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2021/0115

Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule

Magistratsvorlage 03.05.2021

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Punkt 11: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule 
 (V-Nr. 2021/0115) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.

2021/0115

11398 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
18.05.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat II 
Dezernat IV 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement 
Darmstadt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0115 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  00060-06 Investitionsnummer:  00297 
Kostenträger:  201 Sachkonto: 0951010 
 
Betreff: Gesamtsanierung Bertolt -Brecht-Schule 
 
Vorlage vom: 03.05.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat nimmt die Entwurfsplanung des Neubaus der Bertolt-Brecht-Schule zur Kenntnis.  
und beschließt die Umsetzung der Maßnahme im beschriebenen Rahmen. 
 
2. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden aus der Anlage zur Kenntnis genommen. Diese sind im 
Wirtschaftsplan IDA und im Haushalt des Schulamtes für die Jahre 2022 und folgende 
einzuplanen. Um die Zielsetzung des Stavo-Beschlusses SV-2019/0053 zur Co2-Reduzierung 
umzusetzen, erfolgt eine Teilfinanzierung aus dem Sonderbudget Klimaschutz des Eigenbetriebs 
Immobilienmanagement Darmstadt.  
Die Beantragung von Fördermitteln zur Gegenfinanzierung soll erfolgen.

- 2 - 
Anlagen: Kostenaufstellung 
Folgekostenberechnung_BBS  
Einrichtungsbudget  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.05.2021: 
 
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis: 
 
Die Bertolt-Brecht-Schule ist Darmstadts einzige gymnasiale Oberstufenschule, am Rande des 
Bürgerparks Nord gelegen. Ursprünglich bestehend aus einem Haupt-, einem Nebengebäude 
und einer Sporthalle, vom Darmstädter Architekturbüro Dieter Loewer + Partner i n den 70er 
Jahren erbaut. 
 
Die Gesamtsanierung hat mit der Errichtung des Fachklassentraktes im Westen des 
Hauptgebäudes begonnen, der innerhalb des Konjunkturprogrammes des Landes Hessen 2011 
fertig gestellt wurde. 
 
Inzwischen umfasst der Komplex noch ein Interimsgebäude, das 2017 in Modulbauweise 
umgesetzt wurde, eine Provisorische Technikzentrale für den Gesamtkomplex wurde 
eingerichtet. 
 
Basierend auf, dem vom städtischen Schulamt erstellten Raumprogramm, wird die 
Neuplanung für das Hauptgebäude vom Architekturbüro agn, Stuttgart vorangetrieben. In die 
Entwurfsphase sind bereits die notwendigen Fachingenieure miteingebunden.  
 
Geplant ist der Baubeginn für das IV. Quartal 2021 und die Fertigstellung des Neubaus 
inklusive des Umzuges aus dem Neben- und dem Interimsgebäude, des Abrisses des 
Nebengebäudes und der Herstellung der Außenanlagen für das IV. Quartal 2023.  
 
Der Magistratsbeschluss Nr. 87 vom 15.03.2017 stimmte dem „Schadstoffrückbau des 
Hauptgebäudes“ mit Kosten in Höhe von 600.000,00 € und den „Planungsleistungen LP 1-3 
Entwurfsplanung + Kostenberechnung“ mit Kosten in Höhe von 500.000,00 € zu.  
 
Entsprechend dem Stadtverordneten Beschlusses V-Nr. SV-2019/0053 "Höchste Priorität für 
den Klimaschutz" wurde für die Energetische Beurteilung dieses Projektes die Energieberatung 
beauftragt. In diesem Zuge wird die CO2-Emmission über Bau und Betrieb über den 
Lebenszyklus von 50 Jahren betrachtet.  
 
