2021/0115
Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule
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anlage 8
181 Zeichen
Punkt 11: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule (V-Nr. 2021/0115) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
2021/0115
11398 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
18.05.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat II
Dezernat IV
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0115
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 00060-06 Investitionsnummer: 00297
Kostenträger: 201 Sachkonto: 0951010
Betreff: Gesamtsanierung Bertolt -Brecht-Schule
Vorlage vom: 03.05.2021
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat nimmt die Entwurfsplanung des Neubaus der Bertolt-Brecht-Schule zur Kenntnis.
und beschließt die Umsetzung der Maßnahme im beschriebenen Rahmen.
2. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden aus der Anlage zur Kenntnis genommen. Diese sind im
Wirtschaftsplan IDA und im Haushalt des Schulamtes für die Jahre 2022 und folgende
einzuplanen. Um die Zielsetzung des Stavo-Beschlusses SV-2019/0053 zur Co2-Reduzierung
umzusetzen, erfolgt eine Teilfinanzierung aus dem Sonderbudget Klimaschutz des Eigenbetriebs
Immobilienmanagement Darmstadt.
Die Beantragung von Fördermitteln zur Gegenfinanzierung soll erfolgen.
- 2 -
Anlagen: Kostenaufstellung
Folgekostenberechnung_BBS
Einrichtungsbudget
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.05.2021:
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis:
Die Bertolt-Brecht-Schule ist Darmstadts einzige gymnasiale Oberstufenschule, am Rande des
Bürgerparks Nord gelegen. Ursprünglich bestehend aus einem Haupt-, einem Nebengebäude
und einer Sporthalle, vom Darmstädter Architekturbüro Dieter Loewer + Partner i n den 70er
Jahren erbaut.
Die Gesamtsanierung hat mit der Errichtung des Fachklassentraktes im Westen des
Hauptgebäudes begonnen, der innerhalb des Konjunkturprogrammes des Landes Hessen 2011
fertig gestellt wurde.
Inzwischen umfasst der Komplex noch ein Interimsgebäude, das 2017 in Modulbauweise
umgesetzt wurde, eine Provisorische Technikzentrale für den Gesamtkomplex wurde
eingerichtet.
Basierend auf, dem vom städtischen Schulamt erstellten Raumprogramm, wird die
Neuplanung für das Hauptgebäude vom Architekturbüro agn, Stuttgart vorangetrieben. In die
Entwurfsphase sind bereits die notwendigen Fachingenieure miteingebunden.
Geplant ist der Baubeginn für das IV. Quartal 2021 und die Fertigstellung des Neubaus
inklusive des Umzuges aus dem Neben- und dem Interimsgebäude, des Abrisses des
Nebengebäudes und der Herstellung der Außenanlagen für das IV. Quartal 2023.
Der Magistratsbeschluss Nr. 87 vom 15.03.2017 stimmte dem „Schadstoffrückbau des
Hauptgebäudes“ mit Kosten in Höhe von 600.000,00 € und den „Planungsleistungen LP 1-3
Entwurfsplanung + Kostenberechnung“ mit Kosten in Höhe von 500.000,00 € zu.
Entsprechend dem Stadtverordneten Beschlusses V-Nr. SV-2019/0053 "Höchste Priorität für
den Klimaschutz" wurde für die Energetische Beurteilung dieses Projektes die Energieberatung
beauftragt. In diesem Zuge wird die CO2-Emmission über Bau und Betrieb über den
Lebenszyklus von 50 Jahren betrachtet.
1. Terminplan vom 16.12.2020:
Abschluss Entwurfsplanung: März 2021
Voraussichtliche Baugenehmigung: September 2021
Baubeginn: Ende 2021
Bauende: Ende 2023
2. Gebäudekennwerte vom 16.12.2020:
Bruttogrundfläche (BGF): 2.169,96 m2
Bruttogeschossfläche (BGF): 6.612,00 m2
Bruttorauminhalt (BRI): 25.605,53 m3
Nutzfläche (NUF): 3.078,50 m2
Verkehrsfläche (VF): 1.391,50 m2
Technikfläche (TF): 265,40 m2
- 4 -
Lageplan
Erläuterungsbericht
Das Architekturbüro agn, Stuttgart, plant den Neubau des 3-geschossigen Hauptgebäudes mit
den Grundrissabmessungen von ungefähr L x B: 50 x 43 m.
