf der Corona-Pandemie entwickelte sich die Beschäftigung
in den Vergleichsstädten unterschiedlich, in Köln ist sie praktisch stabil geblieben (+98 Arbeitsplätze
oder +0,7%), wobei sich die Beschäftigtenzahl beim „Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen,
Häfen und Frachtumschlag“ weiter erhöhte und sich seit 2012 auf 2 982 fast verdreifachte.
Deutliche Beschäftigungsrückgänge beim Luftverkehr
In der vergleichsweise weniger beschäftigungsintensiven Luftfahrtbranche, die bereits vor der
Corona-Pandemie (2012 bis 2020) einen deutlichen Beschäftigungsrückgang (-1 100 oder -26,8%)
verzeichnete, ist die Beschäftigung im Verlauf der Corona-Pandemie von 2020 bis 2022 weiter auf
2 282 zurückgegangen (-600 oder -21,8%). Beim Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen wurde
während der Pandemie Personal abgebaut (-140 oder -6,1%), zuvor war die
Beschäftigungsentwicklung hier sehr positiv (+1 380 Arbeitsplätze oder +152,3%). Die sehr kleine
Teilbranche Schifffahrt verlor während der Pandemie ebenfalls Arbeitsplätze (-20 oder -24,1%).
Männer und Beschäftigte ohne akademischen Abschluss dominieren die Gesamtbranche
Der Beschäftigtenanteil von Frauen in der Branche Verkehr und Logistik ist gering und variiert
zwischen 11 und 24 Prozent. Mit durchschnittlich 21 Prozent liegt er weit unter dem bei der
Gesamtbeschäftigung (47%, Grafik 1). Insgesamt besitzen lediglich 10 Prozent aller Beschäftigten
der Branche einen akademischen Abschluss (Grafik 2). Bei der Gesamtbeschäftigung ist der Anteil
an Hochqualifizierten mit 28 Prozent fast dreimal so hoch.
Leicht geringere Teilzeitquote in der Verkehrs- und Logistikbranche
Mit durchschnittlich 27 Prozent ist der Teilzeitanteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
im Bereich Verkehr und Logistik etwas niedriger als in der Gesamtwirtschaft (29%, Grafik 3). Frauen
arbeiten in allen Branchenbereichen auffällig häufiger in Teilzeit als Männer.
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
7
Grafik 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik in Köln
Anteil Frauen am 31.3.2022 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik in Köln
Anteil Akademiker*innen am 31.3.2022 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
21
11
16
17
18
21
24
24
0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50
Verkehr und logistik (insgesamt)
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Personenbeförderung im Nahverkehr
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Spedition
Lagerei
Post-, Kurier- und Expressdienste
14
5
11
9
12
16
20
23
8
3
5
6
7
7
8
16
10
3
7
7
8
8
10
18
0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50
Verkehr und Logistik (insgesamt)
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte
Spedition
Post-, Kurier- und Expressdienste
Personenbeförderung im Nahverkehr
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Lagerei
Insgesamt
Männer
Frauen
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
8
Grafik 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik in Köln
Anteil Teilzeit am 31.3.2022 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Regionalvergleich
Grafik 4: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik
Regionalvergleich: Anteile am gesamten Beschäftigungsvolumen am 31. 3.2022 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
5,6 (408 161)
5,6 (1 917 900)
2,8 (25 572)
3,1 (13 568)
4,9 (80 700)
5,2 (22 786)
6,9 (41 883)
8,1 (19 981)
8,6 (88 962)
13,5 (82 942)
0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
München
Stuttgart
Berlin
Düsseldorf
Köln
Leipzig
Hamburg
Frankfurt/Main
41
37
29
42
24
51
30
65
23
19
13
8
16
8
14
56
27
22
15
16
17
15
17
58
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Verkehr und Logistik (insgesamt)
Personenbeförderung im Nahverkehr
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte
Lagerei
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Spedition
Post-, Kurier- und Expressdienste
Insgesamt
Männer
Frauen
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Tabelle 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik - Regionalvergleich am 31.3.2022
