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V/0443/2025

Toilettenkonzept der Stadt Münster - Bewirtschaftung und Neustrukturierung der öffentlichen Toilettenanlagen

Vorlagen 15.07.2025

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Anlage 1 zur Beschlussvorlage

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Anlage 2.1 zur Beschlussvorlage

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Anlage A

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Anlage 2.2 zur Beschlussvorlage

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Anlage 3 zur Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 zur Beschlussvorlage

166023 Zeichen

Toilettenkonzept der Stadt Münster 
Die bedarfsgerechte Bereitstellung von öffentlichen Toilettenanlagen sicherstellen 
 
 
 
Juli 2025 
KIM GmbH im Auftrag der Stadt Münster 
 
 
 
 
Anlage 1 zur Beschlussvorlage

Toilettenkonzept Münster i 
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis 
A. Zusammenfassung ................................ ................................ ................................ ...... iii 
B. Bericht................................ ................................ ................................ .......................... 1 
1. Einleitung ................................ ................................ ................................ ..................... 1 
2. Hintergrund und Ausgangslage ................................ ................................ .................... 2 
2.1 Allgemeines ................................ ................................ ................................ ............... 2 
2.2 Vergleich mit anderen Städten ................................ ................................ ................... 2 
2.3 Ausschreibung ................................ ................................ ................................ ........... 4 
2.4 Ziele ................................ ................................ ................................ .......................... 4 
2.5 Projektbeteiligte ................................ ................................ ................................ ......... 5 
3. Bestandsaufnahme ................................ ................................ ................................ ...... 6 
3.1 Vorgehen ................................ ................................ ................................ ................... 6 
3.2 Methoden ................................ ................................ ................................ .................. 6 
3.3 Ergebnisse................................ ................................ ................................ ................. 7 
4. Integration von Interessengruppen und Trägern öffentlicher Belange ......................... 17 
4.1 Zielgruppen ................................ ................................ ................................ .............. 17 
4.2 Beteiligung von Interessenvertretungen ................................ ................................ ... 18 
4.3 Integration der Bezirksvertretungen ................................ ................................ .......... 22 
4.4 Online-Bürgerbeteiligung ................................ ................................ .......................... 25 
5. Prüfung des Konzepts „Die nette Toilette“ in Münster ....................................................... 32 
5.1 Allgemeines ................................ ................................ ................................ ............. 32 
5.2 Methoden ................................ ................................ ................................ ................ 32 
5.3 Ergebnisse................................ ................................ ................................ ............... 33 
6. Standortempfehlungen ................................ ................................ ...............................  40 
6.1 Allgemeines ................................ ................................ ................................ ............. 40 
6.2 Methoden ................................ ................................ ................................ ................ 40 
6.3 Ergebnisse................................ ................................ ................................ ............... 43 
6.4 Exkurs: Toiletten an Veranstaltungsflächen ................................ .............................. 50 
7. Zusammenstellung künftiger Ausstattungsmerkmale ................................ .................. 54 
7.1 Markterkundung ................................ ................................ ................................ ....... 54 
7.2 Trockentrenntoiletten ................................ ................................ ...............................  59 
7.3 Ausstattungsmerkmale ................................ ................................ ............................. 60 
7.4 „Toilette für Alle“ ................................................................................................................... 61 
7.5 Zusammenfassung Ausstattungsmerkmale ................................ .............................. 62

Toilettenkonzept Münster ii 
 
 
8. Bewertungsmaßstäbe für zukünftige Bedarfsmeldungen ................................ ............ 63 
8.1 Ausgangslage ................................ ................................ ................................ .......... 63 
8.2 Methoden ................................ ................................ ................................ ................ 63 
8.3 Ergebnisse................................ ................................ ................................ ............... 63 
9. Zusammenfassende Handlungsempfehlungen ................................ ........................... 64 
9.1 Handlungsempfehlungen resultierend aus der Bestandsaufnahme .......................... 64 
9.2 Handlungsempfehlungen resultierend aus den Beteiligungsverfahren ...................... 64 
9.3 Standortempfehlungen ................................ ................................ ............................. 64 
9.4 Ausstattungsempfehlungen ................................ ................................ ...................... 65 
9.5 Empfehlungen zum Betrieb der Toilettenanlagen ................................ ..................... 66 
9.6 Empfehlungen zum Marketing ................................ ................................ .................. 67 
10. Quellen ................................ ................................ ................................ ................... 68 
C. Abbildungsverzeichnis ................................ ................................ ................................  69 
D. Tabellenverzeichnis ................................ ................................ ................................ .... 72 
E. Anhang ................................ ................................ ................................ ...................... 74 
Anhang 1 Bestandsaufnahmematrix ................................ ................................ .............. 74 
Anhang 2 Übersichtskarte ................................ ................................ .............................. 75 
Anhang 3 Übersichtskarte Erreichbarkeiten ................................ ................................ ... 76 
Anhang 4 Ergebnisse Beteiligungsverfahren ................................ ................................ .. 77 
Anhang 5 Übersicht Bedarfsquellen ................................ ................................ ............... 89 
Anhang 6 Ergebnisse Standortempfehlungen ................................ ................................  90 
Anhang 7 Überprüfung „nette Toilette“ .................................................................................... 93 
Anhang 8 Auszug Bewertungsmatrix ................................ ................................ ............. 95

Toilettenkonzept Münster iii 
 
 
 
 
A. Zusammenfassung 
Die Stadt Münster betrieb gemeinsam mit der Werbefirma WALL mehrere öffentliche 
Toilettenanlagen. Diese Partnerschaft endete zum Jahresbeginn 2024, da eine gesetzliche 
Neuregelung die Verknüpfung von Werbeverträgen mit dem Betrieb öffentlicher 
Sanitäranlagen untersagt. Infolgedessen demontierte die WALL GmbH sämtliche ihrer 
Anlagen. Eine Überprüfung durch die Stadt Münster ergab, dass die Übernahme und 
Weiterführung dieser Toiletten aufgrund ihres Gesamtzustands wirtschaftlich nicht vertretbar 
wären. 
Um ein grundlegendes Angebot im Jahr 2024 an öffentlichen Toiletten aufrechtzuerhalten, 
errichtete die Stadt Münster an drei stark frequentierten Standorten Ersatzanlagen. Zudem 
zeigte sich in den vergangenen Jahren – insbesondere während der Sommermonate –, dass 
sich viele Freizeitaktivitäten zunehmend in den Außenbereich verlagern. Damit wird eine 
höhere Verfügbarkeit öffentlicher Sanitäranlagen immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund 
wurde die KIM GmbH1 mit der Entwicklung eines umfassenden Toilettenkonzepts beauftragt. 
Dieses umfasst die Identifikation neuer Standorte , die Einbindung relevanter Akteure 
sowie die Festlegung eines Ausstattungsstandards. 
Eine Bestandsaufnahme der verbleibenden Toilettenanlagen sowie der im Rahmen des 
Projekts „Die nette Toilette“ in Restaurants und Cafés bereitgestellten Sanitäranlagen ergab, 
dass nur wenige Standorte den geltenden Barrierefreiheitsnormen entsprechen. Zudem wurde 
die Auffindbarkeit der öffentlichen Toiletten als verbesserungswürdig eingestuft. 
In einem mehrstufigen Beteiligungsprozess wurden Bezirksbürgermeister, 
Interessenvertretungen – darunter die Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen 
mit B ehinderungen – sowie Bürgerinnen und Bürger eingebunden. Sie konnten 
Standortvorschläge einreichen und Anforderungen an die Ausstattung neuer Toilettenanlagen 
formulieren. Auch eine Online-Umfrage ist mit etwas mehr als 1500 Teilnehmenden auf hohes 
Interesse gestoßen. So konnte eine Vielzahl an Perspektiven gesammelt werden. 
Die Ermittlung des Bedarfs an neuen öffentlichen Toiletten im Stadtgebiet erfolgte auf 
Grundlage identifizierter Bedarfsquellen, darunter öffentliche Parks, Ortskerne, 
Einkaufsstraßen u nd Verkehrsknotenpunkte. Zudem wurden die im Beteiligungsprozess 
eingegangenen Vorschläge in die Standortanalyse einbezogen. Eine abschließende 
Priorisierung unter Berücksichtigung der Bürgerbeteiligung sowie der Ergebnisse aus 
Stakeholder-Gesprächen führte zu 18 Standortvorschlägen, die in drei Prioritätsstufen (A, B 
und C) eingeteilt wurden. 
Aus den Gesprächen mit den Trägern öffentlicher Belange und Interessengruppen sowie im 
Rahmen von Markterkundungen und der Sichtung geltender Normen zum Thema 
Barrierefreiheit wurden Ausstattungsempfehlungen für neue WCs abgeleitet. Eine Abfrage von 
Marktpreisen resultierte in einer ersten Kostenschätzung für die neu zu errichtenden Anlagen. 
 
 
 
1 Im Laufe des Juli / August 2025 wird die KIM GmbH gesellschaftsrechtlich mit der Mainzer Stadtwerke 
AG verschmolzen. Das Team des Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität steht weiterhin - nun als Teil 
der Mainzer Stadtwerke AG - Kommunen und Kommunalen Unternehmen für Dienstleistungen rund um 
Smart City und Intelligente Mobilität zur Verfügung. KIM - Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität ist 
eine Marke der Mainzer Stadtwerke AG.

Toilettenkonzept Münster iv 
 
 
 
 
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass insbesondere im Bereich der Innenstadt und 
des Aasees sowie des Kanalufers / Stadthafens große Potentiale für neue WC -Standorte zu 
finden sind und die Ersatzanlagen dringend durch fest installierte Stadt -WCs ersetzt werden 
müssen. Auch sollten die Bekanntheit und Auffindbarkeit der „netten Toiletten“ verbessert 
werden. Das große Interesse im Rahmen der Bürgerbeteiligung hat gezeigt, dass das Thema 
bewegt und im Sinne einer menschenzentrierten Stadtplanung angegangen werden muss.

Toilettenkonzept Münster 1 
 
 
 
 
B. Bericht 
1. Einleitung 
Ein gut durchdachtes Konzept für öffentliche Toiletten trägt wesentlich zur Lebensqualität, 
Gesundheit und Attraktivität einer S tadt bei. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil der 
städtischen Infrastrukturplanung, da öffentliche Toiletten ein grundlegendes menschliches 
Bedürfnis erfüllen. Menschen, die sich in der Stadt aufhalten, benötigen Zugang zu sauberen 
und gut gewarteten Toiletten. 
Das Vorhandensein öffentlicher Toiletten fördert die öffentliche Gesundheit. Ohne 
ausreichende Toilettenmöglichkeiten kann es vermehrt zu öffentlichem Urinieren kommen, 
was zu hygienischen Problemen und Konflikten führen kann, wie es in Münster in  der 
Vergangenheit bereits beobachtet wurde. 
Öffentliche Toiletten müssen barrierefrei sein, um sicherzustellen, dass Menschen mit 
Behinderungen die Stadt uneingeschränkt nutzen und erleben können. Angesichts einer 
alternden Bevölkerung und der zunehmenden  Vielfalt an Bedürfnissen ist es wichtig, 
öffentliche Toiletten anzubieten, die allen Menschen gerecht werden. 
Saubere und leicht zugängliche öffentliche Toiletten verbessern die Lebensqualität in einer 
Stadt erheblich. Menschen fühlen sich wohler, und die Stadt wird als lebenswerter empfunden. 
Derzeit existieren in der Stadt Münster sieben feste öffentliche Toilettenanlagen mit 
unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. 
Von diesen sind drei dauerhaft in Betrieb, drei weitere werden nur an Markttagen betrieben. 
Eine Anlage ist aus Kostengründen dauerhaft geschlossen. Die mittlerweile in die Jahre 
gekommenen Anlagen entsprechen nicht immer den Anforderungen an Barrierefreiheit und 
sind oft Gegenstand von Beschwerden, die Politik, Gremien und Verwaltung beschäftigen. 
Zudem endete ein Vertrag mit der Firma WALL, die in den letzten Jahren zahlreiche öffentliche 
WC-Anlagen betrieben hatte. Diese Toiletten stehen aktuell nicht mehr zur Verfügung, und es 
muss geprüft werden, an welchen Standorten ein Weiterbetrieb sinnvoll ist. 
Die Instandsetzung der Anlagen ist ressourcenintensiv, während gleichzeitig 
Versorgungslücken im Stadtgebiet bestehen. In den letzten Jahren, geprägt von der Corona - 
Pandemie, haben sich Menschen vermehrt im Freien aufgehalten, wodurch die mangelhafte 
Verfügbarkeit und Qualität von öffentlichen Toiletteneinrichtungen noch stärker in den Fokus 
rückte. 
Daher hat sich die Stadt Münster dazu entschlossen, ein gesamtstädtisches Toilettenkonzept 
zu erarbeiten. Zur bedarfsgerechten Versorgung mit öffentlichen Toilettenanlagen ist eine 
individuelle Betrachtung einzelner Örtlichkeiten erforderlich. Hierbei sind die Besonderheiten 
der einzelnen Flächen, insbesondere die Nutzungshäufigkeit du rch Veranstaltungen, zu 
berücksichtigen. Ergänzend sind die städtebaulichen Gegebenheiten, gestalterische Aspekte 
sowie einzelfallbezogene Aspekte und Umweltbelange zu berücksichtigen.

Toilettenkonzept Münster 2 
 
 
 
 
2. Hintergrund und Ausgangslage 
2.1 Allgemeines 
 
Die Stadt Münster steht vor einer bedeutenden Herausforderung im Bereich der öffentlichen 
Toilettenanlagen. Trotz finanzieller Engpässe und gestiegener Bewirtschaftungskosten sieht 
sich die Stadt in der Verantwortung, das Angebot zu verbessern und die bestehenden Anlagen 
weiterhin zu betreiben. Derzeit befinden sich sieben Toilettenanlagen im Eigentum der Stadt. 
Eine entscheidende Veränderung trat am 1. Januar 2024 in Kraft: Die Stadt Münster hat den 
eigenständigen Betrieb ihrer öffentlichen Toilettenanlagen wieder übernommen. Grund hierfür 
ist ein rechtliches Verbot, die Bewirtschaftung öffentlicher Toiletten an Werberechte zu 
koppeln. In diesem Zuge wurde der Rückbau der von der WALL GmbH betriebenen Standorte 
durch die Firma Außenwerbung Zeiger GmbH durchgeführt. 
Um die funktionstüchtigen Toiletten zu ersetzen, wurden während der Sommermonate an drei 
Standorten Toilettenkabinen der Firma TOITOI & DIXI aufgestellt, die mit Einhausungen 
versehen sind. In Zusammenarbeit mit Münster Marketing und der Initiative starke Innenstadt 
wurde zudem das Konzept „Die nette Toilette“ erweitert. 
Das Konzept „Die nette Toilette“ ist eine Lösung, um das Angebot an öffentlich zugänglichen 
Toiletten zu erweitern, ohne dabei erhebliche Investitionen in neue Anlagen tätigen zu müssen. 
Im Rahmen dieses Projekts kooperiert die Stadt Münster mit Gastronomiebetrieben, Cafés, 
Restaurants, Geschäften und anderen Einrichtungen, die ihre sanitären Anlagen der 
Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung stellen. 
Die teilnehmenden Betriebe sind durch einen gut sichtbaren Aufkleber mit dem „nette Toilette“- 
Logo gekennzeichnet, sodass Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher diese leicht erkennen 
können. Zudem sind die Betriebe, deren Standorte und Öffnungszeiten in der App von „Die 
nette Toilette“ gelistet und auf einer Kartenansicht zur Navigation verortet. Für ihre Beteiligung 
erhalten die Betriebe von der Stadt eine Aufwandsentschädigu ng, die die zusätzlichen 
Reinigungskosten und den erhöhten Pflegeaufwand abdeckt. 
2.2 Vergleich mit anderen Städten 
Um eine bessere Einschätzung der aktuellen Situation der öffentlichen Toilettenanlagen in 
Münster zu erhalten, wurden die Anzahl der aktuell ver fügbaren öffentlichen Toiletten, 
Einwohnerzahl, Größe des Stadtgebiets und Bevölkerungsdichte der Stadt Münster mit acht 
weiteren deutschen Städten (Wiesbaden, Erfurt, Augsburg, Kassel, Magdeburg, Mainz, Halle 
(Saale) und Freiburg) ähnlicher Größenordnung verglichen. Die zum Zeitpunkt der 
Betrachtung geschlossenen, außer Betrieb genommenen und nur bedingt geöffneten Anlagen 
wurden nicht berücksichtigt.

Toilettenkonzept Münster 3 
 
 
 
 
 
45 
40 
35 
30 
25 
20 
15 
10 
5 
0 
 
 
 
 
Abbildung 1: Verhältnis Anzahl öffentlicher Toiletten zur Größe des Stadtgebiets. Daten: Eigene Recherche. 
 
45 
40 
35 
30 
25 
20 
15 
10 
5 
0 
 
 
 
 
Abbildung 2: Verhältnis Anzahl öffentlicher Toiletten zur Bevölkerungsdichte. Daten: Eigene Recherche. 
 
Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die Stadt Münster bezogen auf die Anzahl der 
öffentlichen Toiletten im Verhältnis zur Größe des Stadtgebiets an letzter Stelle steht (vgl. Abb. 
1). Ebenso liegt die Stadt Münster auf letzten Platz, wenn man das Verhält nis der 
Toilettenanzahl zur Bevölkerungsdichte betrachtet (vgl. Abb. 2). „Nette Toiletten“ wurden in 
dieser Übersicht nicht berücksichtigt. Allerdings weist die Stadt Münster unter den hier 
ausgewählten deutschen Großstädten das mit Abstand größte Stadtgeb iet bei einer 
geringeren Bevölkerungsdichte auf. Dies lässt auf eine in großen Teilen eher lockere 
Bebauung und viele Vorort -Gemeinden schließen, was mit einer geringeren Nachfrage an 
öffentlichen Toiletten einhergeht. 
Die Stadt Wiesbaden stellt den Spitzenwert an öffentlichen Toiletten in dieser 
Vergleichsgruppe auf. Hierbei ist zu beachten, dass in Wiesbaden neben den 21 öffentlichen 
Toiletten an allen 21 öffentlichen Friedhöfen ebenfalls WC-Anlagen vorgehalten werden. Diese 
sind während den Öffnungszeiten der Friedhöfe durchgehend geöffnet. Auf Platz zwei folgt die 
Stadt Karlsruhe, die 41 öffentliche WC-Anlagen zusammen mit der Werbefirma WALL betreibt. 
Zwei weitere Anlagen befinden sich in der badischen Residenzstadt noch in Planung. 
Karlsruhe 
 Wiesbaden 
Mainz 
 Mannheim 
 
Bonn Magdeburg 
Halle 
 Augsburg 
 Bielefeld 
Wuppertal 
Freiburg 
Münster 
0 
 50 
 100 
 150 
 200 
 250 
 300 
 350 
Größe Stadtgebiet (in km2) 
Wiesbaden 
 Karlsruhe 
Mainz 
Mannheim 
Magdeburg 
Bielefeld 
Augsburg 
 Bonn 
Freiburg 
Halle 
 Wuppertal 
Münster 
0 
 500 
 1.000 
 1.500 
 2.000 
 2.500 
Bevölkerungsdichte (in Einwohner/km2) 
Anzahl öffentlicher Toiletten Anzahl öffentlicher Toiletten

Toilettenkonzept Münster 4 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Mittelfeld liegen Städte wie Magdeburg, Mannheim oder Bonn, die bei 250.000 bis 320.000 
Einwohnern je 17 oder 22 (Mannheim) öffentliche WC-Anlagen betreiben. 
Die Öffnungszeiten der Toilettenanlagen liegen bei den meisten Städten im Schnitt zwischen 
7 und 22 Uhr. Lediglich zwei Städte haben Toiletten, die rund um die Uhr geöffnet sind. 
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Stadt Münster in Bezug auf öffentli che 
Toilettenanlagen im Vergleich zu anderen Städten ähnlicher Größe deutlich im Hintertreffen 
ist. Die aktuell drei regulär geöffneten öffentlichen Anlagen bedeuten den letzten Platz im 
Ranking. 
2.3 Ausschreibung 
Um die Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Toiletten nachhaltig zu lösen, hatte die 
Stadt Münster im März 2024 eine Ausschreibung zur Erstellung eines gesamtstädtischen 
Toilettenkonzepts veröffentlicht. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte Bereitstellung öffentlicher 
Toilettenanlagen zu g ewährleisten, die sowohl den Bedürfnissen der Bürger als auch den 
Anforderungen einer wachsenden Stadt gerecht wird. 
Die Ausschreibung wurde im Rahmen einer Verhandlungsvergabe durchgeführt, auf die sich 
das Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität (KIM) be worben hatte und daraufhin den 
Zuschlag bekam. 
2.4 Ziele 
Das übergeordnete Ziel des gesamtstädtischen Toilettenkonzepts ist eine bedarfsgerechte 
Bereitstellung öffentlicher Toilettenanlagen in Münster. Die Erstellung des Konzepts soll 
insbesondere folgende Anforderungen und Zielsetzungen berücksichtigen: 
1. Zentrale Schwerpunkte in Münster: Das Konzept soll eine systematische Analyse der 
Bedarfe in verschiedenen Stadtteilen umfassen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf stark 
frequentierten Orten wie: 
 Touristische Anziehungspunkte 
 Zentrale Anlaufstellen des ÖPNV bzw. am Busbahnhof 
 Veranstaltungsorte 
 Naherholungsgebiete 
 Marktplätze 
 
2. Ausstattung der neu errichteten Toiletten: Die neuen Toilettenanlagen sollen modernen 
Standards entsprechen und barrierefrei gestaltet sein. Besondere Anforderungen sind: 
 Vandalismus hemmende Ausstattung 
 (Voll)automatische Reinigung 
 Barrierefreie Nutzbarkeit 
 Einbeziehen von Umweltaspekten z. B. durch sparsamen Wasserverbrauch oder 
nachhaltige Materialien 
 Gendergerechte Nutzung 
 Kostenpflichtige Benutzung

Toilettenkonzept Münster 5 
 
 
 
 
 Kostenfreie Nutzung für Menschen mit Behinderung 
 Anpassung der Ausstattung an die örtliche Gegebenheit 
 
3. Standortfaktoren: Die Auswahl geeigneter Standorte soll auf Basis von Zugänglichkeit, 
Frequenz und regionalen Bedürfnissen erfolgen. Folgende Kriterien spielen dabei eine 
entscheidende Rolle: 
 Auffindbarkeit 
 Zugänglichkeit 
 Beachtung der zukünftigen Entwicklung der Stadt Münster 
 Gestalterische Einordnung im städtischen Umfeld 
 gut beleuchteter Standort aufgrund von Sicherheitsaspekten 
Durch diese Aspekte soll eine möglichst effiziente Versorgung des Stadtgebiets mit 
öffentlichen Toilett enanlagen sowie eine hohe Akzeptanz durch die Bevölkerung und eine 
optimale Nutzerfreundlichkeit angestrebt werden. 
2.5 Projektbeteiligte 
Das Projekt zur Entwicklung eines gesamtstädtischen Toilettenkonzepts wird durch eine enge 
Zusammenarbeit verschiedener Akteure getragen, die jeweils spezifische Aufgaben und 
Verantwortlichkeiten übernehmen. 
 Auftraggeberin: Stadt Münster 
Die Stadt Münster ist die initiierende und federführende Instanz des Projekts. Vertreten 
durch das Ordnungsamt, steuert sie die strategischen und operativen Prozesse. Das 
Ordnungsamt übernimmt dabei die Koordination und stellt sicher, dass die Anforderungen 
an das Konzept in Einklang mit den städtischen Zielen und Bedürfnissen stehen. 
 
 Auftragnehmerin: KIM GmbH 
Die KIM GmbH wurde als Auftragnehmerin im Rahmen der Verhandlungsvergabe 
ausgewählt. Sie ist für die Erstellung des Konzepts verantwortlich. Zu den Aufgaben der 
KIM GmbH gehören: 
 
 Die Analyse der Bedarfe vor Ort, 
 Die Entwicklung konkreter Vorschläge für Standorte und Ausstattung der 
Toilettenanlagen, 
 Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Effizienzaspekten. 
 
 Weitere Fachämter: 
Im Projekt sind zudem weitere Fachämter der Stadt Münster beteiligt. Diese spielen eine 
unterstützende Rolle, indem sie ihre fachspezifische Expertise und lokale Kenntnisse 
einbringen.

Toilettenkonzept Münster 6 
 
 
 
 
3. Bestandsaufnahme 
3.1 Vorgehen 
Ziel der Bestandsaufnahme war das Erfassen des aktuellen Zustands der Toilettenanlagen 
sowie das Ableiten von Handlungsempfehlungen. Vorbereitend zur Bestandsaufnahme wurde 
ein Bestandsaufnahmeformular erarbeitet, welches als Kriterienkatalog zur Bewertung  der 
Toilettenanlagen diente. Mithilfe eines standardisierten Bewertungsschemas konnten die 
bestehenden Anlagen untersucht und miteinander verglichen werden. 
Betrachtet wurden sowohl bauliche Ausstattungsmerkmale als auch Qualitätskriterien wie 
Zustand und  Sauberkeit der Anlagen. Ein besonderes Augenmerk wurde zudem auf die 
Barrierefreiheit der Bestandsanlagen gelegt, da es sich hierbei um eine Grundanforderung 
öffentlicher Einrichtungen handelt. Die DIN -Norm 18040 "Barrierefreies Bauen - 
Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude" wurde als Grundlage für die 
Bestandsaufnahme sowie das weitere Konzept herangezogen. Sie beschreibt Anforderungen 
an barrierefreie Gebäude, die für alle Menschen zugänglich sein sollten, unabhängig von Alter, 
Größe, Fähigkeiten oder körperlichen Einschränkungen. 
Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme dienten als Grundlage, um den Zugang zu und die 
Qualität von öffentlichen Toilettenanlagen im weiteren Verlauf zu verbessern. 
 
Abbildung 3: Vorgehen bei der Bestandsaufnahme. Eigene Darstellung. 
 
3.2 Methoden 
3.2.1 Begehung 
Zunächst wurde eine ausführliche Tabelle mit Bewertungskriterien erstellt, die anschließend in 
eine Vorlage für die Bestandsaufnahme überführt wurde (vgl. Anhang 1). Zu den wichtigsten 
Bewertungskriterien gehören unter anderem die Auffindbarkeit, die Barrierefreiheit, die 
Nutzungsmöglichkeiten, die Anzahl der WCs und Pissoire, die Ausstattung und 
Sicherheitsmerkmale, wie z. B. eine automatische Türöffnung, der Verschmutzungsg rad und 
die Funktionsfähigkeit. Für die Durchführung der Begehung wurden die Toilettenanlagen 
kartiert und in Bereiche unterteilt. 
Die Bereiche wurden im Anschluss an drei verschiedenen Tagen in Zweierteams begangen 
und die Toilettenanlagen untersucht. Für  jede Anlage wurden die Bewertungskriterien in der 
Vorlage notiert und mit Fotos dokumentiert. Nach Abschluss der Begehungen wurden die 
Daten digitalisiert und in einem Dokument zusammengefasst sowie ausgewertet.