Der geplante Neubau wird als Ersatzbau für das zurzeit im Abriss befindliche Hauptgebäude an
derselben Stelle errichtet und, wie der aktuelle Bestand bisher, über einen geschlossenen
Verbindungsflur mit dem 2011 errichteten, teilunterkellerten Fachklassentrakt im Weste n
wieder verbunden.
Das noch bestehende Nebengebäude wird zu Gunsten eines Schulhofes entfallen und durch
das 2. Obergeschoss des Neubaus kompensiert.
Das geplante Gebäude wird in der Mitte auf einer rechteckigen Teilfläche von etwa 14 m x 43
m unterkellert.
Der Neubau der Bertolt-Brecht-Schule ist so konzipiert, dass die Bereiche der Kunst, der Musik
und des Darstellenden Spiels im Erdgeschoss untergebracht sind. Diesen Unterrichtsfächern
steht eine Bühne mit entsprechender Aula zur Verfügung.
Die Aula zieht sich durch alle 3 Geschosse und schließt mit einer großzügigen Verglasung im
Dachbereich ab. Sie garantiert zum einen die natürliche Belichtung im Inneren des Gebäudes
und zum anderen liefert sie die Möglichkeit der freien Sichtbezüge der Geschosse
untereinander. Die gesteuerte Verschattung und Öffnung der Oberlichter (Halle) wird in das
Klimaschutzkonzept integriert.
Im 1. Oberschoss befindet sich die kompakt angeordnete Verwaltung mit der Bibliothek und
die ersten Lern- und Unterrichtsbereichen. Beide Geschosse sind durch den Verbindungsgang
mit dem bestehenden Fachklassentrakt verbunden.
Das 2. Obergeschoss beherbergt ausschließlich Lern- und Unterrichtsbereiche.
- 5 -
Die Clusterbereiche, auf die besonderen Wert gelegt werden, gliedern sich in den beiden
Obergeschossen um den offenen Bereich der Aula.
Raumprogramm SOLL – IST Vergleich:
Unter Berücksichtigung der zu planenden Nebenräume / Sanitärräume (268 qm) entspricht
der Entwurf des Architekturbüros agn (3.078 qm) in Gänze den Vorgaben des
Raumprogramms des Schulamtes (2.810 qm).
Baubeschreibung
Der Neubau wird als 3-geschossiges annäherndes quadratisches Gebäude in konventioneller
Bauweise mit einem Flachdach errichtet. Die statische Konstruktion aus Stützen, Flurwänden
und Decken wird überwiegend in Stahlbeton hergestellt.
Die Fassade wird in vorgefertigter Holzelementbauweise errichtet, sie besteht aus großzügigen
Fensterelementen und unregelmäßig angeordneten Holzpaneelen und Lüftungselementen.
Der vorgestellte umlaufende Fluchtbalkon über die Obergeschosse dient nicht nur zur
Entfluchtung, sondern auch zum Zwecke des Sonnenschutzes.
- 6 -
Ausführung unter Beachtung der Klimaschutzziele
Bei der Vorentwurfsplanung wurden wesentliche Möglichkeiten zur Co²-Einsparung
abgestimmt. Der kubische Entwurf trägt zu einem sehr guten A/V-Verhältnis und einem
energiesparenden Gebäude bei, da das Verhältnis der Außenhüllflächen optimiert zur
Grundfläche ist.
Laut einer ersten Berechnung des beauftragten Energieberaters erreichen wir mit folgendem
Konzept „Gebäudehülle mit Passivhauskomponenten + Fernwärme mit dezentraler
Lüftungsszenario“ lediglich einen Co² Ausstoß von 26,96 T/a und der Primärenergiebedarf für
Fernwärme und Strom wird heruntergesetzt auf 95.475 kWh/a. Die Anforderungswerte werden
um mehr als die Hälfte reduziert, der definierte Zielwert bei städtischen Gebäuden von 40
kWh/a/m² BGF (für Wohngebäude) erreicht. Nach aktuellem Planungsstand ist der Standard
Passivhaus Plus zu erreichen. Die Co -2 Neutralität unter Berücksichtigung von Bau und
Betrieb lässt sich durch die Co-2 Gewinne der flächendeckenden Errichtung einer Photovoltaik-
Anlage auf extensiver Dachbegrünung darstellen.
