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2019/0157

Radstrategie und Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit der Initiative Radentscheid

Magistratsvorlage 06.05.2019

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2019/0157

5987 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.05.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
 
Amt: Straßenverkeh rs- 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0157 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Radstrategie und Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit der Initiative Radentscheid  
 
Vorlage vom: 06.05.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat nimmt die Ergebnisse der Verhandlung zwischen Stadtverwaltung und der 
Initiative Radentscheid zur Kenntnis und beschließt die in der Anlage 1 beigefügte 
Radstrategie Darmstadt als Grundsatzprogramm zur künftigen Förderung des 
Radverkehrs.  
 
 
Anlagen: Kurzbericht Maßnahmen Radverkehr Q1 -19 
Radstrategie Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.05.2019 
 
Mit dem Beschluss der Vorlage 2018/0179 wurde das Bürgerbegehren der Initiative 
Radentscheid Darmstadt formal für unzulässig erklärt, jedoch gleichzeitig der Verwaltung der 
Auftrag gegeben, mit der Initiative in Verhandlungen zu treten, da beide Seiten das 
strategische Ziel eint, den Radverkehr zu fördern. Zudem wurde ein Sonder-
Investitionsprogramm 4 x 4 (vier zusätzliche Stellen und vier Millionen EUR/Jahr für die 
nächsten vier Jahre) beschlossen.  
 
Für die Verhandlungen mit der Initiative Radentscheid wurden als externe Experten und 
Mediatoren der Bundegeschäftsführer des  Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC), Herr 
Burkhard Stork, und Prof. Jürgen Follmann, Dekan im Fachbereich Bauingenieurwesen der  
Hochschule Darmstadt, gewonnen.  
 
Zwischen September 18 und Februar 2019 fanden zwischen der Initiative Radentscheid, dem 
ADFC und der Fachverwaltung insgesamt 13 Arbeitsgruppen-Sitzungen zu den Themen 
„Radstrategie“, „Radnetz“ und „Sofortmaßnamen“ statt. Die Zwischenergebnisse wurden in 
einer Lenkungsgruppe besprochen, die zusätzlich  auch aus der Verwaltungsspitze mit 
Oberbürgermeister Jochen Partsch und Stadträtin Dr. Barbara Boczek bestand.  
 
In der Arbeitsgruppe „Radstrategie“ wurde gemeinsam ein politisches Grundsatzpapier 
erarbeitet, das Leitlinien, Handlungsfelder, strategische Ziele und Qualitätsstandards für die 
künftige Förderung des Radverkehrs beschreibt. In Städten wie z. B. Karlsruhe war ein solcher 
Grundsatzbeschluss (Karlsruher 20-Punkte-Programm für mehr Radverkehr) die Basis für die 
weitere erfolgreiche Entwicklung zur Fahrradstadt. Auch das Land Hessen hat sich mit der 
Nahmobilitätsstrategie ein ähnliches Grundsatzpapier gegeben. Für Darmstadt fehlte bislang 
ein vergleichbarer Ansatz. Mit einem Beschluss der in Anlage 1 erarbeiteten „Radstrategie 
Darmstadt“ wird die Voraussetzung für eine konzeptionelle Fortschreibung des Radverkehrs in 
Darmstadt geschaffen.  
 
In der Arbeitsgruppe „Sofortmaßnahmen“ wurden Verbesserungen im Radverkehrsnetz 
erörtert, die als Kleinmaßnahmen auf Verwaltungsebene angegangen werden können. Hierzu 
zählen u. a. das Setzen von Pollern, um Falschparken auf Geh- und Radwegen zu vermeiden, 
Bordsteinabsenkungen, Grünschnitt, Führung an Baustellen und ähnliche Themen. Die 
Verwaltung stellt in Aussicht, die hier definierten Themenfelder und konkreten 
Verbesserungsvorschläge – sofern keine Einwände aus fachlicher Sicht bestehen – umzusetzen. 
Wie der Quartalsbericht 1/2019 (siehe Anlage 2) zeigt, wurde hier an vielen Stellen bereits 
verbessert. Es wurde aber auch deutlich, dass planerische Klein-Maßnahmen wie z. B. der 
Entfall von Parkplätzen zugunsten einer regelkonformen Radverkehrsführung von der 
Verwaltung nicht ohne politischen Beschluss umgesetzt werden können. Die Verwaltung wird 
daher zu entsprechenden Straßenzügen gesonderte Vorlagen einbringen. 
 
