1352/2017
Tätigkeitsbericht des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik 2016
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Anlage 1 - Tätigkeitsbericht 2016
105382 Zeichen
Tätigkeitsbericht 2016
Amt für Straßen und Verkehrstechnik
Herausgeber: Amt für Straßen und Verkehrstechnik
Verantwortlich: Heribert Krichel (Abteilung Zentrale Aufgaben)
Redaktion/Layout: Jörg Kijanski, Heidrun Langhans, Michaela Neumann,
Anja Weiß
© Titelfoto: fotolia
Druck: Digitaldruck Kriewett Köln
Köln im April 2017
„Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten,
hat sehr viel Großes hervorgebracht.“
(Georg Christoph Lichtenberg)
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein arbeitsintensives Jahr liegt einmal mehr hinter uns. Zahlreiche
große, mittlere und kleinere Projekte konnten realisiert oder ange-
stoßen werden. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen für unsere
Arbeit nicht grundlegend geändert haben, so konnte dennoch mit den
vorhandenen personellen und finanziellen Mitteln viel erreicht wer-
den. Einen informativen Querschnitt über unsere Arbeit finden Sie in
diesem Rückblick, in dem nicht nur sogenannte „Leuchtturmprojek-
te“, sondern bewusst auch einige der vermeintlich „unbedeutenden“
Maßnahmen vorgestellt werden. Schließlich arbeiten wir nicht nur an
der „Schlossallee“. Klaus Harzendorf
Zwei wichtige Neuerungen für den Radverkehr möchte ich an dieser Stelle besonders her-
vorheben: Die Öffnung der Fußgängerzonen sowie die Aufhebung der Radwegbenutzungs-
pflicht auf einem ersten Teilstück der Ringe. Vor allem die tagsüber enorm stark frequentier-
ten Hohe Straße und Schildergasse sind jetzt zwischen 20 und 11 Uhr sowie an Sonn- und
Feiertagen ganztägig für den Radverkehr freigegeben. Auf dem Hansaring können zwischen
der Straße Am Kümpchenshof und der Ritterstraße die Radfahrerinnen und Radfahrer nun
entscheiden, ob sie den vorhandenen baulichen Radweg oder die Straße benutzen möchten.
Eine weitere, wichtige Aufgabe war und ist die Erneuerung und Erhaltung des Straßenraums.
Hierbei wird der Straßenraum nicht nur eins zu eins wiederhergestellt, sondern auch umge-
staltet. Ziel ist eine wohnliche, schadstoffarme Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Dabei
spielt die Förderung der Verkehrsträger des Umweltverbundes eine tragende Rolle. Grund-
lagen der Planung sind zudem die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Schaffung
eines leistungsfähigen Straßennetzes. 2016 befanden sich rund hundert Straßen in der Um-
planung.
Die Umrüstung alter Ampelanlagen, die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, eine ver-
stärkte Unfallprävention, die Entwicklung zukunftsweisender Verkehrs- und Mobilitätskonzep-
te und vieles, vieles mehr haben uns gefordert. Dabei konnten wir auf die Unterstützung un-
serer zahlreichen Partner zurückgreifen, bestehende Kooperationen vertiefen und neue in
die Wege leiten.
Abschließend wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre!
Klaus Harzendorf
Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik
Inhaltsverzeichnis
Zentrale Aufgaben .................................................................................................... 5
Personal ................................ ................................ ................................ ............................ 5
Finanzen ................................ ................................ ................................ ............................ 5
Zentrales Projektmanagement ................................ ................................ ........................... 6
Vergaben ................................ ................................ ................................ ........................... 7
Verkehrssicherheitsarbeit ................................ ................................ ................................ .. 8
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ......................12
Öffentliche Beleuchtung ................................ ................................ ................................ ....14
Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV) ................................ ...........................15
Planung ................................................................................................................... 17
Innenstadt ................................ ................................ ................................ .........................17
Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ...................18
Lindenthal ................................ ................................ ................................ .........................19
Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ ..........................20
Nippes ................................ ................................ ................................ .............................. 22
Chorweiler ................................ ................................ ................................ ........................23
Porz ................................ ................................ ................................ ................................ ..24
Kalk (mit Deutz) ................................ ................................ ................................ ................26
Mülheim ................................ ................................ ................................ ............................27
Parkraumkonzepte ................................ ................................ ................................ ............28
Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen ................................ ......31
Radverkehr ................................ ................................ ................................ .......................33
Verkehrsplanung ................................ ................................ ................................ ...............37
Bau und Unterhaltung ............................................................................................ 41
Innenstadt ................................ ................................ ................................ .........................41
Deutz ................................ ................................ ................................ ................................ 42
Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ...................43
Lindenthal ................................ ................................ ................................ .........................44
Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ ..........................45
Nippes ................................ ................................ ................................ .............................. 46
Chorweiler ................................ ................................ ................................ ........................47
Porz ................................ ................................ ................................ ................................ ..48
Kalk ................................ ................................ ................................ ................................ ..49
Mülheim ................................ ................................ ................................ ............................50
Aufgrabungskontrollmanagement ................................ ................................ .....................51
Bauhof ................................ ................................ ................................ .............................. 53
Grundsatzangelegenheiten ................................ ................................ ............................... 54
Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen ................................ ................................ ....56
Verkehrsmanagement ............................................................................................ 57
Planung und Ausführung von Ampelanlagen ................................ ................................ ....57
Baustellen und Container ................................ ................................ ................................ ..59
Baustellenkontrolldienst ................................ ................................ ................................ ....59
Baustellenmanagement ................................ ................................ ................................ ....60
Behindertenparkplätze im öffentlichen Straßenraum ................................ .........................61
Verkehrserhebungen ................................ ................................ ................................ ........62
Wegweisung ................................ ................................ ................................ .....................62
Wichtige Telefonnummern ..................................................................................... 65
Organigramm des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik ............................... 67
5
Zentrale Aufgaben
Personal
Auf insgesamt 357,5 Stellen sind im Amt für Straßen und Verkehrstechnik 370 Mitarbeiterin-
nen und Mitarbeiter aktiv. Zum Vergleich: Im Vorjahr besetzten 362 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter die vorhandenen 343 Stellen. Von den 357,5 aktuellen Stellen entfallen 14 Tech-
nikerstellen und 89 Arbeiterstellen auf den Bauhof, 36,5 Techniker- und Ingenieurstellen ver-
teilen sich auf die Unterhaltungsbezirke, 66,5 sind der Planung und 82,3 der Abteilung Ver-
kehrsmanagement zugeordnet. Die Stellen in der Abteilung Verkehrsmanagement sind zu
rund einem Drittel in die Planung und Unterhaltung von Lichtsignalanlagen eingebunden. 16
Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in einer Teilzeitbeschäftigung.
Insgesamt wurden 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt, die sich extern beworben
haben, 38 Personen wurden aus anderen Bereichen der Verwaltung freien Stellen zugesetzt.
Finanzen
Das Gesamtvermögen des Amtes beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf rund 752 Millio-
nen Euro. Hiervon entfallen einschließlich der im Bau befindlichen Anlagen 747 Millionen
Euro auf das Straßenvermögen.
Auszahlungen für Betrieb und Un-
terhaltung, konsumtiv
Auszahlungen, investiv
6
Zentrales Projektmanagement
Auf der Grundlage der Erfahrungen und Optimierungsbedarfe aus dem angelaufenen Echt-
betrieb wird die Multiprojektmanagement-Software MaVis kontinuierlich weiter entwickelt, um
so den amtsspezifischen Anforderungen gerecht werden zu können.
24,20 €
22,30 €
26,50 €
22,00 €
31,80 €
16,00 €
24,50 € 25,90 €
27,70 € 26,80 €
40,20 €
46,80 €
52,40 €
49,70 €
58,60 €
€0
€10
€20
€30
€40
€50
€60
€70
2012 2013 2014 2015 2016
Millionen
bestehende Mittelbindungen per 31.12.
jährlicher Mittelabfluss
Summe
Entwicklung der investiven Mittelbindungen und –abflüsse
in den Jahren 2012 bis 2016
7
60,4% 0,8%
9,0%
5,7%
2,5%
10,9%
10,7%
Alle Summen in 2015 auf einen Blick
Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben
freihändige Vergaben Angebotbeiziehung
Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben
Auf-/ Abgebotsverfahren
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
1600
1800
2000
45 5 69 14
97
272 296
1427
22 36 68 18
115
346 234
1716
Alle Vergaben in 2015 und 2016
im Vergleich
Vergaben 2015
Vergaben 2016
36,6%
22,9%
8,8%
7,4%
1,9%
11,9%
10%
Alle Summen in 2016 auf einen Blick
Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben
freihändige Vergaben Angebotbeiziehung
Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben
Auf-/ Abgebotsverfahren
Vergaben
0
2.500.000
5.000.000
7.500.000
10.000.000
12.500.000
15.000.000
17.500.000
20.000.000
22.500.000
25.000.000
27.500.000
30.000.000
32.500.000
35.000.000
37.500.000
40.000.000
42.500.000
45.000.000
Auftragsvergabe im Überblick
Auftragsvergabe 2015 in EUR (gesamt)
Auftragsvergabe 2016 in EUR (gesamt)
8
Monteure im Einsatz beim Fahrradcheck im Rheinpark
Verkehrssicherheitsarbeit
„Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark
Wieder hatten die Kölnerinnen und
Kölner Gelegenheit, ihre Fahrräder
kostenlos überprüfen zu lassen. Der
Fahrradcheck „Alles im grünen Be-
reich“ ist Teil einer bereits mehrjäh-
rigen Tradition in Köln und findet in
der Regel zweimal jährlich statt. Die
vorgestellten Fahrräder werden da-
bei durch Fachleute der Zweirad-
werkstatt 180° auf ihre Verkehrssi-
cherheit hin überprüft. Erfahrungs-
gemäß reichen die festgestellten
Mängel von defekter Beleuchtung,
über ausgeleierte Bremsen bis hin
zu Fahrrädern, die auseinanderzufal-
len drohen. Fahrradfahrerinnen und
Fahrradfahrer werden auf mögliche
Reparaturbedarfe hingewiesen und
freuen sich regelmäßig über kleine Montagen, die auch vor Ort schon geleistet werden. Be-
reits beim ersten Termin im September wurden rund 130 Fahrräder überprüft. Die Resonanz
der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aber auch vorbei flanierender Bürgerinnen und
Bürger war an beiden Terminen wieder groß.
Kampagnen zur Akzeptanz von Lichtsignalanlagen – „Köln steht bei Rot“ und
„Ich verpfeif‘ dich!“
Die sonst eher schmucklosen Symbolfiguren
der Ampelsignale, die roten und grünen Am-
pelmännchen: seit 2014 werden sie bei ihrer
Arbeit unterstützt. Lebende Pantomimen,
knallrot und grün bekleidet, kommen immer
wieder vor Ort zum Einsatz. Mit deutlichen
Gesten mahnen sie Rotsündige und loben die,
die alles richtig machen – bei Grün.
Der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenver-
kehr“, der sich aus Vertretern der Kölner Ver-
kehrs-Betriebe (KVB), der Polizei und der
Stadt Köln zusammensetzt, tritt mit seiner
Verkehrssicherheitskampagne „Köln steht bei
Rot“ regelmäßig auf um insbesondere Fuß-
gängerinnen und Fußgänger sowie Menschen
auf dem Fahrrad daran zu erinnern, wie wich-
tig es ist, die Ampeln zu beachten.
Mit einer neuen Plakatkampagne - die Am-
pelmännchen als Motiv - wird das Vorhaben
von der Stadt unterstützend fortgeführt. In
diesem Sinne befährt auch eine „Ampelmänn-
chen-Straßenbahn“ seit August 2016 das Köl-
ner Stadtgebiet und trägt zur allgemeinen
Aufmerksamkeit bei.
9
Hilfestellung und Anleitung gibt Anke Prinz bei den ersten Rollversuchen mit
Laufrädern ohne Sattel
Bei der Aktion „Ich verpfeif‘ dich!“, die auch Bestandteil des Verkehrssicherheitsprogramms
ist, erteilen Grundschülerinnen und -schüler Fußgängerinnen und Fußgängern die bei Rot
die Straße überqueren mit Trillerpfeifen einen deutlichen Anpfiff. Anschließend wenden sich
die Kinder erläuternd an die Ertappten und erinnern an die Gefahren bei Rotlichtverstößen,
mit gleichzeitigem Appell an die Vorbildfunktion der erwischten Erwachsenen.
Die Kampagnen wurden ins Leben gerufen, weil sich im Kölner Stadtgebiet immer wieder
schwerste Unfälle ereignen, wenn das Rotsignal von Ampeln missachtet wird.
Verkehrssicherheitsaktionen für Flüchtlinge
Der Ruf nach gezielten Verkehrssicherheitsaktionen wurde mit steigenden Flüchtlingszahlen
auf Kölner Stadtgebiet immer lauter. Viele der neu Eingereisten sind mit dem Großstadtver-
kehr in unserem Land nicht vertraut; es kommt zu gefährlichen Situationen. Zwar gibt es laut
Unfallstatistik bisher noch keine verstärkten Unfallbeteiligungen von Flüchtlingen, dennoch
halten die Kooperationspartner Aktionen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für einen
wichtigen Schritt im Sinne der Integration.
„Die ersten Schritte“
Der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ veranstaltete Schulungen in den Flüchtlings-
unterkünften Ringstraße und Eygelshovener Straße in Rodenkirchen. In vier Terminen wur-
den Eltern und Kindern grundlegende Verkehrsregeln vermittelt. Inhaltlich war der Fokus auf
Fußgängerinnen und Fußgänger und damit auf die grundlegenden Mobilitätsbedürfnisse im
Gastland gerichtet. Die Unterrichte fanden mit Unterstützung durch einen Dolmetscher statt
und wurden mit einem gemeinsamen Spaziergang im Umfeld der Flüchtlingsheime abge-
schlossen.
„Integration auf zwei Rädern“
In Kooperation mit dem Caritas-Verband wurde fünfzehn Frauen die Teilnahme an einem
Fahrradkurs für Anfängerinnen in der Jugendverkehrsschule in Nippes ermöglicht. Die dip-
lomierte Fahrradlehrerin Anke Prinz leitete die Kurse. Auf dem geschützten Gelände hatten
die Frauen zehn Wochen lang, jeweils freitags die Gelegenheit, erste „Schritte“ auf dem
Fahrrad zu trainieren.
10
Auftaktveranstaltung an der Kölner Rennbahn
Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“
Mittlerweile schon fester Teil im Programm
der Verkehrssicherheitsarbeit: die kostenlo-
sen Seniorenfahrradkurse. Neben den zwei
Trainings in der Jugendverkehrsschule in
Nippes fand erstmalig ein Kurs in Neubrück
statt. Beiderseits des Rheins hatten Seniorin-
nen und Senioren damit Gelegenheit, unter
Anleitung einer zertifizierten Radfahrlehrerin,
ihre Fahrradfertigkeiten „aufzupolieren“. Die
teilnehmenden 15 Personen erhielten wäh-
rend der jeweils einwöchigen Kurse im Mai
und im Juni, umfassende Trainings und die
Möglichkeit, ihre Fahrräder durch Monteure
der Fahrradwerkstatt 180° überprüfen zu las-
sen. Den Abschluss bildete eine Fahrt ins
„Grüne“; heraus aus dem geschützten Ver-
kehrsbereich in den echten Straßenverkehr.
