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2014/0431

Protokoll 10. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 31.10.2014

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2014/0431

2798 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.11.2014 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III  an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0431 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:        
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:        
 
Betreff: Protokoll 10. Sitzung Gestaltungsbeirat 
 
Vorlage vom: 31.10.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 10. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
 
Anlagen: Protokoll 10. Sitzung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 31.10.2014 
  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl.-Nr. 2011/ 0491).  
 
Die 10. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 19.09.2014 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil. 
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände vertreten.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung berichtete zunächst die Baudezernentin über den Stand der Projekte 
der vorangegangenen Sitzung sowie über den Sachstand der Machbarkeitsstudie Saladin.  
 
Anschließend wurden die Vorhaben „Kinder- und Jugendhaus Pankratiusstraße 14 - 18“, 
„Rahmenplan und Neue Mitte Merck KGaA“ sowie „ehem. Prinovis-Gelände, Berliner Allee 
59“ durch die jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgte eine teilweise 
lebhafte Diskussion mit den zahlreich erschienen Gästen. 
 
Im Anschluss wurde das Projekt „ehem. Prinovis-Gelände, Berliner Allee 59“ in einem nicht-
öffentlichen Sitzungsteil mit dem Bauherren und den Architekten diskutiert und besprochen. 
Für die Projekte „Kinder- und Jugendhaus Pankratiusstraße“ sowie „Rahmenplan und Neue 
Mitte Merck KGaA“ wurde über die öffentliche Diskussion hinausgehend kein 
Diskussionsbedarf gesehen.  
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Cornelia Zuschke  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 31.10.2014  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

anlage 1

18811 Zeichen

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
1 
Sitzungstag:   19.09.2014 
 
B
eginn:   10.00 Uhr 
 
Ende:    16.30 Uhr 
 
Ort:    ehem. Kreistags-Sitzungssaal, Rheinstraße 65-67 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des  Prof. Christa Reicher 
Gestaltungsbeirats  Prof. Rolf Westerheide 
    Prof. Ulrike Kirchner 
    Susanne Wartzeck 
     
Magistrat   Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Referent Dez. III 
Jutta Köhler, Bauaufsichtsamt 
    Ingrid Pilz, Grünflächenamt 
Norbert Stoll, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt 
Annette Laute, stellv. Amtsleiterin Stadtplanungsamt 
    Andrea Feldbusch, Stadtplanungsamt 
    Angela Eichenauer, Stadtplanungsamt 
    Tina Klytta, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Ctirad Kotoucek, CDU 
    Hildegard Förster-Heldmann, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Katrin Kosub, SPD 
    Georg Hang, Uffbasse 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
    Claudia Stricker, Piraten 
    Hannelore Anthes, Uwiga 
    Leif Blum, FDP 
 
Entschuldigt   Jochen Partsch, Oberbürgermeister 
    Ingrid Leist, Denkmalschutz 
    Dieter von Mackensen, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
 
 
Projekt Kinder- und  Felix Wächter, Sybille Wächter, Frau Schröder (Wächter + 
Jugendhaus Pankratius- Wächter Architekten) 
straße 14-18   Joachim Lisowski (Wissenschaftstadt Darmstadt, IDA) 
    
 
Projekt Merck  Matthias Bürk, Jochen Renner, Rudolf Zelmer (Merck K GaA
) 
  
  Martin Zahn (R+T) 
    Claudia Becker (planquadrat)

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
2 
Projekt Campus   Nicolas Moog, Roland Scheinert, Peter Biskupek (Biskupek- 
Berliner Allee 59 Scheinert-Investorengruppe) 
    Herbert Elfers, Matthias Wöber (planquadrat) 
 
 
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 12.30 Uhr) 
 
Ortsbesichtigung: 
Ortsbesichtigung Campus Berliner Allee 59 (Prinovis)  
 
Frau Feldbusch und Frau Laute erläutern die Situation im Bestand, den Ansatz des 
Entwurfs sowie die stadträumliche Einbindung des Standorts. 
 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der anstehenden Projekte. 
 
