1996/2017
Jahresbericht 2016 der Koordinationsstelle Klimaschutz
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Mitteilung Ausschuss
563 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V/7 Vorlagen-Nummer 27.06.2017 1996/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 27.06.2017 Stadtentwicklungsausschuss 06.07.2017 Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 Jahresbericht 2016 der Koordinationsstelle Klimaschutz Mit dem Jahresbericht „ Fakten, Zahlen und Ergebnisse 2016, Ausblick 2017“ stellt die Koordinations- stelle Klimaschutz die wesentlichen Aktivitäten des vergangenen Jahres dar und gibt Ausblicke in aktuelle und künftige Aktivitäten. Gez. Dr. Rau
Jahresbericht 2016
39351 Zeichen
Fakten, Zahlen und Ergebnisse 2016
Ausblick 2017
Jahresbericht 2016
2
Dezernat für Soziales, Integration und Umwelt
Koordinationsstelle Klimaschutz, V-7
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Telefon: 0221/221-29378
Telefax: 0221/221-6569695
Email: KoordinationsstelleKlimaschutz@stadt-koeln.de
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Dr. Barbara Möhlendick
Petra Zimmermann-Buchem
Barbara Gruber
Julia Egenolf
Dr. Thomas Kreitsch
Reiner Gottschlich
Jahresbericht 2016
3
Inhalt
Einleitung .................................................................................................................... 4
Koordinationsstelle Klimaschutz ................................................................................. 5
Aufgaben ............................................................................................................................................. 5
Klimaschutzziele .................................................................................................................................. 6
Aktivitätsbericht .......................................................................................................... 7
Klimaschutz.......................................................................................................................................... 7
Stadtradeln ...................................................................................................................................... 7
Energieberatungsinitiative .............................................................................................................. 8
............................................................................................................................................................. 8
Kompetenzteam KlimaBildung Köln ................................................................................................ 9
Klimaschutz Community Köln ........................................................................................................ 10
Initiative SmartCity Cologne .............................................................................................................. 11
DP DHL – CO2-freie Paketzustellung für Köln ............................................................................... 13
REWE Green Building - Nachhaltigere Produkte in nachhaltigeren Märkten ............................... 14
Energiechampion – Energiemonitor Heinzelmännchen-Schule .................................................... 15
Parken. Nur einfacher. Mit evopark bargeldlos ins Parkhaus. ...................................................... 16
Mobile Box – Handyrecycling ........................................................................................................ 17
Radbonus - Das Belohnungsprogramm fürs Radfahren zur Förderung der Umwelt .................... 18
Pixolus: mobile visuelle Datenerfassung ....................................................................................... 18
EU-Projekt Grow Smarter .................................................................................................................. 19
Veranstaltungen, Vorträge, Netzwerktreffen ............................................................. 22
Übersicht Veranstaltungen................................................................................................................ 22
Presse und Öffentlichkeitsarbeit ............................................................................... 24
Rat und Ausschüsse ........................................................................................................................... 24
Ausblick .................................................................................................................... 25
Jahresbericht 2016
4
Einleitung
2016 war weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor fast
140 Jahren und damit das dritte Rekordjahr in Folge. Bezogen auf Nordrhein-
Westfalen war das vergangene Jahr insgesamt sehr warm, mit wenig Niederschlag
und viel Sonne.1
Im November 2016 fand in Marrakesch die 22. UN-Klimakonferenz statt. Es war die
erste Vertragsstaatenkonferenz nach der Annahme und Ratifizierung des Pariser
Abkommens. Ziel war es, konkrete Schritte zur Reduzierung der Treibhausgase zu
vereinbaren. Das Paris-Abkommen zur Treibhausgasreduzierung ab dem Jahr 2020
trat kurz vor Beginn der Marrakesch-Konferenz, am 4. November 2016, in Kraft, weil
es sehr zügig von 55 Ländern ratifiziert worden ist.
Mit dem Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich
zum Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Langfristig sollen
nicht mehr Treibhausgase wie CO2 ausgestoßen werden, als gleichzeitig zum Bei-
spiel von Wäldern wieder aufgenommen werden können. In der zweiten Hälfte des
Jahrhunderts sollen die Netto-Emissionen auf null gesenkt werden. Bürgermeister
Andreas Wolter vertrat als Klima-Botschafter das Klima-Bündnis der europäischen
Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder, Alianza del Clima e.V. auf der Konfe-
renz.
1 Siehe: http://www.klimaatlas.nrw.de/site/nav2/Klima.aspx?P=2
Jahresbericht 2016
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Koordinationsstelle Klimaschutz
Die Koordinationsstelle Klimaschutz ist Stabsstelle beim Dezernat V - Soziales, In-
tegration und Umwelt.
Aufgaben
Wesentliche Aufgaben der Koordinationsstelle Klimaschutz sind
die strategische Ausrichtung und Fortentwicklung des gesamtstädtischen Klima-
schutzprozesses,
die Initiierung und ressortübergreifende, interdisziplinäre, gesamtstädtische,
prozessorientierte Koordinierung von Klimaschutzprojekten,
die Vernetzung mit und Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren zur
Erreichung der städtischen Klimaschutzziele,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Verwaltungsinterne und externe Kommunikation,
Projektleitung SmartCity Cologne und GrowSmarter,
Vertretung in Arbeitskreisen und regionalen, nationalen und internationalen
Netzwerken.
