Mandari Insight

0561/2021

Information zu den in 2020 umgesetzten Projekten aus dem Zukunftskonzept "Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025"

Mitteilung Ausschuss 23.02.2021

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Anlage Projekte 2020 - Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage Projekte 2020 - Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025

24724 Zeichen

Kulturraum Kölner Friedhöfe 
2025 Sachstand 2020
2019 wurde vom Arbeitskreis Friedhof*, einem  
Beratungsgremium mit dem Ziel, die Bestattungs- und  
Friedhofskultur in Köln zu erhalten, zu fördern und das 
Zukunftskonzept „Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025“  
erarbeitet. In dieses Konzept für die zukünftige Gestaltung 
und Ausrichtung der städtischen Friedhöfe sind die Er-
gebnisse einer umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligung  
eingeflossen. Hierbei hat sich herauskristallisiert, dass die 
Kölnerinnen und Kölner ihre Friedhöfe als Orte der Ruhe 
und Trauer schätzen und diesen Zustand bewahrt wissen 
möchten. Darüber hinaus werden die Friedhöfe als Grüne 
Lungen der Stadt verstanden, die bestens dazu geeignet 
sind, Projekte rund um den Natur- und Artenschutz weiter 
auszubauen. Kulturelle Angebote können sich die meisten 
ebenfalls auf den Friedhöfen vorstellen. Dabei gilt es stets 
zu beachten, dass diese mit der Ruhe und Pietät des Ortes 
vereinbar sind. 
Der zuständige Ratsausschuss für Umwelt und Grün der 
Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 28. 1 1.2019 das von der 
Verwaltung vorgelegte Gesamtkonzept „Kulturraum  
Kölner Friedhöfe 2025“ verabschiedet und somit auch den 
Auftrag erteilt, einzelne Projekte aus diesem Konzept in den 
kommenden Jahren umzusetzen. Im Rahmen eines Veran-
staltungstages sollte über die 2020 realisierten Projekte 
ausführlich berichtet werden. Aufgrund des aktuellen  
Veranstaltungsverbotes in der Corona-Pandemie erfolgt die 
Information nun anhand der vorliegenden Pressemappe.
Kulturraum  Kölner  Friedhöfe 2025
Kulturraum 
 Kölner Friedhöfe 
2025
www.friedhoefe.koeln
… Stadt im Dialog gestalten!
*Der Arbeitskreis setzt sich zusammen aus: Vertreterinnen und Vertretern des Bestatterverbandes, der Steinmetz-
genossenschaft sowie der Steinmetzinnung, der Genossenschaft der Kölner Friedhofsgärtner, des Fachverbandes 
der Floristen, der Kirchenverbände und dem Friedhofsträger der Stadt Köln.

Ein Platz zum Verweilen:  
Das Lavendelbeet auf dem  
Melaten-Friedhof (Projekt Juni 2020)
Im Juni 2020 wurde an einem erhaltenswerten Grab-
denkmal in zentraler Lage ein Lavendelbeet angelegt. 
Die Blütenpracht ist nicht nur schön anzusehen, sie dient 
auch vielen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. 
Ein Ort zum Verweilen und der Begegnung.
Das Beet wurde auf einer Rasenfläche zwischen  
bestehenden Gräbern angelegt. Die sonnige Lage bot 
sich an, um die Lücke zwischen den Grabstätten mit 
einem Beet blühender Stauden zu schließen und dort  
zusätzliche Sitzgelegenheiten zu schaffen.
Nachdem die Grasnarbe abgetragen wurde, erfolgten die 
Aufbereitung des Bodens und die Verlegung der Kanten-
steine. Mit zusätzlich eingebrachten Findlingen wurden  
Gestaltungsakzente gesetzt, ehe das Beet dann bepflanzt 
wurde. Insbesondere die Chinaschilfpflanzen unmittelbar 
am Denkmal werden mit ihrer in den nächsten Jahren  
zunehmenden Wuchshöhe neben dem dominierenden  
Lavendel dem Beet eine besondere Charakteristik verleihen. 
Mit dem anschließend aufgebrachten Mulch wird das Beet 
längerfristig unkrautfrei gehalten. Zudem kann die Wasser-
verdunstung reduziert werden. 
Auf dem 9 m x 6 m großen Beet wurden insgesamt 
330 Pflanzen eingebracht. Als Insektennährpflanzen 
dienen über den Sommer Rosen, Lavendel, Ziersalbei, 
Katzenminze und Storchschnabel. Im Spätsommer 
und Herbst spenden die hohe Fettehenne, Sonnenhut 
und die Kissen-Aster Nahrung für Insekten. 
Hingegen werden die Samenstände des Sonnenhutes 
im Winter von den Vögeln gefressen.

