V/0242/2009
Errichtungsbeschluss: Nutzung von Räumlichkeiten in der Astrid-Lindgren-Schule für Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Gelmer
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Beschlussvorlage
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V/0242/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Errichtungsbeschluss: Nutzung von Räumlichkeiten in der Astrid-Lindgren-Schule für Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Gelmer Beratungsfolge 21.04.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 29.04.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 30.04.2009 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 12.05.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 13.05.2009 Hauptausschuss Vorberatung 13.05.2009 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. In Münster-Gelmer wird eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit errichtet. Dafür werden finanzielle Mittel in Form von Personalkosten im Umfang einer halben Stelle sowie Betriebs-, Programm- und Honorarkosten zur Verfügung gestellt. 2. Die in der Astrid-Lindgren-Schule freistehende Hausmeisterwohnung (ca. 128 qm) wird für diese Zwecke aus Fördermitteln des Bundes (Konjunkturpaket II, vgl. Vorlage V/0137/2009/2) hergerichtet. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Nutzung der gegenüberliegenden derzeit vermieteten Wohnung nach Freizug für eine Nutzung von kinderpädagogischen Angeboten zu prüfen. 4. Die Trägerschaft der Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wird dem Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit Münster-Mecklenbeck e.V. übertragen. Mit dem Trä- ger wird eine Leistungsvereinbarung geschlossen. 5. Es wird zur Kenntnis genommen, dass das Jugendforum Ost sowie Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil Gelmer in die Detailplanung und die Angebotsgestaltung eingebunden werden. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass Investitionskosten in Höhe von 155.000 Euro entstehen. Vorlagen-Nr.: V/0242/2009 Auskunft erteilt: Herr Fuchs Frau Rengshausen Ruf: 492 58 94 E-Mail: FuchsT@stadt-muenster.de Datum: 08.04.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0242/2009 Darüber hinaus entstehen jährliche Brutto-Folgekosten (Gesamtbetriebskosten) in Höhe von max. 35.000 Euro. Der Zuschuss zu den Gesamtbetriebskosten wird noch um entsprechende Trägeran- teile (10 % Eigenanteil) verringert. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die erforderlichen Mittel für die o. g. Sachentscheidung stehen wie folgt im Teilergebnisplan und Teilfinanzplan der nachfolgenden Produktgruppe zur Verfügung: Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit Teilergebnisplan (Zei- le) 15 Transferaufwendungen 2009 ff. 31.500 Um Trägeranteil redu- zierte Gesamtaufwen- dungen Insgesamt: 31.500 Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Finanzmittel für die Investition in Höhe von 155.000 Euro über- bzw. außerplanmäßig bereitgestellt worden sind (Finanzierung aus Bundesfördermitteln – Konjunkturpaket II, vgl. Vorlage V/0137/2009/2). Begründung: 1. Ausgangslage: Bis zum Jahr 2006 wurde die offene Kinder- und Jugendarbeit in Gelmer von der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef Gelmer ehrenamtlich in der Immobilie „Westerheide 1“ durchgeführt. Regelmäßig besuchten vor allem Jugendlichen im Alter ab 13 Jahren die Angebote. Mangels Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern musste das Angebot eingestellt werden. Im Zuge der Umwandlung der Astrid Lindgren-Schule als offene Ganztagsgrundschule zum Schul- jahr 2006/2007 wurde diese Immobilie die direkt am Schulgelände liegt, einer Doppelnutzung - für die offene Ganztagsbetreuung (OGS) der Grundschule sowie für die Zwecke der offenen Kinder- und Jugendarbeit - zugeführt. Aufgrund der jeweiligen sehr