2024/0292
Jahresbericht Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2022/23
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Jahresbericht Schulsozialarbeit Schuljahr 2022/23 Jahresbericht Schulsozialarbeit für das Schuljahr 2022/23 2 Grußwort der Bürgermeisterin .............................................................4 Einleitung: Herausforderungen und Besonderheiten des Schuljahres 2022/23 ..... 6 Schulsozialarbeit in Darmstadt ............................................................8 Ergebnisse der Statistik zum Schuljahr 2022/23 .............................. 10 Berichte der Koordinierungsstelle und der Träger ............................. 14 Aktivitäten der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit .........................14 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Nord und Waldkolonie ...............16 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Innenstadt Nord ........................20 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Innenstadt Süd .........................24 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Süd .......................................... 28 Aktivitäten im Sozialraum Berufliche Schulen .....................................32 Kontakt ..............................................................................................34 Inhalt 3 Grußwort der Bürgermeisterin Sehr geehrte Leserinnen und Leser, aus meiner Sicht ist die Förderung der Bildung, Entwicklung und ge- sellschaftlichen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Stadt. In diesem Zusammenhang spielt die Schulsozial- arbeit eine entscheidende Rolle. Sie unterstützt nicht nur Schüler*innen in ihrem individuellen Aufwachsen in ihren Lebensräumen, sondern trägt auch maßgeblich zur Stärkung des Schulklimas und zur Förderung eines inklusiven Schulsystems bei. Mit Stolz präsentiere ich Ihnen den ersten Jahresbericht zur sozialraum- orientierten Schulsozialarbeit, der die Aktivitäten und das Engagement der Schulsozialarbeiter*innen im Schuljahr 22/23 transparent macht. Dieser Bericht ist ein wichtiger Schritt, um die Le istungen und den Mehrwert dieses wichtigen Angebotes für die Stadtgesellschaft sichtbar zu machen. Verbunden mit einer jährlich stattfindenden statistischen Auswertung ist er ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung und Dokumentation und deshalb soll die Berichterstattung von nun an regel- mäßig fortgeführt werden. Die Schulsozialarbeit, umgesetzt durch freie Träger der Jugendhilfe, ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Schullebens und ist sozialräumlich ausgerichtet. Sie bietet den Schüler*innen nicht nur eine verlässliche Anlaufstelle bei persönlichen Problemen und Konflikten, sondern fördert auch aktiv deren soziale Kompetenzen und unterstützt bei der beruf- lichen Orientierung. Der vorliegende Bericht lädt Sie dazu ein, einen kleinen Einblick in die Aktivitäten in den Sozialräumen zu gewinnen. Die vorliegende Publikation soll aber nicht nur einen Einblick in die Vielfalt der Projekte und Maßnahmen der Schulsozialarbeit bieten, sondern auch einen statistischen Überblick über das vergangene Schuljahr ermöglichen. 4 Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, wie unsere Schulsozial- arbeiter*innen in den aktuellen und vergangenen Kri sen agiert haben. Die Bewältigung von Herausforderungen wie der COVID-19-Pandemie und anderen gesellschaftlichen Unwägbarkeiten stellt ju nge Menschen vor enorme Belastungen. Hierbei hat die Schulsozialarbe it eine Schlüssel- rolle inne, indem sie dabei unterstützt, Krisen zu bewältigen und Resi- lienz aufzubauen. Es ist von entscheidender Bedeutu ng, dass wir die Bedürfnisse unserer jungen Generation verstehen und ihnen die not- wendige Unterstützung bieten, um gestärkt aus solch en Situationen hervorzugehen. Gleichzeitig gilt es aber auch, auf die eigenen Ressourcen zu achten. Es ist daher unerlässlich, dass wir die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den verschiedenen Professionen und Unterstützungssystemen an den Schulen weiter stärken. Nur durch eine multiprofessionelle Heran- gehensweise können wir sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Schü- ler*innen ganzheitlich und effektiv adressiert werden. Ich danke allen Beteiligten für ihr unermüdliches Engagement und ihre wertvolle Arbeit zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen. Gemein- sam werden wir weiterhin daran arbeiten, die Bildungschancen aller jungen Menschen in unserer Stadt zu verbessern und ein unterstützendes Umfeld für ihre persönliche Entwicklung zu schaffen. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre des Jahresberichts und hoffe, dass dieser dazu beiträgt, die Bedeutung der Schulsozialarbeit in unse- rer Stadt noch stärker ins Bewusstsein zu rücken. Mit freundlichen Grüßen, Barbara Akdeniz, Bürgermeisterin 5 Einleitung Herausforderungen und Besonderheiten des Schuljahres 2022/23 Der vorliegende Jahresbericht für das Schuljahr 2022/23 stellt den ers- ten Bericht dieser Art dar und wurde 2022 im verabschiedeten Rahmen- konzept der Schulsozialarbeit als ein Instrument der Qualitätssicherung und Dokumentation festgelegt. Der Jahresbericht Schulsozialarbeit soll zukünftig zur Sichtbarkeit des Engagements von Schulsozialarbeit in der Stadt beitragen und gleichzeitig Entwicklungen und Herausforderungen skizzieren, denen das Handlungsfeld unterliegt. Das Schuljahr 2022/23 war für alle Beteiligten ein Jahr voller Anpas- sungen und neuer Herausforderungen, doch es brachte auch wertvolle Erkenntnisse und Fortschritte. Nachdem die Corona-Pandemie den Schulalltag über zwei Jahre hinweg stark geprägt hatte, kehrte der Unter- richt weitgehend zur Normalität zurück. Die Rückkehr zur Präsenzschule ermöglichte es, viele gewohnte Strukturen wiederherzustellen und eine stabilere Lernumgebung zu schaffen. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Auswirkungen der Pandemie noch lange nachwirkten. Schüler*innen trugen teils erhebliche psychische Belas- tungen mit sich, was sich in verstärktem Bedarf an Schulsozialarbeit äußerte. Diese Belastungen führten zu einem erhöhten Bedarf an Unterstützung durch die Schulsozialarbeit, der sich in verschiedenen Bereichen zeigte, darunter auch in der Bewältigung von Konflikten und individuellen Krisen. Die Schulsozialarbeit stand vor der Aufgabe, auf diese komplexen und vielfach belastenden Situationen angemessen zu reagieren. Dies erfor- derte sowohl eine hohe Sensibilität als auch spezifische Fachkenntnisse. Die Fachkräfte engagierten sich in der Weiterentwicklung und Durchfüh- rung von präventiven Gruppenangeboten sowie in der Intensivierung der Zusammenarbeit im Sozialraum, um die Unterstützung passgenau zu gestalten. 6 In diesem ersten Jahresbericht wird deutlich, wie die Träger der Schul- sozialarbeit auf die verschiedenen Herausforderungen reagierten. Es wurden neue Programme zu Resilienz und psychischer Gesundheit einge- führt, Regionalkonferenzen organisiert und aber auch die eigene Team- gesundheit in den Fokus genommen. Gemeinsam ist diesen Maßnahmen das Bestreben, nicht nur auf akute Probleme einzugehen, sondern lang- fristige und nachhaltige Unterstützung zu bieten. Der Bericht zeigt auch, dass die erfolgreichen Bemühungen der Schul- sozialarbeit nur im Zusammenspiel mit anderen sozialpädagogischen Fachkräften und Akteuren im schulischen und sozialen Umfeld vollstän- dig entfaltet werden können. Die enge multiprofessionelle Zusammen- arbeit mit Lehrkräften, sozialpädagogischer Betreuung, Schulpsychologie und weiteren Kooperationspartner*innen ist entscheidend, um Krisen wirksam zu begegnen und die Resilienz der Schüler*innen zu stärken. 7 Schulsozialarbeit in Darmstadt Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird flächen- deckend an allen öffentlichen Schulen angeboten und richtet sich nicht nur an Schüler*innen, sondern ebenso an deren Eltern, Familien sowie Lehrkräfte und anderes Schulpersonal. Sie unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozia- len Entwicklung und sorgt dafür, dass insbesondere benachteiligte junge Menschen und ihre Familien in der Lebensgestaltung gestärkt werden. Schulsozialarbeiter*innen kommt zudem eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung des Schulalltages zu. Immer orientiert an den Bedürfnissen der Schüler*innen wirken sie auf einen positiv erlebbaren Lern- und Bil- dungsort für alle hin. Die Besonderheit der Schulsozialarbeit in Darmstadt liegt in ihrer Sozial- raumorientierung: Hierzu ist Darmstadt, angelehnt an die Einzugsgebiete der Schulen, in Sozialräume gegliedert. In ihnen werden alle Schulen von einem Träger betreut, der zusätzlich auch außerhalb der Schulen präsent ist und niedrigschwellige Beratung anbietet. So entsteht eine Brücke vom Lernort Schule in den restlichen Lebensraum der jungen Menschen und ihrer Familien sowie zum ansässigen Netzwerk an Kooperationspart- ner*innen, was eine ganzheitliche Unterstützung der Kinder und Jugend- lichen ermöglicht. Schulsozialarbeit in Darmstadt hat den Auftrag, auf chancengerechte Lebens- und Bildungswege für alle Kinder und Jugendlichen hinzuwirken. Sie trägt außerdem dazu bei, dass die Übergänge von der Kita in die Grundschule, von der Grundschule in die weiterführende Schule und von der Schule in den Beruf gelingen. Die Angebote von Schulsozialarbeit orientieren sich an den grundsätz- lichen Methoden und Handlungsfeldern der sozialen Arbeit: Beratung und Einzelfallhilfe, sozialpädagogische Gruppen- und Projektarbeit sowie Vernetzung und sozialraumbezogene Gemeinwesenarbeit. 8 Als Prinzipien sind dabei handlungsleitend: Lebenswelt- und Sozialraum- orientierung, Niedrigschwelligkeit, Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und Multi- professionalität. Die Schulsozialarbeit möchte Demokratie, Partizipation, Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion fördern. 9 Ergebnisse der Statistik zum Schuljahr 2022/23 Die Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt. Als Grundlage dient die Statistik, die jeder Träger über jede einzelne Beratung und jede Gruppen- und Netzwerk- aktivität führt. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Ergebnisse aus der Statistik für das Schuljahr 2022/23 vorgestellt. Gruppenangebote setzen häufig präventiv an und sind besonders wichtig, um die jungen Menschen zu stärken und den Bedarf nach Schulsozial- arbeit zu decken. Im Schuljahr 2022/23 fanden 517 Gruppenangebote statt. Dabei wurden 9813 Schüler*innen erreicht – pro Angebot durch- schnittlich 19 Personen. Häufige Themen in den Gruppenangeboten waren Selbstwirksamkeit, Sozialkompetenztrainings, Angebote zur Gewaltprävention und Konfliktbewältigung. Die Schulsozialarbeit griff demnach die drängendsten Anliegen der jungen Menschen auf. Darüber hinaus fanden Klassenräte zur Stärkung von Demokratieverständnis und Partizipation statt, wurden spezielle Mädchen- und Jungenangebote durchgeführt und Bewerbungstrainings angeboten. Der überwiegende Teil der Angebote wurde bedarfsbezogen und einmalig konzipiert und durch- geführt. Grafik 1: Gruppenangebote - regelhaft vs. bedarfsorientiert 17% 40% 43% bedarfsorientiert einmalig regelhaft 10 1696 1985 1984 2582 2621 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 Einzelfälle pro Schuljahr Schuljahr In die Netzwerkarbeit wurden im Schuljahr 2022/23 insgesamt 4677 Stunden investiert. Dabei wurden 1388 Personen erreicht (inkl. eigenes Personal und ggf. Mehrfachkontakte). Der Schwerpunkt auf der Netz- werkarbeit trägt dem Umstand Rechnung, dass der stark gestiegene Bedarf nach Beratung nur bewältigt werden kann, wenn komplexe und herausfordernde Fälle zeitnah an passende Angebote im Sozialraum wei- tervermittelt werden können. Grafik 2: Netzwerkaktivitäten Auch im Schuljahr 2022/23 waren die Einzelfälle unverändert hoch. Die erhöhten Fallzahlen seit der Corona-Pandemie flachen vorerst nicht ab, im Gegenteil, es fand erneut ein leichter Anstieg statt. Betrachtet man die Entwicklung seit dem Schuljahr 2018/19, zeigt sich ein, gemessen an der Entwicklung der Schüler*innenzahlen, besonders hoher Anstieg an Fällen in den Grund- und Förderschulen. 