Toilettenkonzept Münster 7 
 
 
 
 
3.2.2 Erreichbarkeitsanalyse bestehender Anlagen 
Mit einer Erreichbarkeitsanalyse der bestehenden Anlagen wurden die realistischen 
Einzugsbereiche der WC -Standorte identifiziert und unterversorgte Areale im Stadtgebiet 
ermittelt. So werden im Gegensatz zum einfachen Ziehen eines Radius die trennende Wirkung 
von Schnellstraßen und Wegebeziehungen berücksichtigt. 
Wir gehen davon aus, dass der realistische Einzugsbereich einer Toilette im Stadtgebiet eine 
Wegstrecke von fünf Minuten (einfacher Weg) bei einer langsamen bis mittleren 
Schrittgeschwindigkeit von 4,3 km/h nicht übersteigen soll. 
Als Richtwert für die Schrittgeschwindigkeit von Fußgängern und Fußgängerinnen führen die 
Richtlinien für die Bemessung von Lichtsignalanlagen einen Referenzwert von 1,2 m/s 
beziehungsweise 4,3 km/ h an. Die Schwankungsbreite reicht von 1,0 bis 1,5 Meter pro 
Sekunde (zwischen 3,6 und 5,4 km/h) (vgl. FSGV, 2015). Um auch langsameren 
Verkehrsteilnehmenden Rechnung zu tragen, folgen wir diesen Werten und setzen für unsere 
Analysen eine durchschnittliche Schrittgeschwindigkeit von 1,2 m/s bzw. 4,3 km/h an. 
3.3 Ergebnisse 
3.3.1 Erreichbarkeitsanalyse 
Es wurden zwei Erreichbarkeitsanalysen durchgeführt. In einem ersten Schritt wurde die 
Erreichbarkeit der wenigen verbliebenen öffentlichen -WC-Standorte durchgeführt. Danach 
wurde die Erreichbarkeitsanalyse inklusive der zahlreichen Nette -Toilette-Standorte 
wiederholt. 
Öffentliche WC -Anlagen und „nette Toiletten“ ergänzen sich und decken große Teile der 
Innenstadt und Hiltrups ab (siehe Abb. 4). Aufgrund der zahlreichen, sich überschneidenden 
Einzugsbereiche der „netten Toiletten“ in Hiltrup und der Innenstadt kann von einer partiellen 
Überversorgung ausgegangen werden. Eine vertiefte Analyse hierzu ist in Kapitel 5 Prüfung 
des Konzepts „Die nette Toilette“ in Münster zu finden. 
Im Südviertel entlang der Hammer Straße sind weitere Anlagen zu finden. Der Südpark wird 
westlichen Ende von einem WC abgedeckt. 
Der Osten und Westen der Stadt ist nicht mit WC-Anlagen abgedeckt. Im Norden befindet sich 
eine öffentliche Anlage im Wienburgpark. Auch in den äußeren Stadtteilen befinden sich keine 
WC-Anlagen. 
Am Aasee sind zwei Standorte vorhanden, wobei die „nette Toilette“ im Mövenpick-Hotel vom 
See nicht innerhalb von fünf Minuten erreichbar ist. Die Analyse zeigt, dass größere Umwege 
in Kauf genommen werden müssen. Es ist fraglich, ob Besuchende am See diesen Standort 
aufsuchen. Wir gehen davon aus, dass nur wenige Personen einen Weg von mehr als 10 
Minuten für den Hin- und Rückweg zu einer öffentlichen Toilette zurücklegen wollen.

Toilettenkonzept Münster 8 
 
 
 
 
 
Abbildung 4: Ergebnisse der Erreichbarkeitsanalyse aller verfügbarer Toilettenanlagen („nette Toilette“ und 
öffentliche WC-Anlagen): Eigene Darstellung. 
3.3.2 Begehung 
Im August 2024 war die KIM GmbH vor Ort, um die bestehenden Toilettenanlagen in Münster 
sowie die Standorte des Konzepts „Die nette Toilette“ zu besichtigen. Die Begehung erfolgte 
in Teams, die die verschiedenen Einrichtungen systematisch betrachtet und bewertet haben. 
Ziel war es, die bestehenden öffentlichen Toilettenanlagen der Stadt Münster sowie die „nette 
Toilette“-Standorte auf ihre Funktionsfähigkeit, Ausstattungsmerkmale sowie ihre 
Erreichbarkeit zu überprüfen. Dafür wurde ein Bestandsaufnahmeformular genutzt (siehe 
Anhang 1 Bestandsaufnahmematrix ), das eine detaillierte Dokumentation der jeweiligen 
Anlagen ermöglichte. Neben Informationen zum allgemeinen Bestand der Toiletten, wie z.B. 
Sauberkeit, Barrierefreiheit, Zugänglichkeit und W artungszustand, wurden auch 
Fotodokumentationen angefertigt. 
Bei den folgenden Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass es sich um den Stand August 
2024 handelt. Die detaillierten Ergebnisse zu jeder Anlage wurden der Stadt Münster zur 
Verfügung gestellt.

Toilettenkonzept Münster 9 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Münster-Mitte 
 Münster-Hiltrup 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 5: Anzahl Toilettenanlagen nach Stadtteilen. Eigene Darstellung. 
 
Insgesamt wurden 42 Standorte untersucht. Davon befanden sich 26 Standorte in Münster- 
Mitte und 16 Standorte im Stadtteil Hiltrup. 
 
 
Nicht mehr existente Anlagen 
 
Nette Toilette 
 
Öffentliche Toiletten 
 
Insgesamt 
 
0 10 20 30 40 50 
 Münster-Mitte  Münster-Hiltrup 
 
Abbildung 6: Anzahl Toilettenanlagen nach Stadtteilen und Betreibern. Eigene Darstellung. 
 
Zehn Toilettenanlagen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Eigentum der Stadt Münster, 
bzw. wurden über die Stadt Münster von TOITOI & DIXI gemietet. Davon neun in Münster - 
Mitte und eine Anlage in Hiltrup. Betrachtet wurden auch die teilnehmenden Betriebe der 
„netten Toilette“. Hier befand sich der Großteil der Anlagen mit 15 von insgesamt 28 
16 
26 
16 
4 
9 
0 
13 
 15 
 
1 
26

Toilettenkonzept Münster 10 
 
 
* davon drei Anlagen durchgängig 
und drei nur an Markttagen in Betrieb. 
 
 
teilnehmenden Betrieben im Stadtteil Hiltrup. Darüber hinaus wurden die Standorte der vier 
nicht mehr existenten Anlagen in Münster-Mitte besichtigt. 
 
 
Abbildung 7: Betriebszustand der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. 
 
Bei der Begehung wurde zunächst der Betriebszustand der Toilettenanlagen erfasst. Von den 
teilnehmenden Betrieben der „netten Toilette“ waren alle 28 Toilettenanlagen in Betrieb. Von 
den insgesamt zehn Toilettenanlagen in der Stadt Münster waren zum Zeitpunkt der Begehung 
sechs in Betrieb. Eine Anlage war außer Betrieb und weitere drei Anlagen wurden durch DIXI- 
Toiletten ersetzt. Zusammengefasst waren von den insgesamt 42 Standorten 34 Anlagen in 
Betrieb, eine Anlage außer Betrieb, drei Anlagen durch DIXI-Toiletten ersetzt und vier Anlagen 
ersatzlos nicht mehr existent. 
 
 
 
 
 Durchgehend 
 Eingeschränkt 
 
 
* durchgehend = 
jeden Tag in der 
Woche; 
eingeschränkt = 
nur an bestimmten 
Tagen oder 
Jahreszeit 
 
 
Abbildung 8: Öffnungszeiten der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. 
 
Bei der Erfassung der Öffnungszeiten der Toilettenanlagen wurde zunächst nur zwischen 
durchgehend, d.h. an allen Wochentagen, und nicht durchgehend, d.h. nur an bestimmten 
Tagen, geöffneten Anlagen unterschieden. Nur etwa ein Drittel (12) der betrachteten Anlagen 
sind durchgehend geöffnet. Der Großteil der betrachteten Anlagen (25) ist dagegen 
eingeschränkt geöffnet. Besondere Regelungen gelten für die Toiletten an den 
Wochenmärkten. Die öffentliche Toilette am Domplatz ist ausschließlich an Markttagen von 
12 
25 
Nette Toilette 
 28 
 0 
 In Betrieb* 
Außer Betrieb 
Stadt Münster 6 1 3 0 
 Derzeit DIXI als Ersatz 
Ehemaliger WALL Standort, 
nicht mehr existent 
Insgesamt 34 1 3 
0 
 10 
 20 
 30 
 40 
 50 
4

Toilettenkonzept Münster 11 
 
 
 
 
05:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Die Toiletten am Geistmarkt und am Wochenmarkt in Hiltrup 
werden wie „nette Toiletten“ behandelt und von den Marktbeschickern selbst gereinigt. 
 
 
 
 
 
 Innenliegend 
 Freistehend 
 DIXI 
 Unterirdisch 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 9: Anlagetypen der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. 
 
Bei der Erfassung des Anlagetyps wurde zwischen den vier Kategorien innenliegend, 
freistehend, DIXI und unterirdisch unterschieden. Der Anlagetyp innenliegend überwiegt mit 
31 Anlagen deutlich. Freistehende Anlagen und DIXI -Toiletten sind mit jeweils 3 
Toilettenanlagen vertreten. Eine der Toilettenanlagen ist dem Anlagentyp unterirdisch 
zuzuordnen. 
 
 
 
 sehr gut 
 gut 
 ausreichend 
 mangelhaft 
 unzumutbar 
 nicht 
berechnungsfähig 
 
 
 
Abbildung 10: Zustand der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. 
 
Der Zustand der Anlagen wurde anhand folgender Faktoren berechnet: Verschmutzung, 
Geruch, Hygiene (definiert als das Vorhandensein von Sensorik für Spülung, Wasser, Seife 
und Händetrockner), Funktionsfähigkeit und Optik. Dabei wurden die Faktoren nach ihre r 
Bedeutung für die Nutzung der Anlagen gewichtet: Verschmutzung (35%), Geruch (20%), 
Hygiene (10%), Funktionsfähigkeit (25%) und Optik (10%). Der errechnete Zustand wurde 
anschließend in die Kategorien „sehr gut“, „gut“, „ausreichend“, „mangelhaft“ und „unzumutbar“ 
eingeordnet. Bewertet wurden alle Anlagen, die zum Zeitpunkt der Begehung in Betrieb waren. 
Für drei Anlagen konnte der Zustand nicht erfasst werden, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht 
begehbar waren. 
3 
 1 
3 
31 
2 
10 3 
18 
14

Toilettenkonzept Münster 12 
 
 
 
 
Die Auswertung zeigt, dass der Zustand von rund der Hälfte der Anlagen (18) als „sehr gut“ 
bewertet wurde. Weitere 14 Anlagen wurden als „gut“ bewertet. Zwei der Anlagen wurden mit 
einem noch „ausreichenden“ Zustand bewertet. Lediglich eine Anlage wies einen 
„mangelhaften“ Zustand auf. 
 
 
 
 
 
 
 Behinderten-WC 
vorhanden 
 kein Behinderten-WC 
vorhanden 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 11: Toilettenanlagen mit Behinderten-WC. Eigene Darstellung. 
 
Vor der Bewertung der Barrierefreiheit der Anlagen wurde zunächst unterschieden, ob die 
Anlagen über ein Behinderten-WC verfügen oder nicht. Es zeigte sich, dass nur etwas mehr 
als die Hälfte (19) der Anlagen über ein Behinderten -WC verfügen. Zwei der drei  nicht 
begehbare Anlagen konnten in dieser Bewertung nicht berücksichtigt werden. 
 
 
 
 Vollständig barrierefrei 
 
 Größtenteils 
barrierefrei 
 Eingeschränkt 
barrierefrei 
 Kaum barrierefrei 
 
 Nicht barrierefrei 
 
 
 
 
Abbildung 12: Erfüllung der Kriterien für Behinderten-WCs nach DIN-Norm 18040. Eigene Darstellung. 
 
Zur Beurteilung der Barrierefreiheit der Anlagen mit Behinderten-WC wurden die Kriterien der 
DIN 18040 herangezogen und überprüft. Die Begehung ergab, dass drei der 19 Anlagen nicht 
barrierefrei sind. Weitere drei Anlagen sind eingeschränkt barrierefrei. Fünf Standorte sind mit 
Einschränkungen barrierefrei. Sieben Anlagen sind weitgehend barrierefrei (d.h. mit maximal 
drei nicht vollständig erfüllten Kriterien). Nur bei einer Anlage konnte eine vollständige 
Erfüllung der Kriterien für Behinderten-WCs nach DIN 18040 festgestellt werden. 
17 
19 
3 
 1 
3 
 7 
5

Toilettenkonzept Münster 13 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 sehr gut 
 gut 
 ausreichend 
 mangelhaft 
 unzumutbar 
 
 
 
 
 
Abbildung 13: Sicherheit der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. 
 
Als weiteres Kriterium wurde die Sicherheit der Toilettenanlagen bewertet. Die Sicherheit der 
Toilettenanlagen wurde anhand der Anzahl der erfüllten Kriterien bewertet. Die Kriterien sind 
dem Bestandsaufnahmeformular (Anhang 1) zu entnehmen. Insgesamt gab es 4 Kriterien. Die 
Note 1 wurde vergeben, wenn alle 4 Kriterien erfüllt waren. Die Note 2 wurde vergeben, wenn 
3 Kriterien erfüllt waren. Note 3 wurde vergeben, wenn 2 Kriterien erfüllt waren. Note 4 wurde 
vergeben, wenn 1 Kriterium erfüllt war. Note 5 wurde vergeben, wenn kein Kriterium erfüllt war. 
Auf dieser Grundlage wurde eine Note berechnet, die die Bewertung der Sicherheit der 
jeweiligen Anlage widerspiegelt. 
Es zeigt sich, dass nur bei drei Anlagen die Sicherheit mit „sehr gut“ bewertet wurde. Mehr als 
die Hälfte (19) der Anlagen weisen eine „gute“ Sicherheit auf. Bei den restlichen 14 Anlagen 
wurde die Sicherheit mit „ausreichend“ bewertet. Dies zeigt, dass der überwiegende Teil der 
Anlagen sicher ist, es aber noch Verbesserungspotential bei der Sicherheit der Anlagen gibt. 
3.3.3 Erhebung von Nutzungszahlen 
Im Rahmen der Bestandsaufnahme sollten zusätzlich die Nutzungszahlen erhoben werden, 
um einen Eindruck über die Auslastung und den Bedarf an versc hiedenen Standorten zu 
bekommen. Die Zählungen erfolgten an zwei verschiedenen Wochentagen zu drei 
unterschiedlichen Tageszeiten innerhalb jeweils einer Stunde. Als Stichprobe wurden die zwei 
Toilettenanlagen Stadthaus 1 und Schlossplatz ausgewählt. 
Am Stadthaus 1 wurden Zählungen in den Zeiträumen 10:00-11:00 Uhr, 13:00-14:00 Uhr und 
17:00-18:00 Uhr durchgeführt. Die Wahl dieser Zeiten beruht auf der Annahme, dass die 
Toiletten vor allem während des Besuchs der umliegenden Geschäfte und bei Erledigungen  
genutzt werden. Vormittags und nachmittags sind Zeiten, in denen viele Menschen einkaufen, 
zum Arzt gehen oder anderen alltägliche Erledigungen nachgehen. Der späte Nachmittag 
wurde ebenfalls berücksichtigt, da hier viele Menschen nach der Arbeit noch Bes orgungen 
tätigen oder sich treffen. 
Am Schlossplatz wurde in den Zeiträumen von 11:00-12:00 Uhr, 15:00-16:00 Uhr und 19:00- 
20:00 Uhr gezählt. Hier wurde davon ausgegangen, dass die Toilette aufgrund der 
umliegenden Grünflächen und Spielplätze eher nachmit tags und zu später Stunde stärker 
frequentiert wird. Zusätzlich wurde eine Zählung zwischen 11:00 und 12:00 Uhr durchgeführt, 
0 
 3 
14 
19

Toilettenkonzept Münster 14 
 
 
 
 
um den gesamten Tag abzubilden und eventuelle Unterschiede zwischen der Nutzung am 
Vormittag und am Nachmittag feststellen zu können. 
Darüber hinaus wurden allgemeine Annahmen zu beeinflussenden Faktoren für die 
Toilettennutzung nach Tageszeit getroffen un d bei der Auswahl der Zählzeitpunkte 
berücksichtigt. Diese Faktoren umfassen Tätigkeiten wie den Besuch des Einzelhandels und 
alltägliche Erledigungen, Arztbesuche, Spaziergänge sowie Treffen mit anderen Personen 
zum Verweilen. Auch die Standorte bzw. die direkte Umgebung der Toilettenanlagen, wie 
Einkaufsstraßen und Points of Interest (POI) mit Aufenthaltsqualität, spielten eine Rolle. 
Schließlich wurde auch die Berufstätigkeit der Nutzer berücksichtigt, wobei zwischen 
ganztags, halbtags, arbeitslos, in Rente sowie Elternzeit, Urlaub unterschieden wurde. 
Während der Zählungen wurden neben Datum und Tageszeit auch die Nutzungsmöglichkeit 
(Männer-WC, Frauen-WC, Behinderten-WC) sowie mögliche beeinflussende Faktoren auf die 
Nutzungszahlen (Wetter, Besonderheiten am Standort) erhoben. Zudem wurden Kleinkinder 
in Begleitung von Erwachsenen gesondert gezählt. 
Die Ergebnisse der Zählung sind nicht repräsentativ, können jedoch einen ersten Eindruck 
zum Nutzungsverhalten geben. 
Tabelle 1: Anzahl Personen, die die Toilettenanlagen genutzt haben. Ergebnisse der Zählung. (+Zahl) = Anzahl 
Kleinkinder, die in Begleitung der gezählten Erwachsenen das WC genutzt haben. Eigene Darstellung. 
 
Standort Datum Tageszeit Frauen-WC Männer-WC Behinderten- 
WC 
Stadthaus 1 06.08.2024 17:00- 
18:00 
3 4 (+1) 0 
07.08.2024 10:00- 
11:00 
6 4 (+1) 0 
07.08.2024 13:00- 
14:00 
16 (+6) 8 0 
Schlossplatz 06.08.2024 18:00- 
19:00 
2 6 0 
07.08.2024 11:00- 
12:00 
2 7 0 
07.08.2024 14:00- 
15:00 
3 6 0 
 
 
Während die Nutzerzahlen am Schlossplatz über die Tageszeiten hinweg konstant waren, 
wurde die Toilette am Stadthaus 1 vermehrt zur Mittagszeit genutzt. Da zu dieser Zeit viele 
Erwachsene gemeinsam mit Kleinkindern gezählt wurden, kann die Annahme getroffe n 
werden, dass die hohen Zahlen zu dieser Tageszeit auf den vorm Stadthaus 1 aufgebauten 
„Maxi-Sand“, einen großen Sandkasten für Kinder, zurückzuführen sind.

Toilettenkonzept Münster 15 
 
 
 
 
Tabelle 2: Wetter und Besonderheiten während der Zählung. Eigene Darstellung. 
 
Standort Datum Wetter Besonderheiten 
Stadthaus 1 06.08.2024 sonnig, 30°C Maxi-Sand geöffnet 
07.08.2024 sonnig mit Wolken, 
24°C 
Schlossplatz 06.08.2024 sonnig, 30°C Veranstaltung auf 
dem Schlossplatz 
(Sommernachtskino), 
jedoch mit 2 eigenen 
Toilettencontainern 
07.08.2024 sonnig mit Wolken, 
24°C 
 
3.3.4 Zeitwertermittlung 
Der Zeitwert einer WC -Anlagen wurde durch die Differenz zwischen dem ursprünglichen 
Anschaffungswert und der kumulierten Abschreibung ermittelt. Diese Berechnung 
berücksichtigt die Nutzungsdauer und den Zustand der Anlage, um den aktuellen Wert zu 
bestimmen. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der Anlage. 
 
Abbildung 14: Standorte (von links): Schlosspatz, Aasee/Hansahafen und Geistmarkt. Eigene Darstellung. 
 
Schlossplatz 
 Anschaffungsjahr: 2010 
 Anschaffungswert: 12.215,94 EUR 
 Abschreibung: 10 Jahre 
 Aktueller Buchwert: 0 EUR 
 
 
Aasee / Hansahafen 
 Anschaffungsjahr: 2010 
 Anschaffungswert: 62.566,24 EUR 
 Abschreibung: 10 Jahre 
 Aktueller Buchwert: 40.859,62 EUR 
 
 
Geistmarkt 
 Anschaffungsjahr: 2010

Toilettenkonzept Münster 16 
 
 
 
 
 Anschaffungswert: 46.533,38 EUR 
 Abschreibung: 10 Jahre 
 Aktueller Buchwert: 30.389,16 EUR 
 
 
Anmerkung: Die WC-Anlagen in den Stadthäusern 1 und 2 sind Bestandteil des Gebäudes 
und haben daher keinen separat ausgewiesenen Wert. Die Containeranlage in Hiltrup sowie 
die mobilen Toiletten an den Standorten Breul, Südpark und Wienburgpark konnten nicht 
bewertet werden. Auch die unterirdische WC-Anlage am Domplatz konnte nicht in die Zeitwert- 
Berechnung einbezogen werden.

Toilettenkonzept Münster 17 
 
 
 
 
4. Integration von Interessengruppen und Trägern öffentlicher Belange 
4.1 Zielgruppen 
Die Zielgruppen für öffentliche Toiletten sind vielfältig und umfassen im Wesentlichen alle 
Menschen, die sich in öffentlichen Räumen aufhalten. Wir gehen davon aus, dass 
insbesondere die folgenden Personengruppen häufig öffentliche Toiletten aufsuchen werden. 
 Personen, die sich zu Freizeitzwecken oder zum Zweck von Erledigungen im Stadtgebiet 
aufhalten: 
 
 (Tages-)Touristen und Reisende: Personen, die Städte besuchen 
oder durchreisen, benötigen oft Zugang zu öffentlichen Toiletten, da 
sie sich in der Gegend nicht gut auskennen oder keinen schnellen 
Zugang zu privaten Toiletten haben. 
 Menschen, die in Einkaufszentren, Märkten oder Einkaufsstraßen 
unterwegs sind, benötigen oft öffentliche Toiletten, um ihre Einkäufe 
komfortabel erledigen zu können. 
 Familien mit kleinen Kindern: Eltern mit Babys und Kleinkindern sind oft auf gut 
ausgestattete öffentliche Toiletten angewiesen, die 
Wickelmöglichkeiten bieten. 
 Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen: Besucher von 
Festivals, Konzerten, Märkten oder Sportveranstaltungen benötigen 
ebenfalls Zugang zu ausreichenden und sauberen öffentlichen 
Toiletten. 
 Ältere Menschen Auf dem Weg von und zu Erledigungen im 
Stadtgebiet. Senioren, die möglicherweise häufiger Toilettenpausen 
benötigen, sind ebenfalls auf leicht zugängliche öffentliche Toiletten 
angewiesen 
 
Häufige Ziele: Parkanlagen, Aasee, Innenstadt, Stadtteilzentren, Spielplätze, 
Wochenmärkte, Arzthäuser, Friedhöfe 
 
 Gesundheitlich beeinträchtige Personen: 
 
 Menschen mit Behinderungen: Barrierefreie Toiletten sind essenziell 
für Personen mit Mobilitätseinschränkungen oder anderen 
besonderen Bedürfnissen. 
Menschen mit gesundheitlichen Problemen: Personen, die aufgrund 
von gesundheitlichen Problemen, wie z. B. Blasen- oder 
Darmproblemen, häufig Toiletten benötigen, sind auf gut erreichbare öffentliche 
Toiletten angewiesen. 
 
Häufige Ziele: identische Ziele wie Gruppe 1; Parkanlagen, Aasee, Innenstadt, 
Stadtteilzentren, Spielplätze, Wochenmärkte, Arzthäuser, Friedhöfe

Toilettenkonzept Münster 18 
 
 
 
 
 Personen, die sich zwangsläufig im Stadtgebiet aufhalten: 
 
 Personen ohne festen Wohnsitz sind oft auf öffentliche Toiletten 
angewiesen, um grundlegende Hygiene aufrechtzuerhalten. 
 
Häufige Ziele: Bahnhöfe, Haltestellen, Einkaufsstraßen, Parkanlagen 
 
 
 Pendler und Berufstätige 
 
 Personen, die lange Arbeitswege haben oder in der Stadt arbeiten 
und unterwegs sind, nutzen öffentliche Toiletten, insbesondere in 
Bahnhöfen und an Bus- oder Straßenbahnhaltestellen. 
 Dennoch sind Erwerbstätige auf Arbeitswegen oder Personen mit terminierten 
Erledigungen (Arztbesuche o.ä.) sind nur in Ausnahmefällen Zielgruppe von 
öffentlichen Toilettenanlagen. Diese Personen planen ihre Wege entsprechend, 
ohne auf öffentliche WC-Anlagen angewiesen zu sein. 
 
Häufige Ziele: Bahnhöfe, Haltestellen, Einkaufsstraßen, jeweiliger Arbeitsort 
 
 
Um ein möglichst umfassendes Meinungsbild der relevanten Zielgruppen zu erfassen, wurde 
ein dreistufiges Beteiligungsverfahren durchgeführt: 
 Einbindung von Interessenvertretungen: Zur Berücksichtigung der Perspektiven von 
Senioren, Menschen mit Behinderungen und weiteren vulnerablen Gruppen, wie 
beispielsweise wohnungslosen Menschen, wurden gezielte Austauschtermine mit den 
entsprechenden Interessenvertretungen organisiert. 
 Beteiligung politischer Vertreter: Die Bezirksbürgermeister der Stadtteile wurden in den 
Prozess eingebunden, da sie in engem Austausch mit der Bevölkerung ihrer jeweiligen 
Stadtteile stehen und deren Interessen vertreten. 
 Öffentliche Bürgerbeteiligung: Um die Sichtweise der Münsteraner Bürgerinnen und 
Bürger einzubeziehen, wurde eine Online-Beteiligung über das Portal „Beteiligungen 
NRW“ durchgeführt. 
4.2 Beteiligung von Interessenvertretungen 
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurden verschiedene Interessenvertretungen, wie das 
Amt für Gleichstellung, das Sozialamt, die Kommission zur Förderung der Inklusion von 
Menschen mit Behinderung (KIB), die Seniorenvertretung und die Bischoff-Herrmann-Stiftung, 
einbezogen, um eine umfassende und inklusive Perspektive zu gewährleisten. 
Die Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung (KIB) wurde 
beteiligt, um sicherzustellen, dass die Anliegen von Menschen mit Behinderungen und 
chronischen Erkrankungen angemessen berücksichtigt werden. 
Darüber hinaus wurde das Sozialamt der Stadt Münster sowie die Bischof-Hermann-Stiftung, 
die in den Bereichen Wohnungslosenhilfe, Eingliederungshilfe, Jugendhilfe und Migrationshilfe 
tätig ist, um auch die Bedürfnisse dieser Gruppen zu berücksichtigen.

Toilettenkonzept Münster 19 
 
 
 
 
Das Konzept wurde in zwei Sitzungen vorgestellt und diskutiert. Unser Vorgehen umfasste 
mehrere Schritte: Zunächst wurden die KIB sowie die Seniorenvertretung und die 
Genderbeauftragte angefragt. Anschließend erfolgten die Terminkoordination sowie die 
Vorbereitung und Durchführung der Treffen mit den Stakeholdern, sowohl online als auch vor 
Ort. Während dieser Treffen wurde der aktuelle Arbeitsstand des Konzepts vorgestellt und eine 
offene Diskussion zur Erfassung der Anforderungen und Aufnahme der Standortwünsche 
geführt. Die Ergebnisse dieser Diskussionen wurden dokumentiert, ausgewertet und 
abschließend präsentiert. 
4.2.1 Ergebnisse des Beteiligungsprozesses 
Durch diesen umfassenden Beteiligungsprozess konnte sichergestellt werden, dass das 
Toilettenkonzept die  Bedürfnisse und Wünsche der verschiedenen Interessengruppen 
berücksichtigt und eine breite Akzeptanz findet. 
Diskussion zu den Standortempfehlungen 
Die Teilnehmenden zeigten eine breite Zustimmung zu den von der KIM GmbH und der Stadt 
Münster erarbeiteten Standortempfehlungen. Viele der vorgeschlagenen Standorte wurden 
bestätigt, da dort ein klarer Bedarf gesehen wird. Zusätzlich brachten die Teilnehmer eigene 
Standortvorschläge ein, die ebenfalls berücksichtigt wurden. Die im Rah men der Sitzungen 
eingebrachten Vorschläge und Empfehlungen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. 
Tabelle 3: Diskussion zu den Standortempfehlungen. Eigene Darstellung. 
 
