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Tätigkeitsbericht des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik 2016

Mitteilung Ausschuss 1352/2017 vom 09.05.2017

Stand: Am 06.07.2017 in der Bezirksvertretung 7 (Porz) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 09.05.2017 1352/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 08.06.2017 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 12.06.2017 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.06.2017 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 26.06.2017 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 26.06.2017 Verkehrsausschuss 27.06.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 29.06.2017 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 29.06.2017 Bezirksvertretung 7 (Porz) 06.07.2017 Tätigkeitsbericht 2016 des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik Tätigkeitsbericht 2016 des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik hat für das zurückliegende Jahr 2016 einen Tätigkeitsbe- richt erstellt. Dieser gibt auf rund 70 Seiten einen informativen Einblick in das umfangreiche Aufga- benspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Arbeitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird in der Sitzung verteilt. gez. Blome
  • Anlage 1 - Tätigkeitsbericht 2016

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    Tätigkeitsbericht 2016 Amt für Straßen und Verkehrstechnik Herausgeber: Amt für Straßen und Verkehrstechnik Verantwortlich: Heribert Krichel (Abteilung Zentrale Aufgaben) Redaktion/Layout: Jörg Kijanski, Heidrun Langhans, Michaela Neumann, Anja Weiß © Titelfoto: fotolia Druck: Digitaldruck Kriewett Köln Köln im April 2017 „Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht.“ (Georg Christoph Lichtenberg) Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, ein arbeitsintensives Jahr liegt einmal mehr hinter uns. Zahlreiche große, mittlere und kleinere Projekte konnten realisiert oder ange- stoßen werden. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit nicht grundlegend geändert haben, so konnte dennoch mit den vorhandenen personellen und finanziellen Mitteln viel erreicht wer- den. Einen informativen Querschnitt über unsere Arbeit finden Sie in diesem Rückblick, in dem nicht nur sogenannte „Leuchtturmprojek- te“, sondern bewusst auch einige der vermeintlich „unbedeutenden“ Maßnahmen vorgestellt werden. Schließlich arbeiten wir nicht nur an der „Schlossallee“. Klaus Harzendorf Zwei wichtige Neuerungen für den Radverkehr möchte ich an dieser Stelle besonders her- vorheben: Die Öffnung der Fußgängerzonen sowie die Aufhebung der Radwegbenutzungs- pflicht auf einem ersten Teilstück der Ringe. Vor allem die tagsüber enorm stark frequentier- ten Hohe Straße und Schildergasse sind jetzt zwischen 20 und 11 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ganztägig für den Radverkehr freigegeben. Auf dem Hansaring können zwischen der Straße Am Kümpchenshof und der Ritterstraße die Radfahrerinnen und Radfahrer nun entscheiden, ob sie den vorhandenen baulichen Radweg oder die Straße benutzen möchten. Eine weitere, wichtige Aufgabe war und ist die Erneuerung und Erhaltung des Straßenraums. Hierbei wird der Straßenraum nicht nur eins zu eins wiederhergestellt, sondern auch umge- staltet. Ziel ist eine wohnliche, schadstoffarme Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Dabei spielt die Förderung der Verkehrsträger des Umweltverbundes eine tragende Rolle. Grund- lagen der Planung sind zudem die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Schaffung eines leistungsfähigen Straßennetzes. 2016 befanden sich rund hundert Straßen in der Um- planung. Die Umrüstung alter Ampelanlagen, die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, eine ver- stärkte Unfallprävention, die Entwicklung zukunftsweisender Verkehrs- und Mobilitätskonzep- te und vieles, vieles mehr haben uns gefordert. Dabei konnten wir auf die Unterstützung un- serer zahlreichen Partner zurückgreifen, bestehende Kooperationen vertiefen und neue in die Wege leiten. Abschließend wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre! Klaus Harzendorf Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik Inhaltsverzeichnis Zentrale Aufgaben .................................................................................................... 5 Personal ................................ ................................ ................................ ............................ 5 Finanzen ................................ ................................ ................................ ............................ 5 Zentrales Projektmanagement ................................ ................................ ........................... 6 Vergaben ................................ ................................ ................................ ........................... 7 Verkehrssicherheitsarbeit ................................ ................................ ................................ .. 8 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ......................12 Öffentliche Beleuchtung ................................ ................................ ................................ ....14 Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV) ................................ ...........................15 Planung ................................................................................................................... 17 Innenstadt ................................ ................................ ................................ .........................17 Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ...................18 Lindenthal ................................ ................................ ................................ .........................19 Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ ..........................20 Nippes ................................ ................................ ................................ .............................. 22 Chorweiler ................................ ................................ ................................ ........................23 Porz ................................ ................................ ................................ ................................ ..24 Kalk (mit Deutz) ................................ ................................ ................................ ................26 Mülheim ................................ ................................ ................................ ............................27 Parkraumkonzepte ................................ ................................ ................................ ............28 Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen ................................ ......31 Radverkehr ................................ ................................ ................................ .......................33 Verkehrsplanung ................................ ................................ ................................ ...............37 Bau und Unterhaltung ............................................................................................ 41 Innenstadt ................................ ................................ ................................ .........................41 Deutz ................................ ................................ ................................ ................................ 42 Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ...................43 Lindenthal ................................ ................................ ................................ .........................44 Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ ..........................45 Nippes ................................ ................................ ................................ .............................. 46 Chorweiler ................................ ................................ ................................ ........................47 Porz ................................ ................................ ................................ ................................ ..48 Kalk ................................ ................................ ................................ ................................ ..49 Mülheim ................................ ................................ ................................ ............................50 Aufgrabungskontrollmanagement ................................ ................................ .....................51 Bauhof ................................ ................................ ................................ .............................. 53 Grundsatzangelegenheiten ................................ ................................ ............................... 54 Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen ................................ ................................ ....56 Verkehrsmanagement ............................................................................................ 57 Planung und Ausführung von Ampelanlagen ................................ ................................ ....57 Baustellen und Container ................................ ................................ ................................ ..59 Baustellenkontrolldienst ................................ ................................ ................................ ....59 Baustellenmanagement ................................ ................................ ................................ ....60 Behindertenparkplätze im öffentlichen Straßenraum ................................ .........................61 Verkehrserhebungen ................................ ................................ ................................ ........62 Wegweisung ................................ ................................ ................................ .....................62 Wichtige Telefonnummern ..................................................................................... 65 Organigramm des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik ............................... 67 5 Zentrale Aufgaben Personal Auf insgesamt 357,5 Stellen sind im Amt für Straßen und Verkehrstechnik 370 Mitarbeiterin- nen und Mitarbeiter aktiv. Zum Vergleich: Im Vorjahr besetzten 362 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die vorhandenen 343 Stellen. Von den 357,5 aktuellen Stellen entfallen 14 Tech- nikerstellen und 89 Arbeiterstellen auf den Bauhof, 36,5 Techniker- und Ingenieurstellen ver- teilen sich auf die Unterhaltungsbezirke, 66,5 sind der Planung und 82,3 der Abteilung Ver- kehrsmanagement zugeordnet. Die Stellen in der Abteilung Verkehrsmanagement sind zu rund einem Drittel in die Planung und Unterhaltung von Lichtsignalanlagen eingebunden. 16 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in einer Teilzeitbeschäftigung. Insgesamt wurden 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt, die sich extern beworben haben, 38 Personen wurden aus anderen Bereichen der Verwaltung freien Stellen zugesetzt. Finanzen Das Gesamtvermögen des Amtes beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf rund 752 Millio- nen Euro. Hiervon entfallen einschließlich der im Bau befindlichen Anlagen 747 Millionen Euro auf das Straßenvermögen. Auszahlungen für Betrieb und Un- terhaltung, konsumtiv Auszahlungen, investiv 6 Zentrales Projektmanagement Auf der Grundlage der Erfahrungen und Optimierungsbedarfe aus dem angelaufenen Echt- betrieb wird die Multiprojektmanagement-Software MaVis kontinuierlich weiter entwickelt, um so den amtsspezifischen Anforderungen gerecht werden zu können. 24,20 € 22,30 € 26,50 € 22,00 € 31,80 € 16,00 € 24,50 € 25,90 € 27,70 € 26,80 € 40,20 € 46,80 € 52,40 € 49,70 € 58,60 € €0 €10 €20 €30 €40 €50 €60 €70 2012 2013 2014 2015 2016 Millionen bestehende Mittelbindungen per 31.12. jährlicher Mittelabfluss Summe Entwicklung der investiven Mittelbindungen und –abflüsse in den Jahren 2012 bis 2016 7 60,4% 0,8% 9,0% 5,7% 2,5% 10,9% 10,7% Alle Summen in 2015 auf einen Blick Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben freihändige Vergaben Angebotbeiziehung Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben Auf-/ Abgebotsverfahren 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 45 5 69 14 97 272 296 1427 22 36 68 18 115 346 234 1716 Alle Vergaben in 2015 und 2016 im Vergleich Vergaben 2015 Vergaben 2016 36,6% 22,9% 8,8% 7,4% 1,9% 11,9% 10% Alle Summen in 2016 auf einen Blick Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben freihändige Vergaben Angebotbeiziehung Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben Auf-/ Abgebotsverfahren Vergaben 0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000 12.500.000 15.000.000 17.500.000 20.000.000 22.500.000 25.000.000 27.500.000 30.000.000 32.500.000 35.000.000 37.500.000 40.000.000 42.500.000 45.000.000 Auftragsvergabe im Überblick Auftragsvergabe 2015 in EUR (gesamt) Auftragsvergabe 2016 in EUR (gesamt) 8 Monteure im Einsatz beim Fahrradcheck im Rheinpark Verkehrssicherheitsarbeit „Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark Wieder hatten die Kölnerinnen und Kölner Gelegenheit, ihre Fahrräder kostenlos überprüfen zu lassen. Der Fahrradcheck „Alles im grünen Be- reich“ ist Teil einer bereits mehrjäh- rigen Tradition in Köln und findet in der Regel zweimal jährlich statt. Die vorgestellten Fahrräder werden da- bei durch Fachleute der Zweirad- werkstatt 180° auf ihre Verkehrssi- cherheit hin überprüft. Erfahrungs- gemäß reichen die festgestellten Mängel von defekter Beleuchtung, über ausgeleierte Bremsen bis hin zu Fahrrädern, die auseinanderzufal- len drohen. Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer werden auf mögliche Reparaturbedarfe hingewiesen und freuen sich regelmäßig über kleine Montagen, die auch vor Ort schon geleistet werden. Be- reits beim ersten Termin im September wurden rund 130 Fahrräder überprüft. Die Resonanz der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aber auch vorbei flanierender Bürgerinnen und Bürger war an beiden Terminen wieder groß. Kampagnen zur Akzeptanz von Lichtsignalanlagen – „Köln steht bei Rot“ und „Ich verpfeif‘ dich!“ Die sonst eher schmucklosen Symbolfiguren der Ampelsignale, die roten und grünen Am- pelmännchen: seit 2014 werden sie bei ihrer Arbeit unterstützt. Lebende Pantomimen, knallrot und grün bekleidet, kommen immer wieder vor Ort zum Einsatz. Mit deutlichen Gesten mahnen sie Rotsündige und loben die, die alles richtig machen – bei Grün. Der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenver- kehr“, der sich aus Vertretern der Kölner Ver- kehrs-Betriebe (KVB), der Polizei und der Stadt Köln zusammensetzt, tritt mit seiner Verkehrssicherheitskampagne „Köln steht bei Rot“ regelmäßig auf um insbesondere Fuß- gängerinnen und Fußgänger sowie Menschen auf dem Fahrrad daran zu erinnern, wie wich- tig es ist, die Ampeln zu beachten. Mit einer neuen Plakatkampagne - die Am- pelmännchen als Motiv - wird das Vorhaben von der Stadt unterstützend fortgeführt. In diesem Sinne befährt auch eine „Ampelmänn- chen-Straßenbahn“ seit August 2016 das Köl- ner Stadtgebiet und trägt zur allgemeinen Aufmerksamkeit bei. 9 Hilfestellung und Anleitung gibt Anke Prinz bei den ersten Rollversuchen mit Laufrädern ohne Sattel Bei der Aktion „Ich verpfeif‘ dich!“, die auch Bestandteil des Verkehrssicherheitsprogramms ist, erteilen Grundschülerinnen und -schüler Fußgängerinnen und Fußgängern die bei Rot die Straße überqueren mit Trillerpfeifen einen deutlichen Anpfiff. Anschließend wenden sich die Kinder erläuternd an die Ertappten und erinnern an die Gefahren bei Rotlichtverstößen, mit gleichzeitigem Appell an die Vorbildfunktion der erwischten Erwachsenen. Die Kampagnen wurden ins Leben gerufen, weil sich im Kölner Stadtgebiet immer wieder schwerste Unfälle ereignen, wenn das Rotsignal von Ampeln missachtet wird. Verkehrssicherheitsaktionen für Flüchtlinge Der Ruf nach gezielten Verkehrssicherheitsaktionen wurde mit steigenden Flüchtlingszahlen auf Kölner Stadtgebiet immer lauter. Viele der neu Eingereisten sind mit dem Großstadtver- kehr in unserem Land nicht vertraut; es kommt zu gefährlichen Situationen. Zwar gibt es laut Unfallstatistik bisher noch keine verstärkten Unfallbeteiligungen von Flüchtlingen, dennoch halten die Kooperationspartner Aktionen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für einen wichtigen Schritt im Sinne der Integration. „Die ersten Schritte“ Der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ veranstaltete Schulungen in den Flüchtlings- unterkünften Ringstraße und Eygelshovener Straße in Rodenkirchen. In vier Terminen wur- den Eltern und Kindern grundlegende Verkehrsregeln vermittelt. Inhaltlich war der Fokus auf Fußgängerinnen und Fußgänger und damit auf die grundlegenden Mobilitätsbedürfnisse im Gastland gerichtet. Die Unterrichte fanden mit Unterstützung durch einen Dolmetscher statt und wurden mit einem gemeinsamen Spaziergang im Umfeld der Flüchtlingsheime abge- schlossen. „Integration auf zwei Rädern“ In Kooperation mit dem Caritas-Verband wurde fünfzehn Frauen die Teilnahme an einem Fahrradkurs für Anfängerinnen in der Jugendverkehrsschule in Nippes ermöglicht. Die dip- lomierte Fahrradlehrerin Anke Prinz leitete die Kurse. Auf dem geschützten Gelände hatten die Frauen zehn Wochen lang, jeweils freitags die Gelegenheit, erste „Schritte“ auf dem Fahrrad zu trainieren. 10 Auftaktveranstaltung an der Kölner Rennbahn Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“ Mittlerweile schon fester Teil im Programm der Verkehrssicherheitsarbeit: die kostenlo- sen Seniorenfahrradkurse. Neben den zwei Trainings in der Jugendverkehrsschule in Nippes fand erstmalig ein Kurs in Neubrück statt. Beiderseits des Rheins hatten Seniorin- nen und Senioren damit Gelegenheit, unter Anleitung einer zertifizierten Radfahrlehrerin, ihre Fahrradfertigkeiten „aufzupolieren“. Die teilnehmenden 15 Personen erhielten wäh- rend der jeweils einwöchigen Kurse im Mai und im Juni, umfassende Trainings und die Möglichkeit, ihre Fahrräder durch Monteure der Fahrradwerkstatt 180° überprüfen zu las- sen. Den Abschluss bildete eine Fahrt ins „Grüne“; heraus aus dem geschützten Ver- kehrsbereich in den echten Straßenverkehr. Stadtmeisterschaften der Schulen – Sicheres Radfahren für Schülerinnen und Schüler Neben eigenen Verkehrssicherheitskampagnen werden auch Aktionen der Netzwerkpartner unterstützt. Dazu zählen die „Stadtmeisterschaften“ vom Arbeitskreis „Verkehrserziehung“ (AVEK). Bei diesem Wettkampf treten Akteure weiterführender Schulen gegeneinander an. Dabei wird ein Parcours möglichst ohne Fehler überwunden. Mit diesem Training werden Fähigkeiten im Radfahren sowie die allgemeine Mobilität der Schulkinder gefördert. Der Wettkampf wird von hier personell und finanziell unterstützt. Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ – Die Aktion an Kölner Grundschulen Viele sind sich auf dem Rad, zu Fuß oder auf Inlinern der Gefahr nicht bewusst, die droht, wenn neben ihnen fahrende Fahrzeuge nach rechts einbiegen und sie im „Toten Winkel“ nicht wahrnehmen. Durch dieses optische Phänomen ereignen sich immer wieder tragi- sche Unfälle, auch in Köln. Um besonders die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer - die Schulkinder - auf die- se drohende Gefahr aufmerksam zu machen, entwickelte der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ die Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“. Dabei wird Grundschulkindern nach einer Vorstellung im Klassenzimmer das Ausmaß des „Toten Winkels“ auf dem Schulhof demonstriert. Das richtige Verhalten in dieser Situation wird besprochen und die Kinder erhal- ten weitere Informationen. Gemeinsam mit dem ADAC, der Polizei und den „Transportbotschaftern e.V“ wurde die Akti- on von März bis Juni erstmals mit mehr als 200 Grundschulklassen durchgeführt. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich dabei die Auftaktaktion im März. Hier stellten die beteiligten Ak- tionsakteure – der ADAC, die Polizei, die Transportbotschafter und die Stadt Köln – ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz der Rennbahn auf und demonstrierten hier im „großen Fuhr- park“ gemeinsam mit verschiedenen Schulklassen die Gefahren im toten Winkel. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlussfahrt 11 Das Fahrradquiz - Kampagne für fahrradbegeisterte Besserwisser Das Kölner Fahrradquiz, zum 11. Mal - ein „köl- sches Jubiläum“. Wieder waren alle eingeladen, ihr Wissen an zehn Fragen zu wichtigen Fahrrad- regeln zu erproben. Richtige Antworten nahmen an einer Verlosung teil, bei der es hochwertige Preise zu gewinnen gab. Schulklassen, die sich geschlossen am Quiz beteiligten, hatten zudem die Möglichkeit, ihre Klassenkasse mit bis zu 300 Euro zu „versilbern“: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das Quiz im Internet lösten, erhielten ein Feedback und hatten so die Möglichkeit, Fehler zu über- denken. Rund 1600 Personen, doppelt so viele wie zuvor, beteiligten sich an dem Quiz. Vierzehn Schulen mit 24 Klassen bewarben sich um die ausgelobten Geldpreise. Die Preisverleihung fand kurz vor den Sommerferien feierlich im Stadthaus Deutz statt. An- schließend ging es für die Kinder in den Kölner Zoo – ein geschenkter Tag! Regelmäßige Verkehrssicherheitsaktionen zum Schuljahresbeginn durch den Arbeits- kreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ Elternbefragung Am Einschulungstag der Erstklässler und Erstklässlerinnen wurde an einzelnen Schulen in allen Stadtbezirken eine Elternbefragung zum Thema „Sicherer Schulweg“ durchgeführt. Im Anschluss an die Befragung erfolgt gemäß den Hinweisen aus dem Elternkreis eine Über- prüfung der Schulwege und der örtlichen Situationen. Erkennbare Gefahrenpunkte werden in der Folge beseitigt, Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf dem Schulweg der Kinder umgesetzt. Außerdem werden die Eltern im Gespräch daran erinnert, dass es nötig ist, den Schulweg mit den Kindern zu proben und den sichersten Weg zu nutzen. Plakatkampagne Nach den langen Sommerferien müssen alle wieder mit Schulkindern und insbesondere mit unerfahrenen Schulneulingen im Straßenverkehr rechnen. Daher wird jedes Jahr in Mega- Light-Anlagen großformatig plakatiert, um auf die besondere Situation der Schulanfänger und Schulanfängerinnen aufmerksam zu machen. Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen Tempoverstöße in der Umgebung von Schulen führen immer wieder zu gefährlichen Situati- onen. Deshalb wurden an zehn Tagen vor insgesamt neun Schulen Geschwindigkeits- Messanlagen installiert. Die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge wurde dem Fahrer oder der Fahrerin dabei jeweils per LED-Display unmittelbar angezeigt, ohne Verstöße zu ahnden. Ziel war es vielmehr, ein überhöhtes Tempo darzustellen um zu sensibilisieren und die Akzeptanz zu steigern. Die Anlagen wurden in der Nähe dieser Schulen installiert: GGS Zwirnerstraße (Altstadt Süd); GGS Godorfer Straße (Immendorf); GGS Breslauer Straße (Weiden); GGS Nußbaumerstraße (Neuehrenfeld); GGS Longericher Hauptstraße (Longe- rich); GGS Merianstraße (Chorweiler); GGS Humboldtstraße (Porz); GGS Europaring (Neu- brück) und GGS/KGS Alte Wipperfürther Straße (Mülheim). Alle Verkehrssicherheitsaktionen wurden aus Fördermitteln des Landes und aus Eigenmitteln der Stadt Köln finanziert. Die Gewinnerklassen des Hildegard-von-Bingen- Gymnasiums, des Gymnasiums Siegburg und der Hauptschule Tiefentalstraße 12 Klaus Harzendorf, Helga Blömer -Frerker und Andreas Hupke sperren die Zülpicher Straße im Rahmen des Verkehrsversuchs Arbeit der Unfallkommission und Teilnahme an der Landesunfallkommission Unfallkommissionen, deren Arbeit in der Bewertung und Beseitigung von Unfallhäufungsstel- len besteht, sind durch die Straßenverkehrsbehörden einzurichten. Als Mitglieder sind Stra- ßenbau-, Polizei- und Straßenverkehrsbehörde an der Aufgabe zu beteiligen, als zuständige Aufsichtsbehörde ist hier die Bezirksregierung Köln eingebunden, bei Bedarf auch weitere Institutionen oder Verbände (z. B. Fahrradverbände, KVB etc.). Unfallauffällige Kreuzungen werden durch die Polizei nach einem im Runderlass vorge- schriebenen Schlüssel als Unfallhäufungsstellen identifiziert und der Straßenverkehrsbehör- de gemeldet. Hier werden die Meldungen gesammelt und in einer Sitzung der Unfallkommis- sion durch die Beteiligten diskutiert. Dabei werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Unfälle beschlossen. Bei Bedarf werden Örtlichkeiten auch durch die Unfallkommission besichtigt. Nach Festlegung der Beschlüsse sind die beteiligten Behörden daran gebunden und zu einer zeitnahen Umsetzung der Maßnahmen verpflichtet. Insgesamt fanden fünf Sit- zungen der Unfallkommission statt, in denen rund 50 Unfallhäufungsstellen besprochen und bearbeitet wurden. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik nimmt als Straßenverkehrsbehörde bei Bedarf zusätzlich an den Sitzungen der Landesunfallkommission teil, die als übergeordnetes Gre- mium beratend und unterstützend auf die Unfallkommissionen im Land Nordrhein-Westfalen einwirkt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressetermine und Pressekonferenzen, Kommunikation und Information Die Öffentlichkeit wurde in zahlreichen Terminen vor Ort und in Pressekonferenzen über die großen Themen, die verkehrs- technisch und -strategisch bewegen, aus- führlich informiert. Neben den regelmäßig kommunizierten wichtigen Punkten wie Bau- stellen in den Sommerferien, akute und mit- telfristig anstehende Großbauvorhaben im und mit Einfluss auf das Stadtgebiet und Maßnahmen im Weihnachtsverkehr rief der Start des Verkehrsversuchs „Sperrung der Zülpicher Straße“ ein großes mediales Inte- resse hervor. Auch geplante und durchgeführte Maßnahmen zur Stärkung alternativer Verkehrsmittel und zur Förderung des Radverkehrs gaben wiederholt Anlass zur Berichterstattung. Die Aufhe- bung der Radwegbenutzungspflicht auf dem Hansaring und die temporäre Öffnung der gro- ßen Fußgängerzonen für den Radverkehr in der Innenstadt sind wesentliche Themen aus dem vielfältigen Aufgabenspektrum der Radverkehrsförderung, die öffentlichkeitswirksam begleitet werden. Durch gut bediente Werbeplätze und eine intensive flankierende Öffent- lichkeitsarbeit wurden im Rahmen der Aktionen „Stadtradeln“, „Kölner Fahrradquiz“ und des Mitarbeiterwettbewerbs „Mit dem Rad zur Arbeit“ zahlreiche Menschen zur aktiven Teilnah- me mobilisiert. 