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2021/0303

Kostenanpassung Lichtwiesenbahn

Magistratsvorlage 28.09.2021

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617 Zeichen

Kosten
Entwicklung
Magistratsvorlage 
2018
Prognostizierte 
Kosten nach 
Bauabschluss
Differenz
Gesamtkosten 20,20 Mio. € 26,98 - 28,13 Mio. € 6,78 - 7,93 Mio. €
Zuwendungen aus 
GVFG und FAG 10,74 Mio. € 13,67 - 14,06 Mio. € 2,93 - 3,32 Mio. €
Anteil 
Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 9,46 Mio. € 13,31 - 14,07 Mio. € 3,85 - 4,61 Mio. €
Gründe für Bandbreite der Kostenprognose:
• Schlussrechnungsmengen steht erst gegen Ende 2021 fest
• Weitere Nachträge & Verrechnungen mit TU Darmstadt können nicht exakt abgeschätzt werden
• Fördervolumen steht erst nach Abschluss der Maßnahme in der zweiten Jahreshälfte 2022 fest

2021/0303

7108 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
30.09.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III      an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0303 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 547020      
Kostenstelle:  066-190-1000      Investitionsnummer:  09066-6101       
Kostenträger:  5470-21      Sachkonto: 0960010 
 
Betreff: Kostenanpassung Lichtwiesenbahn  
 
Vorlage vom: 28.09.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Anpassung des Kostenanteils der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von bis zu 
4,61 Mio. Euro netto wird zugestimmt. Damit beläuft sich der Anteil der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt an den Projektgesamtkosten auf bis zu 14,07 Mio. Euro 
netto. 
 
2. Die zusätzlich benötigten Haushaltsmittel werden im Rahmen der Haushaltsberatungen 
2022 unter der Investitionsnummer 09066 -6101 - Lichtwiesenstraßenbahn - im 
Haushaltsjahr 2022 e ingestellt. 
 
Anlagen:  Kostenentwicklung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.09.2021 
 
Letzte Beschlusslage  
Mit dem Beschluss der Magistratsvorlage 2018/0205 durch die Stadtverordneten -
versammlung am 27.09.2018 wurden die Bauneben - und Baukosten des Projektes 
Lichtwiesenbahn auf der Grundlage einer fortgeschriebenen Kostenberechnung angepasst. 
Die damals aktualisierte Kostenberechnung wies einen, von der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt zu t ragenden Anteil in Höhe von ca. 9,46 Mio. Euro netto und einen 
prognostizierten Gesamtkostenbetrag für das Projekt in Höhe von ca. 20,21 Mio. Euro netto 
aus. 
Verursacht wurde die damals notwendige Kostenanpassung durch den Abbruch, Stillstand 
und die Wiede raufnahme der Planungen und aufgrund der seinerzeitigen konjunkturellen 
Entwicklung in der Baubranche.  
HEAG mobilo erhielt im Anschluss daran den Auftrag, alle notwendigen Aufträge zu erteilen, 
um eine zügige und wirtschaftliche Umsetzung des Projektes Li chtwiesenbahn sicher -
zustellen. 
 
Aktueller Projektstand  
Die Bauarbeiten am „Gleisdreieck“ im Bereich der Nieder -Ramstädter Straße (Baufeld 1) 
sind vollständig abgeschlossen. Auch die übrigen vier Baufelder zwischen Gleisdreieck und 
Wendeschleife auf dem TU -Gelände (Baufelder 2 bis 5) sind weitgehend fertiggestellt. Die 
Montage der Fahrleitungen in den Baufeldern 1, 2 und 3 sind in Arbeit. Der Abschluss der 
gesamten Bauarbeiten ist für Ende 2021 vorgesehen.  
 
Kostenentwicklung und deren Ursachen  
Probleme im B auablauf (Leitungslagen und Baugrund) sowie sich daran anschließend 
erforderliche Anpassungen (u. a. Leitungsverlegungen, Mastgründungen, Kampfmittel -
sondierungen) wiesen in den vergangenen Monaten auf eine deutliche Kostenerhöhung hin. 
Im Zuge von Nachver handlungen und rechtlichen Prüfungen sowie einer Vereinbarung über 
einen neuen Bauzeitenplan, konnten die Mehrkosten auf die jetzt bekannte Bandbreite (siehe 
Anlage) festgelegt werden.  
 
Die nun vorliegende aktualisierte Kostenentwicklung prognostiziert fü r das Projekt nach 
Bauabschluss Gesamtkosten von bis zu 28,13 Mio. Euro netto und eine Kostenerhöhung von 
insgesamt bis zu 7,93 Mio. Euro netto. Die sich daraus ergebende notwendige Kostenan -
passung des von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu tragenden Ant eils beläuft sich – nach 
Abzug der GVFG/FAG -Bundesförderung – auf bis zu 4,61 Mio. Euro netto. Der von der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt am Projekt insgesamt zu tragende Kostenanteil nach 
Bauabschluss beläuft sich – nach Abzug der GVFG/FAG -Bundesförderung – auf bis zu 14,07 
Mio. Euro netto.  
 