Eine Ruhe-Insel als Rückzugsort 
auf dem Friedhof Worringen
(Projekt Juni 2020)
Mit der Ruhe-Insel wurde ein Rückzugsort in der Nähe 
der Friedhofskapelle auf dem Friedhof Worringen 
geschaffen. Der dort integrierte Begegnungsplatz mit 
Sitzbänken ist von einem Pflanzbeet umgeben, das von 
insektenfreundlichen Staudenpflanzen geprägt ist.
Die Ruhe-Insel wurde auf einer Freifläche angelegt.  
Be stehende Sträucher und schlecht wachsende Bäume 
wurden entfernt. Nachdem die Grasnarbe abgetragen 
wurde, erfolgte die Aufbereitung des Bodens. Der an-
schließend angelegte Gehölzstreifen aus Bienen- und 
Vogelnähr gehölzen bietet der im zweiten Schritt ange-
legten, insektenfreundlichen Staudenpflanzung den 
 notwendigen Rahmen.
Die Gehölze werden überwiegend als Solitärgehölze 
gepflanzt. So können diese rasch ihre Aufgabe erfüllen 
und gleichzeitig reduziert sich der Pflegeaufwand. 
Hinter dem Gehölzstreifen wird eine monochrome 
Blattschmuckpflanzung entwickelt. Hier entsteht eine 
geschlossene Pflanzendecke aus Pflanzen unterschiedlicher 
Blattformen und Grüntöne.
Die Ruhe-Insel auf dem Friedhof Worringen erstreckt 
sich auf einer Fläche von ca. 450 qm. Für das Projekt 
wurden insgesamt 2.190 Pflanzen eingesetzt. Die 
Ruhe-Insel dient als Rückzugsort, soll den Friedhofs-
besucherinnen und -besuchern aber auch die 
Möglichkeit der ungestörten Naturbetrachtung  
bieten. Insekten, wie beispielsweise farbenfrohe 
Schmetterlinge, und auch Vögel können hier in Ruhe 
beobachtet werden.

Obst als zentrales Gestaltungs-
element: Der Wildobsthain auf 
dem Friedhof Kalk (Mai 2020)
Bei dem Wildobsthain auf dem Friedhof Kalk handelt es 
sich um ein großflächiges Projekt, das sich in den kom-
menden Jahren nachhaltig entwickeln wird. Im Vorder-
grund steht der Artenreichtum auf der mit Obstbäu-
men angelegten Wiese als besonderer Naturraum auf 
dem Friedhof.
Auf einer ursprünglichen Freifläche des Friedhofs 
wurden 15 verschiedene Obstbäume gepflanzt. In das 
Gestaltungskonzept wurden Rasenwege, eine Totholz-
hecke, Vogelnährgehölze sowie ein Begegnungsraum am 
Rand der Fläche integriert. Der Naturschutzbund Köln 
übernimmt zudem die Gestaltung und Unterhaltung  
einer Teilfläche.
Pflanzliste (Obstbäume)
Holzapfel, Wildbirne, Elsbeere, Speierling,
Mährische Eberesche, Steinweichsel, Mispel,
Weißdorn, Felsenbirne, Kornelkirsche,
Traubenkirsche, Bitterorange, Baumhasel,
Schwarze Maulbeere, Weidenblättrige Birne.
Viele der gelisteten Obstsorten eignen sich besonders 
zur Herstellung von Marmelade oder Gelee.