13 Zur Ankündigung der beginnenden Umgestaltungsarbeiten auf dem Chlodwigplatz hat ein Informationsabend stattgefunden. Auch der Start der Baumaßnahme auf der Maastrichter Straße wurde nach zwei erfolgten Bürgerbeteiligungen weithin bekannt gemacht. Als Teilpro- jekt im Rahmen des städtebaulichen Masterplanes und im innerstädtischen Bedeutungsge- biet liegend, wurden zur Einfriedung des Baufeldes repräsentative Banner hergestellt. Groß- formatig und zur optischen Harmonisierung innerstädtischer Bauflächen kamen Banner auch auf den Baustellen Elogiusplatz und Hermann-Josef-Platz zum Einsatz; beides Maßnahmen aus dem städtebaulichen Masterplan Innenstadt, in bedeutender internationaler Lage. Seit Einrichtung des Baustellenmanagements ist die interne Kommunikationsstruktur inso- weit verändert, dass zu sämtlichen Baumaßnahmen, die auf dem sogenannten „mobilitätsre- levanten Straßennetz“ stattfinden, pressewirksam berichtet wird. Auch kleinere Arbeitsstellen werden dabei berücksichtigt, da auch sie zu größeren Auswirkungen im immer stärker belas- teten Straßenverkehr führen können. Im Betrachtungszeitraum wurden über 270 Pressemit- teilungen herausgegeben, die sich allein auf Straßenbaustellen inklusive Signalisierungs- und Beschilderungsmaßnahmen, bauvorbereitende Arbeiten, Markierung, Informationen zum Parken sowie Maßnahmen im Radverkehr bezogen. Zum Vergleich waren es im Vorjahr rund 150 herausgegebene Pressemeldungen. Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung Über größere Straßenumgestaltungen wurden betroffene Bürgerinnen und Bürger wieder vor Ort von unseren Fachleuten ausführlich informiert. Im Anschluss an Präsentationen gab es ausgiebig Gelegenheit, Wünsche, Anregungen aber auch Kritikpunkte vorzutragen, um diese beim weiteren Vorgehen, im Sinne einer guten Bürgerbeteili- gung, nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Infor- miert und zusammen gearbeitet wurde in dieser Form beispielsweise im Hinblick auf die geplanten Baumaßnahmen Lützlongericher Straße in Longe- rich sowie Neuerburgstraße in Kalk. Auch über den Planungsstand zur Umgestaltung der Berrenrather Straße in Sülz wurde nach zwei zuvor durchgeführten Werkstattverfahren im Rahmen eines Infonachmittags im Bezirksrathaus Lindenthal umfangreich Auskunft erteilt. Die Projekte „Fahrradschutzstreifen Siegburger Straße“ und „Bewohnerparken in Kalk“ wur- den ebenfalls vor Ort vorgestellt und diskutiert. Beispiel - Bauzaunbanner Maastrichter Straße Infonachmittag Lützlongericher Straße 14 Öffentliche Beleuchtung Als Zentrale für alle Beleuchtungsangelegenheiten im öffentlichen Straßenland ist das Auf- gabengebiet „Öffentliche Beleuchtung“ zu verstehen. Dabei ist es Anlaufstelle für alle Kölner Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Ordnungs- sowie Netzwerkpartner. Dabei werden die vielfältigen Kommunikationswege intensiv genutzt, besonders das Internetangebot „Sag’s uns“. Mit der RheinEnergie AG – als Eigentümerin der Beleuchtungsanlagen und Vertrags- partnerin der Stadt Köln – erfolgen regelmäßig Abstimmungen. Das Projekt „Schaffung von Lichtpassagen – Reduzierung von Angsträumen“ genießt im Rahmen der Aufgaben immer noch besondere Aufmerksamkeit. Dies zeigt sich vermehrt auch in den zahlreichen Anfragen der politischen Gremien und aus der Bevölkerung. Sonderprojekte, wie die jährlich stattfin- dende weltweite Klimaschutzaktion „Earth Hour“ des WWF Deutschland sowie der „Welt- Mädchentag“ von Plan International werden von der RheinEnergie AG und der Stadt unter- stützt. Bei der Earth Hour wird für eine Stunde das Licht am Kölner Dom, der Hohenzollern- brücke und an den zwölf romanischen Kirchen gelöscht. Am Welt-Mädchentag erfolgte so- wohl die Anstrahlung des Jan-von-Werth-Denkmals als auch die von St. Pantaleon erstmalig in Pink, mit dem Ziel, weltweit auf die Benachteiligungen von Mädchen aufmerksam zu ma- chen. Die Umsetzung des Schutzkonzeptes für Silvester 2016/2017 wirkte sich nach den Ereignis- sen des Vorjahres als Schwerpunktthema auch auf die Aufgaben in der Öffentlichen Be- leuchtung aus. Forderungen nach zusätzlichem Licht und einer Optimierung vorhandener Beleuchtungseinrichtungen im Domumfeld galt es umzusetzen. Dabei war die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Beleuchtung mit stadtgestalterischen Aspekten in Einklang zu brin- gen. So wurden zum Beispiel auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs domseitig zwei neue LED-Leuchtenmasten aufgestellt und die Dächer von Domforum und Römisch- Germanischem Museum mit LED-Strahlern versehen. Auf der Frankenwerft wurde die Be- leuchtung um weitere Rheingartenleuchten ergänzt. Darüber hinaus mussten für Veranstal- tungen wie Karneval, Tanz in den Mai, Christopher Street Day im Innenstadtbereich Be- leuchtungsmaßnahmen durchgeführt werden. Als Beispiel wurde die Überspannungsanlage in der Zülpicher Straße gegen Leuchtenmas- ten mit dimmbaren LED-Leuchten ausgetauscht. Zahlreiche Beleuchtungsanliegen bezogen sich auf Park- und Grünanlagen. Besonders stark nachgefragt wurde der Hauptweg des Johannes-Giesberts-Parks in Nippes, mit dem drin- genden Anliegen, ihn mit Licht zu versehen. Umfangreiche Abstimmungs- und Entschei- LEDs auf dem Römisch-Germanischen Museum 15 dungsprozesse mit finaler Beschlussfassung führten schließlich dazu, dass dem Wunsch entsprochen werden konnte; der Weg wurde mit dimmbaren LED-Leuchten ausgestattet. Im nächsten Jahr wird wieder das Konzept – Licht gegen Angsträume – Schaffung von Lichtpassagen aufgegriffen. Es musste im Hinblick auf die Anforderungen des Schutzkon- zeptes zunächst zurück gestellt werden. Geplant ist die Illumination weiterer Unterführungen zur Steigerung von Attraktivität und Sicherheitsgefühl. Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV) Im Aufgabengebiet „Ausschuss- und Bezirksvertretungs-Angelegenheiten“ wird das Sit- zungsmanagement für die Gremien betreut. Zu den Aufgaben gehören neben der Erstellung sehr umfangreicher Jahresberichte mit ca. 925 Beschlüssen für die Bezirksvertretungen vor allem die Beantwortung von Anfragen, Stellungnahmen zu Anträgen, Mitteilungen der Ver- waltung und die Fertigung von Beschlussvorlagen. Für ca. 70 Vorschläge aus dem Bürger- haushalt 2015 wurde darüber hinaus eine fortgeschriebene Berichterstattung an die Bezirks- vertretungen gefertigt. Gremium Beantwortung von Anfragen Stellung- nahmen zu Anträgen Mitteilungen Beschlussvorlagen Rat, Ausschüsse 20 3 35 54 BV Innenstadt 19 3 24 3 BV Rodenkirchen 10 2 5 5 BV Lindenthal 15 2 9 6 BV Ehrenfeld 7 1 6 4 BV Nippes 13 3 7 6 BV Chorweiler 6 6 9 2 BV Porz 13 4 19 11 BV Kalk 8 2 4 6 BV Mülheim 6 2 7 4 Insgesamt: 117 28 125 101 Außerdem wurden über den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden rund 140 Einga- ben aus der Bürgerschaft verarbeitet. Schwerpunkte waren die Themen Verkehrsberuhi- gung, Verkehrsführung, Gestaltung des Verkehrsraums und Verkehrssicherheit. 16 17 Planung Innenstadt Vorentwurfsplanung: Bildungslandschaft Altstadt/Nord (BAN) Umgestaltung Wendehammer Gereonswall, Umge- staltung Schutzstreifen infolge Hochbaumaßnahme Eifelwall, Friesenplatz/Hohenzollernring/ Magnusstraße Entwurfsplanung: Domrampe - Barrierefreier Zugang zur Domplatte, Alternative Betriebsform - Kreisverkehr Roonstraße/Lindenstraße, Maternurskirchplatz, BAN – Bildungslandschaft Altstadt/Nord Querung Vogteistraße/Gereonswall Ausführungsplanung: Archäologische Zone, Alter Markt Provisorium Parkplatz, Sanierung Rheinboulevard, Alter- native Betriebsformen - Fußgängerüberweg Spichernstraße/Goebenstraße/Gilbachstraße, Umgestaltung Nebenanlagen vor Handwerkskammer und Heumarkt – Verlängerung Schutz- streifen Betreuung Fremdvergabe: VEP Mengelbergstraße - Tel-Aviv-Straße, Neugestaltung der Nebenanlagen Handwerks- kammer zu Köln, Ausbauvertrag Friesenplatz Allianzgebäude, Ausbauvertrag Hohenzollern- ring Stellungnahmen: 104 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 53 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Bebau- ungsplänen u. a.) Bildungslandschaft Altstadt/Nord (BAN) Querung Vogteistraße/Gereonswall Das Hansa-Gymnasium am Hansaring wird umgebaut und eine Mensa am Gereonswall neu gebaut. Infolge dieser Maßnahmen plant die Verwaltung eine Umgestaltung des Knotenpunktes Vogteistraße/Gereonswall, um eine sichere Querung für die Schülerin- nen und Schüler zu gewährleisten. An allen Einmündungen des Knotenpunktes sind Fußgängerüberwege vorgesehen. In der nördlich einmündenden Vogteistraße entfal- len die Stellplätze auf der östlichen Seite, um den Schülerinnen und Schülern einen ausreichend breiten Gehweg anzubieten. 18 Rodenkirchen Vorentwurfsplanung: Westhovener Weg Entwurfsplanung: Sürther Straße - Betreuung Planungsbüro, Abstimmungen Diakonie, Sürther Feld - 3.BA, Baustraßen Ausführungsplanung: Butterblumenweg - Sürther Feld 2. BA, Sürther Feld - 3.BA, Baustraßen, Östlich Claudius- straße, Baustraßen, Sürther Straße/Siegfriedstraße (Alternative Betriebsform - Betreuung Fremdvergabe), Karlheinz-Steimel-Weg - Betreuung Planungsbüro Stellungnahmen: 110 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 46 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Bebau- ungsplänen u. a.). Erschließungsstraße Gewerbegebiet Immendorf mit Kreisverkehr Die Planung der Erschließungsstraße Gewerbegebiet Immendorf basiert auf den Vorgaben des Bebauungsplanes 68360/05. Diese Maßnahme aus dem Erschließungsprogramm dient der Entwicklung neuer Gewerbeflächen im Süden von Köln. Das unmittelbar an der BAB 555 gelegene Gewerbegebiet wird mittels eines Kreisverkehrs an den Knotenpunkt Kiesgruben- weg/Giesdorfer Allee angeschlossen. Durch den Kreisverkehr wird der vorhandene Knoten- punkt optimiert und sicherer gestaltet. Der Kreisverkehr wird im Gegensatz zu den Erschlie- ßungsstraßen endausgebaut. Nach Abschluss der Hochbebauung wird der Endausbau der Erschließungsstraßen des Gewerbegebietes erfolgen. Der Baubeginn für die Errichtung der Baustraßen und der Endausbau des Kreisverkehres sind für Ende 2017 vorgesehen. 19 Lindenthal Vorentwurfsplanung: Rechtsabbieger Aachener Straße/Am Sportpark, Kölner Straße Entwurfsplanung: Berrenrather Straße (Schutzstreifen Sülzgürtel - Neuenhöfer Allee), Dürener Straße / Univer- sitätsstraße, Querungshilfe Maarweg Ausführungsplanung: Dürener Straße/Stadtwaldgürtel, Minikreisverkehr Brauweilerweg/Vogelsanger Weg, Bel- vederestraße Gehweg, Querungshilfe Ludwig-Jahn-Straße, Drachenfelsstraße alternieren- des Parken, Am Weidenpesch/Am Himmel/Kirchweg, Gehwegverbreiterung Hauptstraße Widdersdorf Betreuung Fremdvergabe: Uniboulevard, Kinderheime 2. BA, Umgestaltung Berrenrather Straße (Abschnitt Sülzgürtel - Universitätsstraße), Hauptstraße/Leonhardsgasse (Alternative Betriebsform), Kreisverkehr Widdersdorfer Landstraße/Curt-Stenvert-Bogen, VEP Ludwig-Jahn-Straße, VEP Werth- mannstraße Stellungnahmen: 185 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 83 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Bebau- ungsplänen u. a.) Elisabeth-von-Mumm Platz Fertigstellung des Großprojektes auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims. Ein großer Teil der auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Kinderheims bereits ent- standenen Gebäude und Plätze ist fertiggestellt. Mit dem im letzten Bauabschnitt geplanten Elisabeth-von-Mumm Platz, welcher sich zwischen der ehemaligen Kirche und dem Sülzgür- tel sowie zwischen Haus Elisabeth und Haus Anton befindet, geht es in großen Schritten dem Abschluss des Gesamtkonzepts entgegen. Die Erschließung des Platzes erfolgt dabei barrierefrei über die Weiterführung der beiden Achsen des 1. Bauabschnittes, welche lediglich für den Fußgänger- und Radverkehr freige- geben sind. Die Müllentsorgung der zum Platz zugewandten Gebäudeteile des Hauses Eli- sabeth und des Hauses Anton wird über die Stichstraßen der Münstereifeler Straße bzw. der Anton-Antweiler Straße abgewickelt. Bei zukünftigen Veranstaltungen im ehemaligen Kir- chengebäude kann der Vorplatz für den Empfang von Besuchern genutzt werden. Zudem bietet er ausreichend Platz für die Außengastronomie der angrenzenden Lokalitäten im Haus Elisabeth. Zudem wird die vorgelagerte Rasenfläche witterungsbeständig hergestellt, sodass eine ganzjährige Nutzung durch weitere Gastronomie bzw. Freizeitaktivitäten möglich ist. Eingefasst wird der innere, grüne Bereich durch eine Sitzkante, welche im Bereich der Que- rung vor der Kirche ebenerdig verläuft. Vom Sülzgürtel aus ist durch eingebaute Stufen eine direkte Zuwegung zur Grünfläche geschaffen. 20 Ehrenfeld Vorentwurfsplanung: Venloer Straße/Auf dem Paulsacker Entwurfsplanung: Butzweilerhof-Allee, Güterbahnhof Ehrenfeld, Oskar-Jäger-Straße (Aachener Straße bis Me- latengürtel), Planstraße K in Höhe der Butzweilerhof-Allee, Schönsteinstraße/St.