2021/0303
Kostenanpassung Lichtwiesenbahn
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Kosten Entwicklung Magistratsvorlage 2018 Prognostizierte Kosten nach Bauabschluss Differenz Gesamtkosten 20,20 Mio. € 26,98 - 28,13 Mio. € 6,78 - 7,93 Mio. € Zuwendungen aus GVFG und FAG 10,74 Mio. € 13,67 - 14,06 Mio. € 2,93 - 3,32 Mio. € Anteil Wissenschaftsstadt Darmstadt 9,46 Mio. € 13,31 - 14,07 Mio. € 3,85 - 4,61 Mio. € Gründe für Bandbreite der Kostenprognose: • Schlussrechnungsmengen steht erst gegen Ende 2021 fest • Weitere Nachträge & Verrechnungen mit TU Darmstadt können nicht exakt abgeschätzt werden • Fördervolumen steht erst nach Abschluss der Maßnahme in der zweiten Jahreshälfte 2022 fest
2021/0303
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
30.09.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Mobilitätsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0303
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 547020
Kostenstelle: 066-190-1000 Investitionsnummer: 09066-6101
Kostenträger: 5470-21 Sachkonto: 0960010
Betreff: Kostenanpassung Lichtwiesenbahn
Vorlage vom: 28.09.2021
Beschlussvorschlag :
1. Der Anpassung des Kostenanteils der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von bis zu
4,61 Mio. Euro netto wird zugestimmt. Damit beläuft sich der Anteil der
Wissenschaftsstadt Darmstadt an den Projektgesamtkosten auf bis zu 14,07 Mio. Euro
netto.
2. Die zusätzlich benötigten Haushaltsmittel werden im Rahmen der Haushaltsberatungen
2022 unter der Investitionsnummer 09066 -6101 - Lichtwiesenstraßenbahn - im
Haushaltsjahr 2022 e ingestellt.
Anlagen: Kostenentwicklung
Datenschutzrelevante Anlage:
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Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.09.2021
Letzte Beschlusslage
Mit dem Beschluss der Magistratsvorlage 2018/0205 durch die Stadtverordneten -
versammlung am 27.09.2018 wurden die Bauneben - und Baukosten des Projektes
Lichtwiesenbahn auf der Grundlage einer fortgeschriebenen Kostenberechnung angepasst.
Die damals aktualisierte Kostenberechnung wies einen, von der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zu t ragenden Anteil in Höhe von ca. 9,46 Mio. Euro netto und einen
prognostizierten Gesamtkostenbetrag für das Projekt in Höhe von ca. 20,21 Mio. Euro netto
aus.
Verursacht wurde die damals notwendige Kostenanpassung durch den Abbruch, Stillstand
und die Wiede raufnahme der Planungen und aufgrund der seinerzeitigen konjunkturellen
Entwicklung in der Baubranche.
HEAG mobilo erhielt im Anschluss daran den Auftrag, alle notwendigen Aufträge zu erteilen,
um eine zügige und wirtschaftliche Umsetzung des Projektes Li chtwiesenbahn sicher -
zustellen.
Aktueller Projektstand
Die Bauarbeiten am „Gleisdreieck“ im Bereich der Nieder -Ramstädter Straße (Baufeld 1)
sind vollständig abgeschlossen. Auch die übrigen vier Baufelder zwischen Gleisdreieck und
Wendeschleife auf dem TU -Gelände (Baufelder 2 bis 5) sind weitgehend fertiggestellt. Die
Montage der Fahrleitungen in den Baufeldern 1, 2 und 3 sind in Arbeit. Der Abschluss der
gesamten Bauarbeiten ist für Ende 2021 vorgesehen.
Kostenentwicklung und deren Ursachen
Probleme im B auablauf (Leitungslagen und Baugrund) sowie sich daran anschließend
erforderliche Anpassungen (u. a. Leitungsverlegungen, Mastgründungen, Kampfmittel -
sondierungen) wiesen in den vergangenen Monaten auf eine deutliche Kostenerhöhung hin.
Im Zuge von Nachver handlungen und rechtlichen Prüfungen sowie einer Vereinbarung über
einen neuen Bauzeitenplan, konnten die Mehrkosten auf die jetzt bekannte Bandbreite (siehe
Anlage) festgelegt werden.
Die nun vorliegende aktualisierte Kostenentwicklung prognostiziert fü r das Projekt nach
Bauabschluss Gesamtkosten von bis zu 28,13 Mio. Euro netto und eine Kostenerhöhung von
insgesamt bis zu 7,93 Mio. Euro netto. Die sich daraus ergebende notwendige Kostenan -
passung des von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu tragenden Ant eils beläuft sich – nach
Abzug der GVFG/FAG -Bundesförderung – auf bis zu 4,61 Mio. Euro netto. Der von der
Wissenschaftsstadt Darmstadt am Projekt insgesamt zu tragende Kostenanteil nach
Bauabschluss beläuft sich – nach Abzug der GVFG/FAG -Bundesförderung – auf bis zu 14,07
Mio. Euro netto.
