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1128/2023

Leerzug Gummersbacher Straße 25

Mitteilung Ausschuss 17.04.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 20.04.2023, TOP 12.16

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4372 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/56 
 
Vorlagen-Nummer 17.04.2023 
 1128/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Unterausschuss Wohnen 18.04.2023 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 20.04.2023 
 
Leerzug Gummersbacher Straße 25 
Die unentgeltliche Überlassung des Gebäudes in der Gummersbacher Straße 25 zur Realisie-
rung des selbstverwalteten Projekts Obdachlose mit Zukunft (OMZ) e.V. wird zum 31.05.2023 
beendet. Das Haus in der Gummersbacher Straße steht im Eigentum der GAG AG und soll 
nun nach längerer Planung abgerissen werden, um modernen Wohnraum mit mehr Wohnein-
heiten im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus zu ermöglichen.  
 
Das Gebäude in der Gummersbacher Straße wurde für einen Zeitraum von zwei Jahren ob-
dachlosen Personen zur Nutzung überlassen, die auf dem ehemaligen Großmarktgelände in 
Köln-Raderberg ein leerstehendes, zum Abriss vorgesehenes Haus besetzt hatten. Aus die-
sem Personenkreis ist der Verein Obdachlose mit Zukunft (OMZ) e.V. hervorgegangen, um 
ein selbstverwaltetes Wohn- und Arbeitsprojekt umzusetzen. Das Ziel dieses ersten Projektes 
war, dass obdachlose Menschen in dem Gebäude gemeinschaftlich und selbstverwaltet le-
ben.  
 
Das Projekt konnte sich nicht stabilisieren. Die vom Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 
angebotene Unterstützung aus einem beteiligungsorientierten Kölner Wohn- und Arbeitspro-
jekt wurde nur von einigen Teilnehmenden vor Umzug in die Gummersbacher Straße ange-
nommen. Die negativen Entwicklungen aus 2021 haben sich weiter fortgesetzt (Vorlage Nr. 
1232/2021). Nur wenige der ursprünglichen Projektteilnehmenden halten sich noch in dem 
Haus auf. Stattdessen sind dort andere Obdachlose unerlaubt eingezogen, so dass sich der-
zeit ungefähr 40 überwiegend männliche Personen dort aufhalten. Insbesondere auch auf-
grund der zunehmend heterogenen und wechselnden Bewohnerschaft ist ein Aufbau selbst-
verwaltender Strukturen nicht gelungen. Auch der Einsatz eines Sozialarbeiters vor Ort hat die 
Situation nicht nachhaltig verbessern können. Gewaltvorfälle und häufig notwendige Interven-
tionen der Polizei sind ein trauriger Beleg des Scheiterns dieses Projekts. Personen aus dem 
Kreis der Bewohnenden wie auch der Unterstützenden führen immer wieder aus, dass man-
gelnde Besprechungsräume ein wesentlicher Grund für das Scheitern gewesen seien.  
 
Das Gebäude ist zwischenzeitlich in einem derart maroden Zustand, dass – insbesondere bei 
weiteren Eingriffen in die Bausubstanz durch Bewohner*innen – eine Gefährdung dieser nicht 
hinreichend ausgeschlossen werden kann. Eine zeitnahe Beendigung der derzeitigen Nut-
zung ist wegen der Rückgabeverpflichtung an den Eigentümer wie auch angesichts zuneh-
mender gewaltsamer Konflikte geboten. Um eine weitere Verschlechterung der Situation zu 
verhindern und die vorgesehene Neubebauung voranzubringen, wird die Stadt Köln den 
Standort nun nach und nach bis Ende Mai 2023 leerziehen.  
 
Das Amt für Wohnungswesen hat die sich dort aufhaltenden Personen darüber per Aushang

2 
 
in mehreren Sprachen informiert. Das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren macht den Be-
troffenen verschiedene Beratungsangebote sowie individuelle Angebote für eine mögliche 
Anschlussunterbringung.  
 
In Kooperation mit qualitätsgesicherten Kölner Trägern und unter Nutzung der Erfahrungen 
beteiligungsorientierter Wohn- und Arbeitsprojekte erarbeitet das Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren aktuell ein Nachfolgeprojekt, das Selbstverwaltung als Ziel hat.  
 
Hierzu wird zunächst eruiert, wer in der Gummersbacher Straße 25 ein ernsthaftes Interesse 
an der Teilnahme und aktiven Mitarbeit an und in einem solchen Projekt mitbringt. Neben den 
rechtlichen Voraussetzungen zur Finanzierung eines rechtskreisübergreifenden Wohn- und 
Arbeitsprojektes werden in einem zweiten Schritt auch Expert*innen in eigener Sache einbe-
zogen, um einen schrittweisen Aufbau des Nachfolgeprojektes zu realisieren. Es ist davon 
auszugehen, dass nicht alle jetzigen Bewohner*innen der Gummersbacher Straße in das 
Nachfolgeprojekt übergehen werden. Ihnen werden, sofern sie selbst keine Unterkunft finden, 
Plätze in Notunterkünften angeboten werden. Sofern die rechtlichen Voraussetzungen vorlie-
gen, werden sie darin unterstützt, reguläre Mietwohnungen zu finden und ggf. auch die Kosten 
der Unterkunft zu bezahlen.  
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

18.04.2023 Unterausschuss Wohnen
TOP 6.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.04.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1128/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
17.04.2023
Erstellt
03.04.2023 21:31