Neue Akzente auf dem West-
friedhof: Farbenfrohe Hochbeete 
vor der Trauerhalle (September 2020)
Der Kölner Westfriedhof ist aufgrund seiner Architektur 
einer der repräsentativsten Friedhöfe in Köln. Die Allee 
zwischen dem Haupteingang an der Venloer Straße und 
der Trauerhalle ist durch ihren alten Baumbestand 
geprägt. Die vorhandenen und eher unauffällig bepflanzten 
Hochbeete sind bisher nicht ins Auge gefallen. Mit  einer 
farbintensiven Neugestaltung der Hochbeete sollen neue 
Akzente vor der Trauerhalle gesetzt werden. 
Pflanzliste
Stauden
Astilben, Elfenblumen, Frauenmantel, 
Herbst-Anemonen, Katzenminze, Silberkerzen, 
Sterndolden, Storchschnabel, rote Mandel- 
Wolfsmilch, Jap. Waldgras, Rutenhirse
Gehölze:
Rispenhortensie, Rosen: Heidetraum, Schnee flocke 
und The Fairy. Koreanischer Duftschneeball 
Insgesamt sind vier Hochbeete vorhanden, die jeweils 
rechts und links vom Hauptweg angeordnet sind. Nach-
dem die ursprüngliche Bepflanzung abgetragen worden 
ist, wurde neue Pflanzerde in die steinumrandeten Beete 
eingebracht, ehe die geplante Bepflanzung erfolgen 
konnte. Mit dem anschließend aufgebrachten Mulch wird 
das Beet längerfristig unkrautfrei gehalten und zudem 
kann die Wasserverdunstung reduziert werden. Im 
 Sommer 2021 werden diese Beete ihre farbenfrohe 
 Blütenpracht entfalten.

Der Friedhof Holweide empfängt 
mit farbenfrohem Pflanzbeet im 
Eingangsbereich (Juli 2020)
Insbesondere der Eingangsbereich eines Friedhofs ist das 
Aushängeschild für die Gesamtanlage. Auf dem kleinen, 
beschaulichen Ortsfriedhof Holweide wurde die offene, 
alleeartig angelegte Rasenfläche am Eingang mit einem 
zentralen Blumenbeet um einen farblichen Akzent 
aufgewertet.
Für das Pflanzbeet in ovaler Formgebung wurde die  
vorhandene Grasnarbe abgetragen und Pflanzerde ein-
gebracht, so dass die plangemäße Bepflanzung erfolgen 
konnte. Es wurden vorrangig insektenanziehende Pflanzen 
eingebracht. Ein vorhandenes rundes Beet im hinteren 
Bereich der Allee wurde ebenfalls mit den farbintensiven 
Pflanzen aufgewertet. Im Sommer 2021 werden diese 
Beete ihre Blütenpracht entfalten. 
Pflanzliste
 – Sonnenhut (Rudbeckia ful. var. suli.  
 „Goldsturm“) goldgelb
 – Storchschnabel (Geranium cat. „Berggarten 
 purpurrosa
 – Katzenminze (Nepeta faassenii „Walkers Low“ 
 violettblau
 – Kaukasus-Vergißmeinnicht (Brunnera 
 macrophylla) hellblau
 – Ziersalbei (salvia nemorosa „Caradonna“ dunkelblau
 – Hohes Pfeiffengras (Molinia arun. „Karl Foerter“)
Sonnenhut

Orte der Ruhe und Erholung – 
mehr Sitzbänke für die Friedhöfe 
(Ganzjähriges Projekt 2020)
Mit Friedhofsbänken wird nicht nur ein Angebot  
geschaffen, sich zu setzen und den Blick auf die Natur 
zurichten. Sie laden auch dazu ein, die ruhige Atmos-  
phäre für eine innere Einkehr zu nutzen.Es sind Augen -
blicke der Besinnung, Erinnerung und Gedenken an die  
Verstorbenen. Bänke bieten aber auch die Gelegenheit 
zum Austausch mit anderen Friedhofsbesuchenden.
Wenn sich Menschen mit ähnlichen Schicksalen  
begegnen und ins Gespräch kommen, tauschen sie ihre 
Lebenserfahrungen aus – beispielsweise in Bezug auf den 
Umgang mit Trauer. Ein guter Weg, um aus der eigenen 
Traurigkeit herauszufinden.  
2020 wurden insgesamt 70 neue Friedhofsbänke von der 
Friedhofsverwaltung angeschafft und entsprechend den 
Wünschen der Friedhofsbesucherinnen und -besucher 
auf verschiedene Standorte der Kölner Friedhöfe verteilt. 
Der Wunsch nach zusätzlichen Friedhofsbänken wurde in 
der 2019 durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung 
„Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025“ mehrfach geäußert. 
Die daraufhin aufgestellten Bänke werden mit einer ent-
sprechenden Plakette versehen.
Bankspende für die Kölner Friedhöfe:
Zusätzlich zu den vorhandenen Friedhofsbänken 
 besteht die Möglichkeit, eine Bank über die Kölner 
Grünstiftung zu spenden:
Kölner Grün Stiftung
Holzmarkt 1, 50676 Köln
Telefon 0221 40084-321
Fax 0221 790761-444
info@koelner-gruen.de