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Landverkehr und Pipelines 15 223 8 305 14 109 41 125 23 217
davon Personenbeförderung im Nahverkehr 6 763 6 859 8 279 29 706 11 369
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte 4 613 1 408 1 090 7 847 8 293
Sonstiger Landverkehr (Eisenbahnfernverkehr, Busfernverkehr, Pipelines) 3 847 38 4 740 3 572 3 555
Schifffahrt 63 * * 336 6 890
Luftfahrt 2 282 * 32 663 206 1 757
Lagerei sowie Dienstleistungen für den Verkehr 13 548 8 884 29 207 16 254 45 979
davon Lagerei 2 976 958 2 606 2 916 8 005
Sonstige Verkehrsdienstleistungen 10 572 7 926 26 601 13 338 37 974
Post-, Kurier- und Expressdienste 10 767 3 585 7 502 22 779 11 119
Verkehr und Logistik insgesamt 41 883 22 786 82 942 80 700 88 962
Alle Branchen 605 669 440 704 612 881 1 639 910 1 031 646
Anteil an allen Branchen in % 6,9 5,2 13,5 4,9 8,6
Landverkehr und Pipelines 13 573 7 414 7 404 153 576 709 794
davon Personenbeförderung im Nahverkehr 8 314 4 360 3 667 69 071 306 502
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte 2 331 * 2 068 73 001 347 260
Sonstiger Landverkehr (Eisenbahnfernverkehr, Busfernverkehr, Pipelines) 2 928 3 054 1 669 11 504 56 032
Schifffahrt * * * 831 18 544
Luftfahrt * * * 4 730 58 120
Lagerei sowie Dienstleistungen für den Verkehr 6 169 3 891 9 359 168 002 766 984
davon Lagerei 709 258 3 875 50 763 197 160
Sonstige Verkehrsdienstleistungen 5 460 3 633 5 484 117 239 569 824
Post-, Kurier- und Expressdienste 5 655 2 086 3 102 81 022 364 458
Verkehr und Logistik insgesamt 25 572 13 568 19 981 408 161 1 917 900
Alle Branchen 929 481 435 752 285 253 7 231 650 34 333 843
Anteil an allen Branchen in % 2,8 3,1 7,0 5,6 5,6
* Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf
einen solchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert. Gleiches gilt bei Auswertungen nach dem Hauptbetrieb des Arbeitgebers, wenn
innerhalb einer Merkmalsausprägung (Region, Art des Arbeitgebers oder Wirtschaftszweig) weniger als 3 Arbeitgeber existieren oder einer der
Arbeitgeber einen so hohen Anteil der Arbeitsplätze auf sich vereint, dass die Zahl der Arbeitsplätze praktisch eine Einzelangabe über diesen
Arbeitgeber darstellt (Dominanzfall).
Verkehr und Logistik München Stuttgart Leipzig NRW Deutsch-
land
Verkehr und Logistik Köln Düssel-
dorf
Frankfurt/
Main Berlin Hamburg
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Grafik 5: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr und Logistik
Regionalvergleich: Veränderungen 2012 bis 2020 und 2020 bis 2022 in Prozent (jeweils 31.3.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 6: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Lagerei und sonstige Verkehrsdienstleistungen
Regionalvergleich: Veränderungen 2012 bis 2020 und 2020 bis 2022 in Prozent (jeweils 31.3.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
40,2 (7 140)
37,5 (10 942)
29,5 (3 902)
27,7 (5 173)
24,9 (17 718)
24,4 (14 731)
18,2 (1 893)
13,6 (10 557)
26,4 (389 775)
32,3 (97 014)
2,7 (681)
4,5 (1 800)
16,6 (2 845)
-4,4 (-1 056)
-6,7 (-5 915)
7,4 (5 569)
10,5 (1 291)
1,1 (928)
2,8 (51 988)
2,8 (10 961)
-20,0 -10,0 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0
München
Köln
Leipzig
Düsseldorf
Frankfurt/Main
Berlin
Stuttgart
Hamburg
Deutschland
NRW
2012-2020
2020-2022
67,1 ( 5 399)
57,5 (2 195)
49,1 (2 553)
44,0 (4 703)
31,6 (823)
16,0 (1 424)
11,3 (4 565)
6,4 (1 916)
16,8 (108 707)
25,0 (33 841)
0,7 (98)
2,6 (159)
20,7 (1 606)
5,6 (863)
13,6 (467)
-13,9 (-1 429)
2,3 (1 053)
-7,7 (-2 427)
1,2 (9 322)
-0,7 (-1 111)
-40,0 -20,0 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0
Köln
München
Leipzig
Berlin
Stuttgart
Düsseldorf
Hamburg
Frankfurt/Main
Deutschland
NRW
2012-2020
2020-2022
Kölner Statistische Nachrichten 1/2023 – Branchenprofil Verkehr und Logistik
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Grafik 7: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Post-, Kurier- und Expressdienste