Zudem wird bei der Auswahl der Baustoffe das Prinzip „Cradle to Cradle“ zu Grunde gelegt
und nach Möglichkeit auf Verbundbaustoffe verzichtet, um die Wiederverwendbarkeit und den
Rückbau der Materialien in einen Kreislauf zu führen. Eine Entsorgung, sollte es zu einem
Rückbau kommen, ist somit gewährleistet und das Prinzip der Nachhaltigkeit somit auch
weitestgehend erfüllt. Die Höhe der Fensterflächen wurde in allen Geschossen zugunsten einer
ca. 40 cm hohen massiven Brüstung (Aufnahme Heizkörper) verkleinert und trägt dazu bei,
den Transmissionswärmeverlust durch das Glas erheblich zu reduzieren.
Brandschutzkonzept
Der erste und zweite Rettungsweg werden aus allen Geschossen baulich über die notwendigen
Treppenräume und den umlaufenden Fluchtbalkon oder Ausgänge ins Freie (EG) sichergestellt.
Das Konzept des Fluchtbalkons erlaubt es, das im Inneren des Gebäudes der Grundriss
weitgehend frei ist von notwendigen Fluren und somit u. a. die Lernlandschaften / Cluster frei
möbliert werden können. Hier werden innovative Ideen ihren Platz finden.
Nachweis der Barrierefreiheit
Den Aspekten der Barrierefreiheit wurde dieselbe Gewichtung zugesprochen, wie allen Weiteren
zu beachtenden Optionen. Der Fachklassentrakt und der Neubau haben beide einen Fahrstuhl,
sodass das EG und das 1.OG die Möglichkeit besitzen über den Verbindungsgang zwei
Fahrstühle zu nutzen. Alle fachspezifischen Räume inkl. der Verwaltung befinden sich in diesen
beiden Geschossen. Somit ist eine Beschulung und Teilhabe für alle Nutzer möglich, die
funktionalen Anforderungen des gesetzlichen Bildungsauftrages können im EG und 1. OG
erfüllt werden. Das um 30 cm abgesenkte Auditorium ist durch eine zusätzliche Rampe
erschließbar. Das alle Türen eine lichte Breite von 90 cm haben ist genauso selbstverständlich
wie die ausreichende Anzahl von behindertengerechten Sanitärräumen inkl. eines
Duschraumes.
Denkmalschutz
Schon im Vorfeld der Planung fand eine enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde
statt. Anregungen, die sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur denkmalgeschützten
Bernhard-Adelung-Schule ergaben, wurden architektonisch im Entwurf umgesetzt.
- 7 -
Bühnentechnik / Aula
Ein Schwerpunkt der Bertolt-Brecht-Schule sind die Fächer Kunst, Musik und Darstellendes
Spiel. Diesem Tatbestand wird u. a. Rechnung getragen durch die Planung einer Bühne mit
entsprechendem Auditorium. Es stellt für die haustechnischen Büros eine besondere
Heraufforderung dar, das sowohl Veranstaltungen in der Aula bis ins 1. OG verständlich
aufgenommen werden können, als auch der schulische Regelbetrieb im EG und in den
Lernlandschaften / Cluster im 1.OG gleichzeitig hörbar stattfinden kann. Das 2. OG erhält eine
Verglasung zum Aulabereich.
Technische Details
- Zur Warmwasserversorgung werden dezentrale Durchlauferhitzer vorgesehen
- Eine Hebeanlage befindet sich im Untergeschoss
- Eine Zisterne mit einem Volumen von 50.000 Litern zur WC- und
Außenanlagenbewässerung
- Dezentrale Lüftungsanlage zur Be - und Entlüftung der Klassenräume für den
Winterbetrieb
- Zu- und Abluft über Fassadengeräte
- Fensterlüftung für den Sommerbetrieb
- Zentrale Luftanlage für Nasszellen, Technikräume
- Lüftung der Aula bei Veranstaltungen mit Quellüftung
- Bedarfsgerechte Co²-Steuerung der lüftungsanlagen
- Bühnentechnik, besondere Ausstattung Musikräume
Perspektive Eingangsbereich
Der Vorlage wurde in der Sitzung der Betriebskommission am 17.02.2021 zugestimmt.