1. Terminplan vom 16.12.2020: 
 
 Abschluss Entwurfsplanung:   März 2021   
 Voraussichtliche Baugenehmigung:  September 2021 
 Baubeginn:     Ende 2021 
 Bauende:     Ende 2023 
 
2. Gebäudekennwerte vom 16.12.2020: 
 
 Bruttogrundfläche (BGF):  2.169,96 m2 
 Bruttogeschossfläche (BGF): 6.612,00 m2  
 Bruttorauminhalt (BRI):  25.605,53 m3 
 Nutzfläche (NUF):  3.078,50 m2 
 Verkehrsfläche (VF):  1.391,50 m2 
 Technikfläche (TF):  265,40 m2

- 4 - 
 
Lageplan 
 
 
 
 
 
Erläuterungsbericht 
 
Das Architekturbüro agn, Stuttgart, plant den Neubau des 3-geschossigen Hauptgebäudes mit 
den Grundrissabmessungen von ungefähr L x B: 50 x 43 m. 
Der geplante Neubau wird als Ersatzbau für das zurzeit im Abriss befindliche Hauptgebäude an 
derselben Stelle errichtet und, wie der aktuelle Bestand bisher, über einen geschlossenen 
Verbindungsflur mit dem 2011 errichteten, teilunterkellerten Fachklassentrakt im Weste n 
wieder verbunden. 
Das noch bestehende Nebengebäude wird zu Gunsten eines Schulhofes entfallen und durch 
das 2. Obergeschoss des Neubaus kompensiert. 
Das geplante Gebäude wird in der Mitte auf einer rechteckigen Teilfläche von etwa 14 m x 43 
m unterkellert. 
 
Der Neubau der Bertolt-Brecht-Schule ist so konzipiert, dass die Bereiche der Kunst, der Musik 
und des Darstellenden Spiels im Erdgeschoss untergebracht sind. Diesen Unterrichtsfächern 
steht eine Bühne mit entsprechender Aula zur Verfügung. 
Die Aula zieht sich durch alle 3 Geschosse und schließt mit einer großzügigen Verglasung im 
Dachbereich ab. Sie garantiert zum einen die natürliche Belichtung im Inneren des Gebäudes 
und zum anderen liefert sie die Möglichkeit der freien Sichtbezüge der Geschosse 
untereinander.  Die gesteuerte Verschattung und Öffnung der Oberlichter (Halle) wird in das 
Klimaschutzkonzept integriert. 
Im 1. Oberschoss befindet sich die kompakt angeordnete Verwaltung mit der Bibliothek und 
die ersten Lern- und Unterrichtsbereichen. Beide Geschosse sind durch den Verbindungsgang 
mit dem bestehenden Fachklassentrakt verbunden. 
Das 2. Obergeschoss beherbergt ausschließlich Lern- und Unterrichtsbereiche.

- 5 - 
Die Clusterbereiche, auf die besonderen Wert gelegt werden, gliedern sich in den beiden 
Obergeschossen um den offenen Bereich der Aula. 
 
 
Raumprogramm SOLL – IST Vergleich: 
 
Unter Berücksichtigung der zu planenden Nebenräume / Sanitärräume (268 qm) entspricht 
der Entwurf des Architekturbüros agn (3.078 qm) in Gänze den Vorgaben des 
Raumprogramms des Schulamtes (2.810 qm). 
 
Baubeschreibung 
 
Der Neubau wird als 3-geschossiges annäherndes quadratisches Gebäude in konventioneller 
Bauweise mit einem Flachdach errichtet. Die statische Konstruktion aus Stützen, Flurwänden 
und Decken wird überwiegend in Stahlbeton hergestellt. 
Die Fassade wird in vorgefertigter Holzelementbauweise errichtet, sie besteht aus großzügigen 
Fensterelementen und unregelmäßig angeordneten Holzpaneelen und Lüftungselementen.  
Der vorgestellte umlaufende Fluchtbalkon über die Obergeschosse dient nicht nur zur 
Entfluchtung, sondern auch zum Zwecke des Sonnenschutzes.