-Franziskus- Hospital, VEP Leyendecker Straße/Christianstraße Ausführungsplanung: Grevenbroicher Straße/Bereich Haus-Nr. 43, Seniorenheim, Mathias-Brüggen-Straße 16/Bereich der Alexianer Werkstätten, Nußbaumerstraße/Herkulesstraße/Liebigstraße (Al- ternative Betriebsform), Rothehausstraße (Venloer Straße bis in Höhe Kirche), Verlängerung Linie 3, Vogelsanger Straße (1. BA: Innere Kanalstraße bis Ehrenfeldgürtel), VEP Tri- otop/Gewerbepark Girlitzweg/Am Wassermann Nußbaumer Straße-Herkulesstraße-Liebigstraße (Alternative Betriebsform) Der derzeitig signalisierte Doppelknotenpunkt Nußbaumer Straße/Liebigstraße/Herkules- straße soll umgebaut werden. Die Planung sieht vor, dass die Fußgängerinnen und Fußgän- ger die Liebigstraße zukünftig über zwei gesicherte Querungsstellen mit Zebra-streifen im Verlauf der Nußbaumer Straße und der östlichen Herkulesstraße queren. Des Weiteren wer- den zwei Querungsstellen im Bereich des Brückenbauwerkes angelegt, um die Liebigstraße im Zuge der Parkanlage queren zu können. Dies sind die vorhandenen Hauptgehwegach- sen. Elisabeth-von-Mumm-Platz, s. S. 19 21 Zur Ergänzung der Baumallee werden vier neue Bäume gepflanzt. Der Radverkehr wird im Planungsbereich mit Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt. Im Einmündungsbereich Liebigstraße/Schirmerstraße findet eine Ausschleusung des Radver- kehrs auf den vorhandenen baulichen Radweg im Seitenraum statt. Die Planung sieht ferner den Umbau der vorhandenen Bushaltestelle am Fahrbahnrand (Fahrtrichtung Ost) zu einem Haltestellenkap vor. Dieses wird barrierefrei ausgestattet. In Höhe der Bushaltestelle wird eine überbreite Fahrbahn vorgesehen, welche als Aufstellfläche für linksabbiegende Fahrzeuge in die Schirmerstraße dient. Der Umbau der Einmündungsbereiche zu Gehwegüberfahrten signalisiert eine eindeutige Vorrangregelung des Fußgängerverkehrs gegenüber dem Kfz-Verkehr. Im Bereich des Brückenbauwerks wird gleichzeitig eine Sanierung der Oberflächen vorge- nommen. 22 Nippes Vorentwurfsplanung: Gebiet Göppinger Straße (1. BA: Ebersbacher Straße, Göppinger Straße, Hechinger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße), Merheimer Straße (Rossbachstraße bis Friedrich-Karl- Straße), Neusser Straße (HGK-Brücke bis Kapuzinerstraße/Scheibenstraße), Neusser Stra- ße (Kapuzinerstraße/Scheibenstraße bis Mollwitzstraße), Neusser Straße (Niehler Kirchweg bis Kempener Straße), Niehler Straße (Florastraße bis Xantener Straße), Niehler Straße/ Weidenpescher Straße/Nesselrodestraße/Drosselweg/Niehler Kirchweg, Parkgürtel / Longe- richer Straße/Geldernstraße, Wilhelmstraße/Siebachstraße, Ossietzkystraße/Longericher Straße/Etzelstraße, Robert-Perthel-Straße/Longericher Straße, Xantener Straße / Amster- damer Straße Entwurfsplanung: Liebigstraße/Escher Straße/Lämmerstraße, Lützlongericher Straße (Lindweiler Weg bis Lon- gericher Hauptstraße) Ausführungsplanung: Clouth-Gelände (innere Erschließung), Escher Straße/Am Bilderstöckchen, Escher Straße (Parkgürtel bis Geldernstraße), Feldgärtenstraße (Sebastianstraße bis Hillesheimstraße), Feldgärtenstraße (Sebastianstraße bis Feldgärtenstraße Haus-Nr. 127), Industriestraße / nördlich Niehler Ei (Wendeschleife), Jesuitengasse (Ambossstraße bis Schmiedegasse), Lindweiler Weg/Lützlongericher Straße, Merheimer Straße/Friedrich-Karl-Straße (Alternative Betriebsform), Merheimer Straße/Theklastraße (Alternative Betriebsform), Niehler Damm / Bremerhavener Straße/St.-Leonardus-Straße/Merkenicher Straße, Niehler Damm (Industrie- straße bis Sebastianstraße), Robert-Perthel-Straße (Buskaps für Haltestellen: CöllnParc, Robert-Perthel-Straße, Longericher Straße Nord, Hugo-Junkers-Straße, Dädalusring), Se- bastianstraße/Ortseingang Niehl in Höhe Parkplatz Neusser Straße (HGK-Brücke bis Kapuzinerstraße/Scheibenstraße) Aufgrund der festgestellten Schäden an den Stahl- und Betonmaststützen in der Neusser Straße, beabsichtigen die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, die Oberleitungsanlage im Abschnitt zwischen der Einmündung Mollwitzstraße und der Wilhelm-Sollmann-Straße zu erneuern und zu optimieren. Im Zuge dieser Optimierung ist es ebenfalls vorgesehen, die Neusser Straße in diesem Abschnitt zeitgemäß - entsprechend der heutigen Anforderungen - neu zu gestalten. Es ist vorgesehen, den Radverkehr zukünftig auf der Fahrbahn zu führen. Hierfür werden Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Durch die beidseitige Markierung der Schutzstrei- fen, wird in beiden Fahrtrichtungen eine einspurige Führung des motorisierten Individual- verkehrs eingerichtet. Ferner ist es vorgesehen, auch die Seitenräume umzubauen und hier Multifunktionsflächen zu schaffen. Diese Flächen ermöglichen eine flexible Nutzung der Sei- tenräume, wie z. B. temporäre Ladezonen, Parkplätze, Fahrradabstellplätze. Die Fahrradab- stellplätze sind so geplant, dass diese das widerrechtliche Parken im Seitenraum verhindern. Insbesondere im Bereich von privaten Zufahrten werden dadurch die Sichtbeziehungen auf die Fahrbahn, gegenüber dem Bestand, verbessert. Durch die ergänzende Anordnung von Fahrradabstellplätzen im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Scheibenstraße wird hier, gegen- über der heutigen Situation, das Bike+Ride-Angebot deutlich erhöht. 23 Chorweiler Vorentwurfsplanung: Busanbindung Blumenberg (Buskap in Höhe der Schule auf der Ernstbergstraße), Nationale Projekte des Städtebaus/Lebenswertes Chorweiler (Liverpooler Platz, Pariser Platz, Lyoner Platz), VEP - Herzog-Johann-Straße Entwurfsplanung: Alte Straße (St.-Tönnis-Straße bis Hackhauser Weg), Brombeergasse (Alte Neusser Land- straße bis Schmaler Wall), Mengenicher Straße/Longericher Straße/Johannisstraße (Alterna- tive Betriebsform), Pingenweg (Unnauer Weg bis Volkhovener Weg), Ortsmitte Lindweiler (Marienberger Hof) Ausführungsplanung: Edsel-Ford-Straße/Oranjehofstraße/Auffahrt zur Industriestraße, Krebelspfad (Baugebiet) Pohlhofstraße (in Höhe Gartenstraße), Verlängerung der Industriestraße, Volkhovener Weg / Stallagsweg (Alternative Betriebsform), Weichselring (Elbeallee bis Nogatstraße), VEP - Sin- nersdorfer Straße - Mottenkaul, VEP - Östlich Mottenkaul, VEP - Straberger Weg Querschnitt Bestand und Planung Neusser Straße, s. S. 22. 24 Alte Straße (St.-Tönnis-Straße bis Hackhauser Weg) Die Alte Straße entspricht in ihrer derzeitigen Ausgestaltung nicht mehr den heutigen ver- kehrlichen und städtebaulichen Anforderungen. Mit einer Fahrbahnbreite von circa fünf Me- tern und einem seitlich, mittels Schutzplanken von der Fahrbahn abgetrennten, circa 1 - 1,5 Meter breiten Geh- und Radwegbereich zeigen sich hier entsprechende Defizite. Im Zusam- menhang mit der Erschließung des Baugebietes Krebelspfad ist es vorgesehen, die Alte Straße umzuplanen. Auf der Ostseite wird ein neuer gemeinsamer Geh- und Radweg mit einer Breite von drei Metern angelegt. Die Schutzplanken auf der unbebauten Seite werden entfernt und durch einen Schrammbord ersetzt - die Fahrbahn wird auf circa sechs Meter verbreitert. Zwischen Kre- belshof und St.-Tönnis-Straße werden beidseitig Gehwege an- gelegt. Gleichzeitig wird in Höhe der Fußwegverbindung Krebels- pfad eine bauliche Querungshil- fe angelegt, um eine sichere Überquerungsmöglichkeit anzu- bieten (siehe Abbildung). Es ist ferner beabsichtigt, auch die Beleuchtung entlang der Alte Straße anzupassen. Porz Vorentwurfsplanung: Hauptstraße von Steinstraße bis Poststraße (Ordnung des öffentlichen Parkens unter Be- rücksichtigung von Schutzstreifen für Radfahrer und Radfahrerinnen sowie Verbesserung der städtebaulichen Aspekte durch Anordnung von Baumstandorten), Kölner Stra- ße/Gremberghovener Straße (Beseitigung des Unfallpunkts), Platzfläche in Wahn (Aufwer- tung von zentralen Plätzen in Porz), Querungshilfe und Bushaltestellen auf dem Grengeler Mauspfad/Gut Leidenhausen Entwurfsplanung: Bergerstraße/Josefstraße (Planung eines Kreisverkehrs - Alternative Betriebsform), Akzien- weg/Friedensstraße in Grengel (Planung eines Kreisverkehrs - Alternative Betriebsform), Friedensstraße/Mühlenweg in Urbach (Umplanung der Kreuzung - Alternative Betriebsform), Eulenplatz in Langel (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz), Platzfläche in Ensen (Auf- wertung von zentralen Plätzen in Porz), Nachtigallenstraße/Magazinstraße in Wahnheide (Optimierung des Kreisverkehrs) 25 Ausführungsplanung: Kiefernweg von Hermann-Löns-Straße bis St.-Anno-Straße in Grengel (Generalinstand- setzung), Loorweg zwischen Haus-Nr. 27 und Unterm Berg in Langel (Herstellung eines Gehwegs und einer Querungshilfe), Humboldtstraße/Theodor-Heuss-Straße in Finkenberg (Planung eines Kreisverkehrs - Alternative Betriebsform), Rolandstraße in Wahnheide (Pla- nung einer Einengung - Alternative Betriebsform), Frankfurter Straße/Am Linder Kreuz in Lind (Verbesserung der Radwegführung und Fußgängerquerung), Heidestraße/Gunther- straße in Wahnheide (Beseitigung des Unfallpunktes), Siegburger Straße von Südbrücke bis Salmstraße in Poll (Testphase für den Beschluss zur Ordnung des öffentlichen Parkens un- ter Berücksichtigung von Schutzstreifen), Verkehrsberuhigung Schulstraße (Planung von alternierenden, baulichen Einengungen zur Temporeduzierung) Bergerstraße/Josefstraße: Abbau der Lichtsignalanlage und Planung eines Kreisver- kehrs im Rahmen des Programms Alternative Betriebsformen Die Signalanlage an der Kreuzung Bergerstraße/Josefstraße in Köln-Porz ist zum Teil über 30 Jahre alt, sie entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und ist sanierungsbedürftig. Daher sind im Zuge des Programms Alternative Betriebsformen die Anlage eines Kreisver- kehrs und der Abbau der Lichtsignalanlage vorgesehen. 26 Bei der Umplanung bleiben die vorhandenen Gehwegbreiten auf der Bergerstraße und Jo- sefstraße erhalten, im Bereich der Kreuzung ergeben sich großzügigere Nebenanlagen. Der Kreisverkehr weist einen Außendurchmesser von 20 Metern auf, die Mittelinsel wird mit As- phalt befestigt und durch Flachbordsteine vom Innenring getrennt. Es werden Fahrbahnteiler und Fußgängerüberwege angelegt, zudem wird die Kreuzung mit taktilen Leitelementen ausgestattet. Kalk (mit Deutz) Vorentwurfsplanung: Rather Kirchweg (Querungshilfe), Eiler Straße (Querungshilfe), Kreuzung Frankfurter Stra- ße/Rösrather Straße Entwurfsplanung: Lenneper Straße (Messe City Köln), Barmer Straße (Messe City Köln), Kreuzung Rolshover Straße/Kalker Hauptstraße, Fockerweg, Kreisverkehr Hans-Schulten-Straße/Dattenfelder Straße Ausführungsplanung: Alter-Deutzer-Postweg (Geh- und Radweg), Neuerburgstraße, Vorplatz Haltestelle Vingst, Auf dem Eichenbrett (Querungshilfe), Germaniastraße (Generalinstandsetzung), Wodan- straße (Parkplätze), Olpener Straße/Hohensyburgstraße (Parkplätze), Europaring/Franz- Stock-Weg (Querungshilfe), Ilmenauer Weg (Parkplätze) Stellungnahmen zu Großprojekten / Maßnahmen Dritter: Abshofstraße, Ottoplatz (Casino Köln), Neubau Messeparkplatz 22 a, Hermann-Pünder- Straße, Werbenutzungsvertrag (Bezirke 7, 8, 9), Rather See, Deutzer Ring, Robertstraße (GAG), Barcelonaallee (GAG) Kreisverkehr Ostheimerstraße/Nobelstraße: An der Kreuzung Ostheimerstraße/Nobelstraße in Köln-Vingst soll die dortige Lichtsignal- anlage durch einen Kreisverkehr ersetzt werden. Die Planung sieht einen Kreisverkehr mit Mittelinseln und Fußgängerüberwegen auf der Ostheimer Straße und einen Fußgänger- überweg über die Nobelstraße anstelle der heutigen Lichtsignalanlage vor. Die Querungs- stellen werden mit Rippen- und Noppenplatten, entsprechend dem Kölner Standard für barri- erefreies Bauen, ausgestattet. 27 Mülheim Vorentwurfsplanung: Kreisverkehr Piccoloministraße, Piccoloministraße (Umgestaltung, östlicher Teilbereich), Eddaweg, Egonstraße, Jungbornweg, Peter-Kütter-Weg, Miltzstraße, Biegerstraße, Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße, Auenweg Querungshilfen, Rendsburger Platz, Ackerstra- ße, Adamstraße, Kreisverkehr Coloniallee Entwurfsplanung: Berliner Straße, Katterbacherweg, Keupstraße, Bergisch Gladbacher Straße / Buschfeld- straße/Johann-Bensberg-Straße, Im Oberiddelsfeld Ausführungsplanung: Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg, Hauswiesenweg, Kreisverkehr Zeisbuschweg / Am Wildpark, Pützlachstraße, Am Flachsrosterweg , Buschfeldstraße, Eddaweg/Peter- Kütter-Weg, Querspange Auenweg Fertiggestellt: Kreisverkehr Berliner Straße, Bechsteinstraße Bergisch Gladbacher Straße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg-Straße Die Bezirksvertretung Mülheim hat die Verwaltung beauftragt, die von ihr vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsabflusses im Be- reich des Knotenpunktes Bergisch Gladbacher Straße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg- Straße umzusetzen. Das beschlossene Konzept sieht ausschließlich Maßnahmen zur Beschleunigung des Bus- verkehrs (Nord-Süd-Achse) vor. Hierzu wird der bestehende Fußgängerüberweg östlich der Johann-Bensberg-Straße nach Westen verschoben. Die Lage des östlich der Buschfeld- straße gelegenen Fußgängerüberwegs bleibt nach dem Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim unverändert bestehen. Des Weiteren werden die Aufstellflächen für den Kraftfahrzeugverkehr auf der Bergisch Gla- dbacher Straße verlängert, um somit die Verkehrsabwicklung zu verbessern. Die bestehende Signalisierung des Knotenpunktes wird an die Optimierung des Knotenpunktes angepasst. Die Maßnahme befindet sich in der Entwurfsplanung. 