Erweiterung des städtischen  
Grabangebotes: Zusätzliche Baum-
grabfelder in Köln (Ganzjähriges Projekt 2020)
Die Baumgrabstätten empfehlen sich insbesondere für sehr 
naturverbundene Menschen. Im Einklang mit der Natur, 
unter einem wirkungsvollen Baum bestand, befinden sich 
die außergewöhnlichen, stimmungsvollen Ruhestätten. 
Schon zu Lebzeiten können sich die Menschen einen Baum 
aussuchen und die Baumwahlgräber im Rahmen der 
Vorsorge erwerben. Allerdings sollte bedacht werden, dass 
bei dieser Grabart nur Urnenbeisetzungen zugelassen sind. 
Diese erfolgen im Wurzelbereich der Bäume. Die Kenn-
zeichnung der Grabstätte erfolgt durch naturbelassene 
Findlinge.
Zahlen, Daten, Fakten:
2020 wurden insgesamt 1.270 neue Baumgrabstätten 
angelegt. Hierfür wurden zusätzlich zu den Bestands-
bäumen überschlägig 190 neue Bäume nachge-
pflanzt. Die 2020 zusätzlich angelegten Bereiche für 
Baumgrabstätten erstrecken sich auf eine Fläche von 
30.000 qm. Pro Baum können vier Grabstätten ange-
legt werden. In jedem Grab ist die Beisetzung von zwei 
Urnen möglich.
Bis zur Jahresmitte 2020 wurden Baumgrabstätten aus-
schließlich auf dem Ostfriedhof, dem Nordfriedhof und 
dem Friedhof Steinneuerhof angeboten. Aufgrund der 
stark gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot auf 
dem Friedhof Steinneuerhof erweitert. Darüber hinaus 
wurden im Kölner Norden auf dem Friedhof Worringen 
und im rechtsrheinischen Kölner Süden, auf dem Friedhof 
Leidenhausen, neue Baumgrabfelder eingerichtet. In die-
sem Zusammenhang wurden zusätzlich viele Jungbäume 
zum vorhandenen Bestand gepflanzt.

Sanierungsoffensive  
Friedhofsgebäude 
Auf den 55 städtischen Friedhöfen befinden sich  
46 Trauerhallen sowie zahlreiche weitere Gebäude, wie 
beispielsweise Pförtnerlogen, Personalunter künfte oder 
auch Fahrzeughallen. 
Viele der sakral anmutenden Trauerhallen stehen
unter Denkmalschutz und sind teilweise aufwendig
in der Unterhaltung. Die Objektbetreuung für alle 
Gebäude der Stadt Köln wird von der städtischen 
Gebäude wirtschaft sichergestellt.
Für die Gebäude des Amtes für Landschaftspflege und 
Grünflächen wurde ein eigenes Objektcenter in der 
 Gebäudewirtschaft eingerichtet. Von dort werden um-
fassende Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen 
koordiniert. Hierbei arbeitet die Friedhofsverwaltung 
 intensiv mit den Kolleginnen und Kollegen der Gebäude-
wirtschaft zusammen. Besonderes Augenmerk gilt 
 natürlich den städtischen Trauerhallen, die für viele 
Hinter bliebene mit der dort stattfindenden Abschieds-
zeremonie besondere Orte sind. 
Als Großprojekt wurde in diesem Jahr die umfassende 
Dach- und Fassadensanierung der Trauerhalle auf dem 
Westfriedhof geplant und beauftragt. 
 
Die Arbeiten werden zum Jahresbeginn 2021 
beginnen und sich über mehrere Monate hinziehen.
Für 2021 sind 27 größere Gebäudesanierungen  
insbesondere an den Trauerhallen geplant. 
2020 wurden die Sanierungen der Toiletten auf den 
Friedhöfen Widdersdorf, Junkersdorf, Porz, Melaten, 
Longerich und Oberzündorf durchgeführt oder  
begonnen.