Abbildung 1: Koordinationsstelle Klimaschutz
GrowSmarter
SmartCity
Cologne
Klimaschutz
Jahresbericht 2016
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Klimaschutzziele
Ebene Ziele (jeweils ggü. Basisjahr 1990)
2020 2030 2050
EU 20 % weniger CO2 40 % weniger CO2 80 bis 95 % weniger
CO2 20 % mehr Erneuerbare
Energien am Gesamte-
nergieverbrauch
mind. 27 % mehr Erneu-
erbare Energien am Ge-
samtenergieverbrauch
20 % höhere Energieeffi-
zienz
mind. 27 % höhere Ener-
gieeffizienz
Bund mind. 40 % weniger CO22 55 % weniger CO2 80 bis 95 % weniger
CO2
mind. 14 % Erneuerbare
Energien am Endenergie-
verbrauch Wärme und
Kälte3
mind. 80 % Erneuer-
bare Energie bei
Stromversorgung4
Land
NRW
mind. 25 % weniger CO25 --- mind. 80 % weniger
CO26
Köln mind. 20 % weniger CO27 mind. 408 bis 50 % weni-
ger CO29
---
mind. 20 % weniger Ener-
gieverbrauch10
mind. 20 % mehr Erneu-
erbare Energien am Ener-
gieverbrauch11
Grow
Smart12
bis zu 60 % weniger CO2 --- ---
bis zu 70 % weniger ex-
terne Energiezufuhr
Abbildung 2: Klimaschutzziele
2 „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“.
3 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).
4 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
5 Klimaschutzgesetz NRW.
6 Klimaschutzgesetz NRW.
7 Bürgermeisterkonvent.
8 Bürgermeisterkonvent.
9 Klima-Bündnis.
10 Bürgermeisterkonvent.
11 Bürgermeisterkonvent.
12 Projektziele für das Pilotgebiet „Stegerwaldsiedlung“ in Köln-Mülheim.
Jahresbericht 2016
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Langfristig streben die Klimabündnis-Städte eine Verminderung ihrer CO2-
Emissionen auf ein nachhaltiges Niveau von 2,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr an.
Dem steht ein CO2-Fußabdruck von rd. 10,3 Tonnen pro Einwohner und Jahr in Köln
gegenüber (Daten aus 2008). Laut der Kölner Energie- und CO2-Bilanz 2008 hatte
Köln im Jahr 2008 das CO2-Reduktionsziel gegenüber dem Basisjahr 1990 zu rund
15 % erreicht.
Aktivitätsbericht
Klimaschutz
Stadtradeln
Köln beteiligte sich vom 05. bis 25. September 2016 erstmalig am deutschlandweiten
Wettbewerb „STADTRADELN“ des Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netz-
werk zum Klimaschutz.
Während des Aktionszeitraums hatten alle Kölnerinnen und Kölner die Möglichkeit,
sich mit Radfahrenden in ganz Deutschland zu messen und dabei etwas für den Kli-
maschutz zu tun. Alle, die in Köln wohnen, arbeiten einem Verein angehören oder
eine (Hoch-) Schule besuchen, waren herzlich eingeladen, kräftig in die Pedale zu
treten und beruflich oder privat viele Fahrradkilometer für Köln zu sammeln.
Ausgelegt ist die Kampagne als Wettbewerb zwischen den teilnehmenden Kommu-
nen. Mitglieder der kommunalen Parlamente radeln mit Bürgerinnen und Bürgern als
Team um die Wette.
Ziel der Kampagne ist es, drei Wochen lang vom Auto auf das Rad umzusteigen und
so CO2 zu sparen und das Bewusstsein für den Klimaschutz zu erhöhen.
Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Koordinationsstelle Klimaschutz
und des Teams des Fahrradbeauftragten.
2016 beteiligten sich in Köln 2.269 aktive Radlerinnen und Radler in 135 Teams und
legten insgesamt 516.563 Kilometer zurück. So konnten im Vergleich zu einer Auto-
fahrt 73.352 kg CO2 vermieden werden.
Jahresbericht 2016
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Energieberatungsinitiative
Die Stadt Köln hat sich im November 2015 dem landesweiten Netzwerk AltBauNeu
angeschlossen, um die Beratung der Bürgerinnen und Bürger und Gebäudeeigentü-
mer zur energetischen Gebäudesanierung und zum Klimaschutz voranzubringen.
AltBauNeu ist ein kommunales überregionales Netzwerk von 21 Kommunen und
Kreisen aus Nordrhein-Westfalen, um den Bürgerinnen und Bürgern bei der energe-
tischen Sanierung ihrer Gebäude eine Hilfestellung zu geben. Durch die Kooperation
der nordrhein-westfälischen Kommunen und Kreise können wesentliche Synergien
erzielt werden. Die gemeinsame Entwicklung von Materialien und Projekten sowie
der landesweite Know-how-Transfer zwischen den Projektteilnehmern sorgen dafür,
dass sich der Arbeits- und Kostenaufwand der einzelnen Kommunen und Kreise we-
sentlich reduziert.
Zentrales Element von AltBauNeu ist die Öffentlichkeitsarbeit. Grundbaustein ist da-
bei das Internetportal www.alt-bau-neu.de. Dort gibt es allgemeine Informationen und
Erläuterungen zu den Themen Gebäudedämmung, Heizungs- oder Lüftungsanlage,
Energieausweis, gesetzliche Vorgaben, Fördermöglichkeiten und Modernisierungs-
ratgeber. Die Datenbank mit lokalen Dienstleistern und Experten (Architekten, Inge-
nieure, Energieberater und Handwerker) befindet sich im Aufbau.
Die Teilnahme an dem Projekt dient auch dem Klimaschutz, da das größte CO2-
Minderungspotenzial im Bereich der Sanierung des Wohnungsbestandes liegt. In
Köln sind etwa 73 Prozent der Wohngebäude vor der ersten Wärmeschutzverord-
nung 1978 errichtet worden, vielfach noch unsaniert und somit in einem energetisch
schlechten Zustand. Eine Sanierung dieser Gebäude würde eine Verringerung des
Energieverbrauchs und damit der CO2-Emissionen sowie eine wesentliche Reduktion
der Energiekosten bedeuten.
