3058/2018
Kölner Statistische Nachrichten 4/2018 Erwerbstätigkeit und wirtschaftliche Lage der Kölner Bevölkerung - Ergebnisse der "Leben in Köln"-Umfrage 2016
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Mitteilung Ausschuss
3783 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 17.09.2018 3058/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 20.09.2018 Ausschuss Soziales und Senioren 06.11.2018 Wirtschaftsausschuss 06.11.2018 Kölner Statistische Nachrichten 4/2018 Erwerbstätigkeit und wirtschaftliche Lage der Kölner Bevölkerung - Ergebnisse der "Leben in Köln"-Umfrage 2016 Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln legt den dritten Themenbericht zu den Er- gebnissen der „Leben in Köln“- Umfrage vor. Ziel der Themenberichte ist es, die Antworten der Bür- gerinnen und Bürger auf eine Vielzahl von Fragen zu den unterschiedlichsten Themen in knapper, leicht zu lesender Form zu präsentieren und in einen thematischen Zusammenhang zu stellen. Der nun vorliegende Bericht befasst sich im ersten Teil mit der Erwerbstätigkeit der Kölner Bevölke- rung und weist u.a. Zahlen zu den Kölner sozialversicherungspflichtig Erwerbstätigen aus und gibt Hinweise auf das Ausmaß atypischer Beschäftigung bei der Kölner Erwerbstätigenbevölkerung. So zeigt der Bericht u.a., dass auch in Köln vor allem Frauen, junge Erwerbstätige und ausländische Beschäftigte in atypischen Beschäftigungsverhältnissen angestellt sind. Er zeigt auch, dass der Ein- stieg in das Berufsleben oftmals über befristete Arbeitsverhältnisse erfolgt: 50 Prozent der jungen Erwerbstätigen unter 25 Jahren sind befristet eingestellt. Diese Altersgruppe hat zudem ein deutlich höheres Risiko, nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt zu sein. Der zweite Berichtsteil beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Lage der Kölner Bevölkerung und be- richtet über die Einkommensverhältnisse und damit zusammenhängend über die Armutsgefährdung einzelner Bevölkerungsgruppen in Köln. Er zeigt, dass knapp ein Viertel der Kölner Bevölkerung (23%) über ein monatliches Pro-Kopf-Nettoeinkommen von weniger als 1.066 Euro (weniger als 60% des Einkommensmedians) verfügt und damit – gemessen an den Kölner Einkommensverhältnissen – als armutsgefährdet gilt. Junge Menschen sowie Menschen mit Migrationshintergrund haben ein be- sonders hohes Risiko, in Armut zu geraten. Ein Viertel (24%) der Kölner Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren sind von Armut bedroht. Am stärksten betroffen sind Haushalte von Alleinerziehenden (40%). Rechnet man die Anteile der Kinder unter 18 Jahren in den von Armut betroffenen Haushalten auf die insgesamt knapp 168.000 Kinder in den Kölner Familien hoch, so leben in Köln insgesamt rund 46.000 armutsgefährdete Kinder und Ju- gendliche. „Arm trotz Arbeit“ – dies trifft laut der „Leben in Köln“-Umfrage auf 16 Prozent der erwerbstätigen Menschen zu. Atypisch Beschäftigte haben ein mehr doppelt so hohes Risiko (21%), in Armut zu ge- raten, als Beschäftigte in einem Normalarbeitsverhältnis: Aber auch von ihnen ist etwa jede und jeder Zehnte (13%) von Armut bedroht. Ein Fünftel der Kölner Bevölkerung kommt mit dem verfügbaren Haushaltseinkommen kaum bis gar nicht aus: Bei 17 Prozent reicht das Haushaltseinkommen nur aus, wenn sie auf Dinge verzichten und 2 vier Prozent sagen, dass das Geld nicht ausreicht. Dem entspricht, dass 17 Prozent meinen, dass das ihnen im Alter zur Verfügung stehende Geld voraussichtlich nicht ausreichen wird. Ein Viertel (24%) der Befragten gab an, keine Rücklagen fürs Alter bilden zu können. Es liegen bereits zwei Themenberichte veröffentlicht vor, die sich mit der Zufriedenheit mit Köln und dem Wohnumfeld sowie der Aktiven Bürgerschaft beschäftigen. Der vierte Themenbericht „Wohnen in Köln“ sowie weitere Einzelberichte sind in der Vorbereitung. Anlage Themenbericht 3 „Erwerbstätigkeit und wirtschaftliche Lage der Kölner Bevölkerung“ Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3058/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.09.2018
- Erstellt
- 13.09.2018 12:18