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2024/0157

Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 03.06.2024

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Punkt 6: Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2024/0157) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtplanung 
nimmt von der Vorlage Kenntnis.  
 
Auf Wunsch des Vorsitzenden des Ausschusses, wird diese Vorlage zudem zur 
Abstimmung gestellt.  
 
Der Ausschuss ist damit einverstanden. 
 
Der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtplanung 
empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: FDP-Fraktion

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Hitzeaktionsplan
der Wissenschaftsstadt Darmstadt

1 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Einleitung - Warum ein Hitzeaktionsplan? ....................................................................... 7 
2. Hitze - Große Betroffenheit in Darmstadt ........................................................................ 8 
3. Konzeption Hitzeaktionsplan ........................................................................................ 10 
3.1 Ziele und Zielgruppen ................................................................................................. 10 
3.2 Kontext und Geltungsbereich ...................................................................................... 10 
3.3 Organisation, Koordination & Zusammenarbeit ........................................................... 11 
3.4 Weiterentwicklung, Evaluation, Monitoring & Einbettung ............................................. 12 
3.5 Handlungsbereiche / Kernelemente ............................................................................ 14 
4. Klimasignal Hitze: Betroffenheit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ................. 15 
4.1 Temperaturanstieg, Hitze & Schwüle ........................................................................... 16 
4.2 Städtischer Wärmeinseleffekt - Hitzebelastungen ........................................................ 18 
4.3 Klimaentwicklung für die Zukunft ................................................................................ 20 
5. Hitzeassoziierte Gesundheitsrisiken ............................................................................. 21 
6. Kernelemente & Maßnahmen ........................................................................................ 23 
6.1 Koordination, interne Kommunikation und interdisziplinäre Systeme ........................... 23 
6.2 Nutzung eines Hitzewarnsystems ................................................................................ 24 
6.3 Zielgruppenübergreifende Information und externe Kommunikation ............................ 27 
6.3.1 Verhaltenstipps für die Allgemeinbevölkerung während Hitzephasen ..................... 29 
6.3.2. Weitere angedachte Maßnahmen ......................................................................... 30 
6.4 Reduzierung von Hitze in Innenräumen ....................................................................... 30 
6.5 Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme unter besonderer Berücksichtigung 
von Risikogruppen ............................................................................................................ 32 
6.5.1 Ältere Menschen................................................................................................... 33 
6.5.2 Pflege- und betreuungsbedürftige Menschen in Pflegeeinrichtungen...................... 35 
6.5.3 Menschen mit Behinderungen .............................................................................. 35 
6.5.4 (Chronisch) Kranke Menschen .............................................................................. 36 
6.5.5 Soziökonomisch benachteiligte Menschen ............................................................ 37 
6.5.6 Schwangere, Ungeborene, Säuglinge .................................................................... 37 
6.5.7 Kleinkinder, Kinder, Schulkinder ........................................................................... 38 
6.5.8 Obdachlose Menschen / Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen ... 39 
6.5.9 Menschen in Berufen mit erhöhter Exposition & Arbeitsschutz in Innenräumen ..... 40 
6.5.10 Menschen, die Sport- und Freizeitaktivitäten mit erhöhter Exposition ausüben .... 41 
6.5.11 Statistik und räumliche Verortung besonders hitzevulnerabler Personengruppen 42 
6.6 Langfristige Stadtplanung und Bauwesen ............................................................... 45 
6.7 Monitoring und Evaluierung .................................................................................... 46 
7. Quellen ............................................................................................................................ 47 
Impressum .......................................................................................................................... 49

2 
 
Abbildungsverzeichnis 
 
Abbildung 1: Geschätzte Anzahl hitzebedingter Sterbefälle im Zeitraum 2013 bis 2023 in 
Deutschland. .......................................................................................................................... 8 
Abbildung 2: Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 für Deutschland (UBA)……………………..9 
Abbildung 3: Empfundene Hitzebelastung im Wohnumfeld und in der Wohnung nach 
statistischen Bezirken ............................................................................................................ 9 
Abbildung 4: Schematische Darstellung der für die Umsetzung der Kernelemente eines 
Hitzeaktionsplans von der WHO vorgesehenen Zeithorizonte ................................................. 11 
Abbildung 5: Arbeitsgruppe zur Struktur, Koordination & Zusammenarbeit des Darmstädter 
Hitzeaktionsplans ................................................................................................................. 12 
Abbildung 6: Sustainable development goals (SDG) .............................................................. 13 
Abbildung 7: Klimaangepasste Stadtentwicklung nach dem Vorbild der blau-grünen-Stadt .... 14 
Abbildung 8: Mittlere Hitzebelastung in Hessen im Sommer (2001 – 2020) .......................... 15 
Abbildung 9: Anstieg der Jahresmitteltemperatur im Zeitraum 1996 bis 2023 ...................... 16 
Abbildung 10: Entwicklung der mit höheren Temperaturen induzierten Ereignistage ............. 16 
Abbildung 11: Entwicklung von Hitzewellen in Darmstadt seit 1996 bis 2023 ....................... 17 
Abbildung 12: Entwicklung von „schwülen“ Sommertagen in Darmstadt seit 2004 bis 2023 . 18 
Abbildung 13: Hitzebelastungsindex ………………………………………………………………………….18 
Abbildung 14: Cold- und Hot-Spots ....................................................................................... 19 
Abbildung 15: Mobile Stadtklimamessstation des Deutschen Wetterdienstes zur Erfassung des 
Wärmeinseleffektes am darmstadtium .................................................................................. 20 
Abbildung 16: Entwicklung von Hitzetagen und Tropennächten im Flächenmittel für DA ........ 20 
Abbildung 17: Wie Hitze die Gesundheit beeinflussen kann. .................................................. 22 
Abbildung 18: Kommunikationskette zur Weitergabe von Warnhinweisen und Initiierung von 
Maßnahmen ......................................................................................................................... 24 
Abbildung 19: Hitzewarnung auf der städtischen Webseite ……………………………………………25 
Abbildung 20: Gefühlte Temperatur ...................................................................................... 26 
Abbildung 21: Webseite „Klimatipps“ ................................................................................... 27 
Abbildung 22: Mobiles grünes Zimmer ................................................................................. 27 
Abbildung 23: Thermalaufnahme einer kühlenden Grüninsel ................................................. 27 
Abbildung 24: Informationsbroschüren zu Umwelt- und Klimathemen ................................... 28 
Abbildung 25: Frei zugängliche Webanwendung „Hitzekarte für Darmstadt“ .......................... 28 
Abbildung 26: Frei zugängliche Webanwendung „Gründach- und Entsiegelungskataster“ ....... 31 
Abbildung 27: Broschüre „Klima- und naturbewusstes Planen und Bauen“  ........................... 32 
Abbildung 28: Hitzeflyer für Kitas der Wissenschaftsstadt Darmstadt .................................... 38 
Abbildung 29: Anteil & Anzahl besonders hitzevulnerabler Altersklassen an der 
Gesamtbevölkerung in Darmstadt ......................................................................................... 43 
Abbildung 30: Wärmebelastung sozialer Einrichtungen ......................................................... 44 
Abbildung 31: Blau-grüne Stadtentwicklung in Darmstadt ..................................................... 45

3 
 
Vorwort Oberbürgermeister Hanno Benz 
Am 7. August 2015 verzeichnete Darmstadt mit 39,5 °C den 
heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 
Langanhaltende Hitzeperioden, Tropennächte und Temperaturen 
deutlich über 30 °C gehören zwischenzeitlich zu den Sommern 
unserer Zeit – mit gravierenden Auswirkungen auf das städtische 
Leben und das Wohlbefinden der Menschen in unserer Stadt.  
Die Hitze beeinflusst dabei das Leben auf unterschiedliche Weise 
und unterschiedlich stark. In den Quartieren mit viel Grünflächen 
ist die Hitzebelastung niedriger als in den verdichteten und 
engbebauten Gebieten. Ältere Menschen, Pflegebedürftige und 
Kleinkinder sind von der Hitze stärker belastet.  
Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken – nicht nur bei der 
Umsetzung des Klimaschutzes, sondern auch in unserem Alltag 
während der Hitzewellen. Das reicht von der ausreichenden 
Bereitstellung von Flüssigkeit, der Verlegung von Aktivitäten an die 
Randzeiten bis hin zu baulichen Veränderungen im privaten wie im öffentlichen Raum.  
Im Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden die zentralen Maßnahmen jetzt 
zusammengefasst und Verhaltenstipps für die heiße Jahreszeit aufgeführt. Unsere 
Fachdezernate gehen dabei besonders auf die Bereiche Soziales, Gesundheitsschutz und 
Städtebau ein und nennen die wichtigsten Maßnahmen aus ihren Themenfeldern.  
Mit dem Hitzeaktionsplan möchte die Wissenschaftsstadt Darmstadt für mehr Bewusstsein beim 
Hitzeschutz sorgen. Ein breites Bewusstsein und die Sensibilität für die Schwächeren in unserer 
Gesellschaft sind wichtig, um uns alle bestmöglich zu schützen. 
Denn ein Mittel ist beim Hitzeschutz für mich elementar: Das aufeinander Acht geben. Passen 
Sie gut auf sich und andere in den Sommermonaten auf und bieten Sie Hilfe an, wenn sich 
jemand in einer Notlage befindet.  
 
Ihr 
Hanno Benz 
Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt

4 
 
Vorwort Bürgermeisterin Barbara Akdeniz 
Rekordsommer, lange Hitzeperioden, tropische Nächte, neue 
Spitzentemperaturen: Das Thermometer klettert in Darmstadt auf 
immer höhere Werte. Die Klimaerwärmung und deren Auswirkung 
auf die Gesundheit wird von uns allen im Alltag wahrgenommen. 
Denn neben direkten gesundheitlichen Hitzeerkrankungen, kann 
Hitze zu einer Verringerung der Arbeitsproduktivität und einem 
Abfall der allgemeinen Leistungsfähigkeit führen.  
Unter extremer Hitze im Sommer leiden grundsätzlich natürlich 
alle Darmstädterinnen und Darmstädter, aber in besonderem 
Maße die „hitzevulnerablen Personengruppen“ also gerade ältere 
Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, pflegebedürftige 
Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Wohnungs- und 
Obdachlose, Menschen, die im Freien arbeiten oder sich sportlich 
betätigen sowie Menschen, die sich beispielweise keine 
Abkühlungsmöglichkeiten in Wohnräumen leisten können. Sie alle 
gilt es bestmöglich vor Hitzeeinwirkungen zu schützen. Klimaschutz und Klimaanpassung sind 
daher bedeutende soziale Themen und essentiell für ein „Mehr“ an Klimagerechtigkeit.  
Der Hitzeaktionsplan fokussiert daher Maßnahmen für die Allgemeinbevölkerung sowie in 
besonderem Maße für vulnerable Personengruppen mit dem Ziel gesundheitliche 
Beeinträchtigungen zu mindern, das Wohlbefinden in Hitzephasen zu stabilisieren bzw. zu 
verbessern und Überlastungen des Gesundheitssystems entgegen zu wirken. Beispielhafte 
Maßnahmen sind die Etablierung von Handlungsempfehlungen in Alten- und 
Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen sowie die Einberufung von Fachkonferenzen der Alters- 
und Wohnungslosenhilfe, durch welche bedarfsgerechte Unterstützungsleistungen für diese 
Personengruppen sichergestellt werden.    
Politik und Verwaltung stehen in der Pflicht das Bestmögliche zu tun, um Darmstadt und seine 
Einwohnerinnen und Einwohner vor Hitze zu schützen. Die Hitzevorsorge ist darüber hinaus eine 
Gemeinschaftsaufgabe, so ist jede und jeder Einzelne gefragt in seinem Umfeld hitzevorsorgend 
aktiv zu werden. 
Der Plan listet Maßnahmen auf, gibt Verhaltensvorschläge und regt zur Selbstfürsorge an. So 
kann Jede und Jeder die für Sie und Ihn passenden Maßnahmen finden und in den Alltag 
integrieren, denn eine erfolgreiche Klimaanpassung kann nur gemeinschaftlich Hand in Hand 
gelingen. 
Ich wünsche allen interessierten Leserinnen und Lesern, Anwenderinnen und Anwendern viel 
Erfolg bei der praktischen Umsetzung der Maßnahmen.  
 
Ihre 
Barbara Akdeniz 
Bürgermeisterin der Wissenschaftsstadt Darmstadt

5 
 
Vorwort Gesundheitsdezernent André Schellenberg 
Hitzewellen und sehr heiße Sommer häufen sich seit der 
Jahrtausendwende deutschlandweit und in Darmstadt. Die 
langanhaltend hohen Temperaturen sind problematisch, da sie zu 
gesundheitlichen Beschwerden führen können. Während der 
Hitzeperioden der vergangenen Jahre ist die Zahl der 
Krankenhauseinweisungen und hitzebedingten Todesfälle in 
Deutschland deutlich gestiegen: Im besonders heißen Sommer 
2018 starben in Deutschland hitzebedingt geschätzt mehr als 
8.000 Menschen, im Sommer 2023 waren es bei etwas kühleren 
Durchschnittstemperaturen über 3.000 Menschen.  
Auch in Darmstadt hat sich die Anzahl an hitzebedingten 
Erkrankungs- und Todesfällen in den letzten Jahrzenten erhöht. 
Die Hitzebelastung wird von den Einwohnerinnen und Einwohnern 
Darmstadts abhängig von der räumlichen Lage unterschiedlich 
wahrgenommen. Laut einer städtischen Umfrage der 
Statistikabteilung aus 2023 empfinden über 66 % der Einwohnerinnen und Einwohner der 
Darmstädter Mitte ihr Wohnumfeld als stark oder sehr stark hitzebelastet. Im aufgrund 
geringerer Versiegelung und höheren Grünanteilen kühleren Kranichstein und in Darmstadt-West 
sind es hingegen „nur“ etwas mehr als 41 % der Befragten. Die stadtklimatischen Analysen und 
die Befragungen zeigen eine generell hohe Betroffenheit im Stadtzentrum gegenüber Hitze in 
Darmstadt.  
Besonders von Hitzeerkrankungen betroffen sind im medizinischen Sinne Risikogruppen, also 
Ältere, Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Menschen reagieren 
unterschiedlich auf hohe Temperaturen. Spätestens wenn die Raum- und Umgebungstemperatur 
im Mittel 26 °C erreicht oder wenn das Wohlbefinden eingeschränkt ist, sollten hitzevorsorgende 
Maßnahmen ergriffen werden. Wenn extreme Hitze mit Temperaturen deutlich über 30 °C über 
mehrere Tage anhält, steigt das Gesundheitsrisiko stark an. Vorbeugende Maßnahmen sind dann 
besonders für Risikogruppen extrem wichtig. Aber auch gesunde Menschen sollten das Risiko 
durch Hitze, UV-Strahlung und Ozon nicht unterschätzen.  
Hitzeschutz hat für die Wissenschaftsstadt Darmstadt hohe Bedeutung. Diesem Thema müssen 
wir uns aufgrund der durch die Klimakrise immer wahrscheinlicher werdenden Hitzeperioden als 
Gesellschaft insgesamt und speziell im Gesundheitswesen verstärkt widmen.  
Entscheidend ist, dass das Wissen um den Zusammenhang von Hitze und Gesundheit 
Alltagswissen wird, so dass Jede und Jeder befähigt werden, sich und andere zu schützen. Mit 
wenigen und einfachen Verhaltensregeln im Alltag können wir dafür Sorge tragen, dass Jede und 
Jeder gut durch den Sommer kommt. 
Ziel ist es, das bisherige Engagement aller - Politik - Verwaltung - Zivilgesellschaft weiter zu 
stärken und zu verbessern. Der neu aufgelegte Hitzeaktionsplan trägt hierzu einen essentiellen 
Beitrag.  
Die Anpassung an ein verändertes Klima ist zur Daueraufgabe geworden - Hitzeschutz ist 
Gesundheitsschutz!  
 
Ihr 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer und Gesundheitsdezernent

6 
 
Vorwort Klimaschutzdezernent Michael Kolmer 
Die Klimakrise und deren Auswirkungen sind in Darmstadt 
zunehmend spürbar und messbar. Unser übergeordnetes Ziel ist 
es, den weltweiten Temperaturanstieg durch einen ambitionierten 
Klimaschutz in einem erträglichen Maß zu halten. Trotz 
umfänglicher lokaler Klimaschutzmaßnahmen wird es in 
Darmstadt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten 
unweigerlich zu einem weiteren Temperaturanstieg und damit 
einhergehend zu einer Häufung von Hitzesommern kommen. Hitze 
betrifft in unterschiedlicher Ausprägung die ganze Stadt und 
damit alle Darmstädterinnen und Darmstädter. Zentrale Aufgabe 
ist es daher, die hohe Lebensqualität unserer Stadt für die heutige 
und zukünftige Bevölkerung zu sichern und zu verbessern. 
Darum ist die Anpassung an die Klimaerwärmung neben dem 
Klimaschutz die zweite Säule der Darmstädter Klimapolitik. Mit 
dem neu aufgestellten Hitzeaktionsplan schaffen wir neben dem 
Klimaanpassungsplan die hierfür nötigen Voraussetzungen. Der Schwerpunkt des 
Hitzeaktionsplans liegt auf ganz konkreten Maßnahmen, um die Gesundheit und Lebensqualität 
der Zivilgesellschaft sowie in besonderem Maße die von Hitze betroffenen Personengruppen zu 
schützen und zu sichern. 
Neben städtebaulichen Maßnahmen wie der Schaffung kühlender Orte mittels der Förderung 
blau-grüner Infrastrukturen, der Ausweitung von Trinkwasserbrunnen oder klimaangepasste 
Bauweisen im Sinne der Hitzevorsorge, welche zentrale Bestandteile des Klimaanpassungsplans 
sind, gilt es gezielt mittels kostengünstiger und effizienter Maßnahmen das Bewusstsein der 
Bevölkerung zu schärfen und Anregungen zu hilfreichen Verhaltensweisen zu geben. 
Der Plan fokussiert Vorbereitungen auf den Sommer, den Schutz während des Sommers und 
spezielle Akut-Maßnahmen. Er richtet sich direkt an die Politik, Verwaltung und die Bürgerschaft. 
Die Maßnahmen sind breit gefächert - zur Sensibilisierung der Bürgerschaft dienen u.a. die neue 
„Klima-Tipps-Webseite“, das Mobile Grüne Zimmer, Stadtklimaspaziergänge, die städtische 
Broschüre zum „Klima- und naturbewussten Planen und Bauen“ und hochaufgelöste Hitzekarten 
als frei zugängliche Webanwendung. Die zielgruppenspezifischen Informationen, 
Warnmeldungen und die hieran angebundene Umsetzung von Maßnahmen erfolgt mittels einer 
stadtinternen Kommunikationsstruktur.  
Der integrierte Hitzeaktionsplan ist ein breit angelegter „lebendiger“ Querschnitt, an welchem 
zahlreiche Beteiligte, u.a. Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichen Verwaltungsressorts, der 
Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, der städtischen Eigenbetriebe, des Bevölkerungs- und 
Katastrophenschutzes sowie der Politik mitgewirkt haben. Ihnen allen gilt mein besonderer 
Dank! 
 