Regionalvergleich: Veränderungen 2012 bis 2020 und 2020 bis 2022 in Prozent (jeweils 31.3.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 8: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Landverkehr und Pipelines
Regionalvergleich: Veränderungen 2012 bis 2020 und 2020 bis 2022 in Prozent (jeweils 31.3.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
105,4 (8 545)
76,7 (3 968)
60,7 (914)
57,2 (3 548)
53,4 (1 683)
26,2 (1 396)
5,4 (80)
1,1 (30)
53,7 (114 719)
49,5 (23 985)
36,8 (6 128)
17,8 (1 624)
48,1 (1 165)
14,1 (1 373)
16,9 (819)
11,6 (777)
33,6 (525)
11,3 (316)
10,9 (35 913)
11,8 (8 538)
0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 110,0 120,0
Berlin
Köln
Düsseldorf
Hamburg
München
Frankfurt/Main
Stuttgart
Leipzig
Deutschland
NRW
2012-2020
2020-2022
42,0 (4 029)
37,9 (2 366)
31,4 (3 318)
27,3 (5 066)
24,7 (1 317)
22,3 (2 641)
19,7 (6 751)
17,0 (1 037)
31,6 (165 927)
36,3 (39 521)
3,6 (484)
-3,6 (-308)
-2,2 (-309)
-1,8 (-428)
11,4 (758)
5,1 (736)
0,3 (103)
4,1 (289)
2,6 (18 081)
3,4 (5 032)
-20,0 0,0 20,0 40,0 60,0
Frankfurt/Main
Düsseldorf
München
Hamburg
Leipzig
Köln
Berlin
Stuttgart
Deutschland
NRW
2012-2020
2020-2022
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Eher verhaltene Zukunftsaussichten
Beim Personenverkehr sorgt die Aufholbewegung auf den pandemiebedingten Einbruch kurz- bis
mittelfristig für ein klares jährliches Plus bei allen Verkehrsarten: Das Personenverkehrsaufkommen
soll nach deutlichen erwarteten Zunahmen 2022 (+8,4%) und 2023 (+6,3%) in 2024 – wenn auch
etwas verlangsamt – um 2,6 Prozent zunehmen. Auch für die Personenverkehrsleistung wird nach
starken Zunahmen 2022 (+10,7%) und 2023 (+6,6%) in 2024 ein weiterer Zuwachs um 2,2 Prozent
erwartet.
Der Krieg in der Ukraine betrifft die Logistik weniger, als die diesbezüglichen Lieferketten bereits
umgestellt wurden. Die Sanktionen gegen Russland dagegen werden sich insbesondere wegen
höherer Energiepreise weiter negativ auf die Logistikbranche auswirken. Der aktuelle Logistik-
Indikator des Ifo-Instituts signalisiert für 2022 einen starken Einbruch der Geschäftserwartungen in
Folge von Materialengpässen, steigender Energiepreise und Inflation. Das Geschäftsklima hat sich
im vierten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal nochmals verschlechtert und erreichte
nur
noch 87,3 Punkte. Während der Indikator bei Industrie und Handel weiter deutlich sinkt, ist die
Veränderung bei den Dienstleistern nur gering. Diese negativen Geschäftserwartungen bei Industrie
und Handel werden vermutlich zu einem sinkenden Bedarf an Logistik-Dienstleistungen führen.
Viele Unternehmen haben mit dem Ziel höherer Resilienz gegen Lieferstörungen bereits ihre
Bestände erhöht, was wiederum zu sinkender Nachfrage im Dienstleistungsbereich führt.
3
Nach der Güter- und Personenverkehrsprognose des Bundesamtes für Logistik und Mobilität4 von
Oktober 2022 soll der Güterverkehr in Deutschland in den Jahren 2022 und 2023 trotz der
wirtschaftlichen Eintrübung dagegen jedoch in etwa das jeweilige Vorjahresniveau erreichen.
Aufgrund einer anschließend zu erwartenden wirtschaftlichen Belebung werden allerdings für das
Jahr 2024 wieder Zuwächse beim Gütertransportaufkommen (+1,5%) und bei der
Gütertransportleistung (+2,2%) erwartet.
3 Bundesvereinigung Logistik (BVL) und ifo-Institut (Dezember 2022): Logistik-Indikator; Siehe auch unter:
https://www.bvl.de/logistik-indikator/4-quartal-2022, abgerufen am 3.1.2023
4 Bundesamt für Logistik und Mobilität (Oktober 2022): Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und
Personenverkehr – Mittelfristprognose Sommer 2022; Siehe auch unter:
https://www.bag.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Verkehrsprognose/Mittelfristprognose_Sommer_2022.pdf?__blob
=publicationFile&v=1, abgerufen am 3.1.2023
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise)
nur mit Quellenangabe 13/15/0/01.2023
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
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50679 Köln
E-Mail: statistik@stadt-koeln.de
www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0091/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.01.2023
- Erstellt
- 09.01.2023 12:58