2025/0029
Anpassung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln-Siedlung und im Ludwigshöhviertel
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2025/0029
6305 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
05.05.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Mobilitäts- und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0029
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-103-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 6065000
Betreff: Anpassung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln -Siedlung und im
Ludwigshöhviertel
Vorlage vom: 07.04.2025
Beschlussvorschlag :
1. Dem Konzept zur Ausweitung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln -Siedlung
und im Ludwigshöhviertel wird zugestimmt.
2. Die Planung ist entsprechend umzusetzen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.04.2025
Die Lincoln-Siedlung und das Ludwigshöhviertel (LHV) gelten als Modellquartiere für
nachhaltige Siedlungs - und Mobilitätsplanung, in dem von Anfang an spezielle Regelungen für
die Quartiersentwicklung festgelegt wurden. Während das Mobilitätskonzept der Lincoln -
Siedlung bereits mehrfach ausgezeichnet wurde (u. a. mit dem Deutschen Mobilitätspreis
2019) und bereits über 3.500 Anwohnerinnen und Anwohner beheimatet, steht das LHV in
Mitten der Bauphase. Der Bezug der ersten ca. 94 geförderten Wohnungen erfolgte im
Spätsommer 2024.
Beide Modellquartiere unterscheiden sich stark von den Darmstädter Bestandsquartieren. So
wurde zum Beispiel durch eine Einschränkungs- und Verzichtssatzung die Anzahl der privaten
Stellplätze zwar reduziert, aber weiterhin vorgeschrieben. Die Stellplätze sind größtenteils in
Quartiersgaragen verortet und zu einem kleinen Teil wohnungsnah und oberirdisch auf den
Privatgrundstücken. Im Rahmen des städtebaulichen Vertrags und des Durchführungsvertrags
für das Mobilitätsmanagement wurden außerdem wichtige Punkte für das Mobilitätskonzept
beschlossen. Dazu gehört unter anderem, dass die Anzahl der Stellplätze im öffentlichen
Straßenraum reduziert und bewirtschaftet werden und diese Stellplätze vorwiegend für
Besuchende sowie Dienstleistende (u.a. Handwerk) zu Verfügung stehen. Im Unt erschied zu
den bestehenden Quartieren, in denen es meist keine Quartiersgaragen gibt und der private
Parkraum aufgrund der historischen Struktur sehr begrenzt ist, stehen in den neuen
Siedlungen Quartiersgaragen und private Stellplätze von Anfang an zur Verfügung. Aus diesem
Grund dürfen hier nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) keine Bewohner - oder
Besucherparkausweise angeboten werden.
Aktuelle Herausforderungen
Das Mobilitätsmanagement in der Lincoln -Siedlung führt verschiedene Beteiligungsformate
durch, um die Bewohnenden kontinuierlich in den Entwicklungsprozess einzubinden,
Anregungen aufzunehmen und das Konzept entlang der Bedarfe und Bedürfnisse der
Bewohnerschaft auszurichten. Hierbei wurde von den Bewohnenden in den letzten Jahren
immer wieder kritisiert, dass die derzeitigen Parkraumbewirtschaftungszeiten (derzeit von
Mo-Sa, 8-20 Uhr) für die Bewohnenden bzw. für die Besuchenden nicht ausreichend sind.
Besonders in den Abendstunden und an Sonntagen nutzen viele Bewohnende die kostenlose
Möglichkeit, ihr Fahrzeug im öffentlichen Straßenraum abzustellen, anstatt einen Stellplatz in
den Quartiersgaragen zu mieten. Dadurch finden Besuchende zu diesen Zeiten häu fig keine
freien Parkplätze und blockieren in einigen Fällen sogar Gehwege. Dies liegt auch daran, dass
es kostengünstiger sein kann, im öffentlichen Straßenraum zu parken, als einen privaten
Stellplatz zu mieten. Da der öffentliche Straßenraum jedoch, wie bereits beschrieben, nur für
Besuchende und Handwerksbetriebe vorgesehen ist, entsteht außerhalb der
Bewirtschaftungszeiten ein teilweise sehr hoher Parkdruck. Nach Rücksprache mit den
Bewohnenden zeigt sich, dass die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Straßenraums,
insbesondere in den Abendstunden und an Wochenenden, stark eingeschränkt ist. Die
Beschwerden der Bewohnerschaft machen jedoch auch deutlich, dass die Mehrheit hinter dem
autoarmen Mobilitätskonzept steht.