0 20 40 60 80 100 120 140 160 Infoveranstaltungen Elternabende Gremien/Beiräte Fachveranstaltungen Feste Konferenzen Arbeitsgruppen Sonstige Formate Fallbesprechungen Kooperationstreffen Grafik 3: Einzelfälle Enwicklung im Zeitverlauf 11 0% -20% 0% 20% 40% 60% 80% 100% GS Gesamtschulen/HR GYM FÖS BS SuS-Zahlen Einzelfälle Grafik 4: Enwicklung Einzelfälle in Relation zur Entwicklung der SuS-Zahlen (SJ 18/19 zu SJ 22/23) Grafik 5: Kontakte - Art und Quelle des Kontakts Die Beratungen erstrecken sich fast hälftig auf Schüler*innen und andere (z.B. Lehrkräfte, Eltern), was auch die gute Netzwerkarbeit, Elternarbeit und Vernetzung in der Schule bestätigt. Im Zeitverlauf haben sich die Beratungsanlässe deutlich verändert: Während die durch familiäre Situationen ausgelösten Anlässe und die Unterstützung bei Anträgen und Behördenangelegenheiten zurückgingen, nahmen die Themen im Zusammenhang mit der Schule sowie individu- elle und persönliche Anlässe deutlich zu. Es ist jedoch wichtig, bei der Interpretation dieser Veränderungen vorsichtig zu sein: Familiäre Konflik- te könnten sich in schulischen Problemen widerspiegeln, was möglicher- weise zu einer erhöhten Nachfrage nach Schulsozialarbeit führt. Erst später könnte sich dann herausstellen, was die eigentlichen Ursachen 27% 22% 34% 17% Kurzkontakte SuS Beratungsgespräche SuS Kurzkontakte andere Beratungsgespräche andere 12 der Konflikte sind. Es ist deshalb anzunehmen, dass familiäre Konflikte weiterhin eine große Rolle spielen, da die Pandemie bestehende Span- nungen vielerorts verstärkt hat. Im Bereich Schule wurden am häufigsten folgende Anlässe für das Auf- suchen der Schulsozialarbeit genannt: Konflikte unter Schüler*innen, Stress, Belastung, Überforderung sowie Konzentrations- und Motivations- schwierigkeiten. Schüler*innenkonflikte kommen mit 1.145 Fällen weit- aus häufiger vor als alle anderen Beratungsanlässe. Grafik 6: Beratungsanlässe im Zeitverlauf Bei den persönlichen Anlässen stehen psychische Belastungen und psychosomatische Beschwerden an erster Stelle, gefolgt von Themen wie Identitätsfindung und auto- sowie fremdaggressivem Verhalten. Während Konflikte unter Schüler*innen oft nach einer oder wenigen Sitzungen geklärt werden können, erfordert die Unterstützung bei persönlichen The- men deutlich mehr Zeit. Dies liegt unter anderem daran, dass Anschluss- angebote wie professionelle Therapieplätze nicht sofort verfügbar sind. 41% 40% 44% 54% 55% 15% 17% 21% 22% 25% 32% 25% 24% 18% 13% 5% 4% 5% 3% 4% 7% 14% 6% 3% 3% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 Schule individueller/persönl. Anlass Familie Kindeswohl Unterstützung Anträge/Behörden 13 Aktivitäten der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit beim Jugendamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt Festakt „10 Jahre Schulsozialarbeit“ Im Schuljahr 2022/23 fand ein ganz besonderes Jubiläum statt: Seit 10 Jahren existierte die Schulsozialarbeit flächendeckend an allen öffentlichen Schulen in Darmstadt. Dies wurde mit einem Festakt am 13.03.2023 gefeiert. Über 80 Gäste stießen auf den Meilenstein an, tauschten sich über ihre Erfahrungen und Anekdoten aus und hörten einen spannenden Input über sozialraumorientierte Schulsozialarbeit von Prof. Dr. Markus Emanuel von der Hochschule Darmstadt. Qualitätszirkel „Übergänge gemeinsam gut gestalten“ Im Zentrum der Veranstaltung am 21.06.2023 stand die Frage, wie Übergänge von der Kita in die Grundschule, von der Grundschule auf weiterführende Schulen sowie der Übergang Schule-Beruf bestmöglich gestaltet und von der Schulsozialarbeit begleitet werden können. Die Fachkräfte tauschten sich über Best Practice-Projekte und ihre Erfah- rungen aus. Interessante Hintergrundinformationen gab Franziska Retzlaff vom Schulamt der Stadt Darmstadt, die über zentrale Ergebnisse des Bildungsberichts und daraus folgende Handlungsem- pfehlungen für Übergänge referierte. 14 Qualitätszirkel mit „Wildwasser e.V.“ Kinderschutz ist eine zentrale Aufgabe der Schulsozialarbeit, aber gleichzeitig auch sehr herausfordernd, insbesondere dann, wenn es um Themen wie sexualisierte Gewalt geht. Aus diesem Grund fand am 10.11.2022 ein Austausch und Weiterbildung mit dem Verein Wildwasser Darmstadt e.V . statt. Es ging darum, wie man sensibel mit Betroffenen umgeht, welche Schritte wann zu gehen sind und worauf zu achten ist. Die Teilnehmenden schätzten die Vernetzung sehr und fühlen sich jetzt sicherer im Umgang mit dem schwierigen Thema. Qualitätsgespräche mit Schulen Um die Zusammenarbeit zwischen Schulleitungen und Schulsozialarbeit weiter zu verbessern und zu stärken, führte die Koordinierungsstelle umfassende Gespräche mit Schulen aus allen Sozialräumen. In diese Gespräche wurden sowohl die Schulleitungen als auch die zuständigen Fachkräfte der Schulsozialarbeit einbezogen. Häufige Themen der Ge- spräche waren die Gestaltung von multiprofessioneller Zusammenarbeit, die Etablierung von Präventionsrunden, besondere Belastungen von Schü- ler*innen, die Förderung von Partizipation im Schulalltag sowie weitere schulspezifische Themen. Kontakt Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit Jugendamt – Kinder- und Jugendförderung Frankfurter Straße 71 64293 Darmstadt E-Mail: schulsozialarbeit@darmstadt.de Telefon: 06151 13-3969 15 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Nord und Waldkolonie Auseinandersetzung mit Diskriminierung Nachdem die Schulsozialarbei- ter*innen des Sozialkritischen Arbeitskreis Darmstadt e.V . (SKA) in den vergangenen Jah- ren vermehrt eine Zunahme an Diskriminierungsvorkomm- nissen in verschiedenen Facetten feststellen mussten, beschloss der Träger, sich im Schuljahr 2022/23 gezielt mit dem The- menkomplex Diskriminierung auseinanderzusetzen. Am häufigsten begegneten den Schulsozialarbeiter*innen