3982/2021
Bürgereingabe nach § 24 GO – „Für den Erhalt des Krankenhaus Holweide - Stopp der Schließung“
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Anlage: Petition Krankenhaus Holweide
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2zor-N (GE An die NZ Stadt Köln Oberbürgermeisterin 05.0kt 2021 Ei . . der Stadt Köln ngang Frau Henriette Reker | Die Oberbürgermeisterin Anden Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Rats der Stadt Köln Dr. Ralf Unna Rathaus der Stadt Köln Köln, den 05.10.2021 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Dr. Unna, in der Anlage überreichen wir Ihnen mit Bitte um Stellungnahme und Weitergabe an die Mitglieder des Rats 1462 Unterschriften unter den beiliegenden Offenen Brief an Frau Oberbürgermeisterin Reker und den Rat der Stadt Köln. Am 2. November 2021 um 19.00 wird eine Versammlung für den Erhalt des Krankenhauses Holweide und dem Stopp der bereits begonnenen Schließung in der Schützenhalle Holweide, Maria-Himmelfahrt-Straße 10, stattfinden. Wir laden Sie ein, dort Stellung zu nehmen. Falls Sie nicht anwesend sein können, bitten wir Sie um eine schriftliche Antwort. Offener Brief an OB Reker und den Rat der Stadt Köln Das Krankenhaus Holweide muss bleiben! Die Schließung muss gestoppt werden! Die Bevölkerung und die Beschäftigten wollen, dass das Krankenhaus Holweide für den Stadtbezirk Mülheim mit über 150 000 Bürgern erhalten bleibt: e „Ich bin da geboren!” „Ich war schon mehrmals dort und wurde gut behandelt“. e „Wir wollen nicht, dass den kranken Menschen zugemutet wird, zusätzliche Anfahrts- und Wartezeiten in Kauf zu nehmen“. a ® „Wir wollen nicht irgendwo hingeschickt werden, wo es nur noch darum geht, dass möglichst viele Patienten in möglichst kurzer Zeit durchgeschleust werden!” „Corona hat doch gezeigt, dass die Krankenhäuser gebraucht werden!“ „Man kann doch nicht Krankenhäuser aus ‚wirtschaftlichen‘ Gründen schließen!“ Heute hat das Krankenhaus Holweide Intensivbetten, 8 Fachabteilungen und weitere Bereiche: e eine Anästhesie e eine medizinische Klinik « ein Brustzentrum ® eine Radiologie ® eine Chirurgie ® eine Urologie e eine Frauenklinik (eine der größten in NRW mit sowie eine Onkologie, eine Physiotherapie und 2000 Geburten pro Jahr) und Perinatalzentrum weitere Bereiche ... ® eine Hals-, Nasen- und Ohrenklinik Alle Stationen mit insgesamt 407 Betten und die damit verbundenen Ausbildungsplätze müssen erhalten bleiben. Denn die Umsetzung des Schließungsbeschlusses hat schon begonnen: Eine erste Station aus Holweide wird bereits in die Klinik nach Merheim verlegt! Die Ermächtigung des Rats der Stadt Köln für seine Vertreter bei den Kliniken, Holweide als Krankenhaus für die Regelversorgung der Bevölkerung zu schließen und durch eine „Anlaufstelle für die Grundversorgung“ mit ca. 100 Betten zu ersetzen, muss zurückgenommen werden! Die begonnene Schließung von Holweide muss gestoppt werden! Alle Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben und die Arbeitsbedingungen müssen so verbessert werden, dass Pflegekräfte, die die Kliniken verlassen haben, zurückgewonnen werden. Wir laden ein: Ich unterstütze den Offenen Brief Name E-Mail Adresse Beruf Unterschrift mm 1 spp pp
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 3982/2021 Freigabedatum 14.12.2021 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO – „Für den Erhalt des Krankenhaus Holweide - Stopp der Schließung„ Beschlussorgan Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss dankt den Petent*innen für ihre Eingabe, die jedoch auf der Grundlage des ablehnen- den Beschlusses des Rates vom 09.11.2021 zu einem ähnlich lautenden Antrag (AN/2280/2021) nicht weiterverfolgt wird. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 17.01.2022 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 31.01.