 
Öffentlicher Teil (12.30 Uhr – ca. 14.45 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.00 Uhr – 16.30 Uhr) 
 
 
Begrüßung Cornelia Zuschke, Baudezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende 
des Gestaltungsbeirates  
 
Es folgt eine kurze Mitteilung über den Stand der Projekte aus der vorangegangenen 
Sitzung, vorgestellt durch Cornelia Zuschke, Baudezernentin 
 
Einzelhandel Eberstadt 
Der Entwurf wurde im Sinne des Gestaltungsbeirates in Abstimmung mit der Stadt 
überarbeitet. 
Das Bebauungsplanverfahren (vorhabenbezogener B-Plan) ist in Vorbereitung. 
 
Wella-Gelände 
Der Aufstellungsbeschluss für das erforderliche Bebauungsplanverfahren (vorhaben-
bezogener B-Plan) ist gefasst. 
Derzeit wird die frühzeitige Bürgerbeteiligung durch das vom Investor beauftragte Bü-
ro in enger Abstimmung mit der Stadt vorbereitet. 
 
Machbarkeitsstudie Saladin 
Die Machbarkeitsstudie ist noch kein Entwurf. Sie sollte alle relevanten Belange, wie 
z.B. Erschließung, Abstände zu den Nachbarn, Ausnutzung des Grundstücks, mögli-
che Flächen, Höhen prüften in Vorbereitung für ein wettbewerbliches Verfahren, wel-
ches angestrebt wird; hierfür ist die Klärung der Belange erforderlich gewesen. 
 
 
Im Anschluss werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Architekten 
bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt.

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
3 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: 
 
Fr, 23.01.2015 11:00 – 17.00 Uhr 
Fr, 08.05.2015 11:00 – 17.00 Uhr 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter 
http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-un
 d-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm 
veröffentlicht. 
 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels 
Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Darmstadt, 31.10.2014   
 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat 
Aachen, 31.10.2014 
 
 
Anlage: 
 
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates zu den Projekten 
 
• Kinder- und Jugendhaus Martinsviertel, Pankratiusstraße 14 – 18 
• Rahmenplan neue Mitte mit Innovationzentrum und zukünftigem Besucherzent-
rum der Fa. Merck KGaA 
• Entwicklung Prinovis-Gelände Berliner Allee 59

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
G
emeinsame Empfehlung 
 
 
P
rojekt:  
 
 
Kinder- und Jugendzentrum Pankratiusstraße 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
10. Sitzung – 19.09.2014 
  
8.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  22.09.2014 
 
 
 
 
 
Entwurfsverfasser:  
Architekt: Waechter und Waechter Architekten BDA, Rheinstraße 40, Darmstadt 
Bauherr: Wissenschaftstadt Darmstadt, Eigenbetrieb Immobilienmanagement 
 
 
Beschreibung: 
 