diskriminierende Äußerungen unter Kindern und Jugend- lichen, meist innerhalb von Schüler*innenkonflikten. Gleichermaßen kam es hierbei zu mutmaßlich nicht als Diskriminierung initiierten, aber dennoch als solche wirksamen Beleidigungen sowie zu gezielten verbalen diskriminierenden Angriffen. Neben den Konflikten unter den Kindern und Jugendlichen erreichten die Fachkräfte auch Berichte von Schüler*innen, die Situationen mit und Äußerungen von Lehrkräften als diskriminierend erlebt haben. Pädagogische Tage zum Themenkomplex Diskriminierung Das Team Schulsozialarbeit des SKA widmete im Schuljahr 2022/23 gleich zwei pädagogische Tage dem Themenkomplex Diskriminierung: Bei dem ersten setzte es sich inhaltlich mit Fragen zu Vorurteilen, Diskriminierung, Privilegien und gesellschaftlichen Machtstrukturen auseinander und sensibilisierte sich, um möglichst frühzeitig auf 16 diskriminierende Strukturen und Situationen aufmerk sam werden zu können. Der zweite diente den Fachkräften dem inter aktiven Austausch. Im Vordergrund standen Methoden, mit denen Themen i m Kontext Diskriminierung unterschiedlichen Altersklassen zug änglich gemacht werden können. Die Regionalkonferenz gestaltete der SKA gemeinsam mit Susanne Kolb, Referentin für politische Bildung, mit dem Titel ‚Diskriminierung – Ver- stehen, Erkennen, Reagieren‘. Die Konferenz ermöglichte einen träger-, einrichtungs- und professionenübergreifenden Austausch zu Theorie und Praxis sowie zu Erfahrungen und Ideen bezüglich Dis kriminierungs- vorkommnissen. Ausstellung „Mensch, Du hast Recht(e)!“ Dem SKA war es ein Anliegen, sowohl der Zielgruppe Kinder und Jugend- liche als auch einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich auf eine niedrigschwellige, greifbare Art und Weise mit dem Thema Diskriminierung auseinanderzusetzen. Im Rahmen des nachgeholten 50-jährigen Jubiläums des SKA hat der Träger vom 05.10.2022 bis 14.10.2022 eine Ausstellung der Bildungsstätte Anne Frank mit dem Titel „Mensch, Du hast Recht(e)!“ im Justus-Liebig-Haus präsentiert. Die Ausstellung wurde gezielt an Schulen und in der gesamten Stadt be- worben. Jeden Tag waren Schulsozialarbeiter*innen des SKA im Tandem als Ansprechpartner*innen vor Ort. Mehrere Schulklassen haben die Mög- lichkeit genutzt, sich in einem Kalender einen Zeitslot zu buchen, in dem sie die Ausstellung in Ruhe begehen konnten. Die von der Bildungsstätte Anne-Frank auch als ‚Mobiles Lernlabor‘ beschriebene Ausstellung zeich- nete sich durch ihren interaktiven Charakter aus: Die Besucher*innen wurden dazu angeregt, Stellung zu beziehen, eigene sowie gesellschaft- lich verbreitete Ansichten zu hinterfragen, untereinander zu debattieren und gleichzeitig lehrreich Informationen zu sammeln, ohne, dass die ver- mittelten Inhalte hierbei belehrend wirkten. Sie durchliefen verschiedene Stationen, die unterteilt waren in die Themen ‚Normalität‘, ‚Diskriminie- rung‘ und ‚Demokratie‘. Ergänzt durch eine gute Vor- und Nachbereitung der Lehrkräfte konnten viele Schüler*innen wichtige Denkanstöße aus dem Ausstellungsbesuch mitnehmen. 17 Anstieg krisenhafter Beratungsfälle Zunehmend konfrontiert sah sich das Team Schulsozialarbeit des SKA mit teils krisenhaften Beratungsfällen. Die Themen, die den Träger am intensivsten beschäftigten, waren Übergänge,Entwicklungsverzögerungen, häusliche Gewalt, Armut, auto- und fremdaggressives Verhalten, Störungen im Essverhalten, Fluchterfahrung, Einschätzung einer Kindeswohlgefähr- dung nach §8a SGB VIII, Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt sowie Herstellung von Schutzfaktoren. Obwohl die Kinder und Jugendlichen in den Beratungsgesprächen selten explizit die Coronapandemie als Grund für ihre Krise oder ihr Anliegen genannt haben, interpretieren die Schulsozialarbeiter*innen des SKA diese Zunahme an Beratungsfällen insbesondere als eine Folge der Pandemie. Zusätzlich hatte das Team in Folge des Krieges in der Ukraine vermehrt Kinder, Jugendliche und Familien mit Fluchterfahrung in seiner Beratung. Insgesamt scheint die global angespannte politische und ge- sellschaftliche Lage sich negativ auf das psychische Wohlbefinden vieler Kinder und Jugendlicher sowie auf ein soziales Miteinander auszuwirken. Die Schulsozialarbeit fing im Schuljahr 2022/23 viele, teils sehr heraus- fordernde Fälle im Rahmen der professionellen Möglichkeiten auf und musste häufig gemeinsam mit der Zielgruppe die Situation aushalten, dass es flächendeckend an Therapieplätzen zur Weitervermittlung einiger Kinder und Jugendlicher fehlt. 18 Gruppenprojekt „Stabil“ Das Gruppenprojekt ‚Stabil‘, das im Rahmen des Bundes-Programms des BMFSFJ „Aufholen nach Corona“ vom SKA umgesetzt wurde, stellte eine Teilantwort und Entlastung im Kontext psychischer Krisen dar. Das Projekt zielte darauf ab, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, besser mit alltäglichen Herausforderungen umzugehen, Krisen zu bewäl- tigen und ihre psychische Gesundheit zu erhalten. Kontakt Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V . (SKA) Thomas-Mann-Platz 2 64291 Darmstadt E-Mail: schulsozialarbeit@ska-darmstadt.de Telefon: 0172 5298119 Webseite: www.ska-darmstadt.de 19 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Innenstadt Nord Keep Cool „Keep Cool“ ist ein sekundär präventives Projekt für Schüler*innen aus den Jahrgängen 3 und 4. In der Gruppe wird diesen Kindern vermittelt, wie sie herausfordernde Situationen und Konflikte gut meistern können. Der Umgang mit Provokationen und den eigenen Wutgefühlen ist ein zen- traler Schritt der Persönlichkeitsentwicklung von Schüler*innen. In „Keep cool!“ lernen die Teilnehmenden Selbstmanagement in Stresssituationen, verschiedene Methoden zur Deeskalation von Konflikten sowie den Fokus auf die eigenen, positiven Eigenschaften und Fähigkeiten zu legen. Den Kindern wird vermittelt, sich zu schätzen. „Was kann ich machen, wenn ich mich aufrege?“ „Der ist auf meine Familie gegangen.“ „Manchmal bin ich so wütend, da könnte ich die ganze Welt zerstören!