- 6 - 
 
Ausführung unter Beachtung der Klimaschutzziele 
 
Bei der Vorentwurfsplanung wurden wesentliche Möglichkeiten zur Co²-Einsparung 
abgestimmt. Der kubische Entwurf trägt zu einem sehr guten A/V-Verhältnis und einem 
energiesparenden Gebäude bei, da das Verhältnis der Außenhüllflächen optimiert zur 
Grundfläche ist.  
Laut einer ersten Berechnung des beauftragten Energieberaters erreichen wir mit folgendem 
Konzept „Gebäudehülle mit Passivhauskomponenten + Fernwärme mit dezentraler 
Lüftungsszenario“ lediglich einen Co² Ausstoß von 26,96 T/a und der Primärenergiebedarf für 
Fernwärme und Strom wird heruntergesetzt auf 95.475 kWh/a. Die Anforderungswerte werden 
um mehr als die Hälfte reduziert, der definierte Zielwert bei städtischen Gebäuden von 40 
kWh/a/m² BGF (für Wohngebäude) erreicht. Nach aktuellem Planungsstand ist der Standard 
Passivhaus Plus zu erreichen. Die Co -2 Neutralität unter Berücksichtigung von Bau und 
Betrieb lässt sich durch die Co-2 Gewinne der flächendeckenden Errichtung einer Photovoltaik-
Anlage auf extensiver Dachbegrünung darstellen. 
Zudem wird bei der Auswahl der Baustoffe das Prinzip „Cradle to Cradle“ zu Grunde gelegt 
und nach Möglichkeit auf Verbundbaustoffe verzichtet, um die Wiederverwendbarkeit und den 
Rückbau der Materialien in einen Kreislauf zu führen. Eine Entsorgung, sollte es zu einem 
Rückbau kommen, ist somit gewährleistet und das Prinzip der Nachhaltigkeit somit auch 
weitestgehend erfüllt. Die Höhe der Fensterflächen wurde in allen Geschossen zugunsten einer 
ca. 40 cm hohen massiven Brüstung (Aufnahme Heizkörper) verkleinert und trägt dazu bei, 
den Transmissionswärmeverlust durch das Glas erheblich zu reduzieren. 
 
Brandschutzkonzept 
 
Der erste und zweite Rettungsweg werden aus allen Geschossen baulich über die notwendigen 
Treppenräume und den umlaufenden Fluchtbalkon oder Ausgänge ins Freie (EG) sichergestellt.  
Das Konzept des Fluchtbalkons erlaubt es, das im Inneren des Gebäudes der Grundriss 
weitgehend frei ist von notwendigen Fluren und somit u. a. die Lernlandschaften / Cluster frei 
möbliert werden können. Hier werden innovative Ideen ihren Platz finden. 
 
Nachweis der Barrierefreiheit 
 
Den Aspekten der Barrierefreiheit wurde dieselbe Gewichtung zugesprochen, wie allen Weiteren 
zu beachtenden Optionen. Der Fachklassentrakt und der Neubau haben beide einen Fahrstuhl, 
sodass das EG und das 1.OG die Möglichkeit besitzen über den Verbindungsgang zwei 
Fahrstühle zu nutzen. Alle fachspezifischen Räume inkl. der Verwaltung befinden sich in diesen 
beiden Geschossen. Somit ist eine Beschulung und Teilhabe für alle Nutzer möglich, die 
funktionalen Anforderungen des gesetzlichen Bildungsauftrages können im EG und 1. OG 
erfüllt werden. Das um 30 cm abgesenkte Auditorium ist durch eine zusätzliche Rampe 
erschließbar. Das alle Türen eine lichte Breite von 90 cm haben ist genauso selbstverständlich 
wie die ausreichende Anzahl von behindertengerechten Sanitärräumen inkl. eines 
Duschraumes. 
 
Denkmalschutz 
 
Schon im Vorfeld der Planung fand eine enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde 
statt. Anregungen, die sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur denkmalgeschützten 
Bernhard-Adelung-Schule ergaben, wurden architektonisch im Entwurf umgesetzt.