Städtebauliche Randbedingungen 
Das Grundstück befindet sich am Übergang zwischen der großteiligen Gebäudestruk-
tur der Technischen Universität Darmstadt und der kleinteiligen Blockrand- und Ein-
zelbebauung mit überwiegender Wohnnutzung des Martinsviertels. Der Entwurf soll 
zwischen beidem vermitteln. Eine Aufweitung der öffentlichen Fläche vor dem Gebäu-
de an der Pankratiusstraße wird durch Zurücksetzen und Modulation des durchgängig 
zweigeschossigen Gebäudekörpers erreicht. Mit einer differenzierten Höhenentwick-
lung der Dachlandschaft wird auf die umgebende höhere Bebauung reagiert. 
Nutzungsorganisation 
Jugendzentrum im Erdgeschoss: Eingang und Nutzungen liegen an der platzartigen 
Aufweitung der Fuß- und Radwegverbindung zwischen Pankratiusstraße und Ruths-
straße. Die Freifläche vor dem Jugendhaus ist nicht Bestandteil der Planungen und 
des Vorhabens, kann aber von den Jugendlichen genutzt werden.  
Schülerbetreuung im Erdgeschoss: Der Eingang liegt an der Ruthsstraße/ Ecke Pan-
kratiusstraße, er ist orientiert an der kurzen Wegverbindung zur Schillerschule in der 
Müllerstraße. Angegliedert an den zentralen Bereich für die Mittagsversorgung mit 
Küche sind die „Lernlandschaften“ mit zwischengeschalteten Nebenräumen. Ein ei-
gens der Schulbetreuung zugeordneter Freibereich ist auf dem Grundstück, innerhalb 
der Maßnahme nicht umsetzbar. Der Freibereich der nahe gelegenen Schillerschule 
kann hierfür herangezogen werden.  
Kindertagesstätte im Obergeschoss: Der Eingang zur Kita liegt an der Pankratius-
straße. Die Räumlichkeiten für die U 7- Betreuung mit 60 Kindern und die U 3- Be-
treuung mit 20 Kindern sind ringförmig auf einer Ebene im Obergeschoss unterge-
bracht. Die Orientierung ist zum Innenbereich, der als Außengelände (ca. 580 qm) mit 
Spielmöglichkeiten genutzt werden kann. Die Nutzungen wie Garderobe, Mehrzweck-
raum, Personalräume etc. sind jeweils zentral angeordnet und können von U 3 und U 
7 gemeinsam genutzt werden.  
• Die getrennten Eingangsbereiche für die drei unterschiedlichen Nutzungen ermög-
lichen separate und eigenständige Adressausbildungen. 
• Das von den Nutzerämtern vorgegebene Raumprogramm für die drei Nutzungsbe-
reiche Kita, Jugendzentrum und Schulbetreuung ist erfüllt. 
• Sämtliche Bereiche sind barrierefrei zugänglich. 
• Das Außengelände für die Kita ist so angeordnet, dass Lärmbelästigungen auf-
grund der ringförmigen Anordnung um den Freibereich gering bleiben.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  22.09.2014 
 
 
 
 
 
• Die erforderlichen Stellplätze können auf dem Grundstück nachgewiesen werden. 
Sie befinden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss wird die Garage mit Erde be-
deckt und als Freibereich der Kita genutzt. Die Zufahrt zur Garage erfolgt von der 
Ruthsstraße.  
 
 
Empfehlung 
 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Neuplanung mit einem reduzierten Raumprogramm 
und einem modifizierten Nutzungsspektrum an diesem Standort.  
Den Architekten Waechter und Waechter gelingt es, für die drei unterschiedlichen 
Nutzungen: Kindergarten, Schülerbetreuung und Jugendzentrum eine sehr gute 
räumliche Antwort „unter einem Dach“ zu finden und den Nutzungen eindeutige 
Adressen innerhalb des Gebäudes zuzuweisen. 
Der Gestaltungsbeirat würdigt die äußerst guten Grundrisse im Rahmen der Vor-
planung. 
Positiv wird auch die angemessene Gebäudekubatur im Stadtraum bewertet. 
Nicht ganz nachvollziehbar ist für den Gestaltungsbeirat die strenge, horizontale 
Fassadengliederung im Zusammenspiel mit der Modulation der Dachlandschaft. Hier 
wird im Hinblick auf eine deutlichere Ablesbarkeit der einzelnen Eingänge eine Über-
arbeitung und eine Vertiefung im weiteren Entwurfsprozess empfohlen. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:   
 
Votum:  
 
Das Projekt wird insgesamt als sehr positive Entwicklung gewürdigt. 
Die angesprochenen Aspekte sollen im weiteren Planungsprozess vertieft werden.  
Eine Wiedervorstellung erscheint nicht notwendig. 
 