Die noch verbleibende Bandbreite der Kostenprognose beschreibt die Grenzen der kurz vor
Bauende noch üblichen Unwägbarkeiten wie abschließend festzustellende Leistungsmengen,
Verhandlungsergebnisse noch laufender Nachtr äge und Verrechnungen mit der TU
Darmstadt sowie die abschließende Feststellung des Fördervolumens. Die angezeigten Werte
stellen jedoch die maximal ermittelten Gesamtkosten dar.
Die Hauptursachen für die anfallenden Mehrkosten ergeben sich aus unvorherg esehenen
Hürden im Baugrund, der notwendigen Anpassung des Bauablaufs und pandemiebedingten
Sondereffekten. Ergänzende Maßnahmen im Baugrund betrafen vor allem großflächige
baubegleitende Kampfmittelsondierungen, aufwendige Arbeiten an den Versorgungsleitu ngen
und ungewöhnlich heterogene Bodenverhältnisse. Die, für jede dieser ergänzenden
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Maßnahmen erforderliche Anpassung der Bauplanung, erhöhten die Kosten erheblich und
führten zu ebenfalls kostenintensiven, mehrfachen Änderungen am Bauablauf.
Auch die Auswirkungen der Corona -Pandemie (Schutzmaßnahmen, Hygienekonzepte, digitale
Besprechungen), schlugen sich ihrerseits in zusätzlichen Kosten nieder.
Hinzu kommen Folgekosten aufgrund neuer und veränderter Rahmenbedingungen, wie etwa
die Neuaufstellung der je weiligen Projektteams und -abläufe, Mehrarbeiten bei
Planungsbüros und Gutachtern, Anpassung der Bauausführung (z. B. Mastgründung),
Preissteigerung von Baumaterialien sowie Nachträge und Vergabe zusätzlicher Leistungen.
Der Planungsstopp, der im Jahr 2017 aufgrund eines gemeinsamen Antrags der
Oppositionsfraktionen der Stadtverordnetenversammlung verursacht wurde, hat mit seiner
Auswirkung auf den Bauablauf nicht maßgeblich, aber merklich zu den nun anfallenden
Zusatzkosten beigetragen.
Fördermittel
Die nach einem bundesweit standardisierten Verfahren berechnete NKU wurde durch den
Fördermittelgeber Hessen Mobil geprüft und die Förderfähigkeit letztmalig am 01.11.2018
bestätigt. Damit gelten die bisher zusagten Fördersummen als sicher.
Bei Kostenerhöhung en werden auch bei anderen Großprojekten die Mehrkosten in der Regel
anteilig gefördert.
Der Nutzen der Lichtwiesenbahn für die Stadt geht über den rechnerischen Nutzen -Kosten-
Faktor hinaus. Er besteht in der umweltfreundlichen, komfortablen Erschließung des
wachsenden Campus Lichtwiese bei verkehrlicher Entlastung des Woogsviertels und des
Luisenplatzes.
Nächste Schritte
Nach dem Bauende für die Verkehrsanlagen beginnt der Probebetrieb. Parallel zur
Fertigstellung der Außenanlagen folgen im Frühjahr 2022 die Schulungsfahrten für das
Fahrpersonal. Der Beginn des Fahrgastbetriebs ist gegen Ende April 2022 vorgesehen.
Finanzierung
Die benötigten zusätzlichen Haushaltsmittel in Höhe von 4,61 Mio. Euro werden im Rahmen
der Haushaltsberatungen 2022 unter der Investitionsnummer 09066 -6101 - Lichtwiesen-
straßenbahn - im Haushaltsjahr 2022 e ingestellt.
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV
Jochen Partsch Michael Kolmer André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtrat Stadtkämmerer
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Punkt 15: Kostenanpassung Lichtwiesenbahn (V-Nr. 2021/0303) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: SPD, Die Linke., UWIGA/WGD, AfD, Stadtve. Neumann (Die Partei) und Stadtve. Dietrich (FW) Stimmenthaltung: 1 Stimme aus UFFBASSE und 2 Stimmen aus FDP
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Punkt 7: Kostenanpassung Lichtwiesenbahn (V-Nr. 2021/0303) Der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: Fraktionen SPD, Die Linke., UFFBASSE und UWIGA/WGD Stimmenthaltung: FDP-Fraktion
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Nieder-Ramstädter Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0303
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 28.09.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00