Ihr 
Michael Kolmer 
Stadtrat und Klimaschutzdezernent

7 
 
1. Einleitung - Warum ein Hitzeaktionsplan? 
 
Um die Zivilgesellschaft besser gegenüber hitzeinduzierten Gesundheitsproblemen zu schützen, 
etabliert die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Hitzeaktionsplan. Dieser soll zum einen die 
gesundheitlichen Folgen der Klimaerhitzung, insbesondere von (extremer) Hitze, effizient 
kommunizieren und zum anderen ein, an die Situation angepasstes Verhalten der 
Zivilgesellschaft erreichen und vorbeugende sowie akute Maßnahmen zum Schutz vor Hitze 
etablieren.  
Hierzu listet der Hitzeaktionsplan bereits in der Umsetzung befindliche Maßnahmen sowie 
geplante Maßnahmen zur Hitzeprävention und zum Handeln in Akutphasen auf. Der Plan 
unterscheidet Maßnahmen, welche die Gesamtbevölkerung betreffen und Maßnahmen, welche 
sich auf besonders von Hitze gefährdete Personengruppen beziehen.  
Auf kurzfristiger Ebene sind dies bspw. die Erstellung von Maßnahmenplänen für stationäre 
Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser oder Kindertagesstätten (Kitas), Verhaltenstipps 
für die Allgemeinbevölkerung und besonders von Hitze 
betroffene Personengruppen sowie die Nutzung 
etablierter Hitzewarnsysteme (z. B. Deutscher Wetter-
dienst). Darüber hinaus führt er weitere Maßnahmen zur 
Kühlung von Innenräumen auf und verweist auf bereits 
durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelte 
Informationsangebote wie Flyer, Broschüren, Exkursionen 
und an das Thema angelehnte Webseiten                                  
(z. B. hochauflösende Hitzekarten). 
Bau- und stadtplanerische Maßnahmen, wie der Erhalt 
und die Schaffung schattenspendender Bäume und 
Grünanlagen, die Sichtbarmachung und Nutzung von 
Wasser, bspw. in Form von Trinkwasserbrunnen oder 
durch Umsetzung des Schwammstadtprinzips sowie die 
Etablierung klimaangepasster Bauweisen zählen zu den 
Langfristhandlungen [GAK 2018]. Da es sich um 
langfristige, stadtplanerische und städtebauliche 
Maßnahmen handelt, werden diese gesondert im derzeit 
in Erarbeitung befindlichen Klimaanpassungsplan der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgeführt (geplante 
Veröffentlichung 01. Quartal 2025) und hier nur am 
Rande thematisiert.  
Hitzevorsorge ist äußerst komplex und vielschichtig. Der Darmstädter Hitzeaktionsplan versucht 
die Vielschichtigkeit des Themas zu bündeln und zu strukturieren. Ein Großteil der Maßnahmen 
ist kostengünstig, da viele Maßnahmen der Bewusstseinsschärfung der Bevölkerung dienen und 
Anpassungen im Verhalten der Betroffenen bewirken sollen. Er richtet sich daher mit starkem 
Fokus an die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Für alle Personengruppen werden hilfreiche 
Informationen rund um das Thema „Hitze“ per Weblinks und QR-Codes niederschwellig 
angeboten.  
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan orientiert sich an den allgemeinen Handlungsempfehlungen 
und Leitlinien zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen der Bund/Länder Ad-hoc AG 
Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des Klimawandels [GAK 2018] sowie am Hessischen 
Hitzeaktionsplan (2023). 
 
 
Hitzeaktionsplan – kurz erklärt: Das Zentrum KlimaAnpassung vermittelt in ihrer Videoreihe "Wissen, das bewegt" leicht verständlich Themen der Klimaanpassung im Videoformat, so auch zu Hitzeaktionsplänen: 
 Weblink: https://zentrum-klimaanpassung.de/wissen-klimaanpassung/erklaervideos-zu-themen-der-klimaanpassung (Zugriff: 15.05.2024)

8 
 
2. Hitze - Große Betroffenheit in Darmstadt 
In Deutschland ist laut Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes seit den 1990er Jahren eine 
Zunahme von Hitzewellen zu beobachten. Die Europäische Umweltagentur/European 
Environmental Agency (2022) geht davon aus, dass unter allen betrachteten 
Klimawandelszenarien in Zukunft eine Zunahme von Hitzewellen, sowohl hinsichtlich deren 
Häufigkeit, Dauer als auch deren Intensität, zu erwarten ist. Für Deutschland wird eine 
flächendeckende Zunahme von Hitzewellen vorhergesagt, wobei urbane Ballungsräume 
besonders betroffen sein werden [Kahlenborn et al. 2021]. Konsequenterweise muss daher davon 
ausgegangen werden, dass extrem heiße Sommer auch in Deutschland zukünftig weiter 
zunehmen werden, wie dies durch die heißen Sommer in 2003, 2018, 2019 und 2022 bereits 
sichtbar wurde [Umweltbundesamt 2023].  
Hitze ist im Gegensatz zu anderen Auswirkungen der Klimakrise, wie Starkregen oder 
Trockenheit ein kaum sichtbares Problem. Hitzeerkrankungen und Hitzetod sind schwer in Bilder 
zu fassen. Dabei wirkt sich die Zunahme von Hitze stark auf die menschliche Gesundheit, das 
Wohlbefinden und die Arbeitsproduktivität aus. Hitze belastet den menschlichen Organismus 
ganz allgemein, aber sie trifft insbesondere diejenigen, die dafür besonders verwundbar sind. Zu 
diesen Personengruppen zählen z. B. ältere Menschen, Obdachlose, Kleinkinder, Schwangere 
oder auch kranke Menschen [Pfalzgraf et al. 2022].  
In Hitzeperioden, die wir in den letzten Jahren auch in Hessen und in Darmstadt deutlich häufiger 
erleben, kommt es zu vermehrten Notfalleinsätzen und Krankenhauseinweisungen. Im Extremfall 
kann die Hitze zum Tod von Menschen führen. Nach aktuellen Informationen des Robert-Koch-
Instituts (RKI) wurden für den Sommer 2018 über 8.500 Hitzetote und für den Sommer 2022 
ca. 4.500 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland geschätzt (vgl. Abbildung 1). 
 
Abbildung 1: Geschätzte Anzahl hitzebedingter Sterbefälle im Zeitraum 2013 bis 2023 in Deutschland. Die Schätzung für das 
Jahr 2023 ist noch unvollständig (schwarz eingefärbt: Unsicherheitsbereiche) [an der Heiden et al. 2023] 
Durch die fortschreitende Klimakrise mit ansteigenden Temperaturen wird sich die Situation 
zukünftig weiter verschärfen. Der demographische Wandel mit einer zunehmend älteren 
Bevölkerung (vgl. Abb. 29) erhöht die Hitzeanfälligkeit zusätzlich. Aufgrund der räumlichen 
Rahmenbedingungen ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt innerhalb von Deutschland und 
Hessen besonders intensiv von hohen Temperaturen und Hitze betroffen [vgl. UBA, Klimawirkungs- 
und Risikoanalyse für Deutschland 2021], siehe Abbildung 2).

9 
 
Hitzetage mit Tagesmaxima über 30 °C und 
Tropennächte, in denen die nächtlichen Temperaturen 
nicht unter 20°C fallen sowie langanhaltende Hitzewellen 
gefährden zunehmend die Gesundheit und das 
Wohlbefinden der Menschen in Darmstadt.  
Die Hitzebelastung ist im Darmstädter Stadtgebiet 
unterschiedlich ausgeprägt. In Quartieren mit einer 
hohen Versiegelung und wenig Vegetation ist die 
Hitzebelastung größer als in Stadtgebieten mit geringem 
Versiegelungsgrad und höherem Grünanteil.  
Zur Erfassung von Stadtklimaeffekten wurde Ende 2022 
eine Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen 
Wetterdienst (DWD) und der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt vereinbart. Die Ergebnisse der 
Messkampagne bestätigen einen ausgeprägten 
Wärmeinseleffekt zwischen Stadt (mobile Messstation 
am darmstadtium) und dem Umland (mobile Station am 
Steinbrücker Teich) von im Mittel knapp 2 °C (nähere 
Informationen siehe Kap. 4.2). Teils werden bei 
wolkenlosen und windschwachen sog. 
strahlungsintensiven Wetterlagen (Hochdruckwetterlagen) 
zwischen Stadtzentrum und Stadtperipherie bis zu 10 °C Temperaturunterschied gemessen. Die 
nächtliche Auskühlung ist aufgrund des hohen Grades an Versiegelung im Stadtzentrum und 
weiteren stark versiegelten Stadtteilen stark reduziert, sodass verstärkt Tropennächte (z.B. in 
2023: Stadtzentrum 11 Tropennächte, Stadtperipherie 0 Tropennächte) und Hitzetage 
(Stadtzentrum 36 Hitzetage zu 17 Hitzetagen am Steinbrücker Teich) registriert werden.  
Die heterogene Hitzebelastung wird auch durch eine, vom Amt für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung (Abteilung Statistik und Stadtforschung) der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
durchgeführte Bürgerinnen- und Bürgerumfrage aus 2023 bestätigt. Sie zeigt insbesondere für 
die Stadtteile Darmstadt-Mitte, Darmstadt-West, Darmstadt-Nord und Bessungen eine im 
Vergleich zu den restlichen Stadtteilen teils deutlich erhöhte empfundene Hitzebelastung sowohl 
im Wohnumfeld als auch in den Wohnungen selbst (siehe Abbildung 3).    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 3: Empfundene Hitzebelastung im Wohnumfeld und in der Wohnung nach statistischen Bezirken (2023) 
Abbildung 2: Klimawirkungs- und Risikoanalyse 
2021 für Deutschland (UBA), Hotspots der sechs 
Klimaindikatoren für Mitte des Jahrhunderts (u.a. 
hohe mittlere Jahrestemperatur, Anzahl Heißer 
Tage, Anzahl tropischer Nächte)

10 
 
3. Konzeption Hitzeaktionsplan 
 
3.1 Ziele und Zielgruppen  
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan (abgek. DHAP) richtet sich in erster Linie neben der 
Bürgerschaft an die Ämter, Verwaltungsstellen und Eigenbetriebe der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. Er dient dazu Hitzewarnungen adressatengerecht an die Zivilbevölkerung zu 
kommunizieren. Parallel werden verwaltungsintern sowie unter Beteiligung weiterer externer 
Akteurinnen und Akteure (u.a. Arbeitsgruppe Hitze, s. S. 11) Mechanismen (z.B. 
Kommunikationskette) etabliert, welche präventive und akute Maßnahmen auslösen, um die 
Bevölkerung, speziell hitzevulnerable Gruppen, vor Hitzeeinwirkungen zu schützen. Er soll 
darüber hinaus prüfen, ob eine klare und zielgruppengerechte Kommunikation gegenüber den 
Bürgerinnen und Bürgern gegeben ist und wie Wissen in der Bevölkerung über Hitzeverhalten 
gestärkt werden kann. 
 
Die zentralen Ziele des Darmstädter Hitzeaktionsplans sind: 
  
(1)   Information der Bevölkerung zur Hitzegefährdung 
(2)       Auslösen von Interventions- und Kommunikationsketten 
(3)  Erhalt der hohen Lebensqualität & Verbesserung der Klimaresilienz 
(4)  Sensibilisierung zur Selbstfürsorge & angepasstem Verhalten 
(5)  Vermeidung bzw. Minderung gesundheitlicher Beeinträchtigungen 
(6)  Vermeidung bzw. Minderung von Todesfällen (Mortalität)  
(7)       Verbesserung bzw. Stabilisierung des thermischen Wohlbefindens  
(8)  Entgegenwirkung von Überlastungen des Gesundheitssystems    
 
Sein Augenmerk richtet der Darmstädter Hitzeaktionsplan auf die Darmstädter Bürgerinnen und 
Bürger, vor allem auf besonders verletzliche Personengruppen. Darunter zählen ältere sowie 
körperlich und seelisch vulnerable Personen, pflegebedürftige und isoliert lebende Menschen, 
Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, 
Wohnungs- und Obdachlose, Personen, die in 
Gemeinschaftsunterkünften leben, sowie 
Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport 
treiben. Auch ökonomische und soziale 
Benachteiligung kann eine Gefährdung bei 
Hitzewellen begünstigen. Darüber hinaus können 
bestimmte Religionsgemeinschaften und deren 
Bräuche zu erhöhten Verwundbarkeiten führen. 
Dies ist bspw. der Fall, wenn der Fastenmonat 
Ramadan im Sommer während einer 
Hitzeperiode ausgeübt wird.      
 
3.2 Kontext und Geltungsbereich  
Im Monitoring zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) wird die Notwendigkeit rechtzeitiger 
Frühwarnung betont – besonders angesichts des mit der Klimakrise steigenden Risikos 
hitzebedingter Sterblichkeit. Es geht um wirksame Aufklärung der Bevölkerung von 
Risikogruppen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Außerdem wird für eine stärkere 
Vernetzung von Deutschem Wetterdienst (DWD), informierten Stellen auf Länder- und 
Landkreisebene, kommunaler Ebene sowie Institutionen im Gesundheitswesen, 
Katastrophenschutz sowie sozialen Einrichtungen (u.a. Schulen, Kitas) geworben 
[Umweltbundesamt 2019].  
 
Dabei werden vier Komponenten des Hitzeaktionsplans genannt:  
 Stärkung und Optimierung des lokalen Krisenmanagements  
 Erstellung eines Konzepts zur Identifikation/ Adressierung hitzevulnerabler Gruppen  
 Identifikation von Maßnahmen zur Vorbeugung hitzebedingter Gesundheitsschäden bei 
Hitzewellen sowie einer Strategie zu deren Implementierung  
 Aufbau einer zentralen Koordinationsstruktur sowie eines Kooperationsnetzwerks  
Begriffserläuterung Morbidität – Indikator für die Häufigkeit von Erkrankungsfällen in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe in einem bestimmten Zeitraum.  Mortalität – Indikator aus der Demographie, der die Anzahl der Sterbefälle in einem bestimmten Zeitraum im Verhältnis zur gesamten Bevölkerung beschreibt.

11 
 
Diesen Komponenten trägt der vorliegende Hitzeaktionsplan Rechnung.  
 
Sein Geltungsbereich umfasst:  
 
(1) Sachlich: Er stellt ein Instrument der Sensibilisierung, Planung, Koordinierung und 
Kommunikation von Maßnahmen zur Prävention und Gefahrenabwehr bei Hitzeereignissen 
dar.  
(2) Räumlich: Er deckt das Darmstädter Stadtgebiet ab.  
(3) Zeitlich /thematisch: Er fokussiert hauptsächlich Vorbereitungen vor dem Sommer bis zum 
Schutz während des Sommers und speziellen Akut-Maßnahmen. Die langfristige Entwicklung 
und Planung ist ebenfalls üblicher Teil eines Hitzeaktionsplans. Diese werden hier nicht 
tiefergehend aufgeführt, da sie zentrale Bestandteile des derzeit in Erarbeitung befindlichen 
Klimaanpassungsplans (KafDa) darstellen und dort ausführlich behandelt werden (vgl. 
Abbildung 4). 
 
 Abbildung 4: Schematische Darstellung der für die Umsetzung der Kernelemente eines Hitzeaktionsplans von der WHO 
vorgesehenen Zeithorizonte (verändert nach GAK 2018) 
 
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan umfasst in seinem Kern administrative und kommunikative 
Maßnahmen, aber keine (größeren) investiven oder städtebaulichen Maßnahmen.  
 
Seine Verbindlichkeit beruht auf der freiwilligen Selbstverpflichtung der Beteiligten zum Wohle 
der Bevölkerung bzw. der hitzevulnerablen Gruppen. Er gilt in erster Linie für die Darmstädter 
Stadtverwaltung, sowie weitere an dessen Erstellung und an der Umsetzung von Maßnahmen 
beteiligter Akteurinnen und Akteure. Dabei obliegt die Federführung, inhaltliche Organisation, 
Koordinierung und Kommunikation von Maßnahmen dem Amt für Klimaschutz und 
Klimaanpassung. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt durch die jeweiligen Zuständigkeiten.   
 
3.3 Organisation, Koordination & Zusammenarbeit 
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan bedarf aufgrund seiner Komplexität und Interdisziplinarität 
eines fachübergreifenden Ansatzes. Die Organisation, Zusammenarbeit und Kommunikation 
aller am HAP Beteiligter läuft idealerweise in festgelegten Strukturen. Der Darmstädter HAP wirkt 
außerdem in verschiedene Handlungsbereiche und auf unterschiedlichen Ebenen. Die konkreten 
Maßnahmen werden in verschiedenen Zeithorizonten umgesetzt. So sollen Strukturen und

12 
 
Menschen flächendeckend vorbereitet sein, um präventiv und in akuten Situationen handeln zu 
können. 
 