Planung
Um die beschriebene Problem atik zu lösen, werden die Bewirtschaftungszeiten sowohl in der
Lincoln-Siedlung wie auch zukünftig im LHV, von Montag bis Sonntag auf 6 bis 21 Uhr
ausgeweitet. Diese Zeiten orientieren sich an den in der MV 2024/0150 beschlossenen
Bewirtschaftungszeiten zu züglich einer Ausweitung auf sonntags. Dies soll insbesondere
sicherstellen, dass der Parkdruck an den Sonntagen reduziert wird und die Fahrzeuge
vermehrt in den dafür vorgesehenen Quartiersgaragen abgestellt werden.
- 4 -
Insgesamt müssen hierfür drei Zusatzschilder (Bewirtschaftungszeiten: Mo -Sa, 6 - 21 Uhr) in
der Lincoln-Siedlung ausgetauscht bzw. drei Zusatzschilder im LHV neu aufgehängt werden.
Der Aufwand hierfür wird als sehr gering eingestuft.
Sollte die moderate Ausweitung der Bewirtschaftungszeiten nicht die gewünschten Effekte
erzielen, wird eine weitere Nachsteuerung seitens des Mobilitäts - und Tiefbauamtes bewertet
und umgesetzt.
Kosten
Für den Austausch bzw. Neuanbringung von insgesamt sechs Zusatzschildern, fallen
ungefähre Kosten i. H. v. 1.000 bis 1.500 € an.
Dezernat IV Dezernat VI
André Schellenberg Paul Georg Wandrey
Stadtkämmerer Stadtrat
anlage 2
224 Zeichen
Punkt 5: Anpassung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln-Siedlung und im Ludwigshöhviertel (V-Nr. 2025/0029) Der Fachausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 1
6369 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
05.05.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Mobilitäts - und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
VI 66
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0029
Magistratsbeschluss -Nr.
177
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-103-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 6065000
Betreff: Anpassung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln -Siedlung und im
Ludwigshöhviertel
Vorlage vom: 07.04.2025
Beschlussvorschlag :
1. Dem Konzept zur Ausweitung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln -Siedlung
und im Ludwigshöhviertel wird zugestimmt.
2. Die Planung ist entsprechend umzusetzen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
- 3 -
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 21.05.2025
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.04.2025
Die Lincoln-Siedlung und das Ludwigshöhviertel (LHV) gelten als Modellquartiere für
nachhaltige Siedlungs - und Mobilitätsplanung, in dem von Anfang an spezielle Regelungen für
die Quartiersentwicklung festgelegt wurden. Während das Mobilitätskonzept der Lincoln-
Siedlung bereits mehrfach ausgezeichnet wurde (u. a. mit dem Deutschen Mobilitätspreis
2019) und bereits über 3.500 Anwohnerinnen und Anwohner beheimatet, steht das LHV in
Mitten der Bauphase. Der Bezug der ersten ca. 94 geförderten Wohnungen erfolgte im
Spätsommer 2024.
Beide Modellquartiere unterscheiden sich stark von den Darmstädter Bestandsquartieren. So
wurde zum Beispiel durch eine Einschränkungs- und Verzichtssatzung die Anzahl der privaten
Stellplätze zwar reduziert, aber weiterhin vorgeschrieben. Die Stellplätze sind größtenteils in
Quartiersgaragen verortet und zu einem kleinen Teil wohnungsnah und oberirdisch auf den
Privatgrundstücken. Im Rahmen des städtebaulichen Vertrags und des Durchführungsvertrags
für das Mobilitätsmanagement wurden außerdem wichtige Punkte für das Mobilitätskonzept
beschlossen. Dazu gehört unter anderem, dass die Anzahl der Stellplätze im öffentlichen
Straßenraum reduziert und bewirtschaftet werden und diese Stellplätze vorwiegend für
Besuchende sowie Dienstleistende (u.a. Handwerk) zu Verfügung stehen. Im Unterschied zu
den bestehenden Quartieren, in denen es meist keine Quartiersgaragen gibt und der private
Parkraum aufgrund der historischen Struktur sehr begrenzt ist, stehen in den neuen
Siedlungen Quartiersgaragen und private Stellplätze von Anfang an zur Verfügung. Aus diesem
Grund dürfen hier nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) keine Bewohner - oder
Besucherparkausweise angeboten werden.