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 9
124 Zeichen
Punkt 48: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule (V-Nr. 2021/0115) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
anlage 6
186 Zeichen
Punkt 6: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule (V-Nr. 2021/0115) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bildung und Schule der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 5
11480 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
18.05.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat II
Dezernat IV
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 65
II 40
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0115
Magistratsbeschluss -Nr.
124
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 00060-06 Investitionsnummer: 00297
Kostenträger: 201 Sachkonto: 0951010
Betreff: Gesamtsanierung Bertolt -Brecht-Schule
Vorlage vom: 03.05.2021
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat nimmt die Entwurfsplanung des Neubaus der Bertolt-Brecht-Schule zur Kenntnis.
und beschließt die Umsetzung der Maßnahme im beschriebenen Rahmen.
2. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden aus der Anlage zur Kenntnis genommen. Diese sind im
Wirtschaftsplan IDA und im Haushalt des Schulamtes für die Jahre 2022 und folgende
einzuplanen. Um die Zielsetzung des Stavo-Beschlusses SV-2019/0053 zur Co2-Reduzierung
umzusetzen, erfolgt eine Teilfinanzierung aus dem Sonderbudget Klimaschutz des Eigenbetriebs
Immobilienmanagement Darmstadt.
Die Beantragung von Fördermitteln zur Gegenfinanzierung soll erfolgen.
- 3 -
Anlagen: Kostenaufstellung
Folgekostenberechnung_BBS
Einrichtungsbudget
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 26.05.2021
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.05.2021:
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis:
Die Bertolt-Brecht-Schule ist Darmstadts einzige gymnasiale Oberstufenschule, am Rande des
Bürgerparks Nord gelegen. Ursprünglich bestehend aus einem Haupt-, einem Nebengebäude
und einer Sporthalle, vom Darmstädter Architekturbüro Dieter Loewer + Partner i n den 70er
Jahren erbaut.
Die Gesamtsanierung hat mit der Errichtung des Fachklassentraktes im Westen des
Hauptgebäudes begonnen, der innerhalb des Konjunkturprogrammes des Landes Hessen 2011
fertig gestellt wurde.
Inzwischen umfasst der Komplex noch ein Interimsgebäude, das 2017 in Modulbauweise
umgesetzt wurde, eine Provisorische Technikzentrale für den Gesamtkomplex wurde
eingerichtet.
Basierend auf, dem vom städtischen Schulamt erstellten Raumprogramm, wird die
Neuplanung für das Hauptgebäude vom Architekturbüro agn, Stuttgart vorangetrieben. In die
Entwurfsphase sind bereits die notwendigen Fachingenieure miteingebunden.
Geplant ist der Baubeginn für das IV. Quartal 2021 und die Fertigstellung des Neubaus
inklusive des Umzuges aus dem Neben- und dem Interimsgebäude, des Abrisses des
Nebengebäudes und der Herstellung der Außenanlagen für das IV. Quartal 2023.
Der Magistratsbeschluss Nr. 87 vom 15.03.2017 stimmte dem „Schadstoffrückbau des
Hauptgebäudes“ mit Kosten in Höhe von 600.000,00 € und den „Planungsleistungen LP 1-3
Entwurfsplanung + Kostenberechnung“ mit Kosten in Höhe von 500.000,00 € zu.
Entsprechend dem Stadtverordneten Beschlusses V-Nr. SV-2019/0053 "Höchste Priorität für
den Klimaschutz" wurde für die Energetische Beurteilung dieses Projektes die Energieberatung
beauftragt. In diesem Zuge wird die CO2-Emmission über Bau und Betrieb über den
Lebenszyklus von 50 Jahren betrachtet.
1. Terminplan vom 16.12.2020:
Abschluss Entwurfsplanung: März 2021
Voraussichtliche Baugenehmigung: September 2021
Baubeginn: Ende 2021
Bauende: Ende 2023
2. Gebäudekennwerte vom 16.12.2020:
Bruttogrundfläche (BGF): 2.169,96 m2
Bruttogeschossfläche (BGF): 6.612,00 m2
Bruttorauminhalt (BRI): 25.605,53 m3
Nutzfläche (NUF): 3.078,50 m2
Verkehrsfläche (VF): 1.391,50 m2
Technikfläche (TF): 265,40 m2
- 5 -
Lageplan
Erläuterungsbericht
Das Architekturbüro agn, Stuttgart, plant den Neubau des 3-geschossigen Hauptgebäudes mit
den Grundrissabmessungen von ungefähr L x B: 50 x 43 m.