In der Arbeitsgruppe „Radnetz“ wurde gemeinsam unter Mitwirkung eines externen Büros das 
noch aus dem Jahr 2006 stammende Radverkehrs-Zielnetz weiterentwickelt. Das Zielnetz 
definiert den Bedarf an Haupt- und Nebenverbindungen im Radnetz. Zudem wurden Szenarien 
entwickelt (Querschnitte), wie Hauptverkehrsstraßen-Abschnitte  gemäß den Forderungen des 
Radentscheids nach baulich getrennten und breiten Radverkehrsanlagen  aussehen könnten 
und welche Auswirkungen dies für die anderen Verkehrsträger (Kfz, ÖPNV, Fuß) hätte. Diese 
Szenarien sind wertvolle Grundlagen für künftig zu erstellende Planungen. An vielen Stellen im 
Stadtgebiet würden sich qualitativ ansprechende Radverkehrsanlagen realisieren lassen, wenn 
auf jeweils einen Kfz-Streifen verzichtet wird. Zudem wurde seitens der Verwaltung ein

- 4 - 
Umsetzungs- und Maßnahmenprogramm für die nächsten vier Jahre vorgelegt. Diese 
Umsetzungsstrategie umfasst eine Road-Map von über 50 Einzelmaßnahmen, die abhängig 
von den personellen Ressourcen (z. B. Besetzung offener Stellen) und der politischen 
Beschlusslage umgesetzt werden könnte. Es zeigt sich jedoch in der Diskussion, dass aus Sicht 
des Radentscheids hier viele Maßnahmen nicht den geforderten Qualitätsansprüchen gerecht 
werden (z. B. gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr, abschnittsweise Planungen mit 
Radschutzstreifen), so dass eine Einigung auf ein gemeinsames Maßnahmenprogramm noch 
aussteht. Ziel ist es, hierzu nach der Sommerpause eine gesonderte Vorlage zu den 
Ergebnissen der Arbeitsgruppe „Radnetz“ vorzulegen.      
 
 
Darmstadt, den 06.05.2019 
 
 
Dezernat I       Dezernat III 
i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch     Jochen Partsch 
Oberbürgermeister     Oberbürgermeister

anlage 1

13257 Zeichen

Umgesetzte Maßnahmen zur  
Verbesserung der  
Radverkehrsinfrastruktur  
in Darmstadt 
1. Quartal 2019

2 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
 
 
In den letzten drei Monaten wurden folgende  Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehr s-
infrastruktur in Darmstadt  umgesetzt. 
 
Inhalt 
Maßnahmen an Hauptverkehrsstraßen  ................................ ................................ .................  4 
Geh- und Radweg Heidelberger Straße Lincolnsiedlung (1.200 m)  ................................ ....... 4 
Radfahrstreifen Heidelberger Straße Ri. Norden, Annastraße bis Heinrichstraße (100 m) ..... 5 
Maßnahmen an Nebenstraßen  ................................ ................................ ..............................  6 
Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer  ................................ ..............  6 
Einbahnstraße Gutenbergstraße (200 m)  ................................ ................................ ........ 6 
Einbahnstraße Roßdörfer Straße (300 m)  ................................ ................................ ....... 7 
Einbahnstraße Steinackerstraße (150 m)  ................................ ................................ ........ 8 
Einbahnstraße Soderstraße / Pädagogstraße (150 m)  ................................ .....................  9 
Maßnahmen an Kreuzungen  ................................ ................................ ...............................  10 
Aufgeweitete Radaufstellstreifen  ................................ ................................ ......................  10 
Aufgeweiteter Radaufstellstreifen Moltkestraße / Haardtring ................................ .......... 10 
Aufgeweiteter Radaufstellstreifen Messeler -Park-Straße / Frankfurter Landstraß e 
(Wixhausen) ................................ ................................ ................................ .................  11 
Pilotprojekt „Grüner Pfeil für Radfahrer“  ................................ ................................ .......... 12 
Grafenstraße / Bleichstraße  ................................ ................................ .........................  12 
Heinheimer Straße / Rhönring  ................................ ................................ ......................  13 
Holzhofallee / Groß -Gerauer Weg / Berliner Allee  ................................ ..........................  13 
Kleinmaßnahmen: Fahrrad -Abstellanlagen  ................................ ................................ ......... 14 
Abstellanlagen an Schulen  ................................ ................................ ...............................  14 
Georg-Büchner-Schule ................................ ................................ ................................ .. 14 
Andersenschule / Brechtschule / Graupnerschule / Elly -Heuss-Knapp-Schule /  
Friedrich-Ebert-Schule / Lichtenbergschule / Mornewegschule  ................................ ...... 15 
Kindergarten der Andreasgemeinde  ................................ ................................ ..............  15 
Akademie für Tonkunst  ................................ ................................ ................................  15 
Schlösschen und Nachbarschaftsgarten im Prinz -Emil-Garten ................................ ........ 16 
Abstellanlagen an Bahnhöfen  ................................ ................................ ...........................  17 
Kranichstein Bahnhof  ................................ ................................ ................................ ... 17 
Ostbahnhof ................................ ................................ ................................ ..................  17 
Abstellanlagen an Straßenbahnhaltestellen  ................................ ................................ ...... 18 
Bessunger Straße, Haltestelle „Orangerie“  ................................ ................................ .... 18 
Kleinmaßnahmen: Sperrpfosten  ................................ ................................ .........................  19 
Neue Sperrpfosten  ................................ ................................ ................................ .......... 19 
Kranichsteiner Straße, Ecke Gutenbergstraße  ................................ ...............................  19 
Frankfurter Straße Höhe Nordbahnhof, Einfahrt zum Täubcheshöhlenweg  ......................  20