Umweltminister Johannes Remmel gratulierte im Oktober 2016 Köln und den weite-
ren nordrhein-westfälischen Netzwerkpartnern persönlich zur Auszeichnung mit dem
Climate Star, den das Klima-Bündnis, das größte kommunale Netzwerk zum Klima-
schutz, vergibt.
Jahresbericht 2016
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Die Climate-Star-Auszeichnung wird seit 2002 an herausragende Projekte der Städ-
te, Kommunen und regionalen Netzwerke aus ganz Europa vergeben. Die Auszeich-
nung ehrt das Engagement und die Erfolge europäischer Städte, Kommunen und
Regionen in Bereichen erneuerbarer Energie, Mobilität, Konsum, Stadt- und Regio-
nalentwicklung und Bürgereinbindung.
Quelle: Energieagentur NRW
Abbildung 3: Climate-Star-Auszeichnung mit Umweltminister Johannes Remmel
Im Jahr 2016 wurde das Internetprotal AltBauNeu http://www.alt-bau-neu.de/koeln/
4.160-mal aufgerufen.
Kompetenzteam KlimaBildung Köln
Ziel des Kompetenzteams ist es, den Klimaschutz -Prozess in der Region Köln durch
zielgruppenspezifische Wissens - und insbesondere Kompetenzvermittlung zu b e-
schleunigen und somit die Stadt als auch das Umland lebenswerter zu gestalten.
Insbesondere soll das Klimaschutzbewusstsein der Zielgruppen für die Notwendi g-
keiten und Erfordernisse des Klimaschutzes sowie die individuellen Gestaltungsmö g-
lichkeiten im Alltag gefördert und gestärkt werden.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz ist Mitglied im Kompetenzteam KlimaBildung
Köln, dass ein Netzwerk zentraler B ildungsakteure der Region Köln ist. Fokus der
gemeinsamen Aktivitäten ist die Realisierung von Projekte n zum handlungsorientier-
ten Klimaschutz im Alltag.
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Klimaschutz Community Köln
Die „Klimaschutz Community Köln“ ist Nachfolger der erfolgreichen Internet-Plattform
„Köln spart CO2“ aus dem Jahr 2013/2014, unter der Schirmherrschaft von Oberbü r-
germeisterin Henriette Reker und finanziell unterstützt durch die Stiftung Umwelt und
Entwicklung NRW, die Stadt Köln und den Klimakreis Köln. Ziel des Projektes ist es,
im Rahmen eines Wettbewerbs in vier Aktionsmonaten (Ernährung, Konsum, Energie
und Mobilität) gemeinsam CO2 zu vermeiden.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz unterstützt das Projekt als Partnerin und Berat e-
rin sowie mit Öffentlichkeitsarbeit.
Quelle: https://www.klimaschutzcommunity.koeln/
Abbildung 4: Internetportal Klimaschutz Community Köln
Jahresbericht 2016
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Initiative SmartCity Cologne
In 2016 hat die Koordinationsstelle Klimaschutz die Funktion des „digitalen Lotsen“
übernommen. In dieser Funktion koordiniert sie Themen der Digitalisierung innerhalb
des Dezernates V und unterstützt die Geschäftsstelle Digitale Agenda in Dezernat I
aktiv bei der Umsetzung der Digitalstrategie Kölns. Hierzu gehört auch die Mitwirkung
an der Vorbereitung des ersten Stadtgipfels in 2017.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz übernahm in 2016 die Federführung zur Bear-
beitung komplexer, wegweisender politischer Beschlüsse zur Umstellung des städti-
schen Fuhrparks auf alternative Antriebe (AN/0159/2016 und 0147/2017) sowie zur
Schaffung von E-Ladeinfrastrukturen im öffentlichen Straßenland (AN/0802/2016 und
1275/2017). In 2016 wurde damit die Federführung zur Bearbeitung des Themas E-
Mobilität auf Seiten der Stadt Köln übernommen. Nach einer langen Testphase stell-
ten die KVB im Dezember 2016 die Buslinie 133 komplett auf E-Mobilität um. Das
Projekt wird durch SmartCity Cologne beworben.
In 2016 wurde die konzeptionell-strategische Weiterentwicklung der Initiative Smart-
City Cologne in der Verwaltung, mit der RheinEnergie und KVB weiter voran getrie-
ben. Im Ergebnis ist ein gemeinsames Verständnis zu Handlungsbedarfen, Zielen,
Indikatoren für ein Monitoring und Handlungsschwerpunkten herbeigeführt worden.
Ebenfalls wurde mit dem Aufbau eines Indikatorensystems zum Monitoring von
SmartCity Cologne begonnen, welches die Initiative messbar und steuerbar machen
soll. Dieser Prozess wird in 2017 fortgeführt und zum Abschluss gebracht.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz beteiligte sich in 2016 als Informationslieferant
an einer auf ein Jahr bis November 2017 angelegten Konsortialstudie zur Eruierung
und Bewertung aktueller SmartCity-Technologien. Die Ergebnisse der Studien sollen
die Umsetzungsmöglichkeiten von SmartCity-Lösungen erhöhen.