unterschiedlichen Anforderungen an die Raumausstattung – und - gestaltung für die verschiedenen Zielgruppen, sowie steigender Betreuungszahlen der OGS ist eine Doppelnutzung nicht mehr möglich. Die Immobilie „Westerheide“ wird inzwischen ausschließlich für die Ganztagsbetreuung der Astrid Lindgren-Schule genutzt, so dass alternative Räum lichkeiten für die Durchführung der offenen Kinder- und Jugendarbeit dringend erforderlich sind. 2. Bedarfsgrundlagen im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit Gelmer verfügt seit einigen Jahren über kein Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Zu- dem fehlen grundlegend Treffpunkte oder anderweitige Begegnungsräume für junge Menschen in diesem Stadtteil. - 3 - V/0242/2009 Darüber hinaus fehlen differenzierte Angebote für junge Menschen wie beispielhaft gezielte Grup- penangebote, Angebote für Mädchen und Jungen und Informations- und Beratungsangebote für junge Menschen gänzlich. Aktuell leben entsprechend der wohnberechtigten Bevölkerungsstatistik (Stand: 31.12.2008) in Gelmer 584 junge Menschen im Alter von 6 bis 20 Jahren. In den kommenden Jahren wird die Anzahl der jungen Menschen in Gelmer laut Bevölkerungsentwicklungsprognose mit etwa 626 Kinder und Jugendliche sehr stabil bleiben bzw. leicht zunehmen. Bereits im Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Münster (2007 – 2009) wurde als ein Leitziel ausgewiesen, dass in jedem Sozialraum (stati stischer Bezirk) wohnortnah Angebote der mobilen und offenen Kinder- und Jugendarbeit vorgehalten werden sollen. Hierbei zeigte sich, dass die Angebotsstruktur in Gelmer überprüft werden musste, da keine befriedigenden Angebotsstruktur der Kinder- und Jugendarbeit existierte. Auf der Grundlage der ausgewerteten Daten innerhalb des Kinder- und Jugendförderplanes be- steht für Gelmer im stadtweiten Vergleich aktuell ein Defizit an Kinder- und Jugendarbeit von ins- gesamt 584 Stunden. Auf dieser Grundlage hat die Verwaltung die Umsetzung von wohnortnahen Angeboten im Stadtteil Gelmer geprüft und unter Beteilung der Institutionen vor Ort und des Jugendforums Ost eine ge- meinsame Situationseinschätzung herbeigeführt. Ziel ist es, zeitnah Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit den entsprechenden Rah- menbedingungen (Räumlichkeiten, Personen, Träger) in Gelmer vorzuhalten. Als passende Immobilie bietet sich vor Ort eine leerstehende Hausmeisterwohnung im 1. OG der Astrid Lindgren-Schule, Gelmerheide 3, an. Diese wurde am 28.07.2008 vom Amt für Immoblien- management der Stadt Münster entwidmet. Im Ergebnis kann die Wohnung somit anderen Zwe- cken, in diesem Fall der dauerhaften Nutzung für die offene Kinder- und Jugendarbeit, zugeführt werden. Dies wurde mit allen Beteiligten - Schulleitung, Amt für Schule und Weiterbildung, Amt für Immobi- lienmanagement einvernehmlich besprochen. Das Jugendforum Ost hat in seiner Sitzung am 03.04.2009 beschlossen, eine Umfrage bei Kindern und Jugendlichen aus Gelmer zur zukünftigen Angebotsgestaltung durchzuführen. 3. Das Raumprogramm und seine Anforderungen Kinder- und Jugendarbeit bedeutet, vielseitige Erfahrungsräume zu bieten, Lernprozesse in der Auseinandersetzung mit anderen und sich selbst anzustoßen. Zentrale Aufgabe der offenen Kin- der- und Jugendarbeit ist Kommunikations- und Begegnungsräume hierfür zu schaffen. In dem Angebotsspektrum der Kinder- und Jugendarbeit sollen junge Menschen ein niedrigschwelliges Angebot vorfinden, welches den Kontakt und die Beziehungen zu und zwischen den Jugendlichen untereinander fördert. Die Immobilie im 1. OG. der Astrid Lindgren-Schul e bietet hierfür mit einer bereits guten Raumauf- teilung auf ca. 128 qm ideale Voraussetzungen. Der offene Kinder- und Jugendbereich soll folgende pädagogisch nutzbaren Räume umfassen: - Offener Kinder- und Jugendtreff = ca. 45 qm - Gruppenküche = ca. 17 qm - Gruppenraum = ca. 16 qm - 4 - V/0242/2009 - Beratungsraum = ca. 15 qm - Büroraum = ca. 12 qm 4. Finanzierung Die Mittel für die Betriebskosten stehen derzeit in der Produktgruppe 0602 zur Verfügung, da die Tariferhöhung von den Trägern der offenen Kinder- und Jugendarbeit noch nicht flächendeckend umgesetzt wurde, die Mittel jedoch in den Haushalt eingestellt worden sind. Sobald die Tariferhö- hungen umgesetzt werden, wird die Verwaltung eine entsprechende Erhöhung des Haushaltsan- satzes anmelden, um die Angebote in Gelmer weiterführen zu können. 