3 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Entfernung von Sperrpfosten  ................................ ................................ ...........................  21 
Ida-Seele-Weg bei ehem. Bahnbrücke  ................................ ................................ ........... 21 
Unterführung Holzstraße / Justus -Liebig-Haus ................................ ..............................  22 
Pankratiusstraße / Bürgerpark  ................................ ................................ .....................  23 
Emilstraße / Riegerplatz  ................................ ................................ ..............................  24 
Verbesserung der Durchfahrtsbreite  ................................ ................................ .................  25 
Bahnübergang Ostbahnhof  ................................ ................................ ...........................  25 
Pallaswiesenstraße stadteinwärts, Höhe Rößlerstraße  ................................ ...................  26 
Verbesserung der Sichtbarkeit von Sperrpfosten  ................................ ..............................  27 
Eleonorenschule  ................................ ................................ ................................ ........... 27

4 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Maßnahmen an Hauptverkehrsstraßen  
Geh- und Radweg Heidelberger Straße Lincolnsiedlung  (1.200 m) 
 
Der Geh- und Radweg auf der Westseite der Heidelberger Straße 
zwischen Rüdesheimer Straße und Grenzweg wurde grundhaft 
saniert. 
Gemäß der Beschlussvorlage 2015/0557 wurde eine durchgäng i-
ge Breite von 3,50 m realisiert.  
 
Vor der Sanierung gab es eine mit Pflasterbelag befestigte Fläche 
von 1,50 m Breite sowie eine wassergebundene Decke von 
1,50 m Breite. Beide Flächen waren in schlechtem Zustand.  
 
Durch die höhere Breite und die glatte Oberfläche hat sich die 
Befahrbarkeit dieser Radhauptroute zwischen Innenstadt  / Bes-
sungen und Eberstadt deutlich verbessert.  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 - nachher

5 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Radfahrstreifen Heidelberger Straße R i. Norden, Annastraße bis  Heinrich-
straße (100 m) 
 
Neue Breite: 2,50 m incl. Breitstrich.  
 
 
April 2018 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

6 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Maßnahmen an Nebenstraßen  
Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer  
Einbahnstraße Gutenbergstraße  (200 m) 
 
 
Juni 2015 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

7 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Einbahnstraße Roßdörfer Straße  (300 m) 
 
Das westliche Teilstück zum Roßdörfer Platz wurde aus Sicherheitsgründen nicht freigegeben.  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

8 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Einbahnstraße Steinackerstraße  (150 m) 
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 - nachher

9 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Einbahnstraße Soderstraße / Pädagogstraße (150 m) 
 
Das westliche Teilstück zum Cityring wurde aus Sicherheitsgründen nicht freigegeben.  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 - nachher 
 
März 2019 - nachher

10 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Maßnahmen an Kreuzungen  
Aufgeweitete Radaufstellstreifen  
 
Mit einem Aufgeweiteten Radaufstellstreifen brauchen Radfahrer nicht im abgasbelasteten 
Wartebereich der Autos zu stehen. Sie stehen im Sichtfeld der nachfolgenden Autofahrer, was 
die Unfallgefährdung verringert, insbesondere mit rechtsabbiegenden Kfz, und Radfahrer we r-
den direkt und nicht umwegig über den Knotenpunkt geführt.  
Aufgeweiteter Radaufstellstreifen Moltkestraße / Haardtring  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

11 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Aufgeweiteter Radaufstellstreifen Messeler -Park-Straße / Frankfurter Landstraße 
(Wixhausen) 
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 - nachher

12 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Pilotprojekt „Grüner Pfeil für Radfahrer“  
 
Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums unt ersucht die Bundesanstalt für Straßenwesen, 
ob nach vorherigem Anhalten das Rechtsabbiegen für Radfahrer, trotz roter Ampel, an geei g-
neten Stellen durch einen grünen Pfeil erlaubt werden könnte.  
Durch den Zusatz „nur Radverkehr“ ist das Abbiegen dann auch  ausschließlich Fahrradfahrern 
gestattet.  
Das Forschungsprojekt läuft maximal ein Jahr an insgesamt 50 Kreuzungen in neun Städten, 
darunter auch München, Stuttgart, Düsseldorf und Köln. Darmstadt ist die einzige hessische 
Stadt. 
Nach der Auswertung der St udie könnte 2020 über eine Anpassung der Straßenverkehrsor d-
nung und die dauerhafte Einführung eines neuen Verkehrszeichens „Grüner Pfeil für Radfahrer“ 
abgestimmt werden.  
Grafenstraße / Bleichstraße  
 
 
März 2019 - nachher

13 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Heinheimer Straße / Rhönring  
 
 
März 2019 - nachher 
 
Holzhofallee / Groß -Gerauer Weg / Berliner Allee  
 
 
März 2019 - nachher

14 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Kleinmaßnahmen: Fahrrad-Abstellanlagen 
Abstellanlagen an Schulen 
Georg-Büchner-Schule 
 
In der alten Radabstellanlage konnte nur das Vorderrad gesichert werden . 
Die neue Radabstellanlage bietet eine Rahmenanschließ -Möglichkeit, zudem können die Räder 
nicht mehr kippen.  
 