Aus SmartCity Cologne heraus brachte sich die Koordinationsstelle Klimaschutz
ebenfalls in die „Dialogplattform Smart Cities“ des Bundesumweltministeriums zur
Erarbeitung einer Smart Cities-Charta mit Empfehlungen und Forderungen an die
Politik ein. Ergänzend hierzu unterstützte SmartCity Cologne die Aktivitäten des DIN-
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Instituts sowie von VDE/VDI zur Identifizierung von Normen und Standards in Smart
Cities, die zu den Themenschwerpunkten Governance, Energie, Mobilität und Infor-
mations- und Kommunikationstechnologien/ Infrastruktur technische Standardisie-
rungsbedarfe an die Wirtschaft und Klärungsbedarfe an die Politik beinhalten.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz richtete in 2016 erneut die Konferenz zu Smart-
City Cologne unter dem Motto „Gutes Klima für Köln“ erfolgreich aus, die im Histori-
schen Rathaus zu Köln stattfand und durch die Oberbürgermeisterin eröffnet wurde.
Highlights waren die KlimaExpo.NRW-Auszeichnung für das Projekt „Waldlabor“ in
Köln sowie der Startup-Pitch, aus dem evopark als Sieger hervorging und sich für
kostenfreie Präsentationsfläche und eine Teilnahme am Podium auf der StartupCon
2016 in der LANXESS-Arena qualifizierte.
Abbildung 5: Impressionen von den SmartCity Cologne Konferenz vom 20.06.2016
In 2016 wurde das Morgenstadt-Projekt „3D Geoinformationssystem Mülheim-Süd“
als Demonstrationsprojekt abgeschlossen. Die Koordinationsstelle Klimaschutz orga-
nisierte zu diesem Anlass einen breit angelegten Workshop, um Nachnutzungspoten-
tiale der modellhaft entwickelten Einzelanwendungen im Rahmen des Projektes zu
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identifizieren. Im Ergebnis wurde das entwickelte Tool für eine Online-
Bürgerbeteiligung durch das Stadtplanungsamt und die Dienststelle E-Government
und Onlinedienste im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eines Be-
bauungsplanverfahrens zur Entwicklung des „Möhring-Quartiers“ erfolgreich ange-
wendet. Weitere Erfahrungen sollen gesammelt werden, um Möglichkeiten eines
stadtweiten Einsatzes zu eruieren.
In 2016 ist die Initiative SmartCity Cologne um sieben Projekte auf aktuell insgesamt
37 Projekte gewachsen.
Abbildung 6:Projektübersichtskarte SmartCity Cologne
Die neuen Projekte werden im Folgenden kurz vorgestellt:
DP DHL – CO2-freie Paketzustellung für Köln
Die Deutsche Post DHL Group startete am 08.09.2016 mit einer gemeinsamen Pres-
sekonferenz unter Teilnahme der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Re-
ker, und dem Vorstand Post-eCommerce-Parcel der Deutschen Post DHL Group (DP
DHL), Jürgen Gerdes, die CO2-freie Paketzustellung in Köln. Bis Ende 2016 waren
insgesamt 66 sog. StreetScooter im Einsatz. Dabei handelt es sich um Elektrofahr-
zeuge, die speziell für die vielseitigen Anforderungen der Paketzustellung entwickelt
wurden. Die 66 StreetScooter ersetzen bisherige Dieselfahrzeuge (bis 3,5 t) und
Quelle: Stadt Köln
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senken den CO2-Ausstoß in Köln pro Jahr um insgesamt rund 200 Tonnen. Sie wer-
den ausschließlich mit zertifiziertem Grünstrom in den drei Zustellbasen der DP DHL
an den Standorten Eifeltor, Oskar-Jäger-Straße und Parkgürtel über Nacht aufgela-
den. Die Koordinationsstelle Klimaschutz fungierte als Wegbereiter, damit das Pro-
jekt Teil von SmartCity Cologne werden konnte.
Abbildung 7: Pressekonferenz zum Projektstart CO2-freie Paketzustellung in Köln
REWE Green Building - Nachhaltigere Produkte in nachhaltigeren Märkten
Mit dem Green Building-Konzept hat REWE eine Blaupause für nachhaltigere Su-
permärkte entwickelt. Das Konzept kombiniert Tageslichtarchitektur mit energiespa-
renden Bautechniken, bester Dämmung, nachhaltigen Materialien und dem Einsatz
regenerativer Energien. Die dort eingesetzten Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-,
Klima- und Kälteanlagen verbrauchen deutlich weniger Energie und belasten die
Umwelt gar nicht oder nur sehr gering mit CO2-Emissionen. Die Märkte werden aus-
schließlich mit Grünstrom versorgt. Geheizt wird mit Abwärme aus Kälte (80 %) und
über Wärmepumpen (20 %). Die Holzkonstruktion trägt zu einer CO2-Reduzierung
von 311 t pro Jahr bei. Kälte und Kühlung wird über CO2 und Propen erzeugt. Zur
Reinigung, für die WC-Spülung und zur Außenbewässerung wird Regenwasser ge-
nutzt. Alle Green Building-Projekte werden durch die Deutsche Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) zertifiziert. 2013 eröffnete REWE einen Green
Building-Markt in Köln-Lövenich. Das Gebäude ist mit dem DGNB Gold-Zertifikat
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ausgezeichnet (heute: Platin) - und damit fast CO2-neutral. Die Koordinationsstelle
Klimaschutz initiierte den Dialog mit REWE zu SmartCity Cologne und gewann das
Unternehmen mit seinen Green-Building-Aktivitäten als weiteres Kölner Vorzeigepro-
jekt.