Der geplante Neubau wird als Ersatzbau für das zurzeit im Abriss befindliche Hauptgebäude an
derselben Stelle errichtet und, wie der aktuelle Bestand bisher, über einen geschlossenen
Verbindungsflur mit dem 2011 errichteten, teilunterkellerten Fachklassentrakt im Westen
wieder verbunden.
Das noch bestehende Nebengebäude wird zu Gunsten eines Schulhofes entfallen und durch
das 2. Obergeschoss des Neubaus kompensiert.
Das geplante Gebäude wird in der Mitte auf einer rechteckigen Teilfläche von etwa 14 m x 43
m unterkellert.
Der Neubau der Bertolt-Brecht-Schule ist so konzipiert, dass die Bereiche der Kunst, der Musik
und des Darstellenden Spiels im Erdgeschoss untergebracht sind. Diesen Unterrichtsfächern
steht eine Bühne mit entsprechender Aula zur Verfügung.
Die Aula zieht sich durch alle 3 Geschosse und schließt mit einer großzügigen Verglasung im
Dachbereich ab. Sie garantiert zum einen die natürliche Belichtung im Inneren des Gebäudes
und zum anderen liefert sie die Möglichkeit der freien Sichtbezüge der Geschosse
untereinander. Die gesteuerte Verschattung und Öffnung der Oberlichter (Halle) wird in das
Klimaschutzkonzept integriert.
Im 1. Oberschoss befindet sich die kompakt angeordnete Verwaltung mit der Bibliothek und
die ersten Lern- und Unterrichtsbereichen. Beide Geschosse sind durch den Verbindungsgang
mit dem bestehenden Fachklassentrakt verbunden.
- 6 -
Das 2. Obergeschoss beherbergt ausschließlich Lern- und Unterrichtsbereiche.
Die Clusterbereiche, auf die besonderen Wert gelegt werden, gliedern sich in den beiden
Obergeschossen um den offenen Bereich der Aula.
Raumprogramm SOLL – IST Vergleich:
Unter Berücksichtigung der zu planenden Nebenräume / Sanitärräume (268 qm) entspricht
der Entwurf des Architekturbüros agn (3.078 qm) in Gänze den Vorgaben des
Raumprogramms des Schulamtes (2.810 qm).
Baubeschreibung
Der Neubau wird als 3-geschossiges annäherndes quadratisches Gebäude in konventioneller
Bauweise mit einem Flachdach errichtet. Die statische Konstruktion aus Stützen, Flurwänden
und Decken wird überwiegend in Stahlbeton hergestellt.
Die Fassade wird in vorgefertigter Holzelementbauweise errichtet, sie besteht aus großzügigen
Fensterelementen und unregelmäßig angeordneten Holzpaneelen und Lüftungselementen.
Der vorgestellte umlaufende Fluchtbalkon über die Obergeschosse dient nicht nu r zur
Entfluchtung, sondern auch zum Zwecke des Sonnenschutzes.
- 7 -
Ausführung unter Beachtung der Klimaschutzziele
Bei der Vorentwurfsplanung wurden wesentliche Möglichkeiten zur Co²-Einsparung
abgestimmt. Der kubische Entwurf trägt zu einem sehr guten A/V-Verhältnis und einem
energiesparenden Gebäude bei, da das Verhältnis der Außenhüllflächen optimiert zur
Grundfläche ist.
Laut einer ersten Berechnung des beauftragten Energieberaters erreichen wir mit folgendem
Konzept „Gebäudehülle mit Passivhauskomponenten + Fernwärme mit dezentraler
Lüftungsszenario“ lediglich einen Co² Ausstoß von 26,96 T/a und der Primärenergiebedarf für
Fernwärme und Strom wird heruntergesetzt auf 95.475 kWh/a. Die Anforderungswerte werden
um mehr als die Hälfte reduziert, der definierte Zielwert bei städtischen Gebäuden von 40
kWh/a/m² BGF (für Wohngebäude) erreicht. Nach aktuellem Planungsstand ist der Standard
Passivhaus Plus zu erreichen. Die Co -2 Neutralität unter Berücksichtigung von Bau und
Betrieb lässt sich durch die Co-2 Gewinne der flächendeckenden Errichtung einer Photovoltaik-
Anlage auf extensiver Dachbegrünung darstellen.