Interessens- 
vertretung 
Standort Kommentar / Beschreibung 
Bischof- 
Herrmann- 
Stiftung 
Servatiiplatz  
Siemensstraße  "viele Prostituierte" 
Parkplatz Albersloher Weg  kleiner Parkplatz Kiosk Ecke Albersloher 
Weg, viel Abendgeschäft 
Hansaplatz  Wolbecker Straße, Ecke Hansaring 
Linnenbrinks Garten  
Marienplatz  
Senioren- 
vertretung 
Giant Pool Balls Aasee  viele Partygäste 
Albersloher Weg  Achse Bahnhof Bremer Straße zum 
Haverkamp 
Hamburger Straße 4  Hamburger Tunnel wird aktuell erneuert, 
wird als Toilette benutzt, zwingend 
erforderlich, auf der Achse Richtung 
Albersloherweg 
Sozialamt Fernbushaltestelle/Hafen- 
straße 
 Barrierefreie Anlage für umsteigende 
Fahrgäste im Rollstuhl; inzwischen

Toilettenkonzept Münster 20 
 
 
 
 
  geschlossen. Hier wäre eine neue Anlage 
sinnvoll 
(Richtung) Rosenplatz  Altstadt Münster mehr Richtung 
Rosenplatz, richtig Altstadt, Hotspot 
Gastronomie 
KIB Allgemeine Anmerkungen 
zu den Standorten 
 Naherholungsgebiete, z.B. in der Nähe der 
Rieselfelder 
 „Toilette für Alle“ ist wichtig, vor allem an 
zentralem Ort, der über eine soziale 
Kontrolle 
 verfügt, z.B. in unmittelbarer Nähe des 
Stadthauses 1. 
 „Toilette für Alle“: Eine Anlage ist ohnehin 
vorgesehen. Allerdings wären hier noch 
weitere 
 Standorte erwünscht, z. B. im Zoo, da es 
hier schon Beschwerden gab. 
Standortvorschläge in 
Münster-Mitte 
 Nähe des Mühlenhofs auf Seite des 
Aasees 
 Handwerkskammer Bildungszentrum 
(BWZ) / Haus Kump, Mecklenbecker 
Straße 
 Warendorfer Straße gegenüber des 
Cinema Filmtheaters  barrierefreie 
Anlage 
 Am Aegidiimarkt  „Toilette für Alle“ 
 Südpark wird als wichtig erachtet, da hier 
insbesondere an Sommertagen viele 
Besucher sind. 
 Am Meßkamp  barrierefreies WC 
Standortvorschläge in 
Münster-Hiltrup 
 Zentrum Hiltrup, nahe der Sankt Clemens 
Kirche oder in der Nähe des Bahnhofs 
 „nette Toilette“ in Hiltrup nur bis 18:00 Uhr 
barrierefrei möglich  barrierefreie 
Toilettenanlage in Hiltrup 
Mecklenbeck  Bürgerzentrum Mecklenbeck. 
 Barrierefreie Anlage oder „nette Toilette“ in 
der Mecklenbecker Ortsmitte

Toilettenkonzept Münster 21 
 
 
 
 
Diskussion zu den Ausstattungsmerkmalen 
Zudem erfolgte eine Diskussion zu den Ausstattungsmerkmalen der öffentlichen Toiletten in 
Münster. Dabei wurden die Anforderungen und Wünsche der Interessensvertret er an die 
Ausstattung öffentlicher Toilettenanlagen erörtert. 
Das Sozialamt befürwortete ein einheitliches Notrufsystem innerhalb der öffentlichen 
Toilettenanlagen, wobei noch geklärt werden muss, wohin die Notrufe geleitet werden. 
Außerdem wurde die Einri chtung von Toiletten für Alle (siehe Kapitel 7.4 „Toilette für Alle“ ) 
unterstützt, basierend auf einem Antrag der KIB vom letzten Jahr. Der Domplatz wurde als 
geeigneter Standort vorgeschlagen, da er sowohl mit dem Auto als a uch mit öffentlichen 
Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Die Beschilderung sollte in guter Lesehöhe und 
kontrastreich sein und Informationen über die nächstgelegenen öffentlichen Toiletten 
enthalten, falls eine Toilette besetzt ist. Die Öffnungszeiten soll ten ebenfalls deutlich 
angegeben werden. Im Idealfall sollten die Toiletten rund um die Uhr geöffnet sein. Obwohl 
der EURO-Schlüssel die Toiletten öffnet, sind die Informationstafeln zu den Öffnungszeiten oft 
verwirrend. Eine kontrastreiche Farbgestaltung sollte nicht nur auf barrierefreien Toiletten, 
sondern auch auf regulären Toiletten angewendet werden, da diese häufig von Menschen mit 
Sehbehinderung genutzt werden. 
Das Amt für Gleichstellung schlug vor, genderneutrale Toiletten einzurichten, um alle 
Geschlechter zu berücksichtigen und lange Wartezeiten zu vermeiden. Einzelkabinen mit 
Waschbecken sollten vorhanden sein, um Menstruationsprodukte reinigen zu können. 
Hygienebehälter sollten in allen Toiletten vorhanden sein. Kompost - und Trockentoiletten 
wurden als umweltfreundliche Alternativen vorgeschlagen. Es sollten Urinale für Frauen und 
Männer bzw. Unisex-Urinale vorhanden sein. Selbstreinigende Toiletten wurden al s Lösung 
für das Sauberkeitsproblem vorgeschlagen. 
Die Seniorenvertretung betonte, dass Toiletten für Alle sowohl mit dem Auto als auch mit dem 
ÖPNV gut erreichbar sein sollten. Der Domplatz ist mittlerweile nicht mehr mit dem Auto 
erreichbar. Maßnahmen ge gen Vandalismus, wie Graffiti, sollten ergriffen werden. Die 
Standorte müssen gewartet und gepflegt werden, um den langfristigen Betrieb sicherzustellen. 
Die Beschilderung sollte gut sichtbar und erkennbar sein, mit sprachlicher Vielfalt (mindestens 
Deutsch, Englisch und Niederländisch). Eine Kombilösung aus App - und Barzahlung sollte 
möglich sein. Die Idee der Trockentoiletten wurde unterstützt. Vor allem am Kanal, wo viele 
Spaziergänger unterwegs sind, wurden temporäre Einrichtungen als sinnvoll erachtet.  Das 
Konzept „Die nette Toilette“ sollte mehr beworben werden. 
Die Bischoff -Herrmann-Stiftung hob die Bedeutung ausreichender Beleuchtung hervor, um 
Angsträume zu vermeiden. Maßnahmen zur Vermeidung von Verstopfungen sollten ergriffen 
werden. Trinkwasseranlagen sollten an jeder öffentlichen Toilettenanlage vorhanden sein. An 
vielen Standorten wäre ein Spritzenabwurf sinnvoll. Die Standortwahl für „Toiletten für Alle“ 
sollte gut bedacht werden. Türen der Toilettenanlagen sollten nach einer besti mmten Zeit 
automatisch öffnen, um Drogenkonsum zu vermeiden und im Notfall eingreifen zu können. 
Eine zentrale Beschilderung im Innenstadtbereich sollte Aufschluss über alle öffentlichen 
Toilettenanlagen geben. Alle Anlagen sollten im Sinne des Klimaschutz es eine 
Dachbegrünung erhalten.

Toilettenkonzept Münster 22 
 
 
 
 
Die Kommission für Inklusion und Barrierefreiheit (KIB) hat zentrale Anforderungen an 
barrierefreie Toilettenanlagen formuliert. Die Beschilderung und Information müssen klar und 
auffällig auf Standorte und Entfernungen hinweisen. Ein Verzeichnis aller Anlagen, das auch 
in Apps wie "Toiletten -Finder" oder "Handicap-X" integriert und auf der städtischen Website 
leicht auffindbar ist, wird dringend gewünscht. Beim Zugang wird auf Barrierefreiheit und 
Vandalismusschutz geachtet. Eine automatische Türöffnung per Knopfdruck in Verbindung mit 
dem EURO -Schlüssel soll die Nutzung für Rollstuhlfahrer erleichtern. Eine schwellenlose 
Gestaltung wird bevorzugt, wobei technische Lösungen das Eindringen von Regenwasser 
verhindern müssen. Notrufsysteme in stark frequentierten Anlagen sollen das Zwei -Sinne- 
Prinzip erfüllen und Sprach - oder Schreibfunktionen beinhalten. Ihre Funktionsweise, 
einschließlich der Verbindung zur Feuerwehr, muss klar definiert und zuverlässig sei n. Im 
Bereich der Hygiene ist eine regelmäßige, wöchentliche bis mehrmalige tägliche Reinigung 
unerlässlich. Geruchsdicht verschließbare Abfallbehälter für Windeln werden als wichtig 
erachtet. Selbstreinigende Toiletten können unterstützend wirken, ersetze n aber nicht die 
manuelle Reinigung. Darüber hinaus wird eine umfassende Ausstattung gefordert: 
Barrierefreie Toiletten sollten über Liegeflächen, beidseitige Haltegriffe, kontrastreiche Farben 
und Kleiderhaken für unterschiedliche Körpergrößen verfügen. 
4.3 Integration der Bezirksvertretungen 
Neben den Interessengruppen wurden ebenfalls die Bezirksvertretungen beteiligt, um ein 
tieferes Verständnis zu den jeweiligen Stadtteilen zu erlangen. So wird sichergestellt, dass 
lokale Besonderheiten und Anforderungen in den Planungen berücksichtigt werden. 
4.3.1 Allgemeines 
Die Stadt Münster ist in sechs Bezirke unterteilt, die jeweils durch 
eine Bezirksvertretung repräsentiert werden. Die Bezirke sind: 
 Mitte 
 Nord 
 Ost 
 Südost 
 Hiltrup 
 West 
Abbildung 15: Stadtbezirke 
mit Vertretungen. Quelle: 
Stadt Münster. 
Zur Einbindung der Bezirksvertretungen wurde ein 
Gesprächstermin organisiert, bei dem der aktuelle Stand des 
gesamtstädtischen Toilettenkonzepts vorgestellt wurde. Die Ver tretungen der Bezirke 
Münster-Mitte, -Nord, -Ost und -Hiltrup nahmen am Termin teil, während die 
Bezirksvertretungen von Münster -Südost und -West verhindert waren. In einer rund 
zweistündigen Informationsveranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichke it, 
Anregungen und Wünsche einzubringen. Ziel war es, einerseits über den Fortschritt und die 
geplanten Maßnahmen zu informieren und andererseits Meinungen, Vorschläge sowie 
konkrete Bedarfsmeldungen aufzunehmen, um das Konzept weiter an die lokalen Bedürfnisse 
anzupassen.

Toilettenkonzept Münster 23 
 
 
 
 
Tabelle 4: Liste der Bezirksvertretungen und Bezirksbürgermeister. Eigene Darstellung. 
 
Bezirksvertretung Bezirksbürgermeister 
Münster-Mitte Martin Honderboom 
Münster-Nord Ralf Kiewit 
Münster-Ost Benedikt Spangenberg 
Münster-Südost Peter Bensmann 
Münster-Hiltrup Wilfried Stein 
Münster-West Stephan Brinktrine 
 
 
Eine Übersicht der aktuellen Bezirksbürgermeister der Stadt Münster steht unter folgendem 
Link zur Verfügung: https://www.stadt-muenster.de/rathaus/rat-und-politik . 
4.3.2 Ergebnisse des Beteiligungsprozesses 
Diskussion zu den Standortempfehlungen 
Im Rahmen der Diskussion mit den Bezirksvertretungen konnten einige neue Erkenntnisse zu 
möglichen Standorten gewonnen werden, die in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst 
sind. 
Tabelle 5: Diskussion der Bezirksvertretungen zu den Standortempfehlungen. Eigene Darstellung. 
 
Allgemein 
 Standortvorschläge mit verfügbaren Flächen und Aufwand in Bezug auf Schaffung von 
Infrastruktur abgleichen. Priorität auf grundsätzlicher Verfügbarkeit öffentlicher 
Toiletten, Ausstattung ist zweitrangig. 
Mitte 
 Fernbushaltestelle 
 Kanal, insbesondere im Sommer 
 Stadthäuser (1-4) 
 Aasee, Parkplätze 
 Weitere Standorte können nach Sichtung der geplanten Standorte ergänzt werden 
Ost 
 Kanal, insbesondere im Sommer 
 Wolbecker Straße, wird neugestaltet

Toilettenkonzept Münster 24 
 
 
 
 
Hiltrup 
 Marktallee war bereits im Gespräch, ist jedoch schwierig umsetzbar aufgrund von 
fehlenden Flächenpotentialen 
Nord 
 Coerde Hamannplatz, ist Quartiersplatz, wird neugestaltet 
 in Kinderhaus am Idenbrockplatz 
 
Diskussion zu den Ausstattungsmerkmalen 
Zudem erfolgte eine Diskussion zu den Ausstattungsmerkmalen der öffentlichen Toiletten in 
Münster. Dabei wurden die Anforderungen und Wünsche der Bezirksbürgermeister an die 
Ausstattung öffentlicher Toilettenanlagen erörtert. Die nachfolgende Tabelle fasst  die 
Anmerkungen zusammen. 
Tabelle 6: Anmerkungen der Bezirksvertretungen zu den Ausstattungsmerkmalen. Eigene Darstellung. 
 
Allgemein 
 Optik ist zweitrangig, Hygiene und Funktionalität sowie vandalismushemmende 
Ausstattung und Graffitischutz sollten priorisiert werden 
Hygiene 
 Toiletten am Kanal müssten im Sommer mehrfach am Tag gereinigt werden 
 In Hiltrup am Markt kann behindertengerechte Toilette derzeit nicht genutzt werden, 
weil die Pflege und Reinigung nicht gegeben sind. Zukünftig muss Instandhaltung und 
Reinigung sichergestellt werden, damit öffentliche Toiletten langfristig dauerhaft 
zugänglich sind. 
Weitere Ausstattungsmerkmale 
 Blaues Licht, beispielsweise an Fernbushaltestelle 
 
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem angemerkt, dass Bedarfe nicht ausschließlich 
durch die „nette Toilette“, sondern in erster Linie durch öffentliche Toilettenanlagen gedeckt 
werden sollten, insbesondere an touristischen und hochfrequentierten Orten. Zudem ist die 
„nette Toilette“ unter den Bürgerinnen und Bürgern nicht ausreichend bekannt, vor allem in der 
Innenstadt.

Toilettenkonzept Münster 25 
 
 
 
 
4.4 Online-Bürgerbeteiligung 
4.4.1 Vorgehen und Methode 
Die Online-Bürgerbeteiligung wurde durchgeführt, um die optimalen Standorte für öffentliche 
Toilettenanlagen in der Stadt Münster zu ermitteln. Die Beteiligung wurde mittels eines 
Fragebogens auf der Online -Plattform „Beteiligung NRW“ organisiert und fand im Zeitraum 
vom 29.07.2024 bis 26.08.2024 statt. Das Ziel der Online -Bürgerbeteiligung bestand darin, 
den Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform für ihre Bedürfnisse und Wünsche zu geben und 
konkrete Standortvorschläge aus der Bürgerschaft zu erhalten. Wei terhin sollte die Umfrage 
Aufschluss über die Zufriedenheit mit dem Konzept „Die nette Toilette“ geben. 
Dazu wurde zunächst ein Online -Fragebogen erstellt. Dieser umfasste neben 
soziodemografischen Fragen zum Geschlecht und Alter auch Fragen zur Identifizi erung von 
bevorzugten Standorten für öffentliche Toiletten in Münster. Die befragten Bürger und 
Bürgerinnen wurden gebeten, zunächst ihre Präferenzen aus verschiedenen 
Standortkategorien (z.B. Innenstadt, Parks oder Spielplätze) zu wählen und anschließend 
möglichst explizite Standortvorschläge zu äußern. Zusätzlich wurden sie nach ihren Wünschen 
bezüglich der Ausstattung befragt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Konzept „Die nette 
Toilette“, wobei ermittelt wurde, wie bekannt das Konzept ist, wie häufig  es genutzt wird und 
wie zufrieden die Nutzenden damit sind. 
Der Fragebogen ist im Anhang 4 Ergebnisse Beteiligungsverfahren, Fragebogen der Online- 
Bürgerbeteiligung nachzulesen. 
Die Münsteraner wurden durch verschiedene Kommunikationskanäle (u.a. Webseite der Stadt, 
Presse Service, Soziale Medien) über die Online -Befragung informiert. Die Umfrage wurde 
sehr gut angenommen und von insgesamt 1533 Personen ausgefüllt. 
4.4.2 Ergebnisse 
Nach Ablauf der Frist wurden die gesammelten Antworten und Daten anonymisiert 
ausgewertet. Ein Datensatz musste bei der Sichtung aufgrund fehlender Angaben gelöscht 
werden, daher beträgt die Stichprobe (n) 1532 Personen. 
 
 
 
 
 
 Männlich 
 Weiblich 
 Divers 
 Keine Antwort 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 16: Geschlechtsidentität der Befragten (n=1532). Eigene Darstellung. 
2371 
478 
960

Toilettenkonzept Münster 26 
 
 
 
 
Die Geschlechterverteilung innerhalb der befragten Gruppe zeigt eine Vielfalt der 
Teilnehmenden. V on den insgesamt 1461 Teilnehmenden (71 Personen haben ihre 
Geschlechtsidentität nicht angegeben) identifizierten sich 478 als männlich (32,72 %), 960 als 
weiblich (65,71 %). Zudem gaben 23 Befragte (1,57 %) an, sich als divers zu identifizieren. Im 
Vergleich zur Zusammensetzung der Münsteraner Bevölkerung zeigt sich, dass an dieser 
Umfrage rund 24 % mehr weibliche Personen teilgenommen haben (vgl. Stadt Münster, 2024). 
 
600 
 
500 
 
400 
 
300 
 
200 
 
100 
 
0 
Unter 18 18 - 25 26 - 35 36 - 45 46 - 65 66 und 
älter 
 
Keine 
Antwort 
 
Abbildung 17: Altersverteilung der Befragten (n=1532). Eigene Darstellung. 
 
Die Altersverteilung der Befragten zeigt eine breite Spanne (zwischen unter 18 und über 66), 
wobei die Mehrheit mit 481 Teilnehmenden zwischen 26 und 35 Jahren liegt. Den geringsten 
Anteil machen die jüngsten und ältesten Alterskategorien aus. Die Altersverteilung der 
Teilnehmenden spiegelt nicht die Bevölkerung Münsters wider. Insbesondere die 26 bis 3 5- 
Jährigen sind hier überrepräsentiert (vgl. ebd.). 
 
Aasee 
Innenstadt 
Parks 
Kanal 
Spielplätze 
Hafen 
Äußere Stadtteile 
Haltestellen 
Sonstiges 
0 200 400 600 800 1000 1200 
 
Abbildung 18: Allgemeine Standortvorschläge aus Liste (n=1532). Eigene Darstellung. 
 
Teilnehmende der Umfrage konnten mehrere Standortvorschläge aus einer Liste auswählen

Toilettenkonzept Münster 27 
 
 
und zusätzlich in einer offenen Frage weitere explizite Vorschläge äußern. Aus der Liste wurde

Toilettenkonzept Münster 28 
 
 
 
 
der Aasee (1104 Stimmen) und die Innenstadt (1090 S timmen) am häufigsten angegeben, 
dicht gefolgt von Parks (970 Stimmen) und dem Kanal (860 Stimmen). Auch an Spielplätzen 
und am Hafen wünschen sich etwas über die Hälfte der Teilnehmenden Standorte für 
Toilettenanlagen. Weniger häufig wurden äußere Stadtte ile und Haltestellen genannt. 
Dennoch sind diese Standorte mit 548 und 448 Stimmen nicht zu vernachlässigen. 
Mit der Kategorie „Sonstiges“ wurden am häufigsten die Promenade und der Hauptbahnhof 
genannt, gefolgt von der Angabe, dass „überall“ mehr öffentli che Toiletten platziert werden 
sollten. Die Antworten wurden mit den offenen Angaben zu expliziten Standortvorschlägen in 
Tabelle 7 zusammengefasst. 
Insgesamt wurden von den Befragten 2163 explizite Standortvorschläge eingereicht. Diese 
Vorschläge verteilen sich auf verschiedene Bereiche der Stadt und zeigen eine breite Vielfalt 
an Präferenzen und Ideen der Teilnehmenden. 
 
 
Abbildung 19: Übersicht expliziter Standortvorschläge mit Anzahl der Nennungen (Gesamtstadt). Eigene 
Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 29 
 
 
 
 
 
Abbildung 20: Übersicht expliziter Standortvorschläge mit Anzahl der Nennungen (Fokus Zentrum). Eigene 
Darstellung. 
Besonders häufig wurden erneut Vorschläge für den Aasee eingereicht, mit 193 Nennungen. 
Auch Aufenthaltsflächen entlang des Kanals, der Hafenbereich, die Innenstadt und 
Einkaufsbereiche und der Südpark erhielten jeweils über 120 Vorschläge. Dies ergänzt die 
Standortnennungen aus der Liste von Vorschlä gen sehr gut (vgl. Abb. 18). Einige der 
eingereichten Vorschläge waren sehr detailliert und präzise, was zeigt, dass sich die 
Teilnehmenden intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und konkrete Vorstellungen 
haben. 
Tabelle 7: Übersicht der fünf am häufigsten genannten Standorte in offenen Angaben, mit Anzahl der Nennungen 
und Rang. Eigene Darstellung. 
 
Standort Nennungen Rang 
Aasee 200 1 
Promenade 143 2 
Innenstadt / Einkaufsstraßen 142 3 
Brücken am Kanal / Kanal allgemein 141 4 
Südpark 133 5

Toilettenkonzept Münster 30 
 
 
 
 
Zusammengefasst liegt unter den offenen Angaben (Standortvorschläge kategorisiert: 
Kategorie „Sonstiges“ und explizite Standortvorschläge in offenem Textfeld) der Aasee mit 200 
Nennungen bei den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger deutlich auf Rang eins. Auf den 
Rängen zwei bis fünf folgen die Promenade, die Innenstadt und Einkaufsbereiche, 
Aufenthaltsflächen entlang des Kanals und der Südpark. Die Standorte sind beliebte 
Aufenthaltsorte in Münster, stark frequentiert und teils von Grünflächen geprägt. Sie haben 
entsprechend Potential, als Standorte für öffentliche Toiletten priorisiert zu werden. 
 
 
 
Auffindbarkeit 
Personalbedient 
kostenpflichtiger Zugang 
Urinale 
Mehr Frauentoiletten/ Unisex 
Ausgabe Hygieneartikel 
regelmäßige Wartung und Pflege 
Durchgehende Öffnungszeiten 
Ansprechende Gestaltung 
Sicherheit (u.a. Beleuchtung, Abschließbarkeit) 
Kostenfreier Zugang 
Barrierfreiheit 
einfache Bedienung, funktional 
Gute hygienische Bedingungen, Ausstattung… 
0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 
Anzahl der Nennungen 
 
Abbildung 21: Auswahl der Wünsche an die Ausstattung von WC -Anlagen, kategorisiert (n=1480). Eigene 
Darstellung. 
Auf die Frage nach gewünschten Ausstattungsmerkmalen für öffentliche Toiletten wurden 
1251 Vorschläge gemacht, die im Zuge der Auswertung kategorisiert wurden. 229 Personen 
äußerten keine Wünsche nach der Ausstattung. Die relevantesten Vorschläge sind in 
Abbildung 21 dargestellt. Die wichtigsten Anforderungen umfassen Sauberkeit und gute 
hygienische Bedingungen, eine Ausstattung nach Standard (fließendes Wasser, 
Toilettenpapier, etc.) sowie die kostenlose Nutzung und Barrierefreiheit. Regelmäßige 
Wartung und Pflege sind unerlässlich, um die Qualität der Toilettenanlagen zu gewährleisten. 
Auch die Sicherheit, insbesondere durch Beleuchtung und Abschließbarkeit, ist ein zentrales 
Anliegen. Weiterhin wurde der Wunsch nach durchgehenden Öffnungszeiten häufig genannt. 
Aspekte wie kostenfreier Zugang, Auffindbarkeit, mehr Frauentoiletten bzw. Unisex-Toiletten, 
einfache und funktionale Bedienung sowie Urinale wurden ebenfalls hervorgehoben. Zu den 
selten genannten Wünschen zählen die Bereitstellung von Hygieneartike ln und 
Menstruationsprodukten sowie eine ansprechende Gestaltung. 
Kategorie

Toilettenkonzept Münster 31 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Ja 
 Nein 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 22: Kennen Sie das Konzept „nette Toilette“ in Münster (n=1480). Eigene Darstellung. 
 
 
 
 
 1 - sehr gut 
 2 - gut 
 3 - eher gut 
 4 - eher schlecht 
 5 - schlecht 
 6 - sehr schlecht 
 
 
 
 
 
Abbildung 23: Bewertung des Konzepts „nette Toilette“ (n=515). Eigene Darstellung. 
 
 
 
 
 
 Nie 
 Selten 
 Gelegentlich 
 Häufig 
 Sehr häufig 
 
 
 
 
Abbildung 24: Häufigkeit der „nette Toilette“ Nutzung (n=515). Eigene Darstellung. 
 
Von den Befragten kennt etwa ein Drittel das Konzept „Die nette Toilette“ in Münster. Für die 
Teilnehmenden, die das Konzept nicht kannten, endete der Fragebogen an dieser Stelle. Aus 
515 
965 
31 13 
64 
 127 
141 
139 
36 9 
184 
125 
161

Toilettenkonzept Münster 32 
 
 
diesem Grund fällt die Anzahl der Teilnehmenden ab Abbildung 23 stark ab. Die 
Teilnehmenden, denen das Konzept bekannt ist, bewerten es überwiegend mit sehr gut bis

Toilettenkonzept Münster 33 
 
 
 
 
gut (Abb. 23). Allerdings wird es nur von etwa einem Drittel gelegentlich bis sehr häufig genutzt 
(Abb. 24). 
 
Standorte sind nicht bekannt 
An benötigten Standorten ist keine Nette Toilette 
vorhanden 
Kein Bedarf 
 
Sonstiges 
 
Öffnungszeiten passen nicht 
 
Nicht barrierefrei 
 
Hygiene der Toiletten 
 
0 20 40 60 80 100 120 
 
Abbildung 25: Gründe für die Nicht-Nutzung der „netten Toiletten" (n=184). Eigene Darstellung. 
 
Grund für die Nicht -Nutzung ist in erster Linie, dass die Standorte nicht bekannt sind (108 
Nennungen) oder an benötigten Standorten keine „nette Toilette“ vorhanden ist (67 
Nennungen). Weitere Gründe umfassen keinen Bedarf (43 Nennungen), unpassende 
Öffnungszeiten (32 Nennungen), fehlende Barrierefreiheit (14 Nennungen) und mangelnde 
Hygiene (8 Nennungen). Unter sonstigen Gründen (33 Nennungen) wurde insbesondere die 
Hürde genannt, die Gaststätte oder Einrichtung zu betreten und fragen zu müssen, ob man 
die Toilette nutzen darf. 
Die Teilnehmenden der Umfrage äußerten abschließend verschiedene Anmerkungen. Zu 
öffentlichen Toiletten wurde angemerkt, dass es mehr barrierefreie Toiletten und 
Ausstattungen für pflegebedürftige Menschen, wie Wickelmöglichkeiten, geben sollte. 
Barrierefreie Toiletten sollten häufiger nur mit EURO -Schlüssel zugänglich sein. Sauberkeit 
wurde als wichtiger Aspekt hervorgehoben, und es wurde gefordert, die Umfrageergebnisse 
öffentlich zu kommunizieren. Die Meinungen zu den Kosten für d ie Nutzung öffentlicher 
Toiletten waren geteilt (kostenlos vs. 1 €). Es wurde der Bedarf an mehr Frauenkabinen bzw. 
Frauenurinalen, Toiletten in Grüngegenden/Parks und Unisex -Toiletten betont. Auch die 
Öffnungszeiten sollten ausgeweitet werden, insbesonder e sonntags und abends. Öffentliche 
Toiletten sollten besser ausgewiesen sein, beispielsweise durch Wegweiser, Apps, Karten an 
öffentlichen Plätzen oder Google Maps. 
Zum Konzept „Die nette Toilette” wurde angemerkt, dass die Toiletten besser ausgewiesen 
sein sollten, da die „nette Toilette” -App kaum bekannt ist und die Sticker sehr klein sind. Es 
sollte mehr barrierefreie Toiletten geben, und die Öffnungszeiten wurden als nicht ausreichend 
empfunden. 
Allgemein wurde die Initiative, das Thema Toiletten anzugehen, begrüßt und die Umfrage als 
gute Idee bewertet. Einige bemängelten jedoch, dass das Thema zu spät angegangen wird, 
und forderten eine zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen, da es insgesamt an Toiletten fehlt.