Die noch verbleibende Bandbreite der Kostenprognose beschreibt die Grenzen der kurz vor 
Bauende noch üblichen Unwägbarkeiten wie abschließend festzustellende Leistungsmengen, 
Verhandlungsergebnisse noch laufender Nachtr äge und Verrechnungen mit der TU 
Darmstadt sowie die abschließende Feststellung des Fördervolumens. Die angezeigten Werte 
stellen jedoch die maximal ermittelten Gesamtkosten dar.  
 
Die Hauptursachen für die anfallenden Mehrkosten ergeben sich aus unvorherg esehenen 
Hürden im Baugrund, der notwendigen Anpassung des Bauablaufs und pandemiebedingten 
Sondereffekten. Ergänzende Maßnahmen im Baugrund betrafen vor allem großflächige 
baubegleitende Kampfmittelsondierungen, aufwendige Arbeiten an den Versorgungsleitu ngen 
und ungewöhnlich heterogene Bodenverhältnisse. Die, für jede dieser ergänzenden

- 4 - 
Maßnahmen erforderliche Anpassung der Bauplanung, erhöhten die Kosten erheblich und 
führten zu ebenfalls kostenintensiven, mehrfachen Änderungen am Bauablauf.  
Auch die Auswirkungen der Corona -Pandemie (Schutzmaßnahmen, Hygienekonzepte, digitale 
Besprechungen), schlugen sich ihrerseits in zusätzlichen Kosten nieder.  
Hinzu kommen Folgekosten aufgrund neuer und veränderter Rahmenbedingungen, wie etwa 
die Neuaufstellung der je weiligen Projektteams und -abläufe, Mehrarbeiten bei 
Planungsbüros und Gutachtern, Anpassung der Bauausführung (z. B. Mastgründung), 
Preissteigerung von Baumaterialien sowie Nachträge und Vergabe zusätzlicher Leistungen.  
Der Planungsstopp, der im Jahr 2017  aufgrund eines gemeinsamen Antrags der 
Oppositionsfraktionen der Stadtverordnetenversammlung verursacht wurde, hat mit seiner 
Auswirkung auf den Bauablauf nicht maßgeblich, aber merklich zu den nun anfallenden 
Zusatzkosten beigetragen.  
 
Fördermittel  
Die nach einem bundesweit standardisierten Verfahren berechnete NKU wurde durch den 
Fördermittelgeber Hessen Mobil geprüft und die Förderfähigkeit letztmalig am 01.11.2018 
bestätigt. Damit gelten die bisher zusagten Fördersummen als sicher.  
Bei Kostenerhöhung en werden auch bei anderen Großprojekten die Mehrkosten in der Regel 
anteilig gefördert.  
Der Nutzen der Lichtwiesenbahn für die Stadt geht über den rechnerischen Nutzen -Kosten-
Faktor hinaus. Er besteht in der umweltfreundlichen, komfortablen Erschließung des 
wachsenden Campus Lichtwiese bei verkehrlicher Entlastung des Woogsviertels und des 
Luisenplatzes.  
 
Nächste Schritte  
Nach dem Bauende für die Verkehrsanlagen beginnt der Probebetrieb. Parallel zur 
Fertigstellung der Außenanlagen folgen im Frühjahr 2022  die Schulungsfahrten für das 
Fahrpersonal. Der Beginn des Fahrgastbetriebs ist gegen Ende April 2022 vorgesehen.  
 
Finanzierung  
Die benötigten zusätzlichen Haushaltsmittel in Höhe von 4,61 Mio. Euro werden im Rahmen 
der Haushaltsberatungen 2022 unter der Investitionsnummer 09066 -6101 - Lichtwiesen-
straßenbahn - im Haushaltsjahr 2022 e ingestellt.  
 
 
 
Dezernat I    Dezernat III    Dezernat IV 
 
 
 
Jochen Partsch    Michael Kolmer    André Schellenberg 
Oberbürgermeister    Stadtrat    Stadtkämmerer

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266 Zeichen

Punkt 15: Kostenanpassung Lichtwiesenbahn 
 (V-Nr. 2021/0303) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Gegenstimmen: SPD, Die Linke., UWIGA/WGD, AfD,  
Stadtve. Neumann (Die Partei) und Stadtve. Dietrich (FW)  
Stimmenthaltung: 1 Stimme aus UFFBASSE und 2 Stimmen aus FDP

anlage 2

297 Zeichen

Punkt 7: Kostenanpassung Lichtwiesenbahn 
 (V-Nr. 2021/0303) 
 
Der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften empfiehlt 
der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Gegenstimmen: Fraktionen SPD, Die Linke., UFFBASSE und UWIGA/WGD 
Stimmenthaltung: FDP-Fraktion

Beratungsverlauf (4)

TOP 7
TOP 332
TOP 15
TOP 7

Orte (1)

  • Nieder-Ramstädter Straße

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Details

Vorlagen-Nr.
2021/0303
Typ
Magistratsvorlage
Datum
28.09.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00