28 Parkraumkonzepte Die Planung von Parkraumkonzepten u. a. mit Einführung des Bewohnerparkens hat das Ziel, allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern mit ihren unterschiedlichen Interessen den nötigen Parkraum zu bieten. Eine nachfrage- und lösungsorientierte Ordnung des Parkraumes ist die Voraussetzung für ein funktionsfähiges städtisches Umfeld, das alle Ansprüche im öffentlichen Straßenland berücksichtigt. Um dieses Umfeld vor übermäßigen Belastungen durch den ruhenden Verkehr zu schützen, soll mit den Parkraumregelungen eine optimale Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze erreicht werden. Bewohnerparken Im Kölner Stadtgebiet gibt es aktuell 39 Bewohnerparkgebiete - 21 Gebiete in der Innenstadt, weitere in Lindenthal, Mülheim, Nippes und in Porz. Im Jahr 2016 wurden die Bewohnerpark- gebiete Lindenthal- Nord I und II in Betrieb genommen. Diese Bewohnerparkgebiete werden fortlaufend betreut und optimiert. Für folgende Gebiete sind Parkraumkonzepte in Planung bzw. in Vorbereitung:  Pauliviertel in Lindenthal  Rodenkirchen I  Rodenkirchen II  Sülz-Nord I  Sülz-Nord II  Ehrenfeld  Bayenthal I  Bayenthal II  Thielenbruch  Urbach Für das inzwischen in Betrieb gegangene Bewohnerparkgebiet Kalk wurde am 19. April 2016 eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt. Bürgerservice und Öffentlichkeitsarbeit Um das komplexe Thema „Bewohnerparken“ für Bürgerinnen und Bürger transparent zu ma- chen, wird der Internetauftritt ständig aktualisiert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger fin- den auf der städtischen Internetseite (www.stadt-koeln.de/parken) Antworten auf die häufigs- ten Fragen rund um das Thema sowie Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkgebie- ten im Stadtgebiet. Auch Informationen zur Antragstellung können eingeholt werden und es besteht die Möglichkeit den Ausweis direkt über ein Online-Formular zu beantragen. 2016 wurde mit dem E-Government begonnen, die Voraussetzungen zu schaffen, den Be- wohnerparkausweis nicht nur online zu beantragen, sondern auch den Ausweisdruck am heimischen Rechner zu realisieren. Zudem wurde in Absprache mit den Bürgerämtern die Möglichkeit geschaffen, die Gültigkeitsdauer des Bewohnerparkausweises auszudehnen. Der Bewohnerparkausweis kann jetzt für 12, 18 oder 24 Monate beantragt werden, die Staf- felung der Verwaltungsgebühr beträgt entsprechend der Gültigkeitsdauer 30, 45 oder 60 Euro. Auch Gewerbetreibende und andere Parkplatzsuchende finden hier Hinweise, Telefon- nummern sowie Pläne, z. B. zum „Parken rund um die Uhr“. Daneben können sich Bürgerin- 29 nen und Bürger schriftlich an den Bereich „Parkraumkonzepte“ oder telefonisch an die Ser- vicenummer 115 beim Bürgertelefon wenden. Auf diese Weise wurden 545 schriftliche Anfragen vom Fachbereich beantwortet. Im Ver- gleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 75 Anfragen bzw. knapp 16 Prozent. Hinzu kommen etliche telefonische Anfragen zu speziellen Lösungen, auch von anderen Kommu- nen. Car-Sharing im öffentlichen Straßenland Bereits 2010 hat der Verkehrsausschuss beschlossen, dass Car-Sharing-Unternehmen un- mittelbar an Verknüpfungspunkten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) öffent- liches Straßenland zur Verfügung gestellt wird. Neben der Firma Cambio Stattauto CarSha- ring GmbH, die bereits mehrere Stationen im Kölner Straßenland installiert hat und weiter ausbaut, hat sich mit der Firma Flinkster-Lokal, Sharegruppe GmbH ein weiteres Unterneh- men mit Stationen im öffentlichen Straßenland etabliert. Das Gesamtangebot der stationsge- bundenen Car-Sharing-Anbieter beträgt circa 600 Fahrzeuge und somit 100 Fahrzeuge mehr als 2015. Cambio führt in Köln auch Elektroautos ein. Zum ersten im Jahr 2015 eingerichte- ten Standort im öffentlichen Straßenland (Constantinstraße in Deutz) wurden 2016 an fünf weiteren Cambio-Standorten im Stadtgebiet zusätzlich zu denen für konventionelle Fahrzeu- ge je zwei Stellplätze für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Die Stadt Köln stellt diese Stellplätze für Elektrofahrzeuge kostenlos zur Verfügung. Die Ausweitung des Angebots soll unter besonderer Berücksichtigung von Elektrofahrzeugen fortgeführt werden. Darüber hinaus bieten Car2go und Drive Now eine Fahrzeugflotte, die eine flexible Ergänzung (sogenannte freefloater) zu den bisherigen Car-Sharing-Angeboten darstellt. Gegenüber den bereits vorhandenen Car-Sharing-Angeboten unterscheiden sich diese Modelle insbesondere dadurch, dass keine spezielle Vormerkung für ein Fahrzeug erfolgt und auch keine ausgewiesenen Stationen für das Abstellen dieser Fahrzeuge existie- ren. Grundsätzlich werden diese Fahrzeuge regulär im öffentlichen Straßenland oder zum Teil auch in öffentlichen Parkhäusern geparkt. Dabei werden anfallende Parkgebühren in den festgelegten Geschäftsbereichen von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Ab- rechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Von diesen Anbietern werden circa 700 Fahrzeuge bereitgehalten. 30 Förderung der Elektromobilität Mitarbeit bei der Einrichtung der Mobilitätsstation „Charles-de-Gaulle-Platz“ am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Festlegung der Stellplätze für das stationsbasierte Car-Sharing der Firma Flinkster und Vorbereitung der Einrichtung der ersten vier Tankparkplätze für Elektromobilität mit dem Hinweis „Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei“. Die Inbetriebnahme der öffentlichen Ladestation erfolgt im Frühjahr 2017. Außengastronomie auf Stellplätzen Erarbeitung des Ad hoc-Programms „Außengastronomie auf Stellplätzen“ als Folge des Be- schlusses „Sitzen statt Parken“ der Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld. Stellplät- ze werden erstmalig im Zeitraum April bis Oktober 2016 zu Gunsten einer Außengastrono- mie zur Verfügung gestellt. Prüfung und Stellungnahme an das Amt für Öffentliche Ordnung (Genehmigungsbehörde) in 28 Fällen mit Auflagen zur Verkehrssicherheit bezüglich gelber, umlaufender Markierung um die genehmigte Fläche. Das Projekt wird in 2017 fortgeführt. Erarbeitung von verkehrsrechtlichen Grundlagen Nach wie vor werden Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung der bestehenden Rechtsvorschriften beim Deutschen Städtetag und beim zuständigen Ministerium einge- reicht. Weitere Aufgaben  Anordnung und Optimierung von Ladezonen, Parkraumbewirtschaftung in Geschäfts- straßen,  Auswertung und Bewertung von Verkehrserhebungen, Entwicklung von Grundsätzen aufGrundlage des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG). Übersichten und Planungen Aktuell werden im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln 42.160 Stellplätze bewirtschaftet. Durch die mit Parkscheinautomaten bewirtschafteten Stellplätze wurden im Jahr 2016 Erträ- ge in Höhe von 21,9 Millionen Euro erzielt. Durch die ausgegebenen 52.351 Bewohner- parkausweise wurden weitere Erträge in Höhe von rund 1,57 Millionen Euro erzielt. 31 Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen Im Rahmen der Bauleitplanung und des Baugenehmigungsverfahrens wurden mehrere Ver- kehrsuntersuchungen, Stellungnahmen und verkehrliche Prüfungen sowohl für städtische Vorhaben als auch für private Investoren durchgeführt bzw. betreut. Konzeptionell begleitet wurden die laufenden und zukünftigen Großbaumaßnahmen im gesamten Stadtgebiet. Von den über 110 bearbeiteten Projekten aus diesem Bereich sind nachfolgend einige Beispiele aufgeführt:  Altstadtkonzept  Zülpicher Straße  Dellbrücker Hauptstraße  Parkstadt-Süd  Mehrere laufende Neubauvorhaben im Bereich Messe  Wohnquartier Deutzer Hafen  Entwicklung Rondorf-Nord/West  Entwicklung Butzweiler Hof  Mehrere Schulprojekte (Erweiterung und Neubau) im gesamten Stadtgebiet  Stadtweite Neubauten von Kindertagesstätten  Erweiterung Gewerbegebiete in den Stadtbezirken Nippes, Chorweiler und Porz  Wohnquartier GAG Huwaldgelände  Vorhaben BEOS in Mülheim  Fortführung Planwerkstattverfahren Mülheim-Süd Das Projekt „Umgestaltung der Ost-West-Achse zwischen Deutzer Brücke und Universitäts- straße“ mit dem Ziel, die Machbarkeit der Einführung der Dreiwagenzüge der Stadtbahn und der Umsetzung des vom Rat der Stadt Köln beschlossenen städtebaulichen Masterplans Innenstadt zu prüfen, wurde fortgeführt. Die bisherigen Ergebnisse zeigten, dass die Vor- schläge aus dem Masterplan bezogen auf die Ost-West-Achse aus verkehrstechnischen Gründen optimiert werden müssen. Diese optimierte Variante wurde erarbeitet. Bei den Abstimmungen mit dem Gutachter wurde aufgrund der vorliegenden Teilergebnisse der Studie deutlich, dass die weitgehenden Veränderungen auf der Achse das Stadtbild sehr Beispiel für eine auch in 2016 fortlaufende Verkehrsuntersuchung, in der die unterschiedlichen städtebaulichen Entwicklungen verkehrlich untersucht und konzipiert werden. Hier: Parkstadt Süd 32 stark prägen. Um schlüssige und städtebaulich hochwertige Lösungen zu erzielen, wurde die Erstellung einer Freiraumplanung beauftragt. Hierbei sollen straßenräumliche Ideen für den Stadtraum einschließlich der Plätze entwickelt werden. Die abschließenden Ergebnisse der beiden (verkehrlichen und städtebaulichen) Studien la- gen 2016 noch nicht vor. Mit der Zielsetzung die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Wohngebiete vom nicht not- wendigen Verkehr zu entlasten wurden aufgrund der politischen Beschlüsse u. a. Konzepte und Prüfungen zur Änderung der Verkehrsführungen erarbeitet. Verkehrsversuch Bayenthal/Marienburg Hierzu zählt unter anderem der von den politischen Gremien beschlossene Ver- kehrsversuch zur Unterbin- dung des Durchgangsver- kehrs im Quartier Bayenthal/ Marienburg. Im September wurden die Maßnahmen vor Ort umgesetzt und vorher entsprechende Verkehrser- hebungen durchgeführt. Weiterhin wurde eine ver- kehrliche Begleitung des Großprojektes „Sanierung von Kölner Brücken und Tunneln“, die Sanierung und der Neubau der Leverkuse- ner Brücke und die Prüfung der Funktionalität einiger Fußgängerbrücken in Köln fortgeführt. Fortgeführt wurde auch die konzeptionelle Bearbeitung des Programms „Abbau von Lichtsignalanlagen und Er- satz durch alternative Be- triebsformen“. Dabei wurden für weitere signalgeregelte Knotenpunkte die Konzepte für die Umgestaltung der Kreuzungen erstellt und ent- sprechende politische Be- schlüsse für die Ausfüh- rungsplanungen eingeholt. 33 Radverkehr Radverkehrskonzept Innenstadt Das im Juni beschlossene Radverkehrskonzept Innenstadt bildet einen Meilenstein in der Kölner Radverkehrsplanung. Ein intensives Beteiligungsverfahren, an dem etwa 800 Bürge- rinnen und Bürger sowie Fachleute teilnahmen, brachte fast 1.000 Anregungen hervor. Diese wurden auf das bestehende Radverkehrshauptnetz projiziert. Das daraus abgeleitete Maß- nahmenprogramm wurde priorisiert und vom Verkehrsausschuss des Rates der Stadt Köln beschlossen. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik erhält zur Umsetzung des Konzep- tes fünf zusätzliche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 eingestellt und sollen sicherstellen, dass die Umsetzung des Konzep- tes zügig beginnen kann. Infrastruktur Im Bereich der Radverkehrsinfrastruktur hat sich einiges getan. Die Aufzählung folgender beispielhafter Maßnahmen soll einen Überblick über die Entwicklungen im vergangenen Jahr verschaffen: Die im Oktober 2015 durch den Rat beschlossene Öffnung der innerstädtischen Fußgänger- zonen wurde im Herbst 2016 umgesetzt. Es wurden rund 30 Schilder angepasst oder neu angefertigt, um den Radfahrenden die legale Durchfahrt zu signalisieren. Im Detail bedeutet dies, dass die Hohe Straße und die Schildergasse/Gürzenichstraße werktags zwischen 20 und 11 Uhr sowie sonn- und feiertags ganztägig mit dem Rad befahren werden dürfen. Ganztägig geöffnet sind die Verbindungen Roncalliplatz - Hohenzollernbrücke, An der Rechtschule - Trankgasse sowie Roncalliplatz - Wallrafplatz - An der Rechtschule. Radverkehrskonzept Innenstadt – Radverkehrsgutachten 34 Mit diesem Schritt wurden im zentralen Innenstadtbereich wesentliche Netzlücken für den Radverkehr geschlossen. Öffnung der Fußgängerzone Hohe Straße Schutzstreifen und überbreite Fahrspur am Hansaring Mit der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht am Hansaring auf einer Länge von 430 Metern zwischen Am Kümpchenshof und Ritterstraße ist ein erster Schritt für die Rad- verkehrsförderung auf den Ringen getan. Ein Jahr nach dem Beschluss des Verkehrs- ausschusses wurde im Zuge einer Fahrbahnsanierung der Schutzstreifen auf 1,60 Meter verbreitert sowie um 50 Zentimeter Sicherheitsabstand zu parkenden Autos versetzt. Aus zwei Fahrspuren wurde eine überbreite Spur für den KfZ-Verkehr. Das Tempolimit wurde von 50 auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt, um das Unfallrisiko zu minimieren. Am Melatengürtel in Köln-Ehrenfeld wurde im Sommer die Verkehrsführung für den Radver- kehr geändert. Dies bedeutet mehr Komfort für die Radfahrenden. Der Parkstreifen wurde zwischen Oskar-Jäger-Straße und Fröbelstraße auf einer Strecke von rund 600 Metern in den Bereich des früheren Radweges verlegt. So ergab sich genügend Platz für einen 1,60 Meter breiten Schutzstreifen mit 50 Zentimeter Sicherheitsabstand zum Parkraum. Auf der Kaiserstraße in Porz wurden im Zuge der Fahrbahndeckensanierung mit lärmopti- mierendem Asphalt auf einer Strecke von rund 1,2 Kilometern zwischen der Frankfurter Straße und der Ohmstraße neue Schutzstreifen markiert, um den Radfahrenden mehr Si- cherheit und Komfort zu bieten. Auf dem Abschnitt zwischen der Frankfurter Straße und der Dorotheenstraße fehlte zuvor eine Führung des Radverkehrs gänzlich. Außerdem verbessern kleine, punktuelle bauliche Maßnahmen die Radverkehrsinfrastruktur. So wurde zum Beispiel die Radverkehrsführung an der Kreuzung Schlenderhaner Stra- ße/Amsterdamer Straße in Köln-Nippes auf der Veloroute 23 von Nippes in den Kölner Nor- den optimiert. 