Zur Koordination des Hitzeaktionsplans wurde eine Arbeitsgruppe „Hitze“ gegründet, die sich 
aus relevanten Dienststellen aus der Verwaltung sowie weiteren (kommunalen) Akteur*innen, 
vornehmlich aus dem Gesundheits- und Sozialbereich zusammensetzt und turnusmäßig vor, 
während und nach der Sommersaison in Austausch tritt.  
 
     
Abbildung 5: Arbeitsgruppe zur Struktur, Koordination & Zusammenarbeit des Darmstädter Hitzeaktionsplans 
Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe ist nicht abschließend und wird jeweils nach Bedarf 
angepasst. Koordinierend wirkt das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung in engem 
Austausch mit Akteur*innen des Kernteams (Gesundheitsamt, Büro für Sozialplanung, Amt für 
Kommunikation und dem Amt für Interne Dienste). Darüber hinaus sind zahlreiche weitere 
Akteur*innen in Form einer Steuerungsgruppe in den Prozess des Hitzemanagements integriert 
(siehe Abbildung 5, rechts).  
 
3.4 Weiterentwicklung, Evaluation, 
Monitoring & Einbettung 
 
Der vorliegende Plan stellt ein „lebendiges“ 
Dokument dar und ist daher nicht als 
Endprodukt, sondern als Erstfassung zu 
verstehen, welche als Grundlage zur 
zukünftigen Weiterentwicklung des Plans dient.  
 
In einem kontinuierlichen Evaluationsprozess 
sollen die entwickelten Maßnahmen und deren 
Umsetzung auf ihre Relevanz und Effektivität 
überprüft und ggf. angepasst werden. Darüber 
hinaus ist in größeren zeitlichen Abständen 
eine strategische Weiterentwicklung des 
Hitzeaktionsplans angedacht. Die zeitliche 
Dauer des Darmstädter Hitzeaktionsplans ist 
unbestimmt. Die Weiterentwicklung ist in ein 
kontinuierliches Monitoring und eine 
regelmäßige Evaluation eingebettet. 
 
Der Hitzeaktionsplan ist in übergeordnete Strategien zur Stadtentwicklung eingebettet:  Klimaanpassungsplan, voraussichtliche Veröffentlichung 01. Quartal 2025  Masterplan DA 2030+ (siehe QR-Code)  
  Weblink: https://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/masterplan-da2030 (Zugriff: 15.05.2024)

13 
 
Im Sinne der Nachhaltigkeit erfüllt er u.a. Ziele des „Sustainable development goals (SDG) 3 - 
Gesundheit und Wohlergehen“ (vgl. Abbildung 6), welches u.a. den „Erhalt und die 
Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit und der Vermeidung vorzeitiger Todesfälle“ als Ziel 
definiert. Der Darmstädter Hitzeaktionsplan trägt maßgeblich zur Gesundheitsvorsorge durch 
Hitze- und UV-Strahlenschutz bei und mindert so Mortalität und Morbidität in der Bevölkerung. 
Darüber hinaus nimmt er Bezug zum SDG 11 „Nachhaltige Städte  
und Gemeinden“. 
 
 
Abbildung 6: Sustainable development goals (SDG), Quelle: United Nations 2015 
 
Die Maßnahmen des Hitzeaktionsplans 
orientieren sich an den Handlungsempfeh-
lungen für die Erstellung von 
Hitzeaktionsplänen zum Schutz der 
menschlichen Gesundheit des 
Bundesumweltministeriums [BMU 2017] und 
Veröffentlichungen der Weltgesundheits-
organisation [WHO Europe 2008]. Darüber 
hinaus ist er angelehnt an den Hessischen 
Hitzeaktionsplan (abgek. HHAP). Der HHAP 
schafft eine unmittelbare Basis für 
Hitzeaktionspläne auf kommunaler Ebene. Er 
stellt einen Beitrag des Landes zur Umsetzung 
des Beschlusses der 93. 
Gesundheitsministerkonferenz (GMK) „Der 
Klimawandel – eine Herausforderung für das 
deutsche Gesundheitswesen“ aus dem Jahr 
2020 dar. Demnach hält die GMK die Erstellung 
kommunaler Hitzeaktionspläne bis zum Jahr 
2025 für dringlich erforderlich.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SDG´S – kurz erklärt: 
 Weblink: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsziele-erklaert-232174 (Zugriff: 15.05.2024) 
Webseite zu Hitzeaktionsplänen in Hessen: https://familie.hessen.de/gesundheit/hitzeaktionsplan/hitzeaktionsplaene-in-hessen (Zugriff: 25.04.2024) Hessischer Hitzeaktionsplan (2023): 
 Weblink: https://familie.hessen.de/sites/familie.hessen.de/files/2024-02/23_02_08_hessischer_hitzeaktionsplan_barrierefrei.pdf (Zugriff: 15.05.2024)

14 
 
3.5 Handlungsbereiche / Kernelemente 
 
Die Maßnahmenumsetzung erfolgt in verschiedenen Handlungsbereichen, sogenannten 
Kernelementen, und in unterschiedlichen Zeithorizonten. Der Darmstädter Hitzeaktionsplan 
beinhaltet in Anlehnung an den Hessischen Hitzeaktionsplan (2023) die folgenden Kernelemente: 
 
 
1. Koordination und interdisziplinäre Systeme  
2. Nutzung eines Hitzewarnsystems  
3. Zielgruppenübergreifende Information und Kommunikation  
4. Reduzierung von Hitze in Innenräumen  
5. Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme unter besonderer Berücksichtigung von 
Risikogruppen  
6. Stadtplanung und Bauwesen (im Klimaanpassungsplan, vgl. Abbildung 7) 
7. Monitoring und Evaluierung [Hessisches Ministerium für Soziales und Integration 2023] 
 
 
Abbildung 7: Klimaangepasste Stadtentwicklung nach dem Vorbild der blau-grünen-Stadt 
 
Die aufgeführten Kernelemente werden in Kapitel 6 näher beschrieben und mit Maßnahmen 
belegt.

15 
 
4. Klimasignal Hitze: Betroffenheit in Vergangenheit, Gegenwart 
und Zukunft 
Die Themen Anpassung an die Klimaerwärmung und Hitzevorsorge spielen in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgrund der naturräumlichen Lage im Oberrheingraben und der 
damit einhergehenden hohen Betroffenheit und Verwundbarkeit (Vulnerabilität) gegenüber Hitze 
eine immer größer werdende Rolle. Der Raum Südhessen ist besonders stark durch Hitze 
belastet (vgl. Abbildung 8). 
  
Abbildung 8: Mittlere Hitzebelastung in Hessen im Sommer (2001 – 2020) 
Im Zuge des voraussichtlich im Frühjahr 2025 veröffentlichten Klimaanpassungsplans wird eine 
umfassende Betroffenheits- und Verwundbarkeitsanalyse durchgeführt. Das Thema „Stadtklima 
& Hitze“ soll daher an dieser Stelle nur kurz anhand der zentralen Fakten umrissen werden.  
Quelle: Hessisches Landesamt für 
Naturschutz, Umwelt und Geologie

16 
 
4.1 Temperaturanstieg, Hitze & Schwüle  
Die mittlere Lufttemperatur ist an der DWD-Messstation Darmstadt seit 1996 bis heute (2023) 
um 1,3 °C von im Mittel 9,9 °C auf heute 11,2 °C angestiegen (siehe Abbildung 9). Der nur 28 
Jahre währende Temperaturverlauf ist auf die Neuinbetriebnahme der Darmstädter DWD-Station 
im Jahr 1996 an der Dieburger Straße zurückzuführen. Benachbarte Stationen mit längeren 
Messreihen (z.B. Frankfurt Flughafen) bestätigen die Messungen in Darmstadt. Die Jahre 2018 
und 2023 erzielten hierbei mittlere Jahrestemperaturen von jeweils 11,7°C und sind somit die 
wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.   
 
Abbildung 9: Anstieg der Jahresmitteltemperatur im Zeitraum 1996 bis 2023 
Mit dieser Erwärmung geht eine Zunahme sog. Ereignis- bzw. Kenntage einher, also Tagen an 
denen ein zuvor definierter Schwellenwert über- bzw. unterschritten wird. Abbildung 10 zeigt die 
Entwicklung der Sommer- (Tmax ≥ 25 °C) und Hitzetage (Tmax ≥ 30 °C) seit 1996 bis heute 
(2023). Die Anzahl der Sommertage ist demnach von im Mittel 48 auf heute 80 Tage 
angestiegen. Hitzetage haben im Mittel von 10 auf heute 25 Tage pro Jahr zugenommen. In 
besonderen Hitzesommern, wie 2018, wurden bereits in der Vergangenheit über 50 Hitzetage 
registriert. Die Zahl der Tropennächte bewegt sich an der DWD-Messstation seit Beginn der 
Aufzeichnungen bis heute noch nahezu unverändert auf niedrigem Niveau mit meist 0 bis 2 
Nächten pro Sommer. Diese niedrige Anzahl an Tropennächten ist das Resultat der 
außerstädtischen Verortung der Messstation an der Dieburger Straße.  
 Abbildung 10: Entwicklung der mit höheren Temperaturen induzierten Ereignistage

17 
 
Die Zunahme von Hitze in Darmstadt kann auch mittels eines sog. „Hitzewellen-Index“ illustriert 
werden (siehe Abbildung 11). Demnach startet eine Hitzewelle, wenn die Temperatur an 3 Tagen 
in Folge 30 °C erreicht. Sie dauert danach so lange an, wie der Mittelwert aller Tagesmaxima 
(seit Beginn der Hitzewelle) über 30 °C liegt. Bleibt nachfolgend ein einzelnes Tagesmaximum 
unter 25 °C oder fällt das Mittel aller Tagesmaxima innerhalb der Hitzewelle unter 30 °C, bricht 
die Welle ab. Die Intensität einer Hitzewelle wird als Summe aller einbezogenen 
Tageshöchsttemperaturen berechnet, wobei jeweils nur die positive Differenz zu 30 °C verwendet 
wird. Liegt also z.B. an drei Tagen in Folge die Tageshöchsttemperatur bei 31 °C, so errechnet 
sich eine Intensität von 3 °C. Liegt dann am vierten Tag die Tageshöchsttemperatur bei 
beispielsweise 29 °C, so behält der Index den Wert von 3 °C. Die farblichen Abstufungen von gelb 
bis rot zeigen die Intensität der Hitzewelle während jeden Tages in Kelvin [K]. Je höher der 
Rotanteil der Farbe umso intensiver war die Hitzewelle in Darmstadt ausgeprägt. Abbildung 11 
zeigt eine deutliche Zunahme der Häufigkeit und der Intensität der Hitzewellen, insbesondere 
seit 2015. 
 
Abbildung 11: Entwicklung von Hitzewellen in Darmstadt seit 1996 bis 2023 (Hitzewellen Index) 
Der in Abbildung 12 dargestellte Index für schwüle Sommertage stellt ein Maß für die gefühlte 
Wärmebelastung des menschlichen Organismus in Darmstadt dar.  
An Tagen mit hohen Temperaturen und zusätzlich hoher Luftfeuchtigkeit wird die menschliche 
Thermoregulation behindert, die über die Schweißabsonderung der Haut gesteuert wird. Die Luft 
wird als "schwül" empfunden. Aus der Kombination von Temperatur und Luftfeuchte lassen sich 
Indexwerte berechnen. Dabei werden Werte über 27 °C als belastend für den Körper angesehen. 
Für solche Werte über 27 °C werden verschiedene Warnstufen definiert.  
Folgende Warnstufen sind in Abbildung 12 dargestellt: 
 27 bis 32: Vorsicht (orange eingefärbt) 
 32 bis 40: erhöhte Vorsicht (dunkelrot eingefärbt) 
Der Index zeigt eine deutliche Zunahme an Tagen mit gefühlten Temperaturen zwischen 27 bis 
32 Grad sowie eine Zunahme an Tagen mit erhöhter Vorsicht (32 bis 40 Grad). Die 
Hitzebelastung für den menschlichen Organismen ist hier besonders erhöht.

18 
 
 
Abbildung 12: Entwicklung von „schwülen“ Sommertagen in Darmstadt seit 2004 bis 2023 
 
4.2 Städtischer Wärmeinseleffekt - Hitzebelastungen 
Die Hitzeentwicklung und Hitzebelastung im Darmstädter Stadtgebiet ist räumlich betrachtet 
sehr heterogen ausgeprägt. Dies geht primär einher mit der räumlichen Lage im Siedlungsgebiet, 
der lokalen Kaltluftzufuhr aus dem Umland sowie dem örtlichen Versiegelungsgrad. Peripher 
gelegene Standorte in vorwiegend grüner Umgebung sind im Mittel meist deutlich kühler als 
zentral gelegene Standorte mit hoher Versiegelung. Der Hitzebelastungsindex in Abbildung 13 
gibt hierzu Aufschluss. Demnach sind insbesondere folgende Stadtteile von starken bis sehr 
starken Hitzebelastungen betroffen: Darmstadt-Mitte, Pallaswiesen-/Mornewegviertel, 
Martinsviertel, Verlegerviertel, Paulusviertel, Bessungen sowie das Merck-Gelände.  
 Abbildung 13: Hitzebelastungsindex (basierend aus Satellitenaufnahmen, 24. Juli 2019)

19 
 
 
Abbildung 14 zeigt sog. Cold- und Warm-Spots für das Gemeindegebiet Darmstadts. Demnach 
ist nahezu die gesamte Siedlungsfläche überwärmt. Kühlere Räume finden sich neben den 
größeren Parks und Grünflächen hauptsächlich außerhalb der Siedlungsgrenzen im West- und 
vornehmlich Ostwald. Hier wurden teils um bis zu 10 °C kühlere Oberflächentemperaturen 
ermittelt. In den stark versiegelten Innenstadtbereichen ist die Oberflächentemperatur hingegen 
um teils bis zu 15 °C erhöht. Die Lufttemperatur in 2 m Höhe bleibt hiervon nicht unbeeinflusst, 
sie korreliert mit der Oberflächentemperatur, sodass Räume mit hohen 
Oberflächentemperaturen auch häufig Räume darstellen, bei welchen die Lufttemperatur 
signifikant erhöht ist.   
 Abbildung 14: Cold- und Hot-Spots (basierend auf Satellitenaufnahmen, 24. Juli 2019) 
 
Hitzekarten Hessen: Das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie hat im Kontext „Hitze“ eine eigene Webseite aufgebaut, welche hochauflösende, auf Satellitendaten gestützte Karten für Hessen und seine Kommunen bereitstellt. Mittels eines Hitzeviewers werden Informationen zur Hitzeentwicklung und Hitzebelastung auch interaktiv zur Verfügung gestellt.  
   Weblink: https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/handlungshilfen/hitzekarten (Zugriff: 15.05.2024)

20 
 
 
 
Der städtische Wärmeinseleffekt wird 
seit Dezember 2022 über eine lokale 
Messkampagne in Zusammenarbeit 
mit dem Deutschen Wetterdienst 
erfasst (siehe Abb. 15). Demnach zeigt 
das Stadtzentrum (Vorplatz des 
darmstadtium - Wissenschafts- und 
Kongresszentrums) in 2023 eine im 
Mittel um 1,9 °C erhöhte 
Lufttemperatur im Vergleich zum 
peripheren Umland (Steinbrücker 
Teich). Die beiden Messstationen sind 
seit 12/2022 in Betrieb. Im Sommer 
2023 wurden nach ersten 
Auswertungen der beiden Stationen am 
Steinbrücker Teich 82 Sommer- und 17 
Hitzetage registriert. Am darmstadtium  
wurden 96 Sommer- und 36 Hitzetage 
verzeichnet. Auch die Tropennächte sind im Stadtzentrum mit 11 Nächten im Vergleich zum 
Umland (0) und der peripher gelegenen DWD-Station an der Dieburger Straße deutlich erhöht. 
Die Ergebnisse zeigen eine markante Ausprägung des Wärmeinseleffektes in Darmstadt. 
Weiterführende Analysen können dem Klimaanpassungsplan entnommen werden.  
 
4.3 Klimaentwicklung für die Zukunft 
Für die Zukunft zeigt sich ein Fortbestehen bzw. eine weitere Verschärfung der bisherigen 
Klimaerhitzung in Darmstadt. Nach Auswertungen neuester Klimaprojektionen, welche der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt durch den Deutschen Wetterdienst zur Verfügung gestellt 
wurden, würde ein weiterer Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts je nach Szenario 
zwischen +0,8 bis + 1,6 °C (RCP-2.6-Szenario/Paris-Ziel) bzw. +3,0 bis 4,8 °C (8.5-
Szenario/Weiter-wie-bisher) gegenüber heute erfolgen.  
Hitzetage würden laut Klimadaten des HLNUG (2024) bis zum Jahr 2100 um 4,5 bis 12,5 Tage 
(RCP 2.5) bzw. 16 bis 40,8 Tage (RCP 8.5) gegenüber heute ansteigen. Die Anzahl an 
Tropennächten könnte im Worst-Case-Szenario bis 2100 um weitere 7 bis 33 Nächte zunehmen. 
Im besten Fall (2.5-Szenario) um 2 bis 5 Nächte pro Sommer (siehe Abb. 16).  
 
Abbildung 16: Entwicklung von Hitzetagen (Tmax >= 20°C) und Tropennächten (Tmin >= 20°C) im Flächenmittel für Darmstadt 
für jeweils 30-jährige Zeiträume zwischen 2021 – 2050 und 2071 – 2100 im Vergleich zum Referenzzeitraum 1971 – 2000 
Abbildung 15: Mobile Stadtklimamessstation des Deutschen 
Wetterdienstes zur Erfassung des Wärmeinseleffektes am darmstadtium

21 
 
5. Hitzeassoziierte Gesundheitsrisiken  
 
Hitzeerkrankungen werden durch extreme Hitze verursacht. Wenn die Körpertemperatur einer 
Person nicht mehr durch körpereigene Reaktionen wie bspw. vermehrtes Schwitzen reguliert 
werden kann, so geht die Überhitzung häufig mit verschiedenen (Krankheits-)symptomen einher.  
 
