2017/0426
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2017 zum Haushalt 2017
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2017/0426
1717 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
06.12.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0426
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2017 zum Haushalt 2017
Vorlage vom: 04.12.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2017
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.12.2017:
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die Stadtverordnetenve r-
sammlung mehrmals im Jahr über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten.
Dem als Anlage beigef ügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis September 2017“ kann
der Stand der Ausführung des Haushalts 2017 zum 30.09.2017 entnommen werden.
Darmstadt, 04.12.2017
Dezernat IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
anlage 2
148 Zeichen
Punkt 22: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2017 zum Haushalt 2017 (V-Nr. 2017/0426) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 3
185 Zeichen
Punkt 31: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2017 zum Haushalt 2017 - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2017/0426) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
anlage 1
19179 Zeichen
Haushalt 2017
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2017
1
Inhaltsverzeichnis
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 2
2 Überblick Ergebnishaushalt 3
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.09.2017 3
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 5
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand 8
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe 8
3.2 Stand der Bürgschaften 8
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 9
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 9
4.2 Steuerertragsquote 9
4.3 Personalquote 10
4.4 Zuschuss- und Förderquote 10
4.5 Transferaufwandsquote 11
4.6 Transferdeckungsquote 11
4.7 Zinslastintensität 12
2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 30.09.2017.
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert.
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 16.11.2017. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen könn en seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht ein geflossen sein.
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des 2. Nachtragshaushaltsplans 2017 zum Stand nach Magistratsberatungen.
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu-
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen, zu-
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stell t also den tatsächlichen Rahmen für die
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar.
Budget = (HH-Ansatz 2017 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2016 – Sperre) *3 / 4
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe-
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Er trägen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz-
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darge stellt.
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet.
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt.
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirt schaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schn elleren Überblick über die jeweilige Haus-
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere En twicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.
3
2 Überblick Ergebnishaushalt
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. September 2017
Im Berichtszeitraum wurde im Ergebnishaushalt das B udget der Ordentlichen Erträge (inkl. Finanzerträge ) zwar nur zu 97% erreicht, das der Or-
dentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsaufwendungen) je doch nur zu 93%, so dass nach Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses im Jah-
resergebnis zum Stand 30.09.2017 ein Überschuss von 20,85 Mio. € ausgewiesen wird.
Beschreibung HH -Ansatz
2017
Budget bis
30.09.2017
Ist bis
30.09.2017 ÜPL APL MVS HAR 2016 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
privatrechtliche Leistungsentgelte -7.031.330 -5.273.498 -3.916.024 -1.357.474 74%
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -50.393.990 -37.795.493 -36.425.933 -1.369.560 96%
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -33.5 09.462 -25.132.097 -29.080.986 3.948.889 116%
davon Asyl umA -11.654.830 -8.741.123 -13.822.863 5.081.740 158%
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -63.4 00 -47.550 -39.817 -7.733 84%
Steuern und Steuerähnliche Erträge -325.305.000 -243.978.750 -232.438.520 -11.540.230 95%
davon Gewerbesteuer -171.000.000 -128.250.000 -115.302.051 -12.947.949 90%
davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -91.3 00.000 -68.475.000 -70.838.808 2.363.808 103%
davon Grundsteuer B -37.000.000 -27.750.000 -28.237.477 487.477 102%
davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -21.840. 000 -16.380.000 -14.702.062 -1.677.938 90%
davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -3.310.000 -2.482.500 -2.542.175 59.675 102%
davon Zweitwohnungssteuer -350.000 -262.500 -310.490 47.990 118%
Erträge aus Transferleistungen -42.322.820 -31.742.115 -35.508.801 3.766.686 112%
davon SGB II / Hartz IV -14.141.920 -10.606.440 -13.117.162 2.510.722 124%
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -128.912.677 -96.684.508 -89.845.715 -6.838.793 93%
davon Schlüsselzuweisungen -99.959.950 -74.969.963 -75.092.813 122.850 100%
davon AsylbLG -20.000.000 -15.000.000 -9.500.500 -5.499.500 63%
Erträge aus der Auflösung von SoPos -7.170.150 -5.377.613 -4.762.683 -614.930 89%
sonstige ordentliche Erträge -12.873.510 -9.655.133 -8.562.998 -1.092.135 89%
Summe der ordentlichen Erträge -607.582.339 -455.686.754 -440.581.477 -15.105.277 97%
4
Beschreibung HH -Ansatz
2017
Budget bis
30.09.2017
Ist bis
30.09.2017 ÜPL APL MVS HAR 2016 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Personalaufwendungen 98.178.050 73.633.538 69.279.582 4.353.956 94%
Versorgungsaufwendungen 17.664.060 13.248.045 10.484.695 2.763.350 79%
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 103.283 .300 76.965.802 74.193.515 -16.000 -202.635 7.908.769 -8.352.365 2.772.287 96%
davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 4 0.868.808 30.651.606 30.651.606 100%
Abschreibungen 23.469.497 17.602.123 15.374.891 2.227.232 87%
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 134.908. 373 96.892.008 89.993.589 16.000 78.154 5.106.477 -10.919.660 6.898.419 93%
davon Zuweisung Staatstheater 16.707.200 12.530.400 12.530.340 60 100%
davon Zuschuss DADINA 4.400.000 3.225.364 4.070.000 -99.515 -844.636 126%
davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 12.740.000 6.669.000 -3.848.000 6.669.000
davon Zuschuss Darmstadtium 3.150.000 2.362.500 2.000.000 362.500 85%
davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 32. 871.380 24.978.561 22.253.651 -4.771 1.682.907 -1.244.768 2.724.910 89%
davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 2 1.304.192 15.978.144 15.999.685 -21.541 100%
davon Verlustabdeckung EB Kultur 9.668.519 5.664.662 7.500.000 -2.115.636 -1.835.338 132%
davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.872.006 3.654.005 4.735.046 -1.081.041 130%
davon Verlustabdeckung EB Bürgerhäuser u. Märkte 1.038.406 778.805 1.000.000 -221.195 128%
davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung)
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 74.152.200 55.614.150 48.608.451 7.005.699 87%
davon LWV-Umlage 43.983.000 32.987.250 32.987.223 27 100%
davon Gewerbesteuerumlage 25.990.000 19.492.500 12.484.494 7.008.006 64%
Transferaufwendungen 153.051.209 115.156.602 112.345.563 -384 491.311 2.811.039 98%
davon SGB II / Hartz IV 46.205.600 34.654.200 33.732.403 921.797 97%
davon Jugendhilfe (inkl. umA) 38.342.325 28.756.744 30.598.816 -1.842.072 106%
davon AsylbLG 17.000.000 12.750.000 10.612.822 2.137.178 83%
sonstige ordentliche Aufwendungen 22.877 15.470 24.604 -2.251 -9.134 159%
Summe der ordentlichen Aufwendungen 604.729.566 449.127.737 420.304.890 -124.865 13.506.557 -19.274.275 28.822.847 94%
Verwaltungsergebnis -2.852.773 -6.559.017 -20.276.587 -124.865 13.506.557 -19.274.275 13.717.570 309%
Finanzerträge -8.550.730 -6.413.048 -7.377.730 964.682 115%
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 16.327.020 12.245.265 9.863.775 2.381.490 81%
davon für Kassenkredite 3.617.500 2.713.125 2.635.205 77.920 97%
Finanzergebnis 7.776.290 5.832.218 2.486.045 3.346.173 43%
5
Beschreibung HH -Ansatz
2017
Budget bis
30.09.2017
Ist bis
30.09.2017 ÜPL APL MVS HAR 2016 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -616.133.069 -462.099.802 -447.959.207 -14.140.595 97%
Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 621.056. 586 461.373.002 430.168.665 -124.865 13.506.557 -19.274.275 31.204.337 93%
Ordentliches Ergebnis 4.923.517 -726.800 -17.790.542 -124.865 13.506.557 -19.274.275 17.063.742 2448%
Außerordentliche Erträge -102.000 -91.500 -4.228.082 -20.000 4.136.582 4621%
Außerordentliche Aufwendungen 100.000 67.500 1.166.722 -10.000 -1.099.222 1728%
Außerordentliches Ergebnis -2.000 -24.000 -3.061.360 -20.000 -10.000 3.037.360 12756%
Jahresergebnis 4.921.517 -750.800 -20.851.902 -144.865 13.506.557 -19.284.275 20.101.102 2777%
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen
Ordentliche Erträge
Die Ordentlichen Erträge erreichen in Summe im Beri chtszeitraum das rechnerische Budget zu 97%. Die gr ößten Abweichungen ergeben sich da-
bei aus dem Bereich der Steuererträge.
Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer verläuft besser, der an der Umsatzsteuer schlechter, als gep lant. Außerdem haben die Gewerbesteu-
ererträge das vorgesehene Budget erst zu 90% erreic ht, so dass insgesamt das Budget der Steuererträge um 11,5 Mio. € unterschritten wird.
Größere Abweichungen gibt es weiterhin auf den Posi tionen Erträge aus Transferleistungen, insbesondere im Bereich SGB II/Hartz IV (124%), so-
wie Zuweisungen und Zuschüsse, hier im Bereich Asyl bLG (63%), die jedoch an Fallzahlen und damit im Ge genzug auch entsprechend mehr, bzw.
weniger Aufwand gekoppelt sind.
Positiv auf das Jahresergebnis hingegen wirkt die b ereits im letzten Bericht angekündigte Abrechnung d er Aufwendungen für die unbegleiteten
minderjährigen Asylsuchenden mit dem Land. Hier ist das Budget zum 30.09.2017 zu 158% übererfüllt.
Bei der weiteren Beurteilung der Entwicklung im Ber ichtszeitraum ist außerdem zu berücksichtigen, dass in den „Kostenersatzleistungen und Kos-
tenerstattungen“ die Kostenerstattung für Leistunge n nach dem Unterhaltsvorschussgesetz sowie die Gast schulbeiträge größtenteils bereits für das
ganze Jahr enthalten sind, wogegen in den Positione n „privatrechtliche Leistungsentgelte“ und „öffentl ich-rechtliche Leistungsentgelte“ Erträge
fehlen, die erst zum Jahresende abgerechnet werden.
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Ordentliche Aufwendungen
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum auf 420,3 Mio. € und somit um 28,8 Mio. € niedriger als
verfügbar (94% des Budgets).
Dies ist größtenteils darin begründet, dass im Bere ich der Personal- und Versorgungsaufwendungen die a nteiligen Rückstellungsbeträge, die stets
erst zum Jahresabschluss zu buchen sind, fehlen. Au ch richten sich bei den vertraglich festgelegten Au fwendungen für Zuweisungen und Zuschüs-
se die Zahlungen nicht nach fixen Fälligkeiten, son dern nach konkretem Finanzbedarf. Eine weitere groß e Abweichung gibt es bei der Gewerbe-
steuerumlage, die sich entsprechend aus den geringe ren Gewerbesteuererträgen ergibt.
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 19,3 Mio. € bei der Berechnung des Budgets berücksichti gt, wovon ein Teil aufgrund vertraglicher
Verpflichtungen noch benötigt wird. Dennoch wird in diesem Jahr im Haushaltsvollzug besonders auf die Einhaltung der Sperren geachtet und für
Sach- und Dienstleistungen wurde die Sperre zusätzl ich von 10% auf 15% erhöht.
So kann aller Voraussicht nach im Ergebnis der Haus haltsausgleich erreicht werden und es können entspr echende Anpassungen der Planung im
Rahmen der Haushaltsberatungen für den 2. Nachtrags plan 2017 erfolgen.
Finanzergebnis
Das Budget der Finanzerträge wurde mit 115% übererf üllt, das der Finanzaufwendungen zu 81% in Anspruch genommen.
Die Finanzerträge bestehen neben den Ausschüttungen verbundener Unternehmen zum Großteil aus der Verzi nsung von Steuernachforderungen
sowie den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sin d jeweils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits für das ganze Jahr enthalten.
Im Bereich der Finanzaufwendungen wirkt sich das we iterhin niedrige Zinsniveau nach wie vor positiv au f die Zinsaufwendungen aus. Gleichzeitig
kann jedoch die Zinsentwicklung nie zuverlässig ein geschätzt werden, so dass es hier immer Abweichunge n zum Ansatz geben wird. Eine Anpas-
sung der Planung wird im Laufe des 4. Quartals jedo ch möglich und soll ebenfalls im Rahmen der Haushal tsberatungen erfolgen.
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Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässe n und Schenkungen sowie Sponsoring
und außerordentlicher Aufwand aus Dienstherrenwechs el nach dem Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag sowie Sonderabschreibungen und
periodenfremder Aufwand.
Zum Berichtsstand 30.09.2017 weist das außerordentl iche Ergebnis einen Überschuss in Höhe von 3,1 Mio. € aus.