35 Neuer Schutzstreifen am Melatengürtel Schutzstreifen auf der Kaiserstraße Radwegesanierungsprogramm Das Sanierungsprogramm für Radwege wurde weiter fortgesetzt. Unter anderem sind dieser Sparte folgende Maßnahmen zuzuordnen: Die Sanierung der Geh- und Radwege im Landschaftsschutzgebiet Weißer Bogen zwischen den Stadtteilen Rodenkirchen und Weiß ist abgeschlossen. Auf einem Abschnitt von rund zwei Kilometern wurden die beiden parallel verlaufenden Wege mit einer vollständigen Neu- konzeption zu einer hochwertigen und komfortablen Verbindung umgebaut. Eine Sanierung war notwendig, weil die Strecke teilweise holprig, durch Baumwurzeln beschädigt und damit für Fußgänger und Radfahrer gefährlich war. Der sehr in die Jahre gekommene gemeinsame Geh- und Radweg im Blücherpark vom Parkgürtel bis zur Müngersdorfer Straße wurde auf einer Länge von 350 Metern und einer Breite von fünf Metern komplett saniert. Geh- und Radwege Weißer Bogen saniert Geh- und Radweg im Blücherpark saniert Radverkehrsführung an der Schlenderhaner Straße 36 Neue Radabstellplätze am Gereonswall Fahrradabstellanlagen Das Thema Fahrradparken besitzt bei der Förderung des Radverkehrs eine Schlüsselrolle. Daher wird dieses sehr erfolgreiche Arbeitsprogramm weiter sehr intensiv verfolgt. Für das Maßnahmenprogramm erhält das Amt für Straßen und Verkehrstechnik von vielen Kölnerin- nen und Kölnern großen Zuspruch und zahlreiche weitere Hinweise zur Schaffung von Plät- zen zum Fahrradparken. Jährlich gehen rund 250 neue Hinweise aus der Bürgerschaft und konkrete Beschlüsse aus den politischen Gremien ein. Insgesamt konnten über 2.400 zusätzliche Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum ge- schaffen werden. So gibt es beispielsweise an der Kahnstation im Blücherpark (60), in der Lessingstraße (78), am Eingangsbereich zum Südstadion (40), am Bahnhof Köln-West (58) und am Gereonswall (42) zusätzliche Möglichkeiten zum gesicherten Fahrradparken. Aufgrund der hohen Nachfrage zum gesicherten Fahrradparken im Bereich des Breslauer Platzes wurden auf ei- nem Teilstück des ehemaligen Fern- busbahnhofs über 200 zusätzliche Fahrradabstellplätze mit hochwertigen Rahmenhaltern eingerichtet. Mit der Umsetzung dieser Maßnahme stehen nun im Bereich des Breslauer Platzes rund 550 Einstellmöglichkeiten für ein sicheres Fahrradparken zur Verfü- gung. Wegen des neuen Werbenutzungsvertrages wurden alle Quadrigen (Fahrradständer mit ge- teiltem Rohrrahmen für Reklametafel) in der sogenannten Sperrzone demontiert und durch Haarnadeln ersetzt und aufgrund des hohen Bedarfs ausgebaut. Derzeit werden alle übrigen 1.200 Standorte mit kombinierten Fahrradabstell- und Werbeanlagen überprüft. Systemumstellung Dauerzählstellen Die ersten, seit 2008 betriebenen, vier Dauerzählstellen für den Radverkehr (Hohenzollern- brücke, Deutzer Brücke, Neumarkt, Zülpicher Straße) wurden auf ein neues und einheitliches System zur Radverkehrserfassung umgestellt. Nun wird der tägliche Radverkehr an elf Er- hebungsquerschnitten mit einem einheitlichen Erfassungs- und Analysesystem erhoben. Aktion „Stadtradeln“ erfolgreich durchgeführt Bei der deutschlandweiten Aktion „Stadtradeln“ konnte Köln nach der ersten Teilnahme 2016 eine sehr positive Bilanz ziehen. Insgesamt nahmen 2.269 Radfahrende in 135 Teams aktiv teil und legten 516.563 km mit dem Fahrrad zurück. So konnten in dem dreiwöchigen Akti- onszeitraum über 73.000 kg CO2 eingespart werden. Im Vergleich mit allen teilnehmenden Kommunen belegte Köln den 14. Rang. In der Newcomer-Wertung gelang auf Anhieb der dritte Platz. Über die Plattform RADar gab es zahlreiche Meldungen zur Infrastruktur in Köln. Dauerzählstelle an der Hohenzollernbrücke Exemplarische Übersicht der RADar!-Meldungen 37 Personelle Neuzugänge im Team des Fahrradbeauftragten Das Team des Fahrradbeauftragten erhielt personelle Verstärkung. Neben drei zusätzlichen Planerstellen wurde eine neue Verwaltungsstelle im gehobenen Dienst geschaffen. Insge- samt sind nun somit 13 Personen im Amt für Straßen und Verkehrstechnik beschäftigt, die sich ausschließlich für die Belange des Radverkehrs einsetzen. Verkehrsplanung Aktualisierung des städtischen Verkehrsmodells und Entwicklung/Erstellung eines Integrierten Gesamtverkehrsmodells für die Stadt Köln Die Stadt Köln arbeitet seit circa 20 Jahren mit einem auf dem Verkehrssimulati- onsprogramm VISUM ba- sierenden Verkehrsmodell. Mit Beschluss des Ver- kehrsausschusses vom 8. November 2016 sollen, zusammen mit der KVB AG, die vorhandenen Mo- delle für den motorisierten Individualverkehr (MIV) und den öffentlichen Nah- verkehr aktualisiert und aus beiden Teilnetzen ein integriertes Gesamtver- kehrsmodell gebildet wer- den. In diesem Zusam- menhang wird bundesweit Neuland betreten, da auch ein Radverkehrsnetz kon- zipiert und zusammen mit dem Wirtschaftsverkehr in das Gesamtverkehrsmo- dell eingearbeitet werden soll. Mit der Erweiterung der vorhandenen Modelle zu einem Integrierten Ge- samtverkehrsmodell eröff- nen sich für die Stadt Köln neue innovative und zeitgemäße Prognosemöglichkeiten. Eine Erweiterung ist daher dringend notwendig, um die für eine wachsende Millionenstadt anste- henden Aufgaben und Fragestellungen auch in Zukunft auf dem neuesten Stand der Technik bewältigen zu können. Die gemeinsame Vorgehensweise und die Vereinbarungen für eine europaweite Ausschrei- bung wurden zusammen mit der KVB AG erarbeitet, sodass 2017 die Ausschreibung erfol- gen kann. Integriertes Modell aktuell und zukünftig 38 „Prognosenetz Porz“ – Untersuchung Für den Stadtbezirk Porz ist die Aufstellung zahlreicher Bebauungspläne vorgesehen. In einer umfangreichen „Prognosenetz Porz“ genannten Untersuchung wurden die verkehrli- chen Auswirkungen dieser Flächenpotenziale für geplante Nutzungsentwicklungen unter- sucht. Die Entwicklungsflächen wurden nach Wohn- und Gewerbe-/Industrieflächen differen- ziert. Im Zusammenhang mit den geplanten wichtigen Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen wurden dabei drei Realisierungsphasen bis zum Jahr 2030 betrachtet. Unter der Berücksichtigung der Lage und der Nutzung wurde die Verkehrserzeugung der Nutzungsflächen prognostiziert. Die daraus resultierenden Kfz-Fahrten wurden zellenbezo- gen in das Verkehrssimulationsmodell eingearbeitet. Mit der anschließenden Umlegung der Fahrten konnten somit der durchschnittliche Tagesverkehr für einen Werktag (DTVw) ermit- telt und die verkehrlichen Auswirkungen gegenüber der Analysesituation dargestellt werden. Prognosenetz Porz – Belastungsdifferenzen Realisierungsphase III zur Analyse 39 Verkehrsuntersuchungen Folgende Verkehrsuntersuchungen wurden durchgeführt:  Verkehrsuntersuchung Querspange A553/neue Rheinbrücke  Verkehrsuntersuchung Poller Damm  Verkehrsuntersuchung AS Köln-Niehl (Ford) Machbarkeitsstudie rechtsrheinisch Köln-Süd und Nachbarn Zur Verbesserung der Straßenverkehrsinfrastruktur im rechtsrheinischen Kölner Süden und in den angrenzenden Nachbargemeinden wurde gemeinsam mit den Nachbarstädten Nie- derkassel und Troisdorf sowie dem Rhein-Sieg-Kreis eine vergleichende Machbarkeits- studie durchgeführt. Ziel war die Findung einer Vorzugsvariante für eine Entlastungsstraße, die für alle Beteiligten die größten Entlastungswirkungen entfalten kann. Diese Planung soll dann als gemeinsamer Vorschlag aller Beteiligten für eine Landesstraße dem Land NRW gegenüber vertreten werden. Vom Land wurde eine Finanzierungsbeteiligung in Aussicht gestellt, sollte ein gemeinsamer Vorschlag unterbreitet werden. Insgesamt wurden drei Vorschläge hinsichtlich ihrer Verkehrswirkung, ihrer Machbarkeit und ihrer Umweltauswirkungen untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen vor und werden der Politik und der Öffentlichkeit 2017 vorgestellt. Planungen für den Niehler Gürtel Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung im Mai 2016 zur Planungsänderung für den Nie- hler Gürtel folgenden Beschluss gefasst: Es wird den zuständigen Gremien eine Vorlage zur Beratung vorgelegt, in der die Neuplanung im Beschlusstext als Hauptvorschlag und die bis- herigen Planungen als Alternative(n) enthalten sind. Die Planungsunterlagen von bisheriger und neuer Planung sind der Vorlage beizufügen. Bei der Neuplanung sind folgende Faktoren zu berücksichtigen: Es werden zeitnah neue Planungen mit dem Ziel aufgenommen, zwischen der Geldernstraße und der Mülheimer Brü- cke eine attraktive Rad- und Fußwegeverbindung in beiden Richtungen herzustellen. Dabei ist ein direkter Anschluss an die Mülheimer Brücke zu berücksichtigen. Der Freiraum entlang der Rad- und Fußwegeverbindung wird im Rahmen der Neuplanung als bürgerfreundlicher Grün- und Freiraum gestaltet. Die Verwaltung soll darstellen, wie der bereits heute vorhandene Durchgangsverkehr redu- ziert und in den Wohnquartieren im Umfeld der Gürteltrasse vermieden werden kann. Die Ausgestaltung der entstehenden Parklandschaft wird im Rahmen eines bürgerschaftlichen Beteiligungsverfahrens erarbeitet. Auf der Grundlage des Beschlusses hat die Verwaltung eine entsprechende Planung vom Planungsbüro WEST 8 erstellen lassen. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird erstellt, den politischen Gremien zur Entschei- dung vorgelegt und die Planungen im Anschluss der Öffentlichkeit vorgestellt. Stellungnahmen in Bauleitplanverfahren Es wurden insgesamt 52 Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung zu Bauleitplan- verfahren erstellt. 40 41 Bau und Unterhaltung Innenstadt Neugestaltung der östlichen Domumgebung Die "Städtebauliche Neuordnung des Domumfeldes im Bereich Dionysoshof/Baptisterium" umfasst neben dem Hochbau auch straßenbauliche Arbeiten sowohl im Bereich nördlich des Tunnels am Domhof als auch am südlichen Tunnelende, angrenzend an die geplanten Neu- gestaltungen für den Kurt-Hackenberg-Platz. Der motorisierte Verkehr wird nun zweispurig ausschließlich durch die westliche Tunnelröhre geführt. Die insgesamt sieben Meter breite Fahrbahn ist für den Radverkehr mit Schutzstreifen ausgestattet. Der Kreuzungsbereich konnte ebenfalls kompakter gestaltet werden. Die dadurch gewonnenen Flächen ermöglich- ten eine Verbreiterung der Gehwege und die Errichtung einer attraktiven Wegebeziehung, hergestellt aus hochwertigen Natursteinmaterialien wie Grauwacke und Granitpflaster, zwi- schen dem Bahnhofsvorplatz und dem Kurt-Hackenberg-Platz. Ausführungszeit: Oktober 2014 bis November 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 3.100.000 Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher: Nachher: Nachher: Tunnel Am Domhof 42 Deutz Rheinboulevard – Panoramaweg Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat am rechten Rheinufer zwischen der Hohenzollernbrücke und der Deutzer Brücke das Vorhaben ‚Rheinboulevard-Deutz’ reali- siert. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik übernahm dabei die Herstellung einer inner- städtischen Uferpromenade mit umfangreichen befestigten Wege- und Aufenthaltsflächen in hoher Qualität einschließlich Grünflächen. Die Integration und Sanierung von Bau- und Bo- dendenkmalen in die Gesamtgestaltung war ebenfalls Teil der Arbeiten. Rheinseitig der Hochwasserschutzwand befindet sich der sogenannte "Panoramaweg" mit einer Breite von bis zu 3,60 Metern, landseitig schließt der bis zu 5,50 Meter breite Boulevard an. Das südli- che Baufeld weist zahlreiche archäologische Funde auf, die als aufgehende Baudenkmäler oder belagsgleiche Bodendenkmäler in die Neugestaltung integriert sind. Einige Funde sind durch abgestimmte Provisorien gesichert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden können. Ausführungszeit: Mai 2015 bis Dezember 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 3.900.000 Euro Ausführende Firma: Wittfeld GmbH Vorher: Nachher: 43 Rodenkirchen Erschließung der Fritz-Hecker-Straße/Marienhof in Zollstock In der Fritz-Hecker-Straße und im Marienhof erfolgte die Herstellung der Fahrbahnen und Nebenanlagen im Vollausbau. Die Fahrbahn entstand in Asphaltbauweise, die Nebenanla- gen bestehen aus parallel verlaufenden Parkstreifen und Gehwegen in Pflasterbauweise sowie räumlich trennenden Pflanzbeeten. Die östlichen Gehwege der angrenzenden Lands- kronstraße sowie im Leichweg sind ebenfalls endgültig hergestellt worden. Am Raderthal- gürtel erhielt der Leichweg eine breitere Fahrbahn und eine Querungsinsel, die restliche Fahrbahn eine Deckensanierung. Ausführungszeit: Oktober 2015 bis Oktober 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 1.000.000 Euro Ausführende Firma: Adolf Widdig, Asphalt- und Straßenbau GmbH Vorher: Nachher: 44 Lindenthal Aachener Straße/Stadtwaldgürtel/Hültzstraße in Braunsfeld An der Kreuzung Aachener Straße/Stadtwaldgürtel/Hültzstraße ist ein Unfallhäufungspunkt entschärft und der freilaufende Rechtsabbieger, der von der Aachener Straße in den Stadt- waldgürtel führte, entfernt worden. Außerdem wurde die Einfahrt vom Stadtwaldgürtel in die Hültzstraße unterbunden. Die Verkehrsinsel konnte vergrößert und mit neuem Pflaster ge- staltet werden, die Radverkehrsführung ist leicht verändert. Im gesamten Bereich der Kreu- zung erfolgte der Einbau von Blindenleitelementen. Ausführungszeit: Februar 2016 bis Mai 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 200.000 Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 45 Ehrenfeld Grüner Weg in Ehrenfeld Durch die Herstellung einer Verbindungsstraße mit Wendekreis zwischen Melatengürtel und dem vorhandenen Grünen Weg wurde die verkehrliche Erschließung sichergestellt. Im An- schluss an die Fertigstellung der neuen Wohnbebauung durch die GAG Immobilien AG so- wie die Verlegung der Kanal- und Versorgungsleitungen konnte diese Strecke straßenbau- lich hergestellt werden. In einem zweiten Schritt erfolgte abschließend der Umbau des vor- handenen Grünen Weges bis zum Kreisverkehr mit den Anschlüssen an den Parkplatz des Bauhaus-Baumarktes und der neu geschaffenen Wohnungsbebauung parallel des Grünen Weges in Richtung Weinsbergstraße. Ausführungszeit: Oktober 2013 bis Mai 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 400.000 Euro Ausführende Firma: STRABAG AG Vorher: Nachher: 46 Nippes Neuer Kreisverkehr Niehler Damm/Sebastianstraße in Niehl Um die hohen Geschwindigkeiten auf dem Niehler Damm weitgehend zu reduzieren, wurden die vorhandenen Ampeln durch eine Kreisverkehrsanlage ersetzt. Des Weiteren umfassten die Arbeiten die Instandsetzung der Fahrbahn und der Entwässerungseinrichtungen des Niehler Damms und der Sebastianstraße sowie die Herstellung von gesicherten Überwegen. Ausführungszeit: April 2016 bis Dezember 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 640.000 Euro Ausführende Firma: Dr. Fink-Stauf Vorher: Nachher: 47 Chorweiler Merianstraße/Willi-Suth-Allee in Seeberg Der Fahrbahnbelag der Merianstraße von der Unterführung „Fußgängerbrücke Uppsalasteig“ bis zur Brücke über der Regattastrecke am Fühlinger See ist instandgesetzt worden. Hierbei erfolgte auch ein Rückbau der Fahrbahn des Rechtsabbiegers im Kreuzungsbereich Merian- straße/Willi-Suth-Allee in Richtung Fühlinger See. Die bituminösen Beläge der Verkehrsin- seln im Kreuzungsbereich Merianstraße/Willi-Suth-Allee sind durch Pflaster- beziehungswei- se Plattenbeläge ersetzt worden. Ausführungszeit: Oktober 2015 bis Mai 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 830.000 Euro Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH Vorher: Nachher: 48 Porz Ausbau Loorweg/Ranzeler Straße einschließlich Kreisverkehrsplatz in Zündorf Die Ranzeler Straße von Haus Nr. 1 (Am Berzenacker) bis zur Hauptstraße sowie der Loor- weg von Haus 174 bis zur Ranzeler Straße sind erstmalig endgültig im Vollausbau herge- stellt worden. Teilbereiche wie Fahrbahnen und einseitige Gehwege waren zwar bereits vor- handen, andere Bereiche jedoch nur provisorisch hergestellt. In Teilbereichen der Ranzeler Straße fungieren nun Grünstreifen als Trennstreifen zwischen Gehwegfläche und Fahrbahn. Ein neuer Kreisverkehrsplatz im Kreuzungsbereich Ranzeler Straße/Loorweg/Börschgasse/ Hauptstraße/Ankergasse sorgt für einen leichteren Verkehrsfluss. Die innere Kreisfläche, welche als Grünfläche ausgebildet ist, hat einen Durchmesser von vierzehn Metern, der äu- ßere Fahrbahnrand einen Durchmesser von dreißig Metern. Ausführungszeit: August 2015 bis Juli 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 1.600.000 Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 49 Kalk Höhenberger Kirchweg in Höhenberg Der gemeinsame Geh- und Radweg "Höhenberger Kirchweg" zwischen der Fuldaer Straße und der Germaniastraße erhielt eine neue Asphaltdecke. Aufgrund des Alters des Weges sowie vorhandener Baumwurzeln wies der Höhenberger Kirchweg an mehreren Stellen Ris- se und Unebenheiten auf, so dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die Schadstellen konnten beseitigt und der komplette Oberbau bis zu dreißig Zentimeter erneu- ert werden. Zusätzlich war es erforderlich, im Anschlussbereich Höhenberger Kirchweg/ Fuldaer Straße die vorhandene Bordanlage barrierefrei umzugestalten. Ausführungszeit: November 2016 bis Dezember 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 60.000 Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 50 Mülheim Im Weingartskamp in Flittard Die Fahrbahn der Straße Im Weingartskamp ist auf ganzer Länge generalsaniert worden. Aufgrund des Alters der Fahrbahn war diese an mehreren Stellen durch Risse und Schlaglö- cher so beschädigt, dass eine Benutzung nicht mehr ohne Gefahren möglich gewesen war. Der vorhandene Parkstreifen erhielt eine neue Schottertragschicht und wurde mit Beton- steinpflaster gestaltet. Punktuell erfolgten Arbeiten im Gehwegbereich, wo ebenfalls kleinere Gefahrenstellen beseitigt werden konnten. Ausführungszeit: Januar 2016 bis April 2016 Baukosten (Straßenbau): ca. 255.000 Euro Ausführende Firma: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH Vorher: Nachher: 51 Aufgrabungskontrollmanagement Das Aufgrabungskontrollmanagement kontrolliert die Arbeiten Dritter im öffentlichen Straßen- land. Bei diesen Arbeiten werden Ver- und Entsorgungsleitungen in den Straßen verlegt und repariert. Es wurden 7.817 Aufgrabungen im öffentlichen Straßenland gemeldet. In 8.664 Fällen konn- te die Verkehrssicherungspflicht, die für die Arbeiten an die Versorgungsträger übertragen worden ist, wieder von der Stadt Köln übernommen werden. Das Verhältnis von übernom- menen zu gemeldeten Aufgrabungen liegt somit bei 111%. Hierdurch konnte die Zahl der Altlasten (noch nicht übernommene Aufgrabungen, deren Ausführungszeitraum mehr als vier Wochen abgelaufen ist) weiter reduziert werden. Der Verlauf der Altlasten ist in dem Dia- gramm mit der rot-gepunkteten Linie gekennzeichnet. Die Zahl der Altlasten konnte in den letzten Jahren von ca. 13.000 auf jetzt etwa 500 reduziert werden, sodass dieses Thema fast abgeschlossen ist. 14.809 Aufgrabungen wurden vor Ablauf der Gewährleistung, bei einer Endkontrolle, auf Mängel hin kontrolliert. Wenn möglich und sinnvoll, werden nach Aufgrabungen größere Bereiche in einer „ge- meinsamen Wiederherstellung“ mit der Stadt und der ausführenden Firma erneuert. Aufgra- bungen in Gehwegen, deren Oberfläche aus Asphalt besteht, sollen möglichst mit Gehweg- platten im Format 30 x 30 x 8 cm in Altgraphit geschlossen werden, wie es im Gestaltungs- handbuch für Baumaßnahmen vorgesehen ist. Ein Beispiel hierfür ist eine Aufgrabung in der Vietorstraße, wo Stromleitungen verlegt wur- den. Hier konnte der Asphalt im Gehweg, bei einer gemeinsamen Wiederherstellung auf ei- ner Länge von etwa 70 m, durch Gehwegplatten ersetzt werden. Das rechte Bild auf der Fol- geseite zeigt den neuen Gehweg. Auf dem linken Bild sieht man die alte Asphaltdecke, die ohne diese gemeinsame Wiederherstellung durch den neuen Graben noch mehr zerstückelt worden wäre. 0 2.500 5.000 7.500 10.000 12.500 15.000Aufgrabungen Aufgrabungsmeldungen Übernahmen Endkontrollen Altlasten (4W) 52 Vietorstraße in Kalk Für den Bereich von Einfahrten sieht das Gestaltungshandbuch die altgraphitfarbenen Plat- ten im Format 30*15 cm vor. Bei Arbeiten für eine neue Entwässerungsrinne in der Wende- linstraße, auf einem Privatgrundstück, musste das Pflaster im Anschlussbereich auf städti- schem Straßenland mit aufgenommen werden. Hier wurde von der Stadt das neue Material für die gesamte Gehwegbreite gestellt und die Arbeiten von dem privaten Bauherrn mit aus- geführt. Gleichzeitig konnten so die Absackungen und Pfützen im Gehwegbereich mit besei- tigt werden. Das linke Bild zeigt den Zustand vor den Arbeiten und das rechte den neuen Zustand danach. Wendelinstraße in Müngersdorf 53 Bauhof Auf den beiden Bauhöfen (links- und rechtsrheinisch) kümmern sich 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Kontrolle und Unterhaltung der öffentlichen Straßen, Wege und Plät- ze. Dazu gehören die Beseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden, die Unterhaltung aller Verkehrszeichen und des gesamten Mobiliars sowie sämtliche Fahrbahnmarkierungen. Darüber hinaus werden Tempo-30 Zonen realisiert, Schutzplanken- und Rohrgeländer- schäden behoben und die Aufstellung sämtlicher Parkscheinautomaten durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Rechts- und Versicherungsamt werden jedes Jahr über 170 Rechtsfälle mit Schadenersatzansprüchen bearbeitet. Auch zahlreiche Sonderdienste wie Winterdienst, Hochwasser und Straßensperrungen bei Demonstrationen und diversen Großveranstaltungen (Karneval, Kölner Lichter, CSD, Mara- thon, Silvester, Stadtteilfestivitäten u.v.m.) gehören zum umfangreichen Leistungsspektrum des Bauhofs, für dessen Erledigung ein Fuhrpark mit 41 Fahrzeugen zur Verfügung steht. Es wurden insgesamt 13.533 Flächenschäden und 4.200 Objektschäden behoben. Der Straßenkontrolldienst hat insgesamt 20.963 Straßenschäden neu erfasst. Davon hatten 3.331 Schäden die Priorität 1 und 17.632 Schäden die Priorität 2. Damit ist die Anzahl der behobenen Schäden (17.733) erstmals wieder kleiner als die der neu erfassten Schäden (20.963). Besonders zu erwähnen ist die Aufräumaktion auf den Ringen, wo durch den Bauhof über- flüssige Schilder und Pfosten entfernt wurden. 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez. Schadenentwicklung 2016 Prio 1 - neu Prio 1 - behoben Prio 2 - neu Prio 2 - behoben 54 Grundsatzangelegenheiten Zustandserfassung Derzeit wird untersucht wie eine wirtschaftliche und aussagekräftige Straßenzustandserfas- sung erreicht werden kann. Zur Ermittlung dieser wurde im letzten Jahr ein Testgebiet (Alt- stadt/Süd) definiert, in dem alle Straßen, Wege und Plätze auf ihren Zustand mit verschiede- nen Anbietern und Erfassungsmethoden geprüft wurden. Nach Auswertung der Testdaten soll auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sukzessive für das ganze Stadtgebiet die Er- mittlung des Straßenzustandes erfolgen. Im zweiten Schritt wurden bezogen auf das Testgebiet folgende Bereiche näher untersucht (siehe Abbildung „Testbetrieb Zustandserfassung“): 1. Technische und rechtliche Grundlagen 2. Visualisierung/Verwaltung innerhalb der Straßendatenbank 3. Erfassung und Bewertung von Zuständen 55 56 Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen Das Leistungsspektrum im Bereich Geodatenverwaltung/-pflege variiert von Konzeptentwick- lung mit den federführenden Dienststellen über Grundlagenermittlung und Ersterfassung bis zur Datenpflege. Besonders hervorzuheben sind hier die Projekte „Zuständigkeiten“ und „Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen“. Letzteres soll hier kurz beschrieben werden. Die laufenden Verträge mit der AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH hinsichtlich der Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen sollen 2018 neu aufgestellt werden, so dass auch das Amt für Straßen und Verkehrstechnik dazu verpflichtet ist, den Leistungsumfang vollständig und umfassend zu definieren. Dies ist ohne georeferenzierte Daten, also eine flächendeckende Zuordnung der betroffenen Flächen, nicht möglich. Im Rahmen des Geoda- tenprojektes wurde anhand eines Beispiels im Stadtbezirk Rodenkirchen ein Konzept entwi- ckelt, wie die vorhandenen Daten/Verträge georeferenziert dargestellt und mit den notwendi- gen Informationen aus den Verträgen verknüpft werden können. 57 Verkehrsmanagement Planung und Ausführung von Ampelanlagen 970 Ampeln regeln stadtweit den Verkehr, von denen sich 876 in der Baulast der Stadt und in vollständiger Zuständigkeit des Sachgebietes befinden. An den Ampelanlagen konnten 84 Optimierungen vorgenommen und 2.954 Störungen beseitigt werden. Zudem wurden 136 Baustellensignalisierungen angeordnet sowie 713 Hinweise und Anregungen aus der Bür- gerschaft bearbeitet. Das Kostenvolumen lag bei rund 6,52 Millionen Euro. Stellvertretend für die Vielzahl der bearbeiteten Bau- und Erneuerungsmaßnahmen im Folgenden eine kurze Beschreibung zweier Projekte. Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf den Ringen Auf dem ersten Teilstück der Ringe ist die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben worden, die zulässige Geschwindigkeit wurde auf 30 km/h reduziert und die Ampelschaltung entspre- chend angepasst. Radfahrenden ist nun freigestellt, die Straße oder den alten baulichen Radweg zu nutzen. Im Oktober 2015 beschloss der Verkehrsausschuss die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf den Ringen. Die Verwaltung begann mit der Planung und traf sich im Juli 2016 mit Vertretern der Bezirksvertretung Innenstadt, der Polizei, der IHK, des ADFC und der Initiative Ringfrei zu einem ersten Workshop, der dem Ideenaustausch diente. Darauf folgten weitere Treffen zwischen der Verwaltung, der Initiative Ringfrei und dem ADFC, in denen die Vorgehensweise in den Kreuzungsbereichen und auf der Strecke be- sprochen wurde. Vorgezogene Haltelinien mit breiten Aufstellbereichen auf der Straße, si- cheres, indirektes Linksabbiegen, geöffnete Einbahnstraßen und eine zulässige Geschwin- digkeit von 30 km/h verbessern den Fahrkomfort für die Radfahrenden deutlich. Auch die Ampelschaltungen, die auf diese 30 km/h hin angepasst wurden, passen deutlich besser zu den Geschwindigkeiten und Fahrtabläufen im Radverkehr. Die in Köln bei 50 km/h übliche Gelbzeit von vier Sekunden wurde auf drei Sekunden reduziert! Der erste Bauabschnitt, von der Ritterstraße bis kurz vor den Rudolfplatz, kostet etwa eine Million Euro. Der anschließende zweite Bauabschnitt reicht dann bis zum Zülpicher Platz. 