- 7 - 
Bühnentechnik / Aula 
 
Ein Schwerpunkt der Bertolt-Brecht-Schule sind die Fächer Kunst, Musik und Darstellendes 
Spiel. Diesem Tatbestand wird u. a. Rechnung getragen durch die Planung einer Bühne mit 
entsprechendem Auditorium. Es stellt für die haustechnischen Büros eine besondere 
Heraufforderung dar, das sowohl Veranstaltungen in der Aula bis ins 1. OG verständlich 
aufgenommen werden können, als auch der schulische Regelbetrieb im EG und in den 
Lernlandschaften / Cluster im 1.OG gleichzeitig hörbar stattfinden kann. Das 2. OG erhält eine 
Verglasung zum Aulabereich. 
 
 
Technische Details 
 
- Zur Warmwasserversorgung werden dezentrale Durchlauferhitzer vorgesehen  
- Eine Hebeanlage befindet sich im Untergeschoss 
- Eine Zisterne mit einem Volumen von 50.000 Litern zur WC- und 
Außenanlagenbewässerung 
- Dezentrale Lüftungsanlage zur Be - und Entlüftung der Klassenräume für den 
Winterbetrieb 
- Zu- und Abluft über Fassadengeräte 
- Fensterlüftung für den Sommerbetrieb 
- Zentrale Luftanlage für Nasszellen, Technikräume  
- Lüftung der Aula bei Veranstaltungen mit Quellüftung 
- Bedarfsgerechte Co²-Steuerung der lüftungsanlagen 
- Bühnentechnik, besondere Ausstattung Musikräume 
 
 
Perspektive Eingangsbereich 
 
 
 
 
Der Vorlage wurde in der Sitzung der Betriebskommission am 17.02.2021 zugestimmt.  
 
 
 
 
Dezernat I     Dezernat II   Dezernat IV  
 
 
 
 
Jochen Partsch    Rafael Reißer   André Schellenberg  
Oberbürgermeister    Bürgermeister   Stadtkämmerer

anlage 9

124 Zeichen

Punkt 48: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule 
 (V-Nr. 2021/0115) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: AfD

anlage 6

186 Zeichen

Punkt 6: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule 
 (V-Nr. 2021/0115) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bildung und Schule der 
Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

anlage 5

11480 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
18.05.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat II 
Dezernat IV 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement 
Darmstadt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 65 
II 40 
IV 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0115 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
124 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  00060-06 Investitionsnummer:  00297 
Kostenträger:  201 Sachkonto: 0951010 
 
Betreff: Gesamtsanierung Bertolt -Brecht-Schule 
 
Vorlage vom: 03.05.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat nimmt die Entwurfsplanung des Neubaus der Bertolt-Brecht-Schule zur Kenntnis.  
und beschließt die Umsetzung der Maßnahme im beschriebenen Rahmen. 
 
2.  Die Kosten für das Gesamtprojekt werden aus der Anlage zur Kenntnis genommen. Diese sind im 
Wirtschaftsplan IDA und im Haushalt des Schulamtes für die Jahre 2022 und folgende  
einzuplanen. Um die Zielsetzung des Stavo-Beschlusses SV-2019/0053 zur Co2-Reduzierung 
umzusetzen, erfolgt eine Teilfinanzierung aus dem Sonderbudget Klimaschutz des Eigenbetriebs 
Immobilienmanagement Darmstadt.  
Die Beantragung von Fördermitteln zur Gegenfinanzierung soll erfolgen.

- 3 - 
Anlagen: Kostenaufstellung  
Folgekostenberechnung_BBS  
Einrichtungsbudget  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 26.05.2021 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.05.2021: 
 
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis: 
 
Die Bertolt-Brecht-Schule ist Darmstadts einzige gymnasiale Oberstufenschule, am Rande des 
Bürgerparks Nord gelegen. Ursprünglich bestehend aus einem Haupt-, einem Nebengebäude 
und einer Sporthalle, vom Darmstädter Architekturbüro Dieter Loewer + Partner i n den 70er 
Jahren erbaut. 
 
Die Gesamtsanierung hat mit der Errichtung des Fachklassentraktes im Westen des 
Hauptgebäudes begonnen, der innerhalb des Konjunkturprogrammes des Landes Hessen 2011 
fertig gestellt wurde. 
 