 
März 2015 - vorher 
 
März 2019 - nachher

15 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
 
März 2015 - vorher 
 
März 2019 - nachher 
 
Andersenschule  / Brechtschule / Graupnerschule / Elly-Heuss-Knapp-Schule /  
Friedrich-Ebert-Schule / Lichtenbergschule  / Mornewegschule 
 
- ohne Fotos - 
 
Kindergarten der Andreasgemeinde  
 
- ohne Fotos - 
 
Akademie für Tonkunst  
 
- ohne Fotos -

16 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Schlösschen und Nachbarschaftsgarten im Prinz -Emil-Garten 
 
 
November 2016 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

17 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Abstellanlagen an Bahnhöfen 
Kranichstein Bahnhof  
 
 
März 2019 - nachher 
Ostbahnhof 
 
 
März 2019 - nachher

18 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Abstellanlagen  an Straßenbahnhaltestellen  
Bessunger Straße , Haltestelle „Orangerie“  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 - nachher

19 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Kleinmaßnahmen: Sperrpfosten 
Neue Sperrpfosten  
Kranichsteiner Straße, Ecke Gutenbergstraße  
 
Zur Sicherstellung der Sichtbeziehung, wenn Radfahrende aus der Gutenbergstraße kommen.  
 
 
März 2019 - nachher

20 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Frankfurter Straße Höhe Nordbahnhof, Einfahrt zum Täubcheshöhlenweg  
 
Seit Errichtung eines Parkplatzes durch Fa. Merck kam es zu Kfz-Schleichverkehr durch den 
Täubcheshöhlenweg. Nach Aufstellen eines Sperrpfostens wurde dieser über die Grünfläche 
umfahren. 
Deshalb wurde im März 2019 ein weiterer Sperrpfosten aufgestellt.  
 
 
Juni 2015 - vorher 
 
März 2019 - nachher

21 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Entfernung von Sperrpfosten  
Ida-Seele-Weg bei ehem. Bahnbrücke  
 
 
 
 
Januar 2019 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

22 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Unterführung Holzstraße / Justus-Liebig-Haus 
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

23 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Pankratiusstraße / Bürgerpark  
 
 
Oktober 2018 - vorher 
 
März 2019 - nachher

24 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Emilstraße / Riegerplatz  
 
Der Sperrpfosten auf dem Gehweg wurde entfernt.  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
 
März 2019 - nachher

25 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Verbesserung der Durchfahrtsbreite  
Bahnübergang Ostbahnhof  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 - nachher

26 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
 
Pallaswiesenstraße stadteinwärts, Höhe Rößlerstraße  
 
Der Mast wurde an den Rand versetzt.  
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
      März 2019 - nachher 
Oktober 2018 - vorher

27 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
Verbesserung der Sichtbarkeit von Sperrpfosten  
Eleonorenschule 
 
 
Mai 2017 - vorher 
 
März 2019 – nachher

28 Umgesetzte Maßnahmen Radverkehrsinfrastruktur 1. Quartal 2019  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Straßenverkehrs - und Tiefbauamt  
Sachgebiet Radmobilität  
III-66/4R-mh       2156

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1 
 
Radstrategie Darmstadt  
 
 
Präambel: 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bekennt sich zur Notwendigkeit einer 
Verkehrswende und entwickelt mit dem Mobilitätskonzept 2030+ ein 
ganzheitliches Konzept für eine nachhaltige Verkehrspolitik. Als erste 
Teilstrategie dieses Gesamtkonzepts ist der hier vorliegende 
Grundsatzbeschluss zur Förderung des Radverkehrs zu verstehen. Hier werden 
Qualitätsansprüche und Handlungsfelder der städtischen Radverkehrspolitik 
definiert.  
Ziel ist eine fahrradfreundliche Stadt mit einer einladenden und sicheren 
Infrastruktur für alle Menschen, die Radfahren wollen. 
A Handlungsfeld strategische Ziele:  
 
A 1.   Beitrag zur Stadtentwicklung: Die Radstrategie ist ein Beitrag zur 
weiteren Entwicklung Darmstadts als lebenswerte und attraktive Stadt. Die 
Verkehrswende mit einer Verlagerung von Autoverkehr auf mehr Radverkehr 
führt zu einer Steigerung der Lebensqualität, trägt zur Aufenthaltsqualität und 
zur sozialen Belebung des öffentlichen Raums bei und reduziert Lärm, Abgase 
und Feinstaub. Radfahren ist bezahlbar und gesund.

2 
 
A 2. Steigerung Modal Split:  Der Modal-Split-Anteil des Radverkehrs 
(Gesamtanteil aller Wege der Darmstädter Wohnbevölkerung) lag zuletzt bei 
17% (SrV-Erhebung TU Dresden 2013). Dieser Radverkehrsanteil soll bis 2030 
auf 30% gesteigert werden. Die Steigerung soll durch die Verlagerung von 
Autofahrten auf das Fahrrad erreicht werden.  
 