Hitzeerkrankungen umfassen ein breites Spektrum von Symptomen. Man unterscheidet drei 
häufige Hitzekrankheiten:  
 
 
(1) Sonnenstich: Reizung der Hirnhäute durch direkte Sonnenstrahlung auf ungeschützten Kopf 
 
Besondere Symptome: Hochroter Kopf, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit 
(evtl. zeitlich verzögert) 
 
Sofortmaßnahmen:  
 Betroffene mit leicht erhöhtem Kopf bzw. leicht erhöhtem Oberkörper lagern 
 Kopf mit feuchten Tüchern kühlen 
 Aufgrund der Gefahr einer Bewusstlosigkeit: engmaschige Überwachung  
 Rettungsdienst alarmieren 
 
 
 
(2) Hitzeerschöpfung: Überwärmung des gesamten Körpers führt zu Flüssigkeitsverlust durch 
Schwitzen, Elektrolytverluste und Volumenmangelschocksymptomatik 
 
Besondere Symptome: Kopfschmerzen, starkes Schwitzen, Hautblässe, schneller Puls, 
Blutdruckabfall (Schockzeichen) 
 
Sofortmaßnahmen:  
 Betroffene mit leicht erhöhtem Kopf und erhöhten Beinen lagern 
 Rettungsdienst alarmieren 
 Bei vorhandenem Bewusstsein für ausreichendes Trinken und ausreichende 
Elektrolytzufuhr sorgen 
 
 
 
(3) Hitzschlag: Extreme Überwärmung des Körpers durch Hitze 
 
Besondere Symptome: Heiße, trockene, rote Haut, taumelnder Gang, Verwirrtheit, 
Bewusstlosigkeit, Volumenmangelschock 
 
Sofortmaßnahmen:  
 Rettungsdienst alarmieren 
 Schwere Kleidung öffnen 
 Betroffene mit feuchten Tüchern kühlen [vgl. https://www.bgbau.de/fileadmin/Medien-
Objekte/297_Akute_Hitzeerkrankungen.pdf] 
 
Die folgende Abbildung (Abb. 17) zeigt die Beeinflussung der Gesundheit durch Hitze. Darüber 
hinaus werden insbesondere auch schwangerschaftsassoziierte zusätzliche Gefährdungen 
beschrieben.

22 
 
 
Abbildung 17: Wie Hitze die Gesundheit beeinflussen kann. Bildnachweis: KLUG – Klimawandelinformationen für Internisten 
(vgl. https://informiert.osnabrueck.de/de/bevoelkerungsschutz/hitzevorsorge/gesundheit, Zugriff 24.04.2024)

23 
 
6. Kernelemente & Maßnahmen  
 
 
6.1 Koordination, interne Kommunikation und interdisziplinäre Systeme  
Die für die Koordinierung relevanten Akteur*innen wurden bereits in Kap. 3.3 aufgeführt. Die 
Arbeitsgruppe „Hitze“ tauscht sich in regelmäßigen Abständen, insbesondere und gehäuft im 
Vorgang und während Hitzephasen, untereinander aus. Wichtiges Ziel ist es, Maßnahmen und 
die interne und externe Kommunikation zu koordinieren. Hierbei ist es gemäß der Ad-hoc 
Arbeitsgruppe [BMU 2017] sinnvoll eine Kommunikation festzulegen, die im Fall einer 
Hitzewarnung greift. Hierbei werden neben internen Akteur*innen auch weitere externe 
Akteurinnen und Akteure – wie Not- und Rettungsdienste, ambulante Pflegedienste oder die 
Klinikum Darmstadt GmbH einbezogen.  
 
Nach Eingang einer Hitzewarnung durch den Deutschen Wetterdienst beraten sich das Amt für 
Klimaschutz und Klimaanpassung und das Gesundheitsamt hinsichtlich der Weitergabe der 
Warnung an relevante Akteure*innen (siehe Abb. 18). Ziel dieses zwischengeschalteten 
Austausches ist die Gewährleistung der Ernsthaftigkeit der ausgesprochenen Warnung. Eine 
„Warnüberflutung“ während der Sommermonate soll so verhindert und einer 
Übersensibilisierung der Akteur*innen und der Zivilgesellschaft zum Thema 
„Hitze“ entgegengewirkt werden.    
 
Im Falle der Entscheidung zur Weitergabe werden die entsprechenden Ämter, Verwaltungsstellen 
und Eigenbetriebe der Stadt sowie weitere relevante interne und externe Akteur*innen mittels 
eines E-Mail-Verteilers durch das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung über die 
Notwendigkeit informiert, im Hinblick auf die Umsetzung von Maßnahmen vorbereitend oder 
akut tätig zu werden.  
 
Die Verwaltungseinheiten tragen dafür Sorge, dass die Maßnahmenverantwortlichen im Rahmen 
ihrer vordefinierten Funktionen tätig werden können. In der Regel sind sie bei der Kommunikation 
und Umsetzung der Maßnahmen auf weitere Mitwirkende und Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren der hitzevulnerablen Gruppen angewiesen, die von ihnen informiert werden.  
 
Am Ende der Kommunikationsübermittlung stehen die hitzevulnerablen Personen, zu deren 
Schutz die Maßnahme bzw. die Hitzewarnung dienen soll. Die in Abbildung 18 dargestellte 
maßnahmenübergreifende Kommunikation wird bei Bedarf entsprechend der 
Rahmenbedingungen angepasst.  
 
Bei individualisierten Maßnahmen kann die Vorgehensweise der Kommunikation bzw. 
Benachrichtigung von der hier vorgestellten Informationsweitergabe abweichen.

24 
 
 Abbildung 18: Kommunikationskette zur Weitergabe von Warnhinweisen und Initiierung von Maßnahmen 
 
 
6.2 Nutzung eines Hitzewarnsystems  
Das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes ist zentraler Bestandteil des Darmstädter 
Hitzeaktionsplans. Es warnt vor gesundheitlich belastenden Hitzeereignissen mittels 2 
Hitzewarnstufen. Steht eine Hitzewelle akut bevor, werden für den aktuellen und den Folgetag 
amtliche Hitzewarnungen herausgegeben. Bei der Herausgabe der Warnungen werden 
verschiedene Kriterien berücksichtigt, unter anderem die Belastung am Tag und in der Nacht. 
Im Hitzetrend wird über die Prognose der nächsten fünf Tage informiert. Eine Anbindung an das 
Warnsystem des DWD ist sinnvoll, um 
eine direkte Information über aktuelle 
Warnmeldungen und Prognosen zu 
gewährleisten. So kann entsprechend auf 
die Warnmeldungen und Prognosen 
reagiert werden. 
 
Die Hitzewarnungen des Deutschen 
Wetterdienstes werden durch die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt kostenfrei 
über verschiedene Medien bezogen, 
bspw. über den Newsletter 
Hitzewarnungen, der die aktuellen 
Warnungen zeitnah verschickt, die 
Website und App des DWD. Erste 
Adressaten sind das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung und das Gesundheitsamt.  
 
Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet zwei Hitzewarnstufen: 
Hitzewarnstufe 1 „Starke Wärmebelastung“ liegt vor, wenn die „gefühlte Temperatur" 
(Erläuterung siehe nachfolgender Kasten) an zwei Tagen in Folge über etwa 32°C liegt und 
zusätzlich nur geringe nächtliche Abkühlung absehbar ist.  
Hitzetag & Tropennacht:  Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bezeichnet Wetterbedingungen, „die durch hohe Temperaturen, unbehinderte Einstrahlung, schwachen Wind und zum Teil durch feuchte Luft (Schwüle) gekennzeichnet sind“, als extreme Hitze. Dabei stellt ein „heißer Tag“ einen Tag dar, an dem das Maximum der Lufttemperatur ≥ 30 °C beträgt. Eine Tropennacht ist eine Nacht, in der das Minimum der Lufttemperatur nicht unter ≥ 20 °C fällt (täglicher Messzeitraum: 18 UTC bis 06 UTC).

25 
 
Die Maßnahmen bei starker Wärmebelastung (Warnstufe 1) richten sich insbesondere an 
Personen, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen leben. Die Einrichtungen der Alten- und 
Behindertenhilfe haben bei Erreichen der Warnstufe 1 alle erforderlichen pflegerischen, 
medizinischen und technischen Maßnahmen zur Abwehr hitzebedingter gesundheitlicher 
Beeinträchtigungen und Gefahren zu treffen. Die ergriffenen Maßnahmen müssen dokumentiert 
werden. 
 
Hitzewarnstufe 2 „extreme Wärmebelastung“  liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur am 
frühen Nachmittag einen Wert von 38 °C überschreitet. Die nächtliche Situation wird nicht 
einbezogen (vgl. https://www.hitzewarnsystem.de)  
 
Bei einer extremen Wärmebelastung (Warnstufe 2) wird durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, 
beispielsweise durch die Veröffentlichung von Pressemitteilungen, Social Media und durch 
Platzierung der Warnung auf der städtischen Webseite (siehe Abbildung 19) die 
Allgemeinbevölkerung Darmstadts informiert.  
(siehe DWD-Webseite: https://www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/hitzewarnung.html) 
 
 Abbildung 19: Hitzewarnung auf der städtischen Webseite (19.06.2023)

26 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gefühlte Temperatur: Die „Gefühlte Temperatur“ beschreibt das Temperaturempfinden eines Menschen. Dieses stimmt häufig nicht mit der gemessenen Lufttemperatur überein, da das Empfinden neben der Lufttemperatur auch von den meteorologischen Größen Luftfeuchte, Wind und Strahlung sowie dem menschlichen Verhalten (insbesondere der Aktivität und Bekleidung) bestimmt wird. Damit der Organismus weder auskühlt, noch aufheizt, müssen sich Wärmegewinn und Wärmeabgabe die Waage halten. Die damit verbundene Anpassungsleistung ist ein Maß für die Beanspruchung des Organismus unter den gegebenen thermischen Bedingungen. Beim DWD wird das Klima-Michel-Modell (VDI, 1998) angewendet. Das Klima-Michel-Modell liefert eine Aussage über das durchschnittliche subjektive Empfinden des Menschen (Behaglichkeit, Wärmebelastung, Kältestress). Das thermische Empfinden wird somit berechnet als eine Funktion aus den meteorologischen Variablen Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, Wasserdampfdruck, mittlere Strahlungstemperatur (berücksichtigt sämtliche Strahlungsflüsse auf den Menschen) und der metabolischen Rate sowie der Wärmeisolation der Bekleidung (vgl.https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesthermisch/gefuehltetemp.html). 
Abbildung 20: Gefühlte 
Temperatur 
nach dem Klima-Michel-
Modell

27 
 
6.3 Zielgruppenübergreifende Information und externe Kommunikation 
Die Sensibilisierung der Bevölkerung über die Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit sowie 
das Wissen über geeignete 
Schutzmaßnahmen durch 
Information und Kommunikation 
sind essentiell für die Umsetzung 
von Hitzeaktionsplänen. Wichtig 
ist, dass sowohl Informationen zur 
Vorbereitung auf Hitzeereignisse 
als auch für den akuten Fall, zum 
Beispiel während einer Hitzewelle, 
bereitstehen.  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
nutzt zur zielgruppengeeigneten 
Information während des Sommers 
und in Akutphasen u.a. die direkte interne und externe Ansprache über die zuvor aufgeführte 
Kommunikationskette. Darüber hinaus 
werden die stadteigene Webseite und eine 
eigens für Klimathemen eingerichtete 
„Klima-Tipps“ Webseite (siehe Abbildung 
21), Hitzeflyer sowie Informationskanäle 
mittels Pressemitteilungen und Lokal-
zeitungen genutzt. Der öffentliche 
Hitzeaktionsplan dient ebenfalls zur 
Kommunikation während des Sommers, in 
Akutphasen und als Langfristinformation.  
 
Darüber hinaus finden weitere Aktionen 
statt um die Bürgerschaft für das Thema 
„Hitzevorsorge“ zu sensibilisieren und zu 
mobilisieren, siehe Beispiel: Mobiles 
Grünes Zimmer (Abb. 22). Das mobile 
grüne Zimmer soll die Bürgerschaft über die positiven Effekte 
von Begrünung, insbesondere Fassadenbegrünung, 
informieren. Begrünte Fassaden tragen zum Temperaturausgleich bei, indem sie durch 
Verdunstung Kühlung bereitstellen. Darüber hinaus wirken sie sich positiv auf die Biodiversität 
aus, binden Luftschadstoffe und Feinstaub und schützen die Fassade vor negativen Wetter- und 
Witterungseinflüssen.    
 
In den Sommermonaten werden Stadtklimarundgänge angeboten. Diese geben zum einen 
Aufschluss zu den Aktivitäten der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Kontext der Anpassung an 
die Klimaerhitzung, zum anderen werden hilfreiche Tipps bereitgestellt, wie sich Bürgerinnen 
und Bürger ein hitzeresistentes Eigenheim und 
Wohnumfeld schaffen können. Mithilfe einer 
Thermalkamera messen die Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer Oberflächentemperaturen (Abb. 23) 
und erkunden so Hitze-Hot-Spots und Kühlräume 
im Stadtgebiet.  
 
Zudem stellt die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Informationsflyer und Broschüren rund um das 
Thema „Klimaanpassung, Hitzevorsorge und 
klimaangepasstes Bauen und Gärtnern“ bereit und 
bietet Exkursionen zu Klima- und Umweltthemen 
an (siehe folgende exemplarische Auswahl, Abb. 
24). 
  
Abbildung 21: Webseite „Klimatipps“, siehe: https://klima.darmstadt.de 
Abbildung 22: Mobiles grünes Zimmer 
Abbildung 23: Thermalaufnahme einer kühlenden 
Grüninsel

28 
 
      
Abbildung 24: Informationsbroschüren zu Umwelt- und Klimathemen 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht darüber hinaus frei zugängliche Temperatur- 
bzw. Hitzekarten, welche hochauflösend (10 x 10 m) aktuelle Temperaturverteilungen im 
Stadtgebiet aufzeigen (siehe Abb. 25). Sie ermöglichen zudem einen Rückblick der letzten 
drei Tage und eine Vorhersage der Lufttemperatur für die kommenden sieben Tage. Hierdurch 
können sich Bürgerinnen und Bürger über Hitzeverteilungen im Stadtgebiet informieren. Dies 
kann bspw. dazu dienen, besonders von Hitze betroffene Stadtgebiete während Hitzephasen zu 
meiden bzw. kühle Standorte für mögliche Außenaufenthalte zu lokalisieren oder kühle Wege 
ausfindig zu machen. 
 
 
 Abbildung 25: Frei zugängliche Webanwendung „Hitzekarte für Darmstadt“, siehe: 
https://www.meteoblue.com/de/products/cityclimate/heatmaps/darmstadt?iframe=tr
ue (Zugriff: 24.04.2024)

29 
 
6.3.1 Verhaltenstipps für die Allgemeinbevölkerung während Hitzephasen 
Es sollten laut Deutschem Wetterdienst grundsätzlich folgende 3 Grundregeln beachtet werden: 
1. Vermeidung von Hitze! 
 
 Gehen Sie nicht in die direkte Sonne! 
 Gehen Sie nicht in der heißen Zeit nach draußen!                                 
 Verschieben Sie körperliche Aktivität im Freien auf die                   
frühen Morgenstunden! 
 Suchen Sie kühle Orte auf (z.B. Schwimmbäder)!  
 
2. Halten Sie Ihre Wohnung kühl! 
 Lüften Sie nur dann, wenn es draußen kühler ist als innen! 
 Verhindern Sie tagsüber direkte Sonneneinstrahlung (z.B. durch 
außenliegenden Sonnenschutz)! 
 
3. Halten Sie Ihren Körper kühl und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeits- und 
Elektrolytzufuhr! 
 Tragen Sie luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung! 
 Nehmen Sie eine kühle Dusche!  
 Trinken Sie ausreichend und regelmäßig!  
 
 
 
 
 
 
Weiterführende Gesundheits- und Verhaltenstipps: 
 
 
 
 
 
 Gesundheitsamt: 
https://www.gesundheitsam
t-dadi.de/umwelt-
hygiene/hitzeempfehlung 
(Zugriff: 15.05.2024) 
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und 
Katastrophenhilfe: 
https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloa
ds/DE/Mediathek/Publikationen/Flyer/flyer_hitz
e-vorsorge-und-
selbsthilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=8 
(Zugriff: 15.05.2024) 
Umweltbundesamt „Der 
Hitzeknigge“ 
https://www.umweltbundesamt.d
e/en/publikationen/hitzeknigge 
(Zugriff: 15.05.2024) 
Tipp zur kühlen Dusche: Die Wassertemperatur sollte zunächst auf lauwarm eingestellt werden und dann Schritt für Schritt auf kühlere Temperaturen herunter reguliert werden.