Richtungsweisend in der 
Friedhofsunterhaltung: Moderne 
Elektroantriebe für die Zukunft 
(Stand 2020)
Elektroantriebe sind eine Alternative zu den bisherigen 
Verbrennungsmotoren. Sie zeichnen sich durch Ihre 
schadstofffreien Elektromotoren und deren geringere  
Lärmemissionen aus. Die Wartungs- und Instandhaltungs-
kosten liegen deutlich unter denen von konventionellen 
Maschinen und Fahrzeugen mit Verbrennungs motoren. 
Damit sind auch die Folgekosten insgesamt geringer und 
machen die Anschaffung wirtschaftlicher. 
Für das Laden der elektroangetriebenen Fahrzeuge 
 müssen keine teuren Schnellladesäulen installiert werden. 
 
Da die Fahrzeuge auf den Friedhöfen in der Nacht nicht 
im Einsatz sind, können diese langsamer und schonender 
für die Lithium-Ionen-Batterie über eine einfache Steck-
dose geladen werden. 
Ausbau der klimafreundlichen Elektroflotte 
In der Elektroflotte der Kölner Friedhöfe sind aktuell  
30 Elektrokipper, 7 Elektrolader und 6 PKWs im 
 Einsatz. In den vergangenen 3 Jahren wurden 130 
elektrobetriebene Handgeräte angeschafft. Bis 2025 
soll der Anteil der Elektrogeräte und Elektrofahrzeuge 
beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der 
Stadt Köln mindestens 75% betragen.

Ökologisch und sicher:  
Der Wegebau auf den Kölner 
Friedhöfen (Neubau- und Sanierungsprojekte 2020)
Die 55 städtischen Friedhöfe ergeben zusammen eine 
Fläche von 485 Hektar. Um den Hinterbliebenen jederzeit 
einen Grabbesuch oder Besucherinnen und Besuchern 
einfach nur einen Spaziergang zu ermöglichen, muss ein 
entsprechendes Wegenetz errichtet und unterhalten 
 werden. Auf den meisten Kölner Friedhöfen werden vor-
rangig wassergebundene Wege angelegt. Denn aus Sicht 
der Umwelt ist die Versieglung von Flächen – beispiels-
weise durch Asphaltwege möglichst zu vermeiden. Die 
natürlichen Wegedecken integrieren sich optisch nahtlos 
in die unterschiedlichsten Friedhofsbereiche. 
Im Gegensatz zu Asphaltwegen heizen sich natürliche 
Wegeflächen in den zunehmend hitzegeprägten Sommer-
monaten nicht so stark auf, und auch die Baukosten fallen 
im Gegensatz zu asphaltierten oder gepflasterten Wegen 
deutlich geringer aus. Eine feste, wassergebundene Wege-
decke mit einer aus Sand gefertigten Deckschicht ist auch 
von Personen im Rollstuhl oder mit einem Rollator gut zu 
bewältigen. Natürlich müssen die Wege fachgerecht einge-
baut und gut entwässert werden. Im Rahmen der Wege-
unterhaltung sind regelmäßig Unkrautbewuchs und auch 
Unebenheiten aufgrund mechanischer Beanspruchungen 
zu beseitigen. Nach mehreren Jahren erfolgt eine um-
fassende Wegesanierung. Hierbei wird der Weg in seinem 
mehrschichtigen Aufbau entsprechend erneuert.
In 2020 wurden insgesamt 2,5 km Friedhofswege auf 
dem Friedhof Rodenkirchen und 1,5 km auf dem 
Friedhof Meschenich komplett erneuert. Zusätzlich 
wurden in mehr als 1.500 Arbeitsstunden zahlreiche 
Instandsetzungs- und Pflegearbeiten an den Fried-
hofswegen vorgenommen.