Toilettenkonzept Münster 34 
 
 
 
 
5. Prüfung des Konzepts „Die nette Toilette“ in Münster 
5.1 Allgemeines 
Das Konzept „Die nette Toilette" ist eine 
Initiative, bei der Händler und Gastronomen 
ihre Toiletten der Öffentlichkeit kostenlos zur 
Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten sie 
von der Stadtverwaltung eine monatliche 
Aufwandsentschädigung von etwa 60 bis 100 
Euro. 
Dieses Konzept wurde erstmals im Jahr 2000 
in Aalen umgesetzt und hat sich seitdem in 
vielen deutschen Städten verbreitet 1. Es hilft 
Städten, die hohen Kosten für den Bau und 
die Wartung öffentlicher Toiletten zu sparen, 
während Bürgerinnen und Bürger Zugang zu 
sauberen und gepflegten Toiletten haben. 
Abbildung 26: Werbeaufkleber zum Konzept „Die nette 
Toilette" in Münster. Foto: mit freundlicher Genehmigung 
der Stadt Münster. 
In Münster wird das P rojekt zum Konzept „Die nette Toilette“ kontinuierlich ausgebaut. Zum 
Zeitpunkt unserer Begehung gab es 28 teilnehmende Betriebe, die ihre Toiletten der 
Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stellen. Das Projekt wurde 2022 in Hiltrup gestartet und 
seit Ende 2023 auf die Innenstadt ausgeweitet. 
Im Rahmen dieses Toilettenkonzepts wurden die bisherigen Standorte überprüft. Dabei 
wurden mehrere Aspekte berücksichtigt: 
 Zunächst erfolgte eine Prüfung von Überschneidungen hinsichtlich der Erreichbarkeiten 
und Öffnungszeiten der teilnehmenden Partner. 
 Zusätzlich wurden die Bewertungen der Toiletten hinsichtlich Barrierefreiheit, Sicherheit 
und Zustand betrachtet. Dies umfasste die Überprüfung, ob die Toiletten für Menschen mit 
Behinderungen zugänglich sind, ob sie sicher und sauber sind und ob sie den allgemeinen 
Standards entsprechen. 
 Zudem wurden alle teilnehmenden Betriebe mittels Online-Umfrage befragt. 
Durch diese umfassende Standortprüfung wird beurteilt, ob die „nette Toilette“ -Partner ein 
zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger 
bereitstellen und gleichzeitig keine übermäßige Häufung von Angeboten auftritt. 
5.2 Methoden 
5.2.1 Standortprüfung & -konsolidierung 
Die Bestandsaufnahme und Überprüfung der Barrierefreiheit erfolgte während der Begehung 
aller Anlagen und ist in Kapitel 3 Bestandsaufnahme dokumentiert. 
Derzeit nimmt eine Vielzahl von Betrieben am Projekt „nette Toilette“ teil. Um hier Kosten 
einzusparen, wurde seitens der Stadt Münster der Wunsch geäußert, zu überprüfen, ob alle 
derzeit an der „netten Toilette“ teilnehmenden Betriebe weiterhin benötigt we rden oder ob 
einzelne Betriebe aufgrund ihrer Nähe zu anderen „netten Toiletten“ ausgeschlossen werden

Toilettenkonzept Münster 35 
 
 
können.

Toilettenkonzept Münster 36 
 
 
 
 
Durch eine GIS -Analyse wurde ermittelt, ob sich die Einzugsbereiche der verschiedenen 
Standorte überlappen. Gleichzeitig wurden die Barrierefreiheit und die Öffnungszeiten der 
Standorte untersucht. 
Als Ergebnis wurde eine Gesamtnote für die jeweiligen Stan dorte sowie Teilnoten für 
Öffnungszeiten, Barrierefreiheit und Zustand vergeben. Im letzten Schritt werden Standorte 
identifiziert, die aus dem Projekt ausgeschlossen werden können, da sie sich mit besser 
bewerteten Standorten geographisch überschneiden. 
5.2.2 Online-Befragung 
Die am Konzept „Die nette Toilette“ teilnehmenden Betriebe in Münster wurden eingeladen, 
an einer weiteren Online -Umfrage teilzunehmen. Das Ziel der Umfrage war es, umfassende 
Rückmeldungen von den teilnehmenden Standorten zu sammeln, um di e Effektivität und 
Akzeptanz des Konzepts zu bewerten. Konkret sollte die Umfrage Aufschluss darüber geben, 
wie häufig die Toiletten durch die zusätzliche Nutzung in Anspruch genommen werden, 
welcher Mehraufwand bei der Reinigung dadurch entsteht und wie z ufrieden die Standorte 
insgesamt mit dem Konzept sind. Darüber hinaus sollten Anmerkungen und 
Verbesserungsvorschläge erfasst werden, um das Konzept weiter zu optimieren. 
5.3 Ergebnisse 
5.3.1 Standortüberprüfung 
Da aktuell eine große Anzahl an Betrieben am Konzept „ Die nette Toilette“ teilnimmt, wurde 
zusätzlich geprüft, ob Überschneidungen hinsichtlich Erreichbarkeiten und Öffnungszeiten der 
„nette Toilette“ -Partner bestehen. Um im Falle von Überschneidungen eine fundierte 
Entscheidung treffen zu können, wurden die Bewertungen der „nette Toilette“ -Anlagen 
hinsichtlich Erreichbarkeit, Sicherheit und Zustand analysiert und ausgewertet. Zuvor wurden 
im Rahmen der Bestandsaufnahme je nach erfüllten Kriterien Noten von 1 bis 5 in der 
jeweiligen Kategorie vergeben. 
 
 
 
 
 1 - 2 
 3 
 4 -5 
 nicht bewertet 
 
 
 
 
 
Abbildung 27: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Barrierefreiheit. Eigene Darstellung. 
 
Die Bewertung der „nette Toilette"-Anlagen hinsichtlich der Barrierefreiheit zeigt, dass nur 11 
% (3) der Anlagen mit der Note 1 -2 bewertet wurden. Demgegenüber erhielten 18 % (5) der 
untersuchten „nette Toilette“-Anlagen die Note 3, während die Barrierefreiheit des Großteils 
der Anlagen mit 64 % (18) eher schlecht bewertet wurde. 7 % (2) der Standorte konnten im 
7%  11% 
18% 
64%

Toilettenkonzept Münster 37 
 
 
 
 
Rahmen der Bestandsaufnahme nicht bewertet werden. Ein detailliertes Ranking der „nette 
Toilette"-Anlagen nach Barrierefreiheit befindet sich in Anhang 7 Überprüfung „nette Toilette“. 
 
 
 
 
 1 - 2 
 3 
 4 -5 
 nicht bewertet 
 
 
 
 
 
Abbildung 28: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Sicherheit. Eigene Darstellung. 
 
Die Bewertung der „nette Toilette“ -Standorte hinsichtlich ihrer Sicherheit fällt dagegen 
überwiegend positiv aus. Der Großteil der Anlagen, 82 % (23) wurden hier positiv mit der Note 
1-2 bewertet. Weiterhin wurden 11 % (3) der Standorte neutral mit der Note 3 bewertet. 7 % 
(2) der Standorte konnten im Rahmen der Bestandsaufnahme nicht bewertet werden. Ein  
detailliertes Ranking der „nette Toilette“ -Anlagen nach Sicherheit befindet sich in Anhang 7 
Überprüfung „nette Toilette“. 
 
 
 
 
 1,0 - 2,4 
 2,5 - 3,4 
 3,5 - 5,0 
 nicht bewertet 
 
 
 
 
 
Abbildung 29: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Zustand. Eigene Darstellung. 
 
Auch die Bewertung der „nette Toilette“ -Standorte nach ihrem Zustand erwies sich 
weitestgehend als positiv. Hier wurden ebenfalls 82 % (23) der Anlagen positiv mit 1,0 - 2,4 
bewertet. 11 % (3) der Standorte wurden neutral mit der Note 2,5 - 3,4 bewertet. A uch hier 
konnten 7 % (2) der Anlagen im Rahmen der Bestandsaufnahme nicht bewertet werden. Ein 
detailliertes Ranking der „nette Toilette“ -Anlagen nach Zustand befindet sich in in Anhang 7 
Überprüfung „nette Toilette“. 
Zuletzt wurden die „nette Toilette“-Standorte hinsichtlich ihrer Öffnungszeiten bewertet. Dazu 
wurden die geöffneten Stunden pro Woche der jeweiligen Anlage addiert. Das 
Bewertungsschema nach geöffneten Stunden pro Woche ist Tabelle 8 zu entnehmen. 
0% 
7% 
11% 
82% 
0% 
7% 
11% 
82%

Toilettenkonzept Münster 38 
 
 
 
 
Tabelle 8: Schema zur Bewertung der 
„nette Toilette“-Standorte nach 
Öffnungszeiten. Eigene Darstellung. 
 
 
 
147 – 168 1 
 
 
 
105 – 146 2 
 
 
 1 - 2 
 3 
 4 -5 
 nicht bewertet 
 
63 – 104 3 
 
 
21 – 62 4 
 
 
 
0 – 20 5 Abbildung 30: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach 
Öffnungszeiten. Eigene Darstellung. 
Es zeigt sich, dass gerade einmal 3 % (1) der betrachteten Standorte positiv mit der Note 1 - 
2 bewertet wurden. Bei einem Viertel der Anlagen (7) wurden die Öffnungszeiten dagegen mit 
der Note 3 neutral bewertet. Ganze 68 % (19) Standorte wurden hinsichtl ich ihrer 
Öffnungszeiten negativ mit den Noten 4 und 5 bewertet. In diesem Fall konnte nur eine Anlage 
(4 %) nicht bewertet werden. Ein detailliertes Ranking der „nette Toilette“ -Anlagen nach 
Öffnungszeiten befindet sich in Anhang 7 Überprüfung „nette Toilette“. 
Anschließend wurden die Ergebnisse der einzelnen Bewertung hinsichtlich Barrierefreiheit, 
Sicherheit und Zustand zu einem Gesamtergebnis zusammengetragen, das die Bewertung 
aller „nette Toilette“-Standorte insgesamt widerspiegelt. 
 
 
 
 1,0 - 2,4 
 2,5 - 3,4 
 3,5 - 5,0 
 nicht bewertet 
 
 
 
 
Abbildung 31: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach ihrem Gesamtergebnis. Eigene Darstellung. 
 
Insgesamt zeigt sich, dass 21 % (6) der „nette Toilette“ -Standorte im Gesamtergebnis positiv 
mit 1,0 - 2,4 bewertet wurden. Der Großteil der Standorte, 72 % (20) erweisen sich insgesamt 
als neutral und wurden mit 2,5 - 3,4 bewertet. Negativ wurde insgesamt  keiner der „nette 
Toilette“-Standorte bewertet. Auch hier konnten 7 % (2) der Anlagen nicht bewertet werden. 
Das detaillierte Ranking der „nette Toilette“ -Standorte nach ihrem Gesamtergebnis befindet 
sich in Anhang 7 Überprüfung „nette Toilette“. 
4% 3% 
25% 
68% 
7% 
21% 
72% 
 
h / Woche Note

Toilettenkonzept Münster 39 
 
 
 
 
 
Abbildung 32: Nette-Toilette-Standorte (türkis) in Münster mit Erreichbarkeitsradien. Eine Häufung von 
teilnehmenden Betrieben in der Innenstadt und Hiltrup ist offensichtlich. Eigene Darstellung. 
5.3.2 Standortkonsolidierung 
Bei der Prüfung von Überschneidungen hinsichtlich der Erreichbarkeit und Öffnungszeiten der 
„nette Toilette“-Standorte wurde festgestellt, dass bestimmte Standorte aus dem Projekt 
ausgeschlossen werden sollten. 
Innenstadt 
Es wird empfohlen, die Standorte Enchilada, Der Bunte Vogel und Fyal Central aus dem 
Projekt zu entfernen. Diese Standorte überschneiden sich mit besser bewerteten Standorten, 
sind nicht barrierefrei und haben eingeschränkte Öffnungszeiten. 
Hiltrup 
In Hilt rup wurde eine Prüfung der Überschneidungen hinsichtlich der Erreichbarkeit und 
Öffnungszeiten der „nette Toilette"-Standorte durchgeführt. Es wird empfohlen, die Standorte 
Eiscafé Martini, Onkel Alex und SuperBioMarkt Hiltrup aus dem Projekt zu entfernen.  Auch 
diese Standorte überschneiden sich mit besser bewerteten Standorten, sind nicht barrierefrei 
und haben eingeschränkte Öffnungszeiten.

Toilettenkonzept Münster 40 
 
 
 
 
5.3.3 Befragung der teilnehmenden Standorte 
Die „nette Toilette“ Standorte wurden per E -Mail vom Ordnu ngsamt der Stadt Münster 
kontaktiert und in der Woche vor Teilnahmeschluss zweimal erinnert. Die Befragung lief 
zunächst über zwei Wochen und wurde dann um eine weitere Woche verlängert, da die 
Beteiligung zu diesem Zeitpunkt sehr gering war. Die Teilnahme war freiwillig, und die Angabe 
des Betriebs war optional, um ein anonymes Feedback zu gewährleisten. Nach Abschluss der 
Umfrage wurden die Ergebnisse ausgewertet und der Stadt Münster zusammen mit 
Empfehlungen zum Projekt präsentiert. 
Insgesamt haben 9 von 28 Betrieben an der Umfrage teilgenommen, damit liegt die 
Rücklaufquote mit fast einem Drittel bei 32,14 %. 
 
 
 
 
 
 Weniger als 5 Mal 
pro Tag 
 5-10 Mal pro Tag 
 
 10-20 Mal pro Tag 
 
 Mehr als 20 Mal 
pro Tag 
 
 
 
 
Abbildung 33: Häufigkeit der Nutzung durch Nicht-Kunden (n=9). Eigene Darstellung. 
 
Die Auswertung der Umfrageergebnisse zeigt, dass die Toiletten der teilnehmenden Standorte 
im Rahmen des Konzepts „Die nette Toilette“ überwiegend moderat genutzt werden. Die 
meisten Standorte schätzen, dass ihre Toiletten 5–10-mal pro Tag von Nicht-Kunden besucht 
werden (5 Nennungen), gefolgt von 10–20-mal pro Tag (4 Nennungen). Keiner der Standorte 
gab an, dass die Toiletten weniger als 5-mal oder mehr als 20-mal pro Tag genutzt werden. 
 
 
 
 
 
 Sehr niedrig 
 Niedrig 
 Angemessen 
 Hoch 
 Sehr hoch 
 
 
 
 
 
0 
4 
5 
1 
 0 
3 
5

Toilettenkonzept Münster 41 
 
 
Abbildung 34: Zusätzliche Auslastung durch „nette Toilette“ (n=9). Eigene Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 42 
 
 
 
 
Bezüglich der Auslastung empfinden die meisten Standorte diese als angemessen (5 
Nennungen), während einige sie als niedrig (3 Nennungen) und nur ein Standort sie als hoch 
bewertet. 
 
 
 
 
 
 Keine zusätzliche 
Reinigung notwendig 
 1-2 Mal zusätzlich 
pro Tag 
 Mehr als 2 Mal 
zusätzlich pro Tag 
 
 
 
 
 
Abbildung 35: Anzahl zusätzlicher Reinigungen pro Tag (n=9). Eigene Darstellung. 
 
In Bezug auf den Reinigungsaufwand gaben die meisten Standorte an, dass keine zusätzliche 
Reinigung notwendig ist (5 Nennungen). Einige Standorte müssen die Toiletten 1 -2 Mal 
zusätzlich pro Tag reinigen (4 Nennungen), während keiner der Standorte mehr als 2 
zusätzliche Reinigungen pro Tag benötigt. 
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Konzept „Die nette Toilette“ eine moderate 
zusätzliche Nutzung der Toiletten verursacht, die in den meisten Fällen keinen erheblichen 
zusätzlichen Reinigungsaufwand erfordert. 
 
5 
 
4 
 
3 
 
2 
 
1 
 
0 
1 2 3 4 5 
 
Abbildung 36: Zufriedenheit mit dem Konzept „Die nette Toilette“, 1-5 Sterne (n=9). Eigene Darstellung. 
 
Die Auswertung der Zufriedenheit mit der Teilnahme am Konzept „Die nette Toilette“ zeigt ein 
gemischtes Bild. Die Mehrheit der Teilnehmenden bewertet das Konzept positiv, wobei die 
höchste Zufriedenheit (Bewertung 5, 4 Nennungen) am häufigsten genannt wurde. Dennoch 
gibt es auch kritische Stimmen, die auf bestehende Probleme hinweisen und das Konzept als 
unzureichend bewerten. 
Die Zufriedenheit wurde zudem mittels des Net Promoter Scores (NPS) ausgewertet. Der NPS 
ist eine Kennzahl, die ursprünglich dafür verwendet wird Kundenzufriedenheit und -loyalität zu 
0 
4 
5

Toilettenkonzept Münster 43 
 
 
 
 
messen. Er basiert auf der Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass Kundinnen und Kunden ein 
Unternehmen oder eine Dienstleistung weiterempfehlen. Im Fall der Umfrage zum Konzept 
„Die nette Toilette“ wird dementsprechend untersucht, wie wahrscheinlich es ist, dass die 
teilnehmenden Betriebe das Konzept weiterempfehlen. Die Antworten werden auf einer Skala 
von 0 bis 10 bewertet und in drei Kategorien eingeteilt: 
 Promotoren (9-10): Zufriedene Betriebe, die das Konzept aktiv weiterempfehlen. 
 Passive (7-8): Zufriedene, aber nicht begeisterte Betriebe, die das Konzept weder aktiv 
empfehlen noch davon abraten. 
 Detraktoren (0-6): Unzufriedene Betriebe, die das Konzept eher nicht weiterempfehlen 
und möglicherweise negativ darüber sprechen. 
Der NPS wird berechnet, indem der Prozentsatz der Detraktoren vom Prozentsatz der 
Promotoren abgezogen wird. Ein positiver NPS zeigt an, dass mehr Betriebe das Konzept 
weiterempfehlen würden, als davon abraten. 
 
 
Abbildung 37: Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung des Konzepts „Die nette Toilette“ an andere Betriebe 
(n=9). Eigene Darstellung. 
Die Auswertung zeigt, dass es unter den teilnehmenden Betrieben vier Promotoren, drei 
Passive und zwei Detraktoren gibt. Der Net Promoter Score für die Teilnahme am Konzept 
„Die nette Toilette“ liegt somit bei 22. Dies deutet auf eine überwiegend positive Einstellung 
der Teilnehmenden hin, mit einer signifikanten Anzahl von Promotoren, die das Konzept 
weiterempfehlen würden. 
Die Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge der Teilnehmenden zeigen einige zentrale 
Anliegen. Mehrere Kommentare betonen die Notwendigkeit eines neuen Konzepts für 
öffentliche Toiletten, da das Konzept „Die nette Toilette“ dies nicht ersetzen kann. Um die  
Bekanntheit und Nutzung der Toiletten bei „nette Toilette“ Standorten zu erhöhen, wird 
vorgeschlagen, die „nette Toilette“ App bekannter zu machen, um die Auffindbarkeit der 
teilnehmenden Toiletten zu verbessern. Zudem wird angeregt, dass mehr Betriebe am  
Konzept „Die nette Toilette“ teilnehmen sollten, um die Verfügbarkeit zu steigern.

Toilettenkonzept Münster 44 
 
 
 
 
6. Standortempfehlungen 
6.1 Allgemeines 
Die sich über das Stadtgebiet erstreckenden Anlagen decken nur einen Teil der Bedarfe in 
Münster ab. Im Rahmen der Best andsaufnahme wurden die vorhandenen öffentlichen 
Toiletten verortet und deren Erreichbarkeiten dargestellt. Mit zusätzlichen Daten werden 
Versorgungslücken identifiziert und Standortvorschläge erarbeitet. Karten und alle räumlichen 
Analysen wurden mit der OpenSource-Software QGIS erstellt. Für die Erstellung des 
Kartenmaterials wurde die Projektion EPSG:25832 ETRS89 / UTM Zone 32N verwendet. 
Diese Projektion nutzt als Maßeinheit Meter und eignet sich daher besonders für diese Art von 
Analysen. 
Alle Grunddaten stammen von OpenStreetMap und werden von Servern der Geofabrik GmbH 
bezogen (vgl. Geofabrik, 2024). Basisinformationen zum Bestand an Toilettenanlagen und 
weitere Daten zum Platzbedarf von Veranstaltungen innerhalb der Stadt Münster wurden von 
Ansprechpartnern bei der Stadt Münster bezogen. 
Unser Vorgehen für ein gesamtstädtisches Toilettenkonzept in Münster zielt darauf ab, eine 
bedarfsgerechte Versorgung mit öffentlichen Toilettenanlagen zu gewährleisten. Dabei 
konzentrieren wir uns auf die sor gfältige Auswahl neuer Standorte unter Berücksichtigung 
folgender zentraler Schwerpunkte: 
 Touristische Anziehungspunkte: Gewährleistung einer ausreichenden Verfügbarkeit 
von Toilettenanlagen in der Nähe beliebter Sehenswürdigkeiten, um den Bedürfnissen 
von Besuchern gerecht zu werden. 
 Zentrale Anlaufstellen des ÖPNV/Busbahnhof: Sicherstellung einer leicht zugänglichen 
Toiletteninfrastruktur an Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs, um Reisenden 
Komfort zu bieten. 
 Zentrale Plätze und Fußgängerzonen: Bereitstellung ausreichender 
Toilettenkapazitäten an Orten, an denen hohe Passantenfrequenzen erreicht werden 
und auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. 
 Naherholungsgebiete / Parkanlagen: Installation von Toiletten anlagen in Grün - und 
Erholungsgebieten, um die Aufenthaltsqualität für Einheimische und Touristen zu 
verbessern. 
 Marktplätze: Einrichtung von Toiletten in der Nähe von Marktplätzen, um Besuchern 
und Händlern gleichermaßen einen Zugang zu sanitären Einricht ungen zu 
ermöglichen. 
6.2 Methoden 
6.2.1 Vorgehen zur Standortfindung 
In einem ersten Schritt wurden Bedarfsquellen identifiziert. Dies umfasst die Klassifizierung 
von Orten im Stadtgebiet, an denen sich aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften ein hoher 
Anteil an Personen der identifizierten Zielgruppen aufhält oder vorbeikommt. 
Der Fokus lag dabei auf den Aktivitäten Einkauf und Freizeit. Zu den Bedarfsquellen zählen 
Parkanlagen und Spielplätze, touristische Sehenswürdigkeiten, die Innenstadt und das 
Zentrum, Ortskerne und Stadtteilzentren, Friedhöfe, Verkehrsknotenpunkte sowie regelmäßig 
wiederkehrende Veranstaltungen wie beispielsweise Wochenmärkte. Ein weiterer wichtiger 
Aspekt war der Blick auf die Siedlungsstruktur. Stadtteile mit einer hohen Bevölkerungsdichte,

Toilettenkonzept Münster 45 
 
 
 
 
touristischen Attraktionen und Straßen und Plätzen mit längerer Verweildauer sind zu 
priorisieren. 
In einem zweiten Schritt wurden die Erreichbarkeitsradien der Bestandsanlagen in die Analyse 
mit aufgenommen. Areale rund um bestehende WC -Anlagen gelten als versorgt und wurden 
nicht weiter betrachtet. 
In nächsten Schritt wurden unterversorgte Stadtteile identifiziert. Auf Basis der Bedarfsquellen 
und Erreichbarkeitsradien der bestehenden  WC-Anlagen ergab sich ein Bild unterversorgter 
Stadtteile, wobei auch hinsichtlich der vorherrschenden Siedlungsstruktur differenziert wurde. 
Stadtteile, deren vorherrschende Siedlungstypen „Überwiegend Wohnen“, „Mischgebiet“ (teils 
Wohnen, teils Gewerbe) sowie „Gewerbe“ sind, wurden nicht weiter betrachtet, da sich hier in 
der Regel keine bis nur sehr geringe Bedarfe für öffentliche WC-Anlagen ergeben. 
Tabelle 9: Das Stadtgebiet wird nach unten aufgeführten Siedlungstypen differenziert. Versorgungslücken werden 
für mittel bis hoch priorisierte Siedlungstypen ausgesprochen. Siedlungstypen nach BMWK, 2024. 
 
Siedlungstyp Priorisierung 
überwiegend Gewerbe niedrig 
Mischgebiet niedrig 
überwiegend Wohnen, Einfamilienhäuser niedrig 
überwiegend Wohnen, Mehrfamilienhäuser, 
lockere Bebauung niedrig 
Vororte, Blockrandbebauung mit Gewerbe 
und/oder Restaurants/Cafés mittel 
Innenstadt, Blockrandbebauung mit 
Gewerbe und/oder Restaurants/Cafés hoch 
Fußgängerzone Innenstadt hoch 
touristisches Zentrum hoch 
Ortskern Ortsteil mittel bis hoch 
 
 
Im vierten Schritt wurden die von Interessengruppen und die im Rahmen der Online - 
Bürgerbeteiligung erhobenen Standortvorschläge in die Analyse integriert. 
Eine Standortempfehlung für neue WC -Anlagen wurde am Schnittpunkt von Bedarfsquellen 
unter Einbezug der Vorschläge aus Bürgerschaft und Gremien abzüglich der 
Erreichbarkeitsradien der bestehenden WC -Anlagen ausgesprochen. Im weiteren Verlauf 
erfolgte eine Priorisierung der Standortempfehlungen sowie eine Differenzierung nach 
Anlagegröße mit Blick auf die Anzahl und Größe umliegender Bedarfsquellen je Standort. 
6.2.2 Priorisierung 
Die erarbeiteten Vorschläge wurden priorisiert und in drei Gruppen (A, B und C) 
zusammengefasst. Dazu wurden folgende Faktoren herangezogen:

Toilettenkonzept Münster 46 
 
 
 
 
 Die Anzahl an Bedarfsquellen in der Umgebung 
 Die Anzahl der Nennungen im Rahmen der Bürgerbeteiligung 
 Standortvorschlag durch Interessengruppen 
Tabelle 10: Kriterien für die Priorisierung der Standortempfehlungen. Eigene Darstellung. 
 
 
Bedarfsquellen Nennungen bei 
Bürgerbeteiligung 
Vorschlag 
Interessengruppe 
 
 
 
Begründung 
 
Bedarfsquellen sind die 
verlässlichste quantitative 
Kennzahl, um Bedarfe vor 
Ort abzuschätzen. 
Der im Rahmen der 
Bürgerbeteiligung/ Online- 
Umfrage geäußerter Wille 
der Bürgerinnen und 
Bürger ist zu 
berücksichtigen. 
Den Vorschlägen von 
Interessengruppen, die 
sich in Münster schon 
länger mit dem Thema 
„öffentliche WC-Anlagen“ 
beschäftigen, ist Gewicht 
zu verleihen. 
 