30 
 
6.3.2. Weitere angedachte Maßnahmen  
Über die bereits durchgeführten Maßnahmen hinaus sollen im Zuge der Hitzevorsorge weitere 
Maßnahmen durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt in die Umsetzung gebracht werden. Hierzu 
zählen als angedachte Maßnahmen beispielhaft:    
 
 Bereitstellung und Verteilung von zielgruppenspezifischem Informationsmaterial für 
Personen der Risikogruppen, deren Pflegende und Angehörige in Form von Flyern (u.a. 
Hitzeflyer, „Hitzeknigge“), Postern und Broschüren 
 Entwicklung eines „Kühlen Stadtrundgangs“ 
 Gezielte Präventionsarbeit zur Sensibilisierung der Stadtgesellschaft zum Thema Hitze 
und den gesundheitlichen Auswirkungen 
 Umsetzung von stadtteilspezifischen Informationsveranstaltungen im Kontext der 
Klimaanpassung 
 Weiterführung & Weiterentwicklung der Angebote zur Versorgung hitzevulnerabler 
Personengruppen in Zeiten großer Hitze 
 Organisation von Erste-Hilfe-Schulungen zur Hitze 
 Erreichung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen für einen „inklusiven 
Bevölkerungsschutz“ 
 Gestaltung eines jährlichen Hitzeaktionstages 
 Austausch & Vernetzung mit Migrant*innenselbstorganisationen zur Ausrichtung von 
Aufklärungsveranstaltungen, Nutzung der Organisationen als Multiplikator und Vermittler 
von Hitzethemen sowie die Einbindung von Sozialen Diensten in den 
Gemeinschaftsunterkünften 
 Intensivierung des Austausches mit städtisch geleiteten Gremien (u.a. Arbeitskreis 
Migration und Soziale Arbeit (AK MiSo), Arbeitskreis Migration und Gesundheit (AK 
MiGe)) 
 
 
 
6.4 Reduzierung von Hitze in Innenräumen 
 
Zielgruppen der Maßnahme sind maßgeblich Personen, die Räumlichkeiten planen, verwalten 
oder nutzen, beispielsweise Eigentümerinnen und Eigentümer, Vermieterinnen und Vermieter, 
Mieterinnen und Mieter, Bauträgerinnen und Bauträger, Trägerinnen und Träger öffentlicher 
Einrichtungen oder Firmen sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. 
 
An Arbeitsplätzen, an denen Beschäftigte tätig sind, hat der zuständige Arbeitgeber oder die 
zuständige Arbeitgeberin im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung alle für die Gefährdung der 
Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten relevanten Faktoren an den betreffenden 
Arbeitsstätten zu analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor 
Gefährdungen an der Arbeitsstätte zu veranlassen. Das betrifft auch Gefährdungen durch 
natürliche (und künstliche) Klimafaktoren wie eine erhöhte Raumtemperatur aufgrund 
klimatischer Hitzeentwicklungen. Bei der Auswahl, Umsetzung und Überprüfung geeigneter 
Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten hat der Arbeitgeber die bestehenden rechtlichen 
Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und 
deren Technisches Regelwerk, insbesondere die ASR A3.5 „Raumtemperatur“, zu beachten 
[Hessisches Ministerium für Soziales und Integration 2023].

31 
 
Die Landesenergieagentur (LEA) 
informiert mit einem Leitfaden 
zum sommerlichen Wärme-
schutz in Unternehmen, 
kommunalen Verwaltungen und 
öffentlichen Einrichtungen zum 
Schutz von Angestellten, siehe:  
 
Weblink: https://redaktion.hessen-
agentur.de/publication/2023/3975_Som
merlicher-Wrmeschutz-Broschre_neu.pdf 
(Zugriff: 15.05.2024)  
 
 
 
Vergleichbare Maßnahmen werden außerdem basierend auf dem 
Arbeitsschutzgesetz in sozialen und öffentlichen Einrichtungen 
getroffen. Dazu zählen Einrichtungen des Gesundheits-, Erziehungs- 
und Bildungswesens sowie Wohneinrichtungen und soziale 
Anlaufstellen.  
 
Kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Reduzierung von Hitze in 
Innenräumen haben zum Ziel, die Innenraumtemperatur während 
hoher Temperaturen im Außenbereich auf einem für die Gesundheit 
erträglichen und somit unschädlichen Niveau zu halten. Kurzfristige 
Maßnahmen beinhalten Empfehlungen zum Verhalten sowie einfache 
technische Möglichkeiten, beispielsweise das Verdunkeln der 
Räumlichkeiten mit Jalousien, das Aufsuchen kühler Räumlichkeiten in der Wohnung oder das 
Lüftungsverhalten. Maßnahmen wie die Schaffung eines grünen Wohnumfeldes, 
Gebäudebegrünung oder die Installation von Wand- und Dachisolierungen und außenliegendem 
Sonnenschutz sind gebäudebezogen und zählen zu den perspektivisch mittel- und langfristig 
ausgelegten Maßnahmen [Hessisches Ministerium für Soziales und Integration 2023].  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bietet im Kontext von 
Entsiegelungen und Gebäudebegrünungen ein kostenfreies, 
webbasiertes Gründach- und Entsiegelungskataster an. Hierin können 
sich Bürgerinnen und Bürger ganz einfach per Mausklick informieren, 
wo sich Potentiale zur Entsiegelung und Dachbegrünung auf dem 
eigenen Grundstück oder Gebäude befinden.  
 
Abbildung 26: Frei zugängliche Webanwendung „Gründach- und 
Entsiegelungskataster“ 
 
 
 
 
 
Weblink:   
https://www.gpm-webgis-
13.de/geoapp/kataster/darmstadt  
(Zugriff: 15.05.2024) 
 
Die Darmstädter Broschüre „Klima- und naturbewusstes Planen und Bauen“ fasst darüber 
hinaus wertvolle Tipps u.a. zum sommerlichen Wärmeschutz, Dämmmöglichkeiten der Fassade, 
Dach und Keller sowie zum klimaangepassten Bauen unter Berücksichtigung von Wohnumfeld- 
und Gebäudebegrünungen, Wohnungslüftungssystemen und aktive Kühlung bspw. mittels 
Wärmepumpe zusammen (siehe Abbildung 27).

32 
 
 
 
  
Weblink: https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-
Rubriken/Broschuere_nachhaltigesPlanen_Bauen.pdf 
(Zugriff: 15.05.2024) 
 
Abbildung 27: Broschüre „Klima- und naturbewusstes Planen und Bauen“ (2023) 
Bei allen Maßnahmen spielt auch die 
Energieeffizienz eine Rolle. Energieeffizient gebaute 
oder modernisierte Gebäude senken nicht nur den 
Heizenergiebedarf, sondern sorgen auch für 
behaglichere Temperaturen und weniger 
Kühlbedarf. Da Wärmeschutz im Winter auch 
Hitzeschutz im Sommer ist. 
 
Hierzu bietet die Wissenschaftsstadt Darmstadt den 
sog. „Modernisierungskonvoi“ an. Dieser ist eine 
kostenlose Initialberatung für Eigentümer*innen von 
Wohngebäuden und eine zentrale Maßnahme im 
Bereich des Klimaschutzes der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. Ausgangspunkt ist eine Ortsbegehung 
der Immobilie durch fachkundige, zertifizierte 
Energieeffizienz-Expert*innen. Nach einer 
Bestandsaufnahme des Gebäudes hinsichtlich des 
Energieverbrauchs, der Heiztechnik, des 
Sanierungszustands und weiterer Aspekte 
erarbeiten die Energieberater*innen kostenlos 
Empfehlungen beispielsweise zu zielführenden 
Sanierungsmaßnahmen, Heizungstausch oder 
passenden Förderprogrammen. Außerdem 
bekommen teilnehmende Eigentümer*innen seit 
diesem Jahr zusätzlich Informationen zu nachwachsenden Baustoffen, Solarenergienutzung oder 
Begrünungsmaßnahmen. Alle anfallenden Kosten dieser Initialberatung übernimmt die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
 
 
6.5 Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme unter besonderer 
Berücksichtigung von Risikogruppen 
 
Die Beachtung besonders durch Hitze gefährdeter Menschen und ihrer spezifischen Belange ist 
im Rahmen des Darmstädter Hitzeaktionsplans besonders essentiell. Bei diesen sogenannten 
vulnerablen Gruppen sind die Gesundheitsrisiken durch Hitze deutlich höher als beim Rest der 
Bevölkerung, z.B. durch schon bestehende Gesundheitsprobleme oder stärkere Exposition, 
Modernisierungskonvoi:  
   
 Weblink: https://effizienz-klasse.de/Kommunen/Modernisierungskonvoi (Zugriff: 15.05.2024)

33 
 
beispielsweise aufgrund von Arbeitszeiten im Freien oder bei Obdachlosen. Auch ist für diese 
Personen das Risiko, im Zusammenhang mit Hitze zu sterben, höher. Oft kommt eine besondere 
Hilfsbedürftigkeit hinzu, da sich die Angehörigen mancher vulnerablen Gruppen selbst nicht so 
gut bzw. teilweise sogar gar nicht selbstständig vor Hitze schützen können (z. B. Säuglinge und 
kleine Kinder, bettlägerige oder schwer kranke Menschen, Menschen mit körperlicher oder 
geistiger Behinderung, suchtkranke Menschen etc.). Sie sind in Zeiten extremer Hitze auf die 
qualifizierte Hilfe anderer angewiesen [Pfalzgraf et al. 2022]. Der Handlungsbedarf ist mit Blick 
auf diese vulnerablen Personengruppen besonders hoch. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
sowie ihre verantwortlichen Stellen, Akteurinnen und Akteure haben hier eine besondere 
Verantwortung bzgl. Sensibilisierung bzw. Ausbildung und – falls erforderlich – auch Ausstattung. 
Mit dem Wissen über die Gegebenheiten und Strukturen vor Ort können bedarfsgerechte 
Maßnahmen ergriffen werden, um besonders gefährdete Menschen bestmöglich zu erreichen, zu 
sensibilisieren und zu schützen.  
 
Besonders gefährdete Menschen:  
 Ältere Menschen  
 pflege- und betreuungsbedürftige Menschen  
 Menschen mit Behinderungen (insbesondere Menschen mit Lernbehinderungen oder 
geistigen Behinderungen, gehörlose Menschen sowie Menschen mit hohem 
Unterstützungsbedarf)  
 Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen (physisch/psychisch)  
 Menschen mit akuten Gesundheitsproblemen  
 Menschen mit bestimmter Medikation  
 Sozioökonomisch benachteiligte Menschen 
 Schwangere, Ungeborene, Säuglinge  
 Jüngere Menschen und Kleinkinder  
 obdachlose Menschen und Menschen in prekären Wohnverhältnissen  
 Menschen in Berufen mit erhöhter Exposition  
 Menschen mit Sport- und Freizeitaktivitäten in erhöhter Exposition [Hessisches Ministerium 
für Soziales und Integration 2023] 
 
Die Bildung und Nutzung von Netzwerken behördlicher sowie nicht-behördlicher Akteurinnen und 
Akteuren vor Ort ist dabei essentiell. Zur Erarbeitung zielgruppenspezifischer Empfehlungen und 
Handlungsansätze können in Darmstadt bestehende Arbeitsstrukturen genutzt werden (bspw. 
Fachkonferenz Wohnungslosenhilfe, Fachkonferenz Altenhilfe, Arbeitsgruppe inklusives 
Darmstadt (AiDA)). Es handelt sich hierbei um kooperative Fachgremien in denen Verwaltung, 
freie Träger und Selbstvertretungen regelhaft mitwirken. 
 
6.5.1 Ältere Menschen  
 
Ebenso vor dem Hintergrund unserer immer älter 
werdenden Gesellschaft ist es wichtig, die zunehmende 
Anzahl der aufgrund des Alters durch Hitze gefährdete 
Menschen zu beachten. Ältere Menschen sind die 
Personengruppe, die die höchsten Gesundheitsrisiken 
durch Hitze aufweist. Nach wissenschaftlichen Studien 
zählen zu dieser vulnerablen Gruppe Personen ab dem 
65. Lebensjahr. Die Risiken steigen dann noch einmal 
deutlich für Menschen ab 75 bzw. 80 Jahren 
(„Hochaltrige“). Ihr Anteil an den Menschen, die an 
Hitzefolgen sterben, ist hoch. Bei älteren Menschen setzt die natürliche Regulierung der 
Körpertemperatur oft zu spät und zu gering ein, was die Wärmeabgabe erschwert. Mit 
zunehmendem Alter nimmt häufig das Durstgefühl ab, wodurch auch ein bereits vorhandener 
Flüssigkeitsmangel schwerer regeneriert wird. Risiken für eine Schwächung der Leistungen des 
Herz-Kreislauf-Systems sind erhöht. Da ältere Menschen oft mehrere Risikofaktoren aufweisen 
(z. B. Vorerkrankung der Atemwege, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes oder

34 
 
Übergewicht) (BMG 2019) gehören sie relativ häufig mehreren vulnerablen Gruppen an, was ihr 
Risiko vervielfacht [Pfalzgraf et al. 2022].  
 
Ältere bzw. isoliert lebende Menschen sind oft in ihrer Mobilität eingeschränkt, empfinden 
weniger Durst, registrieren negative Folgen von Hitze nicht immer und fühlen sich oft gar nicht 
von der Hitze betroffen. Hitze kann bei älteren Menschen zu erheblichen gesundheitlichen 
Problemen führen (u.a. Hitzeerschöpfung, Hitzschlag). 
 
Zudem stellt sich hier häufig die Frage der Erreichbarkeit, denn insbesondere alleinlebende 
ältere Menschen sind nicht immer an das soziale Netzwerk und/oder in Hilfesysteme (z.B. 
Nachbarschaften, Pflegedienste) eingebunden. Auch eine Wohnung im Dachgeschoss oder eine 
Wohnung mit Südlage, die nur schlecht schattiert werden kann, kann für ältere Menschen bei 
extremer Hitze ein Nachteil sein. Zudem können gesundheitliche Vorbelastungen, wie 
Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems, Diabetes und Übergewicht ein 
zusätzliches Risiko darstellen.  
In vielen Fällen kann der Hitzebelastung bei älteren Menschen durch spezifische Maßnahmen 
entgegengewirkt werden. Hierzu eine beispielhafte Auflistung: 
 
 Zunahme der Trinkmenge (Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen)  
 Anpassung der Ernährung: Zuführung leichter Kost, wie Obst und Gemüse; Vermeidung 
von Fett und Fleisch in großen Mengen 
 Abkühlung des Körpers (Duschen, Arm-/Fuß-Bäder etc.)  
 Abkühlung der Wohnung (schattieren, nächtliches lüften, Aufhängen feuchter Tücher, 
Ventilatoren etc.)  
 Anpassung der Kleidung (leichte und luftige Kleidung, Tragen einer Kopfbedeckung) 
 Anpassung des Verhaltens (Verlegung der Aktivitäten, z.B. Spazierengehen, Einkäufe 
etc. in die frühen Morgen- und Abendstunden, Vermeidung großer Anstrengung) 
 Vermeidung besonders heißer Orte (z. B. Asphalt- oder Betonflächen mit direkter 
Sonneneinstrahlung) 
 Anpassung der Medikation (z.B. Blutdruckmedikamente) 
 Frühjahrs-Check-Up 
 Organisation eines Netzwerkes von Helfern (Verwandte, Freunde, Nachbarn etc.) und die 
Koordination durch den Hausarzt 
 
Zur niederschwelligen 
Aufzeigung möglicher 
Maßnahmen für ältere bzw. 
isoliert und alleinlebende 
Menschen sowie pflege- und 
betreuungsbedürftige 
Menschen höheren Alters hat 
das Robert-Bosch-Krankenhaus 
in Stuttgart den Hitzeflyer „Alter 
+ Hitze, Tipps für ältere 
Menschen“ herausgebracht, 
welcher u.a. auch über das 
Bundesgesundheitsministerium 
bereitgestellt wird. Die in leicht 
verständlicher Sprache 
geschriebene Broschüre gibt 
zahlreiche Verhaltenstipps für 
Phasen mit extremer Hitze. 
 
 
  
Weblink: 
https://www.bundesgesundheitsministerium.de 
/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention 
/Broschueren/Alter_und_Hitze_RBK_BMG.pdf 
 
Im Zuge der Hitzevorsorge soll die hitzevulnerable Gruppierung „ältere Menschen“ besondere 
Aufmerksamkeit erfahren. Dem Thema Hitze wird sich daher in Fachgremien wie der 
Fachkonferenz Altenhilfe angenommen und ggf. Maßnahmen zur Hitzeschutzprävention für 
Senior*innen abgeleitet.

35 
 
6.5.2 Pflege- und betreuungsbedürftige Menschen in Pflegeeinrichtungen 
Ein besonderer Fokus der Hitzevorsorge liegt auf pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen 
in Pflegeeinrichtungen. In Darmstadt gibt es aktuell 17 Pflegeeinrichtungen Alterspflege, 13 
vollstationäre Einrichtungen und 4 teilstationäre Einrichtungen. Einrichtungen und Dienste in 
Altenhilfe und Pflege nutzen vielfach heute bereits die von Seiten des Regierungspräsidiums 
Gießen veröffentlichten „Handlungsempfehlungen für Pflegeheime der Betreuungs- und 
Pflegeaufsicht“ (siehe weiterführende Literatur). 
 
Weiterführende Literatur: 
Handlungsempfehlungen für Pflegeheime der 
Betreuungs- und Pflegeaufsicht Hessen 
Weblink:  
https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-
giessen.hessen.de/files/2022-
04/broschuere_handlungsempfehlungen_hitzeperioden_bf.pdf 
 
 
Wissenschaftliche Handreichung des LMU 
Klinikums München mit einem speziell auf 
stationäre Pflegeeinrichtungen zugeschnittenen 
Maßnahmenplan 
 
Weblink:  
https://www.klinikum.uni-muenchen.de/Bildungsmodule-
Aerzte/download/de/Klima3/Massnahmenplan/neu/LMU_Klinik
um-Hitzemassnahmenplan_ONLINE.pdf 
 
 
 
6.5.3 Menschen mit Behinderungen  
Die Risiken für Menschen mit Behinderungen sind sehr 
unterschiedlich und können mit Faktoren aus anderen 
Risikogruppen zusammenfallen. Die folgende Übersicht fasst 
die zentralen Risiken in kurzer Form zusammen. Ausführliche 
Gefährdungen und Anpassungen sollten der Fachliteratur 
entnommen werden. 
 
 Für Menschen mit Sehbehinderung und/oder 
Hörbehinderung besteht sofern sie nicht gesundheitlich 
vorbelastet sind – kein erhöhtes Risiko durch Hitze. Um 
sich über allgemeine Hitzefolgen und Hitzeschutz 
informieren zu können, braucht es jedoch mehr 
Informationen in Brailleschrift, Audioformaten und Gebärdensprache. 
 