Inzwischen umfasst der Komplex noch ein Interimsgebäude, das 2017 in Modulbauweise 
umgesetzt wurde, eine Provisorische Technikzentrale für den Gesamtkomplex wurde 
eingerichtet. 
 
Basierend auf, dem vom städtischen Schulamt erstellten Raumprogramm, wird die 
Neuplanung für das Hauptgebäude vom Architekturbüro agn, Stuttgart vorangetrieben. In die 
Entwurfsphase sind bereits die notwendigen Fachingenieure miteingebunden.  
 
Geplant ist der Baubeginn für das IV. Quartal 2021 und die Fertigstellung des Neubaus 
inklusive des Umzuges aus dem Neben- und dem Interimsgebäude, des Abrisses des 
Nebengebäudes und der Herstellung der Außenanlagen für das IV. Quartal 2023.  
 
Der Magistratsbeschluss Nr. 87 vom 15.03.2017 stimmte dem „Schadstoffrückbau des 
Hauptgebäudes“ mit Kosten in Höhe von 600.000,00 € und den „Planungsleistungen LP 1-3 
Entwurfsplanung + Kostenberechnung“ mit Kosten in Höhe von 500.000,00 € zu.  
 
Entsprechend dem Stadtverordneten Beschlusses V-Nr. SV-2019/0053 "Höchste Priorität für 
den Klimaschutz" wurde für die Energetische Beurteilung dieses Projektes die Energieberatung 
beauftragt. In diesem Zuge wird die CO2-Emmission über Bau und Betrieb über den 
Lebenszyklus von 50 Jahren betrachtet.  
 
1. Terminplan vom 16.12.2020: 
 
 Abschluss Entwurfsplanung:   März 2021   
 Voraussichtliche Baugenehmigung:  September 2021 
 Baubeginn:     Ende 2021 
 Bauende:     Ende 2023 
 
2. Gebäudekennwerte vom 16.12.2020: 
 
 Bruttogrundfläche (BGF):  2.169,96 m2 
 Bruttogeschossfläche (BGF): 6.612,00 m2  
 Bruttorauminhalt (BRI):  25.605,53 m3 
 Nutzfläche (NUF):  3.078,50 m2 
 Verkehrsfläche (VF):  1.391,50 m2 
 Technikfläche (TF):  265,40 m2

- 5 - 
 
 
Lageplan 
 
 
 
 
 
Erläuterungsbericht 
 
Das Architekturbüro agn, Stuttgart, plant den Neubau des 3-geschossigen Hauptgebäudes mit 
den Grundrissabmessungen von ungefähr L x B: 50 x 43 m. 
Der geplante Neubau wird als Ersatzbau für das zurzeit im Abriss befindliche Hauptgebäude an 
derselben Stelle errichtet und, wie der aktuelle Bestand bisher, über einen geschlossenen 
Verbindungsflur mit dem 2011 errichteten, teilunterkellerten Fachklassentrakt im Westen 
wieder verbunden. 
Das noch bestehende Nebengebäude wird zu Gunsten eines Schulhofes entfallen und durch 
das 2. Obergeschoss des Neubaus kompensiert. 
Das geplante Gebäude wird in der Mitte auf einer rechteckigen Teilfläche von etwa 14 m x 43 
m unterkellert. 
 
Der Neubau der Bertolt-Brecht-Schule ist so konzipiert, dass die Bereiche der Kunst, der Musik 
und des Darstellenden Spiels im Erdgeschoss untergebracht sind. Diesen Unterrichtsfächern 
steht eine Bühne mit entsprechender Aula zur Verfügung. 
Die Aula zieht sich durch alle 3 Geschosse und schließt mit einer großzügigen Verglasung im 
Dachbereich ab. Sie garantiert zum einen die natürliche Belichtung im Inneren des Gebäudes 
und zum anderen liefert sie die Möglichkeit der freien Sichtbezüge der Geschosse 
untereinander.  Die gesteuerte Verschattung und Öffnung der Oberlichter (Halle) wird in das 
Klimaschutzkonzept integriert. 
Im 1. Oberschoss befindet sich die kompakt angeordnete Verwaltung mit der Bibliothek und 
die ersten Lern- und Unterrichtsbereichen. Beide Geschosse sind durch den Verbindungsgang 
mit dem bestehenden Fachklassentrakt verbunden.

