Mandari Insight

A-R/0064/2022

Zukunft Albersloher Weg – so viel Bahn, Bus und Rad wie möglich und so viel Auto wie nötig

Antrag an den Rat 29.11.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.12.2022, TOP 49.6

A-R-0064-2022-CDU-Zukunft Albersloher Weg

· application/pdf

Ansehen

A-R-0064-2022-CDU-Zukunft Albersloher Weg

7272 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0064/2022 
 
RATSANTRAG 
 
 Münster, 29. November 2022 
 
 
Zukunft Albersloher Weg – so viel Bahn, Bus und 
Rad wie möglich und so viel Auto wie nötig 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1. Die Verwaltung entwickelt ein aufeinander abgestimmtes infrastrukturelles 
Maßnahmenpaket für alle Verkehrsteilnehmer des Albersloher Weges mit dem Ziel, 
die zunehmenden Verkehrsbelastungen des Albersloher Weges aufzufangen, die 
verkehrliche Sicherheit zu erhöhen und die Mobilität komfortabler zu gestalten. 
 
2. Die Konzeptentwicklung findet unter Maßgabe der intelligenten Nutzung des 
Straßenraums statt und berücksichtigt Infrastrukturprojekte wie:  
 
 Eine Mobilitätstation an der Kreuzung Osttor mit einer leistungsstarken 
Verkehrsführung  
 Einen dreistreifigen Ausbau bis zum Osttor mit einem Metrobussystem und einer 
durchgehenden separaten Busspur unter der Berücksichtigung des 
Abbiegeverkehrs 
 Durchgängige beidseitige Radwege nach den aktuellen Standards 
 Eine intelligente Ampelsteuerung 
 Eine effektive Veloroutenführung 
 Inklusiv gestaltete Bürgersteige für den Fußverkehr 
 Eine verkehrssichere Querung im Bereich der künftig beidseitigen 
Geschäftsbereiche (Neues Stadtteilzentrum) in Gremmendorf 
 Bahnstationen der WLE-Strecke als multimodale Verknüpfung des Stadt- und 
Regionalverkehrs 
 Bauliche Entlastung der Verkehrspunkte an der Kreuzung Hansaring/Hafenstraße 
 
3. Die Verwaltung legt den zeitlichen und finanziellen Plan für die Maßnahmen bis zu 
nächsten Haushaltsberatung 2024 dar und stellt die liegenschaftlichen 
Voraussetzungen sicher. 
 
 
Begründung: 
 
Münster und das Münsterland sind auf gute Verkehrsverbindungen für über 100.000 tägliche 
Pendler angewiesen. Die Verkehrsplanung soll ein realistisches, ideologiefreies Zukunftsbild 
für alle Verkehrsteilnehmer enthalten.  
 
Das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung für das Jahr 2019 im Bereich Südost weist 47% 
Autoverkehr, 33% Radverkehr und 12% Bus- und Bahnfahrten aus.  
 
Gleichzeitig entstehen bereits oder sind geplant entlang des Albersloher Weges in den 
Stadtgrenzen große Baugebiete. Die gesamte Entwicklungsachse sieht einen Neubau von 
mehr als 5000 neuen Wohnungen in Gremmendorf, Angelmodde, Hiltrup –Ost und im

2 
 
 
 
Nachbarkreis Warendorf bis zur Flächenentwicklung beidseitig des Albersloher Wegs inkl. 
ehemaliges OSMO-Gelände. 
 
Bevölkerungszuwachs aufgrund von Neubauflächen mit der dazugehörigen Infrastruktur 
bewirken weitere Verkehre. Das vergrößert den Druck auf den Umbau vorhandener 
Verkehrsflächen. Beispielhaft für diese Bauvorhaben ist das Baugebiet nördlich Osttor (B-
Plan 628). Hier sollen insgesamt ca. 1.000 Wohneinheiten entstehen. Mit Aufstellung des 
Bebauungsplanes ist gleichzeitig beabsichtigt, den Bestand der Sportflächen des TuS Hiltrup 
abzusichern und an den erhöhten Bedarf anzupassen. Des Weiteren soll ein Velo Park mit 
verschiedenen Rad- und Rollstrecken gebaut werden, der die verschiedensten Bedarfe für 
eine möglichst große Zielgruppe berücksichtigt. Ferner ist geplant, Flächen für 
amerikanische Sportarten (u.a. Football) zu realisieren. Zu einem neuen Quartierszentrum 
gehören ebenfalls gut erreichbare Nahversorgungsmöglichkeiten, die die Bedarfe decken 
und die Aufenthalts- und Kontaktmöglichkeiten im Quartier verbessern. Ebenso gehört 
sowohl eine Grundschule mit entsprechender Anzahl an Zügen mit Sporthalle als auch eine 
entsprechende Anzahl an Kita-Gruppen zu der notwendigen Infrastruktur.  
 