 Menschen mit körperlichen Behinderungen tragen potentiell ein erhöhtes Risiko durch 
mangelnde Barrierefreiheit. Sie benötigen vor allem einen barrierefreien Zugang zu 
öffentlichen Räumen, die Abkühlung verschaffen, sowie zu Trinkwasserbrunnen und 
öffentlichen Toiletten. Das individuelle Risiko hängt vom Grad der Mobilität ab. Durch die 
stärkere Reizung der Haut durch Hilfsmittel bei Hitze besteht ein erhöhtes Risiko für 
Infektionen und Druckstellen. Hilfsmittel wie Rollstühle, Korsetts oder Prothesen müssen 
unter Umständen angepasst werden, um Druckstellen bei vermehrtem Schwitzen und/oder 
Verbrennungen durch aufgeheizte Materialien zu vermeiden. 
 
 Menschen mit kognitiver Behinderung sind sich mitunter der Gefahren durch Sonne und 
Hitze nicht bewusst und können Schutzmaßnahmen nicht eigenständig umsetzen. Zudem 
können sprachliche und räumliche Barrieren ein Risiko darstellen. Für Menschen mit

36 
 
kognitiven Einschränkungen sollen im Zuge der Hitzevorsorge Informationen zu Hitzefolgen 
und Hitzeschutz in Leichter Sprache aufbereitet werden. Fachkräften und Angehörigen, die 
Menschen mit kognitiven Einschränkungen unterstützen oder betreuen, kommt eine 
tragende Rolle beim Hitzeschutz zu. Sie müssen mit den gängigen Hitzeschutzmaßnahmen 
vertraut sein, um einen effektiven Schutz der Betroffenen sicherstellen zu können und 
müssen die Tagesabläufe entsprechend anpassen. Hierfür ist eine verstärkte Öffentlichkeits-
arbeit und die Bereitstellung von Informationsangeboten notwendig.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.5.4 (Chronisch) Kranke Menschen 
Akut kranke Menschen und Menschen mit chronischen (Vor-)Erkrankungen sind bei Hitze 
besonders gefährdet. Chronische Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Lungenkrankheiten, 
Krebsbehandlungen, Übergewicht, Diabetes und Unterernährung, Alzheimer und Demenz sowie 
Allergien etc. verstärken die Hitzevulnerabilität. Wer krank ist, ist tendenziell geschwächt und 
daher anfälliger gegenüber Extremtemperaturen. Der Gesundheitszustand von Menschen mit 
bestehenden Vorerkrankungen (wie Stoffwechsel- oder kardiovaskulären Erkrankungen) kann 
sich bei Hitze verschlechtern. Das Risiko für Herzinfarkte steigt. Auch z.B. 
Atemwegserkrankungen können durch Hitze verschlimmert werden. Bei der Einnahme von 
Medikamenten können bei Hitze Neben- und Wechselwirkungen der Wirkstoffe (Multimedikation) 
ausgelöst werden. Einige Medikamente können die zentrale Temperaturregulierung verändern, 
wichtige körperliche Anpassungsmaßnahmen verhindern oder Schläfrigkeit hervorrufen. 
Blutdruck und die Nierenfunktion kann sich durch die Einnahme von Medikamenten (wie z. B. 
bei Mitteln gegen Parkinson, Antidepressiva, Betablocker sowie Antiepileptika) bei Hitze 
verändern [WHO 2019, DEGAM 2020, Haefeli/Czock 2020]. Neben den kranken Menschen selbst 
fokussiert sich die Sensibilisierung dieser vulnerablen Gruppe auf die Ärzteschaft, Apotheken 
und weiteres medizinisches Personal und Selbsthilfegruppen. 
 
  Gesundheitshinweise Weltgesundheitsorganisation:  
 
Weblink: 
https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/341625/WHO-
EURO-2021-2510-42266-58732-ger.pdf (Zugriff: 15.05.2024) 
 
 
Handlungsempfehlungen der Deutschen 
Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familien-
medizin (DEGAM):  
 
Weblink: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/053-
052 (Zugriff: 15.05.2024) 
 
Inklusiver Hitzeschutz: 
Mehr Informationen zu Hitzeschutz in Einrichtungen der 
Behindertenhilfe, Krankenhäusern und Werkstätten für Menschen 
mit Behinderungen können auf der Seite des Beauftragten der 
Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen 
eingesehen werden. 
 
Weblink: 
https://www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/DerBeauftragteAktuell/DE/AS/
2022/20220802_Hitzeschutz_Inklusiv.html (Zugriff: 15.05.2024)

37 
 
6.5.5 Soziökonomisch benachteiligte Menschen 
Die Belastungsfaktoren sind gesellschaftlich ungleich verteilt. So leiden zum Beispiel 
sozioökonomisch benachteiligte Menschen deutlich häufiger an chronischen Erkrankungen und 
sind dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt, durch Hitze weitere gesundheitliche Schäden zu 
erleiden. Gleichzeitig leben sie oft in ungünstigen Verhältnissen, zum Beispiel in schlecht 
isolierten Wohnungen oder an vielbefahrenen Straßen, und verfügen über weniger Ressourcen, 
um mit der Belastung umzugehen (zum Beispiel mangelnde finanzielle Mittel für energetische 
Sanierung). Hitze kann gesundheitliche Ungleichheit weiter erhöhen, weshalb die Verbesserung 
gesundheitlicher Chancengleichheit als Querschnittsaufgabe einen zentralen Bestandteil des 
Darmstädter Hitzeaktionsplans einnimmt. 
 
6.5.6 Schwangere, Ungeborene, Säuglinge 
Diese vulnerable Gruppe umfasst Schwangere, die ungeborenen Babys, des Weiteren die Mütter 
im Wochenbett (6-8 Wochen nach Geburt) sowie Säuglinge (1. Lebenstag bis 1. Geburtstag). 
Schwangere können bei Hitze stark belastet sein, da ihre Fähigkeit zur 
Körpertemperaturregulation beeinträchtigt ist [Kuehn & McCormick 2017]. Auch ist die Haut von 
Schwangeren aufgrund der Hormonumstellung gegenüber der Sonneneinstrahlung besonders 
empfindlich. Schließlich kann sich Hitze negativ auf die mentale Gesundheit von Schwangeren 
und Müttern nach der Geburt auswirken (depressive Stimmung, Antriebslosigkeit). Das birgt die 
Gefahr der fehlenden Bewegung und der sozialen Isolation. Das zunehmende Gewicht des Fötus 
sowie Begleiterscheinungen der Schwangerschaft (wie Kreislaufprobleme, Schlafstörungen) 
können zu einer erhöhten Vulnerabilität führen und sind eng mit dem Wohlergehen des 
Ungeborenen gekoppelt. Außerdem können erhöhte Temperaturen zu 
Schwangerschaftskomplikationen führen. Bekannt sind inzwischen Zusammenhänge von 
Hitzeperioden und Früh-, Totgeburten und geringem Geburtsgewicht [Samuels u.a. 2022]. 
Frühgeburten gehen mit vielen akuten und langfristigen Risiken für die Kinder einher. Liegen bei 
der Schwangeren zusätzliche Risikofaktoren (wie Übergewicht, Bluthochdruck) vor, ergibt sich 
daraus ein zusätzliches Risiko. Stillende Mütter müssen an heißen Tagen auf ausreichend 
Flüssigkeitszufuhr achten. Eine starke Überwärmung des Kopfes durch direkte 
Sonnenbestrahlung kann zu Sonnenstich (damit: Reizung der empfindlichen Hirnhäute unter der 
Schädeldecke) führen. Säuglinge sind wegen ihrer geringen Kopfbehaarung, der dünnen 
Schädeldecke und der Knochenlücken am Schädel (offene Fontanelle) besonders gefährdet. 
Akteurinnen und Akteure, die mit Schwangeren, Ungeborenen und Säuglingen arbeiten sind z. 
B.: Hebammen, Geburtshäuser, Geburtskliniken, Gynäkolog*innen und Kinderärzt*innen 
[Pfalzgraf et al. 2022]. Ziel des Hitzeaktionsplans ist es, diese Akteurinnen und Akteure für das 
Thema zu sensibilisieren. Hierzu zählen neben den genannten Personengruppen auch die Mütter 
selbst.  
 
 
Die Mütterberatung hat auf ihrer 
Webseite Verhaltenstipps für 
Schwangere im Sommer während 
Hitzephasen aufgeführt, siehe:  
 
Weblink: 
https://www.muetterberatung.de/schwanger-
im-sommer-tipps-wohlfuehlen-auch-bei-hitze 
(Zugriff: 15.05.2024)

38 
 
6.5.7 Kleinkinder, Kinder, Schulkinder 
Kinder und insbesondere Kleinkinder gehören zu den vulnerablen 
Personengruppen bei Hitze. Die Fähigkeit zu Schwitzen ist bei 
Kindern bis zur Pubertät geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen 
(WAGNER 2015). Aufgrund dieser eigeschränkten Fähigkeit der 
Wärmeregulation steigt die eigene Körpertemperatur bei steigenden 
Umgebungstemperaturen an (BZgA 2022b). Gleichzeitig ist das Herz-
Kreislauf-System bei Kindern noch in der Entwicklung. In Folge 
leiden Kleinkinder häufiger unter Hitzebeschwerden. Dazu gehören 
beispielsweise Sonnenstich, Fieber oder Symptome der 
Hitzeerschöpfung (BZgA 2022b). Bei Kleinkindern besteht zudem eine 
höhere Gefahr für Dehydrierung und Durchfall bei Hitze (WHO 
2019). Außerdem ist die Haut von Kindern noch sehr dünn und 
daher besonders empfindlich gegenüber der UV-Strahlung (BZgA 
2022b). Zudem sind Kinder abhängig von der Fürsorge ihrer 
Betreuungspersonen. Wenn die Verantwortlichen nicht über Hitzeschutzmaßnahmen informiert 
sind, stellt dies eine weitere Gefahr dar [Metens & Hob-Corzilius 2020]. Kinder und Jugendliche 
können darüber hinaus nicht so selbstbestimmt wie 
Erwachsene ihren Tagesablauf gestalten. Darüber 
hinaus können ggf. in Bildungseinrichtungen und Kitas 
sehr viele Personen im Innenraum zusammenkommen. 
Dies bedeutet ein besonderes Problem des 
Hitzemanagements in diesen Einrichtungen. Kinder 
und Jugendliche mit Vorerkrankungen und 
Übergewicht sind zudem besonderes anfällig für 
hitzebedingte Erkrankungen. Akteurinnen und Akteure, 
welche in ihrem Umfeld mit Kindern arbeiten sind, 
neben den Eltern selbst: Schulen, Kitas, Pädagogische 
Fachkräfte, Sport- und Freizeitvereine sowie 
Sozialarbeiter*innen. 
 
Neben Schulen (43 öffentliche Schulen, 11 
Privatschulen) und Angeboten der offenen Kinder- und 
Jugendarbeit sowie Kinder, welche sich in 
Heimerziehung befinden, verfügt Darmstadt über 139 
Kinderbetreuungseinrichtungen in freier, 
konfessioneller und öffentlicher Trägerschaft für Kinder 
im Bereich U3, Ü3 und Hort. Diese werden vor 
anstehenden Hitzewellen von der zuständigen Stelle 
des Jugendamts und des Schulamts informiert. Die 
Information der Kinderbetreuungseinrichtungen liegt in 
der Trägerverantwortung und bildet einen Teil der 
Gefährdungsbeurteilung. Für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als Träger ist das Qualitätsmanagement in 
Kitas für die Kommunikation und Sensibilisierung für 
Maßnahmen bei Hitzewarnungen zuständig. Dazu hat 
unter anderen die Abteilung Kinderbetreuung des 
Jugendamtes einen Flyer für Kitas entwickelt, der bei 
akuten Hitzewarnungen an die städtischen 
Kindertagesstätten ausgehändigt wird (siehe Abb. 28).  
 
Im Folgenden wird weiterführende Literatur zu 
hitzevorsorgenden Maßnahmen in Kitas und Schulen 
aufgeführt. Die aufgeführten Tipps eignen sich generell 
auch für die Sensibilisierung von Eltern und 
Erziehungsberechtigten.  
 
 
Abbildung 28: Hitzeflyer für Kitas der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt

39 
 
 
 
 
 
 
 
 Bundeszentrale für 
gesundheitliche Aufklärung: 
Tipps für Kitas und Schulen 
mit Erklärvideos, Flyern, 
Broschüren, Infografiken, 
Sharepics und 
Unterrichtsmaterialien: 
 
Weblink: 
https://www.klima-mensch-
gesundheit.de/hitzeschutz/kit
as-und-schulen (Zugriff: 
15.05.2024) 
Bundesamt für Strahlenschutz: 
Sonnenschutz für Kinder in 
Kindergarten und Grundschule: 
 
Weblink: 
https://www.bfs.de/SharedDoc
s/Downloads/BfS/DE/broschu
eren/unterricht-uv/brosch-
eltern-gs-
online.pdf?__blob=publicationFi
le&v=13 (Zugriff: 15.05.2024) 
 
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V: 
Handlungsempfehlungen für 
KITAs zum Umgang mit 
Hitzewellen: 
 
Weblink: 
https://www.uni-
potsdam.de/fileadmin/project
s/extrass/Kita_Hitze.pdf 
(Zugriff: 15.05.2024) 
 
 
6.5.8 Obdachlose Menschen / Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen  
Wer über keinen Wohnraum verfügt 
(Wohnungslosigkeit) oder im öffentlichen Raum („auf 
der Straße“) leben und übernachten muss, ist auch 
während Hitzeperioden besonderen 
Herausforderungen ausgesetzt. Die Betroffenen sind 
bei Hitze aufgrund fehlender Verschattung, 
Sonnenschutz und unzureichender Flüssigkeitszufuhr 
besonders gefährdet [WHO 2019]. Hitzetypische 
Krankheitssymptome treten bei dieser Gruppe häufig 
auf. Durchgeschwitzte Kleidungen erschweren zudem 
die Heilung von möglichen offenen Wunden [Diakonie 
Baden 2021]. Bei obdachlosen Menschen bestehen häufig Vorerkrankungen und teilweise auch 
eine schwere Substanzabhängigkeit, sodass eine zusätzliche Verwundbarkeit auftritt. Dazu 
kommt, dass vielen obdachlosen Menschen aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität der Zugang 
zur medizinischen Versorgung erschwert ist. Ist eine Versorgung im Krankenhaus nötig, so gilt, 
dass die Kommune, in der/die Betroffene sich am Längsten oder auch zuletzt aufgehalten hat, 
über das Sozialamt die Behandlungskosten übernehmen muss, falls kein Anspruch gegenüber 
einer Krankenkasse besteht. In der Praxis kommt es oft nicht dazu, dass Betroffene von sich aus 
im Krankenhaus (rechtzeitig) Hilfe suchen [Pfalzgraf et al. 2022]. Ziel der Hitzevorsorge für diese 
Zielgruppe ist die verstärkte Sensibilisierung der betroffenen Personen selbst sowie von 
Akteurinnen und Akteuren welche mit Menschen, die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit 
betroffen sind, arbeiten. Dies sind in erster Linie Sozialarbeiter*innen, Wohlfahrtsverbände, 
Trägerwerke, Soziale Dienste sowie die Wohnungsnotfallhilfe. 
 
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt arbeiten die Träger der Wohnungslosenhilfe seit vielen 
Jahren im Netzwerk der Fachkonferenz Wohnungslosenhilfe unter Leitung des Amtes für Soziales 
und Prävention zusammen und stellen gemeinsam bedarfsgerechte Unterstützungsleistungen 
für den Personenkreis sicher. Maßnahmen zu Hitze- sowie Kälteschutz wurden bereits entwickelt 
und umgesetzt. 
 
Die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg betreibt bspw. vier 
Einrichtungen: die Teestube „Konkret“ in der Alicenstraße 29, wo es auch eine Fachberatung 
und tagsüber Aufenthaltsmöglichkeiten gibt, das Wohn- und Übernachtungsheim „Z 14“ für 
wohnungslose Männer am Zweifalltorweg 14, in der Nähe des Hauptbahnhofs, das 
Übergangswohnhaus für wohnungslose Frauen im Benzweg 6, und das „MuKiS“ in der Otto-

40 
 
Röhm-Straße 26 für wohnungslose Frauen mit kleinen Kindern sowie für Schwangere. Dort 
werden das ganze Jahr über Duschmöglichkeiten, auch zur Abkühlung im Sommer angeboten, 
bzw. Möglichkeiten für Aufenthalte, natürlich auch tagsüber, um der mittäglichen Hitze und 
Sonneneinwirkung zu entgehen. Das Diakonische Werk verteilt bei Hitze vermehrt Wasser an die 
Besucherinnen und Besucher. Zudem werden zum Hitze- und Sonnen- bzw. UV-Schutz 
Sonnencreme und Kopfbedeckungen verteilt. In der Teestube wird bei Hitze auch selbst 
gemachter Eistee ausgegeben, um die Besucherinnen und Besucher mit Flüssigkeit zu 
versorgen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Streetworkabteilung „Scentral“ sind darüber 
hinaus in der Stadt unterwegs, um Getränke und Sonnenschutzmittel an Wohnungslose 
auszugeben. Die Obdachlosen werden zudem darauf hingewiesen, in Hitzephasen weniger bzw. 
keine alkoholischen Getränke zu sich zu nehmen. Es wird zudem informiert, wo sich kühle 
Standorte in der Stadt befinden und wo man sich kostenlos Abkühlung verschaffen kann (bspw. 
Arheilger Mühlchen).  
 
Im Sommer organisieren Streetworker bereits heute sogenannte „Wasserrunden“ mit 
Lastenrädern, das sind Versorgungsfahrten, bei welchen es hauptsächlich darum geht, vor allem 
Abhängigen Wasser zur Verfügung zu stellen. Drogen dehydrieren stark, gerade bei hohen 
Temperaturen sind Kreislaufprobleme damit absehbar. Die Streetwork des Scentral (Regionale 
Diakonie Darmstadt) versucht, solchen gesundheitlichen Konsumfolgen mit entsprechenden 
Maßnahmen direkt entgegenzuwirken. 
 