A 3. Zielnetz Radverkehr:  Der aus dem Verkehrsentwicklungsplan 2006 (VEP)  
stammende Radverkehrs-Netzplan wird überarbeitet und fortgeschrieben. Die 
Unterteilung in ein Hauptradnetz für die durchgängigen Achsen/Erschließung 
zentraler Ziele und in ein Nebennetz für die ergänzende Erschließung im 
Stadtteil/Quartier  wird beibehalten. Im Hauptradnetz müssen für alle 
Zielgruppen attraktive und sichere Angebote geschaffen werden, unabhängig 
davon, ob es sich um Hauptverkehrsstraßen oder um Straßen/Wege im übrigen 
Netz handelt. Künftige Radplanungen sind aus dem Blickwinkel von 
schwächeren Verkehrsteilnehmern (wie Kinder, Senioren, unsicher 
Radfahrende, mobilitätseingeschränkte Menschen) zu entwickeln.  
 
A 4. Flächengerechtigkeit: Ein attraktives Radnetz braucht mehr Flächen. Dies 
wird durch die Neuordnung des öffentlichen Raums ermöglicht. Die für den 
Radverkehr benötigten Flächen werden zum größten Teil von Flächen des 
bislang räumlich vorherrschenden  Autoverkehrs bereit zu stellen sein.  Die 
Förderung des Radverkehrs soll keine Nachteile für den öffentlichen 
Nahverkehr und den Fußverkehr haben.

3 
 
A 5. Verkehrssicherheit: Es gilt die Grundregel der Straßenverkehrsordnung, 
dass die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer/innen der Flüssigkeit des 
Verkehrs vorgeht. Es wird empfohlen, für umfangreiche Eingriffe in den 
Straßenraum ein anlassbezogenes Sicherheitsaudit im Bestand nach den 
Richtlinien für das Sicherheitsaudit an Straßen (RSAS) durchzuführen. 
Bei schweren Radunfällen wird unverzüglich untersucht, ob weitere 
Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind.

4 
 
B Handlungsfeld Infrastruktur:  
 
B1. Planung nach Stand der Technik 1: Die Richtlinie „Empfehlungen für 
Radverkehrsanlagen (ERA)“ in der jeweils gültigen Fassung wird als 
verbindliches Regelwerk für alle Planungen und baulichen Maßnahmen 
eingeführt. Es sind die in den Regelwerken genannten Regelbreiten zzgl. der 
jeweiligen Sicherheitstrennstreifen als Mindestmaße anzuwenden. 
Bei allen Planungen im eigenen Stadtgebiet setzt die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt mindestens die vom Land Hessen veröffentlichten Standards und 
Musterlösungen zu den verschiedenen Führungsformen des Radverkehrs um.  
Falls Planungen nach ERA im Konflikt zu EFA stehen, müssen Belastungen des 
Fußverkehrs vermieden werden.   
 
B2. Qualitätsoffensive Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen :  
Alle Hauptverkehrsstraßen werden nach Möglichkeit ERA-Konform gemäß B1 
mit Radverkehrsanlagen ausgestattet. Darüber hinaus setzt die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt auf die Entwicklung eines Qualitäts-Radnetzes. 
Im Qualitätsnetz sollen Radfahrende entlang von Hauptverkehrsstraßen auf 
eigenen Radverkehrsanlagen baulich getrennt vom Kfz-Verkehr und vom 
Fußverkehr geführt werden. Die Radverkehrsanlagen sollen so ausgestaltet 
sein, dass komfortabel überholt werden kann (Regelbreite bei 
                                                
1 Standards zum Fußverkehr sollen zeitnah in einer eigenen Fußverkehrsstrategie oder im Rahmen des Mobilitätskonzepts 
2030+ bearbeitet.  Ziel ist es dabei auch, dass bei der Planung neuer Quartiere und bei kompletten Straßenumbauten zur 
Förderung des Fußverkehrs die EFA als verbindliches Regelwerk eingeführt wird .

5 
 
Einrichtungsverkehr 2,30 Meter laut ERA 2010) und missbräuchliches Befahren 
und Halten durch Kfz-Verkehr verhindert wird.  
 
B3. Qualitätsoffensive Radschnell-/Raddirektverbindungen : In der 
Potentialanalyse des Landes Hessen für Radschnell- und Raddirektverbindung 
kommt der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine besondere Rolle als 
Oberzentrum und Knotenpunkt mehrerer Routenstränge zu. Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt arbeitet aktiv an allen externen Planungen mit 
und setzt auf eine attraktive Führung innerhalb des eigenen Stadtgebiets. Dabei 
sollen die bestehenden Planungen Richtung Nord (Frankfurt) und Süd (Rhein-
Neckar) möglichst als eine durchgehende Radschnell-/Raddirektverbindung  
durch das Stadtgebiet verbunden werden. 
 