Stadtmeisterschaften der Schulen – Sicheres Radfahren für Schülerinnen und Schüler
Neben eigenen Verkehrssicherheitskampagnen werden auch Aktionen der Netzwerkpartner
unterstützt. Dazu zählen die „Stadtmeisterschaften“ vom Arbeitskreis „Verkehrserziehung“
(AVEK). Bei diesem Wettkampf treten Akteure weiterführender Schulen gegeneinander an.
Dabei wird ein Parcours möglichst ohne Fehler überwunden. Mit diesem Training werden
Fähigkeiten im Radfahren sowie die allgemeine Mobilität der Schulkinder gefördert. Der
Wettkampf wird von hier personell und finanziell unterstützt.
Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ – Die Aktion an Kölner Grundschulen
Viele sind sich auf dem Rad, zu Fuß oder auf
Inlinern der Gefahr nicht bewusst, die droht,
wenn neben ihnen fahrende Fahrzeuge nach
rechts einbiegen und sie im „Toten Winkel“
nicht wahrnehmen. Durch dieses optische
Phänomen ereignen sich immer wieder tragi-
sche Unfälle, auch in Köln. Um besonders die
schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und
Verkehrsteilnehmer - die Schulkinder - auf die-
se drohende Gefahr aufmerksam zu machen,
entwickelte der Arbeitskreis „Sicherheit im
Straßenverkehr“ die Verkehrssicherheitsaktion
„Toter Winkel“. Dabei wird Grundschulkindern
nach einer Vorstellung im Klassenzimmer das
Ausmaß des „Toten Winkels“ auf dem Schulhof
demonstriert. Das richtige Verhalten in dieser
Situation wird besprochen und die Kinder erhal-
ten weitere Informationen.
Gemeinsam mit dem ADAC, der Polizei und den „Transportbotschaftern e.V“ wurde die Akti-
on von März bis Juni erstmals mit mehr als 200 Grundschulklassen durchgeführt. Besonders
eindrucksvoll gestaltete sich dabei die Auftaktaktion im März. Hier stellten die beteiligten Ak-
tionsakteure – der ADAC, die Polizei, die Transportbotschafter und die Stadt Köln – ihre
Fahrzeuge auf dem Parkplatz der Rennbahn auf und demonstrierten hier im „großen Fuhr-
park“ gemeinsam mit verschiedenen Schulklassen die Gefahren im toten Winkel.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlussfahrt
11
Das Fahrradquiz - Kampagne für fahrradbegeisterte Besserwisser
Das Kölner Fahrradquiz, zum 11. Mal - ein „köl-
sches Jubiläum“. Wieder waren alle eingeladen,
ihr Wissen an zehn Fragen zu wichtigen Fahrrad-
regeln zu erproben. Richtige Antworten nahmen
an einer Verlosung teil, bei der es hochwertige
Preise zu gewinnen gab. Schulklassen, die sich
geschlossen am Quiz beteiligten, hatten zudem
die Möglichkeit, ihre Klassenkasse mit bis zu 300
Euro zu „versilbern“:
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das
Quiz im Internet lösten, erhielten ein Feedback
und hatten so die Möglichkeit, Fehler zu über-
denken. Rund 1600 Personen, doppelt so viele
wie zuvor, beteiligten sich an dem Quiz. Vierzehn
Schulen mit 24 Klassen bewarben sich um die
ausgelobten Geldpreise.
Die Preisverleihung fand kurz vor den Sommerferien feierlich im Stadthaus Deutz statt. An-
schließend ging es für die Kinder in den Kölner Zoo – ein geschenkter Tag!
Regelmäßige Verkehrssicherheitsaktionen zum Schuljahresbeginn durch den Arbeits-
kreis „Sicherheit im Straßenverkehr“
Elternbefragung
Am Einschulungstag der Erstklässler und Erstklässlerinnen wurde an einzelnen Schulen in
allen Stadtbezirken eine Elternbefragung zum Thema „Sicherer Schulweg“ durchgeführt. Im
Anschluss an die Befragung erfolgt gemäß den Hinweisen aus dem Elternkreis eine Über-
prüfung der Schulwege und der örtlichen Situationen. Erkennbare Gefahrenpunkte werden in
der Folge beseitigt, Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf dem Schulweg der
Kinder umgesetzt. Außerdem werden die Eltern im Gespräch daran erinnert, dass es nötig
ist, den Schulweg mit den Kindern zu proben und den sichersten Weg zu nutzen.
Plakatkampagne
Nach den langen Sommerferien müssen alle wieder mit Schulkindern und insbesondere mit
unerfahrenen Schulneulingen im Straßenverkehr rechnen. Daher wird jedes Jahr in Mega-
Light-Anlagen großformatig plakatiert, um auf die besondere Situation der Schulanfänger
und Schulanfängerinnen aufmerksam zu machen.
Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen
Tempoverstöße in der Umgebung von Schulen führen immer wieder zu gefährlichen Situati-
onen. Deshalb wurden an zehn Tagen vor insgesamt neun Schulen Geschwindigkeits-
Messanlagen installiert. Die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge wurde dem Fahrer
oder der Fahrerin dabei jeweils per LED-Display unmittelbar angezeigt, ohne Verstöße zu
ahnden. Ziel war es vielmehr, ein überhöhtes Tempo darzustellen um zu sensibilisieren und
die Akzeptanz zu steigern. Die Anlagen wurden in der Nähe dieser Schulen installiert: GGS
Zwirnerstraße (Altstadt Süd); GGS Godorfer Straße (Immendorf); GGS Breslauer Straße
(Weiden); GGS Nußbaumerstraße (Neuehrenfeld); GGS Longericher Hauptstraße (Longe-
rich); GGS Merianstraße (Chorweiler); GGS Humboldtstraße (Porz); GGS Europaring (Neu-
brück) und GGS/KGS Alte Wipperfürther Straße (Mülheim). Alle Verkehrssicherheitsaktionen
wurden aus Fördermitteln des Landes und aus Eigenmitteln der Stadt Köln finanziert.
Die Gewinnerklassen des Hildegard-von-Bingen-
Gymnasiums, des Gymnasiums Siegburg und der
Hauptschule Tiefentalstraße
12
Klaus Harzendorf, Helga Blömer -Frerker und
Andreas Hupke sperren die Zülpicher Straße im
Rahmen des Verkehrsversuchs
Arbeit der Unfallkommission und Teilnahme an der Landesunfallkommission
Unfallkommissionen, deren Arbeit in der Bewertung und Beseitigung von Unfallhäufungsstel-
len besteht, sind durch die Straßenverkehrsbehörden einzurichten. Als Mitglieder sind Stra-
ßenbau-, Polizei- und Straßenverkehrsbehörde an der Aufgabe zu beteiligen, als zuständige
Aufsichtsbehörde ist hier die Bezirksregierung Köln eingebunden, bei Bedarf auch weitere
Institutionen oder Verbände (z. B. Fahrradverbände, KVB etc.).
Unfallauffällige Kreuzungen werden durch die Polizei nach einem im Runderlass vorge-
schriebenen Schlüssel als Unfallhäufungsstellen identifiziert und der Straßenverkehrsbehör-
de gemeldet. Hier werden die Meldungen gesammelt und in einer Sitzung der Unfallkommis-
sion durch die Beteiligten diskutiert. Dabei werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung
der Unfälle beschlossen. Bei Bedarf werden Örtlichkeiten auch durch die Unfallkommission
besichtigt. Nach Festlegung der Beschlüsse sind die beteiligten Behörden daran gebunden
und zu einer zeitnahen Umsetzung der Maßnahmen verpflichtet. Insgesamt fanden fünf Sit-
zungen der Unfallkommission statt, in denen rund 50 Unfallhäufungsstellen besprochen und
bearbeitet wurden.
Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik nimmt als Straßenverkehrsbehörde bei Bedarf
zusätzlich an den Sitzungen der Landesunfallkommission teil, die als übergeordnetes Gre-
mium beratend und unterstützend auf die Unfallkommissionen im Land Nordrhein-Westfalen
einwirkt.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressetermine und Pressekonferenzen,
Kommunikation und Information
Die Öffentlichkeit wurde in zahlreichen
Terminen vor Ort und in Pressekonferenzen
über die großen Themen, die verkehrs-
technisch und -strategisch bewegen, aus-
führlich informiert. Neben den regelmäßig
kommunizierten wichtigen Punkten wie Bau-
stellen in den Sommerferien, akute und mit-
telfristig anstehende Großbauvorhaben im
und mit Einfluss auf das Stadtgebiet und
Maßnahmen im Weihnachtsverkehr rief der
Start des Verkehrsversuchs „Sperrung der
Zülpicher Straße“ ein großes mediales Inte-
resse hervor.
Auch geplante und durchgeführte Maßnahmen zur Stärkung alternativer Verkehrsmittel und
zur Förderung des Radverkehrs gaben wiederholt Anlass zur Berichterstattung. Die Aufhe-
bung der Radwegbenutzungspflicht auf dem Hansaring und die temporäre Öffnung der gro-
ßen Fußgängerzonen für den Radverkehr in der Innenstadt sind wesentliche Themen aus
dem vielfältigen Aufgabenspektrum der Radverkehrsförderung, die öffentlichkeitswirksam
begleitet werden. Durch gut bediente Werbeplätze und eine intensive flankierende Öffent-
lichkeitsarbeit wurden im Rahmen der Aktionen „Stadtradeln“, „Kölner Fahrradquiz“ und des
Mitarbeiterwettbewerbs „Mit dem Rad zur Arbeit“ zahlreiche Menschen zur aktiven Teilnah-
me mobilisiert.
13
Zur Ankündigung der beginnenden Umgestaltungsarbeiten auf dem Chlodwigplatz hat ein
Informationsabend stattgefunden. Auch der Start der Baumaßnahme auf der Maastrichter
Straße wurde nach zwei erfolgten Bürgerbeteiligungen weithin bekannt gemacht. Als Teilpro-
jekt im Rahmen des städtebaulichen Masterplanes und im innerstädtischen Bedeutungsge-
biet liegend, wurden zur Einfriedung des Baufeldes repräsentative Banner hergestellt. Groß-
formatig und zur optischen Harmonisierung innerstädtischer Bauflächen kamen Banner auch
auf den Baustellen Elogiusplatz und Hermann-Josef-Platz zum Einsatz; beides Maßnahmen
aus dem städtebaulichen Masterplan Innenstadt, in bedeutender internationaler Lage.
Seit Einrichtung des Baustellenmanagements ist die interne Kommunikationsstruktur inso-
weit verändert, dass zu sämtlichen Baumaßnahmen, die auf dem sogenannten „mobilitätsre-
levanten Straßennetz“ stattfinden, pressewirksam berichtet wird. Auch kleinere Arbeitsstellen
werden dabei berücksichtigt, da auch sie zu größeren Auswirkungen im immer stärker belas-
teten Straßenverkehr führen können. Im Betrachtungszeitraum wurden über 270 Pressemit-
teilungen herausgegeben, die sich allein auf Straßenbaustellen inklusive Signalisierungs-
und Beschilderungsmaßnahmen, bauvorbereitende Arbeiten, Markierung, Informationen zum
Parken sowie Maßnahmen im Radverkehr bezogen. Zum Vergleich waren es im Vorjahr
rund 150 herausgegebene Pressemeldungen.
Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung
Über größere Straßenumgestaltungen wurden
betroffene Bürgerinnen und Bürger wieder vor Ort
von unseren Fachleuten ausführlich informiert. Im
Anschluss an Präsentationen gab es ausgiebig
Gelegenheit, Wünsche, Anregungen aber auch
Kritikpunkte vorzutragen, um diese beim weiteren
Vorgehen, im Sinne einer guten Bürgerbeteili-
gung, nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Infor-
miert und zusammen gearbeitet wurde in dieser
Form beispielsweise im Hinblick auf die geplanten
Baumaßnahmen Lützlongericher Straße in Longe-
rich sowie Neuerburgstraße in Kalk. Auch über den Planungsstand zur Umgestaltung der
Berrenrather Straße in Sülz wurde nach zwei zuvor durchgeführten Werkstattverfahren im
Rahmen eines Infonachmittags im Bezirksrathaus Lindenthal umfangreich Auskunft erteilt.
Die Projekte „Fahrradschutzstreifen Siegburger Straße“ und „Bewohnerparken in Kalk“ wur-
den ebenfalls vor Ort vorgestellt und diskutiert.
Beispiel - Bauzaunbanner Maastrichter Straße
Infonachmittag Lützlongericher Straße
14
Öffentliche Beleuchtung
Als Zentrale für alle Beleuchtungsangelegenheiten im öffentlichen Straßenland ist das Auf-
gabengebiet „Öffentliche Beleuchtung“ zu verstehen. Dabei ist es Anlaufstelle für alle Kölner
Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Ordnungs- sowie Netzwerkpartner. Dabei werden
die vielfältigen Kommunikationswege intensiv genutzt, besonders das Internetangebot „Sag’s
uns“. Mit der RheinEnergie AG – als Eigentümerin der Beleuchtungsanlagen und Vertrags-
partnerin der Stadt Köln – erfolgen regelmäßig Abstimmungen. Das Projekt „Schaffung von
Lichtpassagen – Reduzierung von Angsträumen“ genießt im Rahmen der Aufgaben immer
noch besondere Aufmerksamkeit. Dies zeigt sich vermehrt auch in den zahlreichen Anfragen
der politischen Gremien und aus der Bevölkerung. Sonderprojekte, wie die jährlich stattfin-
dende weltweite Klimaschutzaktion „Earth Hour“ des WWF Deutschland sowie der „Welt-
Mädchentag“ von Plan International werden von der RheinEnergie AG und der Stadt unter-
stützt. Bei der Earth Hour wird für eine Stunde das Licht am Kölner Dom, der Hohenzollern-
brücke und an den zwölf romanischen Kirchen gelöscht. Am Welt-Mädchentag erfolgte so-
wohl die Anstrahlung des Jan-von-Werth-Denkmals als auch die von St. Pantaleon erstmalig
in Pink, mit dem Ziel, weltweit auf die Benachteiligungen von Mädchen aufmerksam zu ma-
chen.