Zum Erreichen der weiter entfernten Ziele stellt die Fahrradwerkstatt der Teestube für 
Obdachlose kostenlos Fahrräder zur Verfügung. Bei der Obdachlosenhilfe ist darüber hinaus 
auch ehrenamtliches Engagement gefragt, so kann die Zivilgesellschaft hier mittels des 
Verschenkens von Wasserflaschen, Kopfbedeckungen oder Sonnencreme positiv Einfluss 
nehmen. Für weitere Hilfe kann Kontakt zur Obdachlosenstelle beim Amt für Soziales und 
Prävention der Stadt Darmstadt unter der Telefonnummer 06151/13-3277 und außerhalb der 
Dienstzeiten an das Diakonische Werk, Zweifalltorweg 14, unter der Tel. Nr.: 06151-926250 
aufgenommen werden.  
 
 
 
6.5.9 Menschen in Berufen mit erhöhter Exposition & Arbeitsschutz in Innenräumen 
Menschen, die im Freien arbeiten, sind beispielsweise im 
Baugewerbe, in der Land- und Forstwirtschaft, Polizei, 
Feuerwehr, Rettungsdienst, Post- und Paketzustellung, 
Gartenbau und Grünflächenpflege, Straßenreinigung, 
Abfallentsorgung oder in der Gastronomie tätig. Obgleich sie 
keine typische Risikogruppe darstellen, sind diese Menschen 
teilweise extremer Hitze- und UV-Exposition ausgesetzt und 
bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Bei hohen 
Temperaturen sinkt die Arbeitsleistung gegenüber Tagen mit 
normalen Bedingungen. Gleichzeitig leidet die 
Arbeitsqualität; die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko 
steigen. Arbeitgeber*innen müssen daher die 
Arbeitsbedingungen anpassen (z.B. durch Anpassung der 
Arbeitszeit und Pausenregelung). 
 
Im Folgenden wird weiterführende Literatur zum Sonnen- und Hitzeschutz bei Arbeiten „im 
Freien“ aufgeführt.

41 
 
  Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 
(DGUV):  
 
 https://forum.dguv.de/ausgabe/7-
2020/artikel/hitze-und-uv-schutz-bei-der-arbeit-
im-freien  
  
https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/dow
nload/article/3049 
 
 https://www.dguv.de/de/praevention/klimawan
del/hitze-und-trockenheit/index.jsp  
 
Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft:  
 
 
 https://www.klima-mensch-
gesundheit.de/fileadmin/Mediathek_Dateien/BGBau_S
onnenschutz_beim_Arbeiten_im_Freien.pdf   
 
 
Um die Sicherheit der Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen zu gewährleisten und sie vor 
gesundheitlichen Gefährdungen zu schützen, sind die bestehenden rechtlichen Vorgaben, 
insbesondere der Arbeitsstättenverordnung und ihres Technischen Regelwerks wie der ASR A3.5 
„Raumtemperatur“ zu beachten [Hessisches Ministerium für Soziales und Integration 2023]. Nach der 
Technischen Regel für Arbeitsstätten soll die Lufttemperatur in Arbeitsräumen +26 °C nicht 
überschreiten. Werden diese durch Sonneneinstrahlung überschritten, müssen geeignete 
Sonnenschutzsysteme zur Beschattung eingesetzt werden (z. B. Außenjalousien). Bei 
Temperaturen über + 26 °C gelten besondere Regelungen. Überschreitet die 
Raumlufttemperatur trotz Sonnenschutzsystem + 26 °C sollen ergänzende Maßnahmen 
umgesetzt werden. Bei Überschreitung einer Lufttemperatur im Raum von + 30 °C müssen 
wirksame Maßnahmen erfolgen, um die Beanspruchung der Beschäftigten zu reduzieren. Dabei 
sind technische und organisatorische den personenbezogenen Maßnahmen vorzuziehen. 
 
6.5.10 Menschen, die Sport- und Freizeitaktivitäten mit erhöhter Exposition ausüben 
Die Risiken durch Sport und körperlich anstrengende 
Freizeitaktivitäten bei Hitze sind nicht zu 
unterschätzen. Neben Sonnenbrand durch zu 
intensive Sonnenexposition kann es bei zu starken 
Belastungen zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung 
und zu einem Hitzschlag kommen. Diese  
Symptome entstehen durch den Verlust von 
Elektrolyten und Wasser, aber auch durch direkte 
Sonneneinstrahlung, eine falsche Kleiderwahl sowie 
die Unfähigkeit des Körpers, die Temperatur 
weiterhin zu regulieren. Diese Erscheinungen sind in 
Hitzephasen ernst zu nehmen. Deswegen sollte der Sport bei den kleinsten Anzeichen, wie sehr 
starkem Schwitzen, Muskelkrämpfen, Magen- oder Darmkrämpfen, erhöhte Körpertemperatur, 
Leistungsabfall, Müdigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, allgemeine Unruhe, 
Nackensteife oder sehr hohem Puls sofort abgebrochen werden. Darüber hinaus sollte das 
sportliche Verhalten angepasst werden. Ein Großteil der Empfehlungen hat auch für Erwachsene 
Gültigkeit.

42 
 
 
6.5.11 Statistik und räumliche Verortung besonders hitzevulnerabler 
Personengruppen 
 
Um die besonders gefährdeten Personengruppen statistisch und räumlich besser erfassbar und 
darstellbar zu machen, wurden weitere Analysen mit Hilfe von Geodaten und statistischen Daten 
durchgeführt. Diese werden im Folgenden näher aufgeführt. 
 
6.5.11.1 Demographie jüngerer und älterer Bevölkerung 
Die Verwundbarkeit der Darmstädter Zivilgesellschaft hängt u.a. von deren Alter ab. Besonders 
vulnerabel gelten zum einen die jüngere Bevölkerung, also die Altersklassen < 12 Jahre, sprich 
Säuglinge, Kleinkinder und jüngere Schulkinder. Diese Gruppe macht in Darmstadt einen Anteil 
von 10,7 % (Anzahl: 17.910) an der Gesamtbevölkerung (167.313 Einwohner*innen) aus.  
 
Als weitere besonders hitzevulnerable Personengruppe werden Personen mit einem höheren 
Alter > 65 Jahre gesehen. Diese Personengruppe umfasst einen Anteil von 17,2 % (28.704), 
sodass in Darmstadt 27,9 % der Bevölkerung allein aufgrund ihres Alters als besonders 
hitzevulnerabel angesehen werden können (vgl. Abb. 29).    
     
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) führt 10 zentrale Empfehlungen für Kinder und Jugendliche bei sportlicher Betätigung zu Zeiten großer Hitze auf: Wenn möglich, sollte die sportliche Aktivität an sehr heißen Tagen auf die kühleren Tageszeiten früh morgens oder abends gelegt werden. Bei Hitze sollten Belastungsintensität und -dauer reduziert werden 15-30 Minuten vor Beginn der Belastung sollten 5-7 ml/kg Körpergewicht Flüssigkeit getrunken werden. Bei einem Kind mit einem Gewicht von 50 kg sind dies 250-350 ml. Bei einer Belastungsdauer von über einer Stunde sollten pro Stunde ca. 10-13 ml/kg Körpergewicht Flüssigkeit zugeführt werden. Bei einem Gewicht von 50 kg entspricht das 500-650 ml/Stunde. Nach Belastungsende ist eine Flüssigkeitsaufnahme von 4 ml/kg Körpergewicht für jede Stunde Belastung zu empfehlen. Bei einem Gewicht von 50 kg sind das 200 ml für jede Stunde Belastung. Bei Wettkämpfen in großer Hitze sollte während und nach Belastung auf ausreichende äußere Kühlung mit kaltem Wasser, Eis oder Cool Packs geachtet werden. Es sollte auf geeignete Sportkleidung, die eine gute Kühlung durch Schwitzen ermöglicht, geachtet werden Bei intensiver Sonneneinstrahlung sollte auf einen ausreichenden Sonnenschutz exponierter Hautareale geachtet und zumindest in den Wettkampfpausen eine Kopfbedeckung getragen werden, um einem Sonnenstich vorzubeugen Die begleitenden Lehrer, Eltern oder Trainer sollten die jungen Sportler regelmäßig beobachten. Bei Schwäche, Übelkeit oder Schwindel muss die Belastung abgebrochen werden Bei organisierten Wettkämpfen sollte medizinisches Personal anwesend sein, das frühzeitig die Symptome einer Hitzekrankheit erkennt und adäquat darauf reagiert  Weblink: https://www.dgsp.de/seite/376582/sport-bei-hohen-sommerlichen-temperaturen-%E2%80%94-was-kinder-und-jugendliche-beachten-sollten.html

43 
 
 Abbildung 29: Anteil & Anzahl besonders hitzevulnerabler Altersklassen an der Gesamtbevölkerung in Darmstadt 
(Datenerhebung 01.01.2024) 
Die hitzevulnerablen Altersklassen verteilen sich räumlich betrachtet sehr heterogen auf das 
Darmstädter Stadtgebiet. Bezirke mit einer hohen Anzahl junger Bevölkerung (bis 18 Jahre) an 
der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Bezirks sind: Am Frankenstein (20,67%; 619), die 
Kirchtannensiedlung (16,2%; 1.039), Kranichstein-Süd (14,2%; 1.222) oder Am Kavalleriesand 
(13,7%; 199).  Bezirke mit einer hohen Anzahl älterer Bevölkerung (> 65 Jahre) sind z.B. Am 
Frankenstein (29,5%, 972), An der Ludwigshöhe (26,8%, 337), Am Oberfeld (26%, 1.140) sowie 
die Villenkolonie (25,5%, 1.080). 
 
6.5.11.2 Lokalisierung sozialer Einrichtungen 
Um die Vulnerabilität der in Darmstadt bestehenden sozialen Einrichtungen räumlich sichtbar 
zu machen wurde im Geoinformationssystem (GIS) eine Karte unter Angabe der jeweiligen 
Wärmebelastung erstellt (siehe Abb. 30). Ziel ist es vorrangig, besonders von Hitze betroffene 
Einrichtungen zu lokalisieren, um dort gezielt Maßnahmen zum Hitzeschutz und zur 
Hitzevorsorge zu implementieren. Bei der Maßnahmenentwicklung soll sowohl die Kurz- wie auch 
Mittel- und Langfristperspektive berücksichtigt werden. Neben gezielter Vor-Ort-Sensibilisierung 
der vulnerablen Personen zu Hitze angepassten Verhaltensweisen wird auch der städtebauliche 
Aspekt, sprich bspw. der bauliche Hitzeschutz im Kontext des klimaangepassten Bauens in 
weiteren Anpassungsschritten Beachtung finden.

44 
 
 Abbildung 30: Wärmebelastung sozialer Einrichtungen (Wärmebelastung basierend auf Copernicus-Erdbeobachtungsdaten)

45 
 
6.6 Langfristige Stadtplanung und Bauwesen  
 
Die Notwendigkeit einer langfristig ausgerichteten Stadtplanung im Bau-, Energie- und 
Mobilitätssektor zur Reduzierung von Hitzebelastungen ist in Darmstadt unbestritten. Ziel ist es, 
in stadt- und bauplanerischen Maßnahmen stets neben dem Klimaschutz und weiteren Aspekten 
der Klimaanpassung hitzevorsorgende Maßnahmen mitzudenken und umzusetzen. Der derzeit 
in Erarbeitung befindliche integrierte Klimaanpassungsplan fokussiert u.a. das Thema 
„Hitzevorsorge“ für die oben benannten Sektoren. Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung 
Darmstadts (vgl. Abb. 31) ist es, naturnahe, sog. blau-grüne Infrastrukturen, im Kontext einer 
längerfristig ausgelegten ökologischen Transformation nach Pariser und Kopenhagener Vorbild 
zu fördern.  
 
 Abbildung 31: Blau-grüne Stadtentwicklung in Darmstadt 
Die hierfür in einem breiten Partizipationsprozess entwickelten Maßnahmen können dem 
Klimaanpassungsplan nach dessen Fertigstellung (Frühjahr 2025) entnommen werden.

46 
 
6.7 Monitoring und Evaluierung  
 
Durch Monitoring (= Überwachung) und Evaluierung (= Bewertung) sollen Hitzeereignisse im 
räumlichen und zeitlichen Auftreten sowie in deren Intensität erfasst werden.  
 
Gleichzeitig sollen deren Folgen betrachtet werden, also sowohl ein möglichst aktuelles als auch 
ein langfristiges Monitoring der hitzebedingten Morbidität (Häufigkeit von Erkrankungen 
innerhalb einer Bevölkerungsgruppe) sowie Mortalität (Sterblichkeit) bzw. Übersterblichkeit in 
Darmstadt. Durch Veröffentlichung des Hitzeaktionsplans tritt ein neues Hitzewarnsystem in 
Kraft. Hier soll die Anzahl an Hitzewarnungen pro Jahr nach Warnstufe statistisch ausgewertet 
werden. 
 
Das geplante Monitoring der hier aufgeführten Indikatoren und der Indikatoren des 
Klimaanpassungsplans soll eine Einschätzung des weiteren Handlungsbedarfs im Kontext Hitze 
liefern. Die Evaluierung dient zur Schätzung der Wirksamkeit des Darmstädter Hitzeaktionsplans 
sowie des Klimaanpassungsplans und den darin enthaltenen Einzelmaßnahmen. Die 
Möglichkeiten der Evaluierung sind jedoch begrenzt, denn die Wirkung von 
Präventionsmaßnahmen, die zur Vermeidung von Gesundheitsschäden und Todesfällen durch 
Hitze getroffen werden, ist nicht direkt bezifferbar. Es kann keine exakte Aussage dazu getroffen 
werden, wie sich die Situation ohne die Maßnahmen entwickelt hätte. Dennoch können anhand 
der langjährigen Entwicklung der hitzebedingten Übersterblichkeit Trends aufgezeigt werden, 
die Rückschlüsse auf die allgemeine Effektivität von Schutz- beziehungsweise 
Anpassungsmaßnahmen zulassen [Hessisches Ministerium für Soziales und Integration 2023]. 
 
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan soll, ähnlich zum Klimaanpassungsplan, in regelmäßigen 
Abständen evaluiert werden. Insbesondere soll eine rechtzeitige jährliche Anpassung der hierin 
aufgeführten Prozesse, Kommunikationsketten und die Sensibilisierung bzw. Information der 
Darmstädter Bürgerinnen und Bürger vor dem Sommer vorgenommen werden.  
 
Die Evaluation des Hitzeaktionsplans beschränkt sich hauptsächlich auf die administrativen und 
kommunikativen Maßnahmen, welche innerhalb des Plans einen besonderen Fokus einnehmen.  
 
(Größere) investive oder städtebauliche Maßnahmen werden innerhalb des 
Klimaanpassungsplans thematisiert und daher auch innerhalb dessen evaluiert.

47 
 
7 Quellen 
 
1) an der Heiden M, Winklmayr C, Buchien S, Schranz M, RKI-Geschäftsstelle für Klimawandel 
& Gesundheit, Diercke M, Bremer V (2023): Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität 
KW 38/2023 vom 05.10.2023. Robert Koch-Institut: DOI: 10.25646/11720 
 
2) Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer 
Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (2022): Hitze: Folgen, Prävention und Schutz. Eine 
Arbeitshilfe für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen und deren 
Selbsthilfeverbände. 
 
3) Bundesministerium für Gesundheit (2019): Was ist Pflegebedürftigkeit? siehe: 
https://Gesund.Bund.de/Hitze-Pflegebeduerftigkeit. Zugriff am 17.02.2024. 
 
4) Bund/Länder ad-hoc Arbeitsgruppe Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des 
Klimawandels (GAK) (2018): Schematische Darstellung der für die Umsetzung der 
Kernelemente eines Hitzeaktionsplans von der WHO vorgesehenen Zeithorizonte, 32 S.  
 
5) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) (2017): 
Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der 
menschlichen Gesundheit, 30 S. 
 
6) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2022): Kita und Schule auf Hitze 
vorbereiten. https://www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/kitas-und-schulen/. 
Zugriff am 10.02.2024. 
 
7) Bunz M. & Mücke, H.-G. (2017): ⁠Klimawandel⁠ – physische und psychische Folgen. In: 
Bundesgesundheitsblatt 60, Heft 6, Juni 2017, S. 632-639. 
 
8) DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V.) (2020): S1 
Leitlinie. Hitzebedingte Gesundheitsstörungen in der hausärztlichen Praxis. Stand: 
30.06.2020, gültig bis 29.06.2025: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-
052.html 
 
9) Diakonie Baden (2021): Hitze - Gefahr für Obdachlose. 
https://www.diakoniebaden.de/aktuelles/meldungen/pressemitteilungendetail/artikel/hitz
e-gefahr-fuer-obdachlose. Zugriff 19.02.2024. 
 
10) Haefeli, W.-E./Czock, D. (2020): Heidelberger HitzeTabelle: Arzneistoffe mit potenziellem 
Einfluss auf die Temperaturregulation und den Volumenstatus in Hitzewellen; Heidelberg. 
https://dosing.de/Hitze/Heidelberger_HitzeTabelle_25.7. 19_Public.pdf, Zugriff: 31.01.24. 
 
11) Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (2023): Hessischer Hitzeaktionsplan 
(HHAP), 51 S. 
 
12) GAK – Bund/Länder Ad-hoc Arbeitsgruppe „Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des 
Klimawandels“ (2017): Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen 
zum Schutz der menschlichen Gesundheit, siehe auch: 
https://www.bmu.de/themen/klima-energie/ klimaschutz/anpassung-an-den-
klimawandel/handlungs empfehlungen-fuer-die-erstellung-von-hitzeaktionsplaenen/ (Zugriff 
am: 15.02.2024). Auch: Bundesgesundheitsblatt 60: 662–672.