Jahresergebnis
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzte n Sperren einen errechneten Über-
schuss in Höhe von 0,75 Mio. € vor. Tatsächlich kon nte ein Überschuss in Höhe von 20,9 Mio. € erwirtsc haftet werden.
Wie bereits im letzten Bericht prognostiziert, wird damit gerechnet, dass der Haushaltsausgleich im Re chnungsergebnis 2017 erreicht wird.
Mit dem Anpassen der Planung an das voraussichtlich e Rechnungsergebnis kann somit auch im Plan sicherg estellt werden, dass ein ausgegliche-
nes Ordentliches Ergebnis und Jahresergebnis gezeig t werden kann.
8
3 Kreditaufnahme und Schulden
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 30.09.2017
Investitionskredite Kassenkredite Gesamt
Kernhaushalt 251.464.473,28 € 326.675.291,32 € 578.139.764,60 €
EB Kulturinstitute 7.266.501,55 € 0,00 € 7.266.501,55 €
EB Bäder 9.744.042,03 € 0,00 € 9.744.042,03 €
EB Bürgerhäuser und Märkte 2.200.075,15 € 0,00 € 2.200.075,15 €
EB EAD 26.582.876,84 € 0,00 € 26.582.876,84 €
EB DWuW 431.183,29 € 0,00 € 431.183,29 €
EB IDA 81.079.254,09 € 10.000.000,00 € 91.079.254,09 €
Summe 378.768.406,23 € 336.675.291,32 € 715.443.697,55 €
In diesen Summen ist ein inneres Darlehen vom Kernh aushalt an den EB IDA über 2.674.560 €, darunter 20 3.700 € aus dem Kommunalen
Investitionsprogramm des Landes (KIP) enthalten.
Insgesamt sind KIP-Mittel in Höhe von 16.386.782 € beantragt und zugesagt, von denen bis zum 30.09.201 7 Mittel in Höhe von 2.332.243 €
abgerufen wurden.
3.2 Stand der Bürgschaften
Gemäß dem letzten Finanzcontrolling-Bericht zum 30. 06.2017 betrug die Summe der übernommenen Bürgschaf ten 407,35 Mio. €.
Bis zum Stichtag 30.09.2017 ist keine weitere Bürgs chaft hinzugekommen.
9
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
4.1 Aufwandsdeckungsgrad
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis.
Formel:
ordentliche Erträge + Finanzerträge
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 448.306.068 €
433.214.425 €
Wert zum 30.09.17 103,48% (30.09.16: 113,28%)
4.2 Steuerertragsquote
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer-
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes.
Formel:
Steuererträge
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 232.438.520 €
448.306.068 €
Wert zum 30.09.17 51,85% (30.09.16: 55,59%)
10
4.3 Personalquote
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den in-
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommu nen allerdings noch nicht vor.
Formel:
Personal- und Versorgungsaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 79.767.898 €
433.214.425 €
Wert zum 30.09.17 18,41% (30.09.16: 18,10%)
4.4 Zuschuss- und Förderquote
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Au fwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Ze iten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote mög lichst niedrig zu halten. Die in den Zu-
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind e inzuschränken.
Formel:
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 90.555.861 €
433.214.425 €
Wert zum 30.09.17 20,90% (30.09.16: 20,68%)
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4.5 Transferaufwandsquote
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer).
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken.
Formel:
Transferaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 113.622.803 €
433.214.425 €
Wert zum 30.09.17 26,23% (30.09.16: 25,15%)
4.6 Transferdeckungsquote
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind
Formel:
Erträge aus Transferleistungen
Transferaufwendungen
Berechnung (Ist): 35.528.840 €
113.622.803 €
Wert zum 30.09.17 31,27% (30.09.16: 29,25%)
12
4.7 Zinslastintensität
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige
Quote ist daher anzustreben.
Formel:
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 9.857.164 €
448.306.068 €
Wert zum 30.09.17 2,20% (30.09.16: 2,41%)
Betrachtet man einen längeren Vergleichszeitraum, s o sinken Personalquote, Zuschuss- und Förderquote s owie Zinslastquote seit dem Jahr 2012
kontinuierlich, während im Gegenzug die Transferauf wandsquote beständig steigt.
Darmstadt, 30.11.2017
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0426
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 04.12.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00