Abbildung 8: REWE-Markt als Green-Building in Köln -Lövenich
Energiechampion – Energiemonitor Heinzelmännchen-Schule
Das mit neuester Technologie von Ingenieuren und Designern in Abstimmung mit
Pädagogen entwickelte Konzept zur Bewuss tseinsförderung für Energieverbrauch
erklärt den Kindern spielerisch die Zusammenhänge zwischen Stromverbrauch und
CO2-Emission über einen Energiechampion-Wettbewerb und ist vie lseitig in unte r-
schiedlichste Unterrichtsfächer integrierbar. Kinder sollen bereits früh dafür sensibil i-
siert werden, unnötige Stromverbräuche zu vermeiden und nachhaltig Energie zu
sparen. Im Durchschnitt wurden so an der Heinzelmännchen -Grundschule in Kö ln-
Vingst in der Vergangenheit ca. 2 kWh Strom pro Woche von jeder Klasse eing e-
spart, weil z. B. auf das Licht geachtet wurde. In einem Schuljahr haben alle acht
Klassen der Grundschule ca. 600 kWh weniger verbraucht. Ausgehend davon, dass
die Kinder über das Programm lernen auch zu Hause ihren Stromverbrauch um nur
ein halbes Kilowatt pro Woche zu reduzieren, können 160 Kinder zusätzlich ca. 4000
kWh pro Jahr einsparen. Die Koordinationsstelle Klimaschutz setze sich dafür ein,
dass auch dieses Projekt Teil von SmartCity Cologne wird.
Quelle: REWE Group.
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Abbildung 9:Energie-Champion Heinzelmännchen-Schule
Parken. Nur einfacher. Mit evopark bargeldlos ins Parkhaus.
Rund 560 Millionen Stunden im Jahr wenden deutsche Autofahrer für die Parkplatz-
suche auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Verbands der Auto-
mobilindustrie (VDA). Parkplatzsuchende verursachen so rund 30 % des innerstädti-
schen Verkehrs (APCOA Studie). Gleichzeitig bleiben viele Stellplätze in Parkhäusern
ungenutzt. Das in 2014 gegründete Kölner Startup evopark hat eine App entwickelt,
die anzeigt, in welchen Parkhäusern noch Stellplätze frei sind und dorthin navigiert.
Mittels der evopark-Karte – einem RFID-Funkchip – öffnen Parkhausschranken au-
tomatisch. Autofahrer finden schneller einen Stellplatz, dadurch werden Parksuch-
verkehre reduziert. In Köln sind bislang die Parkhäuser „Brückenstraße“ und „DuMont
Carré“ mit evopark befahrbar. Damit sind über evopark bislang insgesamt 1.064
Stellplätze erreichbar. Weitere Parkhäuser wie das „An Farina“ und „Maastrichter
Straße“ sollen folgen. In insgesamt mehr als 20 deutschen Städten aktiv, konnte
evopark seit 2014 bundesweit bereits rund 117 t CO2 einsparen. Die Koordinations-
stelle Klimaschutz gewann das Startup für einen Pitch auf der Konferenz zu SmartCi-
ty Cologne, aus dem es als Sieger hervorging. In der Folge wurde es Teil der Smart-
City-Initiative.
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Mobile Box – Handyrecycling
Mobile-Box ist ein Rücknahmesystem für gebrauchte Mobiltelefone, das 2012 in Köln
gegründet wurde. Zurückgenommene Alt -Handys werden wiederverwendet oder e i-
ner umweltgerechten Verwertung zugeführt, was den umweltschädigenden Rohstof f-
abbau senkt und die Ausbeutung der Menschen in den betroffenen Gebieten verri n-
gert. Mit jedem gesammelten Gerät werden gleichzeitig vor Ort tätige Umweltschut z-
gruppen oder gemeinnützige Pro jekte finanziell unterstützt. Mehr als 100 Millionen
Mobiltelefone liegen in deutschen Haushalten ungenutzt (Bitkom Studie / 2015). Mit t-
lerweile betreut Mobile -Box bundesweit über 1000 Rücknahme -Standorte. Zu den
Sammelpartnern gehören unter anderem lokale BUND-Gruppen, das Bundeswehr -
Sozialwerk, Missio von der katholischen Kirche und das FÖJ. In 2016 konnten g e-
meinsam bereits mehr als 40.000 alte Handys gesammelt und umweltgerecht ve r-
wertet werden. Seit 2017 ermöglicht Mobile -Box auch Unternehmen die siche re und
umweltgerechte Entsorgung ihrer Firmengeräte. An rund 15 Standorten in Köln, vo r-
nehmlich Schulen und Bio-Supermärkten, ist die Mobile-Box zu finden. Die Koordina-
tionsstelle Klimaschutz vermittelte Kontakte und setzte sich für das Projekt ein, damit
es Teil der SmartCity -Initiative werden konnte. Gemeinsam wurden Möglichkeiten
zum Projektausbau eruiert.
Abbildung 10: Handy-Recycling mit Mobile-Box
Quelle: Mobile-Box.
Jahresbericht 2016
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Radbonus - Das Belohnungsprogramm fürs Radfahren zur Förderung der
Umwelt
Radbonus fördert das Radfahren mit Boni. Es handelt sich um finanzielle Prämien
durch gefahrene Rad-Kilometer von Partnern wie Krankenkassen, Arbeitgebern, On-
line-Shops etc. Die Radbonus-App motiviert so Menschen, mehr Wege mit dem Rad
zurückzulegen. Das fördert das Wohlbefinden, die Gesundheit und erhöht die körper-
liche und geistige Leistungsfähigkeit. Werden mehr Wege mit dem Rad zurückgelegt,
wirkt sich das zudem positiv auf das Verkehrsaufkommen und die Umwelt aus. Rad-
bonus hat seinen Hauptsitz in Köln; es verbucht bisher bundesweit rund 10.000 akti-
ve Nutzer. Die Koordinationsstelle Klimaschutz sorgte mit der Einladung zur Pitch-
teilnahme auf der Konferenz zu SmartCity Cologne für eine weitere Bekanntmachung
der Aktivitäten von Radbonus. Das Unternehmen wurde Teil von SmartCity Cologne,
um weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu entwickeln.