“ Keep Cool orientiert sich an der Lebensrealität der Schüler*innen und thematisiert diese in den Lernmethoden. Hierzu werden in der Gruppe spielerische Übungen, themenspezifische Rollenspiele sowie Vertrauens- und Kooperationsübungen durchgeführt. Eingebettet sind diese in frei- zeitpädagogische Aktivitäten im Sozialraum. Der „Wirkfaktor Pädagoge“ ist gemeinsam mit den Inhalten ein wesentlicher Bestandteil des Pro- jekts. Kinder sollen im Rahmen von Keep Cool positive Beziehung lernen. Im vergangenen Jahr wurde „Keep Cool“ an der Christian-Morgenstern- Schule und an der Schillerschule erfolgreich durchgeführt und wird auch im kommenden Schuljahr weiter angeboten und ausgebaut werden. Für Projekte wie Keep Cool ist die Nachfrage an Schulen und im Sozialraum hoch, weshalb die Multiplikator*innenenarbeit in diesem Angebot inklu- diert ist. Geleitet wurde das Projekt von Fachkräften mit der Zusatzquali- fikationen „Anti-Aggressivitäts-Trainer / Coolness-Trainer® (AAT/CT®)“ sowie „Gewaltprävention, Konfliktbewältigung und Deeskalationstraining in Schule und Jugendarbeit“. 20 Kid Power „Kid Power“ ist ein Projekt zur Selbststärkung für Kinder im Grund- schulalter und wird sowohl im Klassenverband als auch in Form von Eltern-Kind-Nachmittagen angeboten. Im Fokus der Sitzungen steht der Umgang mit Ängsten im Alltag sowie deren Abbau. Die Kinder lernen mit spielerischen Übungen und in Rollenspielen, auf ihre Gefühle zu vertrauen und mögliche Selbstschutzfähigkeiten zu entwickeln, diese auszuprobie- ren und zu üben. Ebenso steht das Einschätzen von Situationen auf dem Plan. Ziel hierbei ist es, dass die teilnehmenden Kinder die Kompetenz ent- wickeln, potentielle Gefahrensituationen zu erkennen und adäquat auf diese reagieren zu können. Zudem erlangen sie über die Übungen Selbst- vertrauen sowie einen Koffer mit praktischen Methoden für den Umgang mit fremden Personen an die Hand. Neben dem Klassenangebot finden separate Eltern-Kind-Nachmittage statt. In diesen üben Kinder in gemeinsamen Rollens pielen mit ihren Eltern den Umgang mit Fremden. Ziel hierbei ist es, die Kinder für Situa- tionen ohne das Beisein ihrer Eltern und Erwachsene zu stärken, sodass sie sich sicher und selbstbewusst im Sozialraum bewegen können. Im vergangenen Jahr wurde „Kid Power“ an der Goethe-Schule für die Klassen 1–4 angeboten. Geleitet wird Kid Power von Fachkräften, welche die Fortbildung „Kid Power Prävention“ vom Frankfurter Schülerbüro ab- solviert haben. 21 Forumtheater in der Grundschule Das „Forumtheater“ ist eine Methode, durch die Kinder spielerisch Konflikt- lösungsstrategien erlernen. Hierbei können die Zuschauenden in die Theaterhandlung eingreifen und beeinflussen so den Ausgang der Theaterszenen. In der Schule setzen wir das Forumtheater als Methode im Sozialkompetenztraining ein. Eine Gruppe von Schüler*innen führt vor der Klasse eine Szene mit Konflikten und Ungerechtigkeiten aus dem Schulalltag auf. Die Zuschau- er*innen werden aufgefordert, Ideen zum besseren Ausgang der Szene zu äußern. Wer sich traut, darf auf die Bühne kommen, eine*n Darsteller*in ablösen und seinen/ihren Klärungsansatz spielen. So werden Konflikt- lösestrategien entwickelt und auf ihre Tauglichkeit überprüft. Dieses Projekt wurde im letzten Jahr an der Schillerschule durchgeführt. Hierbei haben ältere Kinder (3.-4. Klasse) die Szenen den Zweitkläss- ler*innen vorgespielt um anschließend gemeinsam Handlungsoption für die dargestellten Szenen zu finden. Die Methode eignet sich sehr gut, um Kinder in die konstruktive Konflikt- bearbeitung einzuführen und entsprechend ihres Entwicklungsstandes Lösungen zu finden. Hierbei ist es sehr schön, dass die Kinder ihre eige- nen Ideen einbringen und diese auch ihren Mitschüler*innen präsentieren können. Das Forumtheater wird von einem Theaterpädagogen geleitet. 22 Kontakt Kinder- und Jugendarbeit e.V . Landwehrstraße 26 64293 Darmstadt E-Mail: vkj@schulsozialarbeit-darmstadt.de Telefon: 06151 13-3815 Webseite: www.kinderhaus-johannesviertel.de 23 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Innenstadt Süd KOMMI Stunden Ein besonderes Highlight sind immer die KOMMI Stunden in den Grund- schulklassen der Jahrgänge 1 und 4. Spielerisch begleiten wir die Kinder hierbei bei den Übergängen vom Kin- dergarten zur Grundschule und von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Die Stunden laufen immer nach einem bestimmten Schema ab: Wir kommen mit Eisbär KOMMI in die Klasse und als erstes möchte KOMMI immer wissen, wie es jedem einzel- nen Kind heute geht. Im Anschluss wird eine Geschichte erzählt, die KOMMI erlebt hat und je nach Geschichte gibt es dazu ein Spielangebot, etwas zu malen oder ein Bastelangebot. Die Kinder freuen sich immer riesig, sobald KOMMI sie besuchen kommt, oder sie KOMMI auf dem Schulhof treffen. KOMMI werden dann Geschichten erzählt oder auch andere Stofftiere vor- gestellt. Uns werden ständig Fragen zu KOMMI gestellt, wo KOMM heute ist, wann KOMMI endlich wieder in die Klasse kommt, wie alt KOMMI ist, ob KOMM ein Mädchen oder ein Junge ist und so weiter. Selbst in den weiterführenden Schulen wird auch in den höheren Jahr- gängen immer wieder nach KOMMI gefragt und manchmal wird KOMMI auch von Teenager*innenn und/oder Lehrer*innen geknuddelt. Jedes Jahr aufs Neue freuen wir uns über so viel Aufmerksamkeit für unsere*n KOMMI und es ist immer wieder schön, die Freude der Kinder zu erleben und die Beziehung, die zu einem oder über ein Stofftier ge- knüpft werden kann. 24 Chat Ein großes Highlight des Schuljahres 22/23 war, dass wir unsere Onli- ne-Chatberatung, u. a. mit Hilfe des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“, umsetzen konnten. Während der Corona-Pandemie ist der Alltag für viele Kinder und Jugend- liche immer wieder zu einer starken Belastung und Herausforderung geworden, der sie sich oft allein gegenüber erlebt haben. Umso wichtiger und wesentlicher war es aus unserer Sicht, ein Projekt zu verwirklichen, das