58 Erneuerung der Ampelanlagen am Barbarossaplatz Die Ampelanlagen Barbarossaplatz-Nord/Hohenstaufenring und Barbarossaplatz- Süd/Salierring sind im Rahmen des Projektes „Erneuerungs-Sofortprogramm“ grunderneuert worden. Die Steuerung der Anlage wurde unter Berücksichti- gung der aktuellen Verkehrsverhältnisse und Ver- kehrsbedürfnisse überplant. Dabei wurde, unter Bei- behaltung des Vorrangs für den öffentlichen Perso- nennahverkehr, sowohl auf die Belange des Kraft- fahrzeugverkehrs als auch auf den nicht motorisier- ten Verkehr bestmöglich eingegangen. Neben dem Steuergerät wurden Signalgeber, Sig- nalmaste, Kabeltrassen und die Verkabelung erneu- ert und bei den Signalgebern energiesparende 40V LED ausgewählt. Gleichzeitig wurden alle signalisier- ten Fußgängerüberwege mit akustischen Signalge- bern für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet und die Signalisierung für den Radverkehr geändert. 59 Anordnungen nach der StVO Baustellen und Container Für Baumaßnahmen Dritter einschließlich der Aufstellung von Containern, die im öf- fentlichen Straßenland stattfanden oder sich darauf auswirkten, wurden insgesamt 23.227 Bescheide (Anzahl von Bescheiden im Zusammenhang mit der Anordnung und Genehmigung von Baumaßnahmen Dritter nach der Straßenverkehrs-Ordnung, StVO, im öffentlichen Straßenland) erteilt. Hiervon entfielen auf die Umsetzung des Werbenut- zungsvertrages 1.181 Vorgänge. Da es im Zusammenhang mit dem Werbenutzungs- vertrag zu einer deutlichen Reduzierung der Vorgänge kam, ergab sich im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1.505 Beschei- den. Insgesamt wurden rund 3.300.000 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren eingenommen. Im Bereich Containergenehmigungen wurden rund 188.000 Euro an Verwaltungs- und Son- dernutzungsgebühren festgesetzt. Insgesamt wurden 2.829 Genehmigungen erteilt. Zusätzlich wurden 1.427 Container im Zusammenhang mit der Erteilung von Jahresgeneh- migungen aufgestellt. Baustellenkontrolldienst Der Baustellenkontrolldienst hat außer den 500 Regelkontrollen von Baumaßnahmen mehr als 1.280 Bürgeranfragen bearbeitet, die sich mit den täglichen Problemen an Kölner Baustellen beschäftigen. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle konnten schnelle Lösungen gefunden und umgesetzt werden. In knapp 30 Fällen mussten allerdings Bußgeldverfahren gegen den jeweiligen Bauleiter eingeleitet werden. In den Sonderaktionen „Kölle entrümpeln“ wur- den gezielte Begehungen und Kontrollen vorge- nommen um nicht mehr benötigte, baustellen- bedingte Materialien zu räumen. Bei insgesamt sechs Aktionen – Altstadt-Süd, Altstadt-Nord, Deutz, Kalk, Lindenthal und Nippes – konnten über 320 Verkehrszeichen und Absperrelemen- te entfernt werden. Vor der „Entrümpelung“ 60 Baustellenmanagement Koordination von Genehmigungsverfahren Die Verkehrssituation wurde stadtweit durch viele Baumaßnahmen beeinflusst, darunter zahlreiche Infrastrukturprojekte und Instandsetzungsarbeiten. Zur Sicherstellung der grund- legenden Mobilität im Straßenverkehr wurden die verkehrlich relevanten Baumaßnahmen intensiv durch das Baustellenmanagement betreut. Über 700 Baumaßnahmen wurden hier- bei als „verkehrlich erheblich bedeutend“ eingestuft und beginnend mit der Vorbereitungs- phase zur Koordination über das Genehmigungsverfahren bis hin zur Umsetzung und deren Kontrollen individuell begleitet. Hierbei hat es sich gezeigt, dass die Koordinationsgremien und der definierte Genehmigungprozess von erheblicher Bedeutung bei der Sicherung des Mobilitätsanspruches sind. Verkehrsleitzentrale In der Verkehrsleitzentrale wird sichergestellt, dass frühzeitig und umfassend über die aktuel- le und die zu erwartende Verkehrssituation im gesamten Stadtgebiet informiert wird. Das bekannteste Medium zur Bereitstellung von Verkehrsinformationen ist der Verkehrskalender, der seit seiner Einrichtung im Oktober 2010 zu den am häufigsten genutzten Anwendungen auf den städtischen Internetseiten zählt. Der Verkehrskalender stellt schwerpunktmäßig Baustellen im mobilitätsrelevanten Verkehrsnetz (MRV), bedeutende Messen sowie Sport- und Konzertevents in der LANXESS arena und im RheinEnergieSTADION sowie weitere verkehrsrelevante Veranstaltungen im Stadtgebiet dar. Er wird zudem regelmäßig weiterent- wickelt. So erfolgte nach der Integration in die App der Stadt Köln die Ergänzung um die Darstellung der Busparkplätze und Bushaltepunkte. Seit Jahren werden auch die Belange des Güterverkehrs berücksichtigt. Im Verkehrskalender Logistik sind auf der Grundlage des Lkw-Führungskonzeptes alle Höhenbegrenzungen und Gewichtsbeschränkungen erfasst. Neben dem Verkehrskalender informieren auch die wöchentliche Verkehrsprognose, das Verkehrsleitsystem mit fünfzehn dynamischen Vario-Tafeln sowie das Parkleitsystem aktuell und umfassend über die Verkehrssituation in Köln. Blick in die Kölner Verkehrsleitzentrale 61 Ein PSA mit „blauem Band“ Spuren eines versuchten Aufbruchs Behindertenparkplätze im öffentlichen Straßenraum Allgemeine Behindertenparkplätze Behinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung oder Blinde haben nach den Bestim- mungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) Anspruch auf die Ausstellung eines allgemei- nen Behindertenparkausweises. Allgemeine Behindertenparkplätze werden beispielsweise vor wichtigen öffentlichen Gebäuden, aber auch vor Kliniken, beschränkt auf die Öffnungs- zeiten, eingerichtet. Es gibt derzeit 604 allgemeine Behindertenparkplätze im Stadtgebiet. Personenbezogene Behindertenparkplätze Nach der StVO besteht die Möglichkeit, in besonderen Härtefällen personenbezogene Park- plätze auch für Behinderte ohne eigenes Kraftfahrzeug einzurichten, so beispielsweise für Blinde. Da aber der Parkdruck vor allem in den Großstädten besonders hoch ist, müssen bei der Einrichtung personenbezogener Parkplätze besonders strenge Maßstäbe angesetzt werden. Es gibt derzeit 567 personenbezogene Behindertenparkplätze im Stadtgebiet. Parkbetriebsservice Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen werden in Köln Parkscheinautomaten (PSA) eingesetzt. Ende 2016 waren etwa 2.315 PSA im öffentlichen Straßenland aufgestellt. Der Ertrag aus der Park- raumbewirtschaftung lag bei circa 21,9 Millionen Euro. Insgesamt bedeutet dies eine erneute Steige- rung der Erträge gegenüber dem Vorjahr von 0,8 Millionen Euro. Der Anteil der Erträge aus dem Handyparken betrug 2,35 Millionen Euro (10,7 % der Gesamteinnahmen). Der erfolgreiche Austausch der alten störanfälligen PSA-Fabrikate konnte fort- gesetzt und die Bewohnerparkgebiete Lindenthal- Nord I und II am 7. Januar in Betrieb genommen werden. Zudem wurden fast 500 PSA mit einem blauen Band ausgestattet, welches preisgünstige Parkmög- lichkeiten vor Ort leichter erkennen lässt. An blau- markierten Automaten kann man für vier Euro bis zu 24 Stunden lang parken. Die Anzahl der Aufbruchsversuche und erfolgrei- chen Aufbrüche ging im Vergleich zum Vorjahr von 85 auf 50 zurück. 62 Verkehrserhebungen Verkehrserhebungen erfolgen in Form von Knotenstromzählungen, Rad- und Fußgängerzäh- lungen, Geschwindigkeitsmessungen, Querschnittsmessungen, Parkraumerhebungen, Staubeobachtungen und Kennzeichenverfolgungen. Die Ergebnisse werden unter anderem für die Straßenplanung, die Ampelsteuerung, das Beschwerdemanagement, die Unfallstel- lenbeseitigung, die Einrichtung von Tempo 30-Zonen, die Verkehrssimulation sowie für Ver- kehrsprognosen benötigt. Insgesamt wurden 573 Verkehrserhebungen durchgeführt. Diese teilen sich auf in 315 Kno- tenstromzählungen, 68 Fußgängerzählungen, 41 Radverkehrszählungen, vier Parkraumer- hebungen, fünf Kennzeichenerfassungen sowie rund 140 Geschwindigkeits- und Quer- schnittsmessungen. Wegweisung Im Rahmen der Bestandspflege wurden 70 Schilder erneuert, 54 mussten neu eingedreht werden. Fußgängerleitsystem: Am Domhof 63 Programm Verkehrstechnik Köln Im Rahmen des Programms Verkehrstechnik Köln (PVT) wurde die Verlängerung der Indus- triestraße, die Brühler Landstraße von der Militärringstraße bis zur Stadtgrenze hinter Meschenich und die Frankfurter Straße von Mülheim bis zur Stadtgrenze neu beschildert. Insgesamt wurden 46 Standorte und 233 Wegweiser erneuert. Frankfurter Straße/Kaiserstraße - alt/neu Brühler Landstraße - alt/neu 64 Schilderbrücken und Ausleger Neben den seitlich aufgestellten Wegweisern sind im Kölner Stadtgebiet rund 120 Brücken, Ausleger und Doppelausleger mit Hinweisschildern vorhanden. Sie unterliegen, wie Stra- ßenbrücken, der regelmäßigen Bauwerksprüfung nach DIN 1076. Alle sechs Jahre müssen diese Bauwerke von speziell ausgebildeten Prüfingenieuren einer Hauptprüfung unterzogen werden, die eine Bewertung nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit mit den Noten 0 - 4 beinhaltet. Zwischen diesen Hauptprüfungen erfolgt nach drei Jahren eine „Einfache Prüfung“, die mit einem geringeren Prüfaufwand durchgeführt wird. Zusätzlich werden alle Bauwerke einmal jährlich von einer städtischen Mitarbeiterin auf offensichtliche Schäden überprüft (Sichtprüfung). An vierzig Bauwerken erfolgte eine „Einfache Prüfung“ nach DIN 1076. Aufgrund schlechter Bewertungen aus den Vorjahren wurden zehn Schilderbrücken saniert beziehungsweise erneuert. Im Knoten Industriestraße/Boltensternstraße/Amsterdamer Straße konnten die Schildertafeln nicht mehr an der HGK-Brücke (Häfen und Güterverkehr Köln) über der Fahr- bahn montiert werden. Da die Ampelanlage an der Industriestraße ebenfalls erneuerungsbe- dürftig war, erfolgte hier, zum ersten Mal in Köln, die gemeinsame Montage von Wegweisern und Signalanlagen an einer Verkehrszeichenbrücke. Alte Signalanlage und Schildertafeln an der HGK-Brücke Industriestraße Neue Verkehrszeichenbrücke mit Signalanlagen Industriestraße 65 Wichtige Telefonnummern (0221) 221 - Durchwahl Amtsleitung - Herr Harzendorf 27179 Stabsstelle „Gesamtverkehrsentwicklungsplanung, Nahverkehrsplanung und Fahrzeugförderung“ 22184 Abteilung „Zentrale Aufgaben“ - Herr Krichel 27180 Finanzen 27012 Juristische Grundsatzangelegenheiten 27804 Öffentlichkeitsarbeit 37167 Organisation 27836 Personal 30193 Vergabeverfahren 27199 Verkehrssicherheitsarbeit 27816 Abteilung „Bau und Unterhaltung“ - Herr Lachmann 27814 Aufgrabungsmanagement 27810 Bauausführung Stadtbezirk 1, Radverkehr und Großprojekte 38129 Bauausführung Stadtbezirke 2 – 3, Nord-Süd-Stadtbahn 30285 Bauausführung Stadtbezirke 4 – 6 27584 Bauausführung Stadtbezirke 7 – 9 30283 Bauhof 38130 Grundsatzangelegenheiten 26432 Abteilung „Planung“ - Frau Stolte-Neumann 27808 Bauplanung Stadtbezirke 1 – 3 30298 Bauplanung Stadtbezirke 4 – 6 27131 Bauplanung Stadtbezirke 7 – 9 27887 Parkraumbewirtschaftung 27160 Tempo 30 – Zonen 27132 Verkehrsplanung 22851 66 Abteilung „Verkehrsmanagement“ - Herr Sorich 27173 Baustellenmanagement 27871 Baustellengenehmigungen und StVO-Anordnungen: - Stadtbezirk 1-3 (ohne Deutz) 27830 - Stadtbezirk 4-6 27194 - Stadtbezirk 7-9 (mit Deutz) 27102 Ampelanlagen 27273 Handyparken 27871 Verkehrsleitzentrale 27000 Verkehrszählungen 27080 Wegweisung 27127 Amt für Straßen und Verkehrstechnik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Mail: strassen-verkehrstechnik@stadt-koeln.de Besuchen Sie uns auch im Internet: www.verkehr.koeln 67 Organigramm des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik 66 Amtsleitung 660 Zentrale Aufgaben 660/0 Juristische Grundsatz- angelegenheiten 660/1 Allgemeine Verwaltung 660/2 Finanzen 660/3 Vergaben 661 Planung 661/11 Parkraum- konzepte 661/12 Verkehrs- beruhigung 661/14 Einzelprojekte / Verkehrstechnik 661/2 Bauplanung Stadtbezirke 1-3 661/3 Bauplanung Stadtbezirke 4-6 661/4 Bauplanung Stadtbezirke 7-9 661/5 Verkehrsplanung / Fahrradbeauftragter 662 Bau und Unterhaltung 662/1 Aufgrabungs- management 662/2 Grundsatz- angelegenheiten 662/3 Bauhof 662/4 Bauausführung Stadtbezirke 2-3 662/5 Bauausführung Stadtbezirke 4-6 662/6 Bauausführung Stadtbezirke 7-9 662/7 Bauausführung Stadtbezirk 1 (Deutz), Radverkehr und Großprojekte 663 Verkehrs- management 663/1 Verkehrssysteme 663/2 Ampelanlagen 663/3 Baustellen- management 66-Stab Gesamtentwicklungsplanung Nahverkehrsplanung

Beratungsverlauf

  1. 29.05.2017

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 10.2.12, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 08.06.2017

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 10.2.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 12.06.2017

    Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)

    TOP 12.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 22.06.2017

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 10.2.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  5. 26.06.2017

    Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)

    TOP 11.1.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  6. 26.06.2017

    Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)

    TOP 10.2.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  7. 27.06.2017

    Verkehrsausschuss

    TOP 7.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  8. 29.06.2017

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 10.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  9. 29.06.2017

    Bezirksvertretung 5 (Nippes)

    TOP 10.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  10. 06.07.2017 zuletzt

    Bezirksvertretung 7 (Porz)

    TOP 9.2.8, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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