Die Umsetzung des Schutzkonzeptes für Silvester 2016/2017 wirkte sich nach den Ereignis-
sen des Vorjahres als Schwerpunktthema auch auf die Aufgaben in der Öffentlichen Be-
leuchtung aus. Forderungen nach zusätzlichem Licht und einer Optimierung vorhandener
Beleuchtungseinrichtungen im Domumfeld galt es umzusetzen. Dabei war die Notwendigkeit
einer bedarfsgerechten Beleuchtung mit stadtgestalterischen Aspekten in Einklang zu brin-
gen. So wurden zum Beispiel auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs domseitig zwei neue
LED-Leuchtenmasten aufgestellt und die Dächer von Domforum und Römisch-
Germanischem Museum mit LED-Strahlern versehen. Auf der Frankenwerft wurde die Be-
leuchtung um weitere Rheingartenleuchten ergänzt. Darüber hinaus mussten für Veranstal-
tungen wie Karneval, Tanz in den Mai, Christopher Street Day im Innenstadtbereich Be-
leuchtungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Als Beispiel wurde die Überspannungsanlage in der Zülpicher Straße gegen Leuchtenmas-
ten mit dimmbaren LED-Leuchten ausgetauscht.
Zahlreiche Beleuchtungsanliegen bezogen sich auf Park- und Grünanlagen. Besonders stark
nachgefragt wurde der Hauptweg des Johannes-Giesberts-Parks in Nippes, mit dem drin-
genden Anliegen, ihn mit Licht zu versehen. Umfangreiche Abstimmungs- und Entschei-
LEDs auf dem Römisch-Germanischen Museum
15
dungsprozesse mit finaler Beschlussfassung führten schließlich dazu, dass dem Wunsch
entsprochen werden konnte; der Weg wurde mit dimmbaren LED-Leuchten ausgestattet.
Im nächsten Jahr wird wieder das Konzept – Licht gegen Angsträume – Schaffung von
Lichtpassagen aufgegriffen. Es musste im Hinblick auf die Anforderungen des Schutzkon-
zeptes zunächst zurück gestellt werden. Geplant ist die Illumination weiterer Unterführungen
zur Steigerung von Attraktivität und Sicherheitsgefühl.
Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV)
Im Aufgabengebiet „Ausschuss- und Bezirksvertretungs-Angelegenheiten“ wird das Sit-
zungsmanagement für die Gremien betreut. Zu den Aufgaben gehören neben der Erstellung
sehr umfangreicher Jahresberichte mit ca. 925 Beschlüssen für die Bezirksvertretungen vor
allem die Beantwortung von Anfragen, Stellungnahmen zu Anträgen, Mitteilungen der Ver-
waltung und die Fertigung von Beschlussvorlagen. Für ca. 70 Vorschläge aus dem Bürger-
haushalt 2015 wurde darüber hinaus eine fortgeschriebene Berichterstattung an die Bezirks-
vertretungen gefertigt.
Gremium
Beantwortung
von Anfragen
Stellung-
nahmen zu
Anträgen Mitteilungen Beschlussvorlagen
Rat, Ausschüsse 20 3 35 54
BV Innenstadt 19 3 24 3
BV Rodenkirchen 10 2 5 5
BV Lindenthal 15 2 9 6
BV Ehrenfeld 7 1 6 4
BV Nippes 13 3 7 6
BV Chorweiler 6 6 9 2
BV Porz 13 4 19 11
BV Kalk 8 2 4 6
BV Mülheim 6 2 7 4
Insgesamt: 117 28 125 101
Außerdem wurden über den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden rund 140 Einga-
ben aus der Bürgerschaft verarbeitet. Schwerpunkte waren die Themen Verkehrsberuhi-
gung, Verkehrsführung, Gestaltung des Verkehrsraums und Verkehrssicherheit.
16
17
Planung
Innenstadt
Vorentwurfsplanung:
Bildungslandschaft Altstadt/Nord (BAN) Umgestaltung Wendehammer Gereonswall, Umge-
staltung Schutzstreifen infolge Hochbaumaßnahme Eifelwall, Friesenplatz/Hohenzollernring/
Magnusstraße
Entwurfsplanung:
Domrampe - Barrierefreier Zugang zur Domplatte, Alternative Betriebsform - Kreisverkehr
Roonstraße/Lindenstraße, Maternurskirchplatz, BAN – Bildungslandschaft Altstadt/Nord
Querung Vogteistraße/Gereonswall
Ausführungsplanung:
Archäologische Zone, Alter Markt Provisorium Parkplatz, Sanierung Rheinboulevard, Alter-
native Betriebsformen - Fußgängerüberweg Spichernstraße/Goebenstraße/Gilbachstraße,
Umgestaltung Nebenanlagen vor Handwerkskammer und Heumarkt – Verlängerung Schutz-
streifen
Betreuung Fremdvergabe:
VEP Mengelbergstraße - Tel-Aviv-Straße, Neugestaltung der Nebenanlagen Handwerks-
kammer zu Köln, Ausbauvertrag Friesenplatz Allianzgebäude, Ausbauvertrag Hohenzollern-
ring
Stellungnahmen:
104 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 53 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge
für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Bebau-
ungsplänen u. a.)
Bildungslandschaft Altstadt/Nord (BAN)
Querung Vogteistraße/Gereonswall
Das Hansa-Gymnasium am Hansaring wird
umgebaut und eine Mensa am Gereonswall
neu gebaut. Infolge dieser Maßnahmen
plant die Verwaltung eine Umgestaltung des
Knotenpunktes Vogteistraße/Gereonswall,
um eine sichere Querung für die Schülerin-
nen und Schüler zu gewährleisten. An allen
Einmündungen des Knotenpunktes sind
Fußgängerüberwege vorgesehen. In der
nördlich einmündenden Vogteistraße entfal-
len die Stellplätze auf der östlichen Seite,
um den Schülerinnen und Schülern einen
ausreichend breiten Gehweg anzubieten.
18
Rodenkirchen
Vorentwurfsplanung:
Westhovener Weg
Entwurfsplanung:
Sürther Straße - Betreuung Planungsbüro, Abstimmungen Diakonie, Sürther Feld - 3.BA,
Baustraßen
Ausführungsplanung:
Butterblumenweg - Sürther Feld 2. BA, Sürther Feld - 3.BA, Baustraßen, Östlich Claudius-
straße, Baustraßen, Sürther Straße/Siegfriedstraße (Alternative Betriebsform - Betreuung
Fremdvergabe), Karlheinz-Steimel-Weg - Betreuung Planungsbüro
Stellungnahmen:
110 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 46 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge
für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Bebau-
ungsplänen u. a.).
Erschließungsstraße Gewerbegebiet Immendorf mit Kreisverkehr
Die Planung der Erschließungsstraße Gewerbegebiet Immendorf basiert auf den Vorgaben
des Bebauungsplanes 68360/05. Diese Maßnahme aus dem Erschließungsprogramm dient
der Entwicklung neuer Gewerbeflächen im Süden von Köln. Das unmittelbar an der BAB 555
gelegene Gewerbegebiet wird mittels eines Kreisverkehrs an den Knotenpunkt Kiesgruben-
weg/Giesdorfer Allee angeschlossen. Durch den Kreisverkehr wird der vorhandene Knoten-
punkt optimiert und sicherer gestaltet. Der Kreisverkehr wird im Gegensatz zu den Erschlie-
ßungsstraßen endausgebaut. Nach Abschluss der Hochbebauung wird der Endausbau der
Erschließungsstraßen des Gewerbegebietes erfolgen. Der Baubeginn für die Errichtung der
Baustraßen und der Endausbau des Kreisverkehres sind für Ende 2017 vorgesehen.
19
Lindenthal
Vorentwurfsplanung:
Rechtsabbieger Aachener Straße/Am Sportpark, Kölner Straße
Entwurfsplanung:
Berrenrather Straße (Schutzstreifen Sülzgürtel - Neuenhöfer Allee), Dürener Straße / Univer-
sitätsstraße, Querungshilfe Maarweg
Ausführungsplanung:
Dürener Straße/Stadtwaldgürtel, Minikreisverkehr Brauweilerweg/Vogelsanger Weg, Bel-
vederestraße Gehweg, Querungshilfe Ludwig-Jahn-Straße, Drachenfelsstraße alternieren-
des Parken, Am Weidenpesch/Am Himmel/Kirchweg, Gehwegverbreiterung Hauptstraße
Widdersdorf
Betreuung Fremdvergabe:
Uniboulevard, Kinderheime 2. BA, Umgestaltung Berrenrather Straße (Abschnitt Sülzgürtel -
Universitätsstraße), Hauptstraße/Leonhardsgasse (Alternative Betriebsform), Kreisverkehr
Widdersdorfer Landstraße/Curt-Stenvert-Bogen, VEP Ludwig-Jahn-Straße, VEP Werth-
mannstraße
Stellungnahmen:
185 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 83 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge
für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Bebau-
ungsplänen u. a.)
Elisabeth-von-Mumm Platz
Fertigstellung des Großprojektes auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims.
Ein großer Teil der auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Kinderheims bereits ent-
standenen Gebäude und Plätze ist fertiggestellt. Mit dem im letzten Bauabschnitt geplanten
Elisabeth-von-Mumm Platz, welcher sich zwischen der ehemaligen Kirche und dem Sülzgür-
tel sowie zwischen Haus Elisabeth und Haus Anton befindet, geht es in großen Schritten
dem Abschluss des Gesamtkonzepts entgegen.
Die Erschließung des Platzes erfolgt dabei barrierefrei über die Weiterführung der beiden
Achsen des 1. Bauabschnittes, welche lediglich für den Fußgänger- und Radverkehr freige-
geben sind. Die Müllentsorgung der zum Platz zugewandten Gebäudeteile des Hauses Eli-
sabeth und des Hauses Anton wird über die Stichstraßen der Münstereifeler Straße bzw. der
Anton-Antweiler Straße abgewickelt. Bei zukünftigen Veranstaltungen im ehemaligen Kir-
chengebäude kann der Vorplatz für den Empfang von Besuchern genutzt werden. Zudem
bietet er ausreichend Platz für die Außengastronomie der angrenzenden Lokalitäten im Haus
Elisabeth. Zudem wird die vorgelagerte Rasenfläche witterungsbeständig hergestellt, sodass
eine ganzjährige Nutzung durch weitere Gastronomie bzw. Freizeitaktivitäten möglich ist.
Eingefasst wird der innere, grüne Bereich durch eine Sitzkante, welche im Bereich der Que-
rung vor der Kirche ebenerdig verläuft. Vom Sülzgürtel aus ist durch eingebaute Stufen eine
direkte Zuwegung zur Grünfläche geschaffen.
20
Ehrenfeld
Vorentwurfsplanung:
Venloer Straße/Auf dem Paulsacker
Entwurfsplanung:
Butzweilerhof-Allee, Güterbahnhof Ehrenfeld, Oskar-Jäger-Straße (Aachener Straße bis Me-
latengürtel), Planstraße K in Höhe der Butzweilerhof-Allee, Schönsteinstraße/St.-Franziskus-
Hospital, VEP Leyendecker Straße/Christianstraße
Ausführungsplanung:
Grevenbroicher Straße/Bereich Haus-Nr. 43, Seniorenheim, Mathias-Brüggen-Straße
16/Bereich der Alexianer Werkstätten, Nußbaumerstraße/Herkulesstraße/Liebigstraße (Al-
ternative Betriebsform), Rothehausstraße (Venloer Straße bis in Höhe Kirche), Verlängerung
Linie 3, Vogelsanger Straße (1. BA: Innere Kanalstraße bis Ehrenfeldgürtel), VEP Tri-
otop/Gewerbepark Girlitzweg/Am Wassermann
Nußbaumer Straße-Herkulesstraße-Liebigstraße (Alternative Betriebsform)
Der derzeitig signalisierte Doppelknotenpunkt Nußbaumer Straße/Liebigstraße/Herkules-
straße soll umgebaut werden. Die Planung sieht vor, dass die Fußgängerinnen und Fußgän-
ger die Liebigstraße zukünftig über zwei gesicherte Querungsstellen mit Zebra-streifen im
Verlauf der Nußbaumer Straße und der östlichen Herkulesstraße queren. Des Weiteren wer-
den zwei Querungsstellen im Bereich des Brückenbauwerkes angelegt, um die Liebigstraße
im Zuge der Parkanlage queren zu können. Dies sind die vorhandenen Hauptgehwegach-
sen.
Elisabeth-von-Mumm-Platz, s. S. 19
21
Zur Ergänzung der Baumallee werden vier neue Bäume gepflanzt.
Der Radverkehr wird im Planungsbereich mit Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt. Im
Einmündungsbereich Liebigstraße/Schirmerstraße findet eine Ausschleusung des Radver-
kehrs auf den vorhandenen baulichen Radweg im Seitenraum statt.
Die Planung sieht ferner den Umbau der vorhandenen Bushaltestelle am Fahrbahnrand
(Fahrtrichtung Ost) zu einem Haltestellenkap vor. Dieses wird barrierefrei ausgestattet. In
Höhe der Bushaltestelle wird eine überbreite Fahrbahn vorgesehen, welche als Aufstellfläche
für linksabbiegende Fahrzeuge in die Schirmerstraße dient.
Der Umbau der Einmündungsbereiche zu Gehwegüberfahrten signalisiert eine eindeutige
Vorrangregelung des Fußgängerverkehrs gegenüber dem Kfz-Verkehr.
Im Bereich des Brückenbauwerks wird gleichzeitig eine Sanierung der Oberflächen vorge-
nommen.
22
Nippes
Vorentwurfsplanung:
Gebiet Göppinger Straße (1. BA: Ebersbacher Straße, Göppinger Straße, Hechinger Straße,
Reutlinger Straße, Uracher Straße), Merheimer Straße (Rossbachstraße bis Friedrich-Karl-
Straße), Neusser Straße (HGK-Brücke bis Kapuzinerstraße/Scheibenstraße), Neusser Stra-
ße (Kapuzinerstraße/Scheibenstraße bis Mollwitzstraße), Neusser Straße (Niehler Kirchweg
bis Kempener Straße), Niehler Straße (Florastraße bis Xantener Straße), Niehler Straße/
Weidenpescher Straße/Nesselrodestraße/Drosselweg/Niehler Kirchweg, Parkgürtel / Longe-
richer Straße/Geldernstraße, Wilhelmstraße/Siebachstraße, Ossietzkystraße/Longericher
Straße/Etzelstraße, Robert-Perthel-Straße/Longericher Straße, Xantener Straße / Amster-
damer Straße
Entwurfsplanung:
Liebigstraße/Escher Straße/Lämmerstraße, Lützlongericher Straße (Lindweiler Weg bis Lon-
gericher Hauptstraße)
Ausführungsplanung:
Clouth-Gelände (innere Erschließung), Escher Straße/Am Bilderstöckchen, Escher Straße
(Parkgürtel bis Geldernstraße), Feldgärtenstraße (Sebastianstraße bis Hillesheimstraße),
Feldgärtenstraße (Sebastianstraße bis Feldgärtenstraße Haus-Nr. 127), Industriestraße /
nördlich Niehler Ei (Wendeschleife), Jesuitengasse (Ambossstraße bis Schmiedegasse),
Lindweiler Weg/Lützlongericher Straße, Merheimer Straße/Friedrich-Karl-Straße (Alternative
Betriebsform), Merheimer Straße/Theklastraße (Alternative Betriebsform), Niehler Damm /
Bremerhavener Straße/St.-Leonardus-Straße/Merkenicher Straße, Niehler Damm (Industrie-
straße bis Sebastianstraße), Robert-Perthel-Straße (Buskaps für Haltestellen: CöllnParc,
Robert-Perthel-Straße, Longericher Straße Nord, Hugo-Junkers-Straße, Dädalusring), Se-
bastianstraße/Ortseingang Niehl in Höhe Parkplatz
Neusser Straße (HGK-Brücke bis Kapuzinerstraße/Scheibenstraße)
Aufgrund der festgestellten Schäden an den Stahl- und Betonmaststützen in der Neusser
Straße, beabsichtigen die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, die Oberleitungsanlage im Abschnitt
zwischen der Einmündung Mollwitzstraße und der Wilhelm-Sollmann-Straße zu erneuern
und zu optimieren. Im Zuge dieser Optimierung ist es ebenfalls vorgesehen, die Neusser
Straße in diesem Abschnitt zeitgemäß - entsprechend der heutigen Anforderungen - neu zu
gestalten.