die Jugendlichen mit einem niedrigschwelligen Ange- bot in ihrer Lebenswelt abholt und das so in unserem Sozialraum auch noch nicht angeboten wurde. Der Chat schafft einen zusätzlichen Zugang für Kinder und Jugendliche, die KOMM nicht an ihrer Schule oder in unserer Bera tungsstelle auf- suchen möchten. Viele nutzen die Anonymität, die der Chat bieten kann, um sich ohne Scham und ungefiltert über ihre Sorgen und Probleme aus- tauschen zu können. Die Ratsuchenden können auf diese Weise Nähe und Distanz zum Gegen- über regulieren und sich in ihrer autonomen Entscheidungsfähigkeit erleben. Es hat sich im Schuljahr 22/23 auch herausgestellt, dass sich die Themenfelder im Chat häufig von denen der persönlichen Beratung im Rahmen der Schulsozialarbeit unterscheiden. Somit konnten wir nicht nur den zusätzlichen Zugang für die Schüler*innen schaffen, sondern sie auch noch geschützt von Anonymität in Themenfeldern unterstützen, die sie im persönlichen Gespräch wahrscheinlich nicht angesprochen hätten. Dies hat uns unter anderem auch noch einmal darin bestätigt, wie wert- voll unser Chat-Angebot für die Kinder und Jugendlichen sein kann. www.komm-in-den-chat.de 25 26 Blog Als im März 2020 der erste Lockdown das Leben und die Arbeitsbedin- gungen umkrempelte, waren neue und kreative Wege in der Schulsozial- arbeit gefragt, mit Kindern, Jugendlichen und Familien auch außerhalb des Schulbetriebs in Kontakt zu kommen. Dadurch wurde die Idee des Blogs geboren. Mit viel Enthusiasmus, Durchsetzungskraft und guten Ideen konnten wir den Blog verwirklichen und „ins Netz gehen lassen“. Auf unserem Blog gibt es Infos, Tipps und Denkanstöße für Kinder, für Jugendliche und für Eltern. Alles rund um Themen wie Schule, Berufsorientierung, Freizeit, Lebens- themen, auch was so los ist im Viertel und vieles mehr- Der Blog wird wöchentlich mit neuen interessanten Infos, Fotos und Bei- trägen gefüllt und in jedem Jahr konnten wir bisher mehr Besucher*innen auf der Seite begrüßen. Für das Schuljahr 22/23 war eines unserer High- lights, dass wir im Durchschnitt ca. 3500 Besucher*innen im Monat auf unserem Blog begrüßen durften. www.komm-cjd-blog.de Kontakt CJD Rhein-Main/KOMM Bessunger Straße 77 64285 Darmstadt E-Mail: beratungsstelle.komm.darmstadt@cjd.de Telefon: 06151 42-8870 Webseite: www.komm-cjd-blog.de 27 Aktivitäten im Sozialraum Darmstadt Süd Mitbestimmung, Partizipation und Demokratieförderung Die drei Themen waren ein Ziel in unserer Arbeit. Kinder, Jugendliche und Schulleitungen haben wir befragt, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten Kinder und Jugendliche am Schulort haben. Diese und viele weitere Antworten nutzen wir, um Mitbestimmungsgremi- en zu fördern. Dabei unterstützen wir sowohl Lehrkräfte als auch Kinder und Jugendliche, dass z.B. der Klassenrat, die nächste Sitzung mit den Klassensprecher*innen und weitere Angebote fest etabliert werden und wirken bei Bedarf mit. An einer Grundschule haben die Kinder auf die Frage, ob sie den Klassen- rat und die Kindersprechstunde kennen, geantwortet: Junge 11: • Klassenrat: „Wir haben Klassenrat. Da haben wir Karten gelegt z.B. mit Blume oder Stopp oder Daumen hoch. Blume heißt entschuldi- gen, Daumen hoch heißt „Du hast gut gearbeitet“. Das ist gut, weil wir uns da entschuldigen konnten oder Stopp sagen konnten. Jetzt im Moment machen wir es nicht.“ • Kindersprechstunde: „Da war ich schon mal bei dir. Das war gut, weil da konnte ich sagen, ob ich sauer bin.“ Mädchen 10: • Klassenrat: „Nö, kenn ich nicht.“ • Kindersprechstunde: „Ja, da kann man über seine Probleme reden. Ich war aber noch nicht dort, weil ich das nicht brauche. Ich habe von anderen gehört, dass sie da schon waren.“ 28 Was ist eigentlich die Kindersprechstunde? Die Kindersprechstunde ist ein offenes, niederschwelliges Angebot, das sich an alle Schüler*innen unserer Schulen richtet. Das Angebot beruht auf der Freiwilligkeit der Kinder. Lehrkräfte oder Eltern können die Kinder sehr gerne auf das Angebot aufmerksam machen, wenn sie den Eindruck haben, dass ein Bedarf besteht. Verpflichtet werden, können und sollen die Kinder dazu aber nicht. Demokratiebildung Einen weiteren Fokus haben wir auf die Demokratiebildung gelegt, um den Bildungs- und Erziehungsprozess demokratisch zu gestalten und das Ziel zu verfolgen, Demokratie als staatliche und anerkannte Regie- rungsform zu kennen und daraus die Grundwerte für das gesellschaft- liche Zusammenzuleben abzuleiten. Wir haben gute Erfahrungen mit der U-18-Wahl an einer Grundschule und der Gesamtschule gemacht. Für die Grundschule wurde in Zusammenarbeit mit dem Jugendring der Stadt Darmstadt die U-18-Wahl erstmals für eine Grundschule konzipiert und sehr erfolgreich angenommen. Die Schulen unterstützten die Wahlen (Bürgermeisterwahl in Darmstadt, Landtagswahl in Hessen), die wir zu- künftig an mehreren Grundschulen umsetzen möchten. Kindersprechstunde Wir haben daheim grad echt viel Ärger! Kannst Du mir mal zuhören? Ich habe einen Wunsch! Ich bin grad voll genervt! Ist es möglich, dass… Ich muss was loswerden! Designed by Brgfx / Freepik Komm einfach zu uns – wir freuen uns auf Dich! Jeden Mittwoch, Donnerstag, Freitag in der dritten Schulstunde Denk daran, Deinen Lehrern Bescheid zu sagen! 29 Übergänge gestalten – das 4. Sport- und Spielfest in Eberstadt Am 17.05.23 fand das 4. Sport- und Spielfest mit den Grundschulen in Eberstadt, der Gutenbergschule und erstmals auch mit der Luise-Büch- ner-Schule (Lincoln) statt. Bürgermeisterin Barbara Akdeniz übernahm als Schirmfrau die Begrüßung von 320 Schülerinnen und Schüler der 4. Grundschulklassen, der Grundstufe und der 5.-Klässler*innen der Guten- bergschule. Lehrkräfte, Betreuungskräfte, Netzwerkpartner*innen und Schulsozialarbeitende organisierten gemeinsam den Rahmen. Das Fest fand auf dem Gelände des SVE- Germania in Darmstadt-Eberstadt statt. An 32 Sport-, Spiel- und Pausenstationen lernten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sich kennen und erlebten spielerisch das Mitein- ander in einer neuen Gruppe. Alle waren Gewinner und Gewinnerinnen an diesem Tag, mit der Erfahrung, neue Kontakte geknüpft und gemeinsam etwas geschafft zu haben. 