Quelle: Radbonus
Abbildung 11:Mit Radbonus Boni durch Fahrradfahren sammeln
Pixolus: mobile visuelle Datenerfassung
Pixolus ermöglicht mittels der „pixometer“-App die digitale Zählerstanderfassung per
Smartphone-Kamera. Für Vermieter, Hausverwaltung, Energie- und Liegenschafts-
manager sowie Versorger, die Zählerstände in vielen Gebäuden erfassen müssen,
Jahresbericht 2016
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optimiert „pixometer“ so die Verbrauchserfassung. Die Ablesedaten stehen dann im
Webportal gesammelt zur Verfügung und können von dort exportiert werden. Die Ko-
ordinationsstelle Klimaschutz hat Pixolus für eine Pitch-Teilnahme an der Konferenz
zu SmartCity Cologne gewonnen. Mit der Entscheidung, das Projekt Teil der Smart-
City-Initiative werden zu lassen, sollen die Aktivitäten des Unternehmens weiter ge-
streut und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit ausgelotet werden.
EU-Projekt Grow Smarter
Das EU-Projekt „GrowSmarter“, für das die Stadt Köln sich im Jahr 2014 in enger
Zusammenarbeit mit der städtischen Tochtergesellschaft RheinEnergie AG und den
Städten Stockholm und Barcelona erfolgreich beworben hatte, befindet sich im zwei-
ten Jahr und damit in der Umsetzung der Maßnahmen.
Das Kölner Konsortium besteht aus der Stadt Köln, Deutsche Wohnungsgesellschaft
mbH (DEWOG), RheinEnergie AG, ampido GmbH, Stattauto Köln (cambio Köln),
Kölner-Verkehrs-Betriebe AG, Urban Institute (UI), AGT Group GmbH und Microsoft.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz hat die Kölner Gesamtprojektleitung sowie die
EU-weite Leitung des Arbeitspaketes 3-Integrierte Infrastruktur.
Im September 2016 stellte sich die Koordinationsstelle Klimaschutz gemeinsam mit
den nationalen und internationalen Partnern Stockholm und Barcelona dem Review
Meeting der EU. Hier wurden der aktuelle Stand und das weitere Vorgehen darge-
stellt. Die EU Behörde INEA (The Innovation and Networks Executive Agency), die
mit der Verwaltung und Aufsicht des Projekts betraut ist, war über den Fortschritt in
Köln sehr erfreut. Das Team konnte sich also über positive Resonanz aus Brüssel
freuen.
Zu Köln: während der erste Bauabschnitt in der Stegerwaldsiedlung Anfang 2017
fertig gestellt werden soll, haben die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt im Oktober
2016 begonnen. Die Bauanträge des dritten Bauabschnitts sind in Bearbeitung beim
Bauaufsichtsamt. Die Sanierung der Stegerwaldsiedlung schritt 2016 voran. Ca. ein
Drittel der Gebäude wurden saniert und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Ziel ist
Jahresbericht 2016
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es, Anfang des nächsten Jahres auch mit dem dritten Bauabschnitt beginnen zu
können.
Im Bereich Mobilität sind die ersten Mobilstationen in Betrieb: sowohl am Charles-de-
Gaulle-Platz, als auch am Bahnhof Mülheim steht derzeit car-sharing zur Verfügung.
Auch die Parkplatzreservierung ist am Charles-de-Gaulle-Platz angelaufen. Durch
die Bereitstellung von Daten bei „Offene Daten Köln“ ist inzwischen eine neue App
entstanden, die die KVB nun gemeinsam mit dem Ersteller weiter entwickeln möchte.
Die Stadt Köln macht ganz neue Erfahrungen in dem Versuch die Digitale Infrastruk-
tur auszubauen. Dazu wird die seit einiger Zeit bestehende OpenData-Plattform
www.offenedaten-koeln.de bereitgestellt, eine offizielle Webseite, mit kostenfreiem
Zugang zu etlichen Datensätzen aus Köln.
Gewisse Datensätze können ein riesiges Potenzial bieten, um Städten ein nachhalti-
ges Wachstum zu ermöglichen. Zudem können sie bei der Bewältigung umwelttech-
nischer und ökonomischer Probleme helfen. Durch technische Umrüstungen könnte
dieses Potenzial abgerufen werden und so eine vollintegrierte, strategisch orientierte
„SmartCity“ entwickelt werden. Dieses Konzept ist ein wesentlicher Teil des
GrowSmarter-Konzeptes.
Zusammen mit unserem Partner [ui!] – the urban institute, welcher die erforderlichen
Softwarekomponenten auf Basis seiner Plattform Urban Pulse bereitstellt, und mit
der Firma Microsoft, welche die cloudbasierte Infrastruktur zur Verfügung stellt, ist
geplant, Daten aus Köln für die Bürgerinnen und Bürger sicher und finanziell er-
schwinglich zur Verfügung zu stellen. Die App UrbanPulse sammelt die Daten vor-
handener Sensoren, wie zum Beispiel aus dem Verkehrsmanagementsystem der
Stadt Köln, und stellt sie über einen Webserver kartenbasiert zur Verfügung.
Die Plattform ist nun erstellt und bietet Nutzern den Zugang zu Verkehrsdaten, der-
zeit aber nicht in Echtzeit. Daten in Echtzeit können momentan nicht wiedergeben
werden, aber es wird an einer Lösung gearbeitet und gleichzeitig versucht, weitere
Datensätze zu integrieren, beispielsweise Daten zu Straßenbaustellen.