 
 
Susanne Wartzeck

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
G
emeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt 
 
 
Rahmenplan neue Mitte mit Innovationszentrum 
und zukünftigem Besucherzentrum 
der Merck KGaA  
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
10. Sitzung – 19.09.2014 
  
8.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  22.09.2014 
 
 
 
 
 
Entwurfsverfasser:  
HENN Architekten 
Fa. Merck KGaA 
 
Beschreibung: 
Das Unternehmen Merck befindet sich zurzeit in einem Strategie- und Kulturwandel. 
Zum einen wird die unternehmerische Ausrichtung den heutigen und zukünftigen An-
forderungen an den Markt angepasst. Zum anderen werden Aspirationen für das Un-
ternehmen und die Mitarbeiter formuliert, die den Menschen und die Forschung in 
den Fokus rücken. 
Um die Zukunftssicherheit des Standortes zu gewährleisten und künftige Entwicklun-
gen zu ermöglichen, ist der von Merck und HENN entwickelte bauliche Masterplan 
eine wesentliche strategische Initiative. Mit dem neuen zentralen „Forum“ und den 
angrenzenden Schlüsselgebäuden schafft Merck den langfristigen Rahmen, den 
Standort Darmstadt zu einer zukunftsorientierten und globalen Werks- und Konzern-
zentrale zu entwickeln. 
 
Merck präsentiert sich mit dem „Emanuel Merck“ Platz der Bevölkerung offen und 
zugänglich. Es entsteht ein öffentlicher Platz quer zur Frankfurter Straße als zentrale 
Adresse des globalen Unternehmens Merck. Die Frankfurter Straße wird durch die 
vorgeschlagenen Maßnahmen „entschleunigt“, und ermöglicht so eine stärkere Ver-
knüpfung der Ost-und Westteile des Werksgeländes. 
 
Innovation Center 
Neues Kernstück des Standortes wird das Innovation Center (IC) zusammen mit dem 
Mitarbeiterrestaurant. Hier soll die Forschung und Entwicklung im Unternehmen – und 
somit dessen Zukunft – aber zugleich auch der Mitarbeiter in den Mittelpunkt gestellt 
werden.  
 
Das Innovation Center ist auch Zugangsgebäude für Mitarbeiter sowie Besucher und 
öffnet somit einem breiteren Publikum eine gezielte und umfassende Darstellung der 
Marke und des Unternehmens Merck. Mit den anderen Schlüsselgebäuden am Forum 
steht das IC im Dialog mit dem ‚Modularen Innovation Center ‘ und dem später ge-
planten Besucherzentrum jenseits der Frankfurter Straße. 
Basierend auf den Mitarbeiterinterviews wurde das Innovation Center als interaktives, 
hochporöses Gebäude entwickelt, welches durch seine transparente Raumaufteilung 
eine flexible Nutzung und Bespielung ermöglicht. 
Durch das offene Raumgefüge und die Durchwegung werden Benutzer an die Arbeit 
anderer Gruppe herangeführt, sozusagen im Vorbeigehen inspiriert und Kommunika-
tion gefördert. 
Zwischen den jeweiligen Projektflächen wird pro Geschoss eine „Bühne“ angeordnet, 
die flexibel bespielbar ist und somit sowohl Präsentations- als auch Meetingbereich, 
Teeküche als auch Lounge sein kann.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  22.09.2014 
 
 
 
 
 
 
Mitarbeiterrestaurant 
Direkt dem Innovation Center angeschlossen befindet sich das Mitarbeiterrestaurant, 
das über die zentrale Freitreppe entlang der Gießener/Heidelberger Straße oder dem 
im Erdgeschoss befindlichen Food Court erschlossen wird. 
 
 
Empfehlung 
Die Anregungen des Beirats sind aufgenommen worden. Der Beirat sieht in den 
vorgestellten Entwürfen zum Innovationszentrum eine deutliche Verbesserung in der 
städtebaulichen Ordnung und Freiflächengestaltung. Zukünftige Freiraumverbin-
dungen und Besucherströme vom Parkplatz bis zum ICE werden sinnfällig integriert. 
 