Es ist vorgesehen, den Radverkehr zukünftig auf der Fahrbahn zu führen. Hierfür werden
Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Durch die beidseitige Markierung der Schutzstrei-
fen, wird in beiden Fahrtrichtungen eine einspurige Führung des motorisierten Individual-
verkehrs eingerichtet. Ferner ist es vorgesehen, auch die Seitenräume umzubauen und hier
Multifunktionsflächen zu schaffen. Diese Flächen ermöglichen eine flexible Nutzung der Sei-
tenräume, wie z. B. temporäre Ladezonen, Parkplätze, Fahrradabstellplätze. Die Fahrradab-
stellplätze sind so geplant, dass diese das widerrechtliche Parken im Seitenraum verhindern.
Insbesondere im Bereich von privaten Zufahrten werden dadurch die Sichtbeziehungen auf
die Fahrbahn, gegenüber dem Bestand, verbessert. Durch die ergänzende Anordnung von
Fahrradabstellplätzen im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Scheibenstraße wird hier, gegen-
über der heutigen Situation, das Bike+Ride-Angebot deutlich erhöht.
23
Chorweiler
Vorentwurfsplanung:
Busanbindung Blumenberg (Buskap in Höhe der Schule auf der Ernstbergstraße), Nationale
Projekte des Städtebaus/Lebenswertes Chorweiler (Liverpooler Platz, Pariser Platz, Lyoner
Platz), VEP - Herzog-Johann-Straße
Entwurfsplanung:
Alte Straße (St.-Tönnis-Straße bis Hackhauser Weg), Brombeergasse (Alte Neusser Land-
straße bis Schmaler Wall), Mengenicher Straße/Longericher Straße/Johannisstraße (Alterna-
tive Betriebsform), Pingenweg (Unnauer Weg bis Volkhovener Weg), Ortsmitte Lindweiler
(Marienberger Hof)
Ausführungsplanung:
Edsel-Ford-Straße/Oranjehofstraße/Auffahrt zur Industriestraße, Krebelspfad (Baugebiet)
Pohlhofstraße (in Höhe Gartenstraße), Verlängerung der Industriestraße, Volkhovener Weg /
Stallagsweg (Alternative Betriebsform), Weichselring (Elbeallee bis Nogatstraße), VEP - Sin-
nersdorfer Straße - Mottenkaul, VEP - Östlich Mottenkaul, VEP - Straberger Weg
Querschnitt Bestand und Planung Neusser Straße, s. S. 22.
24
Alte Straße (St.-Tönnis-Straße bis Hackhauser Weg)
Die Alte Straße entspricht in ihrer derzeitigen Ausgestaltung nicht mehr den heutigen ver-
kehrlichen und städtebaulichen Anforderungen. Mit einer Fahrbahnbreite von circa fünf Me-
tern und einem seitlich, mittels Schutzplanken von der Fahrbahn abgetrennten, circa 1 - 1,5
Meter breiten Geh- und Radwegbereich zeigen sich hier entsprechende Defizite. Im Zusam-
menhang mit der Erschließung des Baugebietes Krebelspfad ist es vorgesehen, die Alte
Straße umzuplanen.
Auf der Ostseite wird ein neuer
gemeinsamer Geh- und Radweg
mit einer Breite von drei Metern
angelegt. Die Schutzplanken auf
der unbebauten Seite werden
entfernt und durch einen
Schrammbord ersetzt - die
Fahrbahn wird auf circa sechs
Meter verbreitert. Zwischen Kre-
belshof und St.-Tönnis-Straße
werden beidseitig Gehwege an-
gelegt. Gleichzeitig wird in Höhe
der Fußwegverbindung Krebels-
pfad eine bauliche Querungshil-
fe angelegt, um eine sichere
Überquerungsmöglichkeit anzu-
bieten (siehe Abbildung). Es ist ferner beabsichtigt, auch die Beleuchtung entlang der Alte
Straße anzupassen.
Porz
Vorentwurfsplanung:
Hauptstraße von Steinstraße bis Poststraße (Ordnung des öffentlichen Parkens unter Be-
rücksichtigung von Schutzstreifen für Radfahrer und Radfahrerinnen sowie Verbesserung
der städtebaulichen Aspekte durch Anordnung von Baumstandorten), Kölner Stra-
ße/Gremberghovener Straße (Beseitigung des Unfallpunkts), Platzfläche in Wahn (Aufwer-
tung von zentralen Plätzen in Porz), Querungshilfe und Bushaltestellen auf dem Grengeler
Mauspfad/Gut Leidenhausen
Entwurfsplanung:
Bergerstraße/Josefstraße (Planung eines Kreisverkehrs - Alternative Betriebsform), Akzien-
weg/Friedensstraße in Grengel (Planung eines Kreisverkehrs - Alternative Betriebsform),
Friedensstraße/Mühlenweg in Urbach (Umplanung der Kreuzung - Alternative Betriebsform),
Eulenplatz in Langel (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz), Platzfläche in Ensen (Auf-
wertung von zentralen Plätzen in Porz), Nachtigallenstraße/Magazinstraße in Wahnheide
(Optimierung des Kreisverkehrs)
25
Ausführungsplanung:
Kiefernweg von Hermann-Löns-Straße bis St.-Anno-Straße in Grengel (Generalinstand-
setzung), Loorweg zwischen Haus-Nr. 27 und Unterm Berg in Langel (Herstellung eines
Gehwegs und einer Querungshilfe), Humboldtstraße/Theodor-Heuss-Straße in Finkenberg
(Planung eines Kreisverkehrs - Alternative Betriebsform), Rolandstraße in Wahnheide (Pla-
nung einer Einengung - Alternative Betriebsform), Frankfurter Straße/Am Linder Kreuz in
Lind (Verbesserung der Radwegführung und Fußgängerquerung), Heidestraße/Gunther-
straße in Wahnheide (Beseitigung des Unfallpunktes), Siegburger Straße von Südbrücke bis
Salmstraße in Poll (Testphase für den Beschluss zur Ordnung des öffentlichen Parkens un-
ter Berücksichtigung von Schutzstreifen), Verkehrsberuhigung Schulstraße (Planung von
alternierenden, baulichen Einengungen zur Temporeduzierung)
Bergerstraße/Josefstraße: Abbau der Lichtsignalanlage und Planung eines Kreisver-
kehrs im Rahmen des Programms Alternative Betriebsformen
Die Signalanlage an der Kreuzung Bergerstraße/Josefstraße in Köln-Porz ist zum Teil über
30 Jahre alt, sie entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und ist sanierungsbedürftig.
Daher sind im Zuge des Programms Alternative Betriebsformen die Anlage eines Kreisver-
kehrs und der Abbau der Lichtsignalanlage vorgesehen.
26
Bei der Umplanung bleiben die vorhandenen Gehwegbreiten auf der Bergerstraße und Jo-
sefstraße erhalten, im Bereich der Kreuzung ergeben sich großzügigere Nebenanlagen. Der
Kreisverkehr weist einen Außendurchmesser von 20 Metern auf, die Mittelinsel wird mit As-
phalt befestigt und durch Flachbordsteine vom Innenring getrennt. Es werden Fahrbahnteiler
und Fußgängerüberwege angelegt, zudem wird die Kreuzung mit taktilen Leitelementen
ausgestattet.
Kalk (mit Deutz)
Vorentwurfsplanung:
Rather Kirchweg (Querungshilfe), Eiler Straße (Querungshilfe), Kreuzung Frankfurter Stra-
ße/Rösrather Straße
Entwurfsplanung:
Lenneper Straße (Messe City Köln), Barmer Straße (Messe City Köln), Kreuzung Rolshover
Straße/Kalker Hauptstraße, Fockerweg, Kreisverkehr Hans-Schulten-Straße/Dattenfelder
Straße
Ausführungsplanung:
Alter-Deutzer-Postweg (Geh- und Radweg), Neuerburgstraße, Vorplatz Haltestelle Vingst,
Auf dem Eichenbrett (Querungshilfe), Germaniastraße (Generalinstandsetzung), Wodan-
straße (Parkplätze), Olpener Straße/Hohensyburgstraße (Parkplätze), Europaring/Franz-
Stock-Weg (Querungshilfe), Ilmenauer Weg (Parkplätze)
Stellungnahmen zu Großprojekten / Maßnahmen Dritter:
Abshofstraße, Ottoplatz (Casino Köln), Neubau Messeparkplatz 22 a, Hermann-Pünder-
Straße, Werbenutzungsvertrag (Bezirke 7, 8, 9), Rather See, Deutzer Ring, Robertstraße
(GAG), Barcelonaallee (GAG)
Kreisverkehr Ostheimerstraße/Nobelstraße:
An der Kreuzung Ostheimerstraße/Nobelstraße in Köln-Vingst soll die dortige Lichtsignal-
anlage durch einen Kreisverkehr ersetzt werden. Die Planung sieht einen Kreisverkehr mit
Mittelinseln und Fußgängerüberwegen auf der Ostheimer Straße und einen Fußgänger-
überweg über die Nobelstraße anstelle der heutigen Lichtsignalanlage vor. Die Querungs-
stellen werden mit Rippen- und Noppenplatten, entsprechend dem Kölner Standard für barri-
erefreies Bauen, ausgestattet.
27
Mülheim
Vorentwurfsplanung:
Kreisverkehr Piccoloministraße, Piccoloministraße (Umgestaltung, östlicher Teilbereich),
Eddaweg, Egonstraße, Jungbornweg, Peter-Kütter-Weg, Miltzstraße, Biegerstraße, Bergisch
Gladbacher Straße/Steyler Straße, Auenweg Querungshilfen, Rendsburger Platz, Ackerstra-
ße, Adamstraße, Kreisverkehr Coloniallee
Entwurfsplanung:
Berliner Straße, Katterbacherweg, Keupstraße, Bergisch Gladbacher Straße / Buschfeld-
straße/Johann-Bensberg-Straße, Im Oberiddelsfeld
Ausführungsplanung:
Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg, Hauswiesenweg, Kreisverkehr Zeisbuschweg /
Am Wildpark, Pützlachstraße, Am Flachsrosterweg , Buschfeldstraße, Eddaweg/Peter-
Kütter-Weg, Querspange Auenweg
Fertiggestellt:
Kreisverkehr Berliner Straße, Bechsteinstraße
Bergisch Gladbacher Straße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg-Straße
Die Bezirksvertretung Mülheim hat die Verwaltung beauftragt, die von ihr vorgeschlagenen
Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsabflusses im Be-
reich des Knotenpunktes Bergisch Gladbacher Straße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg-
Straße umzusetzen.
Das beschlossene Konzept sieht ausschließlich Maßnahmen zur Beschleunigung des Bus-
verkehrs (Nord-Süd-Achse) vor. Hierzu wird der bestehende Fußgängerüberweg östlich der
Johann-Bensberg-Straße nach Westen verschoben. Die Lage des östlich der Buschfeld-
straße gelegenen Fußgängerüberwegs bleibt nach dem Beschluss der Bezirksvertretung
Mülheim unverändert bestehen.
Des Weiteren werden die Aufstellflächen für den Kraftfahrzeugverkehr auf der Bergisch Gla-
dbacher Straße verlängert, um somit die Verkehrsabwicklung zu verbessern. Die bestehende
Signalisierung des Knotenpunktes wird an die Optimierung des Knotenpunktes angepasst.
Die Maßnahme befindet sich in der Entwurfsplanung.
28
Parkraumkonzepte
Die Planung von Parkraumkonzepten u. a. mit Einführung des Bewohnerparkens hat das
Ziel, allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern mit ihren unterschiedlichen
Interessen den nötigen Parkraum zu bieten. Eine nachfrage- und lösungsorientierte Ordnung
des Parkraumes ist die Voraussetzung für ein funktionsfähiges städtisches Umfeld, das alle
Ansprüche im öffentlichen Straßenland berücksichtigt. Um dieses Umfeld vor übermäßigen
Belastungen durch den ruhenden Verkehr zu schützen, soll mit den Parkraumregelungen
eine optimale Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze erreicht werden.
Bewohnerparken
Im Kölner Stadtgebiet gibt es aktuell 39 Bewohnerparkgebiete - 21 Gebiete in der Innenstadt,
weitere in Lindenthal, Mülheim, Nippes und in Porz. Im Jahr 2016 wurden die Bewohnerpark-
gebiete Lindenthal- Nord I und II in Betrieb genommen. Diese Bewohnerparkgebiete werden
fortlaufend betreut und optimiert.
Für folgende Gebiete sind Parkraumkonzepte in Planung bzw. in Vorbereitung:
Pauliviertel in Lindenthal
Rodenkirchen I
Rodenkirchen II
Sülz-Nord I
Sülz-Nord II
Ehrenfeld
Bayenthal I
Bayenthal II
Thielenbruch
Urbach
Für das inzwischen in Betrieb gegangene Bewohnerparkgebiet Kalk wurde am 19. April 2016
eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt.
Bürgerservice und Öffentlichkeitsarbeit
Um das komplexe Thema „Bewohnerparken“ für Bürgerinnen und Bürger transparent zu ma-
chen, wird der Internetauftritt ständig aktualisiert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger fin-
den auf der städtischen Internetseite (www.stadt-koeln.de/parken) Antworten auf die häufigs-
ten Fragen rund um das Thema sowie Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkgebie-
ten im Stadtgebiet. Auch Informationen zur Antragstellung können eingeholt werden und es
besteht die Möglichkeit den Ausweis direkt über ein Online-Formular zu beantragen.
2016 wurde mit dem E-Government begonnen, die Voraussetzungen zu schaffen, den Be-
wohnerparkausweis nicht nur online zu beantragen, sondern auch den Ausweisdruck am
heimischen Rechner zu realisieren. Zudem wurde in Absprache mit den Bürgerämtern die
Möglichkeit geschaffen, die Gültigkeitsdauer des Bewohnerparkausweises auszudehnen.
Der Bewohnerparkausweis kann jetzt für 12, 18 oder 24 Monate beantragt werden, die Staf-
felung der Verwaltungsgebühr beträgt entsprechend der Gültigkeitsdauer 30, 45 oder 60
Euro.