Ein laufender Prozess in der Entwicklung dieser Plattform ist in Zusammenarbeit mit
der Stadt Köln die Berücksichtigung von datenschutzrechtlichen Aspekten. Bislang
Jahresbericht 2016
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stammen alle Daten von städtischen Sensoren und keinerlei personenbezogene Da-
ten werden gespeichert oder verarbeitet. In der Zukunft sollen aber beispielsweise
auch energiebezogene Daten angeboten werden. Dann wir auch der Datenschutz
ein Thema sein.
Es ist sehr ermutigend, dass ein offensichtlicher Zuwachs und ein stetiges Interesse
an Kölns offenen Daten bestehen. Beachtenswert ist auch die Tatsache, dass die
Stadt Köln internationale Aufmerksamkeit erfährt. Dies ermutigt zu weiteren Fort-
schritten im OpenData-Projekt in Köln. Die detaillierten Auswertungen, besonders auf
monatlicher und täglicher Basis, sind als offene Daten erhältlich und können unter
monitoring-offene-daten-koeln-2015 abgerufen werden.
Die Koordinationsstelle Klimaschutz bietet alle vierzehn Tage eine Bürgersprech-
stunde in der Stegerwaldsiedlung an. Diese bietet den Bewohnerinnen und Bewoh-
ner sowie allen Interessierten die Möglichkeit, Fragen zum Projekt vor Ort zu platzie-
ren oder grundsätzliche Informationen einzuholen.
Bei zahlreichen Veranstaltungen stellte sich GrowSmarter auf lokaler, nationaler so-
wie auf internationaler Ebene vor, in Köln zum Beispiel in Ratsausschüssen sowie
international bei Polis.
Im Oktober 2016 wurde das Projekt GrowSmarter Sieger im Rahmen des Wettbe-
werbs „Intelligente Regionen Deutschlands“ in der Sonderkategorie „Sektorübergrei-
fend“, initiiert vom Bundeswirtschaftsministerium und der Initiative Intelligente Ver-
netzung. Mehr als 100 Projekte wurden eingereicht. Die hochkarätig zusammenge-
setzte Jury findet:
„Das Projekt GrowSmarter ist ein Musterbeispiel dafür, wie die Bereiche Verkehr und
Energie intelligent miteinander kombiniert werden können, um in einem sektoren-
übergreifenden Gesamtkonzept nachhaltige Lösungen für die Stadtentwicklung zu
schaffen.“ (Zitat: Thilo Zelt)
Jahresbericht 2016
22
Der integrierte Ansatz aus dem EU-Projekt GrowSmarter soll als Blaupause für eine
nachhaltige Stadtentwicklung bei der Entwicklung weiterer Stadtentwicklungsgebiete
wie Mülheim-Süd, Parkstadt-Süd, Deutzer Hafenareal eingebracht werden.
Veranstaltungen, Vorträge, Netzwerktreffen
Übersicht Veranstaltungen
Im Jahr 2016 hat die Koordinationsstelle Klimaschutz bei zahlreichen Veranstaltun-
gen als Veranstalter oder Mitorganisator, Vortragender oder Podiumsteilnehmer mit-
gewirkt, wie beispielsweise:
Klimaforum Köln,
4. GVG-Energie-Forum,
Keynote zu SmartCity Cologne auf dem „Cologne IT-Summit“ zum Themen-
schwerpunkt „Stadtverwaltung 4.0 – was die Verwaltung dank Digitalisierung
für Bürger und Unternehmen macht“ (gemeinsam mit der Geschäftsstelle Digi-
tale Agenda, dem Amt für Informationsverarbeitung und der NetCologne
GmbH),
Electric Mobility in Civitas Cities,
Impuls-Statements und Podiumsteilnahme am Diskussionspanel auf der
BMBF-Konferenz „Wege in die Zukunftsstadt“ mit SmartCity Cologne,
3. Fachkonferenz BMVI „Elektromobilität vor Ort“,
Anbahnung und Organisation eines Exklusivgesprächs zwischen Stadtkäm-
merin Klug und des Direktors des PIK-Potsdam, Prof. Schellnhuber, auf der
Sal. Oppenheim Investmentkonferenz zu Green Investment und Divestment,
SCC Konferenz “Gutes Klima für Köln”,
Initiative D21, AG Geoinformationswirtschaft in Essen,
7. egov-day Koblenz,
Prämierung ECO-Driving,
Jahresbericht 2016
23
SmartCity Cologne-Pitch auf dem internationalen Nachhaltigkeitskongress der
IHK mit der CBS,
Kooperationsrunde Energie/Klima des Region KölnBonn e. V.,
Besuche von Delegationen aus Taiwan, Lateinamerika, Ägypten, Bejiing sowie
einer peruanischen Schülergruppe,
Keynote und Diskussionsteilnahme am ESRI Branchenforum der GIS Talk
2016 zu Smart Cities,
Gastgeber für die zweitägige NRW-weite Difu–Informationsveranstaltung 2016
zur „Kommunalrichtlinie“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums und Vor-
stellung der Klimaschutz- und SmartCity-Aktivitäten Kölns,
Teilnahme an der StartupCon 2016 mit einem Stand zu SmartCity Cologne,
Durchführung eines Informations- und Diskussionsformats zu „Digitale Magna
Charta meets #scc & #opendata“ auf der Internetwoche 2016 im Glashaus der
VHS (gemeinsam mit der Geschäftsstelle Digitale Agenda und der Dienststelle
E-Government und Onlinedienste),
Keynote und Diskussionsbeiträge zu SmartCity Cologne auf dem Symposium
„Resilient Cities for the Future“ in Taiwan (auf Einladung des DAAD und der
Stadt Taipeh),
Wuzhen Summit – 3rd World Internet Conference (auf Einladung),
Mitwirkung an Workshops im Rahmen der Konsortialstudie “Smart Cities & Inf-
rastructure”,
Metropolitan Solution Berlin,
Smart Urban Infrastructure,
World Green Building Council Congress in Stockholm,
SmartCity Expo in Barcelona,
Polis Konferenz in Rotterdam
Jahresbericht 2016
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Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Eine Aufgabe der Koordinationsstelle Klimaschutz ist die Kommunikation mit verwal-
tungsinternen und externen Akteuren und Zielgruppen. Hierzu zählen auch die Pres-
searbeit und Veröffentlichungen zum Klimaschutz und SmartCity Cologne.