- 6 - 
Das 2. Obergeschoss beherbergt ausschließlich Lern- und Unterrichtsbereiche. 
Die Clusterbereiche, auf die besonderen Wert gelegt werden, gliedern sich in den beiden 
Obergeschossen um den offenen Bereich der Aula. 
 
 
Raumprogramm SOLL – IST Vergleich: 
 
Unter Berücksichtigung der zu planenden Nebenräume / Sanitärräume (268 qm) entspricht 
der Entwurf des Architekturbüros agn (3.078 qm) in Gänze den Vorgaben des 
Raumprogramms des Schulamtes (2.810 qm). 
 
Baubeschreibung 
 
Der Neubau wird als 3-geschossiges annäherndes quadratisches Gebäude in konventioneller 
Bauweise mit einem Flachdach errichtet. Die statische Konstruktion aus Stützen, Flurwänden 
und Decken wird überwiegend in Stahlbeton hergestellt. 
Die Fassade wird in vorgefertigter Holzelementbauweise errichtet, sie besteht aus großzügigen 
Fensterelementen und unregelmäßig angeordneten Holzpaneelen und Lüftungselementen.  
Der vorgestellte umlaufende Fluchtbalkon über die Obergeschosse dient nicht nu r zur 
Entfluchtung, sondern auch zum Zwecke des Sonnenschutzes.

- 7 - 
 
 
 
Ausführung unter Beachtung der Klimaschutzziele 
 
Bei der Vorentwurfsplanung wurden wesentliche Möglichkeiten zur Co²-Einsparung 
abgestimmt. Der kubische Entwurf trägt zu einem sehr guten A/V-Verhältnis und einem 
energiesparenden Gebäude bei, da das Verhältnis der Außenhüllflächen optimiert zur 
Grundfläche ist.  
Laut einer ersten Berechnung des beauftragten Energieberaters erreichen wir mit folgendem 
Konzept „Gebäudehülle mit Passivhauskomponenten + Fernwärme mit dezentraler 
Lüftungsszenario“ lediglich einen Co² Ausstoß von 26,96 T/a und der Primärenergiebedarf für 
Fernwärme und Strom wird heruntergesetzt auf 95.475 kWh/a. Die Anforderungswerte werden 
um mehr als die Hälfte reduziert, der definierte Zielwert bei städtischen Gebäuden von 40 
kWh/a/m² BGF (für Wohngebäude) erreicht. Nach aktuellem Planungsstand ist der Standard 
Passivhaus Plus zu erreichen. Die Co -2 Neutralität unter Berücksichtigung von Bau und 
Betrieb lässt sich durch die Co-2 Gewinne der flächendeckenden Errichtung einer Photovoltaik-
Anlage auf extensiver Dachbegrünung darstellen. 
Zudem wird bei der Auswahl der Baustoffe das Prinzip „Cradle to Cradle“ zu Grunde gelegt 
und nach Möglichkeit auf Verbundbaustoffe verzichtet, um die Wiederverwendbarkeit und den 
Rückbau der Materialien in einen Kreislauf zu führen. Eine Entsorgung, sollte es zu einem 
Rückbau kommen, ist somit gewährleistet und das Prinzip der Nachhaltigkeit somit auch 
weitestgehend erfüllt. Die Höhe der Fensterflächen wurde in allen Geschossen zugunsten einer 
ca. 40 cm hohen massiven Brüstung (Aufnahme Heizkörper) verkleinert und trägt dazu bei, 
den Transmissionswärmeverlust durch das Glas erheblich zu reduzieren. 
 