5. Trägerschaft Der Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck e.V. verfügt über viel- fache Erfahrungen im Rahmen von kinderpädagogischen Angeboten und Angeboten der Jugend- arbeit. Besonders im Rahmen der Ganztagsbetreuung in den Ferien und als Träger der offenen Ganztagsschule hat sich der Träger profiliert und ist in diesem Rahmen auch bereits in Gelmer tätig. Der Träger wird analog zu vergleichbaren Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit einen Eigenanteil an den Personal-, Betriebs- und Programmkosten von 10 % erbringen. Eine Leistungs- vereinbarung zwischen Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und dem Träger über die konkre- ten Leistungen und die Finanzierung wird zeitnah geschlossen. I.V. Dr. Andrea Hanke Stadträtin Anlagen: Anlage 1: Raumprogramm
Anlage_1
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Vorlage V/0242/2009 Anlage 1: Raumprogramm Anforderungen an die Räumlichkeiten • Offener Kinder- und Jugendtreff => ca. 45 qm Zentrale Aufgabe der offenen Kinder- und Jugendarbe it ist das Angebotsfeld Kommunikation und Begegnung. Jugendliche brauchen Räume in ungezw ungener Atmosphäre, in denen sie sich begegnen, austauschen und neue Erfahrungsräume kennen lernen können. In einem Jugendtreff finden sie ein niedrigschwelliges Angeb ot vor, welches den Kontakt und die Beziehungen zu und zwischen den Jugendlichen untere inander fördert. Er ist gekennzeichnet durch eine kommunikative Atmosphäre, die unterstützt wird durch einen Thekenbereich, verschiedenen Sitzgruppen sowie Spielmöglichkeiten wie z.B. Kicker, Billard, Gesellschaftsspiele etc. Der Jugendtreff soll auch die Möglichkeit bieten, m edienpädagogische Angebote (Internetanschluss, TV, Beamer), Veranstaltungen un d Partys durchzuführen. Deshalb sind entsprechende Elektrosysteme für Sound- und Lichtte chnik erforderlich; ein Abstellraum als Tisch- und Stuhllager ist mit einzuplanen. • Gruppenküche => ca. 17 qm Die Gruppenküche soll den offenen Jugendtreff unterstützen und die Möglichkeit bieten, Kochangebote für Gruppen durchführen zu können. •• •• Gruppenraum => ca. 16 qm Räume zur expliziten Nutzung bieten verschiedenen G ruppen Rückzugsmöglichkeiten (Mädchen, Jungen, Cliquen) und sind für unterschied liche Angebote multifunktional (Ruheraum, Leseraum, Kreativraum) nutzbar. Die Räum e sollten so gestaltet sein, dass sie flexibel eingesetzt werden können. •• •• Beratungsraum => ca. 15 qm Ein separater Raum für Beratungen soll vorgehalten werden. Dieser Raum kann für unterschiedliche Informations- und Beratungsgespräche (Berufsorientierung, Konfliktberatungsgespräche etc.) von mehreren Anbietern genutzt werden. •• •• Büroraum => ca. 12 qm Für das pädagogische hauptamtliche Personal muss es einen Raum für verwaltungstechnische Arbeiten, Vorbereitungen und Nachbereitungen von Angeboten, Besprechungen und Pausen geben. •• •• WC- Sanitärräume Sanitäre Anlagen für Mädchen und Jungen sind getrennt zur Verfügung zu stellen
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
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Zur SitzungOrte (1)
- Westerheide 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0242/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.03.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37