Im Jahr 2016 gab es Pressemitteilungen, Meldungen im Intranet, Fototermine zu fol-
genden Themen:
Stadtradeln in Köln,
AltBauNeu,
UN-Klimagipfel in Marrakesch,
Sprit-Spar-Meisterschaft für Beschäftigte der Stadt Köln,
SmartCity Cologne,
GrowSmarter
Rat und Ausschüsse
Im Jahr 2016 hat die Koordinationsstelle Klimaschutz zu den Themen Klimaschutz
und SmartCity Cologne in Ratsausschüssen und Bezirksvertretung berichtet:
Sachstandsbericht Klimaschutz (0013/2016 + 2802/2016),
Schadstoffemissionen durch die Braunkohlegranulat -Wirbelschichtfeuerung
im Heizkraftwerk Köln Merkenich (0143/2016),
Zwischenmitteilung Elektromobilität (1100/2016),
Bänke mit solarbetriebener Ladestation (1135/2016),
Stadtradeln (1148/2016 + 2353/2016),
Jahresbericht 2015 (1200/2016 + 1803/2016),
Beantwortung einer mündlichen Anfrage zur Energieberatung der Verbrau-
cherzentrale (1295/2016),
Jahresbericht 2016
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Vorstellung GrowSmarter im Ausschuss für Umwelt und Grün, Verkehrsaus-
schuss, Stadtentwicklungsausschuss und Bezirksvertretung Mülheim
Ausblick
Um Klimaschutzmaßnahmen in der Stadt umzusetzen, neue Maßnahmen zu entwi-
ckeln und den Klimaschutz zu verstärken, ist eine Unterstützung durch Verwaltungs-
spitze und Politik sowie die Bereitstellung von ausreichenden Ressourcen (Personen
und Finanzen) erforderlich.
Um das Thema Klimaschutz zukünftig effektiver wahrzunehmen, ist eine Neuausrich-
tung des Klimaschutzes innerhalb der Verwaltung vorgesehen.
Für eine gesamtstädtische Forcierung des Klimaschutzes sind politische Beschlüsse,
die zu einer Umsetzung eines gesamtstädtischen Klimaschutzkonzeptes führen un-
abdingbar.
Darüber hinaus ist die Öffentlichkeitsarbeit/ Bürgerbeteiligung für den Klimaschutz
erheblich zu verstärken, um die Motivation für den Klimaschutz und zum eigenen
Handeln in der Bevölkerung zu steigern. In 2017 sind sowohl eine SmartCity Colog-
ne-Konferenz für die Zielgruppe Bürger und Unternehmen sowie ein Klimaforum für
die Verwaltung und die städtischen Töchter geplant.
Nachdem der Rat der Stadt Köln im Haushalt 2016/2017 Mittel für die Gründung und
den Betrieb eines Zentrums für Energieeffizienz unter dem Vorbehalt der Mittelfrei-
gabe durch Fach- und Finanzausschuss bereitgestellt hat, ist der Aufbau eines sol-
chen Zentrums in Kooperation mit der RheinEnergie AG, der Verbraucherzentrale
NRW und anderen Akteuren unter städtischer Führung in 2017 vorgesehen.
Im Projekt GrowSmarter ist es Ziel, Anfang bis Mitte 2017 auch mit dem dritten Bau-
abschnitt beginnen zu können. Hier werden, wie in den ersten Bauabschnitten, u.a.
Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher installiert, die Gebäude an das Fernwär-
menetz angeschlossen und ab Mitte 2017 auch SmartHome Systeme eingebaut
werden und das intelligente Siedlungsmanagement an die ersten Gebäude ange-
schlossen. Eine Mieterveranstaltung ist für Mitte 2017 geplant, um die SmartHome
und SmartMeter Systeme zu erklären. Derzeit können diese Systeme nur mit Einver-
ständnis der Mieter eingebaut werden. Das intelligente Siedlungsmanagement soll
Mitte 2017 an die ersten Gebäude angeschlossen werden.
Jahresbericht 2016
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Im Bereich Mobilität sollen konventionelle Fahrräder und Pedelecs ab Mitte bis Ende
2017 an den Mobilstationen genutzt werden können. Die Einrichtung der Mobilstatio-
nen in der Stegerwaldsiedlung wird erst nach Abschluss der Fernwärmearbeiten
stattfinden. Dies wird ca. Mitte bis Ende des Jahres 2017 sein.
In 2017 wird ein integriertes E-Mobilitätskonzept für Köln gemeinsam mit der Rhein-
Energie erarbeitet und damit die Voraussetzung zur Schaffung von E-
Ladeinfrastrukturen im öffentlichen Straßenland geschaffen.
Jahresbericht 2016
27
B
L E B E N S Q U A L I T Ä T
G E S U N D H E I T
E N E R G I E W E N D E
I N
L N
T R A N S F O R M A T I O N O
G V
U A
K N T E C H N I K
L G I
Ö I O M
K M I T E I N A N D E R
Ö K O L O G I S C H WANDE L N
N S
O C C
M N A C H H A L T I G H
I UM W E L T
S O Z I A L T
C Z
H
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1996/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27