 
Die Standorte mit der höchsten Priorität liegen alle in Arealen mit mehreren wichtigen 
Bedarfsquellen in unmittelbarer Nähe sowie in einer Siedlungsstruktur mit hoher Dichte. 
Darunter fallen Spielplätze, Parkanlagen, Ortszentren und das Aaseeufer. Nennungen bei der 
Bürgerbeteiligung und Vorschläge aus städtischen Gremien wurden berücksichtigt. 
 Diese Empfehlungen fassen wir in Gruppe A zusammen. 
Standorte mit einer mittleren Priorität liegen in Arealen mit mehreren Bedarfsquellen in 
unmittelbarer Nähe und weiteren Bedarfsquellen in näherer Entfernung sowie einer 
Siedlungsstruktur mit mittlerer bis höherer Dichte. Nennungen bei der Bürgerbeteiligun g und 
Vorschläge aus städtischen Gremien wurden berücksichtigt. 
 Diese Empfehlungen fassen wir in Gruppe B zusammen. 
Standorte mit einer niedrigeren Priorität liegen in Arealen mit wenigen Bedarfsquellen in 
unmittelbarer Nähe und weiteren Bedarfsquellen in näherer Entfernung sowie einer 
Siedlungsstruktur mit mittlerer Dichte. Nennungen bei der Bürgerbeteiligung und Vorschläge 
aus städtischen Gremien wurden berücksichtigt. 
 Diese Empfehlungen fassen wir in Gruppe C zusammen. 
6.2.3 Empfehlungen zur Anlagengröße 
Auf B asis der Richtlinie VDI 3818 (Öffentliche Sanitärräume) wurde abgeschätzt, welche 
Anlagengröße am empfohlenen Standort berücksichtigt werden sollte. Die VDI 3818 gilt für 
Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von öffentlichen Sanitärräumen, unabhängig 
von deren Eigentumsverhältnissen (vgl. VDI, 2008). 
Je 5.000 bis 10.000 Einwohner ist ein barrierefreies WC sowie ein WC für Männer und Frauen 
mit Handwaschbecken erforderlich. Die Minimalausstattung stellt eine Einraum-Anlage dar, die 
all diese Funktionen vereint. 
Für Münster empfehlen wir folgende Anlagengrößen. Gemäß den erhobenen Anforderungen 
in den Gesprächen mit Interessenvertretern verzichten wir zugunsten von Unisex-Anlagen auf 
eigene Pissoir-Räume.

Toilettenkonzept Münster 47 
 
 
 
 
Tabelle 11: Empfohlene Anlagengrößen im Rahmen des Toilettenkonzepts. Eigene Darstellung. 
 
Größe „L“ 
Mehrraum-Anlage 
Größe „M“ 
Zweiraum-Anlage 
Größe „S“ 
Einraum-Anlage 
Fußgängerzonen, touristisches 
Zentrum 
Für höchst- und 
hochfrequentierte Bereiche 
 
Innerstädtisch und in 
hochfrequentierten Ortsteilen 
In Ortsteilen und bei 
begrenzten Platzverhältnissen 
Minimalausstattung 
1x barrierefreies WC 
2x Unisex WC 
1x barrierefreies WC 
2x Unisex WC 
1x Unisex, barrierefreies WC 
 
Aufgrund hoher Baukosten geht der Trend zu kleineren Anlagen mit hohen hygienischen und 
technischen Standards wie: 
 Sitzbrillenreinigung 
 Automatische Fußbodenreinigung 
 Automatische Spülung nach Nutzung 
 Umfassende Sensortechnik 
6.3 Ergebnisse 
6.3.1 Versorgungslücken 
Wie in Kapitel 3 der Bestandsaufnahme bereits aufgezeigt, sind etliche Stadtgebiete nicht oder 
nur unzureichend mit öffentlichen WC-Anlagen versorgt. 
Insbesondere trifft dies auf folgende Gebiete zu: 
 Aasee, Kanalufer, Stadthafen, Promenade, Hauptbahnhof 
Die beiden großen Parkanlagen, Nord- und Südpark, sind zum Zeitpunkt der Begehung durch 
temporäre Anlagen abgedeckt. 
Die „nette Toilette“ -Standorte können weite Teile der Innenstadt und Hiltrups abdecken. 
Allerdings sind diese in ihrer überwie genden Mehrheit nicht barrierefrei und durch die 
eingeschränkten Öffnungszeiten nicht durchgängig verfügbar. 
Die Stadteile Münsters außerhalb des Bezirks Mitte, mit Ausnahme Hiltrups, weisen einen 
überwiegenden Wohncharakter auf. In diesen Stadteilen werde n keine Versorgungslücken 
erkannt, da die Siedlungsstruktur nicht auf eine Notwendigkeit an öffentlichen WC -Anlagen 
schließen lässt. 
In Kinderhaus, Coerde, Wolbeck und Gievenbeck sind größere Freizeiteinrichtungen 
vorhanden, die als unterversorgt klassifiziert werden können.

Toilettenkonzept Münster 48 
 
 
 
 
 
Abbildung 38: Identifizierte Versorgungslücken im Stadtgebiet Münster. Eigene Darstellung. 
 
6.3.2 Standortvorschläge 
In mehreren Beteiligungsterminen (siehe Kapitel 4.2 Beteiligung von Interessenvertretungen) 
wurden Standortvorschläge entgegengenommen und in der Karte „Standortvorschläge aus 
Gremien und von Trägern öffentlicher Belange“ eingetragen. 
Diese Vorschläge wurden bei der Standortempfehlung berücksichtigt. Allerdings konnten nicht 
alle Standorte in die Empfehlung aufgenommen werden. Unsere Methodik sieht vor, neue 
Standorte für öffentliche WC-Anlagen dort zu empfehlen, wo große Bedarfsquellen bestehen, 
die auf hohe Fußgängerströme schließen lassen und ein öffentli ches Interesse an der 
Errichtung von WC-Anlagen besteht. 
Öffentliche WC-Anlagen dienen nicht als Ersatz für privatwirtschaftliche Einrichtungen, auch 
wenn diese beispielsweise keine vollständig barrierefreien Toiletten zur Verfügung stellen 
können. 
6.3.3 Standortempfehlungen für neue Anlagen 
Anmerkungen 
Jeder Standort wurde gemäß des Abschnitts Priorisierung bewertet: A | B | C 
Zudem fand eine Zuordnung des empfohlenen Toilettentyps statt: Kanalanschluss mit 
Trinkwasser (= Stadt-WC) oder Trockentoilette ohne Kanalanschluss.

Toilettenkonzept Münster 49 
 
 
 
 
Zusätzlich wird die Größe der Anlage empfohlen (siehe Abschnitt Empfohlene Größe der 
Anlagen): Kategorien „S“, „M“ und „L“ sowie die Sonderausstattung „Toilette für Alle“. 
Gruppe A - Die Grundversorgung sicherstellen 
Die acht Toilettenanlagen der Gruppe A 
schließen wesentliche 
Versorgungslücken im Bereich Aasee, 
Innenstadt und Stadthafen und beenden 
die temporäre Situation in den 
Parkanlagen Südpark und Nordpark. Sie 
stellen somit die Grundversorgung mit 
barrierefreien, öffentlichen Toiletten 
sicher. 
Es werden für diese Standorte 
ausschließlich moderne Stadt -WCs mit 
Kanal- und Trinkwassera nschluss 
empfohlen. 
An allen Standorten ist mit einer hohen 
bis sehr hohen Nutzung, insbesondere 
in den Sommermonaten zu rechnen. 
Daher sind robuste und langlebige 
Anlagen zu installieren. 
Abbildung 39: Standorte der Gruppe A (blau). Bes tehende 
Standorte sind in grün (Stadt -WC) und türkis („nette Toilette“) 
aufgeführt. Eigene Darstellung. 
Tabelle 12: Standortvorschläge der Gruppe A nach Typ und Größe mit Begründung. Eigene Darstellung. 
 
ID Name Typ u. Größe Begründung 
 
 
 
 
A1 
 
 
 
 
Aasee, Giant Pool 
Balls 
 
 
 
 
Stadt-WC; M 
Bedarfsquellen Naherholungsgebiet Aasee 
sowie Eingang zur Innenstadt, der Parkanlage 
Promenade und Spielplatz Kanonengraben 
innerhalb der TOP5 bei der Bürgerbeteiligung, 
Vorschlag bei der Beteiligung der 
Interessengruppen 
hohe Bedarfe, insbesondere in den 
Sommermonaten und zu Veranstaltungen auf 
der Promenade und am Aasee 
 
 
 
A2 
 
 
 
Aasee, Westufer – 
Höhe Torminbrücke 
 
 
 
Stadt-WC; M 
Bedarfsquellen Naherholungsgebiet Aasee 
innerhalb der TOP5 bei der Bürgerbeteiligung, 
Vorschlag bei der Beteiligung der 
Interessengruppen 
Hohe Bedarfe, insbesondere in den 
Sommermonaten und zu Veranstaltungen am 
Aasee

Toilettenkonzept Münster 50 
 
 
 
 
ID Name Typ u. Größe Begründung 
 
 
 
A3 
 
 
 
Südpark 
 
 
 
Stadt-WC; M 
Bedarfsquelle Stadtpark, Zentrum des 
Südviertels; innerhalb der TOP5 bei der 
Bürgerbeteiligung; zurzeit Ersatzstandort mit 
provisorischer Anlage, Vorschlag bei der 
Beteiligung der Interessengruppen 
Hohe Bedarfe, insbesondere in den 
Sommermonaten 
 
 
 
A4 
 
 
 
Domplatz 
 
 
 
Stadt-WC; L 
Bedarfsquelle Stadtzentrum, Touristische 
Sehenswürdigkeit, Marktplatz; innerhalb der 
TOP10 bei der Bürgerbeteiligung, Vorschlag bei 
der Beteiligung der Interessengruppen, hier: 
Barrierefreier Neubau 
Ganzjährig hohe Bedarfe 
 
 
 
A5 
 
 
Coerdeplatz 
(Flugzeugspielplatz) 
 
 
 
Stadt-WC, M 
Bedarfsquelle Stadtpark/ Promenade, großer 
Kinderspielplatz, Eingangsroute zur Innenstadt; 
zurzeit Ersatzstandort mit provisorischer Anlage; 
Vorschlag bei der Beteiligung der 
Interessengruppen 
Hohe bis mittlere Bedarfe, ganzjährig 
 
 
A6 
 
Kanalpromenade/ 
Schillerstraßenbrücke 
 
 
Stadt-WC, M 
Bedarfsquelle Parkanlage/ Kanalufer, innerhalb 
der TOP10 bei der Bürgerbeteiligung; Vorschlag 
bei der Beteiligung der Interessengruppen, 
Hohe bis mittlere Bedarfe, insbesondere in den 
Sommermonaten 
 
 
 
A7 
 
 
 
Stadthafen 1 
 
 
 
Stadt-WC, M 
Bedarfsquelle Stadtteilzentrum/ Park, hier 
Hafenufer, innerhalb der TOP10 bei der 
Bürgerbeteiligung, Vorschlag bei der Beteiligung 
der Interessengruppen 
Hohe bis mittlere Bedarfe, insbesondere in den 
Sommermonaten 
 
 
 
A8 
 
 
 
Wienburgpark 
 
 
 
Stadt-WC, M 
Bedarfsquelle Stadtpark, innerhalb der TOP10 
bei der Bürgerbeteiligung; zurzeit Ersatzstandort 
mit provisorischer Anlage, Vorschlag bei der 
Beteiligung der Interessengruppen 
Hohe Bedarfe, insbesondere in den 
Sommermonaten

Toilettenkonzept Münster 51 
 
 
 
 
Gruppe B - Lücken schließen 
Die sechs Toilettenanlagen der Gruppe 
B schließen weitere Versorgungslücken 
im Bereich Innenstadt und 
Kanalpromenade. Zudem wurden 
größere Freizeiteinrichtungen in 
Gievenbeck und Wolbeck 
berücksichtigt. 
Es werden für diese Standorte Stadt - 
WCs sowie auch Trockentoiletten 
empfohlen. 
An allen Standorten ist mit einer 
mittleren bis hohen Nutzung in den 
Sommermonaten zu rechnen. 
 
 
Abbildung 40: Standorte der Gruppe B (pink). Bestehende 
Standorte sind in grün (Stadt-WC) und türkis („nette Toilette“) 
aufgeführt. Eigene Darstellung. 
 
 
Tabelle 13: Standortvorschläge der Gruppe B nach Typ und Größe mit Begründung. Eigene Darstellung. 
 
ID Name Typ u. Größe Begründung 
 
B1 Fernbushaltestelle 
Münster 
 
Stadt-WC, M 
Bedarfsquelle zentraler ÖPNV-Knoten, 
Busbahnhof 
Vorschlag im Beteiligungsverfahren 
 
B2 
Kanalpromenade / 
Brücke Manfred von 
Richthofen-Str. 
Trockentoilette, 
S 
Bedarfsquelle Kanalufer, Naherholungsfläche 
insbesondere in den Sommermonaten 
Häufiger Vorschlag bei der Bürgerbeteiligung 
 
 
B3 
 
Promenade, Höhe 
Buddenturm 
 
 
Stadt-WC, S 
Bedarfsquelle Parkanlage, Spielplatz 
Kreuzschanze und öffentlicher Parkplatz; 
Innenstadtnah, wichtige Wegeverbindung in die 
Innenstadt 
Häufiger Vorschlag bei der Bürgerbeteiligung 
 
B4 Grüne Finger 
Gievenbeck 
Trockentoilette, 
S 
Bedarfsquelle Parkanlage, Spielplatz und 
öffentliche Sportanlagen, Vorschlag bei der 
Bürgerbeteiligung 
B5 Hansaplatz Stadt-WC, S Bedarfsquelle Quartiersplatz; Vorschlag im 
Beteiligungsverfahren 
 
B6 Wolbeck, Spielplatz / 
Pumptrack 
Trockentoilette, 
S 
Bedarfsquelle Parkanlage, Spielplatz und 
öffentliche Sportanlagen; Vorschlag bei der 
Bürgerbeteiligung

Toilettenkonzept Münster 52 
 
 
 
Gruppe C - Eine größtmögliche Versorgung sicherstellen 
Die vier Toilettenanlagen der Gruppe C 
schließen weitere Versorgungslücken in 
den Stadtteilen Kinderhaus, Coerde, West 
und Mitte-Süd. 
Es werden für diese Standorte drei Stadt - 
WCs und eine nette Toilette empfohlen. 
An allen Standorten ist mit einer niedrigen 
bis mittleren Nutzung zu rechnen. 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 41: Standorte der Gruppe C (lila). 
Bestehende Standorte sind in grün (Stadt -WC) und 
türkis („nette Toilette“) aufgeführt. Eigene  
Darstellung. 
 
 
Tabelle 14: Standortvorschläge der Gruppe C nach Typ und Größe mit Begründung. Eigene Darstellung. 
 
ID Name Typ u. Größe Begründung 
 
C1 
Park St. Stephanus / 
Von-Stauffenberg- 
Str. 
 
Stadt-WC, S 
Bedarfsquelle Stadtpark, mehrere Spielplätze in 
der Nähe 
Mittlerer bis niedriger Bedarf 
 
C2 Naturspielplatz 
Kinderbachtal 
 
Stadt-WC, S 
Bedarfsquelle Spielplätze, Naherholungsfläche 
insbesondere in den Sommermonaten 
Mittlerer bis niedriger Bedarf 
 
C3 
 
Coerde, 
Hamannplatz 
 
Stadt-WC, S 
Bedarfsquelle Stadtteilzentrum, Park, 
Spielplätze, Naherholungsfläche insbesondere 
in den Sommermonaten 
Mittlerer bis niedriger Bedarf 
 
 
 
C4 
 
 
Kinderhaus, 
Idenbrockplatz 
 
 
Stadt-WC, S / 
„nette Toilette“ 
Bedarfsquelle Stadtteilzentrum, Park, 
Spielplätze, Naherholungsfläche insbesondere 
in den Sommermonaten 
Mittlerer bis niedriger Bedarf 
Wenig Platz vorhanden, Kinderbachpark 
aufgrund von Hochwassergefahr nicht geeignet.

Toilettenkonzept Münster 53 
 
 
 
 
Sonderfall – „Toilette für Alle“ 
In den Gesprächen mit den Interessenvertretungen und Trägern öffentlicher Belange wurde 
der Wunsch geäußert, eine öffentliche WC -Anlage für Menschen mit schweren und 
mehrfachen Behinderungen vorzuhalten. Diese Anlagen sind kosten- und wartungsintensiver 
und können daher nur an ausgewählten Standorten geplant werden. 
Wir schlagen daher vor, eine „Toilette für Alle“ an einem zentralen Punkt in der Innenstadt von 
Münster zu errichten, der sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln aber auch mit dem privaten 
PKW erreicht werden kann. In Absprache mit der Stadt Münster wird vorgeschlagen, die 
bestehende öffentliche Toilette im Stadthaus 1 an die Anforderungen einer „Toilette für Alle“ 
anzupassen. 
Dieser Standort ist besonders geeignet, da sich im Erdge schoss bereits eine 
behindertengerechte öffentliche Toilette befindet, die bereits Merkmale einer „Toilette für Alle“ 
aufweist, wie beispielsweise eine Liege. Zudem ist das Stadthaus 1 sehr zentral gelegen und 
gut erreichbar, auch für Menschen mit Behinder ungen, da Behindertenparkplätze und 
öffentliche Verkehrsmittel in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Durch die Anpassung der 
bestehenden Einrichtung können die Bedürfnisse von Menschen mit schweren und 
mehrfachen Behinderungen besser berücksichtigt und ihr e Teilhabe am öffentlichen Leben 
weiter verbessert werden. 
Zusammenfassung 
Insgesamt werden 18 neue Standorte für öffentliche WC-Anlagen empfohlen. Diese verteilen 
sich auf Gruppe A (8), Gruppe B (6) und Gruppe C (4). Davon ist eine Anlage der Größe L, 8 
Anlagen der Größe M und 9 Anlagen der Größe S zugeordnet. Drei der empfohlenen Standorte 
sollen als Trockentoilette errichtet werden, da der Aufwand für einen Kanalanschluss für diese 
Standorte als außerordentlich hoch betrachtet wird. Ein zusätzlicher Standort soll als „Toilette 
für Alle“ hergestellt werden. 
Tabelle 15: Mengenübersicht empfohlener Standorte nach Priorisierung, Größe und Art. Eigene Darstellung. 
 
Anzahl 
gesamt 
davon 
Größe L 
 
Größe M 
 
Größe S 
davon 
Stadt-WC 
Trocken- 
toilette 
Gruppe A 8 1 7 0 8 0 
Gruppe B 6 0 1 5 3 3 
Gruppe C 4   4 A 4  
Gesamt 18 1 8 9 15 3 
A Alternative: Am Idenbrockplatz ist ggfs. eine Lösung via Konzept „Die nette Toilette“ vorteilhafter.

Toilettenkonzept Münster 54 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 42: Die Standortempfehlungen im Rahmen des Toilettenkonzepts nach Priorisierung in die Gruppen A 
(blau), B (pink) und C (lila) inkl. des Standorts für eine „Toilette für Alle“. Eigene Darstellung. 
6.4 Exkurs: Toiletten an Veranstaltungsflächen 
An zahlreichen Orten im Stadtgebiet finden unterjährig Veranstaltungen auf öffentlichen 
Plätzen statt. Veranstaltungen bringen einen erheblichen Bedarf an WC-Anlagen mit sich, der 
abhängig von der Dauer und der Anzahl an Besuchenden ist. Es ist zu diskutie ren, ob eine 
zielgerichtete Installation von öffentlichen WC -Anlagen an Plätzen mit regelmäßigen 
Veranstaltungen sinnvoll ist. 
6.4.1 Ausgangslage 
An 16 Plätzen im Stadtgebiet finden mehr als 3 Veranstaltungen pro Jahr statt. Diese Flächen 
konzentrieren sich auf das Stadtzentrum und rund um den Aasee. Sie liegen zum Teil im 
Einzugsbereich vorhandener öffentlicher WC -Anlagen respektive im Einzugsbereich von in 
Kapitel 6.3 Ergebnisse empfohlenen Standorten.

Toilettenkonzept Münster 55 
 
 
 
 
Tabelle 16: Anzahl an Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen. Es werden nur Veranstaltungsflächen gelistet, 
die mehr als dreimal im Jahr genutzt werden. Daten von der Stadt Münster. 
 
Rang Ort Summe 
Tage Rang Ort Summe 
Tage 
1 Schlossplatz 76 9 Rathaus 8 
2 Innenstadt 45 10 Am Hawerkamp 5 
3 Schlossgarten 32 10 Marktallee 5 
4 Überwasserkirchplatz 28 11 Albachten 4 
5 Mühlenhof 
Freilichtmuseum 15 11 Coerheide 4 
6 Promenade 11 11 Domplatz 4 
7 Aasee 10 11 Preußenstadion 4 
8 Hafenbecken 9 11 Prinzipialmarkt 4 
 
 
Wie viele WC-Anlagen bei einem Event notwendig sind, ist von der Größe der Veranstaltung 
und der zu erwartende Besucherfrequenz abhängig. Während bei privaten Feiern 
Erfahrungswerte ausreichen mögen, wird dies bei öffentlichen Events über die 
Versammlungsstättenverordnung des jeweiligen Bundeslandes geregelt. 
Anforderungen an die Dienstleistungen und Produkte für den Einsatz von mobilen 
anschlussfreien Toilettenkabinen werden dagegen über die DIN EN16194 gesteuert, die – 
unter anderem bezogen auf Kabinen und Sanitärprodukte sowie den Reinigungsumfang – den 
Mindeststandard festlegt. 
Wie in anderen Planungsbereichen, ist auch im sanitären Sektor der Behindertenanteil unter 
den Besuchern der Veranstaltung ein Faktor, der berücksichtigt werden muss. In der 
Versammlungsstättenverordnung ist festgehalten, dass stufenlos erreichbare Toilett en 
vorhanden sein müssen. Vorgeschrieben ist mindestens eine Toilette je zehn Rollstuhlfahrern. 
Neben ausreichend Platz für eine komfortable und barrierefreie Nutzung, sind häufig auch ein 
Babywickeltisch für junge Familien sowie integrierte Sicherheitswarnsysteme Teil des Moduls, 
damit Menschen mit Behinderungen im Notfall einen Alarm auslösen können. 
6.4.2 Situation in Nordrhein-Westfalen 
Die Sonderbauverordnung von 2017 schreibt keine Berechnung auf Basis der zu erwartenden 
Besucherzahlen vor. 
Somit ist künftig der Besucherschlüssel für die Ermittlung der Anzahl der Toiletten nicht mehr 
heranzuziehen und es erfolgt eine Einzelfallbetrachtung, ob die Versammlungsstätte über die 
ausreichende Anzahl von Toiletten verfügt. Aus der Begründung zur Änd erung der 
Sonderbauverordnung geht ausdrücklich hervor, dass getrennte Toilettenräume für Damen 
und Herren nicht mehr vorgeschrieben sind. 
Auszug aus der Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten (Sonderbauverordnung 
– SBauVO) vom 02.12.2016:

Toilettenkonzept Münster 56 
 
 
 
 
§ 12 Toilettenräume 
(1) In Versammlungsstätten muss eine ausreichende Anzahl von Toiletten vorhanden 
sein. Auf dem Gelände der Versammlungsstätte oder in der Nähe vorhandene Toiletten 
können angerechnet werden, wenn sie für die Besucherinnen und Besucher der 
Versammlungsstätte zugänglich sind. 
Bis zum Jahr 2017 galt mit der alten Verordnung ein Berechnungsschlüssel (siehe Abb. 43). 
 
Abbildung 43: Zusammenfassung des §12 der alten BauVO zur Berechnung der Anzahl an Toilettenräumen bei 
Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen. 
Die Bereitstellung der notwendigen Anzahl bei Veranstaltungen kann durch mobile Anlagen 
geschehen. Stationäre WCs im Umfeld können laut Verordnung angerechnet werden. 
Standard-WC-Anlagen für Kommunen haben in großer Ausbaustufe meist maximal 4-5 WC- 
Kabinen. Sie fallen folglich, selbst bei einem deutlich großzügig bemessenen Schlüssel, bei 
großen Veranstaltungen kaum ins Gewicht. 
Zudem fallen für die Kommune pro WC-Standort Kosten zur Installation einer Anlage von 
150.000 € bis 400.000 € an. Dazu kommen monatliche Wartungs- und Betriebskosten. 
6.4.3 Empfehlung 
Wir empfehlen für (ausschließliche) Veranstaltungsflächen grundsätzlich mobile WC-Anlagen 
einzusetzen, die vom Veranstalter gemäß geltenden Verordnungen bereitgestellt werden 
müssen. Die Kosten werden mittelbar durch Eintrittstickets, Getränke, etc. gedeckt. 
Eine Vorhaltung öffentlicher, kommunaler WC-Anlagen an Veranstaltungsorten geht mit hohen 
Kosten einher und belastet den kommunalen Haushalt. Falls der politische Wille und 
entsprechende Mittel im Haushalt da sind, kann eine Kommune an den größten 
Veranstaltungsorten eigene WC-Anlagen installieren, die ganzjährig vorgehalten werden. In 
diesem Fall sollte der kommunale Betreiber der WC -Anlagen eine Nutzungspauschale 
erheben. Andernfalls kann eine gegebenenfalls anfallende Sonderreinigung vor - und nach 
einer Veranstaltung vom lokalen City-Marketing oder der Wirtschaftsförderung übernommen 
werden. Entsprechende Prozesse sind einzuführen.

Toilettenkonzept Münster 57 
 
 
 
 
An etlichen Plätzen werden dennoch öffentliche WC -Anlagen empfohlen, da diese aufgrund 
weiterer Bedarfsquellen und der Lage im Stadtgebiet als geeignet angesehen werden können 
und auch abseits der Veranstaltungen regelmäßig genutzt werden.

Toilettenkonzept Münster 58 
 
 
 
 
7. Zusammenstellung künftiger Ausstattungsmerkmale 
Im Rahmen des gesamtstädtischen Toilettenkonzepts ist die Zusammenstellung künftiger 
Ausstattungsmerkmale ein zentraler Bestandteil. Ziel dieses Kapitels ist es, die Anforderungen 
und Empfehlungen für die Ausstattung der zukünftigen öffentlichen Toilettenanlagen zu 
definieren, um eine bedarfsgerechte, nachhaltige und benutzerfreundliche Infrastruktur zu 
gewährleisten. 
Die Ausstattungsmerkmale sollen sicherstellen, dass  die neuen Toilettenanlagen den 
vielfältigen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden. Dazu gehören Aspekte wie 
Barrierefreiheit, um allen Bürgern, einschließlich Menschen mit Behinderungen, einen 
gleichberechtigten Zugang zu ermöglichen. Ebenso wichtig  ist die Berücksichtigung von 
Umweltaspekten, wie der Einsatz von nachhaltigen Materialien, um die ökologischen 
Auswirkungen zu minimieren. Die gendergerechte Gestaltung der Anlagen ist ebenfalls ein 
wesentlicher Aspekt, um eine inklusive Nutzung für alle Geschlechter zu fördern. 
Darüber hinaus wird die Ausstattung an die spezifischen örtlichen Gegebenheiten angepasst, 
um eine optimale Integration in das städtische Umfeld zu gewährleisten. Dies umfasst die 
Anpassung der Anlagengröße und -konfiguration an di e Frequentierung und die 
standortspezifischen Anforderungen. 
Im Folgenden werden die spezifischen Ausstattungsmerkmale detailliert beschrieben, die für 
die zukünftigen Toilettenanlagen in Münster empfohlen werden. Diese umfassen sowohl 
technische als auch gestalterische Aspekte, die dazu beitragen, eine funktionale, sichere und 
ästhetisch ansprechende Toiletteninfrastruktur zu schaffen. 
 
 
7.1 Markterkundung 
Ziel der Markterkundung ist es, einen umfassenden Überblick über die verfügbaren 
Technologien, Produkte u nd Anbieter zu erhalten, um die bestmöglichen Lösungen für die 
öffentlichen Toilettenanlagen in Münster zu identifizieren. Dabei werden verschiedene Aspekte 
wie Qualität, Kosten, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit berücksichtigt. 
Im Rahmen der Markterkundung wurden führende Hersteller von Toilettenanlagen in 
Deutschland und Europa kontaktiert. Diese Hersteller bieten eine Vielzahl von Produkten an, 
die den spezifischen Anforderungen der Bürger gerecht werden können. Zu den wichtigs ten 
Anbietern gehören: 
 
 
1. HERING Sanikonzept GmbH 
 
Allgemein: HERING Sanikonzept GmbH ist der Marktführer in Deutschland mit über 
45 Jahren Erfahrung und mehr als 6.200 geplanten und gebauten öffentlichen WC - 
Anlagen. Das Unternehmen hat sich einen Namen gemacht durch seine innovativen 
und nachhaltigen Lösungen, die auf Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit 
ausgelegt sind.