30 Kontakt Mobile Praxis gem. GmbH Grenzallee 4-6 64297 Darmstadt-Eberstadt E-Mail: info@mobilepraxis.net Telefon: 06151 504-3992 Internet: www.mobilepraxis.net Elterncafés sind Teil unserer Elternarbeit Elternarbeit ist ein wichtiger Bestand- teil unserer Arbeit. Wir lernen von Eltern, erweitern unseren Erfahrungs- schatz, Eltern lernen voneinander und von uns. Wir stellen dazu Angebote zur Verfügung. Dazu zählt das „Eltern- café“, das wir im vergangenen Schul- jahr an allen Schulen in Lincoln und Eberstadt etabliert haben. Die Idee: Um eine gute Schulgemein- schaft bilden zu können, ist es wichtig, dass Eltern sich gegenseitig kennen- lernen, Erfahrungen austauschen, sich unterstützen innerhalb dieser Ge- meinschaft. Im Elterncafé treffen auch Eltern unterschiedlicher Kulturen zusammen. Interesse für die jeweils andere Kultur zu zeigen, mit der eigenen Kultur zu vergleichen, Unterschiede sowie Gleiches zu entdecken stärkt das Miteinander im Sinne von „wir sind alle ein Teil eines Ganzen“. Der respektvolle Umgang im „Elterncafé“ und das Interesse an anderen Kulturen wirkt Rassismus und Feindlichkeit entgegen und fördert Toleranz und die Demokratiebildung. Das Elterncafé findet in Räumlichkeiten der Schule statt. Weitere Details sind auf der Homepage von Mobile Praxis gem. GmbH und auf der Homepage der jeweiligen Schule nachzu- lesen. 31 Aktivitäten im Sozialraum Berufliche Schulen Berufsschulzentrum-übergreifende Kooperationsveranstaltung Im Mai 2023 fand zum ersten Mal eine Berufsschulzentrum-übergrei- fende Kooperationsveranstaltung zwischen der Schulsozialarbeit am Berufsschulzentrum Mitte und am Berufsschulzentrum Nord statt. Zehn Schüler*innen aus den Klassen der Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) an der Peter-Behrens-Schule (PBS) waren zu Gast an der Martin-Behaim-Schule (MBS), wo Auszubildende aus den Bereichen Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte ihren Ausbildungs- beruf vorstellten. In zwei Vorträgen gaben die Auszubildenden Einblicke in ihre Tätigkeiten und ihren Arbeitsalltag. Außerdem berichteten sie von ihren eigenen Erfahrungen im Bewerbungsverfahren und gaben hilfreiche Tipps für die Ausbildungsplatzsuche. Die Veranstaltung erhielt positive Resonanz sowohl von Seiten der Schüler*innen der BÜA als auch von den Auszubildenden der MBS. Eine Wiederholung im kommenden Schuljahr wird angestrebt und soll zu einem früheren Zeitpunkt stattfinden. Gesundheits- und Beratungstag Der dritte Gesundheits- und Beratungstag an der Peter-Behrens-Schule fand am 19.10.22 statt. Der Tag umfasste 58 verschiedene Angebote in Form von Workshops, Vorträgen, Infoständen und Mitmachangebo- ten in den Bereichen Beratung, Ernährung und Sport. Alle anwesenden Schüler*innen sowie Mitarbeitenden hatten an diesem Tag von 9 bis 13 Uhr die Möglichkeit bis zu vier Workshops zu besuchen und mit ver- schiedenen Beratungseinrichtungen an deren Infoständen ins Gespräch zu kommen. Über den Tag verteilt konnten die Schüler*innen durch ihre Teilnahme an Workshops und Vorträgen sowie bei Gesprächen an den Infoständen Stempel sammeln und am Ende des Veranstaltungstags an einem Gewinnspiel teilnehmen. Die Fachkraft der Schulsozialarbeit am Berufsschulzentrum Mitte arbeitete wieder intensiv im Organisations- team mit und kümmerte sich um die Akquise von Referent*innen im Themenfeld Beratung und Prävention, die Abwicklung der Einwahl in die Workshops sowie die Helfer*innenorganisation am Veranstaltungstag. 32 Azubi-Expert*innen-Tag Am 26.01.23 hat erstmals seit dem Schuljahr 2017/18 wieder ein Azubi- Expert*innen-Tag für die Berufsfachschule (BFS) an der Friedrich-List- Schule stattgefunden. Zu den Ausbildungsberufen zählten die Automobil- kaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Kaufleute für Büromanagement, Rechtsanwalt- und Notarfachangestellte. Weiter haben die Schüler*innen aus der Höheren Berufsfachschule im Bereich Wirtschaft sowie Fremd- sprachensekretariat ihre schulische Ausbildung vorgestellt. Alle Schü- ler*innen der BFS hatten die Aufgabe, sich über alle sechs Ausbildungs- bereiche zu informieren. Wegen der guten Planung und Organisation der Fachkraft der Schulsozialarbeit gemeinsam mit einem Lehrer-Kollegen und wegen des positiven Feedbacks der Teilnehmer*innen war die Ver- anstaltung ein großer Erfolg. Kontakt Internationaler Bund Südwest gGmbH Frankfurter Straße 73 64293 Darmstadt E-Mail: schulsozialarbeit-darmstadt@ib.de Telefon: 06151 97-6241 Internet: www.internationaler-bund.de 33 Kontakt Das Angebot der Schulsozialarbeit wird durch die Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit der Kinder- und Jugendförderung im Jugendamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt fachlich und administrativ begleitet. Fragen zum Angebot der Schulsozialarbeit können jederzeit an sie ge- stellt werden. Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt Jugendamt – Kinder- und Jugendförderung Frankfurter Straße 71 64293 Darmstadt E-Mail: schulsozialarbeit@darmstadt.de Telefon: 06151 13-3969 Webseite: www.darmstadt.de 34 35 Herausgeberin | Kontakt Wissenschaftsstadt Darmstadt Jugendamt – Kinder- und Jugendförderung Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit Frankfurter Straße 71 64293 Darmstadt E-Mail: schulsozialarbeit@darmstadt.de Telefon: 06151 13-3969 Webseite: www.darmstadt.de
anlage 3
163 Zeichen
Punkt 6: Jahresbericht Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2022/23 (V-Nr. 2024/0292) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss für Soziales nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 2
4269 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
01.10.2024
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
II 51
V 40
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2024/0292
Magistratsbeschluss -Nr.