B4. Sichere Kreuzungen:  An Kreuzungen besteht für Radfahrende eine erhöhte 
Unfallgefahr. Die Führung des Radverkehrs an Kreuzungen wird je nach 
Knotenpunktart und -größe zunächst mit entsprechenden Maßnahmen wie 
Aufstellflächen und vorgezogenen Haltlinien verbessert. Damit soll die 
Verkehrssicherheit für Radfahrende entscheidend verbessert werden. 
Wichtigstes Kriterium ist die Sichtbarkeit des Radverkehrs im Knotenpunkt.  
Knoten gleichen Typs sollen mit baugleichen Lösungen ausgestattet sein.   
An mehrstreifigen Hauptverkehrsstraßen soll die Machbarkeit von 
„geschützten Kreuzungen“ nach holländischem Vorbild vorrangig geprüft 
werden. Dabei wird der Radverkehr im Seitenraum mittels Schutzinseln in den 
optimalen Sichtbereich des Kfz-Verkehrs geführt.

6 
 
Bei allen Neu-/Umplanungen von Kreuzungen wird auf freie Kfz-
Rechtsabbiegerspuren verzichtet, wenn das die Verkehrssicherheit erhöht.  
Bei Kreuzungen von Hauptverkehrsstraßen mit untergeordneten Nebenstraßen 
und Grundstückszufahrten sollen baulich getrennte Radwege  (Geh- / 
Radwege) so ausgeführt werden, dass Rad- und Fußverkehr niveaugleich die 
Hauptverkehrsrichtung nutzen kann.  
 
B5. Qualitätsoffensive Nebennetz / Fahrradstraßen: Die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt überarbeitet das bestehende Konzept „Fahrradstraßen“ und 
schreibt es fort. Fahrradstraßen sollen ein positiver Beitrag für eine einladende 
Infrastruktur sein. Mit einer durchgehenden Fahrgassenbreite von 4 Metern 
sollen ein gesichertes Vorbeifahren am parkenden Kfz-Verkehr und ein 
komfortables Nebeneinanderfahren möglich sein.  
Auch im übrigen Nebennetz soll die Verbesserung des Radverkehrs gemäß den 
Regelwerken angewendet werden. Dies betrifft Punkte wie Querungshilfen, 
modale Filter, Sichtbeziehungen an den Knotenpunkten oder ausreichende 
Sicherheitsabstände zum parkenden Kfz-Verkehr (Autotürbreite).  
 
B6. Qualitätsoffensive Radparken : Die Anzahl sicherer und zentraler öffentlicher 
Abstellanlagen im Stadtgebiet wird weiter erhöht. Eine besondere Bedeutung 
liegt im Ausbau an Knotenpunkten mit dem öffentlichen Verkehr (Bike & Ride). 
Für neue Wohngebiete und Bauvorhaben wird eine kommunale Fahrrad-
Stellplatzsatzung erarbeitet. Für das Parken von Lastenrädern werden 
Angebote entwickelt.  Für besonders bedeutende Ziele (City) und Quartiere

7 
 
werden Bedarfsanalysen für Radparken erstellt. Bei Großveranstaltungen und 
Events, bei denen Radständer entfernt werden müssen, wird attraktives 
Radparken durch temporäre Lösungen angeboten und beworben.  
 
B7. Intuitive Führung:    
Radwege im Seitenraum sollen möglichst mit durchgehendem Rotasphalt 
ausgestattet werden. Bei Fahrbahnführungen werden Roteinfärbungen auf 
allen potentiellen Begegnungsflächen von Kfz/Rad vorgenommen, auch an LSA-
geregelten Knoten können Furten künftig rot eingefärbt werden.  
 
B 8. Ergänzende Maßnahmen: Die in der interaktiven Karte des Radentscheids 
eingetragenen Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur durch 
Kleinmaßnahmen (Entfernen von Hindernissen wie Poller, 
Bordsteinabsenkungen, Trixi-Spiegel, usw.) werden, soweit nicht fachliche 
Gründe gegen einzelne Vorschläge sprechen, im Rahmen der Radoffensive 
umgesetzt.

8 
 
C Handlungsfeld Information und Kommunikation: 
 
C1. Zählstellen / Daten:  Um künftig aktuelle valide Daten zum Radverkehr zu 
erhalten, setzt die Wissenschaftsstadt Darmstadt auf ein Netz aus 
Radzählstellen. Die Werte werden für Nutzer/innen und Interessierte z. B. über 
die Website zugänglich gemacht. Auch die Machbarkeit der Nutzung von 
digitalen Daten von Radfahrenden soll ergebnisoffen geprüft werden.  
 
C 2.Mängelmelder:  Der städtische Mängelmelder wird um die Kategorie 
„Radverkehr: defekte Beschilderung/Wegweisung“; „Radverkehr: Abstellanlage 
defekt/verschoben“; „Radverkehr: fehlende oder defekte Poller“  und 
„Radverkehr: Oberflächenschäden“ ergänzt. Die Aufnahme weiterer Kategorien 
wird geprüft.  
 
C 3. Öffentlichkeitsarbeit:
 Die Maßnahmen der Radstrategie werden mit pro-
aktiver Öffentlichkeitarbeit begleitet. Dazu zählen z. B. die Entwicklung einer 
eigenen Dachmarke (Wort/Bildmarke), die Eröffnung von Infrastruktur-
Maßnahmen, die Erstellung von Informationsmaterialien und eine aktuelle 
Online-Präsenz.  
Neben der Öffentlichkeitsarbeit zu Infrastrukturprojekten werden Maßnahmen 
und Aktionen zur gegenseitigen Rücksichtnahme (z. B. Miteinanderzonen 
Fuß/Rad in Grünanlagen und Fußgängerzonen) und zur Erhöhung der 
Verkehrssicherheit  ins Handlungsprogramm zur Öffentlichkeitsarbeit 
aufgenommen.