Zudem wird bei der Auswahl der Baustoffe das Prinzip „Cradle to Cradle“ zu Grunde gelegt
und nach Möglichkeit auf Verbundbaustoffe verzichtet, um die Wiederverwendbarkeit und den
Rückbau der Materialien in einen Kreislauf zu führen. Eine Entsorgung, sollte es zu einem
Rückbau kommen, ist somit gewährleistet und das Prinzip der Nachhaltigkeit somit auch
weitestgehend erfüllt. Die Höhe der Fensterflächen wurde in allen Geschossen zugunsten einer
ca. 40 cm hohen massiven Brüstung (Aufnahme Heizkörper) verkleinert und trägt dazu bei,
den Transmissionswärmeverlust durch das Glas erheblich zu reduzieren.
Brandschutzkonzept
Der erste und zweite Rettungsweg werden aus allen Geschossen baulich über die notwendigen
Treppenräume und den umlaufenden Fluchtbalkon oder Ausgänge ins Freie (EG) sichergestellt.
Das Konzept des Fluchtbalkons erlaubt es, das im Inneren des Gebäudes der Grundriss
weitgehend frei ist von notwendigen Fluren und somit u. a. die Lernlandschaften / Cluster frei
möbliert werden können. Hier werden innovative Ideen ihren Platz finden.
Nachweis der Barrierefreiheit
Den Aspekten der Barrierefreiheit wurde dieselbe Gewichtung zugesprochen, wie allen Weiteren
zu beachtenden Optionen. Der Fachklassentrakt und der Neubau haben beide einen Fahrstuhl,
sodass das EG und das 1.OG die Möglichkeit besitzen über den Verbindungsgang zwei
Fahrstühle zu nutzen. Alle fachspezifischen Räume inkl. der Verwaltung befinden sich in diesen
beiden Geschossen. Somit ist eine Beschulung und Teilhabe für alle Nutzer möglich, die
funktionalen Anforderungen des gesetzlichen Bildungsauftrages können im EG und 1. OG
erfüllt werden. Das um 30 cm abgesenkte Auditorium ist durch eine zusätzliche Rampe
erschließbar. Das alle Türen eine lichte Breite von 90 cm haben ist genauso selbstverständlich
wie die ausreichende Anzahl von behindertengerechten Sanitärräumen inkl. eines
Duschraumes.
Denkmalschutz
- 8 -
Schon im Vorfeld der Planung fand eine enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde
statt. Anregungen, die sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur denkmalgeschützten
Bernhard-Adelung-Schule ergaben, wurden architektonisch im Entwurf umgesetzt.
Bühnentechnik / Aula
Ein Schwerpunkt der Bertolt-Brecht-Schule sind die Fächer Kunst, Musik und Darstellendes
Spiel. Diesem Tatbestand wird u. a. Rechnung getragen durch die Planung einer Bühne mit
entsprechendem Auditorium. Es stellt für die haustechnischen Büros eine besondere
Heraufforderung dar, das sowohl Veranstaltungen in der Aula bis ins 1. OG verständlich
aufgenommen werden können, als auch der schulische Regelbetrieb im EG und in den
Lernlandschaften / Cluster im 1.OG gleichzeitig hörbar stattfinden kann. Das 2. OG erhält eine
Verglasung zum Aulabereich.
Technische Details
- Zur Warmwasserversorgung werden dezentrale Durchlauferhitzer vorgesehen
- Eine Hebeanlage befindet sich im Untergeschoss
- Eine Zisterne mit einem Volumen von 50.000 Litern zur WC- und
Außenanlagenbewässerung
- Dezentrale Lüftungsanlage zur Be - und Entlüftung der Klassenräume für den
Winterbetrieb
- Zu- und Abluft über Fassadengeräte
- Fensterlüftung für den Sommerbetrieb
- Zentrale Luftanlage für Nasszellen, Technikräume
- Lüftung der Aula bei Veranstaltungen mit Quellüftung
- Bedarfsgerechte Co²-Steuerung der lüftungsanlagen
- Bühnentechnik, besondere Ausstattung Musikräume
Perspektive Eingangsbereich
Der Vorlage wurde in der Sitzung der Betriebskommission am 17.02.2021 zugestimmt.
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 7
216 Zeichen
Punkt 11: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule (V-Nr. 2021/0115) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0115
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 03.05.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00