Auch Gewerbetreibende und andere Parkplatzsuchende finden hier Hinweise, Telefon-
nummern sowie Pläne, z. B. zum „Parken rund um die Uhr“. Daneben können sich Bürgerin-
29
nen und Bürger schriftlich an den Bereich „Parkraumkonzepte“ oder telefonisch an die Ser-
vicenummer 115 beim Bürgertelefon wenden.
Auf diese Weise wurden 545 schriftliche Anfragen vom Fachbereich beantwortet. Im Ver-
gleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 75 Anfragen bzw. knapp 16 Prozent. Hinzu
kommen etliche telefonische Anfragen zu speziellen Lösungen, auch von anderen Kommu-
nen.
Car-Sharing im öffentlichen Straßenland
Bereits 2010 hat der Verkehrsausschuss beschlossen, dass Car-Sharing-Unternehmen un-
mittelbar an Verknüpfungspunkten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) öffent-
liches Straßenland zur Verfügung gestellt wird. Neben der Firma Cambio Stattauto CarSha-
ring GmbH, die bereits mehrere Stationen im Kölner Straßenland installiert hat und weiter
ausbaut, hat sich mit der Firma Flinkster-Lokal, Sharegruppe GmbH ein weiteres Unterneh-
men mit Stationen im öffentlichen Straßenland etabliert. Das Gesamtangebot der stationsge-
bundenen Car-Sharing-Anbieter beträgt circa 600 Fahrzeuge und somit 100 Fahrzeuge mehr
als 2015. Cambio führt in Köln auch Elektroautos ein. Zum ersten im Jahr 2015 eingerichte-
ten Standort im öffentlichen Straßenland (Constantinstraße in Deutz) wurden 2016 an fünf
weiteren Cambio-Standorten im Stadtgebiet zusätzlich zu denen für konventionelle Fahrzeu-
ge je zwei Stellplätze für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Die Stadt Köln stellt diese Stellplätze
für Elektrofahrzeuge kostenlos zur Verfügung.
Die Ausweitung des Angebots soll unter besonderer Berücksichtigung von Elektrofahrzeugen
fortgeführt werden. Darüber hinaus bieten Car2go und Drive Now eine Fahrzeugflotte, die
eine flexible Ergänzung (sogenannte freefloater) zu den bisherigen Car-Sharing-Angeboten
darstellt. Gegenüber den bereits vorhandenen Car-Sharing-Angeboten unterscheiden sich
diese Modelle insbesondere dadurch, dass keine spezielle Vormerkung für ein Fahrzeug
erfolgt und auch keine ausgewiesenen Stationen für das Abstellen dieser Fahrzeuge existie-
ren. Grundsätzlich werden diese Fahrzeuge regulär im öffentlichen Straßenland oder zum
Teil auch in öffentlichen Parkhäusern geparkt. Dabei werden anfallende Parkgebühren in
den festgelegten Geschäftsbereichen von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Ab-
rechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Von diesen Anbietern werden
circa 700 Fahrzeuge bereitgehalten.
30
Förderung der Elektromobilität
Mitarbeit bei der Einrichtung der Mobilitätsstation „Charles-de-Gaulle-Platz“ am Bahnhof Köln
Messe/Deutz. Festlegung der Stellplätze für das stationsbasierte Car-Sharing der Firma
Flinkster und Vorbereitung der Einrichtung der ersten vier Tankparkplätze für Elektromobilität
mit dem Hinweis „Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei“. Die Inbetriebnahme der
öffentlichen Ladestation erfolgt im Frühjahr 2017.
Außengastronomie auf Stellplätzen
Erarbeitung des Ad hoc-Programms „Außengastronomie auf Stellplätzen“ als Folge des Be-
schlusses „Sitzen statt Parken“ der Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld. Stellplät-
ze werden erstmalig im Zeitraum April bis Oktober 2016 zu Gunsten einer Außengastrono-
mie zur Verfügung gestellt. Prüfung und Stellungnahme an das Amt für Öffentliche Ordnung
(Genehmigungsbehörde) in 28 Fällen mit Auflagen zur Verkehrssicherheit bezüglich gelber,
umlaufender Markierung um die genehmigte Fläche. Das Projekt wird in 2017 fortgeführt.
Erarbeitung von verkehrsrechtlichen Grundlagen
Nach wie vor werden Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung der bestehenden
Rechtsvorschriften beim Deutschen Städtetag und beim zuständigen Ministerium einge-
reicht.
Weitere Aufgaben
Anordnung und Optimierung von Ladezonen, Parkraumbewirtschaftung in Geschäfts-
straßen,
Auswertung und Bewertung von Verkehrserhebungen, Entwicklung von Grundsätzen
aufGrundlage des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG).
Übersichten und Planungen
Aktuell werden im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln 42.160 Stellplätze bewirtschaftet.
Durch die mit Parkscheinautomaten bewirtschafteten Stellplätze wurden im Jahr 2016 Erträ-
ge in Höhe von 21,9 Millionen Euro erzielt. Durch die ausgegebenen 52.351 Bewohner-
parkausweise wurden weitere Erträge in Höhe von rund 1,57 Millionen Euro erzielt.
31
Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen
Im Rahmen der Bauleitplanung und des Baugenehmigungsverfahrens wurden mehrere Ver-
kehrsuntersuchungen, Stellungnahmen und verkehrliche Prüfungen sowohl für städtische
Vorhaben als auch für private Investoren durchgeführt bzw. betreut. Konzeptionell begleitet
wurden die laufenden und zukünftigen Großbaumaßnahmen im gesamten Stadtgebiet. Von
den über 110 bearbeiteten Projekten aus diesem Bereich sind nachfolgend einige Beispiele
aufgeführt:
Altstadtkonzept
Zülpicher Straße
Dellbrücker Hauptstraße
Parkstadt-Süd
Mehrere laufende Neubauvorhaben im Bereich Messe
Wohnquartier Deutzer Hafen
Entwicklung Rondorf-Nord/West
Entwicklung Butzweiler Hof
Mehrere Schulprojekte (Erweiterung und Neubau) im gesamten Stadtgebiet
Stadtweite Neubauten von Kindertagesstätten
Erweiterung Gewerbegebiete in den Stadtbezirken Nippes, Chorweiler und Porz
Wohnquartier GAG Huwaldgelände
Vorhaben BEOS in Mülheim
Fortführung Planwerkstattverfahren Mülheim-Süd
Das Projekt „Umgestaltung der Ost-West-Achse zwischen Deutzer Brücke und Universitäts-
straße“ mit dem Ziel, die Machbarkeit der Einführung der Dreiwagenzüge der Stadtbahn und
der Umsetzung des vom Rat der Stadt Köln beschlossenen städtebaulichen Masterplans
Innenstadt zu prüfen, wurde fortgeführt. Die bisherigen Ergebnisse zeigten, dass die Vor-
schläge aus dem Masterplan bezogen auf die Ost-West-Achse aus verkehrstechnischen
Gründen optimiert werden müssen. Diese optimierte Variante wurde erarbeitet.
Bei den Abstimmungen mit dem Gutachter wurde aufgrund der vorliegenden Teilergebnisse
der Studie deutlich, dass die weitgehenden Veränderungen auf der Achse das Stadtbild sehr
Beispiel für eine auch in 2016 fortlaufende Verkehrsuntersuchung, in der die
unterschiedlichen städtebaulichen Entwicklungen verkehrlich untersucht
und konzipiert werden. Hier: Parkstadt Süd
32
stark prägen. Um schlüssige und städtebaulich hochwertige Lösungen zu erzielen, wurde die
Erstellung einer Freiraumplanung beauftragt. Hierbei sollen straßenräumliche Ideen für den
Stadtraum einschließlich der Plätze entwickelt werden.
Die abschließenden Ergebnisse der beiden (verkehrlichen und städtebaulichen) Studien la-
gen 2016 noch nicht vor.
Mit der Zielsetzung die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Wohngebiete vom nicht not-
wendigen Verkehr zu entlasten wurden aufgrund der politischen Beschlüsse u. a. Konzepte
und Prüfungen zur Änderung der Verkehrsführungen erarbeitet.
Verkehrsversuch Bayenthal/Marienburg
Hierzu zählt unter anderem
der von den politischen
Gremien beschlossene Ver-
kehrsversuch zur Unterbin-
dung des Durchgangsver-
kehrs im Quartier Bayenthal/
Marienburg. Im September
wurden die Maßnahmen vor
Ort umgesetzt und vorher
entsprechende Verkehrser-
hebungen durchgeführt.
Weiterhin wurde eine ver-
kehrliche Begleitung des
Großprojektes „Sanierung
von Kölner Brücken und
Tunneln“, die Sanierung und
der Neubau der Leverkuse-
ner Brücke und die Prüfung
der Funktionalität einiger
Fußgängerbrücken in Köln
fortgeführt.
Fortgeführt wurde auch die
konzeptionelle Bearbeitung
des Programms „Abbau von
Lichtsignalanlagen und Er-
satz durch alternative Be-
triebsformen“. Dabei wurden
für weitere signalgeregelte
Knotenpunkte die Konzepte
für die Umgestaltung der
Kreuzungen erstellt und ent-
sprechende politische Be-
schlüsse für die Ausfüh-
rungsplanungen eingeholt.
33
Radverkehr
Radverkehrskonzept Innenstadt
Das im Juni beschlossene Radverkehrskonzept Innenstadt bildet einen Meilenstein in der
Kölner Radverkehrsplanung. Ein intensives Beteiligungsverfahren, an dem etwa 800 Bürge-
rinnen und Bürger sowie Fachleute teilnahmen, brachte fast 1.000 Anregungen hervor. Diese
wurden auf das bestehende Radverkehrshauptnetz projiziert. Das daraus abgeleitete Maß-
nahmenprogramm wurde priorisiert und vom Verkehrsausschuss des Rates der Stadt Köln
beschlossen. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik erhält zur Umsetzung des Konzep-
tes fünf zusätzliche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden voraussichtlich im
Laufe des Jahres 2017 eingestellt und sollen sicherstellen, dass die Umsetzung des Konzep-
tes zügig beginnen kann.
Infrastruktur
Im Bereich der Radverkehrsinfrastruktur hat sich einiges getan. Die Aufzählung folgender
beispielhafter Maßnahmen soll einen Überblick über die Entwicklungen im vergangenen Jahr
verschaffen:
Die im Oktober 2015 durch den Rat beschlossene Öffnung der innerstädtischen Fußgänger-
zonen wurde im Herbst 2016 umgesetzt. Es wurden rund 30 Schilder angepasst oder neu
angefertigt, um den Radfahrenden die legale Durchfahrt zu signalisieren. Im Detail bedeutet
dies, dass die Hohe Straße und die Schildergasse/Gürzenichstraße werktags zwischen 20
und 11 Uhr sowie sonn- und feiertags ganztägig mit dem Rad befahren werden dürfen.
Ganztägig geöffnet sind die Verbindungen Roncalliplatz - Hohenzollernbrücke, An der
Rechtschule - Trankgasse sowie Roncalliplatz - Wallrafplatz - An der Rechtschule.
Radverkehrskonzept Innenstadt – Radverkehrsgutachten
34
Mit diesem Schritt wurden im zentralen Innenstadtbereich wesentliche Netzlücken für den
Radverkehr geschlossen.
Öffnung der Fußgängerzone Hohe Straße Schutzstreifen und überbreite Fahrspur am Hansaring
Mit der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht am Hansaring auf einer Länge von 430
Metern zwischen Am Kümpchenshof und Ritterstraße ist ein erster Schritt für die Rad-
verkehrsförderung auf den Ringen getan. Ein Jahr nach dem Beschluss des Verkehrs-
ausschusses wurde im Zuge einer Fahrbahnsanierung der Schutzstreifen auf 1,60 Meter
verbreitert sowie um 50 Zentimeter Sicherheitsabstand zu parkenden Autos versetzt. Aus
zwei Fahrspuren wurde eine überbreite Spur für den KfZ-Verkehr. Das Tempolimit wurde von
50 auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt, um das Unfallrisiko zu minimieren.
Am Melatengürtel in Köln-Ehrenfeld wurde im Sommer die Verkehrsführung für den Radver-
kehr geändert. Dies bedeutet mehr Komfort für die Radfahrenden. Der Parkstreifen wurde
zwischen Oskar-Jäger-Straße und Fröbelstraße auf einer Strecke von rund 600 Metern in
den Bereich des früheren Radweges verlegt. So ergab sich genügend Platz für einen 1,60
Meter breiten Schutzstreifen mit 50 Zentimeter Sicherheitsabstand zum Parkraum.
Auf der Kaiserstraße in Porz wurden im Zuge der Fahrbahndeckensanierung mit lärmopti-
mierendem Asphalt auf einer Strecke von rund 1,2 Kilometern zwischen der Frankfurter
Straße und der Ohmstraße neue Schutzstreifen markiert, um den Radfahrenden mehr Si-
cherheit und Komfort zu bieten. Auf dem Abschnitt zwischen der Frankfurter Straße und der
Dorotheenstraße fehlte zuvor eine Führung des Radverkehrs gänzlich.
Außerdem verbessern kleine, punktuelle bauliche Maßnahmen die Radverkehrsinfrastruktur.
So wurde zum Beispiel die Radverkehrsführung an der Kreuzung Schlenderhaner Stra-
ße/Amsterdamer Straße in Köln-Nippes auf der Veloroute 23 von Nippes in den Kölner Nor-
den optimiert.
35
Neuer Schutzstreifen am Melatengürtel Schutzstreifen auf der Kaiserstraße
Radwegesanierungsprogramm
Das Sanierungsprogramm für Radwege wurde weiter fortgesetzt. Unter anderem sind dieser
Sparte folgende Maßnahmen zuzuordnen:
Die Sanierung der Geh- und Radwege im Landschaftsschutzgebiet Weißer Bogen zwischen
den Stadtteilen Rodenkirchen und Weiß ist abgeschlossen. Auf einem Abschnitt von rund
zwei Kilometern wurden die beiden parallel verlaufenden Wege mit einer vollständigen Neu-
konzeption zu einer hochwertigen und komfortablen Verbindung umgebaut. Eine Sanierung
war notwendig, weil die Strecke teilweise holprig, durch Baumwurzeln beschädigt und damit
für Fußgänger und Radfahrer gefährlich war.
Der sehr in die Jahre gekommene gemeinsame Geh- und Radweg im Blücherpark vom
Parkgürtel bis zur Müngersdorfer Straße wurde auf einer Länge von 350 Metern und einer
Breite von fünf Metern komplett saniert.
Geh- und Radwege Weißer Bogen saniert Geh- und Radweg im Blücherpark saniert
Radverkehrsführung an der Schlenderhaner
Straße
36
Neue Radabstellplätze am Gereonswall
Fahrradabstellanlagen
Das Thema Fahrradparken besitzt bei der Förderung des Radverkehrs eine Schlüsselrolle.