Der Platz, der in Zukunft als Entrée zum Unternehmen Merck dienen soll, wird 
räumlich und gestalterisch eindeutig definiert. Die Kopfgebäude des Platzes kommen 
durch eine ruhige Fläche zur Wirkung. Die Materialwahl mit einer Lichtspiegelung 
sowie einer Kombination verschiedener Oberflächen wirkt kraftvoll, so dass hier ein 
neues Stück Stadt entstehen kann, das eine besondere Prägung erfährt.  
 
Zu überprüfen sind die funktionalen und verkehrlichen sowie technischen Einfluss-
größen auf die Platzgestaltung, die eventuell eine Verengung auf 2 Fahrspuren 
ermöglichen können. Das Verkehrswegemanagement mit notwendigen Querungen und 
weiteren baulichen und technischen Schutzvorkehrungen kann durchaus für die 
Stadtraumgestaltung relevant werden.  
 
Der Beirat betont, dass alle sekundären, architektonischen und freiraumgestalte-
rischen Elemente im sogenannten Gestaltungsduktus des Entwurfs  bleiben sollten. 
Überzeugend ist die Herausarbeitung des Pützerturms, der mit seiner Freistellung in 
einem grünen Band quasi als Markenzeichen des neuen Platzes und des Eingangs-
bereiches zur Merck KGaA fungieren kann.  
 
Der Beirat erachtet es als wichtig, dass auch bei einer Überprüfung und bei einer 
etwaigen Veränderung der Verkehrsführung die im städtebaulichen Konzept angeleg-
ten Blickrichtungen und Raumelemente prägend bleiben und im Wesentlichen nicht 
verändert werden sollen.  
 
Insgesamt hebt der Beirat positiv hervor, dass mit dem vorgelegten Konzept ein 
Verkehrsraum wieder als Stadtraum zurück gewonnen werden kann.  
 
 
Votum:  
 
 
Rolf Westerheide

Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
10. Sitzung – 19.09.2014 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
G
emeinsame Empfehlung 
 
 
P
rojekt  
 
 
Projekt „Wohnen im Verlagsviertel“ Berliner Allee

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  06.10.2014 
 
 
 
 
Entwurfsverfasser:  
Architekturbüro Planquadrat Elfers, Geskes, Krämer Part.G., Darmstadt 
Bauherr: Biskupek – Schreinert – Investorengruppe, Darmstadt 
 
Beschreibung 
 
Die Grundstückseigentümer beabsichtigen, das ehemalige Prinovis-Gelände mit dem 
Schwerpunkt einer Wohnnutzung als „Berliner Carée“ neu zu entwickeln.  
 
Der städtebauliche Entwurf sieht folgendes vor:  
Eckbebauung Haardtring / Berliner Allee: zwei Langblöcke für gewerbliche Nutzung 
mit V+ Geschossen. Hier bestimmt der alte Fluchtlinienplan die Stellung der Bau-
körper und sichert  entlang des Haardtringes einen Grünstreifen. Entlang der Berliner 
Allee sind drei 5-geschossige Baukörper in Kette, versetzt angeordnet, für Wohn-
nutzung vorgesehen. So sollen die Raumkanten entlang der beiden Straßen ge-
schlossen werden.  
Im inneren Bereich (IV+ Geschosse) und rechtwinklig zur westlichen Grundstücks-
grenze (V Geschosse) stehen südexponierte Wohnblocks. 
Dazwischen soll eine N-S-verlaufende Wegeachse einen Quartiersplatz erschließen und 
das neue Wohnquartier durch das Hochschulgelände mit dem weiter südlich ebenfalls 
in Entwicklung befindlichen Gebiet des ehemaligen Wella-Geländes verbinden.  
Das Parken ist aus dem Quartier ausgelagert und wird im bestehenden Parkhaus im 
westlichen Blockbereich ermöglicht.   
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt sehr, dass Investorengruppe und Architekten das Vor-
haben zur Neuentwicklung des ehemaligen Prinovis-Geländes in einem so frühen 
Stadium dem Beirat vorstellen.  
Das Gelände liegt als Bestandteil des ehemaligen Verlegerviertels in einem durch 
Grünstrukturen und Solitärbauten gekennzeichneten Viertel. In der Nachbarschaft 
befindet sich auch die Hochschule, die im Süden des Grundstückes unmittelbar 
angrenzt. Die städtebauliche Struktur der Benachbarung ist gekennzeichnet durch 
mehr oder weniger geschwungene Straßen- und Wegeführungen bei orthogonal 
angeordneten Baukörpern, die sich mit den Grünstrukturen in offener Baustruktur 
verzahnen.   
Diese umgebende, heterogene Struktur stellt besondere Herausforderungen an die 
städtebauliche Entwicklung des Areals und insbesondere an die Aufgabe einen Bezug 
zum öffentlichen Raum zu definieren.  
Der Beirat betont das gemeinsame Anliegen, diesen wichtigen Standort qualitätvoll zu 
entwickeln. Es ergeben sich aber Fragen, die innerhalb der Beiratssitzung diskutiert 
werden und im weiteren überdacht werden sollten: 
Welches sind die Anknüpfungspunkte aus dem vorhandenen Städtebau? 
Welche Bezüge zur umgebenden Typologie sind herstellbar und lassen sich aus der 
Benachbarung ableiten?