48 
 
13) Kahlenborn, W., Porst, L., Voß, M., Hölscher, L., Undorf, S., Wolf, M., Schönthaler, K., 
Crespi, A., Renner, K., Zebisch, M., Fritsch, U., Schauser, I. (2021): Klimawirkungs- und 
Risikoanalyse 2021 für Deutschland – Teilbericht 6: integrierte Auswertung – Klimarisiken, 
Handlungserfordernisse und Forschungsbedarfe. Umweltbundesamt [Hrsg.], Dessau-
Roßlau. 
 
14) Metens, H. und Lob-Corzilius, T. (2020): Wie wird die Kindergesundheit durch Hitze, 
Luftschadstoffe und UV-Strahlung beeinflußt? https://www.klinikum.uni-
muenchen.de/Bildungsmodule-Aerzte/download/de/Klima3/MJertens_Lob-aus-_30565-
kks-20-06_BS.pdf. (Zugriff am 22.04.2024). 
 
15) Pfalzgraf, Adrian; Lass, Wiebke; Rodehorst, Dina; Reusswig, Fritz; Wetzel, Britta; Schmidt-
Rohr, Carl; Grün, Maximilian; Lars, Boris; Gütter, Daniela (2023): Kommunale Hitze-
Toolbox Thüringen, hrsg. von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz 
(TMUEN), Erfurt. 
 
16) Samuels, L. u.a. (2022): Physiological mechanisms of the impact of heat during pregnancy 
and the clinical implications: review of the evidence from an expert group meeting. 
International Journal of Biometeorology, 66(8): 1505–1513. 
 
17) Umweltbundesamt (UBA) (2023): Analyse von Hitzeaktionsplänen und gesundheitlichen  
Anpassungsmaßnahmen an Hitzeextreme in Deutschland. Abschlussbericht, 136 S. 
 
18) Umweltbundesamt (UBA) (2019): Monitoringbericht 2019 zur Deutschen 
Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe 
Anpassungsstrategie der Bundesregierung, 276 S. 
 
19) Wagner, B.P. (2015). Hitzeschäden bei Kindern und Jugendlichen. In: Hoffmann, G., 
Lentze, M., Spranger, J., Zepp, F. (eds) Pädiatrie. Springer Reference Medizin.  
Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-54671-6_131-1 
 
20) World Health Organisation (WHO) Europe (2008): Heat-health action plans, 46 S. 
 
21) Weltgesundheitsorganisation (2019): Gesundheitshinweise zur Prävention hitzebedingter 
Gesundheits-schäden, siehe: https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/341625/WHO-
EURO-2021-2510-42266-58732-ger.pdf?sequence=1&isAllowed=y Kopenhagen: 
Weltgesundheitsorganisation (Zugriff: 22.04.2024). 
 
22) Stadt Mannheim (2021): Hitzeaktionsplan Mannheim, 135 S. 
 
23) Stadt Worms (2021): Hitzeaktionsplan Stadt Worms, 94 S.

49 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum  
 
Herausgeber  
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung 
Hilpertstraße 31 
64295 Darmstadt  
https://www.darmstadt.de 
 
Konzeption, Redaktion, Gestaltung und Ansprechpartner*innen   
Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung 
E-Mail: klimaschutz@darmstadt.de, Tel. Nr.: 06151-13-4900 
 
Fachliche Unterstützung  
Dezernat II 
Büro für Sozialplanung 
Luisenplatz 5A 
64283 Darmstadt 
 
Auflage 
01. Auflage (Juni 2024) 
 
Literaturhinweis 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (2024): Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. 48 S.

anlage 2

7612 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.06.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat II 
Dezernat IV 
Dezernat V 
Dezernat VI 
 
Amt: Amt für 
Klimaschutz und 
Klimaanpassung   
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I II  
III 69 
IV V VI 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0157 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
236 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 561010 
Kostenstelle:  069-000-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5610-42 Sachkonto: 6779000 
 
Betreff: Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 03.06.2024  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der vorliegende Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird beschlossen.  
 
 
Anlagen: Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 03.07.2024 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.06.2024  
 
 
1. Hintergrund 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist als wärmste Stadt in Hessen bereits heute stark von den 
Auswirkungen der Klimaerwärmung betroffen. Diese zeigt sich in Darmstadt u.a. durch eine 
Zunahme an Hitzetagen, Tropennächten und länger andauernden Hitzewellen. Dabei ist die 
Hitzebelastung im Stadtgebiet ungleich verteilt. In Quartieren mit einer hohen Versiegelung 
und wenig Vegetation ist die Hitzebelastung im Mittel größer als in Stadtgebieten mit geringem 
Versiegelungsgrad und höherem Grünanteil. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen 
Wetterdienst (DWD) bestätigt einen ausgeprägten Wärmeinseleffekt zwischen Stadt und 
Umland von im Mittel 2 Grad. Thermalmessungen des DWD während einer sommerlichen 
Messkampagne im August 2023 zeigen zudem extrem hohe Oberflächentemperaturen an 
besonders sonnenexponierten Standorten. 
Die zunehmende Hitze wirkt sich stark auf die menschliche Gesundheit, das Wohlbefinden und 
die Arbeitsproduktivität aus. Es ergeben sich Hitzebelastungen für die Allgemeinbevölkerung 
und in besonderem Maße für verwundbare Personengruppen wie ältere und pflegebedürftige 
Menschen, körperlich und seelisch vulnerable Personen, Schwangere, Säuglinge und 
Kleinkinder, Wohnungs- und Obdachlose sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport 
treiben. 
Um die Zivilgesellschaft gegenüber hitzeinduzierten Gesundheitsproblemen zu schützen, 
etabliert die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen integrierten, stadtweiten Hitzeaktionsplan. 
Dieser soll zum einen die gesundheitlichen Folgen der Klimaerwärmung, insbesondere von 
(extremer) Hitze, effizient kommunizieren und zum anderen die Zivilgesellschaft befähigen 
präventive und akute Maßnahmen zum Schutz vor Hitze zu ergreifen. Hierzu listet der 
Hitzeaktionsplan bereits in der Umsetzung befindliche Maßnahmen sowie geplante 
Maßnahmen zur Hitzeprävention und zum Handeln in Akutphasen auf. Der Plan unterscheidet 
Maßnahmen, welche die Gesamtbevölkerung betreffen und Maßnahmen, welche sich auf 
besonders von Hitze gefährdete Personengruppen beziehen. Er richtet sich an Politik, 
Verwaltung und Bürgerschaft. 
Ziele des Hitzeaktionsplans sind neben der Information zum Thema „Hitze“, das Auslösen 
einer Kommunikationskette zur Hitzewarnung und zur Umsetzung von Maßnahmen. Er soll so 
zum Erhalt der hohen Lebensqualität und zur Verbesserung der Klimaresilienz beitragen. 
Darüber hinaus dient der Plan zur Eigenvorsorge. Er soll gesundheitliche Beeinträchtigungen 
mindern sowie Überlastungen des Gesundheitssystems entgegenwirken. 
Hintergrund bildet die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) (2020), welche per Beschluss im 
Leitantrag „Der Klimawandel – eine Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem“ die 
Notwendigkeit kommunaler Hitzeaktionspläne bis zum Jahr 2025 hervorhebt. Hierauf 
aufbauend hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (2023) einen eigenen 
landesweiten Hitzeaktionsplan (HHAP) entwickelt, welcher die Empfehlung zur Erstellung von 
kommunalen Hitzeaktionsplänen bis spätestens 2025 ausspricht.  
Langfristig ausgelegte städtebauliche Anpassungsmaßnahmen werden im Darmstädter 
Hitzeaktionsplan nicht aufgeführt, da sie zentrale Bestandteile des derzeit in Erarbeitung 
befindlichen Klimaanpassungsplans sind und dort thematisiert werden.  
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan schlüsselt in Anlehnung an die Empfehlungen des Bundes 
und des Landes Hessen sowie der zu Grunde liegenden Handlungsempfehlungen und

- 5 - 
Arbeitshilfen u.a. der Bund/Länder ad-hoc Arbeitsgruppe sieben Kernelemente auf, welche mit 
auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt zugeschnittenen Maßnahmen hinterlegt sind. Auf 
präventiver Ebene sind dies bspw. die Erstellung bzw. Überarbeitung von Maßnahmenplänen in 
Hitzephasen für stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen oder Kitas. 
Im Akutbereich sind beispielhaft die zielgruppenspezifische Aufklärung, die Anpassung des 
individuellen Verhaltens oder die Kommunikation von Hitzewarnungen zu nennen. 
Der Hitzeaktionsplan wurde federführend durch das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung 
sowie zahlreicher weiterer verwaltungsinterner und externer Akteurinnen und Akteure in einem 
breiten Partizipationsprozess erarbeitet. 
Der vorliegende Plan stellt ein „lebendiges“ Dokument dar und ist daher nicht als Endergebnis, 
sondern als Erstfassung zu verstehen, welche als Grundlage zur zukünftigen Weiterentwicklung 
dient. Er stellt ein Instrument der Sensibilisierung, Planung, Koordinierung und 
Kommunikation von Maßnahmen zur Prävention und Gefahrenabwehr bei Hitzeereignissen dar . 
 
2. Kosten 
 
Bei einem Großteil der Maßnahmen handelt es sich um kostengünstige Maßnahmen, da diese 
in erster Linie der Bewusstseinsschärfung der Bevölkerung dienen und Änderungen im 
Verhalten der Betroffenen bewirken sollen. Investive städtebauliche Maßnahmen werden i m 
Hitzeaktionsplan nicht aufgeführt. Diese werden durch den derzeit in Erarbeitung befindlichen 
Klimaanpassungsplan für Darmstadt abgedeckt. Für zahlreiche der aufgeführten Maßnahmen 
fallen daher keine bzw. geringfügige Kosten an. Die Kosten sollen vorwiegend aus 
Haushaltsmitteln der jeweils zuständigen Ämter finanziert werden.  
 
3. Zeitrahmen 
 
Nach Beschlussfassung wird der Darmstädter Hitzeaktionsplan veröffentlicht. Er versteht 
sich als lebendiges Dokument und wird regelmäßig aktualisiert. Ein Monitoring so wie die 
Evaluation der Maßnahmen erfolgt prozessbegleitend.  
 
 
 
Dezernat I     Dezernat II    Dezernat III  
 
 
 
 
Hanno Benz   Barbara Akdeniz    Michael Kolmer  
Oberbürgermeister    Bürgermeisterin    Stadtrat 
 
 
 
Dezernat IV   Dezernat V    Dezernat VI 
 
 
 
 
André Schellenberg    Holger Klötzner    Paul Georg Wandrey

Stadtkämmerer    Stadtrat    Stadtrat

2024/0157

7525 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.06.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat II 
Dezernat IV 
Dezernat V 
Dezernat VI 
 
Amt: Amt für 
Klimaschutz und 
Klimaanpassung   
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0157 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 561010 
Kostenstelle:  069-000-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5610-42 Sachkonto: 6779000 
 
Betreff: Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 03.06.2024  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der vorliegende Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird beschlossen.  
 
 
Anlagen: Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.06.2024 
 
 
1. Hintergrund 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist als wärmste Stadt in Hessen bereits heute stark von den 
Auswirkungen der Klimaerwärmung betroffen. Diese zeigt sich in Darmstadt u.a. durch eine 
Zunahme an Hitzetagen, Tropennächten und länger andauernden Hitzewellen. Dabei ist die 
Hitzebelastung im Stadtgebiet ungleich verteilt. In Quartieren mit einer hohen Versiegelung 
und wenig Vegetation ist die Hitzebelastung im Mittel größer als in Stadtgebieten mit geringem 
Versiegelungsgrad und höherem Grünanteil. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen 
Wetterdienst (DWD) bestätigt einen ausgeprägten Wärmeinseleffekt zwischen Stadt und 
Umland von im Mittel 2 Grad. Thermalmessungen des DWD während einer sommerlichen 
Messkampagne im August 2023 zeigen zudem extrem hohe Oberflächentemperaturen an 
besonders sonnenexponierten Standorten. 
Die zunehmende Hitze wirkt sich stark auf die menschliche Gesundheit, das Wohlbefinden und 
die Arbeitsproduktivität aus. Es ergeben sich Hitzebelastungen für die Allgemeinbevölkerung 
und in besonderem Maße für verwundbare Personengruppen wie ältere und pflegebedürftige 
Menschen, körperlich und seelisch vulnerable Personen, Schwangere, Säuglinge und 
Kleinkinder, Wohnungs- und Obdachlose sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport 
treiben. 
Um die Zivilgesellschaft gegenüber hitzeinduzierten Gesundheitsproblemen zu schützen, 
etabliert die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen integrierten, stadtweiten Hitzeaktionsplan. 
Dieser soll zum einen die gesundheitlichen Folgen der Klimaerwärmung, insbesondere von 
(extremer) Hitze, effizient kommunizieren und zum anderen die Zivilgesellschaft befähigen 
präventive und akute Maßnahmen zum Schutz vor Hitze zu ergreifen. Hierzu listet der 
Hitzeaktionsplan bereits in der Umsetzung befindliche Maßnahmen sowie geplante 
Maßnahmen zur Hitzeprävention und zum Handeln in Akutphasen auf. Der Plan unterscheidet 
Maßnahmen, welche die Gesamtbevölkerung betreffen und Maßnahmen, welche sich auf 
besonders von Hitze gefährdete Personengruppen beziehen. Er richtet sich an Politik, 
Verwaltung und Bürgerschaft. 
Ziele des Hitzeaktionsplans sind neben der Information zum Thema „Hitze“, das Auslösen 
einer Kommunikationskette zur Hitzewarnung und zur Umsetzung von Maßnahmen. Er soll so 
zum Erhalt der hohen Lebensqualität und zur Verbesserung der Klimaresilienz beitragen. 
Darüber hinaus dient der Plan zur Eigenvorsorge. Er soll gesundheitliche Beeinträchtigungen 
mindern sowie Überlastungen des Gesundheitssystems entgegenwirken. 
Hintergrund bildet die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) (2020), welche per Beschluss im 
Leitantrag „Der Klimawandel – eine Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem“ die 
Notwendigkeit kommunaler Hitzeaktionspläne bis zum Jahr 2025 hervorhebt. Hierauf 
aufbauend hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (2023) einen eigenen 
landesweiten Hitzeaktionsplan (HHAP) entwickelt, welcher die Empfehlung zur Erstellung von 
kommunalen Hitzeaktionsplänen bis spätestens 2025 ausspricht.  
Langfristig ausgelegte städtebauliche Anpassungsmaßnahmen werden im Darmstädter 
Hitzeaktionsplan nicht aufgeführt, da sie zentrale Bestandteile des derzeit in Erarbeitung 
befindlichen Klimaanpassungsplans sind und dort thematisiert werden.  
Der Darmstädter Hitzeaktionsplan schlüsselt in Anlehnung an die Empfehlungen des Bundes 
und des Landes Hessen sowie der zu Grunde liegenden Handlungsempfehlungen und 
Arbeitshilfen u.a. der Bund/Länder ad-hoc Arbeitsgruppe sieben Kernelemente auf, welche mit 
auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt zugeschnittenen Maßnahmen hinterlegt sind. Auf

- 4 - 
präventiver Ebene sind dies bspw. die Erstellung bzw. Überarbeitung von Maßnahmenplänen in 
Hitzephasen für stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen oder Kitas. 
Im Akutbereich sind beispielhaft die zielgruppenspezifische Aufklärung, die Anpassung des 
individuellen Verhaltens oder die Kommunikation von Hitzewarnungen zu nennen. 
Der Hitzeaktionsplan wurde federführend durch das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung 
sowie zahlreicher weiterer verwaltungsinterner und externer Akteurinnen und Akteure in einem 
breiten Partizipationsprozess erarbeitet. 
Der vorliegende Plan stellt ein „lebendiges“ Dokument dar und ist daher nicht als Endergebnis, 
sondern als Erstfassung zu verstehen, welche als Grundlage zur zukünftigen Weiterentwicklung 
dient. Er stellt ein Instrument der Sensibilisierung, Planung, Koordinierung und 
Kommunikation von Maßnahmen zur Prävention und Gefahrenabwehr bei Hitzeereignissen dar . 
 
2. Kosten 
 
Bei einem Großteil der Maßnahmen handelt es sich um kostengünstige Maßnahmen, da diese 
in erster Linie der Bewusstseinsschärfung der Bevölkerung dienen und Änderungen im 
Verhalten der Betroffenen bewirken sollen. Investive städtebauliche Maßnahmen werden i m 
Hitzeaktionsplan nicht aufgeführt. Diese werden durch den derzeit in Erarbeitung befindlichen 
Klimaanpassungsplan für Darmstadt abgedeckt. Für zahlreiche der aufgeführten Maßnahmen 
fallen daher keine bzw. geringfügige Kosten an. Die Kosten sollen vorwiegend aus 
Haushaltsmitteln der jeweils zuständigen Ämter finanziert werden.  
 
3. Zeitrahmen 
 
Nach Beschlussfassung wird der Darmstädter Hitzeaktionsplan veröffentlicht. Er versteht 
sich als lebendiges Dokument und wird regelmäßig aktualisiert. Ein Monitoring so wie die 
Evaluation der Maßnahmen erfolgt prozessbegleitend.  
 
 
 
Dezernat I     Dezernat II    Dezernat III  
 
 
 
 
Hanno Benz   Barbara Akdeniz    Michael Kolmer  
Oberbürgermeister    Bürgermeisterin    Stadtrat 
 
 
 
Dezernat IV   Dezernat V    Dezernat VI 
 
 
 
 
André Schellenberg   Holger Klötzner    Paul Georg Wandrey 
Stadtkämmerer    Stadtrat    Stadtrat

Beratungsverlauf (3)

TOP 3
TOP 236
TOP 6

Orte (8)

  • Dieburger Straße
  • Alicenstraße 29
  • Hilpertstraße 31
  • Zweifalltorweg 14
  • Benzweg 6
  • Luisenplatz 5A
  • Am Kavalleriesand
  • Am Oberfeld

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2024/0157
Typ
Magistratsvorlage
Datum
03.06.2024
Erstellt
29.09.2026 00:00