Daher wird dieses sehr erfolgreiche Arbeitsprogramm weiter sehr intensiv verfolgt. Für das
Maßnahmenprogramm erhält das Amt für Straßen und Verkehrstechnik von vielen Kölnerin-
nen und Kölnern großen Zuspruch und zahlreiche weitere Hinweise zur Schaffung von Plät-
zen zum Fahrradparken. Jährlich gehen rund 250 neue Hinweise aus der Bürgerschaft und
konkrete Beschlüsse aus den politischen Gremien ein.
Insgesamt konnten über 2.400 zusätzliche Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum ge-
schaffen werden. So gibt es beispielsweise an der Kahnstation im Blücherpark (60), in der
Lessingstraße (78), am Eingangsbereich zum Südstadion (40), am Bahnhof Köln-West (58)
und am Gereonswall (42) zusätzliche Möglichkeiten zum gesicherten Fahrradparken.
Aufgrund der hohen Nachfrage zum
gesicherten Fahrradparken im Bereich
des Breslauer Platzes wurden auf ei-
nem Teilstück des ehemaligen Fern-
busbahnhofs über 200 zusätzliche
Fahrradabstellplätze mit hochwertigen
Rahmenhaltern eingerichtet. Mit der
Umsetzung dieser Maßnahme stehen
nun im Bereich des Breslauer Platzes
rund 550 Einstellmöglichkeiten für ein
sicheres Fahrradparken zur Verfü-
gung.
Wegen des neuen Werbenutzungsvertrages wurden alle Quadrigen (Fahrradständer mit ge-
teiltem Rohrrahmen für Reklametafel) in der sogenannten Sperrzone demontiert und durch
Haarnadeln ersetzt und aufgrund des hohen Bedarfs ausgebaut. Derzeit werden alle übrigen
1.200 Standorte mit kombinierten Fahrradabstell- und Werbeanlagen überprüft.
Systemumstellung Dauerzählstellen
Die ersten, seit 2008 betriebenen, vier Dauerzählstellen für den Radverkehr (Hohenzollern-
brücke, Deutzer Brücke, Neumarkt, Zülpicher Straße) wurden auf ein neues und einheitliches
System zur Radverkehrserfassung umgestellt. Nun wird der tägliche Radverkehr an elf Er-
hebungsquerschnitten mit einem einheitlichen Erfassungs- und Analysesystem erhoben.
Aktion „Stadtradeln“ erfolgreich durchgeführt
Bei der deutschlandweiten Aktion „Stadtradeln“ konnte Köln nach der ersten Teilnahme 2016
eine sehr positive Bilanz ziehen. Insgesamt nahmen 2.269 Radfahrende in 135 Teams aktiv
teil und legten 516.563 km mit dem Fahrrad zurück. So konnten in dem dreiwöchigen Akti-
onszeitraum über 73.000 kg CO2 eingespart werden. Im Vergleich mit allen teilnehmenden
Kommunen belegte Köln den 14. Rang. In der Newcomer-Wertung gelang auf Anhieb der
dritte Platz. Über die Plattform RADar gab es zahlreiche Meldungen zur Infrastruktur in Köln.
Dauerzählstelle an der Hohenzollernbrücke Exemplarische Übersicht der RADar!-Meldungen
37
Personelle Neuzugänge im Team des Fahrradbeauftragten
Das Team des Fahrradbeauftragten erhielt personelle Verstärkung. Neben drei zusätzlichen
Planerstellen wurde eine neue Verwaltungsstelle im gehobenen Dienst geschaffen. Insge-
samt sind nun somit 13 Personen im Amt für Straßen und Verkehrstechnik beschäftigt, die
sich ausschließlich für die Belange des Radverkehrs einsetzen.
Verkehrsplanung
Aktualisierung des städtischen Verkehrsmodells und Entwicklung/Erstellung eines
Integrierten Gesamtverkehrsmodells für die Stadt Köln
Die Stadt Köln arbeitet seit
circa 20 Jahren mit einem
auf dem Verkehrssimulati-
onsprogramm VISUM ba-
sierenden Verkehrsmodell.
Mit Beschluss des Ver-
kehrsausschusses vom 8.
November 2016 sollen,
zusammen mit der KVB
AG, die vorhandenen Mo-
delle für den motorisierten
Individualverkehr (MIV)
und den öffentlichen Nah-
verkehr aktualisiert und
aus beiden Teilnetzen ein
integriertes Gesamtver-
kehrsmodell gebildet wer-
den. In diesem Zusam-
menhang wird bundesweit
Neuland betreten, da auch
ein Radverkehrsnetz kon-
zipiert und zusammen mit
dem Wirtschaftsverkehr in
das Gesamtverkehrsmo-
dell eingearbeitet werden
soll.
Mit der Erweiterung der
vorhandenen Modelle zu
einem Integrierten Ge-
samtverkehrsmodell eröff-
nen sich für die Stadt Köln neue innovative und zeitgemäße Prognosemöglichkeiten. Eine
Erweiterung ist daher dringend notwendig, um die für eine wachsende Millionenstadt anste-
henden Aufgaben und Fragestellungen auch in Zukunft auf dem neuesten Stand der Technik
bewältigen zu können.
Die gemeinsame Vorgehensweise und die Vereinbarungen für eine europaweite Ausschrei-
bung wurden zusammen mit der KVB AG erarbeitet, sodass 2017 die Ausschreibung erfol-
gen kann.
Integriertes Modell aktuell und zukünftig
38
„Prognosenetz Porz“ – Untersuchung
Für den Stadtbezirk Porz ist die Aufstellung zahlreicher Bebauungspläne vorgesehen.
In einer umfangreichen „Prognosenetz Porz“ genannten Untersuchung wurden die verkehrli-
chen Auswirkungen dieser Flächenpotenziale für geplante Nutzungsentwicklungen unter-
sucht. Die Entwicklungsflächen wurden nach Wohn- und Gewerbe-/Industrieflächen differen-
ziert. Im Zusammenhang mit den geplanten wichtigen Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen
wurden dabei drei Realisierungsphasen bis zum Jahr 2030 betrachtet.
Unter der Berücksichtigung der Lage und der Nutzung wurde die Verkehrserzeugung der
Nutzungsflächen prognostiziert. Die daraus resultierenden Kfz-Fahrten wurden zellenbezo-
gen in das Verkehrssimulationsmodell eingearbeitet. Mit der anschließenden Umlegung der
Fahrten konnten somit der durchschnittliche Tagesverkehr für einen Werktag (DTVw) ermit-
telt und die verkehrlichen Auswirkungen gegenüber der Analysesituation dargestellt werden.
Prognosenetz Porz – Belastungsdifferenzen Realisierungsphase III zur Analyse
39
Verkehrsuntersuchungen
Folgende Verkehrsuntersuchungen wurden durchgeführt:
Verkehrsuntersuchung Querspange A553/neue Rheinbrücke
Verkehrsuntersuchung Poller Damm
Verkehrsuntersuchung AS Köln-Niehl (Ford)
Machbarkeitsstudie rechtsrheinisch Köln-Süd und Nachbarn
Zur Verbesserung der Straßenverkehrsinfrastruktur im rechtsrheinischen Kölner Süden und
in den angrenzenden Nachbargemeinden wurde gemeinsam mit den Nachbarstädten Nie-
derkassel und Troisdorf sowie dem Rhein-Sieg-Kreis eine vergleichende Machbarkeits-
studie durchgeführt. Ziel war die Findung einer Vorzugsvariante für eine Entlastungsstraße,
die für alle Beteiligten die größten Entlastungswirkungen entfalten kann. Diese Planung soll
dann als gemeinsamer Vorschlag aller Beteiligten für eine Landesstraße dem Land NRW
gegenüber vertreten werden. Vom Land wurde eine Finanzierungsbeteiligung in Aussicht
gestellt, sollte ein gemeinsamer Vorschlag unterbreitet werden.
Insgesamt wurden drei Vorschläge hinsichtlich ihrer Verkehrswirkung, ihrer Machbarkeit und
ihrer Umweltauswirkungen untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen vor und
werden der Politik und der Öffentlichkeit 2017 vorgestellt.
Planungen für den Niehler Gürtel
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung im Mai 2016 zur Planungsänderung für den Nie-
hler Gürtel folgenden Beschluss gefasst: Es wird den zuständigen Gremien eine Vorlage zur
Beratung vorgelegt, in der die Neuplanung im Beschlusstext als Hauptvorschlag und die bis-
herigen Planungen als Alternative(n) enthalten sind. Die Planungsunterlagen von bisheriger
und neuer Planung sind der Vorlage beizufügen.
Bei der Neuplanung sind folgende Faktoren zu berücksichtigen: Es werden zeitnah neue
Planungen mit dem Ziel aufgenommen, zwischen der Geldernstraße und der Mülheimer Brü-
cke eine attraktive Rad- und Fußwegeverbindung in beiden Richtungen herzustellen. Dabei
ist ein direkter Anschluss an die Mülheimer Brücke zu berücksichtigen. Der Freiraum entlang
der Rad- und Fußwegeverbindung wird im Rahmen der Neuplanung als bürgerfreundlicher
Grün- und Freiraum gestaltet.
Die Verwaltung soll darstellen, wie der bereits heute vorhandene Durchgangsverkehr redu-
ziert und in den Wohnquartieren im Umfeld der Gürteltrasse vermieden werden kann. Die
Ausgestaltung der entstehenden Parklandschaft wird im Rahmen eines bürgerschaftlichen
Beteiligungsverfahrens erarbeitet.
Auf der Grundlage des Beschlusses hat die Verwaltung eine entsprechende Planung vom
Planungsbüro WEST 8 erstellen lassen.
Eine entsprechende Beschlussvorlage wird erstellt, den politischen Gremien zur Entschei-
dung vorgelegt und die Planungen im Anschluss der Öffentlichkeit vorgestellt.
Stellungnahmen in Bauleitplanverfahren
Es wurden insgesamt 52 Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung zu Bauleitplan-
verfahren erstellt.
40
41
Bau und Unterhaltung
Innenstadt
Neugestaltung der östlichen Domumgebung
Die "Städtebauliche Neuordnung des Domumfeldes im Bereich Dionysoshof/Baptisterium"
umfasst neben dem Hochbau auch straßenbauliche Arbeiten sowohl im Bereich nördlich des
Tunnels am Domhof als auch am südlichen Tunnelende, angrenzend an die geplanten Neu-
gestaltungen für den Kurt-Hackenberg-Platz. Der motorisierte Verkehr wird nun zweispurig
ausschließlich durch die westliche Tunnelröhre geführt. Die insgesamt sieben Meter breite
Fahrbahn ist für den Radverkehr mit Schutzstreifen ausgestattet. Der Kreuzungsbereich
konnte ebenfalls kompakter gestaltet werden. Die dadurch gewonnenen Flächen ermöglich-
ten eine Verbreiterung der Gehwege und die Errichtung einer attraktiven Wegebeziehung,
hergestellt aus hochwertigen Natursteinmaterialien wie Grauwacke und Granitpflaster, zwi-
schen dem Bahnhofsvorplatz und dem Kurt-Hackenberg-Platz.
Ausführungszeit: Oktober 2014 bis November 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 3.100.000 Euro
Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH
Vorher: Nachher:
Nachher: Tunnel Am Domhof
42
Deutz
Rheinboulevard – Panoramaweg
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat am rechten Rheinufer zwischen der
Hohenzollernbrücke und der Deutzer Brücke das Vorhaben ‚Rheinboulevard-Deutz’ reali-
siert. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik übernahm dabei die Herstellung einer inner-
städtischen Uferpromenade mit umfangreichen befestigten Wege- und Aufenthaltsflächen in
hoher Qualität einschließlich Grünflächen. Die Integration und Sanierung von Bau- und Bo-
dendenkmalen in die Gesamtgestaltung war ebenfalls Teil der Arbeiten. Rheinseitig der
Hochwasserschutzwand befindet sich der sogenannte "Panoramaweg" mit einer Breite von
bis zu 3,60 Metern, landseitig schließt der bis zu 5,50 Meter breite Boulevard an. Das südli-
che Baufeld weist zahlreiche archäologische Funde auf, die als aufgehende Baudenkmäler
oder belagsgleiche Bodendenkmäler in die Neugestaltung integriert sind. Einige Funde sind
durch abgestimmte Provisorien gesichert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt saniert
werden können.
Ausführungszeit: Mai 2015 bis Dezember 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 3.900.000 Euro
Ausführende Firma: Wittfeld GmbH
Vorher: Nachher:
43
Rodenkirchen
Erschließung der Fritz-Hecker-Straße/Marienhof in Zollstock
In der Fritz-Hecker-Straße und im Marienhof erfolgte die Herstellung der Fahrbahnen und
Nebenanlagen im Vollausbau. Die Fahrbahn entstand in Asphaltbauweise, die Nebenanla-
gen bestehen aus parallel verlaufenden Parkstreifen und Gehwegen in Pflasterbauweise
sowie räumlich trennenden Pflanzbeeten. Die östlichen Gehwege der angrenzenden Lands-
kronstraße sowie im Leichweg sind ebenfalls endgültig hergestellt worden. Am Raderthal-
gürtel erhielt der Leichweg eine breitere Fahrbahn und eine Querungsinsel, die restliche
Fahrbahn eine Deckensanierung.
Ausführungszeit: Oktober 2015 bis Oktober 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 1.000.000 Euro
Ausführende Firma: Adolf Widdig, Asphalt- und Straßenbau GmbH
Vorher:
Nachher:
44
Lindenthal
Aachener Straße/Stadtwaldgürtel/Hültzstraße in Braunsfeld
An der Kreuzung Aachener Straße/Stadtwaldgürtel/Hültzstraße ist ein Unfallhäufungspunkt
entschärft und der freilaufende Rechtsabbieger, der von der Aachener Straße in den Stadt-
waldgürtel führte, entfernt worden. Außerdem wurde die Einfahrt vom Stadtwaldgürtel in die
Hültzstraße unterbunden. Die Verkehrsinsel konnte vergrößert und mit neuem Pflaster ge-
staltet werden, die Radverkehrsführung ist leicht verändert. Im gesamten Bereich der Kreu-
zung erfolgte der Einbau von Blindenleitelementen.
Ausführungszeit: Februar 2016 bis Mai 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 200.000 Euro
Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH
Vorher:
Nachher:
45
Ehrenfeld
Grüner Weg in Ehrenfeld
Durch die Herstellung einer Verbindungsstraße mit Wendekreis zwischen Melatengürtel und
dem vorhandenen Grünen Weg wurde die verkehrliche Erschließung sichergestellt. Im An-
schluss an die Fertigstellung der neuen Wohnbebauung durch die GAG Immobilien AG so-
wie die Verlegung der Kanal- und Versorgungsleitungen konnte diese Strecke straßenbau-
lich hergestellt werden. In einem zweiten Schritt erfolgte abschließend der Umbau des vor-
handenen Grünen Weges bis zum Kreisverkehr mit den Anschlüssen an den Parkplatz des
Bauhaus-Baumarktes und der neu geschaffenen Wohnungsbebauung parallel des Grünen
Weges in Richtung Weinsbergstraße.