Aktuelle Herausforderungen
Das Mobilitätsmanagement in der Lincoln -Siedlung führt verschiedene Beteiligungsformate
durch, um die Bewohnenden kontinuierlich in den Entwicklungsprozess einzubinden,
Anregungen aufzunehmen und das Konzept entlang der Bedarfe und Bedürfnisse der
Bewohnerschaft au szurichten. Hierbei wurde von den Bewohnenden in den letzten Jahren
immer wieder kritisiert, dass die derzeitigen Parkraumbewirtschaftungszeiten (derzeit von
Mo-Sa, 8-20 Uhr) für die Bewohnenden bzw. für die Besuchenden nicht ausreichend sind.
Besonders in den Abendstunden und an Sonntagen nutzen viele Bewohnende die kostenlose
Möglichkeit, ihr Fahrzeug im öffentlichen Straßenraum abzustellen, anstatt einen Stellplatz in
den Quartiersgaragen zu mieten. Dadurch finden Besuchende zu diesen Zeiten häufig keine
freien Parkplätze und blockieren in einigen Fällen sogar Gehwege. Dies liegt auch daran, dass
es kostengünstiger sein kann, im öffentlichen Straßenraum zu parken, als einen privaten
Stellplatz zu mieten. Da der öffentliche Straßenraum jedoch, wie bereits beschrieben, nur für
Besuchende und Handwerksbetriebe vorgesehen ist, entsteht außerhalb der
Bewirtschaftungszeiten ein teilweise sehr hoher Parkdruck. Nach Rücksprache mit den
Bewohnenden zeigt sich, dass die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Straßenraums,
insbesondere in den Abendstunden und an Wochenenden, stark eingeschränkt ist. Die
Beschwerden der Bewohnerschaft machen jedoch auch deutlich, dass die Mehrheit hinter dem
autoarmen Mobilitätskonzept steht.
Planung
Um die beschriebene Problematik zu lösen, werden die Bewirtschaftungszeiten sowohl in der
Lincoln-Siedlung wie auch zukünftig im LHV, von Montag bis Sonntag auf 6 bis 21 Uhr
ausgeweitet. Diese Zeiten orientieren sich an den in der MV 2024/0150 beschlossene n
Bewirtschaftungszeiten zuzüglich einer Ausweitung auf sonntags. Dies soll insbesondere
sicherstellen, dass der Parkdruck an den Sonntagen reduziert wird und die Fahrzeuge
vermehrt in den dafür vorgesehenen Quartiersgaragen abgestellt werden.
Insgesamt müssen hierfür drei Zusatzschilder (Bewirtschaftungszeiten: Mo -Sa, 6 - 21 Uhr) in
der Lincoln-Siedlung ausgetauscht bzw. drei Zusatzschilder im LHV neu aufgehängt werden.
Der Aufwand hierfür wird als sehr gering eingestuft.
Sollte die moderate Ausweitung der Bewirtschaftungszeiten nicht die gewünschten Effekte
erzielen, wird eine weitere Nachsteuerung seitens des Mobilitäts - und Tiefbauamtes bewertet
und umgesetzt.
Kosten
Für den Austausch bzw. Neuanbringung von insgesamt sechs Zusatzschildern, fallen
ungefähre Kosten i. H. v. 1.000 bis 1.500 € an.
Dezernat IV Dezernat VI
André Schellenberg Paul Georg Wandrey
Stadtkämmerer Stadtrat
anlage 3
256 Zeichen
Punkt 5: Anpassung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln-Siedlung und im Ludwigshöhviertel (V-Nr. 2025/0029) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: FDP und AfD
anlage 4
209 Zeichen
Punkt 6: Anpassung der Parkraumbewirtschaftungszeiten in der Lincoln-Siedlung und im Ludwigshöhviertel (V-Nr. 2025/0029) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: FDP, UWIGA/WGD, AfD und Stadtv. Uhl
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2025/0029
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 07.04.2025
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00