339
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Jahresbericht Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2022/2023
Vorlage vom: 30.09.2024
Beschlussvorschlag :
Der erstmalig erschienene Jahresbericht der Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2022/2023 wird
zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Jahresbericht Schulsozialarbeit 2022/2023
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 09.10.2024
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30.09.2024
Die Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe und Schulsozialarbeit gibt ab sofort für jedes
Schuljahr den „Jahresbericht Schulsozialarbeit“ heraus. Der erste Bericht für das Schuljahr
2022/2023 wurde nun veröffentlicht. Der Jahresbericht ist Teil der Qualitätsentwicklung und –
sicherung und wurde als Maßnahme im Rahmenkonzept Schulsozialarbeit aus dem Jahr 2022
festgeschrieben.
Die Publikation bietet einen Einblick in die Aktivitäten der Koordinierungsstelle sowie in die
Schwerpunktsetzungen der freien Träger, die die Schulsozialarbeit in den verschiedenen
Sozialräumen nach § 13a SGB VIII umsetzen.
Ein Auszug aus den Ergebnissen der Jahresstatistik belegt die qualitativen Berichte mit
konkreten Zahlen und Informationen zur strukturellen Entwicklung der Schulsozialarbeit in den
vergangenen Jahren.
Die sozialraumorientierte Schulsozialarbeit ist ein etabliertes, unverzichtbares Angebot der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, das Kindern, Jugendlichen, deren Familien sowie Lehrkräften
zur Verfügung steht. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Schulsozialarbeit flächendeckend an
allen öffentlichen Schulen – von den Grund- bis zu den berufsbildenden Schulen – präsent.
Sie bietet Einzelfallberatung zu vielfältigen Themen und Problemlagen der Schüler*innen sowie
Gruppenangebote, die beispielsweise der Stärkung sozialer Kompetenzen dienen.
Der Bedarf nach diesem Angebot ist groß, was sich deutlich in den quantitativen Daten zeigt.
In den letzten Jahren ist ein kontinuierlicher Anstieg der Beratungsgespräche zu verzeichnen.
Parallel werden verstärkt Gruppenangebote durchgeführt, um präventiv die sozialen
Kompetenzen und das Demokratiebewusstsein der jungen Menschen zu fördern. Ein weiterer
Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Netzwerkbildung im Sozialraum, um die Übergänge zu
anderen unterstützenden Angeboten zu erleichtern sowie Kooperationen und Zusammenarbeit
zu stärken.
Neben dem vorliegenden Rahmenkonzept und der Informationsbroschüre ist der Jahresbericht
Schulsozialarbeit ein weiteres Instrument, das zur Transparenz und Bekanntheit des
Angebotes beiträgt und in Verbindung mit der statistischen Auswertung die Bedeutung und
Wirksamkeit der Schulsozialarbeit dokumentiert. Außerdem kann der Jahresbericht zur
Qualitätsentwicklung genutzt werden.
Der Jahresbericht wurde im Jugendhilfeausschuss am 25.09.2024 vorgestellt und zur Kenntnis
genommen.
Darmstadt, den 30.09.2024
Dezernat II
Barbara Akdeniz
Bürgermeisterin
2024/0292
4186 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
01.10.2024
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2024/0292
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Jahresbericht Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2022/2023
Vorlage vom: 30.09.2024
Beschlussvorschlag :
Der erstmalig erschienene Jahresbericht der Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2022/ 2023 wird
zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Jahresbericht Schulsozialarbeit 2022/2023
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30.09.2024
Die Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe und Schulsozialarbeit gibt ab sofort für jedes
Schuljahr den „Jahresbericht Schulsozialarbeit“ heraus. Der erste Bericht für das Schuljahr
2022/2023 wurde nun veröffentlicht. Der Jahresbericht ist Teil der Qualitätsentwicklung und –
sicherung und wurde als Maßnahme im Rahmenkonzept Schulsozialarbeit aus dem Jahr 2022
festgeschrieben.
Die Publikation bietet einen Einblick in die Aktivitäten der Koordinierungsstelle sowie in die
Schwerpunktsetzungen der freien Träger, die die Schulsozialarbeit in den verschiedenen
Sozialräumen nach § 13a SGB VIII umsetzen.
Ein Auszug aus den Ergebnissen der Jahresstatistik belegt die qualitativen Berichte mit
konkreten Zahlen und Informationen zur strukturellen Entwicklung der Schulsozialarbeit in den
vergangenen Jahren.
Die sozialraumorientierte Schulsozialarbeit ist ein etabliertes, unverzichtbares Angebot der
Wissenschaftsstadt Darmstadt, das Kindern, Jugendlichen, deren Familien sowie Lehrkräften
zur Verfügung steht. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Schulsozialarbeit flächendeckend an
allen öffentlichen Schulen – von den Grund- bis zu den berufsbildenden Schulen – präsent.
Sie bietet Einzelfallberatung zu vielfältigen Themen und Problemlagen der Schüler*innen sowie
Gruppenangebote, die beispielsweise der Stärkung sozialer Kompetenzen dienen.
Der Bedarf nach diesem Angebot ist groß, was sich deutlich in den quantitativen Daten zeigt.
In den letzten Jahren ist ein kontinuierlicher Anstieg der Beratungsgespräche zu verzeichnen.
Parallel werden verstärkt Gruppenangebote durchgeführt, um präventiv die sozialen
Kompetenzen und das Demokratiebewusstsein der jungen Menschen zu fördern. Ein weiterer
Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Netzwerkbildung im Sozialraum, um die Übergänge zu
anderen unterstützenden Angeboten zu erleichtern sowie Kooperationen und Zusammenarb eit
zu stärken.
Neben dem vorliegenden Rahmenkonzept und der Informationsbroschüre ist der Jahresbericht
Schulsozialarbeit ein weiteres Instrument, das zur Transparenz und Bekanntheit des
Angebotes beiträgt und in Verbindung mit der statistischen Auswertung die Bedeutung und
Wirksamkeit der Schulsozialarbeit dokumentiert. Außerdem kann der Jahresbericht zur
Qualitätsentwicklung genutzt werden.
Der Jahresbericht wurde im Jugendhilfeausschuss am 25.09.2024 vorgestellt und zur Kenntnis
genommen.
Darmstadt, den 30.09.2024
Dezernat II
Barbara Akdeniz
Bürgermeisterin
Beratungsverlauf (2)
Orte (5)
- Landwehrstraße 26
- Bessunger Straße 77
- Grenzallee 4
- Frankfurter Straße 73
- Thomas-Mann-Platz 2
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2024/0292
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 30.09.2024
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00