Ausführungszeit: Oktober 2013 bis Mai 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 400.000 Euro
Ausführende Firma: STRABAG AG
Vorher:
Nachher:
46
Nippes
Neuer Kreisverkehr Niehler Damm/Sebastianstraße in Niehl
Um die hohen Geschwindigkeiten auf dem Niehler Damm weitgehend zu reduzieren, wurden
die vorhandenen Ampeln durch eine Kreisverkehrsanlage ersetzt. Des Weiteren umfassten
die Arbeiten die Instandsetzung der Fahrbahn und der Entwässerungseinrichtungen des
Niehler Damms und der Sebastianstraße sowie die Herstellung von gesicherten Überwegen.
Ausführungszeit: April 2016 bis Dezember 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 640.000 Euro
Ausführende Firma: Dr. Fink-Stauf
Vorher:
Nachher:
47
Chorweiler
Merianstraße/Willi-Suth-Allee in Seeberg
Der Fahrbahnbelag der Merianstraße von der Unterführung „Fußgängerbrücke Uppsalasteig“
bis zur Brücke über der Regattastrecke am Fühlinger See ist instandgesetzt worden. Hierbei
erfolgte auch ein Rückbau der Fahrbahn des Rechtsabbiegers im Kreuzungsbereich Merian-
straße/Willi-Suth-Allee in Richtung Fühlinger See. Die bituminösen Beläge der Verkehrsin-
seln im Kreuzungsbereich Merianstraße/Willi-Suth-Allee sind durch Pflaster- beziehungswei-
se Plattenbeläge ersetzt worden.
Ausführungszeit: Oktober 2015 bis Mai 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 830.000 Euro
Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH
Vorher:
Nachher:
48
Porz
Ausbau Loorweg/Ranzeler Straße einschließlich Kreisverkehrsplatz in Zündorf
Die Ranzeler Straße von Haus Nr. 1 (Am Berzenacker) bis zur Hauptstraße sowie der Loor-
weg von Haus 174 bis zur Ranzeler Straße sind erstmalig endgültig im Vollausbau herge-
stellt worden. Teilbereiche wie Fahrbahnen und einseitige Gehwege waren zwar bereits vor-
handen, andere Bereiche jedoch nur provisorisch hergestellt. In Teilbereichen der Ranzeler
Straße fungieren nun Grünstreifen als Trennstreifen zwischen Gehwegfläche und Fahrbahn.
Ein neuer Kreisverkehrsplatz im Kreuzungsbereich Ranzeler Straße/Loorweg/Börschgasse/
Hauptstraße/Ankergasse sorgt für einen leichteren Verkehrsfluss. Die innere Kreisfläche,
welche als Grünfläche ausgebildet ist, hat einen Durchmesser von vierzehn Metern, der äu-
ßere Fahrbahnrand einen Durchmesser von dreißig Metern.
Ausführungszeit: August 2015 bis Juli 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 1.600.000 Euro
Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH
Vorher:
Nachher:
49
Kalk
Höhenberger Kirchweg in Höhenberg
Der gemeinsame Geh- und Radweg "Höhenberger Kirchweg" zwischen der Fuldaer Straße
und der Germaniastraße erhielt eine neue Asphaltdecke. Aufgrund des Alters des Weges
sowie vorhandener Baumwurzeln wies der Höhenberger Kirchweg an mehreren Stellen Ris-
se und Unebenheiten auf, so dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die
Schadstellen konnten beseitigt und der komplette Oberbau bis zu dreißig Zentimeter erneu-
ert werden. Zusätzlich war es erforderlich, im Anschlussbereich Höhenberger Kirchweg/
Fuldaer Straße die vorhandene Bordanlage barrierefrei umzugestalten.
Ausführungszeit: November 2016 bis Dezember 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 60.000 Euro
Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH
Vorher:
Nachher:
50
Mülheim
Im Weingartskamp in Flittard
Die Fahrbahn der Straße Im Weingartskamp ist auf ganzer Länge generalsaniert worden.
Aufgrund des Alters der Fahrbahn war diese an mehreren Stellen durch Risse und Schlaglö-
cher so beschädigt, dass eine Benutzung nicht mehr ohne Gefahren möglich gewesen war.
Der vorhandene Parkstreifen erhielt eine neue Schottertragschicht und wurde mit Beton-
steinpflaster gestaltet. Punktuell erfolgten Arbeiten im Gehwegbereich, wo ebenfalls kleinere
Gefahrenstellen beseitigt werden konnten.
Ausführungszeit: Januar 2016 bis April 2016
Baukosten (Straßenbau): ca. 255.000 Euro
Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH
Vorher:
Nachher:
51
Aufgrabungskontrollmanagement
Das Aufgrabungskontrollmanagement kontrolliert die Arbeiten Dritter im öffentlichen Straßen-
land. Bei diesen Arbeiten werden Ver- und Entsorgungsleitungen in den Straßen verlegt und
repariert.
Es wurden 7.817 Aufgrabungen im öffentlichen Straßenland gemeldet. In 8.664 Fällen konn-
te die Verkehrssicherungspflicht, die für die Arbeiten an die Versorgungsträger übertragen
worden ist, wieder von der Stadt Köln übernommen werden. Das Verhältnis von übernom-
menen zu gemeldeten Aufgrabungen liegt somit bei 111%. Hierdurch konnte die Zahl der
Altlasten (noch nicht übernommene Aufgrabungen, deren Ausführungszeitraum mehr als vier
Wochen abgelaufen ist) weiter reduziert werden. Der Verlauf der Altlasten ist in dem Dia-
gramm mit der rot-gepunkteten Linie gekennzeichnet. Die Zahl der Altlasten konnte in den
letzten Jahren von ca. 13.000 auf jetzt etwa 500 reduziert werden, sodass dieses Thema fast
abgeschlossen ist. 14.809 Aufgrabungen wurden vor Ablauf der Gewährleistung, bei einer
Endkontrolle, auf Mängel hin kontrolliert.
Wenn möglich und sinnvoll, werden nach Aufgrabungen größere Bereiche in einer „ge-
meinsamen Wiederherstellung“ mit der Stadt und der ausführenden Firma erneuert. Aufgra-
bungen in Gehwegen, deren Oberfläche aus Asphalt besteht, sollen möglichst mit Gehweg-
platten im Format 30 x 30 x 8 cm in Altgraphit geschlossen werden, wie es im Gestaltungs-
handbuch für Baumaßnahmen vorgesehen ist.
Ein Beispiel hierfür ist eine Aufgrabung in der Vietorstraße, wo Stromleitungen verlegt wur-
den. Hier konnte der Asphalt im Gehweg, bei einer gemeinsamen Wiederherstellung auf ei-
ner Länge von etwa 70 m, durch Gehwegplatten ersetzt werden. Das rechte Bild auf der Fol-
geseite zeigt den neuen Gehweg. Auf dem linken Bild sieht man die alte Asphaltdecke, die
ohne diese gemeinsame Wiederherstellung durch den neuen Graben noch mehr zerstückelt
worden wäre.
0
2.500
5.000
7.500
10.000
12.500
15.000Aufgrabungen
Aufgrabungsmeldungen Übernahmen Endkontrollen Altlasten (4W)
52
Vietorstraße in Kalk
Für den Bereich von Einfahrten sieht das Gestaltungshandbuch die altgraphitfarbenen Plat-
ten im Format 30*15 cm vor. Bei Arbeiten für eine neue Entwässerungsrinne in der Wende-
linstraße, auf einem Privatgrundstück, musste das Pflaster im Anschlussbereich auf städti-
schem Straßenland mit aufgenommen werden. Hier wurde von der Stadt das neue Material
für die gesamte Gehwegbreite gestellt und die Arbeiten von dem privaten Bauherrn mit aus-
geführt. Gleichzeitig konnten so die Absackungen und Pfützen im Gehwegbereich mit besei-
tigt werden. Das linke Bild zeigt den Zustand vor den Arbeiten und das rechte den neuen
Zustand danach.
Wendelinstraße in Müngersdorf
53
Bauhof
Auf den beiden Bauhöfen (links- und rechtsrheinisch) kümmern sich 110 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter um die Kontrolle und Unterhaltung der öffentlichen Straßen, Wege und Plät-
ze. Dazu gehören die Beseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden, die Unterhaltung
aller Verkehrszeichen und des gesamten Mobiliars sowie sämtliche Fahrbahnmarkierungen.
Darüber hinaus werden Tempo-30 Zonen realisiert, Schutzplanken- und Rohrgeländer-
schäden behoben und die Aufstellung sämtlicher Parkscheinautomaten durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit dem Rechts- und Versicherungsamt werden jedes Jahr über 170
Rechtsfälle mit Schadenersatzansprüchen bearbeitet.
Auch zahlreiche Sonderdienste wie Winterdienst, Hochwasser und Straßensperrungen bei
Demonstrationen und diversen Großveranstaltungen (Karneval, Kölner Lichter, CSD, Mara-
thon, Silvester, Stadtteilfestivitäten u.v.m.) gehören zum umfangreichen Leistungsspektrum
des Bauhofs, für dessen Erledigung ein Fuhrpark mit 41 Fahrzeugen zur Verfügung steht.
Es wurden insgesamt 13.533 Flächenschäden und 4.200 Objektschäden behoben.
Der Straßenkontrolldienst hat insgesamt 20.963 Straßenschäden neu erfasst. Davon hatten
3.331 Schäden die Priorität 1 und 17.632 Schäden die Priorität 2. Damit ist die Anzahl der
behobenen Schäden (17.733) erstmals wieder kleiner als die der neu erfassten Schäden
(20.963).
Besonders zu erwähnen ist die Aufräumaktion auf den Ringen, wo durch den Bauhof über-
flüssige Schilder und Pfosten entfernt wurden.
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
Jan.
Feb.
März
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
Schadenentwicklung 2016
Prio 1 - neu
Prio 1 - behoben
Prio 2 - neu
Prio 2 - behoben
54
Grundsatzangelegenheiten
Zustandserfassung
Derzeit wird untersucht wie eine wirtschaftliche und aussagekräftige Straßenzustandserfas-
sung erreicht werden kann. Zur Ermittlung dieser wurde im letzten Jahr ein Testgebiet (Alt-
stadt/Süd) definiert, in dem alle Straßen, Wege und Plätze auf ihren Zustand mit verschiede-
nen Anbietern und Erfassungsmethoden geprüft wurden. Nach Auswertung der Testdaten
soll auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sukzessive für das ganze Stadtgebiet die Er-
mittlung des Straßenzustandes erfolgen.
Im zweiten Schritt wurden bezogen auf das Testgebiet folgende Bereiche näher untersucht
(siehe Abbildung „Testbetrieb Zustandserfassung“):
1. Technische und rechtliche Grundlagen
2. Visualisierung/Verwaltung innerhalb der Straßendatenbank
3. Erfassung und Bewertung von Zuständen
55
56
Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen
Das Leistungsspektrum im Bereich Geodatenverwaltung/-pflege variiert von Konzeptentwick-
lung mit den federführenden Dienststellen über Grundlagenermittlung und Ersterfassung bis
zur Datenpflege. Besonders hervorzuheben sind hier die Projekte „Zuständigkeiten“ und
„Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen“. Letzteres soll hier kurz beschrieben werden.
Die laufenden Verträge mit der AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH hinsichtlich der
Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen sollen 2018 neu aufgestellt werden, so dass
auch das Amt für Straßen und Verkehrstechnik dazu verpflichtet ist, den Leistungsumfang
vollständig und umfassend zu definieren. Dies ist ohne georeferenzierte Daten, also eine
flächendeckende Zuordnung der betroffenen Flächen, nicht möglich. Im Rahmen des Geoda-
tenprojektes wurde anhand eines Beispiels im Stadtbezirk Rodenkirchen ein Konzept entwi-
ckelt, wie die vorhandenen Daten/Verträge georeferenziert dargestellt und mit den notwendi-
gen Informationen aus den Verträgen verknüpft werden können.
57
Verkehrsmanagement
Planung und Ausführung von Ampelanlagen
970 Ampeln regeln stadtweit den Verkehr, von denen sich 876 in der Baulast der Stadt und
in vollständiger Zuständigkeit des Sachgebietes befinden. An den Ampelanlagen konnten 84
Optimierungen vorgenommen und 2.954 Störungen beseitigt werden. Zudem wurden 136
Baustellensignalisierungen angeordnet sowie 713 Hinweise und Anregungen aus der Bür-
gerschaft bearbeitet. Das Kostenvolumen lag bei rund 6,52 Millionen Euro. Stellvertretend für
die Vielzahl der bearbeiteten Bau- und Erneuerungsmaßnahmen im Folgenden eine kurze
Beschreibung zweier Projekte.
Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf den Ringen
Auf dem ersten Teilstück der Ringe ist die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben worden,
die zulässige Geschwindigkeit wurde auf 30 km/h reduziert und die Ampelschaltung entspre-
chend angepasst. Radfahrenden ist nun freigestellt, die Straße oder den alten baulichen
Radweg zu nutzen. Im Oktober 2015 beschloss der Verkehrsausschuss die Aufhebung der
Radwegbenutzungspflicht auf den Ringen. Die Verwaltung begann mit der Planung und traf
sich im Juli 2016 mit Vertretern der Bezirksvertretung Innenstadt, der Polizei, der IHK, des
ADFC und der Initiative Ringfrei zu einem ersten Workshop, der dem Ideenaustausch diente.
Darauf folgten weitere Treffen zwischen der Verwaltung, der Initiative Ringfrei und dem
ADFC, in denen die Vorgehensweise in den Kreuzungsbereichen und auf der Strecke be-
sprochen wurde. Vorgezogene Haltelinien mit breiten Aufstellbereichen auf der Straße, si-
cheres, indirektes Linksabbiegen, geöffnete Einbahnstraßen und eine zulässige Geschwin-
digkeit von 30 km/h verbessern den Fahrkomfort für die Radfahrenden deutlich. Auch die
Ampelschaltungen, die auf diese 30 km/h hin angepasst wurden, passen deutlich besser zu
den Geschwindigkeiten und Fahrtabläufen im Radverkehr. Die in Köln bei 50 km/h übliche
Gelbzeit von vier Sekunden wurde auf drei Sekunden reduziert! Der erste Bauabschnitt, von
der Ritterstraße bis kurz vor den Rudolfplatz, kostet etwa eine Million Euro.
Der anschließende zweite Bauabschnitt reicht dann bis zum Zülpicher Platz.
58
Erneuerung der Ampelanlagen am Barbarossaplatz
Die Ampelanlagen Barbarossaplatz-Nord/Hohenstaufenring und Barbarossaplatz-
Süd/Salierring sind im Rahmen des Projektes „Erneuerungs-Sofortprogramm“ grunderneuert
worden.
Die Steuerung der Anlage wurde unter Berücksichti-
gung der aktuellen Verkehrsverhältnisse und Ver-
kehrsbedürfnisse überplant. Dabei wurde, unter Bei-
behaltung des Vorrangs für den öffentlichen Perso-
nennahverkehr, sowohl auf die Belange des Kraft-
fahrzeugverkehrs als auch auf den nicht motorisier-
ten Verkehr bestmöglich eingegangen.