9 
 
 
C 4. Wissensmanagement: für die öffentliche Wahrnehmung, das Freisetzen 
von Impulsen und Innovationen und die Fortbildung von Politik, Verwaltung 
und Akteuren finden in Darmstadt regelmäßig Workshops, Seminare und 
Konferenzen zu aktuellen Themen der Radverkehrsförderung statt. Dabei sucht  
die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktiv Kooperationspartner  wie z. B. das Land 
Hessen (AGNH), die Fahrradakademie, die Radverbände usw.  
 
C5. Berichtswesen / Erfolgskontrolle:  Die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
informiert jedes Jahr in einem öffentlichen Bericht über den Status der 
Umsetzungen.

10 
 
D Handlungsfeld Arbeitsstrukturen:  
 
D1: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt arbeitet aktiv in der landesweiten 
Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität (AGNH) mit. Eine enge und konstruktive  
Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für das 
Gelingen der strategischen Zielsetzungen auf kommunaler als auch auf 
Landesebene.  
 
D2:  Wichtige Radverkehrs-Maßnahmen und -Planungen werden künftig in 
einem „Fachbeirat Radverkehr“ vorbesprochen und evaluiert. Der Fachbeirat 
soll neben der Verwaltung aus Vertreter/innen der Verkehrsverbände / 
Initiativen und der Hochschule / Wissenschaft auch aus politischen 
Vertreter/innen bestehen.  Als Begleitinstrument der Radstrategie soll sich das 
Gremium eine Geschäftsordnung geben. Die für Unfallberichterstattung 
zuständigen Stellen sollen als Teil des Fachbeirats ständig vertreten sein. 
 
D3: Die Zusammenarbeit mit der h_da und der TU Darmstadt wird gestärkt. Die 
Expertise in Forschung und Lehre aus den verkehrsplanerisch relevanten 
Disziplinen wird für die verkehrsplanerische Praxis zum gegenseitigen 
Mehrwert genutzt.

11 
 
E Handlungsfeld Anreizförderung: 
 
E1: Lastenräder können aufgrund ihrer vielseitigen Nutzung Kfz-Fahrten und 
Kfz-Besitz ersetzen. Die hohe Nutzung in Darmstadt ist ein besonderes 
Alleinstellungsmerkmal. Für die weitere Förderung von Lastenrädern wird, wie 
in vielen anderen Städten bereits erfolgreich etabliert, eine kommunale Kauf-
Anreizprämie geprüft. Lastenrad-Sharing-Angebote sollen ausgebaut werden.   
 
E2: Für gemeinnützige Träger/Initiativen (Schulen, Hochschulen, Vereine, usw.) 
wird ein Förderprogramm/Förderpreis entwickelt. Mit dieser Unterstützung 
sollen eigene Maßnahmen zur Förderung des Radfahrens umgesetzt werden 
können.

anlage 4

259 Zeichen

Punkt 11: Radstrategie und Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit der Initiative Radentscheid  
 (V-Nr. 2019/0157) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, Die Linke, FDP und UWIGA

anlage 5

236 Zeichen

Punkt 14: Radstrategie und Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit der Initiative Radentscheid  
 (V-Nr. 2019/0157) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Gegenstimmen: FDP, UWIGA und 3 Stimmen aus AfD  
Stimmenthaltung: SPD und 1 Stimme aus AfD

anlage 3

6054 Zeichen

- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.05.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
 
Amt: Straßenverkeh rs- 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 
III 66 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0157 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
220 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Radstrategie und Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit der Initiative Radentscheid  
 
Vorlage vom: 06.05.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat nimmt die Ergebnisse der Verhandlung zwischen Stadtverwaltung und der 
Initiative Radentscheid zur Kenntnis und beschließt die in der Anlage 1 beigefügte 
Radstrategie Darmstadt als Grundsatzprogramm zur künftigen Förderung des 
Radverkehrs.  
 
 
Anlagen: Kurzbericht Maßnahmen Radverkehr Q1 -19 
Radstrategie Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 29.05.2019 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.05.2019 
 
Mit dem Beschluss der Vorlage 2018/0179 wurde das Bürgerbegehren der Initiative 
Radentscheid Darmstadt formal für unzulässig erklärt, jedoch gleichzeitig der Verwaltung der 
Auftrag gegeben, mit der Initiative in Verhandlungen zu treten, da beide Seiten das 
strategische Ziel eint, den Radverkehr zu fördern. Zudem wurde ein Sonder-
Investitionsprogramm 4 x 4 (vier zusätzliche Stellen und vier Millionen EUR/Jahr für die 
nächsten vier Jahre) beschlossen.  
 
Für die Verhandlungen mit der Initiative Radentscheid wurden als externe Experten und 
Mediatoren der Bundegeschäftsführer des  Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC), Herr 
Burkhard Stork, und Prof. Jürgen Follmann, Dekan im Fachbereich Bauingenieurwesen der  
Hochschule Darmstadt, gewonnen.  
 