Das Hippodrom auf dem  
Friedhof Melaten – ursprünglich 
und imposant (Ganzjähriges Projekt 2020)
In der Garten- und Parkgestaltung bezeichnet das Hippo-
drom eine in der Form einer Pferderennbahn gestaltete 
Wegeführung, die ursprünglich als Flanier- und Schauarena 
für die höhere Gesellschaft angelegt worden ist. Das auf 
dem Friedhof Melaten vor mehr als 200 Jahren angelegte 
Hippodrom befindet sich im westlichen Teil des Friedhofs 
und erstreckt sich über die Flure 60, 60a sowie 76, 76a und 
76b. Es wurde in den vergangenen Monaten nach den 
Vorgaben des maßgeblichen Parkpflegewerks und 
entsprechend der ursprünglichen Bepflanzung wieder 
hergerichtet und teilweise neu bepflanzt.
Die alleenartigen Wege des Hippodroms führen an  
imposanten Grabanlagen vorbei und machen die Weit-
läufigkeit und das Alter des Friedhofs nochmals ganz 
besonders deutlich. Mit den umfänglichen Pflegearbeiten 
wurde dieser Friedhofsbereich intensiv aufgewertet und 
lädt die Friedhofsbesucherinnen und -besucher zu 
 Spaziergängen oder auch zum Verweilen auf den 
Friedhofs bänken ein – beispielsweise an dem mittig 
ange ordneten Rondell. Dort befindet sich die anlässlich 
des 200 jährigen Bestehens des Friedhofs errichtete 
Skulptur, die der Vergänglichkeit des Menschen und der 
Bedeutung des Friedhofs Ausdruck verleiht.
Parkpflegewerk Melaten
Um die Authentizität von Melaten und des angren-
zenden Alten Ehrenfelder Friedhofs zu erhalten, wur-
de in der Zeit von 2010 bis 2014 das Parkpflegewerk 
erstellt. Mit Forschungen zur Anlage- und 
Entwicklungs geschichte, der Bestandsaufnahme und 
-bewertung von Bäumen, Hecken- und Wegestruktu-
ren und schließlich einem flurgenauen Maßnahmen-
katalog wurden Pflege- und Unterhaltungsarbeiten, 
Neupflanz ungen von Hecken, Bäumen und Alleen 
festgeschrieben, damit das Gartenkunstwerk „Mela-
ten“ auch für kommende Generationen erhalten und 
erlebbar bleibt.

Erinnerungskultur pflegen –  
das Hochkreuz auf dem Friedhof 
Melaten 
Friedhöfe beherbergen eine Vielzahl von kulturhistorischen 
Schätzen. Den an zentralen Orten platzierten Hochkreuzen 
kommt eine besondere historische Bedeutung als Orte des 
Gedenken und des Andenkens zu. Neben dem Denkmal 
selbst prägt die Gestaltung des Umfeldes diese Orte der  
Erinnerung.
Mit einem neu gestalteten Umfeld wurde das Hochkreuz 
des Melaten-Friedhofs zwischen den Fluren 53 und 56 
aufgewertet und mit einem eigenen Pflanzbereich neu in 
Szene gesetzt. Hierzu wurde die ursprüngliche Rasenfläche 
durch ein stimmungsvolles und abwechslungsreich 
bepflanztes Beet rund um das denkmalpflegerisch unter-
haltene Hochkreuz ersetzt. Auch die Bodenplatten vor 
dem Denkmal wurden in Abstimmung mit der Unteren 
Denkmal behörde erneuert.
Friedhof Melaten
Kaum einer der 55 städtischen Friedhöfe ist so 
bekannt wie der Kölner Melaten-Friedhof. Dieser 
bereits 210 Jahre alte Friedhof zählt in seiner Gesamt-
heit zu einem der bedeutendsten Denkmäler in Köln. 
Hier ist in besonderer Weise nicht nur die Bestatt ungs- 
und Trauerkultur, sondern auch die kunsthistorische 
und stadt geschichtliche Seite eines Friedhofs erlebbar.