Neben dem Steuergerät wurden Signalgeber, Sig-
nalmaste, Kabeltrassen und die Verkabelung erneu-
ert und bei den Signalgebern energiesparende 40V
LED ausgewählt. Gleichzeitig wurden alle signalisier-
ten Fußgängerüberwege mit akustischen Signalge-
bern für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet und
die Signalisierung für den Radverkehr geändert.
59
Anordnungen nach der StVO
Baustellen und Container
Für Baumaßnahmen Dritter einschließlich
der Aufstellung von Containern, die im öf-
fentlichen Straßenland stattfanden oder
sich darauf auswirkten, wurden insgesamt
23.227 Bescheide (Anzahl von Bescheiden
im Zusammenhang mit der Anordnung und
Genehmigung von Baumaßnahmen Dritter
nach der Straßenverkehrs-Ordnung, StVO,
im öffentlichen Straßenland) erteilt. Hiervon
entfielen auf die Umsetzung des Werbenut-
zungsvertrages 1.181 Vorgänge. Da es im
Zusammenhang mit dem Werbenutzungs-
vertrag zu einer deutlichen Reduzierung
der Vorgänge kam, ergab sich im Vergleich
zum Vorjahr ein Minus von 1.505 Beschei-
den. Insgesamt wurden rund 3.300.000
Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren eingenommen.
Im Bereich Containergenehmigungen wurden rund 188.000 Euro an Verwaltungs- und Son-
dernutzungsgebühren festgesetzt. Insgesamt wurden 2.829 Genehmigungen erteilt.
Zusätzlich wurden 1.427 Container im Zusammenhang mit der Erteilung von Jahresgeneh-
migungen aufgestellt.
Baustellenkontrolldienst
Der Baustellenkontrolldienst hat außer den 500
Regelkontrollen von Baumaßnahmen mehr als
1.280 Bürgeranfragen bearbeitet, die sich mit
den täglichen Problemen an Kölner Baustellen
beschäftigen. In der überwiegenden Mehrzahl
der Fälle konnten schnelle Lösungen gefunden
und umgesetzt werden. In knapp 30 Fällen
mussten allerdings Bußgeldverfahren gegen
den jeweiligen Bauleiter eingeleitet werden.
In den Sonderaktionen „Kölle entrümpeln“ wur-
den gezielte Begehungen und Kontrollen vorge-
nommen um nicht mehr benötigte, baustellen-
bedingte Materialien zu räumen. Bei insgesamt
sechs Aktionen – Altstadt-Süd, Altstadt-Nord,
Deutz, Kalk, Lindenthal und Nippes – konnten
über 320 Verkehrszeichen und Absperrelemen-
te entfernt werden.
Vor der „Entrümpelung“
60
Baustellenmanagement
Koordination von Genehmigungsverfahren
Die Verkehrssituation wurde stadtweit durch viele Baumaßnahmen beeinflusst, darunter
zahlreiche Infrastrukturprojekte und Instandsetzungsarbeiten. Zur Sicherstellung der grund-
legenden Mobilität im Straßenverkehr wurden die verkehrlich relevanten Baumaßnahmen
intensiv durch das Baustellenmanagement betreut. Über 700 Baumaßnahmen wurden hier-
bei als „verkehrlich erheblich bedeutend“ eingestuft und beginnend mit der Vorbereitungs-
phase zur Koordination über das Genehmigungsverfahren bis hin zur Umsetzung und deren
Kontrollen individuell begleitet. Hierbei hat es sich gezeigt, dass die Koordinationsgremien
und der definierte Genehmigungprozess von erheblicher Bedeutung bei der Sicherung des
Mobilitätsanspruches sind.
Verkehrsleitzentrale
In der Verkehrsleitzentrale wird sichergestellt, dass frühzeitig und umfassend über die aktuel-
le und die zu erwartende Verkehrssituation im gesamten Stadtgebiet informiert wird. Das
bekannteste Medium zur Bereitstellung von Verkehrsinformationen ist der Verkehrskalender,
der seit seiner Einrichtung im Oktober 2010 zu den am häufigsten genutzten Anwendungen
auf den städtischen Internetseiten zählt. Der Verkehrskalender stellt schwerpunktmäßig
Baustellen im mobilitätsrelevanten Verkehrsnetz (MRV), bedeutende Messen sowie Sport-
und Konzertevents in der LANXESS arena und im RheinEnergieSTADION sowie weitere
verkehrsrelevante Veranstaltungen im Stadtgebiet dar. Er wird zudem regelmäßig weiterent-
wickelt. So erfolgte nach der Integration in die App der Stadt Köln die Ergänzung um die
Darstellung der Busparkplätze und Bushaltepunkte. Seit Jahren werden auch die Belange
des Güterverkehrs berücksichtigt. Im Verkehrskalender Logistik sind auf der Grundlage des
Lkw-Führungskonzeptes alle Höhenbegrenzungen und Gewichtsbeschränkungen erfasst.
Neben dem Verkehrskalender informieren auch die wöchentliche Verkehrsprognose, das
Verkehrsleitsystem mit fünfzehn dynamischen Vario-Tafeln sowie das Parkleitsystem aktuell
und umfassend über die Verkehrssituation in Köln.
Blick in die Kölner Verkehrsleitzentrale
61
Ein PSA mit „blauem Band“
Spuren eines versuchten Aufbruchs
Behindertenparkplätze im öffentlichen Straßenraum
Allgemeine Behindertenparkplätze
Behinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung oder Blinde haben nach den Bestim-
mungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) Anspruch auf die Ausstellung eines allgemei-
nen Behindertenparkausweises. Allgemeine Behindertenparkplätze werden beispielsweise
vor wichtigen öffentlichen Gebäuden, aber auch vor Kliniken, beschränkt auf die Öffnungs-
zeiten, eingerichtet. Es gibt derzeit 604 allgemeine Behindertenparkplätze im Stadtgebiet.
Personenbezogene Behindertenparkplätze
Nach der StVO besteht die Möglichkeit, in besonderen Härtefällen personenbezogene Park-
plätze auch für Behinderte ohne eigenes Kraftfahrzeug einzurichten, so beispielsweise für
Blinde. Da aber der Parkdruck vor allem in den Großstädten besonders hoch ist, müssen bei
der Einrichtung personenbezogener Parkplätze besonders strenge Maßstäbe angesetzt
werden. Es gibt derzeit 567 personenbezogene Behindertenparkplätze im Stadtgebiet.
Parkbetriebsservice
Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen werden
in Köln Parkscheinautomaten (PSA) eingesetzt.
Ende 2016 waren etwa 2.315 PSA im öffentlichen
Straßenland aufgestellt. Der Ertrag aus der Park-
raumbewirtschaftung lag bei circa 21,9 Millionen
Euro. Insgesamt bedeutet dies eine erneute Steige-
rung der Erträge gegenüber dem Vorjahr von 0,8
Millionen Euro. Der Anteil der Erträge aus dem
Handyparken betrug 2,35 Millionen Euro (10,7 %
der Gesamteinnahmen). Der erfolgreiche Austausch
der alten störanfälligen PSA-Fabrikate konnte fort-
gesetzt und die Bewohnerparkgebiete Lindenthal-
Nord I und II am 7. Januar in Betrieb genommen
werden.
Zudem wurden fast 500 PSA mit einem blauen
Band ausgestattet, welches preisgünstige Parkmög-
lichkeiten vor Ort leichter erkennen lässt. An blau-
markierten Automaten kann man für vier Euro bis zu
24 Stunden lang parken.
Die Anzahl der Aufbruchsversuche und erfolgrei-
chen Aufbrüche ging im Vergleich zum Vorjahr von
85 auf 50 zurück.
62
Verkehrserhebungen
Verkehrserhebungen erfolgen in Form von Knotenstromzählungen, Rad- und Fußgängerzäh-
lungen, Geschwindigkeitsmessungen, Querschnittsmessungen, Parkraumerhebungen,
Staubeobachtungen und Kennzeichenverfolgungen. Die Ergebnisse werden unter anderem
für die Straßenplanung, die Ampelsteuerung, das Beschwerdemanagement, die Unfallstel-
lenbeseitigung, die Einrichtung von Tempo 30-Zonen, die Verkehrssimulation sowie für Ver-
kehrsprognosen benötigt.
Insgesamt wurden 573 Verkehrserhebungen durchgeführt. Diese teilen sich auf in 315 Kno-
tenstromzählungen, 68 Fußgängerzählungen, 41 Radverkehrszählungen, vier Parkraumer-
hebungen, fünf Kennzeichenerfassungen sowie rund 140 Geschwindigkeits- und Quer-
schnittsmessungen.
Wegweisung
Im Rahmen der Bestandspflege wurden 70 Schilder erneuert, 54 mussten neu eingedreht
werden.
Fußgängerleitsystem: Am Domhof
63
Programm Verkehrstechnik Köln
Im Rahmen des Programms Verkehrstechnik Köln (PVT) wurde die Verlängerung der Indus-
triestraße, die Brühler Landstraße von der Militärringstraße bis zur Stadtgrenze hinter
Meschenich und die Frankfurter Straße von Mülheim bis zur Stadtgrenze neu beschildert.
Insgesamt wurden 46 Standorte und 233 Wegweiser erneuert.
Frankfurter Straße/Kaiserstraße - alt/neu
Brühler Landstraße - alt/neu
64
Schilderbrücken und Ausleger
Neben den seitlich aufgestellten Wegweisern sind im Kölner Stadtgebiet rund 120 Brücken,
Ausleger und Doppelausleger mit Hinweisschildern vorhanden. Sie unterliegen, wie Stra-
ßenbrücken, der regelmäßigen Bauwerksprüfung nach DIN 1076. Alle sechs Jahre müssen
diese Bauwerke von speziell ausgebildeten Prüfingenieuren einer Hauptprüfung unterzogen
werden, die eine Bewertung nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit
mit den Noten 0 - 4 beinhaltet. Zwischen diesen Hauptprüfungen erfolgt nach drei Jahren
eine „Einfache Prüfung“, die mit einem geringeren Prüfaufwand durchgeführt wird. Zusätzlich
werden alle Bauwerke einmal jährlich von einer städtischen Mitarbeiterin auf offensichtliche
Schäden überprüft (Sichtprüfung).
An vierzig Bauwerken erfolgte eine „Einfache Prüfung“ nach DIN 1076. Aufgrund schlechter
Bewertungen aus den Vorjahren wurden zehn Schilderbrücken saniert beziehungsweise
erneuert. Im Knoten Industriestraße/Boltensternstraße/Amsterdamer Straße konnten die
Schildertafeln nicht mehr an der HGK-Brücke (Häfen und Güterverkehr Köln) über der Fahr-
bahn montiert werden. Da die Ampelanlage an der Industriestraße ebenfalls erneuerungsbe-
dürftig war, erfolgte hier, zum ersten Mal in Köln, die gemeinsame Montage von Wegweisern
und Signalanlagen an einer Verkehrszeichenbrücke.
Alte Signalanlage und Schildertafeln an der HGK-Brücke Industriestraße
Neue Verkehrszeichenbrücke mit Signalanlagen Industriestraße
65
Wichtige Telefonnummern
(0221) 221 - Durchwahl
Amtsleitung - Herr Harzendorf 27179
Stabsstelle „Gesamtverkehrsentwicklungsplanung,
Nahverkehrsplanung und Fahrzeugförderung“ 22184
Abteilung „Zentrale Aufgaben“ - Herr Krichel 27180
Finanzen 27012
Juristische Grundsatzangelegenheiten 27804
Öffentlichkeitsarbeit 37167
Organisation 27836
Personal 30193
Vergabeverfahren 27199
Verkehrssicherheitsarbeit 27816
Abteilung „Bau und Unterhaltung“ - Herr Lachmann 27814
Aufgrabungsmanagement 27810
Bauausführung Stadtbezirk 1, Radverkehr und Großprojekte 38129
Bauausführung Stadtbezirke 2 – 3, Nord-Süd-Stadtbahn 30285
Bauausführung Stadtbezirke 4 – 6 27584
Bauausführung Stadtbezirke 7 – 9 30283
Bauhof 38130
Grundsatzangelegenheiten 26432
Abteilung „Planung“ - Frau Stolte-Neumann 27808
Bauplanung Stadtbezirke 1 – 3 30298
Bauplanung Stadtbezirke 4 – 6 27131
Bauplanung Stadtbezirke 7 – 9 27887
Parkraumbewirtschaftung 27160
Tempo 30 – Zonen 27132
Verkehrsplanung 22851
66
Abteilung „Verkehrsmanagement“ - Herr Sorich 27173
Baustellenmanagement 27871
Baustellengenehmigungen und StVO-Anordnungen:
- Stadtbezirk 1-3 (ohne Deutz) 27830
- Stadtbezirk 4-6 27194
- Stadtbezirk 7-9 (mit Deutz) 27102
Ampelanlagen 27273
Handyparken 27871
Verkehrsleitzentrale 27000
Verkehrszählungen 27080
Wegweisung 27127
Amt für Straßen und Verkehrstechnik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Mail: strassen-verkehrstechnik@stadt-koeln.de
Besuchen Sie uns auch im Internet: www.verkehr.koeln
67
Organigramm des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik
66
Amtsleitung
660
Zentrale
Aufgaben
660/0
Juristische
Grundsatz-
angelegenheiten
660/1
Allgemeine
Verwaltung
660/2
Finanzen
660/3
Vergaben
661
Planung
661/11
Parkraum-
konzepte
661/12
Verkehrs-
beruhigung
661/14
Einzelprojekte /
Verkehrstechnik
661/2
Bauplanung
Stadtbezirke 1-3
661/3
Bauplanung
Stadtbezirke 4-6
661/4
Bauplanung
Stadtbezirke 7-9
661/5
Verkehrsplanung /
Fahrradbeauftragter
662
Bau und
Unterhaltung
662/1
Aufgrabungs-
management
662/2
Grundsatz-
angelegenheiten
662/3
Bauhof
662/4
Bauausführung
Stadtbezirke 2-3
662/5
Bauausführung
Stadtbezirke 4-6
662/6
Bauausführung
Stadtbezirke 7-9
662/7
Bauausführung
Stadtbezirk 1 (Deutz),
Radverkehr und Großprojekte
663
Verkehrs-
management
663/1
Verkehrssysteme
663/2
Ampelanlagen
663/3
Baustellen-
management
66-Stab
Gesamtentwicklungsplanung
Nahverkehrsplanung
Mitteilung Ausschuss
1063 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 09.05.2017 1352/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 08.06.2017 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 12.06.2017 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.06.2017 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 26.06.2017 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 26.06.2017 Verkehrsausschuss 27.06.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 29.06.2017 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 29.06.2017 Bezirksvertretung 7 (Porz) 06.07.2017 Tätigkeitsbericht 2016 des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik Tätigkeitsbericht 2016 des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik hat für das zurückliegende Jahr 2016 einen Tätigkeitsbe- richt erstellt. Dieser gibt auf rund 70 Seiten einen informativen Einblick in das umfangreiche Aufga- benspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Arbeitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird in der Sitzung verteilt. gez. Blome
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1352/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 09.05.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27