Zwischen September 18 und Februar 2019 fanden zwischen der Initiative Radentscheid, dem 
ADFC und der Fachverwaltung insgesamt 13 Arbeitsgruppen-Sitzungen zu den Themen 
„Radstrategie“, „Radnetz“ und „Sofortmaßnamen“ statt. Die Zwischenergebnisse wurden in 
einer Lenkungsgruppe besprochen, die zusätzlich  auch aus der Verwaltungsspitze mit 
Oberbürgermeister Jochen Partsch und Stadträtin Dr. Barbara Boczek bestand.  
 
In der Arbeitsgruppe „Radstrategie“ wurde gemeinsam ein politisches Grundsatzpapier 
erarbeitet, das Leitlinien, Handlungsfelder, strategische Ziele und Qualitätsstandards für die 
künftige Förderung des Radverkehrs beschreibt. In Städten wie z. B. Karlsruhe war ein solcher 
Grundsatzbeschluss (Karlsruher 20-Punkte-Programm für mehr Radverkehr) die Basis für die 
weitere erfolgreiche Entwicklung zur Fahrradstadt. Auch das Land Hessen hat sich mit der 
Nahmobilitätsstrategie ein ähnliches Grundsatzpapier gegeben. Für Darmstadt fehlte bislang 
ein vergleichbarer Ansatz. Mit einem Beschluss der in Anlage 1 erarbeiteten „Radstrategie 
Darmstadt“ wird die Voraussetzung für eine konzeptionelle Fortschreibung des Radverkehrs in 
Darmstadt geschaffen.  
 
In der Arbeitsgruppe „Sofortmaßnahmen“ wurden Verbesserungen im Radverkehrsnetz 
erörtert, die als Kleinmaßnahmen auf Verwaltungsebene angegangen werden können. Hierzu 
zählen u. a. das Setzen von Pollern, um Falschparken auf Geh- und Radwegen zu vermeiden, 
Bordsteinabsenkungen, Grünschnitt, Führung an Baustellen und ähnliche Themen. Die 
Verwaltung stellt in Aussicht, die hier definierten Themenfelder und konkreten 
Verbesserungsvorschläge – sofern keine Einwände aus fachlicher Sicht bestehen – umzusetzen. 
Wie der Quartalsbericht 1/2019 (siehe Anlage 2) zeigt, wurde hier an vielen Stellen bereits 
verbessert. Es wurde aber auch deutlich, dass planerische Klein-Maßnahmen wie z. B. der 
Entfall von Parkplätzen zugunsten einer regelkonformen Radverkehrsführung von der 
Verwaltung nicht ohne politischen Beschluss umgesetzt werden können. Die Verwaltung wird 
daher zu entsprechenden Straßenzügen gesonderte Vorlagen einbringen. 
 
In der Arbeitsgruppe „Radnetz“ wurde gemeinsam unter Mitwirkung eines externen Büros das 
noch aus dem Jahr 2006 stammende Radverkehrs-Zielnetz weiterentwickelt. Das Zielnetz 
definiert den Bedarf an Haupt- und Nebenverbindungen im Radnetz. Zudem wurden Szenarien 
entwickelt (Querschnitte), wie Hauptverkehrsstraßen-Abschnitte  gemäß den Forderungen des 
Radentscheids nach baulich getrennten und breiten Radverkehrsanlagen  aussehen könnten 
und welche Auswirkungen dies für die anderen Verkehrsträger (Kfz, ÖPNV, Fuß) hätte. Diese 
Szenarien sind wertvolle Grundlagen für künftig zu erstellende Planungen. An vielen Stellen im 
Stadtgebiet würden sich qualitativ ansprechende Radverkehrsanlagen realisieren lassen, wenn

auf jeweils einen Kfz-Streifen verzichtet wird. Zudem wurde seitens der Verwaltung ein 
Umsetzungs- und Maßnahmenprogramm für die nächsten vier Jahre vorgelegt. Diese 
Umsetzungsstrategie umfasst eine Road-Map von über 50 Einzelmaßnahmen, die abhängig von 
den personellen Ressourcen (z. B. Besetzung offener Stellen) und der politischen 
Beschlusslage umgesetzt werden könnte. Es zeigt sich jedoch in der Diskussion, dass aus Sicht 
des Radentscheids hier viele Maßnahmen nicht den geforderten Qualitätsansprüchen gerecht 
werden (z. B. gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr, abschnittsweise Planungen mit 
Radschutzstreifen), so dass eine Einigung auf ein gemeinsames Maßnahmenprogramm noch 
aussteht. Ziel ist es, hierzu nach der Sommerpause eine gesonderte Vorlage zu den 
Ergebnissen der Arbeitsgruppe „Radnetz“ vorzulegen.      
 
 
Darmstadt, den 06.05.2019 
 
 
Dezernat I       Dezernat III 
i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch     Jochen Partsch 
Oberbürgermeister     Oberbürgermeister

Beratungsverlauf (3)

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Details

Vorlagen-Nr.
2019/0157
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.05.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00