Mandari Insight

AIR/0004/2010

Beschäftigung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte bei der Stadt Münster

Anregungen des IR 15.11.2010

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 08.12.2010, TOP 8.1

Originalanregung

· application/pdf

Ansehen

Originalanregung

4578 Zeichen

Anregung des Integrationsrates an den Rat  AIR/0004 /2010 
      
 
Anregung des Integrationsrates an den Rat 
 
 
Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung am 11.11. 2010 folgende Anregung an den Rat einstimmig 
beschlossen: 
 
 
„Der Rat möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird aufgefordert:  
 
1. Bei künftigen Personaleinstellungen (Voll- oder Teilzeitbeschäftigung, zeitlich befristete Ar- 
beits-, Projektarbeits-, Praktikums- bzw. Ausbildun gsverträge) werden - bei gleicher Eig- 
nung und Befähigung bzw. gleichen Voraussetzungen w ie z.B. bei Ausbildungs- und Prak- 
tikumseinstellungen – Menschen unterschiedlicher He rkunft/ bzw. Migrationsvorgeschichte 
viel mehr als bisher berücksichtigt. Dabei soll ein  Modus ausgearbeitet werden, der ge- 
währleistet, dass stufenweise ein angemessener, wei testgehend repräsentativer Anteil die- 
ses Personenkreises an der Gesamtzahl der Beschäfti gten bei den verschiedenen Verwal- 
tungsebenen ermöglicht und auch tatsächlich erreicht wird. 
2. Darüber hinaus möge der Rat darauf (Verwaltung) hinwirken, dass nach diesem Modus 
auch die städtischen Gesellschaften verfahren.  
3. Die Verwaltung legt einen aktuellen Bericht über  Anzahl und Stellung (Funktion) der Be- 
schäftigten ausländischer Herkunft sowie die Anzahl  der Bewerber dieses Personenkreises 
der letzten Jahre und danach regelmäßig jährlich vor.  
4. Die Verwaltung erarbeitet und setzt nach Beratun g im Integrationsrat ein Konzept um, das 
speziell bei Bewerbern ausländischer Herkunft vorha ndene Informationsdefizite ausgleicht 
und diese zu einer Bewerbung ermutigt werden. 
 
Begründung 
: 
 
Münster wird zunehmend eine Stadt mit internationaler Beachtung. Dies wird durch zahlreiche 
Preise deutlich, mit denen Münster in der letzten Zeit ausgezeichnet wurde. Nicht zuletzt der Titel 
„Lebenswerteste Stadt der Welt“ welcher im Oktober 2004 in Kanada verliehen wurde, zeigt die 
wachsende Bedeutung der Stadt auf internationaler Ebene. Somit wird sie auch Anziehungspunkt 
für Menschen aus anderen Ländern, die ihren Lebensmittelpunkt hierher verlegen. Gerade auch 
die Zahl von Akademiker/innen stieg in den letzten Jahren stetig. 
 
Im öffentlichen Dienst und besonders in der öffentlichen Verwaltung sind Beschäftigte mit Migrati- 
onsvorgeschichte gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung stark unterrepräsentiert. Unter 
Berücksichtigung der demographischen Entwicklung muss das Ausbildungs- und Qualifikationspo- 
tenzial von jungen Menschen mit Migrationsvorgeschichte stärker als bisher ausgeschöpft werden, 
um auf den wachsenden Bedarf nach interkultureller Kompetenz in der Verwaltung vorbereitet zu 
sein. Viele Zugewanderte sind hoch motiviert, gut qualifiziert, sie sind mehrsprachig und verfügen 
über interkulturelle Kompetenzen. Diese Potenziale gilt es zu nutzen und gezielt zu fördern. 
 
Aufgrund dieser Umstände hält es der Integrationsra t für geboten, dieser Entwicklung auch auf 
dem städtischen Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen. Au s Sicht des Integrationsrates besteht gar 
eine Verpflichtung, die Internationalität der Stadt  durch eine vorbildliche Personalpolitik zu un- 
terstreichen und von sich aus entsprechende Arbeitsmöglichkeiten anzubieten.  
 
Die Verwaltung sollte alle Möglichkeiten nutzen, Migranten und besonders Migranten mit Migrati- 
onsvorgeschichte für eine Beschäftigung bzw. eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung gezielt zu 
motivieren und anzusprechen. In Stellenausschreibungen sollten Angehörige ethnischer Minder-

heiten ausdrücklich aufgefordert werden, sich zu bewerben. Ein solcher Zusatz ist aufgrund der 
Zielsetzung des Art. 3 Abs. 3 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip verfassungsgemäß. 
 
Die Anregungen, Resolutionen und Anfragen des Auslä nderbeirates seit 1989, seine Zukunftskon- 
ferenz und schließlich das Migrationsleitbild forde rn u.a. dass die Vielfalt in der Stadt sich auch au f 
allen Verwaltungsebenen widerspiegelt. „Wir setzen uns zum Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe 
und Integration aller Menschen in Arbeit und Bildun gsprozessen voran zu treiben…!“ (Beschluss 
des Rates und des Ausländerbeirates 2008 - Leitbild Migration und Integration)   
 
 
- Den Mitgliedern des Integrationsrates ist bekannt , dass zurzeit keine oder wenige Neuein- 
stellungen vorgenommen werden. Dennoch sollte eine grundsätzliche Willenserklärung das 
zukünftige Ziel und das Vorgehen der Stadt in der Praxis unmissverständlich verdeutlichen.  
- Zu den einzelnen Aspekten dieser Anregung werden wir zeitnah noch mehrere Hinweise 
und konkrete Vorschläge unterbreiten.“

Beratungsverlauf (1)

08.12.2010 Rat
TOP 8.1 Anregung Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
AIR/0004/2010
Typ
Anregungen des IR
Datum
15.11.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37