Toilettenkonzept Münster 59 
 
 
 
 
Portfolio: Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Produkten an, darunter 
Einraumanlagen, Zweiraumanlagen, Dreiraumanlagen und spezielle Toiletten für Alle, 
die jeweils barrierefrei sind. Diese Anlagen sind modular aufgebaut und können je nach 
Bedarf erweitert oder angepasst werden, um den spezifischen Anforderungen der Stadt 
Münster gerecht zu werden. 
Einraumanlage Zweiraumanlage 
 
 
Dreiraumanlage Toilette für Alle 
 
Abbildung 44: Modulanlagen der Firma HERING Sanikonzept GmbH. 
 
 
 Einraumanlage (barrierefrei): Eine kompakte, barrierefreie Toilette, ideal für 
kleinere Standorte. 
 Zweiraumanlage (1x barrierefrei, 1x nicht -barrierefrei): Bietet sowohl eine 
barrierefreie als auch eine nicht-barrierefreie Toilette, geeignet für mittlere bis 
größere Standorte. 
 Dreiraumanlage (1x barrierefrei, 1x nicht -barrierefrei, 1x Urinal): Eine 
vielseitige Anlage mit zusätzlichen Urinalen, ideal für stark frequentierte 
Bereiche. 
 „Toilette für Alle“ (barrierefrei): Speziell für die Bedürfnisse von Menschen 
mit Behinderungen konzipiert, inklusive Wickeltisch und höhenverstellbarem 
WC. 
 
2. Toilitech PTMatic S.r.l: 
 
Allgemein: Toilitech PTMatic S.r.l ist ein italienischer Hersteller, der sich auf 
selbstreinigende und automatische Toiletten spezialisiert hat. Das Unternehmen ist 
bekannt für seine hochwertigen und technologisch fortschrittlichen Produkte, die eine 
hohe Benutzerfreundlichkeit und geringe Wartungskosten bieten. 
 
Portfolio: Das Unternehm en bietet verschiedene Modelle von Einraum - und 
Zweiraumanlagen. Diese Anlagen sind so konzipiert, dass sie sowohl in städtischen

Toilettenkonzept Münster 60 
 
 
 
 
als auch in ländlichen Gebieten eingesetzt werden können und eine hohe Flexibilität in 
der Anwendung bieten. 
 
Einraumanlage „TONE“ Zweiraumanlage „HN“ 
 
Zweiraumanlage „HU“ Einraumanlage „H“ 
Abbildung 45: Modulanlagen der Firma Toilitech PTMatic S.r.l. 
 
 
 Einraumanlage „TONE“ (nicht barrierefrei): Eine einfache, nicht barrierefreie 
Toilette, geeignet für Standorte mit geringem Platzbedarf. 
 Einraumanlage „H“ (barrierefrei): Eine barrierefreie Toilette, die den 
Anforderungen der DIN-Norm entspricht. 
 Zweiraumanlage „HU“ (1x barrierefrei + 1x Urinal): Kombiniert eine 
barrierefreie Toilette mit einem Urinal, ideal für mittlere Standorte. 
 Zweiraumanlage „HN“ (1x barrierefrei + 1x nicht barrierefrei): Bietet sowohl 
eine barrierefreie als auch eine nicht-barrierefreie Toilette, geeignet für größere 
Standorte. 
 
3. RBL Media GmbH (by Epsilon N.V.) 
 
Allgemein: RBL Media GmbH ist ein Anbieter von modularen, vollautomatischen WC- 
Anlagen für den öffentlichen Raum. Das Unternehmen ist in mehreren deutschen 
Städten aktiv (u. a. Leipzig, Dortmund, Aachen) und bietet ausschließlich Full-Service- 
Dienstleistungen an. RBL Media wurde kürzlich in die Ströer -Gruppe integriert und 
arbeitet mit dem belgischen Hersteller Epsilon N.V. zusammen, der für die technische 
Entwicklung und Produktion der Anlagen verantwortlich ist.

Toilettenkonzept Münster 61 
 
 
 
 
Portfolio: RBL bietet ausschließlich Full -Service-Dienstleistungen auf Basis 
standardisierter Module an. Zum Einsatz kommen 1 -Raum-Anlagen, Pissoir-Module 
sowie projektbezogen auch Mehrraumanlagen. Die Module entsprechen den geltenden 
DIN-Normen und werden je nach Standort individuell gestaltet. 
 
Einraumanlage Pissoir 
 
  
Einraumanlage 3-Raum-Modell 
 
Abbildung 46 Modulanlagen der Firma RBL Media GmbH (by Epsilon N.V.) 
 
 
 1-Raum-Anlagen (barrierefrei): Für Einzelstandorte mit geringem Platzbedarf 
 3-Raum-Anlagen (barrierefrei): Für P&R-Plätze oder größere Standorte mit 
höherem Nutzungsaufkommen. 
 Pissoir-Module: Für stark frequentierte Außenbereiche. 
 Individuelle Anpassungen je nach Standort: Modulgrößen, Fassade, Dach, 
Beleuchtung etc. 
 
4. EcoToiletten GmbH 
 
Allgemein: EcoToiletten GmbH bietet seit 2013 Trockentrenntoiletten an, die 
besonders umweltfreundlich sind und keine Anschlüsse für Strom, Wasser oder 
Abwasser benötigen. Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und 
Ressourcenschonung.

Toilettenkonzept Münster 62 
 
 
 
 
Portfolio: Das Unternehmen bietet barrierefreie und barrierearme Module sowie 
Einzelkabinen an. Diese Anlagen sind modular und autark, was bedeutet, dass sie 
flexibel an verschiedenen Standorten eingesetzt werden können und sich besonders 
für temporäre oder mobile Anwendungen eignen. 
 
   
Autark + Modular (barrierefrei) Autark + Modular Einzelkabine (nicht 
barrierefrei) 
Autark + Modular LIGHT 
(barrierearm) 
 
Abbildung 47: Modulanlagen der Firma EcoToiletten GmbH. 
 
 
 Autark + Modular (barrierefrei): Eine autarke, barrierefreie Toilette, die 
modular erweiterbar ist. 
 Autark + Modular LIGHT (barrierearm): Eine leichtere Version der autarken 
Toilette, die barrierearm gestaltet ist. 
 Autark + Modular Einzelkabine (nicht barrierefrei): Eine kompakte, nicht 
barrierefreie Einzelkabine, ideal für kleinere Standorte. 
 
5. Nowato GmbH: 
 
Allgemein: Nowato GmbH bietet seit 2011 Kompost- und Trockentrenntoiletten an, die 
flexibel einsetzbar sind und sich durch ihre  umweltfreundliche Technologie 
auszeichnen. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Lösungen 
spezialisiert, die ohne Wasser und Abwasseranschlüsse auskommen und somit 
besonders nachhaltig sind. 
 
Portfolio: Zu den Produkten gehören die barrierefrei  Trockentrenntoiletten, sowie 
nachhaltige WCs mit Verdunstungstechnologie. Diese Anlagen sind besonders für den 
Einsatz in öffentlichen Parks, an Wanderwegen und in anderen Freizeiteinrichtungen 
geeignet und bieten eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

Toilettenkonzept Münster 63 
 
 
 
 
 
   
MODO KUBUS KAAB BUMPER 
Abbildung 48: Modulanlagen der Firma nowato GmbH. 
 
 
 MODO (barrierefrei, mit/ohne Urinal): Eine flexible, barrierefreie Toilette, die 
mit oder ohne Urinal erhältlich ist. 
 KUBUS (barrierefrei, mit/ohne 1-2 Urinale): Eine modulare Anlage, die je 
nach Bedarf mit einem oder zwei Urinalen ausgestattet werden kann. 
 KAAB BUMPER Verdunstungs-WC (barrierefrei, mit/ohne Urinal): Ein 
umweltfreundliches Verdunstungs-WC, das ohne Wasseranschluss auskommt. 
7.2 Trockentrenntoiletten 
Trockentrenntoiletten sind eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen öffentlichen 
Toiletten, die ohne Wasser auskommen. Diese Toiletten sind besonders in öffentlichen 
Bereichen wie Parks und städtischen Plätzen nützlich, wo eine Anbindung an das 
Abwassersystem nicht immer möglich ist. 
Zu den führenden Herstellern von Trockentrenntoiletten gehören die nowato GmbH und die 
EcoToiletten GmbH. Das Funktionsprinzip basiert auf der Trennung von flüssigen und festen 
Ausscheidungen, was die Geruchsbildung reduziert, und die Entsorgung erleichtert. Ein 
Förderband trennt Feststoffe und transportiert diese in den Sammelbereich hinter der Toilette. 
Urin wird an der Toilette direkt getrennt und einzeln gesammelt. 
 
 
 
Abbildung 49: Funktionsprinzip Trockentrenntoiletten (nowato GmbH). 
Trockentrenntoiletten sind umweltfreundlich, kosteneffizient und flexibel einsetzbar. Sie 
erfordern jedoch regelmäßige Wartung und haben höhere laufende Kosten (Tankentleerung) 
im Vergleich zu herkömmlichen Toiletten. I nsgesamt bieten sie eine nachhaltige Lösung für 
viele öffentliche Einsatzbereiche.

Toilettenkonzept Münster 64 
 
 
 
 
7.3 Ausstattungsmerkmale 
Die Ausstattung öffentlicher Toilettenanlagen ist ein zentraler Aspekt bei der Planung und 
Umsetzung des städtischen Toilettenkonzep ts. Eine gut durchdachte Ausstattung trägt 
wesentlich zur Akzeptanz und Nutzung der Anlagen bei und stellt sicher, dass sie den 
Bedürfnissen aller Nutzer gerecht werden. 
Wichtige Ausstattungsmerkmale umfassen Aspekte wie Barrierefreiheit, Hygiene, Sicherhe it 
und Nachhaltigkeit. Diese Merkmale sorgen dafür, dass die Toilettenanlagen nicht nur 
funktional und benutzerfreundlich sind, sondern auch langlebig und umweltfreundlich 
betrieben werden können. 
In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen Ausst attungsmerkmale detailliert 
beschrieben, die für die öffentlichen Toilettenanlagen in Münster vorgesehen sind. Dabei wird 
auf die grundlegenden Anforderungen sowie auf spezielle Optionen eingegangen, die die 
Nutzung und Wartung der Anlagen optimieren. 
7.3.1 DIN-Normen für öffentliche Toilettenanlagen 
Die Ausstattung öffentlicher Toilettenanlagen richten sich nach geltenden DIN-Normen: 
 DIN 18040-1: Diese Norm legt die Anforderungen an barrierefreies Bauen fest, um die 
Zugänglichkeit und Nutzung für alle Menschen zu gewährleisten 
 VDI 3818: Diese Richtlinie umfasst die Planung, Errichtung, den Betrieb und die 
Instandhaltung von öffentlichen Sanitärräum en, einschließlich Anforderungen an 
Raumgrößen, Platzbedarfe und Wasserversorgung. 
 DIN 18024 -2: Diese Norm behandelt die Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen 
Gebäuden und Arbeitsstätten, einschließlich Anforderungen an Türen, Rampen und 
Orientierungshilfen für Menschen mit verschiedenen Behinderungen. 
7.3.2 Standardausstattung 
Die Standardausstattung moderner öffentlicher Toilettenanlagen umfasst eine Vielzahl von 
Merkmalen, die auf Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Hygiene abzielen. Diese 
Ausstattung stellt sicher, dass die Anlagen robust, vandalismussicher und leicht zu reinigen 
sind, während sie gleichzeitig den Komfort und die Bedürfnisse aller Benutzer, einschließlich 
Menschen mit Behinderungen, berücksichtigen: 
 Barrierefreie Kabine 
 Sensorgesteuerte Auslösungen 
 Vandalismussichere Materialien 
 Belegungsanzeige 
 LED-Beleuchtung 
 Belüftungssystem 
 Elektro-Fußbodenheizung 
 Türverriegelungssystem 
 Schmutzabweisende Beschichtung 
 Kleiderhaken 
 …

Toilettenkonzept Münster 65 
 
 
 
 
7.3.3 Empfohlene Zusatzausstattung 
Zusätzlich zur Standardausstattung empfehlen wir bestimmte Zusatzausstattungen, um die 
Funktionalität, Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit der öffentlichen Toilettenanlagen 
weiter zu verbessern. Um ein breites Verständnis der benötigten Zusatzausstatt ungen zu 
erhalten, wurde eine umfassende Bürgerbeteiligung in Münster durchgeführt. Dabei wurden 
Träger öffentlicher Belange, politische Gremien und Interessenvertretungen befragt (siehe 
Kapitel 4.2 Beteiligung von Interessen vertretungen). Zusätzlich fand eine Online - 
Bürgerumfrage statt und es wurden Bezirksvertretungen, einschließlich der 
Bezirksbürgermeister, konsultiert (siehe Kapitel 4). 
Aus den gewonnenen Erkenntnissen ergeben sich folgende Zusatzausstattungen: 
 Dachbegrünung 
 Graffitischutz 
 Trinkwasserbrunnen 
 Marktanschlusskasten 
 Automatische Sitzbrillenreinigung 
 Vorbereitung Zahlungssysteme (Kartenzahlung) 
 Kalkschutz 
 Wickeltisch 
Diese Zusatzausstattungen bieten erhebliche Vorteile und tragen zur Erhöhung der 
Lebensdauer und der Benutzerzufriedenheit der Toilettenanlagen bei. 
7.4 „Toilette für Alle“ 
Die Sonderausstattung „Toilette für Alle“ wurde von der Stiftung Leben pur ins Leben gerufen, 
um die Teilhabe von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen am öffentlichen 
Leben zu ermöglichen. Öffentliche Toiletten und Behindertentoiletten sind heutzutage weit 
verbreitet, jedoch reichen diese oft nicht aus, um den Bedürfnissen vo n Menschen mit 
komplexen Behinderungen gerecht zu werden. 
Eine „Toilette für Alle“ bietet spezielle Einrichtungen, die über die Standardausstattung 
hinausgehen. Dazu gehören unter anderem eine Liege und ein Personen -Lifter, der es 
ermöglicht, Menschen sicher und rückenschonend vom Rollstuhl auf das WC oder die Liege 
zu befördern. Diese Toilettenräume sind groß genug, um ausreichend Platz für 
Begleitpersonen zu bieten, die bei der Pflege und Hygiene unterstützen. Diese Anlagen sind 
kosten- und wartungsintensiver und können daher nur an ausgewählten Standorten geplant 
werden.

Toilettenkonzept Münster 66 
 
 
 
 
 
Abbildung 50: Blick in die „Toilette für Alle“ am Sendlinger Tor in München (Stiftung Leben pur, 2023). 
 
7.5 Zusammenfassung Ausstattungsmerkmale 
Die Markterkundung zeigt, dass jeder Hersteller eine Vielzahl von Sonderausstattungen 
anbietet, die die Funktionalität und den Komfort der Toilettenanlagen verbessern können. 
Diese Zusatzoptionen erhöhen jedoch die anfänglichen Investitionskosten erheblich. 
Daher muss die Auswahl der Ausstattungsmerkmale sorgfältig abgewogen werden, um ein 
ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu gewährleisten. Die Vielfalt der 
angebotenen Optionen ermöglicht es, die Toilettenanlagen an die spezifischen Bedürfn isse 
und Anforderungen der Nutzer in Münster anzupassen und somit eine höhere Zufriedenheit zu 
erreichen.

Toilettenkonzept Münster 67 
 
 
 
 
8. Bewertungsmaßstäbe für zukünftige Bedarfsmeldungen 
8.1 Ausgangslage 
Die Stadt Münster benötigt eine Bewertungsmatrix, um zukünftig ein gehende 
Bedarfsmeldungen an öffentlichen Toiletten transparent und nachvollziehbar bewerten zu 
können. Die Bewertungsmatrix soll eine Aussage darüber treffen, ob am vorgeschlagenen 
Standort eine neue öffentliche Toilettenanlage mit Blick auf zu erwartende Bedarfe installiert 
werden kann. 
8.2 Methoden 
Mit Hilfe eines gängigen Tabellenkalkulationsprogramms wurde eine Bewertungsmatrix 
geschaffen, die verschiedene Faktoren berücksichtigt. 
Die Bewertung von Standortvorschlägen erfolgt auf Basis folgender Abfragen: 
 Liegt der eingegangene Standortvorschlag innerhalb der Erreichbarkeitsradien der 
Bestandsanlagen und der im Rahmen des Konzepts vorgeschlagenen Standorte? 
 Welche Bedarfsquellen liegen in der Umgebung des Standortvorschlags? 
o Die Bedarfsquellen sind mit Blick auf ihre Besucherfrequenz zu bewerten. 
 Was ist die vorherrschende Siedlungsstruktur im Umkreis des Standortvorschlags? 
o Abfrage nach Art der Bebauung und vorwiegender Nutzung des Areals rund um 
den vorgeschlagenen Standort. Wohnviertel und Gewerbegebiete sind anders 
zu bewerten als Ortszentren. 
 Abgleich mit der bisherigen Versorgungslage öffentlicher Toiletten im Stadtteil des 
Standortvorschlags 
o Unterversorgte Stadtteile erhalten einen Bonus. 
8.3 Ergebnisse 
Ergebnis ist eine einfach zu bedienende, interaktive Bewertungsmatrix, die nach dem 
Ausfüllen eine Empfehlung abgibt und den Standortvorschlag entweder ablehnt oder ihn 
befürwortet und in die im Rahmen dieses Konzepts erarbeiteten Gruppen A, B oder C 
einordnet. Über eine Hilfe-Seite werden den Benutzenden Erläuterungen angeboten. 
Ein Auszug der Bewertungsmatrix findet sich im Anhang. Das interaktive Dokument wurde der 
Stadt Münster mit diesem Bericht übergeben. 
 
Abbildung 51: Schematische Darstellung der Funktionsweise der Bewertungsmatrix. Eigene Abbildung.

Toilettenkonzept Münster 68 
 
 
 
 
9. Zusammenfassende Handlungsempfehlungen 
9.1 Handlungsempfehlungen resultierend aus der Bestandsaufnahme 
Nach der Bestandsaufnahme lassen sich verschiedene Handlungsempfehlungen festhalten: 
 Öffnungszeiten und unterjährige Schließzeiten der Anlagen an den Anlagen selbst und 
auf den zur Verfügung stehenden (digitalen) Kanälen transparent kommunizieren 
 Hygienische Situation verbessern, kommunizierte Reinigungsintervalle des 
Dienstleisters hinterfragen 
 Defekte Bauteile zeitnah instandsetzen 
 Auffindbarkeit vor Ort verbessern, Beschilderung an den Anlagen und im Umkreis der 
Anlagen 
9.2 Handlungsempfehlungen resultierend aus den Beteiligungsverfahren 
Die Beteiligungsverfahren haben gezeigt, dass – bezogen auf aktuellen Zustand und 
Ausstattung der Bestandsanlagen – große Handlungsbedarfe bestehen. An den drei 
Ersatzstandorten sind diese vor allem der Tatsache geschuldet, dass dort temporäre 
Baustellen-WCs („Dixies“) errichtet wurden. Weiterhin wünschen sich die Beteiligten neue 
Toilettenanlagen an verschiedensten Standorten über das Stadtgebiet verteilt mit einer 
zeitgemäßen, hygienischen und barrierefreien Ausstattung. 
 
Handlungsempfehlungen bezogen auf Bestandsanlagen 
 Barrierefreiheit sicherstellen 
 Hygienische Situation verbessern 
 Defekte Bauteile zeitnah instandsetzen 
 Auffindbarkeit der Anlagen verbessern, insb. durch Beschilderung an den Anlagen und 
im Umkreis der Anlagen 
 
Empfehlungen für künftige Anlagen 
 Selbstreinigende Toiletten 
 Barrierefreie Ausstattung nach geltenden Normen 
 Sicherheit durch Abschließbarkeit und Beleuchtung gewährleisten 
 
Empfehlungen für künftige Standorte 
 Ersatzneubauten an den Standorten mit Ersatzanlagen (Südpark und Wienburgpark, 
Coerdeplatz) 
 Aufnahme etlicher Standortvorschläge; Versorgungslücken in der Innenstadt, am 
Aasee und Kanalufer sollen geschlossen werden 
 
9.3 Standortempfehlungen 
Neue Standorte 
Nach der Analyse der Bestandssituation und Ermittlung von Potentialflächen und 
Bedarfsquellen wurden Standortvorschläge für neue Anlagen erarbeitet. Insgesamt wurden 18 
potenzielle neue Standorte für Toilettenanlagen identifiziert, die in die Gruppen A, B und C

Toilettenkonzept Münster 69 
 
 
 
 
aufgeteilt wurden. Der Gruppe A wird die höchste Priorität zugewiesen. Die Gruppen B und C 
folgen. 
Tabelle 17: Standortvorschläge der Gruppe A. 
 
Lfd. 
Nr. Standort Gruppe Rang in der 
Gruppe 
1 Aasee, Giant Pool Balls  
 
 
 
A 
A1 
2 Aasee, Westufer – Höhe Torminbrücke A2 
3 Südpark A3 
4 Domplatz A4 
5 Coerdeplatz (Flugzeugspielplatz) A5 
6 Kanalpromenade/ Schillerstraßenbrücke A6 
7 Stadthafen 1 A7 
8 Wienburgpark A8 
 
Nette Toilette 
Es wird empfohlen, mehrere Standorte des Projekts „Die nette Toilette“ auszuschließen, da in 
Hiltrup und der Innenstadt durch die Vielzahl teilnehmender Betriebe eine teilweise 
Überversorgung entstanden ist. Vorgeschlagen wird, vorrangig jene Betriebe auszuschließen, 
die in Bezug auf Barrierefreiheit und Öffnungszeiten die schlechtesten Bewertungen erhalten 
haben. 
Tabelle 18: Auszuschließende Betriebe im Projekt "Die nette Toilette". Eigene Erhebungen. 
 
Stadtteil Auszuschließende Betriebe Begründung 
 
Innenstadt 
Enchilada 
Der Bunte Vogel 
Fyal Central 
 
Mangelnde Barrierefreiheit bei 
gleichzeitiger Verfügbarkeit 
barriereärmerer Standorte in 
unmittelbarer Umgebung. 
 
Hiltrup 
Eiscafé Martini 
Onkel Alex 
SuperBioMarkt Hiltrup 
 
9.4 Ausstattungsempfehlungen 
Innenausstattung 
Die Gespräche mit den Trägern öffentlicher Belange, politischen Gremien und 
Interessenvertretungen und die Prüfung geltender Normen mit Blick auf Barrierefreiheit haben 
zu einer nicht abschließenden Liste an Ausstattungsmerkmalen geführt. 
Neben der Serienausstattung bestehend aus WC, Waschbecken, Seife, Handtrocknung und 
sicherer, vandalismushemmender Ausstattung werden somit folgende zusätzliche 
Ausstattungsmerkmale empfohlen. 
 Barrierefreiheit nach geltenden Normen bei barrierefreien Kabinen 
 Dachbegrünung 
 Graffitischutz außen und innen 
 Bodenplatte

Toilettenkonzept Münster 70 
 
 
 
 
 Trinkwasserbrunnen 
 Marktanschlusskasten 
 Automatische Sitzbrillenreinigung 
 Klappbarer Babywickeltisch 
 Kalkschutzsystem 
 Vorbereitung Kartenzahlung 
 Höhenverstellbarer WC-Topf 
 
Außengestaltung 
Modulanlagen bieten eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Die Empfehlung liegt auf 
einer robusten und witterungsbeständigen HPL-Fassade, deren Farbgebung je nach Standort 
beliebig zusammengestellt werden kann. Dächer sollen begrünt werden. 
 
 
9.5 Empfehlungen zum Betrieb der Toilettenanlagen 
Im Rahmen der Entwicklung eines nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen 
Toilettenkonzepts für die Stadt Münster wurden drei Betreibermodelle am deutschen Markt 
identifiziert. Diese wurden für den Bet rieb von vier neuen öffentlichen Toilettenanlagen über 
einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. Ziel war es, eine fundierte 
Entscheidungsgrundlage für die Auswahl eines geeigneten Modells zu schaffen, das sowohl 
den betrieblichen Anforderungen als auch d en personellen und finanziellen 
Rahmenbedingungen der Stadt gerecht wird. 
Modell 1 sieht die Einzelvergabe von Bau, Reinigung und baulicher Bewirtschaftung vor. 
Dieses Modell bietet eine hohe Flexibilität bei der Auswahl von Dienstleistern und ermöglicht 
eine differenzierte Steuerung der Leistungen. Gleichzeitig ist es mit einem erheblichen 
Koordinationsaufwand verbunden. Insbesondere die bauliche Unterhaltung würde zusätzliche 
personelle Ressourcen im Amt 23 erfordern. Nach aktueller Marktrecherche stellt Modell 1 die 
kostenintensivste Variante dar. 
Modell 2 kombiniert die Vergabe von Bau und Reinigung als Leistungspaket, während die 
bauliche Unterhaltung weiterhin separat organisiert wird. Dadurch reduziert sich der 
Verwaltungsaufwand im Vergleich zu Model l 1, jedoch bleibt der Personalbedarf für die 
bauliche Unterhaltung bestehen. Vandalismusschäden bis zu einem vereinbarten Betrag sind 
in diesem Modell abgedeckt. Auch dieses Modell erfordert eine enge Abstimmung zwischen 
den beteiligten Stellen und Dienst leistern. Die Gesamtkosten liegen nach aktueller 
Marktrecherche zwischen Modell 1 und Modell 2. 
Modell 3 basiert auf einem Full-Service-Modell, bei dem sämtliche Leistungen – einschließlich 
Bau, Reinigung, Wartung, Betriebskosten, Verbrauchsmaterialien sow ie 
Vandalismusbeseitigung – in einem Gesamtpaket enthalten sind. Die Gesamtkosten werden 
jährlich über eine empfohlene Vertragslaufzeit von 8–10 Jahren abgerechnet. Nach Ablauf der 
Vertragslaufzeit besteht die Möglichkeit, die Anlagen in das Eigentum der S tadt zu 
übernehmen. Die Stadt Münster wird organisatorisch deutlich entlastet, da keine zusätzlichen 
Personalressourcen erforderlich sind. Die Gesamtkosten liegen nach aktueller Marktrecherche 
unter denen der beiden anderen Modelle. Dieses Modell bietet zudem eine hohe 
Betriebssicherheit, planbare Kosten und eine klare vertragliche Regelung der Zuständigkeiten.

Toilettenkonzept Münster 71 
 
 
 
 
Nach Abwägung aller relevanten Kriterien – insbesondere der Wirtschaftlichkeit, der 
organisatorischen Umsetzbarkeit und der langfristigen Betriebssicherheit – erscheint das Full- 
Service-Modell der RLB Media GmbH („Gesamtpaket“ – Modell 3) am attraktivsten. Es stellt 
die wirtschaftlichste Lösung dar, entlastet die Verwaltung nachhaltig und gewährleistet den 
langfristigen Betrieb der Anlagen. Die Option des Eigentumsübergangs stärkt zudem die 
kommunale Handlungsfähigkeit über die Vertragslaufzeit hinaus. 
 
 
9.6 Empfehlungen zum Marketing 
Beschilderung 
 Auffindbarkeit der Toilettenanlagen vor Ort durch eine Beschilderung und Wegführung 
verbessern 
 Entsprechende Beschilderung an den Anlagen selbst anbringen 
 Marketing für das Projekt „Die nette Toilette“, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. 
 
Digitale Kanäle 
 Informationen zu Toilettenanlagen sind auf gängigen Kartenportalen sowie regionalen 
Diensten hinterlegt. 
 
Werbemaßnahmen 
 Werbekampagne begleitend zur Einführung neuer Anlagen 
 Einheitliches Logo zur Steigerung der Wiedererkennung 
 Die im Sommer durchgeführte Online -Bürgerbeteiligung ergab, dass 65% der 
Befragten das Konzept „nette Toilette“ bislang nicht kannten (vgl. Kapitel 4.4 Online- 
Bürgerbeteiligung, Abbildung 22). Um dem entgegenzuwirken, startete die Stadt 
Münster Ende November 2024 eine Plakatkampagne im gesamten Stadtgebiet.