Lebensraum Friedhof –  
Umsiedlung des Gartenschläfers 
auf den Westfriedhof (Juni 2020)
Der Gartenschläfer ist ein kleines Säugetier, das ausschließ-
lich in Europa vorkommt und in Deutschland einen seiner 
Verbreitungsschwerpunkte hat. Als Lebensraum dienen ihm 
Heckenstrukturen sowie Wälder mit hohem Totholzanteil. 
Im Siedlungsbereich kommt der Gartenschläfer häufig auf 
Friedhöfen, Streuobstwiesen sowie in Kleingärten oder na-
turnahen Gärten vor. Die Bestände der nachtaktiven und zu-
rückgezogen lebenden Tiere sind in den letzten Jahren stark 
zurückgegangen. Die Um siedelung des Gartenschläfers auf 
den Westfriedhof zählt zu einem der vielen Projekte, die von 
der Stadt Köln in Kooperation mit den Naturschutzverbän-
den erfolgreich umgesetzt werden. Die 55 Kölner Friedhöfe 
stellen für viele Tiere besonders geschützte Rückzugsorte 
und Lebensräume mitten in der Großstadt dar. 
Zuvor besiedelte der Familienverbund, bestehend aus acht 
Gartenschläfern, einen Netzersatzsteuerschrank im Stellwerk 
der DB. Aufgrund des unkalkulierbaren Risikos für die Auf-
rechterhaltung des Gleisverkehrs hat die Untere Naturschutz-
behörde der Stadt Köln der DB eine Ausnahme genehmigung 
zur Umsiedlung der Gartenschläfer erteilt und die Suche nach 
möglichen Aussiedlungsflächen koordiniert.
In Abstimmung mit dem BUND (Bund für Umwelt und 
Naturschutz Deutschland), der sich im Rahmen des  
Projekts „Spurensuche Gartenschläfer“ deutschlandweit 
mit der Verbreitung der Art befasst, wurde der Westfriedhof 
als geeignete Aussiedlungsfläche festgelegt. Mit der 
Installa tion von Bilchkästen, die als Teil der Ausnahmege-
nehmigung von der DB bereitzustellen waren, wurde die 
Umsiedlungsmaßnahme von der Friedhofsverwaltung 
unterstützt.
Steckbrief
Gartenschläfer (Eliomys quercinus) gehören zur Familie 
der Bilche, die eine auffallend schwarze Kopf zeichnung 
auf weisen („Zorro-Maske“) und 12 – 17 cm groß werden. 
Die Fellfarbe reicht von rotbraun bis grau, Flanken und 
Unter seite sind weiß, der Schwanz ist behaart und mün-
det in einer langhaarigen Quaste.  Die Tiere halten von 
Oktober bis April Winterschlaf. Vor Antritt des Winter-
schlafs wiegen sie ≥ 130 g, während der Aktivitätsphase 
zwischen 60 – 90 g.

Erweiterung des städtischen
Grabangebotes: Kolumbarien 
in den Trauerhallen
Im Hinblick auf den fortwährenden Wandel in der 
Bestattungs- und Trauerkultur ist die Entwicklung von 
neuen Grabangeboten besonders wichtig. Hierzu zählt 
auch das Kolumbarium, das als oberirdisches Bauwerk zur 
Aufbewahrung von Urnen in entsprechenden  Kammern 
dient. 2020 wurden die konkreten Planungen für die 
Einrichtung von Kolumbarien in der alten Trauerhalle des 
Ortsfriedhofes in Weiß und in der alten Trauerhalle am 
Hauptweg des Friedhofs Melaten aufgenommen.
Die unter Denkmalschutz stehenden, ehemaligen Trauer-
hallen werden durch die städtische Gebäudewirtschaft 
 originalgetreu nach den Ursprungsplänen saniert bzw. 
 wiederaufgebaut. Der Innenausbau und die Gestaltung der 
Kolumbarien werden in einem Stegreifwettbewerb ausge-
schrieben. Über die Vergabe entscheidet eine Fachjury.
Ziel ist es, ab dem Jahr 2022 erste Urnenbestattungen in einem städtischen Kolumbarium anbieten zu können.
Entsprechend der Nachfrage wird dann über die Einrichtung weiterer Kolumbarien entschieden werden. Mit den 
Einrichtungen in den alten, nicht mehr für Trauerfeiern genutzten Trauerhallen werden diese oftmals denkmal-
geschützten Gebäude mit neuer Nutzung saniert und dauerhaft erhalten.
Alte Trauerhalle Melaten, Sommer 2020
Alte Trauerhalle Weiß, Sommer 2020