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  06.10.2014 
 
 
 
 
Was sind die Bezugspunkte für Maßstäblichkeit, Dichte und Geschossigkeiten? 
Wie ist der Bezug von Bebauung zum öffentlichen Raum herstellbar, sowohl innerhalb 
des neuen Quartiers als auch zu Haardtring und Berliner Allee?   
Aus Sicht des Gestaltungsbeirates wäre wünschenswert, die Entwicklung dieses 
Grundstück nicht isoliert, sondern stärker im städtebaulichen Zusammenhang der 
Entwicklung des gesamten Areals des „Verlegerviertels“ der Berliner Allee zu be-
trachten.  
 
Im Einzelnen bedeutet das.:  
Unter Bezug auf den alten Fluchtlinienplan wird die Fortsetzung des von Westen 
kommenden Grünzugs entlang des Haardtringes angestrebt. Über eine mögliche 
Reduzierung der Verkehrsflächen des Haardtringes zu Gunsten von Grün wird nach-
gedacht. Beide Ansätze werden begrüßt, müssen aber noch stärker ausformuliert 
werden.  
Von Norden kommend bildet das Prinovis-Grundstück an Haardtring / Berliner Allee 
das Blickende der sich krümmenden Berliner Allee und erfordert hier einen städte-
baulichen Akzent. Als Abschluss von Norden und als Auftakt des neuen Quartiers 
bedarf es hier eines prägnanten Baukörpers (Analogie zum Gebäude am südlichen 
Ende des Blockes Berliner Ring / Wella-Gelände).  
Für die Bebauung entlang der Berliner Allee wird die Prüfung  von Alternativen  
angeregt.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:  
 
Abschliessend konzentrieren sich die Empfehlungen des Beirates auf zwei Kern-
themen:   
• Einbettung des Prinovis-Areals in den stadträumlichen Kontext, insbesondere auch 
durch Vernetzungs- und Grünstrukturen  
• Konkretisierung der Aussagen zum Städtebau in Hinblick auf Raum- und 
Adressbildung  
 
 
Votum:  
Das Votum des Gestaltungsbeirates ist einstimmig.
 
Der Beirat möchte den weiteren Prozess der Weiterenticklung  des Konzeptes 
konstruktiv begleiten.  
 
 
 
Ulrike Kirchner

Beratungsverlauf (1)

TOP 492

Orte (8)

  • Rheinstraße 65
  • Berliner Allee 59
  • Pankratiusstraße 14
  • Ruthsstraße
  • Müllerstraße
  • Frankfurter Straße
  • Haardtring
  • Heidelberger Straße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2014/0431
Typ
Magistratsvorlage
Datum
31.10.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00