Toilettenkonzept Münster 72 
 
 
 
 
10. Quellen 
BMWK – Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2024): Projektträger Jülich, 
Enargus, Siedlungstypen. Online unter: https://www.enargus.de/pub/bscw.cgi/d11549- 
2/*/*/Siedlungstyp.html?op=Wiki.getwiki, letzter Zugriff: 06.01.2025. 
FGSV - Forschungsgesellschaft für Straßen - und Verkehrswesen e.V. (2015, Hrsg.): 
Richtlinien für Lichtsignalanlagen - Lichtzeichenanlagen für den Straßenverkehr. FGSV 
Verlag, Köln. 
Geofabrik GmbH (2024): OpenStreetMap Data Extracts. Online unter: 
https://download.geofabrik.de/, Letzter Zugriff: 06.06.2024. 
VDI Verein Deutscher Ingenieure (2008): VDI 3818 Öffentliche Sanitärräume. Beuth Verlag 
GmbH, Berlin. 
Stadt Münster – Stadtplanungsamt, Statistikdienststelle (2024, Hrsg.): Stadtplanungsamt 
Bevölkerung. Jahres-Statistik 2023. Online unter: https://www.stadt- 
muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwicklung/pdf/jahr/Jahres- 
Statistik_2023_Bevoelkerung.pdf, letzter Zugriff: 07.02.2025.

Toilettenkonzept Münster 73 
 
 
 
 
C. Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Verhältnis Anzahl öffentlicher Toiletten zur Größe des Stadtgebiets. Daten: 
Eigene Recherche. ................................ ................................ ................................ ................ 3 
Abbildung 2: Verhältnis Anzahl öffentlicher Toiletten zur Bevölkerungsdichte. Daten: Eigene 
Recherche. ................................ ................................ ................................ ............................ 3 
Abbildung 3: Vorgehen bei der Bestandsaufnahme. Eigene Darstellung. ...............................  6 
Abbildung 4: Ergebnisse der Erreichbarkeitsanalyse aller verfügbarer Toilettenanlagen 
(„nette Toilette“ und öffentliche WC-Anlagen): Eigene Darstellung. ................................ ........ 8 
Abbildung 5: Anzahl Toilettenanlagen nach Stadtteilen. Eigene Darstellung ........................... 9 
Abbildung 6: Anzahl Toilettenanlagen nach Stadtteilen und Betreibern. Eigene Darstellung. 9 
Abbildung 7: Betriebszustand der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. ..............................10 
Abbildung 8: Öffnungszeiten der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. ................................ 10 
Abbildung 9: Anlagetypen der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. ................................ ....11 
Abbildung 10: Zustand der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. ................................ .........11 
Abbildung 11: Toilettenanlagen mit Behinderten-WC. Eigene Darstellung. ............................12 
Abbildung 12: Erfüllung der Kriterien für Behinderten-WCs nach DIN-Norm 18040. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................12 
Abbildung 13: Sicherheit der Toilettenanlagen. Eigene Darstellung. ................................ ......13 
Abbildung 14: Standorte (von links): Schlosspatz, Aasee/Hansahafen und Geistmarkt. 
Eigene Darstellung................................. ................................ ................................ ...............15 
Abbildung 15: Stadtbezirke mit Vertretungen. Quelle: Stadt Münster ................................ .....22 
Abbildung 16: Geschlechtsidentität der Befragten (n=1532). Eigene Darstellung. ..................25 
Abbildung 17: Altersverteilung der Befragten (n=1532). Eigene Darstellung. .........................26 
Abbildung 18: Allgemeine Standortvorschläge aus Liste (n=1532). Eigene Darstellung. ........26 
Abbildung 19: Übersicht expliziter Standortvorschläge mit Anzahl der Nennungen 
(Gesamtstadt). Eigene Darstellung. ................................ ................................ ......................27 
Abbildung 20: Übersicht expliziter Standortvorschläge mit Anzahl der Nennungen (Fokus 
Zentrum). Eigene Darstellung. ................................ ................................ ..............................28 
Abbildung 21: Auswahl der Wünsche an die Ausstattung von WC-Anlagen, kategorisiert 
(n=1480). Eigene Darstellung. ................................ ................................ ..............................29 
Abbildung 22: Kennen Sie das Konzept „nette Toilette“ in Münster (n=1480). Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................30 
Abbildung 23: Bewertung des Konzepts „nette Toilette“ (n=515). Eigene Darstellung. ............ 30 
Abbildung 24: Häufigkeit der „nette Toilette“ Nutzung (n=515). Eigene Darstellung. ................ 30

Toilettenkonzept Münster 74 
 
 
Abbildung 25: Gründe für die Nicht-Nutzung der „netten Toiletten" (n=184). Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................31 
Abbildung 26: Werbeaufkleber zum Konzept „Die nette Toilette" in Münster. Foto: mit 
freundlicher Genehmigung der Stadt Münster ................................ ................................ ......32 
Abbildung 27: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Barrierefreiheit. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................33 
Abbildung 28: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Sicherheit. Eigene Darstellung. 
. ................................ ................................ ................................ ................................ ............34 
Abbildung 29: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Zustand. Eigene Darstellung. 34 
Abbildung 30: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Öffnungszeiten. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................35 
Abbildung 31: Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach ihrem Gesamtergebnis. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................35 
Abbildung 32: Nette-Toilette-Standorte (türkis) in Münster mit Erreichbarkeitsradien. Eine 
Häufung von teilnehmenden Betrieben in der Innenstadt und Hiltrup ist offensichtlich. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................36 
Abbildung 33: Häufigkeit der Nutzung durch Nicht-Kunden (n=9). Eigene Darstellung...........37 
Abbildung 34: Zusätzliche Auslastung durch „nette Toilette“ (n=9). Eigene Darstellung. ......... 37 
Abbildung 35: Anzahl zusätzlicher Reinigungen pro Tag (n=9). Eigene Darstellung. .............38 
Abbildung 36: Zufriedenheit mit dem Konzept „Die nette Toilette“, 1-5 Sterne (n=9). Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................38 
Abbildung 37: Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung des Konzepts „Die nette Toilette“ an 
andere Betriebe (n=9). Eigene Darstellung. ................................ ................................ ..........39 
Abbildung 38: Identifizierte Versorgungslücken im Stadtgebiet Münster. Eigene Darstellung. 
. ................................ ................................ ................................ ................................ ............44 
Abbildung 39: Standorte der Gruppe A (blau). Bestehende Standorte sind in grün (Stadt-WC) 
und türkis („nette Toilette“) aufgeführt. Eigene Darstellung. ......................................................... 45 
Abbildung 40: Standorte der Gruppe B (pink). Bestehende Standorte sind in grün (Stadt-WC) 
und türkis („nette Toilette“) aufgeführt. Eigene Darstellung. ......................................................... 47 
Abbildung 41: Standorte der Gruppe C (lila). Bestehende Standorte sind in grün (Stadt-WC) 
und türkis („nette Toilette“) aufgeführt. Eigene Darstellung. ........................................................ 48 
Abbildung 42: Die Standortempfehlungen im Rahmen des Toilettenkonzepts nach 
Priorisierung in die Gruppen A (blau), B (pink) und C (lila) inkl. des Standorts für eine 
„Toilette für Alle“. Eigene Darstellung. ............................................................................................. 50 
Abbildung 43: Zusammenfassung des §12 der alten BauVO zur Berechnung der Anzahl an 
Toilettenräumen bei Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen ................................ ...............52 
Abbildung 44: Modulanlagen der Firma HERING Sanikonzept GmbH ................................ ...55

Toilettenkonzept Münster 75 
 
 
Abbildung 45: Modulanlagen der Firma Toilitech PTMatic S.r.l ................................ ..............56 
Abbildung 46 Modulanlagen der Firma RBL Media GmbH (by Epsilon N.V.) .........................57 
Abbildung 47: Modulanlagen der Firma EcoToiletten GmbH ................................ .................58 
Abbildung 48: Modulanlagen der Firma nowato GmbH ................................ .........................59 
Abbildung 49: Funktionsprinzip Trockentrenntoiletten (nowato GmbH) ................................ ..59 
Abbildung 50: Blick in die „Toilette für Alle“ am Sendlinger Tor in München (Stiftung Leben 
pur, 2023) ................................ ................................ ................................ .............................62 
Abbildung 51: Schematische Darstellung der Funktionsweise der Bewertungsmatrix. Eigene 
Abbildung ................................ ................................ ................................ .............................63 
Abbildung 52: Übersichtskarte, Toilettenstandorte in Münster. Eigene Darstellung. ...............75 
Abbildung 53: Erreichbarkeitsanalyse Bestandsstandorte Toiletten in Münster. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................76 
Abbildung 54: Standortvorschläge im Rahmen der Beteiligungsverfahren (ohne Online- 
Umfrage). Eigene Darstellung. ................................ ................................ .............................79 
Abbildung 55: Aggregierte Standortvorschläge aus der Online-Bürgerbeteiligung. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................88 
Abbildung 56: Bedarfsquellen im Stadtgebiet Münster inkl. Veranstaltungsorte mit mehr als 3 
Veranstaltungen pro Jahr. Eigene Darstellung mit Daten der Stadt Münster ..........................89 
Abbildung 57: Identifizierte Versorgungslücken. Eigene Darstellung. ................................ .....90 
Abbildung 58: Standortempfehlungen im Rahmen des Toilettenkonzepts nach Typ (Stadt- 
WC vs. Trockentoilette) ................................ ................................ ................................ ........91 
Abbildung 59: Die Standortempfehlungen im Rahmen des Toilettenkonzepts nach 
Priorisierung in die Gruppen A, B und C inkl. des Standorts für eine „Toilette für Alle“. ......... 92 
Titelfoto: Bild von Erich Westendarp auf Pixabay. Online unter: 
https://pixabay.com/de/photos/m%C3%BCnster-prinzipalmarkt-westfalen-1341104/, letzter 
Zugriff: 10.02.2025.

Toilettenkonzept Münster 76 
 
 
 
 
D. Tabellenverzeichnis 
Tabelle 1: Anzahl Personen, die die Toilettenanlagen genutzt haben. Ergebnisse der 
Zählung. (+Zahl) = Anzahl Kleinkinder, die in Begleitung der gezählten Erwachsenen das 
WC genutzt haben. Eigene Darstellung. ................................ ................................ ................14 
Tabelle 2: Wetter und Besonderheiten während der Zählung. Eigene Darstellung. ................15 
Tabelle 3: Diskussion zu den Standortempfehlungen. Eigene Darstellung. ............................19 
Tabelle 4: Liste der Bezirksvertretungen und Bezirksbürgermeister. Eigene Darstellung. ......23 
Tabelle 5: Diskussion der Bezirksvertretungen zu den Standortempfehlungen. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................23 
Tabelle 6: Anmerkungen der Bezirksvertretungen zu den Ausstattungsmerkmalen. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................24 
Tabelle 7: Übersicht der fünf am häufigsten genannten Standorte in offenen Angaben, mit 
Anzahl der Nennungen und Rang. Eigene Darstellung. ................................ ........................28 
Tabelle 8: Schema zur Bewertung der „nette Toilette“-Standorte nach Öffnungszeiten. 
Eigene Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..............35 
Tabelle 9: Das Stadtgebiet wird nach unten aufgeführten Siedlungstypen differenziert. 
Versorgungslücken werden für mittel bis hoch priorisierte Siedlungstypen ausgesprochen. 
Siedlungstypen nach BMWK, 2024 ................................ ................................ .......................41 
Tabelle 10: Kriterien für die Priorisierung der Standortempfehlungen. Eigene Darstellung. ....42 
Tabelle 11: Empfohlene Anlagengrößen im Rahmen des Toilettenkonzepts. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................43 
Tabelle 12: Standortvorschläge der Gruppe A nach Typ und Größe mit Begründung. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................45 
Tabelle 13: Standortvorschläge der Gruppe B nach Typ und Größe mit Begründung. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................47 
Tabelle 14: Standortvorschläge der Gruppe C nach Typ und Größe mit Begründung. Eigene 
Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..........................48 
Tabelle 15: Mengenübersicht empfohlener Standorte nach Priorisierung, Größe und Art. 
Eigene Darstellung. ................................ ................................ ................................ ..............49 
Tabelle 16: Anzahl an Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen. Es werden nur 
Veranstaltungsflächen gelistet, die mehr als dreimal im Jahr genutzt werden. Daten von der 
Stadt Münster ................................ ................................ ................................ .......................51 
Tabelle 17: Standortvorschläge der Gruppe A................................ ................................ .......65 
Tabelle 18: Auszuschließende Betriebe im Projekt "Die nette Toilette". Eigene Erhebungen. 
. ................................ ................................ ................................ ................................ ............65 
Tabelle 19: Auflistung der Standorte mit weiteren Informationen ................................ ...........77

Toilettenkonzept Münster 77 
 
 
Tabelle 20: Liste der eingegangenen Standortvorschläge im Rahmen der Online- 
Bürgerbeteiligung. Eigene Darstellung. ................................ ................................ ................84 
Tabelle 21: Ausstattungswünsche gemäß der Online-Bürgerbeteiligung. Eigene Darstellung. 
. ................................ ................................ ................................ ................................ ............87 
Tabelle 22: Ranking mit Schulnoten der „nette Toilette“-Standorte nach Barrierefreiheit, 
Sicherheit und Zustand und Gesamtnote. Eigene Erhebungen ................................ ............93

Toilettenkonzept Münster 78 
 
 
E. Anhang 
Anhang 1 Bestandsaufnahmematrix 
 
 
 
 
 
 
 
Die ausgefüllten Steckbriefe sind 
als separate Datei beigefügt.

Toilettenkonzept Münster 79 
 
 
Anhang 2 Übersichtskarte 
 
Abbildung 52: Übersichtskarte, Toilettenstandorte in Münster. Eigene Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 80 
 
 
Anhang 3 Übersichtskarte Erreichbarkeiten 
 
Abbildung 53: Erreichbarkeitsanalyse Bestandsstandorte Toiletten in Münster. Eigene Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 81 
 
 
Anhang 4 Ergebnisse Beteiligungsverfahren 
Liste aller Vorschläge von Interessengruppen 
Tabelle 19: Auflistung der Standorte mit weiteren Informationen. 
 
Standortvorschlag Adresse/ Ort Einbringende 
Stelle Datum 
Hamannplatz zw. den beiden Kirchen, 
Hamannplatz/ Gehweg 
BBGM Nord, Hr. 
Kiewit 29.11.2024 
Idenbrockplatz Idenbrockplatz BBGM Nord, Hr. 
Kiewit 29.11.2024 
Hansaplatz Hansaplatz KIM und 
Beteiligung, BHS 24.07.2024 
Servatiiplatz Servatiiplatz / Bahnhofstr. Beteiligung, BHS 24.07.2024 
Siemensstr. Siemensstr. Mitte Beteiligung, BHS 24.07.2024 
Parkplatz Albersloher 
Weg Albersloher Weg/ Hansaring Beteiligung, BHS 24.07.2024 
Linnebrinks Garten Warendorfer Str. / Rudolfstr. Beteiligung, BHS; 
KIB 
24.07.2024 , 
04.11.2024 
Marienplatz Ludgeristraße Beteiligung, BHS 24.07.2024 
Rosenplatz Rosenplatz Stadtverwaltung 
25-7 24.07.2024 
 
Kiosk Hansaring 
 
Hansaring 2, 48155 Münster 
Vorschlag 
Studenten, 
Kioskbetreiber 
 
24.07.2024 
Aasee, Höhe Mühlenhof Aasee Ufer, Höhe Mühlenhof KIB 04.11.2024 
Haus Kump Reiner-Klimke-Weg KIB 04.11.2024 
Hiltrup Zentrum Marktallee/ Markt KIB 04.11.2024 
Hiltrup Bahnhof Bergiusstraße/ Bhf KIB 04.11.2024 
Mecklenbeck Zentrum / 
Kirche Dingbängerweg/ Kirche KIB 04.11.2024 
Stadthafen 1 Münster Hafenpl., 48155 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Flugzeugspielplatz Breul 16B, 48143 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Hauptbahnhof / 
Taxistand Berliner Pl. 8-10, 48143 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Fernbushaltestelle Hafenstrasse 31, 48153 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Aasee / Giant Pool Balls Adenauerallee, 48149 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024

Toilettenkonzept Münster 82 
 
 
 
Standortvorschlag Adresse/ Ort Einbringende 
Stelle Datum 
Südpark Dahlweg 7A, 48153 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Wienburgpark 48147 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Altstadt Muenster Prinzipalmarkt 10, 48143 
Münster 
Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Am Kanal Süd Wolbecker Str. 148A, 48155 
Münster 
Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Am Kanal Nord Warendorfer Str. 227, 48145 
Münster 
Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Domplatz (barrierefrei) Domplatz, 48149 Münster Bürger*innen (Fr. 
Janz) 2024 
Neue Bushaltestelle 
Hafenstrasse Hafenstrasse 9, 48153 Münster Stadtwerke 
Münster 2024 
Clemensgarten An d. Clemenskirche 14, 48143 
Münster 
Stadt Münster (Fr. 
Janz) 2024 
Engelenschanze 48143 Münster Stadt Münster (Fr. 
Janz) 2024

Toilettenkonzept Münster 79 
 
 
 
 
Karte aller Vorschläge von Interessengruppen 
 
Abbildung 54: Standortvorschläge im Rahmen der Beteiligungsverfahren (ohne Online-Umfrage). Eigene Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 80 
 
 
Fragebogen der Online-Bürgerbeteiligung 
Die Beteiligung wurde mittels eines Fragebogens auf der Online-Plattform „Beteiligung NRW“ 
durchgeführt und fand im Zeitraum vom 29.07.2024 bis 26.08.2024 statt.

Toilettenkonzept Münster 81

Toilettenkonzept Münster 82

Toilettenkonzept Münster 83

Toilettenkonzept Münster 84 
 
 
Liste der eingegangenen Vorschläge 
Tabelle 20: Liste der eingegangenen Standortvorschläge im Rahmen der Online-Bürgerbeteiligung. Eigene 
Darstellung. 
 
Standort Anzahl der Nennungen Platz 
Aasee Allgemein 200 1 
Promenade 143 2 
Innenstadt / Einkaufsstraßen 142 3 
Brücken am Kanal / Kanal allgemein 141 4 
Südpark 133 5 
Giant Pool Balls (Aasee) / Westerholtsche 
Wiese / Spielplatz Kanonengraben 100 6 
Stadthafen 90 7 
Prinzipalmarkt / Domplatz / Salzstraße 87 8 
größere Spielplätze 82 9 
Wienburgpark (Spielplatz) 77 10 
Hauptbahnhof / Servatiiplatz 68 11 
Schlossplatz / Schlossgarten / Alter Zoo 60 12 
Wolbeck (Pumptrack / Spielplatz Holtrode / Ort) 59 13 
Schillerbrücke/ Kanal 48 14 
Wewerka Pavillion / Torminbrücke (Aasee) 42 15 
Naherholungsgebiete / Parkanlagen 42 15 
Ludgeriplatz 41 17 
Überall 40 18 
Nahe Zoo / Aaseebrücke (Aasee) 39 19 
Gievenbeck / Grüner Finger 28 20 
Busbahnhof / Bushaltestellen / Bahnhöfe 25 21 
Kinderhaus 23 22 
Sportanlagen Ostbad / Memelufer / 
Prozessionsweg 23 22 
Flugzeugspielplatz / Zwinger 23 22 
Schleuse Münster 22 25 
Kreuzschanze / Buddenturm / Kreuzviertel 21 26 
Bült 20 27 
Dortmund-Ems Kanalbrücke Wolbecker Straße 18 28

Toilettenkonzept Münster 85 
 
 
 
Standort Anzahl der Nennungen Platz 
Hiltruper See / Kanal 18 28 
Marienplatz 18 28 
Barrerefreie Toiletten 15 31 
Ortskerne 14 32 
Bahnhof Hiltrup / Hiltrup Ort 14 32 
Öffentliche Plätze 13 34 
Bremer Platz / Zumsandeplatz 13 34 
Fußweg Bismarckallee zum Aasee (Aasee) 11 36 
Raststätten / Parkplätze 11 36 
Linnenbrinks Garten / Spielplatz Oststraße 11 36 
Gremmendorf 11 36 
Hansaring 10 40 
Preußenstation 10 40 
Aegidiimarkt 9 42 
Rosenplatz 9 42 
Angelmodde 9 42 
Fahrradrouten 8 45 
Rieselfelder 8 45 
Wochenmärkte / Weihnachstmärkte 6 47 
Mauritz-Ost 6 47 
Veranstaltungen 6 47 
Coerde 6 47 
Friedenspark 6 47 
Handorf 6 47 
Rüschhaus 6 47 
alte Standorte (WALL) 5 54 
Geistmarkt 5 54 
Wolbecker Tiergarten 4 56 
Gelmer 4 56 
Sprakel 4 56 
Park Sentmaring 4 56 
Bahnhof Zentrum Münster Nord 3 60 
Friedhöfe 3 60 
Sportplätze 3 60

Toilettenkonzept Münster 86 
 
 
 
Standort Anzahl der Nennungen Platz 
Rumphorst 3 60 
Hörstertor 3 60 
York-Center 3 60 
Albachten 2 66 
Kirchen 2 66 
Nienberge 2 66 
Häger 2 66 
Max-Clemens-Kanal 2 66 
Amelsbüren 2 66 
Sentruper Höhe (Sportplatz / Spielplatz) 2 66 
Roxel 2 66 
Düesberg Park 2 66 
Naturspielplatz Kinderbachtal 2 66 
Coesfelder Kreuz 1 76 
Boniburger Wald 1 76 
Supermärkte 1 76 
Spielplatz Einsteinstraße 1 76 
Spielplatz Wichernstraße 1 76 
Dyckburgwald 1 76 
Droste-Landschaft: Lyrikweg 1 76 
Skatepark Mecklenberg 1 76 
Mecklenberg 1 76 
Auwald Stapelskotten 1 76

Toilettenkonzept Münster 87 
 
 
Ausstattungswünsche gemäß der Online-Bürgerbeteiligung 
Tabelle 21: Ausstattungswünsche gemäß der Online-Bürgerbeteiligung. Eigene Darstellung. 
 
Wunsch Anzahl der Nennungen Platz 
Gute hygienische Bedingungen, Ausstattung 
nach Norm 900 1 
Kostenfreier Zugang 293 2 
keine 229 3 
Barrierfreiheit 222 4 
regelmäßige Wartung und Pflege 161 5 
Sicherheit (u.a. Beleuchtung, Abschließbarkeit) 131 6 
Durchgehende Öffnungszeiten 75 7 
kostenpflichtiger Zugang 55 8 
Sonderwünsche - Wickeltisch 46 9 
Mehr Frauentoiletten/ Unisex 44 10 
Auffindbarkeit 44 10 
Sonderwünsche - speziell für Kinder 36 12 
einfache Bedienung, funktional 35 13 
Sonderwünsche - automatische Reinigung 31 14 
Urinale 16 15 
Ausgabe Hygieneartikel 15 16 
Sonderwünsche - Trinkwasserspender 14 17 
Personalbedient 10 18 
Ansprechende Gestaltung 9 19 
Sonderwünsche – „Toilette für Alle“ 8 20 
Sonderwünsche - spezielle Zugangshürden 5 21 
Sonderwünsche - Ablageflächen 4 22 
Sonderwünsche - blaues Licht 2 23

Toilettenkonzept Münster 88 
 
 
Karte der Vorschläge aus der Online-Bürgerbeteiligung 
 
Abbildung 55: Aggregierte Standortvorschläge aus der Online-Bürgerbeteiligung. Eigene Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 89 
 
 
Anhang 5 Übersicht Bedarfsquellen 
 
Abbildung 56: Bedarfsquellen im Stadtgebiet Münster inkl. Veranstaltungsorte mit mehr als 3 Veranstaltungen pro Jahr. Eigene Darstellung mit Daten der Stadt Münster.

Toilettenkonzept Münster 90 
 
 
Anhang 6 Ergebnisse Standortempfehlungen 
Karte Versorgungslücken 
 
Abbildung 57: Identifizierte Versorgungslücken. Eigene Darstellung.

Toilettenkonzept Münster 91 
 
 
Karte Standortempfehlungen nach Art 
 
Abbildung 58: Standortempfehlungen im Rahmen des Toilettenkonzepts nach Typ (Stadt-WC vs. Trockentoilette).

Toilettenkonzept Münster 92 
 
 
Karte Standortempfehlungen nach Priorisierung 
 
Abbildung 59: Die Standortempfehlungen im Rahmen des Toilettenkonzepts nach Priorisierung in die Gruppen A, B und C inkl. des Standorts für eine „Toilette für Alle“.

Toilettenkonzept Münster 93 
 
 
Anhang 7 Überprüfung „nette Toilette“ 
Ranking 
Tabelle 22: Ranking mit Schulnoten der „nette Toilette“-Standorte nach Barrierefreiheit, Sicherheit und Zustand 
und Gesamtnote. Eigene Erhebungen. 
 
Betrieb Barriere- 
freiheit Sicherheit Zustand Gesamt 
Mukk Kinderwelt GmbH 1 2 1,7 1,6 
Haus der Nachhaltigkeit 3 1 1,4 1,8 
LWL - Museum für Kunst und 
Kultur 2 2 1,5 1,9 
Metzgerei Philipp Büning 3 2 1,4 2,1 
SuperBioMarkt – Hammer Str. 3 2 1,4 2,1 
Mövenpick Hotel Münster 2 3 1,5 2,2 
Onkel Alex 4 2 1,4 2,5 
Paul's Café und mehr 4 2 1,4 2,5 
Der gute Bäcker Krimphove 3 3 2 2,7 2,6 
Kleiner Kiepenkerl 5 2 1,2 2,7 
Begegnungszentrum 37 Grad 3 3 2,4 2,8 
Der gute Bäcker Krimphove 1 5 2 1,5 2,8 
Der gute Bäcker Krimphove 2 5 2 1,4 2,8 
Landwirtschaftsverlag GmbH 5 2 1,4 2,8 
Besitos 5 2 2,1 3,0 
Das andere Restaurant 5 2 2,1 3,0 
Der gute Bäcker Krimphove - pain 
et gâteau 5 3 1,4 3,1 
Eiscafé Martini 5 2 2,2 3,1 
Emmerbachtreff 5 3 1,4 3,1 
Enchilada 5 2 2,4 3,1 
fyal central 5 3 1,3 3,1 
Henrik's Restaurant & Kneipe 5 3 1,4 3,1 
SuperBioMarkt - Marktallee 5 3 1,4 3,1 
Der Bunte Vogel 5 2 2,7 3,2 
E-Center Meesenstiege 5 2 2,6 3,2 
Spooky's 5 3 2,2 3,4 
Bezirksverwaltung Hiltrup - - - - 
Trattoria Mediterranea da Roberto - - - -

Toilettenkonzept Münster 94 
 
 
Fragebogen der Umfrage 
Nutzung und Auslastung der Toilettenanlagen 
1. Bitte geben Sie den Namen des Betriebs an. (Die Angabe ist freiwillig.) 
Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben. 
2. Wie oft werden die Toiletten Ihrer Schätzung nach pro Tag von Nicht-Kunden genutzt? 
☐ Weniger als 5 Mal pro Tag 
☐ 5-10 Mal pro Tag 
☐ 10-20 Mal pro Tag 
☐ Mehr als 20 Mal pro Tag 
3. Wie empfinden Sie die Auslastung Ihrer Toiletten durch die "Nette Toilette"? 
☐ Sehr niedrig 
☐ Niedrig 
☐ Angemessen 
☐ Hoch 
☐ Sehr hoch 
4. Wie oft müssen die Toiletten aufgrund der erhöhten Nutzung gereinigt werden? 
☐ Keine zusätzliche Reinigung notwendig 
☐ 1-2 Mal zusätzlich pro Tag 
☐ Mehr als 2 Mal zusätzlich pro Tag 
Abschließende Bewertung 
5. Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Teilnahme an der "Netten Toilette"? 
Daumen vergeben (1-5) 
6. Bitte begründen Sie Ihre Antwort. 
Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben. 
7. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie die Teilnahme an der "Netten Toilette" anderen 
Betrieben empfehlen? 
0 – 10  NPS 
8. Haben Sie Vorschläge zur Verbesserung der "Netten Toilette" Initiative? 
Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben. 
9. Gibt es weitere Anmerkungen, die Sie gerne mitteilen möchten? 
Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben.