Kultur in Trauerhallen –  
Veranstaltungen im Corona-Jahr 
2020 abgesagt
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung „Kulturraum 
Kölner Friedhöfe 2025“ wurde von vielen Kölnerinnen und 
Kölnern der Wunsch geäußert, friedhofsaffine Kulturveran-
staltungen in den städtischen Trauerhallen zu ermöglichen. 
In der Kölner Friedhofswoche 2019 mit 22 Veranstaltungen 
wurden mehrere Fachvorträge, Konzerte und ein Theater-
stück in den städtischen Trauerhallen angeboten.
Im Rahmen des Friedhofskonzeptes „Kulturraum Kölner 
Friedhöfe 2025“ wurden bereits in den ersten Wochen des 
Jahres 2020 vier konkrete Veranstaltungen vorbereitet. 
Hierzu zählten drei Lesungen und ein Harfenkonzert. 
 Zudem wurden weitere Veranstaltungen geplant. Auf-
grund der Entwicklung der Corona-Pandemie konnte 
 weder die Durchführung noch die weitere Planung von 
Kulturveranstaltungen in den städtischen Trauerhallen 
weiterverfolgt werden. 
WE 71024 NORDFRIEDHOF - BESTANDSAUFNAHME TRAUERHALLE  (Pallenbergstrasse 35, 50737 Köln)
5. Innenraumfotografien
nach Norden nach Osten
nach Süden nach Westen
Seite 3 von 23
Trauerhallen auf den städtischen Friedhöfen
Die Friedhofsverwaltung Köln verfügt stadtweit 
über 46 Trauerhallen, die sich im Eigentum der 
 städtischen Gebäudewirtschaft befinden. Ein  
Großteil der in der Regel sehr alten und nicht selten 
 sakral gestalteten Trauerhallen steht unter Denk-
malschutz. In den städtischen Trauerhallen werden 
im Jahr rund 4800 Trauerfeiern durch geführt. 
Selbst die Durchführungen von Trauerfeiern im Zuge 
von Beisetzungen war in dem PandemieJahr zeitweise  
gar nicht oder nur mit begrenzter Teilnehmerzahl und 
mit entsprech endem Hygienekonzept in den Trauer-
hallen möglich.
Nach dem Ende der Pandemie ist vorgesehen, die  
ursprünglich für 2020 geplanten Kulturveranstaltungen 
nachzuholen. Die entsprechenden Vorplanungen liegen 
bereit und können auch nach Abstimmung mit den 
Veranstaltern zum nächstmöglichen Zeitpunkt  
umgesetzt werden.
Friedhofswoche 2019, Veranstaltung in der Trauerhalle Melaten

Mitteilung Ausschuss

1836 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/67/672 
 
Vorlagen-Nummer  23.02.2021 
 0561/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 04.03.2021 
 
Information zu den in 2020 umgesetzten Projekten aus dem Zukunftskonzept "Kulturraum 
Kölner Friedhöfe 2025" 
2019 wurde vom Arbeitskreis Friedhof, einem Beratungsgremium aus den friedhofsnahen 
Gewerken, den Kirchen und der Stadt Köln als Friedhofsträger das Zukunftskonzept „Kultur-
raum Kölner Friedhofe 2025“ erarbeitet. In dieses Konzept für die zukünftige Gestaltung und 
Ausrichtung der städtischen Friedhöfe sind die Ergebnisse einer umfangreichen Öffentlich-
keitsbeteiligung eingeflossen. Hierbei hat sich herauskristallisiert, dass die Kölnerinnen und 
Kölner ihre Friedhöfe als Orte der Ruhe und Trauer schätzen und diesen Zustand bewahrt 
wissen möchten. Darüber hinaus werden die Friedhöfe als „grüne Lungen“ der Stadt ver-
standen, die bestens dazu geeignet sind, Projekte rund um den Natur- und Artenschutz wei-
ter auszubauen. Auch kulturelle Angebote auf den Friedhöfen sind vorstellen. Dabei gilt es 
stets zu beachten, dass diese mit der Ruhe und Pietät des Ortes vereinbar sind. 
 
Der Ausschuss für Umwelt und Grün der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 28.11.2019 das 
von der Verwaltung vorgelegte Gesamtkonzept „Kulturraum Kölner Friedhofe 2025“ verab-
schiedet und somit auch den Auftrag erteilt, einzelne Projekte aus diesem Konzept in den 
kommenden Jahren umzusetzen. Im Rahmen eines Veranstaltungstages sollte über die 2020 
realisierten Projekte ausführlich berichtet werden. Aufgrund des aktuellen Veranstaltungsver-
botes in der Corona-Pandemie erfolgte die Information nun anhand der beigefügten Presse-
mappe sowie einer mehrmonatigen Plakatausstellung auf den städtischen Friedhöfen. 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (1)

04.03.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0561/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
23.02.2021
Erstellt
16.02.2021 08:35