Brandschutzkonzept 
 
Der erste und zweite Rettungsweg werden aus allen Geschossen baulich über die notwendigen 
Treppenräume und den umlaufenden Fluchtbalkon oder Ausgänge ins Freie (EG) sichergestellt.  
Das Konzept des Fluchtbalkons erlaubt es, das im Inneren des Gebäudes der Grundriss 
weitgehend frei ist von notwendigen Fluren und somit u. a. die Lernlandschaften / Cluster frei 
möbliert werden können. Hier werden innovative Ideen ihren Platz finden. 
 
Nachweis der Barrierefreiheit 
 
Den Aspekten der Barrierefreiheit wurde dieselbe Gewichtung zugesprochen, wie allen Weiteren 
zu beachtenden Optionen. Der Fachklassentrakt und der Neubau haben beide einen Fahrstuhl, 
sodass das EG und das 1.OG die Möglichkeit besitzen über den Verbindungsgang zwei 
Fahrstühle zu nutzen. Alle fachspezifischen Räume inkl. der Verwaltung befinden sich in diesen 
beiden Geschossen. Somit ist eine Beschulung und Teilhabe für alle Nutzer möglich, die 
funktionalen Anforderungen des gesetzlichen Bildungsauftrages können im EG und 1. OG 
erfüllt werden. Das um 30 cm abgesenkte Auditorium ist durch eine zusätzliche Rampe 
erschließbar. Das alle Türen eine lichte Breite von 90 cm haben ist genauso selbstverständlich 
wie die ausreichende Anzahl von behindertengerechten Sanitärräumen inkl. eines 
Duschraumes. 
 
Denkmalschutz

- 8 - 
Schon im Vorfeld der Planung fand eine enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde 
statt. Anregungen, die sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur denkmalgeschützten 
Bernhard-Adelung-Schule ergaben, wurden architektonisch im Entwurf umgesetzt.  
 
 
Bühnentechnik / Aula 
 
Ein Schwerpunkt der Bertolt-Brecht-Schule sind die Fächer Kunst, Musik und Darstellendes 
Spiel. Diesem Tatbestand wird u. a. Rechnung getragen durch die Planung einer Bühne mit 
entsprechendem Auditorium. Es stellt für die haustechnischen Büros eine besondere 
Heraufforderung dar, das sowohl Veranstaltungen in der Aula bis ins 1. OG verständlich 
aufgenommen werden können, als auch der schulische Regelbetrieb im EG und in den 
Lernlandschaften / Cluster im 1.OG gleichzeitig hörbar stattfinden kann. Das 2. OG erhält eine  
Verglasung zum Aulabereich. 
 
 
Technische Details 
 
- Zur Warmwasserversorgung werden dezentrale Durchlauferhitzer vorgesehen  
- Eine Hebeanlage befindet sich im Untergeschoss 
- Eine Zisterne mit einem Volumen von 50.000 Litern zur WC- und 
Außenanlagenbewässerung 
- Dezentrale Lüftungsanlage zur Be - und Entlüftung der Klassenräume für den 
Winterbetrieb 
- Zu- und Abluft über Fassadengeräte 
- Fensterlüftung für den Sommerbetrieb 
- Zentrale Luftanlage für Nasszellen, Technikräume  
- Lüftung der Aula bei Veranstaltungen mit Quellüftung 
- Bedarfsgerechte Co²-Steuerung der lüftungsanlagen 
- Bühnentechnik, besondere Ausstattung Musikräume 
 
 
Perspektive Eingangsbereich 
 
 
 
 
Der Vorlage wurde in der Sitzung der Betriebskommission am 17.02.2021 zugestimmt.

Dezernat I     Dezernat II   Dezernat IV  
 
 
 
 
Jochen Partsch    Rafael Reißer   André Schellenberg  
Oberbürgermeister    Bürgermeister   Stadtkämmerer

anlage 7

216 Zeichen

Punkt 11: Gesamtsanierung Bertolt-Brecht-Schule 
 (V-Nr. 2021/0115) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und 
Liegenschaften der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

Beratungsverlauf (5)

TOP 124
TOP 6
TOP 11
TOP 48
TOP 11

Details

Vorlagen-Nr.
2021/0115
Typ
Magistratsvorlage
Datum
03.05.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00