Der Albersloher Weg muss als eine Hauptverkehrsachse ins südliche Münsterland im 
Kontext der erheblichen zukünftigen verkehrlichen Auswirkungen für die Stadt bewertet 
werden. Der Zustand des Albersloher Weges entspricht jetzt schon lange nicht mehr den 
Erfordernissen einer modernen Mobilität für alle. Im südlichen Bereich weist er nur einseitig 
einen gemeinsamen Geh- und Radweg auf und die Straßenentwässerung erfolgt in Form 
von Straßenseitengräben. Zu den einmündenden Straßen sind vielfach keine 
Abbiegestreifen vorhanden. Mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs kommt die Straße an 
ihre Leistungsgrenzen und die Anwohner und Nutzer werden unter hohen Qualitätsverlusten 
leiden. Die Auswirkungen durch Stau und Schleichverkehr belasten zudem die Umwelt und 
stehen in Widerspruch zu den Nachhaltigkeitszielen der Stadt.  Trotz unterschiedlicher 
Planungen lässt die Umsetzung auf sich warten. Der Albersloher Weg genügt weder den 
verkehrlichen Anforderungen noch erfüllt er die gestalterischen Ansprüche an einen 
innerstädtischen Verkehrsraum (Vgl. V/0833/2013).  
 
Daher müssen der bedarfsgerechte Ausbau und die Neugestaltung des Albersloher Wegs 
unter Berücksichtigung einer intelligenten Nutzung des Verkehrsraums für alle Teilnehmer 
jetzt angegangen werden. Dazu gehört u.a. ein Ausbau und eine Einrichtung von 
durchgehenden Busspuren und ein Einsatz von Metrobussystem. Der Einsatz eines zügigen 
und komfortablen Metrobussystems mit einer direkten Anbindung an die Innenstadt von 
Münster eröffnet die Möglichkeit im Kreuzungsbereich Albersloher Weg / Osttor eine 
Mobilstation einzurichten. Der Wechsel an der Stadtgrenze vom Auto auf den ÖPNV muss 
schneller und genauso einfach sein, wie die individuelle Anreise in die Innenstadt. 
Zusätzliche Abbiegespuren sind notwendig, damit der Verkehrsfluss gewährleistet bleibt. Die 
zukünftigen Radwege sollen den aktuellen Standards angepasst und vom Fußweg getrennt 
werden, damit alle Nutzer sicher und komfortabel unterwegs sein können.  
 
Im Bereich der künftig beidseitigen Geschäftsbereiche der sog. „Neuen Mitte“ sind 
großflächige Querungsmöglichkeiten mit besonderem Augenmerk auf den Komfort für 
Fußgänger einzurichten, um den Albersloher Weg als trennendes Element zu überwinden, 
beide Seiten komfortabel miteinander zu verbinden und dadurch die Aufenthaltsqualität des 
Ortes zu erhöhen. 
 
Im Zuge der Entstehung der WLE Strecke sollen Parkmöglichkeiten für PKW und Fahrräder 
an den Bahnhaltepunkten sowie eine Erschließung der Wohngebiete im Korridor der WLE 
Strecke berücksichtigt werden. Die Bahnstationen stellen dabei eine multimodale 
Verknüpfung des Regional-und Stadtverkehrs dar. 
 
Die CDU steht für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik, in der die unterschiedlichen 
Verkehrsträger, wie Fahrradfahrer, Fußgänger, der ÖPNV und das Auto, ineinandergreifen

3 
 
 
 
und ein gemeinsames Infrastrukturnetz bilden. Die Zukunft Münsters wird in entscheidendem 
Maße vom Grad der urbanen Öffentlichkeit (Orte und Plätze, die allen uneingeschränkt 
zugänglich sind), der intelligenten Vernetzung und der Lenkung der unterschiedlichen 
Verkehrsträger abhängig sein. Wir stehen vor der Aufgabe, den Verkehrsraum unter den 
Verkehrsträgern neu aufzuteilen, um einerseits die Lebensqualität auch hinsichtlich Umwelt 
und Klima zu verbessern und anderseits die nötige Mobilität zu sichern. 
 
Die Veränderungen des Mobilitätssystems benötigen eine aktive Flächengestaltung. Eine 
Neustrukturierung des öffentlichen Raums um den Albersloher Weg soll dabei 
leistungsfähige Verkehrssysteme mit einer nachhaltigen Mobilität in Einklang bringen und die 
Sicherheit und Aufenthaltsqualität der Menschen im öffentlichen Raum erhöhen. 
 
 
Gez. Stefan Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

14.12.2022 Rat
TOP 49.6 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Albersloher Weg
  • Hafenstraße 3
  • Hansaring
  • Osttor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
A-R/0064/2022
Typ
Antrag an den Rat
Datum
29.11.2022
Erstellt
29.11.2022 16:07