Toilettenkonzept Münster 95 
 
 
Anhang 8 Auszug Bewertungsmatrix

Toilettenkonzept Münster 96

Beschlussvorlage

12895 Zeichen

V/0443/2025 
V/0443/2025 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Toilettenkonzept der Stadt Münster - Bewirtschaftung und Neustrukturierung der öffentlichen 
Toilettenanlagen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   02.09.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   03.09.2025 Hauptausschuss Vorberatung 
   03.09.2025 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
 
I. Sachentscheidung 
 
1. Der Rat nimmt das Toilettenkonzept der Stadt Münster gemäß Anlage 1 und das von der 
Verwaltung empfohlene Bewirtschaftungs - und Beschaffungskonzept „Modell 3 – Full-
Service“ gemäß der Anlagen 2.1 und 2.2 zur Kenntnis  und beauftragt die Verwaltung, die für 
die Umsetzung notwendigen Beschlüsse den zuständigen Gremien vorzulegen. 
 
2. Die Anträge A-W/0017/2024 und AKIB/0003/2023 sind hiermit erledigt. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen 
 
Die finanziellen Auswirkungen werden im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Haushalt 
2026/2027 im Gesamtkontext zu bewerten sein. 
 
 
Zu. 1.) 
 
Ausgangslage 
Zum 01.01.2024 wurden die öffentlichen Toilettenanlagen der Wall GmbH zurückgebaut. Hiernach 
verblieben sieben Anlagen im städtischen Eigentum. Diese wurden durch die Stadt Münster so weit 
instandgesetzt, dass eine Nutzung weiterhin möglich ist und werden interimsweise bis zur Gesamt-
konzeptionierung durch eine Reinigungsfirma bewirtschaftet. Mit der nichtöffentlichen Beschlussvor-
lage (V/0194/2023) wurde die Verwaltung mit der Erstellung eines Toilettenkonzeptes für das Stadt-
Ordnungsamt 
 
27.08.2025 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Pavlidis 
Telefon: 492-3222 
Pavlidis@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0443/2025 
gebiet Münster beauftragt.  
 
Kenntnisnahme des Toilettenkonzeptes 
 
Schwerpunktthemen der konzeptionellen Erstellung 
Das gesamtstädtische Toilettenkonzept hat das KIM GmbH1, Kompetenzzentrum der Mainzer Stadt-
werke AG, erstellt. Die Ko nzepterstellung erfolgte mit dem Ziel, eine bedarfsgerechte Bereitstellung 
öffentlicher Toilettenanlagen unter Berücksichtigung der barrierefreien und gendergerechten Nutzung 
zu gewährleisten. Schwerpunktthemen der Konzepterstellung waren die Identifikatio n von Bedarfs-
quellen unter Betrachtung der städtischen Strukturen sowie die passende Ausstattung des jeweiligen 
Standortes.  
 
Im Rahmen von mehreren Beteiligungsprozessen wurden sowohl die Bürgerinnen und Bürger als 
auch verschiedene Interessensgruppen in den Prozess einbezogen.  
Das KIM GmbH wurde nachbeauftragt, ein Bewirtschaftungskonzept (Errichtung, Reinigung und bau-
liche Unterhaltung) zu erstellen, das auf das Toilettenkonzept abgestimmt ist und als mittel- bis lang-
fristige Planungsgrundlage dient. 
 
Ausstattung neuer Anlagen 
Für die neuen Toilettenanlagen wird ein zukunftsorientiertes Design empfohlen, das Langlebigkeit 
und Benutzerfreundlichkeit vereint. Vandalismushemmende Ausstattung und automatische Reini-
gungssysteme gewährleisten dabei eine hygienische Nutzung. Die Anlagen sind zudem barrierefrei 
und geschlechtergerecht gestaltet. Ökologische Aspekte, wie sparsamer Wasserverbrauch und nach-
haltige Materialien, werden ebenfalls berücksichtigt. Die Anlagen werden standortspezifisch ange-
passt, z. B. in der Größe, Öffnungszeiten oder durch Modelle wie Modulanlagen oder Trocken -
/Komposttoiletten. Zur Festlegung der Anlagengrößen wurden Modelle wie Einraum-, Zweiraum- und 
Mehrraumanlagen geprüft. Besondere Beachtung fand die Einhaltung relevanter Normen, darunter 
der DIN 18040-1, DIN 18 024 und VDI 3818. 
 
 
Empfehlungen für bestehende Anlagen (Altbestand) 
Die bestehenden Altanlagen werden unter Einhaltung eines angemessenen Standards weiterhin be-
trieben. Über den weiteren Umgang mit dem Altbestand wird im Jahr 2028 entschieden. Eine bauliche 
Instandsetzung ist im Rahmen einer zweiten Umsetzungsstufe in späteren Jahren vorgesehen. 
 
Ausbau des Projektes „Nette Toilette“ 
Im vergangenen Jahr wurden in Zusammenarbeit mit Münster Marketing und der „Initiative Starke 
Innenstadt“ gezielt Betriebe und Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet angesprochen, um sie für 
eine Teilnahme am Projekt „Nette Toilette“ zu gewinnen. Diese Initiative verfolgt das Ziel, ein flächen-
deckendes, barrierefreies Netz an öffentlich zugänglichen Toiletten in Gaststätten, Betrieben, Einrich-
tungen etc. zu schaffen, um das bestehende Toilettenangebot der Stadt zu ergänzen.  
 
Derzeit beteiligen sich insgesamt 33 Betriebe an dem Projekt, davon 18 im Stadtbezirk Münster-Mitte 
und 15 im Stadtbezirk Münster-Hiltrup. Mit den teilnehmenden Unternehmen in Münster-Mitte werden 
derzeit Evaluierungsgespräche geführt, um das Projekt weiterzuentwickeln und an aktuelle Bedürfnis-
se anzupassen, insbesondere im Hinblick auf die Barrierefreiheit. 
 
Für eine nachhaltige Weiterentwicklung der „Netten Toilette“ sind sowohl eine gezielte Erweiterung 
des Standortnetzes als auch eine regelmäßige Überprüfung der bestehenden Angebote erforderlich. 
Mindestens einmal jährlich findet ein Austausch mit den teilnehmenden Betrieben statt. Die gewon-
nenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für künftige Anpassungen und die strategische Weiterent-
wicklung des P rojekts. Darüber hinaus soll durch optimierte Werbemaßnahmen die Sichtbarkeit des 
                                                 
1 Im Laufe des Julis / August 2025 wird die KIM GmbH gesellschaftsrechtlich mit der Mainzer Stadtwerke AG verschmolzen. 
Das Team des Kompetenzzen trum Intelligente Mobilität steht weiterhin - nun als Teil der Mainzer Stadtwerke AG - Kom m u-
nen und kommunalen Unternehmen für Dienstleistungen rund um Smart City und Intelligente Mobilität zur Verfügung. KIM - 
Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität ist eine Marke der Mainzer Stadtwerke AG.

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V/0443/2025 
Angebots gesteigert und eine breitere Zielgruppe erreicht werden. 
 
Das Projekt „Nette Toilette“ stellt für die Stadt Münster ein qualitativ hochwertiges, flexibles und wirt-
schaftlich vorteilhaftes Modell dar, das zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur und zur Steige-
rung der Aufenthaltsqualität beiträgt. Vor diesem Hintergrund ist seitens der Stadtverwaltung ein deut-
licher Ausbau des Projekts vorgesehen. In geeigneten L agen kann durch die Kooperation eine be-
darfsgerechte Versorgung sichergestellt und der mittel- bis langfristige Investitionsbedarf für kostenin-
tensive bauliche Maßnahmen reduziert werden. Die Verwaltung bewertet das Projekt als effektive 
Maßnahme zur Erweiterung des öffentlichen Toilettenangebots.  
 
Bewirtschaftungsmodell 
 
Im Zuge der Konzeption eines wirtschaftlichen Betriebs öffentlicher Toilettenanlagen wurden drei 
marktübliche Betreibermodelle begutachtet und hinsichtlich ihrer Eignung für den Betrieb von vier neu 
zu errichtenden Anlagen über einen Zeitraum von zehn Jahren geprüft. Ziel war es, eine fundierte 
Entscheidungsbasis zu erarbeiten, die sowohl den betrieblichen Erfordernissen als auch den perso-
nellen und finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt Münster gerecht wird. Die tatsächlichen Kos-
ten und die Vertragslaufzeit sind vom Ausschreibungsergebnis abhängig. Die genannten Beträge 
beruhen auf einer, durch die KIM GmbH durchgeführten, Markterkundung. 
 
 
Im Rahmen einer Markterkundung mit Unterstützung des KIM GmbH wurden die Kosten für verschie-
dene Bewirtschaftungsmodelle verglichen. Die Markterkundung bei privaten Firmen dient als Grund-
lage für eine Kostenabschätzung sowie für die Bewertung der Umsetzungspotenziale. Die errechne-
ten Kosten der Bewirtschaftungsmodelle sind der Anlage 2.1 und 2.2 zu entnehmen. 
 
Modell 1 – Einzelvergabe von Bau, Reinigung und baulicher Bewirtschaftung 
 
Dieses Modell sieht die getrennte Ausschreibung und Beauftragung von Bau, Reinigung sowie bauli-
cher Unterhaltung vor. Vorteilhaft ist die hohe Flexibilität bei der Auswahl und Steuerung einzelner 
Leistungserbringer. Gleichzeitig erfordert die Koordination der unterschiedlichen Gewerke einen er-
heblichen Verwaltungsaufwand. Besonders im Bereich der baulichen Unterhaltung en tsteht ein zu-
sätzlicher Personalbedarf im Amt für Immobilienmanagement. Die errechneten Gesamtkosten für 
dieses Modell belaufen sich auf ca. 4,3 Mio. € brutto über zehn Jahre und markieren damit die kosten-
intensivste Variante. 
 
Modell 2 – Kombinationsmodell aus Bau und Reinigung bei separater baulicher Bewirtschaftung 
 
Hier erfolgt die kombinierte Vergabe von Bau und Reinigungsleistungen, während die bauliche Unter-
haltung weiterhin separat beauftragt wird. Vandalismusschäden bis zu einem Betrag von 500€ wer-
den beseitigt. Im Vergleich zu Modell 1 reduziert sich der koordinative Aufwand, jedoch bleibt der 
Personalbedarf für die bauliche Betreuung bestehen. Die kalkulierten Gesamtkosten betragen ca. 
3,36 Mio. € brutto. Auch dieses Modell erfordert eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Akt-
euren. 
 
Modell 3 – Full-Service 
 
Das dritte Modell basiert auf einer Gesamtvergabe sämtlicher Leistungen, einschließlich Bau, Reini-
gung, Wartung, Betriebskosten und Lieferung von Verbrauchsmaterialien und der Behebung vo n 
Vandalismusschäden. Die Stadtverwaltung wird durch die vollständige Fremdvergabe organisatorisch 
entlastet; zusätzlicher Personalbedarf entfällt. Die jährlichen Kosten liegen bei ca. 55.000 € je Anlage. 
Die kalkulierten Gesamtkosten über zehn Jahre bei r und 2,91 Mio. € brutto. Zudem ist nach Ablauf 
der Vertragslaufzeit ein Eigentumsübergang der Anlagen an die Stadt möglich. Das Modell gewähr-
leistet eine hohe Betriebssicherheit, verlässliche Kalkulationsgrundlagen sowie eine klare vertragliche 
Zuständigkeitsregelung.

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V/0443/2025 
Präferenz hat die Errichtung von vier öffentlichen Toilettenanlagen: 
 Südpark, 
 Coerdeplatz, Flugzeugspielplatz, 
 Wienburgpark, 
 Aasee, Giant Pool Balls. 
 
Die Realisierung ist im Rahmen der kommenden Haushaltsplanberatung zu entscheiden. 
An Standorten, an denen Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten nicht realisierbar sind, besteht die Mög-
lichkeit, autarke und modulare Trocken- / Komposttoiletten zu errichten. 
 
Im Zuge der Planung neuer WC-Anlagen in Münster wurden die örtlichen Bedarfe systematisch ana-
lysiert und die vorgeschlagenen Standorte nach Priorität geordnet. Hierbei erfolgte eine differenzierte 
Betrachtung der einzelnen Stadtbezirke – Nord, Ost, West, Süd-Ost, Hiltrup und Mitte – unter Berück-
sichtigung der Ausgangssituation, der Analyseergebnisse und der Standortvorschläge aus den Betei-
ligungen. 
 
Es ist vorgesehen, die Ausschreibung so zu gestalten, dass bei der Bereitstellung weiterer Haus-
haltsmittel, weitere Anlagen entsprechend der Prioritätenliste ohne eine erneute Ausschreibung be-
schafft werden können. 
 
Geplante Ausschreibungen und Vergaben 
Die Errichtung der neuen Toilettenanlagen soll im Rahmen einer Gesamtvergabe innerhalb eines 
Loses erfolgen. Dieses umfasst die Errichtung, die laufende bauliche Unterhaltung sowie die regel-
mäßige Reinigung sämtlicher neu zu errichtender Anlagen. Ziel ist die Beauftragung eines einheitli-
chen Dienstleisters zur Bündelung von Leistungen und zur Nutzung etwaiger Synergieeffekte. Zur 
Sicherstellung der Reinigung bestehender, im städtischen Eigentum befi ndlicher Toilettenanlagen 
wird ein separates Zusatzlos gebildet. Sofern dieses Zusatzlos nicht vergeben werden kann (mangels 
Interessensbekundungen), erfolgt eine gesonderte Ausschreibung der Reinigungsleistungen für die 
Altanlagen. In diesem Fall entstünd e ein paralleles Vergabesystem, wie es in vergleichbaren Kom-
munen bereits gängige Praxis ist. 
 
 
 
Öffentliche Toilettenanlage an der Westseite des Hauptbahnhofs 
Die Problematik des sogenannten „Wildurinieren“ im Umfeld des Hauptbahnhofs durch unterschiedli-
che Personengruppen erfordert eine gesonderte Betrachtung. Aufgrund der sicherheits - und ord-
nungsrelevanten Besonderheiten an diesem Standort wird die Errichtung einer besonders robusten, 
vandalismushemmenden und zugleich niedrigschwelligen Toilettenanlage angestrebt. Als potenzieller 
Standort bietet sich der Bereich in unmittelbarer Nähe des Taxistandes an. Die dort vorhandene sozi-
ale Kontrolle durch die öffentliche Präsenz soll Fehlverhalten vorbeugen und sowohl die Akzeptanz 
als auch das Sicherheitsgefühl bei der Nutzung der Anlage erhöhen. Die Anschlüsse für die Erschlie-
ßung sind aufgrund der vormals bestehenden Anlage weiterhin im Boden vorhanden. Ein Realisie-
rungstermin kann noch nicht mitgeteilt werden. 
 
 
 
Zu 2.) 
.  
Die Anträge A W 0017/2025 und AKIB/0003/2023 wurden im Rahmen der Erstellung des Toiletten-
konzepts bearbeitet und sind damit erledigt.

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V/0443/2025 
I.V. 
 
gez. 
 
Wolfgang Heuer 
Stadtrat 
 
Anlagen 
 
Anlage A 
Anlage 1  -  Toilettenkonzept des Kompetenzzentrums KIM GmbH  
Anlage 2.1   -  Kurzfassung der Bewirtschaftungsmodelle 
Anlage 2.2  -  Langfassung der Bewirtschaftungsmodelle 
Anlage 3  -  Projektteilnehmende Betriebe “Nette Toilette”, Stand 01.04.2025

Anlage 2.1 zur Beschlussvorlage

1108 Zeichen

Anlage 2.1 zur Beschlussvorlage 
 
Anlage 2.1  
Kurzfassung der Bewirtschaftungsmodelle 
Die Einzel- und Gesamtkosten gelten für zehn Jahre und vier neue Toilettenanlagen, um die 
Modelle vergleichbar zu machen. Die Werte sind Orientierungshilfen; spätere Kostenabwei- 
chungen sind möglich. 
 
Modell 1  Modell 2  Modell 3  
Bau für vier neue 
Anlagen der 
Prioritätenliste A 
 
   994.300,00 € (netto) 
1.183.217,00 € (brutto) 
 
   994.300,00 € (netto) 
1.183.217,00 € (brutto) 
 
 
 
 
 
 
2.200.000,00 € (netto) 
2.618.000,00 € (brutto 
) 
Reinigungskosten  1.211.450,00 € (netto) 
1.441.625,50 € (brutto) 
 
800.000,00 € (netto) 
952.000,00 € (brutto) 
 
Vandalismusschäden 
(z.B. Haftungsrisiko)  
400.000,00 € (netto) 
476.000,00 € (brutto) 
 
400.000,00 € (netto) 
476.000,00 € (brutto) 
 
Personalaufwendung 
Bauliche Unterhaltung 
Amt 23 
900.000,00 € 450.000,00 € 
Personalaufwendungen 
Amt 32 
 
295.440,00 € 295.440,00 € 295.440,00 € 
Gesamtkosten 3.801.190,00 € (netto)  
4.296.282,50 € (brutto)  
2.939.740,00 € (netto) 
3.356.657,00€ (brutto) 
2.495.440,00 € (netto) 
2.913.440,00 € (brutto)

Anlage A

1482 Zeichen

Anlage A zur V/0443/2025 
Kurzüberblick 
Mithilfe der konzepterstellenden Firma aus Mainz KIM GmbH wurde ein Toilettenkonzept für die 
Stadt Münster erstellt. Dieses Konzept dient als Grundlage für die Entscheidungen zur Bewirt-
schaftung und Neustrukturierung der öffentlichen Toilettenanlagen im Stadtgebiet Münster. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
- Bau von zunächst vier neuen Toilettenanlagen 
- Weiterentwicklung des Projektes „Nette Toilette“ 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. 1504 Öffentliche Toilettenanlagen 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein  Teilw. 
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
-/- 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Umsetzung des Toilettenkonzeptes passt den Ressourcenverbrauch an moderne technische 
Standards an. Bei der Errichtung neuer Anlagen werden Nachhaltigkeitsaspekte gezielt integriert. 
Zudem wird im Rahmen der Konzeptumsetzung ein besonderer Fokus auf Geschlechtergerech-
tigkeit und barrierefreie Zugänglichkeit gelegt.

Anlage 2.2 zur Beschlussvorlage

4782 Zeichen

Anlage 2.2 zur Beschlussvorlage 
 
Anlage 2.2 
Langfassung der Bewirtschaftungsmodelle 
Die aufgeführten Einzel- und Gesamtkosten beziehen sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren, um die 
Vergleichbarkeit der Modelle sicherzustellen. Es handelt sich um Orientierungswerte; kostenbezogene 
Abweichungen im weiteren Verlauf sind nicht auszuschließen.  
  Modell 1  
(4 neue Anlagen über eine 
Laufzeit von 10 Jahren) 
Einzelvergabe von Bau, 
Reinigung und baulicher 
Bewirtschaftung der Anlagen 
Modell 2 
(4 neue Anlagen über eine 
Laufzeit von 10 Jahren) 
Kombinationsmodell aus Bau 
und Reinigung als Paket. Die 
bauliche Bewirtschaftung erfolgt 
separat 
Modell 3  
(4 neue Anlagen über eine Laufzeit 
von 10 Jahren) 
Leasingmodell "Full-Service" mit 
der Möglichkeit, die Anlagen zu 
Vertragsende in das Eigentum der 
Stadt Münster zu übernehmen 
Bau für vier neue 
Anlagen der 
Prioritätenliste A:  
Kauf, Erschließung von 
Strom/ Wasser/ 
Abwasser, Fundament- 
und Tiefbauarbeiten, 
Transport 
   994.300,00 € (netto) 
1.183.217,00 € (brutto) 
 
 
   994.300,00 € (netto) 
1.183.217,00 € (brutto) 
 
 
 
 
 
 
 
 
Für jede Toilettenanlage entstehen 
jährliche Kosten in Höhe von etwa 
55.000 Euro. Nach Ablauf des 
Leasingzeitraums besteht die 
Möglichkeit, die Anlagen in das 
Eigentum der Stadt Münster zu 
übernehmen oder alternativ das 
Vertragsverhältnis zu beenden. 
Verbrauchsmaterialien sowie 
Betriebs- und Nebenkosten wie 
Strom, Wasser und Abwasser sind im 
Leistungsumfang enthalten. Schäden 
durch Vandalismus sind abgedeckt. 
Bei leichten bis mittelschweren 
Beschädigungen erfolgt die 
Instandsetzung i.d.R. innerhalb von 
48 Stunden. 
2.200.000,00 € (netto) 
2.618.000,00 € (brutto) 
 
Reinigungskosten 1.211.450,00 € (netto) 
1.441.625,50 € (brutto) 
Die Reinigungskosten wurden auf 
Grundlage einer Hochrechnung der 
aktuell gültigen Preise der Firma 
AnkaClean GmbH ermittelt. Es ist 
zu erwarten, dass die Preise 
perspektivisch ansteigen werden. 
800.000,00 € (netto) 
952.000,00 € (brutto) 
 
Vandalismusschäden 
(z.B. Haftungsrisiko) 
400.000,00 € (netto) 
476.000,00 € (brutto) 
Die Daten basieren auf 
Schätzungen. 
400.000,00 € (netto)  
476.000,00 € )brutto) 
Die Daten basieren auf 
Schätzungen. 
Personalaufwendung: 
Bauliche Unterhaltung 
Amt 23 
Die Kosten für die Bauunterhaltung 
sind aufgrund verschiedener 
Faktoren wie Ausstattung, Lage, 
Wartungszustand, 
Nutzungsverhalten sowie 
unvorhersehbare Ereignisse 
schwer prognostizierbar. 
Grundsätzlich wäre eine 
Übernahme der Bauunterhaltung 
durch das Amt 23 möglich. Aktuell 
stehen dort jedoch nicht 
ausreichend personelle 
Kapazitäten zur Verfügung.  Für 
eine sachgerechte Wahrnehmung 
der Aufgabe ist perspektivisch ein 
Vollzeitäquivalent (VZÄ) 
einzuplanen. Die Eingruppierung 
erfolgt in Entgeltgruppe 11, mit 
einem kalkulierten jährlichen 
Gesamtaufwand in Höhe von 
900.000,00 € einschließlich der 
jeweiligen Zuschläge. Alternativ 
besteht die Möglichkeit, die 
Unterhaltung an eine Fachfirma zu 
vergeben. Entsprechend wäre eine 
Die regelmäßigen 
Wartungsarbeiten sind im Rahmen 
der Reinigungskosten enthalten. 
Vandalismusschäden bis zu einem 
Betrag von 500€ je Einzelfall gelten 
als im Leistungsumfang inbegriffen. 
Schäden, die diesen Betrag 
überschreiten, sind von dieser 
Regelung ausgenommen und 
bedürfen einer gesonderten 
Beauftragung und Finanzierung. 
Für Schäden mit einem Wert von 
über 500€ ist perspektivisch ein 
Personalbedarf von 0,5 
Vollzeitäquivalenten (VZÄ) 
einzuplanen.  Die Eingruppierung 
erfolgt in Entgeltgruppe 11 mit 
einem kalkulierten jährlichen 
Gesamtaufwand in Höhe von 
450.000,00 € einschließlich der 
jeweiligen Zuschläge.

personelle Verstärkung im Amt 23 
vorzusehen oder die Vergabe an 
einen externen Dienstleister 
sicherzustellen. 
Alternativ besteht auch hier die 
Möglichkeit die Unterhaltung an 
eine Fachfirma zu vergeben.  
Ergänzend ist zu beachten, dass 
weitere Einflussfaktoren bestehen, 
deren Kostenumfang zum jetzigen 
Zeitpunkt nur eingeschränkt 
kalkulierbar sind. 
Personalaufwendungen: 
Verwaltung des 
Fachbereichs 
„Öffentliche Toiletten“ 
in Amt 32 
295.440,00 € (0,6 VZÄ) 
 
295.440,00 € (0,6 VZÄ) 
 
295.440,00 € (0,6 VZÄ) 
 
Gesamtkosten 3.801.190,00 € (netto)  
4.296.282,50 € (brutto)  
 
Wird eine Fachfirma mit der 
baulichen Unterhaltung beauftragt, 
entfällt der Bedarf an VZÄ im Amt 
23. Im Gegenzug entstehen 
Ausgaben für die Beauftragung der 
externen Fachfirma. 
2.939.740,00 € (netto)  
3.356.657,00 € (brutto)  
 
Wird eine Fachfirma mit der 
baulichen Unterhaltung beauftragt, 
entfällt der Bedarf an VZÄ im Amt 
23. Im Gegenzug entstehen 
Ausgaben für die Beauftragung der 
externen Fachfirma. 
2.495.440,00 € (netto)  
2.913.440,00 € (brutto)  
 
inkl. Kosten der baulichen 
Bewirtschaftung

Anlage 3 zur Beschlussvorlage

1120 Zeichen

Anlage 3 zur Beschlussvorlage 
 
 
Anlage 3 
Projektteilnehmende Betriebe “Nette Toilette”, Stand 01.04.2025 
 
Stadtteil „Münster-Mitte“  Übrige Stadtteile, Schwerpunkt „Münster-Hiltrup“ 
 
1. Der Bunte Vogel 
2. Der gute Bäcker, H. Krimphove  
            (zwei Standorte) 
3. LWL – Museum für Kunst und Kultur 
4. SuperBioMarkt  
5. fyal Central 
6. Mövenpick Hotel Münster 
7. Spooky’s  
8. Kleiner Kiepenkerl 
9. Besitos  
10. Enchilada  
11. MuKK Kinderwelt  
12. CINEMA Filmtheater  
13. Haus der Nachhaltigkeit  
14. Familienhaus am   Universitätsklinikum Münster 
15. Café Teilchen und Beschleuniger 
16. Zum zweischneidigen Pferd 
17. Freygeist e.V.: 
Gebäude a.cat – Kollektiv für Kultur, Café   
 und Kneipe 
 1. Eiscafé Martini 
2. Trattoria Mediterranea da Roberto 
3. Henrik´s Restaurant & Kneipe 
4. Paul´s Café und mehr 
5. SuperBioMarkt 
6. Das andere Restaurant 
7. Metzgerei Philipp Büning 
8. E-Center 
9. Der gute Bäcker, H. Krimphove GmbH  
(zwei Standorte) 
10. Emmerbachtreff 
11. Bezirksverwaltung Hiltrup 
12. Begegnungszentrum 37 Grad 
13. Alexianer Werkstätte 
14. Landwirtschaftsverlag GmbH

Beratungsverlauf (3)

02.09.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
03.09.2025 Hauptausschuss
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
03.09.2025 Rat
TOP 12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (57)

  • Hammer Straße 3
  • Siemensstraße
  • Wolbecker Straße 148a
  • Hamburger Straße 4
  • Warendorfer Straße 227
  • Marktallee 5
  • Bahnhofstraße
  • Rudolfstraße
  • Salzstraße 87
  • Coerdeplatz
  • Schlossplatz 06
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  • Hansaplatz
  • Marienplatz 18
  • Albersloher Weg
  • Rosenplatz 9
  • Idenbrockplatz
  • Überwasserkirchplatz 28
  • Hansaring 2
  • Ludgeriplatz 41
  • Memelufer
  • Prozessionsweg 23
  • Bremer Platz
  • Am Hawerkamp 5
  • Mecklenbecker Straße
  • Manfred-von-Richthofen-Straße
  • Von-Stauffenberg-Straße
  • Reiner-Klimke-Weg
  • Bremer Straße
  • Kanalpromenade
  • Schlossgarten 32
  • Preußenstadion 4
  • Prinzipalmarkt 10
  • Bergiusstraße
  • Adenauerallee
  • Engelenschanze
  • Bismarckallee
  • Sentruper Höhe
  • Einsteinstraße 1
  • Wichernstraße 1
  • Aegidiimarkt 9
  • Dingbängerweg
  • Hafenstraße 31
  • Meesenstiege 5
  • Kiepenkerl 9
  • Domplatz 4
  • Geistmarkt 5
  • Kinderhaus 23
  • Coerheide 4
  • Oststraße 11
  • Tiergarten 4
  • Breul 16b
  • Meßkamp
  • Dahlweg 7a
  • Holtrode
  • Düesberg
  • Bült 20

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0443/2025
Typ
Vorlagen
Datum
15.07.2025
Erstellt
16.06.2025 11:46