A-R/0030/2006
Resolution: Keine willkürliche Verlagerung von Münster nach Coesfeld!
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Originalantrag
5327 Zeichen
SPD-Fraktion Antrag Nr.: A-R/0030/2006 im Rat der Stadt Münster 1 Antrag zur sofortigen Beschlussfassung 15.08.2006 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Keine willkürliche Verlagerung von Münster nach Coesfeld! Neuordnung des Landesbetriebes Straßenbau NRW objektiv prüfen Resolution Der Rat der Stadt Münster appelliert an die Landesregierung: 1. Die Entscheidung zur Verlagerung der Niederlassu ng des Landesbetriebes Straßenbau NRW von Münster nach Coesfeld zurückzunehmen; 2. vor einer Neuordnung des Landesbetriebes Straßen bau NRW solide und objektiv zu prüfen, ob durch eine Zusammenlegung der beiden bisherigen Niederlassungen Münster und Coesfeld die Leistungen des Landesbetriebes kundenorientierter, bedarfsgerechter und wirtschaft licher gestaltet werden können; 3. bei einer Entscheidung zur Zusammenlegung den St andort auszuwählen, der nach einer sachlichen Gesamtbetrachtung eine nachpr üfbar höhere Effizienz und Wirtschaftlichkeit aufweist; 4. das Verfahren zur Neuordnung des Landesbetriebes Straßenbau NRW transparent zu gestalten und auf der Grundlage von nachprüfbaren Kriterien zu entscheiden. Begründung: Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NR W erklärte Anfang Juli 2006, „der Landesbetrieb Straßenbau erhält eine neue effi zientere Struktur“. Nach Einschätzung des Ministers Oliver Wittke soll der L andesbetrieb damit weiter optimiert und seine Leistungen kundenorientierter, bedarfsgerechter und wirtschaftlicher gestaltet werden. Zu dieser Neuord nung des Landesbetriebs Straßenbau NRW gehört nach Lesart der Landesregierung die Zusammenlegung der beiden bisherigen Niederlassungen Münster und Coesf eld am Standort Coesfeld. Eine nachvollziehbare Begründung für diese Entschei dung existiert seitens der Landesregierung jedoch bis heute nicht. Insbesonder e fehlt jedweder Nachweis, ob 2 die Entscheidung zugunsten Coesfelds dem Ziel einer höheren Effizienz und Wirtschaftlichkeit dient. Der Rat der Stadt Münster fordert deshalb die Lande sregierung auf, den Beschluss gegen den Standort Münster zurückzunehmen und eine Entscheidung erst auf Basis einer soliden und vernünftigen Abwägung zu treffen. Dabei müssen vor allem folgende Punkte geklärt werden: • Welche Gründe sprechen für und welche gegen die Zu sammenlegung der Niederlassung am Standort Coesfeld? • Welche Kosten sind mit dieser Umstrukturierung ver bunden? • Welche zusätzlichen Kosten sind durch die ungünsti ge Lage Coesfelds bezogen auf das gesamte Betreuungsgebiet zu erwarten? • Welche Auswirkungen ergeben sich für die betroffen en Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Stadt Münster? Über die Neuorganisation des Landesbetriebes Straße nbau NRW hinaus ist sich der Rat der Stadt Münster bewusst, dass eine Neustruktu rierung der Landesverwaltung nicht ohne Auswirkungen auf den Verwaltungsstandort Münster bleiben wird. Allerdings dürfen diese - angesichts der finanziell en, wirtschaftlichen und strukturellen Probleme Nordrhein-Westfalens - notwe ndigen Überlegungen nicht dazu führen, den historisch gewachsenen und für gan z Westfalen anerkannt leistungsfähigen Verwaltungs- und Dienstleistungsst andort Münster entscheidend zu schwächen. Münster darf nicht in seiner Funktion al s Verwaltungsstadt und in seiner historischen Rolle als westfälisches Oberzentrum du rch landespolitische Entscheidungen in Frage gestellt werden. Münster is t ein in zwei Jahrhunderten organisch gewachsener, vielfältiger und hoch effizi enter Standort für überörtlich wirksame Institutionen, Verwaltungen, Kammern, Geri chte und weitere öffentliche Dienstleistungen. Diese besondere Struktur und Funk tion unserer Stadt wird nicht nur in der Region, sondern weit darüber hinaus aner kannt. Mit seinem hoch qualifizierten Arbeitskräftepotential – nicht zulet zt bedingt durch die Westfälische Wilhelms-Universität, die anderen Hochschulen und d as breit gefächerte Schul- und Weiterbildungsangebot – ist Münster in besonderer W eise in der Lage, die Anforderungen einer modernen Leistungsverwaltung in allen Bereichen und auf allen Ebenen umfassend zu erfüllen. Die Verkehrsinfrastru ktur - von der Schiene über die Straße bis hin zum International Airport Münster-Os nabrück - macht Münster aus allen Teilen des Landes gut erreichbar. Nicht zulet zt bewirken diese und andere Standortvorteile, dass Münster auch für die zukünft igen regionalen Verwaltungsstrukturen hervorragende Rahmenbedingung en bietet. Die Landesregierung und der nordrhein-westfälische Land tag sind aufgefordert, diese Aspekte bei den anstehenden Reformüberlegungen - ge rade auch unter Effizienzgesichtspunkten - in besonderer Weise zu berücksichtigen. Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Alexander Bercht Dr. Michael Jung Moritz von Sch meling Anika Bergner Marianne Koch Anne Schulze Wintzle r Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Beanka Ganser Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger Marianne Hopmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0030/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 16.08.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37