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Mit Schreiben vom 05.10.2021 (siehe Anlage) beantragten die Petent*innen, das Krankenhaus Hol- weide als Krankenhaus der Regelversorgung in seinem derzeitigen Bestand aufrecht zu erhalten und die Schließung zu stoppen. Begründet wird der Antrag mit dem entsprechenden Wunsch der Bevölke- rung und der Beschäftigten – es wurden 1.462 Unterschriften beigefügt. Die Petition widerspricht den Ratsbeschlüssen zum Antrag AN/2280/2021 vom 09.11.2021 und den Beschlüssen 3965/2019 vom 12.12.2019 und 3050/2019 vom 17.11.2019, in denen sich der Rat zum geplanten sog. 2+1-Standortkonzept im Rahmen der dringend notwendigen Sanierung der Kliniken der Stadt Köln gGmbH (Kliniken Köln) bekannt hat. Dieses Konzept und das auf dieser Basis bisher ausgearbeitete Szenario sehen für die rechtsrheinische Krankenversorgung umfangreiche Invesitionen und Sanierungsleistungen in dreistelliger Millionenhöhe am Standort Merheim vor, die eine zukunftsweisende Entwicklung des Krankenhauses befördern sollen: eine Erweiterung des Krankenhauskomplexes zur Übernahme von Bereichen aus Holweide, eine Neustrukturierung aller Leistungsbereiche ausgerichtet an den Patientenpfaden sowie eine räumliche Konzentration einiger derzeit großräumig über den Campus verteilter Leistungsbereiche zur weiteren Optimierung der Patienten- und Versorgungspfade. Ziel ist es, den Standort Merheim zu einem modernen und vor allem leistungsstarken Medizincampus für die Breitenmedizin zu entwickeln. Dabei ist vorgesehen, sämtliche Leistungen, die heute - sich teilweise überschneidend und somit konkurrierend - an den beiden benachbarten Standorten Merheim und Holweide angeboten werden, in einem starken, modernen und interdisziplinären Campus in Merheim zusammenzufassen. Dabei wird es jedoch ausdrücklich keine Reduzierung des derzeit bestehenden Leistungsangebots geben. Vielmehr ist vorgesehen, die derzeit in Holweide angebotenen Leistungen inkl. des Personals mittelfristig vollständig nach Merheim zu verlagern. Am Standort Holweide soll in einem Neubau ein sog. Kompetenzzentrum errichtet werden, in dem diverse ambulante medizinische Leistungen inkl. einer 24/7-Anlaufstelle angeboten werden sollen. Auch hierfür sind umfangreiche Investitionen erforderlich, da die bestehende Bausubstanz des Krankenhauses nicht zukunftsfähig ist, im Übrigen auch nicht für einen Weiterbetrieb als Krankenhaus. Es ist deutlich darauf hinzuweisen, dass sich nur durch die Umsetzung des 2+1-Standortkonzepts für die Kliniken Köln die Chance zur Aquisition von Fördermitteln in dreistelliger Millionenhöhe zur Realisierung dieser zukunftsweisenden Investitionen bietet. Bei Aufrechterhaltung des Standortes Holweide als Krankenhaus der Regelversorgung stehen diese Mittel vollumfänglich nicht zur 3 Verfügung. Die Kliniken Köln verzeichnen seit einigen Jahren massive jährliche Verluste, die nur durch entsprechende finanzielle Unterstützungsleistungen durch die Stadt Köln nicht zur Insolvenz des gesamten Unternehmens geführt haben: Vor dem Hintergrund dieser weiterhin mehr als angespannten wirtschaftlichen Situation der Kliniken Köln sowie unter Berücksichtigung der unterdurchschnittlichen Auslastung von Holweide und Merheim (siehe Mitteilung 3491/2021 für den Gesundheitsausschuss vom 23.11.21) würde es für den vom Rat bestätigten Sanierungspfad der Kliniken Köln und damit für die nachhaltige Sicherung der Kliniken Köln einen schweren Rückschlag bedeuten, beide Häuser in der derzeit bestehenden Struktur weiterzuführen und die vom Land NRW ggf. in Aussicht stehenen Fördermittel zur grundlegenden Sanierung und zukunftsfähigen Ausrichtung des Standorts Merheim nicht in Anspruch zu nehmen.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3982/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 14.12.2021
- Erstellt
- 11.11.2021 13:10